Beteiligungsgesellschaften
PROGNOST Systems GmbH
Daimlerstraße 10, 48432 Rheine, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Hamelmann seit 22.4.2025 | Geschäftsführer |
Alberto Bosa seit 22.4.2025 | Prokura |
Ralph Biermann seit 13.3.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Compressor Tech Holding AG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PROGNOST Systems GmbHRheineJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 20241 Geschäfts- und Rahmenbedingungen1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft PROGNOST Systems GmbH ist weltweit aktiv. Aus diesem Grund haben die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und globalen Rahmenbedingungen einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,1 Billionen US-Dollar auf insgesamt rund 104,8 Billionen US-Dollar erhöht. Allein die vier größten Volkswirtschaften der Welt, die USA, China, Japan und Deutschland vereinen mit ihrem Bruttoinlandsprodukt von insgesamt 53,7 Billionen US Dollar mehr als die die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung auf sich. Diese Entwicklung hat unmittelbar einen Einfluss auf die Entwicklung der PROGNOST Systems GmbH. 1 Auch in der für die PROGNOST Systems GmbH wichtigen EU-27 Zone stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,05 Billionen Euro auf insgesamt 16,97 Billionen Euro. 2 Entgegen dieser weltweiten Erholung hat sich das BIP der deutschen Wirtschaft in 2023 um 0,3% auf 4,457 Billionen USD verringert. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. 3 Die Arbeitslosenquote stieg im Kalenderjahr 2023 in Deutschland deutlich um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7% (VJ. 5,3%). Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 2,61 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland arbeitslos. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 333.000 Personen (+0,7 %) auf 45.9 Millionen. Somit hat sich an der sehr angespannten Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt nichts geändert und die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften bleibt schwierig und schränkt ein nachhaltiges Wachstum ein. Die Exporte Deutschlands sanken in 2023 leicht um 0,2 % auf einen Wert von 1.562 Mrd.. Auch die Importe sanken sogar um 10,1 % und erreichten mit 1.352 Mrd.. Bei einem Handelsvolumen von insgesamt 2.915,2 Milliarden Euro wies Deutschland einen Handelsbilanzüberschuss von 209,6 Milliarden Euro auf - sprich, es wurden mehr Waren ins Ausland aus- als eingeführt. Grundsätzlich neu ist das nicht: Deutschland exportiert traditionell mehr Waren als es importiert. Die Verbesserung der Handelsbilanz gegenüber dem Vorjahr ist allerdings insbesondere auf die rückläufigen Kosten für Energieimporte zurückzuführen. 4 Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war im Jahr 2023 stark beeinträchtigt von der Inflation. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland um 5,7% im Vergleich zum Vorjahr. Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen im Jahr 2023 im Vorjahresvergleich wieder auf solide 5,4% auf 904,21 Mrd. EUR. Die für die PROGNOST Systems GmbH wichtige Kennzahl der Bruttoanlageinvestitionen im Bereich der Ausrüstungsinvestitionen stieg im Jahr 2023 um 8,7 % auf 275,47 Mrd. EUR nach einem Anstieg im Vorjahr 2022 um 10,4 %. 5 Der Kurs des US-Dollar lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 1,09 US-Dollar je Euro und war damit leicht schwächer im Vergleich zum Vorjahr mit 1,04 USD. 6 Die Schwankungen in 2023/24 waren vergleichsweise niedrig und der Wert des USD hat sich im Betrachtungszeitraum linear verschlechtert. Der schwache US-Dollar verschlechtert grundsätzlich die Verkaufschancen europäischer Firmen, im nicht-europäischen Ausland durch entsprechend gestiegener Preise in US-Dollar. Problemfelder waren, wie im vergangenen Jahr, die Verfügbarkeit elektronischer Komponenten, der Handelskonflikt zwischen den USA und China, das Embargo gegen den Iran und den kriegerischen Handlungen in der Ukraine und das damit verbundene Embargo für Lieferungen nach Russland. Diese Problemfelder führen bei vielen Geschäftspartnern zu verzögerten Investitionsentscheidungen und Sparmaßnahmen, die die wirtschaftlichen Aktivitäten in einigen für PROGNOST Systems GmbH wichtigen Märkten bremsten. 1.2 Entwicklung der Branche und des Wettbewerbs Der Markt für vorausschauende Wartung wird gemäß einiger Studien auch in den kommenden Jahren (Forecast bis 2029) weiter mit bis zu 35% pro Jahr wachsen. Investitionen in Lösungen und Dienstleistungen aus allen Branchen sowie den öffentlichen und staatlichen Sektoren sind hierbei berücksichtigt. Folgende Studienergebnisse wurden betrachtet:
Für eine erfolgreiche vorausschauende Wartung ist die durchgehende Aufnahme und Echtzeitanalyse von Sensorsignalen der überwachten Maschinen die Grundlage. Dabei werden Änderungen in Bezug auf Schwingungen, Temperaturen und Drücken erfasst. Zur Maschinenzustandsüberwachung gehören u. a. Schwingungsüberwachung inkl. Ultraschallmessungen, Thermografie, Qualitätsanalyse der Schmierstoffe, Korrosions- und Verschleißüberwachung. Systeme zur Überwachung des Maschinenzustands ermöglichen Anwendern die Einführung der vorausschauenden Maschinenwartung. Mit der Information aus einem Diagnosebericht können beispielsweise drohende Bauteilausfälle und ungeplante Ausfallzeiten vermieden werden. Cloud-basierte Systeme ermöglichen Anwendern weltweit den Zugriff auf aktuelle Maschinenzustandsinformationen, eine individuelle, skalierbare Auswahl, Anzeige und Auswertung der gewünschten Informationen sowie eine schnellere Entscheidungsfindung und höhere IT-Sicherheit. Die zunehmende Einführung von Software-as-a-Service-Anwendungen (SaaS) und dezentrale Datenspeicherung durch externe Unternehmen eröffnet Chancen für die Entwicklung von cloud-basierten Lösungen zur Überwachung des Maschinenzustands. Es gibt eine Vielzahl von Unternehmen, die Online-Zustandsüberwachungslösungen anbieten. Die wichtigsten Akteure in diesem Markt sind aus unserer Erfahrung/Sicht die folgenden:
Der Markt für Online-Zustandsüberwachung und vorrausschauende Instandhaltung wächst schnell und entwickelt sich ständig weiter, so dass es auch weitere Akteure gibt, die möglicherweise nicht in dieser Liste enthalten sind. Viele Anbieter sind jeweils nur in bestimmten Industriebereichen oder bei bestimmten Technologien vertreten oder beschränken sich auf die Herstellung und den Verkauf von Geräten ohne Software oder Dienstleistungen. Marktdynamik Grundsätzlich reduziert die vorausschauende Wartung die Zeit, in der die Maschine abgeschaltet ist, und erhöht ihre Langlebigkeit und Effizienz, da Probleme erkannt werden können, bevor sie schwerwiegend werden. Dies führt zu messbaren Einsparungen, da der Fluss von Ressourcen und Ersatzteilen gesteuert wird und die Wartung insgesamt proaktiv und nicht reaktiv erfolgt. Technologien der künstlichen Intelligenz und des Internets der Dinge (IoT) ergänzen die Anwendungsmerkmale der Lösungen im Bereich vorausschauende Wartung. Diese Technologien ermöglichen eine ständige Beobachtung, Messung sowie zuverlässige Prognosen und Vorhersagen, wodurch die vorausschauende Wartung in zahlreichen Branchen anwendbar ist. Die Implementierung einer vorausschauenden Wartung erfordert enorme Investitionen in Technologien, Software und Personaleinarbeitung. Die vielleicht offensichtlichste sind die hohen Anschaffungskosten, die viele Organisationen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, als teuer erachten. Vorausschauende Wartung umfasst die kontinuierliche Überwachung und Analyse detaillierter und manchmal sensibler Daten von ganzen Anlagen und einzelnen Prozessen. Es gibt Bedenken in Bezug auf die Vertraulichkeit und Integrität von Daten, da die breite Nutzung solcher Lösungen Auswirkungen auf das Durchsickern großer Datenmengen oder die Einsichtnahme von Bewertungen durch unbefugtes Personal oder Dritte hat. Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Wirtschaftsjahr 2023/24 hat sich der Rohertrag bedingt durch den sehr starken Auftragseingang aus dem vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 28 % auf T€ 16.137 erhöht. Der Auftragseingang lag mit T€ 19.045 unerwartet auf dem sehr hohen Niveau vom Vorjahr. Der hohe Auftragseingang war über das gesamte Jahr 2023/24 sehr stark. Sowohl der starke Auftragseingang als auch der Auftragsbestand der PROGNOST Systems GmbH führte zu einem sehr starken Anstieg im Umsatz und gibt uns zum anderem eine sehr komfortable Ausgangslage für das kommende Wirtschaftsjahr 2024/25. Der Umsatz hat sich insgesamt gleichmäßig über das Jahr verteilt mit einem sehr starken letzten Quartal Der Auftragsbestand ist zum 31.03.2024 im Vergleich zum Vorjahr um T€ 796 auf T€ 11.199 (VJ T€ 10.403) angestiegen. Bedingt durch die weitgehenden Aufhebungen von allen Beschränkungen, bedingt durch die Covid Pandemie, konnte der Umsatz im Bereich Customer Support im GJ 2023/24 deutlich gesteigert werden. Er stieg deutlich um 23% um T€ 1.289 auf T€ 6.999 und lag deutlich über dem vor-Covid-Niveau. Er hat somit deutlich oberhalb unserer Erwartungen abgeschlossen. Das Fehlen qualifizierter Fachkräfte, die beim Kunden die Maschinenüberwachung übernehmen, führte zusätzlich zu einer sehr starken Nachfrage nach Dienstleistungen der PROGNOST Systems GmbH. Daraus resultierte auch in diesem Jahr ein zuverlässiges Geschäft mit Diagnoseleistungen, Systemerweiterungen und Software-Upgrades. Weltweite Vertriebsausweitung PROGNOST Systems GmbH erweitert kontinuierlich das Netzwerk der weltweiten Partner für den Vertrieb und Kundendienst. Neben der Niederlassung PROGNOST Systems Inc. in Houston, Texas (USA) und dem Joint Venture PROGNOST Machinery Diagnostics Equipment and Services L.L.C. in Abu Dhabi werden kontinuierlich neue Vertriebs- und Servicepartner in wichtigen Märkten gewonnen. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde die Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften der Burckhardt Compression Gruppe und hier insbesondere mit den Niederlassungen in China (BCCN) und Singapur (BCSG) intensiviert. Hierdurch konnten neue lokale Kunden auch außerhalb des Kolbenverdichtergeschäfts gewonnen werden. Ebenso werden den Kunden durch Burckhardt Compression als Instandhaltungsdienstleister Langzeitserviceverträge, inklusive Leistungen der PROGNOST Systems GmbH angeboten, die Systemwartung und Ferndiagnose aus einer Hand vereinigen. Dieses kombinierte Angebot aus Maschinenexpertise und Diagnosetechnologie ist in den Märkten einzigartig und führt zu sehr vielfältigen neuen Chancen insbesondere in den Bereichen Marine, Grüner Wasserstoff und Bio-Kraftstoffe. Produktion und Einkauf Das Geschäftsjahr 2023/24 war geprägt durch eine konstante und sehr hohe Auslastung der Produktion bei schwieriger Materialverfügbarkeit. Die rechtzeitige Erhöhung unserer Produktionskapazitäten durch Neueinstellungen und Überstunden und eine vorausschauende Einkaufspolitik stellte die Lieferfähigkeit über das gesamte Jahr sicher. Um zu garantieren, dass die Qualität wichtiger Zulieferteile und Komponenten den Anforderungen genügt und um Versorgungsengpässe zu vermeiden, werden Lieferanten sehr sorgfältig ausgewählt und in langjährigen Partnerschaften weiterentwickelt. Dadurch ist die PROGNOST Systems GmbH in der Lage, sich abzeichnende finanzielle oder technische Schwierigkeiten bei den Lieferanten, frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus werden weitergehende Maßnahmen, wie zum Beispiel Lieferantenaudits, durchgeführt. Für kritische Einkaufteile werden nach Möglichkeit mehrere Bezugsquellen qualifiziert und unterhalten. Die Situation auf dem Beschaffungsmarkt gestaltete sich wie erwartet und ähnlich wie im Vorjahr schwierig. Dieses lag vor allem an einer mangelnden Verfügbarkeit bzw. langen Lieferzeiten einiger elektronischer Bauteile. Daraus entstanden teilweise Lieferverzögerungen der Lieferanten an PROGNOST Systems GmbH. Durch die Priorisierung von Aufträgen, rechtzeitige Anpassungen der Einkaufsplanung und die Erhöhungen der Lagerbestände und der produzierten PROGNOST®-SILver Baugruppen entstanden im Geschäftsjahr 2023/24 keine umsatzrelevanten Lieferschwierigkeiten von PROGNOST Systems GmbH an die Kunden. Es wird erwartet, dass sich die angespannte Marktlage bei der Beschaffung der elektronischen Komponenten noch bis in das nächste Geschäftsjahr erstreckt, bevor sich eine langsame Verbesserung einstellt. Unterbrechungen von Lieferketten durch die weltweiten Krisenherde sind nicht aufgetreten, aber weiterhin möglich. Entsprechend ist für bestimmte Baugruppen ein erhöhter Sicherheitsbestand im Lager festgelegt worden, der dieser Situation Rechnung trägt. Mit Lieferanten wurde die globale Beschaffung und Lagerung von Teilen langlaufender Verträge in Europa vereinbart, um dieses Risiko zu minimieren. Die Preissteigerungen im Einkauf entsprachen im abgelaufenen Jahr insgesamt unseren Erwartungen und lagen auf dem Niveau der Inflation im Geschäftsjahr. Für das kommende Jahr erwarten wir weitere Preisanpassungen beim Einkauf entsprechend der Inflation, welche wir bedingt durch die langlaufenden Projekte und den Wettbewerbsdruck nur bedingt an unsere Kunden weitergeben können. Investition und Finanzierung Grundlagen der Wettbewerbsfähigkeit der PROGNOST Systems GmbH sind der Erhalt einer führenden technologischen Position in den einzelnen Anwendungsfeldern, die weltweite Präsenz in den relevanten Märkten und eine an den Bedürfnissen der internationalen Kunden ausgerichtete Servicequalität. Investitionen in neue Technologien sind, neben hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern, die Voraussetzung, um den technologischen Vorsprung vor den Wettbewerbern zu wahren und zu vergrößern. Auch im Geschäftsjahr 2023/24 wurde die Weiterentwicklung der Produkte mit großem Aufwand fortgeführt. Diese Entwicklungsprojekte werden mit eigenen Mitarbeitern und externen Partnern durchgeführt und gänzlich aus eigenen Mitteln finanziert. Als wichtiger Meilenstein in der technologischen Weiterentwicklung wird seit 2022 an der Entwicklung der UP! Solutions gearbeitet. Mit UP! Insight ist im Geschäftsjahr 2024/25 das erste Produkt aus dieser Gruppe in den Markt gebracht worden. Die UP! Solutions bieten innovative Lösungen, um die Leistung, Zuverlässigkeit und Effizienz von Kompressoren zu verbessern und maximale Betriebszeit, reibungslosen Betrieb und Kosteneinsparungen zu gewährleisten. Entwicklungsaufwendungen in eigene Produkte werden nicht aktiviert, womit sich das Anlagevermögen, trotz der hohen Investitionen in unsere Produkte, im Rahmen der normalen Abschreibung im Geschäftsjahr 2023/24 um T€ 279 auf T€ 3.527 verringert. Insgesamt bestanden zum 31.03.2024 Investitionsverpflichtungen in die Weiterentwicklung der Produkte in Höhe von T€ 81 (Vorjahr T€ 29). Personal und Sozialbereich Gelebt und getragen wird der Erfolg des Unternehmens durch die fachliche Kompetenz, die Erfahrung, die sozialen Fähigkeiten und das Engagement der Mitarbeiter. Deshalb stehen Mitarbeiterförderung und Weiterbildung immer im Mittelpunkt. Interne als auch externe Schulungen von unseren Mitarbeitern sind verpflichtend und wichtig für die Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Unsere Auszubildenden nutzen verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung wie z. B. interne Sprachausbildung sowie Austauschprogramme über Erasmus. Alternative Ausbildungswege wie z. B. das Duale Studium werden ebenfalls angeboten und wahrgenommen. Es hat sich gezeigt, dass diese Verbindung von Praxis und Theorie eine für beide Seiten gute Lösung ist. Deswegen wird angestrebt, weiter neue Mitarbeiter über diese Ausbildungsvariante für den technischen als auch den kaufmännischen Bereich bei PROGNOST Systems GmbH zu finden. Diese Ausbildungsvariante schafft dauerhafte Brücken in die Hochschullandschaft und hilft, gut ausgebildete Mitarbeiter für unserem Unternehmen zu begeistern. Die Personalstruktur besteht größtenteils aus Ingenieuren, Technikern und Facharbeitern. Großen Wert wird auf ein partnerschaftliches und harmonisches Zusammenarbeiten gelegt. Dies ist durch die firmengruppenweiten festgeschriebenen Werte und Verhaltensbilder untermauert und dokumentiert. Jeder Mitarbeiter trägt Verantwortung für sein Handeln im Rahmen seines Tätigkeitsbereichs. Die hohe Motivation sowohl der langjährigen als auch der neuen Mitarbeiter, bestätigt den Erfolg des Personalentwicklungskonzepts. Das zeigt sich unter anderem auch durch die geringe Fluktuation und niedrige Anzahl an Krankheitstagen in allen Unternehmensbereichen. Die Balance zwischen beruflichem Engagement und privatem Ausgleich ist eine entscheidende Grundlage für Motivation und Leistungsfähigkeit. Deshalb werden umfangreiche Teilzeitangebote, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten angeboten, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aller Mitarbeiter zu unterstützen. Die Möglichkeit zum flexiblen Arbeiten im Homeoffice wurde bei PROGNOST Systems GmbH bereits in der Vergangenheit gefördert. Im vergangenen Jahr haben wir, getrieben vom wachsenden Umsatz, die Anzahl der Mitarbeiter bei der PROGNOST Systems GmbH von 78 Mitarbeiter auf 85 Mitarbeiter, inklusive dreier Auszubildenden erhöht. Diese Entwicklung der Mitarbeiter lag leicht unterhalb unserer Erwartungen. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung marktgängiger Produkte mit klaren Unterscheidungsmerkmalen und erkennbarem Kundennutzen ist für die PROGNOST Systems GmbH der Schlüssel für dauerhaften unternehmerischen Erfolg. Deshalb wurde als Ziel gesetzt, bis zu zehn Prozent des Gesamtumsatzes in Forschung- und Entwicklungsprojekte zu investieren. Diese Vorgabe wurde im Geschäftsjahr 2023/24, wie auch im Geschäftsjahr 2022/2023, mit leicht unterhalb von 10% erreicht und die Ausgaben auf gleichbleibend hohem Niveau im Verhältnis zu den Umsatzerlösen gehalten. Im Jahr 2023/24 lag der Fokus auf der Fortführung der im Vorjahr begonnenen Projekte rund um das Maschinenschutzsystem PROGNOST®-SILver mit dem Schwerpunkt darauf, das PROGNOST®-SILver System auch als Basis für PROGNOST®-Predictor nutzbar zu machen. Für die Zustandsüberwachungssoftware Suiten PROGNOST®-NT bzw. PROGNOST®-Predictor wurden aktualisierte Versionen mit dem letzten Entwicklungsstand den Anwendern im Rahmen von Serviceverträgen zur Verfügung gestellt oder in Einzelaufträgen verkauft. Vor allem die Möglichkeit die Daten der Systeme nun auch über Cloud Plattformen zu nutzen und Daten von Maschinenflotten in zusammenfassenden Dashboards anzuzeigen, sind Schwerpunkte der Weiterentwicklung der Software. Durch die fortdauernde Freigabe von Software Upgrades wird sichergestellt, dass alle Nutzer die Ergebnisse der letzten Entwicklungsschritte nutzen können, um dadurch ihre Überwachungsaufgaben noch effizienter und erfolgreicher durchführen zu können. 2 Darstellung der Lage (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage)Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage ist durch eine Erhöhung der Bilanzsumme um T€ 3.601 auf T€ 17.617 gekennzeichnet. Das bedeutet eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um ca. 25,7 %. Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus einem Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung aus einem gewinnbedingten Anstieg im Eigenkapital, den sonstigen Rückstellungen, erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Anlagevermögen ist insgesamt um T€ 279 rückläufig aufgrund von hinter den Abschreibungen zurückbleibenden Investitionen. (Investitionen T€ 232/ Abschreibungen T€ 511). Weitere wesentliche Veränderungen haben sich im Geschäftsjahr 2023/24 trotz hoher Investitionen in die Produktentwicklung nicht ergeben. Investitionen in eigene Produktentwicklungen werden bei PROGNOST Systems GmbH nicht aktiviert. Sämtliche weiteren Investitionen sind Ersatzinvestitionen. Insgesamt verringerte sich das Anlagevermögen bedingt durch planmäßige lineare Abschreibungen auf T€ 3.527 (Vorjahr T€ 3.806), dies entspricht rund 20 % der Bilanzsumme (Vorjahr 27 %). Trotz einer weiterhin schwierigen Situation am Beschaffungsmarkt für kritische Systemkomponenten und einem sehr starken Umsatz im letzten Quartal des Geschäftsjahres haben wir es geschafft, den Bestand an Vorräten solide um T€ 641 auf T€ 2.830 (Vorjahr T€ 2.189) anzuheben. Somit sind wir perfekt vorbereitet, um unsere Kunden best- und schnellstmöglich unterstützen zu können. Die Mittelbindung in den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen stiegen aufgrund des sehr starken Umsatzes im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 47% auf 53 % der Bilanzsumme. Der Bestand an liquiden Mitteln zum Stichtag hat sich trotz erhöhter Dividendenzahlungen an unseren Gesellschafter um T€ 611 auf 1.904 T€ erhöht (VJ T€ 1.293). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt zu rund 69 % (Vorjahr 74 %) durch Eigenkapital und nur zu rund 31 % (Vorjahr 26 %) durch Fremdkapital. Diese Kennzahlen zeigen eine äußerst solide Finanzierungsstruktur, welche die PROGNOST Systems GmbH von Fremdkapitalgebern weitgehend unabhängig macht. Die zugesagten Kreditlinien in der Höhe von T€ 1.500 für Bürgschaften wurde im Jahr 2023/24 in der Höhe von T€ 696 (Vorjahr T€ 284) lediglich zu 46% (Vorjahr 19%) in Anspruch genommen. Ertragslage Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2023/24 T€ 3.731 (Vorjahr T€ 2.648). Das Rohergebnis beläuft sich auf T€ 16.137 (Vorjahr T€ 12.580). Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.715 (Vorjahr: T€ 2.632) erwirtschaftet. Die gute Entwicklung beider Kennzahlen ist hauptsächlich auf den Anstieg des Umsatzes zurückzuführen. Einen positiven Einfluss auf den Umsatz, hatten die Aufhebung bei den Restriktionen für internationale Reisen. Im gesamten Jahr konnten unsere Techniker wieder verstärkt Einsätze beim Kunden durchführen. Insgesamt entwickelte sich der Ertrag der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/24 über unseren Erwartungen. Leistungsindikatoren Die wesentlichen Leistungsmerkmale der PROGNOST Systems GmbH sind der Rohertrag und der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von T€ 5.431 (Vorjahr T€3.821). Der Anstieg des Rohertrags um 28,3 % lag deutlich über unseren Erwartungen. Der Anstieg des EBIT um 42,1 % lagen deutlich über dem prognostizierten Anstieg. Der starke Anstieg des EBIT ist durch die Steigerung des Rohergebnisses bedingt. 3 TochtergesellschaftAn der Tochtergesellschaft PROGNOST Systems Inc., Houston, Texas, USA, ist die PROGNOST Systems GmbH unverändert zu 100% beteiligt. Die Tochtergesellschaft ist frei von Bankdarlehen. Falls Finanzierungshilfen benötigt werden, unterstützt die Muttergesellschaft die Tochtergesellschaft. Die Tochtergesellschaft handelt als selbständiges Unternehmen und agiert gewinnorientiert. In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate Abu Dhabi wurde ein gemeinsames Joint Venture mit einem lokalen Mehrheitsgesellschafter geschaffen, die PROGNOST Machinery Diagnostics Equipment and Services L.L.C. Die PROGNOST Systems GmbH stellt zum einen 100 % des Eigenkapitals und zum anderem die Geschäftsführung der Gesellschaft. Der Gesellschafter Liwa Petroleum L.L.C mit Sitz in Abu Dhabi hält 51 % des Gesellschafteranteile, hat aber keinen Einfluss auf die Geschäftsführung. Falls Finanzierungshilfen benötigt werden, unterstützt die Muttergesellschaft. Die Tochtergesellschaft handelt als selbständiges Unternehmen und agiert gewinnorientiert. 4 Risiken und Chancen der künftigen EntwicklungDie Risiken und Chancen werden in der Reihenfolge ihrer derzeitigen Bedeutung erläutert. Bei der weltweiten Kundschaft besteht ein grundsätzliches Risiko von Forderungsausfällen. Dem wird mit einem stringenten und funktionierenden Forderungsmanagement entgegengewirkt. Ein großer Teil der Geschäftstätigkeit erfolgt mit internationalen Großkonzernen deren Bonität als sehr gut zu bewerten ist. Es besteht ein Kursrisiko bei Aufträgen in Fremdwährungen. Dieses Risiko wird grundsätzlich mit Währungssicherungen erfolgreich abgesichert. Aufgrund der breiten Streuung der Kundschaft, die in einer Vielzahl von Ländern und Branchen tätig ist, ist der Absatz weniger konjunkturabhängig, da stets eine Kompensation zwischen den einzelnen Regionen und Kundensegmenten stattfinden kann. Das Länderrisiko ist entsprechend zu vernachlässigen. Geopolitische Risiken sehen wir weiterhin in wachsenden protektionistischen Tendenzen, Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Zudem werden die Wachstumsaussichten von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet, die sich z. B. durch Embargoverordnungen negativ auf den Geschäftsverlauf auswirken könnten. Die Störungen in der weltweiten Logistik und die damit einhergehenden Unsicherheiten und Knappheiten in der Verfügbarkeit von elektronischen Komponenten könnten bei langanhaltenderen Beschränkungen zu Lieferverzögerungen aufgrund fehlender Baugruppen führen. Dies wurde bisher durch eine vorausschauende Lagerhaltung vermieden. Risiken aus dem Krieg in der Ukraine und den Sanktionen gegen Russland sind nicht vorhanden. PROGNOST Systems GmbH hat keine offenen Lieferverpflichtungen in die betroffenen Gebiete und keine ausstehende Forderung gegenüber Kunden aus den betroffenen Regionen. Die bestehenden Sanktionen werden beachtet. Es werden keine neuen Aufträge aus Russland angenommen. Der Anstieg des Preises für Öl und die drohende Verknappung des Angebots schafft Chancen für die PSG, da unsere Kunden profitabler produzieren können und mit unserer Unterstützung nachhaltiger und effizienter sind. Mit weiter steigenden Kosten bei Zulieferern ist zu rechnen. Diese Kosten können aber in der Regel an die Kunden weitergegeben werden. Ebenso wird der Ausbau von Erdgastransport z. B. durch LNG-Tanker und Terminals sowie der fortschreitende Umbau der Industrie zu Wasserstoff basierter Energie die Wichtigkeit von Kolbenkompressoren weiter steigern. Dies wird zu einer erhöhten Nachfrage für die spezialisierten PROGNOST Technologien führen. Risiken, die über das allgemeine Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. Chancen für den weiteren Unternehmenserfolg liegen in der technischen Weiterentwicklung des zentralen Produktes PROGNOST®-SILver und der Entwicklung der neuen Produkte aus der Reihe der UP! Solutions, hier wird das erste Produkt (Up! Insight) in den Markt gebracht. Unsere Möglichkeiten, insbesondere im Markt der Turbomaschinenüberwachung, werden dadurch deutlich verbessert, wodurch Absatzmärkte erweitert werden können. Ein weiterer Ausbau der regionalen Vertriebsorganisation und der Beratungsdienstleistungen verringert noch weiter die Auswirkung von regionalen Krisen. Weiterhin wird durch die Muttergesellschaft Burckhardt Compression AG die Bedeutung digitaler Produkte und Services, zu denen die Marke PROGNOST gehört, als integraler Bestandteil des Konzerngeschäfts verankert. Im Rahmen des in 2023 neu startenden Mid Range Plans wird eine konzernweite Einheit gebildet, die global das Portfolio der Digitalen-Produkte und Services auf Basis neuer Analysetechnologien erweitert. Dadurch wird das Geschäftspotential vor allem auf neuen und bestehenden Burckhardt Compression Maschinen erweitert und neues Geschäftsvolumen mit neuen digitalen Produkten und Services erschlossen. Durch die derzeitige Planung mit weiterem globalem Ausbau des Geschäfts und mittelfristigem Personalaufbau, neu entwickelten Produkten und Optimierung der Abläufe kann hier weiterhin ein stabiles, organisches Wachstum erwartet werden. Insgesamt ist die Chancen- und Risikolage in den Unternehmensplanungen berücksichtigt und gegenüber dem Vorjahr unverändert und ausgeglichen. 5 PrognoseberichtUnserer Planung liegt die Annahme zugrunde, dass die Entwicklung der Weltwirtschaft 2024/25 durch die Spannung im Nahen Osten und den Krieg in der Ukraine weiterhin gebremst wird, aber solide über dem abgelaufen Jahr 2023/24 liegen wird. Die weiterhin existierende Energiekriese und der Wechsel hin zu nachhaltigen neuen Energien ist für unser Unternehmen mehr Chance als Risiko. Zum Einen ist unsere Produktion nicht energieintensiv und zum Anderem beeinflusst sie die Ertragslage unserer Kunden positiv. Auf Grundlage eines stabilen Wirtschaftsjahres 2023/24, sehen wir für die PROGNOST Systems Gruppe im Wirtschaftsjahr 2024/25 trotz aller Risiken die Möglichkeit für eine moderate Steigerung des Rohertrags nach dem sehr erfolgreichen abgelaufen Jahr in Höhe von 5-10 %. Insgesamt erwarten wir für das nächste Jahr leicht steigende Umsätze. Bei stark ansteigenden Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, leicht steigenden Personalaufwand durch geplante Neueinstellung und Gehaltsanpassungen wird insgesamt ein leichter Rückgang beim EBIT erwartet. Beim Auftragseingang erwarten wir, dass dieser auf hohem Niveau stagnieren wird. Insgesamt wird für die kommenden Jahre mit weiterem Wachstum gerechnet, so dass eine positive Zukunftsperspektive besteht.
Rheine, den 20. August 2024 PROGNOST Systems GmbH, Rheine Alberto Bosa
1 Quelle: www.destatis.de.com
Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 20241. Allgemeine GrundlagenDie PROGNOST Systems GmbH, eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 HGB, ist seit dem 05.10.2000 in das Handelsregister Amtsgericht Steinfurt unter der Nummer HRB 4703 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Rheine. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft vom 01. April bis 31.März jeden Jahres. Der Abschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung der einzelnen Posten des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten bilanziert und ihren voraussichtlichen Nutzungsdauern entsprechend linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Die Nutzungsdauer variiert zwischen 2 und 5 Jahren. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die erworbenen Kundenbeziehungen und Produkte werden in dieser Branche üblicherweise für eine Dauer von mindestens 15 Jahre genutzt und gepflegt und werden von den Betreibern als langlebiges Investitionsgut betrachtet. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Abschreibungen werden entsprechend der zulässigen Nutzungsdauer vorgenommen. Neu zugegangene Vermögensgegenstände werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr des Zuganges vereinfacht in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Nutzungsdauer bei den Betriebs- und Geschäftsausstattungen variiert zwischen 3 und 14 Jahren. Die Betriebs- und Geschäftsgebäude werden über eine Nutzungsdauer zwischen 5 und 33 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Ausleihungen) sind zu Anschaffungskosten bzw. ihrem Rückzahlungsbetrag bilanziert. Für Finanzanlagen, deren Wert voraussichtlich dauernd gemindert ist, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen der zum Stichtag beizulegende Wert angesetzt. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu den handelsrechtlichen Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet, wobei ausschließlich die pflichtgemäß zu aktivierenden Herstellungskostenbestandteile berücksichtigt werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Abschläge vorgenommen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos zusätzlich ein Pauschalabschlag vorgenommen. Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 3. Erläuterungen zur BilanzDie Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.466 (Vorjahr T€ 2.202). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche aus Steuern von Höhe von T€ 15 (Vorjahr T€ 344) enthalten. Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital gemäß § 272 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. mit § 5 GmbHG ausgewiesen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt T€ 200. Die Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 892), Jahresabschlusskosten (T€ 36), ausstehende Rechnungen (T€ 175). Sämtliche Verbindlichkeiten haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 10 (Vorjahr T€ 92). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDas Rohergebnis beinhaltet Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 63 (Vorjahr T€ 43), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen aus Vorjahren in der Höhe von T€ 13 (Vorjahr T€ 4) und Erträge aus Versicherungsentschädigungen in der Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 1) und sonstige Erträge in der Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 0). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebsfremde Aufwendung für Personal T€ 311 (Vorjahr T€ 0) und peridodenfremde Aufwendungen aus Forderungsverlusten in Höhe von T€ 8 (Vorjahr T€ 0) enthalten. 5. Anteile an verbundenen UnternehmenAngaben zu den Unternehmen gem. § 285 Nr. 2 HGB: PROGNOST Systems Inc. Houston, Texas, USA, Stammkapital der Gesellschaft US $ 240.000,00, Beteiligung 100%. Gewinn der Gesellschaft für 2023/24 US $ 676.165,68 (Vorjahr US $ -430.082,06). Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.03.2024 US $ 1.668.791,86. PROGNOST Machinery Diagnostics Equipment and Services L.L.C Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, Stammkapital der Gesellschaft AED 300.000,00, Beteiligung 49%. Gewinn der Gesellschaft für 2023/24 AED 1.709.384,81 (Vorjahr AED 261.058,06). Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.03.2024 AED 228.563,75. Die Gesellschaft ist gemäß § 293 Abs. 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. 6. Sonstige AngabenDie durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich wie folgt zum Vorjahr verändert
Die Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
Die PROGNOST Systems GmbH wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Burckhardt Compression Holding, Winterthur, einbezogen. Der Konzernabschluss wird in Übereinstimmung mit den Regeln der Schweizer Börse Six veröffentlicht und ist frei, z.B. auf der Homepage der Burckhardt Compression AG, zugänglich. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte die Geschäftsführung
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB. In einem Beschluss der Gesellschafter wurde am 25.08.2023 entschieden eine Dividende von T€ 2.000 aus dem Bilanzgewinn an die Gesellschafter auszuschütten. Darüber hinaus schlägt die Geschäftsführung vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von T€ 8.079 auf neue Rechnung vorzutragen.
Rheine, den 20. August 2024 PROGNOST Systems GmbH, Rheine Alberto Bosa Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PROGNOST Systems GmbH, Rheine Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PROGNOST Systems GmbH, Rheine, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PROGNOST Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 26. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andre Knufmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Marc Neppert, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.03.2024 wurde am 08.11.2024 festgestellt. |
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