RETES Capital UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Franz August Kress seit 12.4.2022 | Geschäftsführer |
Jürgen Ningelgen seit 4.11.2020 | Geschäftsführer |
Peter Schneidewind seit 4.11.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RENA Holding I GmbHGütenbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Geschäftslage des RENA KonzernsKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitIn den Konzernabschluss der RENA Holding I GmbH (im folgenden "RENA" oder "RENA Gruppe") werden zum 31. Dezember 2022 neben der RENA Holding I GmbH die Jahresabschlüsse von insgesamt dreizehn in- und ausländischen Unternehmen einbezogen und entsprechend voll konsolidiert. Als Muttergesellschaft des Konzerns hält das Unternehmen am Stichtag eine 100 %-Beteiligung an einer inländischen Tochtergesellschaft, der RENA Holding II GmbH, mit Sitz in Gütenbach. Darüber hinaus hält die Muttergesellschaft mittelbare Anteile an drei inländischen und neun ausländischen Gesellschaften. Die ausländischen Gesellschaften haben ihren Sitz in China, Österreich, Polen, Singapur, Taiwan, den USA und Malaysia. Am 1. August 2022 gründete die RENA Technologies GmbH, als 100 %-ige Tochtergesellschaft der RENA Holding II GmbH, die RENA Technologies Malaysia Sdn. Bhd. und hält zum Bilanzstichtag 100 % der Anteile. Mit Wirksamkeit zum 18. August 2022 hat die RENA Technologies GmbH den chinesischen Markt im Bereich Green Energy an die Valuevale Investment Limited mit Sitz in Hongkong veräußert. In diesem Zusammenhang wurden die beiden Tochterunternehmen Shanghai RENA Trading Co. Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, und die RENA Solar Technologies (Yiwu) Co. Ltd. mit Sitz in Yiwu, China, verkauft sowie eine Lizenzvereinbarung abgeschlossen, welche dem Erwerber eine Lizenz für die Nutzung von Rechten an geistigem Eigentum erteilt, die für die Durchführung dieses Geschäfts erforderlich sind. Darüber hinaus wurden laufende und bereits angearbeitete Kundenaufträge an den Erwerber verkauft. Vergleichende Aussagen zur operativen Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sind aufgrund der vorgenannten Änderungen im Konsolidierungskreis nur eingeschränkt möglich. RENA ist weltweiter Technologieführer in der nasschemischen Oberflächenbehandlung. RENA's wertvolle und innovative Lösungen definieren den Stand der Technik neu - als "State of the Art" in der Nasschemie. So ist RENA der führende Anbieter von vielseitigen und für hohen Durchsatz vorgesehene Maschinen in Spitzenqualität für Kunden aus den Branchen Halbleiter, Wafering, Medizintechnik, Erneuerbare Energien, technische Gläser und Additive Fertigung. Diese Branchen werden bei RENA unter den Geschäftsfeldern Semiconductor, Wafering, MedTech, Green Energy, Glass und Additive Manufacturing geführt. RENA stellt sowohl standardisierte Maschinen- und Anlagenlösungen mit garantierten Prozessen als auch kundenspezifische Maschinen her, nimmt diese in Betrieb und bietet Aftersales-Service, Umbauten, Wartung und Instandhaltung an. Die ständige Weiterentwicklung der effizientesten Prozesse lässt RENA-Kunden perfekte Oberflächenbeschaffenheiten erzielen. 140 Ingenieure und 160 globale Serviceexperten an 20 Servicestandorten machen RENA-Maschinen zu einer nachhaltigen Erfolgsgeschichte. Ausgehend von sieben Produktionsstandorten und vier Innovationszentren weltweit, hat RENA bereits mehr als 3.300 Maschinen installiert. RENA ArbeitsgebieteSemiconductor und WaferingRENA bietet durch die RENA Technologies NA ein breites Produktportfolio mit allen klassischen Nassprozessanwendungen im Halbleiterbreich an. Durch den erfolgten Technologietransfer und die enge Zusammenarbeit ist die RENA Technologies GmbH in der Lage, verschiedene Produkte der RENA Technologies NA in Deutschland zu fertigen. Dieses gegenseitige Backup und die damit verbundene Kapazitätserweiterung stärkt die Marktposition der RENA im globalen Halbleitermarkt. Neue Technologien, wie im Bereich der Siliziumkarbid-Power-Module (SiC) bedeuten für RENA Anwendungen mit starkem Wachstumspotenzial. Auch die Herstellung und Weiterentwicklung der μLED-Technologie bietet für Maschinenzulieferer Chancen, an diesem Trend teilzunehmen. Die Marktstudie von Deloitte beschreibt, dass auf dem Weg ins Jahr 2023 globale makroökonomische und geopolitische Faktoren zu den dominierenden Kräften werden, welche die Halbleiterindustrie prägen. Steigende Zinssätze, hohe Inflation, geringeres Verbrauchervertrauen und technologie- bedingte Rückgänge an den Aktienmärkten haben zu einem dramatischen Verlust der Marktkapitalisierung geführt: Die kombinierte Marktkapitalisierung der 10 führenden globalen Chiphersteller ist von Bill. USD 2,9 im November 2021 um 34 % auf Bill. USD 1,9 im November 2022 gesunken. Als Reaktion auf die höheren Kapitalkosten, den Abbau von Lagerbeständen bei Kunden und in der Lieferkette sowie einen Rückgang der Gewinne reduzieren viele Chiphersteller ihre Kosten, bauen die Mitarbeiterzahl ab und verschieben (aber nicht stornieren) Investitionen für zusätzliche Kapazitäten. Deloitte sieht in der aktuellen Marktsituation aber auch einen optimistischen Aspekt: Ein Abschwung könnte der Branche die Gelegenheit bieten, sich auf andere Dinge zu konzentrieren, als nur zu versuchen, während eines Engpasses aufzuholen. Im Rahmen der Marktstudie geht Deloitte davon aus, dass das Jahr 2023 eine Pause in der Marktentwicklung bedeutet, welche die Halbleiterindustrie erfrischt und es ihr ermöglicht, sich beispielsweise durch den Aufbau neuer Fabriken und die Erweiterung bestehender Fabriken mit neuen Anlagen und / oder Technologien neu aufzustellen. 1
1 Deloitte, Semiconductors - 2023 outlook
semiconductors
Auch im Bereich Wafering für Halbleiter entwickelt sich der Markt deutlich. Die Produktion ist in den letzten fünf Jahren im Mittel um 4 % gewachsen. Die neuen Prognosen von Semiconductor Equipment and Materials International (SEMI) sehen vor, dass das Marktvolumen von Siliziumwafern für den Halbleitermarkt bis 2025 die Marke von 17.600 Millionen Quadratzoll (MSI) überschreiten wird, welche im Jahr 2019 noch 11.810 MSI betrug. So wird im Prognosezeitraum (2022-2027) eine Wachstumsrate von 6,5 % erwartet. Die Gründe für die steigende Nachfrage nach Wafern sind die steigenden Absatzpreise für Siliziumwafer, die robuste Nachfrage nach Halbleitern, die Inbetriebnahme weiterer chinesischer Fabriken und der Investitionsstau bei den Produzenten. 2 Zusätzlich steigen die technologischen Anforderungen an die Waferqualität permanent, was ebenfalls neue Verbesserungen und Investitionen im Anlagenbereich nach sich zieht. Die wichtigsten Märkte Deutschland und Europa, USA sowie Asien werden von RENA beliefert, so dass weiterhin ein großes Wachstumspotenzial besteht. RENA beliefert im Segment Wafering sowohl etablierte Hersteller als auch Neukunden in Asien mit unterschiedlichsten Technologien und Produktlösungen. Dieser Trend wird durch die politische Initiative gestärkt, nach der die chinesische Halbeiterindustrie bis 2025 insgesamt 70 % der Bauteile und Rohstoffe im eigenen Land fertigen sollte. Diese Entwicklung betraf vor allem die Hersteller von 200 mm-Wafern und dehnte sich ab 2020 zusätzlich auf die hochautomatisierte 300 mm-Wafer- und Halbleiterproduktion aus. 3 Die aktuelle handelspolitische Situation zwischen den USA und China könnte zukünftig dazu führen, dass vermehrt wieder in den USA und Europa investiert wird, gestützt durch Subventionen und Steuervorteile für die neuen Fabriken. Im Bereich Wafering und Semiconductor sieht RENA für die nächsten Jahre ein starkes Wachstumspotenzial in den USA und in Europa. Green EnergyIm Jahr 2022 wurde die Schwelle von einem Terawatt installierter Nennleistung von photovoltaischen Modulen überschritten. Trotz der noch bis Mitte des Jahres 2022 anhaltenden Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie in einzelnen Märkten und im Hauptproduktionsland für Solartechnik (China), wurden im Jahr 2022 mehr als 300 GW an Solarmodulen neu produziert. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 40 % gegenüber dem Vorjahr. Mehr als 95 % dieser Produktionsmenge basieren weiterhin technologisch auf monokristallinem Silizium (c-Si). Für das Jahr 2023 wird ein weiteres Wachstum von ca. 30 % erwartet und die jährlich produzierte und ausgelieferte Menge an Solarmodulen könnte gemäß PV Tech Research auf über 350-400 GW ansteigen. Die wesentlichen Märkte bleiben dabei China, USA, Europa, Indien, der arabische Raum, Australien und Japan. Mittel- und Südamerika bilden ebenfalls wachsende Märkte. Installationen in der Region Afrika nehmen ebenfalls stark zu. 4
4 Solar Media Ltd. PV Manufacturing &
Technology Quarterly Report Release 28, Feb 2023
Solarenergie hat im Jahr 2022 als Technologie zur Erzeugung von elektrischer Primärenergie erneut an Bedeutung gewonnen. Durch die weltweit stark gestiegenen Energiepreise ist die Photovoltaik jetzt ein fester Bestandteil im Portfolio zur Gewinnung von kostengünstiger elektrischer Energie, was auch die Zunahme des Bedarfs von mehr als 40 % widerspiegelt. 5 Laut Solar Media Ltd. lagen die Investitionen in Produktionsmaschinen für Photovoltaik in 2022 auf einem Rekordniveau von über Mrd. USD 27 (Ingot to Wafer). 6 Die Steigerung der Produktionskapazität wird mit ungefähr 100 Gigawatt angegeben. Für 2023 wird ein leichter Rückgang auf ein Investitionsvolumen von weiterhin über Mrd. USD 20 erwartet. 7
5 Solar Media Ltd. PV Manufacturing &
Technology Quarterly Report Release 28, Feb 2023
Als bedeutende Entwicklung hat sich die Verabschiedung des "Inflation Reduction Act" in den USA gezeigt: Durch steuerliche Anreize soll erneut Produktionstechnologie für erneuerbare Energien in den Vereinigten Staaten angesiedelt werden. 8 Das Ziel dabei ist es, eine Unabhängigkeit vom chinesischen Markt herzustellen. Daher ist zu erwarten, dass sich der Solarmarkt in den USA in den kommenden Jahren sehr dynamisch entwickeln wird. In 2022 hat sich die Investitionsphase in eine der nächsten Technologiegenerationen weiter fortgesetzt (sog. "TopCon-Technologie"). 9 Zudem hat sich nun der Trend hin zu großen Waferformaten verstetigt. Damit verbunden sind Investitionen in neue Produktionslinien, die ab Ende des Jahres 2022 und in 2023 ihren Output leisten. Mit der aufkommenden TopCon-Technologie streben die Hersteller eine weitere Steigerung der Effizienz bei gleichzeitiger Reduktion der Produktionskosten an. RENA arbeitet derzeit an der Weiterentwicklung von Produktlösungen, um an diesem Trend weiterhin erfolgreich teilzunehmen.
8
https://www.energy.gov/lpo/inflation-reduction-act-2022
Für 2023 ist weiterhin ein starkes Wachstum seitens der Zell- und Modulhersteller im Bereich der neuen Technologien wie TopCon, PERC und Heterojunction zu erwarten. Neben China werden sich vor allem Indien, die USA und mittelfristig auch Europa als Produktionsstandorte etablieren. Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass die Dominanz der kristallinen Silizium-Solarzellentechnologie weiter anhält. Das Risiko des hohen Preisniveaus von Polysilizium, dem Rohstoff von Siliziumwafern, wird sich in 2023 abschwächen, da in den vergangenen Jahren ausreichend Kapazität aufgebaut wurde. Daher ist mit rückläufigen Preisen im Bereich Wafer, Zelle und Modul zu rechnen, was zu einer zusätzlichen Nachfrage an Produktionskapazitäten führen würde. 10
10 Solar Media Ltd. PV Manufacturing &
Technology Quarterly Report Release 28, Feb 2023
MedTechDer innovative Markt für Medizintechnik zeigt seit Jahren positive Wachstumsraten. RENA hat sich hier im Bereich von Maschinen für nasschemische Oberflächenbehandlungen gut positioniert. Die in der Medizintechnik üblichen, strengen GMP-Regularien sowie die MDR-Verordnung in der EU (Medical Device Regulation) bedingen sehr spezifische Anforderungen an Design, Dokumentation und Betreuung der Anlagen. RENA ist gut auf diese Anforderungen eingestellt und kann aufgrund optimierter interner Abläufe die entsprechenden Bedürfnisse der Kunden in besonderem Maße erfüllen. Dadurch hat RENA einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen, die nicht über derartiges Know How verfügen. Laut BVMed hat die deutsche Medizintechnikbranche durch die Bewältigung der Auswirkungen der COVID-19Pandemie und des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine immer noch mit Folgen für die globalen Lieferketten und die Herstellungskosten zu kämpfen. 11 Allerdings bestätigen sowohl die Marktforscher von EvaluateMedTech als auch jene von statista Research, dass sich der globale Markt für Medizintechnik nach der Covid-19-Pandemie trotz des anhaltenden Ukrainekonflikts wieder erholt hat und zuletzt im Jahr 2022 ein Wachstum von 19-23 % aufweist und das Marktvolumen damit weit über dem Niveau von vor Corona liegt. Im Jahr 2023 erwarten beide Institute ein weiteres starkes Wachstum von 8-11 %, die Prognosen bis 2027 gehen dann von einem Plus von durchschnittlich guten 4 % aus. 12 Insbesondere die für RENA relevanten Märkte (Ophthalmie und Implantate) bilden einen erheblichen Teil des Wachstums. Aufgrund weltweit steigender Lebenserwartung steigt die Nachfrage nach Implantaten sowie Sehhilfen stetig.
11 BVMed-Jahresbericht 2021/22,
https://www.bvmed.de/download/bvmed-jahresbericht-2022
So erwartet beispielsweise der Kontaktlinsenmarkt ein kontinuierliches jährliches Wachstum von 4-8 %, da bislang 4-5 % der Weltbevölkerung, die Sehhilfen benötigen, Kontaktlinsen verwenden. Durch neue Materialien und einer damit verbundenen besseren Verträglichkeit wächst auch die Akzeptanz von Kontaktlinsen. RENA hat sich in den oben genannten Wachstumssegmenten in den vergangenen Jahren etabliert. Die laufende Verschärfung der regulatorischen Basis in der Medizintechnik (die neue Europäische Verordnung für Medizinprodukte - MDR) erzeugt für Medizintechnikhersteller erhebliche Herausforderungen bei der Zulassung ihrer Produktionsverfahren, für die RENA durch die Ausrichtung auf GMP bereits bestens gerüstet ist. Insgesamt sieht sich RENA daher für die Herausforderungen im Bereich Medizintechnik auch in der Zukunft als sehr gut positioniert. RENA geht davon aus, dass die Investitionsbereitschaft bei den Herstellern von Medizintechnik wie in 2022 auch in 2023 und darüber hinaus bestehen bleibt. GlassIm Geschäftsjahr 2022 konnte RENA die Aktivitäten im Bereich der Bearbeitung technischer Gläser ausbauen. Der Auftragseingang entwickelte sich insbesondere im Key Account-Geschäft im Bereich "Consumer Electronics" weiter positiv. Ferner konnte ein Kunde mit der Anwendung des "through and blind vias in glass" (u. a. für Sensoranwendungen) gewonnen werden, was neue Anwendungsfelder erschließt und die Kombination aus Anwendungen von Laser und Ätzen weiter stärkt. Kunden der RENA haben 2022 ferner begonnen, die etablierten Ätzprozesse auf weitere Produkte zu übertragen. Diese Entwicklung verstärkt den positiven Ausblick, dass sich der Geschäftsbereich Glass als eine der wesentlichen Säulen im Produktmix der RENA etablieren wird und sich die Gewinnung von potenziellen Neukunden überaus positiv entwickeln wird. RENA fokussiert sich daher im Glass-Bereich auch auf die weitere Gewinnung von Kunden außerhalb des bestehenden Key Account-Geschäfts. Seit 2019 arbeitet das RENA-Team im Entwicklungszentrum in Freiburg an der Entwicklung von Laser induziertem Ätzen (laser induced etching). Dieses kombinierte Verfahren erlaubt die Herstellung von Glassubstraten mit Millionen von Mikrokavitäten. Diese Glassubstrate in der Form von Wafern und auch Paneelen finden Anwendungen in diversen Bereichen wie neuartigen IC-Substraten, Interposern und RF-Chips, in denen ein signifikantes Wachstum in den nächsten Jahren erwartet wird. RENA bietet in diesem Bereich einen auf den Laserprozess folgenden innovativen Ätzprozess an, welcher eine besondere Präzision in der Formung der Mikrolöcher erlaubt. Im Jahr 2021 wurde bereits die erste Pilotanlage realisiert, die das Ätzen von lasermodifizierten Glassubstraten im Paneelformat prozessiert. Im Jahr 2022 wurde eine weitere Anlage in diesem Segment von einem großen Displayhersteller beauftragt. Auf Basis der erzielten Ergebnisse, wird dieses Segment in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Additive ManufacturingDie RENA Austria stellt einen eigenständigen Geschäftsbereich im Feld der additiven Fertigung (metallisches 3D-Drucken) dar. Dieser bietet eine chemische Oberflächenbehandlung an, die sogenannte HirtisationTM-Technologie. Die "HirtisationTM" wird als Dienstleistung für Kunden mit einer Kleinserienfertigung, aber auch als Produktionsequipment für Kunden mit höheren Kapazitätsansprüchen angeboten. Vor allem der Vertrieb der Auftragsprozessierung (Service Finishing) und eine Verbesserung der hohen Qualität dieses "Post-Processing"-Schrittes wird im Jahr 2023 und darüber hinaus weiter konsequent fortgesetzt. StrategieRENA verfolgt weiterhin eine Strategie der Diversifizierung mit einem Fokus auf die bestehenden Megatrends, um neue Geschäftsbereiche mit hohen Wachstumsraten und dem dazu benötigten Produtkions- und Automatisierungs-Know How zu erschließen. Dabei fokussiert sich RENA auf die strategisch potenzialhaltigen Schlüsselkunden in den jeweiligen Märkten, um durch die Gewinnung von Großprojekten sowohl die eigene als auch den Innovationsgrad der Kunden auszubauen. Hierdurch wird RENA noch resilienter gegenüber Marktschwankungen in einzelnen Segmenten oder Märkten. Die Entwicklung neuer Technologien und Prozesse sowie damit verbundene hohe Durchsätze schaffen Wettbewerbsvorteile für Kunden, wodurch die Position der RENA auf den relevanten Märkten gestärkt wird. Darüber hinaus sollen sowohl die technologische als auch die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit durch Hard- und Software-Modularität und Kostenmanagement optimiert werden. Darüber hinaus wird der Ausbau des Aftersales-Geschäfts weiter vorangetrieben, um noch effektiver auf die Anforderungen der Kunden reagieren zu können. Hierzu gehören auch neue Anwendungen wie IoT (Internet of Things) und Remote-Service-Anwendungen. Forschung und EntwicklungDie Entwicklungsaktivitäten im Jahr 2022 wurden gezielt segmentübergreifend auf die schnell wachsenden Märkte der kommenden Jahre in Indien, den USA und der EU ausgerichtet. Hierfür wurde der Schwerpunkt der Entwicklungsfähigkeit auf integrierte und ressourcensparende Produktionsverfahren inklusive Know How-Transfer gelegt. Weitere besondere Anforderungen ergaben sich im Bereich Green Energy durch die Breite der am Markt diskutierten verschiedenen Zelltechnologien, wofür passende Prozesslösungen erarbeitet wurden. Um in ersten Schritten auch kleinere Produktionseinheiten in den neuen Märkten zu unterstützen, wurde eine neue Batch- Anlagenplattform für die schnelle und flexible Adaptation in den Geschäftsfeldern Green Energy, Glass, Semiconductor und Wafering mit wirksamen Synergieeffekten etabliert. Grundsätzlich wurden die bereits in 2021 begonnenen Entwicklungskooperationen mit Partnern und Kunden weiter in strategischen Allianzen manifestiert, um Wachstum durch vorteilhafte technologische Lösungen in allen Geschäftsbereichen zu fördern. Aufgrund des verstärkten Marktwachstums gegenüber 2021 in den Bereichen Halbleiter und Wafering, wurden die Ressourcen zur Technologieintegration und lokalen Unterstützung der Kunden ausgebaut. Die in 2019 begonnenen Entwicklungsarbeiten zum elektrochemischen Ätzen von Halbleitern wurde in den bestehenden und in neuen Kundenprojekten fortgesetzt. Durch Vorentwicklungen auf dieser Basis konnten neue Anwendungen in der Batterietechnik identifiziert werden, die im Jahr 2022 im Fokus der Vorentwicklungstätigkeiten lag. Die Zusammenarbeit der Entwicklungsteams der RENA Technologies GmbH und der RENA Technologies NA LLC wurde in 2022 auf die Entwicklung neuer Maschinenplattformen, sowie dem beiderseitigen Technologietransfer ausgeweitet. Die Halbleiterexpertise der US-Tochtergesellschaft konnte durch die vor 2019 angestoßene Entwicklungen für neue Prozessverfahren ergänzt werden, wodurch deutliche Synergien erreicht werden konnten. Die Verfahrensentwicklung für das elektrochemische Nachbehandeln neuartiger Legierungen 3D- gedruckter Bauteile erfolgte auch in 2022 federführend bei der RENA Austria. Aufgrund der hohen Dynamik bei der Materialentwicklung in der 3D-Druck-Industrie wurde der Fokus aller Entwicklungsarbeiten auf das Angebot von Lohnfertigungsleistungen für die nasschemische Nachbehandlung gelegt. Hiermit und durch die Ausweitung auf die Prozessierung von Zahnimplantaten wird sich die RENA AT auch zum Dienstleistungszentrum entwickeln. Ein kontinuierlicher Austausch hinsichtlich neuer Verfahren und erforderlicher Prozessinnovationen wird in 2023 selbstverständlich fortgeführt. Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der RENA Technologies GmbH bleibt weiterhin darauf ausgerichtet, innovative, nasschemische Verfahrenstechnik in kosteneffiziente und umweltschonende Produktionstechnologie zu transferieren, die Kunden weltweit zu unterstützen und dadurch zukunftsfähige Lösungen anzubieten. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt TEUR 8.049. Davon entfallen TEUR 3.446 auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2022 beschäftigte die RENA Gruppe im Jahresmittel 1.084 Mitarbeiter (exkl. Selbständige / Leiharbeiter, inkl. Auszubildende). Darüber hinaus wurden im Schnitt in der RENA Technologies GmbH sowie der RENA Polska 94 Leiharbeiter beschäftigt. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 beschäftigt der RENA Konzern weltweit 1.074 Mitarbeiter (exkl. Selbständige / Leiharbeiter) und 104 Leiharbeiter. Insgesamt entwickelte sich der Personalstand im Geschäftsjahr entsprechend den wachsenden Anforderungen nach oben. Dabei verstärkte sich RENA auch in weiteren, strategisch wichtigen Schlüsselfunktionen und Bereichen. Bei der RENA Technologies GmbH lag im Geschäftsjahr ein Schwerpunkt der Personalarbeit auf der Personalentwicklung, der Gestaltung des mobilen Arbeitens, der Modernisierung und Optimierung von Prozessen, aber auch weiterhin auf dem Ausbau von Ressourcen zur Abdeckung der Personalbedarfe in sämtlichen Unternehmensbereichen. Die Gestaltung des flexiblen Personaleinsatzes zwischen den unternehmensweiten Standorten war außerdem ein zentraler Punkt in der Personalarbeit. Durch die Corona-Pandemie wurde auch die HR-Tätigkeit nachhaltig verändert, da durch den vermehrten Einsatz von Mitarbeitern im mobilen Arbeiten neue Prozesse und Abläufe definiert und die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen angepasst werden musste. Dieser nachhaltige Wandel wurde in Zusammenarbeit mit den Führungskräften und der gesamten Belegschaft erfolgreich gestaltet. Die HR-Kennzahlen der RENA Technologies GmbH entwickelten sich weiterhin auf gutem Niveau. Dabei war die Fluktuationsquote mit durchschnittlich 0,5 % weiterhin sehr niedrig. Die Krankheitsquote war trotz der Sondersituation durch die Corona-Pandemie mit durchschnittlich 6,5 % auf stabilem Niveau. Auch bei RENA Polska, der zweitgrößten Gesellschaft im Konzernverbund nach Mitarbeitern, lagen diese Kennzahlen mit einer durchschnittlichen Fluktuationsquote von 1,5 % und durchschnittlichen Krankheitsquote von 3,8 % ebenfalls auf einem sehr guten Level. Die nachhaltige Ausbildungspolitik konnte auch im Jahr 2022 erfolgreich umgesetzt werden. Ein wichtiger Schritt war die Fertigstellung des neuen Ausbildungszentrums, in dem die Auszubildenden in modernster Umgebung die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernen können. Somit haben bei der RENA Technologies GmbH 10 Auszubildende im kaufmännischen, gewerblichen und IT-Bereich eine berufliche Erstausbildung bzw. Umschulung in unterschiedlichen Berufsbildern begonnen. Im Schnitt befanden sich 42 Auszubildende in einer beruflichen Erstausbildung bzw. Umschulung. Um Auszubildende und Studenten für RENA zu gewinnen, wurde an Berufsbildungsmessen teilgenommen, die Präsentation über soziale Medien intensiviert und die enge Kooperation mit Schulen und Hochschulen in der Region fortgesetzt. Weiterhin wurde am Konzept zur Kooperation mit den Jugendabteilungen von regionalen Vereinen gearbeitet, um über diesen Weg frühzeitig den Kontakt zu potentiellen Auszubildenden herstellen zu können. Zudem hat sich der HR-Bereich mit der Einführung neuer Ausbildungsberufe beschäftigt, um proaktiv die Ausbildung auf die zukünftigen Anforderungen an die RENA Mitarbeiter anzupassen. Der wichtigste Erfolgsfaktor - die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen - stehen selbstverständlich im besonderen Fokus. Ideale Arbeitsbedingungen (Licht- und Platzverhältnisse, höhenverstellbare Bildschirmarbeitsplätze usw.) sind bei RENA ebenso selbstverständlich wie die Möglichkeit der Nutzung von flexiblen Arbeitszeitmodellen und mobilem Arbeiten. Ebenso bietet RENA als Arbeitgeber die Möglichkeit von Teilzeitstellen an, um bestmöglich auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einzugehen. Diversität ist hierbei für RENA kein Fremdwort, sondern der Idealfall, da RENA als international agierendes Unternehmen versucht, Gleichbehandlung, interkulturelles Denken und Handeln zu fördern und für sich zu nutzen. Transparenz und offene Kommunikation sind für RENA der Schlüssel zum Erfolg. Eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat in den deutschen Standorten, ein regelmäßiger Austausch über die Mitarbeiterzeitung, Betriebs- und Mitarbeiterversammlungen gehören ebenso zum Führungsverständnis, wie auch das aktive Vorleben und Kommunizieren des "Code of Conduct". Hier bietet RENA u.a. die Möglichkeit, sich bei kritischen Themen an unabhängige dritte Stellen (Anwaltskanzlei) zu wenden. Aber auch Themen wie Gesundheit und Wohlbefinden der Belegschaft sind RENA wichtig. Neben der (bezuschussten) hauseigenen Kantine bietet die RENA Technologies GmbH regelmäßige Leistungen, wie die Mitgliedschaft bei HANSE-Fit, Jobrad, interne Gesundheitstage mit Krankenkassen und dem BAD an. Für jeden Mitarbeiter der RENA Technologies GmbH wurde eine Unfallversicherung abgeschlossen, die neben dem geschäftlichen auch das private Umfeld absichert. OrganisationDie RENA Holding I und die RENA Holding II definieren als Konzernführung die strategische Ausrichtung der RENA Gruppe und steuern die wesentlichen konzernübergreifenden Schlüsselfunktionen. Zur RENA Gruppe gehören neben der RENA Holding I und RENA Holding II, die Immo RENA GmbH, die RENA Technologies NA Inc. und deren Tochterunternehmen RENA Technologies North America LLC, die RENA Technologies Austria GmbH sowie die RENA Technologies GmbH mit ihren Tochterunternehmen. Die wesentlichen konzernübergreifenden Schlüsselfunktionen sind primär bei der RENA Technologies GmbH zentralisiert und umfassen die Bereiche Vertrieb, Marketing, Einkauf, HR, Rechnungswesen und Controlling, Risikomanagement, Qualitätsmanagement sowie IT. Alle Konzernunternehmen sind an Geschäftsordnungen gebunden. UnternehmenssteuerungDie Steuerung der RENA Gruppe orientiert sich an verschiedenen finanziellen Kennzahlen. Zu den zentralen Steuerungskennzahlen (finanzielle Leistungsindikatoren) zählen die Gesamtleistung, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Darüber hinaus werden der Auftragseingang und der Auftragsbestand als wichtige Kennziffern künftiger Auslastung ermittelt sowie der operative Cashflow fortlaufend überwacht. Als Zurechnungskriterium zum Auftragseingang gilt die von RENA bestätigte Kundenbestellung. Der Auftragsbestand ermittelt sich als Summe aller Auftragseingänge einer Periode abzüglich der von RENA bereits erbrachten und noch nicht endberechneten Leistungen. Das Unternehmen durchläuft den Budgetprozess im Herbst eines jeden Jahres und erstellt quartalsweise Updates (Forecasts). Eine rollierende Drei-Monats-Liquiditätsplanung sorgt dafür, dass der künftig zu erwartende Finanzmittelbestand immer gesichert ist. Unternehmenskultur, Nachhaltigkeit und UmweltschutzEin wichtiges Element für die positive Entwicklung der RENA ist die Pflege der Unternehmenskultur. Hierbei gelten Achtung und Respekt vor der Persönlichkeit und der Arbeit aller Mitarbeitenden als zentrales Prinzip. Ehrlichkeit, Integrität und Vertrauen stellen die Basis für die Zusammenarbeit dar. Die interne und externe Unternehmenskommunikation wurde durch eine Vielzahl an Maßnahmen wie die Mitarbeiterzeitschrift "RENA Aktuell", aktuelle News auf der Homepage und eine deutliche Intensivierung der Kommunikation über Social Media-Kanäle erreicht. Eine stetig wachsende Zahl an Mitarbeitern und Interessierten folgt den Aktivitäten der RENA auf diesen Kanälen. Zu Kunden und Lieferanten hat RENA über die Jahre hinweg eine vertrauensvolle und solide Partnerschaft aufgebaut. Die angebotenen Produkte und Dienstleistungen sollen dem Kunden durch einfache und intelligente Lösungen den größtmöglichen Nutzen bieten. Die Produkte sollen höchsten ökologischen Ansprüchen genügen und den Kunden gleichzeitig mit niedrigen Verbrauchswerten optimale Produktionskosten garantieren. Das Unternehmensziel ist es, mit dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen Gewinne zu erzielen, mit denen Investitionen und Produktentwicklungen finanziert werden und RENA so weiteres Wachstum ermöglichen. Der Anspruch der RENA-Produkte ist ein möglichst niedriger Energie- und Chemieverbrauch während der Produktionsprozesse bei den Endkunden. Als Lieferant von Produktionsmaschinen für die Solarindustrie misst RENA dem Klima- und Umweltschutz eine besondere Bedeutung bei. Mit RENA- Produkten soll die künftige Energiegewinnung unabhängig von traditionellen Energieträgern und die CO 2 -Erzeugung deutlich verringert werden. Neben der betriebseigenen Solaranlage zur Stromerzeugung wird am Standort Gütenbach ebenfalls eine moderne Hackschnitzelanlage betrieben, was den vollständigen Verzicht auf Gas und Öl ermöglicht. Auch der Fuhrpark wird regelmäßig auf den CO 2 -Ausstoß überprüft und prioritär kommen Hybrid- bzw. Elektrofahrzeuge zum Einsatz, welche an rund 20 unternehmenseigenen E-Ladestationen an den verschiedenen Standorten geladen werden. Rohmaterialien werden bestmöglich recycelt und über zertifizierte Partner aufbereitet, so dass Abfälle bzw. Verschnitte aus Kunststoffmaterialien Wiederverwendung finden. Zudem sind die wesentlichen Gebäudebereiche mit modernster LED-Technologie ausgerüstet, um den Stromverbrauch bestmöglich niedrig zu halten. II. Allgemeine volkswirtschaftliche Informationen1. Entwicklung der WeltwirtschaftDie Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2022 abgeschwächt. 13 Neben hohen Energiepreisen und großen Unsicherheiten, vor allem durch den Krieg in der Ukraine, wirkt inzwischen auch die angesichts der anhaltend hohen Inflationsraten gestraffte Geldpolitik bremsend. In China dämpften außerdem erneute Eindämmungsmaßnahmen - zwischenzeitlich gesamthaft aufgehoben - der Covid- 19-Pandemie die wirtschaftliche Expansion. 14 Die weltwirtschaftliche Aktivität entwickelte sich im Jahresverlauf moderat. Impulse für die im dritten Quartal schwungvoll zunehmende Industrieproduktion gingen von nachlassenden Lieferengpässen aus, wodurch in den letzten Monaten aufgelaufene Aufträge abgearbeitet werden konnten. 15
13 Kieler Konjunkturberichte Nr. 97, Q4/2022, S.
2
In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften schwächte sich die Konjunktur aufgrund des im Zuge der hohen Inflation rückläufigen privaten Konsums und verringerter Anlageinvestitionen ab. 16 Während das Bruttoinlandsprodukt in den USA noch mit 0,7 % stieg, gab es in den übrigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften kaum noch Zuwachsraten bei der gesamtwirtschaftlichen Produktion. In Japan legte sie mit 0,2 % noch leicht zu, im Euroraum und im Vereinigten Königreich stagnierte sie und in Südkorea war sie sogar rückläufig. 17 In den Schwellenländern wirkten vor allem pandemiebedingte Belastungen in China bremsend In Russland konnte die gesamtwirtschaftliche Produktion gegen Jahresende 2022 sogar spürbar zulegen, allerdings konnten die seit Frühjahr mit Beginn des Krieges in der Ukraine verzeichneten starken Einbußen noch nicht wieder aufgeholt werden. 18
16 Kieler Konjunkturberichte Nr. 99, Q1/2023, S.
4
Die Inflation hat im Verlauf des Jahres 2022 historische Höhen erreicht und war im Sommer und im Herbst in vielen Ländern sogar so hoch, wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr. 19 Die großen Notenbanken der fortgeschrittenen Volkswirtschaften haben auf diesen starken Inflationsanstieg zwar erst spät, aber mit historisch steilen Anhebungen der Leitzinsen reagiert. 20 Die Inflationsrate in den G7-Ländern ist von 8,4 % im Oktober 2022 auf 7,4 % im Januar 2023 gesunken, was hauptsächlich auf die Entspannung an den Energiemärkten zurückzuführen ist. 21 Das IfW rechnet zwar damit, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter sinken wird, der zugrunde liegende Preisauftrieb dürfte aber vorerst hoch bleiben. 22
19 Kieler Konjunkturberichte Nr. 97, Q4/2022, S.
4
Insgesamt haben sich inzwischen einige ungünstige Rahmenbedingungen verbessert, die zur Abschwächung der Weltkonjunktur in 2022 beigetragen hatten. Beispielsweise sind Rohstoff- und Energiepreise zuletzt deutlich gesunken. Außerdem behindern Lieferengpässe die wirtschaftlichen Aktivitäten immer weniger und die Abkehr der Null-Covid-Politik in China dürfte sich positiv auswirken. 23
23 Kieler Konjunkturberichte Nr. 99, Q1/2023, S.
8
Nachdem die Weltproduktion in 2022 noch um 3,2 % wuchs, was in etwa dem mittelfristigen Trend entspricht, prognostiziert das IfW für 2023 nur noch ein Wachstum von 2,5 %. 24 Ausschlaggebend für die gedämpften wirtschaftlichen Aussichten ist unter anderem die starke Straffung der Geldpolitik, die zu deutlich höheren Finanzierungskosten geführt hat. Außerdem dürften die fiskalischen Impulse zur Stützung privater Haushalte und Unternehmen geringer werden. 25 Für das Jahr 2024 prognostiziert das IfW ein Wachstum der Weltproduktion um 3,2 %. 26
24 Kieler Konjunkturberichte Nr. 99, Q1/2023, S.
8
2. Entwicklung in DeutschlandDie Erholung der deutschen Wirtschaft von der Covid-19-Pandemie wurde in 2022 von der durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelösten Energiekrise ausgebremst. Neben den hohen Energiepreisen blieben außerdem positive Impulse aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld aus. 27 Zuletzt haben sich die Konjunkturaussichten wieder merklich aufgehellt, da die konjunkturellen Risiken durch die Energiekrise abgenommen haben. Die Produktion im produzierenden Gewerbe lag zum Jahresbeginn 2023 deutlich über dem Niveau des vierten Quartals 2022. 28 Auch die Produktion im verarbeitenden Gewerbe dürfte aufgrund der nachlassenden Lieferengpässe spürbar anziehen, sodass die zuletzt angehäuften Auftragsbestände abgearbeitet werden können. Dort könnten allerdings Kapazitätsengpässe die Produktion begrenzen. Insbesondere in energieintensiven Branchen dürfte die Produktion im Verlauf des Jahres 2022 zurückgefahren worden sein, aber auch strukturelle Veränderungen sowie der Fachkräftemangel dürften die Ausweitung der Produktionskapazitäten begrenzt haben. 29 Die wieder anziehende Produktion im verarbeitenden Gewerbe dürfte sich auch positiv auf die unternehmensnahen Dienstleistungen auswirken, während die konsumnahen Dienstleistungen im Winterhalbjahr 2022 / 2023 von den aufgrund der hohen Inflation rückläufigen real verfügbaren Einkommen gedämpft wurden. 30
27 Kieler Konjunkturberichte Nr. 98, Q4/2022, S.
2
Der Preisauftrieb dürfte in Deutschland hartnäckig hoch bleiben und die privaten Konsumausgaben weiterhin schmälern. 31 Eine Senkung des Leitzinses der EZB ist erst als Reaktion auf sinkende Inflationsraten zu erwarten. Die geldpolitische Straffung und die schlechteren Finanzierungsbedingungen zeigen sich bereits deutlich in der Kreditvergabe, sowohl im privaten Sektor als auch bei den Unternehmen. Der Kreditimpuls auf die Konjunktur in Deutschland ist somit deutlich negativ. 32
31 Kieler Konjunkturberichte Nr. 101, Q1/2023,
S. 3
Insgesamt erwartet das IfW für die Jahre 2023 und 2024 einen Anstieg des BIP in Deutschland um 0,5 % bzw. 1,4 % nach 1,8 % in 2022. 33
33 Kieler Konjunkturberichte Nr. 101, Q1/2023,
S. 5
III. GeschäftsverlaufMit Wirkung zum 18. August 2022 hat die RENA Technologies GmbH den chinesischen Markt im Bereich Green Energy an die Valuevale Investment Limited mit Sitz in Hongkong verkauft. In diesem Zusammenhang wurden die beiden Tochterunternehmen Shanghai RENA Trading Co. Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, und die RENA Solar Technologies (Yiwu) Co. Ltd. mit Sitz in Yiwu, China, an den Erwerber veräußert sowie eine Lizenzvereinbarung abgeschlossen, welche dem Erwerber eine Lizenz für die Nutzung von Rechten an geistigem Eigentum erteilt, die für die Durchführung dieses Geschäfts erforderlich sind. Darüber hinaus wurden laufende und bereits angearbeitete Kundenaufträge an den Erwerber übertragen. Daher sind vergleichende Aussagen zur operativen Geschäfts- und Ergebnisentwicklung auf Basis des Vorjahres nur eingeschränkt möglich. AuftragsentwicklungIm Geschäftsjahr 2022 erzielte die RENA Gruppe einen sehr guten Auftragseingang in Höhe von Mio. EUR 185 und lag damit auf dem um den oben beschriebenen Carve-out angepassten Planniveau. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 beträgt Mio. EUR 175 und liegt durch den guten Auftragseingang im Geschäftsjahr über dem des Vorjahresstichtags (Mio. EUR 168). Für das Jahr 2023 sieht RENA trotz der anhaltenden geopolitischen Konflikte und angespannten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Basis des Berichtsjahres deutlich steigende Auftragseingänge im Markt für Produktionsequipment. Gesamtleistung und ErtragDer Konzern der RENA Holding I GmbH hat im Geschäftsjahr eine Gesamtleistung in Höhe von Mio. EUR 116,3 (Vorjahr: Mio. EUR 176,3) und ein EBITDA in Höhe von Mio. EUR 50,3 (Vorjahr: Mio. EUR 16,3) erwirtschaftet. Die beiden Kennzahlen sind durch den Verkauf des Marktes China im Bereich Green Energy nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Zusätzlich zu dieser Transaktion wurden bereits nahezu vollständig installierte Kundenprojekte in Höhe von Mio. EUR 59,1 an den Erwerber verkauft, wodurch die für 2022 geplanten Umsatzerlöse im sonstigen betrieblichen Ertrag auszuweisen waren und somit nicht in den erzielten Umsatzerlösen und der Gesamtleistung des Geschäftsjahres enthalten sind. Somit betragen die im Berichtsjahr getätigten Umsatzerlöse Mio. EUR 133,1 (Vorjahr: Mio. EUR 173,1) und umfassen im Wesentlichen Maschinenverkäufe aus den Bereichen Wafering (Mio. EUR 25,7), Green Energy (Mio. EUR 24,5), Semiconductor (Mio. EUR 19,4), Aftersales und übrige Umsatzerlöse (Mio. EUR 44,4), Glass (Mio. EUR 12,1), MedTech (Mio. EUR 6,0) und Additive Manufacturing (Mio. EUR 1,0). Material- und PersonalaufwandIm Materialaufwand des Berichtsjahres waren Aufwendungen für den Bezug von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit Mio. EUR 72,7 (Vorjahr: Mio. EUR 74,3) sowie bezogene Leistungen mit Mio. EUR 10,4 (Vorjahr: Mio. EUR 11,5) enthalten. Der Personalaufwand stieg auf Mio. EUR 59,9 (Vorjahr: Mio. EUR 56,3), die Fremdleistungen betrugen Mio. EUR 4,8 (Vorjahr: Mio. EUR 6,5). ErgebnisentwicklungFür den RENA Konzern lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei Mio. EUR 50,3 (Vorjahr: Mio. EUR 16,3). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen Mio. EUR 12,3 (Vorjahr: Mio. EUR 12,0). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei Mio. EUR 38,0 (Vorjahr: Mio. EUR 4,3). Das Finanzergebnis in Höhe von Mio. EUR -7,8 (Vorjahr: Mio. EUR -7,7) beinhaltete im Wesentlichen Zinsaufwendungen für nachrangige Gesellschafterdarlehen und Bankdarlehen im Zusammenhang mit der Finanzierung der in den Jahren 2019 und 2020 getätigten Akquisitionen. Der Steueraufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrug Mio. EUR 5,8 (Vorjahr: Mio. EUR 0,7). Der Ergebnisbeitrag aus der Entkonsolidierung der beiden chinesischen Tochtergesellschaften (RENA Shanghai und RENA Yiwu) betrug Mio. EUR 27,9. Aus dem Transfer des Know-hows an den Erwerber sowie durch die Lizenzvereinbarung mit dem Erwerber, die für die Marktbearbeitung des chinesischen Markts im Bericht Green Energy erforderlich ist, resultierte ein Ertrag in Höhe von Mio. EUR 9,7. Abschließend ergab sich damit ein Jahresergebnis von Mio. EUR 24,4 (Vorjahr: Mio. EUR -4,1). Das Jahresergebnis beinhaltet Effekte aus der Erstkonsolidierung der Akqusitionen der RENA Technologies GmbH, der RENA Technologies North America LLC sowie der RENA Technologies Austria GmbH aus den Jahren 2019 und 2020 in Höhe von insgesamt Mio. EUR -3,0 (Vorjahr: Mio. EUR -3,4). Bedingt durch die angespannte weltwirtschaftliche Situation und den damit verbundenen Unsicherheiten in allen Märkten war das Verhalten in der Investitionsgüterindustrie teilweise zögerlich. So blieben Investitionen zwar nicht aus, haben sich aber teilweise zeitlich verzögert. Geplante Auftragseingänge wurden erst am Ende des Geschäftsjahres oder zu Beginn 2023 realisiert, welche sich somit nicht oder nur teilweise auf die Kapazitätsauslastung und die Leistungskennziffern Gesamtleistung und EBIT / EBITDA im Geschäftsjahr 2022 auswirken konnten, jedoch zu einer deutlichen Steigerung des Auftragsbestands zum Jahreswechsel geführt haben. Die Veräußerung des Marktes China im Bereich Green Energy führte zu freien Kapazitäten, für welche RENA im Geschäftsjahr umgehend den Prozess der Faktorreallokation initiiert hat. Der Abschluss dieses Prozesses erstreckt sich über das Berichtsjahr hinaus und bedingt im Geschäftsjahr somit eine leichte Fixkostenprogression. Die im Zusammenhang mit der Veräußerung des chinesischen Green Energy-Geschäfts auf den Erwerber übertragenen Kundenaufträge konnten im Berichtsjahr mit den geplanten Margen realisiert werden. Der mit der Übertragung der Kundenprojekte rechnungslegungsbedingte Ausweis der Erträge im Gesamtvolumen von Mio. EUR 59,1 erfolgte in den sonstigen betrieblichen Erträgen und nicht in den Umsatzerlösen. Die Veräußerung führte im Geschäftsjahr zu einmaligen und nicht budgetierten Aufwendungen und Erlösen. Vermögens- und FinanzlageDie Vermögenslage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag beinhaltete im Wesentlichen das Vorratsvermögen in Höhe von Mio. EUR 133,2 (Vorjahr: Mio. EUR 142,5). Die Passivseite umfasste im Wesentlichen sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und vertragliche Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 117,6 (Vorjahr: Mio. EUR 158,4) sowie langfristige Finanzverbindlichkeiten und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 87,6 (Vorjahr: Mio. EUR 122,2). Diese Positionen umfassen hauptsächlich Gesellschafterdarlehen, welche durch eine vertraglich vereinbarte Nachrangstellung dem wirtschaftlichen Eigenkapital zugerechnet werden können, sowie Bankdarlehen. Der Bestand an flüssigen Mitteln betrug am Bilanzstichtag Mio. EUR 11,5 (Vorjahr: Mio. EUR 37,0) und verzeichnete somit eine deutliche Reduzierung um Mio. EUR 25,5 zwischen den beiden Bilanzstichtagen. Der Liquiditätsabfluss resultierte maßgeblich aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit Mio. EUR 49,6, aber auch aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit Mio. EUR -7,3. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit trug aufgrund der vorgenannten Veräußerung der chinesischen Beteiligungen positiv zu den Mittelzuflüssen mit Mio. EUR 31,1 bei. Auf der Mittelabflussseite wurden liquide Mittel zur Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (Bank- und Gesellschafterdarlehen), für Investitionen in selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sowie für Leasingzahlungen verwendet. Darüber hinaus reduzierte sich der Bestand der in den vertraglichen Verbindlichkeiten enthaltenen erhaltenen Anzahlungen zwischen den Bilanzstichtagen. Durch das zentrale Cash Management wurde die Liquidität des Konzerns sichergestellt und war aufgrund der beschriebenen Maßnahmen im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. GesamtaussageIm Geschäftsjahr konnte RENA bedeutende Fortschritte im Rahmen der vom Management vorgegebenen Strategie erzielen. So konnten jeweils Großaufträge im Bereich Wafering bei gleich zwei großen und potenzialhaltigen Key Account-Kunden gewonnen werden. Diese Aufträge sind durch lange Projektlaufzeiten charakterisiert, die sich über mehr als ein Geschäftsjahr erstrecken und daher noch keine Effekte in den Leistungskennziffern des Berichtsjahres aufweisen, zukünftig jedoch neben den positiven Ergebnisbeiträgen auch zur Innovationsgewinnung beitragen. Zudem bieten Schlüsselkunden genügend Potenzial für weitere Folgeaufträge. Die Leistungskennziffern Gesamtleistung sowie die um die Sondereffekte der Veräußerung des Marktes China im Bereich Green Energy bereinigten EBIT / EBITDA lagen im Geschäftsjahr aufgrund der vorgenannten Effekte unter Vorjahresniveau und hinter den eigenen Erwartungen. Für das Geschäftsjahr 2022 war eine deutliche Steigerung der Gesamtleistung, des EBIT sowie des EBITDA geplant. Das tatsächliche EBIT / EBITDA lag durch die Sondereffekte aber deutlich überplanmäßig und über Vorjahresniveau. Ein konkreter Plan-Ist-Vergleich ist aufgrund der Vielschichtigkeit der durch den Carve-out beeinflussten Sondereffekte nur bedingt möglich. Nicht zuletzt durch den vollzogenen Carve-out, konnte RENA im Berichtsjahr entscheidende Weichen für die Zukunft stellen. Neben den beiden im Geschäftsjahr gewonnenen bedeutenden Aufträgen bei Key Account-Kunden hat RENA im zweiten Quartal 2023 bereits einen weiteren langlaufenden Großauftrag bei einem strategischen Key Account-Kunden aus dem Bereich Wafering erhalten. Darüber hinaus konnten im Berichts- und im Folgegeschäftsjahr bereits mehrere potenzialhaltige Aufträge in den neu vitalisierten Märkten USA und Indien im Bereich Green Energy gewonnen werden. RENA legt somit eine solide Basis für die Auslastung und die Liquidität für das Geschäftsjahr 2023 und darüber hinaus. Aufgrund der Fokussierung auf strategische Großprojekte und -kunden, auf höchste Innovationsbereitschaft und auf die Optimierung der technologischen und ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit, aber vor allem auf der Basis einer aktiven, diversifizierenden und kreativen Marktbearbeitungsstrategie, plant RENA für das Geschäftsjahr 2023 eine deutliche Erhöhung der Leistungskennziffern Gesamtleistung sowie EBIT / EBITDA gegenüber dem um die Sondereffekte aus dem Verkauf des Markts China im Bereich Green Energy bereinigten Geschäftsjahreszahlen. IV. Chancen- und RisikenberichtRENA ist weltweiter Technologieführer in der nasschemischen Oberflächenbehandlung und ist bestrebt diesen Führungsanspruch zu behaupten und die herausragende Marktposition weiter auszubauen und für sich zu nutzen. Daher ist es für RENA unabdingbar einerseits Markttrends zu erkennen und Kundenbedürfnisse zu berücksichtigen sowie andererseits Optimierungen und Kostenreduktionen weiter voranzutreiben. Sich schnell entwickelnde Hochtechnologiefelder, wie der Elektronikmarkt, eröffnen RENA immer wieder neue Potenziale. Die kundenseitige Umstellung und Erweiterung von Fertigungskapazitäten bietet RENA Chancen, den Absatz von Anlagen in allen Geschäftsbereichen auszubauen. Wachsende Anforderungen an Umweltstandards, regulatorische Verschärfungen sowie Weiterentwicklungen der Fertigungstechnologien ermöglichen es RENA, sich mit neuen Produkten und Lösungen attraktiv am Markt zu platzieren und eröffnen RENA weiteres Wachstumspotenzial. Für die damit einhergehenden sehr spezifischen Anforderungen an Design, Dokumentation und Betreuung der Anlagen ist RENA aufgrund ihrer Kernkompetenzen im Hinblick auf technische Umsetzung von Reinheitsanforderungen, Nachhaltigkeit, Nachverfolgbarkeit und hohen Automatisierungsgrad bestens aufgestellt. RENA erwirtschaftete im Berichtsjahr einen großen Teil der Gesamtleistung mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Verkauf von nasschemischen Oberflächenbehandlungen. Die Anwendung der Kernkompetenz nasschemischer Prozesse, wie Ätzen, Reinigen und Beschichten von Substraten, hat das Unternehmen in eine weltweit führende Rolle gebracht. Aus den allgemeinen Branchenentwicklungen, verbunden mit regulatorischen Bedingungen sowie umweltpolitischen Maßgaben ergeben sich weitere Chancen für RENA, da die Kunden aufgrund des zunehmenden Kosten- und Technologiedrucks zunehmend in automatisierte und somit hocheffiziente Lösungen investieren. RENA nutzt die bestehenden Möglichkeiten und zukünftigen Potenziale durch die Fokussierung auf strategische Key Account-Kunden, weiteres Vorantreiben der Diversifizierung, die gezielte Verstärkung in Schlüsselpositionen, die stetige Erweiterung des Produktportfolios, die Erschließung und Weiterentwicklung potenzialhaltiger Märkte und vor allem durch stetige und innovative Entwicklungsarbeit in allen Bereichen. RENA ist als weltweit agierendes Hochtechnologieunternehmen aber auch Risiken ausgesetzt. Deshalb verfügt RENA über ein differenziertes Risikomanagementsystem, welches die Risiken in allen Bereichen regelmäßig und gruppenweit identifiziert, bewertet, die Zusammenhänge zwischen den Risiken ermittelt und Risiko reduzierende Maßnahmen initiiert. Die Geschäftsführung wird monatlich über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens informiert. Die wichtigen Kennzahlen Auftragseingang sowie die Liquiditätsentwicklung werden wöchentlich berichtet. Die Finanzkennzahlen und deren Analyse durch das Controlling bieten die Basis, auf der die Geschäftsleitung mögliche Risiken identifiziert, bewertet und gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen einleitet. Zur Risikoeinschätzung werden im Rahmen der Unternehmensplanung alternative Szenarien der möglichen Entwicklung der RENA Gruppe analysiert. Zusätzlich erhöhen Markt- und Wettbewerbsanalysen die Risikotransparenz. Geopolitische RisikenHandelskonflikte, kriegerische Auseinandersetzungen, wie der Überfall Russlands auf die Ukraine oder andere geopolitischen Störungen, wirken sich negativ auf das Investitionsverhalten von Kunden aus und stellen ein Risiko dar. RENA befolgt alle für die Gesellschaft relevanten Sanktionen gegen Russland und hat darüber hinaus auch kein weiteres Neugeschäft angenommen. Zudem erfolgt durch die Veräußerung des chinesischen Green Energy-Markts eine Fokussierung auf westliche Märkte, was mögliche Abhängigkeiten von China nachhaltig reduzieren dürfte. MarktrisikenDas Geschäftsumfeld der RENA wird durch die weltweite Nachfrage nach Investitionsgütern bestimmt, die wiederum vom globalen makroökonomischen Umfeld beeinflusst wird. Eine spürbar unter den Erwartungen liegende konjunkturelle Entwicklung hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit negative Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RENA. Der Planung für das Geschäftsjahr 2023 wurde die Annahme zugrunde gelegt, dass sich die Weltwirtschaft angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor, der hohen Inflation, der anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und drei Jahren Covid-19-Pandemie nur langsam erholt und mit einer etwas geringeren Rate als in 2022 wächst. Im World Economic Outlook vom April 2023 geht der IWF davon aus, dass sich das globale Wachstum von 3,4 % im Jahr 2022 auf 2,8 % im Jahr 2023 verlangsamt, bevor es sich in 2024 bei 3,0 % einpendelt. 34 Diese Erwartung ist allerdings mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Unsicherheit ist generell schädlich für das Investitionsklima.
34 IWF, World Economic Outlook Update, April
2023, S. 7
Ein weiteres Risiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung bergen die durch vielfältige Ungleich- gewichte zwischen Angebot und Nachfrage ausgelösten Preissteigerungstendenzen. Die globale Gesamtinflation im Basisszenario wird aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise voraussichtlich von 8,7 % im Jahr 2022 auf 7,0 % im Jahr 2023 fallen, aber die zugrunde liegende (Kern-) Inflation wird wahrscheinlich langsamer zurückgehen. Die Rückkehr der Inflation zur Zielrate ist in den meisten Fällen vor 2025 unwahrscheinlich. 35 Sollte das Inflationsniveau, anders als bisher angenommen, nicht wieder zurückgehen, würde diese aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer noch restriktiveren Geldpolitik führen, die wiederum das Tempo des Abschwungs weiter verschärfen könnte.
35 IWF, World Economic Outlook Update, April
2023, S. 11
Daneben existieren eine Reihe weiterer Risiken, welche die Weltkonjunktur im Falle ihres Eintritts zusätzlich negativ beeinflussen könnten. So stellt der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China ein zusätzliches Nachfrage- und Investitionsrisiko für die gesamte Weltwirtschaft dar. Da diese beiden größten Volkswirtschaften der Welt für einen Großteil des prognostizierten Wirtschaftswachstums verantwortlich sind, würden sich auch durch interne Probleme verursachte ungünstige Entwicklungen in China oder den USA besonders negativ auf die globale Konjunktur auswirken. Weitere mögliche Auslöser für ein unter den Erwartungen liegendes Weltwirtschaftswachstum betreffen eine Überhitzung der Finanzmärkte sowie politische Instabilitäten. Die Entwicklung auf den internationalen Märkten hat unmittelbare Auswirkungen auf RENA. Unterbrechungen der Versorgungskette, der Wegfall wichtiger Transportwege, steigende Energiepreise, lokaler Lohndruck und damit zusammenhängende Preissteigerungen auf allen Beschaffungsmärkten könnten das Unternehmen vor weitere Herausforderungen stellen. Umfeld- und BranchenrisikenIm Geschäftsjahr 2022 erzielte RENA 19 % der Umsatzerlöse im Bereich Wafering und 18 % im Bereich Green Energy. Daher ist RENA zunächst in einem gewissen Umfang von den konjunkturellen Entwicklungen in diesen Branchen abhängig. Beide Märkte können, wie viele andere Industriezweige auch, zyklische Investitionsverhalten aufweisen. Dies kann zu Umsatzrückgängen und somit zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RENA führen. Ein Schlüsselfaktor zur bewussten Risikominimierung der RENA ist die erfolgreiche fortlaufende Diversifizierungsstrategie. Hier hat RENA eine breite Segmentbasis entwickelt, in der die Hauptgeschäftsbereiche zu tragfähigen und profitablen Säulen geworden sind, welche sich weiterhin auf solidem Niveau entwickeln. Zu diesen Bereichen gehören vor allem die Märkte Semiconductor und Glass, welche sich weiterhin positiv entwickeln und im Geschäftsjahr zwischen 10 % und 19 % des Auftragseingangs ausmachten. All diese Branchen sind durch rasante Innovationszyklen geprägt, in welchen RENA mit proaktiver und dynamischer Entwicklungskompetenz agiert. Außerdem hat RENA im Geschäftsjahr den chinesischen Markt im Bereich Green Energy durch den Verkauf von zwei Tochtergesellschaften sowie den Abschluss einer Lizenzvereinbarung veräußert. Dadurch entbindet sich RENA in einem großen Maß von der Abhängigkeit dieses Markts und kann vor allem die dadurch gewonnenen Ressourcen auf den Auf- und Ausbau von alternativen und margenstärkeren Märkten und Geschäftsbereichen reallokieren. Als Alternativmärkte im Bereich Green Energy zeigen sich die durch Regierungsprogramme gestützten Märkte in Indien und den USA, aus denen RENA bereits einige potenzialhaltige Aufträge erhalten hat und auch weitere Auftragseingänge plant. Darüber hinaus zeigen sich die Geschäftsfelder Glass, Semiconductor und Wafering strategisch wertvoll, da hier ebenfalls zukunftsfähige und potenzialträchtige Großprojekte bei Schlüsselkunden erlangt werden konnten, die sich aktuell bereits in der Abarbeitung befinden. Weitere Projekte in diesen Schlüsselmärkten sollen auch in den kommenden Jahren akquiriert und durchgeführt werden. TechnologierisikoTechnologietrends besetzt RENA früh. Das Innovationsmanagement sucht kontinuierlich nach Zukunftstechnologien und Anwendungen und leitet durch ein proaktives Technologiescouting Schritte ein, um diese in die Technologielandschaft der RENA einzubinden. Dennoch besteht die Gefahr, dass Wettbewerber durch neue Entwicklungen und Erkenntnisse einen Vorsprung erzielen. Sollten sich Wettbewerber technologisch von RENA absetzen können, würde sich möglicherweise die derzeitige Marktposition verschlechtern und es würden sich somit Umsatz- und Ertragseinbußen ergeben. Durch stetige Analysen der Marktbedürfnisse sowie Kooperationen mit Hochschulen und Forschungsinstituten mindert RENA das Risiko einer Fehl- bzw. verspäteten Entwicklung. So spielt auch die institutionelle Forschung in Projekten mit mehreren Partnern für RENA eine zentrale Rolle, sodass RENA bezüglich der Trends in den Hochtechnologiefeldern immer auf dem neuesten Stand sein sollte. Das Management der RENA überwacht den laufenden Evaluierungsprozess der Entwicklungen, bei dem Effizienz, Erfolgschancen und Rahmenbedingungen der Projekte fortlaufend überprüft werden. Durch einen etablierten Stage-Gate-Prozess werden die Go-to-Market-Zeiten bestmöglich verkürzt und überwacht sowie der technologische Fortschritt überprüft. Beschaffungs- und RohstoffpreisrisikoDas Abschwächen der globalen Konjunktur, die aktuellen geopolitischen Spannungen sowie die damit zusammenhängende Energiekrise führten zu drastisch gestiegenen Preisen für Materialien, Logistik und Energie. Die Rohstoffe und Materialien weisen daher starke Preisschwankungen oder -steigerungen auf. Außerdem können Lieferketten verzögert oder unterbrochen werden. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Qualität wichtiger Rohmaterialien, Zulieferteile und Komponenten mangelhaft sein kann. Auch Versorgungsengpässe können auftreten. Zudem könnten durch Preisrisiken auch Ergebniseffekte entstehen, die RENA nach Erhalt eines Projektauftrags durch Vereinbarungen von Fixpreisen für die gesamte Projektdauer mit den Lieferanten begrenzt. Preissteigerungen sollen auf der Beschaffungsseite auf dem Absatzmarkt weitergegeben werden. Außerdem überprüft RENA regelmäßig die internationale Sourcingstrategie und das Beschaffungsvolumen auf weitere Optimierungspotenziale. Die oben aufgeführten geopolitischen Risiken stellen RENA im Hinblick auf Lieferketten vor Herausforderungen, die derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden können, jedoch auch Chancen durch neue und effiziente Beschaffungsstrategien bieten. Darüber hinaus betreibt RENA ein umfassendes Lieferantenmanagement, durch welches die Beschaffungsrisiken geringgehalten werden. Eine sorgfältige Auswahl und kontinuierliche Bewertung der strategischen Lieferanten (auch hinsichtlich Ausfallwahrscheinlichkeiten) verschafft jederzeit die notwendige Transparenz über mögliche Risiken. Aus einem kontinuierlichen Monitoring der Lieferantenqualität und -zuverlässigkeit werden geeignete Qualitätssicherungs- und Lieferantenentwicklungsmaßnahmen abgeleitet. Die Grundversorgung durch Dritte konnte jederzeit gewährleistet werden. Einzelne warengruppenspezifische Versorgungsengpässe - auch in der Covid-19-Pandemie - konnten durch ein aktives Bedarfs- und Eskalationsmanagement gelöst werden. Für wesentliche Komponenten wurden im Rahmen der Multi-Sourcing-Strategie Alternativlieferanten aufgebaut sowie auf die geforderten Qualitätsansprüche qualifiziert. Durch Ungleichgewichte und Verknappungen im globalen Transportnetzwerk, durch wirtschaftliche Sanktionen - wie im aktuellen russisch-ukrainischen Konflikt - und volatile Energiepreise können im Bereich des Transporteinkaufs Preissteigerungen zu erhöhten Frachtraten führen oder aber Transportmöglichkeiten und -wege wegfallen. Hier versucht RENA durch aktives Logistikmanagement, frühzeitige Planung sowie Erschließung neuer Transportmöglichkeiten und -wege die Liefertreue jederzeit und unter ökonomischen Bedingungen zu gewährleisten. Vertrieb und AbsatzDie weltweiten Märkte für die Produkte und Dienstleistungen der RENA sind durch einen intensiven Wettbewerb geprägt. RENA ist abhängig von der Investitionsbereitschaft ihrer Kunden in neue Produktionsanlagen, die sowohl Erweiterungs- als auch Ersatzinvestitionen, vor allem aber Investitionen in zukunftsweisende Technologien darstellen. RENA erwirtschaftet in einigen Bereichen einen wesentlichen Teil der jeweiligen Umsatzerlöse mit wenigen großen Kunden. Diese Kunden haben damit eine hohe Bedeutung für die geschäftliche Entwicklung der RENA. Sollte es nicht gelingen, diese wichtigen Kunden zu halten oder einen erheblichen Absatzrückgang mit ihnen durch die Gewinnung neuer Kunden oder den Ausbau des Geschäfts mit anderen Kunden auszugleichen, hätte RENA negative Ergebnisauswirkungen zu verzeichnen. Weitere Risiken im Absatzbereich ergeben sich als Folge von Konstruktions-, Montage- oder Installationsfehlern in Form von Produkthaftungsansprüchen und Reputationsschäden dergestalt, dass Produkte und Anlagen mit Mängeln behaftet sein oder vereinbarte und / oder zugesicherte Eigenschaften nicht enthalten sein könnten. Ferner bestehen Haftungsrisiken aus Lieferverträgen (Haftungsregelungen in Verträgen mit Kunden), Vertragsrisiken aus Haftung für Verspätungen bei Produktionsanläufen sowie Projektabwicklungsrisiken. Durch ein umfassendes Vertragscontrolling und Projektmanagement sowie mit der Bildung bilanzieller Rückstellungen soll das Projektabwicklungsrisiko so gering wie möglich gehalten werden. Die nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 von der Bundesregierung sowie weiteren Regierungen verhängten Sanktionen gegen russische Banken, Unternehmen und Personen betreffen die Geschäfte der RENA Gruppe bislang im Rahmen eines bestehenden, aber noch nicht angearbeiteten Auftrag eines russischen Kunden, welcher nicht fertiggestellt werden kann. Die rechtlichen Folgen sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch nicht absehbar; das Auftragsvolumen liegt jedoch nur im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Eine bilanzielle Vorsorge wurde bisher als nicht notwendig erachtet. Darüber hinaus hat RENA kein Neugeschäft mit russischem Zusammenhang angenommen. FremdwährungsrisikoRENA liefert die von ihr produzierten Maschinen und Anlagen in viele Länder. Die größten Absatzmärkte im Berichtsjahr lagen in Asien und Europa. Außerdem nutzt RENA im Rahmen einer globalen Multi-Sourcing-Strategie eine effiziente und qualitativ hochwertige Supply Chain. Damit unterliegt RENA den Risiken aus internationalen Geschäften. Hierzu gehören auch Währungskursrisiken, die sich negativ auf die Lage der Gesellschaft auswirken könnten. Zur Minderung von Währungsrisiken wickeln die wesentlichen operativ tätigen RENA Gesellschaften den Großteil der Projekte, sowohl im Einkauf wie auch im Verkauf, in Heimatwährung der jeweiligen vertragsschließenden RENA Einheit ab. Liquiditäts- und FinanzierungsrisikoRENA finanziert die Entwicklung und Herstellung von Anlagen überwiegend durch Anzahlungen der Kunden. Die zum Bilanzstichtag angearbeiteten unfertigen Erzeugnisse waren vollständig über Kundenanzahlungen finanziert. Kunden könnten zunehmend die Zahlung von Anzahlungen verweigern, umfassendere Sicherheiten verlangen und / oder sich in höherem Maße Rückzahlungsrechte einräumen lassen. In diesem Fall wäre RENA verpflichtet, die notwendigen Finanzmittel selbst vorzufinanzieren und insofern zusätzliche Finanzmittel aufzunehmen bzw. aus den bestehenden Kreditverhältnissen zu ziehen. Sofern RENA dann nicht in der Lage ist, solche Finanzmittel zu erhalten und / oder die Mehrkosten den Kunden aufzuerlegen, könnte sich dies negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RENA auswirken. Da sich RENA in mehreren Wachstumsmärkten bewegt, kann es notwendig sein, weiteres Fremd- oder auch Eigenkapital aufzunehmen, um finanziellen Risiken vorzubeugen. Zusätzlich könnten sich Risiken ergeben, falls Kunden ihrer Zahlungsverpflichtung gegenüber RENA nicht nachkommen können. Ein Ausfall von nennenswerten Forderungen könnte sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RENA auswirken. Um Kunden- wie aber auch Länderrisiken zu minimieren, sichert RENA Verkaufsprojekte zum überwiegenden Teil durch Akkreditive ab bzw. vereinbart die Zahlung wesentlicher Auftragsbestandteile vor Auslieferung. RENA überwacht im Rahmen des Liquiditätsmanagements fortlaufend die Entwicklung von Finanzmitteln und Finanzverbindlichkeiten. Dabei regeln interne Richtlinien die Aufgaben und Zuständigkeiten. Das Management überwacht die rollierende Vorausplanung der Liquiditätsreserven des Konzerns auf Basis des erwarteten Kapitalzuflusses. Die Liquiditätssteuerung in der RENA Gruppe erfolgt zentral durch die RENA Technologies GmbH. Damit wird das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses überwacht. Neben den Zahlungsmitteln bestehen nicht genutzte Kreditlinien, welche die Liquiditätsversorgung der RENA Gruppe jederzeit gewährleisten. Hierzu gehören unter anderem umfangreiche Kreditlinien im Rahmen des Konsortialkreditvertrags, auf welche die RENA Holding II GmbH und die RENA Technologies GmbH zugreifen können und die das Liquiditätsrisiko erheblich minimieren. Die Finanzierungslinien im Rahmen des Konsortialkreditvertrags konnten im Berichtsjahr um weitere Mio. EUR 20 erhöht werden, um Liquiditätsbedarfe aus dem operativen Geschäft befriedigen zu können. Aus der Fremdfinanzierung auf Gesellschafterebene ergeben sich die üblichen Risiken. PersonalrisikoDer wirtschaftliche Erfolg der RENA wird auch zukünftig unter anderem davon abhängen, dass qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Dies gilt insbesondere für die Entwicklung neuer, wettbewerbsfähiger Technologien in den von RENA adressierten Geschäftsfeldern. Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel, vor allem in technischen Berufen, bleiben Herausforderungen. Sollte es in Zukunft nicht mehr gelingen, qualifiziertes Personal in ausreichendem Maße zu marktgerechten Gehältern zu gewinnen und zu halten, könnte dies die Fähigkeit des Unternehmens vermindern, das Geschäftsmodell der Geschäftsbereiche erfolgreich umzusetzen und anzupassen. RENA hält die Aktivitäten zur Nachwuchssicherung auf einem konstant hohen Niveau. Außerdem arbeitet RENA sehr eng mit Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen zusammen, um einen direkten Zugang zum Arbeitsmarkt zu haben. Das RENA-Talent- and Succession-Planning sichert durch systematische Identifizierung und Entwicklung des Personalbestands den zukünftigen Bedarf an Fach- und Führungskräften. So bildet RENA u. a. eigene Nachwuchskräfte in den verschiedenen Unternehmensbereichen aus und mindert die Gefahr von Know How-Abgang - wo notwendig, über arbeitsvertragliche Regelungen. Mit einem gruppenweit gültigen Arbeitssicherheitsziel hat sich RENA vorgenommen, die Unfälle weltweit auf ein Minimum zu reduzieren. Dafür werden Arbeitssicherheits- und Gesundheitspolitik und die lokalen RENA-Sicherheitsstandards umgesetzt. Durch einheitliche Prozesse und Instrumente hat RENA zum Ziel, das Arbeitsschutzniveau stetig zu verbessern. InformationstechnologieDie IT-Risiken gehören zu den Fokusthemen: RENA überwacht die zentralen IT-Systeme permanent und initiiert bzw. schließt Projekte ab, um das Sicherheitsniveau kontinuierlich durch eine sicherheitsoptimierte Organisation der IT-Landschaft sowie regelmäßige Investitionen in Hard- und Software zu verbessern. Durch die zunehmende Digitalisierung steht auch nach wie vor die Sicherheit der Software in den RENA-Produkten im Vordergrund. Die Verantwortlichkeiten für sichere Softwareentwicklung, Sicherheitsarchitekturvorgaben, Security Responses und eine sichere Entwicklungsinfrastruktur sind zentralisiert. Die Entwicklungsteams in den Bereichen erhalten Unterstützung durch Experten, damit die Sicherheitsanforderungen schon früh im Entwicklungsprozess berücksichtigt werden. Daneben sorgen neben den oben beschriebenen, systemunterstützten Maßnahmen regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungen für einen adäquaten Umgang mit sicherheitsrelevanten IT-Systemen. Neben den üblichen geschäftsrelevanten Daten wird hierbei ein besonderer Fokus auf den korrekten Umgang mit personenbezogenen Daten nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gelegt. ComplianceDie Geschäftsführung erwartet von den Mitarbeitern, dass sie sich in ihrem geschäftlichen Handeln an Recht und Gesetz halten. RENA hat ein Compliance Management System mit der Zielsetzung implementiert, Rechtsverstöße zu vermeiden und entwickelt die einzelnen Bausteine weiter. So hat RENA eine konzernweit gültige Compliance Leitlinie veröffentlicht und eine anonyme Compliance Hotline eingeführt, über welche Verstöße angezeigt werden können. Eine offene Kommunikation soll Mitarbeiter und insbesondere Führungskräfte weiter sensibilisieren. Übergeordnetes Ziel der Geschäftsführung ist es, eine Unternehmenskultur zu fördern, in der man offen über regelkonformes Verhalten spricht, die geltenden Grundsätze nach dem RENA-Code of Conduct kennt und sich selbstverständlich an sie hält. Zusammenfassende Beurteilung der Risikosituation des UnternehmensEs sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der RENA Gruppe substanziell gefährden könnten. Aufgrund der sich aus der innovativen Weiterentwicklung nasschemischer Prozesse in den etablierten und in neu eröffneten Geschäftsbereichen bietenden Chancen, sieht sich RENA in der Lage, ihre Marktposition als Technologieführer von nasschemischen Prozessen zu behaupten und weiter auszubauen. Das praktizierte Risikomanagement soll es ermöglichen, Risiken zeitnah zu erfassen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Der Fokus der Aktivitäten liegt auf dem Management von finanziellen Risiken und marktseitigen Herausforderungen sowie auf der Identifikation von unternehmerischen und technologischen Chancen. V. PrognoseberichtPrognose für Konjunktur und BranchenNeben den obigen Einschätzungen zur erwarteten Entwicklung der Weltwirtschaft werden im Folgenden weitere Prognosen für die für RENA relevanten Marktsegmente erläutert, die eine Relevanz für den weiteren Geschäftsverlauf der RENA haben könnten. Die globale Wirtschaftstätigkeit erlebte im Jahr 2022 eine breit angelegte und stärker als erwartete Verlangsamung, wobei die Inflation derzeit so hoch ist wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Die Steigerung der Lebenshaltungskosten, die Verschärfung der finanziellen Bedingungen in fast allen Ländern, der Einmarsch Russlands in die Ukraine und bestehende Handelskonflikte belasten die Aussichten stark. Mit der Prognose im World Economic Outlook vom April 2023 sieht der IWF einen Rückgang des globalen Wirtschafswachstums von 3,4 % im Jahr 2022 auf 2,8 % im Jahr 2023 vor, bevor es sich 2024 bei 3,0 % einpendelt. Dies ist das schwächste Wachstumsprofil seit 2001, abgesehen von der globalen Finanzkrise und der akuten Phase der Covid-19-Pandemie. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird eine besonders deutliche Wachstumsverlangsamung von 2,7 % im Jahr 2022 auf 1,3 % in 2023 erwartet. In einem plausiblen Alternativszenario mit einer weiteren Anspannung im Finanzsektor sinkt das globale Wachstum auf etwa 2,5 % im Jahr 2023, wobei das Wachstum der fortgeschrittenen Wirtschaft unter 1 % fällt. Die globale Gesamtinflation im Basisszenario wird aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise voraussichtlich von 8,7 % im Jahr 2022 auf 7,0 % im Jahr 2023 fallen, aber die zugrunde liegende (Kern-) Inflation wird wahrscheinlich langsamer zurückgehen. Die Rückkehr der Inflation zur Zielrate wird vor 2025 als unwahrscheinlich erwartet. Nach der Meinung von Wirtschaftsexperten sollte die Geldpolitik den aktuellen Kurs beibehalten, um die Preisstabilität wiederherzustellen. Außerdem sollten die fiskalischen Impulse zur Stützung privater Haushalte und Unternehmen geringer werden. Strukturreformen können den Kampf gegen die Inflation weiter unterstützen, indem sie die Produktivität verbessern und Versorgungsengpässe lockern, während eine multilaterale Zusammenarbeit notwendig ist, um den Übergang zu grüner Energie zu beschleunigen und eine Fragmentierung zu verhindern. 36
36 IWF, World Economic Outlook Update, April
2023, S. 7 und S. 11 f.
Das IfW in Kiel sieht die weltwirtschaftliche Situation ähnlich. Hiernach ist die Erholung der Weltwirtschaft von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Jahr 2022 unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit erst einmal zu Ende gegangen. Bremsend wirkt inzwischen zunehmend auch die Geldpolitik, die zwar recht spät, aber dann ausgesprochen rasch gestrafft wurde und angesichts eines weiterhin hohen Inflationsdrucks wohl noch weiter angezogen werden wird. Die Weltproduktion legte zum Jahresende hin nur schwach zu und dürfte im laufenden Jahr trotz einer spürbaren Belebung in China nur mäßig expandieren. Gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten rechnet der IWF mit einem Anstieg von 2,5 %, nach einem Zuwachs von 3,2 % im vergangenen Jahr. Damit hat sich die Prognose für das Jahr 2023 gegenüber der Dezemberprognose um 0,4 %-Punkte erhöht, zum einen weil sich die Lage an den Energiemärkten deutlich entspannt hat, zum anderen weil sich die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten als robuster erwiesen hat als erwartet. Für das Jahr 2024 liegt die Prognose des IfW unverändert bei 3,2 %. Die Inflation dürfte zwar in den kommenden Monaten dank der wieder niedrigeren Rohstoffpreise deutlich sinken, der zugrunde liegende Preisauftrieb dürfte aber vorerst hoch bleiben und allenfalls gegen Ende des Prognosezeitraums wieder in die Nähe der Zielmarken sinken. 37
37 Kieler Konjukturberichte Nr. 99, Q1/2023, S.
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Im Bereich Halbleiter berichten die Experten von WSTS (Word Semiconductor Trade Statistics), dass sich der weltweite Halbleitermarkt nach einem starken Wachstum mit 26,2 % im Jahr 2021 auf ein einstelliges Plus um 4,4 % im Jahr 2022 entwickelt hat. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von Mrd. USD 580. Die WSTS-Prognose senkte die Wachstumsschätzungen, da die Inflation steigt und die Endmärkte eine schwächere Nachfrage verzeichnen, insbesondere diejenigen, die von Verbraucher- ausgaben abhängig sind. Während für einige Produktkategorien im Jahr 2022 weiterhin ein zweistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden konnte, angeführt von Analog- Chips mit 20,8 %, Sensoren mit 16,3 % und Logic-Chips mit 14,5 % Wachstum, lagen Memory-Chips in der Prognose negativ mit einem Rückgang um 12,6 %. Regional betrachtet sind im Jahr 2022 die Halbleitermärkte aller geografischen Regionen, mit Ausnahme von Asien-Pazifik, zweistellig gewachsen. Der größte Markt Asien-Pazifik ging um 2,0 % zurück. Die Region Amerika konnte ein Wachstum von 17,0 %, Europa von 12,6 % und Japan von 10,0 % verzeichnen. Der weltweite Halbleitermarkt wird im Jahr 2023 voraussichtlich leicht zurückgehen. Für 2023 wird prognostiziert, dass der globale Halbleitermarkt um 4,1 % auf Mrd. USD 557 zurückgehen wird, angetrieben vom Memory-Segment. In dieser neuesten Prognose soll diese Produktkategorie im Jahr 2023 auf Mrd. USD 112 fallen, was einem Rückgang von 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Einige andere Hauptkategorien wie Optoelektronik, Sensoren, Diskrete und Analoge zeigen einstelliges Wachstum. Es wird erwartet, dass im Jahr 2023 alle Regionen unverändert bleiben, nur der asiatisch-pazifische Raum wird Schätzungen zufolge um 7,5 % auf Basis 2022 zurückgehen. 38 Die Aussichten für den Photovoltaikmarkt bleiben ebenfalls weiterhin optimistisch. Viele Staaten streben nach energetischer Unabhängigkeit und der Einhaltung der Klimaziele, im Angesicht massiver Umweltbelastungen durch Smog und zunehmender klimatischer Extremereignisse. Beispielsweise forciert Indien mit wirkungsvollen Förderprogrammen den Aufbau lokaler Produktionskapazitäten und damit die Verringerung seiner Abhängigkeit vom Import von Solarzellen. In den USA soll mit einem milliardenschweren Konjunktur- und Klimaprogramm, dem "Inflation Reduction Act", in den nächsten zehn Jahren in Projekte zur Sicherung der Energieversorgung und gegen den Klimawandel investiert werden. Auch die Europäische Union strebt nach Unabhängigkeit im Energiesektor, wodurch die Nutzung der Photovoltaik als regenerative Energiequelle massiv ausgebaut werden und eigene Produktionskapazitäten von 30 Gigawatt entlang der PV-Wertschöpfungskette bis 2025 geschaffen werden sollen. Auf Basis der Kapazitäten im Jahr 2022 erwartet S&P Global eine zweieinhalbfache Erhöhung der weltweit installierten Photovoltaikkapazität bis 2027. 39
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https://www.pv-magazine.com/2023/02/17/global-trends-for-solar-in-2023/
Auch die Medizintechnikbranche wird weiterhin ein Wachstumsmarkt bleiben. Faktoren wie der demographische Wandel, steigendes Gesundheitsbewusstsein und die damit zusammenhängende Bereitschaft der Bevölkerung für bessere Qualität und Leistung mehr zu bezahlen sowie der medizinisch-technische Fortschritt lassen die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen stetig ansteigen. Die Marktforscher von Evaluate prognostizieren für den globalen Medizintechnikmarkt bis zum Jahr 2027 ein jährliches Wachstum von 4,9 % bis 6,2 %. 40 Laut der von Research and Markets veröffentlichten Studie wird der Markt für additive Fertigung bis 2027 auf über Mrd. USD 44 anwachsen. Gründe für dieses Wachstum sind ein steigender Bedarf an personalisierter Medizin, da 3D-Technologien die Entwicklung maßgeschneiderter Werkzeuge und Geräte ermöglichen; eine starke Erholung der Luft- und Raumfahrtindustrie im Vergleich zu den durch Covid-19 verursachten Unterbrechungen; und schließlich eine starke Nachfrage nach leichteren Teilen seitens der Automobilbranche. Diese drei Vertikalen sind sicherlich nicht die einzigen, die Einnahmen für den Markt generieren, aber sie bleiben die wichtigsten - weitere Treiber sind die Konsumgüter- und die Elektronikbranche. Research und Markets erwartet in einer Studie das Marktwachstum auf Basis des Jahres 2021 bis 2027 mit einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 21 %. 41
41 3Dnatives Portal,
https://www.3dnatives.com/de/markt-additive-fertigung-110120231/#!
Im Bereich technische Gläser für mobile Endgeräte gehen die Marktprognosen von einer weiteren Steigerung mit einem Wachstum von im Mittel über 16 % in den Jahren bis 2025 aus. Das Wachstum soll zu einem Großteil in Asien stattfinden. Das prognostizierte Marktwachstum entwickelt sich unmittelbar und proportional zum Wachstum im Bereich technische Gläser, die im Bereich mobile Endgeräte zum Einsatz kommen. 42 Ausblick des UnternehmensDas Management der RENA geht davon aus, dass sich der Prozess der abgeschwächten weltwirtschaftlichen Dynamik auch im Jahr 2023 in einer Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums fortsetzen wird. Vor dem Hintergrund der potenzialträchtigen Absatzmärkte verbunden mit der sehr guten Marktposition der RENA, rechnet die Geschäftsleitung dennoch mit einer anhaltenden positiven Geschäftsentwicklung. RENA plant somit einen Auftragseingang für die Gruppe mit 10 % über dem Niveau von 2022 und einem Volumen von Mio. EUR 204. Durch die hohen Auftragseingänge im Jahr 2022 von über Mio. EUR 185 startet RENA mit einem Auftragsbestand von Mio. EUR 175 in das Geschäftsjahr 2023. Damit konnte der Auftragsbestand auf der Basis des Vorjahres weiter erhöht werden. Darin enthalten sind langlaufende Projekte mit erwarteten, potenzialhaltigen Folgeaufträgen, was die Auslastung auch über 2023 hinaus gewährleistet. Auf dieser Basis plant RENA für 2023 mit einer deutlichen Umsatzsatzsteigerung auf Basis des Berichtsjahres durch die Realisierung des hohen Auftragsbestandes und der geplanten Auftragseingangsvolumina sowie einer damit einhergehenden deutlichen Steigerung der Gesamtleistung sowie des EBIT bzw. EBITDA (auf Basis der Geschäftsjahreszahlen 2022 ohne die Sondereffekte aus dem Verkauf des Markts China im Bereich Green Energy). Direkte Ergebniseffekte aus derzeit bearbeiteten langfristigen Großprojekten werden erst in den Folgegeschäftsjahren 2024 und 2025 realisiert. Damit sollen die geplanten Renditen einen positiven Wertbeitrag und damit eine Wertsteigerung für RENA erzielen. RENA möchte ihre Marktposition durch die Kernkompetenzen in den durch Megatrends beeinflussten Branchen Semiconductor, Wafering, Glass und Green Energy weiterhin bestätigen und ausbauen. Dabei möchte RENA den Fokus auf Großprojekte und Key Account-Kunden legen. Durch neue Anlagen- und Prozesslösungen möchte RENA sowohl die technologische als auch die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit ausbauen und so die herausragende Entwicklung des Unternehmens fortsetzen. Mit positiven Marktprognosen wird hier mit einem nachhaltigen Wachstum für 2023 und darüber hinaus gerechnet. Die Medizintechnik ist eine sehr heterogene, wachstumsstarke Branche, die von einem intensiven Innovations- und Qualitätswettbewerb geprägt ist. Die Perspektiven für diesen Markt werden als überwiegend positiv eingeschätzt und zeigen ein weiterhin hohes Marktwachstum, insbesondere in den asiatischen Märkten, die in diesem Feld eine zunehmende Bedeutung erlangen. Mit ihren bestehenden Wettbewerbsvorteilen wird RENA auch zukünftig an dieser Entwicklung teilnehmen. Der Ausbau der Aktivitäten im Geschäftsfeld der Glasbearbeitung wird im Jahr 2023 weiter vorangetrieben. Die derzeit entwickelten Technologien im Key Account-Geschäft werden auch in 2023 das wachsende Geschäftsfeld im Produktmix stärken und RENA resilienter gegen Markeinflüsse machen. Auch im Bereich Green Energy konnten im Geschäftsjahr 2022 bereits Aufträge in den dynamischen Märkten USA und Indien platziert werden, welche bereits durch die frei gewordenen Kapazitäten aus der Veräußerung des chinesischen Marktes im Bereich Green Energy fristgerecht abgewickelt werden können. Nicht ausschließlich, aber vor allem auch in diesen Märkten, sind hier weitere zukunftsträchtige Projekte für die Folgejahre geplant. Hinsichtlich der Mitarbeiterentwicklung erwartet die RENA für das Geschäftsjahr 2023 eine leichte Aufstockung des Personalbestands, um die zukünftigen Herausforderungen anzunehmen. Dabei ist die Gesellschaft weiterhin bestrebt, strategisch relevante Stellen und Schlüsselpositionen bestmöglich zu besetzen. Mit verschiedenen strategischen Maßnahmen und gezielten Akquisitionen hat sich die RENA Gruppe in den vergangenen Jahren sehr gut auf die zukünftigen Aufgaben vorbereitet. Dabei will RENA die technologische Kompetenz ausbauen und Marktentwicklungen möglichst frühzeitig antizipieren, damit sie weiterhin einen hohen Kundennutzen schaffen kann. RENA sieht sich im Vergleich mit dem Wettbewerb unverändert gut positioniert, um ihre Stellung als Technologieführer in der Prozessierung nasschemischer Oberflächenbehandlung in den Geschäftsfeldern Semiconductor, Wafering, MedTech, Green Energy, Glass und Additive Manufacturing weiter auszubauen. Die Marktposition der RENA ermöglicht es, auch in diesen Zeiten konsequent an der Weiterentwicklung festzuhalten. In der anhaltenden schwierigen Gesamtwirtschaftslage konnte RENA im Berichtsjahr entscheidende Weichen für die Zukunft stellen. Neben den beiden im Geschäftsjahr gewonnenen bedeutenden Aufträgen bei Key Account-Kunden hat RENA im zweiten Quartal 2023 bereits einen weiteren langlaufenden Großauftrag bei einem strategischen Key Account-Kunden aus dem Bereich Wafering erhalten. Darüber hinaus konnten im Berichts- und im Folgegeschäftsjahr bereits mehrere potenzialhaltige Aufträge in den neu vitalisierten Märkten USA und Indien im Bereich Green Energy gewonnen werden. RENA legt somit eine solide Basis für die Auslastung und die Liquidität für das Geschäftsjahr 2023 und darüber hinaus. Aufgrund der Fokussierung auf strategische Großprojekte und -kunden, auf höchste Innovationsbereitschaft und auf die Optimierung der technologischen und ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit, aber vor allem auf der Basis einer aktiven, diversifizierenden und kreativen Marktbearbeitungsstrategie, plant RENA für das Geschäftsjahr 2023 eine deutliche Erhöhung der Leistungskennziffern Gesamtleistung sowie EBIT / EBITDA gegenüber dem um die Sondereffekte aus dem Verkauf des Markts China im Bereich Green Energy bereinigten Geschäftsjahreszahlen.
Gütenbach, 28. Juni 2023 RENA Holding I GmbH Geschäftsführung Peter Schneidewind Jürgen Ningelgen Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben(1) Darstellung des KonzernabschlussesDie RENA Holding I GmbH als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der HRB Nr. 723574 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Gütenbach in Deutschland. Die Anschrift lautet Höhenweg 1, 78148 Gütenbach. Das Geschäftsjahr der RENA Holding I GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Das Rumpfwirtschaftsjahr der RENA Technologies Malaysia Sdn. Bhd. begann am 1. August 2022 und endete am 31. Dezember 2022. Die Geschäftsjahre der übrigen Tochterunternehmen entsprechen ebenfalls dem Kalenderjahr. Der Unternehmensgegenstand der RENA Holding I GmbH ist der Erwerb, das Halten und das Verwerten von Beteiligungen sowie das Erbringen von Dienstleistungen im Zusammenhang damit, insbesondere darf die Gesellschaft Dienstleistungen des Personalwesens, der Buchhaltung und der sonstigen betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Natur für verbundene Unternehmen erbringen. Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller Geschäfte berechtigt, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind, die Gesellschaft darf andere Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gesellschaftszweck gründen, erwerben, übernehmen, sich an ihnen beteiligen oder ihre Geschäfte führen sowie Vertretungen, Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften errichten. Die Gesellschaft kann Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, unter ihre einheitliche Leitung zusammenfassen und / oder sich auf die Verwaltung der Beteiligungen beschränken und Unternehmensverträge jeder Art abschließen sowie ihren Betrieb ganz oder teilweise in Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, ausgliedern oder solchen Unternehmen überlassen. Der Gesellschaftszweck der RENA Holding II GmbH als Tochtergesellschaft der RENA Holding I GmbH ist mit dem der Muttergesellschaft identisch. Sitz der Gesellschaft ist Gütenbach in Deutschland. Gegenstand der Tochtergesellschaften der RENA Holding II GmbH ist die Planung, Konstruktion, Entwicklung, Fertigung, der Vertrieb und die Montage von Sondermaschinen, Geräten, Apparaten und Anlagen. Ferner dürfen die Gesellschaften alle Maßnahmen und / oder Geschäfte durchführen, die mit dem Gesellschaftszweck in Zusammenhang stehen oder die den Gesellschaftszweck fördern. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nichts anderes vermerkt ist, in Tausend Euro (TEUR, EUR '000) angegeben und dabei arithmetisch gerundet. Damit ist es möglich, dass manche Summen in diesem Abschluss leicht von der genauen arithmetischen Summierung der vorhergehenden Werte abweichen. Für die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. (2) Genehmigung der GeschäftsleitungDie Geschäftsleitung der RENA Holding I GmbH hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sowie den Konzernlagebericht am 28. Juni 2023 zur Veröffentlichung freigegeben. (3) Grundlagen der RechnungslegungDer Konzernabschluss der RENA Holding I GmbH (RENA Konzern) zum 31. Dezember 2022 wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretation Committee (IFRIC) und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2022 zwingend anzuwendenden Vorgaben gemäß IFRS und IFRIC berücksichtigt. Neue und geänderte IFRS und IFRIC, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2022 beginnen, erstmalig verpflichtend anzuwenden sind (IAS 8.28) und deren Anwendung einen Einfluss auf den Konzernabschluss haben kann Das IASB hat folgende Änderungen von Standards verabschiedet, die ab dem Geschäftsjahr 2022 verpflichtend anzuwenden sind, ohne dass diese wesentliche Auswirkungen auf den RENA Konzernabschluss hatten:
Neue und geänderte IFRS und IFRIC, die bereits veröffentlicht wurden, für Unternehmen im Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 aber noch nicht verpflichtend anzuwenden sind (IAS 8.30) und vom RENA Konzern auch nicht vorzeitig angewendet wurden Das IASB hat folgende, aus heutiger Sicht für den RENA Holding I Konzern grundsätzlich relevante, neue beziehungsweise geänderte Standards verabschiedet. Da diese Standards jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, beziehungsweise eine Übernahme durch die EU teilweise noch aussteht, wurden sie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 nicht angewendet. Die neuen Standards beziehungsweise Änderungen von bestehenden Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem jeweiligen Zeitpunkt des Inkrafttretens beginnen. Eine vorzeitige Anwendung erfolgt für gewöhnlich nicht, auch wenn einzelne Standards dies zulassen.
Aus den neuen oder geänderten IFRS und IFRIC, die bereits veröffentlicht wurden, werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den RENA Konzernabschluss erwartet. (4) KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss der RENA Holding I GmbH zum 31. Dezember 2022 sind neben der RENA Holding I GmbH die Jahresabschlüsse von dreizehn in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Darüber hinaus sind die Ergebnisse der Shanghai RENA Trading Co., Ltd. und der RENA Solar Technologies (Yiwu) Co., Ltd. bis zum 18. August 2022 im Konzernergebnis enthalten. Die Gesellschaften wurden am 18. August 2022 veräußert und zu diesem Datum entkonsolidiert. Tochterunternehmen sind solche Gesellschaften, bei denen die RENA Holding I GmbH schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei den jeweiligen Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu kontrollieren. Die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die vorgenannten Verhältnisse bestehen; sie endet, wenn diese Möglichkeiten nicht mehr gegeben sind. Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Tochterunternehmen, welche in die Konsolidierung einbezogen werden, mit ihrer jeweiligen funktionalen Währung. Alle dargestellten Tochtergesellschaften werden von der Muttergesellschaft mittel- bzw. unmittelbar zu 100 % gehalten. Anteilsbesitz
Die mittelbaren Anteile werden über die RENA Holding II GmbH, die RENA Technologies GmbH, die RENA Supply Chain GmbH sowie die RENA Technologies NA gehalten. (5) UnternehmenszusammenschlüsseGründung der RENA Technologies Malaysia Sdn. Bhd.Im Geschäftsjahr gründete die RENA Technologies GmbH am 1. August 2022 die RENA Technologies Malaysia Sdn. Bhd., Lunas, Kedah Darul Aman, Malaysia, und hält zum Bilanzstichtag 100 % der Anteile. Der Buchwert der Beteiligung betrug zum Bilanzstichtag EUR 0,21. Die RENA Technologies Malaysia Sdn. Bhd. unterstützt die RENA Technologies GmbH bei Anlageninstallationen bei einem Key-Account-Kunden in Malaysia. Veräußerungen der Shanghai RENA Trading Co. Ltd. und der RENA Solar Technologies (Yiwu) Co. Ltd.Mit Wirkung vom 18. August 2022 hat die RENA Technologies GmbH jeweils 100 % der Anteile an der Shanghai RENA Trading Co. Ltd., Shanghai, China, und an der RENA Solar Technologies (Yiwu) Co. Ltd., Yiwu, China, veräußert. Beide Unternehmen waren 100 %-ige Tochterunternehmen der RENA Technologies GmbH. Die Shanghai RENA Trading Co. Ltd. unterstützte die RENA Gruppe im Bereich Anlageninstallationen bei Kunden sowie mit Vertriebstätigkeiten und im Aftersales-Geschäft im chinesischen Markt. Die RENA Solar Technologies (Yiwu) Co. Ltd. betrieb Forschung und Entwicklung und unterstützte die Shanghai RENA Trading bei Anlageninstallationen. Die für die Veräußerungen der beiden Beteiligungen erhaltenen Gegenleistungen wurden in liquiden Mitteln entrichtet und betrugen insgesamt Mio. EUR 37,6. Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, über welche durch die Veräußerungen die Beherrschung verloren wurde, sind wie folgt:
Der Veräußerungspreis abzüglich des Saldos der abgegangenen Vermögenswerte und Schulden sowie dem Abgang des anteiligen Geschäfts- und Firmenwertes sowie weiterer immaterieller Vermögenswerte einschließlich der anteiligen latenten Steuer führt zu einem Entkonsolidierungsergebnis in Höhe von Mio. EUR 27,9. Bis zum Veräußerungszeitpunkt trugen die beiden veräußerten Gesellschaften zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 185 bei, welches sich wie folgt ergibt:
(6) Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntsprechend IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Konzernbilanz zwischen lang- und kurzfristigem Vermögen sowie lang- und kurzfristigen Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte angesetzt, wenn deren Realisierung innerhalb eines Jahres zu erwarten ist. Schulden werden als kurzfristig angesetzt, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind. Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt: KonsolidierungsmethodenDie Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den RENA Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet. Die Geschäftsjahre der einbezogenen Unternehmen, mit Ausnahme dem der RENA Technologies Malaysia, entsprechen dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens und somit dem Kalenderjahr. Stichtag ist der 31. Dezember 2022. Das Rumpfgeschäftsjahr der RENA Technologies Malaysia begann am 1. August und endete am 31. Dezember 2022. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung des Reinvermögens und der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den RENA Konzern übergeht. Beim Unternehmenserwerb werden die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen mit ihrem beizulegenden Wert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Soweit der Kaufpreis der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgen eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der Anschaffungskosten. Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Sämtliche Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse, sonstige Erträge und andere Aufwendungen, einschließlich Zinsen und Dividenden innerhalb des Konsolidierungskreises, werden eliminiert. Aufgelaufene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen sind bei den Vorräten bzw. im Anlagevermögen eliminiert. Die Equity-Methode kommt zur Anwendung, wenn ein Gemeinschaftsunternehmen vorliegt oder die Möglichkeit eines maßgeblichen Einflusses auf die Geschäftspolitik eines assoziierten Unternehmens besteht, aber die Voraussetzungen für ein Tochterunternehmen nicht vorliegen. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen. WährungsumrechnungDie Berichtswährung des RENA Konzerns ist der Euro (EUR). Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der RENA Holding I GmbH und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam unter den sonstigen Erträgen oder anderen Aufwendungen in der Berichtsperiode erfasst, sofern es sich bei den konzerninternen Vermögenswerten oder Schulden nicht um eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb handelt. In diesem Fall werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden von deren funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte selbstständig betreiben, ist die jeweilige funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und die Erträge und Aufwendungen aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, der aus Tageskursen ermittelt wird, umgerechnet. Diese Methode wird vereinfachend angewendet, weil die Erträge und Aufwendungen in Fremdwährungen in der Regel gleichmäßig anfallen und mögliche Unterschiede deswegen unwesentlich sind. Die aus der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral behandelt und als gesonderter Posten im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst. Auf die Umrechnungsdifferenzen aus Währungsumrechnung werden keine latenten Steuern gebildet, da das Mutterunternehmen in der Lage ist, die zeitliche Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich diese in absehbarer Zeit nicht auflösen werden. Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle VermögenswerteUnter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich Geschäfts- oder Firmenwerte, Marken, Technologien, Kundenbeziehungen und Auftragsbestände aus dem Erwerb von vollkonsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen. Daneben enthalten die immateriellen Vermögenswerte noch eigenentwickelte immaterielle Vermögenswerte sowie von Dritten erworbene Nutzungs- und Eigentumsrechte an einzelnen erworbenen immateriellen Vermögenswerten (Software, Patente, Prototypen, Konstruktionszeichnungen). Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, bei Vorliegen einer bestimmten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung ihrer jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Dabei erfolgt ein Ansatz nur bei hinreichender Wahrscheinlichkeit, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen zufließen wird und die Anschaffungskosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird im Wesentlichen unter Berücksichtigung der folgenden Kriterien geschätzt:
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Vorliegen aller Voraussetzungen des IAS 38.57 in Höhe der angefallenen, direkt zurechenbaren Entwicklungskosten angesetzt. Die Aktivierung der Kosten endet, wenn das Produkt fertiggestellt und allgemein freigegeben ist. Voraussetzung zur Aktivierung der Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38.57 die folgenden sechs Anforderungen, die in den vorliegenden Fällen vollständig erfüllt sind: 1. die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung und / oder zum Verkauf zur Verfügung steht, 2. die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und zu nutzen oder zu verkaufen, 3. die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, 4. der Nachweis des voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzens, 5. die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können und 6. die Fähigkeit der Gesellschaft, die dem Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten. Bei der Herstellung von Websites wurde gemäß SIC-32 auf eine Aktivierung von Relaunches verzichtet, wenn es sich dabei nur um ein Update der schon bestehenden Website handelte. Aufwendungen für allgemeine Entwicklung, die nicht die oben genannten Kriterien erfüllen, werden gemäß IAS 38 sofort als Aufwand erfasst. Abschreibungen von erworbenen und intern erstellten immateriellen Vermögenswerten erfolgen ebenfalls unter Zugrundelegung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen dabei ab dem Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Fertigstellung und Erreichung der Marktreife der intern erstellten immateriellen Vermögenswerte. Den Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern wesentlicher immaterieller Vermögenswerte zugrunde. Es gelten dieselben Abschreibungsdauern für von Dritten entgeltlich erworbene und intern erstellte immaterielle Vermögenswerte:
Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Markennamen unterliegen einer planmäßigen Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10 Jahren, die Technologien von 5 bzw. 10 Jahren und Kundenstämme von 5 und 7 bzw. 3 Jahren. Die Entwicklungskosten für Anlagen und Anlagenkomponenten werden aktiviert, sofern die Voraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie bei den Herstellungskosten angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab Produktionsstart planmäßig über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Soweit die aktivierten Entwicklungskosten noch nicht planmäßig abgeschrieben werden, wird mindestens einmal jährlich für jeden einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU) ein Wertminderungstest durchgeführt. Die Geschäftsunterlagen umfassen insbesondere technische, rechtliche und kaufmännische Dokumente (z. B. Bedienungsanleitungen, Prospekte, Werbematerial, Preislisten, Unterlagen über Verkaufs- und Vertriebsorganisationen, Marketing und Materialbeschaffung sowie Kunden- und Lieferantenlisten). Die Geschäftsunterlagen werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. SachanlagenDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer sowie außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen. Bei erworbenen gebrauchten Vermögenswerten wird die verbleibende Nutzungsdauer anhand der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und des Alters des Vermögenswertes geschätzt. Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen werden als laufender Aufwand erfasst. Die linearen Abschreibungen werden entsprechend dem erwarteten Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Grundstücke unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst. Bei Abgang eines Gegenstands des Sachanlagevermögens oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist, wird der Buchwert des Gegenstands ausgebucht. Der Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung einer Sachanlage ist die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Gegenstands und wird im Zeitpunkt der Ausbuchung in den sonstigen Erträgen oder anderen Aufwendungen erfasst. Sofern für den Erwerb oder die Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um diesen in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden die bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustands angefallenen und direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. Im laufenden sowie im vorhergehenden Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen VermögenswertenDer Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Unterscheidet sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes wesentlich von vorangegangenen Schätzungen, wird der Abschreibungszeitraum entsprechend geändert. Bei wesentlicher Veränderung des Abschreibungsverlaufes wird eine entsprechende Abschreibungsmethode gewählt. Bei allen immateriellen Vermögenswerten sowie allen Gegenständen des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des Buchwertes am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hinweisen, dass der Buchwert der Vermögenswerte nicht erzielbar sein könnte. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswertes den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswertes. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag, abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, der aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten ist. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört, ermittelt. Sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sämtliche immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und immaterielle Vermögenswerte, welche noch nicht genutzt werden, unterliegen keiner regelmäßigen Abschreibung. Sie werden zum 31. Dezember bzw. immer dann, wenn Indikatoren vorliegen, einem Impairmenttest unterworfen, um die Werthaltigkeit nachzuweisen. Die RENA Holding I GmbH bestimmt den erzielbaren Betrag grundsätzlich anhand von Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Diesen diskontierten Cashflows liegen Fünf-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplanungen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen sowie zusätzlichen externen Informationen. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert, die jedoch nicht über die Inflationserwartungen für die jeweiligen Einheiten hinausgehen. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Entwicklung des Nutzungswertes basiert, beinhalten die zukünftigen Cashflows (basierend auf prognostiziertem Umsatzwachstum und EBITDA-Marge), gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten und Steuersätze. Diese Prämissen sowie die zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte haben. Falls erforderlich, wird die Überprüfung der Werthaltigkeit nicht auf Ebene eines einzelnen Vermögenswertes durchgeführt, sondern auf Ebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten, denen der Vermögenswert zuzuordnen ist. Hierbei wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitiert. Finanzbeteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern es Anhaltspunkte für eine Wertminderung einer zu Anschaffungskosten bilanzierten Finanzbeteiligung gibt, wird für sie ein Werthaltigkeitstest durchgeführt und ggf. eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. LeasingverhältnisseGemäß IFRS 16 bilanziert der Konzern als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Konzernbilanz Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu Barwerten. Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden Leasingverhältnisse als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe bewertet und mit dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen angesetzt. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des jeweiligen Vermögenswertes berücksichtigt. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte; ist zum Ende eines Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, dass das Eigentum auf den Leasingnehmer übergeht, so wird der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, vollständig abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den Finanzverbindlichkeiten aus Leasing passiviert. Für Leasinggegenstände von geringem Wert (unter USD 5.000) und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht und die Zahlungen werden linear als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der Aufwand wird linear über die Laufzeit erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für den Leasingnehmer oder der Unterschied zwischen diesen Methoden und den tatsächlichen Leasingzahlungen ist unwesentlich. FinanzinstrumenteFinanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in folgende Bewertungskategorien unterteilt: Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte in die verschiedenen Kategorien beruht zum einen auf der Art, wie sie verwaltet werden (sog. Geschäftsmodellbedingung nach IFRS 9) und zum anderen auf den Charakteristika der mit dem finanziellen Vermögenswert einhergehenden Cashflows (sog. Zahlungsstrombedingungen nach IFRS 9). Die Klassifizierung wird zum Zugangszeitpunkt festgelegt und zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Der erstmalige Ansatz finanzieller Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und, sofern die Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, zuzüglich Transaktionskosten. Für Fremdkapitalinstrumente, deren Zahlungsstrombedingungen ausschließlich Zins und Tilgung auf den ausstehenden Nominalbetrag darstellen, wird basierend auf dem zu Grunde liegenden "Geschäftsmodell" entweder eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten ("Halten") oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ("Halten und Verkaufen") vorgenommen. Für alle verbleibenden Fremdkapitalinstrumente wird eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Fremdkapitalinstrumente, deren Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert und unterliegen den Wertminderungsvorschriften des IFRS 9. Für Eigenkapitalinstrumente ist eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorzunehmen. Davon ausgenommen sind nicht zu Handelszwecken gehaltene Eigenkapitalinstrumente, für die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich das Wahlrecht für eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert ausgeübt wird. Dieses auf Einzelfallbasis auszuübende Wahlrecht wird im RENA Konzern in Anspruch genommen. Die Konzerngewinne und -verluste aus Wertänderungen sind im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral zu erfassen. Eine Umgliederung dieser im sonstigen Ergebnis erfassten Wertänderungen in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfolgt nie. Dividendenzahlungen sind hingegen erfolgswirksam zu vereinnahmen. Die Eigenkapitalinstrumente unterliegen keinen Wertminderungsvorschriften. Für Fremdkapitalinstrumente, Derivate und Eigenkapitalinstrumente der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" sind direkt zurechenbare Transaktionskosten sowie Wertänderungen bei der Folgebewertung erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung zu erfassen. Sie unterliegen keinen Wertminderungsvorschriften. Im RENA Konzern werden aktuell keine Instrumente dieser Bewertungskategorie zugeordnet. IFRS 9 definiert das Modell der erwarteten Kreditverluste als Wertminderungsmodell für finanzielle Vermögenswerte. Grundsätzlich werden die erwarteten Kreditverluste (Expected Credit Losses) bereits bei Ersterfassung des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigt, wodurch es zu einer früheren Wertberichtigung kommen kann. Dabei sind zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste bei Fremdkapitalinstrumenten, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, je Finanzinstrument ratingabhängige Ausfallwahrscheinlichkeiten und marktübliche Ausfallquoten heranzuziehen. Bei RENA fallen im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den Anwendungsbereich. Finanzielle Verbindlichkeiten werden, soweit sie nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zuzurechnen sind, nach der erstmaligen Erfassung mit den fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode, bewertet. "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr und zum Bilanzstichtag hielt die RENA ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten. Käufe und Verkäufe von Finanzanlagen bzw. Wertpapieren aller Kategorien werden zum Erfüllungstag (Settlement Date) bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz saldiert ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht. Zudem muss beabsichtigt sein, einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen bzw. gleichzeitig mit der Realisierung des finanziellen Vermögenswerts die zugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Andernfalls werden der finanzielle Vermögenswert und die Verbindlichkeit unsaldiert in der Konzernbilanz ausgewiesen. In geringfügigem Maße werden hiermit in Zusammenhang stehende Aufwendungen und Erträge saldiert. Die nach IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" für jede einzelne Finanzinstrumentekategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Finanzinstrumente, die in der Konzernbilanz mit den beizulegenden Zeitwerten gezeigt werden. Bei den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellt der Buchwert grundsätzlich eine hinreichende Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Ist dies nicht der Fall, werden zusätzliche Angaben gemacht. Die übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten sind entweder kurzfristig oder werden mit dem variablen Marktzins verzinst. Die im Rahmen der Bewertungstechniken zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren werden in folgende Stufen eingeteilt: Stufe 1: Notierte Preise an aktiven, für das Unternehmen zugänglichen Märkten für den identischen Vermögenswert bzw. die identische Schuld Stufe 2: Andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind Stufe 3: Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind Mitunter können die zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld herangezogenen Inputfaktoren auf unterschiedlichen Stufen der Bewertungshierarchie angesiedelt sein. In derartigen Fällen wird die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in ihrer Gesamtheit auf derjenigen Stufe eingeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bemessung insgesamt wesentlich ist. Sofern bei wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen erforderlich sind, da bspw. ein Vermögenswert nicht mehr auf einem aktiven Markt gehandelt wird bzw. erstmalig gehandelt wird, erfolgt die Umgliederung zum Ende der Berichtsperiode. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, falls niedriger, zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. In die Herstellungskosten sind Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise werden Wertabschläge vorgenommen. Sonstige lang- und kurzfristige RückstellungenRückstellungen werden insoweit angesetzt, wie sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind. Sofern eine Abzinsung aufgrund der voraussichtlichen Fälligkeit der Rückstellung erforderlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert, der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Erstattungsansprüche werden gesondert aktiviert, wenn es so gut wie sicher ist, dass der Konzern die Erstattung bei Erfüllung der Verpflichtung erhält. Rückstellungen für Gewährleistungen werden auf Basis von Erfahrungswerten aus Vorjahren gebildet. Für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden, sofern aufgrund vergangener Ereignisse die unvermeidbaren Kosten der Vertragserfüllung über dem wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag liegen, Rückstellungen gebildet. Vertragliche VerbindlichkeitenVertragliche Verbindlichkeiten begründen eine Verpflichtung gegenüber den Kunden, wenn von Kunden erhaltene Zahlungen vor der Erbringung der zugesagten Leistung vereinnahmt beziehungsweise fällig werden. Vertragliche Verbindlichkeiten aus von Kunden erhaltenen Zahlungen werden um die erbrachten Leistungen reduziert. Enthält ein Vertrag mehrere separate Leistungsverpflichtungen, ist dennoch nur ein vertraglicher Vermögenswert oder eine vertragliche Verbindlichkeit aus diesem Vertrag auf Nettobasis zu ermitteln. Ertrags- und AufwandsrealisierungVerkauf von Gütern und Erbringung von DienstleistungenDie Umsatzerlöse enthalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um Skonti und Rabatte. Grundsätzlich werden die Umsatzerlöse erfasst, wenn die Verfügungsmacht über die Produkte oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht. Dies erfolgt entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum. RENA erfüllt die Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dies ist der Fall, wenn der Kunde den Vermögenswert nutzen kann und über den weiteren Gebrauch bestimmen kann. Der Verkauf der verschiedenen Produkte und Dienstleistungen erfolgt grundsätzlich zu marktüblichen Zahlungsbedingungen und beinhaltet keine Finanzierungskomponente. Die erhaltenen Gegenleistungen enthalten teilweise variable Kaufpreisbestandteile (z. B. Pönalen). Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erwarteten Gegenleistung. Rückgaberechten von Kunden wird durch die Aktivierung eines Vermögenswerts aus Rückerhaltsansprüchen und die Passivierung einer Rückerstattungsverbindlichkeit Rechnung getragen. Wesentliche Garantien über das gesetzliche Maß hinaus werden nicht gewährt. Zinsen und sonstige ErträgeZinserträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Finanzierungsgeschäft zufließen wird und die Höhe verlässlich bestimmbar ist. Die Erfassung erfolgt zeitanteilig (pro rata temporis) basierend auf der Effektivzinsmethode. Dividendenerträge werden zum Zeitpunkt des Gewinnausschüttungsbeschlusses realisiert. Sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zu Grunde liegenden Vertrags erfasst. Betriebliche AufwendungenBetriebliche Aufwendungen werden auf der Grundlage eines direkten Zusammenhangs zwischen den angefallenen Kosten und den entsprechenden Erträgen in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dann erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung. Öffentliche ZuwendungenÖffentliche Zuwendungen werden für bereits entstandene Aufwendungen aus dem Bereich der Forschung und Entwicklung und des Personalaufwandes gewährt. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Die Erträge unterliegen keinen unerfüllten Bedingungen oder anderen Erfolgsunsicherheiten. Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden ebenfalls zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst, sofern sie die Kriterien zur Aktivierung als selbsterstellten immateriellen Vermögenswert gemäß IAS 38 nicht erfüllen. Die gesamten aufwandswirksamen Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 8.606 (Vorjahr: TEUR 10.544). Sie umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten sowie die Kosten der Versuchsmaterialien und Werkzeuge. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten werden nach IAS 23 nur aktiviert, wenn sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können; sonstige Fremdkapitalkosten werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens aufwandswirksam berücksichtigt. ErtragsteuernDer Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus laufendem und latentem Steueraufwand dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die im Wirtschaftsjahr, in anderen Wirtschaftsjahren oder niemals zu versteuern bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Der Ertragsteuererstattungsanspruch oder die Ertragsteuerverbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird basierend auf Steuersätzen und Steuervorschriften, die am Bilanzstichtag gelten, berechnet. Latente Steuern stellen die erwarteten Steuerbe- und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften verglichen mit den Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS dar. Dabei kommt die bilanzorientierte Liability Methode zur Anwendung. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären und quasitemporären Differenzen erfasst, wogegen latente Steueransprüche für zu versteuernde temporäre und quasitemporäre Differenzen nur insoweit erfasst werden, wie es wahrscheinlich ist, dass zu versteuernde Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen Differenzen genutzt werden können. Hierbei sind nicht nur tatsächliche Gewinne, sondern auch solche aus der Auflösung passiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen zu berücksichtigen. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die Differenz (i) aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder (ii) aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden ergibt, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren und keinen Unternehmenszusammenschluss darstellen. Zusätzlich werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Bilanzstichtag geprüft und herabgesetzt, wenn es unwahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen wird, um den latenten Steueranspruch, insgesamt oder teilweise, zu nutzen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind anhand der Steuersätze bewertet, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Transaktionen, die im sonstigen Ergebnis oder erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasst wurden; in diesen Fällen werden die latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis bzw. erfolgsneutral im entsprechenden Eigenkapitalposten erfasst. Eventualschulden und EventualforderungenEventualschulden oder -forderungen liegen vor, wenn der Abfluss / Zufluss wirtschaftlicher Ressourcen unwahrscheinlich ist, also weniger als 50 % beträgt. Eventualschulden und -forderungen werden nicht in der Konzernbilanz angesetzt. Wenn Eventualschulden oder -forderungen identifiziert werden, werden diese im Konzernanhang angegeben. Gebrauch von Schätzungen und AnnahmenFür die Erstellung von Abschlüssen unter Beachtung der Veröffentlichungen des IASB sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die sowohl die Wertansätze in der Konzernbilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich beim RENA Konzern im Wesentlichen auf die Bewertung immaterieller Vermögenswerte aus Unternehmenserwerben, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bewertung von Vorräten, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die künftigen Inanspruchnahmen von Kauf- und Verlängerungsoptionen als Leasingnehmer. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt. Der RENA Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, oder wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Diese repräsentieren die unterste Ebene, auf welcher der Geschäfts- oder Firmenwert für die interne Unternehmensführung überwacht wird, wobei als zahlungsmittelgenerierende Einheit die jeweilige Gesellschaft definiert wurde. Die Prämissen sowie die zugrundeliegende Methodik bei der Durchführung des Werthaltigkeitstests können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten haben. Insbesondere die Ermittlung diskontierter Cashflows unterliegt in umfangreichem Ausmaß Planungsannahmen, die sensitiv auf Änderungen und damit auf die Werthaltigkeit reagieren können. Zum 31. Dezember 2022 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte TEUR 43.275 (Vorjahr: TEUR 48.247). Im Geschäftsjahr ist durch die Veräußerung der Tochtergesellschaften ein anteiliger Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 5.389 abgegangen. Detaillierte Angaben zu den immateriellen Vermögenswerten sowie den im Rahmen des Werthaltigkeitstests verwendeten Annahmen befinden sich in Ziffer (16). Der RENA Konzern schreibt erworbene Markenrechte, Technologien und Kundenstämme über einen Zeitraum (wirtschaftliche Nutzungsdauer) von 10 Jahren, 5 bzw. 10 Jahren, 5 und 7 bzw. 3 Jahren ab. Die Identifizierung und Bewertung der immateriellen Vermögenswerte im Rahmen der Verteilung der gesamten übertragenen Gegenleistung unterliegt einer Vielzahl von Prämissen und Annahmen, wie z. B. Höhe und Zeitraum der erwarteten Cashflows, verwendete Diskontierungszinssätze und Nutzungsdauern. Die Erstbewertung der immateriellen Vermögenswerte hat einen wesentlichen Einfluss auf den Buchwert dieser Vermögenswerte. Die bei der Folgebewertung verwendete Schätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer hat ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf den Buchwert der immateriellen Vermögenswerte. Zum Bilanzstichtag betrug der Buchwert der Markenrechte TEUR 501 (Vorjahr: TEUR 1.208), der Technologien TEUR 4.240 (Vorjahr: TEUR 6.905) und der Kundenstämme TEUR 1.496 (Vorjahr: TEUR 3.385). Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetzes- oder Vertragsanforderungen begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen (Ziffer (24)). Wenn ein Unternehmen des Konzerns Beklagte in einem Rechtsstreit ist und mehr für als gegen einen negativen Verfahrensausgang spricht, wird der Betrag als Prozessrisiko zurückgestellt, mit dem das Unternehmen bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich belastet wird. Dieser Betrag umfasst die durch das Unternehmen wahrscheinlich zu leistenden Zahlungen, wie insbesondere Schadensersatz und Abfindungen, sowie die erwarteten Verfahrenskosten. Im Falle unterschiedlicher möglicher Verfahrensausgänge wird anhand einer Wahrscheinlichkeitsverteilung ein gewichteter Betrag ermittelt (Erwartungswert). Wenn ein Unternehmen des Konzerns Beklagte in einem Rechtsstreit ist und mehr für als gegen einen positiven Verfahrensausgang spricht oder bei Prozessen, bei denen das Unternehmen Klägerin ist, sind lediglich die Verfahrenskosten zurückgestellt (Ziffer (24)). Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird in den Angaben für die jeweiligen Posten dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Wertminderungen auf Forderungen sowie der Wertansatz der latenten Steueransprüche. Angaben zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung(7) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
Aufteilung nach geographischen Märkten:
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2022 sowie im Vorjahr nicht getätigt. Mit rund Mio. EUR 69 wurde mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes in 2022 mit den Geschäftsfeldern Green Energy (Mio. EUR 24, Vorjahr: Mio. EUR 47), Wafering (Mio. EUR 26, Vorjahr: Mio. EUR 19) und Semiconductor (Mio. EUR 19, Vorjahr: Mio. EUR 15) erwirtschaftet. Weitere Mio. EUR 44 (Vorjahr: Mio. EUR 39) entfielen auf den Bereich Aftersales, welcher ca. 33 % (Vorjahr: 22 %) des Gesamtumsatzes einnahm. Die restlichen Mio. EUR 19 teilten sich der Bereich Glass mit ca. Mio. EUR 12 (Vorjahr: Mio. EUR 13), der Bereich MedTech mit ca. Mio. EUR 6 (Vorjahr: Mio. EUR 39) sowie der Bereich Additive Manufacturing mit Mio. EUR 1 (Vorjahr: Mio. EUR 1). Für die angearbeiteten Projekte des Vorjahres konnten im laufenden Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 127,5 (Vorjahr: Mio. EUR 135,7) realisiert werden. Für den wesentlichen Teil der angearbeiteten Projekte des Geschäftsjahres 2022 wird eine Umsatzrealisierung innerhalb eines Jahres (Vorjahr: innerhalb eines Jahres) erwartet. (8) Sonstige Erträge
Die sonstigen Erträge beinhalten im Wesentlichen die außerordentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Kundenprojekten (TEUR 59.099, Vorjahr: TEUR 0) sowie aus der Überlassung einer Lizenz (TEUR 9.663, Vorjahr: TEUR 0). In den sonstigen Erträgen sind außerdem periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.601 (Vorjahr: TEUR 3.330) enthalten. Diese beinhalten Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.533 (Vorjahr: TEUR 2.324), aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 47) sowie übrige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 0). Im Vorjahr fielen periodenfremde Erträge aus Zahlungseingängen für unter dem Nominalwert erworbene Forderungen in Höhe von TEUR 960 an. Die Erträge aus Förderprojekten und andere Zuschüsse betreffen mit TEUR 2.244 (Vorjahr: TEUR 1.794) im Wesentlichen die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen durch die öffentliche Hand. Die in den sonstigen Erträgen enthaltenen außerordentlichen Erträge beinhalten hauptsächlich Erträge aus bereits abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 0) sowie im Vorjahr Erträge aus einem erlassenen Förderdarlehen (TEUR 779). Das Darlehen wurde im Vorjahr von der US-amerikanischen Small Business Administration als Unterstützung der Personalzahlungen während der Corona-Pandemie gewährt und in der Folge erlassen. Im Vorjahr beinhalteten die übrigen sonstigen Erträge die Erträge aus der Neubewertung der Nutzungsrechte von Grundstücken und Gebäuden in Höhe von TEUR 244 (aktuelles Geschäftsjahr: TEUR 1), die sich aus der Ablösung bestehender Mietverträge durch Neuverträge ergaben. (9) Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen ErzeugnissenDie Bestandsveränderung in Höhe von TEUR -20.256 (Vorjahr: TEUR -1.792) resultiert im Wesentlichen aus dem Bestandsabbau der unfertigen Erzeugnisse in Form von hergestellten Maschinen, welche im Geschäftsjahr bei Kunden installiert werden konnten. Der Großteil des Bestandswerts an unfertigen Erzeugnissen am Bilanzstichtag ist bereits ausgeliefert und befindet sich in Installation. (10) Andere aktivierte EigenleistungenDie anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten Neuentwicklungen von Maschinen und Prozessen in den Bereichen Green Energy, Wafering, Glass und Semiconductor sowie Herstellungskosten für den Bau von Prototypen in Höhe von TEUR 3.478 (Vorjahr: TEUR 4.996). (11) MaterialaufwandDer Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 72.659 (Vorjahr: TEUR 74.328) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 10.381 (Vorjahr: TEUR 11.547). (12) PersonalaufwandDie Personalaufwendungen belaufen sich in 2022 auf TEUR 59.936 (Vorjahr: TEUR 56.328). Diese beinhalten Lohn- und Gehaltsaufwendungen mit TEUR 51.119 (Vorjahr: TEUR 47.884) sowie Beiträge des Arbeitgebers zur gesetzlichen Rentenversicherung und ähnlichen beitragsorientierten Versorgungsverpflichtungen mit TEUR 8.817 (Vorjahr: TEUR 8.445). Geldwerte Vorteile in Höhe von TEUR 455 (Vorjahr: TEUR 434) haben die Lohn- und Gehaltsaufwendungen gemindert. (13) Andere Aufwendungen
In den anderen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 299) enthalten. Davon resultieren TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 224) aus Verlusten aus Anlagenabgängen. Von den TEUR 2.522 (Vorjahr: TEUR 2.501) Miete und Leasing, Pachten, Raumnebenkosten betreffen TEUR 2.226 (Vorjahr: TEUR 1.911) Nebenkosten aus Miet- und Leasingverhältnissen sowie TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 590) Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen und aus geringwertigen Vermögenswerten. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen die Abwertung einer uneinbringlichen geleisteten Anzahlung an einen Lieferanten. Der negative Aufwand (Ertrag) für Gewährleistungen und sonstige vertragliche Verpflichtungen ergibt sich aus der Auflösung von Rückstellungen für vertragliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 796 (Vorjahr: TEUR 0), hauptsächlich aus der Veräußerung von Kundenaufträgen (siehe hierzu Ziffer (8)). (14) Finanzergebnis
Die Zinserträge beinhalten Zinsen aus lang- und kurzfristigen Darlehen, Zinsen aus Steuerforderungen und Zinsen für Guthaben bei Kreditinstituten. Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen aus Gesellschafterdarlehen und Bankdarlehen. Darüber hinaus sind Zinsaufwendungen aus Leasing in Höhe von TEUR 776 (Vorjahr: TEUR 673) enthalten. Die sonstigen finanziellen Aufwendungen beinhalten ausschließlich Aval- und Akkreditivkosten sowie Kreditprovisionen. (15) ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Als Ertragsteuern werden tatsächliche Steuern (im Inland die Körperschaftsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer, im Ausland vergleichbare Steuerarten) sowie latente Steuern, die sich im Wesentlichen aufgrund temporärer Differenzen ergeben, ausgewiesen. Der laufende Steueraufwand umfasst Steuererträge für Vorjahre in Höhe von TEUR 54 (im Vorjahr Steueraufwand: TEUR 3). Vom gesamten latenten Steuerertrag in Höhe von TEUR 710 (Vorjahr: TEUR 213) entfallen TEUR 1.014 (Vorjahr: TEUR 109) auf die Entstehung bzw. Umkehrung temporärer Differenzen, im Vorjahr außerdem TEUR 203 auf die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge. Dagegen wurden TEUR -304 (Vorjahr: TEUR -99) Aufwand aus der Auflösung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge angesetzt. Von den auf temporäre Differenzen entfallenden latenten Steuererträgen sind TEUR 1.292 (Vorjahr: TEUR 878) auf die durch Auflösungen und Abschreibungen der im Rahmen der Übernahme der RENA Technologies GmbH in den materiellen und immateriellen Vermögenswerten enthaltenen aufgedeckten stillen Reserven berücksichtigt. Aus der Veräußerung der Shanghai RENA Trading Co. Ltd. und der RENA Solar Technologies (Yiwu) Co. Ltd. resultiert ein Abgang von latenten Steuern in Höhe von TEUR 253. Darüber hinaus führt die Umrechnung der latenten Steuersalden zu den aktuellen Stichtagskursen zu einer Wertänderung in Höhe von TEUR 62. Der Ermittlung der laufenden und latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von unverändert 28,3 % zugrunde gelegt. Dieser ergibt sich als Summe aus dem Körperschaftsteuersatz zzgl. Solidaritätszuschlag sowie dem gewichteten Gewerbesteuersatz am Sitz der RENA Holding I GmbH sowie der Betriebsstätten (durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz der Gemeinden Gütenbach, Freiburg im Breisgau, Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Mehring, Mönchweiler, Regensburg und Freiberg: 356 %). Für die ausländischen Tochtergesellschaften wurde von den zum Abschlussstichtag gültigen bzw. verabschiedeten Steuersätzen ausgegangen. Diese betragen zwischen 17,00 % und 27,00 %. Für temporäre Differenzen auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 2.078 wurden keine latenten Steuern angesetzt, da die RENA Holding I GmbH in der Lage war, den zeitlichen Verlauf der Auflösung dieser temporären Differenzen zu steuern und es aufgrund der geplanten Verwendung der Gewinne für den Ausbau der Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften sowie des Abschlusses von Ergebnisabführungsverträgen zwischen der RENA Technologies GmbH, RENA Holding II GmbH und RENA Holding I GmbH wahrscheinlich war, dass sich die temporären Differenzen nicht in absehbarer Zeit auflösen werden. Der erwartete Ertrag für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernmuttergesellschaft RENA Holding I GmbH in Höhe von 28,3 % auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben würde, lässt sich auf den tatsächlichen Steueraufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie folgt überleiten:
Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen auf die folgenden Bilanzposten:
Eine Verrechnung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt, wenn eine Aufrechnung tatsächlicher Steueransprüche gegen tatsächliche Steuerschulden einklagbar ist. Ferner müssen sich die Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern desselben Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Aktive latente Steuern auf Steuergutschriften (sog. Tax Credits) wurden angesetzt, soweit die Unternehmensplanung in den Folgejahren Gewinne (unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorschriften) ausweist, durch welche die Verlust- und Zinsvorträge genutzt werden können, auf die Investitionen steuermindernd angerechnet werden können oder soweit passive latente Steuern vorliegen. Davon waren zum Bilanzstichtag im Sinne von IAS 12.82 aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.297 (Vorjahr: TEUR 1.323) bilanziert, die im Wesentlichen aus der geplanten Realisierung von Steuervorteilen der in einer Sonderwirtschaftszone angesiedelten Tochtergesellschaft resultieren. Angaben zur Konzernbilanz(16) Immaterielle Vermögenswerte
Die Zugänge bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 3.402 resultieren im Wesentlichen aus aktivierten Eigenleistungen für die Weiterentwicklung bestehender und neuer Produkte. Daneben sind geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 63 enthalten. Die Zugänge bei den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten in Höhe von TEUR 152 beinhalten aktivierte Eigenleistungen. Bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sind im Wesentlichen Zugänge von Lizenzen enthalten. Die Abgänge aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ergeben sich aus dem Verkauf der Kundenbeziehungen, Technologien und Marken durch die Veräußerung der Anteile an der Shanghai RENA Trading Co., Ltd. sowie an der RENA Solar Technologies (Yiwu) Co., Ltd. Der Abgang des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von TEUR 5.389 resultiert ebenfalls aus der Veräußerung der beiden Beteiligungen. Bei den von Dritten erworbenen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich hauptsächlich um die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse in 2019 erworbenen Markenrechte (Buchwert TEUR 501), Technologien (Buchwert TEUR 4.240) und Kundenstämme (Buchwert TEUR 1.496).
Die Zugänge bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau auf immaterielle Vermögenswerte resultierten im Vorjahr im Wesentlichen aus aktivierten Eigenleistungen für die Weiterentwicklung bestehender und neuer Produkte in Höhe von TEUR 3.024. Daneben waren geleistete Anzahlungen für Konstruktionsdienstleistungen für die Entwicklung von neuen Maschinentypen in Höhe von TEUR 528 enthalten, die zum Ende des Geschäftsjahres 2021 fertiggestellt und abgeschrieben wurden. In den Zugängen waren bei den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten in Höhe von TEUR 581 aktivierte Eigenleistungen beinhaltet. Erworbene Markennamen aus Unternehmenszusammenschlüssen haben eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die Markennamen werden zum Erwerbszeitpunkt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) allokiert. Diesen Cash Generating Units sind auch die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet. Sollten im Rahmen der Nutzungswertermittlung für die Geschäfts- oder Firmenwerte Impairmentrisiken aufgedeckt werden, wird eine außerplanmäßige Abschreibung nach IAS 36 vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen (Impairment) auf Markennamen, sonstige Internetdomains mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte waren nicht erforderlich. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Tochtergesellschaften Shanghai RENA Trading Co. Ltd., Shanghai, China, und die RENA Solar Technologies (Yiwu) Co. Ltd., Yiwu, China, veräußert. Beide Gesellschaften waren Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) RENA Technologies GmbH. Im Zuge der Veräußerung wurden diese aus der CGU abgespalten und ein partieller Abgang der zugeordneten immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Geschäfts- oder Firmenwerts wurde vorgenommen. Die vorgeschriebene jährliche Prüfung bestätigte die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte beträgt zum Jahresende TEUR 61.322 (Vorjahr: TEUR 69.336). Bei den mit TEUR 43.275 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerten handelt es sich um die Firmenwerte aus den folgenden Akquisitionen:
* aus der im Berichtsjahr getätigten
Veräußerung der RENA Shanghai und der RENA Yiwu
aus dem Teilkonzernverbund der RENA Technologies GmbH ergab
sich ein Abgang des Geschäfts- oder Firmenwerts in
Höhe von TEUR 5.389.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden in jedem Geschäftsjahr einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 auf Basis des Nutzungswertes entsprechend der in Textziffer (6) beschriebenen Vorgehensweise unterzogen, wobei als zahlungsmittelgenerierende Einheiten das jeweilige erworbene Unternehmen bzw. die jeweilige erworbene Unternehmensgruppe (RENA Technologies GmbH Gruppe sowie RENA Technologies North America LLC) definiert wurde. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte (GoF) und die immateriellen Vermögenswerte (iVW) mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden bei der vorgeschriebenen jährlichen Werthaltigkeitsprüfung zum 31. Dezember 2022 die folgenden Annahmen getroffen:
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden auf Basis der durchgeführten Impairmenttests ermittelt. Für den Geschäfts- oder Firmenwert der RENA Technologies North America LLC hätte weder ein um 1 %- Punkt höherer WACC noch eine Reduzierung der Gesamtleistung um 20 %-Punkte zu einer Unterschreitung des erzielbaren Betrags unter den Buchwert geführt. Für den Geschäfts- oder Firmenwert der RENA Technologies GmbH Gruppe würde erst eine Reduzierung der Gesamtleistung um 16 %-Punkte zu einer Unterschreitung des erzielbaren Betrags unter den Buchwert führen, ein um 1 %-Punkt höherer WACC würde sich nicht kritisch auswirken. Zum 31. Dezember 2022 bestanden keine vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten. Im Rahmen der Konsortialkreditvereinbarung sind die gewerblichen Schutzrechte (Marken / Patente / Patentanmeldungen) verpfändet. Der Buchwert der Besicherung für die gewerblichen Schutzrechte beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 698). Zur Konsortialkreditvereinbarung siehe Ziffer (23). (17) Sachanlagen
Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen aktivierte Nutzungsrechte aufgrund der Anwendung von IFRS 16 in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 10.483) bei Grundstücken und Gebäuden, TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 346) bei Technischen Anlagen und Maschinen und TEUR 1.590 (Vorjahr: TEUR 1.839) bei Betriebs- und Geschäftsausstattung. Längerfristige Leasingverträge bestehen insbesondere bei Immobilien, die vor allem Lager- und Bürogebäude betreffen. Zum 31. Dezember 2022 waren 29 Immobilienleasingverträge abgeschlossen, davon 21 mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr (im Vorjahr waren 25 Immobilienleasingverträge mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr abgeschlossen). Leasingverträge für technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung haben Restlaufzeiten von bis zu 6 Jahren. Die Leasingvertragskonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Bezüglich der Angaben zu den korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten wird auf die Ziffern (23) und (26) verwiesen. Die Abgänge aus der Veränderung des Konsolidierungskreises resultieren aus der Veräußerung der Anteile an der Shanghai RENA Trading Co., Ltd. sowie an der RENA Solar Technologies (Yiwu) Co., Ltd. Der verbleibende Betrag der Umbuchungen vom Sachanlagevermögen in das Umlaufvermögen mit einem Restbuchwert in Höhe von TEUR 32 bezieht sich auf die Änderung der Zweckbestimmung einer Produktionsanlage. Der Verkauf der Anlage wird für das Geschäftsjahr 2023 erwartet. Die Neubewertungen bei den Nutzungsrechten von Grundstücken und Gebäuden in Höhe von TEUR 1.936 resultieren aus ausgeübten Verlängerungsoptionen. Die Neubewertungen der Nutzungsrechte der Technischen Anlagen und Maschinen sowie der Nutzungsrechte der Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten Vertragsanpassungen.
Die Zugänge im Sachanlagevermögen betrafen im Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen aktivierte Nutzungsrechte aufgrund der Anwendung von IFRS 16. Die Neubewertungen bei den Nutzungsrechten von Grundstücken und Gebäuden resultierten aus der Ablösung bestehender Mietverträge durch Neuverträge sowie Vertragsanpassungen. Die Neuverträge waren in den Zugängen enthalten. Im Geschäftsjahr 2021 war in den Zugängen der Technischen Anlagen und Maschinen die aktivierte Entwicklungsleistung eines Prototyps in Höhe von TEUR 730 enthalten. Dieser wurde als Sacheinlage durch die RENA Technologies in die RENA Yiwu geleistet. Im Rahmen der Konsortialkreditvereinbarung sind Teile des beweglichen Anlagevermögens sicherungsübereignet (zur Konsortialkreditvereinbarung siehe Ziffer (23)). Der Buchwert der Besicherung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.362 (Vorjahr: TEUR 2.451). Des Weiteren besteht hinsichtlich der Sachanlagen im Geschäftsjahr eine Hypothek in Höhe von TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 817). Im Geschäftsjahr ergaben sich weder Hinweise auf einen Wertminderungsbedarf noch Wertminderungen im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsbetrachtung. Die Verpflichtungen des Konzerns aus Leasing sind durch Rechte der Leasinggeber an den Leasinggegenständen besichert. Zum 31. Dezember 2022 bestanden keine vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns für den Erwerb von Sachanlagen. (18) Vorräte
Im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsbetrachtung wurden im Geschäftsjahr 2022 bei den Vorräten Wertberichtigungen in Höhe von TEUR -68 (Vorjahr: TEUR -161) berücksichtigt. In 2022 wurde eine Zwischenergebniseliminierung in Höhe von TEUR 736 (Vorjahr: TEUR 1.498) vorgenommen. Die Zwischenergebniseliminierung kalkuliert sich aus den von verbundenen Unternehmen bezogenen Vorräten abzüglich eines operativen Profitabilitätsaufschlags, der aus der Produktion dieser Vorräte in den verbundenen Unternehmen erwirtschaftet wurde. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten werden im Rahmen der Konsortialkreditvereinbarung Teile des Vorratsvermögens beziehungsweise aus dem Verkauf resultierende Forderungen sicherungsübereignet (zur Konsortialkreditvereinbarung siehe Ziffer (23)). Zum Bilanzstichtag betragen die besicherten Vorräte TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). (19) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind bis auf die unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4) innerhalb eines Jahres fällig. Die erforderlichen Wertberichtigungen sind nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko bemessen. Die Wertberichtigung erfolgt aufgrund einzelfallbezogener Betrachtungen. Hierfür werden neben externen auch interne markt- und kundenbezogene Informationen herangezogen. Eine Inanspruchnahme der Wertberichtigung erfolgt, wenn mit einem Zahlungseingang nicht mehr zu rechnen ist oder ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde.
Aufwendungen aus der Erhöhung der Wertberichtigungen auf Forderungen bzw. Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen werden unter den anderen Aufwendungen bzw. sonstigen Erträgen ausgewiesen. Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:
Die Fälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Bezüglich des Bestands an nicht überfälligen und nicht wertberichtigten Forderungen bestehen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen bestehen im Wesentlichen in Euro und in US-Dollar. Mit Forderungskaufvertrag vom 22. August 2017 hat die RENA Technologies GmbH Bruttoforderungen in Höhe von Mio. EUR 5,0 gegen die RENA Solar Equipment Technical Services (Shanghai) Co., Ltd. zum Kaufpreis von Mio. EUR 1,4 von der RENA GmbH i. L. erworben. Die RENA besitzt damit Forderungen, die bereits bei Erwerb wertgemindert sind, gemäß IFRS 7.35N. Im Rahmen des Konsortialkreditvertrags sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.241 (Vorjahr: TEUR 1.120) zur Besicherung abgetreten (zur Konsortialkreditvereinbarung siehe Ziffer (23)). (20) Sonstige kurzfristige Forderungen und sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Im Rahmen des Konsortialkreditvertrags abzutretende Versicherungs- und Lizenzforderungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. (21) Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und FestgeldanlagenDer Posten Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Festgeldanlagen umfasst den Kassenbestand, Schecks, sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten. Als Sicherheiten im Rahmen des vorgenannten Konsortialkreditvertrags sind Guthaben auf den inländischen Bankkonten in Höhe von TEUR 5.604 (Vorjahr: TEUR 29.468) verpfändet (zur Konsortialkreditvereinbarung siehe Ziffer (23)). (22) EigenkapitalDas Stammkapital der RENA Holding I GmbH beträgt TEUR 25, ist in voller Höhe eingezahlt und wird größtenteils von den Equistone Partners Europe Funds ("EPE Funds") sowie von privaten Investoren gehalten. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 10.644 und dient der Eigenkapitalstärkung der Gesellschaft und somit dem Gläubigerschutz. Das kumulierte Ergebnis enthält die kumulierten Gewinne und Verluste des Konzerns. Darin sind Aufwendungen durch Abschreibungen und Auflösungen der im Rahmen der Übernahme der RENA Technologies GmbH sowie der Akquisition der RENA Technologies North America LLC in den materiellen und immateriellen Vermögenswerten enthaltenen aufgedeckten stillen Reserven sowie ein realisierter Ertrag im Zusammenhang mit einem passiven Unterschiedsbetrag aus der Akquisition der RENA Technologies Austria GmbH abzüglich latenter Steuererträge in Höhe von insgesamt TEUR 36.359 (Vorjahr: TEUR 26.313) enthalten. Das übrige Eigenkapital enthält die Rücklage für Umrechnungsdifferenzen, die alle Fremdwährungsunterschiede beinhaltet, die sich aus der Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften ergeben. Die Gesellschafter der RENA Holding I GmbH haben keinen Anspruch auf das kumulierte Ergebnis des Konzerns, sondern auf den Bilanzgewinn des Einzelabschlusses der RENA Holding I GmbH. Der Bilanzgewinn der RENA Holding I GmbH zum 31.12.2022 beträgt TEUR 37.332 (Vorjahr: TEUR 1.221). (23) Langfristige Finanzverbindlichkeiten, sonstige langfristige finanzielle und vertragliche Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen den langfristigen Teil der nachstehend erläuterten variabel- und festverzinslichen Darlehen sowie der Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital. Im Rahmen der Konsortialkreditvereinbarung vom 20. Februar 2019 wurden Darlehen in vier verschiedenen Tranchen aufgenommen und Genussrechte ausgegeben. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verbindlichkeiten aus dem Konsortialkredit beträgt 4,06 Jahre (Vorjahr: 4,95 Jahre), nachdem eine Tranche im Berichtsjahr vollständig getilgt wurde. Die Verzinsung der Darlehen aus dem Konsortialkredit setzt sich aus dem für die jeweilige Zinsperiode geltenden EURIBOR sowie einem vom Bruttoverschuldungsgrad abhängigen Aufschlag von 2,0 - 3,0 % bzw. von 2,25 - 3,25 % zusammen. Für das Genussrechtskapital ist eine Festvergütung in Höhe von 6,65 % und darüber hinaus eine ergebnisabhängige Vergütung von maximal 1,50 % des Nennbetrages vereinbart. Darüber hinaus bestehen zwei weitere Darlehen außerhalb des Konsortialkreditvertrags. Ein Darlehen wird mit 0,5% fest verzinst, beim zweiten Darlehen erfolgt die Verzinsung monatlich mit dem 1 Monats-WIBOR bzw. ab Dezember 2022 mit dem 1 Monats-EURIBOR plus 1,5%. Die durchschnittliche Restlaufzeit der beiden Darlehen beträgt 5,42 Jahre (Vorjahr: 6,42 Jahre). Als Sicherheiten für den Konsortialkredit einschließlich Avalrahmenkredit bestehen die Verpfändung von inländischen Bankkonten, die Sicherungsübereignung der Vorräte und des beweglichen Anlagevermögens, die Sicherungsabtretung von Forderungen (Globalzession aus Darlehen, aus Lieferungen und Leistungen, aus Versicherungen) sowie die Verpfändung von gewerblichen Schutzrechten und Geschäftsanteilen. Ebenfalls wurden im Rahmen des Konsortialkreditvertrags sämtliche Konzernforderungen der RENA Holding I GmbH, der RENA Holding II GmbH und der RENA Technologies GmbH sicherungsübereignet. Die Höhe dieser Sicherungsübereignung beläuft sich insgesamt auf einen Betrag in Höhe von Mio. EUR 74,0 (Vorjahr: Mio. EUR 83,2). Anzeichen für eine Inanspruchnahme bestehen zum Bilanzstichtag aufgrund der laufenden Erfüllung der Vertragspflichten nicht. Die Verbindlichkeiten aus Leasing beinhalten den langfristigen Teil der abgegrenzten Leasingraten und stellen zusammen mit dem kurzfristigen Teil den Gegenposten zu den aktivierten Nutzungsrechten dar (siehe auch Ziffer (32)). Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten ausschließlich langfristige Verbindlichkeiten aus einem nachrangingen Gesellschafterdarlehen sowie die dazugehörige Zinsabgrenzung. Das Darlehen weist zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von 12 Jahren (Vorjahr: 13 Jahre) auf. Der Zinssatz liegt sowohl im Geschäftsjahr 2022 als auch im Vorjahr bei 8 %. Kreditlinien des KonzernsIm Rahmen der Konsortialkreditvereinbarung vom 20. Februar 2019 wurde der Muttergesellschaft eine Avalkreditlinie in Höhe von TEUR 55.000 sowie eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von TEUR 5.000 gewährt. Die Avalkreditlinie kann bis zu TEUR 30.000 als Betriebsmittelkreditlinie genutzt werden. Die Betriebsmittelkreditlinie wurde zum Bilanzstichtag mit TEUR 2.500 (Vorjahr: TEUR 154) als Avalkreditlinie in Anspruch genommen. Die Avalkreditlinie sowie die Betriebsmittelkreditlinie haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Darüber hinaus bestehen zwei weitere Avalkreditlinien aus einer Warenkreditversicherung in Höhe von TEUR 10.000 bzw. TEUR 7.300 mit unbefristeter Laufzeit bzw. Laufzeit bis zum 31. Juli 2023. Die Kontokorrentlinie der RENA Polen ist mit einer Hypothek in Höhe von TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 817) besichert (siehe Ziffer (17)). Von der Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 545) sind zum Bilanzstichtag TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 49) in Anspruch genommen. Die RENA Austria hat die Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 100 mit TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 68) am Bilanzstichtag in Anspruch genommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurden sämtliche Zins- und Tilgungszahlungen fristgerecht geleistet sowie alle vertraglich vereinbarten Darlehensbedingungen erfüllt. (24) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen entfallen auf:
Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen wurden auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen hinsichtlich der Haftung des Konzerns für einen Gewährleistungszeitraum von einem Jahr geschätzt. Dementsprechend liegt die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen innerhalb von einem Jahr. Materielle Unsicherheiten bei der Bestimmung der Höhe bestehen nicht. Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Prozessrisiken. Das Ergebnis eines Rechtsstreits hängt vom Verlauf des Prozesses ab, dementsprechend ist die gebildete Rückstellung mit besonderen Unsicherheiten verbunden. Die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen liegt in der Regel innerhalb von zwölf Monaten. (25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 25.330 (Vorjahr: TEUR 13.519) umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Kosten. Sie sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig. Sie sind mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte nicht besichert. (26) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die Bankverbindlichkeiten betreffen Girokonten im Minus, den kurzfristigen Teil von variabel verzinslichen Darlehen sowie von einem festverzinslichen Darlehen. Die durchschnittliche Verzinsung der Darlehen aus dem Konsortialkreditvertrag liegt bei 2,91 % (Vorjahr: 2,81 %), die der übrigen Darlehen bei 3,55 % (Vorjahr: 1,75 %) (siehe Ziffer (23)). (27) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und vertragliche Verbindlichkeiten
Vertragliche Verbindlichkeiten stellen Verpflichtungen dar, dem Kunden die vertraglich vereinbarten Leistungen zu übertragen, wenn hierfür bereits Zahlungen seitens des Kunden geleistet wurden oder ein fälliger Anspruch besteht. Dabei handelt es sich um Aufträge, bei denen erhaltene oder fällige Kundenzahlungen die Gegenleistung des Konzerns übersteigen. Typischerweise werden im Anlagenbau regelmäßige Abschlagszahlungen gemäß Projektfortschritt vereinbart. Zumeist ist bereits vor Beginn der Arbeiten eine Kundenzahlung fällig. Dies führt dazu, dass im Laufe der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Projekte seitens der Kunden vorfinanziert werden. Während des Projekts werden weitere Zahlungen in Rechnung gestellt, die sich an den erreichten Projektmeilensteinen orientieren. Im Geschäftsjahr gab es keine nennenswerten Abweichungen zu diesem typischen Verhältnis zwischen Leistungserbringung und Kundenzahlung. Im Personalbereich betreffen die abgegrenzten Verbindlichkeiten Urlaubs- und Überstundenansprüche. Sonstige Angaben(28) Finanzielles RisikomanagementErgänzend zu den Ausführungen im Konzernlagebericht ("Chancen- und Risikenbericht") wird im Nachfolgenden explizit auf die Risiken, welche dem Konzern aus den verwendeten Finanzinstrumenten erwachsen, eingegangen. Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Leasingverbindlichkeiten sowie nachrangige Gesellschafterdarlehen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten besteht neben der Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns insbesondere in der Finanzierung von Akquisitionen. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. WährungsrisikoDer RENA Konzern ist Währungsrisiken aus Umsätzen und Einkäufen ausgesetzt, die in anderen Währungen als den jeweiligen Funktionswährungen der Konzernunternehmen abgewickelt werden. Die jeweiligen Funktionswährungen sind dabei hauptsächlich der Euro (EUR), der Polnische Zloty (PLN), der Taiwan Dollar (TWD) sowie bis zur Veräußerung der Shanghai RENA Trading Co., Ltd. und der RENA Solar Technologies (Yiwu) Co., Ltd. am 18. August 2022 der Chinesische Renminbi Yuan (CNY). Der Großteil der Kosten und Umsätze wird in Euro fakturiert, weshalb Wechselkursrisiken lediglich in den Fällen entstehen, in denen die Umsätze auf eine andere Währung lauten als die korrespondierenden Kosten. Per 31. Dezember 2022 bestehen keine Devisentermingeschäfte. Die Konzernpolitik sieht vor, keine Darlehen oder Finanzmittel in Fremdwährung zu Spekulationszwecken aufzunehmen oder zu gewähren. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden vorwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung des Finanzierungsgebers getätigt und jegliche Finanzinstrumente sind ausschließlich für operative Zwecke einzusetzen. Acht Unternehmen des RENA Konzerns haben ihren Sitz zum Stichtag 31. Dezember 2022 außerhalb des Euroraums. Da die Berichtswährung des RENA Konzerns der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Konzerngesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Durch diese Tochtergesellschaften außerhalb der Eurozone besitzt der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf deren funktionale Währungen lauten und für Konzernabschlusszwecke in Euro umgerechnet werden. Bei der Umrechnung der Posten der Gesamtergebnisrechnung mit dem Durchschnittskurs und der Bilanzposten mit dem Stichtagskurs entstehen Währungsdifferenzen, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf die Konzernbilanz quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse auf Basis der wesentlichen Währungen (PLN, TWD und im Vorjahr CNY) durchgeführt. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Währungssensitivität aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen zum 31. Dezember 2022 grundsätzlichen Wechselkursänderung des Polnischen Zloty (PLN) und des Taiwan Dollars (TWD).
ZinsänderungsrisikoUnter Zinsänderungsrisiko oder Zinsrisiko versteht der RENA Konzern negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage, die sich aus Zinssatzänderungen ergeben können. Das Zinsrisiko des Konzerns entsteht insbesondere durch langfristige, variabel verzinsliche Verbindlichkeiten. Der RENA Konzern führt ein Zinsrisikomanagement mit dem Ziel durch, das Zinsrisiko, die Zinserträge und die Zinsaufwendungen des Konzerns zu steuern. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen zum 31. Dezember 2022 grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Bei der Analyse wurden Zinserhöhungen um 1 % (im Vorjahr um 1 % bzw. aufgrund des damals noch negativen EURIBORS bis zum oberen Ende des vertraglich vereinbarten Zinskorridors) und Zinssenkungen um jeweils 1 % bzw. bis zum unteren Grenzwert des vertraglich vereinbarten Zinskorridors unterstellt. Die Annahme für Zinserhöhungen wurde in 2022 angepasst, da die variablen Zinssätze, bestehend aus EURIBOR und Zinsaufschlag, nicht nach oben begrenzt sind.
Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich hauptsächlich aus Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährungen. Das Eigenkapital würde sich entsprechend verändern. Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis (OCI) ergeben sich nicht. RohstoffpreisrisikoAufgrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Situation sowie der damit zusammenhängenden Energiekrise können die Rohstoff- und Energiepreise starken Preisschwankungen und -steigerungen unterliegen. Der Anteil an Rohstoffen, der starken Preisschwankungen unterliegt, ist im Verhältnis zum Gesamtvolumen unwesentlich. KreditrisikoMit Kreditrisiko wird die Gefahr eines ökonomischen Verlusts umschrieben, welcher dadurch entsteht, dass ein Kontrahent seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt ("Ausfallereignis"). Darin sind sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung inkludiert. Im operativen Geschäft betrifft dies insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das maximale Kreditrisiko entspricht dem Buchwert der in der Konzernbilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, wie beispielsweise die Einholung von Sicherheiten, die Vornahme von Kreditwürdigkeitsprüfungen aufgrund von Kreditauskünften und historischen Daten sowie die Vornahme von Abwertungen auf Forderungen. Das Risiko aus Kundenforderungen wird fortlaufend überwacht. Auslandsgeschäfte werden regelmäßig über Akkreditive abgesichert, um deren besondere Risiken zu minimieren. Dies geschieht in der Regel bis zum Zeitpunkt der Lieferung der Ware an den Kunden. Nach der Lieferrechnung entstehende und bilanziell zum 31. Dezember 2022 ausgewiesene Forderungen sind regelmäßig nicht über dokumentierte Bankgeschäfte oder Warenkreditversicherungen abgesichert. Es bestehen jedoch branchenübliche Eigentumsvorbehalte bis zur vollständigen Bezahlung der Ware durch den Kunden. Durch bankbestätigte Akkreditive werden auch länderspezifische Risiken minimiert. Wesentliche Ausfälle der weder wertgeminderten noch überfälligen kreditrisikobehafteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind zum Bilanzstichtag nicht erkennbar. Das Ausfallrisiko wird als gering eingestuft. Eine Risikokonzentration auf einzelne Kunden oder Kundengruppen, Länder und Regionen oder Währungen ist insofern zu beobachten, als dass RENA rund 44 % der Umsätze im asiatischen Raum tätigt und somit von der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Länder beeinflusst wird. Des Weiteren tätigt RENA im Geschäftsjahr mit 19 % wesentliche Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Wafering, mit 18 % im Bereich Green Energy und mit 15 % im Bereich Semiconductor, was wiederum zu einer möglichen Abhängigkeit von Kunden einer bestimmten Branche führt. Im Rahmen des Bezugs von Material oder Dienstleistungen ist es in Einzelfällen notwendig, Vorauszahlungen an Lieferanten zu leisten. Auch hieraus können sich Ausfallrisiken ergeben. Die Beträge sind nach Durchführung einer Bonitätsprüfung im Einzelfall durch Anzahlungsbürgschaften gesichert. Vertragspartner von Geld- und Kapitalanlagen sind mehrere nationale und internationale Institute. Eine Risikokonzentration bezüglich Kreditgewährung erfolgt durch den Konsortialkreditvertrag, ebenso erfolgt die Anlage von flüssigen Mitteln bei einigen wenigen Instituten. Zur Bewertung der erwarteten Verluste werden angemessene und belastbare Informationen herangezogen, die mit vertretbarem Aufwand zur Verfügung gestellt werden können. Die Ausfallrisiken werden anhand externer Bonitätsratings sowie interner Einschätzungen bestimmt. Zu jedem Stichtag werden finanzielle Vermögenswerte dahingehend untersucht, ob eine Verschlechterung der Kreditqualität eintrat, die eine Änderung der Einstufung nach IFRS 9 zur Folge hat. Ein Indikator dafür, dass ein Vermögenswert aus der Stufe 1 (Ermittlung der erwarteten Kreditverluste über einem Jahr) in die Stufe 2 (Ermittlung der erwarteten Kreditverluste über die Gesamtlaufzeit) umgegliedert wird, ist, wenn dieser seit mehr als 90 Tagen fällig ist. RENA wendet überwiegend den vereinfachten Ansatz (Ermittlung der erwarteten Kreditverluste über die Gesamtlaufzeit) für die Bewertung der Forderungen an. Indikatoren für die Verschlechterung der Kreditqualität von Stufe 1 oder 2 in Stufe 3 sind eine Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen, erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine (wahrscheinliche) Insolvenz des Schuldners. Die Überleitung der Wertminderungen vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022 nach Klassen stellt sich wie folgt dar:
LiquiditätsrisikoDie Entwicklung von Finanzmitteln und Finanzverbindlichkeiten wird fortlaufend ermittelt und regelmäßig überwacht. In internen Richtlinien sind Aufgaben und Zuständigkeiten des Liquiditätsmanagements und der Liquiditätsplanung geregelt. Mit Liquiditätsrisiko wird die Gefahr umschrieben, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann. Das Management überwacht die rollierende Vorausplanung der Liquiditätsreserven des Konzerns (ungenutzte Kreditlinien sowie Zahlungsmittel) auf Basis des erwarteten Kapitalzuflusses. Die Steuerung erfolgt zentral durch die RENA Technologies GmbH. Damit wird das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses überwacht. Neben den Zahlungsmitteln bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien, die die Liquiditätsversorgung des RENA Konzerns jederzeit gewährleisten. Das Ziel der Liquiditätssteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, zu jeder Zeit über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um die anfallenden Verbindlichkeiten zu ihrem Fälligkeitstermin begleichen zu können, sowohl unter gewöhnlichen als auch unter angespannten Bedingungen, ohne inakzeptable Verluste herbeizuführen oder das Ansehen des Konzerns zu schädigen. Der Konzern generiert liquide Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die operativen Liquiditätszuflüsse finden hauptsächlich Verwendung für die Finanzierung der Schwankungen im Working Capital, der Investitionen ins Anlagevermögen sowie für den Kapitaldienst der Finanzierungen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fälligkeit der vertraglich vereinbarten Zahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten. Hierbei werden die Zahlungsströme undiskontiert dargestellt und können somit von dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Betrag abweichen, da dieser teilweise auf abgezinsten Zahlungsströmen beruht. Es sind alle Instrumente einbezogen, die zum jeweiligen Stichtag im Bestand waren und für die Zahlungen bereits vertraglich vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge sind jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Variable Zinszahlungen wurden mit den letzten, vor dem jeweiligen Stichtag festgestellten Zinssätzen ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind dem frühestmöglichen Zeitraum zugeordnet.
Die vertraglichen Abflüsse aus Leasingverbindlichkeiten sind im Abschnitt (32) Leasing dargestellt. KapitalmanagementDie Grundlage für das Kapitalmanagement im RENA Konzern stellt die Eigenkapitalquote dar. Die Kapitalstruktur des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
(29) Zusätzliche Informationen über FinanzinstrumenteDieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzposten, die Finanzinstrumente enthalten. Finanzinstrumente sind in den folgenden Bilanzposten wie folgt enthalten:
AC: Amortised Cost / FVtOCI: Fair Value through other comprehensive income FVtPL: Fair Value through profit or loss
AC: Amortised Cost / FVtOCI: Fair Value through other comprehensive income FVtPL: Fair Value through profit or loss Die Zeitwerte jeder einzelnen Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Buchwerten. Der Grund hierfür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei langfristigen verzinslichen Schulden liegt die Ursache in der variablen Verzinsung zum Marktzinssatz. Der RENA Konzern nutzt in Einzelfällen derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zins- und von Devisenrisiken. Die Ermittlung der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt anhand von Referenzkursen und Bewertungsmodellen. Die Beurteilung, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen vorzunehmen sind, erfolgt am Bilanzstichtag. Die "zum Zeitwert bewerteten kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte" sind der Stufe 1 der FV- Hierarchie zuzuordnen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Nettogewinne/-verluste von Finanzinstrumenten:
Die der Bewertungskategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente" zuzuordnenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Währungskursanpassungen werden unter den sonstigen Erträgen bzw. den anderen Aufwendungen erfasst. Die gesamten Zinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, einschließlich Avalgebühren, Akkreditivgebühren und Kreditprovisionen, stellen sich wie folgt dar:
Die derivativen Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit vom Marktwert unter den sonstigen finanziellen Forderungen (positiver Marktwert) oder unter den Finanzverbindlichkeiten (negativer Marktwert) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 sowie im Vorjahr hielt der Konzern keine derivativen Finanzinstrumente. (30) Erläuterungen zur KonzernkapitalflussrechnungDie Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des RENA Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Schecks, sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten. In der Konzernbilanz sind Giroverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 68) in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und nicht in den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten enthalten. In der Konzernkapitalflussrechnung ist die Veränderung der Giroverbindlichkeiten jedoch als Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente dargestellt. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus der betrieblichen Tätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt, während der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgehend vom Jahresergebnis indirekt abgeleitet wird. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzposten können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden. Erhaltene Zinsen werden als Cashflow aus der Investitionstätigkeit klassifiziert. Gezahlte Zinsen werden als Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gezeigt.
(31) Eventualverbindlichkeiten und verpfändete VermögenswerteZum Bilanzstichtag bestehen im RENA Konzern keine Eventualverbindlichkeiten. Für Einzelheiten bezüglich verpfändeter Vermögenswerte siehe Ziffern (16), (17), (18), (19), (20), (21) und (23). (32) LeasingDer Konzern hat Leasingverträge als Leasingnehmer abgeschlossen. Diese betreffen vor allem Immobilien (insbesondere Büro-, Produktions- und Lagergebäude), technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, IT-Equipment sowie Fahrzeuge. Die Mindestlaufzeit bei Gebäuden beträgt ein bis zehn Jahre und bei den sonstigen Leasingverträgen zwei bis sechs Jahre. Der Konzern hat die Anwendungserleichterungen für Leasinggegenstände von geringem Wert (< 5.000 USD) sowie für kurzfristige Leasingverträge (12 Monate oder weniger) in Anspruch genommen. Ebenso wird die Erleichterung angewandt, die Servicedienstleistungen von Fahrzeugleasingverträgen direkt als Aufwand zu erfassen. Die Leasingraten aus darunterfallenden Leasingverträgen werden entsprechend als Leasingaufwand unter den anderen Aufwendungen erfasst. Die Aufwendungen für Leasingverhältnisse, die sich aus in Anspruch genommener Anwendungserleichterungen ergaben, betrugen im Berichtsjahr TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 590). Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Leasingverhältnissen, die unter die Anwendungserleichterungen fallen und wie folgt fällig sind:
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende zukünftige Verpflichtungen aus Leasingverträgen, die nicht unter die Anwendungserleichterungen fallen:
Die Verträge beinhalten teilweise übliche Verlängerungs- und Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen beinhalten im Geschäftsjahr zwei Sale & Lease Back Verträge (im Vorjahr drei) mit einem Buchwert zum Stichtag in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 21). Die Leasingzahlungen von bis zu einem Jahr entfallen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 6) und von mehr als einem und bis zu fünf Jahren in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0) auf die Sale & Lease Back Verträge. Der Barwert der Leasingzahlungen von bis zu einem Jahr beträgt TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 5) sowie von mehr als einem und bis zu fünf Jahren TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0). Der Periodenaufwand aus den Leasingzahlungen beträgt für die Sale & Lease Back Verträge im Geschäftsjahr TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 29). Im Geschäftsjahr wurden Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.377 geleistet. Die Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten werden im Finanzergebnis unter Ziffer (14) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr ergaben sich weder Wertminderungen auf Nutzungsrechte noch Aufwendungen für variable Leasingzahlungen. (33) MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2022 beschäftigte der RENA Konzern im Jahresmittel 1.042 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.031). Diese teilen sich in 967 Angestellte (Vorjahr: 965) und 75 Teilzeitkräfte (Vorjahr: 66) auf. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 betrug die Mitarbeiterzahl 1.032 (Vorjahr: 1.043). Daneben waren durchschnittlich 42 Auszubildende und Praktikanten im Geschäftsjahr 2022 beschäftigt (Vorjahr: 41). Die Anzahl der Beschäftigten im Ausland betrug durchschnittlich 500 (Vorjahr: 501). (34) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIAS 24 fordert die Angabe von Personen oder Unternehmen, die den RENA Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden. Die Angabepflicht erstreckt sich auch auf (nahestehende) Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben können, d. h. die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens beeinflussen, das Unternehmen jedoch nicht beherrschen. Der RENA Holding I GmbH nahestehende Personen sind die Mitglieder der Geschäftsführung, Gesellschafter einschließlich deren Familienangehörige sowie Unternehmen, auf die die RENA Holding I GmbH, die Mitglieder der Geschäftsführung und deren nahestehende Personen einen maßgeblichen Einfluss oder Beherrschung ausüben können. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Anteile des RENA Konzerns werden größtenteils von den Equistone Partners Europe Funds ("EPE Funds") sowie von privaten Investoren gehalten. Es besteht somit ein Beherrschungsverhältnis durch die EPE Funds. Management in SchlüsselpositionenBei den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen handelt es sich um die Geschäftsführung sowie die oberste Führungsebene der Gesellschaft, die unmittelbar an der Wertentwicklung des Unternehmens beteiligt wird. Für Angaben zu Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen wird auf die Ausführungen in Ziffer (36) verwiesen. Sonstige Transaktionen mit NahestehendenGeschäftsvorfälle zwischen der Konzernmuttergesellschaft und nahestehenden Unternehmen, die ihre Tochtergesellschaften sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in diesen Anhangangaben nicht erläutert. Transaktionen mit derzeitigen und ehemaligen Mitgliedern der Führungsorgane werden in Ziffer (36) aufgeführt. Darüber hinaus bestanden und bestehen folgende Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des RENA Konzerns und nahestehenden Personen, wie in IAS 24 definiert:
Der Zinsaufwand im Geschäftsjahr 2022 betrifft die aus den Vorjahren erhaltenen Gesellschafterdarlehen. Hinsichtlich der Vertragsbedingungen verweisen wir auf die Ausführungen in Ziffer (23) zu der Laufzeit und der Verzinsung der Darlehen. Neben den Darlehensverbindlichkeiten und Zinsaufwendungen mit nahestehenden Personen bestehen sonstige Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Diese stellen sich wie folgt dar:
(35) Organe der GesellschaftGeschäftsführung der RENA Holding I GmbH, Gütenbach Jürgen Ningelgen, Geschäftsführer, Königsfeld im Schwarzwald Peter Schneidewind, Geschäftsführer, Küsnacht / Schweiz Auf die Angabe der Bezüge der Organe i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde gemäß § 314 Abs. 3 i. V. m § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (36) Transaktionen mit Mitgliedern des Managements in SchlüsselpositionenDie Bezüge des Managements in Schlüsselpositionen, also der Geschäftsführung sowie der obersten Führungsebene der Gesellschaft, die unmittelbar an der Wertentwicklung des Unternehmens beteiligt ist, betrugen im Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 1.657 (Vorjahr: TEUR 1.545). (37) Honorare des Abschlussprüfers
(38) Ereignisse nach dem BilanzstichtagVorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. (39) Befreiung gem. § 264 Abs. 3 HGB und § 291 Abs. 2 HGBAufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags der RENA Holding I GmbH mit ihrer Tochtergesellschaft RENA Holding II GmbH, der Einbeziehung der RENA Holding II GmbH in den Konzernabschluss der RENA Holding I GmbH sowie der Erfüllung aller sonstigen Voraussetzungen, wird die RENA Holding II GmbH die Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen. Die RENA Holding II GmbH wird in den Konzernabschluss der RENA Holding I GmbH, Gütenbach, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister zur Veröffentlichung eingereicht. Die RENA Holding I GmbH erstellt einen befreienden Konzernabschluss nach § 291 Abs. 2 HGB für die RENA Holding II GmbH. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags der RENA Holding I GmbH mit der RENA Holding II GmbH und der RENA Holding II GmbH mit der RENA Technologies GmbH, der Einbeziehung der RENA Technologies GmbH in den Konzernabschluss der RENA Holding I GmbH sowie der Erfüllung aller sonstigen Voraussetzungen, wird die RENA Technologies GmbH die Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen. Die RENA Technologies GmbH wird in den Konzernabschluss der RENA Holding I GmbH, Gütenbach, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister zur Veröffentlichung eingereicht. Die RENA Holding I GmbH erstellt einen befreienden Konzernabschluss nach § 291 Abs. 2 HGB für die RENA Technologies GmbH.
Gütenbach, den 28. Juni 2023 RENA Holding I GmbH Die Geschäftsführung Peter Schneidewind Jürgen Ningelgen Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RENA Holding I GmbH, Gütenbach PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der RENA Holding I GmbH, Gütenbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RENA Holding I GmbH, Gütenbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 28. Juni 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Uwe Harr, Wirtschaftsprüfer Stefan Fauß, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
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