Herstellung von feuerfesten keramischen Werkstoffen und Waren
HMExtrusion GmbH
An der Kaufleite 32, 90562 Kalchreuth, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Heinrich seit 20.5.2019 | Geschäftsführer |
Inge Heinrich seit 25.2.2004 | Prokura |
Hans-Karl Roland Heinrich seit 11.11.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.00% | |
| 15.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
HMExtrusion GmbHEigenbeteiligung | 45.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HMExtrusion GmbHHeroldsbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023HMExtrusion GmbH, Kalchreuth1. Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Allgemeine Rahmenbedingungen 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.3 Beschaffung 2.4 Produktion 2.5 Absatz 2.6 Investitionen 2.7 Vermögens- und Finanzlage 2.8 Ertragslage 2.9 Sonstiges 3. Risikobericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken 3.2 Branchenspezifische Risiken 3.3 Risiken im Beschaffungsbereich 3.4 Risiken in der Produktion 3.5 Risiken im Bereich Absatz 3.6 Risiken bei Investitionen und im Finanzbereich 3.7 Zinsänderungsrisiken 3.8 Bestandsgefährdende Risiken 4. Prognosebericht 4.1 Gesamtwirtschaftliche Situation 4.2 Beschaffung 4.3 Produktion 4.4 Absatz 4.5 Produktentwicklung / Prozessentwicklung 4.6 Investition / Finanzen 4.7 Geplantes Ergebnis 4.8 Langfristiger Ausblick 5. Zusammenfassung 1. Grundlagen des UnternehmensDie HMExtrusion GmbH, HME, ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit über 40 Jahren Erfahrung in der Kunststoffverarbeitung für die Medizintechnik. Der Firmensitz liegt in Kalchreuth. Ursprünglich erfolgte die Granulat- und Schlauchproduktion ausschließlich beim ehemaligen Mitgesellschafter Modenplast Medical srl, Italien, und ab 2007 bei dem Partnerbetrieb MPH s. r. o, In Tschechien, bei dem eine Schlauch-Extrusionsanlage installiert wurde (die Investition erfolgte zu 100 % durch HME). Die Extrusionsanlage wurde an den Partnerbetrieb verpachtet. Die so in Tschechien hergestellten Produkte wurden dann von HME bezogen. In der Folge der Änderung der Gesellschaftsverhältnisse und der Übernahme der Anteile der italienischen Mitgesellschafter durch die Gesellschaft als eigene Anteile wurde HME zu einem 100 %-igen Familienbetrieb mit einer neuen Ausrichtung der Fertigungstiefe. Die Situation änderte sich nochmals im Jahr 2022 bedingt durch die Übernahme des Produktionspartner MPH s. r. o. durch ein amerikanisches Unternehmen, dadurch kam auch die Thematik "Montage Medizinprodukte" hinzu. Es müssen neue Partner für einige bestehenden OEM-Produkte gesucht werden, um evtl. Lieferprobleme in Zukunft zu verhindern. Die Sparte "technische Produkte für den Wohnungsbereich" ist für den Vertrieb von Kunststoff-Falttüren und Duschkabinen zuständig. Die Vertriebswege sind Versandhändler bzw. Online-Plattformen. Die Kunststofffalttüren werden am Standort Kalchreuth aus Rohlingen zu Maßanfertigungen produziert. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Allgemeine Rahmenbedingungen Die sich weiter abzeichnende Wirtschaftskrise fließt auch in die Planungen der HME ein. So sind nach 2 Jahren Corona, welche die HME ohne jegliche Corona-Hilfen von staatlicher Seite überstand, durch den Ukraine-Krieg, insbesondere durch die Verteuerung von Energie (Kosten für Strom, Gas und Öl mehr als verdoppelt) sowie der Rohstoffe (PVC-Preise um mehr als 30 % angestiegen) und die zeitweise Unterbrechung von Lieferketten enorme Problemfelder entstanden. Die Kosten sind zwar in 2023 wieder etwas gesunken, dennoch blieb das Niveau hoch. Die Aussichten für 2024 deuten allerdings wieder auf steigende Rohstoffpreise hin. Der Bedarf an unseren Produkten ist nach wie vor stabil, Probleme ergeben sich neben der Kostenseite vor allen Dingen bei der Personalbeschaffung. Qualifiziertes und motiviertes Personal zu finden, gestaltet sich zunehmend schwieriger. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Speziell in der Medical Branche ist weiterhin der Kostendruck im Gesundheitswesen zu spüren. Kostensteigerungen auf der Beschaffungs- und Herstellungsseite können daher nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden. Um die Marktposition zu verbessern, wurde die Eigenfertigung für Schläuche ausgebaut (weitere Extrusionsanlagen wurden angeschafft). Die Vorgaben der EU in Verbindung mit der neuen MDR-Richtlinie (Medical Device Regulation), welche durch die Zertifizierungsstellen für Medicalprodukte überwacht werden, werden immer restriktiver. So dauern Materialumstellungen bzw. Aufnahme von Alternativmaterialien deutlich länger und können bei Medizinproduktehersteller ein komplett neues Zertifizierungs-/ Validierungsverfahren anstoßen. Die dadurch entstehenden möglichen Mehrkosten können die Umstellung bzw. Aufnahme eines Alternativmaterials behindern. Für die technischen Produkte war das Geschäft auch in 2023 weiter rückläufig. Auch in 2024 ist ein weiterer Kunde aus diesem Geschäft ausgestiegen. Hier gilt es auch in Zukunft die Direktvermarktung voranzutreiben. Der Vertrieb über Vertriebspartner gestaltet sich zunehmend schwieriger. 2.3 Beschaffung Die Preise für Rohstoffe (z.B. PVC + 30 %) sind weiterhin auf einem hohen Niveau (leicht niedriger als 2022). Die Versorgungslage der Standard-Rohstoffe war stets unkritisch, nur vereinzelt kam es zu Lieferengpässen bei Sondermaterialien. Um die Versorgungssicherheit für die Schlauchkunden zu erhöhen, wurde erst in 2024 die Produktion in Tschechien stillgelegt, die Extrusionslinie zurückverlagert und komplett in eigenen Standort integriert (war bereits für 2023 geplant, allerdings gab es Verzögerungen unterschiedlicher Art). Darüber hinaus ist es ein erklärtes Ziel, dabei erworbenes Know-how nicht nach außen zu geben. 2.4 Produktion Die Schlauchproduktion wurde in 2022 begonnen und 2023 ausgebaut (es wurde in weitere Extrusionsanlagen und Nachfolgeeinheiten investiert). Hier ist die Kapazitätsgrenze noch nicht erreicht. So könnte durch die teilweise Einführung eines Schicht-Betriebes die Kapazität um 20 - 30 % gesteigert werden. Die Anlagen für die weitgehend automatisierte Produktion sind "state of the art", da es sich ausschließlich um Neuanlagen handelt. Im Rahmen der Möglichkeiten wird weiter in Maschinen und Werkzeuge investiert, um auch für die Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Hier könnten auch komplexere Fertigungsprozesse etabliert und optimiert werden. Die technischen Produkte wurden auch 2023 in der gewohnten Weise produziert bzw. fertiggestellt. 2.5 Absatz HME unterhält enge Kundenbeziehungen mit Medizinprodukte-Herstellern und plant auch die Lagermengen für deren mtl. Verbräuche. Die Absatzmärke sind weltweit, wobei der Hauptabsatzmarkt in Deutschland liegt (ca. 70 %). Der Auftragseingang war auch 2023 über dem Vorjahresniveau, allerdings darf man die Preisentwicklung dabei nicht unberücksichtigt lassen. Preisentwicklungen am Markt sind kritisch zu betrachten, dies gilt auch für 2024. Der Markt für die technischen Produkte hängt aber stark am Käuferverhalten (Privatkunden). Es wurde ein Rückgang in dieser Branche insgesamt verzeichnet. Neue Kunden bzw. bestehende Kundenbeziehungen wurden in 2023 akquiriert bzw. ausgebaut. 2.6 Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 138 T€ investiert. In den neuen Produktionsstandort Kalchreuth wurde auch 2023 am meisten investiert. Durch diese Investitionen wurde weiter in die Unabhängigkeit investiert. Hierdurch wird auch zukünftig weiteres Wachstum und eine engere Kundenbindung erwartet sowie Kostenreduzierungen durch weniger Transportwege. 2.7 Vermögens- und Finanzlage Unsere Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 506 T€ auf 10.181 T€ erhöht. Die Senkung der Vorräte von 1.709 T€ um 380 T€ auf 1.329 T€ sind teilweise den Preissenkungen durch die Umstellung auf Eigenfertigung geschuldet. Zudem hat sich das Preisniveau für Rohstoffe in 2023 etwas normalisiert. Unsere Gesamtleistung konnte von 17.715 T€ um 612 T€ auf 18.327 T€ gesteigert werden. Das Eigenkapital erhöhte sich in Höhe des erwirtschafteten Jahresüberschusses in Höhe von 779 T€ auf 7.470 T€. Die Eigenkapitalquote konnte trotz der gestiegenen Bilanzsumme leicht gesteigert werden und beträgt nunmehr 73,4 % (im Vorjahr 69,2 %). Die Verbindlichkeiten senkten sich aufgrund der bereits oben beschriebenen Senkungen der Vorräte von 2.405 T€ um 353 T€ auf 2.052 T€. Die Bankdarlehen bzw. Dispositionskredite wurden erneut nicht in Anspruch genommen. Am Bilanzstichtag verfügten wir über liquide Mittel in Höhe von 2.574 T€ (im Vorjahr 1.491 T€). 2.8 Ertragslage Das Jahr 2023 wurde mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 783 T€ (Vj. 756 T€) abgeschlossen. Dies entspricht einer Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr um 27 T€. Die im Vorjahr prognostizierte leichte Ergebnissteigerung konnte damit erreicht werden. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 4 % gesteigert werden. Die im Vorjahr in Aussicht gestellte Umsatzsteigerung von 5 % wurde damit nur knapp verfehlt. Die Umsatzerlöse entfallen zu rund 95 % auf unseren Geschäftsbereich Medizin und zu etwa 5 % auf den Geschäftsbereich Technik. Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsbereich Medizin um rund 10 % gesteigert werden, im Geschäftsbereich Technik fiel der Umsatz 43 % geringer aus. Einhergehend mit den Umsatzerlösen ist auch der Materialaufwand um 1,8 % gestiegen. Durch den im Vergleich zu den Umsatzerlösen unterproportional gestiegenen Materialaufwand, hat sich die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Unter Berücksichtigung der Bestandserhöhung konnte das Rohergebnis auf 3.536 T€ verbessert werden (Vj. 3.181 T€). Der Personalaufwand ist, bedingt durch die Erhöhung des Mitarbeiterstammes, gegenüber dem Vorjahr um 265 T€ auf 1.580 T€ (Vj. 1.315 T€) gestiegen. Die Abschreibungen veränderten sich im Vorjahresvergleich um knapp 21 % aufgrund der getätigten Investitionen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben etwa auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Den gestiegenen Raumkosten standen dabei trotz der erzielten Umsatzsteigerung gesunkene Kosten der Warenabgabe gegenüber. Zentrales Controlling-Instrumentarium zur Steuerung des Unternehmens ist die kurzfristige Erfolgsrechnung, welche monatlich in Form einer BWA für den jeweils aktuellen Monat aber auch year-to-date mit Vergleich zum Vorjahr erstellt wird. Hieraus lassen sich zeitnah aktuelle Problemfelder erkennen und es kann, bei Bedarf, kurzfristig gegengesteuert werden. Tagesaktuelle Zahlen aus dem ERP-System unterstützen hierbei noch mehr. Die Geschäftsführung bewertet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut. 2.9 Sonstiges Mit den langjährigen Geschäftspartnern konnten die Kooperationsmöglichkeiten weiter ausgebaut und intensiviert werden. Trotz aktuell schwierigen Rahmenbedingungen (Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt, Energiekosten, Mindestlohnerhöhungen) sieht die Geschäftsleitung sich in der Lage, den Geschäftsbetrieb wirtschaftlich fortzuführen und weiter zu intensivieren. 3. Chancen- und Risikobericht3.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken Das Unternehmen verkauft seine Produkte grundsätzlich in EURO. Wechselkursrisiken sind deshalb nicht gegeben. 3.2 Branchenspezifische Risiken Die unverändert bestehenden Sparzwänge in der Gesundheitspolitik werden bei vielen Produkten der HME-Kunden die ohnehin schon geringen Margen weiterhin schmälern. Durch Effizienzsteigerungen bei der Herstellung / Beschaffung wird nicht alles zu kompensieren sein. Für HME bedeutet dies zusammen mit seinen Kunden Kosteneinsparpotential zu erkennen und eine gemeinsame Strategie herauszuarbeiten. Ein wesentliches Branchenrisiko besteht für die technischen Produkte nicht, da die Abnehmer Endverbraucher/Privatkunden sind bzw. Versandhändler. Die Ausweitung des Direktvertriebes wird auch weiterhin forciert. 3.3 Risiken im Beschaffungsbereich Die weltweite Verknappung von Energie und daraus resultierend auch die zum Teil künstliche Verknappung an Polymeren, hat die Rohstoffpreise auf einem hohen Niveau gehalten. Leichte Reduzierungen konnten notiert werden. Es wird davon ausgegangen, dass weitere Preissteigerungen bei den Rohstoffen Ende 2024 zu erwarten sind, dies hat sich bereits zur Mitte des Jahres 2024 abgezeichnet. 3.4 Risiken in der Produktion Die Kapazitäten der bestehenden Maschinen sind ausreichend und für Wachstum ausgelegt. Neues Personal für Arbeit in der Fertigung zu finden, wird, wie bereits erwähnt, immer schwieriger. Geeignete Plattformen sind im Einsatz. 3.5 Risiken im Bereich Absatz In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld verlagern immer mehr Hersteller von medizinischen Produkten ihre Fertigungen nach Asien, Osteuropa oder andere Niedriglohnländer und gewinnen so einen Produktionskostenvorteil. Diese Unternehmen versuchen über Niedrigpreise Marktanteile zu gewinnen. Außerdem ist festzustellen, dass bisher branchenfremde Unternehmen weiterhin verstärkt versuchen, Anteile auf dem medizintechnischen Markt zu bekommen. Das Risiko eines Umsatz- und Ergebnisrückgangs hieraus ist aktuell jedoch als eher gering einzuschätzen. Durch eine flexiblere und kundenorientiertere Fertigung in Kombination mit unter 3.2 erwähnten Kosteneinsparungsstrategien sowie einem steigenden Qualitätsstandard und dem Aufbau langfristiger und enger Kundenbeziehungen wird den Risiken im Absatzbereich entgegengewirkt. In der Sparte "Technik" besteht weiterhin das Risiko, dass die Produkte bei den Versandhändlern ausgelistet werden. Chancen hingegen bestehen dadurch, dass andere Versandhändler diese Produkte in ihr Sortiment mit aufnehmen bzw. der Direktvertrieb diese Kunden übernimmt. 3.6 Risiken bei Investitionen und im Finanzbereich Aus Erfahrung wurde die Planung bisher eher vorsichtig angegangen. Die daraus resultierende Liquidität stellt sich als ausreichend dar. Jedoch wird wegen schlechter werdenden Zahlungsmoral bei diversen Kunden das Forderungsmanagement verstärkt eingesetzt und Lieferungen mit Zahlungseingängen verknüpft (z. B. Vorauskasse). Insgesamt verfolgt die Gesellschaft in finanziellen Angelegenheiten eine konservative Risikopolitik. 3.7 Zinsänderungsrisiken Da keine Kredite in Anspruch genommen wurden, besteht dieses Risiko nicht. 3.8 Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 4. Prognosebericht4.1 Gesamtwirtschaftliche Situation Die allgemeine politische Situation in Deutschland sowie weitergehende Kostendämpfungsdiskussionen im Krankenhausbereich lassen auch weiterhin keine Entspannung in den Preisdiskussionen erwarten. Durch eine Intensivierung der Kundenbeziehungen müssen gemeinsame Strategien zur Kostensenkung, Produktionsgrößen etc. gegengesteuert werden. 4.2 Beschaffung Chancen werden unverändert in der Ausweitung der Fertigungstiefe und der damit verbundenen Unabhängigkeit und den Verzicht auf teure Fremdproduktionen gesehen. 4.3 Produktion Neue Produkte werden das Sortiment weiter abrunden und der HME weiterhin ein innovatives Image verschaffen. Die Produktionsabläufe sowie alle Abläufe in der Beschaffungskette "Supply Chain" bedürfen einer permanenten Überprüfung, um die Effizienz mehr und mehr zu steigern. 4.4 Absatz Die zusätzlichen neuen Produkte, sowie Maßnahmen einer umfassenden Kundenbindung am Markt, lassen uns zuversichtlich sein, unseren Marktanteil permanent zu steigern, wobei erfahrungsgemäß solche Steigerungskurven ziemlich flach beginnen. So dauert es oft mehrere Jahre, bis sich die Produkte am Markt etablieren können. Im Bereich Technik ist in 2024 jedoch ein langjähriger Kunde aus dem Türengeschäft ausgestiegen (zu hoher Aufwand die Produkte auf seiner Online-Plattform darzustellen). 4.5 Produktentwicklung/Prozessentwicklung Durch unsere enge Kundenbindung wird HME auch in Zukunft einen direkten Kontakt mit Entwicklungsabteilungen aufnehmen können. Hierbei werden die Kunden von HME unterstützt, neue Produkte zu entwickeln (z. B. durch Musterproduktionen neuer Schlauchabmessungen, Materialvarianten etc.). Bei der Prozessentwicklung werden wir unsere Strategie unbeirrt weiterverfolgen und Arbeitsgänge durch Automatisierung optimieren, Abläufe transparent gestalten, Durchlaufzeiten verkürzen, die Bevorratung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen optimieren und die Logistik verschlanken. 4.6 Investitionen/Finanzen Für das kommende Geschäftsjahr sind die Investitionen geringer eingeplant, da nun erst die Gesamtinvestitionen aus dem Geschäftsjahr 2023 weiter ausgelastet werden müssen. Geplant werden hauptsächlich Nachfolgeeinheiten. 4.7 Geplantes Ergebnis Trotz aller erwähnten Widrigkeiten erwarten wir durch die getroffenen Maßnahmen für 2024 einen Umsatzzuwachs von ca. 5 %. Leider gibt es wieder erste Anzeichen dafür, dass sich die Preise für Rohstoffe Ende 2024 erhöhen. Für das Jahresergebnis ist daher im Vergleich zum Berichtsjahr trotz Umsatzsteigerung ein gleichbleibendes Ergebnis zu erwarten. Für das Jahr 2025 wird in beiden Geschäftsbereichen sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis ein Wachstum angestrebt. 4.8 Langfristiger Ausblick Durch die in 2023 getätigten Investitionen ist die Ausrichtung des Unternehmens vorgegeben. Die eigene Produktion wird weiter ausgebaut, um den Kunden auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner zu sein. Die Unabhängigkeit von Lieferanten steht auch weiterhin im Fokus, um obengenannte Risiken besser ausgleichen zu können. Die Produktionskapazitäten müssen für eine bessere Unabhängigkeit ebenfalls sukzessive erhöht werden (Schicht-Betrieb, Zusammenlegung/Kombinationen von Produktionsaufträgen etc.). 5. ZusammenfassungMit dem in 2023 erzielten positiven Betriebsergebnis, ist die Geschäftsführung in Anbetracht der schwierigen Rahmenbedingungen und der schwierigen gesamtwirtschaftlichen und politischen Lage zufrieden. Auch der Ausblick in das Geschäftsjahr 2024 und 2025 stimmt sie zuversichtlich, dass sich HME trotz der ständig wachsenden Herausforderungen kurz-, mittel und auch langfristig erfolgreich weiterentwickelt.
Kalchreuth, den 26. November 2024 HMExtrusion GmbH gez. Roland Heinrich, Geschäftsführer gez. Christian Heinrich, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023HMExtrusion GmbH, KalchreuthA. Allgemeine AngabenAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut RegistergerichtDie Gesellschaft firmiert seit dem 5. Juli 2022 laut Eintragung im Handelsregister unter dem Namen HMExtrusion GmbH, ehemals Modenplast GmbH.
Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft entspricht den Größenklassen für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederungen erfolgen nach § 266 HGB (Bilanz) und § 275 Abs. 2 HGB (Gewinn- und Verlustrechnung). Der Anhang wurde gemäß der §§ 284 und 285 HGB erstellt, wobei von größenmäßigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht wurde. B. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 800,00 € werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die zum Bilanzstichtag vorhandenen Vorräte wurden nach dem geleitenden Durchschnittsverfahren bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren und Fertige Erzeugnisse wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit dem nach § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt nach der handelsrechtlichen Untergrenze. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 11 T€ für das allgemeine Ausfallrisiko gebildet. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBeim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. C. Angaben zur BilanzEigene AnteileIm Jahr 2010 erwarb das Berichtsunternehmen eigene Anteile von der MODENPLAST BELLARIA s. r. l. In den Jahren 2010 und 2011 wurde ein Kaufpreis von insgesamt 197.477,69 € gezahlt. Der Nennbetrag der eigenen Anteile beträgt 5.752,03 €. Der negative Differenzbetrag in Höhe von -191.725,66 € wurde zunächst unter den anderen Gewinnrücklagen ausgewiesen. Mit schuldrechtlicher Wirkung zum 1. August 2019 erwarb das Berichtsunternehmen die Geschäftsanteile von der Modenplast Ubersetto Srl zu einem Kaufpreis in Höhe von 1.383.857,59 €. Der Nennbetrag der neu erworbenen eigenen Anteile beträgt 5.752,03 €. Der negative Differenzbetrag in Höhe von -1.378.105,56 € wurde ebenfalls zunächst unter den anderen Gewinnrücklagen ausgewiesen. Somit beträgt der Nennwert der eigenen Anteile gesamt 11.504,06 €. Die anderen Gewinnrücklagen aus den Erwerben der eigenen Anteile betrugen gesamt -1.569.831,22 €. Seit dem Vorjahr werden in der Bilanz die negativen Gewinnrücklagen saldiert mit dem Gewinnvortrag ausgewiesen. Angabe zu RestlaufzeitvermerkenDer Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 2.051.648,16 € (Vorjahr: 2.405.016,53 €). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €). AnlagevermögenZur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den in der Anlage dargestellten Anlagenspiegel verwiesen. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)Gegenüber der Gesellschafterin bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten, die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden: Forderungen gegenüber GesellschafternDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von insgesamt 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €). Verbindlichkeiten gegenüber GesellschafternDie Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von insgesamt 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €). EigenkapitalDas gezeichnete Kapital beträgt 25.564,59 €. Davon sind die selbst erworbenen Anteile mit 11.504,06 € gesondert ausgewiesen bzw. gemäß § 272 Abs. 1a Satz 1 HGB offen abgesetzt. Angaben zu RestlaufzeitvermerkenDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. D. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für die Währungsumrechnung in Höhe von 6,13 € (Vj. 9.751,43) enthalten. E. Sonstige AngabenErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss beträgt 779.199,13 €. Es wird vorgeschlagen, diesen zusammen mit dem Gewinnvortrag von 6.676.688,77 € auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mieten für Einrichtungen betragen 3.369,35 €. GeschäftsführungDie Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren Herr Roland Heinrich, Geschäftsführer, und Herr Christian Heinrich, Geschäftsführer. Beide sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestanden am Bilanzstichtag keine weiteren in der Bilanz zu vermerkenden oder hier anzugebenden bzw. aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten ArbeitnehmerDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 22 (Vorjahr: 18).
Kalchreuth, den 26. November 2024 HMExtrusion GmbH gez. Roland Heinrich, Geschäftsführer gez. Christian Heinrich, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersWir weisen gemäß § 328 HGB darauf hin, dass sich der nachstehend abgedruckte Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 bezieht. Wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen bei der Offenlegung gemäß § 327 HGB wird der Jahresabschluss lediglich teilweise offengelegt. An die HMExtrusion GmbH, Kalchreuth Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HMExtrusion GmbH, Kalchreuth, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HMExtrusion GmbH, Kalchreuth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 26. November 2024 MUNKERT
& PARTNER Audit GmbH
gez. ppa. Dorn, vereidigte Buchprüferin gez. Dr. Geiger, Wirtschaftsprüfer |
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