Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 47717
Eingetragen
21.10.2013
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Der Betrieb und das Management eines Hotels in München.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Devin Griffith
seit 6.9.2023
Geschäftsführer
Michael Bösel
seit 25.2.2022
Prokura
Jan Peter van der Ree
seit 2.11.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hyatt International CorporationUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hyatt International Corporation
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Munich OpCo GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

A. GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Hotels in der Leopoldstraße in München unter der Bezeichnung "Andaz München Schwabinger Tor". Das Hotel verfügt über 277 Gästezimmer, diverse Konferenzräume (1.035 qm) und ist dem Business Segment zuzuordnen.

B. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Tourismusbranche in Deutschland hat sich im Jahr 2022 teilweise von der Corona-Krise erholt, aber noch nicht die Übernachtungszahlen vor der Pandemie erreicht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland demnach im vergangenen Jahr 450,8 Millionen Gästeübernachtungen. Das waren 45,3% mehr als im Jahr 2021, aber noch 9,1% weniger als 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie. Im Dezember 2022 verbuchten die Beherbergungsbetriebe 57,0% mehr Gästeübernachtungen als im Dezember 2021, der noch stark von coronabedingten Teilschließungen und Einschränkungen geprägt war (Quelle: destatis.de).

Am 24. Februar 2022 sind russische Streitkräfte in die souveräne Ukraine einmarschiert. Der Konflikt wirkte sich besonders im Energiesektor negativ aus, was zur Folge zu Preiserhöhungen in allen wirtschaftlichen Sektoren führte. Des Weiteren kann man auch derzeit noch immer nicht vollem Gewissen abschätzen wie sich hier die Preise weiterentwickeln. Nach dem Bilanzstichtag hatte bislang der Krieg in der Ukraine keine negative Auswirkung auf den Geschäftsverlauf.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2022 lagen mit TEUR 23.192 um TEUR 10.894 über dem Vorjahr, was einer Steigerung von 88,6% entspricht. Im Bereich Übernachtungen ist der Umsatz um TEUR 7.740 gestiegen (2022 TEUR 15.819 / 2021 TEUR 8.079). Im Bereich Restaurant und Bankett ist ebenfalls ein Anstieg von TEUR 2.787 zu verzeichnen (2022 TEUR 6.699 / 2021 TEUR 3.912). Die übrigen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 674 liegen unter dem Vorjahresniveau (TEUR 307). Ausschlaggebend ist hier, dass es COVID bedingt in 2022 keine Schließungsverordnungen, Beherbergungsverbote und Auflagen für Privatreisende mehr gab.

Zwar konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 einen Gewinn von TEUR 1.804 (Vorjahr: TEUR -3.321) erwirtschaften, dennoch ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt TEUR 9.282 (Vorjahr: TEUR 11.086).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Nachfolgend werden finanzielle Leistungsindikatoren zur Betrachtung des Geschäftsverlaufs 2022 aufgeführt, die für die Munich OpCo GmbH steuerungsrelevant sind.

2022 2021
TEUR % TEUR % +/-
Umsatzerlöse (TEUR)
Übernachtungen 15.819 68.21 8.079 65.69 7.740
Restaurants und Bankett 6.699 28.88 3.912 31.81 2.787
Übrige 674 2.91 307 2.50 367
23.192 100.00 12.298 100.00 10.984
2022 2021 +/-
TEUR TEUR
EBIT (TEUR) 1.928 -3.321 5.249

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Zimmerbelegung liegt mit 60,7% um 24,7 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Dies, mit einer von EUR 214,71 auf EUR 250,54 gestiegenen Durchschnittsrate, führte zu einer Umsatzsteigerung von TEUR 7.740. Der RevPAR (Revenue per available Room - Umsatz pro verfügbarem Zimmer) liegt somit bei EUR 152,09 (Vorjahr: EUR 77,25).

3. Personalbereich

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist im Geschäftsjahr 2022 auf 172 (Vorjahr: 155) gestiegen. Die Personalaufwendungen, im Verhältnis zum Umsatz, liegen durch das Umsatzwachstum bedingt mit ca. 29,7% unter dem Vorjahresniveau von 36,5%.

4. Konzernverbund

Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Munich OpCo GmbH, Mainz, einbezogen ist, wird von der Hyatt Hotels Corporation, 150 North Riverside Plaza, 60606 Chicago, USA, aufgestellt. Dieser Konzernabschluss ist unter der SEC File-Nr. 34521 im Internet auf der Homepage der SEC: www.sec.gov, Sektion "Filings & Forms" erhältlich.

C. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

1. Ertragslage

Bereinigt um die vertraglich festgelegten Managementabgaben und ergebnisabhängigen Pachtaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.116 (Vorjahr: TEUR 3.809) ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern TEUR 4.920 (Vorjahr: TEUR 488). Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr um 88,6% von TEUR 12.298 auf TEUR 23.192 gestiegen, da es keine COVID Beschränkungen mehr gab.

Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz (Materialaufwandsquote) hat sich von 11,1% auf 9,2% deutlich verbessert. Dennoch ist der Materialaufwand um TEUR 769 auf TEUR 2.139 gestiegen, was auf das gesteigerte Geschäftsvolumen zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand ist von TEUR 4.494 im Vorjahr auf TEUR 6.878 im Geschäftsjahr gestiegen, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Mitarbeiterzahl in 2022 und die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld im Vorjahr zurückzuführen ist, dennoch ist dieser mit 29,7% im Verhältnis zum Gesamtumsatz gefallen (Vorjahr: 36,5%). Die Verbesserung der Personalaufwandsquote ist auf das Höhere Geschäftsvolumen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr auf TEUR 12.299 (Vorjahr: TEUR 9.784) gestiegen. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ist von 79,6% im Vorjahr auf 53,0% im Berichtsjahr zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen auf das gesteigerte Geschäftsvolumen zurückführen.

Auf Basis des neuen Pachtvertrages, der zunächst eine Reduktion der Pachtzahlungen ab 2022 vorsieht, fielen in 2022 Pachtaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.768 an, was einem Rückgang um TEUR 672 zum Vorjahr entspricht. Durch die höhere Auslastung bedingt stiegen Fremdreinigungs- und Fremdwäschereiaufwendungen um TEUR 1.428, und die diversen Fremdleistungen um TEUR 270. Durch den neuen Pachtvertrag bedingt wurde in 2022 ein geringerer Anteil an den Umsätzen in die Instandhaltungsrückstellungen eingestellt. Insofern stiegen die Erhaltungsaufwendungen nur um TEUR 39. Die Managementgebühren betrugen TEUR 21 weniger, da diese im neuen Pachtvertrag im Vergleich zu 2021 reduziert wurden. Hinzu kommen gestiegene Provisionen (Anstieg in Höhe von TEUR 436) und Betriebskosten (Anstieg in Höhe von TEUR 510) durch die höhere Geschäftsauslastung.

Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 1.804 im Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR -3.321). Haupttreiber des positiven Jahresergebnisses ist das alle CO- VID Beschränkungen aufgehoben wurden.

Durch die Anpassungen der Konditionen im neuen Pachtvertrag (November 2021) wurde der Grundstein gelegt die Gesellschaft aus eigener Kraft aus der Überschuldung zu führen. Die neuen Konditionen wirkten erstmalig mit dem Geschäftsjahr 2022. Von 2022 bis 2026 ist im neuen Pachtvertrag eine jährliche Reduktion der Pacht verankert, des Weiteren fiel ab 2022 eine ergebnisabhängige Pacht an (TEUR 38). Erstmalig konnte mit Jahresabschluss 2022 bereits der geplante Break Even erreicht werden und die Geschäftsführung ist basierend auf den aktuellen Prognosen sehr zuversichtlich, dass diese Profitabilität stabil beibehalten werden kann.

2. Finanzlage

Das Fremdkapital setzt sich im Wesentlichen aus sonstigen Rückstellungen, erhaltenen Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 4.293/Vorjahr TEUR 4.600 aus Betriebsmittelzuschüssen des Verpächters) zusammen.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 9.282 gefallen (Vorjahr: TEUR 11.086), was aus dem Jahresüberschuss resultiert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 4.087 (Vorjahr: TEUR 351). Dieser weist neben dem Jahresüberschuss von TEUR 1.804 als größte Bereinigungen nach der indirekten Methode auf Seiten der Aktiva und Passiva aus:

Zunahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen & gegen verbundene Unternehmen TEUR 293

Abnahme sonstige Vermögensgegenstände TEUR (1.331)

Zunahme Rückstellungen TEUR 625

Zunahme Erhaltene Anzahlungen TEUR 510

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 307 und setzt sich aus der Rückzahlung erhaltener Betriebsmittelzuschüsse des Verpächters zusammen.

Der Verpächter unterstützte die Gesellschaft in 2020 und 2021 mit Betriebsmittelzuschüssen in Höhe von TEUR 4.600. Diese sind jährlich ab 2022 bis zum Jahr 2036 an den Verpächter in Höhe von TEUR 307 nach derzeitiger Planung zurückzuzahlen. Zusätzlich sind jährlich ab 2023 bis 2025 TEUR 1.024, sowie von 2026 bis 2029 TEUR 512 an gestundeten Pachtzahlungen für die Jahre 2020 und 2021 zu zahlen.

Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2022 bilanziell überschuldet. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 15.819 und dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 9.282 beträgt die Überschuldungsquote 58,7% (Vorjahr: 74,5%).

Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft hat die Muttergesellschaft, die Hyatt Hotels Corporation, Chicago, am 10. August 2023 eine harte Patronatserklärung abgegeben. Diese wurde für einen Zeitraum von zwölf (12) Monaten ab Unterzeichnung dieser Vereinbarung fest vereinbart und kann nach Ablauf der Festlaufzeit mit einer Frist von zwölf (12) Monaten durch schriftliche Erklärung der Muttergesellschaft an die Tochtergesellschaft gekündigt werden. In dieser verpflichtet sich die Muttergesellschaft die Munich Opco GmbH so auszustatten, dass diese jederzeit Ihre Verbindlichkeiten fristgerecht bezahlen kann. Aus dem aktuellen Finanzplan der Gesellschaft sind derzeit keine Liquiditätsengpässe ersichtlich. Die Gesellschaft verfügt zum 31. Oktober 2024 über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 3.880.

Zusammenfassend ergeben sich aus der bilanziellen Überschuldung keine Faktoren, die die Liquidität der Gesellschaft beeinträchtigen. Siehe hierzu auch die Ausführungen in Abschnitt D.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt mit TEUR 15.819 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 14.878). Die Steigerung entfällt auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+TEUR 277), dem Anstieg des Bestands an liquiden Mitteln (+TEUR 3.780). Dem entgegen steht ein Rückgang in den sonstigen Vermögensgegenständen (-TEUR 1.331), im Wesentlichen aufgrund von im Vorjahr enthaltenen Vorsteuerforderungen aus Pachtrechnungen, die vom Verpächter rückwirkend für mehrere Jahre im November 2021 ausgestellt wurden, und dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages (-TEUR 1.804).

Auf der Passivseite basiert die Zunahme insbesondere auf den sonstigen Rückstellungen (+TEUR 500), im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Rückstellungen für Wiederherstellungsverpflichtungen um TEUR 333 und den erhaltenen Anzahlungen aus Bestellungen (+TEUR 510) durch den Anstieg des Geschäftsvolumens.

Weitere wesentliche Entwicklungen bezüglich der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft haben sich nicht ergeben.

D. HINWEISE AUF WESENTLICHE RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENT- WICKLUNG

Vom Krieg in der Ukraine gehen bislang wie im Nachtragsbericht dargestellt keine negativen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf aus. Insofern gibt es keine Anzeichen, dass hierin derzeit wesentliche Risiken für die künftige Entwicklung bestehen.

Die Muttergesellschaft Hyatt Hotels Corporation, Chicago, USA hat sich in einer Patronatserklärung vom 10. August 2023 verpflichtet, die Gesellschaft jederzeit so zu unterstützen, dass diese Ihre Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen kann.

Es sind aktuell keine weiteren Ereignisse bekannt, die sich auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag wesentlich auswirken.

Durch die Neugestaltung des Pachtvertrags, durch den erstmalig in 2022 ein Jahresüberschuss von TEUR 1.804 erwirtschaftet werden konnte, erwarten wir basierend auf vorläufigen Zahlen vor Aufstellung der Abschlüsse ein positives Jahresergebnis von TEUR 1.438 in 2023 sowie basierend auf den aktuellen Planungen mit Stand Juli 2024 TEUR 935 in 2024. Demzufolge nimmt auch die Überschuldung von TEUR 9.282 auf TEUR 7.844 in 2023 und TEUR 6.910 geplant in 2024 ab.

Nach jetzigem Stand wird erwartet das die Überschuldung aus eigener Kraft bis zum Jahr 2038 abgebaut wird. Aus der Überschuldung resultiert keine negative Auswirkung auf die Unternehmensfortführung, weil keine Liquiditätsengpässe drohen.

Aus der aktuellen Finanzplanung ergeben sich keine Liquiditätsengpässe. Durch den insgesamt positiven Cashflow war und ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage ihre fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen. Im Falle eines Liquiditätsbedarfs kann die Munich OpCo GmbH auf eine seitens der Muttergesellschaft (Hyatt Hotels Corporation, Chicago, USA) abgegebene harte Patronatserklärung zurückgreifen und die notwendigen finanziellen Mittel anfordern. Die Muttergesellschaft hat sich in einer unbefristeten und am 10. August 2023 unterschriebenen Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft im Fall von potenziellen Liquiditätsengpässen so auszustatten, dass diese jederzeit Ihre Verbindlichkeiten fristgerecht bezahlen kann. In Kombination mit der Patronatserklärung besteht eine unbefristete Rangrücktrittserklärung bezüglich der daraus resultierenden eventuellen Ansprüche.

E. AUSBLICK

Im Geschäftsjahr 2023 verbuchte das Hotel eine Umsatzsteigerung von 22,7% zum Vorjahr auf TEUR 28.467. Das EBIT beträgt TEUR 1.531.

Die Planungsrechnung für das Geschäftsjahr 2024 auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung ("Forecast") zeigt für das Geschäftsjahr 2024 auch wieder eine weitere Steigerung des Umsatzes auf TEUR 30.501. Das EBIT beträgt dabei ca. TEUR 863.

Der Rückgang des geplanten EBIT im Vergleich zu 2022 ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die für die Rückstellungsbildung relevanten, vertraglichen Wiederherstellungsverpflichtungen von 2% des Jahresumsatzes auf 3% im Jahr 2023 ansteigen. Im Jahr 2024 werden diese vertraglich auf 5% erhöht.

Außerdem ist zu erwähnen, dass die Auslastung sich wie im Unternehmensplan vorgesehen zunehmend verbessert (2020 27,6%/ 2021 36,0%/2022 60,7%/ 2023 67,5%/ geplant 2024 70,0%).

Eine weitere positive Entwicklung ist hinsichtlich der Durchschnittsrate (2020 EUR 193,74/ 2021 EUR 214,71/ 2022 EUR 250,54/ 2023 EUR 268,12/ geplant 2024 EUR 284,89) der Übernachtungserlöse zu verzeichnen. Somit konnte auch seit Eröffnung des Hotels in 2019 der RevPAR von EUR 114,64 auf EUR 152,09 (2022/+32,7%) und EUR 181,11 (2023/+58,7%) und EUR 199,47 (2024/+74,0%) gesteigert werden.

Der Verpächter unterstützte die Gesellschaft in 2020 und 2021 mit Betriebsmittelzuschüssen in Höhe von TEUR 4.600. Diese sind jährlich ab 2022 bis zum Jahr 2036 an den Verpächter in Höhe von TEUR 307 nach derzeitiger Planung zurückzuzahlen. Zusätzlich sind jährlich ab 2023 bis 2025 TEUR 1.024, sowie von 2026 bis 2029 TEUR 512 an gestundeten Pachtzahlungen für die Jahre 2020 und 2021 zu zahlen.

 

Mainz, 5. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Devin Griffith

Jan Peter van der Ree

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 682.837,96 406.052,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33.276,74 16.768,26
3. Sonstige Vermögensgegenstände 54.739,39 1.385.625,36
770.854,09 1.808.446,08
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.652.581,62 1.872.334,50
6.423.435,71 3.680.780,58
B. Rechnungsabgrenzungsposten 113.030,35 110.720,78
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 9.282.401,37 11.086.188,93
15.818.867,43 14.877.690,29

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag -11.111.188,93 -7.790.538,45
III. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 1.803.787,56 -3.320.650,48
Zwischensumme -9.282.401,37 -11.086.188,93
Übertrag auf die Aktivseite C. 9.282.401,37 11.086.188,93
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 124.104,48 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.565.435,98 2.064.940,88
2.689.540,46 2.064.940,88
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.256.755,85 746.677,82
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.286.695,04 7.258.392,04
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 129.063,19 109.314,49
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.437.171,55 4.671.209,57
davon aus Steuern: EUR 61.465,68 (Vorjahr: EUR 47.143,03)
13.109.685,63 12.785.593,92
D. Rechnungsabgrenzungsposten 19.641,34 27.155,49
15.818.867,43 14.877.690,29

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.191.819,07 12.298.165,62
2. Sonstige betriebliche Erträge 52.304,38 29.679,71
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.938.155,17 -1.239.559,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -200.792,95 -130.647,45
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.753.065,59 -3.696.531,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersversorgung EUR 28.976,45 (Vorjahr: EUR 30.328,00) -1.125.316,98 -797.869,59
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.298.900,72 -9.783.887,78
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -124.104,48 0,00
7. Ergebnis nach Steuern 1.803.787,56 -3.320.650,48
8. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 1.803.787,56 -3.320.650,48

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

A. VORBEMERKUNG

Der Jahresabschluss der Munich OpCo GmbH für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 und 4 HGB und hat von größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Munich OpCo GmbH mit Sitz in Mainz im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter der Nummer HRB 47717 eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Der Abschluss wurde trotz bilanzieller Überschuldung bei einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 9.282 (Vorjahr: TEUR 11.086) unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Muttergesellschaft Hyatt Hotels Corporation, Chicago, USA hat sich in einer harten Patronatserklärung vom 10. August 2023 verpflichtet, die Gesellschaft jederzeit so zu unterstützen, dass diese ihre Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen kann. Die genannte Verpflichtung der Muttergesellschaft wird für einen Zeitraum von zwölf (12) Monaten ab Unterzeichnung dieser Vereinbarung fest vereinbart und kann nach Ablauf der Festlaufzeit mit einer Frist von zwölf (12) Monaten durch schriftliche Erklärung der Muttergesellschaft an die Tochtergesellschaft gekündigt werden. Auf Basis der aktuellen Finanzplanung sind derzeit keine Liquiditätsengpässe ersichtlich und keine Inanspruchnahme der Patronatserklärung geplant.

B. BILANZIERUNGS- BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

1. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Für drohende Forderungsausfälle werden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

Fremdwährungsforderungen bestehen nicht.

2. KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN

Liquide Mittel werden mit dem Nennwert ausgewiesen.

3. RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen angesetzt.

Bei der Bildung von Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt, soweit dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Rückstellung für Wiederherstellungsverpflichtungen wird in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme gebildet. Dies geschieht unter Berücksichtigung des jährlichen Prozentsatzes der Umsatzerlöse, der hierfür vertraglich zu berücksichtigen und bei ausreichender Liquiditätslage auf ein gesondertes Bankkonto einzuzahlen ist. Soweit die tatsächlichen Instandhaltungsaufwendungen die auf dieser Basis ermittelten Beträge überschreiten, sind diese vom Verpächter zu tragen.

4. VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung der ausschließlich kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. BILANZ

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie in Vorjahren aus Lieferungen und Leistungen.

2. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht der Handelsregistereintragung von EUR 25.000,00.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt TEUR 9.282 (Vorjahr: TEUR 11.086).

Auf die Ausführungen in Abschnitt A wird verwiesen.

3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel bestehen im Wesentlichen aus dem Kassenbestand in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 28) und Guthaben auf Tagesgeldkonten in Höhe von TEUR 5.559 (Vorjahr: TEUR 1.843).

Mit dem Nachtrag zum Pachtvertrag vom 15./18. Dezember 2021 hat sich die Gesellschaft verpflichtet, die zur Finanzierung der Wiederherstellungsverpflichtungen notwendigen liquiden Mittel auf einem gesonderten Bankkonto bereitzuhalten, dessen Inanspruchnahme ausschließlich für den Ersatz und die Erweiterung der Einrichtungen und Ausstattungen gestattet ist. Das Bankkonto weist zum 31. Dezember 2022 einen Saldo von TEUR 1.293 aus.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.565 (Vorjahr: TEUR 2.065) beinhalten im Wesentlichen TEUR 1.330 für Wiederherstellungsverpflichtungen (Vorjahr: TEUR 997), TEUR 3 Energiekosten (Vorjahr: TEUR 408), TEUR 91 für ausstehende Rechnungen (Vorjahr: TEUR 134), sowie TEUR 794 für übrige Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 408), wobei hier TEUR 653 auf Pachtrückstellungen (Vorjahr: TEUR 0) entfallen.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

2022 2021
TEUR TEUR
Übernachtungen 15.819 8.079
Restaurants und Bankett 6.699 3.912
Übrige 674 307
23.192 12.298

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2022 2021
TEUR TEUR
12.299 9.784

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen TEUR 2.768 Pachtaufwendungen (Vorjahr: TEUR 3.440), TEUR 2.933 Fremdreinigungs- und Fremdwäschereiaufwendungen (Vorjahr: TEUR 1.505), TEUR 497 Diverse Fremdleistungen (Vorjahr: TEUR 227), TEUR 1.053 Erhaltungsaufwendungen (Vorjahr: TEUR 1.014), TEUR 1.588 Betriebskosten (Vorjahr: TEUR 1.077), TEUR 348 Management Gebühren (Vorjahr: TEUR 369), TEUR 513 Druck & Werbung (Vorjahr: TEUR 264), TEUR 1.257 Provisionen (Vorjahr: TEUR 820).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um 25,7% auf TEUR 12.299 (Vorjahr: TEUR 9.784) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf das gesteigerte Geschäftsvolumen zurückzuführen.

D. SONSTIGE ANGABEN

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten bei der Gesellschaft gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB.

Am 31. Dezember 2022 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 225.134 aus ergebnisabhängigen Pachtverpflichtungen auf die gesamte Restlaufzeit des Pachtvertrages über das Hotelgebäude bis zum Jahr 2049 resultieren.

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 172 Mitarbeiter beschäftigt, davon 156 Mitarbeiter fest angestellt und 16 Aushilfen.

Alleiniger Gesellschafter ist die Hyatt International Corporation, Chicago, USA.

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt zusammen:

Jan Peter van der Ree, Hoteldirektor der Grand Hyatt Berlin GmbH, Berlin

Adam Keenaan Rohman, Global Head of Asset Management, Hyatt Hotels Corporation, Chicago, USA. Herr Adam Keenaan Rohman schied zum 14.08.2023 aus und wurde durch Devin Griffith, Global Head of Asset Management, (ab 14.08.2023) ersetzt.

Geschäftsführungsbezüge wurden von der Gesellschaft nicht gewährt.

Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Munich OpCo GmbH, Mainz, einbezogen ist, wird von der Hyatt Hotels Corporation, 150 North Riverside Plaza, 60606 Chicago, USA, aufgestellt. Dieser Konzernabschluss ist unter der SEC File-Nr. 34521 im Internet auf der Homepage der SEC: www.sec.gov, Sektion "Filings & Forms" erhältlich.

E. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM BILANZSTICHTAG

Am 24. Februar 2022 sind russische Streitkräfte in die souveräne Ukraine einmarschiert. Der Konflikt wirkte sich besonders im Energiesektor negativ aus, was zur Folge zu Preiserhöhungen in allen wirtschaftlichen Sektoren führte. Des Weiteren kann man auch derzeit noch immer nicht vollem Gewissen abschätzen wie sich hier die Preise weiterentwickeln. Nach dem Bilanzstichtag hatte bislang der Krieg in der Ukraine keine negative Auswirkung auf den Geschäftsverlauf.

Die Muttergesellschaft Hyatt Hotels Corporation, Chicago, USA hat sich in einer Patronatserklärung vom 10. August 2023 verpflichtet, die Gesellschaft jederzeit so zu unterstützen, dass diese Ihre Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen kann. Auf die Risikoberichterstattung im Lagebericht wird verwiesen.

Es sind aktuell keine weiteren Ereignisse bekannt, die sich auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag wesentlich auswirken.

 

Mainz, 5. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Devin Griffith

Jan Peter van der Ree

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Munich OpCo GmbH, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Munich OpCo GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Munich OpCo GmbH, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 5. Dezember 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer

Andreas Schmitt, Wirtschaftsprüfer

(HRB Mainz 47717)

Schriftlicher Gesellschafterbeschluss Written Quotaholder's Resolution
Gesellschafter der Gesellschaft ist Quotaholder of the Company is
Hyatt International Corporation Chicago, USA
Das Stammkapital von The stated capital of
Euro 25.000,-
ist damit voll vertreten. is thus fully represented.
Folgendes wird schriftlich bestimmt: The following resolutions are agreed upon in writing:
1a. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 weist einen Jahresüberschuss von 1a. The annual financial statements for the fiscal year 2022 showing a profit for the year of
Euro 1.803.787,56
aus, und wird hiermit festgestellt. are hereby established.
1b. Es wird beschlossen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 1b. It is decided that the profit will be carried forward to the new financial year.
2. Den Geschäftsführern wird für das genannte Geschäftsjahr Entlastung erteilt. 2. The managers are granted discharge for their business conduct during the said fiscal year.
3. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 werden 3. As auditors for the fiscal year 2023
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Europa-Allee 91
60486 Frankfurt/Main
gewählt. will be elected.

 

Chicago, December 13th 2024

Hyatt International Corporation durch/ by

David A. Peters

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde per Umlaufverfahren am 13.12.2024 festgestellt.

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