Direl GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Johannes Tallafuß seit 5.1.2026 | Prokura |
Wiebke, geb. Schumann Rumpf seit 24.11.2025 | Geschäftsführer |
Markus Valentin seit 11.3.2025 | Prokura |
Emanuela Speranza seit 5.1.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dunkermotoren GmbHBonndorf im SchwarzwaldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dunkermotoren GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dunkermotoren GmbH, Bonndorf im Schwarzwald - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dunkermotoren GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt VI des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach §289f Abs.4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögens-schädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, 28. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Nietzer, Wirtschaftsprüfer Sahin, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss der Dunkermotoren GmbH, Bonndorf, wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG in EUR aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Dunkermotoren GmbH mit Sitz in Bonndorf im Schwarzwald im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 705227 eingetragen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibung liegt in der Regel eine Nutzungsdauer von 3-5 Jahren zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Im Geschäftsjahr wurden jedoch keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände i.S.d. §248 Abs.2 Satz 1 HGB wurden nicht aktiviert. Die im Rahmen der Verschmelzung der Dunkermotoren GmbH auf die ehemalige Dunkermotoren Holding GmbH, Bonndorf, im Geschäftsjahr 2010 angesetzten Kundenbeziehungen werden über 3 bis 14 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagenvermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden und Grundstückseinrichtungen 5 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 16 Jahre sowie bei anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 23 Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 bis einschließlich EUR 1.000 über die Poolabschreibung sofort abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zum gleitenden Durchschnitt oder zu niedrigeren Tagespreisen zuzüglich angemessener Anschaffungsnebenkosten am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gem. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, indem von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen wurden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Method") unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Darüber hinaus wurden der Rückstellungsermittlung folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:
Die Berechnung der Fluktuationsrate erfolgt mit altersabhängigen jährlichen Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Darüber hinaus bestehen Leistungszusagen betrieblicher Altersversorgung aus Versorgungskonten auf der Grundlage von arbeitnehmerfinanzierten Beiträgen, die in Kapitalbausteine umgewandelt und entsprechenden Versorgungskonten gutgeschrieben werden (Dunkermotoren Vorsorge Konto). Es handelt sich um eine versicherungsgebundene Versorgungszusage, die zum 31. Dezember 2023 gem. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherung bewertet wurde. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Soweit die zugrundeliegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält oder eine Rentenverpflichtung ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert mit einem Zinsfuß je nach geschätzter Inanspruchnahme zwischen 0,99 % und 1,18 % (Vj. zwischen 0,59 % und 0,96 %) angesetzt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (Vj. 2,5 %) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach dem ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Method") unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Sofern eine Verzinsung zu berücksichtigen war, wurde der Rechnungszins mit 1,03 % (Vj. 0,51 %) angesetzt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (Vj. 2,5 %) berücksichtigt. Der handelsrechtliche Ansatz gem. § 249 HGB erfolgte in Übereinstimmung mit IDW RS HFA 3. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Altersteilzeitverpflichtung entspricht dem von der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main, veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins, der sich wie im Vorjahr bei einer angenommenen Restlaufzeit von 7 Jahren ergibt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherung; Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen sind zum Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem Anhang beigefügt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen im Zuge der zum 2. Januar 2010 erfolgten Verschmelzung der Dunkermotoren GmbH auf die ehemalige Dunkermotoren Holding GmbH entstanden. Neben dem Geschäfts- und Firmenwert (in Höhe von TEUR 35.756) und den Markennamen "Dunkermotoren" (TEUR 6.900), die bereits abgeschrieben sind, wurden die Kundenbeziehungen (TEUR 34.200) sowie produktbezogenes Know-how und Entwicklungsleistungen (TEUR 8.653) als immaterielle Vermögensgegenstände angesetzt. Am 2. Februar 2015 wurden im Rahmen eines Asset Deals die Vermögensgegenstände der Dunkermotoren Linear Systems Ltd., Basildon, Großbritannien, an die Dunkermotoren GmbH übertragen. Der daraus entstandene Geschäft- und Firmenwert in Höhe von TEUR 1.502 (TGBP 1.873) wurde über 5 Jahre abgeschrieben. Für die Nutzung der Marke "Dunker" auf dem türkischen Markt wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Markenname in Höhe von TEUR 39 aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag ergeben sich Restbuchwerte in Höhe von TEUR 591 (Vj. TEUR 2.168) für übrige immaterielle Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen Kundenbeziehungen bzw. entgeltlich erworbene Software betreffen. Angaben zum Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.204 (Vj. TEUR 7.163) und sonstige Vermögensgegenstände (Darlehen) in Höhe von TEUR 80.440 (Vj. TEUR 79.440). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Latente Steuern Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit dem Organträger AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, ist die Dunkermotoren GmbH seit dem 1. Januar 2013 kein eigenständiges Steuerobjekt mehr und latente Steuern werden auf Ebene des Organträgers bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt der Unterschiedsbetrag bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB TEUR 471. Die Abführungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags nicht einschlägig. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung für die versicherungsgebundene Versorgungszusage (Dunkermotoren Vorsorge Konto):
Der Zeitwert der Vermögensgegenstände entspricht den Anschaffungskosten. Sonstige Rückstellungen
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung für Altersteilzeit:
Der Zeitwert der Vermögensgegenstände entspricht den Anschaffungskosten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.357 (Vj. TEUR 8.430) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 39.091 (Vj. TEUR 46.273). Letztere beinhalten Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.850 (Vj. 13.850) und Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 25.206 (Vj. TEUR 32.423). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Gesellschafter TEUR 39.081 (Vj. TEUR 46.273). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung nach Unternehmensbereichen
Aufgliederung nach Absatzgebieten
Sonstige betriebliche Erträge
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 609 (Vj. TEUR 357) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Vorjahren. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Wesentliche periodenfremde Aufwendungen waren wie im Vorjahr nicht enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH werden sowohl die effektiven als auch die latenten Ertragsteuern auf Ebene der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH bilanziert. Ausländische Quellensteuern werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. E. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zum Stichtag bestehen Ausfallbürgschaften für die Anzahlungen von Kunden für Projekte der EGS Automation GmbH in Donaueschingen in Höhe von Mio. EUR 1,3. Die EGS Automation GmbH stellt ein verbundenes Unternehmen dar. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Garantieerklärungen wird aufgrund der erwarteten positiven Geschäftsaussichten der Tochtergesellschaft als gering eingeschätzt. Zum Stichtag bestehen Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von TEUR 275. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt. Ferner bestehen keine Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, Wechsel- und Scheckbürgschaften. Außerbilanzielle Geschäfte Operating - Leasing: a) Gebäude/Grundstück Zum 31. Dezember 2023 bestehen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Operating Leasing für das Logistikzentrum in Bonndorf in Höhe von TEUR 1.015 (Vj. TEUR 1.045) sowie für einen Parkplatz in Bonndorf in Höhe von TEUR 47 (Vj. TEUR 70). Es bestehen weitere sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 45). Sämtliche Risiken verbleiben beim Leasinggeber. Vorteile sind die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln. b) EDV-Equipment Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Operating Leasing für EDV- Equipment in Höhe von TEUR 146 (Vj. TEUR 437). Zweck ist die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln. Sämtliche Risiken verbleiben beim Leasinggeber. Vorteile sind die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln sowie die Risikominimierung hinsichtlich Überalterung oder Ausfall von EDV-Equipment. c) Kraftfahrzeuge Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Operating Leasing für Kraftfahrzeuge in Höhe von TEUR 330 (Vj. TEUR 241). Zweck ist die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln. Sämtliche Risiken verbleiben beim Leasinggeber. Vorteile sind die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln sowie die Risikominimierung. Fälligkeit der außerbilanziellen Geschäfte aus Leasingverträgen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den vorgenannten Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 23.289 (Vj. TEUR 58.492). Diese Verpflichtungen betreffen Bestellobligos für Investitionen und Produktionsmaterial im geschäftsüblichen Rahmen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen zu marktunüblichen Bedingungen. Mitglieder der Geschäftsführung Ab 01. Dezember 2023 - Andres Ladislao Keve, Köln, Geschäftsführung Dunkermotoren GmbH Bis 30. November 2023 - Uwe Michael Lorenz, Bonndorf im Schwarzwald, Geschäftsführung Dunkermotoren GmbH Emanuela Speranza, Mailand / Italien, Geschäftsführung Dunkermotoren GmbH Bezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge sowie der Bezüge ehemaliger Geschäftsführer gem. § 285 Nr. 9a und 9b HGB wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitglieder des Aufsichtsrats Seit 16. Mai 2023 - Michael Privik, Dipl. Physiker, Vorsitzender Aufsichtsrat, Geschäftsführer der SPECTRO Analytical Instruments GmbH Bis 16. Mai 2023 - Rolf Singendonk, Kaufmann, Vorsitzender Aufsichtsrat, bis 4. April 2023 Geschäftsführer der SPECTRO Analytical Instruments GmbH Seit 16. Mai 2023 - Fabian Morawietz, Kaufmann, Geschäftsführer der AMETEK MATERIAL ANALYSIS HOLDINGS GMBH, Bis 16. Mai 2023 - Rainer Petry, Techniker, Angestellt bei der Dunkermotoren GmbH Sandy Würker, Bilanzbuchhalterin, Angestellt bei der Dunkermotoren GmbH Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Bezüge erhalten. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente):
Darin enthalten sind 40 (Vj. 49) Auszubildende. Honorare des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr 2023 betrugen die Honorare des Abschlussprüfers insgesamt TEUR 211. Davon entfielen auf Abschlussprüfung TEUR 170 und auf Steuerberatung TEUR 41. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist mittelbar eine 100%ige Tochtergesellschaft der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AMETEK Inc., Berwyn, USA, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die AMETEK Inc. einen Konzernabschluss mit befreiender Wirkung für die Gesellschaft aufstellt. Der befreiende Konzernabschluss der AMETEK Inc. wird nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der US-GAAP aufgestellt, ist am Sitz der AMETEK Inc. in Berwyn, HR Nr. (USA) I.R.S. 14-1682544 erhältlich und wird in englischer Sprache beim Bundesanzeiger durch die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH in Kleve, HR Nr. HRB 9403, offengelegt. Die wesentlichen abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden zwischen US-amerikanischer (US-GAAP) und deutscher (HGB) Rechnungslegung in Bezug auf den Konzernabschluss der AMETEK Inc., Berwyn, USA, sind nachfolgend ausgeführt. Immaterielle Vermögensgegenstände / Geschäfts- oder Firmenwert Nach US-GAAP wurden die im Rahmen des Erwerbs der Dunkermotoren-Gruppe durch die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH identifizierten immaterielle Vermögensgegenstände mit ihrem Fair Value angesetzt und - sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist - über ihre planmäßige wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Diese betreffen die Marke "Dunkermotoren", Kundenbeziehungen sowie produktspezifisches Know-How. Die Kundenbeziehungen werden über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben, das produktspezifische Know-How über 15 Jahre. Der Markenname unterliegt aufgrund der unbestimmbaren Nutzungsdauer keiner planmäßigen Abschreibung. Der im Rahmen des Unternehmenserwerbs entstandene Geschäfts- und Firmenwert unterliegt nach US-GAAP keiner planmäßigen Abschreibung, sondern wird mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Sachanlagen Nach US-GAAP wurden die im Rahmen des Erwerbs der Dunkermotoren-Gruppe durch die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH identifizierten materiellen Vermögensgegenstände mit ihrem Fair Value angesetzt und über ihre planmäßige wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern nach HGB und US-GAAP stellen sich wie folgt dar:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Sowohl nach HGB als auch nach US-GAAP wurden die Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Method") ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach HGB als Aufwand oder Ertrag, nach US-GAAP (Korridormethode) ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst (OCI - Other Comprehensive Income). Die Rechnungsparameter nach HGB und US-GAAP stellen sich wie folgt dar:
Sonstige Rückstellungen Die Möglichkeiten zur Bildung von Rückstellungen sind in der US-amerikanischen Rechnungslegung restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind nach US- GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ("more likely than not") und die voraussichtliche Höhe des Erfüllungsbetrags der notwendigen Rückstellung zuverlässig schätzbar ist. Dabei ist auch eine Abzinsung zu berücksichtigen, wenn diese zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen nach HGB sind mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag zu bewerten und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abzuzinsen. Der Diskontierungszins orientiert sich nach US-GAAP an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen erzielt werden. Nach HGB ist dieser Zins grundsätzlich ein der Laufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Latente Steuern Nach HGB besteht für einen aktiven latenten Steuerüberhang ein Ansatzwahlrecht, nach US-GAAP sind aktive latente Steuern anzusetzen. Lagebericht Der befreiende Konzernabschluss der Ametek Inc. wird entsprechend den SEC- Anforderungen im K-10 Form offengelegt. Diese Form enthält in Item "7. Erläuterung und Analyse der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage durch das Management ("MD&A")" detaillierte Erläuterungen des Managements hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, wie sie üblicherweise Bestandteil des Konzernlageberichts sind. Daneben enthält die K-10 Form weitere gleichwertige Angaben zum Konzernlagebericht, insbesondere zu Geschäftstätigkeit/Rahmenbedingungen, Mitarbeitern, Forschung und Entwicklung sowie Chancen und Risiken. Nachtragsbericht Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben könnten.
Bonndorf, 24. Mai 2024 Dunkermotoren GmbH, Bonndorf im Schwarzwald Andres Keve Emanuela Speranza Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäft und Rahmenbedingungen Geschäftstätigkeit Gegenstand der Dunkermotoren GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von elektrischen Antrieben und Ansteuerungen, insbesondere Elektromotoren und Getrieben mit zugehörigen Steuerelektroniken einschließlich Software sowie die Erbringung von Dienstleistungen auf diesem Gebiet, insbesondere im Zusammenhang mit Antriebsauslegungen und Inbetriebnahmen. Die Dunkermotoren GmbH liefert Antriebe für Applikationen in folgenden Marktsegmenten (% der Direktverkäufe von Umsatz):
Das hierfür verwendete Produktportfolio beinhaltet hauptsächlich:
Gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen Mit der Muttergesellschaft Direl GmbH, Bonndorf, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Alleinige Gesellschafterin der Direl GmbH ist die Direl Holding GmbH, Bonndorf. Die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH in Kleve hält 100 % der Anteile an der Direl Holding GmbH. Die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH wiederum ist eine Tochtergesellschaft der AMETEK Inc., Berwyn, USA. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AMETEK Inc. einbezogen. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Somit verzeichnet Deutschland seit Beginn der Corona.-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum. Die Entwicklung im industriellen Sektor trug maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Der industrielle Sektor, ausgenommen des Baugewerbes, verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0 %. Auch die verarbeitende Industrie, die fast 85 % des industriellen Sektors ausmacht, verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang um 0,4 %. Global stieg das Bruttoinlandsprodukt nach 3,5 % Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 um 2,9 % im Jahr 2023. Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Die Lieferketten entspannen sich jedoch nur allmählich. Quelle: vwib Whitepaper Geschäftsbericht 2023 Textbausteine Die Inflation ist im Verlauf des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen. Nach 8,2 % im ersten Quartal ist die Inflation sukzessive im Verlauf des Jahres 2023 auf 3,5 % im vierten Quartal zurückgegangen. Hingegen bleibt die Lohndynamik vorerst kräftig. Die Tarifverdienste steigen im laufenden Jahr außergewöhnlich stark von 2,6 % im Jahr 2022 auf 4 % im Jahr 2023. Die Auftriebskräfte lassen länger auf sich warten, prägen aber in naher Zukunft das Konjunkturbild. Seit der Winterprognose haben die meisten Frühindikatoren enttäuscht, und auch die realwirtschaftliche Aktivität fiel im Schlussquartal des Jahres 2023 mit einem Rückgang um 0,3 % noch schwächer aus als prognostiziert. Insbesondere die Industrieproduktion war bis zuletzt deutlich abwärtsgerichtet. Die Weltkonjunktur bleibt zunächst schwach und gewinnt nur allmählich an Schwung. (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 112, 2024/Q1) II. Ertragslage Auftragsentwicklung und Umsatz Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Dunkermotoren GmbH einen Auftragseingang in Höhe von 218,4 MEUR (Vj. 282,7 MEUR). Prozentual verringerte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr damit um 23 %. Der im letzten Jahr prognostizierte Auftragseingang von 319,5 MEUR wurde damit nicht erreicht. Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende 148,4 MEUR (Vj. 167,9 MEUR). Insgesamt konnte die Dunkermotoren GmbH den Umsatz von 276,8 MEUR aus dem Jahr 2022 nicht übertreffen. Mit 267,3 MEUR war der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9,5 MEUR weniger. Die sonstigen Umsatzerlöse beliefen sich auf 1,3 MEUR in laufendem Jahr und blieben damit auf demselben Niveau wie im Vorjahr 1,3 MEUR. Aus dem Vertriebsprozess wurde ein Umsatz von 263,9 MEUR (Vj. 275,5 MEUR) erzielt, die nachfolgenden Angaben beziehen sich ausschließlich hierauf. Die Erwartungen an die Umsatzentwicklung aus dem letztjährigen Lagebericht in Höhe von 314 MEUR wurden damit um rund 15 % verfehlt. In dem starken ersten Quartal lag der Umsatzzuwachs bei 10 %. In den schwachen 2., 3. und 4. Quartalen lagen die Verfehlungen zwischen 5 % und 10 % und führten zu einer Minderung in Höhe von gesamt rund 3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzminderung erstreckte sich über alle Regionen im Exportmarkt hinweg. Der Umsatz auf dem Inlandsmarkt steigerte sich um 2 %. Der Exportmarkt hingegen war mit einer Minderung im Umsatz von 8 % um einiges schwächer als der Umsatz im Inlandsmarkt. Nach wie vor ist der Inlandsmarkt mit 47 % (Vj. 45 %) der stärkste Markt. Der absolut höchste Wachstumseinbruch wurde in Europa (ohne Inland) mit 13,6 MEUR verzeichnet. Das entspricht einer Minderung von 14 %. Hingegen fiel die Steigerung auf dem amerikanischen Markt (USA) mit 13 % sehr gut aus. Im Weiteren werden auch die Segmente erläutert. Im Bereich Industrial Automation, dem größten Marktsegment von Dunkermotoren, verringerte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit rund 6,4 MEUR absolut am stärksten. Die Veränderung betrug hier rund -6 %. In allen anderen Segmenten wurde eine Umsatzminderung von mindestens 3 % erzielt. Bis auf den Distributor und Motive Bereich. Hier wurde eine Umsatzsteigerung in Höhe von 11 % (Distributor) und 2 % (Motive) erreicht. Ergebnis Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + andere aktivierte Eigenleistungen) belief sich im Berichtsjahr auf 265,8 MEUR (Vj. 278,3 MEUR). Der Materialaufwand betrug 118,8 MEUR (Vj. 128,5 MEUR), was einer Materialaufwandsquote von 44,7 % (Vj. 46,2 %) entspricht. Die Materialaufwandsquote ist durch den Produktmix zurückgegangen. Der Personalaufwand belief sich auf 60,5 MEUR (Vj. 61,7 MEUR), was einer Personalaufwandsquote von rund 22,8 % (Vj. 22,1 %) entspricht. Auch wenn die Mitarbeiteranzahl im Jahr 2023 gesunken ist, verzeichnen wir durch Gehaltserhöhungen und der Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie eine höhere Personalaufwandsquote als im Vorjahr. Die Abschreibungen beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1,9 MEUR (Vj. 1,8 MEUR) und auf Sachanlagevermögen in Höhe von 4,6 MEUR (Vj. 4,8 MEUR). Davon entfallen 1,5 MEUR (Vj. 1,5 MEUR) auf immaterielle Vermögensgegenstände, welche im Rahmen einer Verschmelzung im Jahr 2010 aufgedeckt wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich auf 33,3 MEUR (Vj. 34,7 MEUR). Im Wesentlichen ergaben sich umsatzbedingt Minderaufwendungen bei den Lizenzkosten und Provisionen in Höhe von 0,9 MEUR. Die Kosten für Ausgangsfrachten-/Verpackungen verteuerten sich aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus um 0,2 MEUR. Hier machte sich der Engpass im Transportsektor stark bemerkbar. Die Kosten für die Erhörung der Garantierückstellung und Vertragsverluste erhöhten sich um 0,3 MEUR. Im Geschäftsjahr ergaben sich wie auch im Vorjahr keine wesentlichen Fremdwährungseffekte. Die deutliche Umsatzminderung führte zu einer Reduzierung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern um rund 1 % auf 48,5 MEUR (Vj. 48,8 MEUR). Die im Vorjahr erwartete Ergebnisverbesserung wurde damit verfehlt. Hingegen hat sich das Finanzergebnis durch die höheren Zinsen aus verbundenen Unternehmen mit 3,3 MEUR (Vj. 0,8 MEUR) im Vergleich zum Vorjahr wesentlich verbessert. Die hohen Zinserträge entstanden durch die quartalsweise variablen Anpassungen der Zinssätze. III. Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Geschäftsjahr ein positiver Cashflow i.e.S. (Jahresüberschuss + Abschreibungen + Zunahme der Rückstellungen + Verlust aus Anlageabgängen - sonstige zahlungsunwirksame Erträge) von 62,5 MEUR erzielt. Aus der Investitionstätigkeit ergibt sich ein positiver Cashflow in Höhe von 2,0 MEUR. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -0,5 MEUR. Zum Stichtag beläuft sich der Finanzmittelfonds auf 16,9 MEUR. Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus liquiden Mitteln. Die Gesellschaft verfügt weiterhin über eine solide finanzielle Ausstattung. Zum Geschäftsjahresende lag die Eigenkapitalquote bei 52,3 % (Vorjahr 48,9 %). Bezüglich der finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. IV. Vermögenslage Die Gesamtinvestitionen aus der operativen Tätigkeit beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 5,7 MEUR (Vj. 13,9 MEUR) und entfielen nahezu ausschließlich auf Sachanlagen, insbesondere auf Technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen linear. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Berichtszeitraum nicht vorgenommen. Der Restbuchwert immaterieller Vermögensgegenstände aus aufgedeckten stillen Reserven im Rahmen einer Verschmelzung aus dem Jahr 2010 beträgt 0 MEUR (Vj. 1,5 MEUR). Die Minderung der Bilanzsumme auf 196,6 MEUR (Vj. 210,6 MEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen Geschäftsvolumen und den damit einhergehenden niedrigeren Vorräten und flüssigen Mitteln sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten insbesondere ein kurzfristiges an die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH ausgereichtes Darlehen in Höhe von 66,6 MEUR (Vj. 66,6 MEUR), welches jährlich verzinst wird. Das Darlehen ist durch eine Garantieerklärung der AMETEK Inc ., Berwyn, USA, besichert. Das Darlehen der Tochtergesellschaft EGS Automation GmbH wurde im Geschäftsjahr um 1,0 MEUR auf 11 MEUR erhöht. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind im Wesentlichen aufgrund der Veränderung der zugrundeliegenden Parameter auf 28,6 MEUR (Vj. 27,6 MEUR) angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten insbesondere ein kurzfristiges Darlehen gegenüber der Direl GmbH in Höhe von 13,9 MEUR (Vj. 13,9 MEUR). Zudem bestehen ergebnisabführungsbedingte Verbindlichkeiten, für die eine Vorabausschüttung bereits durchgeführt wurde, in Höhe von 25,2 MEUR (Vj. 32,7 MEUR). Gegenüber der Ametek Inc. in Berwyn, USA, besteht zum Jahresende noch eine kurzfristige Verbindlichkeit für Lizenzen in Höhe 0,0 MEUR (Vj. 4,0 MEUR). Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und sonstige personalbezogene Rückstellungen sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus personalbezogenen Rückstellungen für Inflationsausgleichsprämie, Bonus, Jubiläumszuwendungen und Berufsgenossenschaft. Die Wechselkurseinflüsse waren im Geschäftsjahr von unwesentlicher Bedeutung. Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung das Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend. V. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich von 860 im Vorjahr auf 803 verringert. Auch verringert sich die Anzahl der Mitarbeiter in der Jahresendbetrachtung von 831 im Vorjahr auf 782 im Berichtsjahr. Die Anzahl der Plätze für Auszubildende, Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und Trainee-Studenten der Hochschulen Furtwangen und Konstanz beträgt zum Jahresende 43 (Vorjahr 54). In der strukturschwachen Region des Hochschwarzwalds ist die Dunkermotoren GmbH einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe. Im Jahre 2009 wurde zwischen der Dunkermotoren GmbH und deren Nachbarfirma, der Hectronic GmbH die "HeDu"-Ausbildungskooperation vereinbart. Diese wurde in den letzten Jahren von beiden Unternehmen stark vorangetrieben und ist mit den "HeDu"- Ausbildungstagen auch für den Standort Bonndorf im Schwarzwald zu einem wichtigen Bestandteil geworden. Unter Corona Bedingungen wurde das Format auf einen virtuellen Messestand umgestellt. Die "HeDu"-Ausbildungskooperation ermöglicht Auszubildenden und Studenten ihre Ausbildung in zwei Unternehmen zu absolvieren. Jedes Unternehmen bildet in seiner Kernkompetenz - Hectronic - Elektronik, Dunkermotoren - Mechanik, die Auszubildenden und Studenten optimal aus, was die Attraktivität der Ausbildung enorm steigert. Durch die Übernahme der EGS Automatisierungstechnik ergeben sich für die Auszubildenden weitere Kompetenzfelder im Bereich Automatisierung und Robotik. Die "HeDu"-Ausbildungskooperation wurde auf Bundesebene schon mit einem Preis ausgezeichnet Wie schon im Vorjahr suchte man unter Corona Bedingungen mit virtuellen Messeständen den Kontakt zu interessierten Auszubildenden und Studenten. Die Dunkermotoren GmbH möchte sich auch künftig als attraktiver Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb präsentieren. Angesichts des demographischen Wandels stellt der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte weiterhin eine der großen Herausforderungen dar. Zum Ausbau der fachlichen, methodischen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen wurden wiederum viele Veranstaltungen digitale durchgeführt. Ein wichtiger Baustein war hierbei auch die im Jahr 2019 eingeführte DunkerAkademie. Verstärkt wurde für die Qualifikation der Mitarbeiter die LinkedIn Learning Plattform genutzt. VI. Erklärung zur Unternehmensführung Der Aufsichtsrat der Dunkermotoren GmbH hat eine Frauenquote von 30% für die 1. und 20% für die 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung beschlossen. Für den Aufsichtsrat wurden 30 % festgelegt. Es wird angestrebt, diese Ziele in den nächsten 10 Jahren zu erreichen. Die Frauenquote in der Geschäftsführung liegt bei 50 %. VII. Forschung und Entwicklung Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden von 10,2 MEUR im Vorjahr auf 9,5 MEUR verringert. Die Mitarbeiteranzahl für Forschung und Entwicklung ist von durchschnittlich 90,6 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im Jahr 2022 auf 67,5 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im Jahr 2023 zurückgegangen. Durch den Rückgang der Mitarbeiter in 2023 wurden mehr Projekte Konzernintern bearbeitet und in Fremdentwicklung gegeben. Wie bereits in den Vorjahren wurde auch im Jahr 2023 der langfristige Plan der MCP (Motor Control Platform) hardware- als auch softwareseitig vorangetrieben. Das Ausrollen der neuen Plattform wird voraussichtlich im laufenden Jahr 2024 abgeschlossen, mit der Fertigstellung der Neuprodukte BG 45 dPro, BG 45 dMove und BG 75 dMove. In der Folge wird die Umstellung zahlreicher Kunden von den alten auf die neue Plattform eine zentrale Aufgabe für das Unternehmen. Mit dem Funktionlevel "dGo" wird die MCP um ein kostengünstiges Basisprodukt mit integrierter close-loop Drehzahlregelung ergänzt. Im Bereich IIoT wurde die Marktreife für das Model "Nexolink" erreicht (Marke Nexofox). Im Bereich der Getriebe wurden die Entwicklung neuer Planeten- und Nabengetriebe vorangetrieben. Die neue Planetengetriebebaureihe "SL" wird eine deutliche verbesserte Laufleistung gegenüber den bisherigen Getrieben vorweisen. Darüber hinaus wurden zahlreiche kundenspezifische Produktentwicklungen umgesetzt. VIII. Risikobericht Durch die Einbindung in den in den USA börsennotierten AMETEK Konzern und der hieraus folgenden Verpflichtung zur Implementierung eines adäquaten und wirksamen internen Kontrollumfelds entsprechend den Vorgaben der Section 404 des Sarbanes- Oxley-Act ergeben sich noch strengere Anforderungen zur Regelkonformität im Bereich der Durchführung und Dokumentation von Geschäftsvorgängen. Quartalsweise erfolgt eine Berichterstattung über das bestehende interne Kontrollsystem. Hierdurch lassen sich bestehende Prozessrisiken deutlich minimieren. Zur Umsetzung der Unternehmenspolitik unterhält die Dunkermotoren GmbH ein Managementsystem, das unter anderem die Forderungen der DIN EN ISO 9001 bzw. 14001 erfüllt. Im Jahr 2016 wurde das Managementsystem erfolgreich durch ein Energiemanagementsystem (ISO 50001) erweitert. Die Wirksamkeit des Managementsystems wird regelmäßig durch die Geschäftsleitung bewertet und durch externe Stellen zertifiziert. Durch hoch automatisierte Fertigungsstrecken und vollautomatische Qualitätskontrollen wird ein konstant hohes Qualitätsniveau sichergestellt, unabhängig von Losgrößen. Wir arbeiten mit klar definierten Prozessen entlang der Wertschöpfungskette. Wir verpflichten uns zur kontinuierlichen Verbesserung aller Prozesse und zur Beachtung der einschlägigen Gesetze und Vorschriften. Die Finanzrisiken beinhalten im Wesentlichen mögliche Preisänderungen, Forderungsausfälle und Währungseffekte. Die Entwicklung in der gesamten Wertschöpfungskette hängt weiterhin mittel- bzw. unmittelbar mit globalen Unsicherheiten und der globalen Wirtschaftslage zusammen. Der Handelskrieg zwischen USA und China und der Ukraine Krieg wirken nach wie vor sehr stark auf die Märkte. Im Laufe des Jahres 2023 waren bei den Energiepreisen bereits leichte Entspannungen zu spüren, welche sich aber noch nicht in reduzierten Einkaufspreisen widerspiegelten. Preise für Commodities blieben erhöht, jedoch mit einer Abwärtstendenz. Die kritische Versorgungssituation mit elektronischen Bauteilen während der Chipkrise 2022 hat sich Anfang 2023 verbessert und somit eine kontinuierliche Abarbeitung der Kundenaufträge ermöglicht. Die 2. Jahreshälfte war bereits von deutlicher Abkühlung der Bedarfe geprägt. Viele Unternehmen haben damit begonnen ihre Bestände zu reduzieren, was zu geringen Bedarfen in der gesamten Lieferkette geführt hat. In der 2. Jahreshälfte haben sich dadurch die Lieferzeiten der Zulieferteile verkürzt. Durch sehr enge Abstimmung mit den Lieferanten, permanenter Überwachung der Zulieferungen, wird eine kontinuierliche Versorgung der Fertigung bei gleichzeitig bedarfsgerechten Beständen erreicht. Den Herausforderungen begegnen wir durch ein flexibles Lieferantennetzwerk, enge Marktbeobachtung, vorausschauende, den aktuellen Lieferzeiten und Bedarfen angepasste Vertragsabschlüsse und andererseits durch verschiedene Einkaufsprojekte wie Substitution, Beschaffung in Low-Cost- Regionen oder Bündelung von Bedarfen auch auf Konzernebene. Des Weiteren pflegen und bauen wir ein breites und globales Lieferantennetzwerk aus und forcieren den Aufbau von Second-Source Lieferanten in der Nähe der jeweiligen Produktionswerke, um die marktseitigen Schwankungen zu kompensieren und besser auf geopolitische Einflüsse reagieren zu können. Offene und proaktive Kooperation mit unseren Lieferanten, sowie flexible und schnelle Reaktion auf Veränderungen sehen wir nach wie vor als probates Mittel, um den Herausforderungen des Marktes entgegenzutreten. Dem Ausfallrisiko im Bereich Debitoren wird durch regelmäßige Bonitätsprüfungen vor Auftragsannahme sowie Vereinbarung von Vorauszahlungen entgegengewirkt. Im ERP- System ist die Kreditlimit-Überwachung etabliert. Übersteigt die Summe aus Forderungsbestand und Auftragsbestand das genehmigte Kreditlimit, ist die Freigabe durch den Kreditmanager bzw. durch den Leiter Finanzen erforderlich. Für etwaige Forderungsausfälle besteht zudem eine Kreditversicherung. Währungsrisiken aus Transaktionen in Fremdwährung werden durch Abschluss gegenläufiger Geschäftsvorfälle sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Vertriebsseite in Fremdwährung reduziert. Die Zinsrisiken aus den erhaltenen und vergebenen Darlehen sind von den quartalsweisen variablen Anpassungen des Zinssatzes abhängig. Zur Überwachung der Liquidität ist ein Planungs- und Reporting-Tool etabliert, um eine ausreichende Menge an Liquidität im Unternehmen zu haben. Durch ein enges Monitoring können wir entstehende Risiken schnell offenlegen und diesen wirksam begegnen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind nicht erkennbar. Die erkennbaren Risiken wurden bei der Erstellung der Bilanz entsprechend berücksichtigt. IX. Prognose und Chancen der künftigen Entwicklung Erwartete Entwicklung Die Weltwirtschaft wächst derzeit in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation. Der Anstieg der Weltproduktion, gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten, wird mit 2,8% etwas niedriger ausfallen als 2023 (3,1%). Für das kommende Jahr wird wieder mit einem Zuwachs von 3,1 % gerechnet. Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. So würde die Zuspitzung von Handelskonflikten die weltwirtschaftliche Aktivität belasten. (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 111, 2024/Q1) Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im März auf 93,3 Punkte gestiegen, nach 91,1 Punkten im Februar. Treiber der Aufwärtsentwicklung waren vor allem die Erwartungen der Unternehmen. Aber auch die laufenden Geschäfte beurteilten die Firmen etwas besser. Trotz der Turbulenzen bei einigen internationalen Banken stabilisiert sich die deutsche Konjunktur. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index deutlich gestiegen. Die Unternehmen waren merklich zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage. Zudem ist der Pessimismus bei den Erwartungen nahezu verschwunden. Insbesondere in Schlüsselbranchen wie Autoindustrie, Chemie, Elektroindustrie und Maschinenbau verbesserte sich die Stimmung deutlich. Quelle: ifo Geschäftsklimaindex März 2023 Unabhängig von der derzeitigen Krise glauben wir, dass wir mit unseren Produkten langfristig am Markt gut positioniert sind. Der weltweite Markt der Automatisierungstechnik wird langfristig von den Makrotrends der Weltwirtschaft beeinflusst. Die technologischen Fortschritte, wie beispielsweise stärker integrierte Automatisierungslösungen, werden sich auch in Zukunft positiv auswirken. Auch der Gesundheitsmarkt mit seinen hochtechnologischen Anwendungen und steigenden Lebenserwartungen wird ein wichtiger Wirtschaftsfaktor bleiben. Die verstärkte Urbanisierung als auch die Globalisierung erfordern Massenverkehrsmittel. Die Verbindung von Netzwerken mit Maschinen oder mit Technologien des Alltags identifiziert die Automatisierungstechnik als Wachstumsmarkt. Der digitale Wandel hat sich deutlich beschleunigt und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Arbeitsalltag aufgezeigt. Es hat unsere Strategieentwicklung mit der Fokussierung auf IIoT bestärkt und intensiviert. Im Bereich IIoT wurde mit Nexofox eine eigene IoT-Marke am Markt platziert. Hierbei können wir unseren Kunden zukünftig ein ganzheitliches Lösungsangebot rund um den Einsatz und die Vernetzung seiner smarten Motoren und der Roboter- und Automationsanlagen des Tochterunternehmens EGS Automation GmbH bieten. Dies beinhaltet die Realisierung der Steuerungslogik mit MotionCode für Antriebe bis zu Condition Monitoring & Predictive Maintenance mittels Cloud Services für Antriebe, Roboter und komplette Anlagen. Die Entwicklung neuer Produkte wird auch im Jahr 2024 weiter intensiv verfolgt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens geleistet. Der Auftragseingang im ersten Quartal 2024 ist mit ca.15 MEUR hinter den Erwartungen. Die schon in den letzten Monaten erkennbaren Unsicherheiten werden also bestehen bleiben. Daher haben wir Ende 2023 in einigen Bereichen Kurzarbeit eingeführt und werden diese in den nächsten Monaten beibehalten. Der Auftragsbestand hat sich im ersten Quartal eher rückläufig entwickelt. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir nunmehr von einem Umsatzrückgang auf ca. 250 MEUR aus, was einem Rückgang von etwa 5 % entspricht. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern erwarten wir ein gleichbleibendes Ergebnis wie 2023. Beim Auftragseingang erwarten wir eine Größenordnung, die leicht über der Umsatzerwartung liegt.
Bonndorf, 24. Mai 2024 Dunkermotoren GmbH, Bonndorf im Schwarzwald Andres Keve Emanuela Speranza |
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