Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 61162
Eingetragen
2.7.2008
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit GetränkenHerstellung von Wermutwein und sonstigen aromatisierten Weinen
Gegenstand
Der Betrieb eines Weingutes nebst Kellerei sowie die Vermarktung von Weinen aller Art, von Produkten rund um den Wein, der Vertrieb von Weinerzeugnissen sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten, weiterhin der Betrieb eines Restaurants sowie die Veranstaltung von Events aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Niederberger Weingüter Verwaltung GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Niederberger Weingüter Verwaltung GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

von Winning Weingut GmbH

Deidesheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BILANZ zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.827,00 20,1
II. Sachanlagen 2.252.835,00 2.284,7
III. Finanzanlagen 50.000,00 50,0
2.318.662,00 2.354,8
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.047.700,00 6.543,6
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.496.635,12 3.113,0
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (0,0)
- davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 2.422.772,47 (2.173,9)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 707.403,91 572,4
11.251.739,03 10.229,0
13.570.401,03 12.583,8

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200,0
II. Gewinnvortrag 397,06 0,4
III. Jahresüberschuss 0,00 0,0
200.397,06 200,4
B. Rückstellungen 538.400,00 380,4
C. Verbindlichkeiten 12.831.603,97 12.003,0
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 12.831.603,97 (12.003,0)
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 12.138.263,91 (11.408,8)
13.570.401,03 12.583,8

 

25.11.2023

Stephan Attmann

GEWINN -UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 13.935.434,19 12.125,9
2. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh,- Hilfs,- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.317.475,96 2.854,1
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 58.778,88 57,1
3.376.254,84 2.911,2
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.191.975,29 2.591,4
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 743.912,32 564,9
- davon für Altersversorgung: EUR 23.574,76 3.935.887,61 3.156,3 (21,2)
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 420.105,29 404,1
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.156.296,38 2.652,7
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 899.004,46 1.130,1
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.928,09 37,4
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 187.438,10 758.494,45 176,0
9. Ergebnis nach Steuern 3.805.384,52 3.993,1
10. Sonstige Steuern 24.159,61 26,3
11. Aufwand aus Gewinnabführung 3.781.224,91 3.966,8
12. Jahresüberschuss 0,00 0,0

ANHANG

A. Allgemeine Angaben

Die von Winning Weingut GmbH, Deidesheim, hat ihren Sitz in Deidesheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein unter der Nummer HRB 61162.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt.

Mit der BBW Deidesheimer Weingüter Verwaltung GmbH & Co. KG, Neustadt/Weinstraße, als herrschendem Unternehmen ist am 29.11.2011 / 05.12.2011 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden. Ihm hat die Gesellschafterversammlung am 05.12.2011 zugestimmt. Somit wird der Jahresüberschuss 2022 an diese Gesellschaft abgeführt.

Mit der 100 % igen Tochtergesellschaft der von Winning Weinmanufaktur GmbH, Deidesheim, als beherrschtem Unternehmen ist am 24.11.2016 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden. Ihm hat die Gesellschafterversammlung am 24.11.2016 zugestimmt. Somit ist der Jahresüberschuss 2022 von dieser Gesellschaft zu übernehmen.

Abweichungen zum Vorjahr ergaben sich nicht.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/ Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgten unter Beachtung der handelsrechtlichen Bestimmungen.

Über die angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt:

Bilanz

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Sämtliche abnutzbaren Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde auf der Basis der steuerlichen AfA-Tabellen gewählt; soweit diese nicht zutreffend waren, nach der voraussichtlich tatsächlichen Nutzungsdauer geschätzt.

Zugänge an beweglichen Vermögensgegenständen wurden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach der steuerlichen Regelung abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 64.310,95 0,00 11.603,50 0,00 52.707,45
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.255.423,16 283.705,60 353.338,65 0,00 2.185.790,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.374.842,52 182.206,69 245.734,91 0,00 2.311.314,30
4.630.265,68 465.912,29 599.073,56 0,00 4.497.104,41
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
4.744.576,63 465.912,29 610.677,06 0,00 4.599.811,86
Abschreibungen kumuliert 31.12.2021 Zugänge Abgänge Abschreibungen kumuliert 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 44.204,95 4.278,00 11.602,50 36.880,45
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.050.205,16 193.723,60 275.356,65 968.572,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.295.402,52 222.103,69 241.808,91 1.275.697,30
2.345.607,68 415.827,29 517.165,56 2.244.269,41
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.389.812,63 420.105,29 528.768,06 2.281.149,86
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 15.827,00 20.106,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.217.218,00 1.205.218,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.035.617,00 1.079.440,00
2.252.835,00 2.284.658,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 50.000,00 50.000,00
2.318.662,00 2.354.764,00

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den jeweiligen Nominalbeträgen angesetzt.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Passivposten

Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:

Jahresabschlusskosten TEUR 18,6
Rückständiger Urlaub / Mehrstunden TEUR 121,5
Tantiemen TEUR 398,3

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Es bestehen Mietverträge mit einer jährlichen Gesamtverpflichtung in Höhe von ca. TEUR 1.330,1. Darüber hinaus bestehen jährliche Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 130,8.

Latente Steuern

Latente Steuern sind nicht zu bilden.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Unter der Position Nr. 8 "Erträge aus Gewinnabführungsverträgen" wird der übernommene Gewinn der Tochtergesellschaft ausgewiesen, mit dieser besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

C. Sonstige Angaben

Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von

 

Herr Stephan Attmann, Winzer, Neustadt

ausgeübt.

Die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:

 

39 Angestellte

 

44 gewerbliche Arbeitnehmer

Zum Anteilsbesitz gehören zum Abschlussstichtag:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital 100 % Eigenkapital Ergebnis 2022
EUR EUR EUR
von Winning Weinmanufaktur GmbH, Deidesheim 50.000,00 61.266,87 0,00 *

* nach Ergebnisabführung

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Ergebnisverwendung

Der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 397,06 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von EUR 3.781.224,91 wurde auf Grund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die BBW Deidesheimer Weingüter Verwaltung GmbH & Co. KG, Deidesheim, abgeführt. Es besteht eine umsatzsteuerliche sowie ertragsteuerliche Organschaft.

 

Deidesheim, im November 2023

gezeichnet Stephan Attmann, Geschäftsführer der von Winning Weingut GmbH

Lagebericht

A. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2022 gekennzeichnet durch ein Wirtschaftswachstum des preisbereinigten BIP um 1,9 % ggü. 2021. Dieses Wachstum folgt auf den starken Einbruch in 2020 (-3,7% ggü.2019).

Die deutsche Wirtschaft ist somit wieder gewachsen, jedoch hat das Wachstum den Rückgang des BIP in 2020 noch nicht wieder aufgeholt.

Die für das Geschäftsjahr 2022 hauptsächlich relevante Weinmosternte von 2021, ging in Rheinland-Pfalz von 2020 auf 2021 um etwa 0,7% zurück, lag allerdings leicht über dem Zehn-Jahres-Mittel (1,4%).

In der Pfalz war ein Rückgang von 3% ggü. 2020 zu verzeichnen - von knapp 2,3 Mio. hl auf 2.23 Mio. hl in 2021.

Die Umsatzentwicklung der Speisegastronomie in Deutschland ist im Jahr 2022 nominal um 45,4% % gestiegen, real um 55,7%.

Die von Winning Weingut GmbH, Deidesheim besteht aus den beiden Geschäftsbereichen Weingut von Winning sowie dem Restaurant Leopold, das sich in den Räumen des Weingutes befindet. Seit dem Geschäftsjahr 2016 besteht die 100%-ige Tochtergesellschaft; die von Winning Weinmanufaktur GmbH.

Der Weinumsatz des Weingutes ging im Geschäftsjahr 2022 um ca. 9% nach oben. In der Summe wurde der Weinumsatz von Weingut und Manufaktur ebenso gesteigert. Allerdings nur um 3 %, da der durch die Pandemie in 2021 extrem gestiegene Umsatz der Manufaktur in Norwegen, in 2022 wieder nachließ (er lag aber immer noch über dem Wert von 2020).

In unserem Restaurant Leopold haben wir im Geschäftsjahr 2022 wieder ein Umsatzwachstum von 39% erreichen können, nach dem Plus von 34% in 2021, wieder ein starker Wert. Dieser erneute, ungewöhnlich starke Zuwachs zum Vorjahr, geht auf das Ende der Coronapandemiemaßnahmen zurück. Der Umsatz von 2022 übertraf auch das bisher beste Jahr 2019 um 17%.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Umsatzerlöse betragen TEUR 13.221,4 (Vj.: TEUR 11.446,7). Die Bestandsveränderung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen stieg auf TEUR 513,7 (Vj.: TEUR 399,2). Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 83 (Vj.: 71) Arbeitnehmer beschäftigt.

Seit dem Geschäftsjahr 2017 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 100 % igen Tochtergesellschaft von Winning Weinmanufaktur GmbH, Deidesheim. Somit wurde deren Gewinn 2022 in Höhe von TEUR 899,0 (Vj.: TEUR 1.130,1) übernommen.

Im Jahre 2022 erwirtschafteten wir einen Jahresüberschuss (incl. Ergebnisübernahme) in Höhe von TEUR 3.781,2 (Vj.: TEUR 3.966,8), dieser wurde vollumfänglich an die Gesellschafterin abgeführt. Der Bestand an Vorräten beträgt zum 31.12.2022 TEUR 7.047,7 (Vj.: TEUR 6.543,6) dieser beinhaltet den Bestand an abgefüllten Flaschenweinen sowie die Ernte aus dem Geschäftsjahr und Fassweine aus Vorjahren.

Die Investitionen in das Anlagevermögen belaufen sich in 2022 auf TEUR 465,9 (Vj.: TEUR 364,8). Die Abschreibungen betragen für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 420,1 (Vj.: TEUR 404,1). Um weiterhin auf diesen Märkten mit hochwertigen Weinen die Umsätze steigern zu können, wurden Investitionen in die Erweiterung der Kellertechnik, Verpackungs- und Versandlogistik getätigt.

C. Darstellung der Lage

Die Eigenkapitalsituation sowie die Eigenkapitalrentabilität sind weiterhin positiv.

Die Finanzlage des Unternehmens ist weiterhin gut. Die Finanzierung der Gesellschaft wird durch die Gesellschafterin sowie ein nahestehendes Unternehmen sichergestellt.

Für das operative Geschäft stehen unverändert ausreichend Eigenmittel zur Verfügung.

D. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die zukünftige Entwicklung ist davon abhängig wie sich die allgemeine Marktlage entwickelt und im speziellen, wie sich die Wein- und Restaurantbranche nach Ende der Pandemie und Erholung der Lieferketten fortentwickelt. Hierin werden auch die Chancen und Risiken gesehen. Ein sich nicht abzeichnendes Ende des im Februar begonnen Krieges von Russland gegen die Ukraine, könnte sich auf viele Länder und Branchen zunehmend negativ auswirken.

Sollte der Krieg enden, erwarten wir allerdings eine nochmals deutlich bessere Konsumlaune und ein steigendes Weingeschäft im In- und Ausland, sowie in der Gastronomie.

Das Jahr 2022 war wieder geprägt von einem nicht zu heißen Sommer mit noch ausreichendem Niederschlag im Frühjahr. Der Sommer war wieder zu trocken, im späteren Verlauf aber dann ausreichend mit Niederschlägen versorgt. Dies zog sich bis in den Winter hinein.

Wir erwarten bei nun weiterhin guter Wasserversorgung der Böden und einem Ausbleiben von Unwettern, eine Ernte 2023, die sich auf dem durchschnittlichen Ertrag der letzten zehn Jahre bewegt. Für den weinbaulichen Bereich erwarten wir, incl. der Tochtergesellschaft von Winning Weinmanufaktur, einen weiteren Anstieg der Verkaufszahlen und Umsatzerlöse.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Wir gehen davon aus, dass wir den positiven Trend im laufenden Jahr fortsetzen können und ein ähnlich gutes Ergebnis ausweisen werden. Der zunehmende Erfolg des Exportgeschäfts dürfte zudem zu einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung beitragen.

Die von Winning Weingut GmbH, Deidesheim, hat sich durch den Gewinnabführungsvertrag verpflichtet ihr gesamtes Jahresergebnis an die Gesellschafterin, die BBW Deidesheimer Weingüter Verwaltung GmbH & Co. KG, Deidesheim abzuführen. Am 4. April 2016 wurde die 100 %-ige Tochtergesellschaft von Winning Weinmanufaktur GmbH, Deidesheim gegründet. Mit dieser Gesellschaft ist ab dem 1.1.2017 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden.

Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen in einem evtl. drohenden verlangsamten Wirtschaftswachstum in Deutschland und den Auswirkungen der steigenden Inflation, sowie in der von Veränderungen geprägten weltwirtschaftlich-politischen Lage (Krieg in der Ukraine) und den immer weniger berechenbaren Witterungsbedingungen in der Pfalz - sowohl was Weinbau und Gastronomie betrifft.

 

Deidesheim, im November 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die von Winning Weingut GmbH, Deidesheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der von Winning Weingut GmbH, Deidesheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der von Winning Weingut GmbH, Deidesheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 23. November 2023

HSG Treuhand Heidelberg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Siegfried Ries, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Siegfried Grupp, Wirtschaftsprüfer

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