Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 21955
Eingetragen
25.4.2006
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Kunststoffen in Primärformen
Gegenstand
Entwicklung & Konstruktion von Produkten und Spritzgießwerkzeugen sowie Produktion von Spritzgussteilen im gesamten Bereich der Kunststofftechnik, insbesondere für die Automobilindustrie, Haushaltsgeräteindustrie, Kommunikationsindustrie und Sportindustrie.

Historie

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Management

NameRolle
Markus Pohl
seit 14.8.2007
Vorstandsmitglied
Erwin Müller
seit 27.6.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

emQtec AG

Friedberg

Jahresabschluss zum 31.12.2007

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

Die emQtec AG mit Sitz in Friedberg ist ein technologisch führender Systemanbieter im Bereich des Formenbaus und der Kunststoffspritzgusstechnik und hat sich auf qualitativ hochwertige Nischenprodukte spezialisiert.

Die Gesellschaft ist in den zwei Geschäftsfeldern Kunststoffspritzgusserzeugnisse (mit Schwerpunkt Haushaltgeräte und Automobilsektor) und Formenbau tätig.

Die Produktion ist an den Standorten Friedberg-Derching und Augsburg-Haunstetten konzentriert. Wichtigste Absatzmärkte sind Deutschland und Europa. Wesentlicher Standortvorteil ist dabei die Nähe zu namhaften Kunden.

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Für die Entwicklung der Geschäftstätigkeit der emQtec AG ist das allgemeine konjunkturelle Umfeld in Deutschland und Europa entscheidend. Dabei kommt insbesondere der Automobilkonjunktur und den PKW-Absatzzahlen sowie der Nachfrage nach Haushaltsgeräten wesentliche Bedeutung zu.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2007

Die Weltwirtschaft ist in den ersten drei Quartalen im Jahr 2007 erneut gewachsen. Im letzten Quartal 2007 kam es jedoch zu einem Konjunktureinbruch, der alle drei großen Weltwirtschaftsregionen betraf, nämlich Westeuropa, Nordamerika und Asien.

Für 2008 deuten die wirtschaftlichen Erwartungen auf eine weitere konjunkturelle Verlangsamung hin. Diese negative Erwartung stützt auch der Weltwirtschaftsindikator des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) gemäß seiner neuesten Veröffentlichung.

In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2007 erneut um 2,5 Prozent. Wachstumsmotor in Deutschland war trotz des starken Euro der Export. Der private Konsum blieb unverändert schwach; der Investitionszyklus bei den Ausrüstungen ist jedoch weiterhin dynamisch.

Entwicklung der Branchenkonjunktur

Die deutsche Automobilindustrie konnte ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent steigern. Die Neuzulassungen lagen in Deutschland jedoch mit insgesamt 3.482.279 Stück um 7,7 Prozent unter dem Vorjahreswert (Quelle: VDA Jahreszahlen 2007).

Die Haushaltgeräteindustrie bleibt ein stabiler Markt. Die Exportumsätze konnten in 2007 um rund 5 Prozent gesteigert werden. Aufgrund vorgezogener Käufe im Zusammenhang mit der Umsatzsteuererhöhung musste der inländische Gesamtumsatz im Jahr 2007 einen leichten Rückgang von 2 Prozent verzeichnen. Das noch zur Jahresmitte 2007 für möglich gehaltene Erreichen des Umsatzniveaus vom Boomjahr 2006 wird damit knapp verfehlt. Dennoch liegen die Umsätze in 2007 deutlich über dem Niveau von 2005 (Quelle: ZVEI Zahlenspiegel 2007/2008).

Eigene Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung verlief im Segment Spritzguss, im Gegensatz zum Segment Werkzeugbau, aus Sicht des Unternehmens insgesamt positiv. Die Umsätze konnten zwar im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,5 Prozent gesteigert werden, dafür ist das handelsrechtliche Jahresergebnis vor allem infolge einmaliger Sondereffekte (positiv: Veräußerungsgewinne Anlagevermögen, negativ: Außerordentliche Aufwendungen in Zusammenhang mit der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds) gesunken.

Als mittelständisch geprägter Zulieferer der Haushaltsgeräte- und Automobilbranche ist das Unternehmen nach wie vor einem sich unverändert verschärfenden Preis- und Margendruck bei gleichzeitig hohen Rohstoff- und Energiepreisen ausgesetzt. Trotz verbesserter Konjunktur konnten Kostensteigerungen nicht entsprechend weiterbelastet werden. Im Automotivsektor übertraf die Mengen- die Umsatzentwicklung, was angesichts steigender Rohstoff-, Energie- und Transportkosten zu einer Erosion der Erträge führte. Die Auslastung der Produktionsanlagen lag in 2007 bei ca. 76 Prozent (7 Tage-Woche).

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSBERICHT

Zur Stärkung der Marktposition hat die Gesellschaft im Bereich Formen- und Werkzeugbau Entwicklungsziele festgelegt, die zusammen mit renommierten Kunden aktiv verfolgt werden.

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Formenkonzepte für Kleinstückzahlen und Nischenprodukte sowie Neuentwicklungen in der Hybridtechnik, mit denen deutliche Gewichtsreduzierungen im Fahrzeugbau erreicht werden sollen.

VERGÜTUNGSBERICHT

• Vergütung der Vorstandsmitglieder

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder der emQtec AG setzt sich aus mehreren Vergütungsbestandteilen zusammen. Im Einzelnen handelt es sich um eine fixe Vergütung der Vorstandsmitglieder ("Fixum") sowie um Nebenleistungen.

Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beraten und regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands insgesamt sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfelds.

Zu den Vergütungsbestandteilen im Einzelnen:

• Erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten (Fixum)

Als Fixum erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die Angemessenheit des Fixums wird in Zeitabständen von mindestens einmal alle zwei Jahre überprüft.

• Nebenleistungen

Als Nebenleistung wird den Vorstandsmitgliedern jeweils ein Dienstwagen zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt.

• Erfolgsabhängige Vergütungskomponenten

Die Gesamtvergütung des Vorstands enthält keine variablen Bestandteile, da die Vorstandsmitglieder unmittelbar oder mittelbar als Aktionäre an der Gesellschaft beteiligt sind, so dass es keiner darüber hinausgehenden Anreizwirkung bedarf.

• Leistungen im Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit

Den Vorstandsmitgliedern sind keine Pensionszusagen erteilt.

• Aktienoptionsprogramm oder sonstige Vergütungskomponenten mit langfristiger

Anreizwirkung

Ein Aktienoptionsprogramm besteht bei der emQtec AG nicht. Den Vorstandsmitgliedern werden auch keine sonstigen variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter gewährt.

• Vergütung der Vorstandsmitglieder im Einzelnen

Die Gesamtvergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands beläuft sich im Geschäftsjahr 2007 auf TEUR 275. Auf Grund des Beschlusses der Hauptversammlung der emQtec AG vom 16. Juni 2006 unterbleibt die Angabe der Vorstandsbezüge im Einzelnen.

• Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Laut § 14 der Satzung der emQtec AG erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine Aufwandsentschädigung, die durch die Hauptversammlung festgesetzt wird. Die Hauptversammlung hat am 27. April 2006 die Vergütung des Aufsichtsrats festgelegt. Hiernach erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine Vergütung von jeweils € 1.500,00 p.a., wobei dem Aufsichtsratsvorsitzenden das Doppelte, also EUR 3.000,00 p.a. und dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden das 1,5-fache, also EUR 2.250,00 p.a. bewilligt wird. Ist ein Aufsichtsratsmitglied nicht für ein volles Kalenderjahr bestellt, erhält es eine entsprechende zeitanteilige Vergütung.

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates keine erfolgsabhängige Vergütung.

Des Weiteren erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen und Spesen sowie Ersatz der etwa auf ihre Vergütung und Auslagen entfallenden Umsatzsteuer, sofern eine ordnungsgemäße Rechnung vorgelegt wird.

Die den Aufsichtsratsmitgliedern im Geschäftsjahr 2007 gewährte Gesamtvergütung beträgt insgesamt EUR 7.125,00.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH § 289 Abs. 4 HGB

• Zu § 289 Abs. 4 Nr. 1 HGB

Das gezeichnete Kapital der emQtec AG betrug zum Bilanzstichtag 4,0 Mio. EUR und ist eingeteilt in 4,0 Mio. Stückaktien. Die Aktien des Mutterunternehmens lauten auf den Inhaber. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

• Zu § 289 Abs. 4 Nr. 2 HGB

Sämtliche Altaktionäre haben sich vor Börsengang verpflichtet, die von ihnen weiterhin gehaltenen Aktien (Sperr-Aktien) innerhalb von 12 Monaten weder börslich noch außerbörslich, weder direkt noch indirekt zu veräußern oder zu verkaufen. Diese Sperrfrist lief am 14. Juli 2007 aus.

Dem Vorstand sind keine weiteren Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

• Zu § 289 Abs. 4 Nr. 3 HGB

Mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten per 31.12.2007 die nachfolgend aufgeführten Anteilseigner:

Stern Capital Management AG: Stimmrechtsanteil 33,88 Prozent

MEM Holding GmbH: Stimmrechtsanteil 29,98 Prozent.

• Zu § 289 Abs. 4 Nr. 4 HGB

Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnis verleihen.

• Zu § 289 Abs. 4 Nr. 5 HGB

Bei der emQtec AG gibt es kein Mitarbeiter-Aktienprogramm.

• Zu § 289 Abs. 4 Nr. 6 HGB

Die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern orientiert sich an den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 5 der Satzung.

Satzungsänderungen können nach Maßgabe der §§ 133, 179 AktG beschlossen werden. Ergänzend zu dieser gesetzlichen Bestimmung enthält § 15 der Satzung der emQtec AG, dass der Aufsichtsrat befugt ist, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

• Zu § 289 Abs. 4 Nr. 7 HGB

Der Vorstand ist durch die Satzung vom 18. März 2006 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. April 2011 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.500.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2006/I).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2006 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31. März 2011 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 500.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2006/II).

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 09. August 2007 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 08. Februar 2009.

• Zu § 289 Abs. 4 Nr. 8 HGB

Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, existieren nicht.

• Zu § 289 Abs. 4 Nr. 9 HGB

Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen sind, existieren nicht.

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

• Ertragslage

Die emQtec AG ist Rechtsnachfolgerin der Stern Kunststoff-Beteiligungs GmbH, Grünwald. Durch Anwachsung wurde mit Wirkung zum 31. März 2006 der gesamte Geschäftsbetrieb der früheren Edgar Emele Kunststofftechnik-Präzisionsformen GmbH & Co. KG auf die emQtec AG übertragen.

Aus diesem Grund sind die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2007 nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Die Zahlenangaben der Gewinn- und Verlustrechnung aus dem Geschäftsjahr 2006 beziehen sich nur auf einen Zeitraum von 9 Monaten, da die Anwachsung, wie oben geschildert, erst zum 31. März 2006 erfolgte. Bei der Angabe von Vorjahreswerten innerhalb der Ertragslage handelt es sich um den Zeitraum von 12 Monaten, sodass die Edgar Emele Kunststofftechnik Präzisionsformen GmbH & Co. KG mit berücksichtigt ist.

Die emQtec AG konnte im Geschäftsjahr 2007 den Umsatz weiterhin steigern. Basis hierfür ist die strategische Ausrichtung, sich im Automobilsektor auf die Nischenmodelle zu konzentrieren und in allen Segmenten und Bereichen auf hohe Qualität zu achten.

Mit Umsatzerlösen von 26,0 Mio. EUR (Vorjahr 25,6 Mio. EUR) gelang der emQtec AG ein leichtes Umsatzplus von 1,5 Prozent. Der Umsatz für Formen- und Spritzgussbau ist darin mit 4,5 Mio. EUR enthalten.

Die Gesamtleistung konnte ebenfalls gesteigert werden auf 26,8 Mio. EUR (Vorjahr 26,3 Mio. EUR).

Trotz steigender Rohmaterialkosten für Kunststoffgranulate und Werkzeugstahl konnte die sich in Relation zur Gesamtleistung ergebende Materialquote mit ca. 56,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (55,9 Prozent) nahezu konstant gehalten werden.

Auch künftig ist davon auszugehen, dass die Rohstoffe knapp sind und die weltweite Nachfrage weiter steigen wird. Die Beschaffungsstrategie muss daher weiterhin auf die Bevorratung zu günstigen Preisen ausgerichtet sein und nicht auf Just-in-Time zu Marktpreisen.

Die Personalaufwandsquote beträgt 20,0 Prozent (Vj. 19,1 Prozent) gemessen an der Gesamtleistung.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) für das Geschäftsjahr 2007 beträgt rund 1,81 Mio. EUR und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 0,25 Mio. EUR verschlechtert.

2007
Mio. EUR
Jahresfehlbetrag - 3,74
+ Zinsaufwendungen 0,78
- Zinserträge - 0,20
+ außerordentliches Ergebnis 5,03
+/- Steuern - 0,06
= EBIT 1,81
+ Abschreibungen 0,69
= EBITDA 2,50

Das Finanzergebnis beträgt -0,58 Mio. EUR (Vj -0,34).

Das Ergebnis des Geschäftsjahres ist daher wesentlich geprägt durch die Abschreibungen der ausgereichten Darlehen (T€ 3.300), der Verrechnungskonten (T€ 602) und der Beteiligung (T€ 27) sowie der passivierten Rückstellung für drohende Inanspruchnahme (T€ 1.100) betreffend die ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds in Höhe von 5,03 Mio. EUR, sowie durch einen Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,99 Mio. EUR aus der Veräußerung einer Teilfläche eines Grundstücks. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr einmalige Mieterträge in Höhe von 0,46 Mio. EUR zugegangen.

Kennzahlen zur Ertragslage im Überblick:

2007
Mio. EUR
2006
Mio. EUR
Umsatz 26,04 25,65
Periodenergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 1,81 1,56
Periodenergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2,50 2,01
Finanzergebnis - 0,58 - 0,50
Periodenergebnis nach Steuern - 3,74 - 0,05

• Auftragslage

Da es sich bei fast allen Spritzgussaufträgen um mehrjährige Kontrakte handelt, ist in diesem Bereich mit einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten zu rechnen.

Beim Formenbau haben wir zum Jahreswechsel einen Auftragsbestand von rund 3,2 Mio. EUR in den Büchern.

Aufgrund dieser Aufträge wird mit Folgeaufträgen im Segment Spritzguss gerechnet, sodass gegenwärtig eine gute Auftragslage zu verzeichnen ist.

• Vermögens- und Finanzlage

Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 4,4 Mio. EUR. Darin enthalten sind insbesondere:

Erweiterung der Logistikhalle

Übernahme von Betriebs- und Geschäftsausstattung von Pfaff-Silberblau

Industrieroboter und Spritzgießmaschine

Die Beteiligung an der emQmed GmbH (inkl. Ausleihung)

Ausleihung an die Tochtergesellschaft ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds; diese Ausleihung wurde im Berichtsjahr voll wertberichtigt

Erweiterung im Bereich IT

Betreffend die Beteiligung an der emQmed GmbH ist Folgendes auszuführen:

Die bis zur Hauptversammlung im August 2007 erwarteten Synergieeffekte aus der Beteiligung an der Hallufix GmbH (mittelbar über die emQmed GmbH) konnten bis heute nicht genutzt werden. Eine Zusammenarbeit in der Zukunft zeichnet sich ebenfalls nicht ab. Somit verbleibt es mittelfristig bei den beiden Segmenten Spritzguss und Formenbau.

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Geschäftsjahresende auf 23,92 Mio. EUR.

Das Anlagevermögen ist um 0,3 Mio. EUR auf 14,9 Mio. EUR leicht gesunken. Hierbei standen Verminderungen bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen aus gesunkener Investitionstätigkeit Erhöhungen bei den Finanzanlagen von TEUR 500 gegenüber, wobei hierin die Abschreibungen auf die Ausleihungen sowie die Anteile an der ITM Nürnberg International Tools and Moulds in Höhe von Mio. EUR 3,3 bereits mindernd berücksichtigt sind.

Die kurzfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 9,0 Mio. EUR gegenüber 8,5 Mio. EUR im Vorjahr. Darin enthalten ist vor allem ein Anstieg an Fertigerzeugnissen und Waren. Dies resultiert aus einer erhöhten Bevorratung an Fertigprodukten im Haushaltgerätebereich.

Das Eigenkapital sank auf 7,7 Mio. EUR gegenüber 11,5 Mio. EUR im Vorjahr. Darin enthalten ist der Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. 3,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 32,4 Prozent inklusive Mezzanine-Kapital und 22,0 Prozent ohne Einbeziehung des Mezzanine-Kapitals.

Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen auf 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 8,7 Mio. EUR).

Bilanzkennzahlen im Überblick

2007 2006
Anlagevermögen in TEUR 14.933 62,4 % 15.173 63,9 %
Umlaufvermögen in TEUR 8.867 37,1 % 8.505 35,9 %
Rechnungsabgrenzungen in TEUR 117 0,5 % 41 0,2 %
Bilanzsumme in TEUR 23.917 100,0 % 23.719 100,0 %
Eigenkapital in TEUR 7.750 32,4 % 11.487 48,4 %
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 8.285 34,6 % 3.556 15,0 %
Kurzfristiges Fremdkapital 7.882 33,0 % 8.676 36,6 %
Bilanzsumme in TEUR 23.917 100,0 % 23.719 100,0 %

• Liquiditätsentwicklung

Die Liquiditätssituation ist zum Jahresende mit einem Zahlungsmittelbestand von 1,0 Mio. EUR angemessen. Im Berichtsjahr wurde ein cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,2 Mio. EUR erzielt.

Im Berichtsjahr flossen 1,5 Mio. EUR liquide Mittel aus der Veräußerung eines Teilgrundstücks zu. Daneben wurden Forderungen im Rahmen eines echten Factorings verkauft. Der Zahlungsmittelzufluss wurde im Wesentlichen zur Tilgung von Krediten verwendet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die kurzfristige Finanzierung der im Vorjahr erworbenen Immobilie in Derching in langfristige Darlehen umgeschichtet. Die Finanzierungskosten haben sich gegenüber dem Vorjahr durch den Erwerb des künftigen Betriebsgrundstücks Ende 2006 erhöht.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Jahresfehlbetrag sind als Sondereffekte der Veräußerungsgewinn aus einem Grundstücksverkauf in Höhe von 0,99 Mio. EUR sowie Mieterträge aus dem im Berichtsjahr erworbenen und noch nicht selbstgenutzten Betriebsgrundstück in Derching (0,46 Mio. EUR) zu nennen. Gegenläufig haben sich die außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds in Höhe von 5,0 Mio. EUR ausgewirkt.

Nach Eliminierung dieser Sondereinflüsse zeigt sich beim Betriebsergebnis ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, der auf gestiegene Aufwendungen (Material, Personal, Leiharbeitnehmer) zurückzuführen ist, die nicht vollständig durch entsprechende Umsatzerhöhungen ausgeglichen werden konnten.

MITARBEITER / PERSONALMANAGEMENT

Die emQtec AG beschäftigte zum Bilanzstichtag 149 Mitarbeiter (Vorjahr 150). Zusätzlich wurde auch auf saisonale Beschäftigung von Leiharbeitskräften zurückgegriffen, damit die fixen Personalkosten so gering wie möglich gehalten werden konnten.

In den Mitarbeiterzahlen sind insgesamt 13 Auszubildende (Vorjahr 13) enthalten. Das Spektrum der Ausbildung umfasst dabei technische Berufe wie Werkzeugmacher, Kunststoff-Formgeber und Verfahrensmechaniker, aber auch kaufmännische Berufe.

UMWELTBERICHT

In den produzierenden Unternehmensbereichen fallen keine schädlichen Immissionen oder Emissionen an.

NACHTRAGSBERICHT

In einem Nachtragsbericht sind Vorgänge von besonderer Bedeutung zu nennen, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. Folgende Vorgänge haben nach dem 31.12.2007 stattgefunden:

Die emQtec AG hat am 28. Mai 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft beschlossen, den Geschäftsbetrieb der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds, einer 100%igen Tochtergesellschaft der emQtec AG, mit Wirkung zum Ablauf des 31. Mai 2008 einzustellen und die Gesellschaft zu liquidieren.

Diese Entscheidung war nach sorgfältiger Prüfung von Vorstand und Aufsichtsrat zwingend notwendig, um der wirtschaftlichen Situation der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds kurzfristig zu begegnen und die durch die ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds verursachten Verluste zu begrenzen, nachdem zunächst eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen erfolglos geblieben sind und andere von Vorstand und Aufsichtrat geprüfte Handlungsalternativen sich als nicht erfolgsversprechend erwiesen haben.

In diesem Zusammenhang haben wir in unterschiedlichen Szenarien mögliche monetäre Konsequenzen aus diesem Beschluss ermittelt und entsprechend dem Ergebnis eines "Realistic-Case-Szenarios" über die Abschreibungen der Beteiligung, der Verrechnungskonten und der Ausleihungen eine Rückstellung in Höhe von 1,1 Mio. € eingestellt. Da in die Ermittlung dieses Betrages unterschiedliche Schätzungen eingeflossen sind, können sich im Jahr 2008 Veränderungen nach unten oder nach oben ergeben.

RISIKOBERICHT

Das Risikomanagementsystem der emQtec AG identifiziert und dokumentiert konzernweit ergebnis- oder bestandsgefährdende Risiken. Eine regelmäßige Risikoerhebung bewertet alle Risiken, die die Geschäftsentwicklung des Konzerns beeinflussen könnten. Abhängig vom Ergebnis werden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung mit hoher Priorität erarbeitet und zeitnah umgesetzt.

Das Risikoprofil des emQtec-Konzerns zeigt nachfolgende potenzielle Einzelrisiken.

• Gesamtwirtschaftliche Risiken

Ein schwer einzuschätzendes Risikopotenzial stellt die derzeitige Subprime-Krise, ausgelöst durch die USA, an den Finanzmärkten dar. Zum einen könnte dies den privaten Konsum in wesentlichen Absatzmärkten der Automobilindustrie und Haushaltgeräteindustrie negativ beeinflussen; zum anderen könnte die verminderte Vergabe von Krediten zu einem allgemeinen Wachstumshemmnis für Unternehmen werden.

Ein weiteres Risikopotenzial steckt in den anhaltend hohen Rohstoffpreisen und der Verknappung am Weltmarkt. Die emQtec AG steht als Zulieferer der Automobil- und Haushaltgerätehersteller in direkter Abhängigkeit zur Geschäftsentwicklung dieser Branchen. Diesen Risiken begegnet der Konzern mit einem konsequenten Kostenmanagement.

Auch hohe Energiepreise beeinträchtigen die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die zum Ende des Jahres 2008 auslaufenden Energiekontrakte können aus heutiger Sicht nur mit erheblichen Kosten verlängert werden. Diesen Risiken begegnen wir mit einem klaren Energiekonzept zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Steigende Preise könnten die Konsumbereitschaft in Europa ebenfalls bremsen sowie weiter steigende Abgaben und Soziallasten.

Überproportional ansteigende Personalkosten könnten vor allem im Niedriglohnbereich Produktionsverlagerungen ins Ausland fördern und damit den Wegfall von Arbeitsplätzen nach sich ziehen.

• Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Forderungsausfälle aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr der emQtec AG sind in größerem Umfang nicht zu erwarten, da die Kundenstruktur in erster Linie Großkonzerne beinhaltet, die eine gesicherte Liquidität aufweisen. Eine zeitnahe Debitorenbearbeitung sowie der im Berichtsjahr erfolgte Verkauf der wesentlichen Forderungen aus dem Spritzgussgeschäft an Factoringgesellschaften vermindert dieses Risiko.

• Finanzmarktrisiken

Bestehende Fremdmittel von Kreditinstituten wurden im Wesentlichen variabel auf Basis des Euriborsatzes abgeschlossen. Das damit einhergehende Zinsrisiko wurde durch Zinsswaps in ausreichender Höhe abgesichert.

Des Weiteren werden benötigte Maschinen über Leasing finanziert.

• Rechtliche Risiken

Das Unternehmen ist derzeit nicht in Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Situation haben könnten.

Nicht vorhersehbare Schäden sind durch Versicherungen abgedeckt, soweit dies wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Zur Optimierung der Versicherungsbedingungen und zur Anpassung an die aktuelle Risikosituation wird in regelmäßigen Abständen eine Analyse aller wesentlichen Versicherungsverträge vorgenommen und bei Bedarf eine Anpassung vereinbart.

• Personalrisiko

Durch stetige Fortbildung unserer Mitarbeiter in technischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht wird die Verfügbarkeit des notwendigen Know-hows gesichert.

Nach wie vor leidet die Branche unter akutem Fachkräftemangel. Die Verknappung von qualifiziert ausgebildetem Personal am Markt könnte in Einzelfällen dazu führen, dass kurzfristig Engpässe entstehen könnten. Die stetige Ausbildung neuer Fachkräfte mindert dieses Risiko.

• Qualitätsrisiko

Um die hohen Qualitätsansprüche ihrer Kunden zu erfüllen, verfolgt die emQtec AG eine anspruchsvolle Qualitätsstrategie, die den Einsatz geeigneter Qualitätsmanagementsysteme und die von den Kunden geforderten Zertifizierungsnormen beinhaltet. Durch eine intensive Zusammenarbeit und eine offene Kommunikation auf technischer Ebene über alle Stufen der Prozesskette vom Kunden bis zum Lieferanten werden Qualitätsrisiken minimiert.

• Risiken aus der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds

Aus der im Nachtragsbericht geschilderten Entwicklung bei der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds ergeben sich Risiken aus der Beendigung von Kunden-/ Lieferanten-/ Arbeits- und sonstigen Verträgen, die im vorliegenden Jahresabschluss entsprechend einem "Realistic-Case-Szenario" berücksichtigt worden sind. Der Vorstand ist aktiv in den Liquidationsprozess eingebunden.

Trotz der sich im Jahresabschluss ergebenden Belastungen im Zusammenhang mit der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds und der hieraus resultierenden Covenantsverletzung aus einem Kreditengagemant geht der Vorstand aufgrund zwischenzeitlich geführter Gespräche von einer Fortführung dieses Engagements aus.

• Gesamtrisiko

Aufgrund des bei emQtec implementierten Frühwarnsystems kann das Management bestehende Risiken frühzeitig wahrnehmen und durch geeignete Maßnahmen beherrschen.

Noch nicht im Jahresabschluss berücksichtigte Risiken, aus denen eine Gefahr für den Fortbestand des Konzerns abgeleitet werden könnten oder mit einem nennenswerten Schadens- und Gefährungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der emQtec AG sind derzeit nicht erkennbar.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2007 sind über den Sachverhalt "ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds" hinaus keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung für die Einschätzung der Risikolage der emQtec AG gewesen wären.

PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

• Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

• Rahmenbedingungen

Auf Basis der Einschätzung des Instituts der Wirtschaftsforschung (ifo) ist in 2008 mit einer konjunkturellen Verlangsamung zu rechnen. Inwieweit diese Entwicklung auch negative Auswirkungen auf das Konsumverhalten hat, sind sich die Experten noch uneinig.

• Branchensituation

Der Haushaltsgerätemarkt bleibt auf einem konstant hohen Niveau. Für 2008 rechnet die Hausgerätebranche mit weiterem Wachstum. Schon allein der anhaltende Trend zu energieeffizienten und gut ausgestatteten und innovativen Geräten wird den Umsatz beleben. Hier mag auch die steigende Anzahl an Single-Haushalten eine weitere Rolle spielen.

Der Automobilmarkt wird im Euro-Raum stagnieren; lediglich in Asien ist derzeit mit größeren Zuwächsen zu rechnen.

• Chancen für das Unternehmen

Der Automobilmarkt ist weiterhin gekennzeichnet durch eine zunehmende Individualisierung der Kundenbedürfnisse und -wünsche.

Vor diesem Hintergrund geht emQtec zuversichtlich davon aus, dass die Strategie (Nischenmodelle) immer mehr zum Tragen kommt und auf diese Weise die Auftragseingänge auf konstantem Niveau gehalten werden können.

Da größere Zuwächse im Automobilbereich hauptsächlich im asiatischen Raum zu erwarten sind, wurden die Planungen, einen zusätzlichen Auslands-Produktionsstandort in der Türkei zu errichten, forciert. Von dort aus kann sowohl die Automobilindustrie als auch die Haushaltgeräteindustrie für den Arabisch / Asiatischen Markt bedient werden.

Die emQtec AG wird das Leistungsangebot entlang der Wertschöpfungskette weiter ausbauen, auf höchstmögliche Qualität achten und vor allem die Chancen, die sich durch die Nischenpolitik ergeben, konsequent nutzen.

Mittelfristig ist geplant, die beiden Produktionsstandorte Augsburg und Friedberg zusammenzulegen und die nicht mehr benötigen Flächen zu verkaufen. In dem Produktionsgebäude in Friedberg werden alle Spritzgussmaschinen und Montageanlagen untergebracht. Damit wird ein wesentlicher Schritt zur Rationalisierung in der Produktion und Logistik gemacht. Die Synergien daraus sind Kostenreduzierung im Personalbereich sowie im logistischen Aufwand und in der Kommunikationstechnik. Die entsprechenden Finanzierungsalternativen werden derzeit durch den Vorstand geprüft.

Das Werk in Friedberg liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahn A8. Die A8 wird derzeit sechsspurig ausgebaut und der neue Autobahnanschluss Augsburg-Ost liegt dann in 500 Meter Entfernung von der emQtec AG.

Im Geschäftsjahr 2008 werden Ersatzinvestitionen im Maschinenpark sowie Kapazitätserweiterungen im Rahmen der Planung durchgeführt.

• Ausblick auf die zukünftige Geschäftsentwicklung

Unter der Voraussetzung, dass sich das Konsumverhalten insgesamt nicht wesentlich verschlechtert und die beschriebenen Risiken ausbleiben, erwartet der Vorstand für das kommende Geschäftsjahr ein Wachstum bei Umsatz und Ergebnis, das sich in allen Segmenten widerspiegeln wird.

Unter diesen Bedingungen geht die emQtec AG nach den durch die ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds im abgelaufenem Geschäftsjahr verursachten Ergebnisbelastungen von einer positiven Entwicklung der Gesellschaft in Folgejahren aus. Umsatzwachstum ist dabei nicht das alleinige Unternehmensziel. Die emQtec AG ist bestrebt, eine hohe Eigenkapitalausstattung sowie eine positive Entwicklung der Finanzlage im Konzern zu erzielen. Im Fokus der emQtec AG steht das Bestreben, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

 

Friedberg/Derching, den 10. Juni 2008

Der Vorstand

gez. Erwin Müller, Vorstandsvorsitzender

gez. Markus Pohl, Vorstandsmitglied

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2007

AKTIVA

31.12.2007
31.12.2006
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.043,50 88.054,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 11.237.139,48 12.040.337,20
2. technische Anlagen und Maschinen 573.822,00 624.765,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.648,10 392.052,60
12.196.609,58 13.057.155,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.770,00 27.500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.500.000,00 2.000.000,00
2.527.770,00 2.027.500,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.528.018,75 1.675.681,92
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 704.850,25 627.964,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.395.912,43 1.595.809,30
4.628.781,43 3.899.455,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.965.707,34 3.806.480,81
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € - 62.000,00 (€ - 45.060,42)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.855,63 225.870,91
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00 (€ 0,00)
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.259.987,64 346.522,89
3.247.550,61 4.378.874,61
- davon gegen Gesellschafter € 53.060,58 (€ 12.211,68)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 4.370,10 (€ 4.370,10)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 990.681,86 227.146,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 116.682,28 40.758,14
23.917.119,26 23.718.943,92

PASSIVA

31.12.2007
31.12.2006
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000.000,00
II. Kapitalrücklage 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Bilanzverlust - 3.750.346,84 - 12.663,79
- davon Verlustvortrag € - 12.663,79 (€ 0,00)
IV. Genussrechtskapital 2.500.000,00 2.500.000,00
7.749.653,16 11.487.336,21
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 92.437,88
- davon latente Steuern € 0,00 (€ 0,00)
2. sonstige Rückstellungen 1.800.685,66 527.041,07
1.800.685,66 619.478,95
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.780.036,62 8.459.286,05
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.495.021,55 (€ 4.903.661,05)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren € 2.768.758,86 (€ 1.850.000,00)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 187.344,63 163.160,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 187.344,63 (€ 163.160,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.129.481,37 2.372.179,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 3.129.481,37 (€ 2.372.179,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 269.917,82 617.503,71
14.366.780,44 11.612.128,76
- davon aus Steuern € 50.012,94 (€ 78.936,28)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00 (€ 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 269.917,82 (€ 617.503,71)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren € 0,00 (€ 0,00)
23.917.119,26 23.718.943,92

GEWINN- und VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007

Euro 2007
Euro
2006
Euro
1. Umsatzerlöse 26.036.917,73 19.221.675,11
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 761.468,04 789.176,50
3. sonstige betriebliche Erträge 2.370.358,94 936.459,89
29.168.744,71 20.947.311,50
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 13.546.449,16 - 9.648.156,66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 1.573.639,16 - 15.120.088,32 - 1.808.401,28
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 4.568.334,64 - 3.131.223,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 789.181,72 - 653.719,49
davon für Altersversorgung (46.557,05) - 5.357.516,36 (36.090,62)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 691.225,17 - 450.336,37
7. sonstige betriebliche Aufwendungen - 6.144.165,71 - 4.268.682,80
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 371.467,46
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 195.096,52 36.063,26
davon aus verbundenen Unternehmen (79.433,75) (13.506,86)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 777.646,82 - 379.695,64
davon an verbundene Unternehmen (0,00) (0,00)
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.273.198,85 1.014.626,76
12. außerordentliche Aufwendungen - 5.029.148,90 - 834.303,10
13. außerordentliches Ergebnis - 5.029.148,90 - 834.303,10
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 58.253,40 - 80.437,36
15. sonstige Steuern - 39.986,40 - 69.253,10
16. Vergütung Genussrechtskapital 0,00 - 82.500,00
17. Jahresfehlbetrag - 3.737.683,05 - 51.866,80

ANHANG für das Geschäftsjahr 2007

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der emQtec AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Nach § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB gilt die Gesellschaft als große Kapitalgesellschaft, da sie einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 des Wertpapierhandelsgesetzes durch von ihr ausgegebene Wertpapiere in Anspruch nimmt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

B. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

Aufgrund der Umstrukturierungen im Vorjahr ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nicht unmittelbar gegeben. Durch die zum 31.03.2006 erfolgte Anwachsung der Edgar Emele Kunststofftechnik-Präzisionsformen GmbH & Co. KG ist das Ergebnis des ersten Quartals 2006 unter den Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von T€ 371 ausgewiesen.

Um die Vergleichbarkeit dennoch zu erreichen, werden die nachfolgenden Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt.

emQtec AG 2007 emQtec AG 2006 Edgar Emele Kunststofftechnik-Präzisionsformen GmbH & Co. KG für den Zeitraum 01.01.-31.03.2006 Summe Ergebnisveränderungen
T€ % T€ % T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 26.037 97,2 19.222 96,1 6.432 102,9 25.654 97,7 383
Bestandsveränderung 762 2,8 789 3,9 - 182 - 2,9 607 2,3 155
Gesamtleistung 26.799 100,0 20.011 100,0 6.250 100,0 26.261 100,0 538
sonstige betriebliche Erträge 2.370 8,8 936 4,7 25 0,4 961 3,7 1.409
Betriebsleistung 29.169 108,8 20.947 104,7 6.275 100,4 27.222 103,7 1.947
Materialaufwand - 15.120 - 56,4 - 11.457 - 57,3 - 3.222 - 51,5 - 14.679 - 55,9 - 441
Personalaufwand - 5.358 - 20,0 - 3.785 - 18,9 - 1.233 - 19,7 - 5.018 - 19,1 - 340
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Werte - 691 - 2,6 - 450 - 2,2 - 142 - 2,3 - 592 - 2,3 - 99
sonstige betriebliche Aufwendungen - 6.144 - 22,9 - 4.268 - 16,7 - 1.025 - 16,4 - 5.293 - 20,2 - 851
Ergebnis unabhängige Steuern - 40 - 0,1 - 69 - 0,3 - 11 - 0,2 - 80 - 0,3 40
Betriebsaufwand - 27.353 - 102,0 - 20.029 - 100,1 - 5.633 - 90,1 - 25.662 - 97,8 - 1.691
Betriebsergebnis 1.816 6,8 918 4,6 642 10,3 1.560 5,9 256
Beteiligungsergebnis 0 0,0 371 1,8 0 0,0
Zinsergebnis - 583 - 2,2 - 344 - 1,7 - 91 - 1,5
ordentliches Unternehmensergebnis 1.233 4,6 945 4,7 551 8,8
außerordentliches Ergebnis - 5.029 - 19,3 - 834 - 4,2 - 101 - 1,6
Vergütung für Genussrechtkapital 0 0,0 - 83 - 0,4 0 0,0
Ergebnis vor Gewinnsteuern - 3.796 - 14,7 28 0,1 450 7,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag 58 0,2 - 80 - 0,4 - 79 - 1,3
Jahresergebnis - 3.738 - 14,5 - 52 - 0,3 371 5,9

Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen

Die Aufwendungen für Leihpersonal wurden im Berichtsjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, im Vorjahr unter den Löhnen und Gehältern ausgewiesen. Erträge aus geldwertem Vorteil wurden im Berichtsjahr unter den Löhnen und Gehältern erfasst, im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden gemäß § 265 Abs. 2 Satz 3 HGB die Vorjahreszahlen angepasst.

C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der emQtec AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis fünf Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten aktiviert und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Für Gebäude wurden Nutzungsdauern von 10 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 14 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre zugrunde gelegt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 410,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen

Ausleihungen zum Nennwert abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Werkzeuge sowie der fertigen Erzeugnisse umfasst Einzelkosten und steuerrechtlich anzusetzende Gemeinkosten. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung sind berücksichtigt worden. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe, die regelmäßig ersetzt wurden und deren Gesamtwert von nachrangiger Bedeutung ist, wurden nach §§ 256 Satz 2, 240 Abs. 3 HGB zum Festwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Mit einem Ausfallrisiko behaftete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden einzelwertberichtigt. Die Pauschalwertberichtigung aus Lieferungen und Leistungen wurde wie im Vorjahr mit 1% des Nettobetrags der zum Bilanzstichtag offenen, nicht einzelwertberichtigten Forderungen berechnet.

Bankguthaben und Kassenbestände sind mit dem Nennbetrag, Fremdwährungsbestände zum niedrigeren Kurs des Bilanzstichtags bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern bei Verbindlichkeiten in ausländischer Währung die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Die Umrechnung von auf Fremdwährung lautenden Posten erfolgt zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs. Soweit bei Forderungen / Verbindlichkeiten ein gesunkener / gestiegener Wechselkurs bestand, ist eine Abwertung der Forderung / Aufwertung der Verbindlichkeit erfolgt.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Bilanzposten enthält selbst genutzte EDV-Programme sowie Nutzungsrechte.

Sachanlagen

Bei den Abgängen von Sachanlagen wurden Buchgewinne in Höhe von T€ 1.031 (im Vorjahr T€ 0,8) realisiert.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die emQmed GmbH sowie die ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds, welche im Berichtsjahr auf 1 € abgeschrieben wurde. In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird ein mit 0,5% p.a. verzinsliches langfristiges Darlehen an die emQmed GmbH ausgewiesen. In 2008 wurde betreffend dieses Darlehen ein Beschluss über die Einstellung in die Kapitalrücklage bei der emQmed GmbH in Höhe von T€ 2.500 gefasst. Die im Vorjahr ausgewiesenen Ausleihungen an die ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds in Höhe von T€ 2.000, sowie im Berichtsjahr zusätzlich ausgereichte Ausleihungen in Höhe von T€ 1.300 wurden in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Auf das Finanzanlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 3.300 vorgenommen. Hierbei handelt es sich um ausgereichte Darlehen an die ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds. Daneben wurde die Beteiligung an der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds in voller Höhe wertberichtigt (T€ 27).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Steurerstattungsansprüche in Höhe von T€ 862 (im Vorjahr T€ 273) und den Kaufpreiseinbehalt aus Factoring in Höhe von T€ 234. Des Weiteren werden hier neben einer Forderung gegen die Stern Capital Management AG in Höhe von T€ 41 (im Vorjahr T€ 0) sowie einer Forderung gegen die MEM Holding GmbH in Höhe von T€ 12 (im Vorjahr T€ 12) debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 0,5 (im Vorjahr T€ 25) ausgewiesen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen einen Disagiobetrag in Höhe von T€ 87.

Grundkapital

Das zum Bilanzstichtag eingetragene Grundkapital ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stück.

Der Vorstand ist durch Satzung vom 18. März 2006 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. April 2011 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.500.000 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2006/I).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2006 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. März 2011 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 500.000 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2006/II).

Die Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. August 2007 ermächtigt, eigene Aktien zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung ist bis zum 8. Februar 2009 befristet.

Bilanzverlust

Der Bilanzverlust des Geschäftsjahres setzt sich zusammen wie folgt:

T€
Verlustvortrag - 13
Jahresfehlbetrag 2007 - 3.738
Bilanzverlust 31. Dezember 2007 - 3.750

Genussrechtskapital

Die Gesellschaft hat mit der Baden-Württembergischen Bank am 18. August 2006 einen Genussrechtsvertrag über einen Gesamtnominalbetrag in Höhe von T€ 2.500 abgeschlossen (LBBW SmartMezzanine 100).

Die erfolgsabhängige Vergütung des Genussrechtskapitals beträgt 9,0% p.a. des Nominalbetrags. Der Anspruch entsteht nur in Höhe des höheren Betrags von entweder dem vertraglich definierten Jahresüberschuss des zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahres oder dem vertraglich definierten Freien Eigenkapital, ermittelt zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Entsprechend dieser Berechnungssystematik ist für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Vergütung zu leisten.

Das Genussrecht wird bis zum 01. Juli 2013 ("Enddatum") eingeräumt. Der Rückzahlungsbetrag des Genussrechts entspricht dem Nominalbetrag und wird planmäßig am Enddatum fällig und zahlbar.

Angabe und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

Entwicklung Stand 01.01.2007
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand 31.12.2007
T€
Aufsichtsratvergütung 5 5 0 3 3
Erfolgsbeteiligung Mitarbeiter 26 17 9 78 78
Urlaub, Gleitzeit 16 16 0 127 127
Berufsgenossenschaft 102 102 0 102 102
Schwerbehindertenabgabe 18 8 10 11 11
Prozesskosten 30 5 20 0 5
Aufbewahrungspflicht 15 0 0 0 15
Abschlussprüfung und Erstellung 80 80 0 270 270
ausstehende Rechnungen 235 235 0 50 50
drohende Verluste 0 0 0 1.140 1.140
527 468 39 1.781 1.801

Die emQtec AG hat der Tochtergesellschaft ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds eine Darlehenszusage über T€ 5.000 abgegeben, von denen im Berichtsjahr T€ 1.300 (Vj T€ 2.000) ausgezahlt wurden. Aufgrund der negativen wirtschaftlichen Situation und der Verlusterwartungen für die Zukunft betreffend die ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds geht der Vorstand davon aus, dass weitere Auszahlungen vorgenommen werden müssen, die voraussichtlich auf absehbare Zeit nicht zurückgeführt werden könnten. Hierfür wurde eine Rückstellung für die drohende Inanspruchnahme des zugesagten Darlehens in Höhe von T€ 1.100 gebildet.

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit Laufzeitkleiner 1 Jahr
T€
Laufzeit 1 bis 5 Jahre
T€
Laufzeit größer 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
gegenüber Kreditinstituten 2.495 5.516 2.769 10.780
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 187 0 0 187
aus Lieferungen und Leistungen 3.129 0 0 3.129
sonstige Verbindlichkeiten 270 0 0 270
Summe 6.081 5.516 2.769 14.366

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2007 sind wie folgt besichert:

Abtretung bestimmter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Raumsicherungsübereignungen des Vorratsvermögens

Grundschulden in Höhe von T€ 12.684

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 4.617 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

2007
T€
2006
T€
Tätigkeitsbereich
Kunststoffspritzgießen 21.499 17.951
Formen- und Werkzeugbau 4.538 1.271
26.037 19.222
2007
T€
2006
T€
Geographisch bestimmter Markt
Inland 23.915 16.760
Ausland 2.122 2.462
26.037 19.222

Erläuterung der außerordentlichen Aufwendungen

Der ausgewiesene Betrag in Höhe von T€ 5.029 betrifft ausschließlich Aufwendungen im Zusammenhang mit der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds und setzt sich zusammen aus der Abschreibung von Ausleihungen (T€ 3.300), von Verrechnungskonten (T€ 602), der Beteiligung (T€ 27) sowie der Passivierung der Rückstellung für drohende Inanspruchnahme (T€ 1.100).

Erläuterung periodenfremder Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 98 enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 39) sowie Steuererstattungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen (T€ 58).

Die Erträge wurden im Posten sonstige betriebliche Erträge bzw. die Steuererstattungen im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag erfasst.

Weiterhin enthält die Gewinn- und Verlustrechung periodenfremde Aufwendungen von T€ 42, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steuerertrag betrifft im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen und in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

D. Sonstige Pflichtangaben

Name der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

 

Erwin Müller, Betriebswirt

Bobingen

Vorsitzender

 

Markus Pohl, Betriebswirt (seit 09. August 2007)

Kleinaitingen

 

Kerstin Feistel, Steuerfachwirtin (bis 09. August 2007)

Grünwald

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

 

Hans Kilger, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

München

Vorsitzender

 

Mirjam Müller, Industriekauffrau

Bobingen

Stellvertretende Vorsitzende

 

Dr. Ing. Hans Seifert, Unternehmer

Krailing

Mitgliedschaft in anderen Aufsichtsorganen

 

Hans Kilger

Aufsichtsratmitglied der BT Corporate Finance AG, Grünwald

Aufsichtsratmitglied der Bayern Treuhand Consulting AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München

Aufsichtsratmitglied (Vorsitzender) der Stern Capital Management AG, Grünwald

Aufsichtsratmitglied (Vorsitzender) der Bavaria Equity Beteiligungs AG, Grünwald

Aufsichtsratmitglied (stellvertretender Vorsitzender) der FIPA Frohwitter Intellectual Property AG, Grünwald

 

Dr. Ing. Hans Seifert

Aufsichtsratmitglied (Vorsitzender) der Firestorm AG, München

Aufsichtsratmitglied der Nordex AG, Rostock

Aufsichtsratmitglied der Micrologica AG i.L., Bargteheide

Aufsichtsratmitglied der BAxx AG, München

Aufsichtsratmitglied der Hallufix AG, München

Aufsichtsratmitglied (Vorsitzender) der Blue Cap AG, München

 

Kerstin Feistel

Aufsichtsratmitglied der Noise Experience Beteiligungs AG, München

Aufsichtsratmitglied der Bavaria Equity Beteiligungs AG, Grünwald

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf T€ 275 (im Vorjahr T€ 155).

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit T€ 7 (im Vorjahr T€ 5) vergütet.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2006 unterbleiben die in § 285 Satz 1 Nr. 9a) Satz 5-9 HGB verlangten Angaben.

Anteilsbesitz

Name Sitz Anteil
%
Eigenkapital Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag des letzten Geschäftsjahres
T€
ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds Friedberg 100% - 1.187 - 1.354
emQmed GmbH Friedberg 100 % 13 - 12
Hallufix AG * München 25,1% 50 - 3

* mittelbare Beteiligung über die emQmed GmbH, die Angaben betreffen das Geschäftsjahr 2006

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2007 2006
Gewerbliche Arbeitnehmer 105 112
Angestellte 35 32
140 144
Auszubildende 12 12
Gesamtzahl durchschnittlich beschäftigter Arbeitnehmer 152 156

In der Angabe sind die Vorstandsmitglieder enthalten.

Honorar des Abschlussprüfers

Die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers.

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr insgesamt T€ 182 (im Vorjahr T€ 80) und gliedert sich wie folgt:

2007
T€
2006
T€
- Abschlussprüfung 173 80
- sonstige Leistungen 9 0
182 80

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken eingesetzt.

Als derivative Finanzinstrumente werden eingesetzt:

Zinsswap

Zins- und Währungsswap

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:

Nominalbetrag in T€ zum 31.12.2007 Marktwerte in T€ zum 31.12.2007
Zinsswap 3.000 - 17
Zins- u. Währungsswap 2.500 - 23

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzinstrumente.

Als Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Entwicklungen aus Grundgeschäften angegeben.

Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.

Die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt auf der Basis quotierter Marktpreise. Der Marktwert gibt an, wie sich eine Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis auswirken könnte. Die negativen Marktwerte sind als Rückstellung für drohende Verluste in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 28. September 2007 die nach § 161 Aktiengesetz vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www. emqtec.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Friedberg/Derching, den 10. Juni 2008

gez. Erwin Müller, Vorstandsvorsitzender

gez. Markus Pohl, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens - Anlagenspiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2007
Zugänge 2007
Umbuchungen 31.12.2007
Abgänge 2007
Stand 31.12.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 199.071,71 206.401,94 0,00 0,00 405.473,65
199.071,71 206.401,94 0,00 0,00 405.473,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 13.284.647,82 67.574,54 0,00 - 565.071,84 12.787.150,52
2. technische Anlagen und Maschinen 4.722.233,72 180.635,53 0,00 - 245.037,11 4.657.832,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.200,87 121.174,28 0,00 - 24.755,46 1.101.619,69
19.012.082,41 369.384,35 0,00 - 834.864,41 18.546.602,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.500,00 27.769,00 0,00 0,00 55.269,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.000.000,00 3.800.000,00 0,00 0,00 5.800.000,00
2.027.500,00 3.827.769,00 0,00 0,00 5.855.269,00
21.238.654,12 4.403.555,29 0,00 - 834.864,41 24.807.345,00
Abschreibungen
Stand 01.01.2007
Zugänge 2007
Abgänge 2007
Stand 31.12.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 111.017,21 85.412,94 0,00 196.430,15
111.017,21 85.412,94 0,00 196.430,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.244.310,62 305.700,42 0,00 1.550.011,04
2. technische Anlagen und Maschinen 4.097.468,22 179.084,53 - 192.542,61 4.084.010,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 613.148,27 121.027,28 - 18.203,96 715.971,59
5.954.927,11 605.812,23 - 210.746,57 6.349.992,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 27.499,00 0,00 27.499,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 3.300.000,00 3.300.000,00
0,00 3.327.499,00 0,00 3.327.499,00
6.065.944,32 4.018.724,17 - 210.746,57 9.873.921,92
Buchwerte
Stand 31.12.2007
Stand 31.12.2006
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 209.043,50 88.054,50
209.043,50 88.054,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 11.237.139,48 12.040.337,20
2. technische Anlagen und Maschinen 573.822,00 624.765,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.648,10 392.052,60
12.196.609,58 13.057.155,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.770,00 27.500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.500.000,00 2.000.000,00
2.527.770,00 2.027.500,00
14.933.423,08 15.172.709,80

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der emQtec AG, Friedberg für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2007 der emQtec AG, Friedberg, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht, dort im Nachtragsbericht und Risikobericht, betreffend die Liquidation der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds hin. Danach können weitere Ergebnisbelastungen hieraus nicht ausgeschlossen werden.

 

Heidelberg, den 11. Juni 2008

FALK & Co GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Meyer, Wirtschaftsprüfer

Bertram, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat vor allem über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, über die Personalsituation, über Investitionsvorhaben, Risiken sowie über grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik und -strategie informiert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Sämtliche für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstandes ausführlich erörtert. Zu den Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands, die nach Gesetz, Satzung oder geltender Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtig sind, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung in den Aufsichtsratssitzungen sein Votum abgegeben.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2007, dem zweiten Geschäftsjahr der emQtec AG als Aktiengesellschaft, war im Wesentlichen durch die ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds geprägt. Trotz früher Analysen der Probleme und eingeleitete Maßnahmen konnte die Situation der Tochtergesellschaft nicht verbessert werden, so dass die daraus resultierten Verluste das Ergebnis erheblich negativ beeinflusst haben. Dessen ungeachtet wurde weiterhin intensiv an der Verfolgung der sonstigen strategischen Ziele, wie der Zusammenlegung der Produktionsstandorte in Deutschland zur Kostenoptimierung gearbeitet. Mit der Umsetzung der geplanten Ziele wird voraussichtlich noch im Geschäftsjahr 2008 begonnen werden, so dass von einer positiven Weiterentwicklung für die emQtec AG ausgegangen werden kann.

Im Geschäftsjahr 2007 fanden insgesamt neun Aufsichtsratssitzungen statt.

In der fernmündlichen Aufsichtsratssitzung vom 09.02.2007 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über die Planung strategischer Neuinvestitionen und mittelfristiger Aktivitäten zur Steigerung der Umsätze.

In der Aufsichtsratssitzung vom 23.03.2007 erteilte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zum Abschluss eines Beteiligungsvertrages mit der Hallufix AG mit Sitz in München über eine Tochtergesellschaft der emQtec AG. Die Gegenleistung wurde mit einem Betrag von Euro 2,5 Mio. beziffert. Die Beteiligung erfolgte im Wege des Erwerbs von Aktien für insgesamt Euro 250.000,00 von der Altaktionärin EUROCONTACT Consulting AG und im Wege einer Kapitalerhöhung mit einem Zeichnungsvolumen von Euro 2,25 Mio. Hallufix AG befasst sich mit der Herstellung und Vermarktung von medizintechnischen Produkten, insbesondere einer "Vorrichtung zur Korrektur von Zehenfehlstellungen" mit dem Namen Hallufix. Zu diesem Produkt sind diverse Schutzrechte erteilt worden oder befanden sich in der Anmeldung. Es wurde eine due diligence Prüfung durchgeführt, die insbesondere hinsichtlich der gewerblichen Schutzrechte zu dem Ergebnis kam, dass die Hallufix AG Schutzrechtsinhaberin bzw. Berechtigte ist und die Schutzrechte valide sind. Durch die Beteiligung sollten auch entsprechende Synergieeffekte hinsichtlich der Herstellung der "Vorrichtung zur Korrektur von Zehenfehlstellungen" genutzt werden, indem emQtec AG die Herstellung der Schiene übernimmt. Die beabsichtigte Lieferbeziehung zwischen emQtec AG und Hallufix AG kam entgegen den ursprünglichen Erwartungen nicht zustande. Bis zum Geschäftsjahresende 2007 bestanden keinerlei wirtschaftlichen Geschäftsbeziehungen zwischen der Hallufix AG und den Gesellschaften des emQtec-Konzerns.

In der Aufsichtsratssitzung vom 02.04.2007 wurde dem Erwerb einer Vorratsgesellschaft in der Rechtsform einer GmbH als 100%ige Tochter der emQtec AG zu gestimmt. Diese Gesellschaft beabsichtigte den Beteiligungsvertrag mit der Hallufix AG abzuschließen. Dem Erwerb, der Änderung deren Gesellschaftsvertrages hinsichtlich der Firma, des Sitzes und des Unternehmensgegenstandes sowie der Bestellung von Herrn Erwin Müller als einzelvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer in der Vorratsgesellschaft wurde zugestimmt.

Die Aufsichtsratssitzung vom 25.04.2007 beschäftigte sich mit der Erörterung des Jahresabschluss 2006, mit der Erläuterung der Quartalszahlen zum 31.03.2007, mit der Verlegung des Termins der Hauptversammlung 2007, mit der Beteiligung an der Hallufix AG und Festlegung des Termins für die bilanzfeststellende Sitzung.

In der Aufsichtsratssitzung vom 06.06.2007 wurden die geprüften und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehenen Jahresabschlüsse 2006 der emQtec AG und der Konzernabschluss 2006 durch den Aufsichtsrat gebilligt und dem Vorschlag des Vorstandes über die Ergebnisverwendung zugestimmt. Des Weiteren wurde der Bericht des Aufsichtsrates an die ordentliche Hauptversammlung erörtert und zugestimmt.

In der Aufsichtsratssitzung vom 09.08.2007 wurden Veränderungen der Vorstandsanstellungsverträge beschlossen.

Die Aufsichtsratssitzung vom 19.09.2007 beschäftigte sich insbesondere mit den folgenden Punkten: Situation der ITM Nürnberg GmbH International Tools and Moulds, Lage der emQtec AG, Immobilienbestand und Beteiligung an der Hallufix.

Die Tochtergesellschaft ITM war im letzten Vierteljahr in eine zahlenmäßige Schieflage geraten. Der Vorstand erläuterte die von ihm analysierten Probleme und schlug Sofortmaßnahmen vor, die noch durch Vorschläge vom Aufsichtsrat ergänzt wurden.

Der Vorstand erläuterte die Auslastung der Produktion, die Lagerbestände der emQtec AG und die aktuelle Marktentwicklung. Zusätzlich wurde die Finanzierung des Opel-Auftrages erörtert.

Der Vorstand schlug vor den Standort "Innere Industriestraße" aufzugeben und die gesamte Verwaltung, Produktion und Logistik am neuen Standort "Äußere Industriestraße" unterzubringen. Allerdings sind hierfür Renovierungsmaßnahmen erforderlich. Der Aufsichtrat beauftragte den Vorstand eine Entscheidungsmatrix zu erstellen.

Die bestehende Beteiligung an der Hallufix AG wurde erörtert und über neue Beteiligungsinvestitionen diskutiert.

Die Aufsichtsratssitzung vom 17.10.2007, die am 18.10.2007 fernmündlich fortgesetzt wurde, beschäftigte sich insbesondere mit der Geschäftslage der emQtec AG, der ITM Nürnberg GmbH und der Hallufix AG und mit den Zahlen des dritten Quartals 2007.

In der Aufsichtsratssitzung vom 28.11.2007 wurden insbesondere folgende Punkte erörtert: Monatsabschluss Oktober 2007, Liquiditätssituation November 2007, Planzahlen 2008, Beteiligung Hallufix, Standort-Konzept Derching und Standortstrategie Türkei.

Vorstand und Aufsichtsrat haben im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 19.09.2007 dem ab 14.06.2007 geltenden neuen Corporate Governance Kodex eine entsprechende Erklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Website der emQtec AG dauerhaft zugänglich gemacht. Das Unternehmen entspricht auf Basis der Kodexfassung vom 14.06.2007 im Hinblick auf die Größe und spezifische Situation den wesentlichen Empfehlungen der Regierungskommission und weicht lediglich in wenigen Punkten hiervon ab.

Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 09.08.2007 wurde Falk & Co. GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Heidelberg, mit der Prüfung des Jahresabschlusses der emQtec AG beauftragt. Da in der Hauptversammlung kein Konzernabschlussprüfer gewählt worden ist, ist Falk & Co. GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Heidelberg, gemäß § 318 Abs. 2 HGB auch zum Konzernabschlussprüfer bestellt. Gegenstand der Abschlussprüfung waren der Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und der Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung - der emQtec AG und der Lagebericht und Konzernlagebericht sowie das gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem für das zum 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr. Als Ergebnis der Abschlussprüfungen erteilte der Wirtschaftsprüfer den Jahres- und Konzernabschluss der emQtec AG den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Wirtschaftsprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Der Abschlussprüfer nahm an der bilanzfeststellenden Sitzung am 11.06.2008 teil und berichtete über die Ergebnisse seiner Prüfungen. Darüber hinaus stand er dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Auch nach dem Ergebnis der eigenen Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen den Jahres- und den Konzernjahresabschluss keine Einwendungen zu erheben. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft und den Konzernabschluss hat der Aufsichtsrat in seiner bilanzfeststellenden Sitzung vom 11.06.2008 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Den Vorschlag des Vorstands, dass der Bilanzverlustes auf neue Rechnung vorzutragen ist, hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und beschlossen.

Im Geschäftsjahr 2007 gab es eine Änderung in der Besetzung des Vorstandes. Frau Kerstin Feistel legte am 01.08.2007 ihr Amt als Vorstandmitglied mit Wirkung zum Ende der nächsten Aufsichtsratssitzung, in der ein neues Vorstandsmitglied bestellt wird, nieder, spätestens jedoch mit Ablauf des 30.08.2007. Herr Markus Pohl wurde am 09.08.2007 im Rahmen der Aufsichtsratssitzung als neues Vorstandsmitglied bestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes, dem Geschäftsführer der Tochtergesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der emQtec AG für ihr Engagement und den vorbildlichen Einsatz und wünscht ihnen viel Erfolg für das laufende Geschäftsjahr.

 

Augsburg, im Juni 2008

Der Aufsichtsrat

Hans Kilger, Vorsitzender

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Friedberg/Derching, 10. Juni 2008

gez. Erwin Müller, Vorstandsvorsitzender

gez. Markus Pohl, Vorstandsmitglied

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