Cavalry
Ventures Management GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1. Grundlagen des Unternehmens
1.1. Struktur
Die "Cavalry Ventures Management GmbH"
("Gesellschaft") ist eine externe
Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des
Kapitalanlagegesetzbuchs ("KAGB").
Seit 2015 ist die Gesellschaft bei der Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht ("Bundesanstalt"
oder "BaFin") als externe
AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft registriert. Ihre
Tätigkeit unterliegt der Aufsicht durch die
Bundesanstalt.
Die Gesellschaft verwaltet die von ihr nach dem KAGB
konzipierten, geschlossenen inländischen alternativen
Investmentfonds ("AIF" oder "Fonds").
1.2. Geschäftstätigkeit
Die Gesellschaft legt extern verwaltete Fonds auf und
übernimmt für diese die kollektive
Vermögensverwaltung im Sinne von § 1 Abs. 19 Nr.
24 KAGB. Dies umfasst ausschließlich geschlossene
inländische Spezial-AIF im Bereich Wagniskapital.
Die Fonds können Anteile direkt oder über
Wandelinstrumente an Firmen erwerben, die Technologien
entwickeln und / oder technologiebezogene Dienstleistungen
anbieten.
Der Gesellschaft obliegen die nach dem KAGB
vorgeschriebenen Tätigkeiten, deren Kernbereiche das
Portfoliomanagement sowie das Risikomanagement darstellen.
Es bestehen Auslagerungsverträge mit Dritten. Hierbei
handelt es sich insbesondere um die Fondsadministration
inkl. der Buchhaltung und der Steuerberatung.
Die Gesellschaft verwaltet im Berichtsjahr folgende
inländische Spezial-AIF im Sinne des KAGB inkl. des
Jahres der Aufsetzung:
1.2.1. Hauptfonds
Cavalry Ventures I GmbH & Co. KG - 2016 - "Fonds I"
Cavalry Ventures II GmbH & Co. KG - 2019 - "Fonds
II"
Cavalry Ventures III GmbH & Co. KG - 2022 -
"Fonds III"
Cavalry Growth Opportunity Fund I GmbH & Co. KG -
2020 - "Growth Fonds I"
Cavalry Growth Opportunity Fund II GmbH & Co. KG
- 2022 - "Growth Fonds II"
Zusammen "Hauptfonds".
1.2.2. Feeder Fonds
Cavalry Ventures II Entrepreneurs Feeder GmbH & Co.
KG - 2019 - "Feeder II"
Cavalry Ventures III Entrepreneurs Feeder GmbH &
Co. KG - 2022 - "Feeder III"
Cavalry Growth Opportunity Fund I Entrepreneurs
Feeder GmbH & Co. KG - 2020 - "Feeder Growth I"
Cavalry Growth Opportunity Fund II Entrepreneurs
Feeder GmbH & Co. KG - 2022 - "Feeder Growth II"
Zusammen "Feeder Fonds".
1.2.3. Special Purpose Vehicles (SPV)
Cavalry Ventures UC I GmbH & Co. KG - 2020 - "UC I"
Cavalry Ventures B.io I GmbH & Co. KG - 2020 -
"B.io I"
Cavalry Ventures PR I GmbH & Co. KG - 2020 - "PR
I"
Cavalry Ventures PL I GmbH & Co. KG - 2021 - "PL
I"
Cavalry Ventures PR II GmbH & Co. KG - 2021 - "PR
II"
Cavalry Ventures FO I GmbH & Co. KG - 2022 - "FO
I"
Zusammen "SPV-Fonds".
Alle Fonds zusammen "Aktive Fonds".
Im Berichtsjahr sind die aktiven Fonds die einzigen
verwalteten Fonds der Gesellschaft. Sie behält sich
die Möglichkeit vor, künftig weitere Fonds
aufzulegen und deren Verwaltung zu übernehmen.
1.3. Leitung und Kontrolle
Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht
zum Zeitpunkt der Berichterstellung aus Jörn Rouven
Dresselhaus, Stefan Walter und Claude Thomas Ritter. Es
besteht zum Zeitpunkt der Berichterstellung ein Investment
Committee aus den gleichen drei Personen für alle
aktiven Fonds.
1.4. Finanzielle und nicht finanzielle
Leistungsindikatoren
Die wesentliche Steuerungsgröße der
Gesellschaft ist im Berichtsjahr wie auch im
vorangegangenen Jahr der durchschnittliche Bestand an
liquiden Mitteln.
Als Leistungsindikator für die Wertentwicklung
der verwalteten Fonds ist die Summe der gesamten
Kapitalzusagen eine wesentliche Kennzahl. Sie beeinflusst
als Bemessungsgrundlage die laufenden Erlöse der
Gesellschaft aus der Vermögensverwaltung. Weitere
wesentliche Kennzahlen der verwalteten Fonds sind Multiple
on Invested Capital und Total Value to Paid-In Capital.
Die Gesellschaft konnte in 2023 rd. 94,05 % ihrer
gesamten Erträge mit Vergütungen aus Provisionen
(hierunter fallen ggf. auch Erträge für die
Konzeption und Strukturierung aus der Fondsauflage)
erzielen. Diese Provisionserträge haben in 2023 die
allgemeinen Verwaltungsaufwendungen komplett gedeckt.
Darüber hinaus verfolgt die Gesellschaft auch
ökologische und soziale Ziele auf Ebene der
Gesellschaft und der Fondsgesellschaften Fonds I und Fonds
II. Daher werden auf Ebene der Gesellschaft und der
Portfolio Gesellschaften verschiedene Indikatoren erhoben
und Risikoeinschätzung in Bezug auf ökologische
und soziale Risiken. Die aktuell angestrebten Ziele sind
die Erhöhung der Diversität im
Start-up-/Tech-Sektor sowie die Reduktion von
Treibhausgasemissionen.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
2.1.1. Allgemeine Entwicklungen
Die Weltwirtschaft ist laut dem Internationalen
Währungsfonds ("IWF") im Berichtsjahr 2023 um 3,3 %
gewachsen. Die IWF-Finanzexperten gehen davon aus, dass
sich das Wachstum der Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und
2025 auf einem ähnlichen Niveau mit 3,2 % bzw. 3,3 %
bewegen wird. Der IWF weist insbesondere darauf hin, dass
die Inflation bei den Dienstleistungen die Fortschritte in
der Inflationsbekämpfung verzögern, was die
geldpolitische Normalisierung erschwert. Die
Aufwärtsrisiken für die Inflation haben somit
zugenommen, was höhere und länger anhaltende
Zinssätze ermöglichen sollte.1
2.1.2. Markt für Kapitalverwaltungsgesellschaften
(KVGen) in Deutschland
Laut des Jahresberichts für 2023 der Bundesanstalt
erhielten im Jahr 2023 weitere fünf deutsche KVGen
(Vorjahr: sechs Gesellschaften) die Erlaubnis,
Investmentvermögen zu verwalten, oder die BaFin
erweiterte ihre bereits bestehende Zulassung. Zwei
Gesellschaften gaben ihre Erlaubnis zurück; im Vorjahr
war es eine. Ende 2023 verfügten damit 144 Unternehmen
mit Sitz in Deutschland über eine Erlaubnis nach dem
KAGB (Vorjahr: 144 Unternehmen). Darüber hinaus
ließen sich in 2023 insgesamt 54 KVGen nach § 44
KAGB registrieren; 2022 hatten sich 85 Gesellschaften
eintragen lassen. 37 Gesellschaften gaben ihre
Registrierung zurück, im Vorjahr waren es 38. Damit
belief sich die Gesamtzahl der registrierten KVGen Ende
2023 auf 540 (Vorjahr: 523 KVGen).2
2.1.3. Markt für Wagniskapitalinvestitionen
Die globalen Wagniskapitalinvestitionen haben laut
dem Analyse-Institut CB Insights im Jahr 2023 einen
drastischen Rückgang um 42 % gegenüber dem
Vorjahr erfahren und erreichten weltweit 248 Milliarden
US-Dollar. Der Finanzierungsrückgang war während
des gesamten Jahres 2023 zu verzeichnen, aber insbesondere
im vierten Quartal 2023 mit einem Finanzierungsvolumen von
51 Milliarden US-Dollar besonders stark ausgeprägt,
was einem Rückgang um 24 % gegenüber dem
Vorquartal entspricht und womit das Niveau von Ende 2016
bzw. Anfang 2017 erreicht wurde.3
2.2. Geschäftsverlauf
Die Gesellschaft blickt auf ein positives
Geschäftsjahr 2023 zurück. Nach der Gründung
der Gesellschaft im Jahr 2015 wurde die operative
Geschäftstätigkeit 2016 aufgenommen. Das
Geschäftsjahr war neben zwei weiteren Closings von
Fonds III im September und Dezember 2023 und einem weiteren
Closing vom Growth Fonds II im November 2023 vor allem
durch den Aufbau und die Betreuung des Investmentportfolios
der aktiven Fonds geprägt.
Fonds I hat die Investitionsphase in 2019
abgeschlossen und im Geschäftsjahr auch lediglich
kleinere Folgeinvestments getätigt. Die Kapitalzusagen
betrugen im Berichtsjahr unverändert EUR 21,8 Mio. und
das neu abgerufene Investitionskapital betrug im
Geschäftsjahr rund EUR 0,6 Mio. Darüber hinaus
erfolgte im Geschäftsjahr 2023 der erste Teilexit
eines Investments, so dass zu Beginn des Jahres 2024 die
erste Ausschüttung an die Investoren erfolgen konnte.
Fonds II hat seine Investitionsphase in 2019 begonnen
und im Geschäftsjahr noch Folgeinvestments
getätigt. Die Kapitalzusagen betrugen im Berichtsjahr
unverändert EUR 80,0 Mio. und das neu abgerufene
Investitionskapital betrug im Geschäftsjahr rund EUR
9,4 Mio.
Growth Fonds I hat seine Investitionsphase Ende 2020
begonnen und in 2022 beendet. Die Kapitalzusagen betrugen
im Geschäftsjahr 2023 unverändert EUR 22,3 Mio.
und das neu abgerufene Investitionskapital betrug im
Geschäftsjahr rund EUR 0,7 Mio.
Fonds III hat im Geschäftsjahr seine
Investitionsphase fortgesetzt und insgesamt acht
Investments getätigt. Die neuen Kapitalzusagen
betrugen im Geschäftsjahr EUR 15,7 Mio., wodurch die
Kapitalzusagen insgesamt auf EUR 85,9 Mio. gestiegen sind.
Das neu abgerufene Investitionskapital betrug im
Geschäftsjahr rund EUR 21,0 Mio.
Growth Fonds II hat im Geschäftsjahr seine
Investitionsphase fortgesetzt und ein Investment
getätigt. Die neuen Kapitalzusagen betrugen im
Geschäftsjahr EUR 0,4 Mio., wodurch die Kapitalzusagen
insgesamt auf EUR 32,6 Mio. gestiegen sind. Das neu
abgerufene Investitionskapital betrug im Geschäftsjahr
rund EUR 1,2 Mio.
Gemessen an den wesentlichen Leistungsindikatoren der
Gesellschaft ist der Geschäftsverlauf als gut zu
bewerten. Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe
von EUR 1.665.009,73 erzielt. Der Finanzmittelbestand hat
sich im Geschäftsjahr von EUR 447.402,52 auf EUR
181.202,14 reduziert.
2.3. Lage des Unternehmens
2.3.1. Ertragslage
Die Ertragslage der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr
von Personalaufwand und Verwaltungsaufwendungen im
Zusammenhang mit dem laufenden Geschäftsbetrieb
beeinflusst. Die Gesellschaft erzielte Erträge in
Höhe von insgesamt EUR 6.502.020,34. Diese stammen im
Wesentlichen in Höhe von EUR 6.115.019,74 aus ihrer
Verwaltungstätigkeit (Management-Fees).
Die Aufwendungen der Gesellschaft bestehen zum
Großteil aus dem Personalaufwand in Höhe von
3.146.080,59. Die Gesellschaft beschäftigte im
Berichtsjahr einschließlich der
Geschäftsführer durchschnittlich 24 Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von EUR 1.563.486,46 beinhalten im Wesentlichen Mietkosten
in Höhe von EUR 150.039,99, Kosten für
Versicherungen in Höhe von EUR 30.810,72, Lizenzkosten
in Höhe von EUR 215.323,92, Werbe- und
Repräsentationskosten in Höhe von EUR 295.992,48,
Reisekosten in Höhe von EUR 156.542,51 sowie Rechts-
und Beratungskosten in Höhe von EUR 239.154,39.
Darüber hinaus ist die nicht abziehbare Vorsteuer
für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR
187.740,09 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthalten.
Der Jahresüberschuss betrug im Berichtsjahr EUR
1.665.009,73 und lag damit deutlich über dem im
Vorjahr prognostizierten Korridor für das Jahr 2023 in
Höhe von TEUR 100 - 350. Dies ist im Wesentlichen auf
die teilweise Realisierung des Vorabgewinns aus Fonds I
zurückzuführen, die der Gesellschaft lt.
Gesellschaftsvertrag des Fonds I nach deren erfolgreichem
Teilexit eines Investments zustand. Im Vorjahr
erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in
Höhe von EUR 476.932,20.
Die im Geschäftsjahr bei Fonds III und Growth
Fonds II eingegangenen neuen Kapitalzusagen der Investoren
liegen mit insgesamt EUR 16,1 Mio. deutlich unterhalb des
im Vorjahr prognostizierten Werts für das
Geschäftsjahr 2023. Daher wurde die Zeichnungsphase
für Fonds III mittels Gesellschafterbeschluss bis
maximal 13. September 2024 verlängert.
2.3.2. Finanzlage
Kapitalstruktur
Das Nennkapital der Gesellschaft beträgt EUR
29.999,00. Die nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen
betragen EUR 12.500,00.
Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR
2.329.276,30 bestehen im Wesentlichen in Höhe von EUR
1.937.756,02 aus den Vorabgewinnen des Fonds I. Die
Passivierung resultiert aus Abschnitt 13 des
Gesellschaftsvertrages der Cavalry Ventures I GmbH &
Co. KG. Die Cavalry Ventures Management ist zur Entnahme
eines jährlichen Vorabgewinnanteils berechtigt. Im
Falle von Überentnahmen über die gesamte Laufzeit
hinweg ist die Cavalry Ventures Management GmbH allerdings
zur Rückzahlung dieser Überentnahmen
verpflichtet. Die Gewinnrealisierung findet folglich erst
nach Realisierungen von Investments im Fonds I statt. Im
Geschäftsjahr erfolgte im Fonds I der Teilexit eines
Investments, wodurch der Gesellschaft eine Realisierung des
Vorabgewinns in Höhe von EUR 1.488.813,97 zustand und
die Verbindlichkeiten gegenüber Fonds I in
entsprechender Höhe gemindert werden konnten.
Die Rückstellungen in Höhe von EUR
359.299,80 (Vorjahr: EUR 208.840,00) beinhalten
Rückstellungen für die Erstellung des
Jahresabschlusses und der Steuererklärung in Höhe
von jeweils 40.000,00 für die Jahre 2020 und 2021
sowie in Höhe von jeweils EUR 47.600,00 für die
Jahre 2022 und 2023, für die
Jahresabschlussprüfung in Höhe von EUR 11.900,00
für das Geschäftsjahr 2023 sowie
Urlaubsrückstellungen in Höhe von EUR 43.615,00
und Steuerrückstellungen in Höhe von EUR
128.584,80.
Liquidität
Der Finanzmittelbestand hat sich im
Geschäftsjahr von EUR 447.402,52 auf EUR 181.202,14
reduziert.
Dieser Abgang ist auf einen Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR
26, einen negativen Cashflow aus
Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 484 sowie
einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe
von TEUR 192 zurückzuführen.
2.3.3. Vermögenslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zum
Stichtag im Wesentlichen geprägt durch kurzfristig
fällige Bankguthaben in Höhe von EUR 181.202,14,
Forderungen in Höhe von EUR 1.244.732,59 sowie Sach-
und Finanzanlagen in Höhe von insgesamt EUR
821.558,59. Die Finanzierung des Anlage- und
Umlaufvermögens sowie des laufenden
Geschäftsbetriebs erfolgte im Wesentlichen aus
Vorab-Gewinnen, wie vorstehend den Ausführungen zur
Kapitalstruktur zu entnehmen ist.
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt
zum 31. Dezember 2023 rd. -13,36 %.
Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2023 bilanziell
überschuldet und weist einen nicht durch Eigenkapital
gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 363.445,57 aus.
Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die
Gesellschaft nicht im Sinne des § 19 InsO
überschuldet. Der Großteil der
Überschuldung ist auf die Verbindlichkeit
gegenüber Fonds I in Höhe von EUR 1,9 Mio.
zurückzuführen. Diese Verbindlichkeit entsteht
durch einen Vorabgewinn, den die Gesellschaft von Fonds I
vor jeglichen Auszahlungen an die Kommanditisten von Fonds
I erhält. Diese Verbindlichkeit muss nur in dem Fall
zurückgezahlt werden, wenn der realisierte Wert von
Fonds I niedriger ist als die Verbindlichkeit. Sobald Fonds
I Investments realisiert, wird die Verbindlichkeit
aufgelöst und als Umsatzerlös verbucht. Aktuell
liegt der Marktwert des Portfolios von Fonds I bei
über EUR 95 Mio. mit 9 Firmen, die einen Marktwert
über EUR 3,3 Mio. haben. Im Geschäftsjahr wurden
bereits rund EUR 1,5 Mio. realisiert. Eine volle
Auflösung der Verbindlichkeit ist innerhalb der
nächsten 1-2 Jahre zu erwarten.
2.4. Gesamtaussage
Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung der
Gesellschaft im Berichtsjahr gut verlaufen. Dies ist in
erster Linie auf die Erträge aus der
Verwaltungstätigkeit zurückzuführen. Dem
stehen die aus der Geschäftstätigkeit
resultierenden Verwaltungsaufwendungen gegenüber. Aus
diesem Delta ergibt sich das Jahresergebnis der
Gesellschaft.
Der Gesamtwert der Kapitalzusagen der aktiven Fonds
konnte im Vergleich zum Vorjahr um rund 16,1 Mio.
erhöht werden. Dies sorgt dafür, dass
zukünftig hinreichende Erträge aus
KVG-Vergütungen erwirtschaftet werden können, die
eine Stabilisierung der Vermögenslage erwarten lassen.
3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
Die Geschäftspolitik der Gesellschaft ist
ausgerichtet auf die Steigerung der Unternehmenswerte der
aktiven Fonds durch erfolgreiche Investitionen in die
Portfoliounternehmen.
Dies setzt zum einen ein effektives Chancenmanagement
voraus, damit die Gesellschaft die Chance zur Beteiligung
an vielversprechenden Unternehmen erkennen und nutzen kann.
Das Chancenmanagement beinhaltet zum Beispiel eine laufende
Marktbeobachtung oder eine strukturierte Analyse der
identifizierten und infrage kommenden
Beteiligungsmöglichkeiten.
Zum anderen ist ein Risikomanagement erforderlich,
das einen umfassenden Überblick über die
Risikolage der Gesellschaft gewährleistet.
Insbesondere die Früherkennung von Risiken mit
wesentlichen negativen finanziellen Auswirkungen auf die
aktiven Fonds ist von großer Bedeutung, damit
Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung oder zur
Bewältigung von Risiken ergriffen werden können.
3.1. Chancen
Die nachfolgend beschriebenen Chancen können einen
vorteiligen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft haben.
3.1.1. Chancen aus Veränderungen des Umfeldes und
der Branche
Laut IWF ist von einem globalen Wirtschaftswachstum
von 3,2 % bzw. 3,3 % in den Jahren 2024 und 2025
auszugehen. Der IWF weist insbesondere darauf hin, dass die
Inflation bei den Dienstleistungen die Fortschritte in der
Inflationsbekämpfung verzögern, was die
geldpolitische Normalisierung erschwert. Die
Aufwärtsrisiken für die Inflation haben somit
zugenommen, was höhere und länger anhaltende
Zinssätze ermöglichen sollte.4
Zum Zeitpunkt der Berichterstellung ist im Umfeld
weiterhin viel Dry Powder im Markt vorhanden. Die Anlage in
andere Asset-Klassen ist zunehmend unattraktiv, bspw. in
Immobilien aufgrund der rückgängigen Rendite oder
in Private Equity aufgrund des steigenden Zinsniveaus
für die Aufnahme von Fremdkapital. Signifikante
Vermögen müssen dennoch allokiert werden. Die
Wagniskapital-Klasse stellt deshalb eine weiterhin
attraktive Anlageklasse dar.
Zudem erfährt der Investitionsschwerpunkt in KI
im Speziellen in jüngster Zeit enormen globalen
Aufwind.
Da sich die Spezial-AIF auf die Investitionen in
Frühphasengesellschaften konzentrieren, sind
Neuinvestments nicht zu stark von den aktuellen
Marktbedingungen betroffen, da es nur geringe operative
Kosten gibt. Dies bringt die Chance, dass die Gesellschaft
auch mit Folgefonds ein relevantes Portfolio aufbauen kann.
3.2. Risiken
3.2.1. Risikomanagementsystem
Die Gesellschaft erfasst und identifiziert laufend die
wesentlichen Risiken der verwalteten Fonds. Wesentliches
Instrument ist hierzu insbesondere eine quartalsweise
Abfrage und Beobachtung der operativen Leistung der
Minderheitsbeteiligungen der verwalteten Fonds.
Schutzvorkehrungen gegen Interessenkonflikte bestehen
durch geordnete Maßnahmen, insbesondere durch ein
mehrköpfiges Investment Committee, Investor Advisory
Boards, Prozessmanagement, Geschäftsordnungen und
ausgelagerte Fondsadministration.
Ein weiterer großer Baustein des
Risikomanagementsystems ist die
Geldwäscheprävention. Die
Geldwäscheprüfungen und -prävention wurden
am 1. Januar 2023 an einen externen Dienstleister (All AML)
ausgelagert. Im Onboarding der Investoren in die neuen
Fonds werden die aktuell geltenden
Geldwäscherichtlinien angewendet, die relevanten
Informationen der Investoren eingeholt und eine interne
Risikoprüfung vorgenommen. Die Informationen aller
Investoren werden zentral verwaltet.
3.2.2. Allgemeine und wesentliche Risiken
Die nachfolgend beschriebenen Risiken können sich
nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft auswirken.
Operative Risiken
Der Erfolg der verwalteten Fonds wird von der
wirtschaftlichen Entwicklung der Zielgesellschaften und der
Entwicklung der Preise pro Anteil der Zielgesellschaften
beeinflusst. Negative Entwicklungen der Zielgesellschaften
wirken sich auf den Wert der Beteiligungen eines Fonds aus.
Das Risiko wird für die Gesellschaft aufgrund der
derzeitigen Struktur der Portfolios und der bisherigen
Wertentwicklung bei einzelnen Investments auf Basis des
derzeitigen Kenntnisstandes des Managements als gering
eingestuft.
Marktrisiken
Der Erfolg der verwalteten Fonds wird (indirekt)
ebenfalls durch die Entwicklung des Marktes für
Wagniskapital beeinflusst. Ein Rückgang an
Wagniskapital könnte (indirekt) zu geringeren oder
ausbleibenden Investitionen in die Zielgesellschaften
führen, was möglicherweise zu
Liquiditätsengpässen und/oder geringeren Preisen
pro Anteil der Zielgesellschaften führen kann.
Sollte das allgemeine Zinsniveau signifikant
ansteigen, könnte sich das Marktklima für
Spezial-AIF verschlechtern. Gleiches gilt
möglicherweise für die weltweiten
Wagniskapitalinvestitionen, die insofern auch
Wagniskapitalinvestitionen in Technologiefirmen betreffen
würden. Sollte sich das Marktumfeld für den
Vertrieb neuer Wagniskapitalfonds verschlechtern, besteht
für die Gesellschaft möglicherweise das Risiko,
dass in den kommenden Jahren keine neuen Fonds aufgelegt
werden können. Hieraus würde ein
Ertragsrückgang ab dem Jahre 2027 folgen. Das Risiko
wird für die Gesellschaft als moderat eingestuft.
Mit dem Begriff Kontrahentenrisiko wird das Risiko
beschrieben, dass Vertragspartner ihren jeweiligen
Verpflichtungen nicht (mehr) nachkommen. Im Kontext der
Gesellschaft besteht das wesentliche Kontrahentenrisiko
darin, dass Investoren der von der Gesellschaft verwalteten
Fonds den Kapitalabrufen, welche die
Verwaltungsgebühren beinhalten, nicht (mehr)
nachkommen. Bislang wurden keine Vertragsverletzungen
festgestellt. Die Gesellschaft ist mit der
Vermögensverwaltung von Fonds betraut. Das Risiko wird
für die Gesellschaft als gering eingestuft.
Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass der
Gesellschaft die Verwaltung eines Fonds entzogen wird. Dies
könnte der Fall sein, wenn sich aus Sicht der
Bundesanstalt aufsichtsrechtliche Mängel in Bezug auf
die Tätigkeit der Gesellschaft ergeben. Bislang sind
hierfür der Gesellschaft keine Anzeichen bekannt. Das
Risiko wird für die Gesellschaft als gering
eingestuft.
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass ein
Vermögensgegenstand oder eine Position nicht
hinreichend schnell bei begrenzten Kosten
veräußert, liquidiert oder geschlossen werden
kann, sodass die Erfüllung von Zahlungs- und
Rückgabeverpflichtungen nicht gewährleistet
werden kann. Es wurden im Berichtsjahr keine
Liquiditätsrisiken der Gesellschaft identifiziert. Das
Risiko wird für die Gesellschaft als gering
eingestuft.
3.3. Prognosebericht
Das allgemeine Marktumfeld wird seit Beginn des Jahres
2023 zum einen durch die steigende Inflation und steigende
Zinsen sowie zum anderen durch den
Russland-Ukraine-Konflikt weiter geprägt. Es ist davon
auszugehen, dass auch im Jahr 2024 speziell in den
westlichen Marktwirtschaften Wagniskapital mit einer im
Vergleich zu 2021 geringeren Geschwindigkeit investiert
werden könnte. Dies könnte sich in
möglicherweise betragsmäßig kleineren
Finanzierungsrunden äußern.
Im Jahr 2024 wird das Fundraising für Fonds III
weitergeführt. Wir erwarten daher eine weitere
Erhöhung der Kapitalzusagen um mindestens EUR 6,4 Mio.
bis zum finalen Closing. Die Gesellschaft behält sich
vor, spontan auf etwaige Investorengruppen zu reagieren und
einen Fonds, vor allem einen SPV-Fonds, aufzulegen und
entsprechend zu verwalten.
Die Erlöse werden im Jahr 2024
voraussichtlich unter dem Niveau wie im aktuellen
Berichtsjahr liegen. Wir erwarten ein Ergebnis in einer
Bandbreite von TEUR 0 bis TEUR 500.
Berlin, den 16. Juli
2024
gez.
Cavalry Ventures Management GmbH, vertreten durch die
Geschäftsführer
Rouven Dresselhaus, Stefan Walter und Claude Ritter
1 Quelle: IWF, World Economic Outlook, Juli 2024
2 Quelle: BaFin, Jahresbericht 2023, Mai 2024
3 Quelle: CB Insights: State of Venture 2023 Report,
4. Januar 2024
4 Quelle: IWF, World Economic Outlook, Juli 2024
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
821.558,59 |
387.669,32 |
| I.
Sachanlagen |
350.457,00 |
368.620,00 |
| II.
Finanzanlagen |
471.101,59 |
19.049,32 |
| B.
Umlaufvermögen |
1.425.934,73 |
1.146.075,05 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.244.732,59 |
698.672,53 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
181.202,14 |
447.402,52 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
109.041,05 |
112.153,72 |
| D.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
363.445,57 |
2.033.454,30 |
| Aktiva |
2.719.979,94 |
3.679.352,39 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
0,00 |
| I.
eingefordertes Kapital |
17.499,00 |
12.500,00 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
29.999,00 |
25.000,00 |
| 2.
nicht eingeforderte ausstehende Einlagen |
-12.500,00 |
-12.500,00 |
| II.
Verlustvortrag |
2.045.954,30 |
1.569.022,10 |
| III.
Jahresüberschuss |
1.665.009,73 |
-476.932,20 |
| IV.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
363.445,57 |
2.033.454,30 |
| B.
Rückstellungen |
359.299,80 |
208.840,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.329.276,30 |
3.448.802,61 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.329.276,30 |
3.448.802,61 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
31.403,84 |
21.709,78 |
| Passiva |
2.719.979,94 |
3.679.352,39 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
I.
Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft ist unter der Firma "Cavalry
Ventures Management GmbH" mit Sitz in Berlin im
Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter
der Nummer HRB 169743 B eingetragen.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft
i.S.v. § 267 Abs. 1 HGB.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind
nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275
Abs. 2 HGB gegliedert. Der Anhang wurde
gemäß § 285 i.V.m.
§ 288 HGB erstellt.
Die Bezeichnung einzelner Posten der Bilanz und der
Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß
§ 265 Abs. 6 HGB geändert, sofern dies einer
klareren Darstellung der Posten dient.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter
teilweiser Ausnutzung der größenabhängigen
Erleichterungen gemäß §§ 266 Abs. 1
Satz 4, 274a, 276 und 288 HGB.
Posten der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung, die im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr
keinen Betrag ausweisen, werden gemäß
§ 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht
dem Kalenderjahr.
II.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Das
Sachanlagevermögen wurde zu den steuerlich
aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder
Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um
planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die
Abschreibungen erfolgten linear nach den üblichen
Nutzungsdauern der Anlagegüter. Geringwertige
Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten
bis EUR 800,00 wurden im Jahr ihres Zugangs
gemäß § 6 Abs. 2 EStG voll
abgeschrieben.
Die
Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten
angesetzt.
Die
Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenstände sind zum
Nennwert angesetzt.
Die
Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem
Nominalwert bewertet.
Der
aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum Zweck
des Bilanzausweises nach dem Verhältnis der noch
ausstehenden Gegenleistung zur Gesamtleistung berechnet.
Die
ausstehenden Einlagen sind zum Nominalwert bewertet
Die
Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie
wurden nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung in angemessenem Umfang gebildet.
Die
Verbindlichkeiten wurden mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die
Erträge und Aufwendungen sind periodengerecht
abgegrenzt.
III.
Erläuterungen zur Bilanz
1.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen in Höhe von EUR 1.244.732,59
(Vorjahr: EUR 698.672,53) beinhalten im Wesentlichen
Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von
EUR 780.828,75 und Forderungen aus Darlehen in Höhe
von EUR 281.388,42.
2.
Eigenkapital
Das Nennkapital der Gesellschaft beträgt EUR
29.999,00. Die nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen
betragen EUR 12.500,00. Die Gesellschaft hat im
Geschäftsjahr keine Ausschüttungen vorgenommen.
3.
Rückstellungen
Die Rückstellungen in Höhe von EUR 359.299,80
(Vorjahr: EUR 208.840,00) beinhalten Rückstellungen
für die Erstellung des Jahresabschlusses und der
Steuererklärung in Höhe von jeweils EUR 40.000,00
für die Jahre 2020 und 2021 sowie in Höhe von EUR
47.600,00 für die Jahre 2022 und 2023, für die
Jahresabschlussprüfung in Höhe von EUR 11.900,00
für das Geschäftsjahr 2023 sowie
Urlaubsrückstellungen in Höhe von EUR 43.615,00
und Steuerrückstellungen in Höhe von EUR
128.584,80.
4.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.329.276,30
(Vorjahr: EUR 3.448.802,61) bestehen im Wesentlichen in
Höhe von EUR 1.937.756,02 aus den Vorabgewinnen der
Cavalry Ventures I GmbH & Co. KG.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit
von bis zu einem Jahr.
IV.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Das Rohergebnis in Höhe von EUR 6.502.020,34
beinhaltet im Wesentlichen die Management-Fees für
2023 in Höhe von EUR 4.626.205,77 sowie den
Vorabgewinn der Cavalry Ventures I GmbH & Co. KG in
Höhe von EUR 1.488.813,97.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von EUR 1.563.486,46 beinhalten im Wesentlichen
Mietkosten in Höhe von EUR 150.039,99, Kosten für
Versicherungen in Höhe von EUR 30.810,72, Lizenzkosten
in Höhe von EUR 215.323,92, Werbe- und
Repräsentationskosten in Höhe von EUR 295.992,48,
Reisekosten in Höhe von EUR 156.542,51 sowie Rechts-
und Beratungskosten in Höhe von EUR 239.154,39.
Darüber hinaus ist die nicht abziehbare Vorsteuer
für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR
187.740,09 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthalten.
V.
Sonstige Angaben
1.
Mitarbeiteranzahl
Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die
Gesellschaft durchschnittlich 21 Mitarbeiter.
2.
Geschäftsführung und Vertretung
Geschäftsführer im Berichtszeitraum waren:
- Herr Rouven Dresselhaus, Schindellegi,
Schweiz
- Herr Stefan Walter, Berlin
- Herr Claude Ritter, Berlin
Die Geschäftsführer sind
einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen
des § 181 BGB befreit.
3.
Abschlussprüferhonorar
Für das Geschäftsjahr wurde mit dem
Wirtschaftsprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von
EUR 10.000,00 netto vereinbart, welches vollumfänglich
auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt und in
den Rück-stellungen berücksichtigt wurde.
4.
Beteiligungsbesitz
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag an folgenden
Unternehmen zu mehr als 20 % beteiligt:
Gesellschaft
|
Sitz
|
Anteil
EK in %
|
Eigenkapital
in EUR
|
Ergebnis des
letzten Geschäftsjahres in EUR
|
Cavalry Ventures
Co-Investment MLP UG
|
Berlin
|
100
|
-6.595,43
|
JF 2.002,03
|
Cavalry Ventures
Verwaltungs GmbH
|
Berlin
|
100
|
10.625,43
|
JÜ 13.679,21
|
5.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus der Zeichnung von Kommanditanteilen resultieren
zum 31. Dezember 2023 noch nicht eingeforderte
Einlageverpflichtungen gegenüber zwei Gesellschaften
in Höhe von EUR 2.048.347,73.
VI.
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse
ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
haben.
Berlin, den 16. Juli
2024
gez.
Cavalry Ventures Management GmbH, vertreten durch die
Geschäftsführer
Rouven Dresselhaus, Stefan Walter und Claude Ritter
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.11.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Cavalry Ventures Management GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Cavalry Ventures
Management GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Cavalry Ventures Management GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß§ 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. §
322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere
Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a
Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung
der gesetzlichen
Vertreter für
den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung
des Abschlussprüfers fiir
die Prüfung
des
Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresab schluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m.
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus Verstößen oder
Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer
(IDW) enthält unter
https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/l-v2-hgb-ja-non-pie
eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung
ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
München, den 30.
September 2024
BTR Beratung Treuhand Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Lothar Ponzer, Wirtschaftsprüfer
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