Wismar Pellets GmbHLiquidiert

Am Torney 2A, 23970 Wismar, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 12459
Eingetragen
19.2.2016
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzHerstellung von Paletten und anderen Ladungsträgern aus HolzGroßhandel mit sonstigen Holzhalbwaren sowie Bauelementen aus Holz
Gegenstand
Die Herstellung und der Groß- und Einzelhandelsvertrieb von Holzpellets aus Sägeresthölzern, Waldholz und Hobelspänen sowie sonstiger auf der Verarbeitung von Holz basierender Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Vette
seit 13.8.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Steffen Hildebrandt
seit 7.8.2018
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wismar Pellets GmbH

Wismar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wismar Pellets GmbH, Wismar

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Wismar Pellets GmbH, Wismar - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wismar Pellets GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 6. Juli 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sartori, Wirtschaftsprüferin

gez. Blohm, Wirtschaftsprüfer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.956 73.531
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.317.807 3.448.454
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.714.506 8.191.594
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.446.908 1.584.810
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.085.213 13.564.434 311.185 13.536.043
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 705.966 705.966
2. Beteiligungen 1.566.709 2.272.675 1.566.709 2.272.675
15.894.065 15.882.249
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.701.568 2.462.697
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.347.643 14.049.211 2.667.483 5.130.180
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.178.756 931.824
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.229.282 441.451
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.248.543 6.656.581 842.306 2.215.581
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.413.681 1.857.394
25.119.473 9.203.155
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 36.405 30.027
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 21.764.658 26.216.409
62.814.601 51.331.840

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Verlustvortrag -26.241.410 -19.968.045
III. Jahresüberschuss /-fehlbetrag 4.451.752 -6.273.364
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 21.764.658 26.216.409
0 0
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 642.700 0
2. Sonstige Rückstellungen 2.810.480 3.453.180 2.780.401 2.780.401
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 701.000 993.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.591.141 3.494.782
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 25.515.740 23.331.502
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92.642 14.876
5. Sonstige Verbindlichkeiten 23.460.898 20.717.279
- davon aus Steuern: EUR 0 (Vj.: EUR 29.836)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 18.103 (Vj.: EUR 3.539)
59.361.421 48.551.439
62.814.601 51.331.840

Gewinn- und Verlustrechnung

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 70.260.293 40.004.144
2. Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 5.680.159 -3.922.967
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0 141.827
4. Sonstige betriebliche Erträge 634.138 2.092.743
76.574.590 38.315.747
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 46.141.404 21.481.242
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.516.677 50.658.081 3.108.722 24.589.964
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.157.444 2.448.648
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 668.811 647.445
- davon für Altersversorgung: EUR 0 (Vj.: EUR 0) 3.826.255 3.096.093
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.519.497 1.449.994
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.423.117 11.288.224
- davon aus Fremdwährungsumrechnung EUR 2.222.223 (Vj.: EUR 1.937.133)
9. Erträge aus Beteiligungen 168.525 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 129 976
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.077.153 4.067.658
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.530.537 (Vj.: EUR 1.431.815) 4.077.024 -4.066.682
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 687.148 0
13. Ergebnis nach Steuern 4.551.992 -6.175.210
14. Sonstige Steuern 100.241 98.154
15. Jahresüberschuss-/fehlbetrag 4.451.752 -6.273.364

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttoanlagespiegel)

Wismar Pellets GmbH, Wismar

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 (Gesamt) Zugänge + (Geschäftsjahr) Umbuchungen +/- (Geschäftsjahr) Abgänge - (Geschäftsjahr) Stand 31.12.2022 (Gesamt)
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 284.519,79 0,00 0,00 0,00 284.519,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 4.341.649,41 14.005,94 0,00 0,00 4.355.655,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.986.268,06 583.762,98 23.838,60 0,00 16.593.869,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.431.650,03 135.676,22 0,00 0,00 2.567.326,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 311.184,25 797.867,47 -23.838,60 0,00 1.085.213,12
23.070.751,75 1.531.312,61 0,00 0,00 24.602.064,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 705.966,25 0,00 0,00 0,00 705.966,25
2. Beteiligungen 1.566.708,72 0,00 0,00 0,00 1.566.708,72
2.272.674,97 0,00 0,00 0,00 2.272.674,97
25.627.946,51 1.531.312,61 0,00 0,00 27.159.259,12
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 (Gesamt) Abschreibungen des Geschäftsjahres (Zugänge) + (Geschäftsjahr) Änderungen der gesamten Abschreibungen iZm Abgänge - (Geschäftsjahr) Stand 31.12.2022 (Gesamt)
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.988,34 16.575,74 0,00 227.564,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 893.195,30 144.653,30 0,00 1.037.848,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.794.673,81 1.084.690,25 0,00 8.879.364,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 846.840,22 273.578,01 0,00 1.120.418,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.534.709,33 1.502.921,56 0,00 11.037.630,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
9.745.697,67 1.519.497,30 0,00 11.265.194,97
Restbuchwerte
Stand 31.12.2022 (Buchwert) Stand 31.12.2021 (Buchwert)
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.955,71 73.531,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 3.317.806,75 3.448.454,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.714.505,58 8.191.594,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.446.908,02 1.584.809,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.085.213,12 311.184,25
13.564.433,47 13.536.042,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 705.966,25 705.966,25
2. Beteiligungen 1.566.708,72 1.566.708,72
2.272.674,97 2.272.674,97
15.894.064,15 15.882.248,84

Anhang zum 31. Dezember 2022

I. Allgemeines

Die Wismar Pellets GmbH, Wismar, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Schwerin unter der Nummer HRB 12459 registriert.

Der Jahresabschluss der Wismar Pellets GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 21.765 (Vorjahr TEUR 26.216) aus. Die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden erfolgt gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass keine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit besteht, da die Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 operativ Gewinne erwartet und ausreichend Liquidität zur Verfügung steht. Eine Überschuldung im Sinne von § 19 InsO liegt nicht vor, weil die Fortführung des Unternehmens überwiegend wahrscheinlich ist und im Übrigen der Gesellschafter einen qualifizierten Rangrücktritt über Forderungen inkl. Zinsen von TEUR 25.516 erklärt hat. Darüber hinaus wird auf den Abschnitt "VI Ereignisse nach dem Stichtag" verwiesen.

Zum 31. Dezember 2022 wurden Änderungen in der Bewertung von Vorräten vorgenommen. In Vorjahren wurden fertige Erzeugnisse zum Stichtag mit ihrem voraussichtlichen Marktpreis (Verkaufspreis) abzüglich noch anfallender Kosten für den Verkauf bewertet (retrograde Bewertung). Aufgrund der im Berichtsjahr stark schwankenden und stark gestiegenen Verkaufspreise, die teilweise deutlich über den ermittelten Herstellungskosten lagen, wurde nun eine Bewertung zu Herstellungskosten vorgenommen. Die fertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Dabei enthalten die Herstellungskosten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Die Bewertungsänderung führt insgesamt zu einer niedrigeren Bewertung der fertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 1.333 sowie einer entsprechend geringeren Bestandserhöhung. Im Übrigen verweisen wir auf die allgemeinen Angaben zur Bilanzierung und Bewertung.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und bei einem dauerhaft niedrigeren Wert auch vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und 3 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 S. 2 HGB nicht in Anspruch und aktiviert keine Fremdkapitalzinsen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig oder pro-rata-temporis. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für die wesentlichen Anlagenklassen und Vermögensgegenstände kamen die folgenden Nutzungsdauern zur Anwendung:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 2 - 10 Jahre
Geschäfts- und Betriebsbauten: 24 - 28 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 8 - 15 Jahre
Maschinen und Anlagen: 5 - 30 Jahre

Bei beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens mit geringem Wert (früher GWG) wurde unter anderem wie folgt verfahren. Zugänge mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 150,00 wurden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand verbucht (Sofortabschreibung). Zugänge mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wurden in einem Sammelposten aktiviert und entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften mit 20% pro Jahr abgeschrieben. Ein Einzelnachweis für die im Sammelposten enthaltenen Vermögensgegenstände wird geführt.

Bereits im Geschäftsjahr 2018 waren zur Verbesserung der Liquidität der Gesellschaft Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Rahmen von Sale-and-lease-back Geschäften veräußert und zurück gemietet. Ein Abgang und somit eine Erfolgsrealisation war, trotz der Übertragung des rechtlichen Eigentums an den veräußerten Vermögensgegenständen, damit nicht verbunden, da die wesentlichen Elemente des wirtschaftlichen Eigentums an den Vermögensgegenständen bei Wismar Pellets verbleiben. Diese werden weiterhin zu den ursprünglichen bzw. fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz ausgewiesen. Ferner werden die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des gemilderten Niederwertprinzips. Danach werden bei dauerhafter Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die fertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich zu Herstellungskosten bewertet. Dabei enthalten die Herstellungskosten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden die Anschaffungskosten nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht einbezogen worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechend pauschalwertberichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Zum Bilanzstichtag liegen bis auf steuerliche Verlustvorträge keine Steuerlatenzen vor, auf deren Aktivierung verzichtet wurde. Der zugrunde liegende Steuersatz beträgt rd. 32%.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen bleiben dabei aufgrund der Kurzfristigkeit sämtlicher Rückstellungen unberücksichtigt. Vom Abzinsungswahlrecht bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger wird kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährung in Euro

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) unter Einhaltung des Niederstwert- bzw. Höchstwertprinzips angesetzt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen eine Vorauszahlung von Stromkosten in Höhe von TEUR 2.231, Forderungen aus der Erstattung von Stromsteuer in Höhe von TEUR 156, Kautionen in Höhe von TEUR 29 und aus Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 755 ausgewiesen.

Die Restlaufzeiten sämtlicher Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr.

Es bestehen Guthaben aus Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 4.414.

Der Posten aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Vorauszahlungen für Sachversicherungen in Höhe von 5 TEUR, Vorauszahlungen für IT-Dienstleistungen in Höhe von TEUR 23, Vorauszahlung für eine Betriebsmittelprüfung von TEUR 3, Vorauszahlungen für Gebühren sowie sonstige Steuern in Höhe von TEUR 2.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind in Höhe von TEUR 138 Rückstellungen für erwartete Eingangsrechnungen aus Bestellungen von Transportdienstleistungen, Handelswaren und Rohstofflieferungen, in Höhe von TEUR 2.292 für erwartete Verpflichtungen gegenüber der Deutschen Emissionshandelsstelle, in Höhe von TEUR 211 für Personalaufwendungen, in Höhe von TEUR 33 für Beiträge und Gebühren, in Höhe von TEUR 12 für Rechts- und Beratungskosten, in Höhe von TEUR 2 für Kosten der Aufbewahrung von Unterlagen, sowie in Höhe von TEUR 110 für Kosten der Erstellung von Steuererklärungen, der Prüfung des Jahresabschlusses und Veröffentlichung im Unternehmensregister enthalten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Verbindlichkeitenspiegel

davon
Restlaufzeiten bis 1 Jahr Restlaufzeiten > 1 Jahr Restlaufzeiten > 5 Jahre Summe
EUR EUR EUR EUR
Posten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 308.000,42 393.000,00 0,00 701.000,42
Vj 300.000,00 693.000,00 0,00 993.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.591.141,06 0,00 0,00 9.591.141,06
Vj 3.494.782,44 0,00 0,00 3.494.782,44
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 25.515.740,37 0,00 25.515.740,37
Vj 0,00 23.331.501,99 0,00 23.331.501,99
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92.641,87 0,00 0,00 92.641,87
Vj 14.876,33 0,00 0,00 14.876,33
Sonstige Verbindlichkeiten 6.077.987,10 17.382.909,66 0,00 23.460.896,76
Vj 5.185.676,64 15.531.602,11 0,00 20.717.278,75
Gesamt 16.069.770,45 43.291.650,03 0,00 59.361.420,48
Vj 8.995.335,41 39.556.104,10 0,00 48.551.439,51

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 22.677.897,56 (Vj. EUR 19.641.358,82). Das betrifft in Höhe von EUR 17.245.151,21 (Vj. EUR 14.944.201,84) die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingverpflichtungen aus dem Sale-and-lease-back von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Für diese Vermögensgegenstände des Anlagevermögens befindet sich das rechtliche Eigentum beim Leasinggeber und wirkt wie eine Sicherungsübereignung.

In Höhe von EUR 5.432.764,35 (Vj. EUR 4.697.156,98) resultieren die sonstigen Verbindlichkeiten aus Warenbestandsfinanzierung. Für diese Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens befindet sich das rechtliche Eigentum beim Darlehensgeber und wirkt wie eine Sicherungsübereignung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr vollständig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

IV Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind nach Regionen wie folgt realisiert worden:

Region Geschäftsjahr
TEUR
1. Deutschland 33.089
2. Dänemark 25.772
3. Belgien 2.185
4. Zypern 40
5. Tschechien 439
6. Frankreich 4.480
7. Italien 3.366
8. Niederlande 743
9. Polen 146
Summe der Umsätze 70.260

Die Umsatzerlöse setzten sich zusammen aus TEUR 15.868 (Vj. TEUR 9.575) für Handelsware, TEUR 53.711 (Vj. TEUR 28.805) für Pellets, TEUR 123 (Vj. TEUR 288) für Tierstreu und TEUR 558 (Vj. TEUR 1.366) aus sonstigen Umsatzerlösen.

2. Währungsergebnis

In den betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 11.423 (Vorjahr TEUR 11.288), sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.222 (Vorjahr TEUR 1.937) enthalten.

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.077 sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus einem Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.530 (Vorjahr TEUR 1.431) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von EUR 6.531.599,71 stellt sich nach Restlaufzeiten wie folgt dar:

2023 2024-2026 2027 ff.
EUR EUR EUR
Miet- und Leasingaufwand 1.804.732,55 4.726.867,16 0,00

Im Jahresdurchschnitt waren 55 gewerbliche Arbeitnehmer und 18 Angestellte beschäftigt.

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Michael Hessing, Gräfelfing, Geschäftsführer.

Hinsichtlich der Angaben zu den Organbezügen wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen sind, lagen nicht vor.

Das für das Geschäftsjahr berechnete Abschlussprüferhonorar betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 23.

Der Anteilsbesitz der Wismar Pellets GmbH stellt sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:

Kapitalgesellschaften Anteil am Kapital in % Eigenkapital in TEUR Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 in TEUR
German Pellets Denmark aps, Farup, Dänemark 100,00 - 114,79 -53,16 1)
Best Pellets Handelsgemeinschaft GmbH, Karlsruhe 67,41 1.366,34 130,10 1)
Bioenergie Wismar GmbH, Wismar 10,10 2.135,4 -37,6

1) Es lag noch kein genehmigter Jahresabschluss der Gesellschaft vor.

Das Eigenkapital und das Jahresergebnis der ausländischen Nicht-Eurogesellschaft enthält die durch die Währungsumrechnung entstandenen Differenzen.

Die Gesellschaft hat einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2022 aufgestellt.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Ergebnisse nach dem Stichtag

Nach dem Bilanzstichtag, am 27. März 2023, kam es im Wismarer Werk zu einem Brand, der zwei der vier Bandtrockner beschädigt hat. Der Feuerschaden reduziert die Produktionskapazität für wenige Monate der Reparaturarbeiten bzw. der durchzuführenden Ersatzinvestitionen. Auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 und den Wert des Anlagevermögens am Standort wird dies keinen nennenswerten Einfluss haben, da sowohl der Sachschaden als auch der Betriebsunterbrechungsschaden vollumfänglich versichert sind und somit auch die Liquidität insgesamt nicht beeinträchtigt wird.

Des Weiteren sind Anfang 2023 die Verhandlungen mit Investoren aus der Energieindustrie über den Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der Wismar Pellets GmbH erfolgreich zum Abschluss gebracht worden. Der Eigentumsübergang erfolgte am 26. April 2023 und die Gesellschaft ist somit zu einem integralen und Haupt-Bestandteil des Pellet-/Biomassegeschäftes der Käuferin geworden. In diesem Zusammenhang wurden die gesamten USD-Schulden der Gesellschaft, die zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ca.

EUR 22,7 Mio. betrugen, vollständig durch Eigenkapital abgelöst.

 

Wismar, den 30. Mai 2023

Herr Michael Hessing, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Inhalt

1. Geschäftstätigkeit der Wismar Pellets GmbH

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Marktentwicklung

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Vermögenslage

Finanzlage

Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Chancen-/Risiken-Bericht

1. Geschäftstätigkeit der Wismar Pellets GmbH

Wismar Pellets ist einer der größten Hersteller und Anbieter von Holzpellets in Deutschland. Die Produktion findet am Standort in Wismar statt. Hergestellt werden Holzpellets in Premiumqualität EN plus A1 für den Wärmemarkt sowie Industriepellets für den Strommarkt. Die Holzpellets werden in einem B2B (Business to Business) Vertrieb primär auf dem deutschen Markt und benachbarten EU-Ländern abgesetzt. Kunden sind im Wesentlichen Gewerbekunden, Handel und Kraftwerke.

Für die am Standort befindliche Allspan German Horse Vertrieb GmbH & Co KG werden Tiereinstreuprodukte in Lohnfertigung produziert.

Für den Vertrieb in Dänemark unterhält Wismar Pellets eine eigene Vertriebsgesellschaft, die German Pellets Denmark Aps, an der sie 100 % der Geschäftsanteile hält.

Das Endkunden-Handelsgeschäft in Deutschland betreibt die Best Pellets Handelsgemeinschaft GmbH [Best Pellets], an der Wismar Pellets 67,4 % der Geschäftsanteile hält. Best Pellets ist mittlerweile einer der führenden Pellethändler in Deutschland und lieferte im abgelaufenen Geschäftsjahr 104.541 Tonnen (Vorjahr: 133.017 Tonnen) Pellets an ca. 20.000 Haushalte in Deutschland. Dabei betreibt Best Pellets eine eigene LKW Flotte und 4 Büro- und 6 Lagerstandorte.

Des Weiteren ist die Wismar Pellets GmbH zu 10,01 % an der Bioenergie Wismar GmbH beteiligt, der Projektgesellschaft, die im Seehafen Wismar ein Biomasseheizkraftwerk errichtet, das den Produktionsstandort ab Q2/2023 nachhaltig mit günstiger Wärme versorgen wird.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine, die hohe Inflation und die Folgen der Covid-19-Pandemie belasteten die europäische Wirtschaft im Berichtsjahr und wirkten sich demzufolge auf das erwartete BIP-Wachstum des Euroraums aus, dass gemäß OECD im Jahr 2022 nur 3,3 % betrug.

Wegen der hohen Inflation im gesamten Euroraum hat die Europäische Zentralbank (EZB) eine Kehrtwende in ihrer Geldpolitik eingeleitet und die Leitzinsen in mehreren Schritten um insgesamt 2,5 Prozentpunkte erhöht. Die Zinswende dürfte das Wirtschaftswachstum in Europa weiter dämpfen.

Wesentlicher Einflussfaktor für die Wirtschaft im Euroraum waren zudem die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft gegen Russland, die die Rohstoffpreise stark anstiegen ließen und die Konjunktur beeinträchtigte. Auch die Einfuhr von Pellets und Rohstoffen unterlagen den Sanktionen und beeinflussten das Geschäft der Gesellschaft erheblich. Geplante Rohstofflieferungen aus Russland mussten durch andere innereuropäische Lieferungen ersetzt werden.

Über allem spannte sich zusätzlich der Bogen der europäischen Energiekrise, deren Wirkung nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen Mitgliedstaaten spürbar war. Im Verlauf des Jahres 2022 stiegen die Energiepreise in Gesamteuropa stark an. Das Abflauen der Corona-Welle im Herbst 2021 begünstigte einen wirtschaftlichen Aufschwung und förderte so einen preistreibenden Anstieg der Nachfrage nach Energie. Zusätzlich zu dieser Entwicklung hat die geopolitische Unsicherheit auf der Angebotsseite eine preistreibende Verknappung ausgelöst. Trotz der zum Großteil bereits in der Vergangenheit abgesicherten Strompreise trafen die Preisverwerfungen an den Energiemärkten auch die Wismar Pellets GmbH.

Als Folge der Energiekrise stiegen jedoch auch die europäischen Pelletpreise sowohl im Strommarkt als auch im Wärmemarkt und erreichten mit einem Endverbraucherpreis (DEPV-Index) von ca. EUR 760 pro Tonne ein Allzeithoch im September 2022.

Aufgrund der Bemühungen zum Energiesparen, insbesondere im Bereich Heizen, und des milden Winterverlaufes kam es zu einer Reduktion des Brennstoffverbrauchs und damit auch der Pelletnachfrage.

Die Bundesregierung reagierte mit weitreichenden Maßnahmen zur Entlastung der Bürger und der Industrie. Neben der zeitweisen Absenkung der Umsatzsteuer auf Gas, die Verschiebung der Erhöhung des CO 2 -Preises für Heizöl, Erdgas und Kraftstoffe passte sie unter anderem das Wohngeld nach oben an und beschloss Heizkostenzuschüsse.

Für die Pelletindustrie als stromkostenintensive Industrie könnte sich in Abhängigkeit von der Entwicklung der Energiemärkte die Strompreisbremse auswirken. Nach dem Gesetz, das Ende Dezember 2022 vom Bundestag verabschiedet wurde, zahlen Industriekunden für 70 % des bisherigen Verbrauchs 0,13 € /kWh zuzüglich Steuern, Abgaben und Umlagen.

Neben den gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Veränderungen sind wichtige ordnungs- und klimapolitische Rahmenbedingungen für Wismar Pellets weiterhin das im November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG). Ziel des GEG ist ein möglichst sparsamer Einsatz von Energie in Gebäuden einschließlich einer zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom für den Gebäudebetrieb.

Marktentwicklung

Die Pelletindustrie bleibt weiterhin ein globaler Wachstumsmarkt.

Im Jahr 2021 wurden weltweit 41,326 (2020: 38,702) Mio t Pellet produziert, 9,4 % mehr als im Jahr zuvor. (Quelle: "Pellet Report 2022" Bioenergy Europe / European Pellet Council (EPC)). Die Zahlen für Russland, Weißrussland und die Ukraine sind in diesem Bericht nicht mehr enthalten. Im Vorjahr waren für die drei Länder zusammen noch rund 3,165 Mio t ausgewiesen worden, wovon 2,2 Mio t auf Russland, 519.000 t auf die Ukraine und 446.000 t auf Weißrussland entfielen.

Innerhalb der EU27 stieg die Produktion um 8,9 % auf 19,963 Mio t, danach folgt Nordamerika mit 13,113 Mio t. Die USA sind mit 9,313 (9,273) Mio t der größte Pelletproduzent, gefolgt von Kanada mit 3,800 (3,310) Mio t und Deutschland mit 3,355 (3,101) Mio t.

Für das Jahr 2021 hat der Report weltweit 1.230 (1.197) operativ tätige Pelletwerke erfasst (+ 2,8 % zum Vorjahr). Die Werke in Russland, Weißrussland und in der Ukraine sind nicht mehr berücksichtigt. Innerhalb der EU weist der Report 774 (753) operativ tätige Pelletwerke aus, in Nordamerika wurden 127 (130) Werke gezählt. Die Gesamtkapazität der erfassten Werke summiert sich auf weltweit 54,942 (52,185) Mio t, davon allein 27,613 (29,956) Mio t innerhalb Europas.

Der Pelletverbrauch steigt schneller als die Produktion. So weist der aktuelle Pellet Report für 2021 den Verbrauch von 46,643 (40,178) Mio t aus, was einem Anstieg um 6,465 Mio t bzw. 16,1 % entspricht. Mit Abstand größter Verbraucher ist weiterhin Europa, wo im Vorjahr 35,564 (31,212) Mio t bzw. 13,9 % mehr Pellets verbraucht worden sind als 2020. Davon entfielen wiederum 24,452 (20,697) Mio. t auf die EU27 (+18,1 %) und 11,112 (10,515) Mio. t auf die übrigen europäischen Länder (+5,7 %), wovon der Großteil auf die Kraftwerke in Großbritannien entfällt.

Auch in Deutschland wächst der Pelletmarkt weiter. Im Jahr 2022 wurden nach Angaben des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) über 120.000 Pellet-Heizungen und -Kaminöfen abgesetzt.

Für das Jahr 2023 sieht der DEPV den Heizungsmarkt im ersten Halbjahr durch die Vorjahresüberhänge noch einigermaßen ausgelastet. Beim Kesselabsatz geht der DEPV insgesamt von einem Rückgang von rd. 25 Prozent aus, während bei Pellet-Kaminöfen noch ein leichtes Wachstum erwartet wird. Insgesamt rechnet der Verband auch für das Jahr 2023 mit mehr als 100.000 neuen Pelletanlagen.

Die Pelletproduktion 2022 stieg in Deutschland um 6,4 Prozent auf ca. 3,570 Mio. t. Für das Jahr 2023 rechnet der Verband mit einer leichten Steigerung auf ca. 3,7 Mio.

Der Verbrauch stieg in Deutschland gemäß Angaben des DEPV auf 3,2 Mio. Tonnen. Aufgrund des hohen Zubaus an Pelletheizungen im Jahr 2022 geht der Verband für 2023 und auch für die Folgejahre von einer weiteren Steigerung des Verbrauchs aus.

Einen neuen Höchstwert erreichten auch die Pelletpreise. Die Rohstoff-, Transport- und Energiekostensteigerungen für Produzenten und Handel und die im Sommer zu verzeichnende Einlagerungshektik führte einer Preissteigerung mit einem Höchstpreis von 764 Euro pro Tonne im September 2022.

Geschäftsverlauf

Die wesentlichen Herausforderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Substitution geplanter Rohstoffeinkäufe aus Russland durch Lieferungen von anderen, vor allem deutschen und skandinavischen Lieferanten, die Aufrechterhaltung der Wärmeversorgung am Standort Wismar, um die Kapazitätsauslastung der Produktion sicher zu stellen sowie die Beschaffung von Holzpellets im Handelsgeschäft.

Im Laufe des Jahres 2022 wurden am Produktionsstandort Wismar die Maschinen und Anlagen weiter modernisiert, um die Stabilität der Produktion aufrecht zu erhalten. Es wurden insgesamt ca. EUR 1,531 Mio. investiert und für Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsaufwand EUR 1,314 Mio. ausgegeben.

Die Produktion lag, mit 192.775 Tonnen leicht unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 197.775 Tonnen), vor allem bedingt durch zusätzliche geplante Unterbrechungen, um die infrastrukturellen Voraussetzungen für den Anschluss des Wärmenetzes an das in Q2/2023 in Betrieb gehende Biomasseheizkraftwerk im Seehafen Wismar zu schaffen. Die Produktionskapazität wird sich dann auf jährlich ca. 260.000 Tonnen erhöhen.

Der Absatz der Gesellschaft reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich, da infolge des Ukraine-Konfliktes das Angebot an Handelsware insbesondere aus den von den Sanktionen betroffenen Ländern nicht kompensiert werden konnte. Insgesamt verkaufte Wismar Pellets 215.926 Tonnen Pellets und Tiereinstreuprodukte [Vorjahr: 300.092 Tonnen].

Alle drei zentralen finanziellen Leistungskennzahlen Absatz, Umsatz und EBITDA haben sich deutlich positiv entwickelt. Trotz der geringeren Verkaufsmenge konnte die Rohmarge im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der gestiegenen Absatzpreise deutlich erhöht werden. Die gestiegene Rohmarge schlug auf das operative Ergebnis der Gesellschaft (EBITDA) durch, welches daher bei TEUR 13.043 lag (Vorjahr: TEUR 1.279) und somit das geplante EBITDA von rd. TEUR 5.000 deutlich übertroffen wurde.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 haben sich die Umsatzerlöse preisbedingt auf TEUR 70.260 (Vorjahr TEUR 40.004) erhöht. Die geplanten Umsatzerlöse von ca. TEUR 60.000 wurde somit deutlich übertroffen.

2022 2021
TEUR % TEUR %
Erlöse Handelsware 15.868 22,6 9.575 16,2
Erlöse Pellets (Eigenproduktion) 53.711 76,4 28.805 79,6
Erlöse Tiereinstreu 123 0,1 288 0,8
Übrige 558 0,9 1.336 3,4
70.260 100 40.004 100,0

Diese signifikante Erhöhung des Umsatzes resultiert aus der Erhöhung der Absatzpreise, die durch die Energiekrise ausgelöst wurde und den Rückgang der Verkaufsmengen überkompensierte. Der durchschnittliche Verkaufspreis für lose DIN-Ware lag bei Wismar Pellets im B2B-Geschäft um EUR 222 pro Tonne höher als im Vorjahr.

Die Gesamtleistung des Geschäftsjahres beträgt TEUR 75.940 (Vorjahr: TEUR 36.223) und setzt sich aus den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 70.260 (Vorjahr: TEUR 40.004), den Bestandsveränderungen an fertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 5.680 (Vorjahr: TEUR -3.923) sowie den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 142) zusammen.

Der Gesamtleistung stehen Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 50.658 (Vorjahr: TEUR 24.590) gegenüber. Die Materialaufwandsquote in Bezug auf die Gesamtleistung war mit 66,7 % (Vorjahr: 67,9 %) relativ konstant.

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres enthielten im Wesentlichen einmalige Erträge aus einer Prämie für die Entwicklung des Projektes Biomasseheizkraftwerk in Wismar in Höhe von TEUR 1.482.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 3.826. (Vorjahr: TEUR 3.096). Der Anteil des Personalaufwandes an der Gesamtleistung betrug 5,0 % (Vorjahr: 8,5 %). Die gestiegenen Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr resultieren überwiegend aus Sonderzahlungen bzw. Lohnanpassungen an die Mitarbeiter und die Gewährung der Inflationsausgleichsprämie an alle Mitarbeiter in Höhe von 1.500 EUR sowie höheren Bonuszahlungen für das Management.

Im Berichtszeitraum bewegten sich die Stromkosten im abgelaufenen Geschäftsjahr am Produktionsstandort Wismar auf einem niedrigen Niveau, da der im Jahr 2016 abgeschlossene und im Jahr 2018 ergänzte Stromliefervertrag noch ca. 75% des Strombedarfs zu sehr günstigen Kosten absicherte. Dennoch war eine Erhöhung um TEUR 1.503 zu verzeichnen. Die gesamten Stromkosten betrugen am Produktionsstandort Wismar TEUR 4.032.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 1.519 (Vorjahr: TEUR 1.450).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtszeitraum TEUR 11.423 (Vorjahr: TEUR 11.288). Größte Positionen dabei sind: TEUR 4.614 (Vorjahr: TEUR 5.280) für Kosten der Warenabgabe, die im Wesentlichen Fracht- und Verpackungskosten beinhalten, TEUR 2.221 (Vorjahr: TEUR 615) für Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung, TEUR 916 (Vorjahr: TEUR 670) für Kosten der betrieblichen Fahrzeuge und TEUR 1.338 (Vorjahr TEUR 1.535) für Reparatur- und Instandhaltungskosten.

Der Zinsaufwand im Zusammenhang mit dem aufgenommenen Gesellschafterdarlehen, der Finanzierung von Investitionen in die Produktionsanlagen des Werks Wismar sowie der Warenbestandsfinanzierung und aus dem Sale-and-lease-back Geschäften des Anlagevermögens betrug TEUR 4.077 (Vorjahr: TEUR 4.067).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 687. Der Jahresüberschuss nach Abzug der Steuern beträgt TEUR 4.452 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 6.273).

Aus dem Jahresergebnis leitet sich das EBITDA wie folgt ab:

2022 2021
TEUR TEUR
Periodenergebnis 4.452 6.273
Abschreibungen 1.519 1.450
Finanzergebnis -4.077 -4.066
Zinsähnliche Aufwendungen - Verluste aus Kursdifferenzen zu Darlehen 2.221 1.937
Steuern (v. Einkommen u. Ertrag sowie sonstige Steuern) 787 98
EBITDA 13.043 1.279

Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:

31.12.2022 31.12.2021
Aktiva TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 15.894 25,3 15.883 30,9
Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.706 33,0 7.346 17,9
Flüssige Mittel 4.414 7,0 1.857 3,6
Rechnungsabgrenzungsposten 36 0,1 30 0,1
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 21.765 34,6 26.216 51,1
62.815 100,0 51.332 100,0
31.12.2022 31.12.2021
Passiva TEUR % TEUR %
Eigenkapital 0 0,0 0 0,0
Rückstellungen 3.453 5,9 2.780 4,7
Verbindlichkeiten 59.361 94,1 48.551 95,3
..... davon
Gesellschafterdarlehen 25.516 38,7 23.332 44,4
62.815 100,0 51.332 100,0

Das wirtschaftliche Eigenkapital (Gesellschafterdarlehen und nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 3.751 (Vorjahr: TEUR - 2.884).

Die Gesamtverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR % TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 701 1,9 993 2,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.591 18,7 3.494 7,2
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 25.516 41,1 23.332 48,1
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 92 0,1 15 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 23.461 38,2 20.717 42,7
59.361 100,0 48.551 100,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von insgesamt TEUR 701 resultieren in Höhe von TEUR 693 (Vorjahr: TEUR 993) aus der Ablösung von Grundschulden der Wismar Pellets GmbH zu Gunsten der Commerzbank.

Das Gesellschafterdarlehen (Saldo zum Stichtag TEUR 25.516; Vorjahr: TEUR 23.332) wurde im Wesentlichen zur Finanzierung von Anlage- und Umlaufvermögen im Zusammenhang mit der Übernahme des Werkes in Wismar im Jahr 2016 verwendet. Seitens des Darlehensgebers wurde ein zeitlich unbegrenzter Rangrücktritt erklärt, der sowohl den Nominalbetrag als auch die Zinsen umfasst. Das Darlehen ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und somit mittelfristig.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden in mehreren Schritten Maschinen und Anlagen im Rahmen eines Sale & Lease back refinanziert. Die Verbindlichkeiten zum Stichtag 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 17.245 (Vorjahr: TEUR 14.944) sind in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind weiterhin Verbindlichkeiten aus Warenbestandsfinanzierungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.433 (Vorjahr: TEUR 4.697) enthalten.

Finanzlage

Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 4.414.

Die Entwicklung der Liquidität verdeutlicht folgende Kapitalflussrechnung:

2022 2021
TEUR TEUR
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 6.422 1.410
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.472 169
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.393 -1.045
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.556 534
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.857 1.323
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.414 1.857

Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltige Rohstoffversorgung und -Beschaffung

Nachhaltigkeit ist ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl der Rohstoffe und Rohstofflieferanten. Wismar Pellets legt großen Wert auf die Herkunft der Rohstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft und verlangt von seinen Lieferanten, dass die Rohstoffe aus Forstbetrieben stammen, die entsprechend den sozialen, ökologischen und ökonomischen Grundsätzen der Nachhaltigkeit bewirtschaftet werden. Interne Kontrollprozesse, die hohen Standards unterliegen, stellen eine nachhaltige Rohstoffversorgung sicher. Dazu gehören eine lückenlose Dokumentation über Herkunft, Lieferanten und Volumina sowie Risikobewertung. Wismar Pellets ist am Standort Wismar PEFC (Program for the Endorsement of Forest Certification Schemes), FSC (Forest Stewardship Council) und SBP (Sustainable Biomass Partnership) zertifiziert.

Sozialbericht

Wismar Pellets beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 73 Mitarbeiter, davon 55 gewerbliche Mitarbeiter und 18 Angestellte.

Wismar Pellets legt hohen Wert auf qualifiziertes und kompetentes Personal und schult seine Mitarbeiter durch interne und externe Referenten insbesondere im Bereich der Arbeitssicherheit. Dies betrifft Arbeitnehmer in den Produktions- und Lagerstätten sowie Kraftfahrer.

Die Covid-19 Pandemie hatte aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen über das ganze Jahr 2022 hinweg einen höheren Krankenstand zur Folge, der jedoch keinen nennenswerten Einfluss auf die betrieblichen Abläufe der Gesellschaft hatte.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Das Geschäft der Wismar Pellets Gruppe wird im Jahre 2023 weiterhin den Auswirkungen der durch den Krieg gegen die Ukraine ausgelösten veränderten geopolitischen und inflationären Situation ausgesetzt sein.

Die Stromkosten am Standort Wismar werden sich weiter erhöhen, auch wenn sich die an der Strombörse Leipzig bildenden German Power Futures aktuell ungefähr auf dem Niveau der Strompreisbremse einpendeln. Die Rohstoffkosten werden sich in allen Segmenten voraussichtlich erst langsam normalisieren. Da davon auszugehen ist, dass die Pelletpreise im Wärmemarkt zumindest in Q1 /2023 aufgrund der gut gefüllten Lager, der fehlende Nachfrage und des milden Winters deutlich sinken, werden diese Einflussfaktoren die Rohmarge zu Beginn des Geschäftsjahres zunächst belasten.

Auch im Industriebereich ist von sinkenden Pelletpreisen auszugehen, da aufgrund der Förderschemata, denen die Stromproduzenten unterliegen, insbesondere in UK, der Einsatz von Kohle in den Co-Firing Anlagen vorübergehend wirtschaftlicher ist. Dies wird sich infolge der bereits gesunkenen Strompreise im Laufe des Jahres voraussichtlich wieder ändern.

Für die zweite Jahreshälfte und vor Beginn der Heizperiode ist es wahrscheinlich, dass der aufgrund des Marktwachstums und des durch die Sanktionen gegen Russland und Belarus verursachte Nachfrageüberhang die Preise wieder ansteigen lässt.

Das Geschäftsjahr 2023 wird zudem geprägt sein durch die Inbetriebnahme des Biomasseheizkraftwerks (BMHKW) im Seehafen Wismar, die für Ende Q2 2023 geplant ist. Damit wird die Produktion in Wismar mit zusätzlicher Wärme versorgt, die die Produktionskapazität am Standort Wismar erhöhen wird. Des Weiteren werden in Q3 2023 auch die infrastrukturellen Maßnahmen abgeschlossen sein, um einen Wärmekunden im Holzcluster mit Wärme zu versorgen und so eine weitere Einnahmenquelle zu erschließen, die nur unwesentlich von der Volatilität der Pellet- bzw. Rohstoffmärkte betroffen ist.

Nach dem Bilanzstichtag, am 27. März, kam es im Wismarer Werk zu einem Brand, der zwei der vier Bandtrockner beschädigt hat. Der Feuerschaden reduziert die Produktionskapazität für wenige Monate der Reparaturarbeiten bzw. der durchzuführenden Ersatzinvestitionen. Auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 und den Wert des Anlagevermögens am Standort wird dies keinen nennenswerten Einfluss haben, da sowohl der Sachschaden als auch der Betriebsunterbrechungsschaden vollumfänglich versichert ist und somit auch die Liquidität insgesamt nicht beeinträchtigt wird.

Insgesamt geht das Management davon aus, dass infolge der verbesserten Verfügbarkeit von Pellets im Handelsgeschäft und trotz der vorübergehenden Produktionseinschränkung Absatz und Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 moderat unter dem Vorjahr liegen werden, aber die Gesellschaft ein Ergebnis (EBITDA) erzielen wird, das zwar nicht an die Profitabilität des Vorjahres reicht, jedoch deutlich über den Jahren zuvor liegt.

Chancen-/Risiken-Bericht

Das Management sieht im Absatzmarkt für Holzpellets weiterhin einen nachhaltigen Wachstumsmarkt. Die hohe Akzeptanz sowie die unverändert hohe Nachfrage nach erneuerbaren Energien bieten weiterhin gute Entwicklungsperspektiven. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise ist von einer Beibehaltung der ambitionierten Klimaziele im Wärmemarkt auszugehen.

Die Sicherstellung der Rohstoffversorgung zu akzeptablen Rohstoffkosten wird für das kommende Geschäftsjahr ein Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten. Aufgrund der langfristigen Lieferbeziehung mit einem lokalen Sägewerk sowie der Kooperation mit einem weiteren benachbarten Holzverarbeitungs-unternehmen ist dies jedoch ein beherrschbares Risiko.

Zur Vermeidung von technischen Risiken mit der Folge von Produktionsstillständen, Umsatzeinbußen und Kosten wird Wismar Pellets im Jahr 2023 eine besonders umfangreiche Werksrevision durchführen und dabei zwei Kessel im Heizwerk austauschen sowie die Brennstoffbeschickung erneuern.

Die Liquidität der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ist gesichert. Die Zinsen auf Gesellschafterdarlehen werden weiterhin kapitalisiert und Zahlungen zur Rückführung des Gesellschafterdarlehens sind nicht vorgesehen. Der Kapitaldienst aller Finanzverbindlichkeiten wird planmäßig bedient. Zusätzlich hat Wismar Pellets weitere Finanzierungslinien für die anstehenden Infrastrukturmaßnahmen. Des Weiteren sind Anfang 2023 die Verhandlungen mit Investoren aus der Energieindustrie über den Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der Wismar Pellets GmbH erfolgreich zum Abschluss gebracht worden. Der Eigentumsübergang erfolgte am 4. Mai 2023 und die Gesellschaft ist somit zu einem integralen und Haupt-Bestandteil des Pellet-/Biomassegeschäftes der Käuferin geworden. In diesem Zusammenhang wurden die gesamten USD-Schulden der Gesellschaft, die zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ca. EUR 22,7 Mio. betrugen, vollständig durch Eigenkapital abgelöst.

Aus Sicht der Geschäftsführung sind derzeit bestandsgefährdende Risiken weder vorhanden noch erkennbar.

 

Wismar, den 30. Mai 2023

Wismar Pellets GmbH

Michael Hessing, Geschäftsführer

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