Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 200434
Vorher
Hövelmann Beteiligungs- Gesellschaft mit beschränkter HaftungSalzgitter Bauelemente Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
20.6.1972
Branche
Herstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-MetallHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Fertigung, weitere Be- und Verarbeitung und Vertrieb von Trapezblechen, Kassetten, Paneelen, Sandwichelementen aus Stahl und Zubehör sowie Erbringung technischer Dienstleistungen in diesem Marktsegment

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Prokura
Holger Hanke
seit 13.6.2023
Geschäftsführer
Thomas Stüven
seit 28.3.2023
Prokura
Björn Stuckenberg
seit 18.10.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FALK SG Investment B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

FALK SG Investment B.V.
Netherlands
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FALK Salzgitter GmbH

Salzgitter

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die FALK Salzgitter GmbH ist ein Komplettanbieter von Bauelementen aus Stahl. Zu unserem Produkt­programm gehören Trapez- und Kassettenprofile sowie Sandwichelemente aus beschichtetem Stahlblech mit unterschiedlichen Kernmaterialien, sowie der Handel mit Befestigern, Kantteilen und Zubehör. Die Produkte werden vorrangig in Deutschland aber auch EU-weit und in Drittländer über den eigenen Vertrieb sowie über Handelshäuser abgesetzt.

Zur Sicherung unserer Qualität der Stahlerzeugnisse führen wir interne und externe Überwachungen durch und unterziehen uns den Qualitätskriterien des Internationalen Verbandes für den Metallleichtbau, kurz IFBS, zu dessen Gründungsmitgliedern wir in der Nachfolge gehören.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Salzgitter auf dem Werksgelände der Salzgitter AG.

2. Wirtschaftsbericht

a)  Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren.

Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen des statistischen Bundesamts den Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt - 0,1 %) bestätigt. Für den Rückgang der Wirtschaftsleistung ist insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch den starken Rückgang der staatlichen Konsumausgaben zu Jahresbeginn 2023.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %).

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Für den Industrie- und Gewerbebau verlief das Jahr 2023 wirtschaftlich deutlich schwächer als das Jahr 2022 und folgte so dem Stahlmarkt. Das erste Halbjahr war hier besonders schwach während sich die Auftragslage im 2. Halbjahr stabilisierte. Die Auftragseingänge der Branche bezogen auf die Menge betrugen entsprechend - 8,1% gegenüber 2022.

b)  Geschäftsverlauf
Nach Verhandlungen im Jahr 2022 erfolgte im Januar 2023 die Übernahme der Salzgitter Bauelemente GmbH als Konzerntochter der Salzgitter AG durch die holländische Hardeman-Gruppe zur heutigen FALK Salzgitter GmbH, die als rechtlich eigenständige GmbH am Standort weitergeführt wird. Die Umfirmierung wurde rückwirkend zum 1. Januar 2023 vollzogen.

Im Rahmen der Übernahme wurden u. a. auch der bis dato gültige Ergebnisabführungsvertrag, die Cash-Management-Vereinbarung sowie die Cash-Pool-Verträge mit der ehemaligen Muttergesellschaft beendet. Weiterhin schied die Unternehmung aus der steuerlichen Organschaft der Salzgitter-Gruppe aus. Im gleichen Zuge wurde begonnen, die Vertragsverhältnisse mit den Gesellschaften der Salzgitter AG neu zu ordnen. Zur Sicherstellung des operativen Betriebes und der Liquidität der Gesellschaft wurde ein Gesellschafterdarlehen aufgenommen.

Weiterhin fand im Lauf des Jahres 2023 auch ein Wechsel in der Geschäftsführung der Gesellschaft statt. Der ehemalige Geschäftsführer Herr Björn Stuckenberg hat in Januar 2023 sein Amt niedergelegt. Herr Holger Hanke wurde im Juni 2023 zum weiteren Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Der ehemalige Geschäftsführer Herr Kai Bohmbach wurde im September 2023 abberufen.

In einer Übergangsperiode bis Ende August 2023 wurde, da die Stabsfunktionen ehemals bei der Salzgitter AG zentralisiert waren, entsprechendes Personal für die Bereiche Finanzbuchhaltung, Controlling, HR, IT, Einkauf und Marketing rekrutiert. Parallel dazu wurde der Wechsel in ein neues ERP-System aus dem bis dato verwendeten SAP S4/HANA vorbereitet, mit gleichzeitiger Herauslösung der Unternehmung aus der Konzern-IT-Infrastruktur der Salzgitter AG. Am 1. September 2023 war Go-live des neuen Systems und Einstellen der operativen Dienstleistungen durch die Gesellschaften der Salzgitter AG.

Neben den beschriebenen Arbeiten wurden technisch zwei weitere Projekte im Jahr 2023 vorangetrieben, nämlich die Zertifizierung der Sandwichelemente durch die Organisation FM-Global, sowie die Erweiterung des Produktspektrums der Trapezprofile um das Trapezprofil PS210. Beide Projekte werden im Jahr 2024 fertiggestellt sein.

Der Auftragseingang der FALK Salzgitter GmbH nahm im Vergleich zum Vorjahr insgesamt ab. In 2023 wurden 1,4 Mio. m² Trapezprofile (Vorjahr: 1,8 Mio. m²), 0,07 Mio. m² Kassettenprofile (Vorjahr: 0,1 Mio. m²) und 1,2 Mio. m² Sandwichelemente (Vorjahr: 1,1 Mio. m²) produziert.

Materiallieferungen aus Importen mit Verzögerungen um mehrere Monate, hohe Lagerbestände und Abnahmeverpflichtungen mit hohen Einstandspreisen ließen eine schnelle Anpassung des Vormaterial­preises entsprechend den Marktbewegungen nicht zu, so dass bis in das 4. Quartal 2023 hinein noch zu hohen Einstandspreisen beschafft wurde.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 (Umsatzerlöse: 70 Mio. €, Jahresergebnis: 900 T€) wurde verfehlt. Ein solch schneller Wechsel von Stahlknappheit zu Stahl- und Kapazitätsüberschuss wurde nicht erwartet, und Anpassungen wurden erst spät vorgenommen. Zusätzlich war das Unternehmen mit den beschriebenen Veränderungsprozessen beschäftigt, so dass personelle oder prozessuale Anpassungen nicht oder nur kaum möglich waren.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.667 T€ ab.

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird von der Geschäftsführung insgesamt als ungünstig beurteilt. Das äußere Umfeld gestaltete sich im Jahr 2023 derart schwierig bezüglich Vorräte, Absatz und Marge, dass Investitionen, Beschaffung und Recruitment schon ab Anfang des Jahres auf ein Minimum hätten reduziert werden müssen. Die notwendigen Anpassungen erfolgten spät und führten zu einem derart negativen Ergebnis.

c) Ertragslage
Die Umsatzerlöse haben sich von 82.210 T€ im Vorjahr auf 59.308 T€ verringert. Relativ ergibt sich eine Verringerung von 27,9 %.

Unter Berücksichtigung der Bestandveränderung in Höhe von 658 T€ (Vorjahr:- 866 T€) betrug die Gesamtleistung 58.650 T€ (Vorjahr: 83.077 T€). Der Rohgewinn (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) belief sich auf 8.550 T€ (Vorjahr: 20.031 T€).

Der Materialaufwand verringerte sich um 12.945 T€ auf 50.100 T€ (Vorjahr: 63.045 T€). Dieser Rückgang mit - 20,5 % folgte in Größenordnung der Umsatzentwicklung mit - 27,9 %, wobei der Unterschied aus dem hohen Einstandspreis im Stahlvorrat resultiert.

Der Personalaufwand betrug insgesamt 6.263 T€ (Vorjahr: 6.401 T€). Diese Veränderung war gekennzeichnet durch einen Strukturwandel im Bereich der kaufmännischen und leitenden Angestellten. Als kurzfristiger Ersatz für die ausgeschiedenen Personen und für den Aufbau einer neuen kaufmännischen Infrastruktur konnten erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden. Am Ende des Berichtsjahres 2023 waren 89 (Vorjahr: 73 Personen) Mitarbeiter (FTE) beschäftigt.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte) beläuft sich auf - 4.076 T€ (Vorjahr: 7.548 T€).

Die Summe der jährlichen Abschreibungen des Anlagevermögens erhöhte sich um 6,4 % auf 503 T€ (Vorjahr: 473 T€). Zusätzlich gab es auf Grund von Preisveränderungen am Stahlmarkt einen Abwertungsbedarf auf Vermögens­gegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von 1.096 T€ (Vorjahr: 3.666 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 681 T€ auf 6.923 T€ (Vorjahr: 6.242 T€) erhöht. Dieser Anstieg resultiert zu einem großen Teil aus gestiegenen Fahrzeug- und Raumkosten (+ 557 T€ gegenüber Vorjahr), Aufwendungen für Beratungshonorare (+ 475 T€ gegenüber Vorjahr) sowie Aufwendungen aus Gewährleistungen und Reklamationen (+ 219 T€ gegenüber Vorjahr). Insbesondere der Wechsel des ERP-Systems stellte eine signifikante Kostenposition dar.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhte sich um 542 T€ auf 961 T€ (Vorjahr: 419 T€) aufgrund der neu geordneten finanziellen Ausstattung des Unternehmens mit Gesellschafterdarlehen und veränderten Zinskonditionen.

Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf - 6.636 T€ (Vorjahr: 2.991 T€).

Das Geschäftsjahr schließt, aufgrund der Beendigung des Ergebnisabführungsvertrages, mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.667 T€ (Vorjahr: 0 T€) ab.

d) Finanzlage
Der Finanzmittelfonds beträgt 932 T€ (Vorjahr: 0 T€). Der Cashflow beträgt im Geschäftsjahr 932 T€ und setzt sich zusammen aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (3.435 T€), dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit (- 1.318 T€) und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (- 1.185 T€).

Die Kapitalflussrechnung für 2023 stellt sich wie folgt dar:


 31.12.2023

 T€
 Jahresfehlbetrag
-6.667
 Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
503
 Zunahme der Rückstellungen
299
 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge
-19
 Abnahme der Vorräte
6.807
 Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-809
 Zunahme der Forderungen gegen verbundenen Unternehmen
-212
 Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände inkl. RAP
-63
 Zunahme sonstiger Aktiva
-9
 Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
896
 Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
520
 Abnahme der erhaltenen Anzahlungen
-66
 Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten
1.393
 Zinsaufwendungen
862
 Laufende Geschäftstätigkeit
3.435
 Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
-1.253
 Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
-65
 Investitionstätigkeit
-1.318
 Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten
2.850
 Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten
-3.973
 Gezahlte Zinsen
-62
 Finanzierungstätigkeit
-1.185
 Zahlungswirksame Veränderungen
932
 Liquide Mittel am Ende der Periode
932



Die Finanzlage des Unternehmens war im Jahr 2023 angespannt.

e) Vermögenslage
Die Höhe des Anlagevermögens liegt mit 4.003 T€ im Vergleich zum Vorjahr (3.171 T€) auf höherem Niveau. Abschreibungen in Höhe von 503 T€ (Vorjahr: 473 T€) stehen Zugängen von 1.318  T€ gegenüber. Für eine neue Profilkassette (Trapezprofil) wurden u. a. in 2023 Anzahlungen in Höhe von 896 T€ geleistet.

Im Geschäftsjahr kam es zu einem Rückgang des Umlaufvermögens von insgesamt 4.797 T€. Dabei hat sich das Vorratsvermögen um 6.807 T€ auf 12.370 T€ (Vorjahr: 19.177 T€) verringert. Aufgebaute Bestände wurden im Kalenderjahr 2023 abgebaut. Zudem wurde hochpreisig eingekauftes Material (Stahl) aufgrund von Preisrückgängen im Geschäftsjahr 2023 auf niedrigere Marktpreise abgewertet. Demgegenüber haben sich die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 1.078 T€ auf 2.488 T€ erhöht. Gründe hierfür sind vor allem ein schlechteres Zahlungsverhalten der Kunden zu nennen, sowie ein weniger ausgeprägtes Mahnverfahren im Vergleich zum Vorjahr.

Die Guthaben gegenüber Kreditinstituten haben sich um 932 T€ erhöht. Die Gesellschaft unterhält seit Januar 2023 eigene Girokonten. In den Vorjahren war die Gesellschaft in das Cash-Management und Cash-Pooling der ehemaligen Muttergesellschaft eingebunden.

Das Eigenkapital ist durch den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres (6.667 T€) vollständig aufgebraucht. Es ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 4.654 T€. Im Vorjahr betrug das Eigenkapital noch 2.013 T€.

Des Weiteren haben sich die Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr (7.190 T€) leicht auf 7.489 T€ erhöht. Die Zunahme beträgt insgesamt 299 T€. Nennenswert ist vor allem die Bildung einer Drohverlust-Rückstellung in Höhe von 253 T€, welche aufgrund eines drohenden Verlustes aus einem schwebenden Beschaffungsgeschäft für Stahl gebildet werden musste.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 2.418 T€ auf 16.988 T€ (Vorjahr: 14.570 T€) erhöht. Die Erhöhung ergibt sich aus einer Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 896 T€ und der sonstigen Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten gegenüber der ehemaligen Muttergesellschaft) um 1.423 T€. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten begründet sich vor allem aus einer Zunahme der laufenden Umsatzsteuerverbindlichkeit für 2023 in Höhe von 892 T€ (Vorjahr: 0 T€) und einer vereinnahmten Kaution in Höhe von 600 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Die konzerninternen Darlehen belaufen sich zum Bilanzstichtag inkl. Zinsen auf 12.532 T€.

f) Finanzielle Leistungsindikatoren
Für die Unternehmenssteuerung werden die Umsatzerlöse und das EBITDA, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht
Nach Prognose des Zentralverbands des deutschen Baugewerbes (ZdB) wird es beim öffentlichen Bau ein Plus von 1% geben, was einem Realwachstum von ca. 3 % nach Preisrückgang entspricht. Zugleich erwarten die Kommunen in den kommenden fünf Jahren einen Anstieg des Investitionsstaus.

Die Strukturierung und Restrukturierung der Gesellschaft wird in 2024 weiter vorangetrieben, um weitere Marktanteile zu generieren und die Marke FALK in Deutschland zu etablieren. Es ist beabsichtigt in allen Belangen des operativen Geschäftes effizienter zu werden und von Synergieeffekten der Hardeman-Gruppe insbesondere in den Bereichen Beschaffung, Marketing und Expertise zu partizipieren. Weiterhin wird im Jahr 2024 das Produktportfolio erweitert und an die aktuellen Marktbedürfnisse weitergehend angepasst.

Wir rechnen im Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen zwischen 54 Mio. € und 72 Mio. € und einem EBITDA zwischen - 4 Mio. € und 0,3 Mio. €.

b) Chancenbericht
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Gesellschaft liegt auf der Beschaffungsseite durch die Zugehörigkeit in die Hardemann-Gruppe und soll im Jahr 2024 nachhaltig die Ergebnislage verbessern und eine aktive Preispolitik fördern. Weiterhin wird zur Kundenerreichung die Vertriebsaktivität umstrukturiert und ausgebaut bei gleich­zeitiger Aufgabe nicht wirtschaftlicher Standorte von Vetriebsbüros.

Als neues Mitglied in dem holländischen Verbund der Hardeman-Gruppe wird die FALK Salzgitter GmbH eine größere Sichtbarkeit haben als bisher und es sollen Synergieeffekte hieraus zum Vorteil der Gesellschaft nutzbar gemacht werden. Auch durch technische Spezialisierungen innerhalb der Hardeman-Gruppe soll man voneinander profitieren und die entsprechenden Synergieeffekte genutzt werden.

Eine klare Ausrichtung auf den Bereich Sandwichelemente bezüglich der Erweiterung der Zertifizierungen (bspw. FM-approvals, Solarbefestiger, Feuerwiderstand etc.) soll es der Gesellschaft ermöglichen in bisher unerreichte Marksegmente vorzudringen. Gleichzeitig soll durch Losgrößen- und Planungsoptimierungen die Ausbringung und die Lieferperformance verbessert werden.

Das Trapezprofil PS 210 soll dazu beitragen mit dem Wettbewerb aufzuschließen und bei Hallenrastern mit großer Spannweite eine Lösung anbieten.

c) Risikobericht
Die Gesellschaft agiert in einem stark wettbewerbsgeprägten Umfeld mit marktüblicher und vergleichbarer Produktpalette bei einer großen Anzahl von Konkurrenten. Der Absatz ist vorrangig abhängig von der Bau­konjunktur in Deutschland, Exporte spielen nur eine untergeordnete Rolle. In den Wintermonaten besteht grundsätzlich ein witterungsbedingtes Risiko.

Ausfallrisiken beim Forderungsbestand werden durch das Forderungsmanagement und das Mahnwesen der Gesellschaft minimiert und zusätzlich mit einer Warenkreditversicherung abgesichert.

Nach einer Verdreifachung des Strompreises von 2022 nach 2023 wird die Beschaffung trotz Preisrückganges in 2024 und jährlicher Bindefrist als Risiko eingestuft, da eine verlässliche Prognose vor dem Hintergrund des anhaltenden Ukrainekrieges sehr schwierig bis unmöglich ist.

Für weitere Unsicherheit sorgt die aktuelle Problematik am Suezkanal, da viele Importgüter über diese Route ver­bracht werden und bei Blockade oder Vermeidung der Passage mit signifikanten Verzögerungen der Liefer­ungen und erhöhten Kosten zu rechnen ist.

Auf der Personalseite ist keine nennenswerte Erhöhung der Lohn- und Gehaltsstruktur zu erwarten, ebenso wenig ein Streikrisiko. Die Personalbeschaffung wird allerdings mit Blick in Richtung Fachkräftemangel anspruchsvoller. Eine erhöhte Personalfluktuation wurde im Jahr 2023 festgestellt und ist auch im Jahr 2024 weiterhin zu vermuten.

Bestandsgefährdende Risiken

Die FALK Salzgitter GmbH ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Das Eigenkapital ist vollständig verbraucht. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt 4.654 T€. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über eine minimale Liquiditätsausstattung und plant aufgrund der aktuellen Marktlage (gesunkene Umsatzerlöse) und minimalen Margen für den Prognosezeitraum vom 1. September 2024 bis 30. September 2025 mit einem negativen EBITDA in mittlerer einstelliger Millionenhöhe und entsprechenden Liqiditätsabflüssen. Dieser Liquiditätsabfluss soll durch die Lageveld Investments B.V., Lunteren, Niederlande, finanziert werden. Zusammenfassend deuten die vorgenannten Gegebenheiten auf das Vorliegen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen.­­
Wir haben aufgrund der vorstehenden Gegebenheiten und der aktuellen Lage der Gesellschaft einen Maßnahmenplan erstellt, um die Kosten der Gesellschaft insgesamt zu senken. Daneben sieht der Maßnahmenplan auch die Veräußerung von Stahlbeständen vor um die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu bereinigen und die Liquiditätsausstattung zu verbessern. Im Weiteren soll der Vertrieb in Deutschland ausgeweitet und eine stärkere Fokussierung auf den Endkunden zwecks besserer Preisgestaltung erfolgen. Der Maßnahmenplan befindet sich in der Umsetzung, zu Teilen ist die Umsetzung bereits erfolgt.

Weiterhin hat die unmittelbare Muttergesellschaft, FALK SG Investment B.V., Lunteren, Niederlande, zugunsten der Gesellschaft eine bis zum 31. Dezember 2024 befristete Patronats­erklärung über 2.000 T€ abgegeben und für das gewährte Darlehen zzgl. Zinsen (Stand 31.12.2023: 9.816 T€) einen qualifizierten Rangrücktritt erklärt. Auch haben weitere Unternehmen der Hardeman-Gruppe, die FALK Holding B.V., Lunteren, Niederlande, für das gewährte Darlehen zzgl. Zinsen (Stand 31.12.2023: 2.061 T€) und die Hardeman Staal Holding B.V., Lunteren, Niederlande, für das gewährte Darlehen zzgl. Zinsen (Stand 31.12.2023: 654 T€) einen qualifizierten Rangrücktritt erklärt. Ferner hat die FALK SG Investment B.V. der Gesellschaft mit Vertrag vom 6. Februar 2024 eine Kreditlinie bis zu einer Höhe von 3.000 T€ eingeräumt, die bei Ziehung ebenfalls einen qualifizierten Rangrücktritt beinhaltet.

Darüber hinaus hat die Lageveld Investments B.V. am 2. September 2024 eine unbegrenzte Patronatserklärung erteilt, die bis zum 30. September 2025 gültig ist.

Aufgrund der vorstehenden Maßnahmen gehen wir davon aus, dass die Gesellschaft über ausreichend finanzielle Mittel verfügen wird, um die Unternehmenstätigkeit fortzuführen.

 

Salzgitter, den 17. September 2024

gez. Holger Hanke, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.002.755,45 3.170.716,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 157.942,44 143.217,18
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 146.583,31 143.217,18
2. geleistete Anzahlungen 11.359,13 0,00
II. Sachanlagen 3.844.813,01 3.027.499,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 116.691,00 136.455,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.190.001,85 2.398.895,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 641.850,16 490.043,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 896.270,00 2.106,00
B. Umlaufvermögen 15.789.073,47 20.586.201,08
I. Vorräte 12.369.666,94 19.177.036,48
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.962.378,56 17.113.982,84
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 168.491,65 102.336,02
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.238.796,73 1.960.717,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.487.539,42 1.409.164,60
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.203.053,04 1.393.581,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 212.212,42 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 72.273,96 15.582,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 931.867,11 0,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.064,04 16.836,53
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 8.833,09 0,00
E. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.654.217,93 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 24.476.943,98 23.773.753,79

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 2.013.158,00
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnrücklagen 13.158,00 13.158,00
1. andere Gewinnrücklagen 13.158,00 13.158,00
IV. Jahresfehlbetrag 6.667.375,93 0,00
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 4.654.217,93 0,00
B. Rückstellungen 7.489.173,10 7.190.377,55
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.011.879,00 5.092.177,18
2. sonstige Rückstellungen 2.477.294,10 2.098.200,37
C. Verbindlichkeiten 16.987.770,88 14.570.218,24
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 66.489,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.313.467,93 1.417.675,49
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.051.323,09 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.622.979,86 13.086.053,54
davon aus Steuern 1.011.765,81 63.566,15
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 79.339,89
Bilanzsumme, Summe Passiva 24.476.943,98 23.773.753,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 59.308.131,07 82.210.337,59
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -658.058,91 866.310,49
3. sonstige betriebliche Erträge 559.558,21 160.143,10
4. Materialaufwand 50.099.662,29 63.045.433,07
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.598.475,76 62.271.872,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.501.186,53 773.560,10
5. Personalaufwand 6.262.963,37 6.401.133,69
a) Löhne und Gehälter 5.183.116,17 4.624.128,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.079.847,20 1.777.005,57
davon für Altersversorgung 78.947,74 783.665,00
6. Abschreibungen 1.599.090,42 4.138.341,17
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 503.042,28 472.621,81
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.096.048,14 3.665.719,36
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.923.456,97 6.242.344,29
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 411,74 134,13
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 960.917,46 418.558,02
davon an verbundene Unternehmen 857.916,21 0,00
davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 99.435,00 81.747,00
10. sonstige Steuern 31.327,53 53.728,87
11. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 2.937.386,20
Jahresfehlbetrag 6.667.375,93 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die FALK Salzgitter GmbH hat ihren Sitz in Salzgitter und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Braunschweig unter der Registernummer 200434, Abteilung B.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde trotz der bilanziellen Überschuldung (Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 4.654.217,93 €) und bedeutsamer Zweifel an der Fähigkeit zur Unternehmensfortführung zu Fortführungswerten aufgestellt.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als 250,00 € bis 1.000,00 € wurden in den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG einbezogen und werden im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren jeweils zu einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen. Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Materialeinzelkosten und die fertigen Erzeugnisse zu Einzelkosten zuzüglich eines angemessenen Gemeinkostenzuschlages bewertet. Waren wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertungen erfolgten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzip.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Für erkennbaren Einzelrisiken wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die flüssigen Mittel wurden in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgte nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Uni-Credit-Methode".

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.

C. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr bilanzierten Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden, aufgrund des Ausscheidens aus dem Konzernverbund der Salzgitter AG, in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Dementsprechend wurden auch die im Vorjahr bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert.


vor
Umgliederung

nach Umgliederung
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1.382.705,09

1.393.581,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
10.876,80

0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände
15.582,71

15.582,71

1.409.164,60

1.409.164,60
Verbindlichkeiten



1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
66.489,21

66.489,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
510.231,89

1.417.675,49
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
13.793.404,15

0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten
200.092,99

13.086.053,54

14.570.218,24

14.570.218,24


Darüber hinaus erfolgten gegenüber dem Vorjahr Umgliederungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Kosten für den Bezug von Energie (insb. Strom, Erdgas) wurden von den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in die Aufwendungen für bezogene Leistungen umgegliedert. Die Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (Vorratsvermögen) wurden von den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, umgegliedert.


vor
Umgliederung

nach Umgliederung
Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
66.305.071,55

62.271.872,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
406.080,88

773.560,10

66.711.152,43

63.045.433,07
Abschreibungen



a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen
472.621,81

472.621,81
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten
0,00

3.665.719,36

472.621,81

4.138.341,17


Da der Ausweis im Vorjahr ebenfalls angepasst wurde, ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen im aktuellen Jahr insgesamt gegeben.

D. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Allgemeine Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 212.212,42 € (Vj. 0,00 €) sind den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 13.051.323,09 € (Vj. 0,00 €) sind in Höhe von 519.638,03 € (Vj. 0,00 €) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 12.531.685,06 € (Vj. 0,00 €) den sonstigen Verbindlichkeiten zugehörig.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.

Eigenkapital

Zum Bilanzstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 27.224,66 €.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.

a) Pensionsverpflichtungen (Rentenleistung ohne Kapitaloption)

Die Rückstellungsbildung wurde auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend der handelsrechtlichen Bewertungsmethode Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,82 %, eines Rententrends von 2,25 % p.a. sowie der Richttafeln G von Dr. Klaus Heubeck berechnet. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich diese Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf 5.011.879,00 €.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB durch den Wechsel vom 7-Jahres-Durchschnittszinssatz zum 10-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt 94.640,00 €. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

b) Pensionsverpflichtung (Kapitalabfindung)

Die Rückstellungsbildung wurde auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend der handelsrechtlichen Bewertungsmethode Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,82 % sowie der Richttafeln G von Dr. Klaus Heubeck berechnet. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich diese Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf 282.061,00 €.

Diese Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Planvermögen in Höhe von 290.894,09 € (beizulegender Zeitwert) verrechnet. Die Anschaffungskosten des Planvermögens betragen 263.669,43 €.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB durch den Wechsel vom 7-Jahres-Durchschnittszinssatz zum 10-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt 2.642,00 €. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 840.200,00 € (Vj. 634.500,00 €), Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von 385.040,00 € (Vj. 335.450,57 €) und Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 253.000,00 € (Vj. 0,00 €) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023

bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre

T€
T€
T€
T€
aus Lieferungen und Leistungen
2.313,5
2.301,4
12,1
0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen
13.051,3
8.168,3
4.883,0
0,0
sonstige Verbindlichkeiten
1.623,0
1.623,0
0,0
0,0
Summe
16.987,8
12.092,7
4.895,1
0,0
Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022

bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre

T€
T€
T€
T€
erhaltene Anzahlungen
66,5
66,5
0,0
0,0
aus Lieferungen und Leistungen
1.417,7
1.417,7
0,0
9,9
sonstige Verbindlichkeiten
13.086,1
13.086,1
0,0
0,0
Summe
14.570,3
14.570,3
0,0
9,9


Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 2.061.055,56 € durch Pfandrechte besichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 9.891.835,75 € (Vj. 0,00 €) enthalten. Davon entfällt ein Betrag in Höhe von 9.816.410,75 € auf ein gewährtes Darlehen zzgl. Zinsen für das ein qualifizierter Rangrücktritt erklärt wurde.

Weiterhin ist in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ein weiteres Darlehen enthalten für das ein qualifizierter Rangrücktritt erklärt wurde. Das Darlehen zzgl. Zinsen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf einen Betrag in Höhe von 2.061.055,56 €.

E. Sonstige Angaben

Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf 4.654.217,93 €. Es besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Es wird insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 88. Davon waren durchschnittlich 48 gewerbliche Arbeitnehmer, 38 kaufmännische Mitarbeiter und 2 geringfügig Beschäftigte.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Björn Stuckenberg (bis 2/2023)  ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Herr Holger Hanke (ab 6/2023) ausgeübter Beruf: Dipl.-Ing. (FH) Bauingenieurwesen / Geschäftsführer
Herr Kai Bohmbach (bis 10/2023) ausgeübter Beruf: Dipl.-Ing. (FH) Bauingenieurwesen / Geschäftsführer
Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gem § 286 Abs. 4 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, beträgt 9.949.187,95 €; dv. gegenüber verbundenen Unternehmen 1.151.508,10 €.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 35.000,00 € und für andere Bestätigungsleistungen 20.600,00 €.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Lageveld Investments B.V., Luntern, Niederlande, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt und im niederländischen Handelsregister (kamer van koophandel, kvk-nummer: 81430833) veröffentlicht.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Salzgitter, den 17. September 2024

gez. Holger Hanke, Geschäftsführer

Anlagespiegel


Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand

01.01.2023



31.12.2023

Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche





Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie





Lizenzen an solchen Rechten und Werten
436.554,07
53.330,00
0,00
0,00
489.884,07
2. geleistete Anzahlungen
0,00
11.359,13
0,00
0,00
11.359,13

436.554,07
64.689,13
0,00
0,00
501.243,20
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte





und Bauten einschließlich der





Bauten auf fremden Grundstücken
635.353,97
0,00
0,00
0,00
635.353,97
2. technische Anlagen und Maschinen
3.744.783,78
103.417,45
0,00
0,00
3.848.201,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und





Geschäftsausstattung
1.566.835,20
255.214,59
0,00
0,00
1.822.049,79
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
2.106,00
894.164,00
0,00
0,00
896.270,00

5.949.078,95
1.252.796,04
0,00
0,00
7.201.874,99
Summe Anlagevermögen:
6.385.633,02
1.317.485,17
0,00
0,00
7.703.118,19

Abschreibungen

Stand
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand

01.01.2023



31.12.2023

Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche





Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie





Lizenzen an solchen Rechten und Werten
293.336,89
49.963,87
0,00
0,00
343.300,76
2. geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00

293.336,89
49.963,87
0,00
0,00
343.300,76
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte





und Bauten einschließlich der





Bauten auf fremden Grundstücken
498.898,97
19.764,00
0,00
0,00
518.662,97
2. technische Anlagen und Maschinen
1.345.888,78
312.310,60
0,00
0,00
1.658.199,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und





Geschäftsausstattung
1.076.792,20
121.003,81
0,00
17.596,38
1.180.199,63
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00

2.921.579,95
453.078,41
0,00
17.596,38
3.357.061,98
Summe Anlagevermögen:
3.214.916,84
503.042,28
0,00
17.596,38
3.700.362,74

Buchwerte

Stand
Stand

31.12.2023
31.12.2022

Euro
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände


1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche


Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie


Lizenzen an solchen Rechten und Werten
146.583,31
143.217,18
2. geleistete Anzahlungen
11.359,13
0,00

157.942,44
143.217,18
II. Sachanlagen


1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte


und Bauten einschließlich der


Bauten auf fremden Grundstücken
116.691,00
136.455,00
2. technische Anlagen und Maschinen
2.190.001,85
2.398.895,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und


Geschäftsausstattung
641.850,16
490.043,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
896.270,00
2.106,00

3.844.813,01
3.027.499,00
Summe Anlagevermögen:
4.002.755,45
3.170.716,18

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die FALK Salzgitter GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FALK Salzgitter GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FALK Salzgitter GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und
·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Abschnitt "F. Sonstige Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "c) Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über eine minimale Liquiditätsausstattung und plant aufgrund der aktuellen Marktlage und minimalen Margen mit einem negativen EBITDA in mittlerer einstelliger Millionenhöhe und entsprechenden Liquiditätsabflüssen im Prognosezeitraum. Aufgrund der vorstehenden Gegebenheiten und der aktuellen Lage der Gesellschaft haben die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft einen Maßnahmenplan erstellt, der sich derzeit in der Umsetzung befindet, wobei die Umsetzung zu Teilen bereits erfolgt ist. Weiterhin wurden konzernintern verschiedene qualifizierte Rankrücktritte auf gewährte Darlehen zuzüglich Zinsen und andere Finanzierungen gegenüber der Gesellschaft erklärt. Die Finanzierung der Liquiditätsabflüsse soll durch die Lageveld Investments B.V., Lunteren, Niederlande, erfolgen. Hierzu hat diese eine zeitlich begrenzte und betraglich unbegrenzte Patronatserklärung ausgesprochen. Die Patronatserklärung ist bis zum 30. September 2025 gültig. Wie in Abschnitt "F. Sonstige Angaben" im Anhang und Abschnitt "c) Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aachen, den 17. September 2024


DR. NEUMANN UND PARTNER MBB
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

gez.Fröschen, Wirtschaftsprüfer

gez. i.V. Mielke, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

19 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.