MOVEO Automobile GmbH

Zur Heide 9, 46325 Borken, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 15959
Eingetragen
10.11.2015
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Der An- und Verkauf von Fahrzeugen aller Art. Der Gegenstand der Gesellschaft umfasst auch die Beratung in diesen Bereichen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Voßkamp
seit 22.1.2018
Geschäftsführer
Günther Bergup
seit 22.12.2015
Prokura
Hermann Bleker
seit 10.11.2015
Geschäftsführer
Bernhard Bleker
seit 10.11.2015
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bleker-Gruppe GmbH & Co KG

Borken

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2021 bis zum 31.08.2022

Konzernlagebericht 2021 / 2022

der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG

A.) Gegenstand des Konzerns

Gegenstand des Konzerns ist der Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen, die Reparatur sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen. Weitere Tätigkeiten bestehen im Segment Autolackierungen, Karosserie - und Fahrzeugbau sowie Sattlerarbeiten. In der Bleker Gruppe GmbH u. Co. KG werden die gesamten Immobilien der Unternehmensgruppe bilanziert.

B.) Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Die KFZ-Branche befindet sich auch im Jahre 2022 weiter im Krisenmodus.

Neben Lieferproblemen, Energiekosten, Inflation und Auswirkungen der Corona Pandemie, sind auch weiterhin die Themen Digitalisierung, Mobilitätswende und Vertriebssysteme auf der Agenda.

Erst im Juni 2022 schraubte der Verband der Automobilindustrie (VDA) seine Wachstumsprognosen drastisch zurück. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand.

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die erheblichen Logistik-Probleme, die unverändert ernsten Mangelsituationen bei Halbleitern und Rohstoffen, die Preissteigerungen bei der Strom-, Gas- und Spritversorgung und inzwischen auch die Zinswende in Verbindung mit der steigenden Inflation mit steigenden Finanzierungskosten für die Verbraucher.

2. Einschätzung zum eigenen Geschäftsverlauf im Vergleich zur branchenwirtschaftlichen Entwicklung

Mit einem konsolidierten Umsatz in Höhe von 379,5 Mio. € (Vorjahr 385,2 Mio. €) und einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr 2,0 Mio. €) wurde ein Ergebnis erzielt, das in dieser Höhe nicht zu erwarten war.

Das selbst gesteckte Ziel, die Sicherung der Arbeitsplätze und die Vermeidung von Kurzarbeit, ist durch die vollumfängliche Weiterführung des Geschäftsbetriebes gelungen und hat sicherlich auch zu dem positiven Ergebnis beigetragen.

Im Fahrzeughandel wurden alle Maßnahmen auf den Onlinevertrieb ausgerichtet. Der sehr gut sortierte Neuwagen Fahrzeugbestand hat dazu beigetragen, dass die Lieferfähigkeit stets gegeben war.

Durch die eingeleiteten Maßnahmen ist es gelungen, den Absatz von Neufahrzeugen, insbesondere im Firmen,- Flottenkundengeschäft, noch erträglich zu gestalten. Der Umsatz- und Ertragsrückgang im Neuwagenbereich konnte durch Umsatz- und Ertragssteigerungen im Gebrauchtfahrzeug- und Teileverkauf wieder ausgeglichen werden.

Die Bleker Autoteile GmbH hat durch die Ausweitung des Markenportfolios zu einem erheblichen Teil zu der Kompensation beigetragen.

3. Darstellung der Stärken und Schwächen im Hinblick auf Chancen und Risiken des Umfeldes

Die Stärken des Unternehmens liegen in der sehr guten Marktausschöpfung. Durch den äußerst erfolgreichen Absatz von Neu- u. Gebrauchtfahrzeugen in den letzten Jahren konnte auch in Zeiten der Pandemie Umsatz und Ertrag stabil gehalten werden.

Innovative Marketingstrategien und eine hohe Werbepräsenz gehören zu den Maßnahmen, die für positive Absatzzahlen sorgen.

Der Online Vertrieb hat sich als weiterer Vertriebsweg fest etabliert.

Die Marke Opel hat bereits im ersten vollen Geschäftsjahr die Erwartungen übertroffen. Mit einem Umsatz von 17,1 Mio. € und einem Gewinn von 317 T€ sind die Ziele mehr als erreicht worden.

Der Stellantis Konzern sowie der Renault Konzern haben schon frühzeitig die Entwicklung von Elektrofahrzeugen betrieben. Somit konnte auch der Absatz von Elektrofahrzeugen deutlich gesteigert werden.

Im Kundendienstbereich konnte bedingt durch die hohen Absatzzahlen und Steigerung der Produktivität die positive Entwicklung fortgesetzt werden. Es ist notwendig, neben der Festigung der Kundenbindung, die Produktivität des Servicebereiches auf dem hohen Niveau aufrechtzuerhalten. Der technologische Wandel wird sich auch auf den Geschäftsbereich der Werkstätten nachhaltig auswirken. Hier gilt es frühzeitig entsprechende Maßnahmen einzuleiten und die notwendige Fachkompetenz zu entwickeln.

Die Activa Automobil-Service GmbH hat sich in den Bereichen Sonderfahrzeugbau und Innenausbau von Fahrzeugen etabliert. Der Umbau von Behindertenfahrzeugen, sowie der modulare Ausbau von Fahrzeugen mit dem Markenzeichen Order Systems ist eine stabile und feste Marktgröße in dem Nischensegment.

Der Autohandel unterliegt weiterhin den gesamtwirtschaftlichen Risiken. Verstärkt werden diese durch die Pandemie, die sicherlich auch im nächsten Geschäftsjahr noch Spuren hinterlassen wird. Darüber hinaus wird der Halbleitermangel die Autoindustrie auch im nächsten Jahr noch in Atem halten.

1. C.) Lage des Konzerns

1. Ertragslage Die Ertragslage unseres Unternehmens beurteilen wir auf der Grundlage der folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren:

Umsatzerlöse

Rohgewinn (Umsatzerlöse ./. Materialaufwand)

EBIT

Zusätzlich beziehen wir die abgesetzten Fahrzeugstückzahlen in die Beurteilung ein.

Danach ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt eine unter den gegebenen Voraussetzungen und der Betrachtung der gesamtwirtschaftlichen Situation sehr zufriedenstellende Ertragslage.

Der Umsatz beträgt 379,5 Mill. € (Vorjahr 385,2 Mill. €).

Der Rohgewinn beträgt 14,7 % (Vorjahr 12,4 %).

Das EBIT beträgt 7.566 T€ (Vorjahr 4.323 T€).

Insgesamt wurden bis zum 31.08.2022 15.560 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge abgesetzt. Im Vorjahr waren dieses 18.859 Fahrzeuge.

Es wurden 8.118 Neufahrzeuge (Vorjahr 10.159) abgesetzt.

Davon entfielen auf die Marken

Citroen /DS /Opel 3.578
(Vorjahr 4.325)
Peugeot 1.537
(Vorjahr 2.642)
Renault/Dacia/Nissan 2.878
(Vorjahr 3.048)
Alfa/Jeep/Maserati 125
(Vorjahr 144)

Um dem stetigen Druck und den aktuellen Diskussionen um die Thematik der Verbrennungsmotoren, insbesondere der Dieseltechnik, auch zukünftig entgegenzutreten, wurden auf die Gebraucht,- Vorführwagen und Teilebestände sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe per 31.08.2022 Wertberichtigungen in Höhe von 2.445 T€ vorgenommen.

Den Drohverlusten aus Leasingrückläufern wurde mit 2.743 T€ Rechnung getragen.

Der Markt für Elektrofahrzeuge weist Besonderheiten auf, die für die klassischen Verbrennerfahrzeuge nicht gelten. Hier spielt die Reichweitenproblematik, das Alter der Fahrzeuge und Batterien, sowie auch die Förderung der Neufahrzeuge, die sicherlich den Preisdruck auf die gebrauchten Elektrofahrzeuge erhöht, eine gewichtige Rolle.

Im Bereich Kundendienst/Werkstatt wurden insgesamt 128.500 Std. abgesetzt. Für die einzelnen Marken ergibt sich folgendes Bild:

Citroen/DS 64.833 Std., Peugeot 27.540 Std., Renault/Dacia/Nissan 31.635 Std., Alfa/Jeep/Maserati 4.492 Std.

Die Entwicklung im Bereich Teile und Zubehör wird in hohem Maße durch die Einkaufspolitik der gesamten Gruppe bestimmt. Die Bleker Autoteile GmbH übernimmt die komplette Versorgung der Bleker Gruppe. Durch die Zentralisierung des gesamten Ersatzteil - und Zubehörgeschäftes wurde die Marktposition deutlich gestärkt. Ein weiterer Ausbau erfolgt über die Gewinnung neuer Absatzkanäle im Bereich freie Werk,- und Karosseriestätten.

Der Konzernjahresüberschuss beträgt 4.200 T€ (Vorjahr 2.022 T€.). Der Anstieg resultiert in erster Linie aus deutlich erhöhten Margen im Gebrauchtwagenhandel.

Hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren konnten die gesteckten Ziele im abgelaufenen Geschäftsjahr erfüllt bzw. z.T. übertroffen werden.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt 137,9 Mio. € (Vorjahr 113,4 Mio. €)

Die Warenbestände weisen eine Höhe von 57,6 Mio. € aus (Vorjahr 49,3 Mio. €).

Die Eigenkapitalquote beträgt 17,8 % (Vorjahr 18,4 %).

3. Finanzlage

Dem Konzern stehen ausreichende Kreditlinien bei Banken zur Verfügung, die die Zahlungsfähigkeit jederzeit sicherstellen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Linien zur Finanzierung der Neu,- und Gebrauchtfahrzeuge über Herstellerbanken.

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit sichergestellt.

D.) Risikobericht

Der Branchenverband VDA rechnet im Jahr 2023 mit einem leichten Anstieg der Zulassungen auf 2,7 Mio. Fahrzeuge.

Die Problematik des Chipmangels wird auch im Jahr 2023 nicht vollständig gelöst werden können. Hinzu kommen Unsicherheiten, ausgelöst durch die Energiekrise und steigende Inflation.

Die Folge aus den Lieferengpässen der Neufahrzeuge ist eine erhöhte Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen. Dieses hat dazu geführt, dass die Preise für Gebrauchtfahrzeuge stark gestiegen sind.

Die kommenden Jahre werden von einem gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und nicht zuletzt technologischen Wandel geprägt sein.

Insbesondere angesichts globaler und lokaler ökologischer Veränderungen gewinnt das Prinzip Nachhaltigkeit sowohl hinsichtlich wirtschaftlicher Entwicklungsprozesse als auch im Hinblick auf das individuelle Konsumverhalten an Bedeutung.

Die Planungen der Unternehmensgruppe Bleker sehen auch zukünftig Wachstumssteigerungen vor. Diese müssen zwangsläufig mit einer dem Volumen angepassten Ausstattung der kurzfristigen Liquidität einhergehen.

E.) Vorschau auf das Wirtschaftsjahr 2022 / 2023

Prognose der weiteren Entwicklung des deutschen KFZ - Marktes

Der Automobilhandel in Deutschland dürfte auch im Jahre 2023 mit ca. 2,7 Millionen PKW- Neuzulassungen unter dem Vorkrisen-Niveau bleiben. Jedoch würde das einem Wachstum im Vergleich zu 2022 von rund 2 % entsprechen.

Das Jahr 2022 ist weiterhin durch die Pandemie und die Lieferengpässe auf dem Halbleitermarkt gekennzeichnet.

Die Auswirkungen werden auch im Jahre 2023 zu spüren sein.

Neben der Problematik aufgrund der Pandemie unterliegt die Automobilbranche bereits jetzt vielen Veränderungen.

Der Ausbau der Digitalisierung in den Fahrzeugen wird den Druck auf den Halbleitermarkt weiter erhöhen. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, müssen die Kapazitäten ausgebaut werden.

Ebenfalls werden sich ökologische Aspekte auf die Automobilindustrie und den Handel auswirken.

Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns

Bis Ende des Jahres 2022 gehen wir von Umsatzeinbußen in Höhe von ca. 5 % aus.

Die Kundenauftragseingänge aus dem Jahr 2022 werden, da laut Aussage der Hersteller die Lieferfähigkeit wieder ansteigt, im 2. und 3. Quartal an die Kunden ausgeliefert. Betroffen sind hiervon ca. 6.000 unterzeichnete Kaufverträge in der Bleker Gruppe. Für die kurzfristige Liquidität ist es entscheidend, in welchem Zeitraum die Fahrzeuge angeliefert werden. Bei Anlieferung der Fahrzeuge wird der Einkaufswert des Fahrzeuges fällig. Bis zur Auslieferung an den Kunden und damit Zahlungseingang, werden ca. 5 Tage, für Versand der KFZ-Briefe an den Händler, Zulassung und Aufbereitung der Fahrzeuge, benötigt. Die Steuerung des Anlieferungsvolumens ist seitens des Händlers nicht beeinflussbar. Bei einem erhöhten Anlieferungsvolumen durch die Hersteller in sehr kurzer Zeit, könnten somit Liquiditätsengpässe entstehen.

Die Bleker Gruppe plant auch in den nächsten Jahren die Festigung und Ausweitung Ihrer Marktposition.

Die Marke KIA wird ab Mitte 2023 das Portfolio der Bleker Gruppe erweitern. Vorgesehen ist, die Marke in einer separaten GmbH an den Standorten Borken, Bocholt und Münster zu platzieren.

Die Autohaus Bleker GmbH wird Ihre Modellpalette mit den Marken Fiat und Abarth im Laufe des Jahres 2023 erweitern.

Zum 01.01.2023 werden zwei neue Standorte in Bremen in die Bleker Gruppe integriert.

Die Autohaus Krügel GmbH hat Ihre Standorte in Bremen und Stuhr, mit den Marken Renault und Dacia an die Bleker Gruppe verkauft. Die neue GmbH firmiert unter dem Namen Bleker Bremen Automobile GmbH.

Der Ausbau des Direktvertriebes über eine eigene Onlineplattform hat in der Pandemiezeit zu den erhöhten Absatzzahlen beigetragen und wird auch zukünftig eine tragende Säule für den Vertrieb von Fahrzeugen darstellen.

Darüber hinaus werden Kooperationen auf dem Autoteilesektor mit anderen Handelsgruppen angestrebt.

Der Ausbau des Firmen,- Flottenkundengeschäftes, weitere Wachstumschancen in den Bereichen Autoteile, Sonderfahrzeugbau, Innenausbau, sowie Stabilisierung der weiteren Geschäftsbereiche sind die Ziele für das kommende Geschäftsjahr.

Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau digitaler Prozesse und Plattformen sind ein weiterer Schwerpunkt im kommenden Geschäftsjahr. Geplant ist, die Kommissionierung von Kleinteilen der Bleker Autoteile GmbH vollautomatisiert zu gestalten. Hierzu sind bereits erste Projektschritte eingeleitet worden.

In Abhängigkeit von den Engpässen auf dem Halbleitermarkt und den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr relativ stabil bleiben.

Aufgrund des Marktumfeldes rechnen wir damit, dass die Rohertragsmarge nicht weiter ansteigt.

Bei den Fahrzeugstückzahlen gehen wir davon aus, dass wir die Einheiten stabilisieren können.

Insgesamt erwarten wir ein Konzernergebnis sowie ein EBIT, das dem des abgelaufenen Geschäftsjahres entspricht.

 

Borken, den 23. Dezember 2022

Die Geschäftsführung:

gez. Bernhard Bleker

gez. Hermann Bleker

Konzernbilanz zum 31. August 2022

der Firma Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG, Borken

(Sitz: Borken / Handelsregistereintrag: Abt. A Nr. 5634 Amtsgericht Coesfeld)

Aktiva

Vergleichszahlen
31.08.2022 31.08.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Software/Kundenstamm 903.645,54 769.141,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.608.835,15 33.452.283,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.191.247,24 1.132.288,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.100.609,03 2.829.292,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.868,83 1.095.731,10
43.960.560,25 38.509.595,15
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 201.000,00 234.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 773.467,68 740.209,69
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 58.681.082,91 50.833.122,25
3. Geleistete Anzahlungen 28.201,04 0,00
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.909.087,91 -2.306.145,46
57.573.663,72 49.267.186,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.960.818,15 13.634.556,11
2. Sonstige Vermögensgegenstände 9.046.955,95 5.753.308,04
23.007.774,10 19.387.864,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.750.867,89 4.095.416,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 371.258,88 214.620,78
D. Aktive latente Steuern 1.108.850,00 898.060,00
137.877.620,38 113.375.884,14

Passiva

Vergleichszahlen
31.08.2022 31.08.2021
A. Eigenkapital
I. Kapitalkonten der Kommanditisten 1.013.146,63 1.058.600,01
II. Kapitalrücklage 10.222.012,39 10.222.012,39
III. Gewinnvortrag 9.538.543,18 7.988.229,61
IV. Konzerngewinn 3.804.003,97 1.550.313,57
24.577.706,17 20.819.155,58
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.205.685,25 1.076.071,31
2. Steuerrückstellungen 641.359,00 1.258.493,00
3. Sonstige Rückstellungen 7.622.593,22 5.838.367,85
9.469.637,47 8.172.932,16
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 73.342.463,24 61.189.796,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.415.476,77 15.852.297,26
3. Sonstige Verbindlichkeiten 6.068.336,73 7.257.702,47
-davon aus Steuern: € 3.352.948,93 (Vj.: € 4.700.448,71)
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 28.270,52 (Vj.: € 14.402,79)
103.826.276,74 84.299.796,40
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.000,00 84.000,00
137.877.620,38 113.375.884,14

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.09.2021 - 31.08.2022

der Firma Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG, Borken

Vergleichszahlen
01.09.2021-31.08.2022 01.09.2020-31.08.2021
1. Umsatzerlöse 379.531.596,91 385.155.147,68
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 76.349,30 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.057.369,41 627.603,96
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 322.228.346,08 336.350.813,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.504.479,04 1.229.094,81
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 27.708.514,99 24.583.017,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.128.785,63 4.798.240,89
- davon für Altersversorgung: € 223.363,91 (Vj.: € 221.889,94)
6. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.565.928,92 2.442.379,89
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.770.915,22 11.869.245,69
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.286,43 41.820,97
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.422.127,52 1.385.959,18
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 63.731,93 (Vj.: € 18.120,60)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.948.089,18 957.066,79
- davon aus latenten Steuern: € -210.790,00 (Vj.: € -455.300,00)
11. Ergebnis nach Steuern 4.392.415,47 2.208.755,30
12. Sonstige Steuern 192.565,44 186.671,06
13. Konzernjahresüberschuss 4.199.850,03 2.022.084,24
14. Gutschrift Ergebnisanteil der Kommanditisten -395.846,06 -471.770,67
15. Konzerngewinn 3.804.003,97 1.550.313,57

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01.09.2021 bis 31.08.2022

der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG, Borken

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

1.1. Gliederung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Zur besseren Übersicht wurden in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Leerposten ausgelassen sowie die Postenbezeichnungen dem tatsächlichen Inhalt angepasst.

Gegenüber dem Vorjahr wurde der Konzernabschluss in seiner Form und Darstellung grundsätzlich nicht verändert.

1.2. Angabe der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung.

Die Vermögenswerte des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögenswerte mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. Dabei wurden das strenge Niederstwertprinzip und der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen und vermindert um angemessene Wertberichtigungen angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden nach "projected unit credit method" ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck) auf Basis eines Rechnungszinsfußes von 1,77 % p.a. (Vorjahr 2,01 % p.a) ermittelt. Der Bewertung liegt bezgl. erwarteter Lohn- und Gehaltssteigerungen zudem ein unterstellter Rententrend von 2,0 % p.a. (Vorjahr 1,0 - 2,0 %) zugrunde. Es wird unterstellt, dass eine Änderung des Abzinsungszinssatzes erst zum Ende der Periode eintritt, so dass der Buchwert der Verpflichtung mit dem Zinssatz zum Ende der Periode aufgezinst wird.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden im gesetzlich erforderlichen Umfang gebildet und berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatz abgezinst. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen können gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB allerdings pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Von diesem Wahlrecht wurde insoweit Gebrauch gemacht. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt worden.

2. Spezielle Ausführungen zum Konzernabschluss

2.1. Ausführungen zur Konzernbilanz

2.1.1. Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens

Die Gliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

2.1.2. Erläuterungen zum Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bewertung der Neuwagen, der Gebrauchtwagen, der Teile und des Zubehörs sowie der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Einkaufspreisen.

Bei den Vorführ- und Gebrauchtwagen wurde zusätzlich eine detaillierte und nach dem jeweiligen Alter des Fahrzeugs differenzierte verlustfreie Bewertung vorgenommen. Dadurch wird dem strengen Niederstwertprinzip und verschärften Risiko im Bereich des Gebrauchtwagenhandels sowie der Nutzung der Vorführwagen Rechnung getragen. Auf Grund der besonderen Marktsituation wurde zudem für gebrauchte Dieselfahrzeuge ein weiterer Wertabschlag vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde bei dem übrigen Vorratsvermögen ebenfalls eine detaillierte verlustfreie Bewertung vorgenommen.

Forderungen

Die Forderungen wurden zum Nennwert bewertet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Zudem wurden Einzelwertberichtigungen in erforderlichem Umfang gebildet.

2.1.3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten ein Damnum in Höhe von T€ 11 (Vorjahr T€ 17).

2.1.4. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern betreffen unterschiedliche Wertansätze für Pensionsrückstellungen, Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Leasingrückläufer) in der Handels- und Steuerbilanz. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 30 %.

2.1.5. Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr ist aus dem anliegenden Eigenkapitalspiegel erkennbar.

Ausschüttungsgesperrte Beträge: Für die Ausschüttung gesperrt i.S.v. § 268 VIII HGB sind T€ 1.109 (Vorjahr T€ 898) aus aktiven latenten Steuern sowie T€ 136 (Vorjahr T€ 220) i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB aus der Differenz der Pensionsrückstellungen, die sich auf Basis des 7- und des 10-Jahres-Durchschnittszinses ergeben.

2.1.6. Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Methoden ermittelten Barwert.

Für die derzeitigen Gesellschafter des Unternehmens sowie einen ehemaligen Gesellschafter bestehen seit 1985 und für einen Angestellten seit 1994 eine betriebliche Altersversorgung in Form der unmittelbaren Versorgungszusage. Das Unternehmen hat die Pensionszusagen durch den Abschluss eines Versicherungsvertrages rückgedeckt.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.839 (Vorjahr T€ 2.786) sind nach Verrechnung mit Deckungsvermögen mit einem Zeitwert von T€ 1.633 (Vorjahr T€ 1.710) zum Betrag von netto T€ 1.206 (Vorjahr T€ 1.076) ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen T€ 1.633 (Vorjahr T€ 1.710). Der Aktivwert für Rückdeckungsversicherungen als Zeitwert des verpfändeten Deckungsvermögens wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen von T€ 56 (Vorjahr T€ 64) wurde mit den Erträgen von T€ -7 (Vorjahr T€ 46) aus Deckungsvermögen verrechnet und ist im Zinsaufwand berücksichtigt. Die gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB nicht in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen betragen T€ 50 (Vorjahr T€ 67). Die Gesellschaft nimmt die Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 HGB in Anspruch und verwendet einen Abzinsungssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf € 135.863 (Vorjahr: € 219.521).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Garantien, Urlaub, Boni, Tantieme, Jahresabschluss- und Prüfungskosten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Leasingrückläufer).

2.1.7. Verbindlichkeiten

Hinsichtlich der Laufzeiten und der Besicherung von Verbindlichkeiten wird auf den Verbindlichkeitenspiegel verwiesen, der als Anlage dem Konzernanhang beigefügt ist.

2.2. Ausführungen zur Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns

Die Aufgliederung der nahezu ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:

31.08.2022 31.08.2021
T€ T€
Fahrzeughandel 269.451 294.695
Teile 98.844 80.126
Kundendienst 10.743 9.893
Sonstige 494 441
379.532 385.155

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beträgt T€ 73 für Abschlussprüfungsleistungen für die Prüfung des Konzernabschlusses und die Prüfung der Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen, T€ 38 für Steuerberatungsleistungen sowie T€ 0 für sonstige Leistungen.

Das der Körperschaft- und Gewerbesteuer zu unterwerfende zu versteuernde Einkommen erhöht sich infolge von Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz (T€ 637) sowie steuerlich nicht abzugsfähiger Betriebsausgaben einschließlich Steuern (T€ 2.188). Diese Effekte sind bei der Analyse der Steuerquote zu berücksichtigen.

2.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt T€ 3.625. Darüber hinaus bestehen Rücknahmeverpflichtungen aus Fahrzeuggeschäften in Höhe von T€ 113.653.

2.4. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des Konzerns ist derivativ aus Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter Verwendung zusätzlicher Informationen abgeleitet worden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt. Der Finanzmittelfonds umfasst nur den Bestand an kurzfristig zur Verfügung stehenden Zahlungsmitteln und täglich fälligen Sichteinlagen bei Kreditinstituten. Die Überleitung zu den entsprechenden Bilanzposten ergibt sich wie folgt:

31.08.2022 31.08.2021
T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 73.342 - 61.190
- Darlehensverbindlichkeiten/Fahrzeugfinanzierungen/Zinsabgrenzung 73.341 61.189
= Kontokorrentverbindlichkeiten - 1 - 1
+ Kassenbestand / Guthaben bei Kreditinstituten 10.751 4.095
= Finanzmittelfonds 10.750 4.094

2.5. Eigenkapitalspiegel

Der Betrag, der am Stichtag zur Gewinnausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, ergibt sich in Höhe von T€ 23.183.

3. Konsolidierung

3.1. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen einbezogen:

Anteilsquote
Bleker Holding GmbH, Borken 100,00 %
Autohaus Bleker GmbH, Borken 100,00 %
Löwen Centrum Autohaus GmbH, Borken 100,00 %
Autohaus Twent GmbH, Münster 100,00 %
Activa Automobil-Service GmbH, Borken 100,00 %
Bleker Autoteile GmbH, Borken 100,00 %
MOVEO Automobile GmbH, Borken 100,00 %
Bleker Gruppe Verwaltung GmbH, Borken 100,00 %
Bleker Automobile GmbH, Borken 100,00 %

Die Bleker Automobile GmbH wurde zum 01.09.2019 erstmals konsolidiert.

3.2. Konsolidierungsgrundsätze

3.2.1. Kapitalkonsolidierung

Die von der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG an der Bleker Holding GmbH und der Bleker Gruppe Verwaltung GmbH gehaltenen Beteiligungen sowie die von der Bleker Holding GmbH an der Autohaus Bleker GmbH, der Löwen Centrum Autohaus GmbH, der Autohaus Twent GmbH, der Activa Automobil-Service GmbH, der MOVEO Automobile GmbH, der Bleker Autoteile GmbH und der Bleker Automobile GmbH gehaltenen Beteiligungen wurden mit dem Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Zugangs zum Konzern verrechnet.

3.2.2. Schuldenkonsolidierung

Die zwischen einbezogenen Unternehmen wechselseitig bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden gegeneinander aufgerechnet.

3.2.3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der zusammengefassten Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen und Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander verrechnet worden.

3.2.4. Eliminierung von Zwischengewinnen

Die in dem zusammengefassten Jahresabschluss ausgewiesenen Vorräte, soweit sie auf Lieferungen zwischen den in den konsolidierten Abschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, enthalten keine Zwischengewinne, die in analoger Anwendung des § 304 HGB zu eliminieren wären.

3.2.5. Einheitlichkeit der Bewertung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse sind nach einheitlichen Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

4. Sonstige Angaben

Die Geschäftsführung der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen der Bleker-Gruppe besteht aus folgenden Personen:

 

Bernhard Bleker, Borken, Lackiermeister

 

Hermann Bleker, Borken, Kfz-Meister

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird bzgl. der Angabe der Bezüge von Geschäftsführern (§ 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB) sowie früherer Geschäftsführer (§ 314 Abs. 1 Nr. 6b HGB) Gebrauch gemacht.

Die Bleker-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 727 Mitarbeiter (Vorjahr: 698 Mitarbeiter). Davon entfallen auf kaufmännische Angestellte 369, auf gewerbliche Mitarbeiter 263 und auf Teilzeitkräfte 95.

Der Konzernabschluss der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG hat befreiende Wirkung im Sinne von § 264b Nr. 3 bzw. § 264 Abs. 3 HGB für den Jahresabschluss der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG sowie für die Tochterunternehmen Bleker Holding GmbH, Borken, Löwen Centrum Autohaus GmbH, Borken, Autohaus Twent GmbH, Münster, Bleker Autoteile GmbH, Borken, Autohaus Bleker GmbH, Borken, Activa Automobil-Service GmbH, Borken, Bleker Gruppe Verwaltung GmbH, Borken, MOVEO Automobile GmbH, Borken und Bleker Automobile GmbH, Borken.

 

Borken, 23. Dezember 2022

Die Geschäftsführung:

gez. Bernhard Bleker

gez. Hermann Bleker

Anlagenspiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Wert Z =Zugänge Wert
01.09.2021 U =Umbuchungen Abgänge 31.08.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software/ Kundenstamm 1.682.440,87 Z 446.627,37
0,00 2.129.068,24
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 43.799.413,16 Z 6.391.299,72
U 1.082.633,95 16.414,78 51.256.932,05
Technische Anlagen und Maschinen 1.494.562,62 Z 189.250,37
6.094,50 1.677.718,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.137.558,71 Z 1.030.340,09
U 13.097,15 179.582,16 6.001.413,79
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.095.731,10 Z 59.868,83
U -1.095.731,10 0,00 59.868,83
51.527.265,59 Z 7.670.759,01
U 0,00 202.091,44 58.995.933,16
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 234.000,00 Z 0,00
33.000,00 201.000,00
234.000,00 Z 0,00
0,00 33.000,00 201.000,00
Gesamt 53.443.706,46 Z 8.117.386,38
U 0,00 235.091,44 61.326.001,40
kumulierte Abschreibungen
Wert Abgänge Wert
01.09.2021 Zugänge U=Umbuchungen 31.08.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software/ Kundenstamm 913.299,82 312.122,88
0,00 1.225.422,70
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 10.347.130,04 1.314.571,63
13.604,77 11.648.096,90
Technische Anlagen und Maschinen 362.274,31 135.034,27 U -9.309,69
1.527,64 486.471,25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.308.266,09 804.200,14 U -32.079,31
179.582,16 2.900.804,76
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
0,00 0,00
13.017.670,44 2.253.806,04 U -41.389,00
194.714,57 15.035.372,91
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00
0,00 0,00
0,00 0,00
Gesamt 13.930.970,26 2.565.928,92 U -41.389,00
194.714,57 16.260.795,61
Nettowerte
Buchwert Buchwert
31.08.2022 Vorjahr
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software/ Kundenstamm
903.645,54 769.141,05
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 39.608.835,15 33.452.283,12
Technische Anlagen und Maschinen 1.191.247,24 1.132.288,31
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.100.609,03 2.829.292,62
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.868,83 1.095.731,10
43.960.560,25 38.509.595,15
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen
201.000,00 234.000,00
201.000,00 234.000,00
Gesamt
45.065.205,79 39.512.736,20

Verbindlichkeitenspiegel

davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 73.342.463,24 49.453.227,72 23.889.235,52 10.686.103,09
(Vorjahr) (61.189.796,67) (41.710.585,99) (19.479.210,68) (8.533.200,81)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.415.476,77 24.415.476,77 0,00 0,00
(Vorjahr) (15.852.297,26) (15.852.297,26) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 6.068.336,73 6.068.336,73 0,00 0,00
(Vorjahr) (7.257.702,47) (7.257.702,47) (0,00) (0,00)
103.826.276,74 79.937.041,22 23.889.235,52 10.686.103,09
(Vorjahr) (84.299.796,40) (64.820.585,72) (19.479.210,68) (8.533.200,81)
gesicherte Beträge Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 73.342.463,24 Grundschulden, Bürgschaften, Sicherungsübereignungen
(Vorjahr) (61.189.796,67) Forderungsabtretungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00
(Vorjahr) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00
(Vorjahr) (0,00)
73.342.463,24
(Vorjahr) (61.189.796,67)

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.09.2021 bis zum 31.08.2022

der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG, Borken

01.09.2021-31.08.2022 01.09.2020-31.08.2021
1. Periodenergebnis 4.199.850 2.022.084
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.524.540 2.442.380
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.850.107 1.319.696
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 0
5. -/+ Zunahme/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -11.816.093 3.100.552
6. +/- Zunahme /Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 11.245.741 -1.648.289
6. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegen- ständen des Anlagevermögens 6.877 -4.944
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.417.841 1.344.138
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.948.089 957.067
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -3.108.423 -1.345.201
11. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 10) 8.268.529 8.187.483
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -446.627 -185.330
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 500 17.310
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7.670.759 -4.679.119
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 33.000 56.576
16. + Erhaltene Zinsen 4.286 41.821
17. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 12 bis 16) -8.079.600 -4.748.742
18. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 363.440 0
19. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -857.198 -587.724
20. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 10.580.000 2.036.000
21. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -2.344.897 -1.788.813
22. - Gezahlte Zinsen -1.275.020 -1.291.116
23. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 18 bis 22) 6.466.325 -1.631.653
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 11, 17, 23) 6.655.254 1.807.088
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 4.094.478 2.287.390
25. +
26. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode (Summe aus 24 bis 25) 10.749.732 4.094.478

Zur Ermittlung des Finanzmittelbestandes siehe Konzernanhang 2.4.

Eigenkapitalspiegel der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG, Borken zum 31.08.2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Kapitalrücklage gemäß Gesellschaftsvertrag Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 01.09.2020 1.117.576 10.222.013 7.988.230 0 19.327.819
Grundschrift auf Gesellschafterkonten im Eigenkapital, saldiert mit Entnahmen -58.976 0 0 0 -58.976
Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 1.550.314 1.550.314
Stand am 31.08.2021 1.058.600 10.222.013 7.988.230 1.550.314 20.819.157
Einstellung Jahresergebnis 0 0 1.550.314 -1.550.314 0
Stand am 01.09.2021 1.058.600 10.222.013 9.538.544 0 20.819.157
Gutschrft auf Gesellschaftenkonten im Eigenkapital, saldiert mit Entnahmen -45.453 0 0 0 -45.453
Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 3.804.004 3.804.004
Stand am 31.08.2022 1.013.147 10.222.013 9.538.544 3.804.004 24.577.708
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile von Eigenkapitaldifferenz aus Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
Stand am 01.09.2020 0 0 0 19.327.819
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Eigenkapital, saldiert mit Entnahmen 0 0 0 -58.976
Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 1.550.314
Stand am 31.08.2021 0 0 0 20.819.157
Einstellung Jahresergebnis 0 0 0 0
Stand am 01.09.2021 0 0 0 20.819.157
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Eigenkapital, saldiert mit Entnahmen 0 0 0 -45.453
Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 3.804.004
Stand am 31.08.2022 0 0 0 24.577.708

Angabe zur Feststellung:

Der Konzernabschluss zum 31.08.2022 wurde am 10.01.2023 gebilligt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.08.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Eigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.09.2021 - 31.08.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bleker-Gruppe GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01.09.2021 - 31.08.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.08.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.09.2021- 31.08.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ahaus, 23.12.2022

RWST Wirtschaftsberatung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Scherer, Wirtschaftsprüfer

gez. Richter, Wirtschaftsprüfer

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