Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 16939
Eingetragen
9.12.1977
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Der Kauf und Verkauf, die Errichtung, das Mieten und Vermieten von Immobilien und der damit im Zusammenhang stehenden Mobilien sowie von Großmobilien, insbesondere in der Form des Leasing und die Durchführung aller damit mittelbar oder unmittelbar zusammenhängenden Geschäfte. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen oder die Geschäftsführung an Unternehmen mit gleichen oder ähnlichen Geschäftszwecken zu übernehmen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Eckhard Blauhut
seit 13.5.2019
Geschäftsführer
Sylvia Baumgarten
seit 13.5.2019
Prokura
Markus Otto Dieterle
seit 13.5.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

LOANCOS Finanz Holding GmbH
Germany
141.000 €
94.00%
VR Smart Finanz AG
Germany
9.000 €
6.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gesellschafterbeschluss im Umlaufverfahren

der: VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH
Frankfurter Straße 92, 65760 Eschborn
Gesellschafter: LOANCOS Finanz Holding GmbH, Frankfurt am Main
(Inhaberin von 94 % der Gesellschaftsanteile)
VR Smart Finanz AG, Eschborn
(Inhaberin von 6 % der Gesellschaftsanteile)

Gesellschafterbeschlüsse:

Unter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften wird eine Gesellschafterversammlung abgehalten und gemäß § 46 GmbH-Gesetz Folgendes beschlossen:

1.

Der von der MAZARS GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme von EUR 13.350.927,98, einem Jahresüberschuss von EUR 3.448.745,80 und einem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.867.577,48 wird festgestellt.

2.

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.867.577,48 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

3.

Der Geschäftsführung wird bis zum heutigen Tag Entlastung erteilt.

4.

Die Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main, wird für das Geschäftsjahr 2024 zum Abschlussprüfer bestellt.

 

Frankfurt am Main, 01.11.2024

LOANCOS Finanz Holding GmbH

Eckhard Blauhut

 

Eschborn, 21.11.2024

VR Smart Finanz AG

Kerstin Scholz

ppa. Dr. Frank Matthäus

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Auftragsbedingungen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH, Eschborn

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH, Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen..

 

Frankfurt am Main, 31. Mai 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Steffen Neuweiler, Wirtschaftsprüfer

Michael Skall, Wirtschaftsprüfer

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH, Eschborn

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 3.759.808,36 1.860.445,91
2. Forderungen an Kunden 5.092.211,69 4.659.806,48
3. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.029.068,49 1.725.245,68
4. Treuhandvermögen 3.455.581,28 6.184.701,23
5. Sonstige Vermögensgegenstände 14.258,16 2.379.950,55
6. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 360.000,00
Summe der Aktiva 13.350.927,98 17.170.149,85

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
1. Treuhandverbindlichkeiten 3.455.581,28 6.184.701,23
2. Sonstige Verbindlichkeiten 656.938,80 392.472,07
3. Passive latente Steuern 55.388,00 0,00
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 271.515,55 132.348,00
b) andere Rückstellungen 170.530,00 442.045,55 168.400,00
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 150.000,00 5.150.000,00
b) Gewinnrücklagen
ba) andere Gewinnrücklagen 723.396,87 723.396,87
c) Bilanzgewinn 7.867.577,48 8.740.974,35 4.418.831,68
Summe der Passiva 13.350.927,98 17.170.149,85

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
Euro Euro
1. Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 90.479,89 18.273,63
2. Negative Zinsen aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 0,00 -20.470,76
3. Laufende Erträge aus
a) Anteilen an verbundenen Unternehmen 3.390.841,58 3.828.303,46
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 403.004,06 203.598,50
5. Provisionserträge 30.514,93 43.754,85
6. Provisionsaufwendungen -12.591,10 -12.380,93
7. Sonstige betriebliche Erträge 1.462.548,73 7.331.251,48
11.392.330,43
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) andere Verwaltungsaufwendungen -1.367.603,67 -2.797.920,42
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -32.758,55 0,00
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -2.027,00 -2.388,71
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.962.408,87 8.592.021,10
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -513.663,07 -194.443,61
13. Jahresüberschuss 3.448.745,80 8.397.577,49
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.418.831,68 1.021.254,19
15. Vorabausschüttung aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 0,00 -5.000.000,00
16. Bilanzgewinn 7.867.577,48 4.418.831,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH (VRIL), Eschborn, ist unter der Registernummer HRB 16939 beim Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Aufgrund der Anzeige gemäß § 64j Abs. 2 Satz 2 KWG vom 22. Januar 2009 ist die VRIL ein Finanzdienstleistungsinstitut i.S.d. § 1 Abs. 1a KWG. Die VRIL übt die Verwaltungsfunktion als Holdinggesellschaft für Leasing-Gesellschaften im Sinne des § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 17 KWG aus. Als Finanzdienstleistungsinstitut unterliegt die VRIL somit der laufenden, jedoch eingeschränkten Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

Der Jahresabschluss der VRIL zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstitutsrechnungslegungsverordnung RechKredV) aufgestellt; es wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der §§ 340 ff. HGB i.V.m. der RechKredV angewendet. Zusätzlich wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben unverändert zum Vorjahr.

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und beinhalten ein Kontokorrentkonto in Höhe von TEUR 2.060 (Vorjahr: TEUR 1.860) und ein Tagesgeldkonto in Höhe von TEUR 1.700 (Vorjahr: TEUR 0) bei der DZ-Bank AG, Frankfurt.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind zu Nennwerten bilanziert.

Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 5.092 bestehen in Höhe von TEUR 5.088 gegenüber verbundenen Unternehmen und in Höhe von TEUR 4 gegenüber außenstehenden Unternehmen, im Vorjahr TEUR 4.660 gegenüber verbundenen Unternehmen, diese sämtlich gegenüber dem Gesellschafter.

Die ausgewiesenen Forderungen an Kunden haben eine Fristigkeit von bis zu drei Monaten.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Entwicklung der Anteile an verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr ist im Anlagengitter dargestellt, das als Anlage 1 dem Anhang beigefügt ist.

Im Wege von Seitwärtsverschmelzungen (side-stream-merger) wurden 14 verbundene GmbH's auf eine Schwestergesellschaft verschmolzen. Die Anteile der übertragenden GmbH's gehen unter und werden im Anlagegitter unter den Abgängen ausgewiesen. Die Zugänge betreffen die entsprechende Erhöhung der Beteiligungen des übernehmenden Rechtsträgers. Weiterhin wurden 11 Personengesellschaften aufgelöst und die Anteile an 5 Personen- bzw. Kapitalgesellschaften verkauft.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bei Vorliegen einer dauernden Wertminderung, angesetzt.

Liste des Anteilsbesitzes der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH Stand: 31.12.2023

Gesellschaft Anteil am Nominalbzw. Festkapital Eigenkapital Ergebnis
TEUR TEUR
I. Tätige Gesellschaften
1. AURIGA GmbH Eschborn 100 8.883,36 -16.196,76
2. 1) DEGEMOX Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG Eschborn 100 2.500,00 43.253,28
3. 1) DEGETIBUR Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG Eschborn 6 2.532,56 0,10
4. 2) 4) DRITTE DG Vermietungsgesellschaft für Immobilien mbH Eschborn 100 25.564,59 0,00
5. 1) JASPIS GmbH & Co. Immobilien KG Eschborn 100 -2.320,59 2.396,19
6. 1) LEKANIS GmbH & Co. Immobilien KG Eschborn 100 2.500,00 84.673,71
7. 1) VR-LEASING AMETRIN GmbH & Co. Immobilien KG Eschborn 100 2.500,00 3.032,94
8. 1) VR-LEASING KG FAGURA GmbH & Co. Erste Immobilien Eschborn 100 2.500,00 2.484,81
9. 1) KG VR-LEASING MAROS GmbH & Co. Immobilien Eschborn 0 3.437,50 937,50
10. 1) VR-LEASING MILIUM GmbH & Co. Immobilien KG Eschborn 6 2.500,00 1.238,14
11. 1) VR-LEASING KG ONYX GmbH & Co. Immobilien Eschborn 100 2.556,46 105.626,66
12. 1) KG VR-LEASING SASKIA GmbH & Co. Immobilien Eschborn 6 2.500,00 255.403,11
13. 1) VR-LEASING KG SIRIUS GmbH & Co. Immobilien Eschborn 100 957,83 -200,80
14. 1) VR-LEASING SOLIDUS Elfte GmbH & Co. Immobilien KG Eschborn 94 2.500,00 1.250,07
II. Gesellschaften ohne derzeitige tatsächliche Ausübung des satzungsmäßigen Geschäftsbetriebes
1. DEGECOMO Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 22.261,40 -273,33
2. 2) DEGENITOR Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 24.252,09 -441,16
III. Komplementärgesellschaften
1. ASPASIA GmbH Eschborn 100 23.943,19 -202,19
2. DEGEMOX Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 25.344,26 -195,10
3. DEGESILVA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 27.912,48 -288,09
4. DEGETIBUR Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 23.200,23 -307,23
5. DURO Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 418,93 -25.358,79
6. Grundstücksverwaltungsgesellschaft Sütex mbH Eschborn 100 26.125,32 4.008,01
7. JASPIS GmbH Eschborn 100 24.099,49 -200,68
8. LEKANIS GmbH Eschborn 100 23.981,55 -201,19
9. NELO Dritte GmbH Eschborn 100 22.635,63 -1.504,54
10. NELO Fünfte GmbH Eschborn 100 23.608,33 -538,66
11. RUBINOS GmbH Eschborn 100 23.434,41 -758,49
12. VR-LEASING AKANTHUS GmbH Eschborn 100 24.772,74 -3.043,76
13. VR-LEASING AMETRIN GmbH Eschborn 100 27.404,40 -274,29
14. VR-LEASING DELOS GmbH Eschborn 100 24.490,71 -3.270,47
15. VR-LEASING FARINA GmbH Eschborn 100 22.867,72 -1.662,35
16. VR-LEASING LIMNOS GmbH Eschborn 100 22.645,42 -1.467,02
17. VR-LEASING MAROS GmbH Eschborn 100 23.271,70 -918,61
18. VR-LEASING MILIUM GmbH Eschborn 100 23.656,19 -292,11
19. VR-LEASING NATANTIA GmbH Eschborn 100 30.681,66 5.599,50
20. VR-LEASING ONYX GmbH Eschborn 100 24.352,73 -263,78
21. VR-LEASING OPAVA GmbH Eschborn 100 21.734,55 -2.938,54
22. VR-LEASING SALONA GmbH Eschborn 100 22.647,37 -1.860,33
23. VR-LEASING SANIDOS GmbH Eschborn 100 189.124,14 144.658,00
24. VR-LEASING SARITA GmbH Eschborn 100 23.647,42 -468,01
25. VR-LEASING SASKIA GmbH Eschborn 100 23.901,40 -203,17
26. VR-LEASING SIGUNE GmbH Eschborn 100 22.400,14 -1.800,01
27. VR-LEASING SIRIUS GmbH Eschborn 100 27.480,66 -237,80
28. VR-LEASING SOLIDUS Elfte GmbH Eschborn 100 45.503,40 -133,33
IV. Sonstige Gesellschaften
1. DEGECEDO Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 48.262,38 22.635,12
2. 5) DEGEPROJEKT Grundstücks-verwaltungsgesellschaft mbH i.L. Eschborn 100 46.060,10 21.360,10
3. 4) DEGEPROLOG Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 25.564,59 0,00
4. 4) DEGERIA Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn 100 25.564,59 0,00
5. 4) DEGESISTO Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 114.127,22 0,00
6. 4) DG LEASING GmbH Eschborn 100 25.564,59 0,00
7. EPI Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Eschborn 100 23.429,68 -196,39
8. 1) VR-LEASING Immobilien-Holding GmbH & Co. KG Eschborn 0 -8.197,64 29.680,26
9. 4) VR-LEASING KOSMOS GmbH Eschborn 100 89.123,05 0,00

1. Mittelbar gehalten.

2. Einschließlich mittelbar gehaltener Anteile.

3. Vorjahreszahlen

4. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

5. abweichendes Wirtschaftsjahr 01.01.-30.06.2023

Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen ist zum Nennwert bilanziert.

Das Treuhandvermögen in Höhe von TEUR 3.456 (Vorjahr: TEUR 6.185) entfällt wie im Vorjahr mit dem Gesamtbetrag auf Forderungen an Kunden. Das Treuhandvermögen entfällt in Höhe von TEUR 3.456 (Vorjahr: TEUR 6.185) auf verbundene Unternehmen. Davon entfallen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.717) auf den Mehrheitsgesellschafter.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Bei den Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.456 (Vorjahr: TEUR 6.185) handelt es sich um täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, wovon TEUR 3.428 (Vorjahr: TEUR 6.152) auf verbundene Unternehmen entfallen, davon TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 0) auf den Mehrheitsgesellschafter.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Auskehrung von Guthaben veräußerter ehemaliger Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 366 (Vorjahr: TEUR 4).

Außerdem enthält die Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 0) und Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit dem Gesellschafter LOANCOS Finanz Holding GmbH in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 347).

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind täglich fällig.

Passive latente Steuern

Wegen zukünftiger steuerlicher Mehrergebnisse aus einer gebildeten "§ 6b-Rücklage" wurde ein Passivposten für latente Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag gebildet.

Basis Steuersatz latente Steuern
EUR Prozent EUR
Passive latente Steuern 55.388,00
"§ 6b-Rücklage" 350.000,00 15,825 55.388,00

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 132) Ertragsteuern für das Geschäftsjahr und Vorjahre.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden nach den Vorschriften des Handelsrechts in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die anderen Rückstellungen beinhalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Rückstellungen für Abschlussprüfung (TEUR 48, Vorjahr: TEUR 48) und Steuerberatung (TEUR 98, Vorjahr: TEUR 120).

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 8,7 Mio. (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.) und enthält ein Stammkapital als gezeichnetes Kapital in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.). Aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses vom 6.12.2021 wurde das Stammkapital im Geschäftsjahr mit Eintragung im Handelsregister am 27.01.2023 um EUR 5,0 Mio. auf TEUR 150 herabgesetzt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich überwiegend aus Verwaltungs- und Geschäftsbesorgungsgebühren, Betreuungsentgelten und Erträgen aus Umlagen von Leasingobjektgesellschaften, an denen die VRIL eine mittelbare oder unmittelbare Beteiligung hält (TEUR 1.446, Vorjahr: TEUR 2.965). Erträgen aus Beteiligungsverkäufen (Vorjahr: TEUR 4.360) waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen.

Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Rahmengeschäftsbesorgungsverträgen in Höhe von TEUR 1.157 (Vorjahr: TEUR 2.560).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In der Position ist Aufwand für latente Ertragsteuern in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mit der LOANCOS GmbH, Frankfurt am Main, sowie der LOANCOS Finanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, jeweils einen Rahmengeschäftsbesorgungsvertrag über die Erbringung sämtlicher im Zusammenhang mit der Verwaltung der VRIL sowie der Objekt- und Beteiligungsgesellschaften, insbesondere Controlling-, Buchhaltungs- und Steueradministrationsleistungen sowie Revision und Risikomanagement, auf unbestimmte Dauer abgeschlossen. Durch die sukzessive Abwicklung von Objektgesellschaften wird in Zukunft mit abnehmenden Beträgen gerechnet.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von TEUR 7.868 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte durch:

Eckhard Blauhut, Frankfurt am Main, Geschäftsführer der LOANCOS Finanz Holding GmbH

Die Geschäftsführung hat von der VRIL im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten. Die Gesellschaft hat weder einen Aufsichtsrat noch einen Beirat.

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal, insofern erfolgt die Besorgung der Geschäfte über Auslagerungsverträge durch die LOANCOS GmbH und die LOANCOS Finanz Holding GmbH.

Im Geschäftsjahr wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen.

Das Honorar für die Abschlussprüfung beträgt TEUR 48.

Im Jahr 2023 wurden von den Mitgliedern der Geschäftsführung der VRIL keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften bzw. weitere nennenswerte Mandate wahrgenommen.

 

Eschborn, den 29.05.2024

VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH

Die Geschäftsführung

Eckhard Blauhut

Anlagengitter zum 31.12.2023

VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH, Eschborn

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge *) Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.725.245,68 353.387,54 -1.016.806,18 1.061.827,04
1.725.245,68 353.387,54 -1.016.806,18 1.061.827,04
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 32.758,55 0,00 32.758,55
0,00 32.758,55 0,00 32.758,55
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.029.068,49 1.725.245,68
1.029.068,49 1.725.245,68

*) Bei den Zugängen handelt es sich um Effekte aus vorgenommenen Verschmelzungen von verbundenen GmbH's; die Beteiligungsbuchwerte der verschmolzenen Gesellschaften wurden in den Abgängen berücksichtigt

Lagebericht 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell und Strategie

Die VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH (VRIL/Gesellschaft), Eschborn, nimmt für die überwiegend das Immobilienleasinggeschäft betreibenden Objektgesellschaften die Holdingfunktion wahr.

Die VRIL hat keine eigenen Leasingverträge abgeschlossen. Die wirtschaftliche Entwicklung der VRIL wird insoweit im Wesentlichen durch das Halten von Beteiligungen (mittelbar und unmittelbar) und dem daraus resultierenden Beteiligungsergebnis bestimmt.

Die VRIL beschäftigt keine Mitarbeiter. Auf Basis von Geschäftsbesorgungsverträgen wurden die erforderlichen Tätigkeiten durch Mitarbeiter der LOANCOS Finanz Holding GmbH und der LOANCOS GmbH, Frankfurt am Main, für die VRIL erbracht.

Das Immobilienleasing wurde bereits in 2011 durch den Voreigentümer VR Smart Finanz AG aus strategischen Gründen als Nicht-Kerngeschäftsfeld definiert und wird seitdem sukzessive abgebaut. Die Neugeschäftstätigkeit in diesem Segment ist eingestellt. Der Geschäftsabbau des Immobilienleasings erfolgt mittels Verschmelzungen, Veräußerungen und Auflösungen der Tochtergesellschaften der VRIL.

2 Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahre 2023 um 0,3% niedriger als 2022. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Das Leasing-Neugeschäft ist in Deutschland im Jahr 2023 auf 74,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 59,4 Mrd. Euro) gestiegen. Es setzte sich aus dem Leasing von Ausrüstungsinvestitionen (Mobilien) und von Nichtwohnbauten (Immobilien) zusammen. Der Anteil des Immobilienleasing belief sich auf 0,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,1 Mrd. Euro). Grund für den Rückgang ist, dass Immobilienleasing sehr von Großprojekten bestimmt und traditionell sehr volatil ist.

Laut dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V., Berlin, lag der Anteil des Immobilienleasings an den gesamten Investitionen der Leasing-Wirtschaft (ohne Mietkauf) bei 1%.

Geschäftsverlauf

Die Aktivitäten der VRIL-Gruppe auf dem Gebiet Immobilienleasing wird über Objektgesellschaften abgebildet. An 53 (Vorjahr: 83) Gesellschaften hält die VRIL direkte und indirekte Beteiligungen.

Aufgrund der planmäßigen Abwicklung des Immobilienleasinggeschäfts wurden 2023 keine weiteren Objektgesellschaften gegründet. Es wurden 14 Kapitalgesellschaften (Vorjahr: 5) verschmolzen, 11 (Vorjahr: 16) Personengesellschaften aufgelöst und die Anteile an weiteren 5 (Vorjahr: 11) Personen- bzw. Kapitalgesellschaften verkauft. Damit hat sich die Gesamtanzahl von 83 Beteiligungen im Vorjahr um 30 Beteiligungen auf insgesamt 53 Beteiligungen verringert.

In den Objektgesellschaften wird zum Bilanzstichtag ein Objektvolumen zu Anschaffungswerten von 106 Mio. EUR (Vorjahr: 203 Mio. EUR) mit ausgewiesen.

Das wirtschaftliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist geprägt durch das Ergebnis aus Betreuungsleistungen für die bestehenden bzw. beendeten Leasingverträge sowie durch Beteiligungserträge.

Der Rückgang des Jahresergebnisses um EUR 4,9 Mio. ist im Wesentlichen auf den Wegfall von Einmaleffekten insbesondere aus dem Verkauf von Beteiligungen in Höhe von EUR 4,4 Mio. im Vorjahr zurückzuführen. Das rückläufige Ergebnis aus den Betreuungsentgelten konnte im Wesentlichen durch reduzierte Verwaltungsaufwendungen kompensiert werden.

Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im Vorjahr

Die Ergebnisprognose des Vorjahres konnte aufgrund hoher Beteiligungserträge übertroffen werden.

Aufgrund der vorgenannten Aspekte konnte im Jahr 2023 ein positives Jahresergebnis von EUR 3,4 Mio. erzielt werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 17,2 Mio. EUR auf 13,4 Mio. EUR am Bilanzstichtag reduziert.

31.12.2023 31.12.2022
Mio. EUR Mio. EUR
Aktivseite
Forderungen an Kreditinstitute 3,8 1,9
Forderungen an Kunden 5.1 4,7
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,0 1.7
Treuhandvermögen 3.5 6.2
Sonstige Vermögensgegenstände 0,0 2,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,3
Summe Aktiva 13,4 17.2
31.12.2023 31.12.2022
Mio. EUR Mio. EUR
Passivseite
Treuhandverbindlichkeiten 3,5 6,2
Sonstige Verbindlichkeiten 0.7 0,4
Rückstellungen und Passive Latente Steuern 0,5 0,3
Eigenkapital 8.7 10,3
Summe Passiva 13,4 17,2

Zwischen der VRIL und den einzelnen Beteiligungsgesellschaften bestehen Treuhandverträge, die das zentralisierte Liquiditätsmanagement dieser Gesellschaften regeln.

Die von den Treugebem (Objektgesellschaften) an den Treuhänder (VRIL) übertragenen Vermögenswerte und Geldforderungen werden im Namen des Treuhänders aber für Rechnung des Treugebers verwaltet, angelegt und/oder anderen Beteiligungsgesellschaften darlehensweise zur Verfügung gestellt. In der Bilanz der VRIL findet diese Gestaltung auf der Aktivseite im Treuhandvermögen und auf der Passivseite in den Treuhandverbindlichkeiten ihren Niederschlag.

Aufgrund der Holdingfunktion wird die Bilanz auf der Aktivseite durch die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR), die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR), die Forderungen an Kunden in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) sowie das Treuhandvermögen in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) bestimmt.

Auf der Passivseite werden im Wesentlichen Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) ausgewiesen.

Es bestehen neben den Steuerrückstellungen auch Rückstellungen für Abschlussprüfung und Steuerberatung.

Die VRIL verfügt über ein Eigenkapital von 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR).

Finanzlage

Die Finanzlage der VRIL wird maßgeblich durch das Liquiditätsmanagement im Rahmen ihrer Treuhandtätigkeit für die Beteiligungsgesellschaften bestimmt.

Die Bilanzstruktur ist im Wesentlichen durch einen Überhang der langfristigen Passiva (8,7 Mio. EUR Eigenkapital) über die langfristigen Aktivposten (insbesondere 1,0 Mio. EUR Anteile an verbundenen Unternehmen) geprägt. Die übrigen Bilanzpositionen sind weitestgehend täglich fällig.

Die Liquiditätslage war zum Bilanzstichtag und während des Geschäftsjahres geordnet.

Ertragslage

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf Ertrags- und Aufwandsposten, die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet wurden.

2023 2022
Mio. EUR Mio. EUR
Beteiligungsergebnis 3,8 4,0
Verwaltungsaufwand -1,4 -2,8
Sonstige betriebliche Erträge 1,5 7,4
Ergebnis vor Steuern 3,9 8,6
Steuern -0,5 -0,2
Ergebnis nach Steuern 3.4 8,4

Die Ertragslage der VRIL war im Geschäftsjahr durch die Ergebnisbeiträge aus den Beteiligungen sowie den betreuten Leasingverträgen geprägt. Dabei werden neben den laufenden Betreuungserträgen einmalige Erträge im Rahmen der vorzeitigen Beendigung von Leasingverträgen erzielt.

Im Geschäftsjahr 2023 konnten etwa gleichbleibende Erträge aus den Beteiligungsgesellschaften in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen von 7,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,5 Mio. EUR durch gesunkene Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen zurück.

Die Verwaltungsaufwendungen haben sich planmäßig von 2,8 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR reduziert.

3 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VRIL

Im Zuge der strategischen Ausrichtung wurde das Immobilienleasing bereits in 2011 durch den Voreigentümer VR Smart Finanz AG als Nicht-Kerngeschäftsfeld eingestuft und die Neugeschäftstätigkeit eingestellt. Die strategische Ausrichtung der VRIL-Gruppe wird unverändert beibehalten. Es werden keine neuen Leasinggeschäfte getätigt und keine Erweiterungen von bestehenden Leasingverträgen vorgenommen. Vielmehr erfolgt der Abbau des Leasingbestandes im Rahmen der mit den Leasingnehmern bestehenden vertraglichen Vereinbarungen.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VRIL stellt sich zum Bilanzstichtag und während des Geschäftsjahres geordnet dar.

4 Risikobericht

Die VRIL ist finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus der Entwicklung verschiedener Finanz- und Gütermärkte sowie aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ergeben. Die Gesellschaft ist grundsätzlich nur in Geschäftsfeldem tätig, in denen sie über eine entsprechende Expertise zur Beurteilung der spezifischen Risiken verfügt.

Grundsätze des Risikomanagements

Die VRIL hat sämtliche Aufgaben im Zusammenhang mit der Steuerung der Risiken auf die LOANCOS GmbH (LOANCOS) übertragen.

In die folgenden Beschreibungen über die Risikosteuerung der LOANCOS ist die VRIL jeweils einbezogen bzw. diese Ausführungen treffen analog auf die VRIL zu. An den Stellen, an denen Besonderheiten in Bezug auf die Gesellschaft existieren, ist dies entsprechend kenntlich gemacht.

Die Gesellschaft ist bezüglich des Risikomanagements und des Risikocontrollings aufbau- und ablauforganisatorisch unmittelbar in die Prozesse der LOANCOS-Gruppe integriert. Die Geschäftsführung der Gesellschaft stützt sich dabei auf die Tätigkeit der bei der LOANCOS installierten Gremien, Bereiche und Abteilungen.

Die aus der Unternehmensstrategie der VRIL-Gruppe abgeleitete Gesamtrisikostrategie bildet den Rahmen für den Umgang mit den Risiken und die Grundlage für ein einheitliches Verständnis der risikopolitischen Unternehmensziele. Die VRIL geht nur Risiken ein, die mit der Geschäfts- und Gesamtrisikostrategie der VRIL-Gruppe in Einklang stehen. Bei intransparenter Risikolage oder methodischen Zweifelsfällen wird dem Vorsichtsprinzip der Vorzug gegeben.

Das Risikomanagement ist so organisiert, dass Interessenkonflikte sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf Ebene von Organisationseinheiten ausgeschlossen werden.

Die VRIL fungiert als sogenannte "risikotragende Obergesellschaft" für ihre Tochtergesellschaften.

Das Risikosteuerungssystem der VRIL-Gruppe, in das die Risikosteuerung der VRIL ausgelagert ist, überwacht alle wesentlichen Risikoarten und wird kontinuierlich anhand der eigenen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten weiterentwickelt.

Rahmenwerk für das Risikomanagement

Die VRIL ist über die Geschäftsführung in die Risikosteuerung der VRIL-Gruppe eingebunden und in allen wesentlichen Steuerungsgremien vertreten. Hierdurch ist sichergestellt, dass die entwickelten Methoden, Systeme und Prozesse zur Beherrschung der wesentlichen Risiken auch im Einklang mit den Gruppenanforderungen stehen und sich in der Gesamtrisikostrategie der VRIL-Gruppe niederschlagen.

Die Gesamtrisikostrategie der VRIL-Gruppe wird im jährlichen Rhythmus von der Geschäftsführung der VRIL überprüft und genehmigt. Sie wird auf Basis der operativen Planung der VRIL-Gruppe definiert, um Risiko-, Kapital- und Ergebnisziele aufeinander abzustimmen.

Die VRIL-Gruppe steuert Kredit-, Marktpreis-, operationelle, Liquiditäts-, Beteiligungs-, Geschäfts-, Reputationsrisiken durch koordinierte Risikomanagementprozesse für alle Geschäftsbereiche. Für die wesentlichen Risiko- und Liquiditätskennziffern sind zu deren kontinuierlicher Überwachung Reporting-, Stresstesting- und Eskalationsprozesse etabliert.

Die Steuerung der Risiken und des Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis eines Rahmenwerks von Grundsätzen, Organisationsstrukturen sowie Risikomess- und -überwachungsprozessen, die aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet und an den Tätigkeiten der Gesellschaft ausgerichtet sind.

Organisation des Risikomanagements

Die Kernaufgaben des Risikomanagements werden durch die Geschäftsführung verantwortet.

Die operativen Aufgaben wurden von der Gesellschaft auf die LOANCOS ausgelagert und werden dort für die gesamte VRIL-Gruppe einheitlich erbracht.

Die Geschäftsführung der VRIL überwacht die Vereinbarkeit des aktuellen Risiko- und Kapitalprofils mit den strategischen Vorgaben auf Basis des quartalsweise erstellten Risikoberichts der VRIL. Hier werden alle Themen in Verbindung mit der Risiko- und Kapitalsteuerung behandelt, Vorgaben und Ziele im Rahmen der Gesamtrisikostrategie formuliert sowie Maßnahmen zur Risikominderung festgelegt. Dies betrifft neben Entscheidungen zum strategischen Risikomanagement auch die Ausgestaltung konkreter Steuerungsinstrumente und -maßnahmen.

Die Prüfung und Beurteilung sämtlicher Aktivitäten und Prozesse im Rahmen des internen Kontrollsystems wird durch die Interne Revision wahrgenommen.

Risikostrategie und Risikotoleranz

Risikostrategie und Kapitalplanungsprozess

Die VRIL führt als Obergesellschaft den jährlich durchgeführten strategischen und operativen Planungsprozess der VRIL-Gruppe, der die Entwicklung der strategischen Ausrichtung der Gruppe und der einzelnen Geschäftseinheiten widerspiegelt.

Die Vorgaben zum Umgang mit den finanziellen Risiken werden in der Gesamtrisikostrategie der VRIL-Gruppe definiert. Die Gesamtrisikostrategie orientiert sich an den Vorgaben der Geschäftsstrategie und berücksichtigt die im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich identifizierten Risikoarten.

Eine Risikosteuerung mittels von aus der Risikotragfähigkeit abgeleiteter Limite erfolgt nicht, da es sich bei dem Gesamtportfolio umein Abbauportfolio handelt und kein Neugeschäft mehr abgeschlossen wird.

Risikosteuerungsinstrumente

Die VRIL als Obergesellschaft führt vierteljährliche Stresstests durch.

Risikokonzentrationen werden lediglich hinsichtlich der Anlage von Mitteln eingegangen und werden deshalb nur für dieses Segment betrachtet.

Risikotoleranz

Das Risikoüberwachungssystemder risikotragenden Obergesellschaft VRIL konzentrierte sich im Geschäftsjahr auf die wesentlichen Risikoarten: Kreditrisiko, operationelles Risiko, Marktpreisrisiko, Beteiligungsrisiko, Geschäftsrisiko sowie Liquiditätsrisiko.

Die für die risikotragende Obergesellschaft VRIL ermittelten Risikodeckungsmasse stellt die Verlustobergrenze dar.

Die Einhaltung dieser Verlustobergrenzen wird im Quartalsbericht Risiko für die VRIL-Gruppe bzw. in den Sitzungen der Geschäftsleitung berichtet. Nachfolgend werden die Risiken einzeln erläutert:

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist aufgrund des Geschäftsmodells der VRIL grundsätzlich das Kernrisiko der VRIL-Gruppe. Dieses bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen aus Bonitätsgründen nicht nachkommt.

Die Steuerung der Kreditrisiken auf Ebene der einzelnen Kundenengagements erfolgt einzelfallbezogen.

Das Kreditrisiko ist jedoch aufgrund der gegebenen Finanzierungsstrukturen von untergeordneter Bedeutung.

Operationelles Risiko

Unter operationellem Risiko wird das Risiko eines Verlustes verstanden, der durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, unangemessene oder fehlerhafte Prozesse (sowie unangemessenes oder fehlerhaftes Projektmanagement) oder durch externe Ereignisse hervorgerufen wird. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind nicht enthalten.

Vor dem Hintergrund der Geschäftsorganisation der Unternehmen der VRIL-Gruppe sind die Auslagerungen hinsichtlich der operativen Prozesse von besonderer Bedeutung und werden durch organisatorische Maßnahmen reduziert.

Über eine Schadenfalldatenbank werden die aufgetretenen Schadenfälle dokumentiert und in die quartalsweise Risikoberichterstattung aufgenommen. Bei Bedarf werden ggf. weitere risikoreduzierende Maßnahmen beschlossen.

Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko umfasst das Zinsänderungsrisiko, das Restwertrisiko aus der Objektverwertung sowie das Immobilienrisiko.

Die Unterrisikoarten des Marktpreisrisikos unterliegen unterschiedlichen Risikomessmethoden.

Zinsänderungsrisiko

Zinsänderungsrisiken beinhalten die Gefahr, dass allgemeine Marktzinsänderungen zu Wertminderungen auf zinstragende Positionen bzw. zu einem Rückgang der Zinsmarge führen. Beispielsweise kann eine nicht fristenkongruente Refinanzierung zu einem erhöhten Zinsänderungsrisiko führen.

Die VRIL ist aufgrund ihrer Refinanzierungsstruktur bei planmäßigen Vertragsverläufen keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Restwertrisiko

Unter dem Restwertrisiko versteht die Gesellschaft das Risiko, dass der kalkulierte Restwert zur vollständigen Amortisation einer Objektfinanzierung durch Verkauf des Leasingobjektes nicht erzielt werden kann. Das Restwertrisiko für Immobilien und Großmobilien wird ermittelt, indem der Zerschlagungswert dem nicht amortisierten Teil der Objektfinanzierung zum Ende der Vertragslaufzeit gegenübergestellt wird. Danach besteht ein Restwertrisiko nur, wenn weder vertragliche Andienungsrechte noch Restwertsicherheiten in Form von Garantien oder Rückkaufvereinbarungen bestehen. Verluste aus der Objektverwertung, die sich im Rahmen des Ausfalls eines Leasingnehmers während der Grundmietzeit ergeben, werden bei der Steuerung der Adressenausfallrisiken berücksichtigt.

Das rechnerische Restwertrisiko als negative Differenz von geschätztem Zerschlagungswert und Refinanzierungssaldo zum Ende der Vertragslaufzeit kommt nur dann zum Tragen, wenn die VRIL die Finanzierung der Leasingobjektgesellschaft übernommen hat (Eigenobligo VRIL). In allen anderen Fällen, d.h. der Refinanzierung der Leasingobjektgesellschaft außerhalb der VRIL-Gruppe, reduziert sich das Risiko betragsmäßig auf die Kapitaleinlagen bzw. das Stammkapital der VRIL bei den Leasingobjektgesellschaften und auf das Stammkapital der zugehörigen Komplementär-GmbHs. Vor diesem Hintergrund wird das Restwertrisiko mit Ausnahme der Restwertrisiken der Engagements, bei denen die VRIL die Finanzierung der Leasingobjektgesellschaft übernommen hat, unter den Beteiligungsrisiken ausgewiesen (Restwertrisiko führt zum Beteiligungsrisiko).

Eine aktive Steuerung des Restwertrisikos von im Bestand befindlichen Immobilien mit feststehender Finanzierung ist außerhalb der Entwicklung von Abwicklungsstrategien nicht möglich.

In den regelmäßig stattfindenden Geschäftsführersitzungen werden die Engagements besprochen und ggf. erforderliche Maßnahmen beschlossen. Im Rahmen der Besprechung der Engagements wird festgelegt, ob und wann Ertrags- und Zerschlagungswerte neu ermittelt werden müssen.

Immobilienrisiko

Das Immobilienrisiko ist definiert als das Risiko von Verlusten aufgrund negativer Wertänderungen des Immobilienbestandes durch Verschlechterung der allgemeinen Immobiliensituation oder spezieller Eigenschaften der einzelnen Immobilien.

Ein Immobilienrisiko besteht bei den Immobilien der Einzel- und Mehrobjektgesellschaften, bei denen ein konkreter Leasingvertragsbezug nicht mehr vorhanden ist und die VRIL als risikotragende Obergesellschaft i.d.R. im Eigenobligo steht.

In den regelmäßig stattfindenden Geschäftsführersitzungen werden die Bestandsimmobilien besprochen und ggf. erforderliche Maßnahmen beschlossen.

Geschäftsrisiko

Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener Geschäftsstrategie ergeben können und die auf eine Veränderung von extern gegebenen Rahmenbedingungen zurück zu führen sind.

Die Steuerung des Geschäftsrisikos basiert auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für alle Geschäftsfelder. Grundlage hierfür ist die strategische sowie die operative Planung. Bei der VRIL-Gruppe besteht aufgrund der vertraglich vereinbarten Leasingstrukturen kein bemerkenswertes Geschäftsrisiko.

Reputationsrisiko

Das Reputationsrisiko beschreibt das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die VRIL bzw. die VRIL-Gruppe oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Anteilseignern, auf dem Arbeitsmarkt und in der Öffentlichkeit beschädigen.

Reputationsrisiken werden als Teil des Geschäftsrisikos abgebildet und sind für die VRIL- Gruppe von untergeordneter Bedeutung, da kein Neugeschäft getätigt wird.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos und zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat die VRIL-Gruppe ein zentrales Cash-Management eingerichtet, das die VRIL als Obergesellschaft führt. Die Betrachtung des Liquiditätsrisikos erfolgt deshalb auf der Ebene der VRIL. Die Finanz- und Liquiditätsplanung erfolgt auf einer Drei-Jahres-Basis (laufendes Jahr sowie die beiden folgenden Geschäftsjahre). Vor dem Geschäftsjahresende wird eine neue Planung für den jeweils nächsten 3-Jahres-Zeitraum erstellt.

Darüber hinaus wird zur Messung des Liquiditätsrisikos der Liquiditätspuffer betrachtet, der sowohl im Basis- als auch im Stressszenario weiterhin zur Verfügung stehen muss. Der Liquiditätspuffer muss mindestens EUR 1 Mio. betragen. Auf Grund der fristenkongruenten und überwiegend haftungsfreien (Non-Recourse) Refinanzierung der Leasingobjektgesellschaften resultieren aus den Leasingverträgen und den zugehörigen Finanzierungen keine nennenswerten Liquiditätsrisiken.

Im Rahmen der quartalsweisen Risikoberichterstattung wird das Liquiditätsrisiko betrachtet.

Zusammenfassung

Die VRIL war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit risikotragfähig. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum zu jeder Zeit sichergestellt.

5 Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung (ifo Institut) prognostizierte im März 2024 in seiner aktuellen Konjunktur-Prognose "Frühjahr 2024" für das Jahr 2024 gegenüber seiner letzten Prognose ein Wachstum von nur noch 0,2% und im Jahr 2025 ein Wachstum von 1,5%. Anders als erwartet befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/2024 in einer Rezession. Besonders kräftig schrumpfte die Wertschöpfung in der Industrie und der Bauwirtschaft. Gründe waren u.a. der Mangel an Aufträgen, der schneereiche Dezember und ein außergewöhnlich hoher Krankenstand. Stützend für die Konjunktur war lediglich der private Konsum. Eine Trendwende sei wegen einer Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, eines geringen Auftragsbestandes, weiter hohem Krankenstand und andauernder Streiks zunächst nicht zu erwarten. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen.

Gemäß ifo Institut sinkt die Inflationsrate seit nunmehr einem Jahr zügig und erreichte im Februar 2024 mit 2,5% den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Laut der Prognose soll die Rate im laufenden Jahr mit 2,3% deutlich geringerliegen als in 2023 und im kommenden Jahr weiter auf 1,6% zurückgehen. Insbesondere sinkende Gas- und Strompreise senken im Prognosezeitraum den Preisauftrieb.

Laut Prognose wird die konjunkturelle Schwäche den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosenquote zunächst auf voraussichtlich 5,9% in 2024 und somit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Jahr 2023 weiter steigen lassen. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote laut ifo Institut wieder auf 5,6% zurückgehen. Das Defizit im Staatshaushalt wird sich nach EUR 87,4 Mrd. in 2023 in diesem Jahr auf EUR 76,0 Mrd. und in 2025 auf EUR 44,6 Mrd. zurückbilden.

Unternehmensausblick

Die wirtschaftliche Entwicklung der VRIL wird durch ihre Funktion als Betreuer der Leasingengagements und der Leasingstrukturen bestimmt, was wiederum maßgeblich das Jahresergebnis beeinflusst. Sie erzielt ihr Jahresergebnis hauptsächlich aus den Betreuungsentgelten, die den überwiegend das Immobilienleasinggeschäft aber auch das Großmobilien-Leasinggeschäft betreibenden Objektgesellschaften berechnet werden.

Eine Änderung der bisherigen Unternehmensstrategie ist nicht geplant. Vielmehr soll die weitere Abwicklung der bestehenden Leasingverträge wie bisher stringent fortgeführt werden.

Unter Beibehaltung des Zieles der konsequenten Abwicklung der verbliebenen Immobilienleasingengagements und den damit einhergehenden Maßnahmen erwartet die Geschäftsführung, dass das Ergebnis aus den Betreuungsentgelten rückläufig sein wird. Begründet ist dies mit der weiteren Reduktion des Portfolios, was in Konsequenz zu grundsätzlich niedrigeren Erträgen führen wird.

Dabei werden die Ertragsrückgänge voraussichtlich im Wesentlichen durch reduzierte Verwaltungsaufwendungen kompensiert werden können. Ggf. stattfindende Ausschüttungen von Tochtergesellschaften und sonstige Beteiligungserträge aus Personengesellschaften werden das Ergebnis positiv beeinflussen.

Insgesamt ist für das Geschäftsjahr 2024 nach derzeitiger Einschätzung mit einem geringen Jahresfehlbetrag zu rechnen.

Nach unseren Analysen zum betreuten Vertrags- und Kundenstamm hat die im Jahr 2024 weiterhin bestehende militärische Auseinandersetzung in der Ukraine zum aktuellen Stand keine unmittelbare Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie der Tochtergesellschaften.

 

Eschborn, den 29.05.2024

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