FALK
Salzgitter GmbH
Salzgitter
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1. Grundlagen des Unternehmens
Die FALK Salzgitter GmbH ist ein Komplettanbieter von
Bauelementen aus Stahl. Zu unserem Produktprogramm
gehören Trapez- und Kassettenprofile sowie
Sandwichelemente aus beschichtetem Stahlblech mit
unterschiedlichen Kernmaterialien, sowie der Handel mit
Befestigern, Kantteilen und Zubehör. Die Produkte
werden vorrangig in Deutschland aber auch EU-weit und in
Drittländer über den eigenen Vertrieb sowie
über Handelshäuser abgesetzt.
Zur Sicherung unserer Qualität der
Stahlerzeugnisse führen wir interne und externe
Überwachungen durch und unterziehen uns den
Qualitätskriterien des Internationalen Verbandes
für den Metallleichtbau, kurz IFBS, zu dessen
Gründungsmitgliedern wir in der Nachfolge
gehören.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Salzgitter auf dem
Werksgelände der Salzgitter AG.
2. Wirtschaftsbericht
a) Gesamtwirtschaftliche und
branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in
Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren
hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt
derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der
Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland
verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das
geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums.
Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut
durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise
entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr
schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die
Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im
kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den
2010er-Jahren.
Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten
Berechnungen des statistischen Bundesamts den Rückgang
der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr
(kalenderbereinigt - 0,1 %) bestätigt. Für
den Rückgang der Wirtschaftsleistung ist insbesondere
der Rückgang der inländischen Nachfrage
verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch den
starken Rückgang der staatlichen Konsumausgaben zu
Jahresbeginn 2023.
Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief
im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen
unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden
Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um
2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine
sehr viel niedrigere Produktion im Bereich
Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast
85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht,
war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4
%).
Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen
Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die
zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar.
Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte
die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert
werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023
preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.
Für den Industrie- und Gewerbebau verlief das
Jahr 2023 wirtschaftlich deutlich schwächer als das
Jahr 2022 und folgte so dem Stahlmarkt. Das erste Halbjahr
war hier besonders schwach während sich die
Auftragslage im 2. Halbjahr stabilisierte. Die
Auftragseingänge der Branche bezogen auf die Menge
betrugen entsprechend - 8,1% gegenüber 2022.
b) Geschäftsverlauf
Nach Verhandlungen im Jahr 2022 erfolgte im Januar
2023 die Übernahme der Salzgitter Bauelemente GmbH als
Konzerntochter der Salzgitter AG durch die
holländische Hardeman-Gruppe zur heutigen FALK
Salzgitter GmbH, die als rechtlich eigenständige GmbH
am Standort weitergeführt wird. Die Umfirmierung wurde
rückwirkend zum 1. Januar 2023 vollzogen.
Im Rahmen der Übernahme wurden u. a. auch der
bis dato gültige Ergebnisabführungsvertrag, die
Cash-Management-Vereinbarung sowie die
Cash-Pool-Verträge mit der ehemaligen
Muttergesellschaft beendet. Weiterhin schied die
Unternehmung aus der steuerlichen Organschaft der
Salzgitter-Gruppe aus. Im gleichen Zuge wurde begonnen, die
Vertragsverhältnisse mit den Gesellschaften der
Salzgitter AG neu zu ordnen. Zur Sicherstellung des
operativen Betriebes und der Liquidität der
Gesellschaft wurde ein Gesellschafterdarlehen aufgenommen.
Weiterhin fand im Lauf des Jahres 2023 auch ein
Wechsel in der Geschäftsführung der Gesellschaft
statt. Der ehemalige Geschäftsführer Herr
Björn Stuckenberg hat in Januar 2023 sein Amt
niedergelegt. Herr Holger Hanke wurde im Juni 2023 zum
weiteren Geschäftsführer der Gesellschaft
bestellt. Der ehemalige Geschäftsführer Herr Kai
Bohmbach wurde im September 2023 abberufen.
In einer Übergangsperiode bis Ende August 2023
wurde, da die Stabsfunktionen ehemals bei der Salzgitter AG
zentralisiert waren, entsprechendes Personal für die
Bereiche Finanzbuchhaltung, Controlling, HR, IT, Einkauf
und Marketing rekrutiert. Parallel dazu wurde der Wechsel
in ein neues ERP-System aus dem bis dato verwendeten SAP
S4/HANA vorbereitet, mit gleichzeitiger Herauslösung
der Unternehmung aus der Konzern-IT-Infrastruktur der
Salzgitter AG. Am 1. September 2023 war Go-live des neuen
Systems und Einstellen der operativen Dienstleistungen
durch die Gesellschaften der Salzgitter AG.
Neben den beschriebenen Arbeiten wurden technisch
zwei weitere Projekte im Jahr 2023 vorangetrieben,
nämlich die Zertifizierung der Sandwichelemente durch
die Organisation FM-Global, sowie die Erweiterung des
Produktspektrums der Trapezprofile um das Trapezprofil
PS210. Beide Projekte werden im Jahr 2024 fertiggestellt
sein.
Der Auftragseingang der FALK Salzgitter GmbH nahm im
Vergleich zum Vorjahr insgesamt ab. In 2023 wurden 1,4 Mio.
m² Trapezprofile (Vorjahr: 1,8 Mio. m²), 0,07
Mio. m² Kassettenprofile (Vorjahr: 0,1 Mio. m²)
und 1,2 Mio. m² Sandwichelemente (Vorjahr:
1,1 Mio. m²) produziert.
Materiallieferungen aus Importen mit
Verzögerungen um mehrere Monate, hohe
Lagerbestände und Abnahmeverpflichtungen mit hohen
Einstandspreisen ließen eine schnelle Anpassung des
Vormaterialpreises entsprechend den Marktbewegungen
nicht zu, so dass bis in das 4. Quartal 2023 hinein noch zu
hohen Einstandspreisen beschafft wurde.
Die Planung für das Geschäftsjahr 2023
(Umsatzerlöse: 70 Mio. €, Jahresergebnis:
900 T€) wurde verfehlt. Ein solch schneller
Wechsel von Stahlknappheit zu Stahl- und
Kapazitätsüberschuss wurde nicht erwartet, und
Anpassungen wurden erst spät vorgenommen.
Zusätzlich war das Unternehmen mit den beschriebenen
Veränderungsprozessen beschäftigt, so dass
personelle oder prozessuale Anpassungen nicht oder nur kaum
möglich waren.
Das Geschäftsjahr schließt mit einem
Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.667 T€ ab.
Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird
von der Geschäftsführung insgesamt als
ungünstig beurteilt. Das äußere Umfeld
gestaltete sich im Jahr 2023 derart schwierig
bezüglich Vorräte, Absatz und Marge, dass
Investitionen, Beschaffung und Recruitment schon ab Anfang
des Jahres auf ein Minimum hätten reduziert werden
müssen. Die notwendigen Anpassungen erfolgten
spät und führten zu einem derart negativen
Ergebnis.
c) Ertragslage
Die Umsatzerlöse haben sich von 82.210 T€
im Vorjahr auf 59.308 T€ verringert. Relativ ergibt
sich eine Verringerung von 27,9 %.
Unter Berücksichtigung der
Bestandveränderung in Höhe von 658 T€
(Vorjahr:- 866 T€) betrug die Gesamtleistung
58.650 T€ (Vorjahr: 83.077 T€). Der Rohgewinn
(Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) belief sich auf
8.550 T€ (Vorjahr: 20.031 T€).
Der Materialaufwand verringerte sich um 12.945
T€ auf 50.100 T€ (Vorjahr: 63.045 T€).
Dieser Rückgang mit - 20,5 % folgte in
Größenordnung der Umsatzentwicklung mit
- 27,9 %, wobei der Unterschied aus dem hohen
Einstandspreis im Stahlvorrat resultiert.
Der Personalaufwand betrug insgesamt 6.263 T€
(Vorjahr: 6.401 T€). Diese Veränderung war
gekennzeichnet durch einen Strukturwandel im Bereich der
kaufmännischen und leitenden Angestellten. Als
kurzfristiger Ersatz für die ausgeschiedenen Personen
und für den Aufbau einer neuen kaufmännischen
Infrastruktur konnten erfahrene Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter gewonnen werden. Am Ende des Berichtsjahres
2023 waren 89 (Vorjahr: 73 Personen) Mitarbeiter (FTE)
beschäftigt.
Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen und Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte) beläuft sich auf - 4.076 T€
(Vorjahr: 7.548 T€).
Die Summe der jährlichen Abschreibungen des
Anlagevermögens erhöhte sich um 6,4 % auf 503
T€ (Vorjahr: 473 T€). Zusätzlich gab es auf
Grund von Preisveränderungen am Stahlmarkt einen
Abwertungsbedarf auf Vermögensgegenstände
des Umlaufvermögens in Höhe von 1.096 T€
(Vorjahr: 3.666 T€).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich
um 681 T€ auf 6.923 T€ (Vorjahr: 6.242 T€)
erhöht. Dieser Anstieg resultiert zu einem
großen Teil aus gestiegenen Fahrzeug- und Raumkosten
(+ 557 T€ gegenüber Vorjahr), Aufwendungen
für Beratungshonorare (+ 475 T€ gegenüber
Vorjahr) sowie Aufwendungen aus Gewährleistungen und
Reklamationen (+ 219 T€ gegenüber Vorjahr).
Insbesondere der Wechsel des ERP-Systems stellte eine
signifikante Kostenposition dar.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen
erhöhte sich um 542 T€ auf 961 T€ (Vorjahr:
419 T€) aufgrund der neu geordneten finanziellen
Ausstattung des Unternehmens mit Gesellschafterdarlehen und
veränderten Zinskonditionen.
Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf -
6.636 T€ (Vorjahr: 2.991 T€).
Das Geschäftsjahr schließt, aufgrund der
Beendigung des Ergebnisabführungsvertrages, mit einem
Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.667 T€ (Vorjahr: 0
T€) ab.
d) Finanzlage
Der Finanzmittelfonds beträgt 932 T€
(Vorjahr: 0 T€). Der Cashflow beträgt im
Geschäftsjahr 932 T€ und setzt sich zusammen aus
dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
(3.435 T€), dem Cashflow aus der
Investitionstätigkeit (- 1.318 T€) und dem
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (-
1.185 T€).
Die Kapitalflussrechnung für 2023 stellt sich
wie folgt dar:
|
31.12.2023
|
|
T€
|
Jahresfehlbetrag
|
-6.667
|
Abschreibungen auf
Gegenstände des Anlagevermögens
|
503
|
Zunahme der
Rückstellungen
|
299
|
Sonstige
zahlungsunwirksame Erträge
|
-19
|
Abnahme der
Vorräte
|
6.807
|
Zunahme der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
|
-809
|
Zunahme der
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen
|
-212
|
Zunahme der
sonstigen Vermögensgegenstände inkl. RAP
|
-63
|
Zunahme sonstiger
Aktiva
|
-9
|
Zunahme der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
|
896
|
Zunahme der
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
|
520
|
Abnahme der
erhaltenen Anzahlungen
|
-66
|
Zunahme der
sonstigen Verbindlichkeiten
|
1.393
|
Zinsaufwendungen
|
862
|
Laufende
Geschäftstätigkeit
|
3.435
|
Auszahlungen
für Investitionen in das Sachanlagevermögen
|
-1.253
|
Auszahlungen
für Investitionen in das immaterielle
Anlagevermögen
|
-65
|
Investitionstätigkeit
|
-1.318
|
Einzahlungen aus
der Aufnahme von Krediten
|
2.850
|
Auszahlungen aus
der Tilgung von Krediten
|
-3.973
|
Gezahlte Zinsen
|
-62
|
Finanzierungstätigkeit
|
-1.185
|
Zahlungswirksame
Veränderungen
|
932
|
Liquide Mittel am
Ende der Periode
|
932
|
Die Finanzlage des Unternehmens war im Jahr 2023
angespannt.
e) Vermögenslage
Die Höhe des Anlagevermögens liegt mit
4.003 T€ im Vergleich zum Vorjahr (3.171 T€) auf
höherem Niveau. Abschreibungen in Höhe von 503
T€ (Vorjahr: 473 T€) stehen Zugängen von
1.318 T€ gegenüber. Für eine neue
Profilkassette (Trapezprofil) wurden u. a. in 2023
Anzahlungen in Höhe von 896 T€ geleistet.
Im Geschäftsjahr kam es zu einem Rückgang
des Umlaufvermögens von insgesamt 4.797 T€. Dabei
hat sich das Vorratsvermögen um 6.807 T€ auf
12.370 T€ (Vorjahr: 19.177 T€) verringert.
Aufgebaute Bestände wurden im Kalenderjahr 2023
abgebaut. Zudem wurde hochpreisig eingekauftes Material
(Stahl) aufgrund von Preisrückgängen im
Geschäftsjahr 2023 auf niedrigere Marktpreise
abgewertet. Demgegenüber haben sich die Forderungen
und sonstige Vermögensgegenstände um 1.078
T€ auf 2.488 T€ erhöht. Gründe
hierfür sind vor allem ein schlechteres
Zahlungsverhalten der Kunden zu nennen, sowie ein weniger
ausgeprägtes Mahnverfahren im Vergleich zum Vorjahr.
Die Guthaben gegenüber Kreditinstituten haben
sich um 932 T€ erhöht. Die Gesellschaft
unterhält seit Januar 2023 eigene Girokonten. In den
Vorjahren war die Gesellschaft in das Cash-Management und
Cash-Pooling der ehemaligen Muttergesellschaft eingebunden.
Das Eigenkapital ist durch den Jahresfehlbetrag des
Geschäftsjahres (6.667 T€) vollständig
aufgebraucht. Es ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 4.654 T€. Im
Vorjahr betrug das Eigenkapital noch 2.013 T€.
Des Weiteren haben sich die Rückstellungen im
Vergleich zum Vorjahr (7.190 T€) leicht auf 7.489
T€ erhöht. Die Zunahme beträgt insgesamt 299
T€. Nennenswert ist vor allem die Bildung einer
Drohverlust-Rückstellung in Höhe von 253 T€,
welche aufgrund eines drohenden Verlustes aus einem
schwebenden Beschaffungsgeschäft für Stahl
gebildet werden musste.
Die Verbindlichkeiten haben sich im
Geschäftsjahr 2023 um 2.418 T€ auf 16.988 T€
(Vorjahr: 14.570 T€) erhöht. Die Erhöhung
ergibt sich aus einer Zunahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen um 896 T€ und der sonstigen
Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten gegenüber
der ehemaligen Muttergesellschaft) um 1.423 T€. Der
Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten begründet sich
vor allem aus einer Zunahme der laufenden
Umsatzsteuerverbindlichkeit für 2023 in Höhe von
892 T€ (Vorjahr: 0 T€) und einer vereinnahmten
Kaution in Höhe von 600 T€ (Vorjahr: 0 T€).
Die konzerninternen Darlehen belaufen sich zum
Bilanzstichtag inkl. Zinsen auf 12.532 T€.
f) Finanzielle Leistungsindikatoren
Für die Unternehmenssteuerung werden die
Umsatzerlöse und das EBITDA, die für das
Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage
der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen.
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
a) Prognosebericht
Nach Prognose des Zentralverbands des deutschen
Baugewerbes (ZdB) wird es beim öffentlichen Bau ein
Plus von 1% geben, was einem Realwachstum von ca. 3 % nach
Preisrückgang entspricht. Zugleich erwarten die
Kommunen in den kommenden fünf Jahren einen Anstieg
des Investitionsstaus.
Die Strukturierung und Restrukturierung der
Gesellschaft wird in 2024 weiter vorangetrieben, um weitere
Marktanteile zu generieren und die Marke FALK in
Deutschland zu etablieren. Es ist beabsichtigt in allen
Belangen des operativen Geschäftes effizienter zu
werden und von Synergieeffekten der Hardeman-Gruppe
insbesondere in den Bereichen Beschaffung, Marketing und
Expertise zu partizipieren. Weiterhin wird im Jahr 2024 das
Produktportfolio erweitert und an die aktuellen
Marktbedürfnisse weitergehend angepasst.
Wir rechnen im Geschäftsjahr 2024 mit
Umsatzerlösen zwischen 54 Mio. € und 72 Mio.
€ und einem EBITDA zwischen - 4 Mio. € und 0,3
Mio. €.
b) Chancenbericht
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Gesellschaft liegt
auf der Beschaffungsseite durch die Zugehörigkeit in
die Hardemann-Gruppe und soll im Jahr 2024 nachhaltig die
Ergebnislage verbessern und eine aktive Preispolitik
fördern. Weiterhin wird zur Kundenerreichung die
Vertriebsaktivität umstrukturiert und ausgebaut bei
gleichzeitiger Aufgabe nicht wirtschaftlicher
Standorte von Vetriebsbüros.
Als neues Mitglied in dem holländischen Verbund
der Hardeman-Gruppe wird die FALK Salzgitter GmbH eine
größere Sichtbarkeit haben als bisher und es
sollen Synergieeffekte hieraus zum Vorteil der Gesellschaft
nutzbar gemacht werden. Auch durch technische
Spezialisierungen innerhalb der Hardeman-Gruppe soll man
voneinander profitieren und die entsprechenden
Synergieeffekte genutzt werden.
Eine klare Ausrichtung auf den Bereich
Sandwichelemente bezüglich der Erweiterung der
Zertifizierungen (bspw. FM-approvals, Solarbefestiger,
Feuerwiderstand etc.) soll es der Gesellschaft
ermöglichen in bisher unerreichte Marksegmente
vorzudringen. Gleichzeitig soll durch Losgrößen-
und Planungsoptimierungen die Ausbringung und die
Lieferperformance verbessert werden.
Das Trapezprofil PS 210 soll dazu beitragen mit dem
Wettbewerb aufzuschließen und bei Hallenrastern mit
großer Spannweite eine Lösung anbieten.
c) Risikobericht
Die Gesellschaft agiert in einem stark
wettbewerbsgeprägten Umfeld mit marktüblicher und
vergleichbarer Produktpalette bei einer großen Anzahl
von Konkurrenten. Der Absatz ist vorrangig abhängig
von der Baukonjunktur in Deutschland, Exporte spielen
nur eine untergeordnete Rolle. In den Wintermonaten besteht
grundsätzlich ein witterungsbedingtes Risiko.
Ausfallrisiken beim Forderungsbestand werden durch
das Forderungsmanagement und das Mahnwesen der Gesellschaft
minimiert und zusätzlich mit einer
Warenkreditversicherung abgesichert.
Nach einer Verdreifachung des Strompreises von 2022
nach 2023 wird die Beschaffung trotz Preisrückganges
in 2024 und jährlicher Bindefrist als Risiko
eingestuft, da eine verlässliche Prognose vor dem
Hintergrund des anhaltenden Ukrainekrieges sehr schwierig
bis unmöglich ist.
Für weitere Unsicherheit sorgt die aktuelle
Problematik am Suezkanal, da viele Importgüter
über diese Route verbracht werden und bei
Blockade oder Vermeidung der Passage mit signifikanten
Verzögerungen der Lieferungen und erhöhten
Kosten zu rechnen ist.
Auf der Personalseite ist keine nennenswerte
Erhöhung der Lohn- und Gehaltsstruktur zu erwarten,
ebenso wenig ein Streikrisiko. Die Personalbeschaffung wird
allerdings mit Blick in Richtung Fachkräftemangel
anspruchsvoller. Eine erhöhte Personalfluktuation
wurde im Jahr 2023 festgestellt und ist auch im Jahr 2024
weiterhin zu vermuten.
Bestandsgefährdende Risiken
Die FALK Salzgitter GmbH ist zum Bilanzstichtag
bilanziell überschuldet. Das Eigenkapital ist
vollständig verbraucht. Der nicht durch Eigenkapital
gedeckte Fehlbetrag beträgt 4.654 T€. Die
Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über eine
minimale Liquiditätsausstattung und plant aufgrund der
aktuellen Marktlage (gesunkene Umsatzerlöse) und
minimalen Margen für den Prognosezeitraum vom 1.
September 2024 bis 30. September 2025 mit einem negativen
EBITDA in mittlerer einstelliger Millionenhöhe und
entsprechenden Liqiditätsabflüssen. Dieser
Liquiditätsabfluss soll durch die Lageveld Investments
B.V., Lunteren, Niederlande, finanziert werden.
Zusammenfassend deuten die vorgenannten Gegebenheiten auf
das Vorliegen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die
Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und ein
bestandsgefährdendes Risiko darstellen.
Wir haben aufgrund der vorstehenden Gegebenheiten und
der aktuellen Lage der Gesellschaft einen
Maßnahmenplan erstellt, um die Kosten der
Gesellschaft insgesamt zu senken. Daneben sieht der
Maßnahmenplan auch die Veräußerung von
Stahlbeständen vor um die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe zu bereinigen und die
Liquiditätsausstattung zu verbessern. Im Weiteren soll
der Vertrieb in Deutschland ausgeweitet und eine
stärkere Fokussierung auf den Endkunden zwecks
besserer Preisgestaltung erfolgen. Der Maßnahmenplan
befindet sich in der Umsetzung, zu Teilen ist die Umsetzung
bereits erfolgt.
Weiterhin hat die unmittelbare Muttergesellschaft,
FALK SG Investment B.V., Lunteren, Niederlande, zugunsten
der Gesellschaft eine bis zum 31. Dezember 2024
befristete Patronatserklärung über
2.000 T€ abgegeben und für das gewährte
Darlehen zzgl. Zinsen (Stand 31.12.2023:
9.816 T€) einen qualifizierten Rangrücktritt
erklärt. Auch haben weitere Unternehmen der
Hardeman-Gruppe, die FALK Holding B.V., Lunteren,
Niederlande, für das gewährte Darlehen zzgl.
Zinsen (Stand 31.12.2023: 2.061 T€) und die
Hardeman Staal Holding B.V., Lunteren, Niederlande,
für das gewährte Darlehen zzgl. Zinsen (Stand
31.12.2023: 654 T€) einen qualifizierten
Rangrücktritt erklärt. Ferner hat die FALK SG
Investment B.V. der Gesellschaft mit Vertrag vom
6. Februar 2024 eine Kreditlinie bis zu einer
Höhe von 3.000 T€ eingeräumt, die bei
Ziehung ebenfalls einen qualifizierten Rangrücktritt
beinhaltet.
Darüber hinaus hat die Lageveld Investments B.V.
am 2. September 2024 eine unbegrenzte
Patronatserklärung erteilt, die bis zum 30. September
2025 gültig ist.
Aufgrund der vorstehenden Maßnahmen gehen wir
davon aus, dass die Gesellschaft über ausreichend
finanzielle Mittel verfügen wird, um die
Unternehmenstätigkeit fortzuführen.
Salzgitter, den 17.
September 2024
gez.
Holger Hanke, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
4.002.755,45 |
3.170.716,18 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
157.942,44 |
143.217,18 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
146.583,31 |
143.217,18 |
| 2.
geleistete Anzahlungen |
11.359,13 |
0,00 |
| II.
Sachanlagen |
3.844.813,01 |
3.027.499,00 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
116.691,00 |
136.455,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
2.190.001,85 |
2.398.895,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
641.850,16 |
490.043,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
896.270,00 |
2.106,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
15.789.073,47 |
20.586.201,08 |
| I.
Vorräte |
12.369.666,94 |
19.177.036,48 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
10.962.378,56 |
17.113.982,84 |
| 2.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
168.491,65 |
102.336,02 |
| 3.
fertige Erzeugnisse und Waren |
1.238.796,73 |
1.960.717,62 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.487.539,42 |
1.409.164,60 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.203.053,04 |
1.393.581,89 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
212.212,42 |
0,00 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
72.273,96 |
15.582,71 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
931.867,11 |
0,00 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
22.064,04 |
16.836,53 |
| D.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
8.833,09 |
0,00 |
| E.
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
4.654.217,93 |
0,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
24.476.943,98 |
23.773.753,79 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
2.013.158,00 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
1.000.000,00 |
1.000.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
1.000.000,00 |
1.000.000,00 |
| III.
Gewinnrücklagen |
13.158,00 |
13.158,00 |
| 1.
andere Gewinnrücklagen |
13.158,00 |
13.158,00 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
6.667.375,93 |
0,00 |
| V.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
4.654.217,93 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
7.489.173,10 |
7.190.377,55 |
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
5.011.879,00 |
5.092.177,18 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
2.477.294,10 |
2.098.200,37 |
| C.
Verbindlichkeiten |
16.987.770,88 |
14.570.218,24 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
0,00 |
66.489,21 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.313.467,93 |
1.417.675,49 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
13.051.323,09 |
0,00 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.622.979,86 |
13.086.053,54 |
| davon
aus Steuern |
1.011.765,81 |
63.566,15 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
0,00 |
79.339,89 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
24.476.943,98 |
23.773.753,79 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
59.308.131,07 |
82.210.337,59 |
| 2.
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
-658.058,91 |
866.310,49 |
| 3.
sonstige betriebliche Erträge |
559.558,21 |
160.143,10 |
| 4.
Materialaufwand |
50.099.662,29 |
63.045.433,07 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
48.598.475,76 |
62.271.872,97 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
1.501.186,53 |
773.560,10 |
| 5.
Personalaufwand |
6.262.963,37 |
6.401.133,69 |
| a)
Löhne und Gehälter |
5.183.116,17 |
4.624.128,12 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.079.847,20 |
1.777.005,57 |
| davon
für Altersversorgung |
78.947,74 |
783.665,00 |
| 6.
Abschreibungen |
1.599.090,42 |
4.138.341,17 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
503.042,28 |
472.621,81 |
| b)
auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens,soweit diese die in der
Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten |
1.096.048,14 |
3.665.719,36 |
| 7.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
6.923.456,97 |
6.242.344,29 |
| 8.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
411,74 |
134,13 |
| 9.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
960.917,46 |
418.558,02 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
857.916,21 |
0,00 |
| davon
Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von
Rückstellungen |
99.435,00 |
81.747,00 |
| 10.
sonstige Steuern |
31.327,53 |
53.728,87 |
| 11.
auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
0,00 |
2.937.386,20 |
| Jahresfehlbetrag |
6.667.375,93 |
0,00 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
A.
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die FALK Salzgitter GmbH hat ihren Sitz in Salzgitter
und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht
Braunschweig unter der Registernummer 200434, Abteilung B.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer großen
Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB auf.
Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den
§§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des
Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die
Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie
den einschlägigen Bestimmungen des
Gesellschaftsvertrags aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
B. Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde trotz der bilanziellen
Überschuldung (Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag in Höhe von 4.654.217,93 €) und
bedeutsamer Zweifel an der Fähigkeit zur
Unternehmensfortführung zu Fortführungswerten
aufgestellt.
Die erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten
angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter
Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger
Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten
wurden Anschaffungsnebenkosten und
Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Anschaffungskosten der Zugänge an
beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit
Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als 250,00 €
bis 1.000,00 € wurden in den Sammelposten nach §
6 Abs. 2a EStG einbezogen und werden im Jahr des Zugangs
und den folgenden vier Jahren jeweils zu einem Fünftel
gewinnmindernd aufgelöst.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung
von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen. Die
unfertigen Erzeugnisse wurden zu Materialeinzelkosten und
die fertigen Erzeugnisse zu Einzelkosten zuzüglich
eines angemessenen Gemeinkostenzuschlages bewertet. Waren
wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertungen
erfolgten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzip.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalbetrag
angesetzt. Für erkennbaren Einzelrisiken wurden
angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem
allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine
Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.
Sämtliche Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von
weniger als einem Jahr.
Die flüssigen Mittel wurden in Höhe ihres
Nennwerts angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wurden für ungewisse
Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen gebildet. Die
Bewertung erfolgte nach anerkannten Grundsätzen der
Versicherungsmathematik mittels der
"Projected-Uni-Credit-Methode".
Die sonstigen Rückstellungen wurden für
alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei
wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der
Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags.
Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und
Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung
auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als
Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der
Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssätze der vergangenen sieben
Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen
Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.
C. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Die im Vorjahr bilanzierten Forderungen gegen
verbundene Unternehmen wurden, aufgrund des Ausscheidens
aus dem Konzernverbund der Salzgitter AG, in die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.
Dementsprechend wurden auch die im Vorjahr bilanzierten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert.
|
vor
Umgliederung
|
|
nach Umgliederung
|
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
|
1.382.705,09
|
|
1.393.581,89
|
2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen
|
10.876,80
|
|
0,00
|
3. sonstige
Vermögensgegenstände
|
15.582,71
|
|
15.582,71
|
|
1.409.164,60
|
|
1.409.164,60
|
Verbindlichkeiten
|
|
|
|
1. erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
|
66.489,21
|
|
66.489,21
|
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
510.231,89
|
|
1.417.675,49
|
3. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
13.793.404,15
|
|
0,00
|
4. sonstige
Verbindlichkeiten
|
200.092,99
|
|
13.086.053,54
|
|
14.570.218,24
|
|
14.570.218,24
|
Darüber hinaus erfolgten gegenüber dem
Vorjahr Umgliederungen innerhalb der Gewinn- und
Verlustrechnung. Die Kosten für den Bezug von Energie
(insb. Strom, Erdgas) wurden von den Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
in die Aufwendungen für bezogene Leistungen
umgegliedert. Die Abschreibungen auf den niedrigeren
beizulegenden Wert (Vorratsvermögen) wurden von den
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren in die Abschreibungen auf
Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,
soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen
Abschreibungen überschreiten, umgegliedert.
|
vor
Umgliederung
|
|
nach Umgliederung
|
Materialaufwand
|
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
|
66.305.071,55
|
|
62.271.872,97
|
b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen
|
406.080,88
|
|
773.560,10
|
|
66.711.152,43
|
|
63.045.433,07
|
Abschreibungen
|
|
|
|
a) auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen
|
472.621,81
|
|
472.621,81
|
b) auf
Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens, soweit diese die in der
Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten
|
0,00
|
|
3.665.719,36
|
|
472.621,81
|
|
4.138.341,17
|
Da der Ausweis im Vorjahr ebenfalls angepasst wurde,
ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen im
aktuellen Jahr insgesamt gegeben.
D. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz
Allgemeine Erläuterungen zur Bilanz
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in
Höhe von 212.212,42 € (Vj. 0,00 €) sind den
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
mitzugehörig.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von 13.051.323,09 € (Vj.
0,00 €) sind in Höhe von 519.638,03 € (Vj.
0,00 €) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und in Höhe von 12.531.685,06 € (Vj.
0,00 €) den sonstigen Verbindlichkeiten
zugehörig.
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.
Eigenkapital
Zum Bilanzstichtag bestehen
ausschüttungsgesperrte Beträge i. S. d. §
268 Abs. 8 HGB aus der Aktivierung von
Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert
in Höhe von 27.224,66 €.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Für ungewisse Verbindlichkeiten aus
Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen
gebildet.
a) Pensionsverpflichtungen (Rentenleistung ohne
Kapitaloption)
Die Rückstellungsbildung wurde auf Basis
versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend der
handelsrechtlichen Bewertungsmethode
Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter
Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,82 %, eines
Rententrends von 2,25 % p.a. sowie der Richttafeln G von
Dr. Klaus Heubeck berechnet. Zum 31. Dezember 2023
beläuft sich diese Rückstellung für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf
5.011.879,00 €.
Der Unterschiedsbetrag nach § 253
Abs. 6 HGB durch den Wechsel vom
7-Jahres-Durchschnittszinssatz zum
10-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt
94.640,00 €. Dieser Betrag ist
ausschüttungsgesperrt.
b) Pensionsverpflichtung (Kapitalabfindung)
Die Rückstellungsbildung wurde auf Basis
versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend der
handelsrechtlichen Bewertungsmethode
Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter
Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,82 % sowie der
Richttafeln G von Dr. Klaus Heubeck berechnet. Zum 31.
Dezember 2023 beläuft sich diese Rückstellung
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf
282.061,00 €.
Diese Rückstellung für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wurde gemäß
§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit
Planvermögen in Höhe von 290.894,09 €
(beizulegender Zeitwert) verrechnet. Die Anschaffungskosten
des Planvermögens betragen 263.669,43 €.
Der Unterschiedsbetrag nach § 253
Abs. 6 HGB durch den Wechsel vom
7-Jahres-Durchschnittszinssatz zum
10-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt
2.642,00 €. Dieser Betrag ist
ausschüttungsgesperrt.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind
insbesondere Rückstellungen für
Gewährleistungen in Höhe von 840.200,00 €
(Vj. 634.500,00 €), Rückstellungen für
Altersteilzeit in Höhe von 385.040,00 € (Vj.
335.450,57 €) und Rückstellungen für
drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in
Höhe von 253.000,00 € (Vj. 0,00 €)
enthalten.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern
sich wie folgt:
Art der Verbindlichkeit zum
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
31.12.2023
|
|
bis 1 Jahr
|
1 bis 5 Jahre
|
über 5 Jahre
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
2.313,5
|
2.301,4
|
12,1
|
0,0
|
gegenüber
verbundenen Unternehmen
|
13.051,3
|
8.168,3
|
4.883,0
|
0,0
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
1.623,0
|
1.623,0
|
0,0
|
0,0
|
Summe
|
16.987,8
|
12.092,7
|
4.895,1
|
0,0
|
Art der Verbindlichkeit zum
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
31.12.2022
|
|
bis 1 Jahr
|
1 bis 5 Jahre
|
über 5 Jahre
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
erhaltene Anzahlungen
|
66,5
|
66,5
|
0,0
|
0,0
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
1.417,7
|
1.417,7
|
0,0
|
9,9
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
13.086,1
|
13.086,1
|
0,0
|
0,0
|
Summe
|
14.570,3
|
14.570,3
|
0,0
|
9,9
|
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind in Höhe von 2.061.055,56 € durch
Pfandrechte besichert.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern in Höhe von 9.891.835,75 € (Vj.
0,00 €) enthalten. Davon entfällt ein Betrag in
Höhe von 9.816.410,75 € auf ein gewährtes
Darlehen zzgl. Zinsen für das ein qualifizierter
Rangrücktritt erklärt wurde.
Weiterhin ist in den Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen ein weiteres Darlehen enthalten
für das ein qualifizierter Rangrücktritt
erklärt wurde. Das Darlehen zzgl. Zinsen beläuft
sich zum Bilanzstichtag auf einen Betrag in Höhe von
2.061.055,56 €.
E. Sonstige Angaben
Bestandsgefährdende Risiken
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell
überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte
Fehlbetrag beläuft sich auf 4.654.217,93 €. Es
besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame
Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Es wird insoweit
auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.
Anzahl der Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Anzahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt 88. Davon waren durchschnittlich 48
gewerbliche Arbeitnehmer, 38 kaufmännische Mitarbeiter
und 2 geringfügig Beschäftigte.
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Herr Björn Stuckenberg (bis 2/2023)
ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Herr Holger Hanke (ab 6/2023) ausgeübter Beruf:
Dipl.-Ing. (FH) Bauingenieurwesen /
Geschäftsführer
Herr Kai Bohmbach (bis 10/2023) ausgeübter
Beruf: Dipl.-Ing. (FH) Bauingenieurwesen /
Geschäftsführer
Die Angabe der Vergütung der
Geschäftsführung unterbleibt gem § 286 Abs.
4 HGB.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanzielle
Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind,
beträgt 9.949.187,95 €; dv. gegenüber
verbundenen Unternehmen 1.151.508,10 €.
Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers für
Abschlussprüfungsleistungen beträgt 35.000,00
€ und für andere Bestätigungsleistungen
20.600,00 €.
Konzernzugehörigkeit
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der
Lageveld Investments B.V., Luntern, Niederlande,
einbezogen, welche den Konzernabschluss für den
kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen
aufstellt und im niederländischen Handelsregister
(kamer van koophandel, kvk-nummer: 81430833)
veröffentlicht.
Unterschrift der Geschäftsführung
Salzgitter, den 17.
September 2024
gez.
Holger Hanke, Geschäftsführer
Anlagespiegel
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
Stand
|
Zugänge
|
Umbuchungen
|
Abgänge
|
Stand
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
|
|
|
|
|
|
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
|
|
|
|
|
|
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
|
436.554,07
|
53.330,00
|
0,00
|
0,00
|
489.884,07
|
2. geleistete
Anzahlungen
|
0,00
|
11.359,13
|
0,00
|
0,00
|
11.359,13
|
|
436.554,07
|
64.689,13
|
0,00
|
0,00
|
501.243,20
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte
|
|
|
|
|
|
und Bauten
einschließlich der
|
|
|
|
|
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
635.353,97
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
635.353,97
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
3.744.783,78
|
103.417,45
|
0,00
|
0,00
|
3.848.201,23
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und
|
|
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
1.566.835,20
|
255.214,59
|
0,00
|
0,00
|
1.822.049,79
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
2.106,00
|
894.164,00
|
0,00
|
0,00
|
896.270,00
|
|
5.949.078,95
|
1.252.796,04
|
0,00
|
0,00
|
7.201.874,99
|
Summe Anlagevermögen:
|
6.385.633,02
|
1.317.485,17
|
0,00
|
0,00
|
7.703.118,19
|
|
Abschreibungen
|
|
Stand
|
Zugänge
|
Umbuchungen
|
Abgänge
|
Stand
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
|
|
|
|
|
|
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
|
|
|
|
|
|
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
|
293.336,89
|
49.963,87
|
0,00
|
0,00
|
343.300,76
|
2. geleistete
Anzahlungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
293.336,89
|
49.963,87
|
0,00
|
0,00
|
343.300,76
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte
|
|
|
|
|
|
und Bauten
einschließlich der
|
|
|
|
|
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
498.898,97
|
19.764,00
|
0,00
|
0,00
|
518.662,97
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
1.345.888,78
|
312.310,60
|
0,00
|
0,00
|
1.658.199,38
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und
|
|
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
1.076.792,20
|
121.003,81
|
0,00
|
17.596,38
|
1.180.199,63
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
2.921.579,95
|
453.078,41
|
0,00
|
17.596,38
|
3.357.061,98
|
Summe Anlagevermögen:
|
3.214.916,84
|
503.042,28
|
0,00
|
17.596,38
|
3.700.362,74
|
|
Buchwerte
|
|
Stand
|
Stand
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
Euro
|
Euro
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
|
|
|
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
|
|
|
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
|
146.583,31
|
143.217,18
|
2. geleistete
Anzahlungen
|
11.359,13
|
0,00
|
|
157.942,44
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143.217,18
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II. Sachanlagen
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1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte
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und Bauten
einschließlich der
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Bauten auf fremden
Grundstücken
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116.691,00
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136.455,00
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2. technische Anlagen
und Maschinen
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2.190.001,85
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2.398.895,00
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3. andere Anlagen,
Betriebs- und
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Geschäftsausstattung
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641.850,16
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490.043,00
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4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
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896.270,00
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2.106,00
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3.844.813,01
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3.027.499,00
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Summe Anlagevermögen:
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4.002.755,45
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3.170.716,18
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sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die FALK Salzgitter GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der FALK Salzgitter
GmbH - bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FALK
Salzgitter GmbH für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
Wir verweisen auf Abschnitt "F. Sonstige Angaben" im
Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "c) Risikobericht"
des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter
beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziell
überschuldet ist. Die Gesellschaft verfügt zum
Bilanzstichtag über eine minimale
Liquiditätsausstattung und plant aufgrund der
aktuellen Marktlage und minimalen Margen mit einem
negativen EBITDA in mittlerer einstelliger
Millionenhöhe und entsprechenden
Liquiditätsabflüssen im Prognosezeitraum.
Aufgrund der vorstehenden Gegebenheiten und der aktuellen
Lage der Gesellschaft haben die gesetzlichen Vertreter der
Gesellschaft einen Maßnahmenplan erstellt, der sich
derzeit in der Umsetzung befindet, wobei die Umsetzung zu
Teilen bereits erfolgt ist. Weiterhin wurden konzernintern
verschiedene qualifizierte Rankrücktritte auf
gewährte Darlehen zuzüglich Zinsen und andere
Finanzierungen gegenüber der Gesellschaft
erklärt. Die Finanzierung der
Liquiditätsabflüsse soll durch die Lageveld
Investments B.V., Lunteren, Niederlande, erfolgen. Hierzu
hat diese eine zeitlich begrenzte und betraglich
unbegrenzte Patronatserklärung ausgesprochen. Die
Patronatserklärung ist bis zum 30. September 2025
gültig. Wie in Abschnitt "F. Sonstige Angaben" im
Anhang und Abschnitt "c) Risikobericht" des Lageberichts
dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass
eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne
des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts
nicht modifiziert.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichtes
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Aachen, den 17. September
2024
DR. NEUMANN UND PARTNER MBB
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
gez.Fröschen,
Wirtschaftsprüfer
gez.
i.V. Mielke, Wirtschaftsprüfer
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