NAP Investment Management GmbH

Novalisstraße 12, 10115 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 169743
Vorher
Dresselhaus Ventures 4 GmbHVoltage Ventures Management GmbHCavalry Ventures Management GmbH
Eingetragen
20.8.2015
Branche
Wagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenFondsmanagement
Gegenstand
Das Verwalten von Spezial-AIF und das Verwalten von europäischen Risikokapitalfonds (EuVE-CA) sowie die Beteiligung und Geschäftsführung an von ihr verwalteten Spezial-AIF und europäischen Risikokapitalfonds (Eu-VECA), einschließlich der Beteiligung an diesen als geschäftsführender Gesellschafter. Die Tätigkeiten des Unternehmens erfolgen auf Grundlage und im Umfang einer Registrierung nach § 44 i.V.m. § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft sowie einer Registrierung als Verwalter eines qualifizierten Risikokapitalfonds gemäß Art. 14 Verordnung (EU) Nr. 345/2013 (EuVECA-VO).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claude Thomas Ritter
seit 29.1.2020
Geschäftsführer
Stefan Walter
seit 5.4.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
38.04%
33.76%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Germany
11.413 €
38.04%
Germany
10.128 €
33.76%
u25 ventures GmbH
Germany
3.486 €
11.62%
Liechtenstein
2.986 €
9.95%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cavalry Ventures Management GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Struktur

Die "Cavalry Ventures Management GmbH" ("Gesellschaft") ist eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs ("KAGB").

Seit 2015 ist die Gesellschaft bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("Bundesanstalt" oder "BaFin") als externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft registriert. Ihre Tätigkeit unterliegt der Aufsicht durch die Bundesanstalt.

Die Gesellschaft verwaltet die von ihr nach dem KAGB konzipierten, geschlossenen inländischen alternativen Investmentfonds ("AIF" oder "Fonds").

1.2. Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft legt extern verwaltete Fonds auf und übernimmt für diese die kollektive Vermögensverwaltung im Sinne von § 1 Abs. 19 Nr. 24 KAGB. Dies umfasst ausschließlich geschlossene inländische Spezial-AIF im Bereich Wagniskapital.

Die Fonds können Anteile direkt oder über Wandelinstrumente an Firmen erwerben, die Technologien entwickeln und / oder technologiebezogene Dienstleistungen anbieten.

Der Gesellschaft obliegen die nach dem KAGB vorgeschriebenen Tätigkeiten, deren Kernbereiche das Portfoliomanagement sowie das Risikomanagement darstellen. Es bestehen Auslagerungsverträge mit Dritten. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Fondsadministration inkl. der Buchhaltung und der Steuerberatung.

Die Gesellschaft verwaltet im Berichtsjahr folgende inländische Spezial-AIF im Sinne des KAGB inkl. des Jahres der Aufsetzung:

1.2.1. Hauptfonds

Cavalry Ventures I GmbH & Co. KG - 2016 - "Fonds I"

Cavalry Ventures II GmbH & Co. KG - 2019 - "Fonds II"

Cavalry Ventures III GmbH & Co. KG - 2022 - "Fonds III"

Cavalry Growth Opportunity Fund I GmbH & Co. KG - 2020 - "Growth Fonds I"

Cavalry Growth Opportunity Fund II GmbH & Co. KG - 2022 - "Growth Fonds II"

Zusammen "Hauptfonds".

1.2.2. Feeder Fonds

Cavalry Ventures II Entrepreneurs Feeder GmbH & Co. KG - 2019 - "Feeder II"

Cavalry Ventures III Entrepreneurs Feeder GmbH & Co. KG - 2022 - "Feeder III"

Cavalry Growth Opportunity Fund I Entrepreneurs Feeder GmbH & Co. KG - 2020 - "Feeder Growth I"

Cavalry Growth Opportunity Fund II Entrepreneurs Feeder GmbH & Co. KG - 2022 - "Feeder Growth II"

Zusammen "Feeder Fonds".

1.2.3. Special Purpose Vehicles (SPV)

Cavalry Ventures UC I GmbH & Co. KG - 2020 - "UC I"

Cavalry Ventures B.io I GmbH & Co. KG - 2020 - "B.io I"

Cavalry Ventures PR I GmbH & Co. KG - 2020 - "PR I"

Cavalry Ventures PL I GmbH & Co. KG - 2021 - "PL I"

Cavalry Ventures PR II GmbH & Co. KG - 2021 - "PR II"

Cavalry Ventures FO I GmbH & Co. KG - 2022 - "FO I"

Zusammen "SPV-Fonds".

Alle Fonds zusammen "Aktive Fonds".

Im Berichtsjahr sind die aktiven Fonds die einzigen verwalteten Fonds der Gesellschaft. Sie behält sich die Möglichkeit vor, künftig weitere Fonds aufzulegen und deren Verwaltung zu übernehmen.

1.3. Leitung und Kontrolle

Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht zum Zeitpunkt der Berichterstellung aus Jörn Rouven Dresselhaus, Stefan Walter und Claude Thomas Ritter. Es besteht zum Zeitpunkt der Berichterstellung ein Investment Committee aus den gleichen drei Personen für alle aktiven Fonds.

1.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft ist im Berichtsjahr wie auch im vorangegangenen Jahr der durchschnittliche Bestand an liquiden Mitteln.

Als Leistungsindikator für die Wertentwicklung der verwalteten Fonds ist die Summe der gesamten Kapitalzusagen eine wesentliche Kennzahl. Sie beeinflusst als Bemessungsgrundlage die laufenden Erlöse der Gesellschaft aus der Vermögensverwaltung. Weitere wesentliche Kennzahlen der verwalteten Fonds sind Multiple on Invested Capital und Total Value to Paid-In Capital.

Die Gesellschaft konnte in 2023 rd. 94,05 % ihrer gesamten Erträge mit Vergütungen aus Provisionen (hierunter fallen ggf. auch Erträge für die Konzeption und Strukturierung aus der Fondsauflage) erzielen. Diese Provisionserträge haben in 2023 die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen komplett gedeckt.

Darüber hinaus verfolgt die Gesellschaft auch ökologische und soziale Ziele auf Ebene der Gesellschaft und der Fondsgesellschaften Fonds I und Fonds II. Daher werden auf Ebene der Gesellschaft und der Portfolio Gesellschaften verschiedene Indikatoren erhoben und Risikoeinschätzung in Bezug auf ökologische und soziale Risiken. Die aktuell angestrebten Ziele sind die Erhöhung der Diversität im Start-up-/Tech-Sektor sowie die Reduktion von Treibhausgasemissionen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Allgemeine Entwicklungen

Die Weltwirtschaft ist laut dem Internationalen Währungsfonds ("IWF") im Berichtsjahr 2023 um 3,3 % gewachsen. Die IWF-Finanzexperten gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 auf einem ähnlichen Niveau mit 3,2 % bzw. 3,3 % bewegen wird. Der IWF weist insbesondere darauf hin, dass die Inflation bei den Dienstleistungen die Fortschritte in der Inflationsbekämpfung verzögern, was die geldpolitische Normalisierung erschwert. Die Aufwärtsrisiken für die Inflation haben somit zugenommen, was höhere und länger anhaltende Zinssätze ermöglichen sollte.1

2.1.2. Markt für Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) in Deutschland

Laut des Jahresberichts für 2023 der Bundesanstalt erhielten im Jahr 2023 weitere fünf deutsche KVGen (Vorjahr: sechs Gesellschaften) die Erlaubnis, Investmentvermögen zu verwalten, oder die BaFin erweiterte ihre bereits bestehende Zulassung. Zwei Gesellschaften gaben ihre Erlaubnis zurück; im Vorjahr war es eine. Ende 2023 verfügten damit 144 Unternehmen mit Sitz in Deutschland über eine Erlaubnis nach dem KAGB (Vorjahr: 144 Unternehmen). Darüber hinaus ließen sich in 2023 insgesamt 54 KVGen nach § 44 KAGB registrieren; 2022 hatten sich 85 Gesellschaften eintragen lassen. 37 Gesellschaften gaben ihre Registrierung zurück, im Vorjahr waren es 38. Damit belief sich die Gesamtzahl der registrierten KVGen Ende 2023 auf 540 (Vorjahr: 523 KVGen).2

2.1.3. Markt für Wagniskapitalinvestitionen

Die globalen Wagniskapitalinvestitionen haben laut dem Analyse-Institut CB Insights im Jahr 2023 einen drastischen Rückgang um 42 % gegenüber dem Vorjahr erfahren und erreichten weltweit 248 Milliarden US-Dollar. Der Finanzierungsrückgang war während des gesamten Jahres 2023 zu verzeichnen, aber insbesondere im vierten Quartal 2023 mit einem Finanzierungsvolumen von 51 Milliarden US-Dollar besonders stark ausgeprägt, was einem Rückgang um 24 % gegenüber dem Vorquartal entspricht und womit das Niveau von Ende 2016 bzw. Anfang 2017 erreicht wurde.3

2.2. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft blickt auf ein positives Geschäftsjahr 2023 zurück. Nach der Gründung der Gesellschaft im Jahr 2015 wurde die operative Geschäftstätigkeit 2016 aufgenommen. Das Geschäftsjahr war neben zwei weiteren Closings von Fonds III im September und Dezember 2023 und einem weiteren Closing vom Growth Fonds II im November 2023 vor allem durch den Aufbau und die Betreuung des Investmentportfolios der aktiven Fonds geprägt.

Fonds I hat die Investitionsphase in 2019 abgeschlossen und im Geschäftsjahr auch lediglich kleinere Folgeinvestments getätigt. Die Kapitalzusagen betrugen im Berichtsjahr unverändert EUR 21,8 Mio. und das neu abgerufene Investitionskapital betrug im Geschäftsjahr rund EUR 0,6 Mio. Darüber hinaus erfolgte im Geschäftsjahr 2023 der erste Teilexit eines Investments, so dass zu Beginn des Jahres 2024 die erste Ausschüttung an die Investoren erfolgen konnte.

Fonds II hat seine Investitionsphase in 2019 begonnen und im Geschäftsjahr noch Folgeinvestments getätigt. Die Kapitalzusagen betrugen im Berichtsjahr unverändert EUR 80,0 Mio. und das neu abgerufene Investitionskapital betrug im Geschäftsjahr rund EUR 9,4 Mio.

Growth Fonds I hat seine Investitionsphase Ende 2020 begonnen und in 2022 beendet. Die Kapitalzusagen betrugen im Geschäftsjahr 2023 unverändert EUR 22,3 Mio. und das neu abgerufene Investitionskapital betrug im Geschäftsjahr rund EUR 0,7 Mio.

Fonds III hat im Geschäftsjahr seine Investitionsphase fortgesetzt und insgesamt acht Investments getätigt. Die neuen Kapitalzusagen betrugen im Geschäftsjahr EUR 15,7 Mio., wodurch die Kapitalzusagen insgesamt auf EUR 85,9 Mio. gestiegen sind. Das neu abgerufene Investitionskapital betrug im Geschäftsjahr rund EUR 21,0 Mio.

Growth Fonds II hat im Geschäftsjahr seine Investitionsphase fortgesetzt und ein Investment getätigt. Die neuen Kapitalzusagen betrugen im Geschäftsjahr EUR 0,4 Mio., wodurch die Kapitalzusagen insgesamt auf EUR 32,6 Mio. gestiegen sind. Das neu abgerufene Investitionskapital betrug im Geschäftsjahr rund EUR 1,2 Mio.

Gemessen an den wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft ist der Geschäftsverlauf als gut zu bewerten. Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.665.009,73 erzielt. Der Finanzmittelbestand hat sich im Geschäftsjahr von EUR 447.402,52 auf EUR 181.202,14 reduziert.

2.3. Lage des Unternehmens

2.3.1. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr von Personalaufwand und Verwaltungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäftsbetrieb beeinflusst. Die Gesellschaft erzielte Erträge in Höhe von insgesamt EUR 6.502.020,34. Diese stammen im Wesentlichen in Höhe von EUR 6.115.019,74 aus ihrer Verwaltungstätigkeit (Management-Fees).

Die Aufwendungen der Gesellschaft bestehen zum Großteil aus dem Personalaufwand in Höhe von 3.146.080,59. Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr einschließlich der Geschäftsführer durchschnittlich 24 Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 1.563.486,46 beinhalten im Wesentlichen Mietkosten in Höhe von EUR 150.039,99, Kosten für Versicherungen in Höhe von EUR 30.810,72, Lizenzkosten in Höhe von EUR 215.323,92, Werbe- und Repräsentationskosten in Höhe von EUR 295.992,48, Reisekosten in Höhe von EUR 156.542,51 sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 239.154,39. Darüber hinaus ist die nicht abziehbare Vorsteuer für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 187.740,09 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Der Jahresüberschuss betrug im Berichtsjahr EUR 1.665.009,73 und lag damit deutlich über dem im Vorjahr prognostizierten Korridor für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 100 - 350. Dies ist im Wesentlichen auf die teilweise Realisierung des Vorabgewinns aus Fonds I zurückzuführen, die der Gesellschaft lt. Gesellschaftsvertrag des Fonds I nach deren erfolgreichem Teilexit eines Investments zustand. Im Vorjahr erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 476.932,20.

Die im Geschäftsjahr bei Fonds III und Growth Fonds II eingegangenen neuen Kapitalzusagen der Investoren liegen mit insgesamt EUR 16,1 Mio. deutlich unterhalb des im Vorjahr prognostizierten Werts für das Geschäftsjahr 2023. Daher wurde die Zeichnungsphase für Fonds III mittels Gesellschafterbeschluss bis maximal 13. September 2024 verlängert.

2.3.2. Finanzlage

Kapitalstruktur
Das Nennkapital der Gesellschaft beträgt EUR 29.999,00. Die nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen betragen EUR 12.500,00.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.329.276,30 bestehen im Wesentlichen in Höhe von EUR 1.937.756,02 aus den Vorabgewinnen des Fonds I. Die Passivierung resultiert aus Abschnitt 13 des Gesellschaftsvertrages der Cavalry Ventures I GmbH & Co. KG. Die Cavalry Ventures Management ist zur Entnahme eines jährlichen Vorabgewinnanteils berechtigt. Im Falle von Überentnahmen über die gesamte Laufzeit hinweg ist die Cavalry Ventures Management GmbH allerdings zur Rückzahlung dieser Überentnahmen verpflichtet. Die Gewinnrealisierung findet folglich erst nach Realisierungen von Investments im Fonds I statt. Im Geschäftsjahr erfolgte im Fonds I der Teilexit eines Investments, wodurch der Gesellschaft eine Realisierung des Vorabgewinns in Höhe von EUR 1.488.813,97 zustand und die Verbindlichkeiten gegenüber Fonds I in entsprechender Höhe gemindert werden konnten.

Die Rückstellungen in Höhe von EUR 359.299,80 (Vorjahr: EUR 208.840,00) beinhalten Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärung in Höhe von jeweils 40.000,00 für die Jahre 2020 und 2021 sowie in Höhe von jeweils EUR 47.600,00 für die Jahre 2022 und 2023, für die Jahresabschlussprüfung in Höhe von EUR 11.900,00 für das Geschäftsjahr 2023 sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von EUR 43.615,00 und Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 128.584,80.

Liquidität
Der Finanzmittelbestand hat sich im Geschäftsjahr von EUR 447.402,52 auf EUR 181.202,14 reduziert.

Dieser Abgang ist auf einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR
26, einen negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 484 sowie einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 192 zurückzuführen.

2.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zum Stichtag im Wesentlichen geprägt durch kurzfristig fällige Bankguthaben in Höhe von EUR 181.202,14, Forderungen in Höhe von EUR 1.244.732,59 sowie Sach- und Finanzanlagen in Höhe von insgesamt EUR 821.558,59. Die Finanzierung des Anlage- und Umlaufvermögens sowie des laufenden Geschäftsbetriebs erfolgte im Wesentlichen aus Vorab-Gewinnen, wie vorstehend den Ausführungen zur Kapitalstruktur zu entnehmen ist.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 rd. -13,36 %.

Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2023 bilanziell überschuldet und weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 363.445,57 aus. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die Gesellschaft nicht im Sinne des § 19 InsO überschuldet. Der Großteil der Überschuldung ist auf die Verbindlichkeit gegenüber Fonds I in Höhe von EUR 1,9 Mio. zurückzuführen. Diese Verbindlichkeit entsteht durch einen Vorabgewinn, den die Gesellschaft von Fonds I vor jeglichen Auszahlungen an die Kommanditisten von Fonds I erhält. Diese Verbindlichkeit muss nur in dem Fall zurückgezahlt werden, wenn der realisierte Wert von Fonds I niedriger ist als die Verbindlichkeit. Sobald Fonds I Investments realisiert, wird die Verbindlichkeit aufgelöst und als Umsatzerlös verbucht. Aktuell liegt der Marktwert des Portfolios von Fonds I bei über EUR 95 Mio. mit 9 Firmen, die einen Marktwert über EUR 3,3 Mio. haben. Im Geschäftsjahr wurden bereits rund EUR 1,5 Mio. realisiert. Eine volle Auflösung der Verbindlichkeit ist innerhalb der nächsten 1-2 Jahre zu erwarten.

2.4. Gesamtaussage

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr gut verlaufen. Dies ist in erster Linie auf die Erträge aus der Verwaltungstätigkeit zurückzuführen. Dem stehen die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Verwaltungsaufwendungen gegenüber. Aus diesem Delta ergibt sich das Jahresergebnis der Gesellschaft.

Der Gesamtwert der Kapitalzusagen der aktiven Fonds konnte im Vergleich zum Vorjahr um rund 16,1 Mio. erhöht werden. Dies sorgt dafür, dass zukünftig hinreichende Erträge aus KVG-Vergütungen erwirtschaftet werden können, die eine Stabilisierung der Vermögenslage erwarten lassen.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftspolitik der Gesellschaft ist ausgerichtet auf die Steigerung der Unternehmenswerte der aktiven Fonds durch erfolgreiche Investitionen in die Portfoliounternehmen.

Dies setzt zum einen ein effektives Chancenmanagement voraus, damit die Gesellschaft die Chance zur Beteiligung an vielversprechenden Unternehmen erkennen und nutzen kann. Das Chancenmanagement beinhaltet zum Beispiel eine laufende Marktbeobachtung oder eine strukturierte Analyse der identifizierten und infrage kommenden Beteiligungsmöglichkeiten.

Zum anderen ist ein Risikomanagement erforderlich, das einen umfassenden Überblick über die Risikolage der Gesellschaft gewährleistet. Insbesondere die Früherkennung von Risiken mit wesentlichen negativen finanziellen Auswirkungen auf die aktiven Fonds ist von großer Bedeutung, damit Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung oder zur Bewältigung von Risiken ergriffen werden können.

3.1. Chancen

Die nachfolgend beschriebenen Chancen können einen vorteiligen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

3.1.1. Chancen aus Veränderungen des Umfeldes und der Branche

Laut IWF ist von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,2 % bzw. 3,3 % in den Jahren 2024 und 2025 auszugehen. Der IWF weist insbesondere darauf hin, dass die Inflation bei den Dienstleistungen die Fortschritte in der Inflationsbekämpfung verzögern, was die geldpolitische Normalisierung erschwert. Die Aufwärtsrisiken für die Inflation haben somit zugenommen, was höhere und länger anhaltende Zinssätze ermöglichen sollte.4

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung ist im Umfeld weiterhin viel Dry Powder im Markt vorhanden. Die Anlage in andere Asset-Klassen ist zunehmend unattraktiv, bspw. in Immobilien aufgrund der rückgängigen Rendite oder in Private Equity aufgrund des steigenden Zinsniveaus für die Aufnahme von Fremdkapital. Signifikante Vermögen müssen dennoch allokiert werden. Die Wagniskapital-Klasse stellt deshalb eine weiterhin attraktive Anlageklasse dar.

Zudem erfährt der Investitionsschwerpunkt in KI im Speziellen in jüngster Zeit enormen globalen Aufwind.

Da sich die Spezial-AIF auf die Investitionen in Frühphasengesellschaften konzentrieren, sind Neuinvestments nicht zu stark von den aktuellen Marktbedingungen betroffen, da es nur geringe operative Kosten gibt. Dies bringt die Chance, dass die Gesellschaft auch mit Folgefonds ein relevantes Portfolio aufbauen kann.

3.2. Risiken

3.2.1. Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft erfasst und identifiziert laufend die wesentlichen Risiken der verwalteten Fonds. Wesentliches Instrument ist hierzu insbesondere eine quartalsweise Abfrage und Beobachtung der operativen Leistung der Minderheitsbeteiligungen der verwalteten Fonds.

Schutzvorkehrungen gegen Interessenkonflikte bestehen durch geordnete Maßnahmen, insbesondere durch ein mehrköpfiges Investment Committee, Investor Advisory Boards, Prozessmanagement, Geschäftsordnungen und ausgelagerte Fondsadministration.

Ein weiterer großer Baustein des Risikomanagementsystems ist die Geldwäscheprävention. Die Geldwäscheprüfungen und -prävention wurden am 1. Januar 2023 an einen externen Dienstleister (All AML) ausgelagert. Im Onboarding der Investoren in die neuen Fonds werden die aktuell geltenden Geldwäscherichtlinien angewendet, die relevanten Informationen der Investoren eingeholt und eine interne Risikoprüfung vorgenommen. Die Informationen aller Investoren werden zentral verwaltet.

3.2.2. Allgemeine und wesentliche Risiken

Die nachfolgend beschriebenen Risiken können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Operative Risiken
Der Erfolg der verwalteten Fonds wird von der wirtschaftlichen Entwicklung der Zielgesellschaften und der Entwicklung der Preise pro Anteil der Zielgesellschaften beeinflusst. Negative Entwicklungen der Zielgesellschaften wirken sich auf den Wert der Beteiligungen eines Fonds aus. Das Risiko wird für die Gesellschaft aufgrund der derzeitigen Struktur der Portfolios und der bisherigen Wertentwicklung bei einzelnen Investments auf Basis des derzeitigen Kenntnisstandes des Managements als gering eingestuft.

Marktrisiken
Der Erfolg der verwalteten Fonds wird (indirekt) ebenfalls durch die Entwicklung des Marktes für Wagniskapital beeinflusst. Ein Rückgang an Wagniskapital könnte (indirekt) zu geringeren oder ausbleibenden Investitionen in die Zielgesellschaften führen, was möglicherweise zu Liquiditätsengpässen und/oder geringeren Preisen pro Anteil der Zielgesellschaften führen kann.

Sollte das allgemeine Zinsniveau signifikant ansteigen, könnte sich das Marktklima für Spezial-AIF verschlechtern. Gleiches gilt möglicherweise für die weltweiten Wagniskapitalinvestitionen, die insofern auch Wagniskapitalinvestitionen in Technologiefirmen betreffen würden. Sollte sich das Marktumfeld für den Vertrieb neuer Wagniskapitalfonds verschlechtern, besteht für die Gesellschaft möglicherweise das Risiko, dass in den kommenden Jahren keine neuen Fonds aufgelegt werden können. Hieraus würde ein Ertragsrückgang ab dem Jahre 2027 folgen. Das Risiko wird für die Gesellschaft als moderat eingestuft.

Mit dem Begriff Kontrahentenrisiko wird das Risiko beschrieben, dass Vertragspartner ihren jeweiligen Verpflichtungen nicht (mehr) nachkommen. Im Kontext der Gesellschaft besteht das wesentliche Kontrahentenrisiko darin, dass Investoren der von der Gesellschaft verwalteten Fonds den Kapitalabrufen, welche die Verwaltungsgebühren beinhalten, nicht (mehr) nachkommen. Bislang wurden keine Vertragsverletzungen festgestellt. Die Gesellschaft ist mit der Vermögensverwaltung von Fonds betraut. Das Risiko wird für die Gesellschaft als gering eingestuft.

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass der Gesellschaft die Verwaltung eines Fonds entzogen wird. Dies könnte der Fall sein, wenn sich aus Sicht der Bundesanstalt aufsichtsrechtliche Mängel in Bezug auf die Tätigkeit der Gesellschaft ergeben. Bislang sind hierfür der Gesellschaft keine Anzeichen bekannt. Das Risiko wird für die Gesellschaft als gering eingestuft.

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass ein Vermögensgegenstand oder eine Position nicht hinreichend schnell bei begrenzten Kosten veräußert, liquidiert oder geschlossen werden kann, sodass die Erfüllung von Zahlungs- und Rückgabeverpflichtungen nicht gewährleistet werden kann. Es wurden im Berichtsjahr keine Liquiditätsrisiken der Gesellschaft identifiziert. Das Risiko wird für die Gesellschaft als gering eingestuft.

3.3. Prognosebericht

Das allgemeine Marktumfeld wird seit Beginn des Jahres 2023 zum einen durch die steigende Inflation und steigende Zinsen sowie zum anderen durch den Russland-Ukraine-Konflikt weiter geprägt. Es ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2024 speziell in den westlichen Marktwirtschaften Wagniskapital mit einer im Vergleich zu 2021 geringeren Geschwindigkeit investiert werden könnte. Dies könnte sich in möglicherweise betragsmäßig kleineren Finanzierungsrunden äußern.

Im Jahr 2024 wird das Fundraising für Fonds III weitergeführt. Wir erwarten daher eine weitere Erhöhung der Kapitalzusagen um mindestens EUR 6,4 Mio. bis zum finalen Closing. Die Gesellschaft behält sich vor, spontan auf etwaige Investorengruppen zu reagieren und einen Fonds, vor allem einen SPV-Fonds, aufzulegen und entsprechend zu verwalten.

Die Erlöse werden im Jahr 2024 voraussichtlich  unter dem Niveau wie im aktuellen Berichtsjahr liegen. Wir erwarten ein Ergebnis in einer Bandbreite von TEUR 0 bis TEUR 500.

 

Berlin, den 16. Juli 2024

gez. Cavalry Ventures Management GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer


Rouven Dresselhaus, Stefan Walter und Claude Ritter

1 Quelle: IWF, World Economic Outlook, Juli 2024
2 Quelle: BaFin, Jahresbericht 2023, Mai 2024
3 Quelle: CB Insights: State of Venture 2023 Report, 4. Januar 2024
4 Quelle: IWF, World Economic Outlook, Juli 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 821.558,59 387.669,32
I. Sachanlagen 350.457,00 368.620,00
II. Finanzanlagen 471.101,59 19.049,32
B. Umlaufvermögen 1.425.934,73 1.146.075,05
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.244.732,59 698.672,53
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 181.202,14 447.402,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.041,05 112.153,72
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 363.445,57 2.033.454,30
Aktiva 2.719.979,94 3.679.352,39

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. eingefordertes Kapital 17.499,00 12.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 29.999,00 25.000,00
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.500,00 -12.500,00
II. Verlustvortrag 2.045.954,30 1.569.022,10
III. Jahresüberschuss 1.665.009,73 -476.932,20
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 363.445,57 2.033.454,30
B. Rückstellungen 359.299,80 208.840,00
C. Verbindlichkeiten 2.329.276,30 3.448.802,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.329.276,30 3.448.802,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 31.403,84 21.709,78
Passiva 2.719.979,94 3.679.352,39

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma "Cavalry Ventures Management GmbH" mit Sitz in Berlin im
Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 169743 B eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 1 HGB.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Anhang wurde gemäß § 285 i.V.m. § 288 HGB erstellt.

Die Bezeichnung einzelner Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB geändert, sofern dies einer klareren Darstellung der Posten dient.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter teilweiser Ausnutzung der größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 266 Abs. 1 Satz 4, 274a, 276 und 288 HGB.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr keinen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wurde zu den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten linear nach den üblichen Nutzungsdauern der Anlagegüter. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr ihres Zugangs gemäß § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum Zweck des Bilanzausweises nach dem Verhältnis der noch ausstehenden Gegenleistung zur Gesamtleistung berechnet.

Die ausstehenden Einlagen sind zum Nominalwert bewertet

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in angemessenem Umfang gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Erträge und Aufwendungen sind periodengerecht abgegrenzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen in Höhe von EUR 1.244.732,59 (Vorjahr: EUR 698.672,53) beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 780.828,75 und Forderungen aus Darlehen in Höhe von EUR 281.388,42.

2. Eigenkapital

Das Nennkapital der Gesellschaft beträgt EUR 29.999,00. Die nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen betragen EUR 12.500,00. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine Ausschüttungen vorgenommen.

3. Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von EUR 359.299,80 (Vorjahr: EUR 208.840,00) beinhalten Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärung in Höhe von jeweils EUR 40.000,00 für die Jahre 2020 und 2021 sowie in Höhe von EUR 47.600,00 für die Jahre 2022 und 2023, für die Jahresabschlussprüfung in Höhe von EUR 11.900,00 für das Geschäftsjahr 2023 sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von EUR 43.615,00 und Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 128.584,80.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.329.276,30 (Vorjahr: EUR 3.448.802,61) bestehen im Wesentlichen in Höhe von EUR 1.937.756,02 aus den Vorabgewinnen der Cavalry Ventures I GmbH & Co. KG.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das Rohergebnis in Höhe von EUR 6.502.020,34 beinhaltet im Wesentlichen die Management-Fees für 2023 in Höhe von EUR 4.626.205,77 sowie den Vorabgewinn der Cavalry Ventures I GmbH & Co. KG in Höhe von EUR 1.488.813,97.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 1.563.486,46  beinhalten im Wesentlichen Mietkosten in Höhe von EUR 150.039,99, Kosten für Versicherungen in Höhe von EUR 30.810,72, Lizenzkosten in Höhe von EUR 215.323,92, Werbe- und Repräsentationskosten in Höhe von EUR 295.992,48, Reisekosten in Höhe von EUR 156.542,51 sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 239.154,39. Darüber hinaus ist die nicht abziehbare Vorsteuer für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 187.740,09 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiteranzahl

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 21 Mitarbeiter.

2. Geschäftsführung und Vertretung

Geschäftsführer im Berichtszeitraum waren:

-  Herr Rouven Dresselhaus, Schindellegi, Schweiz
-  Herr Stefan Walter, Berlin
-  Herr Claude Ritter, Berlin

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

3. Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr wurde mit dem Wirtschaftsprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von EUR 10.000,00 netto vereinbart, welches vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt und in den Rück-stellungen berücksichtigt wurde.

4. Beteiligungsbesitz

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen zu mehr als 20 % beteiligt:



Gesellschaft



Sitz


Anteil
EK in %



Eigenkapital
in EUR

Ergebnis des
letzten Geschäftsjahres in EUR

Cavalry Ventures Co-Investment MLP UG
Berlin
100
-6.595,43
JF 2.002,03
Cavalry Ventures Verwaltungs GmbH
Berlin
100
10.625,43
JÜ 13.679,21



5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Zeichnung von Kommanditanteilen resultieren zum 31. Dezember 2023 noch nicht eingeforderte Einlageverpflichtungen gegenüber zwei Gesellschaften in Höhe von EUR 2.048.347,73.

VI. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

 

Berlin, den 16. Juli 2024

gez. Cavalry Ventures Management GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer


Rouven Dresselhaus, Stefan Walter und Claude Ritter

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Cavalry Ventures Management GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cavalry Ventures Management GmbH -  bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr  vom 1. Januar 2023 bis zum Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cavalry Ventures Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
-  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß§ 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers fiir die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresab­ schluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/l-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

München, den 30. September 2024


BTR Beratung Treuhand Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lothar Ponzer, Wirtschaftsprüfer

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