MAM - Mass Additive Manufacturing GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eitan Zamir seit 27.12.2022 | Geschäftsführer |
Andreas Claus Langfeld seit 15.4.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stratasys Ltd. | 76.67% |
Stratasys Solutions Ltd. | 23.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stratasys GmbHRheinmünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Beschreibung des Geschäftsmodells Die Stratasys GmbH, Rheinmünster (SSYS) vertreibt und verkauft 3D-Drucker, das dazugehörige Material und Software. Die Produktpalette beinhaltet ein breites Spektrum, das im Desktop 3D-Bereich, der im Konsumgütermarkt angesiedelt werden kann, beginnt und reicht bis hin zu hochprofessionellen und hochauflösenden Druckern mit unterschiedlichen Druckverfahren, die in der Fertigung und Produktion angewendet werden. Der Standort Rheinmünster ist die Zentrale für Europa. Von hier aus erfolgt auch die Betreuung von anderen Märkten, wie zum Beispiel der Mittlerer Osten und Afrika (Geschäftsbereich EMEA). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 in einem immer noch krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Angesichts deutlich erschwerter Rahmenbedingungen (z.B. hohe Inflation und hohe Energiepreise) sowie geopolitischer Unsicherheiten (z.B. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, Konflikt im Nahen Osten) aber auch regulatorischer Erschwernisse (z.B. Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz), hat sich die Dynamik der deutschen Wirtschaft im Laufe des Jahres 2023 sukzessive abgeschwächt. Die trotz der merklichen Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 im Jahr 2023 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls mit 0,4 % im Minus. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Euroraum verzeichnete gemäß dem statistischen Amt der Europäischen Union (EUROSTAT) im Jahr 2023 einen BIP-Anstieg von 0,3 % (Vj.: 3,5 %). Branche Die Begriffe Additive Fertigung und 3D-Druck werden oft synonym verwendet, sollten jedoch differenziert betrachtet werden. Während 3D-Druck das "Ausdrucken" von Gegenständen aller Art beschreibt, veranschaulicht der Begriff Additive Fertigung besser, dass es sich hierbei um ein neuartiges Produktionsverfahren handelt, was sich stark von den konventionellen, abtragenden Fertigungsverfahren unterscheidet. Beim Additive Manufacturing (AM) werden Bauteile Schicht für Schicht aus formloser Flüssigkeit oder Pulver aufgebaut. Als Ausgangsmaterialen dienen neben Metallen, Kunststoffen, Kunstharzen, Glas oder Papier auch Lebensmittel wie Zucker. Das herzustellende Teil liegt dabei zunächst als (virtueller) dreidimensionaler CAD-Datensatz vor. Dieser entsteht mittels Konstruktion oder per 3D-Scanner. Vorteile des 3D-Drucks 3D-Druck gehört zu den größten Entwicklungen im Zusammenhang von Industrie 4.0. Die großen Vorteile beim industriellen Einsatz von 3D-Druck-Verfahren sind die extreme Flexibilität, mit der sich maßgeschneiderte Produkte unkompliziert herstellen lassen, das Wegfallen vom aufwendigen Zusammenbau und der Lagerhaltung sowie leistungsfähigere und effizientere Materialeigenschaften der "gedruckten" Erzeugnisse. Laut einer weltweiten Umfrage sehen Unternehmen insbesondere komplexe Geometrien, eine schnelle Iteration, die Reduzierung der Durchlaufzeit sowie Kosteneinsparungen als wesentliche Vorteile des 3D-Drucks. Während durch die Nutzung von 3D-Druckern Kosten eingespart werden können, sind die hohen Einstiegskosten in den Bereich jedoch eine Barriere für die Einführung des 3D-Drucks. Ebenso würde das nötige Fachwissen in dem Bereich fehlen. Der globale Markt für Additive Manufacturing ist im Jahr 2023 um 10,3 % auf einen neuen Rekordwert von 10,5 Mrd. EUR gewachsen. Für die nächsten fünf Jahre wird eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 13,9 % erwartet. Damit könnte die Branche 2028 ein Marktvolumen von über 20 Mrd. EUR erreichen heißt es im jüngst veröffentlichten Marktreport des Strategieberatungs-Unternehmen Ampower. Wie Ampower erklärt, stellte das vergangene Jahr die Additive Fertigungsindustrie vor erhebliche Herausforderungen, geprägt durch eine verstärkte Konkurrenz unter Maschinenlieferanten und das Aufkommen neuer Wettbewerber. Insbesondere Lieferanten aus dem asiatischen Markt streben vermehrt danach, ihren Einfluss über die nationalen Grenzen hinaus auszudehnen, um Kunden zu gewinnen. Der Luft- und Raumfahrtbereich sowie der Verteidigungsbereich werden derzeit als stärkste Markttreiber mit hohem Anwendungs- und Wachstumspotential gesehen. 2. Geschäftsverlauf Umsatz- und Auftragsentwicklung einschließlich Geschäftsergebnis Trotz eines durch den Brexit bedingten regionalen Umsatzrückgangs konnten die Umsatzerlöse insgesamt um 0,4 % gesteigert werden (Vorjahr 21,9 %). Während der Verkauf von Hardware rückläufig war, konnten in den Bereichen Material und Service deutliche Umsatzzuwächse realisiert werden. Daneben konnte das Geschäft mit Software weiterentwickelt werden. Stratasys hat die Zeit der Pandemie genutzt, um sich strategisch neu auszurichten. Es wurden Strategien entwickelt, um ab dem Jahr 2022 stärker am Markt zu agieren und Marktanteile zurückzuerhalten. Dies verstärkt durch neue Hardware, Materialien und einer verbesserten Softwarelösung. Die Neuausrichtung umfasst die Fokussierung in den Segmenten: • Design • Manufacturing • Healthcare/Dental • Engineering • Production Mit unseren Vertriebspartnern haben wir eines der stärksten Netzwerke in der 3D-Branche. Unsere Partner werden durch unser Programm "Partner 1st" betreut, inspiriert und vorwärtsgebracht. Dieses Programm ermöglicht es uns an den wichtigen Stellen, Strategien und Ausrichtungen unseres Geschäfts Einfluss zu nehmen. In Bezug auf die Qualität der Partner und deren Umsatzziele stehen regelmäßige Validierungsprozesse im Vordergrund. Kriterien der Qualität sind unter anderem der Ausbildungsstand der Mitarbeiter, sowie die Aufbereitung, die Aktualität und das Design der Homepage. Erfolgreiche Partner, die für die Nachhaltigkeit des Geschäftserfolges sorgen sowie gute Leistungen erbringen, werden durch Prämien und Events belohnt. Dadurch wird das Engagement der Partner aufrechterhalten. Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und beträgt TEUR 3.047 (Vorjahr: TEUR 2.382). Die Ergebnissteigerung ist neben dem Umsatzzuwachs insbesondere auf die Verbesserung der Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung zurückzuführen (TEUR +972). Beschaffung Stratasys vertrieb in 2023 ausschließlich Produkte (3D-Drucker und Material), die vom Mutterunternehmen Stratasys Ltd. in Rehovot / Israel und in Eden Prairie / USA (Konzernunternehmen) hergestellt werden. Außerdem unterhält Stratasys eine Customer Support-Abteilung, welche im Geschäftsbereich EMEA sämtliche Serviceleistungen, sowohl auf Basis der abgeschlossenen Serviceverträge als auch ad-hoc, erbringt. Investitionen / Finanzierung Die Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 625 betreffen im Wesentlichen den Maschinenpark. Die Gesellschaft selbst finanziert sich zum einen über den erwirtschafteten Cash Flow sowie über entsprechende Zahlungszielvereinbarungen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Mutterunternehmen bzw. innerhalb des Unternehmensverbunds. Personal- und Sozialbereich Im Personalbereich erhöhte die Gesellschaft im Jahr 2023 die Anzahl der Stellen. Ende des Jahres 2022 gab es 167 aktiv beschäftigte Mitarbeiter und Ende des Jahres 2023 waren es 181 aktiv beschäftige Mitarbeiter. Die offenen Büroräumlichkeiten sorgen aufgrund der Architektur, Beschaffenheit und Einrichtung für ein angenehmes Arbeitsambiente. Das Mobiliar ist auf dem neuesten Stand der Möglichkeiten, sodass jeder Mitarbeiter sich optimal und individuell entfalten und einrichten kann. Es wird dabei auf den persönlichen sozialen Rahmen der Mitarbeiter geachtet. Des Weiteren fördert das sogenannte "open door" Konzept eine offene und rege Kommunikation innerhalb der Gesamtorganisation und fördert dadurch Interaktion und Zusammenarbeit. Dieser Vorteil konnte im Jahr 2023 aufgrund der abflachenden Corona Pandemie wieder stärker genutzt werden. Während der Corona Pandemie wurde vorsorglich für alle Mitarbeiter, die ihre Arbeit von zuhause aus erledigen können, die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten, eingerichtet und in der Folgezeit aufrecht erhalten. Im sozialen Bereich investiert die Firma in diverse gesundheitliche Konzepte u.a. um eventuelle psychische Folgen, die durch die Corona Pandemie auftreten könnten, frühzeitig entgegenzuwirken. Es stehen ein subventionierter Kantinenbereich mit täglich frisch zubereitenden Mahlzeiten und ein Fitnessbereich zur Verfügung. 3. Lage Vermögenslage Das Unternehmen ist nach dem Konzept der Vertriebsgesellschaft aufgebaut, das Vermögen besteht deshalb in erster Linie aus Umlaufvermögen (97,8 % - Vorjahr 97,3 %). Demgegenüber steht das kurzfristige Kapital mit: (64,0 % - Vorjahr 61,2 %). Das Gesamtvermögen erhöhte sich um TEUR 14.568 (18,9 %) gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem erhöhten Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 6.043) und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 4.660). Die liquiden Mittel erhöhten sich um TEUR 3.797. Das Anlagevermögen reduzierte sich um TEUR -181. Die Eigenkapitalentwicklung ist weiterhin positiv (+12,1 %). Die Eigenkapitalquote ist mit 30,7 % (Vorjahr 32,6 %) sehr solide. Der Rückgang der Eigenkapitalquote steht im Zusammenhang mit der deutlich gestiegenen Bilanzsumme. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin als sehr gut zu bezeichnen. Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Cash-Flow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) in Höhe von TEUR 3.854 (Vorjahr: TEUR 3.191) erzielt werden. Die Finanzierung des Umlaufvermögens erfolgt im Wesentlichen durch entsprechende Zahlungszielvereinbarungen mit dem Mutterunternehmen bzw. innerhalb des Unternehmensverbunds. Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2023 wurden Umsätze in Höhe von TEUR 126.004 erzielt. Gegenläufig zu dem Brexit bedingt regionalen Umsatzrückgang wirkten insbesondere Umsatsteigerungen in den Bereichen Material und Service. In einzelnen Ländern wurde die Nachfrage durch staatliche Fördermaßnahmen im Bereich Bildung und Industrie 4.0 unterstützt. Die Einkaufskosten bewegen sich in Bezug auf die Umsatzerlöse, auf dem Niveau des Vorjahres. Das Bruttoergebnis stieg um 1,6 % auf TEUR 27.194. Die Vertriebskosten sind um TEUR 729 auf TEUR 19.299 gestiegen (+ 3,9 %). Der Bereich der allgemeinen Verwaltung zeigt eine Reduzierung um TEUR 341 (- 7,7 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten als wesentliche Posten Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Währungsrisiken aus dem Absatzgeschäft. Insgesamt liegt das Ergebnis vor Steuern bei TEUR 4.210 (3,3 % vom Umsatz), was einer Veränderung von TEUR 915 entspricht; Vorjahr: TEUR 3.296 (2,6 %). Unsere für 2023 gesteckten Ziele konnten wir ergebnis- und umsatzseitig übertreffen. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Um die Leistungsfähigkeit und Ertragskraft des Unternehmens zu bewerten, bedienen wir uns unter anderem der folgenden Kennzahlen: Umsatzrendite wird errechnet aus dem operativen Ergebnis im Verhältnis zum Umsatzvolumen; diese beträgt in 2023 3,4 %, während wir im Jahr 2022 eine Rendite von 2,6 % verzeichnen konnten. Cash Flow-Rate resultiert aus dem Cash Flow Ergebnis; dieses Ergebnis wird relativ zu den Umsatzerlösen betrachtet. Im Jahr 2023 verzeichnen wir eine Rate von 3,1 %. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr (2,5 %). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Kunden- und Partnerzufriedenheitsumfrage ist ein wichtiger Indikator für uns. Diese Befragung findet in regelmäßigen Abständen statt. Es werden verschiedene Themenbereiche abgefragt; angefangen von der generellen Zufriedenheit bis hin zu detaillierten Fragen, wie zum Beispiel Kundenloyalität, Produkte und Produktportfolio, Customer Support Service, Auftragsbearbeitung, Kooperationsbereitschaft und Zufriedenheit in Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen innerhalb des Unternehmens. Ein weiteres wichtiges Indiz leistet uns die proportionale Beantwortungsbereitschaft unserer Kunden und Partner. Die Fluktuationsrate dient als Beobachtung der Mitarbeiterentwicklung, die das Unternehmen freiwillig verlassen im Verhältnis zu der Gesamtanzahl der Mitarbeiter. III. Prognosebericht Es ist zu erwarten, dass die steigende Nachfrage stetig bleibt, der Trend weiter anhält, die Preise allerdings überproportional steigen werden. Die Technologie ist eine Innovation, die den zukünftigen Markt beeinflussen wird; gerade im Prototypenbau können Zeit und Kosten deutlich optimiert und damit einhergehend die Produktentwicklungszyklen verkürzt werden. Der direkte Fertigungsprozess ist im Massengeschäft kurzfristig nicht zu erwarten, demgegenüber im Kleinmengenproduktionsbereich gibt es positive Aussichten. Interessant dabei wird es auf den Gebieten Werkzeugbau oder direkt zu verbauenden Teilen / Ersatzteile, die zügig auf Knopfdruck verfügbar sind und somit eine massive Lagerhaltung von spezifischen Teilen reduziert. Generell fokussieren wir uns auf 3 Zielapplikationen unserer Kunden: Prototypenbau, Produktion von Betriebsmitteln und die Produktion von verbauten Teilen. Unsere Erweiterung von zwei auf mittlerweile fünf 3D Drucktechnologien ermöglicht es uns, Lösungen über den kompletten Produkt Development Lifecycle anzubieten. Zudem bestätigen unsere vergangenen Produkt-Investitionen und -Innovationen in den Bereichen Medizin und Dental (J5 DentaJet, J5MediJet, J850 Digital Anatomy Printer) das angestrebte Marktpotential mit steigenden Umsatzbeiträgen. Des Weiteren erschließen wir stets neue Marktpotentiale wie zum Beispiel in den Bereichen Schiffsbau und Fashion. Stratasys verfolgt und investiert in die Erweiterung seiner Produkte und deren Möglichkeiten. Solide Kunden und Partnerbeziehungen sind bei der Bedarfs- und Zukunftsentwicklung involviert und Kooperationen helfen uns, dem raschen Wandel dieser Branche entgegenzuwirken. Mit den neuen Büroräumlichkeiten, Demo-Center, Showrooms und Trainingsräumlichkeiten für Techniker, Anwender und Designer, verstärkt SSYS Deutschland, mit ihrem Vertriebsschwerpunkt Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA), die Aufmerksamkeit der Beobachter und zeigt damit, dass wir der Zukunft weiterhin äußerst engagiert gegenüberstehen. Der Standort ist eine solide und langfristig angelegte Investition sowie Strategie und verleiht dem Unternehmen stärkere Bekanntheit als auch ein professionelles Auftreten. Prinzipiell ist viel Bewegung in der Branche zu erkennen, die Auswahl, Technologien und Möglichkeiten wandeln sich stets. Es ist zu beobachten, dass Kunden mehr Zeit für die Entscheidungsfindung benötigen. Zum einen durch detaillierte ROI und cost per part Analysen (beim Wechsel von traditioneller auf additive Produktion), zum anderen durch die Undurchsichtigkeit des Angebots im Markt. Wir sehen uns nach wie vor am Markt sehr gut positioniert. Die SSYS-Gruppe kann aus einem großen Netzwerk an Partnerschaften, Beziehungen und sogenannten "use cases" schöpfen. In diesen Kooperationen wird der volle Erfolg der 3D-Druck Integration, der bereits angewendeten und konzipierten Ansätze in Unternehmen sichtbar. Es bestehen auch Partnerschaften mit anderen namhaften produzierenden Unternehmen, bei denen zukünftig aufkommende Anwendungsmöglichkeiten, Bereiche, als auch Materialien entwickelt werden, um in Zukunft bahnbrechende, bislang noch unerforschte und unvorstellbare Lösungen bieten zu können. Nach einem sehr guten Jahr 2023 sehen wir uns gut für das Jahr 2024 positioniert. Bedingt durch die weltweite konjunkturelle Entwicklung rechnen wir 2024 mit einem Umsatzrückgang auf rund EUR 108 Mio. Das Ergebnis vor Steuern wird in einer Größenordnung von EUR 2,5 bis 3 Mio. liegen. IV. Chancen- und Risikobericht Chancen Das Unternehmen partizipiert von weit gefächerten Kooperationen mit industriellen Partnerunternehmen. Wir sehen hier große Erfolgspotenziale in Hinblick auf Neuentwicklungen, zukünftige Bedarfsabdeckung und auch, dass SSYS als solider Vertragspartner wahrgenommen wird. Die allgemeine Marktentwicklung und der potentielle Zukunftsmarkt sind dabei unterstützend. Die strategische Neuausrichtung und Spezialisierung in den Segmenten erlaubt es uns zielgerichtet unsere Produkte im Markt zu positionieren. Die stetige Weiterentwicklung und breiteren Einsatzmöglichkeiten machen es fast unmöglich für einen Interessenten die passende Wahl zu treffen. Die Vermarktung unserer Drucker und die damit einhergehende Anzahl der installierten Drucker bieten ein zukunftssicheres Absatzgeschäft der Verbrauchsmaterialien und Service-Leistungen, die unser Unternehmen exklusiv anbieten kann. Durch wachsende Konkurrenz und Bekanntheit des 3D-Drucks wird autonom das Produktportfolio unseres Unternehmens in diversen Veröffentlichungen erwähnt und gegenübergestellt. Zu unseren selbst initiierten Marketingkampagnen schöpfen wir daher aus der erwähnten Konkurrenzentwicklung und Interessengemeinschaften. Der Leitzins der EZB ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Die höheren Finanzierungskosten wirken dämpfend auf die Investitionsbereitschaft. Die Gesellschaft ist jedoch seit Jahren auch gut auf Unternehmen eingestellt, die momentan keine Großinvestitionen in diesem Sektor tätigen können, aber dennoch starkes Interesse an den potenziellen Lösungsmöglichkeiten des 3D-Drucks haben. Schulungs- und Servicekonzepte werden weiter ausgebaut. SSYS verfolgt den Gedanken der Akademie und bietet dadurch eine Art Campus bei dem Wissen transferiert, Menschen mit der Technologie vertraut sowie deren Potential ausgeschöpft werden kann. Dieser Anreiz und Bedarf ist ein weiterer Grundpfeiler der zukünftigen Ertragsaussichten. Risiken Sich möglich ergebende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft haben könnten, werden überwacht. Bei Eintreten von Risiken werden diese beurteilt und entsprechende Vorsorge getroffen. Bei Vertriebsgesellschaften gibt es üblicherweise einen hohen Anteil an fixen Vertriebs- und Verwaltungskosten. Sollten Umsatzerwartungen nicht wie geplant eintreffen, wird das Unternehmen einen längeren Zeitraum benötigen, um die Aufwandsstrukturen gleichermaßen anzupassen. Weltweite wirtschaftliche Ereignisse und politische Konflikte haben Einfluss auf das Geschäftsergebnis. Der Absatzmarkt von Stratasys ist geprägt von wirtschaftlichen als auch politischen Unsicherheiten, die schon Ende 2019 spürbar waren. Diese Konflikte bestehen auch weiterhin im Jahr 2024 und darüber hinaus. Sanktionen und Einsparmaßnahmen stehen in manchen Ländern der potentiellen Expansion entgegen. Eine negative Auswirkung infolge von Unterbrechungen der Versorgungskette und Sanktionen kann nicht ausgeschlossen werden. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Eine langjährige bestehende Partnerschaft mit dem Großteil der Kunden unterstützt ein erfolgreiches Forderungsmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über das Mutterunternehmen bzw. innerhalb des Unternehmensverbundes. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Rheinmünster, den 22. August 2024 Andreas Langfeld BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Die Stratasys GmbH hat ihren Sitz in Rheinmünster und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Register-Nr. HRB 707992. Der Jahresabschluss ist auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften nach § 238 ff. HGB erstellt. Die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB werden beachtet. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Bestimmungen und sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Im Einzelnen betrifft dies folgende Grundsätze und Methoden: Aktivposten Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Grundlage der Nutzungsdauereinschätzung werden die konzerneinheitlichen Nutzungsdauereinschätzungen verwendet. Sämtliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge bei den Sachanlagen werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Bewertung der Waren erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Erhaltene Anzahlungen auf Waren werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert ausgewiesen. Bereits erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Vorauszahlungen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden. Passivposten Bei den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie gegebenenfalls drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einzahlungen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden. Aktiv- und Passivposten Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 HGB) beachtet. C. Angaben zur Bilanz Die Gliederung der Bilanz erfolgt in Kontoform gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem Anlagespiegel (§ 284 Abs. 3 HGB). Er befindet sich in der Anlage zum Anhang. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 4) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gewährleistungen, auf ausstehende Rechnungen und auf Boni und Provisionen. Wie im Vorjahr haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 13.045 (Vorjahr: TEUR 7.973) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB zum 31. Dezember 2023 die nicht nach §§ 251 oder 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, ergibt sich wie folgt: Für 2024 TEUR 1.013 (Vorjahr: TEUR 980) Für 2025 bis 2029 TEUR 1.804 (Vorjahr: TEUR 1.457) Diese resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Von den ausgewiesenen Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen für 2024 TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 587) und für 2025 bis 2029 TEUR 685 (Vorjahr TEUR 685). Diese Verpflichtung resultiert aus einem Mietvertrag. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren gefertigt. Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr 2023 zu 71,0 % (Vorjahr: 76,9 %) im Ausland sowie zu 29,0 % (Vorjahr: 23,1 %) im Inland erzielt. Die Aufteilung auf die drei Segmente stellt sich wie folgt dar:
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
In den sozialen Abgaben sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) für Altersversorgung enthalten. Die Abschreibungen des Berichtsjahres betragen TEUR 806 (Vorjahr: TEUR 808). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Konzern-Rückvergütungen für Vorjahre. E. Sonstige Pflichtangaben Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 181 (Vorjahr: 167) Angestellte beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 136 (Vorjahr: 133) im Inland und 45 (Vorjahr: 34) im Ausland tätig. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch die nachfolgend aufgeführten Personen wahrgenommen: Andreas Langfeld, Karlsruhe, President EMEA Eitan Zamir, Givatayim / Israel, CFO der Stratasys Ltd. (ab dem 25. April 2023) Guy Yair, Executive Vice President EMEA & APJ (bis zum 25. April 2023) Die Stratasys GmbH wendet die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung an. Die Stratasys GmbH, Rheinmünster, ist in den Konzernabschluss der Stratasys Ltd., Rehovot / Israel (größter und kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Das Mutterunternehmen veröffentlicht den Konzernabschluss im Rahmen der Informationspflichten ihrer Börsennotierung. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 29. Es setzt sich wie folgt zusammen: Abschlussprüferleistungen TEUR 29 F. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.
Rheinmünster, den 21. August 2024 Andreas Langfeld Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Stratasys GmbH, Rheinmünster Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stratasys GmbH, Rheinmünster - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stratasys GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und den Lagebericht Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baden-Baden, 22. August 2024 KAISER
& SOZIEN GmbH
Sabine Gehring, Wirtschaftsprüferin Michael Dörle, Wirtschaftsprüfer |
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