REBO Lighting & Electronics GmbH

Vor dem Melmen 8-10, 99817 Eisenach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 400313
Vorher
FER Fahrzeugelektrik GmbHTruck-Lite Europe GmbH
Eingetragen
21.8.1990
Branche
Herstellung von Lampen und LeuchtenHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Fahrzeugelektrik, Fahrzeugspiegel und verwandten Produkten sowie von Dienstleistungen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jiawei Huang
seit 14.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Chongqing Rebo Lighting & Electronics Company LimitedCHN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.558.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

REBO Lighting & Electronics GmbH

Eisenach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die REBO Lighting & Electronics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der REBO Lighting & Electronics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der REBO Lighting & Electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen" im Anhang und Lagebericht in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben:

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr und in den Vorjahren Jahresfehlbeträge sowie negative Cash-Flows erwirtschaftet. Zur Vermeidung einer bilanziellen Überschuldung wurden vom Gesellschafter, der BOXUN Industry (Germany) GmbH, jeweils Gesellschafterdarlehen in Kapitalrücklagen umgewandelt.

Bis zum Erreichen positiver Cash-Flows ist es für den Fortbestand des Unternehmens notwendig, dass die Obergesellschaft Chongqing Lighting & Electronics Co., Ltd, Chongqing, Volksrepublik China (im Folgenden "Chongqing Rebo") entweder direkt oder über andere Gruppengesellschaften auch künftig die notwendige Liquidität zur Verfügung stellt, da es dem Unternehmen nicht möglich ist, den Bedarf an liquiden Mitteln aus eigener Kraft sicher zu stellen. Darüber hinaus müssen die Gesellschafter die Finanzierung bis zum Erreichen der Kreditfähigkeit gegenüber Dritten aufrecht erhalten.

Die Chongqing Rebo hat in einer bis zum 31. Mai 2025 laufenden Patronatserklärung zugesagt, die Finanzierung der Gesellschaft aufrecht zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass die REBO jederzeit zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern in der Lage ist. Dies gilt für Verbindlichkeiten aus einem Sozialplan oder ähnlichem Programm nur dann, wenn die Patronin vor dem Abschluss eines solchen Programms explizit bestätigt, auch für diese Verbindlichkeiten einstehen zu wollen.

Wie in "Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen" im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu Beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

Beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

Beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und Beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Flensburg, den 29. Mai 2024

ttp Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael E. Heil, Wirtschaftsprüfer

Robert Binder, Wirtschaftsprüfer

BILANZ zum 31. Dezember 2023

der REBO Lighting & Electronics GmbH

Eisenach

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 760.249,05 1.103.253,02
2. geleistete Anzahlungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 1.093.423,97 0,00
1.853.673,02 1.103.253,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.220.161,55 11.806.830,23
2. technische Anlagen und Maschinen 9.584.865,33 9.651.112,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.997.678,95 2.142.932,61
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.090.300,56 968.386,63
24.893.006,39 24.569.261,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.696.483,45 11.186.514,13
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.749.039,57 8.633.272,73
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.082.802,41 1.132.756,00
4. geleistete Anzahlungen 152.576,62 103.391,80
21.680.902,05 21.055.934,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.577.009,27 10.861.517,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.323.442,57 1.617.179,97
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.796.512,99 982.674,92
7.696.964,83 13.461.372,60
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 162.674,16 239.453,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 127.753,30 131.922,17
56.414.973,75 60.561.197,98

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.558.000,00 2.558.000,00
II. Kapitalrücklage 71.845.569,87 65.195.569,87
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 97.748,78 97.748,78
IV. Verlustvortrag 64.800.933,35- 60.076.959,71-
V. Jahresfehlbetrag 6.178.610,29- 4.723.973,64-
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 4.977.093,06 7.773.945,57
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.704.253,14 3.136.176,42
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.957.892,77 3.005.832,51
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.393.727,85 12.478.966,31
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.231.907,52 26.052.768,73
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.536.858,50 4.959.908,94
47.824.639,78 49.633.652,91
- davon aus Steuern Euro 439.716,61 (Euro 347.916,79)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 6.230,15 (Euro 6.239,62)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 91.465,90 103.214,20
56.414.973,75 60.561.197,98

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

der REBO Lighting & Electronics GmbH, Eisenach

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 84.712.520,07 93.495.549,79
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 81.269.929,68 87.652.171,00
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 3.442.590,39 5.843.378,79
4. Vertriebskosten 3.902.644,32 3.673.279,50
5. allgemeine Verwaltungskosten 6.678.595,45 6.147.246,64
6. sonstige betriebliche Erträge 3.168.666,42 1.320.852,86
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 583.104,35 790.995,24
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.999,96 29.333,33
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 39.999,96 (Euro 29.333,33)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.619.607,70 1.260.275,31
- davon an verbundene Unternehmen Euro 1.059.854,17 (Euro 940.305,56)
10. Ergebnis nach Steuern 6.132.695,05- 4.678.231,71-
11. sonstige Steuern 45.915,24 45.741,93
12. Jahresfehlbetrag 6.178.610,29 4.723.973,64

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die REBO Lighting & Electronics GmbH, Vor dem Melmen 8-10, 99817 Eisenach (nachfolgend auch "REBO" oder "die Gesellschaft"), ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Jena unter HRB 400313 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Vorschriften der §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Beachtung des § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Soweit im Folgenden kein gesonderter Hinweis erfolgt, sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Für ein neu entwickeltes Produkt/Produktionsverfahren wurden geleistete Anzahlungen und Aufwendungen, soweit sie die von Dritten übernommenen Aufwendungen überstiegen, aktiviert. Der daraus entstehende immaterielle Vermögensgegenstand wird nach Fertigstellung über die Laufzeit des Produktes amortisiert werden.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Anschaffungsjahr direkt als Aufwand erfasst. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird. Sofern Erkenntnisse vorliegen, dass Anlagegüter dauerhaft nicht werthaltig sind, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände zum Abschlussstichtag mit einem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Bei der Ermittlung dieser Werte werden die zukünftigen Verwertungsmöglichkeiten berücksichtigt.

Die Bewertung von Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder - bei vorrausichtlich dauernder Wertminderung - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Dem Niederstwertprinzip wurde durch angemessene Reichweitenabschläge sowie Abschreibungen aufgrund niedrigerer Beschaffungspreise Rechnung getragen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungskosten sowie den Sonderkosten der Fertigung die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbezogenen Abschreibungen des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Dem Niederstwertprinzip wurde durch Abschläge für die Gängigkeit und Abschreibungen aufgrund niedrigerer Marktpreise Rechnung getragen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren Marktpreis bilanziert. Wie im Vorjahr erfolgt der Ausweis für projektbezogene Vorräte, bei denen eine Vergütung über den Teilepreis erfolgt, in der Unterposition unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen (Vorjahr: TEUR 5.712, 2023: TEUR 7.654).

Allen risikobehafteten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des gegenwärtigen Ertragssteuersatzes des Unternehmens. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich insgesamt ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird nur insoweit Gebrauch gemacht, als es zum Ausgleich einer passiven Steuerlatenz notwendig ist.

Das Eigenkapital wird gemäß § 266 Abs. 3 Buchstabe A HGB ausgewiesen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen sowie Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu den Kursen zum Zeitpunkt der Buchung der Geschäftsvorfälle bestimmt. Auf fremde Währungen lautende Forderungen bzw. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Verbindlichkeiten und Forderungen in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei ihrer Entstehung oder mit dem höheren bzw. niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt nur in sehr geringem Umfang Grundlagenforschung. Ausgangspunkt für Entwicklungsprojekte sind in aller Regel von Kunden initiierte Projekte für neue Fahrzeuglinien oder, in deutlich geringerem Umfang, eigene Entwicklungen im Hinblick auf mögliche Implementierung in Kundenfahrzeuge. Die Anzahl der betreuten Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung ist im Jahresvergleich leicht gesunken. Die Projekte nehmen weiter an Komplexität und Anspruch zu. Die meisten Projekte im Jahr 2023 fallen in die Segmente Innenleuchten, hochgesetzte Bremsleuchten und komplexe Außenbeleuchtung mit LED-Applikationen sowie COP Projekte (Stückzahlerhöhung / Übernahme der Leuchten in weitere Fahrzeuge)

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 28 Projekte bearbeitet, 7 Projekte (Vorjahr: 8) wurden abgeschlossen. Die nach wie vor relativ konstante Anzahl der bearbeiteten Projekte lässt darauf schließen, dass die REBO bei unseren Kunden als zuverlässiger Lieferant und Entwicklungspartner wahrgenommen wird und trotz des komplizierten Marktumfeldes (Halbleitermarkt) für Neuprojekte nominiert wird. Weiterhin wurden viele Prototypenaufträge bearbeitet. Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung ist im Jahr 2023 leicht gestiegen (2023: TEUR 2.730; Vorjahr TEUR 2.674). Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im Jahresdurchschnitt 36 Mitarbeiter beschäftigt. Zur Bearbeitung der Projekte wurden auch externe Entwicklungsdienstleister zur flexiblen Kapazitätserweiterung in Hochfrequenzzeiten genutzt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen, die für die Entwicklung eines neuen Produktes angefallenen Kosten aktiviert. Die Aktivierung ist in den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt und beläuft sich auf TEUR 1.093. Sie betrugen somit rund 40% der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Geschäftsjahres.

4. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Im Geschäftsjahr wurde erstmals von der Möglichkeit zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB gebrauch gemacht und die geleisteten Anzahlungen für ein neu entwickeltes Produkt/Produktionsverfahren für PKW Front-Ends, soweit diese die von Dritten übernommenen Aufwendungen überstiegen, mit TEUR 1.093 aktiviert.

Ansonsten fand kein grundsätzlicher Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr statt.

5. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr und in den Vorjahren Jahresfehlbeträge sowie negative Cash-Flows erwirtschaftet. Zur Vermeidung einer bilanziellen Überschuldung wurden vom Gesellschafter, Der BOXUN Industry (Germany) GmbH jeweils Gesellschafterdarlehen in Kapitalrücklagen umgewandelt.

Bis zum Erreichen positiver Cash-Flows ist es für den Fortbestand des Unternehmens notwendig, dass die Obergesellschaft Chongqing Lighting & Electronics Co., Ltd, Chongqing, Volksrepublik China (im Folgenden "Chongqing Rebo") entweder direkt oder über andere Gruppengesellschaften auch künftig die notwendige Liquidität zur Verfügung stellt, da es dem Unternehmen nicht möglich ist, den Bedarf an liquiden Mitteln aus eigener Kraft sicher zu stellen. Darüber hinaus müssen die Gesellschafter die Finanzierung bis zum Erreichen der Kreditfähigkeit gegenüber Dritten aufrecht erhalten.

Die Chongqing Rebo hat in einer bis zum 31. Mai 2025 laufenden Patronatserklärung zugesagt, die Finanzierung der Gesellschaft aufrecht zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass die REBO jederzeit zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern in der Lage ist. Dies gilt für Verbindlichkeiten aus einem Sozialplan oder ähnlichem Programm nur dann, wenn die Patronin vor dem Abschluss eines solchen Programms explizit bestätigt, auch für diese Verbindlichkeiten einstehen zu wollen.

Die Gesellschaft hat ein Restrukturierungsprogramm zur Anpassung der Kapazitäten auf die zu erwartenden Absatzmengen sowie zur Steigerung der Effizienz in den Produktions- und Verwaltungsbereichen erarbeitet und mit der Umsetzung begonnen.

6. Erläuterungen der Bilanz-Posten

Hinsichtlich des Überblicks über die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.577, Vorjahr: TEUR 10.862) sind - wie im Vorjahr - keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Die Forderungen sind im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken, was im Wesentlichen auf Einmaleffekte im Geschäftsjahr 2022 (Abrechnungen von Preisanpassungen am Ende des vorherigen Geschäftsjahres) und einem verbesserten Forderungsmanagement im Jahr 2023 zurückzuführen ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 1.323 und resultieren aus einer Darlehensforderung nebst Zinsen gegenüber einer Schwestergesellschaft (TEUR 1.216); aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von TEUR 107 bilanziert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.796) enthalten Mietkautionen in Höhe von TEUR 56 mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, im Wesentlichen Versicherungsbeiträge, Lizenzen und Wartungen.

Das gezeichnete Kapital bleibt mit TEUR 2.558 unverändert zum Vorjahr.

Der in 2023 entstandene Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6.179, der im Wesentlichen auf die Gesamtmarktsituation sowie nach wie vor Auswirkungen des Ukrainekrieges und der damit zusammenhängenden signifikanten Preiserhöhungen insbesondere für Energieträger sowie Rohstoffe zurückzuführen ist, wurde durch eine durchgeführte Kapitalmaßnahme im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 6.650 überkompensiert, die Gesellschaft weist zum Stichtag ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 3.522 (Vorjahr: TEUR 3.050) aus.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Sofern Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, werden diese abgezinst.

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Drohverlust 1.509 2.286
Ausstehende Eingangsrechnungen 2.014 1.681
Personal 619 913
Preisreduzierungen & Provisionen 532 2.665
Gewährleistung 153 125
Abschlusserstellung und-prüfung sowie Steuerberatung 150 104
4.977 7.774

Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt, die Fristigkeiten sind im nachfolgenden Spiegel der Verbindlichkeiten ersichtlich:

Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr
31.12.2023 (Vj.) 31.12.2023 (Vj.)
TEUR TEUR TEUR TEUR
ggü. Kreditinstituten 3.704 3.136 1.704 1.136
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.958 3.006 3.958 3.006
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.393 12.479 11.393 12.479
ggü. Verb.Unternehmen 24.232 26.053 2.585 3.013
Sonstige 4.537 4.960 2.537 2.462
47.824 49.634 22.177 22.096
von 1-5 Jahren über 5 Jahre
31.12.2023 (Vj.) 31.12.2023 (Vj.)
TEUR TEUR TEUR TEUR
ggü. Kreditinstituten 1.225 875 775 1.125
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
ggü. Verb.Unternehmen 21.647 23.040 0 0
Sonstige 2.000 2.476 0 22
24.872 26.391 775 1.147

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (BOXUN INDUSTRY (Germany) GmbH) von nominal TEUR 16.800 (Vorjahr: TEUR 10.650). Im Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 6.650 in eine Kapitalrücklage umgewandelt. Zur Finanzierung des Kaufs einer Immobilie wurden 2021/2022 insgesamt Darlehen seitens des Gesellschafters in Höhe von TEUR 7.300 gegeben. Die kumulierten Zinsen auf die o. g. Darlehen belaufen sich per 31.12.2023 auf TEUR 6.393 (Vorjahr: TEUR 5.013).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der Inanspruchnahme einer Betriebsmittellinie sowie der Nutzung eines in 2022 gewährten Darlehens der KfW in Höhe von TEUR 2.000. Die Betriebsmittelline ist mit einer eingetragenen Grundschuld in Höhe von TEUR 4.000 besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahresstichtag gesunken. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von TEUR 2.972 (2022: TEUR 3.490) enthalten.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 91 (2022: TEUR 103) besteht aus erhaltenen Zuschüssen für Anlagevermögen.

7. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnungs-Posten

Die Aufgliederungen der Umsatzerlöse in die Produktkategorien stellt sich wie folgt dar:

2023 Vorjahr Differenz
TEUR TEUR TEUR %
Produkte 76.452 82.683 -6.230 -7,5
Projekte (Werkzeuge, Prototypen, Services) 4.838 7.162 -2.324 -32,5
Handelswaren 3.422 3.651 -228 -6,3
84.713 93.496 -8.783 -9,4

Regional gliedern sich die Umsätze folgendermaßen:

2023 Vorjahr Differenz
TEUR TEUR TEUR %
Deutschland 44.797 40.755 4.042 9,9
EU 21.464 27.986 -6.522 -23,3
Nichteuropäisches Ausland 18.452 24.755 -6.303 -25,5
84.713 93.496 -8.783 -9,4

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u. a. Erträge aus Währungskursgewinnen von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 53).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 178) enthalten sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.769 (Vorjahr: TEUR 961). Erträge aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 203 angefallen (2022: TEUR 0).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Währungskursverluste in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 24). Abschreibungen auf Forderungen wurden in Höhe von TEUR 116 vorgenommen (Vorjahr: TEUR 58). Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen schlugen mit TEUR 53 (Vorjahr. TEUR 256) zu Buche. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 66) enthalten.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betrugen im Geschäftsjahr TEUR 49.801 (Vorjahr: TEUR 55.382). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen TEUR 3.206 (Vorjahr: TEUR 4.048). Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Aufwand für Löhne und Gehälter TEUR 17.120 (Vorjahr: TEUR 14.023). Für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung wurden TEUR 3.093 (Vorjahr: TEUR 2.577) aufgewendet.

8. Sonstige Angaben

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

< 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Leasingverträge Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97 125 0 222
Sonstige Miet- und Dienstleistungsverträte 21 4 0 25
118 129 0 247

Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Auslaufen von Leasingverträgen.

Daneben bestehen keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte.

Im Jahresdurchschnitt wurden 371 Mitarbeiter (201 direkte Mitarbeiter sowie 170 indirekte Mitarbeiter und Angestellte) beschäftigt. Zudem bestanden durchschnittlich 12 Ausbildungsverträge.

Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren:

Herr Richard Hübner (bis 28.02.2023)

Herr Murat Baysan (vom 28.02.2023 bis zum 14.03.2024)

Herr Eric Stuart Mitchell (vom 28.02.2023 bis zum 08.05.2024)

Ab dem 14.03.2024 ist Herr Jiawei Huang als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer bestellt.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung ist unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Es bestanden 2023 keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen.

Die Prüfungs- und Beratungshonorare gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB betragen für das laufende Geschäftsjahr für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 55. Andere Bestätigungsleistungen gem. § 285 Nr. 17 b) und sonstige Leistungen gem. § 285 Nr. 17 d) wurden nicht in Anspruch genommen.

Auf die Bildung aktiver latenter Steuern wurde gemäß § 274 HGB verzichtet.

Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der BOXUN Industry (Germany) GmbH einzubeziehen. Das Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die Chongqing BOAO Industry Co. Ltd., China.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 6.178.610,29 auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Nachtragsbericht

In einem schwierigen Marktumfeld mit unter den Erwartungen liegenden Umsätzen wurde im ersten Quartal 2024 ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Insbesondere das im Vergleich zu früheren Annahmen und Markterwartungen deutlich geringere Volumen bei Elektrofahrzeugen hat diese Situation unvorteilhaft beeinflusst. Die Planannahmen wurden deutlich verfehlt.

Die Umsätze beliefen sich auf TEUR 17.687, der Fehlbetrag der ersten drei Monate liegt bei TEUR 2.492.

Die Liquiditätslage zu Beginn des Jahres 2024 ist angespannt. Das liegt insbesondere am Finanzbedarf für Projekte, die in 2024/2025 in die Serie überführt werden. Notwendige Projektfinanzierungen und Investitionen werden bei Bedarf durch den Gesellschafter zur Verfügung gestellt.

Die Chongqing Rebo hat in einer bis zum 31. Mai 2025 laufenden Patronatserklärung zugesagt, die Finanzierung der Gesellschaft aufrecht zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass die REBO jederzeit zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern in der Lage ist. Dies gilt für Verbindlichkeiten aus einem Sozialplan oder ähnlichem Programm nur dann, wenn die Patronin vor dem Abschluss eines solchen Programms explizit bestätigt, auch für diese Verbindlichkeiten einstehen zu wollen.

Die Gesellschaft hat ein Restrukturierungsprogramm zur Anpassung der Kapazitäten auf die zu erwartenden Absatzmengen sowie zur Steigerung der Effizienz in den Produktions- und Verwaltungsbereichen erarbeitet und mit der Umsetzung begonnen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 erwarten wir aktuell einen Fehlbetrag weiter um etwas über 20 % auf rund EUR 65-70 Mio. rückläufige Umsätze sowie einen weiteren Fehlbetrag in der Größenordnung von EUR 7,5 Mio. In diesem Betrag sind schon Aufwendungen für das Restrukturierungsprogramm enthalten.

Die im Jahr 2023 als Geschäftsführer bestellten Murat Baysan und Eric Mitchell sind im 1. Quartal 2024 ausgeschieden.

Zur Erhaltung der Eigenkapitalposition besteht weiterhin die Option, im Rahmen einer Absichtserklärung von weiteren Kapitalerhöhungen durch Umwandlung von Gesellschafterdarlehen Gebrauch zu machen.

 

Eisenach-Stockhausen, den 29. Mai 2024

REBO Lighting & Electronics GmbH

Jiawei Huang, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Bruttobuchwerte
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.137.170,57 52.257,58 106.023,46 363.133,39 4.932.318,22
2. geleistete Anzahlungen 0,00 1.093.423,97 0,00 0,00 1.093.423,97
5.137.170,57 1.145.681,55 106.023,46 363.133,39 6.025.742,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.060.291,91 24.407,18 0,00 0,00 14.084.699,09
2. technische Anlagen und Maschinen 70.100.412,80 1.887.531,30 505.710,56 3.565.263,51 68.928.391,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.984.126,48 531.965,54 35.638,54 318.375,43 9.233.355,13
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 968.386,63 1.779.199,67 -647.372,56 9.913,18 2.090.300,56
94.113.217,82 4.223.103,69 -106.023,46 3.893.552,12 94.336.745,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 99.250.388,39 5.368.785,24 0,00 4.256.685,51 100.362.488,12
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.033.917,55 501.258,01 363.106,39 4.172.069,17
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.033.917,55 501.258,01 363.106,39 4.172.069,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.253.461,68 611.075,86 0,00 2.864.537,54
2. technische Anlagen und Maschinen 60.449.300,42 2.397.509,91 3.503.284,51 59.343.525,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.841.193,87 712.739,74 318.257,43 7.235.676,18
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
69.543.955,97 3.721.325,51 3.821.541,94 69.443.739,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 73.577.873,52 4.222.583,52 4.184.648,33 73.615.808,71
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 760.249,05 1.103.253,02
2. geleistete Anzahlungen 1.093.423,97 0,00
1.853.673,02 1.103.253,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.220.161,55 11.806.830,23
2. technische Anlagen und Maschinen 9.584.865,33 9.651.112,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.997.678,95 2.142.932,61
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.090.300,56 968.386,63
24.893.006,39 24.569.261,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
0,00 0,00
Gesamt 26.746.679,41 25.672.514,87

Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die REBO Lighting & Electronics GmbH wurde im November 2017 von der BOAO Group in Chongqing übernommen. Die REBO Lighting & Electronics GmbH (REBO) mit Sitz in Eisenach ist Anbieter von Fahrzeugbeleuchtung für Pkw und leichte Nutzkraftfahrzeuge und direkter Zulieferer der Automobil- und Nutzkraftfahrzeughersteller. REBO entwickelt und produziert hauptsächlich Kraftfahrzeugleuchten. Den Schwerpunkt unserer Entwicklung und Produktion bilden Innenleuchten, Spiegelblinkleuchten sowie hochgesetzte Bremsleuchten sowie integrierte Beleuchtungssysteme.

Durch den im Jahr 2017 erfolgten Eigentümerwechsel zur chinesischen BOAO Gruppe ist die Kundennähe der REBO deutlich gestärkt worden. In der neuen Gruppe kann nun auf Produktionsstandorte in den drei Hauptmärkten Europa, China und USA zugegriffen werden und somit ist eine globale Präsenz am für uns relevanten Markt gewährleistet. Dies ermöglicht zukünftig die Produktion in Regionen mit Kostenvorteilen und eine stärkere Wahrnehmung der REBO durch unsere Kunden. Die Nutzung von Synergieeffekten wird konsequent vorangetrieben und soll in den kommenden Jahren zu einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage der Gesellschaft führen.

Die REBO Lighting & Electronics GmbH in Eisenach konnte Anfang 2020 erfolgreich einen weiteren Standort in Eisenach gewinnen. Durch Übernahme einer Fertigung von Interior Teilen im Premium Segment wurden die Fertigungsprozesse maßgeblich erweitert und der Strategie folgend die Möglichkeit geschaffen, komplexe Lichtsysteme in Fahrzeugbauteile sowohl im Exterior als auch Interior Bereich zu integrieren.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Anzahl der betreuten Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung ist im Jahresvergleich leicht gesunken. Die Projekte nehmen weiter an Komplexität und Anspruch zu. Die meisten Projekte im Jahr 2023 fallen in die Segmente Innenleuchten, hochgesetzte Bremsleuchten und komplexe Außenbeleuchtung mit LED-Applikationen. Die Gesellschaft betreibt nur in sehr geringem Umfang Grundlagenforschung. Ausgangspunkt für Entwicklungsprojekte sind in aller Regel von Kunden initiierte Projekte für neue Fahrzeuglinien oder, in deutlich geringerem Umfang, eigene Entwicklungen im Hinblick auf mögliche Implementierung in Kundenfahrzeuge.

Die Anzahl der betreuten Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung ist im Jahresvergleich leicht gesunken. Die Projekte nehmen weiter an Komplexität und Anspruch zu. Die meisten Projekte im Jahr 2023 fallen in die Segmente Innenleuchten, hochgesetzte Bremsleuchten und komplexe Außenbeleuchtung mit LED-Applikationen sowie COP Projekte (Stückzahlerhöhung / Übernahme der Leuchten in weitere Fahrzeuge).

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 28 Projekte bearbeitet, 7 Projekte (Vorjahr: 8) wurden abgeschlossen. Die nach wie vor relativ konstante Anzahl der bearbeiteten Projekte lässt darauf schließen, dass die REBO bei unseren Kunden als zuverlässiger Lieferant und Entwicklungspartner wahrgenommen wird und trotz des komplizierten Marktumfeldes (Halbleitermarkt) für Neuprojekte nominiert wird. Weiterhin wurden viele Prototypenaufträge bearbeitet. Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung ist im Jahr 2023 leicht gestiegen (2023: TEUR 2.730; Vorjahr TEUR 2.674). Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im Jahresdurchschnitt 36 Mitarbeiter beschäftigt. Zur Bearbeitung der Projekte wurden auch externe Entwicklungsdienstleister zur flexiblen Kapazitätserweiterung in Hochfrequenzzeiten genutzt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen, die für die Entwicklung eines neuen Produktes angefallenen Kosten aktiviert. Die Aktivierung ist in den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt und beläuft sich auf TEUR 1.093. Sie betrugen somit rund 40% der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Geschäftsjahres.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten.

Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus.

Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent).

Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11 Prozent und gegenüber 2017, dem bisherigen Rekordjahr, betrug das Plus knapp 7 Prozent. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Im Monat Dezember lag das Wachstum bei 24 Prozent. Ein weiterer Rekord: Die knapp 2,8 Mio. verkauften Pkw waren das höchste jemals in einem Monat erreichte Absatzniveau.

Der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr zweistellig um 12 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden knapp 15,5 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Damit liegt der Markt allerdings noch knapp 9 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Im Monat Dezember stiegen die Verkäufe im Vergleich mit dem Vorjahresmonat kräftig um 13 Prozent auf ein Volumen von 1,4 Mio. Einheiten.

Der Absatz auf dem mexikanischen Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) ist im Jahr 2023 deutlich gestiegen. Mit knapp 1,4 Mio. neu registrierten Einheiten wurden rund ein Viertel (+25 Prozent) mehr Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahr 2022. Bemerkenswert ist, dass sich der Markt damit bereits wieder 3 Prozent oberhalb des Vorkrisenniveaus von 2019 befindet. Im Dezember wurden insgesamt gut 142.800 Light Vehicle abgesetzt, 18 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

In Japan zeigte sich der Pkw-Markt im Jahr 2023 dynamisch. Insgesamt konnte im Jahresverlauf ein Volumenwachstum in Höhe von 16 Prozent realisiert werden. Es wurden 4,0 Mio. Pkw neu zugelassen. Der japanische Markt ist damit der viertgrößte Pkw-Einzelmarkt weltweit. Die Absatzlücke zum Vorkrisenniveau von 2019 beträgt allerdings noch rund 7 Prozent. Im Dezember wurden 301.600 Pkw abgesetzt. Das sind gut 6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Auf dem indischen Pkw-Markt schwächte sich das Wachstum zuletzt etwas ab, verblieb aber weiterhin positiv. Im Gesamtjahr 2023 legten die Pkw-Verkäufe um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Es wurden 4,1 Mio. Neufahrzeuge registriert. Damit kann der indische Pkw-Markt den dritten Platz der weltweit größten Pkw-Einzelmärkte behaupten, den er im vergangenen Jahr erstmals von Japan übernommen hatte. Im Monat Dezember wurde ein verhaltenes Wachstum in Höhe von gut 3 Prozent auf 242.900 Pkw erreicht.

Der brasilianische Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich positiv. Insgesamt wurden im Jahresverlauf knapp 2,2 Mio. Einheiten abgesetzt, 11 Prozent mehr als noch im Jahr 2022. In Relation zum Vorkrisenniveau liegt der Markt allerdings noch um gut 18 Prozent im Minus. Im Monat Dezember wurde ein Verkaufsvolumen in Höhe von 236.700 Light Vehicle erreicht. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

(Quelle: VDA Pressemitteilung 18. Januar 2024)

2.2 Geschäftsverlauf

Der Umsatz ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent gesunken, insbesondere der Umsatz aus Produkten ist signifikant zurückgegangen (2023: TEUR 76.452, 2022: TEUR 82.683). Das ist im Wesentlichen zurückzuführen auf einen Rückgang der Stückzahlen. Die Umsatzerlöse der Projekte gingen ebenfalls zurück (2023: TEUR 4.838, 2022: TEUR 7.162).

Der durchschnittliche Personalbestand im Jahr 2023 stieg gegenüber dem Vorjahresniveau an. Insgesamt beschäftigte REBO 371 Mitarbeiter (Vorjahr: 327), davon durchschnittlich 12 Auszubildende (Vorjahr: 9). Insgesamt betrug der Personalaufwand inklusive der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung des Geschäftsjahres TEUR 20.213 (Vorjahr: TEUR 16.601). Die Aufwendungen für Zeitarbeiter betrugen TEUR 2.559 (Vorjahr TEUR 3.955).

Durch Zeitarbeitskräfte wurden auftretende Auftragsschwankungen ausgeglichen. Die Strategie der Erhöhung der Wertschöpfungstiefe durch gezielte Investitionen in Maschinen und Anlagen wurde fortgeführt.

SAP, das als ERP-System der Gesellschaft genutzt wird, wurde auch in 2023 weiter verbessert.

Die Ergebnissituation war auch im Jahr 2023 angespannt, was insbesondere der Marktsituation im Automobilsektor geschuldet war. Hauptursache dafür sind die nach wie vor andauernde Ukraine-Krise, die zu einer angespannten Situation der Rohstoffversorgung geführt hat. Signifikant erhöhte Verkaufspreise bei einigen Kunden, die im vorigen Geschäftsjahr erzielt werden konnten, haben dazu beigetragen, auch die negativen Effekte auf das Jahresergebnis 2023 zu begrenzen. Die geplanten Ergebnisse wurden jedoch verfehlt. Es wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR -6.179 erzielt, nachdem das Vorjahr mit Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -4.724 abgeschlossen wurde.

2.3 Vermögens,- Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nochmals verschlechtert. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.783 (-9,4 Prozent) auf TEUR 84.713 (im Vorjahr: TEUR 93.496) gesunken. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf dem niedrigeren Umsatz aus dem Produktgeschäft. Es wurden in diesem Bereich Umsätze von TEUR 76.452 erzielt, was einen Rückgang um TEUR 6.230 darstellt. Der Umsatzrückgang ist wesentlich niedrigeren Verkaufsstückzahlen geschuldet.

2023 Vorjahr Differenz
TEUR TEUR TEUR %
Produkte 76.452 82.683 -6.230 -7,5
Projekte (Werkzeuge, Prototypen, Services) 4.838 7.162 -2.324 -32,5
Handelswaren 3.422 3.651 -228 -6,3
84.713 93.496 -8.783 -9,4

Die Produktumsätze entfielen vollständig auf den Geschäftsbereich Leuchten.

Die Projektumsätze betreffen die im jeweiligen Geschäftsjahr fertiggestellten Prototypen und Entwicklungsleistungen sowie Werkzeugumsätze auf Basis ihrer Projektlaufzeit. Die Höhe dieser Erlöse lag um TEUR 2.324 unter dem Vorjahresniveau. Das ist u. a. auch auf Stichtagseffekte zurückzuführen.

Die geringfügig niedrigeren Erlöse aus Handelswaren resultieren u. a. aus gesunkenen Verkäufen von zugekauften Rohmaterialien.

Demgegenüber sind im Geschäftsjahr 2023 die umsatzbezogenen Herstellungskosten um TEUR 6.382 auf TEUR 81.270 (im Vorjahr: TEUR 87.652) gesunken. Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen mit dem niedrigeren Volumen. Die Materialeinsatzquote (Rohteile Serie / Umsatzerlöse Verkaufsteile) hat sich trotzdem auch auf Grund von Mixeffekten auf 60,3 Prozent reduziert (im Vorjahr: 60,7 Prozent).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei TEUR 3.169 und damit deutlich über denen aus 2022 (TEUR 1.321), wesentliche Positionen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.796 (Vorjahr: TEUR 961) sowie periodenfremde Erträge (2023: TEUR 21, 2022: TEUR 178). Die Erträge aus Währungsumrechnung betrugen TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 39).

Die Vertriebskosten sind im Geschäftsjahr aufgrund von erhöhten Personalkosten von TEUR 3.673 auf TEUR 3.903 deutlich gestiegen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 532 auf TEUR 6.679 gestiegen, das resultiert im Wesentlichen aus inflationsbedingten Effekten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen 2023 2022
Periodenfremde Aufwendungen 160 66
EWB/PWB 0 180
Abschreibung auf Forderungen 116 58
Gebühren / NK Geldverkehr 189 206
Verluste AV 53 256
Währungsverluste 61 25
Gesamt 579 791

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 208 verringert. 2023 lagen diese bei TEUR 583 im Vergleich zu TEUR 791 im vorangegangenen Geschäftsjahr. Der Rückgang ist verursacht durch die im Jahr 2022 notwendigen Anpassungen der EWB/PWB, welche in 2023 nicht mehr notwendig war, sowie niedrigeren Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögensgegenständen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug TEUR -4.553 (Vorjahr: TEUR -3.447).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen lagen bei TEUR 1.620 (Vorjahr: TEUR 1.260), der Anstieg ist im Wesentlichen auf ein erhöhtes Zinsniveau gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Aufgrund des negativen steuerlichen Ergebnisses hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr keine Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt 2023 TEUR -6.133 (Vorjahr: TEUR -4.678). Damit wurde das geplante Ergebnisziel erneut deutlich verfehlt.

Vermögenslage

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 5.369 (Vorjahr: TEUR 3.619). Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren Investitionen in Maschinen und Ausrüstungen, die mit dem Ziel erworben wurden, einen Zugewinn an Flexibilität, Geschwindigkeit und Kostenreduzierungen zu erzielen bzw. die Schaffung von Kapazitäten für in der Zukunft liegende Produktanläufe. Die Summe der Abschreibungen liegt bei TEUR 4.222, deshalb hat sich das Anlagevermögen um TEUR 1.074 auf TEUR 26.747 erhöht.

Das Vorratsvermögen hat sich nochmals im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 21.056) auf TEUR 21.681 leicht erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der projektrelevanten Vorräte zurückzuführen. Hier stieg der Bestand auf TEUR 8.133 (Vorjahr: TEUR 6.847). Die Vorräte von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen waren (u. a. bedingt durch höhere Teilwertabschreibungen) gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 10.696 um TEUR 490 niedriger.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 13.461 auf TEUR 7.697. Hauptursache dafür sind Stichtagseffekte im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von TEUR 1.617 auf TEUR 1.323 zurückgegangen. Gegenläufig sind die sonstigen Vermögensgegenstände gestiegen, hauptsächlich resultierend aus einem Umsatzsteuererstattungsanspruch (2023: TEUR 1.797, 2022: TEUR 983).

Im Jahresabschluss 2023 wurde allen möglichen Risiken im Auftrags- und Forderungsbestand sowie in den Beständen des Vorratsvermögens Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.

Finanzlage

Das Eigenkapital der REBO hat sich im Geschäftsjahr 2023 verbessert. Dies resultierte ausschließlich aus der Erhöhung der Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin BOXUN Industry (Germany) GmbH in Höhe von TEUR 6.650, die den erwirtschafteten Fehlbetrag von TEUR 6.179 überkompensierte. Die Gesellschaft weist zum Stichtag Eigenkapital in Höhe von TEUR 3.522 (Vorjahr: TEUR 3.050) aus, was einer gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozentpunkte besseren Eigenkapitalquote von 6,2 Prozent entspricht.

Die Gesellschafterin BOXUN Industry (Germany) GmbH hat im Jahr 2023 nochmals Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital umgewandelt (TEUR 6.650).

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich zum 31.12.2023 um TEUR 2.797 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 4.977 an (im Vorjahr: TEUR 7.774). Die Rückstellungen für drohende Verluste aus laufenden Produktionsaufträgen gingen auf TEUR 1.509 zurück (im Vorjahr: TEUR 2.286).

Die Verbindlichkeiten waren im Geschäftsjahr rückläufig und sanken auf TEUR 47.825 (Vorjahr: TEUR 49.634). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 3.704 (Vorjahr: TEUR 3.136). Der leichte Anstieg beruht hauptsächlich auf der erhöhten Inanspruchnahme einer Kontokorrentlinie.

Die bestehende Kreditlinie in Höhe von TEUR 4.000 wurde zum Stichtag mit TEUR 1.704 in Anspruch genommen, nicht genutzt wurden TEUR 2.296.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind niedriger gegenüber dem Vorjahr auf Grund von Stichtagseffekten (TEUR 11.394 / Vorjahr: TEUR 12.479).

Zur Finanzierung von erforderlichen Investitionen der REBO sowie zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit hat die BOAO-Gruppe der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 zusätzliche Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 3.500 gewährt. Damit belaufen sich die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (BOXUN Industry (Germany) GmbH) auf TEUR 16.800, hinzu kommen die auf die Darlehen angefallenen kumulierten Zinsen in Höhe von TEUR 6.393, so dass die Gesamtverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter TEUR 23.193 betragen. Die Finanzierung der REBO-Gruppe erfolgte bis 2019 hauptsächlich konzernintern. Seit 2020 ist es gelungen, wesentliche Investitionen über den Abschluss von Mietkaufverträgen zu finanzieren.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von TEUR 2.972 (2022: TEUR 3.490) enthalten.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich u.a. auf Grund der verbesserten Forderungsstruktur gegenüber dem Vorjahr (TEUR -6.024) im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 2.302, dagegen hat sich der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit auf TEUR -5.369 (Vorjahr: TEUR -3.619) erhöht. Grund hierfür sind insbesondere projektbezogene Investitionen im Berichtszeitraum. Der Cash- Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist positiv und beträgt aufgrund u. a. auf Grund der Gewährung von Darlehen durch den Gesellschafter (TEUR 3.500) TEUR 2.990 (Vorjahr: TEUR 9.566).

2.4. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr und in den Vorjahren Jahresfehlbeträge sowie negative Cash-Flows erwirtschaftet. Zur Vermeidung einer bilanziellen Überschuldung wurden vom Gesellschafter, der BOXUN Industry (Germany) GmbH, jeweils Gesellschafterdarlehen in Kapitalrücklagen umgewandelt.

Bis zum Erreichen positiver Cash-Flows ist es für den Fortbestand des Unternehmens notwendig, dass die Obergesellschaft Chongqing Lighting & Electronics Co., Ltd, Chongqing, Volksrepublik China (im Folgenden "Chongqing Rebo") entweder direkt oder über andere Gruppengesellschaften auch künftig die notwendige Liquidität zur Verfügung stellt, da es dem Unternehmen nicht möglich ist, den Bedarf an liquiden Mitteln aus eigener Kraft sicher zu stellen. Darüber hinaus müssen die Gesellschafter die Finanzierung bis zum Erreichen der Kreditfähigkeit gegenüber Dritten aufrecht erhalten.

Die Chongqing Rebo hat in einer bis zum 31. Mai 2025 laufenden Patronatserklärung zugesagt, die Finanzierung der Gesellschaft aufrecht zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass die Rebo jederzeit zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern in der Lage ist. Dies gilt für Verbindlichkeiten aus einem Sozialplan oder ähnlichem Programm nur dann, wenn die Patronin vor dem Abschluss eines solchen Programms explizit bestätigt, auch für diese Verbindlichkeiten einstehen zu wollen.

Die Gesellschaft hat ein Restrukturierungsprogramm zur Anpassung der Kapazitäten auf die zu erwartenden Absatzmengen sowie zur Steigerung der Effizienz in den Produktions- und Verwaltungsbereichen erarbeitet und mit der Umsetzung begonnen.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 deutlich angespannt. Der Finanzmittelbedarf wird durch die selbst erwirtschafteten liquiden Mittel sowie erforderlichenfalls durch Nutzung der Factoring-Linie sowie der eingeräumten Betriebsmittelline sichergestellt. Des Weiteren stellte der Gesellschafter notwendige Mittel (insbesondere für die Projektfinanzierung) zur Verfügung.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Aufgrund der aktuellen Marktsituation durch die schlechten Rahmenbedingungen im Umfeld der Automobilindustrie ist das prognostizierte Jahresziel nicht erreicht worden. Die seit Februar 2022 anhaltende Ukrainekrise sowie daraus resultierende steigende Rohstoffpreise, Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten hauptsächlich bei den OEMs (u. a. wegen der Knappheit von Bauelementen wie Halbleitern) hat die Geschäftsentwicklung negativ beeinflusst. Die im Vorjahr drastisch gestiegenen Energiekosten haben sind hingegen wieder normalisiert.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird nur durch die Muttergesellschaft und die selbst erwirtschafteten liquiden Mittel sichergestellt. Eine mittelbare Muttergesellschaft hat eine Patronatserklärung abgegeben. Diese Patronatserklärung erstreckt sich auf alle Verbindlichkeiten der Schuldnerin gegenüber ihren Gläubigern. Dies gilt jedoch nicht für Verbindlichkeiten aus einem Sozialplan und/oder einem Programm zur Förderung freiwilliger Austritte. Die Patronin wird derartige Verbindlichkeiten nur absichern, sofern und soweit sie explizit bestätigt, auch für diese Verbindlichkeiten im Rahmen dieser Patronatserklärung einstehen zu wollen.

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wichtige Steuerungsgrößen sind für uns der Produktumsatz inklusive Handelswaren und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Deren Entwicklung ist in den vorherigen Abschnitten dargestellt. Werkzeugumsätze sind sehr projektbezogen und können stark schwanken. Weiterhin sind sie für die Darstellung der Leistung der Produktion nicht ausschlaggebend. Daher hat sich die Geschäftsführung dafür entschieden, den Fokus auf die Produktumsätze inklusive Handelsware zu legen.

Die REBO nimmt den Umweltschutzgedanken und die Schonung natürlicher Ressourcen sehr ernst. Weder die zur Herstellung von REBO-Produkten erforderlichen Materialien noch die Fertigungsprozesse selbst sind als umweltkritisch anzusehen. Das Umweltmanagement der REBO-Gruppe kümmert sich vorrangig um Themen wie Energieverbrauch, Verbrauch von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Abfallvermeidung und Entsorgung sowie Abgas- und Lärmemissionen. Um den Anforderungen der Kunden zu entsprechen, hat sich die Gesellschaft den erforderlichen Zertifizierungen (ISO45001 (Arbeitsschutz), ISO14001 (Umwelt), ISO50001 (Energie), IATF16949 (Qualität Automobil)) unterzogen.

3. Nachtragsbericht

In einem schwierigen Marktumfeld mit unter den Erwartungen liegenden Umsätzen, wurde im ersten Quartal 2024 ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Insbesondere das im Vergleich zu früheren Annahmen und Markterwartungen deutlich geringere Volumen bei Elektrofahrzeugen hat diese Situation unvorteilhaft beeinflusst. Die Planannahmen wurden deutlich verfehlt.

Die Umsätze beliefen sich auf TEUR 17.687, der Fehlbetrag der ersten drei Monate liegt bei TEUR 2.492.

Die Liquiditätslage zu Beginn des Jahres 2024 ist angespannt. Das liegt insbesondere am Finanzbedarf für Projekte, die in 2024/2025 in die Serie überführt werden. Notwendige Projektfinanzierungen und Investitionen werden bei Bedarf durch den Gesellschafter zur Verfügung gestellt.

Die Chongqing Rebo hat in einer bis zum 31. Mai 2025 laufenden Patronatserklärung zugesagt, die Finanzierung der Gesellschaft aufrecht zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass die REBO jederzeit zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern in der Lage ist. Dies gilt für Verbindlichkeiten aus einem Sozialplan oder ähnlichem Programm nur dann, wenn die Patronin vor dem Abschluss eines solchen Programms explizit bestätigt, auch für diese Verbindlichkeiten einstehen zu wollen.

Die Gesellschaft hat ein Restrukturierungsprogramm zur Anpassung der Kapazitäten auf die zu erwartenden Absatzmengen sowie zur Steigerung der Effizienz in den Produktions- und Verwaltungsbereichen erarbeitet und mit der Umsetzung begonnen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 erwarten wir aktuell einen Fehlbetrag weiter um etwas über 20 Prozent auf rund EUR 65-70 Mio. rückläufige Umsätze sowie einen weiteren Fehlbetrag in der Größenordnung von EUR 7,5 Mio. In diesem Betrag sind schon Aufwendungen für das Restrukturierungsprogramm enthalten.

4. Prognose, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen für unser Geschäft eine große Rolle. Der GfK- Konsumklima-Index hat sich zwar gegenüber dem Vorjahr verbessert, die anhaltenden Unsicherheiten, insbesondere durch die überraschende Streichung der E-Auto Förderung in Deutschland zu Beginn des Jahres 2024 sowie die wieder auflebende Diskussion über die Zukunft der Verbrennertechnologie haben die Nachfrage nach PKW weiter signifikant belastet.

Auch im Ausblick für die Jahre ab 2024 sieht die Gesellschaft Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen, projektspezifische Forschung und Entwicklung und Werkzeuge durch lokale und globale Kreditgeber sowie Förderinstitute. Wachstumsinvestitionen werden weiterhin durch den Gesellschafter abgesichert.

Die Ausrichtung des Unternehmens nach Einführung des digitalen Energiemanagements mit der Zielrichtung auf optimierten Einsatz von Ressourcen und Energie wird auch in den Folgejahren fortgesetzt. Wichtig für die REBO ist ebenfalls das Gesundheitsmanagementsystem zur weiteren Verbesserung der Gesundheitsrate und Senkung von Ausfallzeiten, dieses wurde in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitskassen weiter vertieft und wird zur Erhöhung Personaleffizienz beitragen und somit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in Zukunft stärken.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 verzeichnete die Gesellschaft Umsätze in Höhe von von TEUR 17.687, die budgetieren Umsatzerlöse wurden deutlich verfehlt. Beim Ergebnis vor und nach Steuern (EBT und EAT) wurden Verluste verzeichnet, die Planwerte wurden auch hier deutlich verfehlt. Die Geschäftsführung hat daher mit dem Betriebsrat Verhandlungen über einen Sozialplan und Interessensausgleich aufgenommen, mit dem Ziel, die Kostenstruktur an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen.

4.2. Risikobericht

Allgemeine Marktentwicklung / globale Krisen wie der Krieg in der Ukraine

Die Neuzulassungen in Deutschland waren im Jahr 2023 auf deutlich höher als im Jahr davor. Die PKW- Zulassungen lagen bei ca. 3,11 Mio. Einheiten, in 2022 lag die Zahl bei 2,65 Mio. Der Anteil von deutschen Marken (inkl. Konzernmarken) lag bei 1,98 Mio. Fahrzeugen und damit um 7,3 Prozent höher als 2022.(Quelle: VDA Monatszahlen Jan/Februar 2024)

In Erwartung eines stark zunehmenden Absatzes von Batterie-Elektrischen Fahrzeugen (BEV) hat sich Rebo in den letzten Jahren stark auf Projekte in diesem Bereich fokussiert. Leider mussten wir feststellen, dass die von den Herstellern erwarteten Produktionszahlen zum Teil signifikant unterschritten wurden, was zu entsprechenden Unterauslastungen bei Rebo führte.

Da der durchschnittliche Umsatz pro Fahrzeug, welchen Rebo im BEV Segment erzielt deutlich über dem durchschnittlichen Umsatz je Fahrzeug im traditionellen Verbrennersegment liegt, hat sich diese Verzögerung bei der Umstellung auf BEV sehr negativ bemerkbar gemacht. Weitere Verzögerungen bei der Umstellung auf Batterie-Elektrische Antriebe können weitere Anpassungsprozesse notwendig machen.

Rohstoffpreise und Energie

Ein potenzielles Risiko für die zukünftige Entwicklung stellen weiter steigende Rohstoff- und Energiepreise dar. Dem Risiko steigender Rohstoffpreise, speziell von elektronischen Leiterplatten und Granulaten, wird durch weitere vertikale Integration der SMT Produktion, Compoundierung, Automatisierung sowie durch eine globale Beschaffung entgegengetreten. Die Beschaffung von signifikanten Rohstoffen wird positiv unterstützt durch Bündelung der Einkaufsaktivitäten in der weltweiten REBO-Gruppe.

Forderungsausfallrisiko

Dem Risiko des Ausfalls von Kundenforderungen wird durch ein sehr gut organisiertes Informationsmanagement (SAP), konsequentes Einholen von Bonitätsauskünften und Absicherung durch vertragliche Kreditsicherungsmittel begegnet.

Steigende Marktmacht der Automobilhersteller

Risiken bestehen weiterhin hinsichtlich der Entwicklung der Absatzpreise durch die Marktmacht der großen OEMs und dem damit einhergehenden branchenbedingten Margendruck. Dem Risiko wird begegnet durch die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf die Integration der Fahrzeugbeleuchtung in komplette Großbauteile sowohl im Fahrzeug als auch im Exterior-Bereich. Dadurch wird die Umsetzung der Entwicklung in komplexe Fertigungsprozesse in absehbarer Zeit zum wesentlichen Wettbewerbskriterium.

Ersatzteilverpflichtungen

Lieferverpflichtungen, die nach Ablauf der Serienproduktion noch bestehen, können zusätzliche Kosten erzeugen, da hier nur geringe Mengen abgefragt werden, die nicht wirtschaftlich produziert werden können. Durch weitere Investitionen in flexible Fertigung und eine weitere vertikale Integration kann diesen Kostensteigerungen entgegengewirkt werden.

Gewährleistung

Mangelhafte Produktqualität kann zu Reklamationen von Kunden und zu damit einhergehenden Gewährleistungsansprüchen führen. Diese Risiken werden minimiert durch einen stetigen Optimierungsprozess in der Fertigungskette. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen durch Investitionen in Automatisierung eine vom Mensch unabhängige Endkontrolle und Rückverfolgbarkeit.

4.3. Chancenbericht

Marktentwicklung

Den o. g. Risiken steht auch die Chance gegenüber, dass sich durch die deutliche Reduzierung der Produktionsvolumina in Verbindung mit den o. g. Einflüssen und der daraus gestiegenen Bedarfe an Fahrzeugen, bei den Endkunden Nachholkäufe ergeben. Die strategische Ausrichtung der REBO-Gruppe folgt der Globalisierung und generiert auch zahlreiche Chancen sowohl für die gesamte Gruppe als auch das Unternehmen in Eisenach, durch die Nutzung von globalen Kostenoptimierungspotenzialen. Hinzu kommen die Vorteile größerer Marktanteile, bessere Nutzung von globalen Lieferanten sowie von Vertriebs- und Kundennetzen.

Verbesserung der Wertschöpfung

Wachstumsmöglichkeiten sieht das Unternehmen nicht durch Volumensteigerung, sondern durch innovative Lichtlösungen im und um das Gesamtfahrzeug, welche vollintegriert in Modulen im Fahrzeug dargestellt werden und somit dem Kunden technische, qualitative und kommerzielle Vorteile bieten.

Ebenfalls entwickelten bzw. entwickeln wir ein neuartiges Fertigungskonzept, welches bei einem im Auftrag befindlichen Projekt für ein Elektro-Fahrzeug 2024 in den SOP (Start of Production) geht.

Gewinnung neuer Kundengruppen

Durch die Veränderung der Antriebstechnik von Verbrennungsmotoren hin zu Elektro-Fahrzeugen sieht die Gesellschaft neue potenzielle Kunden in logistischer Nähe zum Fertigungsstandort in Eisenach. Ebenso durch die Veränderung der Mobilität hin zu unterschiedlichen Fahrzeugarten und damit erforderlichen integrierten Lichtbauteilen vergrößert sich die Möglichkeit potenzielle Aufträge in Zukunft zu gewinnen. Durch die globale Strategie der REBO-Gruppe gewinnt das Unternehmen eine globale Wettbewerbspositionen, so dass sich konjunkturelle und strukturelle Risiken verringern sowie neue Absatzmärkte mit neuen Kundengruppen und Marktpotenzialen erschließen.

Insourcing von Produktionsprozessen

Durch weiteres Insourcing von relevanten komplexen Produktionsprozessen reduzieren wir die Abhängigkeit von schwierigen und langen Lieferketten. Hierdurch können sowohl Kostenvorteile als auch Nachhaltigkeit durch Minimierung von Transport und Verpackung erzielt werden. Einher geht eine wesentliche Reduzierung der Leadtime bei Neuprojekten oder Veränderungen durch Markteinflüsse.

Zukunftsbezogene Aussagen

Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen tatsächliche Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn die genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die in den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

 

Eisenach-Stockhausen, den 29. Mai 2024

REBO Lighting & Electronics GmbH

Jiawei Huang, Geschäftsführer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.