Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 176
Eingetragen
14.4.1969
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin der Firma "Hama GmbH & Co"

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Dr. Wagner
seit 22.7.2025
Geschäftsführer
Roland Handschiegel
seit 7.1.2025
Geschäftsführer
Michael List
seit 7.1.2025
Geschäftsführer
Christian Sokcevic
seit 4.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG

Monheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

hama KONZERNABSCHLUSS 2021

Holding HAMA HAMAPHOT HANKE & THOMAS GmbH & Co KG

86651 Monheim, Dresdner Straße 9

KONZERN LAGEBERICHT

1. Grundlagen der Gesellschaft

a) Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns erstreckt sich in seinen Kernbereichen auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Zubehör für Foto, Audio, Video, Computer, Telekommunikation, den Schreibwarenhandel (Schulranzen etc.) und für weiße Ware.

Ergänzt wird das Geschäftsmodell um strategische Beteiligungen und die Ausrichtung auf Wachstumsfelder. Im Jahr 2021 wurde mit der Firma Messingschlager GmbH & Co. KG in Baunach der europäische Marktführer im Sortimentsbereich für Fahrradzubehör übernommen.

Die Geschäftstätigkeit erweitert sich somit um die Herstellung, den Handel und den Vertrieb von Fahrradzubehör und Fahrradkomponenten.

Eine zuverlässige Bestimmung von Marktanteilen ist in der Breite des Programmes nicht möglich, weil für die von uns vertriebenen Zubehörsortimente in der Regel Detailuntersuchungen über die Größe des Marktes nicht vorliegen. Unsere Marktbedeutung in den unterschiedlichen Produktgruppen reicht von "unbedeutend" bis zur Marktführerschaft.

Das Geschäft mit der Handelsware ist dominierend. Wesentliche Teile des Sortiments werden über "verlängerte Werkbänke" aus Südostasien bezogen.

Wir beliefern im Wesentlichen nicht den Endverbraucher, sondern den Handel in allen seinen Spielarten.

Die Gesellschaftsanteile an der Holding, der Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG, liegen zu 100 % bei den Familienstiftungen Adolf und Christoph Thomas Stiftung und der Martin und Rudolph Hanke Stiftung.

b) Ziele und Strategien

Grundsätzlich streben wir an, in unseren Kernbereichen jeweils einen bedeutenden Marktanteil zu erlangen.

c) Forschung und Entwicklung

Wegen der starken Dominanz der Handelsware ist die Forschung und Entwicklung schwergewichtig im umfangreich ausgebauten Research des Produktmanagements angesiedelt.

Im Produktmanagement sind 206 Mitarbeiter beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2021 geprägt von der Corona Pandemie und den damit einhergehenden verordneten Schutzmaßnahmen.

Trotz "Corona" mit zunehmenden Liefer- und Materialengpässen konnte sich die deutsche Wirtschaft aber nach dem massiven Einbruch im Jahr 2020 erholen, wenngleich das Vorkrisenniveau nicht erreicht werden konnte.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2021, nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), um 2,7 % höher als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung hat sich in fast allen Wirtschaftsbereichen im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe stieg deutlich um 4,4 %. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche entwickelten sich positiv, das Baugewerbe ist nach wie vor stabil.

Die privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf niedrigem Niveau, sind aber noch weit vom ihrem Vorkrisenstand entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren, wie auch im Vorjahr, eine große Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft.

Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen des Vorjahres. Der Export stieg preisbereinigt um 9,4 %, gleichzeitig legten die Importe um 8,6 % zu. Damit wurde das Vorkrisenniveau von 2019 fast wieder erreicht.

Im europäischen Vergleich verzeichnet die deutsche Wirtschaft im Jahr 2021 voraussichtlich den geringsten Zuwachs aller Mitgliedsstaaten der EU. Für die EU 27 (ohne Vereinigtes Königreich) geht die Europäische Kommission von einem Anstieg des preisbereinigten BIP von 5,0 % aus.

2021 2020
USA + 5,8 % - 3,4 %
China + 7,9 % + 2,3 %
Eurozone + 5,0 % - 6,4 %
EU 27 + 5,0 % - 5,9 %
Deutschland + 2,7 % - 4,6 %

Der Einzelhandel in Deutschland blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück. Während sich insbesondere im Onlinehandel Wachstumseffekte zeigten, verzeichnete der stationäre Einzelhandel in vielen Bereichen des Non-Food-Bereichs deutliche Umsatzeinbrüche.

Die Marksituation in unserer Branche ist unverändert gegenüber den Vorjahren, durch vermehrte Konzentration des Einkaufs unserer Kunden, bis hin zur Vermarktung von Eigenmarken und deutlicher Ausweitung der Onlinepräsenz, gekennzeichnet. Dies führt weiterhin zu extremen Margendruck im Handel.

Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative, kundenspezifische Sortimente und sehen uns als der zuverlässige Partner für Produktinnovation und Service für unsere Kunden.

b) Geschäftsverlauf

Im zweiten Corona-Krisenjahr konnte die Consumer Electronics (CE) Branche Verluste aus dem Vorjahr wettmachen. Es ist der CE Branche gut gelungen die Pandemie-Situation zu managen, sei es durch die diversen Sicherheitsmaßnahmen im stationären Einzelhandel oder durch den immer stärker gerichteten Fokus auf Multi- und Omnichanel Ansätze in der Kundenansprache.

Der wachstumsfördernde Megatrend Digitalisierung ist unmittelbar mit der CE Branche verknüpft und schafft nach wie vor Kaufanreize im Hardware- als auch im für uns relevanten Zubehörbereich. Ein weiterer positiver Effekt ist der nach wie vor anhaltende Boom in dem Thema "Entertainment at Home" sowie das Arbeiten von Zuhause aus. Auch das Segment "Wellness" und "Fitness" verzeichnet gute Absätze.

Trotz des sehr intensiven Wettbewerbes, welcher sich letztendlich in sinkenden Rohertragsmargen widerspiegelt, konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr, dank unseres innovativen und stets aktuellen Produkt- und Serviceportfolios und unserer bedingungslosen Orientierung an den Bedürfnissen unserer Kunden, unsere Markposition in vielen Segmenten stabilisieren und teilweise sogar ausbauen.

Im Geschäftsjahr 2021 war ein Umsatzzuwachs von rund 12 % zu verzeichnen. Die Rohertragsmarge bei den Umsatzerlösen aus Warenlieferungen ging um 3,6 % auf 31,4 % zurück.

c) Ertragslage, Finanzlage, Vermögenslage

Ertragslage

Wir konnten im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz aus Warenverkäufen in Höhe von T€ 608.629 erzielen, was einen Zuwachs von 12,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Rohertragsmarge sank jedoch um insgesamt 3,6 Prozentpunkte, was zum einen auf eine Veränderung des Warenkorbes und zum anderen an dem nach wie vor enormen Margendruck im Handel zurückzuführen ist. Stark gestiegene Beschaffungskosten, welche nicht über die Verkaufspreise weitergegeben werden konnten, sowie Produktmix- und Absatzkanalverschiebungen führten ebenfalls zu einer rückläufigen Marge.

Der Erwerb von 90 % an der Firma Messingschlager GmbH & Co. KG in Baunach hat einen deutlichen Einfluss auf die Ertragslage und Kennzahlen des Konzerns. Die Umsätze erhöhten sich durch den Erwerb um T€ 45.566, das anteilige Beteiligungsergebnis beträgt T€ 6.131 und die Anzahl der Beschäftigen 180.

2021
T€
2020
T€
Umsatz aus Warenlieferungen 608.629 542.930
Umsatzveränderung in % 12,1 % 5,3 %
Betriebsergebnis (EBIT) 30.497 47.166
in % Umsatz 5,0 % 8,7 %
Gewinn vor Steuern 27.748 43.643
in % Umsatz 4,6 % 8,0 %
Jahresergebnis 19.107 33.821
in % Umsatz 3,1 % 6,2 %
Beschäftigte am Jahresende 2.508 2.321

Wir erwirtschaften rund 26 % des Umsatzes mit zwei Hauptkunden, welche sich in zahlreiche rechtlich selbständige Einheiten untergliedern.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, sämtliche Verbindlichkeiten unter Nutzung erster Konditionen zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer die erwirtschafteten Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen thesauriert werden.

Die Zahlungsmittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 34.742 auf T€ 49.739 verringert. Die langfristigen Bankverbindlichkeiten erhöhten sich von T€ 0 auf T€ 14.809.

Unter Berücksichtigung des überdurchschnittlich hohen wirtschaftlichen Eigenkapitals in Höhe von 57,2 % der Bilanzsumme und der mit unseren Hausbanken getroffenen Vereinbarungen war die Liquidität des Unternehmens jederzeit gesichert.

Zur Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung wird auf Seite 21 im Konzernabschluss verwiesen. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist gesunken, im Wesentlichen durch das geringere Periodenergebnis sowie hohe Auszahlungen für den Aufbau von Warenbeständen. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von T€ 8.738 ist im Wesentlichen durch Investitionen in Sachanlagen beeinflusst. Im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit sind im Wesentlichen Mittelzuflüsse aus Darlehen enthalten. Per Saldo ergaben sich im Geschäftsjahr Zahlungsmittelabflüsse von T€ -37.473 (Vj. Zahlungsmittelzuflüsse T€ 3.914). Der Finanzmittelfonds beträgt damit zum Konzernabschlussstichtag T€ 49.739 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 84.481) vermindert.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr um 15,6 % von T€ 532.941 auf T€ 639.838. Der Gesamtkapitalumschlag beträgt unverändert 1,0.

Das Anlagevermögen erhöhte sich von T€ 89.062 auf T€ 91.877.

Die Veränderung bei den Vorräten von T€ 126.967 auf T€ 221.199 ist dem Erwerb der Firma Messingschlager (Vorräte T€ 30.132) und dem gezielten Aufbau von Beständen und der Aufnahme von weiteren Partnermarken in unser Sortiment geschuldet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 18.300 gestiegen.

Die Investitionen (Restbuchwert lfd. Jahr + Afa lfd. Jahr - Restbuchwert Vorjahr) stellen sich wie folgt dar.

2021
T€
2020
T€
Immaterielle Wirtschaftsgüter 8.039 1.303
Sachanlagen 7.671 823
Wertpapiere des Anlagevermögens -2.178 12.768
  34.881 14.894

Die Bilanzstruktur stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar:

2021
T€
2020
T€
Anlagevermögen 91.877 89.062
in % der Bilanzsumme 14,4 % 16,1 %
Umlaufvermögen 546.343 463.403
in % der Bilanzsumme 85,4 % 83,7 %
Rechnungsabgrenzungsposten 1.618 1.027
Bilanzielles Eigenkapital 360.528 343.713
in % der Bilanzsumme 56,3 % 62,1 %
+ Kapitalkonten II der Gesellschafter (bewegliche Kapitalkonten der Gesellschafter) 5.241 974
= Wirtschaftliches Eigenkapital 365.779 344.687
in % der Bilanzsumme 57,2 % 62,3 %
Rückstellungen 106.081 108.656
in % der Bilanzsumme 16,6 % 19,6 %
Verbindlichkeiten 167.200 99.449
in % der Bilanzsumme 26,1 % 18,0 %
Bilanzsumme 639.838 553.492

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzentwicklung, Rohertragsmarge und Cash Flow heran.

Im Geschäftsjahr ist ein deutliches Umsatzplus von 12,1 % zu verzeichnen. Die Rohertragsmarge aus Warenverkäufen (berechnet als Verhältnis von Umsatzerlösen aus Warenverkäufen mit fremden Dritten zu Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) ging jedoch um 3,6 % auf 31,4 % zurück.

Zur Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung wird auf Seite 21 im Konzernabschluss verwiesen. Der Finanzmittelfonds beträgt zum Konzernabschlussstichtag T€ 49.739 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 84.481) vermindert.

Die meisten dieser Kennzahlen zeigen ein Minus, welches im Wesentlichen auf die gestiegenen Warenbezugskosten, auf höhere Abschreibungen sowie IT- und Personalkosten zurückzuführen ist. Die Gesamtkapitalrendite (Gesamtergebnis durch Gesamtkapital) ist im Plus.

Gemessen an den Umständen kann unsere wirtschaftliche Lage insgesamt dennoch als befriedigend bezeichnet werden.

e) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern sowie die Technologieposition und Umweltbelange. Unsere Leistungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit unseres Handelns. Wir vertreiben innovative und kundenorientierte Produkte, die überwiegend aus Südostasien bezogen werden. Mit einer Vielzahl von Lieferanten bestehen langjährige und faire Geschäftsbeziehungen.

Basis für die hohe Liefer- und Servicefähigkeit von Hama sind unsere leistungsfähigen und motivierten Mitarbeiter - daher investieren wir in gute Aus- und Weiterbildung sowie hohe Arbeitssicherheit. Hama wirkt auch auf gute Arbeitsbedingungen und hohe Arbeitssicherheit bei unseren asiatischen Lieferanten hin, die zudem Aspekte von Umwelt- und Klimaschutz berücksichtigen. Unsere internen Standards übertreffen in der Regel die gesetzlichen Anforderungen.

Nachhaltiges Ziel von Hama ist es, Produkte zu entwickeln und zu vertreiben, die auch künftig Kunden- und Umweltanforderungen gerecht werden. Wir wollen als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter langfristig an uns zu binden. Unsere Prozesse sollen so gestaltet werden, dass Ressourcen geschont und Emissionen so weit wie möglich vermieden werden. All dies dient einer zukunftsweisenden Positionierung von Hama im Wettbewerb.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

Selten war der Ausblick auf die Weltwirtschaft so zwiespältig wie heute. Einerseits könnte die besonders ansteckende Omikron-Variante oder impfstoffresistente Covid-Varianten einen dramatischen Rückschlag in der weltweiten wirtschaftlichen Erholung auslösen. Während gleichzeitig preistreibende Engpässe in den Lieferketten und eine hohe Inflation die Konjunktur bremsen. Andererseits stehen die Konjunkturampeln auf grün, sind doch die Kassen der privaten Haushalte und zahlreicher Unternehmen gut gefüllt.

Es überwiegt jedoch beim Blick auf 2022 die Zuversicht. Die globale Problematik der Liefersituation dürfte sich schrittweise auflösen, die Wirtschaft wird von Coronawelle zu Coronawelle robuster. Die weltweite Verfügbarkeit an Impfstoffen und Medikamenten helfen immer besser die Pandemie einzudämmen. Auch die durch Lieferengpässe, Knappheit an Rohstoffen und stark gestiegenen Energiepreise getriebene Inflationsrate dürfte wieder auf ein Normalmaß zurückgehen.

Unter den sich rasant wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit unmittelbaren Auswirkungen auf die globale Wirtschaft, ist es sehr schwer eine zuverlässige Vorhersage abzugeben. Im derzeitigen Marktumfeld und unter Berücksichtigung der Entwicklungen im Unternehmen rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr 2022 mit einem besseren Ergebnis, gegebenenfalls sogar auf dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens dennoch positiv. Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

b) Risikobericht

Risiken im unternehmerischen Umfeld sind allgegenwärtig. Ziel muss es sein, diese Risiken zu identifizieren, rechtzeitig zu erkennen und weitestgehend abzuwenden. Dazu haben wir ein standardisiertes Berichtswesen installiert, dass frühzeitig Abweichungen signalisiert. Auch besteht für den Eintritt unabwendbarer Ereignisse ein umfangreicher, ökonomisch sinnvoller Versicherungsschutz.

Potenzielle Währungsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir weitgehend durch Sicherungsgeschäfte.

Der Wareneinkauf der Gesellschaft wird in erheblichem Umfang auf US-Dollar Basis abgewickelt. Den sich daraus möglicherweise ergebenden Kursrisiken begegnen wir durch entsprechend vorsichtige Ansätze des Dollarkurses in der Kalkulation. Für Teile des Dollar-Geschäftes schließen wir Kurssicherungsgeschäfte ab, wenn uns die Marktsituation hierfür günstig erscheint.

Das mit den Finanzierungen verbundene Zinsänderungsrisiko wird regelmäßig überwacht, beurteilt und gegebenenfalls durch die Vereinbarung von befristeten Festzinssätzen im Darlehensbereich minimiert.

Wir beobachten weiterhin die stark ansteigende Inflation in unserem Absatzmarkt und die Auswirkungen, die diese auf das Kaufverhalten der Endkunden haben kann. Im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung hinsichtlich des Kriegs in der Ukraine gehen wir von weiteren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft aus. Wir beobachten diese Risiken genau und werden auf Risiken, die aus diesen Entwicklungen entstehen können, umgehend reagieren.

Weiterhin wird es zunehmend schwieriger qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Dieser Entwicklung wirken wir durch erhöhte Anstrengungen im Bereich der Mitarbeitergewinnung entgegen. Zudem treffen wir regelmäßig Maßnahmen, um weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber in der Region zu bleiben.

c) Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen, sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch am Geschäftssitz, durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit, einem hohen Servicegrad am Point of Sale und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

d) Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir im vorherrschenden Preisdruck im Handel, steigenden Gestehungskosten und einem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Das Geschäftsjahr 2021 erfüllte unsere Erwartungen nicht. Deutlich höhere Bezugskosten und Verschiebungen in den Absatz- und Produktsegmenten verschlechterte sich unsere Rohertragsmarge und schlug sich direkt im Ergebnis wieder.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Zudem befinden sich auch derivative Finanzinstrumente in unserem Bestand.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Monheim, den 24.03.2022

HAMA HAMAPHOT
HANKE & THOMAS GmbH & Co KG
Holding

die Geschäftsführung

Christoph Thomas

Christian Sokcevic

KONZERN Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

Anhang 2021
in Euro
2020
in Euro
1. Umsatzerlöse      
a) Umsatzerlöse aus Warenlieferungen 2a) 608.628.747,24 542.930.248,54
b) Umsatzerlöse diverse 2b) 7.457.202,36 5.130.048,52
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   93.904.184,48 1.142.860,09
3. Gesamtleistung   709.990.134,08 549.203.157,15
4. Sonstige betriebliche Erträge 3) 1.340.606,05 8.499.151,25
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-,Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   -511.141.587,32 -353.637.537,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen   -336.008,06 -300.543,79
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter   -83.185.088,63 -75.046.297,57
b) Soziale Abgagen und Unterstützung   -16.824.601,06 -15.050.947,48
7. Abschreibungen auf immat. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10) -10.715.758,37 -9.751.696,31
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -58.630.473,13 -56.748.784,68
davon Kursverluste   -534.136,82 -1.870.774,07
Betriebsergebnis (EBIT)   30.497.223,56 47.166.500,59
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   14.834,10 114.013,80
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   185.071,68 216.995,70
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen      
a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -356.171,75 -292.446,69
davon Zinsen aus Abzinsung Pensionsrückstellungen   -11.803,00 -14.853,00
b) Zinsen für die partiarischen Darlehen   -2.593.070,17 -3.561.924,62
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6) -7.584.759,10 -9.388.239,48
13. Ergebnis nach Steuern   20.163.128,32 34.254.899,30
14. Sonstige Steuern   -407.971,94 -433.518,65
15. Konzernjahresüberschuss   19.755.156,38 33.821.380,65
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   10.411.129,13 2.452.548,50
17. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn   -648.108,62 0,00
18. Konzernbilanzgewinn   29.518.176,88 36.273.929,15

KONZERN BILANZ zum 31.12.2021

AKTIVA

Anhang 2021
in Euro
2020
in Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN 10)    
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen u. ähnliche Rechte   7.951.791,41 2.050.783,31
II. SACHANLAGEN      
1. Grundstücke und Gebäude, Bauten auf fremden Grundstücken   41.635.004,45 43.881.967,86
2. Technische Anlagen und Maschinen   9.723.776,57 8.105.707,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   10.876.259,21 9.631.395,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   380.528,35 1.903.548,25
    62.615.568,58 63.522.618,62
III. FINANZANLAGEN      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen   1.416.042,71 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens   19.799.666,06 23.488.202,16
3. Sonstige Ausleihungen   94.000,00 0,00
    21.309.708,77 23.488.202,16
    91.877.068,76 89.061.604,09
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. VORRÄTE 11)    
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe   388.237,00 655.387,20
2. Fertige Erzeugnisse und Waren   220.811.178,26 126.311.637,81
    221.199.415,26 126.967.025,01
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 12)    
1. Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen   247.911.396,25 229.610.933,73
2. Forderungen an Gesellschafter   7.396,53 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände   27.485.253,74 22.344.026,53
    275.404.046,52 251.954.960,26
III. KASSENBESTAND, BANKGUTHABEN 13) 49.739.196,71 84.481.244,09
    546.342.658,49 463.403.229,36
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16) 1.618.123,23 1.026.677,29
BILANZSUMME   639.837.850,48 553.491.510,74

PASSIVA

     
Anhang 2021
in Euro
2020
in Euro
A. EIGENKAPITAL      
I. KAPITALANTEILE (Kommanditkapital)   180.000.000,00 180.000.000,00
II. RÜCKLAGENKONTO   106.129.561,76 85.370.000,00
III. GEWINNRÜCKLAGEN      
1. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile   25.564,59 25.564,59
2. Andere Gewinnrücklagen   43.755.722,35 42.043.008,42
    43.781.286,94 42.068.573,01
IV. BILANZGEWINN      
1. Gewinnvortrag   10.411.129,13 2.452.548,50
2. Konzerngewinn 19.107.047,75 33.821.380,65
    29.518.176,88 36.273.929,15
V. ANTEIL IM FREMDBESITZ   1.098.608,62 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 18) 360.527.634,20 343.712.502,16
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   758.094,15 742.676,80
2. Rückstellungen für Steuern   4.319.401,42 4.258.791,12
3. Sonstige Rückstellungen   101.003.845,28 103.654.599,01
    106.081.340,85 108.656.066,93
C. VERBINDLICHKEITEN 19,22)    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   22.307.885,61 3.915.016,68
b) Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20) 14.809.383,01 0,00
    37.117.268,62 3.915.016,68
2. Erhaltene Anzahlungen   1.870.112,80 2.755.091,07
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   76.408.319,10 48.283.636,80
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern      
Kapitalkonten II (bewegliche Kapitalkonten) 21 5.251.469,65 974.159,15
5. Sonstige Verbindlichkeiten      
a) Verbindlichkeiten aus Steuern   5.797.936,78 5.781.646,71
b) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit   804.083,30 567.385,80
c) Sonstige Verbindlichkeiten   8.529.565,07 1.791.242,65
d) Verbindlichkeiten aus partiarischen Darlehen 17) 36.672.652,96 36.355.227,62
    51.804.238,12 44.495.502,78
    172.451.408,29 100.423.406,48
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   777.467,14 699.535,17
BILANZSUMME   639.837.850,48 553.491.510,74

KONZERN ANHANG

I Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG hat ihren Sitz in 86653 Monheim, Dresdner Straße 9.

Das Registergericht ist das Amtsgericht Augsburg, HRA 1220.

In den Konzernabschluss werden neben der Holding, der Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG alle Tochterunternehmen nach dem Prinzip der Vollkonsolidierung einbezogen. Bei all diesen Unternehmen verfügt die Muttergesellschaft direkt oder indirekt über beherrschenden Einfluss.

Zum 31.12.2021 wurden neben der Muttergesellschaft 10 inländische und 18 ausländische Tochterunternehmen sowie 2 Unternehmen der White Diamonds Gruppe konsolidiert.

Übersicht der konsolidierten Unternehmen

Sitz Bet.-quote
Holding      
Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG Deutschland Monheim  
Vollkonsolidierte Unternehmen      
Hama GmbH & Co KG Deutschland Monheim 100 %
Hanke & Thomas GmbH Deutschland Monheim 100 %
Hama Verwaltungs GmbH Deutschland Monheim 100 %
Brand Distribution GmbH Deutschland München 100 %
Digital Solution Group GmbH Deutschland München 100 %
Brand Services GmbH Deutschland Tiefenbronn 100 %
Messingschlager GmbH & Co. KG Deutschland Baunach 90 %
RTV Rennteile Vertriebs GmbH Deutschland Baunach 90 %
PTI Sports GmbH Deutschland Baunach 90 %
Messingschlager Beteiligung GmbH Deutschland Baunach 90 %
Hama Spol. Sr. O. Tschechien Brno 100 %
Hama Slovakia Spol. Sr. O. Slowakei Bratislawa 100 %
Hama Pvac, Ltd. Hong Kong Hong Kong 100 %
Hama Trading (Shenzen) Co. China Shenzen 100 %
Hama B.V. Niederlande Amsterdam 100 %
Hama Eurl Frankreich Chessy 100 %
Hama (UK) Ltd. England Basingstoke 100 %
Hama Kft Ungarn Budapest 100 %
Hama Technics AG Schweiz Volketswil 100 %
Hama Technics S.L. Spanien Barcelona 100 %
Hama Technics Handels GmbH Österreich Breitenfurt 100 %
Hama n.v. / s.a. Belgien Wetteren 100 %
Hama Polska Sp. Zo. O. Polen Gadki 100 %
Hama Gulf, FZE VAE Dubai 100 %
Companhia Hama Portugal LDA Portugal Lissabon 100 %
Hama Distr. Romania S.R.L. Rumänien Bukarest 100 %
Hama Nordics AB Schweden Gränna 100 %
Hama Nordics Oy / AB Finnland Kokkola 100 %
Quotenkonsoliderte Unternehmen      
GTB Global Trade GmbH Deutschland Berlin 50 %
GHC Ventures Ltd. Hong Kong Hong Kong 50 %

In die Konsolidierung gingen entsprechend die Zahlen folgender Teilkonzerne ein:

a) Messingschlager GmbH & Co. KG, Deutschland mit den Tochtergesellschaften RTV Rennteile Vertriebs GmbH, Deutschland, PTI Sports GmbH, Deutschland und Messingschlager Beteiligung GmbH, Deutschland.

b) Hama Spol. Sr. O., Tschechien, mit der Tochtergesellschaft Hama Slovakia Spol.Sr. O., Slowakei,

c) Hama Pvac, Ltd., Hong Kong, mit den Tochtergesellschaften Hama Trading (Shenzen) Co. Ltd., China und der GHC Ventures Ltd.,

d) Hama Nordics, AB., Schweden, mit der Tochtergesellschaft Hama Nordics Oy / AB, Finnland.

II Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

1) Grundlagen

Der Konzernabschluss der hama-Gruppe wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in EURO aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden bei den jeweiligen Einzelpositionen erläutert.

Der Konzernabschluss wird aus den Jahresabschlüssen vor Gewinnverwendung der einbezogenen Unternehmen entwickelt.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

Das Geschäftsjahr für alle Firmen der Gruppe ist gleich dem Kalenderjahr.

Die konsolidierte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wird so dargestellt, als ob es sich wirtschaftlich und rechtlich um ein einziges Unternehmen handelt. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angepasst, sofern die Bewertungsabweichungen wesentlich sind.

Für die nachfolgenden Firmen werden die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB angewendet:

a) Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG, Monheim

b) Hanke & Thomas GmbH, Monheim

c) Hama GmbH & Co KG, Monheim

d) Hama Verwaltungs GmbH, Monheim

e) Brand Distribution GmbH, München

f) Digital Solution GmbH, München

g) Brand Services GmbH, Tiefenbronn

h) Messingschlager GmbH & Co. KG, Baunach

i) PTI Sports GmbH, Baunach

j) RTV Rennteile-Vertriebs GmbH, Baunach k) Messingschlager Beteiligung GmbH, Baunach

III Angaben zur Konzern-GuV

2) Gliederung der Umsatzerlöse

a) Umsatzerlöse aus Warenlieferungen

2021
EUR
2020
EUR
Umsatz Inland 249.342.559,25 250.217.255,58
Umsatz Ausland 359.286.187,99 292.712.992,96
  608.628.747,24 542.930.248,54

Bei den Lieferungen an Abnehmer außerhalb Deutschlands liegt der Schwerpunkt der Umsätze in Europa.

b) Umsatzerlöse diverse

2021
EUR
2020
EUR
Diverse ordentliche Erlöse 5.820.001,28 3.650.111,51
Dienstleistungserträge 824.821,36 105.616,69
Auslagen- und Schadensersätze 487.498,75 1.337.666,51
Miet- und Pachteinkünfte 322.584,76 34.877,68
Provisons- und Lizenzertrag 2.296,21 1.776,13
  7.457.202,36 5.130.048,52

3) Sonstige betriebliche Erträge

2021
EUR
2020
EUR
Auflösung Wertberichtigungen Forderungen 956.980,72 1.217.965,72
Erlöse aus Anlagenverkauf 378.528,09 464.930,81
Sonstige betriebliche Erträge 5.097,24 0,00
Auflösung Rückstellungen Urheberrechtsabgabe 0,00 3.916,73
Erlöse aus Verkauf Gebäude u. Grundstück Hama Frankreich 0,00 6.812.338,00
Kursgewinne 0,00 0,00
  1.340.606,05 8.499.151,26

4) Materialaufwand

2021
EUR
2020
EUR
Einkauf 501.057.651,35 358.190.910,80
Bezugs- und Nebenkosten 34.691.899,60 12.588.835,52
Bestandsveränderung Vorräte -24.271.955,57 -16.841.664,55
  511.477.595,38 353.938.081,77

5) Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Konzerninterne Erträge und Umsatzerlöse werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet, sofern sie wesentlich sind. In der konsolidierten Bilanz sind insoweit nur die Leistungen ausgewiesen, die die Grenzen des Gesamtunternehmens verlassen haben.

6) Behandlung der Zwischengewinne

Zwischengewinne aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden ergebniswirksam eliminiert, sofern sie wesentlich sind.

7) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Unter dieser Position sind alle Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen.

Die Gesellschafter der Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG leisten Steuerzahlungen und Vorauszahlungen auf die Körperschaftsteuer entsprechend ihrer Veranlagung. Diese Steuerzahlungen werden über die Kapitalkonten II der Gesellschafter verrechnet. Die Kapitalkonten II sind in der Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" ausgewiesen.

Für die der Körperschaftsteuer unterliegenden Gewinnanteile in den deutschen Kommanditgesellschaften wurde zur Anpassung an die steuerliche Situation von Kapitalgesellschaften ein "fiktiver Steueraufwand" mit einem Steuersatz von 15,83 % (Körperschaftsteuer plus Solidaritätszuschlag) in Höhe von T€ 2.694 gebucht.

Der "fiktive Steueraufwand" wurde mit den geleisteten Steuervorauszahlungen der Gesellschafter in den Kapitalkonten II verrechnet.

IV Angaben zur Konzern-Bilanz

8) Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden auf Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung nach der modifizierten Stichtagsmethode in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung gilt hier regelmäßig die jeweilige Landeswährung der Gesellschaft.

Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden mit Ausnahme des Eigenkapitals erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag; die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Positionen des Eigenkapitals werden mit den historischen Anschaffungskosten angesetzt.

Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen werden erfolgsneutral behandelt und unter den Gewinnrücklagen gesondert ausgewiesen.

9) Kapitalkonsolidierung

Die Erstkonsolidierung wurde zum 31.12.1997 vorgenommen. Bis auf die Gesellschaften GTB Global Trade GmbH und GHC Ventures Ltd. werden alle Tochterunternehmen vollkonsolidiert.

Dabei wurde bei der Kapitalkonsolidierung bis einschließlich des Geschäftsjahres 2008 die Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. angewandt (Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis). Die Verrechnung der Beteiligungen mit dem Eigenkapital erfolgte auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der jeweiligen erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Seit dem Geschäftsjahr 2009 wurde die Kapitalkonsolidierung als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durchgeführt. Dabei erfolgte die Verrechnung der Beteiligungsansätze des Mutterunternehmens mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens. Das Eigenkapital wird auf der Grundlage der Zeitwerte der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten (nach Aufdeckung aller stiller Reserven) angesetzt.

Der durch die Kapitalkonsolidierung entstandene aktive Unterschiedsbetrag, der im Konzernabschluss gemäß § 301 Abs. 3 S. 1 HGB auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen wird, wurde über die Nutzungsdauer von vier Jahren bereits vollständig abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Erwerb der Anteile an der Messingschlager GmbH & Co. KG entstanden ist, wird planmäßig über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauer wird als angemessen erachtet und gewählt, da von einer voraussichtlichen Bestandsdauer eines erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts in der Fahrradzubehör-Branche auszugehen ist. Zudem unterliegt die Branche durch die Transformation hin zu E-Bikes kürzeren Produktlebenszyklen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet.

11) Anlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige, Abschreibung, angesetzt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten (AHK) bis Euro 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand gebucht. Wirtschaftsgüter mit AHK von Euro 250,01 bis Euro 800,00 werden als GWG aktiviert und im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

IT - Software 3 - 5 Jahre
Lizenzen und sonstige Nutzungsrechte, Firmenwert 4 Jahre
Geschäfts-/Firmenwert 4 Jahre
Gebäude 25 - 50 Jahre
Grundstückseinrichtungen 10 - 20 Jahre
Betriebsvorrichtungen 7 - 20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 10 Jahre
IT - Hardware 3 - 5 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 10 Jahre

Die Abschreibungen werden linearvorgenommen und beinhalten gegebenenfalls Abschreibungen für Mehrschichtbetrieb.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald dies zu höheren Abschreibungen führt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung der niedrigere Teilwert angesetzt werden musste. Dabei handelt es sich um langfristige Wertpapiere.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um erworbene Software.

Anschaffungskosten Abschreibungen
Beträge
in Tsd. EURO
Vortrag 1.1.21 Zugang 2021 Abgang 2021 Umr.-Differ. Stand 31.12.21 Vortrag 1.1.21
Konzessionen, Gewerbl. Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte 18.149 1.540 1.233 14 19.073 16.098
Geschäfts- oder Firmenwert 1.081 6.456 0 0 7.537 1.081
Imm. Verm.Gegenstände 19.230 7.996 1.233 14 26.610 17.179
Grundstücke und Gebäude 103.159 146 10.311 370 103.645 59.277
Tech. Anlagen u. Maschinen 38.928 685 1.837 48 42.423 30.822
Andere Anlagen, BGA 42.802 4.859 6.165 179 44.121 33.171
Geleistete Anzahlungen Anlagen im Bau 1.904 1.422 2.945 0 381 0
Sachanlagen 186.793 7.112 21.258 597 190.570 123.270
Wertpapiere des AV 23.488 19.317 23.099 93 19.800 0
Finanzanlagen 23.488 19.317 23.099 93 19.800 0
ANLAGEVERMÖGEN 229.511 34.519 45.590 704 237.074 140.449
Abschreibungen Buchwert
Beträge
in Tsd. EURO
Zugang 2021 Abgang 2021 Umr.-Differ. Stand 31.12.21 31.12.21 31.12.20
Konzessionen, Gewerbl. Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte 1.123 1.154 12 16.609 2.464 2.051
Geschäfts- oder Firmenwert 968 0 0 2.049 5.487,33 0
Imm. Verm.Gegenstände 2.091 1.154 12 18.658 7.952 2.051
Grundstücke und Gebäude 2.447 2.941 297 62.010 41.635 43.882
Tech. Anlagen u. Maschinen 2.188 1.624 49 32.704 9.719 8.106
Andere Anlagen, BGA 3.990 5.854 164 33.240 10.881 9.631
Geleistete Anzahlungen Anlagen im Bau 0 0 0 0 381 1.904
Sachanlagen 8.625 10.419 510 127.954 62.616 63.523
Wertpapiere des AV 0 0 0 0 19.800 23.488
Finanzanlagen 0 0 0 0 19.800 23.488
ANLAGEVERMÖGEN 10.716 11.573 522 146.612 90.462 89.062

Warenvorräte bewerten wir mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bzw. mit den niedrigeren Teilwerten. Neben den direkten Kostenbestandteilen werden die Bezugskosten, sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt.

Sind die Vorräte durch Lagerung, Änderung der Technik oder aus anderen Gründen im Wert gemindert, werden Teilwertabschläge in der Höhe vorgenommen, in der der voraussichtliche Verkaufserlös die Selbstkosten zuzüglich des durchschnittlichen Gewinnes nicht deckt.

Wir bewerten nach der LIFO Methode (Perioden-LIFO).

13) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen werden zum Nennwert und sonstige Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Risiken in den Forderungen wird durch Bildung von Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassemittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

14) Kassenbestand, Bankguthaben

Liquide Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet, wenn der sich daraus ergebende Wert niedriger ist als der Zugangswert.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zahlungsmittel bestehen aus Bankguthaben und Kassenbestände. Fremdwährungen wurden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung ist in den sonstigen Erträgen enthalten. In den flüssigen Mitteln sind T€ 420 Bestände von anteilmäßig konsolidierten Unternehmen enthalten.

15) Latente Steuern

Der Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz kann wahlweise saldiert oder unsaldiert erfolgen. Der Aktivsaldo in Höhe von T€ 5.770 setzt sich aus Rückstellung für Handelsvertreterausgleiche, Bewertungsdifferenzen bei den Rückstellungen für Altersteilzeit und für Pensionen sowie aus nicht realisierten Kursdifferenzen und aus weiteren Rückstellungen zusammen und wird nicht ausgewiesen. Es wurde ein Steuersatz von 15,7 % (gewogener Durchschnitt) zugrunde gelegt.

16) Sonstige Angaben zu quotenkonsolidierten Unternehmen

Aus Gemeinschaftsunternehmen sind im Konzernabschluss kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 53, langfristige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.061 und kurzfristige Schulden in Höhe von T€ 451 enthalten.

17) Rechnungsabgrenzungsposten

In den auf der Aktivseite ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagios in Höhe von T€ 4 enthalten.

18) Partiarische Darlehen

Die Verzinsung der partiarischen Darlehen ist gewinnabhängig. Die Darlehen können mit einer Frist von 3 Monaten zum Jahresende gekündigt werden. Das Abfindungsguthaben ist in 10 gleichen Jahresraten auszuzahlen.

19) Rückstellungen

Für alle erkennbaren wirtschaftlichen, finanziellen und rechtlichen Risiken sowie für alle ungewissen Verbindlichkeiten werden Rückstellungen nach den geltenden Vorschriften und nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung gebildet. Diese werden jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die voraussichtlichen künftigen Zahlungsverpflichtungen, Verluste oder Aufwendungen abzudecken.

Grundlage des Ansatzes der Pensionsrückstellungen ist der Barwert, welcher unter Zugrundelegung der versicherungsmathematischen Ausscheideordnung die Verpflichtung in ihrer vollen Höhe bewertet. Es werden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Der Rechnungszinssatz beträgt gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB 1,87 %. Darüber hinaus wurde ein Rententrend von 0,9 % angenommen. Als Bewertungsmethode wurde die PUC-Methode gewählt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt Tsd. Euro 29 (Voj. Tsd. Euro 40). Der Empfänger der Pension befindet sich bereits in der Leistungsphase, daher wird keine Lohnsteigerung berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten u. a. Beträge für Erlösminderungen, Rücknahmeverpflichtungen und Gewährleistungen, Aufwendungen für Personal wie z. B. Zeitguthaben, Altersteilzeit, Urlaubsansprüche und Jubiläumszuwendungen, Lizenzzahlungen und Urheberrechtsabgaben, Berufsgenossenschaft und andere Beiträge sowie für ausstehende Eingangsrechnungen.

20) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Mittelkurs des Bilanzstichtages bewertet, wenn der sich daraus ergebende Wert höher ist als der Zugangswert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in gleicher Höhe durch Grundschulden besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

21) Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt 14.809 T€ (Voj T€ 0). Diese Verbindlichkeiten sind in der Regel durch Grundschulden besichert.

22) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

In dieser Bilanzposition werden die Kapitalkonten II (bewegliche Kapitalkonten) der Gesellschafter ausgewiesen.

23) Restlaufzeiten

Die in der Bilanz unter C1a, C2 bis C5d ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

V Sonstige Angaben

24) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen die im üblichen Rahmen abgeschlossenen Mietverträge. Per 31.12.2021 sind Verträge mit einem jährlichen Aufwand in Höhe von T€ 2.647 (Voj T€ 1.732) abgeschlossen.

Die finanziellen Verpflichtungen haben teilweise keine festen Laufzeiten, weswegen an dieser Stelle der derzeit jährliche Aufwand genannt wird. Es ist davon auszugehen, dass die sonstige finanzielle Verpflichtung in den Folgejahren jährlich dieser Höhe entsprechen wird.

W eitere finanzielle Verpflichtungen von wesentlicher Bedeutung bestanden nicht.

25) Haftungsverhältnisse

Es wurden Patronatserklärungen in Höhe von T€ 2.975 und Bankbürgschaften in Höhe von T€ 710 abgegeben. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der jeweiligen Begünstigten als gering eingeschätzt.

Im Geschäftsjahr 2012 wurde zur Absicherung gegenläufiger Wertänderungen und Zahlungsströme ein Konsortialkredit im niedrigen zweistelligen Millionenbereich zur teilweisen Finanzierung unserer Investition in eine neue Versandlogistik mit einem Zins-Swap zusammengefasst. Das Grundgeschäft (Darlehen) und das Sicherungsgeschäft (Zins-Swap) werden als eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Durch das Sicherungsgeschäft gleichen sich die Zahlungsstromrisiken aus der variablen Zinsvereinbarung des Darlehensgeschäfts über die gesamte Laufzeit in dem Umfang aus, in dem sich die tatsächliche Zinsentwicklung außerhalb des im Rahmen des Sicherungsgeschäfts vereinbarten Zinskorridors bewegt.

26) Anzahl der Mitarbeiter

MA am Jahresende durchschnittlich beschäftigte MA
2021 2020 2021 2020
Deutschland 1.572 1.576 1.574 1.578
Deutschland Messingschlager 180 0 90 0
Deutschland Töchter 36 0 18 0
Ausland Töchter 700 728 714 731
Aus quotal einbezogenen Unternehmen 20 17 19 17
Gesamt 2.508 2.321 2.415 2.326

27) Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen T€ 95 (Voj T€ 136). Davon wurden für Abschlussprüfungsdienstleistungen T€ 82 (Voj T€ 97) und für Steuerberatung T€ 13 erbracht (Voj T€ 36).

28) Nachtragsbericht

Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in der Ukraine am 24. Februar 2022 stellt ein bedeutendes Ereignis nach dem Abschlussstichtag dar. Bis zur Fertigstellung des Jahresabschlusses haben sich hieraus keine direkten finanziellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2021 für die Gesellschaft ergeben. Zukünftige Auswirkungen hinsichtlich der Lieferketten und Kundenaufträge können zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht endgültig bestimmt werden.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres des Mutterunternehmens wird auf neue Rechnung vorgetragen und steht unter dem Beschlussvorbehalt der Gesellschafterversammlung

30) Geschäftsführung und Vertretung

Zur Geschäftsführung und Vertretung ist die persönlich haftende Gesellschafterin, die Firma Hanke & Thomas GmbH in Monheim mit einem Stammkapital in Höhe von EURO 25.564,59, eingetragen im Handelsregister Augsburg, Nr. HR B 977, allein berechtigt und verpflichtet. Sie handelt durch ihre Geschäftsführer.

Hinsichtlich der unterlassenen Angabe zur Höhe der Gehälter der Geschäftsführer wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB zu Recht in Anspruch genommen.

Die beiden Geschäftsführer sind

Christoph Thomas Geschäftsführer Operations
Christian Sokcevic Geschäftsführer Marketing und Vertrieb

 

Monheim, den 24.03.2022

HAMA HAMAPHOT
HANKE & THOMAS GmbH & Co KG
Holding

die Geschäftsführung

Christoph Thomas

Christian Sokcevic

KONZERN Kapitalflussrechnung

in Tsd. Euro 2021 2020
I Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit    
Periodenergebnis 19.107 33.821
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10.716 9.752
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -2.575 -9.743
Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -118.273 -15.882
+/- sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. 53.502 10.650
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -379 -7.277
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 2.749 3.523
+/- Ertragssteueraufwand / -ertrag 4.891 6.721
+/- Ertragssteueraufwand / -ertrag (fiktive Steuer) 2.694 4.385
-/+ Ertragssteuerzahlungen -4.891 -6.721
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -32.459 29.229
II Cash Flow aus der Investitionstätigkeit    
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -8.039 -1.303
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 379 7.277
- Auszahlungen für Investitiones des Sachanlagevermögens -7.671 -823
- Auszahlungen für Investitiones des Finanzanlagevermögens 2.178 -12.768
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -800 -2.527
+ Erhaltene Zinsen 200 331
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -13.753 -9.812
III Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit    
+ Einzahlungen aus Veränderungen der Gesellschafterkonten 0 0
- Auszahlungen aus Veränderungen der Gesellschafterkonten -1.612 -917
- Auszahlungen aus Veränderungen der partiarischen Darlehen 317 -3.774
- Korrektur der fiktiven Steuer -1.828 -5.423
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihein und (Finanz-) Krediten 14.809 -1.534
- Gezahlte Zinsen -2.949 -3.854
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 8.738 -15.503
I+II+III = Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -37.473 3.914
+/- Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 2.731 -4.388
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 84.481 84.955
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 49.739 84.481

KONZERN Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital
in Tsd. EUR Kapitalanteile Rücklagenkonto Gewinn-Rücklagen/ Bilanzgewinn Kons Umre. Diff. EK gesamt Anteile in Fremdbesitz
Stand 31.12.2019 180.000 66.986 65.041 994 313.021 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 33.821 0 33.821 0
Zuweisung auf Gesellschafterkonten 0 0 -17.126 0 -17.126 0
Zuweisung von Rücklagen 0 18.384 0 0 18.384 0
Differenz aus Währungsumrechnung 0 0 -491 -3.896 -4.387 0
Stand 31.12.2020 180.000 85.370 81.245 -2.902 343.713 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 19.755 0 19.755 0
Zuweisung auf Gesellschafterkonten 0 0 -22.261 0 -22.261 0
Zuweisung von Rücklagen 0 20.760 0 0 20.760 0
Veränderung KonsKreis 0 0 -4.620 0 -4.620 451
Gewinn-AT Minderheitsgesellschafter 0 0 -648 0 -648 648
Differenz aus Währungsumrechnung 0 0 1.060 1.670 2.730 0
Stand 31.12.2021 180.000 106.130 74.531 -1.232 359.429 1.099
in Tsd. EUR Konzern-Eigenkapital
Stand 31.12.2019 313.021
Konzern-Jahresüberschuss 33.821
Zuweisung auf Gesellschafterkonten -17.126
Zuweisung von Rücklagen 18.384
Differenz aus Währungsumrechnung -4.387
Stand 31.12.2020 343.713
Konzern-Jahresüberschuss 19.755
Zuweisung auf Gesellschafterkonten -22.261
Zuweisung von Rücklagen 20.760
Veränderung KonsKreis -4.169
Gewinn-AT Minderheitsgesellschafter 0
Differenz aus Währungsumrechnung 2.730
Stand 31.12.2021 360.528

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Firma Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG, Monheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Firma Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG, Monheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Firma Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG, Monheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19.04.2022

INTARIA AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwaltsgesellschaft

Thomas Ziegler, Wirtschaftsprüfer

Fabian Galler, Wirtschaftsprüfer

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