Kaneka Belgium N.V German Branch
Selbe AdresseHerstellung von Solarzellen und Solarmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Weiger seit 17.4.2025 | Prokura |
Mengbo Ge seit 13.11.2023 | Prokura |
Thomas Märzke seit 13.11.2023 | Prokura |
Thomas Kerb seit 13.11.2023 | Prokura |
Stefan Sigmund seit 16.8.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
INTERNATIONAL CHEMICAL INVESTORS S.E. | 93.75% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WeylChem Wesseling GmbH (vormals: Evonik CYC GmbH)EssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Rechtliche Verhältnisse und Geschäft der WeylChem Wesseling GmbH Die WeylChem Wesseling GmbH, Essen, vormals Evonik CYC GmbH, Essen, war bis zum 31. Dezember 2022 zunächst nicht operativ tätig. Zum 01. Januar 2023 wurde das CYC-Geschäft inklusive der Mitarbeiter über einen Einbringungsvertrag von der Evonik Operations GmbH, Essen, auf die WeylChem Wesseling GmbH, Essen, übertragen. Mit dem 01. Januar 2023 nahm die WeylChem Wesseling GmbH, Essen, ihre operative Geschäftstätigkeit auf. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die WeylChem Wesseling GmbH, Essen, war bis zum 30. Juni 2023 eine mittelbare Tochtergesellschaft der Evonik Industries AG, Essen. Ihre Anteile wurden zu 100 % von der Evonik Operations GmbH, Essen, gehalten. Mit Datum vom 5./6. April 2023 hat die Evonik Operations GmbH, Essen, mit der International Chemical Investors IX GmbH, Frankfurt am Main (jetzt: Essen), einen Geschäftsanteilskauf- und Übertragungsvertrag über 100 % der Anteile an der damaligen Evonik CYC GmbH mit Wirkung zum 30. Juni 2023 geschlossen. Die International Chemical Investors IX GmbH ist ein Unternehmen der weltweit tätigen International Chemical Investors Gruppe (kurz: ICI Gruppe). Am 20. Juli 2023 wurde neben der Umfirmierung der Gesellschaft und der Änderung des Unternehmensgegenstands insgesamt die Neufassung des Gesellschaftsvertrags beschlossen und am 27. Juli 2023 in das Handelsregister eingetragen. Die Änderung des Unternehmensgegenstands beinhaltete keine wesentliche Änderung hinsichtlich des Geschäftsmodells im Vergleich zum ersten Halbjahr. Geschäftsmodell Die WeylChem Wesseling GmbH, Essen, war bis zum 30. Juni 2023 in die Gesamtstrategie des Evonik-Konzerns eingebunden und ist seit dem 1. Juli 2023 in die Gesamtstrategie der ICI Gruppe eingebunden. Die ICI Gruppe ist eine Unternehmensgruppe in Nischenmärkten der Chemieindustrie. Durch Unternehmenszukäufe von Tochtergesellschaften großer Konzerne verfolgt die ICI Gruppe das Ziel der Expansion innerhalb der Nischenmärkte. Die erworbenen Gesellschaften sind in einem wettbewerbsintensiven Umfeld tätig und gehören nicht zum Kerngeschäft der verkaufenden Konzerne. Zu den Stärken der ICI Gruppe gehört die Synergie aus den Erfahrungswerten der Chemiebranche und dem Know-How im M&A-Geschäft. Das operative Chemie- und Pharmageschäft der ICI Gruppe konzentriert sich auf vier marktorientierte Hauptplattformen. Dazu zählen Fine Chemicals unter der Marke WeylChem, Care Chemicals unter der Marke Catexcel, Chlorovinyls unter der Marke VYNOVA und Métaux Spéciaux, Compounds unter der Marke BENVIC und Enterprises, zu denen mehrere Unternehmen mit verschiedenen Produktportfolien gehören (CarboTech, Corden BioChem, ENKA, Rütgers Organics & impra, inprotec AG). Die WeylChem Wesseling GmbH ist der strategischen Hauptplattform WeylChem zugeordnet. Geschäftstätigkeit Die Geschäftstätigkeit der WeylChem Wesseling GmbH umfasst im Wesentlichen die Herstellung und den Vertrieb von Cyanurchlorid (CYC) und der Derivate TAC (Triallyl cyanurate) und TAIC (Triallyl isocyanurate). Der Geschäftsbereich CYC deckt die Endmärkte optische Aufheller, UV-Stabilisatoren, Agrochemikalien, Spezialchemikalien und Reaktivfarbstoffe ab. Im Geschäftsbereich TAC/TAIC werden Kunden in den Endmärkten Gummi und Kunststoff, Photovoltaik, Elektronik und Spezialchemikalien beliefert. 1.2. Finanzielle Leistungsindikatoren Seit der Zugehörigkeit zur ICI-Gruppe sind die Umsatzerlöse und das EBITDA die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Beurteilung der Geschäftstätigkeit der WeylChem Wesseling GmbH. 1.3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Aktuell steuert das Unternehmen nicht mit nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. 1.4. Forschung & Entwicklung Die F&E-Tätigkeiten der WeylChem Wesseling GmbH konzentrieren sich seit der Integration in die ICI Gruppe auf den Bereich der CYC und Derivate TAC/TAIC. Die Aufwendungen F&E belaufen sich auf TEUR 142. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Wirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Insbesondere die Nachwirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Corona-Pandemie belasteten die konjunkturelle Entwicklung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch um 1,8 % gestiegen war. Die Inflationsrate ging 2023 zwar von durchschnittlich 6,9 % im Jahr 2022 auf 5,9 % zurück, blieb jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die bereits Ende 2022 durch den Ukrainekrieg ausgelöste wirtschaftliche Schwächephase setzte sich im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 fort. Dabei überlagerten sich vielfach die dämpfenden Einflüsse. Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung, die bis ins Frühjahr bestand, erfüllte sich nicht. Vor allem die nur langsam nachlassenden Belastungen durch die hohe Inflation, Materialengpässe und teilweise noch geltende Corona-Schutzmaßnahmen beeinträchtigten die Konjunktur zu Jahresbeginn. Im weiteren Jahresverlauf belasteten insbesondere die kräftigen Leitzinsanhebungen der westlichen Notenbanken, die zur Bekämpfung der Inflation vorgenommen wurden, die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Zusätzlich beeinträchtigten der anhaltende Arbeits- und Fachkräftemangel in Deutschland sowie hohe Unsicherheiten, wie die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und der wirtschaftspolitische Kurs nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November, die Wirtschaft. In Reaktion auf dieses Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende deutliche Kürzungen und Einsparungen in ihrer Finanzplanung vornehmen. Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse der Erholung nach der Corona-Krise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 1,8 % beziehungsweise 3,0 %, nachdem sie im Vorjahr um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende Weltwirtschaft. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen, insbesondere in energieintensiven Produktionsbereichen wie der chemischen Industrie. Dämpfend auf die Importe wirkte die schwache inländische Produktions- und Konsumentwicklung. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, trug der Außenhandel insgesamt rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von 0,6 % dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen. Trotz dieser Herausforderungen konnte die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,3 % für 2023 verzeichnen. Für 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von 0,2 % erwartet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Jahr 2023 für die deutsche Wirtschaft eine Phase der Stagnation darstellte, beeinflusst durch die Energiepreiskrise, die den privaten Konsum schwächte, sowie durch die reduzierte Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft und geopolitische Spannungen. Die deutsche Chemieindustrie -und somit auch die WeylChem Wesseling GmbH- ist von der Energiekrise schwer getroffen worden. Die wirtschaftliche Entwicklung der Chemieindustrie im Jahr 2023 war herausfordernd. Die Produktion in den einzelnen Chemiesparten war deutlich gedrosselt, und alle Chemiesparten lagen unter dem Vorjahr 2022, insgesamt lag die Chemieproduktion in 2023 rund 11% unter dem Vorjahr 2022. Besonders kräftig fiel der Rückgang in der energieintensiven Grundstoffchemie aus. Die WeylChem Wesseling GmbH erzielt rund 13 % des Gesamtumsatzes in Deutschland und rund 87 % im Ausland (davon 60% in Europa). 85 % des Gesamtumsatzes resultieren aus dem CYC-Geschäft und 15 % aus dem Derivat-Geschäft TAC/TAIC. 2.2. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die WeylChem Wesseling GmbH war im Geschäftsjahr 2023 wesentlich und unmittelbar von der Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten, insbesondere für den wichtigsten Rohstoff Blausäure, betroffen. Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr war positiv. Das Unternehmen profitierte von guten Abschlüssen mit Hauptkunden unter Führung der Evonik Operations GmbH. In der zweiten Jahreshälfte 2023 wurde das Ergebnis durch einen Produktionsausfall des Hauptlieferanten sowie durch die eingeschränkte Nutzbarkeit einer Produktionsanlage ab Mitte 2023 belastet. Beides wirkte sich negativ auf die Produktionsmenge aus. Insgesamt konnte die Produktionsmenge die Nachfrage nicht vollständig bedienen. Darüber hinaus belasteten zusätzliche Aufwendungen für Übergabevereinbarungen mit dem Alteigentümer das operative Ergebnis. Der Umsatz (finanzieller Leistungsindikator) konnte im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 66.872 (Vorjahr: 0) gesteigert werden, da die WeylChem Wesseling GmbH im Vorjahr noch nicht operativ tätig war. Das EBITDA (finanzieller Leistungsindikator) beträgt TEUR - 36 (Vorjahr: TEUR - 5). Insgesamt blieb das Geschäftsjahr aufgrund der genannten Sachverhalte hinter den Erwartungen zurück. 2.3. Lage 2.3.1. Vergleichbarkeit Aufgrund der Aufnahme des Geschäftsbetriebes zum 01. Januar 2023 ist eine Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit dem Vorjahr nicht möglich. Mit der Zugehörigkeit zur ICI Gruppe wurde vom Umsatzkostenverfahren auf das Gesamtkostenverfahren umgestellt. 2.3.2. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres betragen TEUR 66.872 (Vorjahr: TEUR 0) und sind aufgrund der erst in 2023 aufgenommenen Geschäftstätigkeit nicht vergleichbar mit dem Vorjahr. Sie resultieren aus der Herstellung und dem Vertrieb von CYC und der Derivate TAC, TAIC. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 597 (Vorjahr: 0) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen. Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 44.204 setzt sich zusammen aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 40.107 sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 4.097. Die Entwicklung des Materialaufwands wird im Wesentlichen durch die Preisentwicklung der Rohstoffe Blausäure und Chlor beeinflusst. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 6.330 (Vorjahr: TEUR 0). Die Abschreibungen sind in voller Höhe planmäßig entstanden. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (latente Steuern) betragen TEUR 2.123 nach TEUR 0 im Vorjahr und resultieren aus der Veränderung der latenten Steuern. Die Gesellschaft hat das Wahlrecht nach §274 Abs 1 Satz 2 HGB in Anspruch genommen und die latenten Steuern aktiviert. Der Jahresfehlbetrag liegt mit TEUR 4.313 über dem Vergleichswert des Vorjahres von TEUR 3. Prognose-Ist-Vergleich Hinsichtlich der Erwartungen für die beiden finanziellen Leistungsindikatoren ging die Gesellschaft für das Geschäftsjahr von einem Umsatz im hohen zweistelligen Millionenbereich und einem positiven EBITDA im einstelligen Millionenbereich aus. Beide finanziellen Leistungsindikatoren haben die Erwartungen nicht erfüllt, insbesondere durch die unerwartet fehlende Produktionsmenge im Zusammenhang mit der Anlagenverfügbarkeit und Lieferproblemen von einem Hauptlieferanten. 2.3.3. Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität) Finanzierung Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 betragen die liquiden Mittel der Gesellschaft 4.803 TEUR (Guthaben bei Kreditinstituten), nach 25 TEUR im Vorjahr. Die liquiden Mittel reichen aus, um neben den laufenden Zahlungsverpflichtungen auch die geplanten Investitionsprojekte durchführen zu können. Die Planung bis 2024 sieht zudem einen positiven operativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor. Investitionen Die WeylChem Wesseling GmbH investierte im Berichtszeitraum 2023 TEUR 2.249 (Vorjahr: TEUR 0) in das Sachanlagevermögen. Über den Einbringungsvertrag wurden TEUR 24.951 an immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen eingebracht. Im Geschäftsjahr lagen die Investitionen aufgrund umfassender, nicht aktivierbarer Instandhaltungsmaßnahmen deutlich unter den Abschreibungen; diese beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 6.330 (Vorjahr: TEUR 0). 2.3.4. Vermögenslage Folgende Vermögensgegenstände und Schulden wurden per 01. Januar 2023 über den Einbringungsvertrag in die WeylChem Wesseling GmbH eingebracht: Aktiva
Bei einem gestiegenen Eigenkapital von TEUR 36.802 (Vorjahr: TEUR 72) lag die Bilanzsumme der WeylChem Wesseling GmbH zum 31. Dezember 2023 bei TEUR 50.289. Das Anlagevermögen beläuft sich auf TEUR 20.870 (Vorjahr: TEUR 0). Die Anlagendeckung (Eigenkapital zu Anlagevermögen) erhöhte sich zum 31. Dezember 2023 auf 176,3 % (Vorjahr: 0,0%). Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Bilanzsumme) beträgt 41,5 % (Vorjahr: 0,0 %). Die Veränderungen sind auf das höhere Eigenkapital sowie die höhere Bilanzsumme im Zuge der Aufnahme des operativen Geschäftes und der Einbringung zurückzuführen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 18.328 auf TEUR 27.295 (Vorjahr: TEUR 8.968). Im Geschäftsjahr erfolgte ein Bestandsaufbau für den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 16.033 (Vorjahr: TEUR 8.943). Aufgrund des Gesellschafterwechsels kam es zu einer Verschiebung von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Insgesamt hat sich der Forderungsbestand vor dem Hintergrund der Aufnahme des operativen Geschäfts gegenüber dem Vorjahr (TEUR 8.943) auf TEUR 12.282 erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf TEUR 3.751 (Vorjahr: 0). Die Forderungen per 31. Dezember 2022 bestanden im Wesentlichen aus der Weiterverrechnung von Rohstoffkäufen an die Evonik Operations GmbH, sowie Forderungen aus dem Cashpooling gegen den ehemaligen Gesellschafter. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital von TEUR 72 im Vorjahr auf TEUR 36.802, so dass die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 73,2 % (Vorjahr: 0,8 %) beträgt. Neben der einbringungs-bedingten Erhöhung der Kapitalrücklage am 1. Januar 2023 erfolgte am 19. Juni 2023 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 15.000. Die WeylChem Wesseling GmbH weist einen Jahresfehlbetrag von TEUR -4.313 (Vorjahr: TEUR -3) aus. Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 6.083 (Vorjahr: TEUR 2.268). Dabei lagen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei TEUR 2.236 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich auf TEUR 3.847 (Vorjahr: TEUR 2.268). Der Anstieg resultiert insbesondere aus den erstmalig gebildeten Personalrückstellungen (Langzeitkonten, Urlaubgeld, etc.) und der Einbringung zum 1. Januar 2023. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 6.627) um TEUR 437 auf TEUR 7.064. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Rückstellungen bestanden zum 31. Dezember 2022 im Wesentlichen aus Lieferungen, die physisch an den ehemaligen Gesellschafter erfolgt sind, der WeylChem Wesseling GmbH als Vertragspartner in Rechnung gestellt wurden, und anschließend an den ehemaligen Gesellschafter als Empfänger der Lieferung weiterbelastet wurden. Chancen- und Risikobericht Kerngeschäft der WeylChem Wesseling GmbH ist die Produktion und der Vertrieb von Cyanurchlorid (CYC) und der Derivate TAC, TAIC. Ein erheblicher Wettbewerbsvorteil besteht darin, dass die WeylChem Wesseling der einzige CYC-Produzent in Europa ist. Alle Wettbewerber betreiben Ihre Anlagen in Asien. Daraus ergibt sich für die WeylChem Wesseling zum einen die Chance diesen Standortvorteil zu nutzen, um höhere Preise durchzusetzen. Darüber hinaus wird angestrebt, die operativen Prozesse durch Synergiepotenziale im neuen Verbund der WeylChem/ICIG zu optimieren und gegebenenfalls Kosten einzusparen. Aufbau und Organisation des Risikomanagements Die WeylChem Wesseling GmbH baut aktuell ein integriertes mittelstandgerechtes Risikomanagement-System auf, mit dessen Hilfe sollen regelmäßig die wesentlichen wirtschaftlichen Risiken des Unternehmens bewertet und überwacht werden. Geeignete Gegenmaßnahmen werden dann im Rahmen des Risiko-Management-Systems festgelegt und bezüglich ihrer Wirksamkeit anhand von Kennziffern überwacht. Bis zur Fertigstellung des integrierten Risikomanagement-Systems, obliegt das Risikomanagement und die originäre Risikoverantwortung ausschließlich der Geschäftsführung der WeylChem Wesseling GmbH. Die Früherkennung von Risiken und die Abschätzung ihrer Auswirkungen erfolgt in enger Abstimmung mit den Fachabteilungen. Hierdurch wird die interne Kommunikation der Risiken unterstützt. Darüber hinaus sollen gemeinsam geeignete Maßnahmen zum Umgang mit den Risiken entwickelt werden. Liquidität Aktuell werden die Liquiditätsrisiken auf Basis der mittelfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung der aktuell geplanten Investitionen als gering eingeschätzt. Nichtsdestotrotz steuert die WeylChem Wesseling GmbH ihre Liquidität engmaschig. Auf Basis einer wöchentlich rollierenden 12-wöchigen Liquiditätsplanung sollen Liquiditätsrisiken frühzeitig erkannt werden und mit geeigneten Maßnahmen gegengesteuert werden. Absatzmärkte Das CYC-Geschäft als auch das Derivategeschäft (TAC, TAIC) unterliegt den allgemeinen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die WeylChem Wesseling GmbH sieht für das Geschäftsjahr 2024 eine weiterhin angespannte Marktsituation mit anhaltendem Preisdruck der Wettbewerber aus dem asiatischen Raum. Nichtsdestotrotz geht der Vertrieb der WeylChem Wesseling GmbH von einer stabilen Nachfrage in 2024 im Vergleich zum Vorjahr aus. Insgesamt werden die Absatzrisken in Summe als gering eingeschätzt. Rohstoffmärkte Lieferengpässe bei Chlor und Blausäure (HCN) könnten die Produktion stören. Mit den Hauptlieferanten bestehen Rahmenverträge, die eine kontinuierliche Versorgung sicherstellen. Die Verfügbarkeit der Blausäure kann, wie im Jahre 2023 gesehen, temporär auf Grund von Produktionsproblemen bei dem Lieferanten eingeschränkt sein und gegebenenfalls zu Produktionsstopps führen. Hinsichtlich der Lieferung von Chlor könnte auch auf zusätzliche Lieferanten innerhalb der ICI Gruppe zurückgegriffen werden. Das Risiko aus den Rohstoffmärkten wird als mittel bewertet. Logistik Die Unzuverlässigkeit der Bahn bei der Anlieferung von Chlor stellt ein Risiko dar, da Verspätungen und Ausfälle die Produktionsprozesse stören und somit die Produktionsmenge beeinflusst. Für Blausäure besteht dieses Risiko nicht, da sie aus dem unmittelbaren Umfeld der Produktion bezogen wird. Eine bedeutende Chance ergibt sich durch Lieferschwierigkeiten der Konkurrenz bei der Lieferung von China nach Europa. Solche Schwierigkeiten können zu Lieferengpässen für die Wettbewerber führen, welche der WeylChem Wessling GmbH mit einer stabileren Lieferkette Vorteile verschaffen, die Marktposition stärken und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Das Risiko wird als gering bis mittel eingeschätzt. Produktion Ungeplante Anlagenausfälle stellen bei der WeylChem Wessling GmbH ein Risiko dar, da sie zu Produktionsunterbrechungen und erhöhten Kosten sowie zu einer geringeren Absatzmenge führen. Seit der Zugehörigkeit zur ICI Gruppe wird zunehmend auf vorbeugende Instandhaltung gesetzt, um das Risiko von ungeplanten Anlagenausfällen zu minimieren. Eine höhere Anlagenverfügbarkeit bietet eine Chance, da sie die Ausfallzeiten reduziert und die Effizienz steigert, was letztlich die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärkt. Das Risiko wird als gering bis mittel eingeschätzt. Energie Die WeylChem Wesseling GmbH setzt primär Strom und Erdgas ein, welche weiterhin über die Evonik Operations GmbH bezogen werden. Steigende Strom- und Gaspreise erhöhen die Produktionskosten, belasten die Gewinnmargen und können die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Die Energie- und Gaspreise sind durch Sicherungsgeschäfte durch die Evonik Operations GmbH zu ca. 80 % abgesichert und unterliegen somit nur bedingt dem volatilen Markpreis. Der abgesicherte Preis wird an die WeylChem Wesseling GmbH weitergegeben. Die WeylChem Wesseling GmbH konnte bis jetzt keine Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Energielieferengpässen feststellen und bewertet dieses Risiko zurzeit als gering. Investitionen und Instandhaltungen Die Wertschöpfung und Werterhaltung durch Investitionen und Instandhaltungen birgt immanente Risiken in Bezug auf die Projektauswahl, die Projektdefinition und die Projektdurchführung. Diesen Risiken wird mittels strukturierter Prozesse und bewährter Richtlinien gezielt entgegengewirkt. Die Investitionstätigkeiten und Instandhaltungsmaßnahmen bei der WeylChem Wesseling GmbH sind mit der strategischen Ausrichtung der ICI Gruppe abgestimmt. Insgesamt werden die Investitionsrisken und Instandhaltungsrisiken als gering eingeschätzt. Personal Durch die Ausgliederung aus dem Evonik-Konzern ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen in Bezug auf die Mitarbeiter. Zum einen könnte ein Verlust von Know-how durch den Verlust wichtiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Folge sein, zum anderen könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch schnellere Entscheidungswege eine neue Motivation und damit eine stärkere Bindung an das Unternehmen erfahren. Durch geeignete Maßnahmen, beispielsweise dem Ausschluss betrieblicher Kündigungen bis 2032, wird versucht, das Risiko des Verlustes von Mitarbeitern weiterhin zu minimieren. Bis dato gabt es keine nennenswerten Mitarbeiterabgänge. Die Kompensation von Personalabgängen, beispielsweise durch Verrentung, erfolgt durch Übernahme von Ausgebildeten und Recruiting von externen Fachkräften. Insgesamt werden die Personalrisken als gering eingeschätzt. Chancen und Risiken "Recht/Compliance" Die Chancen und Risiken der Kategorie Recht/Compliance sind im Vergleich zu denen im Umfeld Märkte und Wettbewerb deutlich schwieriger zu quantifizieren, da sie neben den finanziellen Auswirkungen häufig auch Einfluss auf die Reputation des Unternehmens haben und/oder strafrechtliche Aspekte mit sich bringen. Die WeylChem Wesseling GmbH ist von den folgenden Chancen und Risiken sowohl unmittelbar als auch mittelbar betroffen:
Diesen Risiken wird durch Schulung der Mitarbeiter, interne, in den Managementsystemen definierten, Standards und technische Vorkehrungen begegnet. Insgesamt werden die Risken als gering eingeschätzt. Unsere Risikoeinschätzung aus dem Geschäftsjahr 2023 gilt, mit Ausnahme der gesamtwirtschaftlichen Risiken, unverändert auch für das Geschäftsjahr 2024. Es sind bis zum heutigen Tage keine finanziellen oder operativen Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann. 3. PrognoseberichtDie Bundesregierung hat im Jahreswirtschaftsbericht für 2024 eine Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland abgegeben. Trotz anhaltend schwieriger Bedingungen zeigt sich der Arbeitsmarkt robust. Für 2024 wird nur ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet, da der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die hohen Energiepreise weiterhin auf der deutschen Wirtschaft lastet. Die Auswirkungen des Krieges sind vielfältig und betreffen unter anderem das historisch niedrige Wachstum des Welthandels, Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und reduzierte Investitionen aufgrund hoher Zinsen. Dennoch gibt es auch positive Entwicklungen. Die hohen Lohnabschlüsse des vergangenen Jahres haben zu einem Anstieg der Einkommen geführt, und die Gewinne der Unternehmen in Deutschland sind gestiegen. In der Frühjahrsprojektion 2024 wurde die Wachstumserwartung für Deutschland moderat auf 0,2 % erhöht. Für das Jahr 2025 schätzt die Bundesregierung das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf 1 %. Zudem rechnet sie mit steigenden Realeinkommen und einer weiter abnehmenden Inflation, die im laufenden Jahr auf 2,4 % und für 2025 auf 1,8 % sinken soll. Die Prognose für 2024 zeigt eine positive Entwicklung in der deutschen Chemieindustrie. Trotz globaler Herausforderungen erwartet man ein Umsatzwachstum. Das Geschäftsklima hat sich verbessert, mit einem Index von +5,8 Punkten. Die Zuversicht kehrt zurück, die Nachfrage steigt und die Auftragsbücher füllen sich. Die Exporterwartungen sind positiv, und einige Unternehmen planen bereits mit steigenden Verkaufspreisen. Die Ertragslage hat sich entspannt. Zukünftiges Wachstum könnte durch Nachhaltigkeit, grüne Chemie und Digitalisierung getrieben werden. Diese Prognosen können sich jedoch ändern und sollten regelmäßig überprüft werden. Die WeylChem Wesseling GmbH plant, nach einem EBITDA von TEUR - 36 im Jahr 2023, eine Stabilisierung des Ergebnisses im Jahr 2024. Die vorhandenen Aufträge sowie die Verträge mit den Kunden für 2024 sichern eine stabile Auslastung der Produktion. Aktuell wird für 2024 ein Umsatzniveau leicht über dem des Kalenderjahres 2023 sowie ein positives EBITDA im niedrigen einstelligen Millionenbereich für 2024 geplant.
Essen, den 19. Juli 2024 WeylChem Wesseling GmbH Die Geschäftsführung Dr. Stefan Sigmund Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2023Vorbemerkung Die WeylChem Wesseling GmbH, Essen, vormals Evonik CYC GmbH, Essen, war bis zum 31. Dezember 2022 zunächst nicht operativ tätig. Zum 01. Januar 2023 wurde das CYC-Geschäft inklusive der Mitarbeiter über einen Einbringungsvertrag von der Evonik Operations GmbH, Essen, auf die WeylChem Wesseling GmbH, Essen, übertragen. Mit dem 01. Januar 2023 nahm die WeylChem Wesseling GmbH, Essen, ihre operative Geschäftstätigkeit auf. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die WeylChem Wesseling GmbH, Essen, war bis zum 30. Juni 2023 eine mittelbare Tochtergesellschaft der Evonik Industries AG, Essen. Ihre Anteile wurden zu 100 % von der Evonik Operations GmbH, Essen, gehalten. Mit Datum vom 5./6. April 2023 hat die Evonik Operations GmbH, Essen, mit der International Chemical Investors IX GmbH, Frankfurt am Main (jetzt: Essen), einen Geschäftsanteilskauf- und Übertragungsvertrag über 100 % der Anteile an der damaligen Evonik CYC GmbH mit Wirkung zum 30. Juni 2023 geschlossen. Die International Chemical Investors IX GmbH ist ein Unternehmen der weltweit tätigen International Chemical Investors Gruppe (kurz: ICI-Gruppe). Am 20. Juli 2023 wurde neben der Umfirmierung der Gesellschaft und der Änderung des Unternehmensgegenstands insgesamt die Neufassung des Gesellschaftsvertrags beschlossen und am 27. Juli 2023 in das Handelsregister eingetragen. Die Änderung des Unternehmensgegenstands beinhaltete keine wesentliche Änderung hinsichtlich des Geschäftsmodells im Vergleich zum ersten Halbjahr. Folgende Vermögensgegenstände und Schulden wurden per 01. Januar 2023 über den Einbringungsvertrag in die WeylChem Wesseling GmbH eingebracht: Aktiva
A. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie WeylChem Wesseling GmbH hat ihren Sitz in Essen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Essen (HRB 33814) eingetragen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ist die WeylChem Wesseling GmbH eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, sowie den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel) und wurde gemäß §§ 242 ff., §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in EUR. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Da die Gesellschaft im Jahr 2022 nicht operativ war, sind die Vorjahresangaben in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit dem Berichtsjahr vergleichbar. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Gesellschaft wendet die für Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB an. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über 10 Jahre abgeschrieben. Die Restnutzungsdauer resultiert daraus, dass sich der Geschäfts- oder Firmenwert aus nicht vertraglichen Kundenbeziehungen ergibt, die regelmäßig über 10 Jahre abgeschrieben werden. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist gemäß § 253 Abs. 1 und 3 HGB i.V.m. § 255 Abs. 1 und 2 HGB zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:
Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Selbstständig nutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Zeitpunkt des Zugangs als Aufwand erfasst. Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250,00, aber nicht über EUR 1.000,00 liegen, werden im Jahr des Zugangs in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung, sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren, jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert, die Anlagen im Bau mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt anhand des gleitenden gewogenen Durchschnittsverfahrens. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten umfasst neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung. Vom Wahlrecht, Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten einzubeziehen, wird kein Gebrauch gemacht. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, welche sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten oder Veräußerungserlösen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigen beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert aktiviert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes wird mit einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Zur Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung wird der Devisenbriefkurs im Entstehungszeitpunkt oder der niedrigere beizulegende Wert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag verwendet. Für Ausgaben, die Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, werden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen als auch von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen sowie Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastung mit den sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergebenden Steuersätzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet, der Saldo aktiviert oder passiviert. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,975 % zugrunde (15,825 % Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 17,15 % Gewerbesteuer). Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method = projizierte Einmalbeitragsmethode) auf Basis der 'Heubeck-Richttafeln 2018 G' bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB). Es wurden folgende Bewertungsparameter verwendet:
Die Bewertung der mittelbaren Versorgungsverpflichtungen in der Pensionskasse Degussa VVaG, Marl, und in der Unterstützungskasse Degussa e.V., Marl, ergibt unter Anwendung des IDW Rechnungslegungshinweises RH FAB 1.021 einen handelsbilanziellen Erfüllungsbetrag nicht gedeckter Rentenanpassungsverpflichtungen von TEUR 1.773, der unter Inanspruchnahme des Wahlrechts des Artikels 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB in der Bilanz nicht ausgewiesen wird. Die Bewertung der mittelbaren Versorgungsverpflichtungen erfolgt nach gleicher Bewertungsprämissen wie bei der Bewertung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen. Die Zusagen für Langzeitkonten enthalten zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen für tarifliche Einmalzahlungen, Urlaub während der Freistellungsphase sowie die Schlussförderungen. Die Anwartschaften mit noch nicht vereinbarter Schlussförderung sind nach Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit gewichtet worden. Die zweite Komponente beinhaltet die laufenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebereinbringungen in ein individuelles Wertguthabenkonto, welches durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Bei dieser Komponente handelt es sich um eine wertpapiergebundene Zusage gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Der Verpflichtungsumfang entspricht dabei dem Zeitwert der hinterlegten Vermögenswerte von TEUR 2.683 (Vorjahr TEUR 0). Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Vermögenswerte, die zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus dem Wertguthabenkonto bestimmt sind, mit diesen Verpflichtungen verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betragen TEUR 2.501 (Vorjahr TEUR 0). Soweit die Marktwerte für die Vermögenswerte vorliegen, werden diese zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Seit August 2023 werden die Vermögenswerte in einem "Garantieprodukt" als Allianz Portfolio Konzept gehalten. Die Vermögenswerte entsprechen den Markwerten zum 31.12.2023. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige langfristige Rückstellungen werden laufzeitadäquat abgezinst. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB). Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Erläuterungen zum JahresabschlussI. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 8.942) und betreffen im Vorjahr mit TEUR 7.875 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierten aus Forderungen aus Cashpooling in Höhe von TEUR 1.043, sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 24. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2022 bestanden im Wesentlichen aus der Weiterverrechnung von Rohstoffkäufen, die an die Evonik Operations GmbH geliefert wurden. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag haben, wie im Vergleichszeitraum, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel bestehen aus Kontokorrentguthaben in Höhe von TEUR 4.803 (Vorjahr TEUR 25). Latente Steuern Der Überhang an aktiven latenten Steuern beläuft sich auf TEUR 2.123 (Vorjahr TEUR 0). Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei langfristigen Rückstellungen, sowie aus latenten Steuern auf Verlustvorträge, die in den kommenden fünf Jahren mit entsprechenden Gewinnen verrechnet werden können. In diesem Geschäftsjahr wurde erstmalig das Aktivierungswahlrecht für latente Steuern nach §274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen.
Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25. Die Veränderung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 41.043 resultiert einerseits aus der Einbringung des CYC-Geschäfts in die WeylChem Wesseling GmbH im Rahmen des Einbringungsvertrags mit der Evonik Operations GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 (TEUR 26.043). Weiterhin erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Juni 2023 eine Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 15.000. Der Verlustvortrag aus dem Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 2.236 (Vorjahr TEUR 0). Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen basierend auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und der Bewertung der Pensionsrückstellungen basierend auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt TEUR 44 (Vorjahr TEUR 0). Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB, die in diesem Geschäftsjahr nicht zur Anwendung kommt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 1.822 (Vorjahr TEUR 0), davon insbesondere für Langzeitkonten und sonstige Unterstützung in Höhe von TEUR 1.115, Zeitguthaben, Resturlaubsansprüche und Jubiläen in Höhe von TEUR 385, Boni und Tantiemen in Höhe von TEUR 209 und sonstige Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 113. Weiterhin sind vor allem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 2.019 (Vorjahr TEUR 2.268) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen bestanden zum 31. Dezember 2022 im Wesentlichen aus ausstehenden Eingangsrechnungen im Zusammenhang mit Rohstoffkäufen, die an die Evonik Operations GmbH geliefert wurden. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vergleichszeitraum, innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr TEUR 1). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum 31. Dezember 2022 im Wesentlichen aus Rohstoffkäufen, die physisch an den ehemaligen Gesellschafter geliefert wurden, der WeylChem Wesseling GmbH als Vertragspartner in Rechnung gestellt wurden, und anschließend an den ehemaligen Gesellschafter als Empfänger der Lieferung weiterbelastet wurden. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf chemischer Produkte betragen TEUR 66.872 (Vorjahr TEUR 0). Davon entfallen TEUR 8.462 auf Inlandumsätze und TEUR 58.410 auf Auslandsumsätze. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 597 (Vorjahr TEUR 0) bestehen aus Erträgen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 444, periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 66, Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 62, sowie aus weiteren sonstigen Erträgen von TEUR 25. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 21.149 (Vorjahr TEUR 5) bestehen im Wesentlichen aus Dienstleistungen in Höhe von TEUR 5.811 (Vorjahr TEUR 4), Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung in Höhe von TEUR 5.634 (Vorjahr TEUR 0), Logistikkosten TEUR 3.990 (Vorjahr TEUR 0), Entsorgung und Reinigung in Höhe von TEUR 1.793 (Vorjahr TEUR 0), Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 711 (Vorjahr TEUR 0), Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 345 (Vorjahr TEUR 0), Versicherungsaufwendungen in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr TEUR 0), Aufwand aus Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr TEUR 0) und übrigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.332 (Vorjahr TEUR 1), in denen unter anderem Aufwendungen für Schutzkleidung und Wäsche, sonstige IT Aufwendungen, Kantinenzuschüsse sowie Aufwendungen für Ausbildung enthalten sind. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten in diesem Geschäftsjahr Erträge aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.123 (Vorjahr TEUR 0). Als Teil des ICI Group fällt die WeylChem Wesseling GmbH in den Anwendungsbereich der Mindestbesteuerungsregelungen (Pillar II), die ab dem 1. Januar 2024 anwendbar sind. Auf Basis einer ersten indikativen Analyse auf Gruppenebene zur Ermittlung der zukünftigen Betroffenheit durch die globale Mindeststeuer wird gegenwärtig davon ausgegangen, dass die Gesellschaft von diesen Regelungen nicht materiell betroffen sein wird. D. Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 73 Mitarbeiter beschäftigt, davon 68 gewerbliche Mitarbeiter und 5 Angestellte. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 12.435 (Vorjahr TEUR 0) bestehen im Wesentlichen aus Pachtverhältnissen mit International Chemical Investors RE IV GmbH, Frankfurt am Main. Der Pachtvertrag betrifft den Standort in Wesseling. Die restlichen finanziellen Verpflichtungen entfallen auf Leasingverhältnisse für Container und Kesselwagen, sowie Dienstleistungsverträge. Die gesamten sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 11.279 (Vorjahr TEUR 0). Das wirtschaftliche Eigentum für die gemieteten und geleasten Gegenstände verbleibt beim Verpächter bzw. Vermieter und Leasinggeber, so dass es zu keiner Bilanzierung bei der Gesellschaft kommt. Die Vorteile der Verträge liegen in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Investitions- und Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die gepachteten Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von TEUR 2.065 (Vorjahr TEUR 0). Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es sind keine marktunüblichen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB getätigt worden. Honorare des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer berechnete Honorar beträgt für das Geschäftsjahr 2023 netto TEUR 56 (im Vorjahr TEUR 0). Es handelt sich um Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2023. Ausschüttungsgesperrte Beträge i. S. d. §§ 253 Abs. 6 S. 2, 268 Abs. 8 HGB Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 unterliegen der Ausschüttungssperre:
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen abzüglich des Verlustvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB kommt somit nicht zur Anwendung. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Nach dem Bilanzstichtag gab es kein berichtspflichtiges Ereignis. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 4.313 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Die WeylChem Wesseling GmbH wird in den Konzernabschluss der ICI Group GmbH einbezogen, der entsprechend den Vorschriften der IAS/IFRS des IASB aufgestellt wird. Kleinster und größter Konsolidierungskreis im Konzern ist die ICI Group GmbH, Frankfurt am Main. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der WeylChem Wesseling GmbH gehörten im Berichtszeitraum folgende Personen an:
Gemäß § 286 Absatz 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.
Essen, den 19. Juli 2024 Die Geschäftsführung Dr. Stefan Sigmund Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WeylChem Wesseling GmbH (vormals: Evonik CYC GmbH, Essen), Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WeylChem Wesseling GmbH (vormals: Evonik CYC GmbH, Essen), Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WeylChem Wesseling GmbH (vormals: Evonik CYC GmbH, Essen) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2022 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sind nicht geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 19. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Martin Flür, Wirtschaftsprüfer ppa. Rieke Marie Schwab-van Geldern, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 22.07.2024 festgestellt. |
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