Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 219140
Eingetragen
23.6.2015
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauBrücken- und Tunnelbau
Gegenstand
Hoch- und Tiefbau

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Christoph Leest
seit 29.4.2025
Vorstandsmitglied
Sebastian Kohlmeier
seit 5.1.2024
Prokura
Thomas Resch
seit 30.12.2020
Prokura
Peter Gerhard Hotter
seit 23.12.2019
Prokura
Marcus Rübsam
seit 7.7.2016
Prokura
Anton Fritzmaier
seit 23.6.2015
Vorstandsmitglied
Konrad Josef Zaigler
seit 23.6.2015
Vorstandsmitglied
Jürgen Jobst
seit 23.6.2015
Vorstandsmitglied
Frank Dieter Nagel
seit 23.6.2015
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PROBAT Bau AG

Feldkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken

Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2%.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Private und staatliche Konsumausgaben sanken, Ausrüstungsinvestitionen sendeten positive Signale

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Staat verringerte Finanzierungsdefizit trotz weiterer staatlicher Maßnahmen erneut

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024

Baukonjunktur 2023

Alle Bausparten 2023 real im Minus

Das Bauhauptgewerbe hat 2023 einen baugewerblichen Umsatz von 162,6 Mrd. Euro erzielt, nominal waren es 1,4 % mehr als 2022. Der Wert lag mehr als doppelt so hoch wie zum Ende der Baukrise 2005 und war der höchste gesamtdeutsche Wert. Allerdings legten die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes mit 7,0 % deutlich stärker zu.

Es kam daher zu einem realen Rückgang des Umsatzes von 5,2 %. Dies war der dritte preisbereinigte Umsatzrückgang in Folge, gegenüber 2020 summiert er sich auf 15,3 %.

Den deutlichsten realen Rückgang verzeichnete der Wohnungsbau mit einem Minus von 11,5 %. Diese Sparte wurde von den steigenden Baupreisen und Zinsen besonders hart getroffen. Bund, Länder und Gemeinden haben ihre Investitionsbudgets nicht in ausreichendem Maß an die gestiegenen Baupreise angepasst, der reale Umsatzrückgang in dieser Sparte lag bei 1,6 %. Der Wirtschaftsbau zeigte sich dagegen relativ robust und verzeichnete mit einem realen Rückgang von 0,9 % noch die beste Entwicklung.

Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

1.2 Geschäftsverlauf der PROBAT Bau AG

1.2.1 Tätigkeitsfelder

Die Kernkompetenz im Unternehmen war im Jahr 2023 - wie auch in den Vorjahren - der Bereich "Bauen im Bestand". Der zweite Kernbereich "Rohbau-Neubau" wurde wie im Jahr 2022 weiter expandiert. Zudem wurde die Sparte "Schlüsselfertigbau" durch neue Großprojekte ausgebaut. Auch die Sparte "Trockenbau und Bauelemente" konnte ihre Umsätze deutlich steigern.

1.2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Geschäftstätigkeit führte 2023 zu Umsatzerlösen von 130,5 Mio. € bei einer Reduzierung des Bestandes in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt 15,2 Mio. €.

Die Gesamtleistung betrug somit 115,3 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 17,9 Mio. €, das entspricht 15,5 % der Gesamtleistung.

Aufgrund eines durchschnittlichen Auftragsbestandes von ca. 77 Mio. € in 2023 betrug die Auftragsreichweite etwa 9 Monate.

1.2.3 Investitionen

Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren wurden auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2023 keine Investitionen durchgeführt. Diese wurden wiederum bei den Unternehmen PROBAT Logistik GmbH und PROBAT Verwaltungs GmbH getätigt.

Die in diesen Gesellschaften getätigten Investitionen wurden im Rahmen von bestehenden Vermietungsverträgen der PROBAT Bau AG überlassen.

1.2.4 Finanzierung

Es bestehen keine Fremdfinanzierungen. Darüber hinaus verfügt die PROBAT Bau AG über einen hohen Bestand an Liquidität (zum Stichtag ca. 16,74 Mio. €). Bankverbindlichkeiten bestehen nicht.

1.2.5 Gesellschaftliche Entwicklung

Es haben keine wesentlichen Veränderungen stattgefunden.

1.2.6 Personal- und Sozialwesen

Bei der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 193 Arbeitnehmer im gewerblichen, wie auch im angestellten Bereich beschäftigt. Die Qualifikation der einzelnen Mitarbeiter gliedert sich wie im vorangegangenen Wirtschaftsjahr von technischen Angestellten (Oberbauleiter, Bauleiter) über Poliere und Vorarbeiter bis hin zu Fachkräften sowie Praktikanten im technischen und gewerblichen Bereich.

Im Bereich der Ausbildung waren 5 gewerbliche Auszubildende beschäftigt. Die Zusammenarbeit mit Fachhochschulen wurde weiterhin gepflegt.

Die Altersstruktur der beschäftigten Mitarbeiter hat sich im Geschäftsjahr nicht wesentlich geändert. Der Informationspflicht bezüglich der betrieblichen Altersvorsorge wurde ausreichend Rechnung getragen. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren wurde eine Informationsveranstaltung bezüglich Unfallverhütung und Arbeitssicherheit sowie Gesundheitsschutz durchgeführt.

2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie finanzielle Leistungsindikatoren

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PROBAT Bau AG ist zum Ende des Geschäftsjahres 2023 wiederum äußerst positiv. So bestehen zum Bilanzstichtag keine Bankverbindlichkeiten und die liquiden Mittel betragen ca. 16,74 Mio. €. Die Eigenkapitalquote betrug im Berichtsjahr rd. 35 %. Im Vorjahr betrug die Eigenkapitalquote rd. 23 %. Das Eigenkapital belief sich dabei auf T€ 12.735 (Vj. T€ 3.973). Wesentliche finanzielle Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich nicht.

Die Ertragslage ist im Geschäftsjahr äußerst positiv.

Infolge von Abnahmen und Schlussrechnungen mehrerer Großprojekte erhöhte sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr (94,6 Mio. €) um 20,7 Mio. auf 115,3 Mio. €. Dieser Effekt spiegelt sich im Betriebsergebnis wieder. Dabei wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rd. 17,94 Mio. € ausschließlich aus dem ordentlichen Ergebnis generiert (Vj. 5,08 Mio. €).

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 betrug rd. 76,1 Mio. €. Im Vorjahr betrug dieser rd. 82 Mio.€.

Als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet die PROBAT Bau AG die Eigenkapitalquote, den Auftragsbestand sowie das Ergebnis vor Steuern.

3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Prognosebericht

Baukonjunkturelle Lage: Wohnungsbau bremst Entwicklung

Stimmung

Im Juli 2024 hat sich die Stimmung im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vormonat etwas verschlechtert. Die aktuelle Geschäftslage wurde per Saldo etwas besser eingestuft (Wert: minus 19 Punkte) als im Januar 2024. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich in diesem Zeitraum deutlich von minus 51 auf minus 33 Punkte.

Baumaterial

Bei den Baumaterialpreisen zeigt sich seit Jahresbeginn 2023 eine Entspannung. Bis zum Juli 2024 gingen viele Preise (Stahl, Bauholz, Glas) zum Teil deutlich zurück. Bei einigen energieintensiven Produkten (Zement, Bitumen) ging der Anstieg aber weiter. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit insgesamt rückläufigen Materialpreisen gegenüber 2023.

Behinderungen der Bauproduktion

Der Anteil der Firmen, die eine Behinderung ihrer Produktion durch Auftragsmangel melden, ist von Januar 2021 (15 Prozent) bis Juli 2024 (36 Prozent) stark gestiegen. Geringer war der Anstieg bei der Behinderung durch Stornierungen von 3 auf 9 Prozent. Materialknappheit stellt seit dem Frühling 2023 kein Problem mehr dar.

Baugenehmigungen

Die Baugenehmigungen für neue Bauten (Baukosten) gingen 2023 nominal um 19,0 Prozent zurück. Angesichts der Baupreissteigerungen war dies ein Rückgang von 26 Prozent. Von Januar bis Juni 2024 lag der reale Rückgang bei etwa 10 Prozent.

Auftragseingang und -bestand

Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging 2023 um 4,4 % (kalenderbereinigt- 4,0 %) zurück, von Januar bis Juni 2024 war eine Zunahme von 1,5 (bzw. 1,9) Prozent zu verzeichnen. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Januar 2023 bei 4,4 Monaten, ging aber bis zum Juni 2024 auf 3,7 Monate zurück. Der Auftragsbestand lag Ende März 2024 mit 78,5 Mrd. Euro nominal auf einem hohen Niveau, real war dies gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 6,9 % (Hochbau minus 3,8 %, Tiefbau plus 17,2 %).

2023 gab es im Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 5,2 Prozent. Die BAUINDUSTRIE erwartet für 2024 einen weiteren Rückgang um rund 4,0 Prozent. Die Zahl der jahresdurchschnittlich Beschäftigten im Bauhauptgewerbe hat im Vorjahr minimal auf 928.000 zugelegt, für 2024 wird ein Rückgang um etwa 10.000 Beschäftigte erwartet.

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. Baukonjunkturelle Lage vom 23.08.2024

Aufgrund des großen Auftragsbestandes der PROBAT Bau AG in Höhe von aktuell 102 Mio. € und einem komfortablen Überhang für das nachfolgende Geschäftsjahr sind für das Wirtschaftsjahr 2024 keine nennenswerten Risiken erkennbar. Infolge einer ähnlichen Bauleistung wie im Geschäftsjahr 2023 wird sich die Gesellschaft auch im Wirtschaftsjahr 2024 weiterhin positiv entwickeln.

Aufgrund des Effektes der mehrheitlich in 2023 schlussgerechneten Großprojekte, wird sich der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2024 stark verringern und mit dem Niveau der Vorjahre 2022 und 2021 abschließen.

Die finanziellen Leistungsindikatoren prognostizieren wir für das folgende Geschäftsjahr wie folgt:

- Eigenkapitalquote: Verringerung auf Niveau der Vorjahre 2022 und 2021

- Auftragsbestand: gleichbleibend

- Ergebnis vor Steuern: Verringerung auf Niveau der Vorjahre 2022 und 2021

Für das darauffolgenden Geschäftsjahr 2025 ist infolge der weiterhin hohen Bau- und Finanzierungskosten und eines reduzierten Wirtschaftswachstums mit einem weiteren Rückgang der Baukonjunktur und somit mit einem zunehmt verschärften Wettbewerb zu rechnen.

 

München-Feldkirchen, den 17.10.2024

PROBAT Bau AG

gez. Dipl.-Ing. (FH) Anton Fritzmaier, Vorstandsvorsitzender

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 36.387.624,89 17.235.881,99
I. Vorräte 0,00 0,00
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 84.436.977,05 99.661.890,50
2. geleistete Anzahlungen 75.133,18 434.106,73
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 84.512.110,23 100.095.997,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.652.248,14 8.547.941,25
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.186.896,81 1.816.981,87
2. sonstige Vermögensgegenstände 7.465.351,33 6.730.959,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.643.913,70 3.621.226,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.735.376,75 8.687.940,74
Aktiva 36.387.624,89 17.235.881,99

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.735.527,69 3.973.463,10
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 50.000,00 50.000,00
1. gesetzliche Rücklage 50.000,00 50.000,00
III. Bilanzgewinn 12.185.527,69 3.423.463,10
davon Gewinnvortrag 463,10 0,00
B. Rückstellungen 8.065.780,12 2.244.402,22
1. Steuerrückstellungen 4.098.421,00 3.908,00
2. sonstige Rückstellungen 3.967.359,12 2.240.494,22
C. Verbindlichkeiten 15.586.317,08 11.018.016,67
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.465.810,88 3.415.423,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.465.810,88 3.415.423,86
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.406.191,64 5.102.891,47
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.317.428,85 4.176.617,13
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.088.762,79 926.274,34
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.714.314,56 2.499.701,34
davon aus Steuern 4.146.966,89 1.941.484,84
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 85.520,49 79.298,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.714.314,56 2.499.701,34
Passiva 36.387.624,89 17.235.881,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 130.518.995,90 62.235.028,12
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 15.224.913,45 -32.358.087,20
3. sonstige betriebliche Erträge 1.295.976,13 2.926.689,65
4. Materialaufwand 73.138.405,99 70.063.722,65
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.644.128,15 23.709.587,24
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 52.494.277,84 46.354.135,41
5. Personalaufwand 17.701.403,30 15.546.863,41
a) Löhne und Gehälter 14.229.435,39 12.351.920,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.471.967,91 3.194.942,53
davon für Altersversorgung 6.552,21 6.947,25
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.994.038,71 6.880.804,78
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 186.139,82 54.220,09
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 644,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.756.641,81 1.659.171,12
10. Ergebnis nach Steuern 12.185.064,59 3.423.463,10
11. Jahresüberschuss 12.185.064,59 3.423.463,10
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 463,10 0,00
13. Bilanzgewinn 12.185.527,69 3.423.463,10

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: PROBAT Bau AG
Firmensitz laut Registergericht: Feldkirchen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 219140

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die unfertigen Leistungen betreffen in Ausführung befindliche Bauaufträge, die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten. In den Herstellungskosten werden neben den zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht berücksichtigt.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf erbrachte Leistungen werden vom Posten "Vorräte" ohne Umsatzsteuer offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Vom Bestand an zweifelhaften Forderungen werden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 254.393,57 EUR aktivisch abgesetzt. Für die restlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1% gebildet.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 1.643.913,70 EUR (Vorjahr: 3.621.226,66 EUR).

Angaben zu Forderungen gegen Aufsichtsrat

Gegen den Aufsichtsrat bestehen Forderungen in Höhe von 15,07 EUR (Vorjahr: 908,86 EUR).

Die Forderungen wurden mit 1,12% verzinst, die Bedingungen entsprechen üblichen Kontokorrentvereinbarungen. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden 908,86 EUR zurück bezahlt.

Angaben zum Kapital

Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht berücksichtigt.

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von 500.000 EUR ist eingeteilt in:

Grundkapital EUR EUR
500.000,00 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00 500.000,00

Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 23.417,99 EUR (Vorjahr: 70.079,56 EUR).

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
TEUR
bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
erhaltene Anzahlungen 5.465,8 5.465,8 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 5.406,2 4.317,4 1.065,4 23,4
sonstige Verbindlichkeiten 4.714,3 4.714,3 0,0 0,0
Summe 15.586,3 14.497,5 1.065,4 23,4

Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetz entstehende Sicherheiten. Gesonderte Sicherheiten durch Pfand- oder ähnliche Sicherungsrechte bestehen nicht.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Für Vertrags- und Gewährleistungsbürgschaften wurden Kautionsversicherungen in Höhe von 25.353.970 EUR abgeschlossen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingestuft, da keine Leistungsstörungen bestehen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Mietverträge haben eine unbefristete Laufzeit und sind zum Quartal kündbar. Im Folgejahr ergeben sich Mietaufwendungen in Höhe von 1,4 Mio EUR.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Die Gesellschaft hat Anlagevermögen sowie Dienstleistungen ausgelagert. Zweck ist eine verbesserte Bilanzstruktur und erhöhte betriebliche Flexibilität.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 76.174 EUR enthalten.

Die Aufwendungen wurden im Posten übrige sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Sonstige Angaben

Sonstige Rückstellungen

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 192,0.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Dipl.-Ing.(FH) Anton Fritzmaier (Vorsitzender) ausgeübter Beruf: Bauingenieur
Dipl.-Ing.(FH) Frank Nagel ausgeübter Beruf: Bauingenieur
Dipl.-Ing. Jürgen Jobst ausgeübter Beruf: Bauingenieur
Konrad Zaigler ausgeübter Beruf: Schreinermeister

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Gerhard Mayer ausgeübter Beruf: Bauunternehmer
Monika Messner ausgeübter Beruf: Buchhalterin
Siegfried Schweigeer ausgeübter Beruf: Steuerberater

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Aufgrund Vergleichbarkeit der Bezüge werden die Angaben gemäß § 286 Abs.4 HGB unterlassen.

Vorgänge von Bedeutung nach Schluß des Geschäftsjahres

Der im Februar 2022 begonnene Ukraine-Konflikt, welcher erhebliche gesamtwirtschaftliche Auswirkungen hat, setzt sich in 2023 fort. Auf die entsprechenden Angaben im Lagebericht wird hingewiesen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

"Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptsversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 12.185.527,69 EUR vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

1. Verteilung an die Aktionäre 0,00 EUR
2. Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00 EUR
3. Gewinnvortrag 12.185.527,69 EUR
4. Bilanzgewinn 0,00 EUR
5. zusätzlicher Aufwand auf Grund des Beschlusses 0,00 EUR"

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Dipl.-Ing.(FH) Anton Fritzmaier

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Aktienrecht obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet.

In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Außerdem hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig Kontakt gehalten und mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens beraten. Der Vorstandsvorsitzende hat schließlich den Aufsichtsrat fortlaufend über die Entwicklung der aktuellen größeren Bauprojekte auf dem Laufenden gehalten.

Im Berichtszeitraum fand grundsätzlich mindestens einmal im Kalenderhalbjahr eine Sitzung des Aufsichtsrates statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht. Die Aufsichtsratssitzungen erfolgten grundsätzlich in Vollbesetzung.

Prüfung des Jahresabschlusses 2023

Der Jahresabschluss der PROBAT Bau AG sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem auf Vorschlag des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung am 22.10.2024 für das Geschäftsjahr 2023 bestellten Abschlussprüfer, der Pro Cura AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stettenstraße 4, 86150 Augsburg, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Lageberichts und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat zur umfassenden Information übermittelt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns in der vom Abschlussprüfer uneingeschränkt bestätigten Form geprüft.

Der Aufsichtsrat erklärt, dass er nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhebt und dass er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2023 billigt. Der geprüfte Jahresabschluss entspricht den Grundsätzen der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit. Auch der vom Vorstand vorgeschlagenen Verwendung - Vortrag auf neue Rechnung - stimmt der Aufsichtsrat zu.

Feststellung des Jahresabschlusses 2023

Durch die Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss 2023 festgestellt.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeitern der PROBAT Bau AG für ihr tatkräftiges Engagement und Ihre sehr guten Leistungen im Geschäftsjahr 2023.

 

Feldkirchen, den 22. Oktober 2024

Gerhard Mayer, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir am 21.10.2024 dem als Anlagen 1 beigefügten Jahresabschluss der PROBAT Bau AG, Feldkirchen, zum 31. Dezember 2023 und dem als (Anlage 1 mit untergliederter Anlagestruktur) beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PROBAT Bau AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PROBAT Bau AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PROBAT Bau AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

 

Augsburg, 21.10.2024

Pro Cura AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Feigl, vereidigter Buchprüfer

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