VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH
Frankfurter Straße 92, 65760 Eschborn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eckhard Blauhut seit 13.5.2019 | Geschäftsführer |
Sylvia Baumgarten seit 13.5.2019 | Prokura |
Markus Otto Dieterle seit 13.5.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.00% | |
| 6.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbHEschbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gesellschafterbeschluss im Umlaufverfahren
Gesellschafterbeschlüsse: Unter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften wird eine Gesellschafterversammlung abgehalten und gemäß § 46 GmbH-Gesetz Folgendes beschlossen:
Frankfurt am Main, 01.11.2024 LOANCOS Finanz Holding GmbH Eckhard Blauhut
Eschborn, 21.11.2024 VR Smart Finanz AG Kerstin Scholz ppa. Dr. Frank Matthäus INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH, Eschborn Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH, Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen..
Frankfurt am Main, 31. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Steffen Neuweiler, Wirtschaftsprüfer Michael Skall, Wirtschaftsprüfer Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH, EschbornAKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH (VRIL), Eschborn, ist unter der Registernummer HRB 16939 beim Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen. Aufgrund der Anzeige gemäß § 64j Abs. 2 Satz 2 KWG vom 22. Januar 2009 ist die VRIL ein Finanzdienstleistungsinstitut i.S.d. § 1 Abs. 1a KWG. Die VRIL übt die Verwaltungsfunktion als Holdinggesellschaft für Leasing-Gesellschaften im Sinne des § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 17 KWG aus. Als Finanzdienstleistungsinstitut unterliegt die VRIL somit der laufenden, jedoch eingeschränkten Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank. Der Jahresabschluss der VRIL zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstitutsrechnungslegungsverordnung RechKredV) aufgestellt; es wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der §§ 340 ff. HGB i.V.m. der RechKredV angewendet. Zusätzlich wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben unverändert zum Vorjahr. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und beinhalten ein Kontokorrentkonto in Höhe von TEUR 2.060 (Vorjahr: TEUR 1.860) und ein Tagesgeldkonto in Höhe von TEUR 1.700 (Vorjahr: TEUR 0) bei der DZ-Bank AG, Frankfurt. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden sind zu Nennwerten bilanziert. Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 5.092 bestehen in Höhe von TEUR 5.088 gegenüber verbundenen Unternehmen und in Höhe von TEUR 4 gegenüber außenstehenden Unternehmen, im Vorjahr TEUR 4.660 gegenüber verbundenen Unternehmen, diese sämtlich gegenüber dem Gesellschafter. Die ausgewiesenen Forderungen an Kunden haben eine Fristigkeit von bis zu drei Monaten. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Entwicklung der Anteile an verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr ist im Anlagengitter dargestellt, das als Anlage 1 dem Anhang beigefügt ist. Im Wege von Seitwärtsverschmelzungen (side-stream-merger) wurden 14 verbundene GmbH's auf eine Schwestergesellschaft verschmolzen. Die Anteile der übertragenden GmbH's gehen unter und werden im Anlagegitter unter den Abgängen ausgewiesen. Die Zugänge betreffen die entsprechende Erhöhung der Beteiligungen des übernehmenden Rechtsträgers. Weiterhin wurden 11 Personengesellschaften aufgelöst und die Anteile an 5 Personen- bzw. Kapitalgesellschaften verkauft. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bei Vorliegen einer dauernden Wertminderung, angesetzt. Liste des Anteilsbesitzes der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH Stand: 31.12.2023
2. Einschließlich mittelbar gehaltener
Anteile.
4. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
5. abweichendes Wirtschaftsjahr
01.01.-30.06.2023
Treuhandvermögen Das Treuhandvermögen ist zum Nennwert bilanziert. Das Treuhandvermögen in Höhe von TEUR 3.456 (Vorjahr: TEUR 6.185) entfällt wie im Vorjahr mit dem Gesamtbetrag auf Forderungen an Kunden. Das Treuhandvermögen entfällt in Höhe von TEUR 3.456 (Vorjahr: TEUR 6.185) auf verbundene Unternehmen. Davon entfallen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.717) auf den Mehrheitsgesellschafter. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Treuhandverbindlichkeiten Die Treuhandverbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Bei den Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.456 (Vorjahr: TEUR 6.185) handelt es sich um täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, wovon TEUR 3.428 (Vorjahr: TEUR 6.152) auf verbundene Unternehmen entfallen, davon TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 0) auf den Mehrheitsgesellschafter. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Auskehrung von Guthaben veräußerter ehemaliger Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 366 (Vorjahr: TEUR 4). Außerdem enthält die Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 0) und Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit dem Gesellschafter LOANCOS Finanz Holding GmbH in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 347). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind täglich fällig. Passive latente Steuern Wegen zukünftiger steuerlicher Mehrergebnisse aus einer gebildeten "§ 6b-Rücklage" wurde ein Passivposten für latente Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag gebildet.
Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 132) Ertragsteuern für das Geschäftsjahr und Vorjahre. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden nach den Vorschriften des Handelsrechts in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die anderen Rückstellungen beinhalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Rückstellungen für Abschlussprüfung (TEUR 48, Vorjahr: TEUR 48) und Steuerberatung (TEUR 98, Vorjahr: TEUR 120). Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 8,7 Mio. (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.) und enthält ein Stammkapital als gezeichnetes Kapital in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.). Aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses vom 6.12.2021 wurde das Stammkapital im Geschäftsjahr mit Eintragung im Handelsregister am 27.01.2023 um EUR 5,0 Mio. auf TEUR 150 herabgesetzt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich überwiegend aus Verwaltungs- und Geschäftsbesorgungsgebühren, Betreuungsentgelten und Erträgen aus Umlagen von Leasingobjektgesellschaften, an denen die VRIL eine mittelbare oder unmittelbare Beteiligung hält (TEUR 1.446, Vorjahr: TEUR 2.965). Erträgen aus Beteiligungsverkäufen (Vorjahr: TEUR 4.360) waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Andere Verwaltungsaufwendungen Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Rahmengeschäftsbesorgungsverträgen in Höhe von TEUR 1.157 (Vorjahr: TEUR 2.560). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In der Position ist Aufwand für latente Ertragsteuern in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat mit der LOANCOS GmbH, Frankfurt am Main, sowie der LOANCOS Finanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, jeweils einen Rahmengeschäftsbesorgungsvertrag über die Erbringung sämtlicher im Zusammenhang mit der Verwaltung der VRIL sowie der Objekt- und Beteiligungsgesellschaften, insbesondere Controlling-, Buchhaltungs- und Steueradministrationsleistungen sowie Revision und Risikomanagement, auf unbestimmte Dauer abgeschlossen. Durch die sukzessive Abwicklung von Objektgesellschaften wird in Zukunft mit abnehmenden Beträgen gerechnet. Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von TEUR 7.868 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte durch: Eckhard Blauhut, Frankfurt am Main, Geschäftsführer der LOANCOS Finanz Holding GmbH Die Geschäftsführung hat von der VRIL im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten. Die Gesellschaft hat weder einen Aufsichtsrat noch einen Beirat. Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal, insofern erfolgt die Besorgung der Geschäfte über Auslagerungsverträge durch die LOANCOS GmbH und die LOANCOS Finanz Holding GmbH. Im Geschäftsjahr wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen. Das Honorar für die Abschlussprüfung beträgt TEUR 48. Im Jahr 2023 wurden von den Mitgliedern der Geschäftsführung der VRIL keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften bzw. weitere nennenswerte Mandate wahrgenommen.
Eschborn, den 29.05.2024 VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH Die Geschäftsführung Eckhard Blauhut Anlagengitter zum 31.12.2023VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH, Eschborn
Lagebericht 20231 Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell und Strategie Die VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH (VRIL/Gesellschaft), Eschborn, nimmt für die überwiegend das Immobilienleasinggeschäft betreibenden Objektgesellschaften die Holdingfunktion wahr. Die VRIL hat keine eigenen Leasingverträge abgeschlossen. Die wirtschaftliche Entwicklung der VRIL wird insoweit im Wesentlichen durch das Halten von Beteiligungen (mittelbar und unmittelbar) und dem daraus resultierenden Beteiligungsergebnis bestimmt. Die VRIL beschäftigt keine Mitarbeiter. Auf Basis von Geschäftsbesorgungsverträgen wurden die erforderlichen Tätigkeiten durch Mitarbeiter der LOANCOS Finanz Holding GmbH und der LOANCOS GmbH, Frankfurt am Main, für die VRIL erbracht. Das Immobilienleasing wurde bereits in 2011 durch den Voreigentümer VR Smart Finanz AG aus strategischen Gründen als Nicht-Kerngeschäftsfeld definiert und wird seitdem sukzessive abgebaut. Die Neugeschäftstätigkeit in diesem Segment ist eingestellt. Der Geschäftsabbau des Immobilienleasings erfolgt mittels Verschmelzungen, Veräußerungen und Auflösungen der Tochtergesellschaften der VRIL. 2 Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahre 2023 um 0,3% niedriger als 2022. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das Leasing-Neugeschäft ist in Deutschland im Jahr 2023 auf 74,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 59,4 Mrd. Euro) gestiegen. Es setzte sich aus dem Leasing von Ausrüstungsinvestitionen (Mobilien) und von Nichtwohnbauten (Immobilien) zusammen. Der Anteil des Immobilienleasing belief sich auf 0,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,1 Mrd. Euro). Grund für den Rückgang ist, dass Immobilienleasing sehr von Großprojekten bestimmt und traditionell sehr volatil ist. Laut dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V., Berlin, lag der Anteil des Immobilienleasings an den gesamten Investitionen der Leasing-Wirtschaft (ohne Mietkauf) bei 1%. Geschäftsverlauf Die Aktivitäten der VRIL-Gruppe auf dem Gebiet Immobilienleasing wird über Objektgesellschaften abgebildet. An 53 (Vorjahr: 83) Gesellschaften hält die VRIL direkte und indirekte Beteiligungen. Aufgrund der planmäßigen Abwicklung des Immobilienleasinggeschäfts wurden 2023 keine weiteren Objektgesellschaften gegründet. Es wurden 14 Kapitalgesellschaften (Vorjahr: 5) verschmolzen, 11 (Vorjahr: 16) Personengesellschaften aufgelöst und die Anteile an weiteren 5 (Vorjahr: 11) Personen- bzw. Kapitalgesellschaften verkauft. Damit hat sich die Gesamtanzahl von 83 Beteiligungen im Vorjahr um 30 Beteiligungen auf insgesamt 53 Beteiligungen verringert. In den Objektgesellschaften wird zum Bilanzstichtag ein Objektvolumen zu Anschaffungswerten von 106 Mio. EUR (Vorjahr: 203 Mio. EUR) mit ausgewiesen. Das wirtschaftliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist geprägt durch das Ergebnis aus Betreuungsleistungen für die bestehenden bzw. beendeten Leasingverträge sowie durch Beteiligungserträge. Der Rückgang des Jahresergebnisses um EUR 4,9 Mio. ist im Wesentlichen auf den Wegfall von Einmaleffekten insbesondere aus dem Verkauf von Beteiligungen in Höhe von EUR 4,4 Mio. im Vorjahr zurückzuführen. Das rückläufige Ergebnis aus den Betreuungsentgelten konnte im Wesentlichen durch reduzierte Verwaltungsaufwendungen kompensiert werden. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im Vorjahr Die Ergebnisprognose des Vorjahres konnte aufgrund hoher Beteiligungserträge übertroffen werden. Aufgrund der vorgenannten Aspekte konnte im Jahr 2023 ein positives Jahresergebnis von EUR 3,4 Mio. erzielt werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 17,2 Mio. EUR auf 13,4 Mio. EUR am Bilanzstichtag reduziert.
Zwischen der VRIL und den einzelnen Beteiligungsgesellschaften bestehen Treuhandverträge, die das zentralisierte Liquiditätsmanagement dieser Gesellschaften regeln. Die von den Treugebem (Objektgesellschaften) an den Treuhänder (VRIL) übertragenen Vermögenswerte und Geldforderungen werden im Namen des Treuhänders aber für Rechnung des Treugebers verwaltet, angelegt und/oder anderen Beteiligungsgesellschaften darlehensweise zur Verfügung gestellt. In der Bilanz der VRIL findet diese Gestaltung auf der Aktivseite im Treuhandvermögen und auf der Passivseite in den Treuhandverbindlichkeiten ihren Niederschlag. Aufgrund der Holdingfunktion wird die Bilanz auf der Aktivseite durch die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR), die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR), die Forderungen an Kunden in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) sowie das Treuhandvermögen in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) bestimmt. Auf der Passivseite werden im Wesentlichen Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) ausgewiesen. Es bestehen neben den Steuerrückstellungen auch Rückstellungen für Abschlussprüfung und Steuerberatung. Die VRIL verfügt über ein Eigenkapital von 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR). Finanzlage Die Finanzlage der VRIL wird maßgeblich durch das Liquiditätsmanagement im Rahmen ihrer Treuhandtätigkeit für die Beteiligungsgesellschaften bestimmt. Die Bilanzstruktur ist im Wesentlichen durch einen Überhang der langfristigen Passiva (8,7 Mio. EUR Eigenkapital) über die langfristigen Aktivposten (insbesondere 1,0 Mio. EUR Anteile an verbundenen Unternehmen) geprägt. Die übrigen Bilanzpositionen sind weitestgehend täglich fällig. Die Liquiditätslage war zum Bilanzstichtag und während des Geschäftsjahres geordnet. Ertragslage Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf Ertrags- und Aufwandsposten, die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet wurden.
Die Ertragslage der VRIL war im Geschäftsjahr durch die Ergebnisbeiträge aus den Beteiligungen sowie den betreuten Leasingverträgen geprägt. Dabei werden neben den laufenden Betreuungserträgen einmalige Erträge im Rahmen der vorzeitigen Beendigung von Leasingverträgen erzielt. Im Geschäftsjahr 2023 konnten etwa gleichbleibende Erträge aus den Beteiligungsgesellschaften in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen von 7,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,5 Mio. EUR durch gesunkene Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen zurück. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich planmäßig von 2,8 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR reduziert. 3 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VRIL Im Zuge der strategischen Ausrichtung wurde das Immobilienleasing bereits in 2011 durch den Voreigentümer VR Smart Finanz AG als Nicht-Kerngeschäftsfeld eingestuft und die Neugeschäftstätigkeit eingestellt. Die strategische Ausrichtung der VRIL-Gruppe wird unverändert beibehalten. Es werden keine neuen Leasinggeschäfte getätigt und keine Erweiterungen von bestehenden Leasingverträgen vorgenommen. Vielmehr erfolgt der Abbau des Leasingbestandes im Rahmen der mit den Leasingnehmern bestehenden vertraglichen Vereinbarungen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VRIL stellt sich zum Bilanzstichtag und während des Geschäftsjahres geordnet dar. 4 Risikobericht Die VRIL ist finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus der Entwicklung verschiedener Finanz- und Gütermärkte sowie aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ergeben. Die Gesellschaft ist grundsätzlich nur in Geschäftsfeldem tätig, in denen sie über eine entsprechende Expertise zur Beurteilung der spezifischen Risiken verfügt. Grundsätze des Risikomanagements Die VRIL hat sämtliche Aufgaben im Zusammenhang mit der Steuerung der Risiken auf die LOANCOS GmbH (LOANCOS) übertragen. In die folgenden Beschreibungen über die Risikosteuerung der LOANCOS ist die VRIL jeweils einbezogen bzw. diese Ausführungen treffen analog auf die VRIL zu. An den Stellen, an denen Besonderheiten in Bezug auf die Gesellschaft existieren, ist dies entsprechend kenntlich gemacht. Die Gesellschaft ist bezüglich des Risikomanagements und des Risikocontrollings aufbau- und ablauforganisatorisch unmittelbar in die Prozesse der LOANCOS-Gruppe integriert. Die Geschäftsführung der Gesellschaft stützt sich dabei auf die Tätigkeit der bei der LOANCOS installierten Gremien, Bereiche und Abteilungen. Die aus der Unternehmensstrategie der VRIL-Gruppe abgeleitete Gesamtrisikostrategie bildet den Rahmen für den Umgang mit den Risiken und die Grundlage für ein einheitliches Verständnis der risikopolitischen Unternehmensziele. Die VRIL geht nur Risiken ein, die mit der Geschäfts- und Gesamtrisikostrategie der VRIL-Gruppe in Einklang stehen. Bei intransparenter Risikolage oder methodischen Zweifelsfällen wird dem Vorsichtsprinzip der Vorzug gegeben. Das Risikomanagement ist so organisiert, dass Interessenkonflikte sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf Ebene von Organisationseinheiten ausgeschlossen werden. Die VRIL fungiert als sogenannte "risikotragende Obergesellschaft" für ihre Tochtergesellschaften. Das Risikosteuerungssystem der VRIL-Gruppe, in das die Risikosteuerung der VRIL ausgelagert ist, überwacht alle wesentlichen Risikoarten und wird kontinuierlich anhand der eigenen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten weiterentwickelt. Rahmenwerk für das Risikomanagement Die VRIL ist über die Geschäftsführung in die Risikosteuerung der VRIL-Gruppe eingebunden und in allen wesentlichen Steuerungsgremien vertreten. Hierdurch ist sichergestellt, dass die entwickelten Methoden, Systeme und Prozesse zur Beherrschung der wesentlichen Risiken auch im Einklang mit den Gruppenanforderungen stehen und sich in der Gesamtrisikostrategie der VRIL-Gruppe niederschlagen. Die Gesamtrisikostrategie der VRIL-Gruppe wird im jährlichen Rhythmus von der Geschäftsführung der VRIL überprüft und genehmigt. Sie wird auf Basis der operativen Planung der VRIL-Gruppe definiert, um Risiko-, Kapital- und Ergebnisziele aufeinander abzustimmen. Die VRIL-Gruppe steuert Kredit-, Marktpreis-, operationelle, Liquiditäts-, Beteiligungs-, Geschäfts-, Reputationsrisiken durch koordinierte Risikomanagementprozesse für alle Geschäftsbereiche. Für die wesentlichen Risiko- und Liquiditätskennziffern sind zu deren kontinuierlicher Überwachung Reporting-, Stresstesting- und Eskalationsprozesse etabliert. Die Steuerung der Risiken und des Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis eines Rahmenwerks von Grundsätzen, Organisationsstrukturen sowie Risikomess- und -überwachungsprozessen, die aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet und an den Tätigkeiten der Gesellschaft ausgerichtet sind. Organisation des Risikomanagements Die Kernaufgaben des Risikomanagements werden durch die Geschäftsführung verantwortet. Die operativen Aufgaben wurden von der Gesellschaft auf die LOANCOS ausgelagert und werden dort für die gesamte VRIL-Gruppe einheitlich erbracht. Die Geschäftsführung der VRIL überwacht die Vereinbarkeit des aktuellen Risiko- und Kapitalprofils mit den strategischen Vorgaben auf Basis des quartalsweise erstellten Risikoberichts der VRIL. Hier werden alle Themen in Verbindung mit der Risiko- und Kapitalsteuerung behandelt, Vorgaben und Ziele im Rahmen der Gesamtrisikostrategie formuliert sowie Maßnahmen zur Risikominderung festgelegt. Dies betrifft neben Entscheidungen zum strategischen Risikomanagement auch die Ausgestaltung konkreter Steuerungsinstrumente und -maßnahmen. Die Prüfung und Beurteilung sämtlicher Aktivitäten und Prozesse im Rahmen des internen Kontrollsystems wird durch die Interne Revision wahrgenommen. Risikostrategie und Risikotoleranz Risikostrategie und Kapitalplanungsprozess Die VRIL führt als Obergesellschaft den jährlich durchgeführten strategischen und operativen Planungsprozess der VRIL-Gruppe, der die Entwicklung der strategischen Ausrichtung der Gruppe und der einzelnen Geschäftseinheiten widerspiegelt. Die Vorgaben zum Umgang mit den finanziellen Risiken werden in der Gesamtrisikostrategie der VRIL-Gruppe definiert. Die Gesamtrisikostrategie orientiert sich an den Vorgaben der Geschäftsstrategie und berücksichtigt die im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich identifizierten Risikoarten. Eine Risikosteuerung mittels von aus der Risikotragfähigkeit abgeleiteter Limite erfolgt nicht, da es sich bei dem Gesamtportfolio umein Abbauportfolio handelt und kein Neugeschäft mehr abgeschlossen wird. Risikosteuerungsinstrumente Die VRIL als Obergesellschaft führt vierteljährliche Stresstests durch. Risikokonzentrationen werden lediglich hinsichtlich der Anlage von Mitteln eingegangen und werden deshalb nur für dieses Segment betrachtet. Risikotoleranz Das Risikoüberwachungssystemder risikotragenden Obergesellschaft VRIL konzentrierte sich im Geschäftsjahr auf die wesentlichen Risikoarten: Kreditrisiko, operationelles Risiko, Marktpreisrisiko, Beteiligungsrisiko, Geschäftsrisiko sowie Liquiditätsrisiko. Die für die risikotragende Obergesellschaft VRIL ermittelten Risikodeckungsmasse stellt die Verlustobergrenze dar. Die Einhaltung dieser Verlustobergrenzen wird im Quartalsbericht Risiko für die VRIL-Gruppe bzw. in den Sitzungen der Geschäftsleitung berichtet. Nachfolgend werden die Risiken einzeln erläutert: Kreditrisiko Das Kreditrisiko ist aufgrund des Geschäftsmodells der VRIL grundsätzlich das Kernrisiko der VRIL-Gruppe. Dieses bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen aus Bonitätsgründen nicht nachkommt. Die Steuerung der Kreditrisiken auf Ebene der einzelnen Kundenengagements erfolgt einzelfallbezogen. Das Kreditrisiko ist jedoch aufgrund der gegebenen Finanzierungsstrukturen von untergeordneter Bedeutung. Operationelles Risiko Unter operationellem Risiko wird das Risiko eines Verlustes verstanden, der durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, unangemessene oder fehlerhafte Prozesse (sowie unangemessenes oder fehlerhaftes Projektmanagement) oder durch externe Ereignisse hervorgerufen wird. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind nicht enthalten. Vor dem Hintergrund der Geschäftsorganisation der Unternehmen der VRIL-Gruppe sind die Auslagerungen hinsichtlich der operativen Prozesse von besonderer Bedeutung und werden durch organisatorische Maßnahmen reduziert. Über eine Schadenfalldatenbank werden die aufgetretenen Schadenfälle dokumentiert und in die quartalsweise Risikoberichterstattung aufgenommen. Bei Bedarf werden ggf. weitere risikoreduzierende Maßnahmen beschlossen. Marktpreisrisiko Das Marktpreisrisiko umfasst das Zinsänderungsrisiko, das Restwertrisiko aus der Objektverwertung sowie das Immobilienrisiko. Die Unterrisikoarten des Marktpreisrisikos unterliegen unterschiedlichen Risikomessmethoden. Zinsänderungsrisiko Zinsänderungsrisiken beinhalten die Gefahr, dass allgemeine Marktzinsänderungen zu Wertminderungen auf zinstragende Positionen bzw. zu einem Rückgang der Zinsmarge führen. Beispielsweise kann eine nicht fristenkongruente Refinanzierung zu einem erhöhten Zinsänderungsrisiko führen. Die VRIL ist aufgrund ihrer Refinanzierungsstruktur bei planmäßigen Vertragsverläufen keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Restwertrisiko Unter dem Restwertrisiko versteht die Gesellschaft das Risiko, dass der kalkulierte Restwert zur vollständigen Amortisation einer Objektfinanzierung durch Verkauf des Leasingobjektes nicht erzielt werden kann. Das Restwertrisiko für Immobilien und Großmobilien wird ermittelt, indem der Zerschlagungswert dem nicht amortisierten Teil der Objektfinanzierung zum Ende der Vertragslaufzeit gegenübergestellt wird. Danach besteht ein Restwertrisiko nur, wenn weder vertragliche Andienungsrechte noch Restwertsicherheiten in Form von Garantien oder Rückkaufvereinbarungen bestehen. Verluste aus der Objektverwertung, die sich im Rahmen des Ausfalls eines Leasingnehmers während der Grundmietzeit ergeben, werden bei der Steuerung der Adressenausfallrisiken berücksichtigt. Das rechnerische Restwertrisiko als negative Differenz von geschätztem Zerschlagungswert und Refinanzierungssaldo zum Ende der Vertragslaufzeit kommt nur dann zum Tragen, wenn die VRIL die Finanzierung der Leasingobjektgesellschaft übernommen hat (Eigenobligo VRIL). In allen anderen Fällen, d.h. der Refinanzierung der Leasingobjektgesellschaft außerhalb der VRIL-Gruppe, reduziert sich das Risiko betragsmäßig auf die Kapitaleinlagen bzw. das Stammkapital der VRIL bei den Leasingobjektgesellschaften und auf das Stammkapital der zugehörigen Komplementär-GmbHs. Vor diesem Hintergrund wird das Restwertrisiko mit Ausnahme der Restwertrisiken der Engagements, bei denen die VRIL die Finanzierung der Leasingobjektgesellschaft übernommen hat, unter den Beteiligungsrisiken ausgewiesen (Restwertrisiko führt zum Beteiligungsrisiko). Eine aktive Steuerung des Restwertrisikos von im Bestand befindlichen Immobilien mit feststehender Finanzierung ist außerhalb der Entwicklung von Abwicklungsstrategien nicht möglich. In den regelmäßig stattfindenden Geschäftsführersitzungen werden die Engagements besprochen und ggf. erforderliche Maßnahmen beschlossen. Im Rahmen der Besprechung der Engagements wird festgelegt, ob und wann Ertrags- und Zerschlagungswerte neu ermittelt werden müssen. Immobilienrisiko Das Immobilienrisiko ist definiert als das Risiko von Verlusten aufgrund negativer Wertänderungen des Immobilienbestandes durch Verschlechterung der allgemeinen Immobiliensituation oder spezieller Eigenschaften der einzelnen Immobilien. Ein Immobilienrisiko besteht bei den Immobilien der Einzel- und Mehrobjektgesellschaften, bei denen ein konkreter Leasingvertragsbezug nicht mehr vorhanden ist und die VRIL als risikotragende Obergesellschaft i.d.R. im Eigenobligo steht. In den regelmäßig stattfindenden Geschäftsführersitzungen werden die Bestandsimmobilien besprochen und ggf. erforderliche Maßnahmen beschlossen. Geschäftsrisiko Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener Geschäftsstrategie ergeben können und die auf eine Veränderung von extern gegebenen Rahmenbedingungen zurück zu führen sind. Die Steuerung des Geschäftsrisikos basiert auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für alle Geschäftsfelder. Grundlage hierfür ist die strategische sowie die operative Planung. Bei der VRIL-Gruppe besteht aufgrund der vertraglich vereinbarten Leasingstrukturen kein bemerkenswertes Geschäftsrisiko. Reputationsrisiko Das Reputationsrisiko beschreibt das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die VRIL bzw. die VRIL-Gruppe oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Anteilseignern, auf dem Arbeitsmarkt und in der Öffentlichkeit beschädigen. Reputationsrisiken werden als Teil des Geschäftsrisikos abgebildet und sind für die VRIL- Gruppe von untergeordneter Bedeutung, da kein Neugeschäft getätigt wird. Liquiditätsrisiko Unter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos und zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat die VRIL-Gruppe ein zentrales Cash-Management eingerichtet, das die VRIL als Obergesellschaft führt. Die Betrachtung des Liquiditätsrisikos erfolgt deshalb auf der Ebene der VRIL. Die Finanz- und Liquiditätsplanung erfolgt auf einer Drei-Jahres-Basis (laufendes Jahr sowie die beiden folgenden Geschäftsjahre). Vor dem Geschäftsjahresende wird eine neue Planung für den jeweils nächsten 3-Jahres-Zeitraum erstellt. Darüber hinaus wird zur Messung des Liquiditätsrisikos der Liquiditätspuffer betrachtet, der sowohl im Basis- als auch im Stressszenario weiterhin zur Verfügung stehen muss. Der Liquiditätspuffer muss mindestens EUR 1 Mio. betragen. Auf Grund der fristenkongruenten und überwiegend haftungsfreien (Non-Recourse) Refinanzierung der Leasingobjektgesellschaften resultieren aus den Leasingverträgen und den zugehörigen Finanzierungen keine nennenswerten Liquiditätsrisiken. Im Rahmen der quartalsweisen Risikoberichterstattung wird das Liquiditätsrisiko betrachtet. Zusammenfassung Die VRIL war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit risikotragfähig. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum zu jeder Zeit sichergestellt. 5 Prognose- und Chancenbericht Gesamtwirtschaftlicher Ausblick Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung (ifo Institut) prognostizierte im März 2024 in seiner aktuellen Konjunktur-Prognose "Frühjahr 2024" für das Jahr 2024 gegenüber seiner letzten Prognose ein Wachstum von nur noch 0,2% und im Jahr 2025 ein Wachstum von 1,5%. Anders als erwartet befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/2024 in einer Rezession. Besonders kräftig schrumpfte die Wertschöpfung in der Industrie und der Bauwirtschaft. Gründe waren u.a. der Mangel an Aufträgen, der schneereiche Dezember und ein außergewöhnlich hoher Krankenstand. Stützend für die Konjunktur war lediglich der private Konsum. Eine Trendwende sei wegen einer Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, eines geringen Auftragsbestandes, weiter hohem Krankenstand und andauernder Streiks zunächst nicht zu erwarten. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Gemäß ifo Institut sinkt die Inflationsrate seit nunmehr einem Jahr zügig und erreichte im Februar 2024 mit 2,5% den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Laut der Prognose soll die Rate im laufenden Jahr mit 2,3% deutlich geringerliegen als in 2023 und im kommenden Jahr weiter auf 1,6% zurückgehen. Insbesondere sinkende Gas- und Strompreise senken im Prognosezeitraum den Preisauftrieb. Laut Prognose wird die konjunkturelle Schwäche den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosenquote zunächst auf voraussichtlich 5,9% in 2024 und somit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Jahr 2023 weiter steigen lassen. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote laut ifo Institut wieder auf 5,6% zurückgehen. Das Defizit im Staatshaushalt wird sich nach EUR 87,4 Mrd. in 2023 in diesem Jahr auf EUR 76,0 Mrd. und in 2025 auf EUR 44,6 Mrd. zurückbilden. Unternehmensausblick Die wirtschaftliche Entwicklung der VRIL wird durch ihre Funktion als Betreuer der Leasingengagements und der Leasingstrukturen bestimmt, was wiederum maßgeblich das Jahresergebnis beeinflusst. Sie erzielt ihr Jahresergebnis hauptsächlich aus den Betreuungsentgelten, die den überwiegend das Immobilienleasinggeschäft aber auch das Großmobilien-Leasinggeschäft betreibenden Objektgesellschaften berechnet werden. Eine Änderung der bisherigen Unternehmensstrategie ist nicht geplant. Vielmehr soll die weitere Abwicklung der bestehenden Leasingverträge wie bisher stringent fortgeführt werden. Unter Beibehaltung des Zieles der konsequenten Abwicklung der verbliebenen Immobilienleasingengagements und den damit einhergehenden Maßnahmen erwartet die Geschäftsführung, dass das Ergebnis aus den Betreuungsentgelten rückläufig sein wird. Begründet ist dies mit der weiteren Reduktion des Portfolios, was in Konsequenz zu grundsätzlich niedrigeren Erträgen führen wird. Dabei werden die Ertragsrückgänge voraussichtlich im Wesentlichen durch reduzierte Verwaltungsaufwendungen kompensiert werden können. Ggf. stattfindende Ausschüttungen von Tochtergesellschaften und sonstige Beteiligungserträge aus Personengesellschaften werden das Ergebnis positiv beeinflussen. Insgesamt ist für das Geschäftsjahr 2024 nach derzeitiger Einschätzung mit einem geringen Jahresfehlbetrag zu rechnen. Nach unseren Analysen zum betreuten Vertrags- und Kundenstamm hat die im Jahr 2024 weiterhin bestehende militärische Auseinandersetzung in der Ukraine zum aktuellen Stand keine unmittelbare Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie der Tochtergesellschaften.
Eschborn, den 29.05.2024 VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH Die Geschäftsführung Eckhard Blauhut |
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