Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 1261
Eingetragen
23.2.1965
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von sonstigen elektronischen und elektrischen Drähten und KabelnHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung, die Weiterverarbeitung, der Vertrieb, die Verlegung und Montage von Kabeln und Leitungen jeglicher Art zur Energieverteilung, für Fernmelde-,Regel-, und Steueranlagen einschließlich aller einschlägigen Garnituren und des Zubehörs. Zum Gegenstand des Untemehmens gehören ebenso Geschäfitsgebiete, deren Herstellungstechnologie derjenigen von Kabeln, Leitungen oder Drähten ähnlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Takashi Yamamoto
seit 29.10.2024
Geschäftsführer
Tadashi Oimo
seit 29.10.2024
Geschäftsführer
Hiroshi Shikata
seit 29.10.2024
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Sumitomo Electric Industries, Ltd.JPN
90.00%
HWB GmbH & Co. KG
10.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sumitomo Electric Industries, Ltd.
Japan
6.300.000 €
90.00%
Germany
700.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Südkabel GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

Südkabel GmbH, Mannheim

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Unternehmensgegenstand der Südkabel GmbH, Mannheim (im Folgenden "Südkabel" oder "Gesellschaft" genannt), ist die Entwicklung, die Herstellung, die Weiterverarbeitung, der Vertrieb, die Verlegung und Montage von Kabeln und Leitungen jeglicher Art zur Energieverteilung einschließlich aller einschlägigen Garnituren und des Zubehörs. Auf unserem Werksgelände in Mannheim planen und produzieren wir Mittelspannungskabel, Hochspannungskabel und Höchstspannungskabel sowie ein breites Spektrum an Kabelgarnituren. Die Geschäftsentwicklung wird daher insbesondere durch die Entwicklung der Energieversorgungswirtschaft beeinflusst. Die Südkabel tätigt ihre Umsatzerlöse zu rund 70 % im Inland und zu rund 30 % im Ausland. Gesellschafterin der Südkabel ist die Hans Wilms Beteiligungs-GmbH, Menden. Die Südkabel selbst hält 100 % der Anteile an drei Gesellschaften. Dazu gehören die Suedkabel UK Limited, London/ Großbritannien, die Suedkabel India Private Limited, Bhopal/ Indien, und die Suedkabel Czech s.r.o., Decin/ Tschechien. Wesentliche Veränderungen in den Grundlagen des Unternehmens haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.

2. Forschung und Entwicklung

Wir tätigen eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Diese zielen insbesondere auf unsere Produkte für die Spezialkabel und Kabelsysteme ab, um unsere Wettbewerbsposition in diesen Märkten zu sichern. Des Weiteren konzentriert sich die Entwicklungstätigkeit auf die kontinuierliche Qualitätsverbesserung der Produkte und Produktionsabläufe. Wir sind bestrebt, unseren hohen technischen Standard durch permanente Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zu erhalten und auszubauen, um zusätzliche Aufträge an Spezialkabeln und Kabelsystemen zu generieren und unseren Ruf als Innovator in der Branche zu sichern. Wir verzichten auf quantitative Angaben zum Faktoreinsatz und zu den Ergebnissen der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, da diese Informationen für den verständigen Adressaten nicht wesentlich sind. Leistungen Dritter für Forschungs- und Entwicklungszwecke wurden nur in geringem Umfang in Anspruch genommen. Die weiterhin hohen Aktivitäten im Bereich der HVDC-Kabelsystementwicklung haben im Berichtsjahr zu einem erhöhten Forschungs- und Entwicklungsaufwand geführt.

3. Qualitätsmanagement, Umwelt und Personal

Qualität ist in unserem Unternehmen ein vorrangiges Ziel und ein dynamischer Prozess. Daher arbeiten wir in allen Geschäfts- und Fertigungsprozessen entsprechend nationaler und internationaler Zertifizierungen und Zulassungen. Dahinter steht ein entsprechendes Qualitätsmanagement, um die Weiterentwicklung der Prozesse gerade in qualitativer Hinsicht zu gewährleisten. Unser hohes Qualitätsniveau während der gesamten Wertschöpfungskette wird durch interne und externe Audits regelmäßig überprüft und bestätigt. Unser Qualitätsmanagementsystem ist unter anderem nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Definierte Qualitätsziele werden durch unsere Qualitätssicherung und das fertigungsnahe Prüflabor kontinuierlich überwacht und sichergestellt. Die in unserer Fertigung integrierten modernen Prüf- bzw. Messgeräte stellen nachweislich einen prozess- und systemorientierten Beitrag zum Qualitätsmanagement und zur kontinuierlichen Verbesserung dar.

Wir denken bzw. handeln nachhaltig und zukunftsorientiert. Deshalb planen und arbeiten wir so, dass die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird. Die Herstellung von Kabeln ist rohstoff- und energieintensiv und hat deshalb einen großen Einfluss auf die Umwelt. Aus diesem Grund ist die Schonung der Ressourcen bzw. ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie und Nachhaltigkeit bei der Südkabel ein wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie. Das Energiemanagement, das Umweltmanagement, die Qualitätssicherung und der Arbeitsschutz sind in das integrierte Managementsystem der Südkabel eingebettet. Ein wesentliches Ziel des Energiemanagementsystems ist die Reduktion des Energieaufwands durch unterschiedliche Maßnahmen. Dabei werden die Prozesse laufend überprüft, bewertet und kontinuierlich verbessert. Als traditioneller Hersteller von Kabeln und Leitungen fühlen wir uns dem Umweltschutz ganzheitlich verpflichtet. Wir berücksichtigen Umweltaspekte sowohl bei unseren Produkten als auch bei deren Herstellung in unserem Werk. Dabei verfolgen wir das Ziel, durch kontinuierliche Verbesserung im Umweltschutz die nachteiligen Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die natürliche Umgebung im Rahmen des wirtschaftlich Machbaren möglichst gering zu halten. Unsere Umwelterklärung gilt für unsere Produkte und unsere Fertigungsstätte in Mannheim. Wir haben unser Umweltmanagement weiter optimiert und sind nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Unser Energiemanagementsystem ist nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert.

Die Südkabel hat im Geschäftsjahr 2022/2023 im Quartalsmittel 252 Mitarbeiter (Vorjahr: 250 Mitarbeiter) beschäftigt. Enthalten in der Zahl sind 173 Beschäftigte im gewerblich-technischen Bereich sowie 79 technische bzw. kaufmännische Angestellte. Die Zahl der Beschäftigten ist im Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber 2021/2022 um 2 Personen gestiegen. Die personelle und fachliche Struktur der Organisation wird somit den jeweiligen Marktbedingungen schnell und flexibel angepasst und bildet die Grundlage zur Erfüllung der Unternehmensziele. Durch regelmäßige Schulungen wird die kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiter gewährleistet. Durch die Leiter der Struktureinheiten und die Personalabteilung wird der Schulungsbedarf der mit fach- und qualitätsrelevanten Aufgaben betrauten Mitarbeiter ermittelt und daraus ein Schulungsprogramm für das Unternehmen abgeleitet. Grundlage für dieses Schulungsprogramm sind die sich verändernden Kundenanforderungen, technischen Regeln, der aktuelle Stand der Technik, eigenen Entwicklungen von Produkten, Vorschriften der Arbeitssicherheit sowie des Brandschutzes, die entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich machen können. Dieses Schulungsprogramm kann sowohl interne als auch externe Schulungen enthalten. Darüber hinaus haben die zuständigen Leiter die Übereinstimmung des Ausbildungsniveaus ihrer Mitarbeiter mit den Anforderungen der einzelnen Arbeitsplätze ständig zu überwachen und den daraus abgeleiteten Schulungsbedarf anzumelden. Im Bereich Arbeitsschutz ist die Südkabel nach OHSAS 18001 (Arbeitsschutzmanagementsystem) und seit 2020 auch nach dem erweiterten Ansatz beim Arbeitsschutz dem SCL Standard (Safety Culture Ladder) zertifiziert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entsprechend einer Pressemitteilung vom 13. Januar 2023 des Statistischen Bundesamtes lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % über dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Entsprechend dem Statistischen Bundesamt war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Das Statistische Bundesamt betont, dass sich die deutsche Wirtschaft trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten konnte. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Entsprechend einer weiteren Pressemitteilung vom 25. August 2023 des Statistischen Bundesamtes ist das BIP im 2. Quartal 2023 gegenüber dem 1. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - nach neuesten Berechnungen nicht weiter gesunken (0,0 %). Nach den leichten Rückgängen in den beiden Vorquartalen hat sich die deutsche Wirtschaft im Frühjahr stabilisiert. Im 4. Quartal 2022 hatte die Wirtschaftsleistung um 0,4 % und im 1. Quartal 2023 um 0,1 % gegenüber den jeweiligen Vorquartalen abgenommen.

Die Entwicklung der Südkabel als Produzent von Mittelspannungskabeln, Hochspannungskabeln und Höchstspannungskabeln ist maßgeblich durch die Entwicklung der Energieversorgungswirtschaft beeinflusst. Insgesamt ergaben sich im Berichtsjahr erneut negative branchenbezogene Rahmenbedingungen für die Südkabel. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen in der anschließenden Berichterstattung zum Geschäftsverlauf.

2. Geschäftsverlauf

Für das Berichtsjahr ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr verbesserter aber weiterhin negativer Geschäftsverlauf. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 66.009 auf TEUR 147.093 (Vorjahr: TEUR 81.084) deutlich erhöht. Dieser Anstieg resultierte primär aus dem Anstieg der Umsatzerlöse im Bereich der Kabelsysteme um TEUR 53.502 auf TEUR 109.243 (Vorjahr: TEUR 55.741). Hier wirkte sich insbesondere die finale Umsatzlegung von zwei in den Vorjahren begonnenen Großprojekten in einem Gesamtumfang von TEUR 56.102 positiv aus. Dennoch waren wir auch im Berichtsjahr erneut mit projektbedingten Verzögerungen konfrontiert. Die Entwicklung der Umsatzerlöse der für uns relevanten Geschäftsbereiche stellt sich insgesamt wie folgt dar:

2022/2023 2021/2022
Erlöse aus Kabelsystemen TEUR 109.243 TEUR 55.741
Erlöse aus Kabel- und Metallverkauf TEUR 17.670 TEUR 7.886
Erlöse aus Garnituren TEUR 19.548 TEUR 16.319
Erlöse aus Montagen TEUR 889 TEUR 1.083
Erlöse aus Mieten TEUR 23 TEUR 205
Sonstige Erlöse TEUR 26 TEUR 95
Summe Erlösschmälerungen TEUR -306 TEUR -245
Summe Umsatzerlöse TEUR 147.093 TEUR 81.084

Wie bereits in den Vorjahren haben wir auch im Berichtsjahr die Veränderung unseres Produktmixes, weg vom wenig profitablen Mittelspannungskabelproduktgeschäft hin zum nationalen Hochspannungs- (HV) und Höchstspannungs-Projektgeschäft (EHV), weiter fortgesetzt. Die Auftragslage für diesen Wachstumsmarkt in Deutschland ist weiterhin hoch, jedoch im Einzelfall fluktuierend. Großaufträge werden zum Teil mit kurzen Vorlaufzeiten vergeben, so dass bei einer Nichtberücksichtigung kurzfristig Fertigungsunterauslastungen entstehen. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren sind bei der Inbetriebnahme einzelner Projekte technische Schadensfälle aufgetreten, die sowohl zu einer verzögerten Umsatzlegung als auch zu Garantieaufwendungen für die Südkabel geführt haben. Im Bereich der Mittelspannungskabel hat die Südkabel einen Strategiewechsel vollzogen und geht aufgrund des weiterhin hohen Preisdrucks sehr selektiv auf dem deutschen Markt vor. Insgesamt hat sich jedoch der Auftragseingang der Südkabel im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich verbessert. Dieser Auftragseingang betraf im Wesentlichen den HV- bzw. EHV-Projektbereich und war im Wesentlichen auf die bereits erläuterte hohe Nachfrage auf dem deutschen Markt zurückzuführen. In diesem Zusammenhang konnten weitere wichtige 400kV- und 110kV-Aufträge für den Netzausbau bei der deutschen Energiewende gewonnen werden. Die insbesondere aus dem Russland-Ukraine-Krieg, der Energiepreissteigerung und den sonstigen negativen geopolitischen Ereignissen resultierende hohe Inflationsrate hat auch die Südkabel im Berichtsjahr stark belastet. Sämtliche für die Gesellschaft relevanten Einkaufsmaterialien waren von einem erheblichen Preisanstieg betroffen. Die erheblichen Erzeugerpreiserhöhungen konnten jedoch bei dem für uns wesentlichen Großauftrag "Korridor A" (Erwartetes Umsatzvolumen > MEUR 200) mit unserem Kooperationspartner zusammen gegenüber dem Endkunden erfolgreich nachverhandelt werden. Bei neu abgeschlossenen Verträgen wurden daher vermehrt Preisgleitklauseln vereinbart, um die Kostendynamik der Einkaufspreise zu reflektieren. Um auf die Preiserhöhungen möglichst schnell reagieren zu können, wurden weiterhin regelmäßige Abstimmungen zwischen den Abteilungen Einkauf und Vertrieb etabliert, um die Kostensituation und die aktuelle Inflationsentwicklung unmittelbar zu verfolgen. Zudem wurde die Angebotsgültigkeit drastisch reduziert, wenn mit den Kunden keine Preisgleitklauseln vereinbart werden konnten. Für den deutschen Markt ist eine starke Beschleunigung der Hoch- und Höchstspannungs-Projektentwicklung im Zuge der Energiewende beobachtbar, die in den kommenden Monaten eine deutlich erhöhte Auftragsvergabe erwarten lässt. Das Komponentengeschäft auf dem ehemals wichtigen Markt "Naher Osten" wurde mit Kooperationen und Qualifikationsmaßnahmen mit lokalen Kabelherstellern weiter vorangetrieben.

Abschließend hat die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.522 (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.452) und damit ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenes Jahresergebnis realisiert. Der deutliche Rückgang des Jahresergebnisses ist jedoch im Wesentlichen auf die im Vorjahr realisierten positiven außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge zurückzuführen. Im Vorjahr wurde eine wesentliche Änderung in der auf die Vorräte angewandte Bewertungsmethode vollzogen. Bis einschließlich dem 30. Juni 2021 wurden die in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bzw. den unfertigen und fertigen Erzeugnissen enthaltenen Metalle (Kupfer, Aluminium und Blei) grundsätzlich nach dem Verbrauchsfolgeverfahren "Last In First Out" (Lifo) bewertet. Für Zwecke der Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden die besagten Metalle zum 30. Juni 2022 nicht mehr gemäß § 256 Satz 1 HGB nach dem Verbrauchsfolgeverfahren Lifo, sondern im Rahmen einer Durchschnittsbewertung bewertet. Der aus der Umstellung der Bewertungsmethode resultierende positive Ergebniseffekt belief sich im Vorjahr auf TEUR 13.429. Im Berichtsjahr beliefen sich die positiven außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge auf lediglich TEUR 3.483. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Berichterstattung im Anhang. Unter Vernachlässigung der außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge, hat sich das operative Ergebnis der Südkabel im Berichtsjahr zwar verbessert, ist jedoch auch weiterhin negativ ausgeprägt. Wir verweisen in diesem Zusammenhang vorab auf unsere Berichterstattung zu den steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren in diesem Lagebericht.

Im Hinblick auf die organisatorische Struktur, Standorte, Produktgruppen, Geschäftsprozesse, Absatzmärkte und die für das Geschäft relevanten externen Einflussfaktoren haben sich keine weiteren wesentlichen Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. In den Bereichen Gesundheits-, Arbeits- und Unfallschutz bzw. Berufsunfälle haben sich im Geschäftsjahr 2022/2023 ebenfalls keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft ist als negativ zu beurteilen. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 66.009 auf TEUR 147.093 (Vorjahr: TEUR 81.084) deutlich erhöht. Ausschlaggebend sind die bereits in der Berichterstattung zum Geschäftsverlauf erläuterten Ursachen. Unter Berücksichtigung einer Bestandsminderung in Höhe von TEUR 31.757 (Vorjahr: Bestandserhöhung in Höhe von TEUR 26.541) ergibt sich eine gegenüber dem Vorjahr gestiegene Gesamtleistung in Höhe von TEUR 115.335 (Vorjahr: TEUR 107.625). Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Bestandserhöhung des Vorjahres den in der Berichterstattung zum Geschäftsverlauf erläuterten positiven außergewöhnlichen Erfolgsbeitrag aus der Bewertungsumstellung der Vorräte in Höhe von TEUR 13.429 beinhaltet. Unter Vernachlässigung dieses Sondereffekts wäre der Anstieg der Gesamtleistung nochmals deutlicher ausgefallen. Nach Berücksichtigung des gestiegenen Materialaufwands in Höhe von TEUR 79.459 (Vorjahr: TEUR 72.755) und der gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.062 (Vorjahr: TEUR 2.645) ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr gestiegenes Rohergebnis in Höhe von TEUR 38.938 (Vorjahr: TEUR 37.514). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr lediglich Erträge aus der Auflösung nicht mehr erforderlicher Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 1.003 realisiert wurden. Die insoweit korrespondierenden sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres beliefen sich auf TEUR 1.701. Der Personalaufwand hat sich aufgrund der leicht gestiegenen Mitarbeiterzahl und sonstiger Sondereffekte um TEUR 433 auf TEUR 19.601 (Vorjahr: TEUR 19.168) erhöht. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 826 (Vorjahr: TEUR 860) haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.928 auf TEUR 19.942 (Vorjahr: TEUR 14.014) deutlich erhöht. Ausschlaggebend sind dabei im Wesentlichen im Berichtsjahr gestiegene Garantieaufwendungen, Instandhaltungsaufwendungen und Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das unverändert negative Finanzergebnis in Höhe von TEUR 1.021 (Vorjahr: TEUR 978) hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 1.039) ergibt sich für das Berichtsjahr ein negatives Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 2.518 (Vorjahr: positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 1.456). Der deutlich gesunkene Steueraufwand ist darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft im Vorjahr periodenfremde Steuern vom Einkommen und Ertrag aus einer abgeschlossenen Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 701 realisiert hat. Im Berichtsjahr liegen Währungsgewinne in Höhe von TEUR 623 sowie Währungsverluste in Höhe von TEUR 471 vor.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als negativ zu beurteilen. Im Berichtsjahr wurden wie bereits im Vorjahr keine Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens getätigt. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf TEUR 1.767 (Vorjahr: TEUR 387). Diese betrafen Investitionen in die zum Teil auch noch im Bau befindlichen technischen Anlagen und Maschinen bzw. in die Betriebsausstattung. Es bestehen Investitionsvorhaben, die insbesondere auf die Modernisierung bzw. Erneuerung der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der technischen Anlagen und Maschinen abzielen. Die ausreichende Liquidität der Gesellschaft und die Fähigkeit zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen waren ausschließlich aufgrund der finanziellen Unterstützung durch die Hans Wilms Beteiligungs-GmbH während des gesamten Geschäftsjahres 2022/2023 sichergestellt. Eine Finanzierung aus eigener Kraft war wie bereits in den Vorjahren nicht möglich. Die Südkabel hat mit der Gesellschafterin ein Kontokorrentverhältnis zum Zwecke der Verbuchung ihrer Geschäftsbeziehungen geschlossen. Der Saldo dieses Kontokorrentkontos kann sowohl Schuld- als auch Forderungscharakter annehmen. Auf diesem Kontokorrentkonto werden insbesondere die von der Hans Wilms Beteiligungs-GmbH an uns vergebenen Kredite erfasst. Im Berichtsjahr musste die Südkabel weitere Darlehen bei der Gesellschafterin zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit aufnehmen. Die entsprechenden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin beliefen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 30.955 (Vorjahr: TEUR 28.560). Dabei sind jedoch die bereits in den Vorjahren seitens der Gesellschafterin gewährten Forderungsverzichte gegen Besserungsscheine in Höhe von insgesamt TEUR 11.500 zusätzlich zu berücksichtigen. Wie bereits im Vorjahr bestehen zum Abschlussstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Wesentliche Veränderungen außerbilanzieller Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Geldströme:

2022/2023
in TEUR
2021/2022
in TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -393 -8.060
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.764 1.583
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.395 8.150
Veränderung der Finanzmittel 238 1.673
Finanzmittel am Bilanzstichtag 11.136 10.898

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag 2022/2023 entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". Eingetretene Liquiditätsengpässe lagen vor dem Hintergrund der erläuterten Finanzierung durch die Hans Wilms Beteiligungs-GmbH nicht vor. Zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Südkabel auf die Liquiditätsversorgung durch die Gesellschafterin und wiederum deren Gesellschafter angewiesen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Berichterstattung im Anhang unter "IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit".

In Bezug auf die Kapitalstruktur verweisen wir auf unsere Berichterstattung zur Vermögenslage.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist als negativ zu beurteilen. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.081 auf TEUR 87.533 leicht erhöht. Die Südkabel weist unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals in Höhe von TEUR 7.000, einer Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 555, anderer Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 2.000, eines Verlustvortrags in Höhe von TEUR 6.304 und eines Jahresfehlbetrags in Höhe von TEUR 2.522 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 729 (Vorjahr: TEUR 3.251) aus. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 3,8 % auf 0,8 % reduziert. Die Gesellschaft ist daher nahezu ausschließlich durch Fremdkapital finanziert. Die Gesellschaft weist ein Fremdkapital von insgesamt TEUR 86.804 (Vorjahr: TEUR 82.202) aus. Davon entfallen rund TEUR 20.733 (Vorjahr: TEUR 21.317) auf langfristiges Fremdkapital in Form von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 20.383 (Vorjahr: TEUR 20.924) und langfristigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 391). Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital umfasst einen Betrag in Höhe von TEUR 66.071 (Vorjahr: TEUR 60.885). Auf der Aktivseite der Gesellschaft ergibt sich im Bereich des Anlagevermögens ein Anstieg um TEUR 937 auf TEUR 3.639. Dieser ist im Wesentlichen auf die erläuterten Investitionen in Höhe von TEUR 1.767 zurückzuführen. Gegenläufig ergaben sich planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 826 und Abgänge zum Buchwert in Höhe von TEUR 3. Im Bereich des kurz- und mittelfristig gebundenen Vermögens haben wir in Summe einen nur leichten Anstieg um TEUR 994 auf TEUR 83.092 zu verzeichnen. Die negative Vermögenslage der Gesellschaft schlägt sich in den von der Gesellschaft herangezogenen Vermögensstrukturkennzahlen nieder:

Der Deckungsgrad A (Eigenkapital / Anlagevermögen) der Südkabel hat sich zum Bilanzstichtag von 120,3 % auf 20,0 % deutlich reduziert. Auch unser Deckungsgrad B ((Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen)) hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 909,3 % auf 589,8 % ebenfalls deutlich reduziert. Die working capital ratio (Umlaufvermögen / kurzfristige Fremdkapital) in Höhe von 125,8 % (Vorjahr: 134,8 %) hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2021/2022 leicht reduziert. Die betrachteten Strukturkennzahlen haben sich aufgrund des realisierten Jahtresfehlbetrags gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert und sind auch weiterhin als negativ zu beurteilen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Vermögenslage bzw. Kapitalstruktur durch die in den vergangenen Jahren gewährten Forderungsverzichte gegen Besserungsschein im Gesamtumfang von TEUR 11.500 gestützt wurde. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

4. Steuerungsrelevante finanzielle Leistungsindikatoren

Zur wertorientierten Unternehmenssteuerung bedient sich die Südkabel bedeutender Bilanz-, Liquiditäts- und GuV-Kennzahlen. Wie bereits im Vorjahr ziehen wir für Zwecke der erfolgsorientierten Steuerung das EBITDA und das EBIT als finanzielle Leistungsindikatoren heran. In Bezug auf die genannten steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren haben wir zu Beginn des Geschäftsjahres separate Prognosewerte aufgestellt. Das EBITDA, als erste wesentliche Steuerungsgröße, resultiert aus dem um das Finanzergebnis, die Ertragsteuern, die Abschreibungen und die außerordentlichen Ergebniseffekte bereinigten Jahresergebnis.

Das EBITDA für das Berichtsjahr ergibt sich wie folgt:

2022/2023
in TEUR
2021/2022
in TEUR
Jahresergebnis -2.522 1.452
positive außergewöhnliche Erfolgsbeiträge -3.483 -15.738
negative außergewöhnliche Erfolgsbeiträge 2.068 1.076
Ertragsteuern 65 338 *
Abschreibungen 826 860
Erträge aus Beteiligungen -198 -242
Zinsaufwendungen 1.247 1.364
Zinserträge -28 -144
EBITDA -2.025 -11.034

* periodenfremder Steueraufwand in Höhe von TEUR 701 bereits in den negativen außergewöhnlichen Erfolgsbeiträgen enthalten.

Zu dem Umfang der außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge verweisen wir auf unsere Berichterstattung im Anhang. Im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug das EBITDA TEUR -2.025 (Vorjahr: TEUR -11.034) und weist damit ein um TEUR 9.009 deutlich verbessertes aber weiterhin negatives Niveau auf.

Das EBIT dient als zweite wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Unternehmens. Es resultiert aus dem um Abschreibungen geminderten EBITDA.

2022/2023
in TEUR
2021/2022
in TEUR
EBITDA -2.025 -11.034
Abschreibungen -826 -860
EBIT -2.851 -11.894

Im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug das EBIT TEUR -2.851 und liegt damit um rund TEUR 9.043 ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres (TEUR -11.894).

Die für uns steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT verdeutlichen, dass sich die operative Ertragskraft der Südkabel entsprechend der Prognoseberichterstattung des Vorjahres zwar deutlich verbessert hat, jedoch weiterhin stark negativ ausgeprägt ist. In Bezug auf die Prognose für die von uns zugrunde gelegten finanziellen Leistungsindikatoren für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 verweisen wir auf unsere Ausführungen im anschließenden Prognosebericht.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mangels Steuerungsrelevanz und Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Südkabel zieht die Gesellschaft keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren heran.

6. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverluf und zur Lage der Gesellschaft

Für das Berichtsjahr ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr verbesserter aber weiterhin negativer Geschäftsverlauf. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind als negativ zu beurteilen. Ohne die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft und deren Gesellschafter wäre eine Finanzierung aus eigener Kraft im Berichtsjahr nicht möglich gewesen.

III. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung im Prognosezeitraum

Als Prognosezeitraum haben wir entsprechend DRS 20 einen Zeitraum von einem Jahr, gerechnet vom letzten Bilanzstichtag, zugrunde gelegt. Der Prognosezeitraum umfasst daher den Zeitraum vom 01. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024. Für Zwecke der Prognose der von uns herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT bedienen wir uns der qualifiziert-komparativen Prognose. Absehbare Sondereinflüsse auf die wirtschaftliche Lage der Südkabel nach dem Prognosezeitraum sind derzeit nicht ersichtlich.

Für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 ergibt sich voraussichtlich ein verbesserter Geschäftsverlauf. Der Umsatz im Bereich der EHV-Kabelsysteme wird sich auf dem hohen Niveau stabilisieren. Daher kann auch von einer Erholung der Ergebnissituation ausgegangen werden. Die wichtigen Märkte für das für die Südkabel relevante Kabelsystemgeschäft wie z.B. Deutschland, EU und UK werden sich im Zuge der Energiewende beschleunigt entwickeln. Im Zuge der Energiewende wird in Deutschland nach dem neuesten Netzentwicklungsplan 2023 die Stromerzeugung bis 2043 mehr als verdoppelt werden müssen (durch Windenergie, Photovoltaikanlagen, Wasserstofftechnologie, Elektromobilität, Wärmepumpen etc.). Das geht mit einem stark erhöhten Netzausbau in den nächsten 20 Jahren einher. Um den Vergabestau bei den EHV-Projekten zumindest teilweise zu kompensieren, wurden große Paketausschreibungen auf Basis von Rahmenvereinbarungen mit deutschen Netzbetreibern definiert, welche eine hohe langfristige Auslastung für die Kabelfertigung im Prognosezeitraum darstellen wird und langfristig die Grundlage für signifikante Investitionen in eine Kapazitätserhöhung sein kann. Für das Mittelspannungskabelgeschäft werden im Prognosezeitraum nur in Teilbereichen signifikante Preissteigerungen erwartet. Von diesen wird die Südkabel nur sehr selektiv profitieren. Bei den Mittelspannungsgarnituren wird aufgrund der voraussichtlich wachsenden Nachfrage eine Umsatzsteigerung mit verbesserten Margen erwartet. Im Geschäftsbereich der Hochspannungskabel wird ein mit dem Berichtsjahr vergleichbares Geschäftsvolumen erwartet. Das Geschäftsvolumen der Hochspannungsgarnituren wird demgegenüber voraussichtlich ein steigendes Niveau realisieren. Grund dafür sind die weiterhin fehlenden Garniturenfertigungen bei den neuen Wettbewerbern auf dem Weltmarkt. Aufgrund der weiteren Effizienzsteigerungen im Garniturenbereich kann für das kommende Geschäftsjahr in diesem Geschäftsbereich mit steigenden Umsatzerlösen und einem leicht positiven Ergebnis gerechnet werden. Insgesamt erwarten wir ein nahezu konstantes Niveau an Umsatzerlösen und eine verbesserte Ergebnissituation.

In Bezug auf die für die Unternehmenssteuerung herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EBITDA erwarten wir eine Verbesserung gegenüber den Istwerten des Berichtsjahres. Die bereits erläuterte bisherige Entwicklung bis einschließlich Dezember 2023 bekräftigt die von uns prognostizierte verbesserte Tendenz der herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren. Die Intensität des Anstiegs der steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren kann zum gegenwärtigen Prognosezeitpunkt nicht eindeutig bestimmt werden. Daher wird auf die Qualifikation der Prognose verzichtet. Für nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verzichten wir mangels Steuerungsrelevanz und Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Südkabel auf die Angabe von Prognosewerten.

Im Hinblick auf die vorangegangene Prognoseberichterstattung ist jedoch auf Basis der Erfahrung aus der Vergangenheit ein hohes Maß an Schätzungsunsicherheit gegeben. Insbesondere die in der Vergangenheit regelmäßig entstandenen Projektverzögerungen und die unvorhersehbaren massiven Aufwendungen für Pönalen bzw. Garantieleistungen können zu einer deutlichen Verfehlung der Prognosewerte beitragen.

2. Gesamtaussage der Geschäftsführung zu der Prognose von dem zu erwartenden Geschäftsverlauf und der Lage

Für den von uns zugrunde gelegten Prognosezeitraum erwarten wir einen im Vergleich zum Berichtsjahr verbesserten Geschäftsverlauf. Insbesondere in dem für uns wichtigen Geschäftsbereich der Kabelsysteme erwarten wir eine Stabilisierung des Umsatzvolumens. Ausschlaggebend ist dabei die zunehmende Forcierung der Energiewende. In Bezug auf die für die Unternehmenssteuerung herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EBITDA erwarten wir ebenfalls eine Verbesserung gegenüber den Istwerten des Berichtsjahres. Darüber hinaus werden wir auch im Prognosezeitraum zwingend auf die Liquiditätsversorgung durch unsere Muttergesellschaft und deren Gesellschafter abhängig sein. Eine Finanzierung aus eigener Kraft wird im Prognosezeitraum nicht möglich sein.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken

Das für die Südkabel entscheidende Risiko liegt wie bereits im Vorjahr in der Abhängigkeit von der Entwicklung der Energieversorgungswirtschaft. Auf dem Inlandsmarkt ergibt sich aufgrund der hohen Investitionen in den Netzausbau im Zuge der Energiewende ein positiver Trend, der sich jedoch weiterhin stabilisieren muss. Zwar zeigt der Netzentwicklungsplan 2023 einen extrem hohen Bedarf im Netzausbau für die nächsten 20 Jahre, doch zurzeit sind die Vergabepraktiken der Übertragungsnetzbetreiber noch fluktuierend. Die Anforderungen der Netzbetreiber an das Premiumprodukt der Südkabel (EHV-Kabelsysteme für AC+DC) nehmen kontinuierlich zu. Dazu gehören z.B. ein größerer Leiterquerschnitt, längere Kabellängen und größere Kabelgewichte. Zur Erfüllung der genannten Marktanforderungen sind auch in Zukunft umfangreiche Investitionen in den Produktionsstandort erforderlich. Ohne ein kontinuierlich hohes Volumen an Aufträgen im Geschäftsbereich der Kabelsysteme, ist die Gesellschaft nicht in der Lage ein ausreichendes Ertragsniveau zu gewährleisten, um die notwendigen Investitionen zu tätigen.

Ein für die Südkabel generelles Risiko ergibt sich aus der derzeit schwachen wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 14. November 2023 des Statistischen Bundesamtes hielt die Stagnation der deutschen Wirtschaft auch im dritten Quartal 2023 an, belastet durch einen rückläufigen privaten Konsum und eine schwache außenwirtschaftliche Nachfrage. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen angesichts deutlich sinkender Inflationsraten, steigender Realeinkommen und einer leichten Aufhellung der Stimmung in der Wirtschaft etwas verbessern, wird der Einstieg in das Jahresendquartal durch die schwache statistische Ausganglage zum Ende des dritten Quartals 2023 belastet. Zum jetzigen Zeitpunkt spüren wir jedoch noch keine wesentlichen negativen Auswirkungen aus dem genannten Risiko.

Ein weiteres wesentliches Risiko ergibt sich aus dem Russland-Ukraine-Krieg. Am 24. Februar 2022 begann Russland einen großangelegten Überfall auf die Ukraine. Die weiteren ökonomischen Folgen aus dem Russland-Ukraine-Krieg in Bezug auf die Versorgungsicherheit, Lieferketten und Energiepreise stellen ein derzeit schwer abschätzbares Risiko aus Sicht der Südkabel dar. Aus dem Krieg haben sich bereits deutlich gestiegene Energie- bzw. Rohstoffpreise und Störungen der Lieferketten ergeben. Diese negativen Konsequenzen versuchen wir durch alternative Lieferwege, Substitution von Gütern und weitere Energieeinsparungen so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus hat am 7. Oktober 2023 die islamistische Terrororganisation Hamas bei einem großangelegten Angriff etwa 1.400 Menschen im Süden Israels getötet und über 200 Personen als Geiseln nach Gaza verschleppt. Das israelische Sicherheitskabinett hat daraufhin den Kriegszustand ausgerufen. Derzeit ergeben sich für die Südkabel weder mittelbare noch unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen aus dem genannten Nahostkonflikt. Die Entwicklung und die daraus resultierenden Risiken bleiben insofern abzuwarten.

Ein wesentliches Risiko ergibt sich aus der gegenwärtigen Energiekrise. Insbesondere der Wirtschaftsstandort Deutschland leidet unter der massiven Energiekrise, ausgelöst durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und dem anschließenden Wegfall der Gaslieferungen aus Russland. Der Wegfall von Russland als Gaslieferant hat zu signifikant gestiegenen Gas- und sonstigen Energiepreisen geführt. Darüber hinaus ergeben sich erhebliche Unsicherheiten im Hinblick auf die Versorgungssicherheit mit Gas. Insbesondere die deutschen Produktionsbetriebe leiden derzeit unter der inflationären Entwicklung im Bereich der Energie. Es ist zwar eine Erholung der Energiepreise spürbar, jedoch fehlen weiterhin die politischen Regelungen zur Energiepreisbremse für Industrieunternehmen.

Mit dem am 15. November 2023 verkündeten Urteil hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts entschieden, dass das Zweite Nachtragshaushaltsgesetz 2021 mit dem Grundgesetz unvereinbar und nichtig ist. Die Entscheidung hat zur Folge, dass sich der Umfang des vorgesehenen Haushalts deutlich reduziert hat. Die daraus resultierenden Sparmaßnahmen werden bereits beschlossene Infrastrukturprojekte der Energieversorgungswirtschaft negativ beeinflussen. Entweder werden die betroffenen Projekte zeitlich verschoben oder vollständig gestoppt. Da der genannte Geschäftsbereich für uns von hoher Bedeutung ist, könnten sich hieraus eventuell negative Konsequenzen ergeben. Die daraus resultierenden Ertragsrisiken lassen sich derzeit nicht abschließend quantifizieren.

Unverändert wichtig ist ein für die Südkabel ausreichender Aval- bzw. Bürgschaftsrahmen. Das stärker werdende Projektgeschäft, insbesondere in Deutschland, verlangt hohe Bürgschaftsrahmen über die kompletten Projektlaufzeiten, um alle Anzahlungen und Zwischenzahlungen vollumfänglich bis zum endgültigen Gefahrenübergang beim Projektabschluss abzusichern. Dies ist sowohl für einen positiven Cash-Flow während der Projektlaufzeit als auch für eine Absicherung der Projektabwicklung notwendig. Weiter sind für die Schlussabrechnung bzw. Schlussumsatzlegung länger laufende Garantiebürgschaften notwendig, die ebenfalls von den Bankenpartnern gestellt werden müssen.

Weitere Risiken ergeben sich aus den sonstigen gegenwärtigen geopolitischen Unwägbarkeiten und den Rezessionssorgen. Hierzu gehören unter anderem der Konflikt zwischen den USA und China, die drohende Eskalation zwischen China und Taiwan und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die EU bzw. deren Positionierung. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, welche mittel- bis langfristigen ökonomischen Konsequenzen aus der aggressiven Geldpolitik der US-amerikanischen und europäischen Notenbanken resultieren. Die ersten negativen Konsequenzen sind in der kürzlich aufkeimenden Bankenkrise sichtbar geworden.

Beschaffungsrisiken

Die Beschaffungsrisiken haben sich im Vergleich zu den vorangegangenen Geschäftsjahren deutlich reduziert. Insbesondere stellen wir im Bereich der Ressourcenverfügbarkeit deutliche Verbesserungen fest. Die in den Vorjahren unterbrochenen Lieferketten und der insgesamt beobachtbare Rohstoff- und Energiemangel haben sich insoweit spürbar entschärft. Das Risiko eines Rohstoffmangels und daraus resultierender Produktionsausfälle ist für den Prognosezeitraum derzeit außerordentlich gering. Die Erzeugerpreise haben sich ebenfalls deutlich reduziert. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 20. November 2023 des Statistischen Bundesamtes waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Oktober 2023 um 11,0 % niedriger als im Oktober 2022. Im September 2023 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -14,7 % gelegen, das war der stärkste Rückgang im Vorjahresvergleich seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Allerdings sind wir auch weiterhin mit stark volatilen Kupferpreisen konfrontiert. Grundsätzlich besteht auch auf Seiten der Zulieferer die Gefahr von Insolvenzen und von Engpässen im Bereich der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Das Risiko drohender Insolvenzen ist aufgrund der zunehmenden negativen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gewachsen. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 14. November 2023 des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen im Juli 2023 nach endgültigen Ergebnissen (1.586) gegenüber dem Vormonat mit +2,5 % (gegenüber dem Vorjahresmonat: +37,4 %) erneut gestiegen. Damit setzt sich der seit Mitte 2022 bestehende Trend ansteigender Insolvenzzahlen weiter fort. Der Frühindikator IWH-Insolvenztrend zeigt für Oktober 2023 einen leichten Anstieg von 2,1 % gegenüber dem Vormonat (Vorjahresmonat: +43,6 %). Die Südkabel überwacht daher im Rahmen ihres Lieferantenmanagements regelmäßig die Bonität ihrer Lieferanten und bedient sich zur Diversifikation des Risikos mehrerer Zulieferer.

Qualitätsrisiken

Wesentliche Risiken können sich aus nicht erkannten Material- und Montagefehlern ergeben, die angesichts der sowohl hohen Stückzahlen der abgesetzten Produkte als auch des sehr hohen Werts der Kabelsysteme zu nennenswerten Garantieaufwendungen führen können. Insbesondere in den vergangenen Jahren hat sich das Volumen unserer Schadensfälle und des daraus resultierenden Aufwands deutlich erhöht. Ursachen hierfür sind unter anderem die immer kürzer werdenden Produktzyklen, die komplexeren Anforderungen an die Produkte und dass sich auch bei höchstmöglicher Qualitätskontrolle Fehler nicht vollständig ausschließen lassen. Aus Qualitätsfehlern resultieren Nacharbeiten, die zu Projektverzögerungen und damit verbundenen Mehrkosten wie z.B. Pönalezahlungen und Reparaturkosten führen. Die Gesellschaft versucht daher im Rahmen kontinuierlicher Prozessverbesserungen, wie z.B. durch Schulungsmaßnahmen, verbesserte Dokumentationen, verbesserte interne Kommunikation, verstärkte Wareneingangskontrollen und interne Prüfungen bzw. Audits, das Risiko zu minimieren. Es wird darauf ankommen, auch künftig für diese unvermeidlichen Restrisiken einen angemessenen Versicherungsschutz vorzuhalten. Insgesamt schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos für den verbleibenden Prognosezeitraum als gering ein. Dem Garantierisiko wird darüber hinaus durch eine ausreichend bemessene Garantierückstellung Rechnung getragen.

Bestandsgefährdende Risiken

Es bestehen wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Südkabel. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Berichterstattung im Anhang unter IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Sonstige Risiken

Neben den vorgenannten Risiken kann die Südkabel weiteren Risiken ausgesetzt sein, die bisher nicht erkannt oder als unwesentlich eingeschätzt wurden. Auch solche Sachverhalte können sich künftig als Risiken konkretisieren und sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Gesamtbild der Risikolage der Südkabel

Die Risikosituation für die Südkabel ist aufgrund der unverändert negativen operativen Ergebnissituation weiterhin angespannt. Eine Vielzahl der national und international geplanten Projekte zeigen immer noch Entscheidungsverzögerungen auf. Andererseits hat sich die Zurückhaltung unserer Kunden aus den letzten Jahren teilweise aufgelöst, was zu einem deutlich erhöhten Auftragseingang im zweiten Halbjahr des Berichtsjahres geführt hat. Die weiterhin negative Ergebnissituation im Bereich der Kabelsysteme belastet unverändert die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage. Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ergeben sich aus der unverändert negativen Ertragslage der Gesellschaft. Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der finanziellen Unterstützung und der Liquiditätsversorgung durch die Gesellschafterin Hans Wilms Beteiligungs-GmbH und deren Gesellschafter abhängig. Die dargestellten Risiken werden von uns nicht quantifiziert, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt. Die Einschätzung der genannten Risiken wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Risiken wurde der bereits im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt. Nach Schluss des Berichtszeitraums haben sich die Risiken in ihrer Bedeutung nicht geändert. Neue Risiken nach Schluss des Berichtszeitraums sind ebenfalls nicht aufgetreten.

2. Chancenbericht

Branchenspezifische Chancen

Die Chancensituation der Südkabel hat sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert. Die für die Südkabel größten Chancen ergeben sich jedoch erst nach Ablauf des hier betrachteten Prognosezeitraums. Diese resultieren insbesondere aus der voraussichtlich sehr positiven Entwicklung des deutschen Marktes für Hochspannungskabel. Der Markt für Höchstspannungskabel für die Drehstrom-Hochspannungs-Übertragung in Deutschland wird in den kommenden Jahren im Zuge der Energiewende voraussichtlich sehr stark wachsen. In diesem Zusammenhang prognostizieren Netzbetreiber ein Marktvolumen von über MEUR 1.500 für 400kV-AC-Kabelsysteme und MEUR 4.500 für 525kV-HVDC-Landkabelsysteme, die in den kommenden 5 Jahren kontinuierlich vergeben werden. Die aktuelle Einschätzung der Übertragungsnetzbetreiber geht davon aus, dass die Gesamtheit der neu geplanten HV- und EHV-Verbindungen bei Weitem nicht ausreicht, um den Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Insoweit ergibt sich zukünftig ein zusätzliches Auftragsvolumen für die Südkabel, welches nicht nur langfristig Vollauslastung bedeutet, sondern die Voraussetzung für Kapazitätserweiterungen darstellt. Dabei werden zur Zeit auch politische Randbedingungen formuliert, die wesentliche Produktionskapazitäten für die Energiewende in Deutschland sicherstellt. Hier ist Südkabel im Rahmen regelmäßiger Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium im Meinungsaustausch.

Zudem wird ab dem Geschäftsjahr 2024/2025 die Fertigung von Kabeln für Systeme für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HVDC) im Rahmen der Energiewende weiter ansteigen. Die Kabelfertigungen für unseren Kooperationspartner Sumitomo Electric Industries Ltd. steigen kontinuierlich an. Für das "Greenlink"-Projekt wurden im abgelaufen Geschäftsjahr 60 km 320kV-HVDC-Kabel gefertigt. Darüber hinaus hat im Prognosezeitraum die Produktion der 525kV-HVDC-Kabel für das "Korridor A"-Projekt begonnen. Der in diesem Zusammenhang relevante Endkunde Amprion hat eine beschleunigte Fertigung des nächsten Teilloses in 2024 angefragt. Als Technologiepartner der Sumitomo Electric Industries Ltd. tritt die Südkabel hier als Unterlieferant der Kabellieferungen, Montage und Projektleistungen auf.

Sehr gute Chancen ergeben sich für die Südkabel im stark wachsenden HV- und EHV-Landkabelgeschäft, sowohl für HVAC- und HVDC-Anwendungen. Entsprechend eines Prognoseberichts des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) sind die Übertragungsnetze sowohl national als auch international zu erweitern, zu verstärken und zu erneuern. Im HVAC-Bereich verfügt die Südkabel über enorme Erfahrungen und mit der Sumitomo Electric Industries Ltd. über einen geeigneten Kooperationspartner. Aus dem genannten Bereich resultieren erhebliche Umsatzchancen. Zudem wird die Südkabel auch ein eigenes HVDC-System für die höchste Spannungsebene für 525kV entwickeln. Die diesbezüglichen Prototyen werden zurzeit erfolgreich erprobt.

Weitere Chancen bestehen in der unverändert hohen Reputation der Südkabel. Sie gilt als ausgesprochen zuverlässiger Partner mit der Fähigkeit auch große Projekte zuverlässig und mit einer hohen Qualität zu realisieren. Dabei kann Südkabel aufgrund kurzer Entscheidungswege flexibel auf Kundenwünsche eingehen. Insbesondere die an einem einzigen Standort befindliche Entwicklung, Garnituren- und Kabelfertigung ermöglichen kurze Abstimmprozesse. Hieraus ergeben sich gute Chancen jederzeit Aufträge zu gewinnen und diese dann zuverlässig abzuwickeln.

Darüber hinaus ist die Einbindung in den Konzern der Muttergesellschaft Hans Wilms Beteiligungs-GmbH als essenzielle Chance zu nennen. Neben der finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft ergibt sich insbesondere die Möglichkeit von Geschäftsaktivitäten mit Konzerngesellschaften. Hervorzuheben sind die Unterstützung aus dem Kabelmaschinenbau und die Realisierung von Finanzierungslösungen.

Gesamtbild der Chancenlage der Südkabel

Die Chancensituation der Südkabel hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die Einschätzung der genannten Chancen wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Chancen wurde der bereits im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt. Nach Schluss des Berichtszeitraums haben sich die Chancen in ihrer Bedeutung nicht geändert. Neue Chancen nach Schluss des Berichtszeitraums sind ebenfalls nicht aufgetreten.

V. Risikomanagementsystem

Bei der Südkabel ist das standardisierte Risikomanagementsystem zur Früherkennung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken ein integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungssysteme der Gesellschaft. Es umfasst neben der systematischen Identifikation die Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Risikomanagement sind in unserem Managementhandbuch geregelt. Unsere Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements unserer Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Mannheim, den 26. Januar 2024

Südkabel GmbH

gez. Johann Erich Wilms, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 30. JUNI 2023

SÜDKABEL GMBH, MANNHEIM

AKTIVA

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.639.165,11 2.701.989,62
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.583,00 29.638,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.583,00 29.638,00
II. Sachanlagen 2.779.599,56 1.827.369,07
1. technische Anlagen und Maschinen 1.350.079,00 1.418.912,07
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 686.520,00 344.307,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 743.000,56 64.150,00
III. Finanzanlagen 844.982,55 844.982,55
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 96.962,52 96.962,52
2. Beteiligungen 748.020,03 748.020,03
B. UMLAUFVERMÖGEN 83.091.619,52 82.097.674,13
I. Vorräte 49.573.803,43 54.836.843,80
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.114.372,00 11.249.058,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11.738.321,00 15.332.662,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 15.389.064,00 21.823.470,00
4. bestellte Anlagen in Arbeit 50.688.890,00 72.417.384,38
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -39.356.843,57 -65.985.730,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 22.381.649,62 16.362.513,32
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.055.112,63 15.384.662,12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.822.758,63 82.824,77
3. sonstige Vermögensgegenstände 503.778,36 895.026,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.136.166,47 10.898.317,01
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 582.078,33 539.414,31
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 219.831,10 113.159,88
87.532.694,06 85.452.237,94

PASSIVA

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 728.627,02 3.250.526,26
I. Gezeichnetes Kapital 7.000.000,00 7.000.000,00
II. Kapitalrücklage 554.614,49 554.614,49
III. Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
IV. Verlustvortrag -6.304.088,23 -7.756.368,39
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -2.521.899,24 1.452.280,16
B. RÜCKSTELLUNGEN 42.614.875,09 39.367.741,45
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.383.234,00 20.924.307,00
2. Steuerrückstellungen 934.768,01 995.740,00
3. sonstige Rückstellungen 21.296.873,08 17.447.694,45
C. VERBINDLICHKEITEN 44.189.191,95 42.833.970,23
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.551.857,96 6.780.034,77
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.324.343,92 32.232.906,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.199,82 11.273,06
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.301.790,25 3.809.755,77
- davon aus Steuern: EUR 439.790,64 (Vorjahr: EUR 2.175.880,73)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 26.281,51 (Vorjahr: EUR 22.514,81)
87.532.694,06 85.452.237,94

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Umsatzerlöse 147.092.679,49 81.083.590,48
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und bestellten Anlagen in Arbeit -31.757.241,38 26.541.057,87
3. sonstige betriebliche Erträge 3.061.599,85 2.644.763,43
4. Materialaufwand -79.458.635,07 -72.754.940,74
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -73.875.533,28 -69.015.360,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.583.101,79 -3.739.580,10
5. Personalaufwand -19.601.415,96 -19.167.875,00
a) Löhne und Gehälter -16.469.669,54 -15.852.938,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.131.746,42 -3.314.936,10
- davon für Altersversorgung: EUR 1.607.685,83 (Vorjahr: EUR 1.411.805,24)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -826.103,42 -859.537,76
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -19.942.425,62 -14.014.213,48
8. Erträge aus Beteiligungen 198.194,96 241.793,48
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.828,64 144.462,43
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.247.454,11 -1.363.975,25
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 361.916,61 (Vorjahr: EUR 269.705,98)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -65.315,20 -1.039.391,71
12. Ergebnis nach Steuern -2.518.287,82 1.455.733,75
13. sonstige Steuern -3.611,42 -3.453,59
14. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -2.521.899,24 1.452.280,16

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

der Südkabel GmbH, Mannheim

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Erstellung des Jahresabschlusses der Südkabel GmbH, Mannheim (nachfolgend "Südkabel" oder "Gesellschaft" genannt), erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Voraussetzungen einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 1261 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Mannheim.

Alleinige Gesellschafterin der Südkabel ist die Hans Wilms Beteiligungs-GmbH, Menden. Als verbundene Unternehmen werden solche im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB ausgewiesen. Als Beteiligungen werden solche im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB ausgewiesen. Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der Südkabel besteht nach § 291 HGB nicht, da die Südkabel und ihre Tochterunternehmen in den befreienden Konzernabschluss der Hans Wilms Beteiligungs-GmbH einbezogen werden. Der Konzernabschluss der Hans Wilms Beteiligungs-GmbH wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Zur Begründung der Annahme der Unternehmensfortführung verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt "IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" dieses Anhangs.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Es ergeben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen in den auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Darüber hinaus ergeben sich keine Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.

Soweit Geschäftsvorfälle in fremder Währung nicht kursgesichert sind, erfolgt gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (5 Jahre) abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bilanzierung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen entsprechend § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB vorgenommen.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachgruppen zugrunde gelegt worden:

technische Anlagen und Maschinen 5 - 7 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23 Jahre

Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Sachanlagen erfolgt die Bilanzierung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen entsprechend § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 800,00 netto werden im Jahr ihrer Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bilanzierung mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Wurden in den Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für diese Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit die Börsen- und Marktpreise am Abschlussstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der bestellten Anlagen in Arbeit (einschließlich der darin enthaltenen Metalle) erfolgt ebenfalls zu den Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten ausschließlich die handelsrechtlichen Pflichtbestandteile im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Auf die Einbeziehung von Kosten im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB sowie Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB wird zulässigerweise verzichtet. Soweit die Bewertung nach dem Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB einen Ansatz unter den Herstellungskosten erfordert, wird eine entsprechende Abwertung vorgenommen. Soweit die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertberichtigung entfallen sind, werden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen vorgenommen. Die Handelsware wird nach gegenüber dem Vorjahr unveränderten Grundsätzen mit den Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung der Handelsware wird die sogenannte doppelte Maßgeblichkeit beachtet, d.h. es wird jeweils der niedrigere Wert aus der Beurteilung nach dem Beschaffungs- bzw. Absatzmarkt herangezogen.

Die in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bzw. den unfertigen und fertigen Erzeugnissen enthaltenen Metalle (Kupfer, Aluminium und Blei) werden nach der Durchschnittsmethode (§ 240 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 256 Satz 2 HGB) bewertet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung des risikobehafteten Forderungsbestandes Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt.

Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz von rund 30,881 % abgestellt, der voraussichtlich im Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Im Wesentlichen ergeben sich aktive latente Steuern aufgrund der handelsrechtlich und steuerrechtlich abweichenden Wertansätze im Forderungs- und Rückstellungsbereich. Das sich daraus ergebende Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für einen Überhang aktiver latenter Steuern wird von der Gesellschaft weiterhin nicht angewendet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung unter Berücksichtigung der Anwendung der Richttafeln 2018 G von K. Heubeck bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 1,80 % (Wert für Juni 2023) der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der aus der Differenz zwischen dem durchschnittlichen 7-Jahres-Zins (niedriger) und dem 10-Jahres-Zins (höher) resultierende ausschüttungsgesperrte Bewertungsgewinn (§ 253 Abs. 6 Satz 1 HGB) beläuft sich zum 30. Juni 2023 auf TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 1.048). Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde ein Rententrend (in Abhängigkeit von der jeweiligen Gruppe) von jährlich 0,0 % bis 2,0 % zugrunde gelegt. Zum Zwecke der Rückstellungsbewertung wurde für das angewandte versicherungsmathematische Berechnungsverfahren die Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) angewendet. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Aufgrund der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen im Rahmen der Umstellung auf das BilMoG war zum 1. Juli 2010 eine Zuführung zu den Rückstellungen erforderlich. Diese wird gemäß dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in 15 jährlichen Raten den Rückstellungen zugeführt. Der Fehlbetrag zum 30. Juni 2023 beträgt TEUR 749 (Vorjahr: TEUR 1.124).

Im Bereich der sonstigen Rückstellungen erfolgt die versicherungsmathematische Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen gemäß der Stellungnahme des IDW zur handelsrechtlichen Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen (IDW RS HFA 3) nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf Basis der 1. Aktivenausscheideordnung. Den Berechnungen liegen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 1,57 % (Wert für Juni 2023) der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden ein Gehaltstrend und ein Trend zur Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherungen von jeweils 2,0 % zugrunde gelegt. Die Altersteilzeitverpflichtungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen). Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert zum 30. Juni 2023. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 HGB werden die Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Altersteilzeitrückstellungen mit den Aufwendungen und Erträgen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen saldiert. Die Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Gleiches gilt für laufende Erträge sowie Erfolgswirkungen aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens, soweit diese nicht bereits gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 HGB verrechnet werden mussten.

Im Bereich der sonstigen Rückstellungen erfolgt die versicherungsmathematische Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsleistungen auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung unter Berücksichtigung der Anwendung der Richttafeln 2018 G von K. Heubeck. Zum Zwecke der Rückstellungsbewertung wurde für das angewandte versicherungsmathematische Berechnungsverfahren die Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) angewendet. Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 1,57 % (Wert für Juni 2023) der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Jubiläumsverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Bildung der pauschalen Garantierückstellung erfolgt in Höhe eines von der Garantielaufzeit abhängigen Prozentsatzes auf die jeweils realisierten Umsatzerlöse. Im Rahmen der von Südkabel im Bereich der langfristigen Projektgeschäfte angewandten Teilgewinnrealisierung werden in Übereinstimmung mit der herrschenden Literaturmeinung zum Teil deutlich höhere Garantierückstellungen gebildet. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen zu den Umsatzerlösen. Darüber hinaus werden bei erkennbaren Einzelfallrisiken Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Im Rahmen der von der Südkabel durchgeführten langfristigen Projektgeschäfte im Bereich der Kabelsysteme werden kalkulatorisch abgrenzbare Teilleistungen bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen fakturiert. Die Gesellschaft folgt damit der überwiegend auch im Schrifttum (Adler/Düring/Schmaltz, Rechnungslegung und Prüfung der Unternehmen, 6. Auflage, Stuttgart, ab 1995, § 252 Anm. 86-88) für zulässig erachteten Realisierung von Gewinnen, wenn der Auftrag als Ganzes noch nicht abgeschlossen ist. Bei kumulativer Erfüllung folgender Voraussetzungen erfolgt auf Ebene der Südkabel die Fakturierung kalkulatorisch abgrenzbarer Teilleistungen:

1. es muss sich um eine langfristige Fertigung handeln, d.h. der Fertigungsprozess muss sich über die Dauer eines Geschäftsjahres hinaus hinziehen;

2. langfristige Fertigungen müssen einen wesentlichen Teil der Tätigkeit des Unternehmens bilden;

3. eine Abrechnung des Auftrages erst nach Abschluss der langfristigen Fertigung müsste zu einer nicht unerheblichen Beeinträchtigung des Einblicks in die Ertragslage des Unternehmens führen;

4. der aus der langfristigen Fertigung erwartete Gewinn muss sicher zu ermitteln sein (Vorkalkulationen, laufende Kostenrechnung mit Soll/Ist-Vergleich) und es dürfen keine Risiken ersichtlich sein, die das erwartete Ergebnis wesentlich beeinträchtigen können;

5. für unvorhersehbare Garantieleistungen und Nachbesserungen müssen vorsichtig bemessene Beträge berücksichtigt sein;

6. die Gesamtleistung muss in kalkulatorisch abgrenzbare Teilleistungen zerlegt werden können;

7. es darf allenfalls der auf diese Teilleistungen anteilmäßig entfallende Gewinn vereinnahmt werden;

8. schließen Teilleistungen gegenüber den Vorkalkulationen mit wesentlich höheren Ist-Kosten ab, so dürfen anteilige Gewinne nicht vereinnahmt werden, soweit nicht davon ausgegangen werden kann, dass die noch anfallenden Kosten hinreichende Deckung im Erlös finden;

9. es dürfen keine Anzeichen dafür vorliegen, dass der Abnehmer Einwendungen erheben kann, die sich negativ auf das Gesamtergebnis auswirken können.

Die oben genannten Voraussetzungen sind bei den von der Südkabel durchgeführten Projekten im Bereich des Kabelsystemgeschäfts in der Regel kumulativ erfüllt. Mit einem Umsatzanteil von rund 50 % bis 75 % jährlich bildet das Geschäft mit Kabelsystemen einen wesentlichen Teil der Tätigkeit des Unternehmens. Die Abrechnung der jeweiligen Aufträge erst nach Abschluss der langfristigen Fertigung würde auf Ebene der Südkabel zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Einblicks in die Ertragslage des Unternehmens führen. Ein im Bereich der Kabelsysteme durchzuführender Auftrag erstreckt sich in der Regel über die Dauer eines Geschäftsjahres hinaus und gliedert sich regelmäßig in einen Liefer- und einen Montageanteil. Der Lieferanteil umfasst im Wesentlichen die zu liefernden Kabellängen und die dazugehörigen Garnituren. Der Montageanteil betrifft die anschließende Kabelverlegung und die Inbetriebnahme. Da es sich bei Kabelsystemen um ein außerordentlich materialintensives Geschäftsfeld handelt, überwiegt der erläuterte Lieferanteil den Montageanteil wertmäßig deutlich. Im Rahmen der von der Südkabel in Einklang mit den oben genannten Voraussetzungen angewendeten Teilgewinnrealisierung, fakturiert die Gesellschaft die von ihr gelieferten Kabellängen und Garnituren bereits vor der finalen Abnahme des gesamten Kabelsystems durch den jeweiligen Kunden. Die im Zusammenhang mit einem Kabelsystem zu erbringende Gesamtleistung ist in kalkulatorisch abgrenzbare Teilleistungen zerlegbar, da die Südkabel mit ihrem Kunden für jeden einzelnen von ihr zu erbringenden Leistungsbestandteil einen Einzelpreis vereinbart. Für jeden Meter pro Kabel und für jedes Stück an Garnitur liegen vertraglich fixierte Absatzpreise und auch die jeweiligen Herstellungskosten vor, sodass bei jeder von der Südkabel fakturierten Teillieferung jeweils nur der anteilmäßig entfallende Gewinn vereinnahmt wird und der aus der langfristigen Fertigung erwartete Gewinn sicher ermittelt werden kann. Vor Auslieferung der jeweiligen Kabel und Garnituren erfolgt am Produktionsstandort Mannheim unter regelmäßiger Teilnahme der Kunden eine Werksabnahme (sogenannter Factory Acceptance Test). Durch diesen wird vorab sichergestellt, dass die im Rahmen der Teilgewinnrealisierung abgesetzten Produkte betriebsbereit sind und das Risiko von Einwendungen der Abnehmer minimiert wird. Dem Garantie- und Nachbesserungsrisiko wird darüber hinaus durch eine ausreichend bemessene Garantierückstellung Rechnung getragen. In Abhängigkeit von der Garantielaufzeit erfolgt die Bildung der pauschalen Garantierückstellung in Höhe von 2, 4 und 6 Prozent auf die jeweils realisierten Umsatzerlöse.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist aus dem Anlagenspiegel zu ersehen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Zum 30. Juni 2023 bestehen folgende Beteiligungsverhältnisse im Sinne von § 285 Nr. 11 HGB:

Beteiligungsquote Eigenkapital letztes Jahresergebnis
Suedkabel UK Limited, London/ Großbritannien * 100 % -220.908 € 83.104 €
Suedkabel India Private Limited, Bhopal/ Indien ** 100 % -88.578 € -20.487 €
Suedkabel Czech s.r.o., Decin/ Tschechien *** 100 % 100.491 € 4.259 €
Kabeltrommel GmbH & Co. KG, Troisdorf **** 7,3 % 11.055.831 € 4.770.035 €
Kabeltrommel Gesellschaft mbH, Troisdorf ***** 5,88 % 208.058 € 12.791 €

* Bei der Suedkabel UK Limited liegt der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 vor. Das negative Eigenkapital der Suedkabel UK Limited in Höhe von 190.574 britische Pfund und das positive Jahresergebnis in Höhe von 71.693 britische Pfund wurden mit dem Devisenkassamittelkurs vom 30. Juni 2023 in Höhe von 1,15917 Euro/britische Pfund in Euro umgerechnet.

** Bei der Suedkabel India Private Limited liegt der Jahresabschluss zum 31. März 2023 vor. Das negative Eigenkapital in Höhe von 7.915.779,22 indischen Rupien und das negative Jahresergebnis in Höhe von 1.830.804,70 indischen Rupien wurde mit dem Devisenkassamittelkurs vom 31. März 2023 in Höhe von 0,01119 Euro/indische Rupien umgerechnet.

*** Bei der Suedkabel Czech s.r.o. liegt der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 vor. Das Eigenkapital in Höhe von 2.383.000 tschechischen Kronen und das positive Jahresergebnis in Höhe von 101.000 tschechischen Kronen wurde mit dem Devisenkassamittelkurs vom 30. Juni 2023 in Höhe von 0,04217 Euro/tschechische Krone umgerechnet.

**** Bei der Kabeltrommel GmbH & Co. KG liegt der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 vor. Die Südkabel ist unverändert als Kommanditist mit 7,3 % am Kapital der Kabeltrommel GmbH & Co. KG, Troisdorf, beteiligt.

***** Bei der Kabeltrommel Gesellschaft mbH liegt der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 vor.

Bestellte Anlagen in Arbeit

Entsprechend § 265 Abs. 6 HGB erfolgt für Zwecke der Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses ein gesonderter Ausweis der Projektbestände aus dem für die Südkabel bedeutsamen Kabelsystemgeschäfts. Das Geschäft der Kabelsysteme ist der für die Gesellschaft wichtigste Geschäftsbereich und wird daher unter der Bezeichnung "bestellte Anlagen in Arbeit" gesondert im Bereich der Vorräte unter der arabischen Zahl 4 ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Eine Aufschlüsselung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5 Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gesamt
TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.992 63 0 14.055
(Vorjahr) (15.340) (45) (0) (15.385)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.823 0 0 7.823
(Vorjahr) (83) (0) (0) (83)
3. sonstige Vermögensgegenstände 504 0 0 504
(Vorjahr) (895) (0) (0) (895)
22.319 63 0 22.382
(Vorjahr) (16.318) (45) (0) (16.363)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betreffen einen Sicherungseinbehalt von einem Kunden in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 39). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.823 (Vorjahr: TEUR 83) betreffen mit TEUR 514 (Vorjahr: TEUR 0) Darlehensforderungen und mit TEUR 7.309 Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 34).

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Bewertung des nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnenden zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens zur Verrechnung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert zum 30. Juni 2023 beträgt TEUR 355 (Vorjahr TEUR 515). Die Anschaffungskosten zum Erwerbszeitpunkt beliefen sich auf TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 515). Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 136 (Vorjahr TEUR 401). Daraus resultiert im Berichtsjahr ein saldierter Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 113).

Eigenkapital

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021/2022 in Höhe von TEUR 1.452 wurde auf Grundlage des Gesellschafterbeschlusses vom 28. April 2023 auf neue Rechnung vorgetragen. Unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals in Höhe von TEUR 7.000, einer Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 555, einer Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 2.000, einem Verlustvortrag in Höhe von insgesamt TEUR 6.304 und einem im Berichtsjahr erzielten Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.522 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 729. Die Gewinnrücklagen umfassen ausschließlich andere Gewinnrücklagen und resultieren vollständig aus dem Jahr 2006. Mit Gesellschafterbeschluss vom 18. September 2006 wurde aus dem Bilanzgewinn ein Betrag in Höhe TEUR 2.000 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 6.532), Pönalen (TEUR 7.935), Schadensersatz (TEUR 2.313), Überstunden (TEUR 1.296), Drohverluste (TEUR 887), nicht genommenen Urlaub (TEUR 754), Weihnachtsgeld (TEUR 373), Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 311) und Zinsen für Steuernachzahlungen (TEUR 152).

Verbindlichkeiten

Eine Aufschlüsselung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5 Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gesamt
TEUR
davon gesichert
in TEUR
Art der Sicherung
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.552 0 0 11.552 11.552 Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen Umfang
(Vorjahr) (6.780) (0) (0) (6.780) (6.780)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.324 0 0 31.324 84 Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen Umfang
(Vorjahr) (32.233) (0) (0) (32.233) (10)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11 0 0 11 11 Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen Umfang
(Vorjahr) (11) (0) (0) (11) (11)
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.302 0 0 1.302 2
(Vorjahr) (3.808) (2) (0) (3.810) (102) Stammen aus Mietkaufverträgen über Sachanlagen, die noch unter Eigentumsvorbehalt der Vertragspartner stehen
44.189 0 0 44.189 11.649
(Vorjahr) (42.832) (2) (0) (42.834) (6.903)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 31.324 (Vorjahr: TEUR 32.233) betreffen mit TEUR 31.240 (Vorjahr: TEUR 32.223) sonstige Verbindlichkeiten und mit TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 10) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die genannten sonstigen Verbindlichkeiten umfassen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 30.955 (Vorjahr: TEUR 31.979) und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 244). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 31.240 (Vorjahr: TEUR 28.804). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11) betreffen wie bereits im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Es ergeben sich wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Südkabel. Diese ergeben sich aus der unverändert negativen Ertragslage der Gesellschaft. Aufgrund dieser ist eine Finanzierung aus eigener Kraft nicht möglich. Der Geschäftsverlauf im Prognosezeitraum wird die Eigenkapital- und die Liquiditätssituation weiterhin negativ beeinflussen. Der Fortbestand der Gesellschaft ist daher von der finanziellen Unterstützung und der Liquiditätsversorgung durch die Gesellschafterin Hans Wilms Beteiligungs-GmbH und deren Gesellschafter abhängig. Sowohl in der Vergangenheit als auch im Berichtsjahr haben die Gesellschafter Unterstützungsmaßnahmen ergriffen. Zur Unterstützung der Südkabel hat ein dem mittelbaren Gesellschafter nahestehendes Unternehmen, welches die Betriebsimmobilie an die Südkabel vermietet, mit Verträgen vom 21. Juni 2021 für den Zeitraum vom 01. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2024 den für die Betriebsimmobilie relevanten Mietzins auf EUR 36 jährlich reduziert. Darüber hinaus hat die Muttergesellschaft Hans Wilms Beteiligungs-GmbH der Südkabel mit Ergänzungsvereinbarung vom 21. Juni 2021 für den Zeitraum vom 01. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2024 die jährliche Verwaltungskostenumlage für die von ihr an die Südkabel erbrachten Dienstleistungen auf EUR 1 jährlich reduziert. Aus den beiden beschriebenen Maßnahmen des dem mittelbaren Gesellschafter nahestehenden Unternehmens und der Muttergesellschaft ergab sich für die Südkabel im Berichtsjahr eine Entlastung in Höhe von TEUR 2.456. Zudem hatte die Gesellschafterin Hans Wilms Beteiligungs-GmbH mit der Südkabel GmbH in den vergangenen Jahren bereits Forderungsverzichte gegen Besserungsscheine in Höhe von insgesamt TEUR 11.500 geschlossen. Diese Forderungsverzichte gegen Besserungsscheine bestehen unverändert fort. Der Fortbestand der Südkabel ist jedoch im Wesentlichen davon abhängig, dass die Hans Wilms Beteiligungs-GmbH ihre mit der Südkabel geschlossene und mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende kündbare Kontokorrentvereinbarung auch zukünftig unverändert fortsetzt und die Südkabel auch weiterhin mit der für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit erforderlichen Liquidität versorgt.

V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen im Gesamtumfang von TEUR 84 (Verpflichtung innerhalb des folgenden Geschäftsjahres: TEUR 76). Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Wir verweisen jedoch in diesem Zusammenhang auf unsere Erläuterungen zum Mietverzicht des Vermieters der Betriebsimmobilie in unserer Berichterstattung "IV. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit".

Bestellobligos bestehen zum Bilanzstichtag im üblichen Rahmen.

Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag keine weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen bzw. Haftungsverhältnisse.

VI. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB)

Zum Bilanzstichtag bestehen Bankavale in Höhe von insgesamt TEUR 45.654. Diese betreffen im Wesentlichen Anzahlungsavale, Vertragserfüllungsavale und Gewährleistungsavale. Bei Inanspruchnahme könnte die Gesellschaft grundsätzlich von den jeweiligen Banken in Rückgriff genommen werden. Zum Bilanzstichtag bestehen jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass die den Bankavalen zugrunde liegenden Verpflichtungen nicht erfüllt werden können. Mit einer Inanspruchnahme durch die Bank ist daher nicht zu rechnen. Die den Bankavalen zugrunde liegenden Verpflichtungen bestehen gegenüber fremden Kunden.

VII. Angaben bezüglich derivativer Finanzinstrumente

Es bestanden am 30. Juni 2023 ein Devisenswap zum Tausch von britischen Pfund in Euro (Nominalwerte in Höhe von TGBP 82). Der beizulegende Zeitwert des Devisenswaps wird durch die Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, mittels der Barwertmethode bestimmt. Der Devisenswap zum Tausch von britischen Pfund in Euro weist zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert in Höhe von insgesamt TEUR 1 auf. Da die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB nicht vollumfänglich erfüllt waren, wurde der Devisenswap nicht mit dem abgesicherten Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag wurde in diesem Zusammenhang eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 1 gebildet.

VIII. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden.

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 105.271 auf das Inland und TEUR 41.822 auf das Ausland. Die Umsatzerlöse lassen sich dabei in die folgenden Tätigkeitsbereiche gliedern:

Erlöse aus Kabelsystemen TEUR 109.243
Erlöse aus Kabel- und Metallverkauf TEUR 17.670
Erlöse aus Garnituren TEUR 19.548
Erlöse aus Montagen TEUR 889
Erlöse aus Mieten TEUR 23
Sonstige Erlöse TEUR 26
Summe Erlösschmälerungen TEUR -306
Summe Umsatzerlöse TEUR 147.093

sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 623 (Vorjahr: TEUR 434). Die im Berichtsjahr realisierten periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.701 betreffen Erträge aus der Auflösung nicht mehr erforderlicher Rückstellungen (TEUR 1.685) und Erträge aus der Auflösung nicht mehr erforderlicher Wertberichtigungen von Forderungen (TEUR 16).

sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 471 (Vorjahr: TEUR 309). Die im Berichtsjahr realisierten periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 406 betreffen Aufwendungen aus der Anwendung des Artikels 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von TEUR 375 und diverse Einzelsachverhalte untergeordneter Größenordnung.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 242) resultieren wie bereits im Vorjahr aus der Ausschüttung der Kabeltrommel GmbH & Co. KG.

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten periodenfremde Zinserträge in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 0). Darüber hinaus umfassen die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge keine Zinserträge aus der Aufzinsung (Vorjahr: TEUR 144).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es liegen Zinsen und ähnliche Aufwendungen an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 362 (Vorjahr: TEUR 270) vor. Aus der Aufzinsung ergeben sich Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 387 (Vorjahr: TEUR 469). Diese betreffen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (TEUR 380), Altersteilzeitrückstellungen (TEUR 2) und Jubiläumsrückstellungen (TEUR 5). Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 4) wurden entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 HGB mit den Erträgen des Deckungsvermögens saldiert. Im Berichtsjahr ergab sich aus dem Deckungsvermögen ein Ertrag in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: Aufwand TEUR 2). Im Berichtsjahr ergeben sich periodenfremde Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 3 aus Steuernachzahlungen aufgrund einer Betriebsprüfung.

Außergewöhnliche Erfolgsbeiträge

Im Berichtsjahr ergeben sich positive außergewöhnliche Erfolgsbeiträge in Höhe von TEUR 3.483. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Die Erträge resultieren aus dem Verkauf von diversen Mittelspannungskabeln, die seitens der Südkabel in der Vergangenheit aufgrund fehlender Gängigkeit bereits in ihrem Wert berichtigt worden sind. Der Verkauf erfolgte an ein verbundenes Unternehmen zu einem Gesamtkaufpreis in Höhe von TEUR 7.295. Der Restbuchwert der bereits abgewerteten Bestände belief sich dem gegenüber auf TEUR 4.374. TEUR 2.921
Erstattungen aufgrund der Strom- und Gaspreisbremse TEUR 562

Die negativen außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge belaufen sich auf TEUR 2.068. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Aufwendungen aus der Zuführung zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.693
Aufwendungen aus der Anwendung des Artikels 67 Abs. 1 EGHGB aus der Umstellung auf das BilMoG. TEUR 375

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen periodenfremde Aufwendungen aus Steuernachzahlungen aufgrund einer Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 54 und ausländische Quellensteuer in Höhe von TEUR 120.

IX. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

X. Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen (ausgenommen sind Unternehmen, welche in einem mittel- oder unmittelbar 100%igem Anteilsbesitz stehen und in den Konzernabschluss der Hans Wilms Beteiligungs-GmbH einbezogenen werden) betreffen im Wesentlichen die folgenden:

Von nahestehenden Unternehmen empfangene Lieferungen und Leistungen. TEUR 697
An nahestehende Unternehmen geleistete Lieferungen und Leistungen. TEUR 10
Verzicht eines nahestehendes Unternehmens auf den Mietzins der angemieteten Betriebsimmobilie. Der angegebene Betrag entspricht der im Berichtsjahr realisierten Ersparnis. TEUR 1.563

Beschäftigte

Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter im Sinne von § 285 Nr. 7 HGB ergeben sich aus der nachstehenden Übersicht:

2022/2023
Angestellte 79
gewerbliche Mitarbeiter 173
252

Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Honorare für Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt TEUR 79. Davon entfallen TEUR 62 auf die Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 9 auf Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen sowie TEUR 8 auf Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen.

Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022/2023 war Herr Johann Erich Wilms, Marburg (operativer und kaufmännischer Geschäftsführer). Herr Johann Erich Wilms ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die weitere Angabe der Bezüge der Geschäftsführung sowie ehemaliger Organmitglieder wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

 

Mannheim, den 26. Januar 2024

Südkabel GmbH

gez. Johann Erich Wilms, Geschäftsführer

Datum der Feststellung: 2. Februar 2024

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jul. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
30. Jun. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.815.547,76 0,00 0,00 0,00 1.815.547,76
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 41.129.694,95 98.641,35 406.601,60 0,00 41.634.937,90
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.749.434,28 582.927,40 0,00 62.409,08 10.269.952,60
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 182.657,58 1.085.452,16 -406.601,60 0,00 861.508,14
51.061.786,81 1.767.020,91 0,00 62.409,08 52.766.398,64
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 134.264,52 0,00 0,00 0,00 134.264,52
2. Beteiligungen 748.020,03 0,00 0,00 0,00 748.020,03
882.284,55 0,00 0,00 0,00 882.284,55
53.759.619,12 1.767.020,91 0,00 62.409,08 55.464.230,95
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jul. 2022
EUR
Zuführungen
EUR
Abgänge
EUR
30. Jun. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.785.909,76 15.055,00 0,00 1.800.964,76
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 39.710.782,88 574.076,02 0,00 40.284.858,90
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.405.127,28 236.972,40 58.667,08 9.583.432,60
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 118.507,58 0,00 0,00 118.507,58
49.234.417,74 811.048,42 58.667,08 49.986.799,08
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 37.302,00 0,00 0,00 37.302,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
37.302,00 0,00 0,00 37.302,00
51.057.629,50 826.103,42 58.667,08 51.825.065,84
BUCHWERTE
30. Jun. 2023
EUR
30. Jun. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.583,00 29.638,00
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 1.350.079,00 1.418.912,07
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 686.520,00 344.307,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 743.000,56 64.150,00
2.779.599,56 1.827.369,07
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 96.962,52 96.962,52
2. Beteiligungen 748.020,03 748.020,03
844.982,55 844.982,55
3.639.165,11 2.701.989,62

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Südkabel GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Südkabel GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Südkabel GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang sowie die Angaben im Rahmen der Risikoberichterstattung des Lageberichts, in denen die Geschäftsführung betont, dass sich aus der unverändert negativen Ertragslage der Gesellschaft wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ergeben. Aufgrund der negativen Ertragslage ist eine Finanzierung aus eigener Kraft nicht möglich. Der Geschäftsverlauf im Prognosezeitraum wird die Eigenkapital- und die Liquiditätssituation weiterhin negativ beeinflussen. Der Fortbestand der Gesellschaft ist daher von der finanziellen Unterstützung und der Liquiditätsversorgung durch die Gesellschafterin Hans Wilms Beteiligungs-GmbH, Menden, und deren Gesellschafter abhängig. Der Fortbestand der Südkabel GmbH, Mannheim, ist insbesondere davon abhängig, dass die Hans Wilms Beteiligungs-GmbH, Menden, ihre mit der Südkabel GmbH, Mannheim, geschlossene Kontokorrentvereinbarung auch zukünftig unverändert fortsetzt und die Südkabel GmbH, Mannheim, auch weiterhin mit der für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit erforderlichen Liquidität versorgt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Iserlohn, 26. Januar 2024

NAUST HUNECKE und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Andreas Wachtel, Wirtschaftsprüfer

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