Spedition Leupold GmbHLiquidiert

Am Saaleschlößchen 7, 95145 Oberkotzau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hof HRB 1911
Eingetragen
7.10.1992
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung im Straßenverkehr
Gegenstand
Die Durchführung nationaler und internationaler Transport- und Speditionsleistungen für Dritte; Lagerei und Logistik; Abfertigungsspedition.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Leupold
seit 1.2.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spedition Leupold GmbH

Oberkotzau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

SPEDITION LEUPOLD GMBH, OBERKOTZAU

Geschäftsverlauf

1.1 Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Trotz gesamtwirtschaftlicher Hemmnisse wie der anhaltenden Corona-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine, steigenden Preisen und Friktionen in den globalen Lieferketten konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 ein Wachstum verzeichnen. Das bereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Angaben des statistischen Bundesamtes um 1,8 %. Die Wachstumsdynamik ließ jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich nach, insbesondere gegen Jahresende. Produktionsrückgänge mussten vor allem energieintensive Branchen wie die chemische Industrie, Metallverarbeitung sowie das Baugewerbe hinnehmen. Insgesamt wies das produzierende Gewerbe mit einem Plus von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr damit nur ein sehr geringes Wachstum aus. Durch das Aufheben der Lockdown-Maßnahmen der Bundesregierung kamen auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsproduktes positive Wachstumsimpulse in Höhe von 4,3 % durch die steigenden privaten Konsumausgaben hinzu. Der Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftwagen reichte im Jahr 2022 nicht an das Vorjahr heran, der Schienengüterverkehr konnte jedoch ein Wachstum von 1,2 % erreichen. Vor allem die Binnenschifffahrt litt mit einem Minus von 8,4 % besonders unter der gesunkenen Nachfrage. Die in Deutschland im Straßen-, Schienen- und Binnenschiffsgüterverkehr beförderte Gütermenge sank im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um rund 1,6 % auf rund 3,59 Mrd. t; die Verkehrsleistung im Inland nahm um rund 1,3 % auf rund 453,8 Mrd. tkm ab (ohne Straßengüterverkehr gebietsfremder Fahrzeuge in Deutschland).

Die Leistungsrückgänge mit deutschen Lastkraftfahrzeugen bezogen sich im Jahr 2022 sowohl auf den Binnen- wie grenzüberschreitenden Verkehr. Sowohl der gewerbliche als auch Werksverkehr zeigten sich hierbei rückläufig. Die Rückgänge entstanden unter anderem aufgrund gesunkener Nachfrage nach Baumaterialien, Nahrungs- und Genussmitteln, Metall- und chemischen Erzeugnissen sowie Fahrzeugen. Der Ukrainekrieg verstärkte die Lieferkettenproblematik zunehmend und verstärkte die Verknappung von Fahrzeugteilen, was auch die LKW-Neuzulassungen nachteilig beeinflusste. Vor allem die Zulassungen gasbetriebener LKWs fielen im Verlauf des Krieges stark ab. Der Wirtschaftszweig Güterbeförderung im Straßengüterverkehr, Umzugstransporte stieg im Jahr 2022 um 13,5 % an, im Bereich "Sonstige Dienstleistungen für den Verkehr" um rund 16,3 %. Steigende Kosten bei Dieselkraftstoffen, Energie, weiteren Betriebsmitteln, Löhne und Gehälter sowie eine weitere Verknappung des Laderaumangebots im Frühjahr und Sommer 2022 führten zu einem starken Anstieg der Frachtraten, mit dem gestiegene Kosten kompensiert werden sollten. Zwar wurden diesen Maßnahmen seitens der Kundschaft weitestgehend Verständnis entgegengebracht, doch reichten die Steigerungen in vielen Fällen nicht aus, um die Kostensteigerungen vollständig zu kompensieren. Die vorher bereits angespannte Fahrersituation verstärkte sich durch den Ukraine-Krieg noch weiter.

1.2 Umsatzentwicklung

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 %.

1.3 Investitionen

Die Investitionen erfolgten in EDV, PKWs und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

1.4 Personal

Die Spedition Leupold GmbH beschäftigte im Jahr 2022 durchschnittlich 183 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende).

Darstellung der Lage

2.1 Erläuterungen zum Ergebnis 2022

In der Spedition Leupold GmbH werden insgesamt drei Produkte produziert: Sammelgutausgang, Sammelguteingang und Direktverkehre/Fernverkehr. Im Sammelguteingang müssen Sendungen von Franchisepartnern der DHL/Unitrans zugestellt werden.

Bei DHL/Unitrans herrscht bei kleinen Sendungen bis 2.500 kg Arbeitsteilung vor. Das bedeutet, dass diese Aufträge nicht direkt beim Absender abgeholt und beim Empfänger zugestellt werden. Diese Sendungen werden zunächst durch den Nahverkehr regional abgeholt und an einem Umschlagsplatz gesammelt. Die Ware wird dann nach Zustellgebieten getrennt und über Nacht über Hauptläufe/Nachtsprünge zum Zustellbetrieb transportiert. Anschließend stellt der Zustellbetrieb diese Sendungen am nächsten Tag zu. Jeder dieser Transportschritte wird separat abgerechnet. Dadurch hat jeder Betrieb zwei Rollen: Im Sammelgutausgang holt er Sendungen eigener Kunden ab und rechnet hierfür eigene Preise ab. Im Sammelguteingang muss er Sendungen anderer Partner, die er über Nacht erhalten hat, zustellen. Hierfür darf er nur Verrechnungspreise laut Unitransvereinbarung abrechnen, die Rückrechnung Sammelguteingang genannt wird.

Die Preise für diese Zustellung werden auf Franchiseebene europaweit festgelegt und sind für Leupold kaum veränderbar. Obwohl es in der Zwischenzeit einige Änderungen gab, sind diese Verrechnungspreise seit Anfang der 2000er Jahre größtenteils gleichgeblieben. Die Höhe der Zustellerlöse richten sich nach Empfängerpostleitzahl und transportiertem Gewicht, mögliche Änderungen über die Jahre wie beispielsweise gestiegene Treibstoffkosten oder Mautanpassungen blieben hier unberücksichtigt. Es existiert keine Möglichkeit des finanziellen Ausgleiches bei Volumenspitzen.

Da sich die Erlöse hier kaum verändern, waren die vergangenen Jahre vor allem von starken Effizienzsteigerungsbemühungen geprägt, da die Renditen in diesem Geschäftsbereich immer kleiner ausfielen. Eine mögliche Gegensteuerung hier waren so genannte "Leistungstarife" bei den Transportunternehmern/Lieferanten. Hierbei werden die Lieferanten nach ihrer Effizienz, meistens in einer festen Vergütung pro Zustellstopp vergütet. Stellt der Transportunternehmer an einem Tag mehr zu als am vorherigen, so verdient er mehr Geld. Der Spediteur, der ihn einsetzt, profitiert wiederum von einer besseren Rendite, da nicht nur er selbst, sondern auch sein Lieferant an einer höheren Auslastung interessiert ist. Mit der Vergrößerung der Problematik um Berufskraftfahrer wurden diese Leistungstarife jedoch ab 2018 von den Transportunternehmern zunehmend abgelehnt, da die verbliebenen Berufskraftfahrer die hohen Arbeitspensa nicht mehr leisten wollten oder konnten. Mit der sinkenden Leistungsbereitschaft der Fahrer sanken die Erlöse für Transportunternehmer teilweise so stark, dass diese nicht mehr ausreichten, um die Tageskosten der Fahrzeuge zu decken. Da andere Berufskraftfahrer allerdings nicht zu finden waren, lehnten die Lieferanten diese Vergütung zunehmend ab und forderten einen Ersatz dieser Vergütung durch eine Tagespauschale. Hierbei erhält der Lieferant für einen Tag einen festen Preis, unabhängig von seiner zugestellten oder abgeholten Menge.

Im Sammelguteingang müssen Sendungen anderer Unitranspartner zugestellt werden, grundsätzlich gilt, dass die Sendung am jeweiligen Einsatztag zustellpflichtig ist. Schafft der Empfangsspediteur es nicht, alle Sendungen an einem Arbeitstag zuzustellen, so bildet sich ein Rückstau an Sendungen, dieser wird auch "Überhang Sammelguteingang" genannt. Es ist grundsätzlich normal, einen gewissen Überhang Sammelguteingang zu produzieren, überschreitet dieser allerdings 35 bis 40 % der Tagesmenge entwickelt ein Betrieb mehrere Probleme, die sich nur mit hohem Aufwand selbst lösen lassen. Umschlagsanlagen sind Immobilien, die nicht für die Lagerung von Ware ausgelegt sind. Die Ware steht hier nur etwa 4 Stunden täglich und kann nicht gestapelt werden. Vergrößert sich der Überhang über mehrere Tage, ist die Umschlagsanlage irgendwann "voll" und kann keine weiteren Sendungen mehr aufnehmen. In diesem Fall muss der Überhang in Wechselbrücken außerhalb des Lagers untergebracht werden. Der bestehende Überhang muss anschließend mit zusätzlichem Fuhrpark, der weitere Kosten verursacht, abgefahren werden. In der Regel ist das Aufbauen des Überhangs nicht kostenintensiv, sondern der Abbau. Durch die beengten Platzverhältnisse ist sowohl das Beladen der Fahrzeuge als auch deren Disposition schwieriger, was die Effektivität sinken lässt. Stellt ein Fahrzeug im kleinen Nahverkehr beispielsweise normalerweise 14 Stopps pro Tag zu, sinkt die Effektivität in diesem Zeitraum meist auf 6-8 Stopps pro Einsatztag. Diese Lage verbessert sich erst dann, wenn der Überhang auf 20 % eines Tagesvolumens oder weniger sinkt.

Die Aufhebung der Corona-Lockdownmaßnahmen führten zu gesteigerten Mengen im Sammelguteingang bei Leupold durch das Netzwerk DHL/Unitrans. Im Gegensatz zu 2021 gestaltete sich die Situation jedoch im Jahr 2022 dahingehend anders, dass die Ukraine Krise sowie die Lieferengpässe durch die Engpässe an chinesischen Häfen noch hinzukamen. Diese beiden Tatbestände brachten die Sendungsmengenplanungen des Netzwerkes deutlich ins Ungleichgewicht. In der Niederlassung Oberkotzau kam es hierbei wieder zu Sendungsüberhängen im Sammelguteingang etwa fünf Wochen nach Aufhebung der Corona Maßnahmen. Im Gegensatz zum Vorjahr hatte das Netzwerk jedoch über den Winter 2022 Neuerungen beschlossen, die derlei Effekte abschwächen sollten. Hierunter fallen beispielsweise eine strengere Überwachung der Einhaltung der Maßnahmen sowie die Einrichtung spezieller Gruppen von Mitarbeitern, die an den entsprechenden Standorten aushelfen müssen und von jeder Niederlassung zu benennen und vorzuhalten sind. Im Vergleich zum Vorjahr stellte sich die Situation damit zwar immer noch kritisch, wenngleich auch bei weitem nicht mehr so dramatisch dar.

Innerhalb der Sommermonate bis Ende Oktober konnte die Zustellleistung aufgrund der bestehenden extremen Überhangsituation dennoch nicht wirtschaftlich gestaltet werden. Dies führte zu einem schlechten Jahresergebnis. Dennoch konnten die finanziellen Auswirkungen durch bessere Vorbereitung und eine bessere Behandlung der Situation sowohl intern als auch durch das Netzwerk positiver gestaltet werden. Auch die Rückgabe des BMW-Direktverkehrgeschäftes an DHL im September 2021 konnte sich in diesem Wirtschaftsjahr vollständig auswirken. Durch die Abgabe dieser Aufträge an DHL konnte der Deckungsbeitrag sowohl im Direktverkehrgeschäft selbst als auch im Sammelguteingang verbessert werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Platzverhältnisse in der Umschlagsanlage durch das Fehlen der zwischengelagerten Sendungen besser ausfiel als im Vorjahr und dadurch die Handlungsfähigkeit der Niederlassung weitestgehend gewahrt werden konnte.

Die Dachorganisation DHL/Unitrans hat generell ein hohes Interesse an einer möglichst konstant hohen Zustellquote jedes Standortes und besitzt finanzielle Möglichkeiten, mit Pönalen und Strafzahlungen entsprechend zu agieren. Da der Standort Oberkotzau hier jedoch nicht der einzige mit Problemen war, wurden diese Möglichkeiten hier nicht ausgeschöpft. Stattdessen wurde mit Personal und Fahrzeugen zwar ausgeholfen, diese wurden natürlich nicht kostenlos gestellt.

Im Netzwerk DHL/Unitrans wird die Zustellquote sowie der Überhang Sammelguteingang täglich gemessen und verglichen. Daher hat die Netzwerkorganisation ein hohes Interesse daran, die Zustellleistung der Beteiligten möglichst hochzuhalten. Werden hier bestimmte Kennzahlen nicht eingehalten, kann es hier zu Pönalen kommen, insofern sich die Situation hier nicht bessert. Diese konnten jedoch im Jahr 2022 vermieden werden.

Es bestehen mehrere Möglichkeiten, einen Überhang im Sammelguteingang abzubauen, die im Jahr 2022 auch angewendet wurden:

1.

Sendungen größer 2 500 Kilogramm können um den Standort umgeleitet werden: Sie erreichen dann den Standort Oberkotzau nicht mehr, sondern müssen von angrenzenden Betrieben, beispielsweise in Dresden, Regensburg oder Landsberg, separat auf eigene Rechnung zugestellt werden. Leupold erzielt hier keine Einnahmen.

2.

Eingangsdrosselung: Die ausgehenden Betriebe werden angewiesen, die Hauptläufe an diese Niederlassung für einen oder mehrere Tage zu unterlassen und diese Sendungen zwischenzulagern. Das verändert zwar die Situation der betroffenen Niederlassung langfristig nicht, ermöglicht es ihr aber, innerhalb dieses Zeitfensters die Platzverhältnisse zu verbessern.

3.

Lagerpersonalgestellung: Andere Betriebe können ihr eigenes Lagerpersonal dem betroffenen Betrieb zur Verfügung stellen, um dort auszuhelfen. Die Kosten werden dann anschließend dem empfangenen Betrieb in Rechnung gestellt. Die Unitrans-Betriebe, die Mitarbeiter auf diese Art kurzzeitig "verleihen" wollen, müssen hierfür eine Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis des Arbeitsamtes besitzen. Diese Methode hat den Vorteil, dass diese Option billiger als Zeitarbeit ist und das Personal nur wenig eingearbeitet werden muss.

Diese oben genannten Maßnahmen sind sinnvoll und produktiv. Ein Nachteil an ihnen ist jedoch, dass grundsätzlich seitens der Netzwerkleitung neben intensiver Absprache keine Möglichkeit besteht, diese auch durchzusetzen, sollten sich einige Niederlassungen nicht daran halten. Zwar kommt es schlussendlich immer nach einigen Wochen dazu, dass diese Maßnahmen eingehalten werden und diese entsprechend Wirkung zeigen, allerdings versuchen einige Niederlassungen stets, diese für einige Wochen zu umgehen.

Da die Preise für Zustellungen innerhalb von Sammelgutnetzwerken kaum verhandelbar sind, ging es hier in den vergangenen 20 Jahren vorrangig darum, möglichst viele Sendungen bei geringem Fahrzeugeinsatz zuzustellen. Erlöst man beispielsweise 30 Euro pro Zustellstopp, so müssten bei einer Fahrzeugpauschale von 300 Euro pro Einsatztag, 10 oder mehr Zustellstopps erwirtschaftet werden, um eine Rendite bezogen auf dieses Fahrzeug zu erwirtschaften. Die Renditen im Sammelguteingang betrugen bezogen auf den Deckungsbeitrag in der Vergangenheit selten mehr als 15-20 %, was die Anfälligkeit dieser Marge bei sinkender Effizienz erklärt. Sinken die Zustellstopps weiter, so ist es einfach, hier hohe negative Deckungsbeiträge zu erzeugen. Werden lediglich 7 Zustellstopps erreicht, so entspricht dies einem negativen Deckungsbeitrag von -90 Euro oder -30 %. Das erklärt, warum gesunkene Effizienz, selbst in nur einem Monat, hohe Verluste bedeuten kann.

In den Kostenarten erkennt man obigen Effekt an bestimmten Veränderungen, die typisch für diese Entwicklung sind:

1.

Transportkosten Nahverkehr (Wareneinsatz): Da zusätzlicher Fuhrpark für das Abfahren des Überhangs beschafft werden muss, steigen diese Kosten stark an. Dieser Effekt hat die größte Ergebniswirkung, die durch die oben beschriebene Effizienzminderung begründet ist.

2.

Schadensaufwendungen: Durch beengte Platzverhältnisse und schwierige Umschlagsverhältnisse treten Transportschäden häufiger auf als sonst. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass die Schäden nur im Ausgang bei eigenen Kunden versicherbar sind. Innerhalb des Unitrans Verbandes herrscht ein Regressverzicht, der andauernde Gerichtsverfahren oder Gutachten, die bei Schäden oft unvermeidlich sind, zu verhindern. Im Gegenzug bezahlt Leupold demzufolge auch keine Ausgangsschäden wirklich selbst.

3.

Personalkosten/Fremdleistungen: Es ist logisch, dass mehr umzuschlagende Ware auch mehr Personal in einem Umschlagsterminal erfordern muss. Lagerpersonal kann zwar von anderen Unitranspartner zur Verfügung gestellt werden, allerdings ist das oft nicht für mehr als 2 Wochen überhaupt umsetzbar. Länger andauernde Personalbedarfe müssen daher über Zeitarbeit abgedeckt werden, da Einstellungen wenig Sinn ergeben, wenn langfristig von sinkendem Volumen und Normalisierung der Situation auszugehen ist.

Gegen Ende März 2022 wurden die Corona-Einschränkungen sukzessiv beendet. In dieser Zeit entstanden Verzögerung in den globalen Lieferketten. Bis dahin waren die Sendungszahlen allerdings innerhalb des Plans und des Vorjahresvergleichs. Die Sendungsmenge stieg jedoch danach sehr stark an. Dies hatte Überhänge in den Zustellmengen im Sammelguteingang zur Folge.

Es ist generell nicht sehr wahrscheinlich, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die durch Corona und die verbundenen Lockdownregelungen eingetreten sind, wiederholen werden. Daher ist nicht davon auszugehen, dass sich Effekte dieser Art wieder einstellen.

2.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zu 2021 um 292 T€ gesunken. Dabei sank das langfristig gebundene Vermögen um 155 T€. Die Forderungen im Verbund- und Beteiligungsbereich stiegen um 270 T€ auf 2.317 T€, die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände blieben unverändert bei 331 T€, währenddessen sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 683 T€. Die liquiden Mittel erhöhten sich um 335 T€. Die Rechnungsabgrenzungsposten stiegen um 2 T€ auf 37 T€. Die aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen verringerten sich um 77 T€ und betragen 469 T€.

Auf der Passivseite der Bilanz verringerte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresfehlbetrages um 632 T€ auf 101 T€. Das Fremdkapital erhöhte sich um 340 T€ auf 6.844 T€. Die Eigenkapitalquote liegt bei 1,4 %, die Fremdkapitalquote beträgt 98,6 %.

2.3 Finanzierung und Liquidität

Der erwirtschaftete Jahrescashflow beträgt in 2022 -790 T€.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich ausschließlich um Mietkaufkredite und unterwegs befindliche Zahlungen. Zum 31.12.2022 bestanden freie Kreditlinien. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

2.4 Ertragslage

Das Rohergebnis erhöhte sich um 1.377 T€.

Der Personalaufwand je Mitarbeiter erhöhte sich im Jahr 2022 um 3,0 T€.

Die sonstigen Aufwendungen (laut VFE-Lage) erhöhten sich von 7.106 T€ im Jahr 2021 auf 7.945 T€ in 2022 (+ 839 T€).

Das Betriebsergebnis 2022 beträgt -1.357 T€ und liegt damit um 322 T€ über dem Vorjahresergebnis. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis erhöhte sich um 104 T€ und beträgt 262 T€.

Die ertragsabhängigen Steuern betragen 43 T€.

Das neutrale Ergebnis erhöhte sich um 1.556 T€ auf 506 T€, insbesondere aufgrund eines Forderungsverzichtes der Muttergesellschaft sowie Abschreibungen Umlaufvermögen im Vorjahr.

Das Jahresergebnis liegt insgesamt um 1.393 T€ über dem Vorjahr und beträgt -632 T€.

Die Rentabilität entwickelte sich wie folgt:

2022
%
2021
%
Umsatzrentabilität -1,9 -8,2
Eigenkapitalrentabilität -625,7 -276,3
Gesamtkapitalrentabilität -7,9 -35,1

Voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Chancen und Risiken

3.1 Risikobericht allgemein

Die Gesellschaft nimmt am Qualitätsmanagementsystem der Unitrans Deutschland Gesellschaft für Terminverkehre mbH teil und ist nach DIN ISO 9001, DIN ISO 14001 (Umweltmanagement) und nach DIN EN 12798 (Gefahrgutmanagement) zertifiziert. Alle Mitarbeiter werden kontinuierlich geschult und Risiken aus den Arbeitsabläufen begrenzt.

Neben herkömmlichen betriebswirtschaftlichen Risiken lassen sich die Risiken in der nationalen Landfracht in Deutschland in folgende Gruppen unterteilen:

Gesamtwirtschaftliche Volumenentwicklung: Wie alle Betriebe besitzen auch Spediteure eine begrenzte Produktionskapazität. Die gesamtwirtschaftliche Binnennachfrage kann diese Kapazität, je nach konjunktureller Lage, übersteigen oder unterschreiten. Dies führt oft zu sinkenden Ergebnissen, entweder durch Unterauslastung oder durch Grenzkosteneffekte bei starken Steigerungen.

Treibstoffkosten: Diese betreffen sowohl Spediteure, die selbst eine Flotte betreiben, als auch die, die für die Erbringung von Dienstleistungen Lieferanten einsetzen. Im ersten Fall sind sie direkt von Kostensteigerungen betroffen, im zweiten Fall fordern Lieferanten Preissteigerungen ein. Hierfür sind Preisgleitklauseln/Diesel-Floater geläufig, die auch in Deutschland flächendeckend im Einsatz sind. Diese funktionieren allerdings immer zeitversetzt und bestehen aus Mittelwerten und können Preisschwankungen daher niemals vollständig kompensieren.

Fahrermangel und Wareneinsatzkosten: Fahrermangel und gesteigerte Anforderungen an diesen Beruf lässt die Menge an einsatzfähigen Berufskraftfahrern immer weiter sinken. Dies erhöht die Kosten für die Transportdienstleistung immer weiter.

Gesetzliche Rahmenbedingungen: Mauterhöhungen und gesetzliche Neuerungen werden von der Regierung oft enorm kurzfristig eingeführt. Dies kann beispielsweise bei der LKW-Maut dazu führen, dass diese erst von Spediteuren vorfinanziert werden muss, bis sie schließlich auf den Kunden abgewälzt werden kann.

3.2 Gesamtwirtschaftliche Einflüsse

Die gesamtwirtschaftlichen Einflüsse liegen vor allem in der Binnennachfrage, wodurch eine konjunkturelle Abhängigkeit entsteht. Übersteigen oder unterschreitet diese die zur Verfügung stehende Produktionskapazität, können diese oft hohe Verluste verursachen, weil die zugrundliegenden Preise oft festgeschrieben sind und Änderungen hier nur langfristig und für die Zukunft geschlossen werden können.

3.3 Risiken aus der Betriebstätigkeit

Innerhalb der Betriebstätigkeit ergeben sich Risiken vor allem durch fehlende Fläche und Transportraum als Produktionskapazität. Reichen diese zur Erfüllung der gestellten Transportvolumina nicht aus, müssen diese meist teuer vom Markt beschafft werden.

3.4 Beschaffungsrisiko

Das Beschaffungsrisiko begründet sich größtenteils in den tagesaktuellen Preisen der Transportunternehmerbranche. Im Gegensatz zu Produktionsbetrieben können Spediteure bei Dienstleistungen keinen Bestand vorhalten, um damit Preisschwankungen über einen gewissen Zeitraum abzufangen. In den vergangenen Jahren ist auch die Investitionsbereitschaft der Lieferanten in die Schaffung neuen Laderaums zurückgegangen, weil Berufskraftfahrer fehlen und die Margen noch nicht zufriedenstellend sind. Führt diese sinkende Investitionsbereitschaft zu Laderaumverknappung innerhalb von ganz Deutschland oder regional, können die Preise schnell und stark ansteigen. Kurzfristig haben Spediteure hier kaum Reaktionsmöglichkeiten. Mittelfristig können diese Schwankungen allerdings durch partielle Preiserhöhungen abgefangen werden. Die Akzeptanz solcher Preiserhöhungen hat sich in den vergangenen Jahren erhöht.

3.5 Finanztechnische Risiken

Bei Leupold werden jährliche Erfolgsplanungen auf Gesellschafts- und Produktbasis durchgeführt. Aus diesen werden Liquiditätsplanungen erstellt. Diese haben im Zeitraum 2022, 2023 und folgende keine Finanzierungslücke ergeben.

Ausfallrisiken von Forderungen werden durch eine Bonitätsüberwachung der größten Kunden und durch ein aktives Mahnwesen begegnet.

3.6 Rechtliche und steuerrechtliche Risiken

Rechtliche Risiken bestehen vor allem in kurzfristigen Mauterhöhungen der Bundesregierung, die vor allem in den letzten Jahren mit zu wenig Vorlauf umgesetzt werden mussten. Auch ist die Transparenz der Mauterhöhungen im Voraus verbesserungsfähig. Details werden oft zu spät bekannt und können dann eine schnelle Kalkulation des hieraus entstehenden Finanzbedarfes, der an die Kunden weiter berechnet werden muss, erschweren.

3.7 Sonstige Risiken

Der Raum Oberfranken hat in den vergangenen 20 Jahren starke Abwanderung in den südbayerischen Raum erfahren. In den vergangenen Jahren hat sich diese Tendenz Richtung Stagnation normalisiert. Aufgrund des wirtschaftlichen Wachstums in den vergangenen Jahren konnte der Personalbedarf kaum durch regionale Mitarbeiter gedeckt werden. In Berufen mit höherer Ausbildungsanforderungen lässt sich dies noch einfach realisieren, sodass der Mangel sich weniger auf qualifiziertes Personal bezieht. Bei gewerblichen Mitarbeitern besteht dieser Mangel jedoch ohne Zweifel. Dies führt einerseits zu höheren Personalkosten, andererseits auch zu sinkender Effizienz, die sich vor allem in der Veränderung der Krankheitsquote über mehrere Jahre hinweg ablesen lässt.

3.8 Chancen

Chancen zur Verbesserung der Ertragsleistung der Unternehmung bestehen vorrangig in einer Verbesserung der Auslastungssituation des regionalen Nahverkehrs sowie einer Beherrschung von Grenzkosteneffekten in den Lieferantenpreisen des nationalen Fernverkehrs im Falle von Volumenspitzen.

4 Prognosebericht und sonstige Angaben zur zukünftigen Entwicklung

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung fällt das Wirtschaftsjahr 2023 deutlich besser aus als 2022 und es konnte wieder ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden. Die verbesserte Ertragslage ist auf folgende Umstände zurückzuführen:

1.

Im Gegensatz zu den Vorjahren kam es zu keinen Lockdown-Maßnahmen der Regierung mehr und hierdurch blieb auch der starke Anstieg der Auftragslage aus den Jahren 2021 und 2022 aus. Die zuzustellenden Mengen pendelten sich daraufhin wieder auf ein beherrschbares Niveau ein. Hierdurch konnten die Kapazitätsplanungen im Zustellladeraum wieder zuverlässiger gestaltet werden. Zusätzlicher Laderaum im Nahverkehr musste nur bedingt und zu langfristig tragbaren Preisen beschafft werden. Hierdurch konnte ein starker Anstieg der Transportkosten vermieden werden.

2.

Eine geringere Auftragsmenge im Sammelguteingang reduziert auch die Schadensfälle gegenüber der Unitrans Deutschland. Eine geringere Sendungsmenge im Netzwerk ließ die Schadensfälle und auch die damit verbundenen Aufwendungen stark sinken.

3.

Der eigene Fuhrpark wurde im Laufe 2022 weiter reduziert. Hierfür werden vor allem kürzlich hinzugekommene Berufskraftfahrer freigestellt. Früher wurde der eigene Fuhrpark bei Leupold unterhalten, weil dieser günstiger als der von Lieferanten produzieren konnte. Dieser Vorteil schwand in den vergangenen Jahren durch höhere Krankenquoten zunehmend. Daher wurde beschlossen, den bestehenden Fuhrpark weiter zu reduzieren und die Leistungen auf dem Lieferantenmarkt einzukaufen. Gegenüber angestellten Berufskraftfahrern haben Lieferanten zwar den Nachteil, die Leistungen etwas teurer anzubieten als eigenes Personal. Dies kann dadurch kompensiert werden, dass ein Transportunternehmer/Lieferant nur bei Anwesenheit und Leistungserbringung bezahlt werden muss, während der eigene Fuhrpark bei Nicht-Besetzung der Fahrzeuge kontinuierlich Gemeinkosten erzeugt. Im Jahr 2023 konnte diese Strategie, die selbst erbrachte Transportdienstleistung durch Zukauf zu ersetzen, erfolgreich umgesetzt werden. Die Reduktion des eigenen Fuhrparks wird auch im Jahr 2024 vorrangig im Bereich des Nahverkehrs weiter betrieben werden. Hierdurch kann eine Variabilisierung von Gemeinkosten und eine Kostenreduktion erreicht werden.

4.

Im Bereich des beweglichen Anlagevermögens ermöglicht eine Fuhrparkreduzierung weitere Einsparmaßnahmen. So wurde im Jahr 2022 ein Wechselbrückenpool in der DHL/Unitrans eingerichtet, was in anderen Netzwerken bereits verbreiteter ist. Wechselbrücken müssen dabei nicht mehr als eigenes Anlagevermögen beschafft und finanziert werden, sondern können vom Wechselbrückenpool gemietet werden. Hierdurch kann die Bilanz weiter verkürzt werden.

5.

Durch Verbesserung der Abläufe in der operativen Abwicklung konnte der Personalbestand auch in der Spedition im Jahr 2023 und 2024 gesenkt werden. Durch die Einführung einer neuen Transportmanagement Software der Unitrans Partner im Dezember 2024 können langfristig ebenfalls Mitarbeiter in der Spedition eingespart werden. Diese Entwicklung wird allerdings erst im Jahr 2025 einsetzen.

6.

Im Februar 2024 konnte ein neuer Gesellschafter als Kommanditist der Muttergesellschaft Leupold Transport & Lager KG mit einer Einlage von 2,0 Mio. Euro gewonnen werden, um die Finanzlage der Leupold Gruppe zu verbessern.

Für das Jahr 2024 bleibt der Fokus daher weiterhin im Vorantreiben der Fuhrparkreduzierung, Reduzierung des damit in der Vergangenheit einher gegangenen Investitionsbedarfes, Preiserhöhungspolitik sowie Personalreduktion.

 

Oberkotzau im Juni 2024

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

SPEDITION LEUPOLD GMBH, OBERKOTZAU

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.721.628,25 1.877.169,35
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 148.395,74 122.462,84
II. Sachanlagen 706.165,50 887.639,50
III. Finanzanlagen 867.067,01 867.067,01
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.717.539,46 4.779.442,90
I. Vorräte 107.345,98 91.020,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.200.640,06 4.613.538,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 409.553,42 74.884,35
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 37.373,46 34.928,55
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 468.559,00 546.033,00
6.945.100,17 7.237.573,80

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 101.345,88 733.106,40
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnrücklagen 1.688,00 1.688,00
III. Gewinnvortrag 680.289,21 2.705.320,83
IV. Jahresfehlbetrag -631.760,52 -2.025.031,62
B. RÜCKSTELLUNGEN 304.274,00 336.494,33
C. VERBINDLICHKEITEN 6.539.480,29 6.167.973,07
6.945.100,17 7.237.573,80

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Rohergebnis 14.526.612,50 12.628.343,27
2. Personalaufwand -7.086.270,75 -6.896.113,78
a) Löhne und Gehälter -5.708.187,31 -5.567.948,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.378.083,44 -1.328.165,51
- davon für Altersversorgung: EUR 36.886,12 (Vorjahr: EUR 33.957,92)
3. Abschreibungen -265.191,63 -1.292.238,08
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -265.191,63 -234.182,26
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -1.058.055,82
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.970.823,80 -7.107.421,88
5. Betriebsergebnis -795.673,68 -2.667.430,47
6. Erträge aus Beteiligungen 264.330,00 141.033,75
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 24.542,01 24.542,01
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 24.542,01 (Vorjahr: EUR 24.542,01)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.035,69 20.243,22
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 14.000,00 (Vorjahr: EUR 20.213,24)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -40.661,72 -28.171,48
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 12.108,68 (Vorjahr: EUR 276,18)
10. Finanzergebnis 262.245,98 157.647,50
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -42.534,44 546.032,59
- davon Aufwand/Ertrag aus der Veränderung von bilanzierten latenten Steuern: EUR 77.474,00 (Vorjahr: EUR 546.033,00)
12. Ergebnis nach Steuern -575.962,14 -1.963.750,38
13. sonstige Steuern -55.798,38 -61.281,24
14. Jahresfehlbetrag -631.760,52 -2.025.031,62

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Grundsätzliche Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Spedition Leupold GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 1911 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Oberkotzau.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

Angaben zu Bilanzierungs und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268274, 276277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252256a HGB erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bewertungsmethoden

Die Bewertung wurde gegenüber dem Vorjahr unverändert nach dem Going-Concern-Prinzip durchgeführt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Den planmäßigen Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von maximal 5 Jahren zugrunde.

Geleistete Anzahlungen

sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Sachanlagen

Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden zum Teil linear, zum Teil degressiv abgeschrieben; der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt.

Seit dem 1. Januar 2008 wird für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 ein Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben. Da er als Sammelposten von untergeordneter Bedeutung ist, wurde er unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten in die Handelsbilanz übernommen.

Finanzanlagen

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen

sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh, Hilfs und Betriebsstoffe

sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die NettoForderungen Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten und Zahlungsbeträgen angesetzt.

Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten

wurden entsprechend den zugrunde liegenden Sachverhalten berechnet.

AKTIVE LATENTE STEUERN

Auf steuerliche Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern i.H.v. TEUR 469 gebildet. Gemäß Planung werden die Verlustvorträge in den Jahren 2023 bis 2025 durch Jahresüberschüsse aufgebraucht.

EIGENKAPITAL

ist mit dem Nominalwert angesetzt.

RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und sonstige Verbindlichkeiten

sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

2. Ausleihungen an Gesellschafter

Es bestehen Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 818.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 2.318) sind Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 1.250, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 216 sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 852 enthalten.

3.2 Gesonderte Angabe von Posten

In dem Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind Forderungen gegen verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.317.564,15 enthalten.

3.3 Restlaufzeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3.4 Forderungen gegen Gesellschafter

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.102.

4. Eigenkapital

Angabe des gezeichneten Kapitals in DM

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 100.000,00.

5. Rückstellungen

Angabe und Erläuterung von in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträgen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen:

TEUR
Gewährleistungen 141
rückständiger Urlaub 115

6. Verbindlichkeiten

6.1 gesonderte Angabe von Posten

In dem Posten Verbindlichkeiten sind enthalten:

EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 938.067,47
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.919.954,39
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 74.117,86

6.2 Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 6.144.425,12 (Vj.: 5.660.184,30) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und in Höhe von EUR 395.055,17 (Vj.: 507.788,77) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 531.122,28 (Vj.: 656.090,66) erfolgt durch Grundschulden, Sicherungsübereignung der Mietkaufgegenstände sowie durch Globalabtretung der Forderungen.

6.3 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.860.997,49 (Vj.: 1.813.651,18).

6.4 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in voller Höhe von TEUR 74 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

1. Außergewöhnliches Ergebnis

Außergewöhnliche Erträge

Es bestehen Erträge aus einem Forderungsverzicht von Intercompany-Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 500.

2. Gewinnverwendungsvorschlag

Der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelte Jahresfehlbetrag i.H.v. EUR 631.760,52 wird mit dem Gewinnvortragskonto verrechnet.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

31.12.2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Aufschiebende Bedingung Besserungsschein 500 0
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 1.081 1.623
1.581 1.623

Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme:

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

bis 1 Jahr
TEUR
25 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
mehrjährige Leasingverträge 385 456 841

Außerdem bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von TEUR 833. Dabei handelt es sich um Jahresbeträge.

Von den dargestellten finanziellen Verpflichtungen bestehen folgende gegenüber verbundenen Unternehmen:

Verpflichtungen aus Miet und Pachtverträgen: TEUR 833.

3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

Arbeiter 135
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 48
Mitarbeiter 183

4. Gesellschaftsorgane

4.1 Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Herr Friedrich Leupold, technischer Geschäftsführer

Herr Florian Leupold, technischer Geschäftsführer

4.2 Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder

Die Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB sowie unter Bezugnahme auf das BMJSchreiben vom 6. März 1995 unterlassen.

5. Konzernzugehörigkeit

Angabe von Name und Sitz anderer Unternehmen, an denen die Gesellschaft mindestens 20 % besitzt sowie Angabe der Höhe des Kapitalanteils, Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt:

Name und Sitz Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
% EUR EUR EUR
DHL Leupold International GmbH 49,00 49.000,00 621.644,65 226.129,71

F. UNTERSCHRIFT GEMÄSS § 245 HGB

Spedition Leupold GmbH, Oberkotzau

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

 

Oberkotzau, 10. Juni 2024

gez. Friedrich Leupold, Geschäftsführer

gez. Florian Leupold, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 353.964,80 945,20 0,00 354.910,00
Geleistete Anzahlungen 47.936,84 58.651,90 0,00 106.588,74
401.901,64 59.597,10 0,00 461.498,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.924.845,65 107.597,43 100.413,84 1.932.029,24
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 818.067,01 0,00 0,00 818.067,01
Beteiligungen 49.000,00 0,00 0,00 49.000,00
867.067,01 0,00 0,00 867.067,01
3.193.814,30 167.194,53 100.413,84 3.260.594,99
Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 279.438,80 33.664,20 0,00 313.103,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
279.438,80 33.664,20 0,00 313.103,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.037.206,15 231.527,43 42.869,84 1.225.863,74
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.316.644,95 265.191,63 42.869,84 1.538.966,74
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.807,00 74.526,00
Geleistete Anzahlungen 106.588,74 47.936,84
148.395,74 122.462,84
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 706.165,50 887.639,50
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 818.067,01 818.067,01
Beteiligungen 49.000,00 49.000,00
867.067,01 867.067,01
1.721.628,25 1.877.169,35

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Spedition Leupold GmbH, Oberkotzau:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Spedition Leupold GmbH, Oberkotzau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spedition Leupold GmbH, Oberkotzau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hof, den 10. Juni 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wehrfritz, Wirtschaftsprüfer

gez. Woeschka, Wirtschaftsprüfer

(An dieser Stelle endet die Wiedergabe des Bestätigungsvermerks.)"

ANGABE NACH § 328 HGB

Der Jahresabschluss der Spedition Leupold GmbH, Oberkotzau, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.202 wurde am 10.Juni 2024 festgestellt.

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