ak tronic Software & Services GmbH

Am Steinkreuz 65, 48369 Saerbeck, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 5611
Eingetragen
4.2.1997
Branche
Großhandel mit Spielwaren und MusikinstrumentenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Spielwaren und MusikinstrumentenVerlegen von Computerspielen
Gegenstand
Vertrieb von Spielesoftware sowie Zubehör für Spielkonsolen, Computer und Smartphones (z.B. Protection, Charging, Cases), Vertrieb von Smart Toys und weiteren Spielwaren, weitere Dienstleistungen, wie der Gestellung von entsprechenden Warenträgern (z.B. Software-Pyramide), Vertriebs- und Logistikdienstleistungen auch für Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Flemming
seit 19.7.2005
Geschäftsführer
Andre Osterhaus
seit 19.7.2005
Geschäftsführer
Alfons Brack
seit 19.7.2005
Geschäftsführer
Peter Schroer
seit 9.6.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Peter Schroer
48565 Steinfurt
2.500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ak tronic Software & Services GmbH

Saerbeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

I. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Geschäftsgegenstand ist der Vertrieb von deutschsprachigen Computer- und Konsolenspielen, sowie Smart-Toys (Hybrid Toys) an den Einzelhandel. Es handelt sich bei der Software fast ausschließlich um Exklusiv-Lizenzen, die im Wesentlichen über den Brand "Software-Pyramide" in den Einzelhandels-Geschäften den Endkunden angeboten werden.

Als zweites gibt es den Bereich Gaming-Hardware und -Zubehör. Hier vermarkten wir - ebenfalls unter dem Brand "Software-Pyramide" - Konsolenzubehör wie Taschen, Ladegeräte, Schutzgläser und Skins, besonders für die Nintendo-Switch und die Playstation 5.

Das dritte Standbein sind Merchandise-Artikel zu den aus unseren anderen Bereichen bekannten Games und Marken ergänzt um Spiele-Brands, die im Onlinebereich bekannt geworden sind. Hierunter fallen unter anderem Tassen, Textilien, Caps, Figuren, Sammelkarten und alle Arten von Plüschprodukten.

Darüber hinaus sind wir immer wieder Vermarkter von Trendartikeln, beispielsweise Squish-Mellows.

Als echter Omni-Channel-Händler vertreiben wir wesentliche Teile unserer Sortimente ebenfalls über diverse Onlineplattformen und -marktplätze.

Absatzmarkt ist im Wesentlichen der deutschsprachige Raum, neben Deutschland auch Österreich und die Schweiz. Insbesondere Online bedienen wir daneben auch fast alle anderen europäischen Länder.

II. Geschäftsverlauf mit den bedeutsamsten Leistungsindikatoren

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Jahreswirtschaftsbericht 2023 des BMWi geht davon aus, dass in Deutschland 2023 ein preisbereinigtes BIP von 0,2% erwirtschaftet wird nach 1,9% in 2022. Eine aktuelle Schätzung geht sogar von einem Minus von 0,6% aus. Auch bestehen nach wie vor hohe Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft: der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dessen wirtschaftlichen Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft, die anhaltend hohen Energie- und Verbraucherpreise sowie weiter existierende Lieferkettenengpässe. Für die Verbraucherpreise erwartet die Bundesregierung einen Anstieg um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr. Hierdurch wird sich die Kaufkraft der privaten Haushalte spürbar verringern und somit zu einem Rückgang der Konsumausgaben führen. Des Weiteren werden zurzeit hohe Tarifabschlüsse gefordert und durchgesetzt. Gleichzeitig gibt es weiterhin Engpässe im Arbeitsmarkt; beides zusammen lässt die Arbeits- und Transport- und sonstigen Kosten sehr stark steigen.

Hierin sehen wir das größte Risiko für das kommende Geschäftsjahr.

2. Branchensituation/Marktentwicklung 2022/2023

Lt. Jahresreport 2022 des "game - Verband der deutschen Games-Branche e.V." (nachfolgend: "game") nutzen inzwischen 58% aller 6- bis 69-jährigen Menschen in Deutschland digitale Spiele, Tendenz steigend. Diese Nutzer/innen sind sowohl in allen Einkommens- und Bildungsschichten als auch in allen Altersstrukturen vorhanden. Die Verteilung ist jeweils recht homogen, wobei das Durchschnittsalter der Nutzer bei 37,9 Jahren liegt und stetig steigt (Vergleich 2014: 31 Jahre). Auch das Geschlecht spielt kaum mehr eine Rolle, der Anteil weiblicher spielender Personen liegt konstant bei 48 %.

Insgesamt wurden 2022 in Deutschland € 6,384 Mrd. (Vorjahr € 6,167 Mrd.) für digitale Spiele ausgegeben. Dies ist ein Anstieg von 3,5%. In 2022 wurden € 1,058 Mrd. (€ 1,064 Mrd.) für den Kauf per Datenträger oder Download, € 866 Mio. (€ 719 Mio.) für Gaming-Online-Services und € 4,459 Mrd. (€ 4,384 Mrd.) für In-Game und In-App-Käufe ausgegeben. Daneben wurde für € 3,489 Mrd. (€ 3,589 Mrd.) Hardware gekauft. Somit haben sich die verschiedenen Teilmärkte unterschiedlich entwickelt: während der direkte Kauf von Computer- und Videospielen für PCs und Spielekonsolen per Datenträger und Download um 1% gesunken ist, ist der inzwischen größte Teilmarkt, die In-Game-Käufe, mit 2% weiter gewachsen. Auch der Umsatz mit Gebühren für Online-Services (+20%) konnte wiederholt zulegen.

Interessant ist die Auswertung, dass 62% aller Deutschen bereits popkulturelle Güter mit Bezug auf Games gekauft oder genutzt haben. Führend sind hier Filme, Soundtracks und Serien. Gefolgt jedoch von Spielzeug und Kleidung, auch diese Märkte bedienen wir seit einiger Zeit.

3. Umsatzentwicklung

Passend zu der Auswertung haben sich auch unsere Umsatzsegmente verschoben. Nachdem wir vor zwei Jahren noch 72% unseres Umsatzes mit Videogames erwirtschaftet haben, waren es in diesem Jahr nur noch knapp 56%. Dafür ist das Segment Merchandise-Produkte und Spielwaren im gleichen Zeitraum von 15% auf 38% angewachsen. Den Rest machen Gaming-Hardware und SmartToys aus. Von dem Bereich GSM-Zubehör haben wir uns getrennt, hier verkaufen wir nur noch ab.

Der Anteil der im Ausland erzielten Umsatzerlöse ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken auf 16,3% (Vorjahr: 17,9%). Absolut sind sie jedoch weiter gestiegen auf € 9,6 Mio. (VJ € 9,1 Mio.).

Insgesamt sind unsere Umsatzerlöse um € 7,7 Mio. (14,9%) gestiegen, womit wir aufgrund der immer noch schwierigen Rahmenbedingungen, insbesondere im Retail-Bereich, hoch zufrieden sind.

4. Investitionen

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr wurden überwiegend Investitionen in Lager-Equipment (Lagercontainer, Flurförderfahrzeuge, Förderanlagen und Regalanlagen) sowie IT-Ausrüstung getätigt. Unsere großen Projekte werden sich über mehrere Jahre hinziehen (s. u.). Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch einen Mix von Eigen- und Fremdmitteln sowie durch Leasing.

Im neuen Geschäftsjahr 2023/2024 sowie darüber hinaus stehen Investitionen in Software und Consulting, insbesondere in ein neues ERP-System und ein WMS-System an. Daneben haben wir ein Energieaudit gestartet, welches einige Investitionen in die CO 2 -Neutralität nach sich ziehen wird. Darüber hinaus werden wir eine Investition in weitere Lagerhallen vornehmen. Das gesamte Volumen wird über dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Finanzierung wird wie üblich in einem Mix aus Eigen- und Fremdfinanzierung (öffentliche Fördermittel) sowie durch Leasing bzw. Sale-and-Lease-back erfolgen.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5.1 Entwicklung der Mitarbeiterstruktur/Arbeitnehmerbelange

Auf Vollzeitbasis haben sich folgende Veränderungen zum Vorjahresstichtag ergeben:

2022/23 2021/22
gewerblicher Bereich 69 65
Verwaltungsbereich 25 26
Vertriebsbereich 36 37
Auszubildende 13 10
Gesamt 143 138

Per Saldo haben wir somit 5 Vollzeitarbeitsplätze aufgebaut.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben drei Auszubildende ihre Prüfung abgelegt. Hiervon haben wir eine Auszubildende in ein Angestelltenverhältnis übernommen. Für das neue Geschäftsjahr wurden sechs Auszubildende eingestellt.

Durch regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen in speziellen Arbeitsbereichen wurde die Arbeitsqualität gesichert und erhöht.

5.2 Umweltbelange/Nachhaltigkeit/Sustainability

Wir haben mit allen unseren Lieferanten im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie vereinbart, dass wir ausschließlich Waren akzeptieren, die vollständig mit dem Grünen-Punkt ausgezeichnet sind. Unseren eigenen Abfall, der zum größten Teil recyclingfähig ist, trennen wir und arbeiten eng mit Entsorgern vor Ort zusammen.

Nachhaltigkeit und der respektvolle Umgang mit Ressourcen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur, weshalb wir unser Gebäude nach und nach ertüchtigt haben und weiter werden. Unseren Energiehaushalt haben wir durch weniger Verbrauch (Umrüstung auf LED-Beleuchtung) und mehr Gewinnung von grüner Energie (PV-Anlage) verbessert. So konnten wir unseren zugekauften Stromverbrauch von 2020 zu 2022 um 85.877 KWh bzw. 28,6% senken. Hier sind noch weitere Investitionen geplant (s. o.).

5.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Durch die vorhandenen Bankenlinien war jederzeit eine ausreichende Liquidität - auch für kurzfristige Einkäufe - gewährleistet.

Bankdarlehen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr per Saldo in Höhe von rd. T€ 2.596 abgebaut. Es erfolgte eine Reduzierung im Langfristbereich um T€ 329 und im kurzfristigen Bereich um T€ 2.267.

III. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens

1. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir eine Umsatzsteigerung von T€ 51.215 im Vorjahr auf T€ 58.871 erwirtschaftet. Dies entspricht einer Zunahme von 14,9 %, die wir als sehr zufriedenstellend bezeichnen. In unserem letzten Lagebericht gingen wir noch von einem leichten Wachstum aus. Das Weihnachtsgeschäft und unser drittes Geschäftsjahresquartal erwiesen sich jedoch als sehr stabil und unser Line-up konnte beim Kunden und beim Endkunden überzeugen. Obwohl andere Themen im Vordergrund standen, insbesondere der Ukraine-Krieg, die Inflation und der Flüchtlingszustrom, konnten wir - wohl auch durch die Preisklasse unserer Warengruppen - einen Umsatzsprung erwirtschaften. Insbesondere unser Merchandise-Sortiment konnte wieder stark zulegen. Aber auch der Software-Bereich konnte ordentliche Zuwächse verzeichnen.

Unsere Rohertragsquote ist durch eine Verschiebung bei den Absatzkanälen und durch leicht gestiegene Einkaufspreise gering gesunken von 34,6% auf 34,2%.

Durch diese Verschiebungen der Absatzkanäle werden einige Positionen nicht den Erlösschmälerungen, sondern dem Kostenbereich zugeordnet, sodass es hier zu Verlagerungen kommt. Dieser Kostenbereich ist von T€ 3.672 auf T€ 4.489 gestiegen. Wir konnten uns bei vielen Kostenpositionen nicht den Preissteigerungen entziehen, die eine wesentliche Auswirkung des Krieges in Europa durch Inflation und Engpässe waren beziehungsweise immer noch sind. Insbesondere der Transportkostenblock ist weiter angewachsen. Dies schlägt sich beim Wareneinkauf und bei den Frachtkosten im Vertrieb nieder genauso wie bei den eigenen Fuhrparkkosten. Der in den letzten Jahren deutlich reduzierte Personalaufwand ist durch die oben bereits genannten Gründe nun gestiegen auf T€ 7.983 (VJ: T€ 7.528). Dies gilt auch für die sonstigen Aufwendungen, die sich von T€ 7.966 auf T€ 9.309 erhöht haben, wovon alleine die Kosten der Warenabgabe mit knapp € 1 Mio. zu Buche schlagen.

Die Ergebnisübernahme von unserer Tochtergesellschaft "ak tronic Service GmbH" aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages hat sich auf eine Verlustübernahme in Höhe von T€ 63 (VJ: T€ 131) verbessert.

Die Geschäftsentwicklung insgesamt stufen wir als sehr zufriedenstellend und deutlich über unseren Erwartungen ein, insbesondere vor dem Hintergrund der gegebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen.

Unsere im Vorjahreslagebericht prognostizierten Ziele haben wir klar übertroffen.

Bei unserer Beteiligung Wild River Games GmbH, Ismaning entwickelt sich die Geschäftstätigkeit ebenfalls sehr zufriedenstellend, es wurde der DLC von Horse Club 2 released, von Horse Club 1 wurden inzwischen - über alle Plattformen - über 200.000 Stück vermarktet, von Horse Club 2 knapp 100.000 Stück. Als vollwertiger Publisher vermarktet die Wild River Games GmbH die eigenen Lizenzen nicht nur in D-A-CH, sondern digital auch weltweit.

Unsere 100%ige Tochtergesellschaft "ak tronic Service GmbH" leistet sämtliche Servicearbeiten am POS für uns und auch für Dritte Auftraggeber. Die Gesellschaft machte eine zunächst sehr positive Entwicklung, leider ist mit der real GmbH dann ein sehr großer Kunde quasi vom Markt verschwunden. Wir haben auch viele Auftraggeber gehabt, für die wir in den real-Märkten aktiv waren. Inzwischen konnten wir diesen Ausfall kompensieren.

Das erzielte Geschäftsergebnis von T€ 1.518 liegt deutlich über unseren Erwartungen. Der Geschäftsverlauf war somit sehr gut. Zum Jahresüberschuss von T€ 1.518 (Vorjahr: T€ 1.106) trugen folgende Ergebniskomponenten bei:

01.07.2022 bis 30.06.2023 01.07.2021 bis 30.06.2022
Rohergebnis 20.125 17.707
Betriebsergebnis 2.498 1.847
Finanzergebnis -363 -254

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 500 auf T€ 28.469 gesunken. Hauptveränderung sind die um rd. T€ 528 verringerten immateriellen Vermögensgegenstände; aber auch das um gut T€ 753 gesunkene Warenlager. Hier konnten wir ein Teil der höheren Bevorratung wieder abbauen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden um T€ 730 aufgebaut.

Unsere Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals ist aufgrund des Lagerabbaus des erhöhten Bilanzgewinns von 59% auf 63% gestiegen. Hiermit sehen wir uns weiterhin sehr gut aufgestellt, zumal sich nach empirischen Analysen Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von 25 % bereits als recht bestandsfest erweisen.

3. Finanzlage

Der Cashflow wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) berechnet. Der Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel.

Der operative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (T€ 3.106; VJ: T€ 2.021) des abgelaufenen Geschäftsjahres ist vornehmlich geprägt durch den Jahresüberschuss sowie die Erhöhung einzelner Schuldposten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (T€ -3.569; VJ: T€ -1.621) beinhaltet neben Ausschüttungen auch die Tilgung von Bankdarlehen. Zusammen mit dem Cashflow aus Investitionstätigkeit (T€ +449; VJ: T€ -453) ergab sich insgesamt eine Abnahme des Finanzmittelbestandes von bisher T€ 26 auf T€ 11.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist zum jetzigen Zeitpunkt als stabil zu bezeichnen.

Die Fähigkeit unserer Gesellschaft, ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit zu erfüllen, ist gegeben.

IV. Voraussichtliche Entwicklung wesentlicher Chancen und Risiken, Prognosen

Das Thema "Covid-19" und seine Auswirkungen beschäftigen uns nur noch mit Vorsichtsmaßnahmen, wie sie inzwischen üblich geworden sind. Krankheitsfälle treten nur noch in geringer Anzahl auf. Hier sind wir weiterhin wachsam, der Aufwand ist inzwischen aber überschaubar.

Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24.02.2022 und der daraus resultierende und immer noch anhaltende Krieg stellt ein einschneidendes Ereignis dar, das uns immer noch stark beeinträchtigt. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Reaktionen sofort spürbar, die demokratischen Staaten hatten in großer Geschlossenheit scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt. Deren Konsequenzen für Russland, aber auch für die verhängenden Staaten, zeigten sich bereits unmittelbar, werden aber auch langfristig erhebliche Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Aussagen zur zeitlichen Erstreckung der Krise, die sich durch weitere Aktionen Russlands auch verschärfen kann, sind gegenwärtig kaum möglich.

Neben den oben schon beschriebenen direkten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs wurde nicht zuletzt infolge dieser Auswirkungen der Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank seit Juli 2022 zehn Mal erhöht von 0% auf jetzt 4,5%. Hierdurch wurde ein weiterer Kostenblock von uns negativ beeinflusst: der Zinsaufwand stieg um 114% auf T€ 323.

Somit zählen wir den Ukraine-Krieg und seine Folgen inzwischen zu den größten Unsicherheitsfaktoren. Lieferschwierigkeiten sind eine Auswirkung, erhöhte Kosten in allen Lebensbereichen eine andere. Beide Aspekte führen dazu, wieder ein Jahr vor uns zu haben, welches mit extremen Unsicherheiten und Kostensteigerungen belegt ist. Auch einige Produktgruppen unseres Sortimentes haben längere Lieferzeiten erhalten. Die stark gestiegenen Transportkosten beeinflussen vermutlich auch das ganze nächste Geschäftsjahr. Nicht zuletzt deshalb sind die gestiegenen Verbraucherpreise, insbesondere die Energiekosten, nicht förderlich für den für unser Geschäftsmodell essentiellen Freizeitkonsum. Die schon fast explodierte Inflation und Zinserhöhung wirkt sich nicht nur unmittelbar in der Geldbörse der Haushalte, sondern auch mittelbar in der Konsumzurückhaltung durch eine deutlich gestiegene Verunsicherung und Zukunftsangst aus. Dies führt zu Ausgabenkürzungen im privaten Umfeld aber auch bei den Unternehmen. Diese Konsumzurückhaltung halten wir neben den Kostensteigerungen für eins der größten Risiken für das kommende Geschäftsjahr.

Demgegenüber können wir mit den Produkten unseres Preisgefüges auch - wie im letzten Geschäftsjahr - davon profitieren. Oft werden bei Ausfall von größeren Anschaffungen (Urlaub, Auto, Möbel) kleine Anschaffungen als Ersatz bzw. Entschädigung getätigt, wofür unsere Artikel bestens geeignet sind. Hierin sehen wir eine gute Chance, weniger stark von einer allgemeinen Kaufzurückhaltung getroffen zu werden.

Der Umsatz mit Spielwaren- und Merchandise-Artikeln zu Games ist in Deutschland von 2019 auf 2021 um 34% auf € 82 Mio. gewachsen (keine neueren Daten verfügbar) mit weiter steigender Tendenz. Dabei ist die Auswahl inzwischen sehr groß, insbesondere bei Spiele-Marken mit Millionenpublikum. Dies verstärkt die Überzeugung, dass Games heute ein ganz selbstverständlicher und besonders wichtiger Bestandteil der Lebensrealität gerade von Kindern und Jugendlichen sind. 35% der Deutschen sagt, dass Games einen immer stärkeren Einfluss auf die Popkultur haben, bei den 16-34-järigen sind es sogar fast die Hälfte. Auch rund die Hälfte (47%) der Deutschen ist an Games für die körperliche Fitness interessiert oder hat sie schon genutzt (Quelle: "game"). Diese Erkenntnisse sehen wir als Chance für unsere Sortimente.

Die Tablets und Smartphones haben in 2022 mit 34,2 Mio. (Vorjahr: 32,5 Mio. Stück) Geräten inzwischen die Konsolen 17,8 Mio. (Vorjahr: 17 Mio. Stück) und den PC 14,3 Mio. (Vorjahr: 15,2 Mio. Stück) als beliebteste Spieleplattform abgelöst (neuere Zahlen liegen noch nicht vor). Allerdings gab es bei den Konsolen eine weiterhin positive Bewegung durch die neuen Konsolengenerationen. Diese grundsätzliche Entwicklung zum mobile Device sowie der Ausbau der Breitbandanschlüsse sind für unser ursprüngliches Geschäftsfeld wesentlich beeinflussende Faktoren; hierin sehen wir ein Risiko.

Während in 2017 noch der Kauf von Konsolen- und PC-Spielen der wichtigste Umsatzträger für die Branche war, hat sich dies ab 2018 zu Gunsten der In-App-Käufe gedreht. Insbesondere die Tablet-Computer und Smartphones schließen den Gebrauch von Datenträgern völlig aus, viele Games werden deshalb im 'Free-to-Play'-Modus konzipiert und dann durch In-App-Käufe monetarisiert. Hier liegt die Quote der In-Game- bzw. In-APP-Käufe bei 99%. Bei den PCs und Laptop-Spielern werden immerhin noch 15% des Umsatzes mit Game-Käufen erwirtschaftet, ebenfalls 15% mit Gaming-Online-Services und 70% mit In-Game-Käufen.

Anders sieht es bei den Konsolenbesitzern aus: hier werden 41% des Umsatzes durch Game-Käufe monetarisiert, 31% mit Gaming-Online-Services und nur 29% mit In-Game-Käufen. (Quelle. "game")

Innerhalb der Games-Käufe ist es weiterhin so, dass etwa 60% der gekauften Titel per Download erworben werden und ca. 40% im Retail oder online mit einem Datenträger. Der Datenträger-Anteil am Gesamtmarkt sinkt aufgrund dieser Konstellationen seit einigen Jahren.

Um diesen Risiken entgegen zu wirken, haben wir uns diversifiziert. Die neuen Produktgruppen in unserem Produktportfolio machen inzwischen 44,3% (VJ: 40,8%) unseres Umsatzes aus. Dies wollen wir noch weiter steigern. Auch der Kauf unserer Tochtergesellschaft Wild River Games GmbH zielt unter anderem darauf ab, uns breiter aufzustellen. Nun können wir Games auch digital vermarkten und eigenen Content schaffen.

Durch das von uns eingesetzte Kostenmanagement konnten wir trotz der extremen äußeren Einflüsse weitere Kostensteigerungen verhindern.

Zur Minimierung der Datenrisiken wurde ein interner Datenschutzbeauftragter berufen, der durch externe Fachunternehmen beraten wird. Eine Onlinedatenbank unserer Datenschutzmaßnahmen wurde aufgebaut.

Prognose: In Bezug auf die zukünftige Entwicklung besteht eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit aufgrund weltwirtschaftlicher, gesamtwirtschaftlicher und geopolitischer Rahmenbedingungen und daher ist die Prognosefähigkeit unseres Unternehmens wesentlich beeinträchtigt.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich der Umsatz unseres Unternehmens im kommenden Geschäftsjahr auf dem vorhandenen Niveau halten wird. Wir gehen davon aus, wieder ein positives Jahresergebnis ausweisen zu können. Allerdings gibt es in diesem Jahr noch größere Unsicherheiten, insbesondere zu den Kostenpositionen, die eine Planung beträchtlich erschweren. Unsere Finanzlage ist stabil. Die Finanzierung der neuen Sortimente und Geschäftsfelder ist gesichert. Weiteren Handlungsbedarf sehen wir hier zurzeit nicht.

V. Risikomanagementziele und -methoden

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Auf der Grundlage eines Managementinformationssystems wird die Geschäftsführung regelmäßig über die Entwicklung der wesentlichen Unternehmensdaten informiert. Dadurch können Fehlentwicklungen erkannt und analysiert sowie Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Ein Backup unserer sämtlichen geschäftsrelevanten Daten wird in einem zweiten Rechenzentrum mehrmals täglich erstellt. Beide Rechenzenten sind gegen Umweltschäden und Vandalismus geschützt und liegen in unterschiedlichen Brandabschnitten. Des Weiteren werden regelmäßig Datenbackups außerhalb der Firma eingelagert.

Alle unsere Kunden durchlaufen mindestens einmal jährlich einen Bonitätsprüfungsprozess und werden ab einer bestimmten Größenordnung mittels einer Warenkreditversicherung rückgedeckt.

 

Saerbeck, 29. September 2023

gezeichnet

Peter Schroer, Sprecher der Geschäftsführung

Alfons Brack, Geschäftsführer Finanzen & IT

Andre Osterhaus, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing

Thomas Flemming, Geschäftsführer Einkauf und Logistik

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.185.450,19 4.941.119,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 72.137,94 600.843,08
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.137,94 85.843,08
2. geleistete Anzahlungen 0,00 515.000,00
II. Sachanlagen 3.808.314,09 4.035.278,09
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.473.073,13 3.595.529,65
2. technische Anlagen und Maschinen 95.036,01 119.694,27
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 240.204,95 312.063,17
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.991,00
III. Finanzanlagen 304.998,16 304.998,16
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 304.998,16 304.998,16
B. Umlaufvermögen 24.110.563,85 23.922.925,87
I. Vorräte 16.745.049,79 17.557.790,11
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 391.822,26 350.699,40
2. fertige Erzeugnisse und Waren 16.237.240,41 16.990.765,09
3. geleistete Anzahlungen 115.987,12 216.325,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.354.765,31 6.339.166,49
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.050.756,56 5.320.503,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 635.050,46 454.900,30
3. sonstige Vermögensgegenstände 468.055,33 362.444,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.748,75 25.969,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 172.811,61 105.358,06
Bilanzsumme, Summe Aktiva 28.468.825,65 28.969.403,26

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 17.965.647,86 17.097.716,56
I. gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.500.000,00 2.500.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 2.500.000,00 2.500.000,00
III. Bilanzgewinn 12.965.647,86 12.097.716,56
B. Rückstellungen 3.061.900,00 3.238.710,00
1. Steuerrückstellungen 580.300,00 277.510,00
2. sonstige Rückstellungen 2.481.600,00 2.961.200,00
C. Verbindlichkeiten 7.441.277,79 8.632.976,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.434.421,88 5.030.692,39
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.703.110,76 3.970.383,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 731.311,12 1.060.308,96
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.278,54 5.278,54
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.278,54 5.278,54
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.503.599,27 1.296.663,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.503.599,27 1.296.663,27
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 246.373,07 180.458,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 246.373,07 180.458,93
5. sonstige Verbindlichkeiten 3.251.605,03 2.119.883,57
davon aus Steuern 359.292,61 674.874,67
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 12.465,88 13.477,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.251.605,03 2.119.883,57
Bilanzsumme, Summe Passiva 28.468.825,65 28.969.403,26

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 58.870.992,53 51.215.306,15
2. sonstige betriebliche Erträge 120.895,54 135.073,01
davon Erträge aus Währungsumrechnung 890,85 565,19
3. Materialaufwand 38.867.191,50 33.642.628,80
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.867.191,50 33.642.628,80
4. Personalaufwand 7.982.818,23 7.528.771,48
a) Löhne und Gehälter 6.793.512,00 6.371.258,38
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.189.306,23 1.157.513,10
davon für Altersversorgung 23.122,91 24.304,67
5. Abschreibungen 334.716,42 366.429,58
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 334.716,42 366.429,58
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.309.092,35 7.965.638,24
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 3.812,27 2.217,54
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.340,51 28.835,01
davon aus verbundenen Unternehmen 17.029,72 18.856,60
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 323.479,18 151.215,74
davon an verbundene Unternehmen 9.073,96 7.114,93
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 62.908,88 131.288,41
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 601.618,76 471.736,00
11. Ergebnis nach Steuern 1.533.403,26 1.121.505,92
12. sonstige Steuern 15.471,96 15.636,22
Jahresüberschuss 1.517.931,30 1.105.869,70

Ergebnisverwendung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 1.517.931,30 1.105.869,70
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.447.716,56 10.991.846,86
3. Bilanzgewinn 12.965.647,86 12.097.716,56

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die ak tronic Software & Services GmbH weist zum Abschlussstichtag die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB unter Berücksichtigung von § 42 GmbHG, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze ergeben sich aus dem HGB.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registerbericht: ak tronic Software & Services GmbH
Firmensitz laut Registerbericht: Saerbeck
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Steinfurt
Register-Nr.: HRB 5611

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear.

Alle Anlagegüter werden nach Maßgabe der jeweils kürzesten betrieblichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten € 250,00 bis € 800,00 betragen, wurden im Zugangsjahr in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren Marktpreis.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, wobei die Anschaffungskosten für die Postenware retrograd ermittelt werden. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Wie im vorigen Geschäftsjahr wurde ein Abschlag für die voraussichtliche Skontoquote berücksichtigt. Des Weiteren wurden für nicht mehr in den jeweiligen Preislagen veräußerbare Artikel Abschriften vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie der Skontoinanspruchnahme wird durch eine Pauschalwertberichtigung i.H.v. 3 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Forderungen in anderer Währung werden jeweils zum aktuellen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Unverzinsliche Forderungen werden mit dem entsprechenden Barwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zu Posten in der Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagespiegel). Er enthält auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

b) Vorräte

Für Verpackungen wurde im Vorjahr ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB neu ermittelt und angesetzt. Dieser Wert wurde im Berichtsjahr beibehalten. Hierdurch ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Bonusvereinbarungen gegenüber Kreditoren enthalten, die teilweise rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter werden marktüblich verzinst.

d) Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 11.447.716,56 € enthalten.

e) Rückstellungen

Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

30.06.2023
T€
30.06.2022
T€
Steuerrückstellungen 580 278
Sonstige Rückstellungen
Personalrückstellungen 1.113 759
Rücknahmeverpflichtungen 394 557
Bonusrückstellungen Debitoren 809 1.436
Sonstige Rückstellungen 166 209
Summe 2.482 2.961
3.062 3.239

Die Rückstellung für Rücknahmeverpflichtung umfasst die noch anfallenden Kosten für retourefähige Ware. Gegenüber den Vorlieferanten besteht für diese Ware kein Retourenrecht.

f) Verbindlichkeiten

Die Struktur und Zugehörigkeit zu den Bilanzposten und die Restlaufzeiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreszahlen des Geschäftsjahres 2021/22 in Klammern):

Gesamtbetrag 30.06.2023 Davon mit einer Restlaufzeit von
Bis zu 1 Jahr
zwischen 1 und 5 Jahren
von mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber 2.434.421,88 1.703.110,76 731.311,12 0,00
Kreditinstituten (5.030.692,39) (3.970.383,43) (1.060.308,96) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.278,54 5.278,54 0,00 0,00
(5.278,54) (5.278,54) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.503.599,27 1.503.599,27 0,00 0,00
(1.296.663,27) (1.296.663,27) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 246.373,07 246.373,07 0,00 0,00
(180.458,93) (180.458,93) (0,00) (0,00)
Sonstige 3.251.605,03 3.251.605,03 0,00 0,00
(2.119.883,57) (2.119.883,57) (0,00) (0,00)
7.441.277,79 6.709.966,67 731.311,12 0,00
(8.632.976,70) (7.572.667,74) (1.060.308,96) (0,00)

Besicherung von Verbindlichkeiten:

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind, gemäß Sicherheitenpoolvertrag, wie folgt besichert:

• Gesamtgrundschulden

• Sicherungsübereignungsvertrag Warenlager mit wechselndem Bestand

• Globalabtretung / Abtretung sämtlicher Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen gegen alle Drittschuldner mit den Anfangsbuchstaben A - Z

• Abtretung der Betriebsunterbrechungsansprüche aus der Funk-Komfort-Versicherung unter Führung der "AXA Versicherung AG"

g) Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 32.250,46 (Vorjahr 119.902,30 €) ausgewiesen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 30.088,30 (Vorjahr 160.570,52 €) ausgewiesen.

h) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Außerbilanziell wurden Geschäfte im Bereich des Leasings abgeschlossen. Beim Leasing besteht das Risiko dadurch, dass langfristig Zahlungsmittel abfließen. Der Vorteil beim Leasing ist die verbesserte Bilanzstruktur und die Planbarkeit von Finanzmittelabflüssen.

i) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus (jeweils einschließlich Mehrwertsteuer):

2022/2023
T€
2021/2022
T€
Verpflichtung aus
Leasing-Verträgen (bis in das Jahr 2027/28) 854 1.306
Mietverträgen (bis in das Jahr 2032/33) 3.423 2.873
Bestellobligo Software (bis in das Jahr 2024/25) 138 40
4.415 4.219

j) Latente Steuern

Latente Steuern resultieren vorwiegend aus einer unterschiedlichen Bewertung zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der sonstigen Rückstellungen und des Vorratsvermögens. Nach Verrechnung der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung entfällt der Ansatz latenter Steuern. Es wurde bei der Berechnung ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt.

4. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Die folgende Übersicht stellt die Umsatzerlöse nach geographischen Märkten dar:

2022/2023 2021/2022
T€ % T€ %
Inland 49.262 83,7 42.066 82,1
EG außer Inland 8.465 14,4 8.084 15,8
übriges Ausland 1.144 1,9 1.065 2,1
58.871 100,0 51.215 100,0

Die folgende Übersicht stellt die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen dar:

2022/2023 2021/2022
T€ % T€ %
PC 4.960 8,4 4.662 9,1
Konsole 27.844 47,3 25.647 50,1
Merchandise 18.892 32,1 11.200 21,9
Spielwaren 3.427 5,8 5.152 10,0
Smart Toys 840 1,4 1.851 3,6
GSM 129 0,2 141 0,3
Gaming Hardware 2.499 4,3 1.724 3,4
Sonstiges 280 0,5 838 1,6
58.871 100,0 51.215 100,0

b) Verluste aus Verlustübernahme

Mit der ak tronic Service GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Aus diesem Grund wurde der Verlust aus der Verlustübernahme des Jahres 2022, sowie die Auflösung der Rückstellung zum 30.06.2022 für die Verlustübernahme 2022, ausgewiesen.

5. Abschlussvermerke und Sonstige Angaben

a) Gesellschafter

Am Bilanzstichtag werden von Herrn Peter Schroer 100 % des gezeichneten Kapitals der Gesellschaft gehalten.

b) Organe der Gesellschaft

• Gesellschafterversammlung, bestehend aus Herrn Peter Schroer

• Geschäftsführung:

• Herr Peter Schroer, Kaufmann

• Herr Thomas Flemming, Kaufmann

• Herr Andre Osterhaus, Kaufmann

• Herr Alfons Brack, Kaufmann

• Aufsichtsrat (keine Pflicht), besteht nicht

c) Aufwendungen für Organmitglieder

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betragen im Geschäftsjahr 2022/23: € 1.133.770,51 (Vorjahr € 1.225.140,05).

d) Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich folgende Arbeitnehmer (nach Köpfen) beschäftigt:

2022/2023 2021/2022
Logistik 76 76
Verwaltung 32 33
Vertrieb 41 43
Auszubildende 14 14
163 166

e) Beteiligungen

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes setzt sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft, Sitz Höhe des Anteils am Kapital
%
Eigenkapital
T€
Ergebnis
T€
Abschlussdatum
QBEX Marketing GmbH, Saerbeck 100 65 1 31.12.2022
ak tronic Service GmbH, Saerbeck 100 250 0 31.12.2022
Wild River Games GmbH, Ismaning 100 783 226 31.12.2022

f) Honorar des Abschlussprüfers

Das in dem Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers (T€ 14) wird ausschließlich für die Prüfung des Jahresabschlusses berechnet.

g) Konzernabschluss

Es wird kein Konzernabschluss aufgestellt.

h) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, wird nachfolgend berichtet:

Seit dem Bilanzstichtag haben sich die geschäftlichen Aktivitäten entsprechend der Planungen entwickelt. Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ergeben.

 

Saerbeck, 29. September 2023

gezeichnet

Peter Schroer, Sprecher der Geschäftsführung

Alfons Brack, Geschäftsführer Finanzen & IT

Andre Osterhaus, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing

Thomas Flemming, Geschäftsführer Einkauf und Logistik

Anlagespiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.07.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.139.969,78 € 37.484,52 € 74.061,87 € 1.103.392,43 €
2. Geschäfts- oder Firmenwert
3. Anzahlung auf Immaterielle Vermögensgegenstände 515.000,00 € 515.000,00 €
1.654.969,78 € 37.484,52 € 589.061,87 € 1.103.392,43 €
II. Sachanlagen
1. Grund und Boden 299.423,10 € 299.423,10 €
2. Gebäude 4.290.001,36 € 4.290.001,36 €
3. Technische Anlagen und Maschinen 647.056,41 € 24.600,80 € 6.991,00 € 56.951,42 € 621.696,79 €
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.350.107,88 € 97.645,99 € 111.071,63 € 1.336.682,24 €
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.991,00 € -6.991,00 € 1.000,00 €
6.594.579,75 € 122.246,79 € - € 169.023,05 € 6.547.803,49 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 304.998,16 € 304.998,16 €
304.998,16 € - € - € - € 304.998,16 €
8.554.547,69 € 159.731,31 € - € 758.084,92 € 7.956.194,08 €
Abschreibungen
01.07.2022 Zuführung Abgänge 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.054.126,70 € 51.189,66 € 74.061,87 € 1.031.254,49 €
2. Geschäfts- oder Firmenwert - € - €
3. Anzahlung auf Immaterielle Vermögensgegenstände - € - €
1.054.126,70 € 51.189,66 € 74.061,87 € 1.031.254,49 €
II. Sachanlagen
1. Grund und Boden - € - €
2. Gebäude 993.894,81 € 122.456,52 € 1.116.351,33 €
3. Technische Anlagen und Maschinen 527.362,14 € 34.300,52 € 35.001,88 € 526.660,78 €
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.038.044,71 € 126.769,72 € 68.337,14 € 1.096.477,29 €
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € - €
2.559.301,66 € 283.526,76 € 103.339,02 € 2.739.489,40 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - €
- € - € - € - €
3.613.428,36 € 334.716,42 € 177.400,89 € 3.770.743,89 €
Restbuchwerte
30.06.2022 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.843,08 € 72.137,94 €
2. Geschäfts- oder Firmenwert - € - €
3. Anzahlung auf Immaterielle Vermögensgegenstände 515.000,00 € - €
600.843,08 € 72.137,94 €
II. Sachanlagen
1. Grund und Boden 299.423,10 € 299.423,10 €
2. Gebäude 3.296.106,55 € 3.173.650,03 €
3. Technische Anlagen und Maschinen 119.694,27 € 95.036,01 €
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 312.063,17 € 240.204,95 €
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.991,00 € - €
4.035.278,09 € 3.808.314,09 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 304.998,16 € 304.998,16 €
304.998,16 € 304.998,16 €
4.941.119,33 € 4.185.450,19 €

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.10.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehend zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ak tronic Software & Services GmbH, Saerbeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ak tronic Software & Services GmbH, Saerbeck, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ak tronic Software & Services GmbH, Saerbeck, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 29. September 2023

FISCHER & GÜNNEWIG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Gordon Börder, Wirtschaftsprüfer

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