Herstellung von Vliesstoff und nicht-konfektionierten Erzeugnissen daraus
Masterplast Nonwoven GmbH
Daimlerstraße 3, 06449 Aschersleben, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Barnabas Seregi seit 17.2.2026 | Prokura |
Illes Zoltán Jancsó seit 1.7.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Masterplast Nyilvánosan Működő Részvénytársaság | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Masterplast Nonwoven GmbHAscherslebenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die Masterplast Nonwoven GmbH wurde am 12. März 2020 gegründet und hat ihren Sitz in Aschersleben. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2022 nicht verändert. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Masterplast Nonwoven GmbH liegt in der Produktion hochwertiger Vliesstoffe. Die Vliesstoffe werden in einem hochmodernen Bi-Komponenten Spinnvliesprozess hergestellt und z.T. beschichtet und/oder bi-axial verstreckt. Unsere Produkte werden zum einen als Halbfertigprodukt in unserem Schwesterwerk in Ungarn weiterverarbeitet, zum anderen sind unsere Vliesstoffe und Laminate in einer Vielzahl von Branchen einsetzbar und werden direkt von uns als Hersteller im gesamten europäischen Wirtschaftsraum vertrieben. Unsere traditionellen Geschäftsfelder sind die Bauindustrie, der Medizinbereich sowie spezielle technische Vliesanwendungen. Unser Produktionsprogramm umfasst hochspezialisierte Spinnvliese für diverse Anwendungen und Märkte, welche verstreckt und unverstreckt produziert werden können. Unsere in einem hocheffizienten, einstufigen Inlineprozess hergestellten Vlies-Folien-Laminate (PP/PP und PP/PE) können wasserdicht, atmungsaktiv, aber auch wasserdampfundurchlässig ausgestaltet werden. Die Masterplast Nonwoven GmbH gehört auf Grund dieser innovativen Produktionsverfahren zu den technologisch führenden Unternehmen der Branche. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Um die Konkurrenzfähigkeit unserer Leistungen zu sichern, haben wir attraktive Geschäftszweige neu aufgenommen. Jedoch mussten wir auch im Vergleich zum Vorjahr aufgrund gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen einen Rückgang des Produktionsvolumens für unsere angestammten Märkte hinnehmen. Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren wir hauptsächlich im Bereich der Bauindustrie tätig. Die Verknappung von verschiedenen Materialien im Baugewerbe sowie die Zinssteigerungen führten seit Anfang 2022 zu einer reduzierten Neubautätigkeit und damit zu einer geringeren Nachfrage nach Dachunterspannbahnen und beeinflusste auch die Umsätze der Masterplast Nonwoven GmbH. Darüber hinaus ist der Medizinbereich, der im Vorjahr mit Produkten für die Herstellung von Schutzmasken und Schutzbekleidungen einen ertrags- und volumenstarken Absatzmarkt darstellte, nach Abklingen der CovidPandemie ebenfalls zusammengebrochen, was bei der Masterplast Nonwoven GmbH drastische Absatzverluste nach sich zog. Dies führte zu einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten. Durch den anhaltenden Rückgang im Bausegment im 2. Halbjahr 2022 änderte sich die Ausgangslage nicht. Fluktuierende Rohstoffkosten, gestiegene Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Abschreibungen haben das Ergebnis zusätzlich belastet. Auf Grund der erwarteten starken Energiepreissteigerung und der damit ebenfalls verbundenen Erhöhung der Rohstoffpreise für 2023 haben wir im November/Dezember unter Nutzung der bis dahin niedrigen Energie- und Rohstoffpreise Linopore (Halbfertigprodukte) für den Baubereich in Höhe von 268 Tonnen vorgefertigt. Entwicklung der Branche Von diesen negativen Marktentwicklungen und der damit verbundenen Überkapazität war die gesamte Vliesstoffindustrie stark betroffen. Die aktuell vorhandenen Überkapazitäten werden teilweise dadurch abgebaut, dass ineffiziente, veraltete Anlagen, die, während der Covid-Pandemie wieder in Betrieb genommen wurden, jetzt abgeschaltet werden. Auch das normale jährliche Wachstum des generell expandierenden Vliesstoffmarktes (Quelle: EDANA WEB-Seite, Nonwoven markets, facts and figures) wird zur Balance zwischen Kapazität und Nachfrage beitragen, sodass im Verlauf des Jahres 2023 die Vliesstoffbranche mit einer Verbesserung der Auslastungssituation rechnet. Ausgenommen davon ist der Meltblown Markt, in dem die Masterplast Nonwoven GmbH nicht tätig ist. Einschätzung der Unternehmensleitung Wie bereits beschrieben wurde das Ergebnis durch folgende ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst:
B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Masterplast Nonwoven GmbH blieb im Geschäftsjahr 2022 hinter unseren Erwartungen zurück: 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse gingen insgesamt von 17.118.523,65 EUR um 13,45 % auf 14.816.070,30 EUR zurück. Vom Umsatz entfielen 8.745.158,42 EUR auf das Inland und 6.070.911,88 EUR auf das Ausland. Der Inlandsanteil vom Gesamtumsatz betrug 59,02 %, der Auslandsanteil lag bei 40,98 %. Die Entwicklung der Absatzmengen war durch einen Rückgang der Nachfrage gekennzeichnet. Die Gesamtleistung ging von 18.042.906,63 EUR um 16,92 % auf 14.989.038,12 EUR zurück. Wir haben ein Jahresergebnis von -1.318.613,32 EUR erzielt. Der Personalaufwand blieb mit 2.395.529,48 EUR (2.435.374,31 EUR) nahezu unverändert. Auf Grund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Bei der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen traten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt Engpässe auf. Die 2022 anziehenden Rohstoffkosten konnten nicht in vollem Umfang über die Verkaufspreise weitergegeben werden. Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Die Ergebnisstruktur stellt sich betreffend der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt dar: Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur Erfolgslage
Analyse der Veränderung der Kennzahlen: Infolge der negativen wirtschaftlichen Effekte, auch im Zusammenhang mit der Baukonjunktur und schrumpfenden Märkten, sank der Umsatz des Unternehmens im Vergleich zum Basiszeitraum um ca.13%. Obwohl Masterplast Nonwoven GmbH mit strategischen Lagerbeständen im Basisquartal eine starke Position hatte, war das Halten höherer Lagerbestände im aktuellen Zeitraum ein Nachteil auf dem Markt, der von sinkender Nachfrage gekennzeichnet war. Die Maßnahmen der Marktteilnehmer im Zusammenhang mit der Reduzierung der Lagerbestände und der Verkaufspreise schwächten auch die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens und führten zu niedrigeren Margen. Auch die sonstigen Produktionskosten von Masterplast steigen - vor allem getrieben durch die Energiekosten. 2. Finanzlage Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr durch die im Geschäftsverlauf beschriebenen, unerwarteten externen Einflüsse gekennzeichnet. Das Unternehmen befindet sich noch in der Aufbauphase und die erzielten Umsätze reichen aktuell nicht aus, um die laufenden Aufwendungen zu decken. Infolge der hieraus resultierenden Liquiditätsunterdeckung besteht die Notwendigkeit, weitere finanzielle Mittel durch Eigen- oder Fremdkapitalmaßnahmen zu generieren. Darüber hinaus müssen umsatzsteigernde und kostensenkende Maßnahmen umgesetzt werden. In einem ersten Schritt wurde daher im ersten Quartal 2023 eine Kapitalerhöhung im Wert von 1.500.000 EUR durchgeführt. Des Weiteren hat die Gesellschafterin erklärt, dass sie kurzfristige Finanzierungsengpässe bei der Masterplast Nonwoven GmbH jederzeit deckt. Die Kapitalerhöhung hatte das Ziel, das Kapital wieder herzustellen. Wir gehen daher auch zukünftig davon aus, dass wir unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen können. Die Gesellschafter der Masterplast Nonwoven GmbH - die eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Masterplast Nyrt ist - sind bereit, dem Unternehmen kurzfristige Finanzierungen zur Verfügung zu stellen (in Form von Gesellschafterdarlehen oder Sonstiges), um Liquiditätsengpässe der Tätigkeit mindestens im nächsten Jahr zu mindern, um Verbindlichkeiten gegenüber Dritten Parteien erfüllen zu können. Darüber hinaus ist die Muttergesellschaft bereit, das Intercompany-Darlehen (ausstehender Saldo in Höhe von 9.500.000 EUR) zu verlängern Die die Gesellschafter der Masterplast Nonwoven GmbH beabsichtigen nicht, eine Liquidation oder freiwillige Auflösung der Gesellschaft im folgenden Jahr durchzuführen. Mit einer geordneten Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können sowie unseren finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme von Masterplast Nonwoven GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 12.046.037,11 EUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2021 (9.852.214,96 EUR) um 22,27 % erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen der Erhöhung der Sachanlagen (TEUR 965) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 1.900). Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 44,84 % gekennzeichnet. Die Immateriellen Vermögenswerte haben sich um 5.000,00 EUR auf 37.502,50 EUR verringert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 964.730,83 EUR. Diese erhöhten sich im Wesentlichen wegen geleisteter Anzahlungen und Anlagen im Bau (TEUR 1.432). Das Umlaufvermögen und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um 157.115,33 EUR. Diese resultieren im Wesentlichen aus einer Verringerung der Vorräte um TEUR 683, einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 115 einer Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 542, einer Erhöhung des Bankbestandes um TEUR 303 sowie einer Verringerung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens um TEUR 120. 23,34 % der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte und betrugen zum Bilanzstichtag 2.811.187,44 EUR. Die flüssige Mittel umfassen 2,84 %. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt: Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Bau- und Medizinbereich werden sich auch in 2023 nicht wesentlich verändern. Positive Effekte auf die Geschäftsentwicklung erwarten wir aber durch die Ausweitung des Produktportfolios durch unsere Muttergesellschaft und den Ausbau der bestehenden Geschäftsbeziehungen in den übrigen Zielmärkten. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in den Jahren 2023 ff. im Jahresabschluss widerspiegeln. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Jahr 2021 war die deutsche Wirtschaft noch um 2,9 Prozent gewachsen. Hohe Preise und Materialmangel bremsen Industrieproduktion und Bau. Nach Angaben der Statistikerinnen und Statistiker ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 Prozent gegenüber 2021 gestiegen. Dabei sei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich verlaufen: Einige Dienstleistungsbereiche hätten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitiert. Besonders stark, um 6,3 Prozent, legten den Fachleuten zufolge die sogenannten "Sonstigen Dienstleister" zu. Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe hätten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen profitiert. Diese beiden Bereiche sorgten im zusammengefassten Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" für ein kräftiges Plus von 4,0 Prozent. Die Bruttowertschöpfung im Handel sei dagegen zurückgegangen, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation habe ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von 3,6 Prozent verzeichnet. Im Baugewerbe hätten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2,3 Prozent geführt. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten haben den Fachleuten zufolge auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe gebremst. Diese habe im Vergleich zum Vorjahr kaum zugenommen (+0,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe habe dabei vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten gelitten. Hinzu sei der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine gekommen. Auf der Nachfrageseite seien die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft gewesen. Sie seien preisbereinigt um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und hätten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht. Grund hierfür seien Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 gewesen. Der Staat habe deutlich mehr Geld ausgegeben, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen seien die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona Pandemie gesunken. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 Prozent ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen hätten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022 verstärkt. Der Außenhandel nahm laut den Angaben des Amts trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland habe preisbereinigt 3,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr exportiert. Die Importe hätten gleichzeitig sehr viel stärker zugelegt - um preisbereinigt 6,7 Prozent zu. Der Außenbeitrag insgesamt habe das BIP-Wachstum dadurch gedämpft (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Pressemitteilung zur wirtschaftlichen Entwicklung vom 13.01.2023). Die Entwicklung in der Baubranche wird im laufenden Jahr voraussichtlich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abweichen. Während der Sanierungsbereich durch Energiesparbemühungen eher von positiven Aussichten geprägt ist, wird der Neubau, speziell der Wohnungs- und Hausneubau weiterhin von den negativen Rahmenbedingungen beeinflusst sein. Entgegen den Erwartungen im letzten Jahr sind die Energiepreise seit Ende letzten Jahres stark rückgängig, womit auch die erwartete starke Rohstoffpreiserhöhung in diesem Maße nicht eintreten wird. Auf der einen Seite hat dies positive Kosten- und damit Ergebniseffekte zur Folge. Auf der anderen Seite haben viele Marktteilnehmer mit der gleichen Erwartungshaltung wie die Masterplast Nonwoven GmH im letzten Jahr die Lagerbestände hochgefahren. Da die Marktteilnehmer jetzt eine günstigere Kostenentwicklung im Energieund Rohstoffbereich erwarten, werden aktuell die bestehenden Lagerbestände abgebaut und kaum Neubestellungen vorgenommen, da bei späteren Bestellungen mit günstigen Preisen gerechnet wird. Dies hat bei der Masterplast Nonwoven GmbH im 1. Quartal zu einem unerwarteten niedrigen Auftragseingang geführt. Nach Abbau der Lagerbestände rechnen wir im 2. Quartal 2023 mit einer Normalisierung der Auftragseingänge aus dem Baubereich. Weitere zusätzliche Auftragseingänge werden mit der Markteinführung neuer Produktlinien, der Markteinführung von nun abgeschlossenen Produktentwicklungen und der intensiveren Vertriebstätigkeit durch eine Verstärkung der Vliesstoffvertriebsteams erwartet. Wir gehen von einer stark verbesserten Kapazitätsauslastung im 2. Quartal und einer Vollauslastung ab 3. Quartal aus. Wir haben im Jahr 2022 mit dem Bau einer neuen Lagerhalle gestartet, welche im Jahr 2023 fertiggestellt und aktiviert wird. Die Investition beträgt ca. 2,6 Mio. EUR, welches von der Muttergesellschaft finanziert wurde. Um die Versorgungssicherheit bzw. Unabhängigkeit vom externen Gaslieferanten zu gewähren hat die Masterplast Nonwoven GmbH in einen Flüssiggasbehälter investiert, Wert ca. 40.000 EUR. Die Geschäftsführung sieht zusammenfassend die Gesellschaft solide aufgestellt, um auch zukünftig die Anforderung der Kunden zu erfüllen und den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. C. Prognosebericht Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der bekannten konjunkturellen Entwicklung erscheint sehr schwierig. Zwar gehört die Vliesstoffbranche seit Bestehen zu den am stärksten wachsenden, produktionsorientierten Industriezweigen (Quelle EDANA WEB Seite, Produktionsstatistiken), sie wurde jedoch nach einem pandemiebedingten außerordentlichen Wachstumssprung in 2020 und 2021 und dem Wegfall der pandemiebedingten Nachfrage in 2022 mit temporären Überkapazitäten konfrontiert. Für 2023 wird zur Jahresmitte wieder eine Balance zwischen Angebot und Nachfrage erwartet, wodurch ein positiver Einfluss auch auf den Geschäftsverlauf der Masterplast Nonwoven GmbH ausgehen wird. Im Folgenden werden Risiken, die für Masterplast Nonwoven GmbH bedeutend sind, grundsätzlich entsprechend der potenziellen Schadenshöhe in absteigender Rangfolge dargestellt. Die Auswirkungen dieser quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risiken können sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich können sie einzeln und unabhängig voneinander oder auch gleichzeitig eintreten. In allen Fällen haben sie das Potenzial, sich direkt oder indirekt auf die kurz- oder langfristige Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Unternehmensgruppe auszuwirken. Auf den Ausweis von quantitativen Werten wird verzichtet, da qualitative Faktoren mit Wirkung auf die Geschäftstätigkeit zur Klassifizierung der Auswirkungen einbezogen werden, wie beispielsweise das Nichterreichen von Unternehmenszielen oder Reputationsschäden. Zur Kostenreduktion wurde in eine neue Lager-/Produktionshalle von ca. 2.900 qm investiert, um ab Mitte des Jahres 2023 externe Lager- und Logistikkosten abzubauen und mögliche Produktionsfläche für neuentwickelte Prozessschritte zu schaffen. Aktuell wird die Investition in die Optimierung der Filmextrusion vorbereitet und der Rohstoff für die Filmextrusion als hochpreisiger, vorgefertigter Batch aus Polypropylen und Calciumcarbonat zugekauft. Die Investition in einen Spezialextruder ermöglicht es, die Rohstoffe Polypropylen und Calciumcarbonat separat zu viel günstigeren Kosten zu beschaffen und in einem Inlineprozess zu extrudieren. Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose als realistisch: Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf der von der Geschäftsführung verabschiedeten operativen Planung der Masterplast Nonwoven GmbH für die Jahre 2023 bis 2025. Grundlage dieser Planungen sind die von uns gesetzten Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung der für die Unternehmensgruppe relevanten Märkte. Die Einschätzungen für den künftigen Geschäftsverlauf orientieren sich dabei an den Zielsetzungen unserer Geschäftsgruppen sowie an den Chancen und Risiken, die die erwarteten Marktbedingungen und die Wettbewerbssituation im Planungszeitraum bieten. Vor diesem Hintergrund passen wir unsere Erwartungen für den Geschäftsverlauf jeweils an die aktuellen Prognosen an. Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir mit einem insgesamt weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten für das Jahr 2023 sind weiterhin groß. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor bleibt die Entwicklung des Ukraine Kriegs und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und auf die Märkte der Masterplast-Gruppe. Des Weiteren führen die Herausforderungen aus möglichen andauernden Lieferengpässen und Rohstoffknappheit, inflationären Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten, Handelsbarrieren, Fachkräftemangel und Veränderungen rund um die Mobilität zu erhöhten Unsicherheiten. Vor diesem Hintergrund gehen wir von einer verhaltenen Geschäftsentwicklung in den für die Unternehmensgruppe relevanten Märkten aus. Die Effekte der Konjunktur bzw. die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben elementaren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Masterplast Nonwoven GmbH. Auf Grund der konjunkturellen Lage rechnet das Unternehmen auch im nächsten Jahr mit einem Umsatz von 14,4 Mio. EUR und einem positiven EBIT von 0,5 Mio. EUR und EBITDA von 1,0 Mio. EUR. In den darauffolgenden zwei Jahren wird mit einer Umsatz- und Ertragssteigerung gerechnet. Im Jahr 2024 wird mit einem Umsatz von 14,9 Mio. EUR und einem positiven EBIT von 0,6 Mio. EUR und EBITDA von 1,16 Mio. EUR gerechnet und im Jahr 2025 mit einem Umsatz von 15,4 Mio. EUR und einem positiven EBIT von 0,7 Mio. EUR und EBITDA von 1,2 Mio. EUR. Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. D. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Masterplast Nonwoven GmbH ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken und Chancen zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können sowie daraus konkrete Maßnahmen zur Risikoreduzierung und Chancennutzung ableiten zu können. Zur Erfassung und Steuerung von Risiken existieren viele Instrumente, die permanent weiterentwickelt werden. Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Wesentlich für ein Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem. Deshalb haben wir zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken ein wirksames Steuerungs- und Kontrollsystem entwickelt und eingesetzt: Die Elemente des Risikomanagementsystems sind
Zu einem internen Überwachungssystem gehören:
Risikoreduzierung und Nutzung der Chancenpotentiale Aufbauend auf die Risiko-/Chancenbewertung wird die starke Technologieposition unserer innovativen und effizienten Produktionsprozesse durch den Aufbau einer Vliesstoff-/Laminat- Vertriebsorganisation und verstärkte Aktivitäten in der Produktentwicklung besser genutzt, als in der Vergangenheit. Hierzu wurden bereits personelle Verstärkungen sowohl bei der Masterplast Nonwoven GmbH als auch bei der Muttergesellschaft vorgenommen. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, ihnen wird jedoch dadurch entgegengewirkt, dass Rohstoffpreisänderungen entweder vertraglich geregelt oder in bilateralen Vereinbarungen an die Kunden weitergegeben werden. Der Ausschluss wesentlicher Preisänderungsrisiken erfolgt unter der Annahme, dass die bisherigen jahrzehntelang praktizierten branchenüblichen Preisfindungsmechanismen weiterhin Gültigkeit haben. Aus der europäischen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Zahlungsströme in einheitlicher Währung. Somit ist das Unternehmen keinen Wechselkursrisiken ausgesetzt. Diese Einschätzung basiert auf der Annahme, dass auch zukünftig alle Geschäftsprozesse ausschließlich in EURO abgewickelt werden. Weitere wesentliche Risiken Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die Baubranche wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Mögliche Risiken für die Weltwirtschaft sehen wir zudem in einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise. Für den Wettbewerb in unserer Branche ist die Masterplast Nonwoven GmbH durch ihre innovativen und effizienten Produktionsprozesse gut gerüstet. Hierin sehen wir eher ein Chancenpotential, dass in Kombination mit der Verstärkung der Vertriebsaktivitäten und den aktuell betriebenen Produktentwicklungen ab dem 3. Quartal zu einer Auslastung der Kapazität führen wird. Produktrisiken Aktuell wird der Absatz von wenigen Produkten getragen. Signifikante Schwankungen im Markt dieser Umsatzträger schlagen sofort auf die Auslastungssituation durch und können nicht kurzfristig durch alternative Produkte ausgeglichen werden. Da wir dieses Risiko aktuell als hoch einschätzen, soll diese Abhängigkeit reduziert werden sowohl durch die Entwicklung neuer, innovativer Produkte als auch den Aufbau einer Vertriebsstruktur wodurch zusätzliche Markt- und Kundensegmente erschlossen werden. Die hohen Ausschussquoten stellen ebenfalls eine Risikoposition dar und belasten das Unternehmensergebnis. Dies stellt aber auch eine große Chance dar. Hier kann sehr einfach durch Erhöhung der Losgrößen gegengesteuert werden. Zusätzlich wird die Investition in einen Seitenextruder zur Direkt-Regranulierung geprüft. Investitions-/Finanzierungsrisiken Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet wodurch das hieraus resultierende Risikopotential als äußerst gering angesehen wird. Personalrisiken Die Masterplast Nonwoven GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Da das Unternehmen als Technologieführer und Teil eines international tätigen Konzerns als attraktiver Arbeitgeber gesehen wird, wird dieses Risiko als gering eingeschätzt. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Umweltrisiken Die Entwicklung des Unternehmens wird im Wesentlichen durch den Einfluss externer Umweltfaktoren gefährdet. Da wir alle technischen Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltbelastungen vorgenommen haben, sehen wir keine Umweltrisiken, welche wir aktiv beeinflussen können. Bestandsgefährdende Risiken Das Unternehmen hat im Berichtsjahr einen hohen Verlust erlitten, der sowohl ein Bestandsrisiko aufgrund der Liquiditäts- als auch für der Vermögenslage bedeutet. Nur durch die Unterstützung durch die Muttergesellschaft konnten die gesetzlichen Konsequenzen vermieden werden. Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung ist in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. Um diese Tätigkeiten wieder verstärkt aufzunehmen wurde die Organisationseinheit Entwicklung eingerichtet und personelle Ressourcen sowohl bei der Masterplast Nonwoven GmbH als der Muttergesellschaft für die Entwicklungstätigkeit zur Verfügung gestellt. Aktuell werden konkret Laminatentwicklungen für 2 Zielkunden verfolgt. Unterschrift der Geschäftsführung
Aschersleben, den 5.07 2023 gez: Illes Zoltan Jancsó BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Folgende Anhaltspunkte begründen Zweifel an der Unternehmensfortführung: Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.318.613,32 erwirtschaftet. Hierdurch ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 1.076.975,99. Die Gesellschaft ist somit buchmäßig überschuldet. Die erzielten Umsätze reichen aktuell nicht aus, um die laufenden Aufwendungen zu decken. Infolge der hieraus resultierenden Liquiditätsunterdeckung besteht die Notwendigkeit, weitere finanzielle Mittel durch Eigen- oder Fremdkapitalmaßnahmen zu generieren oder kostensenkende Maßnahmen einzuleiten. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf eine wesentliche Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Die Gesellschafter der Masterplast Nonwoven GmbH - die eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Masterplast Nyrt ist - sind bereit, dem Unternehmen kurzfristige Finanzierungen zur Verfügung zu stellen (in Form von Gesellschafterdarlehen oder Sonstiges), um zufällige Liquiditätsengpässe der Tätigkeit mindestens im nächsten Jahr zu vermeiden, um seine Verbindlichkeiten gegenüber Dritten Parteien erfüllen zu können. Darüber hinaus ist die Muttergesellschaft bereit, das Intercompany-Darlehen (ausstehender Saldo in Höhe von 9.500.000 EUR) zu verlängern. Wir gehen davon aus, dass die notwendigen Mittel durch die oben beschriebenen Maßnahmen generiert werden können. In einem ersten Schritt wurde daher im ersten Quartal 2023 eine Kapitalerhöhung im Wert von 1.500.000 EUR durchgeführt. Des Weiteren hat die Gesellschafterin schriftlich erklärt, dass kurzfristige Finanzierungsengpässe jederzeit gedeckt werden. Die Kapitalerhöhung hatte das Ziel, das durch Verluste aufgezehrte Eigenkapital wieder herzustellen und die Finanzierung des weiteren Unternehmenswachstums auf eine breitere Basis zu stellen. Wir gehen daher auch zukünftig davon aus, dass wir unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen können. Vor diesem Hintergrund erfolgte die Aufstellung des Jahresabschlusses daher nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode pro rata temporis über 10 Jahre vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Die bebauten Grundstücke wurden über einen Zeitraum von 11 bis 28 Jahren und das bewegliche Sachanlagevermögen über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden sofort abgeschrieben. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. den niedrigeren Marktwerten. Neben den Materialkosten und den Fertigungskosten umfassen die Herstellungskosten die aktivierungspflichtigen leistungsabhängigen und fixen Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Von dem Wahlrecht, Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen für die Aktivierung der Vorräte mit einzubeziehen, wird Gebrauch gemacht. Die allgemeinen Risiken in den Vorräten werden durch Abschläge für niedrigere Marktpreise und mangelnde Verwertbarkeit angemessen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 3. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: EUR 790.401,65. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: EUR 1.330.578,16. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 9.500.000,00 EUR (Vorjahr: 7.400.000,00 EUR) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 96,5), Urlaubsrückstellungen (TEUR 20,0), Rückstellungen f. Gewährleistungen (TEUR 67,8), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfung (TEUR 34,5), Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht (TEUR 8,3), sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 3,0). Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen das Jahr 2020. Vom Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 217 entfallen TEUR 106 auf die Gewerbesteuer und TEUR 111 auf Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs-, Instandhaltungs- und Leasingverträgen sowie sonstigen Dauerschuldverhältnissen in Höhe von ca. TEUR 137. Die Verträge enden zwischen 2023 und 2025. Die Verpflichtung aus Mietverträgen betrifft die Mietzahlung für das Betriebsgelände inklusive Gebäude. Die Verpflichtungen aus Wartungs-, Instandhaltungs- und sonstigen Leasingverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Vereinbarungen über Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Technische Anlagen und Maschinen. Zweck und Vorteil der Verträge sind die Verbesserung der Liquidität sowie steuerliche Gesichtspunkte. Aufgrund der Art und Laufzeit der Verträge sind keine besonderen Risiken erkennbar. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Konzernzugehörigkeit Die Masterplast Nonwoven GmbH wurde in den Konzernabschluss der Masterplast Nyrt. einbezogen. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehbetrag beträgt 1.318.613,32 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 1.076.975,99 EUR. Im ersten Quartal 2023 wurde eine Kapitalerhöhung im Wert von 1.500.000 EUR durchgeführt. Des Weiteren wird durch die Gesellschafterin sichergestellt, dass kurzfristige Finanzierungsengpässe jederzeit gedeckt werden. Die Kapitalerhöhung hatte das Ziel, das durch Verluste aufgebrauchte Kapital wieder herzustellen und die Finanzierung des weiteren Unternehmenswachstums auf eine breitere Basis zu stellen. Unterschrift der Geschäftsführung
Aschersleben, den 05.07.2023 gez: Illes Zoltan Jancsó Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2023 festgestellt.
BestätigungsvermerkAn die Masterplast Nonwoven GmbH, Aschersleben Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Masterplast Nonwoven GmbH, Aschersleben, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Masterplast Nonwoven GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen, wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 5. Juli 2023 Mazars
GmbH & Co. KG
gez: Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer gez: Niels Bahr, Wirtschaftsprüfer |
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