wheyco GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Milcherzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Fankhänel seit 23.11.2023 | Geschäftsführer |
Christian Haupt seit 14.7.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DMK Deutsches Milchkontor GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Euro Cheese Vertriebs-GmbHAltentreptowJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Jahresabschluss 31.12.2015Euro Cheese Vertriebs-GmbH, Heidbergtrifft 1, 17087 AltentreptowAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015Euro Cheese Vertriebs-GmbH AltentreptowI. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes unter Beachtung der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Bemessung der Abschreibungen erfolgt im Geschäftsjahr des Zugangs pro rata temporis. Für Gegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten in die Handelsbilanz übernommen und pauschalierend über fünf Jahre abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die im Wesentlichen Ersatzteile und Reparaturmaterialien enthalten, wurden mit den Anschaffungskosten, den gleitenden Durchschnittspreisen oder den niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert (Anschaffungskosten) unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und die Schecks wurden zum Nominalbetrag bilanziert. Der Ansatz des gezeichneten Kapitals erfolgte zum Nennwert. Der Sonderposten für Investitionszuwendungen enthält passivierte Investitionszuschüsse und Investitionszulagen und wird ratierlich entsprechend der Nutzungsdauer der erworbenen Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Heubeck) ermittelt. Dabei wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren zugrunde gelegt. Unter Anwendung der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde ein jährlicher Rechnungszins von 4,07 % verwendet. Die zukünftige Gehaltsdynamik wurde mit jährlich 2,0 % und Rentenerhöhungen mit jährlich 1,5 % berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die Projected-Uni-Credit-Methode angewendet. Die Sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Abzinsung der Rückstellungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 HGB. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Entwicklung des Anlagevermögens
IV. Angaben zur BilanzDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen, wobei die unter sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesenen Beträge insbesondere Verrechnungssalden aus dem konzerninternen Liquiditätsausgleich betreffen:
Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Positionen, die mehr als jeweils 10 % des Gesamtpostens ausmachen, Beträge für Personalverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen. Die unter "Sonstige" ausgewiesenen Beträge betreffen insbesondere Verrechnungssalden aus dem konzerninternen Liquiditätsausgleich.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 4.179.882 EUR enthalten (Vorjahr: 3.742.001 EUR). V. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 38 TEUR, aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 19 TEUR sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 7 TEUR enthalten. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 6 TEUR enthalten. In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) enthalten. VI. Sonstige AngabenIm Jahresdurchschnitt 2015 wurden 343 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt. Davon sind 323 Vollzeitbeschäftigte und 20 Teilzeitbeschäftigte. Es wurden keine Auszubildenden beschäftigt. Art und Zweck von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften: Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Bilanzstrukturen. Verpflichtungen aus Pacht-, Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen (Jahreswerte in TEUR)
Die Deutsches Milchkontor eG, Zeven, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, und die DMK Deutsches Milchkontor GmbH, Zeven, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den unsere Gesellschaft einbezogen ist. Die Konzernabschlüsse werden jeweils im Bundesanzeiger veröffentlicht. Geschäftsführer:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Altentreptow, 29. Februar 2016 Euro Cheese Vertriebs-GmbH Geschäftsführung gez. Christian Haupt gez. Dr. Dirk Gloy Der Jahresabschluss wurde am 27. Juni 2016. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDem Jahresabschluss der Euro Cheese Vertriebs-GmbH, Altentreptow, zum 31. Dezember 2015 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 erteilten wir mit heutigem Datum folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Euro Cheese Vertriebs-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Euro Cheese Vertriebs- GmbH, Altentreptow den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 4. März 2016 COMMERZIAL
TREUHAND
ppa. Dipl.-Kffr. Pamela Blüher, Wirtschaftsprüferin Dipl.-Kfm. Norbert Klamt, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015Euro Cheese Vertriebs-GmbH Altentreptow1. Grundlagen des Unternehmens1.1. UnternehmensprofilDie Euro Cheese Vertriebs-GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der DMK Deutsches Milchkontor GmbH und ist in wirtschaftlicher, finanzieller sowie in organisatorischer Hinsicht in dem Konzern eingebunden. Die DMK Deutsches Milchkontor GmbH ist Deutschlands größtes Molkereiunternehmen, dessen unternehmerischer Erfolg auf dem Rohstoff Milch und dessen Weiterverarbeitung basiert. Die Milch bezieht das Unternehmen von den rund 8.300 aktiven Milchlieferanten, welche größtenteils über die Deutsches Milchkontor eG genossenschaftliche Eigentümer der DMK Deutsches Milchkontor GmbH sind. Die Euro Cheese Vertriebs-GmbH verarbeitet seit dem 1. April 2011 an den Standorten Altentreptow und Georgsmarienhütte im Werklohnverfahren für ihre Muttergesellschaft Käse zu Portionsware. Dabei wird sowohl vom DMK Deutsches Milchkontor GmbH produzierter wie auch von Dritten zugekaufter Käse eingesetzt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 30.06.2015 wurde Herr Bergmann als Geschäftsführer abberufen und Herr Dr. Gloy als weiterer Geschäftsführer bestellt. 1.2. NachhaltigkeitsmanagementDas Nachhaltigkeitsmanagement wird zentral von der DMK Deutsches Milchkontor GmbH gesteuert. Die Vereinbarung von wirtschaftlichem Erfolg mit gesellschaftlichen und ökologischen Ansprüchen hat für die DMK Deutsches Milchkontor GmbH seit vielen Jahren eine zentrale Bedeutung. Um den veränderten Marktanforderungen gerecht zu werden und Nachhaltigkeit im Unternehmen und in den Geschäftsbeziehungen zu verankern, hat die DMK Deutsches Milchkontor GmbH im Jahr 2012 die Nachhaltigkeitsstrategie "DMK 2020: Unsere Milch. Unsere Welt." veröffentlicht. Diese Nachhaltigkeitsstrategie umfasst fünf strategische Bereiche mit hoher Relevanz für das Unternehmen (Landwirtschaft, Umwelt, Milch, Team, Gesellschaft) und beinhaltet 20 Aktionsfelder mit insgesamt 60 Zielen, die bis zum Jahr 2020 erreicht werden sollen, sowie zahlreiche entsprechend hinterlegte Maßnahmen. Für weitere Ausführungen und detaillierte Informationen wird auf den integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht sowie auf die DMK-Website verwiesen. 1.3. SteuerungssystemeZur Steuerung des Unternehmens werden primär operative Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie verschiedene Bilanzkennzahlen verwendet. Diese finanziellen Leistungsindikatoren werden laufend überwacht, um auftretende Abweichungen zu identifizieren, deren Ursachen zu analysieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Zusätzlich werden Kennzahlen in die Steuerung einbezogen, die sich aus finanzmathematischen Steuerungsgrößen ermitteln. Dazu zählen unter anderen die Zielliquidität, die Optimierung von Kapitalkosten und die Liquiditätsplanung. 1.4. Forschung und EntwicklungEin dynamischer Markt, wie der für hochwertige Milchprodukte, verlangt kontinuierlich neue Ideen, Fortschritt und Engagement. Deshalb wird weiterhin gezielt in die Erforschung des Rohstoffes Milch investiert, in die Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren und in Technik, Qualität und Sicherheit um maßgeschneiderte Produkte anbieten zu können. Die Euro Cheese Vertriebs-GmbH ist in ihrer Eigenschaft als reine Werklohntochtergesellschaft in den Bereich Forschung & Entwicklung der DMK Deutsches Milchkontor GmbH eingebunden. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Wachstum der Weltwirtschaft zeigte sich 2015 schwächer als zu Jahresbeginn erwartet. Hauptsächlich verursacht durch die Abschwächung der konjunkturellen Dynamik in China, die Rezessionen in Brasilien und Russland sowie die Eskalation der geopolitischen Krisen. Obwohl die Wachstumsverlangsamung Chinas erwartet worden war - und auch staatlich angestrebt ist, um weniger investitionsgetrieben als vielmehr konsumgetrieben zu wachsen - wurden die Ansteckungseffekte anderer Volkswirtschaften durch Handelsverflechtungen und in einigen Ländern durch den Verfall von Öl- und Rohstoffpreisen verstärkt. Vor diesem Hintergrund hat sich insbesondere die Wachstumsdynamik in den Schwellen- und Entwicklungsländern abermals abgeschwächt und lag 2015 bei 4,0 %. Für die Industrieländer zeigte sich in der Summe ein Wachstum von 1,9 %. Stärkster Wachstumsmotor unter den Industrieländern waren die USA, die mit 2,5 % im Jahr 2015 die Krise nun endgültig überstanden haben dürften. Für 2015 gab der Internationale Währungsfonds (IWF) ein globales Wachstum von 3,1 % (Prognose im Oktober 2015: 3,3 %) an. 1 Die Eurozone setzte auch im Jahr 2015 ihren moderaten Aufschwung fort und wuchs im Jahresdurchschnitt um 1,5 %. Insbesondere das Wachstum der Industrieproduktion verlor im Laufe des Jahres deutlich an Dynamik. Dem gegenüber erhöhte sich die private Konsumnachfrage um 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Konsum profitierte von fallenden Energiekosten aber auch von höheren Einkommen. Die positive Konsumentwicklung überkompensierte die schwächere Entwicklung bei den Nettoexporten. Zwar stiegen die Exporte begünstigt durch den abgewerteten Euro, allerdings stiegen die Importe durch die stärkere Binnennachfrage deutlich stärker, sodass sich insgesamt ein negativer Wachstumsbeitrag ergab. Die Inflation lag im Jahr 2015 weiter auf einem sehr niedrigen Niveau von 0,4 %. 2 Die EZB lockerte 2015 mit dem Beginn des umfangreichen Wertpapieraufkaufprogramms ihre Geldpolitik nochmals deutlich. In Deutschland setzte sich der robuste Aufschwung fort. Das Wachstum lag im Jahr 2015 bei 1,7 %. Getragen wurde es hauptsächlich vom privaten Konsum, der von einer guten Arbeitsmarktlage und gestiegener Kaufkraft profitierte. In der zweiten Jahreshälfte kam zudem ein nennenswerter Beitrag vom Staatskonsum hinzu, u.a. bedingt durch Ausgaben für Flüchtlingshilfen. Auch wenn die Investitionstätigkeit sich langsam verbessert hat, blieb sie aufgrund hoher Unsicherheiten (internationale Konjunktur, Krisen im Nahen Osten, Flüchtlingswanderung) insgesamt eher verhalten. Weiterhin im Aufwärtstrend befand sich der deutsche Arbeitsmarkt. Die Erwerbstätigkeit stieg 2015 jahresdurchschnittlich auf etwa 43 Mio. Personen, dies sind 0,8 % mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Berichtsjahr 6,4 % und lag damit unter dem Vorjahreswert von 6,7 %. 3 Der Markt für Konsummilch ist im Jahr 2015 leicht geschrumpft. Von Januar bis November wurden 0,9 % weniger Konsummilch hergestellt als im Vorjahreszeitraum. Die Herstellung von Käse stieg im gleichen Zeitraum um 0,9 % auf 2,29 Mio. t (Vorjahr: 2,27 Mio. t). 4 Die Milchanlieferung war im Jahr 2015 im Jahresvergleich kaum gestiegen; sie lag bei 31,5 Mio. t. Im europäischen Vergleich ist das Milchaufkommen in einigen Ländern zum Teil deutlich stärker gestiegen als in Deutschland. Insbesondere die Niederlande und Irland verzeichneten einen deutlichen Anstieg seit dem Ende der Quotenregelung. 5 Insgesamt war der deutsche Milchmarkt 2015 durch eine drastische Preisabschwächung geprägt. 6 Die Abgabepreise für Standard-Schnittkäse sanken um 23,0 % (von etwa 3,3 Euro/kg auf ca. 2,5 Euro/kg). 7 Die Ausfuhren von Käse hingegen sanken in den ersten drei Quartalen 2015 geringfügig um 0,4 % von 877 auf 873 Tsd. t. 8 Hier wirkten sich insbesondere die sinkenden Ausfuhren nach Russland negativ aus. In Folge dessen boten die Käsereien ihre Produkte in anderen, vor allem europäischen Ländern zu stetig sinkenden Preisen an.
1 IWF, Word Economic Outlook Update, Januar
2016.
2.2. GeschäftsverlaufAls Werklohntochtergesellschaft ist die Euro Cheese Vertriebs-GmbH fest an die operative Entwicklung der DMK Deutsches Milchkontor GmbH gebunden. Für die Muttergesellschaft ist diese im Berichtsjahr vom unverändert starken Wettbewerb und der Entwicklung des im Jahr 2015 gefallenden Milchpreises geprägt. Der Fokus lag auf der Optimierung der Verwertung des Rohstoffes Milch, um den zukünftigen Auszahlungspreis der Gesellschafter an ihre Mitglieder im Vergleich zu anderen Molkereien weiter verbessern zu können. Im Berichtsjahr sind bei der Euro Cheese Vertriebs-GmbH in den Werken Altentreptow und Georgsmarienhütte insgesamt 82,2 Tsd. t (Vorjahr: 85,9 Tsd. t) Käse zu Portionsware verarbeitet worden. Die Portionierungsmenge liegt somit unter dem Niveau des Vorjahres. Bedingt durch die Werklohntätigkeit erhält die Euro Cheese Vertriebs-GmbH alle produktionsbedingten Kosten zuzüglich eines Gewinnaufschlages erstattet. Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2015 um 1,2 Mio. € auf 25,7 Mio. € angestiegen (Vorjahr: 24,5 Mio. €). Dies entspricht einem weiteren Wachstum von 5,1 % gegenüber dem Vorjahr (9,1 %). 2.3. Lage der Gesellschaft2.3.1. ErtragslageDie Gesellschafterin der Euro Cheese Vertriebs-GmbH hat zum Jahresende 2015 den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gekündigt, sodass alle ab dem Geschäftsjahr 2016 erwirtschafteten Erträge bei der Gesellschaft verbleiben und auf neue Rechnung fortgetragen werden. Die Ertragslage der Euro Cheese Vertriebs-GmbH war im Jahr 2015 weiter positiv. Die gestiegenen Umsatzerlöse brachten einen Anstieg der Materialkosten mit sich. Vor allem sind die zwischenbetriebliche Frachten um 0,2 Mio. € angestiegen. Die Aufwendungen für Betriebsstoffe sind im Berichtsjahr um 5,0 % angestiegen (Vorjahresrückgang 9,8 %). Die Aufwendungen für Verpackungsmaterial waren, wie im Vorjahr, weiter rückläufig und haben sich im Berichtsjahr um 22,1 % reduziert. In Summe erhöhte sich der gesamte Materialaufwand auf 1,4 Mio. €. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge sowie der betrieblichen Aufwendungen ergibt sich nach Abschreibungen (1,5 Mio. €) ein Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau von 1,4 Mio. €. Der Jahresüberschuss in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) wurde letztmalig an die DMK Deutsches Milchkontor GmbH abgeführt. 2.3.2. Finanz- und VermögenslageDie Bilanzsumme der Euro Cheese Vertriebs-GmbH hat sich im Vorjahresvergleich um 0,6 Mio. € erhöht und bezifferte zum Stichtag 10,0 Mio. €. Die Änderung ist im Wesentlichen auf die Übernahme von Arbeitnehmern der DMK Eis GmbH zurückzuführen und betrifft die seitens DMK Eis GmbH gewährte Sicherungszulage inkl. Sozialversicherungen, Fahrtkosten und Umsatzsteuer. Auf der Passiva wurde ein entsprechender Betrag in die Rückstellung gebucht (0,5 Mio. €). Weiter sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (0,2 Mio. €), die Verbindlichkeiten gegenüber der DMK Deutsches Milchkontor GmbH erhöhten sich um 0,4 Mio. €. Die Eigenkapitalquote, unter Einbeziehung der Sonderposten für Investitionszuschüsse, lag mit 31,3 % unter der des Vorjahres (Vorjahr: 34,3 %). Die Liquidität der Euro Cheese Vertriebs-GmbH war im Geschäftsjahr 2015 jederzeit durch ausreichende Kreditlinien sichergestellt. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash-Pooling-System der DMK Deutsches Milchkontor GmbH einbezogen. 2.3.3. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen LageAuf das Geschäftsjahr 2015 blickt die Geschäftsführung der Euro Cheese Vertriebs-GmbH zufrieden zurück. Der Umsatzzuwachs von 1,2 Mio. € ist eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr, unter Berücksichtigung des abgeführten Jahresüberschusses von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €). Hinsichtlich der Vorjahresprognose konnte das geplante Ergebnis erreicht werden. 2.4. Nicht finanzielle LeistungsindikatorenWichtige Grundprinzipien und Werte der DMK Unternehmenskultur sind in einem Verhaltenskodex und im DMK Leitbild verankert. Das DMK Leitbild mit den Kernwerten unternehmerisch, fair und innovativ wurde Anfang 2014 eingeführt. Im Jahr 2015 fand an jedem DMK Standort in Deutschland ein Leitbild-Treffen statt. Bei diesen Treffen hatten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit gehabt das Leitbild zu verstehen, Fragen zu stellen und Kritik zu üben. Die Treffen verliefen sehr positiv, so dass geplant ist diese Treffen auch im nächsten Jahr an allen Standorten zu wiederholen. Der Verhaltenskodex formuliert ebenfalls gemeinsame Werte und Grundsätze des Unternehmens. Damit verbinden sich Maßstäbe für ein ethisches Handeln. Im Verhaltenskodex verpflichtet sich die Gesellschaft zur Einhaltung sozialer und ethischer Verhaltensregeln auf Grundlage der Standards der Business Social Compliance Initiative (BSCI). Die BSCI basiert auf den Konventionen der internationalen Arbeitsorganisation, der UN-Menschenrechtserklärung, der UN-Konventionen über die Rechte von Kindern sowie über die Abschaffung jeglicher Form der Diskriminierung von Frauen, dem UN Global Compact und den OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist dem Unternehmen wichtig. Im März 2015 wurde aus diesem Grund an allen Standorten der "pme Familienservice" eingeführt, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Lösung dieser Vereinbarkeitsfragen zu unterstützen. Speziell qualifizierte Beraterinnen und Berater helfen bei Fragen oder Problemen in den Bereichen Kinderbetreuung, Krankheit und Pflege. Im abgelaufenen Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 343 Arbeitnehmer (Vorjahr: 346) beschäftigt. 3. NachtragsberichtVorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2015, die von besonderer Bedeutung sind und sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, sind nicht zu berichten. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1. PrognoseberichtIm Jahr 2016 wird das globale Wachstum im Vergleich zu 2015 leicht zulegen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet aktuell mit 3,4 % Wirtschaftswachstum. 9 Gerade die Schwellen- und Entwicklungsländer werden mit einem Zuwachs von 4,3 % leicht an Dynamik gewinnen. In den etablierten Volkswirtschaften wird sich das Wachstum laut IWF auf 2,1 % weiter beschleunigen. Dabei nehmen die Auftriebskräfte in den USA und in Japan zu. Auch der Euroraum erholt sich 2016 mit höherem Tempo (1,7 %) als im Vorjahr (1,5 %). Starke Beiträge kommen hier wie im Vorjahr von Deutschland und Spanien. Zudem wird sich laut IWF das Wachstum in Frankreich und Italien beleben. Insgesamt bleiben im Euroraum der private Konsum, die nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen sowie der niedrige Eurokurs Hauptwachstumsstützen. Bei der Entwicklung der Inflation läuft der dämpfende Effekt des Ölpreisverfalls allmählich aus. Insgesamt wird im Jahresdurchschnitt mit einem leicht ansteigenden Preisdruck auf 1,1 % gerechnet. 10 Für Deutschland rechnet der IWF für das Jahr 2016 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 %. Dabei bilden binnenwirtschaftliche Faktoren, allen voran der private und staatliche Konsum, die wesentlichen Wachstumsbeiträge. Der private Konsum profitiert von dem weiterhin robusten Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt und der niedrigen Inflation. Für ein leichtes Anziehen der Investitionstätigkeit sprechen die weiterhin äußerst günstigen Finanzierungsbedingungen sowie der steigende gesamtwirtschaftliche Auslastungsgrad. Der in Deutschland robuste Konsum beflügelt laut der aktuellen Prognose des Handelsverbands Deutschland (HDE) auch den Einzelhandel. Für 2016 wird mit einem Umsatzplus von 2,0 % gerechnet. Wachstumstreiber hierbei ist der Online-Handel, der laut Prognose 2016 um rund 11,0 % zulegen wird. Der Anteil des Online-Umsatzes am Gesamtumsatz des Einzelhandels wird auf 10,0 % steigen. 11 Für den Lebensmitteleinzelhandel wird für 2016 mit einem recht deutlichen Umsatzplus von 1,7 % gerechnet. 12 Der zuletzt starke Anstieg der Milchanlieferungen sollte sich im Jahr 2016 zunächst fortsetzen und vorerst zu Engpässen bei den Verarbeitungskapazitäten führen. Die Milcherzeugerpreise werden im ersten Halbjahr 2016 nach Einschätzung von ZMB (Zentrale Milchmarkt Berichterstattung, Berlin) aufgrund des hohen Angebots voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau bleiben. 13 Ob sich im weiteren Jahresverlauf eine Erholung der Preise für Milch, Butter und Käse einstellen wird, hängt von der Entwicklung der internationalen Nachfrage ab, und deren Fähigkeit, den Milchüberschuss des Binnenmarkes aufzunehmen. Hier sind insbesondere die Exportmöglichkeiten nach China entscheidend. Laut dem ife-Institut bleibt China 2016 wichtigster internationaler Nachfrager von Milchprodukten. In Russland wird selbst im Falle einer Rücknahme des Embargos für Agrarerzeugnisse die Nachfrage aufgrund der deutlich gesunkenen Kaufkraft nach Einschätzung des ife-Instituts nicht stark genug sein, um im Euroraum und Deutschland höhere Milchpreise auszulösen. 14 Zudem nehmen die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel und damit der Preisdruck in Deutschland weiter zu. Tendenziell positiv auf die Nachfrage in Deutschland wirkt die infolge der Zuwanderung wachsende Inlandsbevölkerung. Per Saldo zeichnen sich für 2016 jedoch erneut ein Angebotsüberschuss und niedrige Handelspreise für Milcherzeugnisse ab. 15 Der verstärkte Wettbewerb im benachbarten Ausland belastet auch Anfang des Jahres 2016 den Käsepreis. 16 Des Weiteren wird die Entwicklung der Käseproduktion und der Preisentwicklung mitunter stark von der Auslandsnachfrage abhängen, die wiederum auch von den Exportmöglichkeiten abhängen werden. Während die Herstellung von Käse und ihre Ausfuhren nahezu stabil auf dem Vorjahresniveau bleiben dürften, ist mit einer weiteren merklichen Abschwächung des Käsepreises zu rechnen. 17 Insgesamt sieht sich die Euro Cheese Vertriebs-GmbH als Werklohntochtergesellschaft der DMK Deutsches Milchkontor GmbH weiterhin zielorientiert aufgestellt und rechnet mit einer positiven Entwicklung der Ertragslage und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet die Geschäftsführung einen Jahresumsatz von ca. 25,0 Mio. € und einen Jahresüberschuss von ca. 0,8 Mio. €.
9 IWF, Word Economic Outlook Update, Januar
2016.
4.2. Chancen- und RisikoberichtDie Strategie DMK 2020 wird in verschiedenen Bereichen mittel- bis langfristig zu einer Stärkung der Wettbewerbssituation führen. In dieser Strategie sind unter anderem Effizienzziele für die Bereiche Energie, Wasser und Logistik formuliert. Mit einer Senkung der Verbräuche wird die Effizienz des Unternehmens erhöht. Zudem gehören zu der Strategie DMK 2020 umfassende Ziele zur Sicherung und Verbesserung entlang der gesamten Wertschöpfungskette Milch. Mittelfristig erwartet die DMK Deutsches Milchkontor GmbH weiteres Wachstum in den stark wachsenden Märkten in den Schwellenländern, wie z.B. in China. Das Unternehmen plant die Präsenz in diesen Regionen weiter auszubauen und an dem nachhaltigen Wachstum dieser Märkte zu partizipieren. Bedingt durch die wirtschaftliche Entwicklung und die weiter wachsende Mittelschicht in den Schwellenländern wird der Absatz künftig höher ausfallen. Die Euro Cheese Vertriebs-GmbH ist in das konzernweite Risikofrüherkennungs- sowie in das Krisenmanagement-System eingebunden. Ziel des Risikomanagement ist es, die wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken frühzeitig zu erkennen und ganzheitlich zu berücksichtigen. Die Risikopolitik der DMK Deutsches Milchkontor GmbH basiert auf einer risikobewussten, zukunftsorientierten Unternehmensstrategie und ist das zentrale Element des Risikomanagementsystems (RMS). Im Rahmen des RMS werden die Risiken proaktiv identifiziert, analysiert, bewertet, bewältigt und überwacht. Die zentralen Risiken der Gesellschaft sind Auslastungsrisiken sowie die wirtschaftliche Abhängigkeit von der Muttergesellschaft. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und Rechnungslegung besteht ein internes Kontrollsystem. Dieses umfasst überwachende, sichernde und aufdeckende Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen im Rechnungswesen sowie in anderen operativen Funktionen. Zu den Maßnahmen zählen u. a. Funktions-trennungen, manuelle und IT-gestützte Genehmigungsprozesse (z.B. 4-Augen-Prinzip), Zugriffsbeschränkungen, Berechtigungskonzepte sowie IT-Kontrollen und systemgestützte Verfahren zur Verarbeitung von Daten. Meldeverfahren, Verfahrens-anweisungen etc. unterstützen die Rechnungs-legung und Berichterstattung. Gesamtaussage zur Darstellung der Risiko- und ChancenlageAus derzeitiger Sicht und vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen ist nach unserer Einschätzung weder aus einzelnen Risiken noch aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken unter Substanz- und Liquiditätsaspekten eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft erkennbar.
Altentreptow, 29. Februar 2016 Geschäftsführung der Euro Cheese Vertriebs-GmbH gez. Christian Haupt gez. Dr. Dirk Gloy |
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