Spreewaldbank eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus GnR 123
Vorher
Spreewaldbank eG Volksbank-Raiffeisenbank
Eingetragen
2.8.2005
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a. die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b. die Gewährung von Krediten aller Art; c. die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d. die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e. die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f. die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g. der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h. die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; i. die Vermittlung und Verwaltung von Immobilien; j. die Vermittlung und Erbringung von Service- und Dienstleistungen und der Verkauf von Waren zur Erhöhung der Attraktivität der Filialen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulrike Kühn
seit 21.1.2022
Prokura
Manuel Ebert
seit 28.5.2018
Prokura
Sven Thamm
seit 2.4.2012
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spreewaldbank eG

Lübben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Spreewaldbank eG, Lübben (Spreewald)

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Spreewaldbank eG ist eine regionale Genossenschaftsbank und hat ihren Sitz in 15907 Lübben (Spreewald). Geschäftszweck der Spreewaldbank eG als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden zur Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften. Darin gründet die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet, das sich auf die Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz sowie Spree-Neiße erstreckt und grundsätzlich die Spreewaldregion umfasst. Das Filialnetz der Spreewaldbank eG umfasst inklusive der Hauptstelle in Lübben (Spreewald) zehn Filialen.

Unser Geschäftsmodell fokussiert sich auf die zentralen Geschäftsfelder Privat- und Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft und bedarfsweise geringe Beteiligungen. Die Spreewaldbank eG nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Die Mitgliedschaft können natürliche Personen, Personengesellschaften und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts erwerben. Geschäfte können mit Mitgliedern und Nichtmitgliedern abgeschlossen werden. Der Geschäftsanteil beträgt 160,00 Euro. Ein Mitglied kann sich mit weiteren Geschäftsanteilen beteiligen. Es besteht keine Nachschusspflicht für die Mitglieder.

Per 31.12.2023 betrug die Anzahl der Mitglieder 8.908 (Vorjahr: 8.519; + 389 bzw. 4,6 Prozent).

Organe der Spreewaldbank eG sind der Vorstand, Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung. Derzeit werden die Rechte der Mitglieder in Angelegenheiten der Spreewaldbank eG von 144 gewählten Vertretern ausgeübt, wobei die Wahl zur Vertreterversammlung alle vier Jahre stattfindet.

Zuständiger Genossenschaftsverband ist der Genoverband e.V. mit Verwaltungssitz in 63363 Neu-Isenburg.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i.V.m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Spreewaldbank eG der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

1.1 Konjunktur in Deutschland

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 Prozent (Vorjahr: + 1,8 Prozent).

Die privaten Konsumausgaben gingen preisbereinigt um 0,7 Prozent zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Auch der Staatskonsum sank gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent.

Die Investitionskonjunktur entwickelte sich in den Investitionen in Ausrüstungen wie Maschinen und Fahrzeuge positiv (+ 3,0 Prozent). Dem entgegen sanken die Bauinvestitionen auf Grund der gestiegenen Leitzinsen und der nur langsam nachlassenden Baupreisdynamik um 2,7 Prozent (Vorjahr: - 1,8 Prozent).

Die Exporte sanken auf Grund der schwächer werdenden Weltwirtschaft um 2,2 Prozent. Die Importe sanken mit 3,4 Prozent stärker als die Exporte, sodass der Außenhandel einen Wachstumsbeitrag von 0,6 Prozentpunkte lieferte.

Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 Prozent im Vorjahr auf 2,1 Prozent nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 Prozent lag, dürfte auf rund 65 Prozent gesunken sein.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt mit 2,6 Millionen Arbeitslosen bzw. einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent) in einer soliden Grundverfassung. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von 45,9 Millionen Menschen.

Die Inflationsrate verminderte sich von 6,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 Prozent in 2023. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 Prozent (Vorjahr: + 13,4 Prozent).

1.2 Regionale Entwicklung

Brandenburg ist ein im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland gelegenes Bundesland und umfasste im Jahr 2022 eine Bevölkerung von rund 2,57 Millionen Einwohner (Statista) sowie eine Bevölkerungsdichte von 87 Einwohner je km 2. Damit ist Brandenburg das Land mit der zweitniedrigsten Bevölkerungsdichte. Von der Fläche des Bundeslandes her betrachtet ist Brandenburg mit 29.654 km 2 das fünftgrößte Bundesland. Nur in Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch weniger Einwohner pro Quadratkilometer.

Die Inflationsrate im Land Brandenburg lag im Jahr 2023 bei 6,5 Prozent, somit blieb die Teuerungsrate unter dem Rekordwert des Vorjahres. Bundesweit betrug die Inflationsrate 5,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag in Brandenburg mit durchschnittlich 5,9 Prozent (Vorjahr: 5,6 Prozent) leicht über dem Bundesdurchschnitt (2023: 5,7 Prozent).

Gemessen an der Wirtschaftsleistung ordnete sich Brandenburg mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 80,8 Milliarden Euro im Jahr 2022 im Bundesländervergleich im unteren Drittel ein (aktuellere Daten liegen derzeit noch nicht vor). Beim BIP je Erwerbstätigen erzielte das Bundesland mit 77.626 Euro einen Wert unterhalb des bundesdeutschen Durchschnitts. Mit knapp 18,5 Milliarden Euro gehörte Brandenburg zum Ende des Jahres 2022 zu den weniger verschuldeten Bundesländern im Vergleich. Rechnet man die Schulden des Bundeslandes und der zugehörigen Gemeinden auf die Anzahl der EinwohnerInnen um, ergeben sich knapp 7.769 Euro Schulden pro Kopf. Mit 1,45 Milliarden Euro Unterstützung gehörte das Bundesland Brandenburg zu den Empfänger-Ländern beim Länderfinanzausgleich 2022.

1.3 Finanzmärkte

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Beide Notenbanken (EZB und US-Notenbank Fed) erreichten 2023 die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008, im Falle der EZB seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft auf Grund der steigenden Finanzierungskosten. Weitere Belastungen sind die Immobilienkrise und die Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik in China als auch die geopolitischen Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Nahostkonflikt und die Rivalität zwischen China und den USA.

Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen jedoch eher positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. Aktien- und Anleihekurse legten in der Jahresendrallye deutlich zu.

Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 Prozent. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Senkungen der Leitzinsen schließt die Fed so lange aus, bis die Inflation gesichert zum Zielwert von 2,0 Prozent zurückkehrt. Im Falle einer steigender Inflation sind wiederum weitere Zinserhöhungen denkbar.

Die EZB erhöhte die Leitzinsen um 200 Basispunkte auf das höchste Zinsniveau ihrer Geschichte. Im September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4,0 Prozent für die Einlagefazilität und 4,5 Prozent für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 Prozent für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Dieses Zinsniveau wird die EZB aufrecht erhalten bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2,0 Prozent wieder erreicht.

Parallel zu den Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken.

Die Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihenmärkte 2023 in Form hoher Volatilität. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 2. Februar 2023 auf 2,07 Prozent nach 2,56 Prozent zum Jahresbeginn und erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 Prozent am 28. September 2023. Zum Jahresende erwirtschaftete die zehnjährige Bundesanleihe mit 2,03 Prozent ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Ähnlich entwickelten sich andere Anleihen des Euroraumes. Die Anleihen folgten hierbei den Erwartungen der Märkte an eine 2024 deutlich sinkende Inflation mit entsprechenden Leitzinssenkungen der Notenbanken.

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise attraktiver werden.

Der DAX schloss das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 Prozent im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro STOXX 50, der 19,2 Prozent zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 Prozent beziehungsweise 43,4 Prozent zulegen.

1.4 Geschäftsentwicklung der Genossenschaftsbanken im Jahr 2023

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 (Vorjahr: 737; - 5,4 Prozent) Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt an Dynamik.

Die deutschen Genossenschaftsbanken konnten trotz der Wirtschaftsschwäche ihre Kreditvergabe leicht steigern. So erhöhten sich die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+ 2,6 Prozent). Die Kreditbestände legten in beiden Geschäftsfeldern - Privat- und Firmenkundengeschäft - zu. Die Kredite an Privatkunden insgesamt wuchsen per Ende 2023 um 1,3 Prozent (oder + 5 Milliarden Euro) auf 363 Milliarden Euro. Die Firmenkundenkredite stiegen - bei merklich rückläufigem Wachstum - um 3,8 Prozent (oder + 15 Milliarden Euro) auf 414 Milliarden Euro.

Die Zinserhöhungen infolge der Inflationsbekämpfung durch die EZB bremsten insbesondere auf Privatkundenseite das langfristige Immobilienneukreditgeschäftsvolumen deutlich. Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Viele Kunden schichteten ihre während der Coronapandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in diese Einlagenformen um. Andererseits belasteten die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation die Sparfähigkeit der Kunden. Im Ergebnis betrugen die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken Ende 2023 860 Milliarden Euro (- 0,2 Prozent). Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro konstant.

Den Genossenschaftsbanken ist es im Jahr 2023 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 64 Milliarden Euro zu steigern. Die Rücklagen legten um 2,6 Prozent auf 47 Milliarden Euro zu, die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,8 Prozent auf 17 Milliarden Euro.

Die durchschnittliche Bilanzsumme je Institut liegt aktuell bei knapp 1,7 Milliarden Euro. Die Spannweite bei den Bilanzsummen reicht unter den Genossenschaftsbanken von knapp 35 Millionen Euro für die kleinste bis 51 Milliarden Euro für die größte Bank.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

In unserer Unternehmenskonzeption (Leitbild, Geschäftsstrategie und Risikohandbuch) haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Finanzierungs- und Vermögensthemen sicherstellen soll. Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten.

Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Spreewaldbank eG wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Hierzu werden die Positionen Zins- und Provisionsüberschuss, Verwaltungsaufwand und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen saldiert, wobei betriebswirtschaftlich außerordentliche Positionen eliminiert werden. Hierbei streben wir in 2024 eine Kennzahl von > 0,90 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme an (2023: > 0,70 Prozent).

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie ist das Verhältnis der operativen Aufwendungen zu den operativen Erträgen und soll nicht mehr als 70 Prozent (ab dem Geschäftsjahr 2024 65 Prozent) betragen. Sie gibt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen an.

Das Wachstum der bilanziellen Kundenkredite (Kredite an gewerbliche und private Kunden, ohne Wertberichtigungen) definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen und als Grundlage der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im aktuellen Niedrigzinsumfeld. Wir strebten für 2023 ein strategisches Kundenkreditwachstum von mindestens durchschnittlich 4,97 Prozent p.a. an.

Die Kennzahl "Liquidity Coverage Ratio" dient der Überwachung der Liquidität und soll mindestens 30 Prozent über dem aufsichtsrechtlich erforderlichen Wert liegen. Zur Ermittlung dieser Kennzahl werden hochliquide Aktiva ins Verhältnis zu den Zahlungsmittelabflüssen abzüglich der Zahlungsmittelzuflüsse gesetzt.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dienen die aufsichtsrechtlich festgelegten Vorgaben zur Gesamtkapitalquote und harten Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgen in den nächsten Abschnitten.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung verminderte sich um 32 TEUR von 5.487 TEUR auf 5.455 TEUR. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS sank im Vorjahresvergleich geringfügig von 0,98 Prozent auf 0,95 Prozent. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 62,6 % (Vorjahr: 61,0 %). Die Gesamtkapital- und Kernkapitalquoten beliefen sich auf 19,8 Prozent (Vorjahr: 18,9 Prozent) bzw. 18,7 Prozent (Vorjahr: 17,8 Prozent) und sind somit gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

Die Entwicklung aller bedeutsamsten Leistungsindikatoren liegt im Rahmen unserer Erwartungen.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 575.397 557.465 17.933 3,2
Außerbilanzielle Geschäfte *) 19.447 32.245 -12.798 -39,7

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen).

Ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme waren das Kreditwachstum, die Erhöhung der Forderungen an Kreditinstitute und leicht gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.

Die außerbilanziellen Geschäfte liegen unter Vorjahresniveau, da die unwiderruflichen Kreditzusagen wegen der Inanspruchnahme von Darlehen um 12.803 TEUR gesunken sind.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 342.768 331.008 11.760 3,6
Wertpapieranlagen 124.044 124.372 -328 -0,3
Forderungen an Kreditinstitute 75.893 69.856 6.037 8,6

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft um 11.760 TEUR bzw. um 3,6 Prozent ausgebaut werden. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes lag weiterhin im Bereich der Privatkunden für private Immobilienfinanzierungen. Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands und gewerbliche Kunden. Wesentliche Branchen im Firmenkundengeschäft sind die Dienstleistungen, die Land- und Forstwirtschaft sowie das Baugewerbe.

Die Kreditinanspruchnahmen bestehen zu 39,7 Prozent bei Unternehmen und wirtschaftlich selbständigen Privatpersonen und zu 60,3 Prozent bei Privatkunden (Arbeitnehmer, Rentner, Pensionäre etc.).

Die Kreditvergaben erfolgten im Jahr 2023 mit rund 42 Prozent im Firmenkundengeschäft und rund 58 Prozent im Privatkundengeschäft für Baufinanzierungen.

Der überwiegende Teil des Gesamtkreditvolumens ist durch Grundpfandrechte, Pfandrechte und sonstige Sicherheiten besichert. Unbesichert sind 19,6 Prozent (Vorjahr: 18,2 Prozent).

Die Inanspruchnahme aus verzinsten Kontokorrentkrediten lag bei 6.697 TEUR und liegt leicht über dem Vorjahr.

71,9 Prozent des Kreditvolumens bewegten sich in den Größenklassen bis 500 TEUR, 17,6 Prozent zwischen 500 TEUR und 1.500 TEUR und 10,5 Prozent über 1.500 TEUR.

Per 31.12.2023 lagen insgesamt 13 Kreditengagements bei einem Kreditvolumen über 1.500 TEUR.

Die Wertpapieranlagen bewegten sich in etwa auf Vorjahresniveau, wobei sich die Forderungen an Kreditinstitute um 6.037 TEUR auf 75.893 TEUR erhöhten. Die Forderungen an Kreditinstitute sind im Wesentlichen täglich fällige Forderungen und Festgeldanlagen sowie Schuldscheindarlehen bei bzw. an die DZ BANK AG.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.697 41.901 -4.204 -10,0
Spareinlagen 156.982 165.726 -8.744 -5,3
andere Einlagen 321.344 294.995 26.350 8,9

Entgegen dem allgemeinen Trend der Genossenschaftsbanken für das Jahr 2023 stiegen die bilanzwirksamen Kundengelder um 17.605 TEUR auf insgesamt 478.326 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hingegen reduzierten sich um 4.204 TEUR auf 37.697 TEUR. Die Struktur des Passivgeschäftes im Bereich der Kundeneinlagen änderte sich geringfügig. Kunden entscheiden sich zunehmend für kurzfristig laufende mit attraktiven Guthabenzinsen ausgestattete Geldanlagen wie zum Beispiel Tagesgelder und Festgelder statt der bisherigen Spareinlagen. U.a. sanken daher die Spareinlagen leicht um 8.744 TEUR auf 156.982 TEUR gegenüber den um 26.350 TEUR gestiegenen anderen Einlagen.

Die liquiden Mittel der Bilanzposition Guthaben bei der Deutschen Bundesbank betrugen 5.055 TEUR (Vorjahr: 4.435 TEUR) und liegen damit in dem für die Erfüllung der Mindestreserve erforderlichem Bereich.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 112 60 52 86,0
Vermittlungserträge 1.311 1.352 -41 -3,0
Erträge aus Zahlungsverkehr 2.627 2.276 351 15,4

Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft erhöhten sich um 362 TEUR auf 4.050 TEUR im Wesentlichen wegen höherer Erträge aus dem Zahlungsverkehr auf Grund der im Jahr 2022 umgesetzten Optimierung der Kontomodelle für Privat- und Firmenkunden. Die Nachfrage von Kunden nach festverzinslichen Wertpapieren wegen attraktiverer Renditemöglichkeiten als bei bankeigenen Produkten hatte leichte Steigerungen in den Erträgen aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften zur Folge.

Die Erträge aus der Vermittlung von 1.311 TEUR blieben unter dem Planwert von 1.703 TEUR. Gründe hierfür liegen u.a. im veränderten Kundenanlageverhalten bei der Auswahl von Fondsprodukten, im geringeren Ratenkreditbedarf auf Grund wirtschaftlicher Unsicherheiten und der anhaltenden Rezessions- und Inflationsängste der Privatkunden als auch der Firmenkunden. Hinzu kommen aus Datenschutzgründen beschränkte Werbemöglichkeiten für die Ratenkreditprodukte als auch begrenzte Beratungskapazitäten des zuständigen Verbundpartners für Versicherungen.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 10.042 8.628 1.414 16,4
Provisionsüberschuss 2) 3.791 3.476 315 9,1
Verwaltungsaufwendungen 8.395 7.877 518 6,6
a) Personalaufwendungen 5.472 5.092 380 7,5
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.923 2.785 138 5,0
Betriebsergebnis vor Bewertung 5.455 5.487 -32 -0,6
Bewertungsergebnis 623 -2.713 3.336 -123,0
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 5.603 3.130 2.473 79,0
Steueraufwand 1.381 1.279 102 8,0
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 3.650 1.300 2.350 180,8
Jahresüberschuss 571 551 20 3,7

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

Unser Zins- und Provisionsüberschuss betrug 13.833 TEUR (Vorjahr: 12.104 TEUR). Das seit 2022 gestiegene Zinsniveau beeinflusste die positive Entwicklung des Zinsüberschusses um 1.414 TEUR auf 10.042 TEUR. Insbesondere die Kreditvergaben der Jahre 2022 und 2023 als auch die Wiederanlagen im Depot A zu höheren Zinsen bzw. Kupons wirkten positiv. Gleichzeitig stieg der Zinsaufwand für die Verzinsung der Passivprodukte bei einem starken Wettbewerb um die Kundeneinlagen im deutschen Bankenmarkt.

Der Provisionsüberschuss liegt mit 3.791 TEUR um 315 TEUR über dem Vorjahreswert. Das Provisionsergebnis war geprägt von den Steigerungen der Erträge aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung. Das Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern hat sich insgesamt in etwa auf dem Vorjahresniveau halten können.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 518 TEUR bzw. um 6,6 Prozent auf 8.395 TEUR und liegen damit leicht unter den Planwerten. Gründe der Erhöhung gegenüber dem Vorjahr sind das allgemein gestiegene Preisniveau für die anderen Verwaltungsaufwendungen (z.B. Aufwendungen für die Datenverarbeitung, die Instandhaltung, das Marketing und die Räumlichkeiten / Wachschutz) sowie der Zahlung der Inflationsausgleichsprämie für die Mitarbeiter von monatlich 100,00 Euro und eine allgemeine Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt infolge genannter Entwicklungen der Erfolgsfaktoren mit 5.455 TEUR in etwa auf dem Niveau des Vorjahres und um 1.187 TEUR über dem Planwert.

Gegenüber unserem Planansatz (Belastungen aus Wertberichtigungen von 1.114 TEUR) fiel das Bewertungsergebnis mit + 623 TEUR wesentlich vorteilhafter als geplant aus. Sowohl Belastungen aus dem Kreditgeschäft als auch aus den Eigenanlagen blieben aus.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt auf Grund der gegenüber dem Vorjahr geringeren Belastungen aus Wertberichtigungen mit 5.603 TEUR um 2.473 TEUR höher als im Vorjahr (2022: 3.130 TEUR).

Für das Geschäftsjahr 2023 ist eine Dividende von 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) auf die eingezahlten Geschäftsguthaben der Genossenschaftsmitglieder vorgesehen. Außerdem erhalten die Genossenschaftsmitglieder eine genossenschaftliche Rückvergütung für mit der Spreewaldbank eG getätigte Geschäfte.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Spreewaldbank eG als regional verwurzelte Genossenschaftsbank refinanziert sich nach wie vor über die von Mitgliedern und Kunden anvertrauten Gelder. Somit vermeiden wir weitestgehend eine Kapitalmarktabhängigkeit. In der o.g. Struktur der Verbindlichkeiten entfallen 6,6 Prozent auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 27,3 Prozent auf Spareinlagen und 55,8 Prozent auf andere Einlagen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 37.697 TEUR entfallen zu 100 Prozent auf die DZ BANK AG, wobei hiervon 13.545 TEUR zweckgebundene Mittel zur Weiterleitung an Kunden (KfW-Darlehen) und 24.152 TEUR die Refinanzierung der Spreewaldbank eG betreffen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben 59,3 Prozent eine tägliche Fälligkeit, 32,8 Prozent entfallen auf Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist und 7,9 Prozent haben eine andere vereinbarte als die vorgenannten Laufzeiten.

Die Kapitalstruktur der Spreewaldbank eG weist keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf.

Investitionen

Im Jahr 2023 wurden keine wesentlichen Investitionen in Sachanlagen vorgenommen.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert zwischen 158,0 Prozent und 230,9 Prozent aus. Zum Bilanzstichtag lag die Kennzahl bei 230,9 Prozent (Vorjahr: 172,4 Prozent).

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva und ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe und damit dem genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

Die Mindestreserveverpflichtungen wurden stets eingehalten.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich absolut gegenüber dem Vorjahr um 4.192 TEUR auf 54.568 TEUR. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich mit 9,48 Prozent (Vorjahr: 9,03 Prozent) gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht.

Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,10 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 54.568 50.377 4.192 8,3
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 53.268 51.513 1.754 3,4
Harte Kernkapitalquote 18,7 % 17,8 %
Kernkapitalquote 18,7 % 17,8 %
Gesamtkapitalquote 19,8 % 18,9 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 100.488 98.184 2.304 2,3
Liquiditätsreserve 23.556 26.188 -2.632 -10,0

Die Wertpapieranlagen bestehen aus Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren (Aktivposten 5). Auf die Liquiditätsreserve entfallen 19,0 Prozent der Wertpapieranlagen.

Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden zu 54 Prozent von ausländischen und zu 46 Prozent von inländischen Emittenten aufgelegt (ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung). Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben.

Im Wertpapierbestand des Aktivposten 5 sind zu 85 Prozent festverzinsliche und zu 15 Prozent variabel verzinsliche Wertpapiere (ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) von Emittenten guter Bonität (Investmentgrade) enthalten.

Davon entfallen 9.954 TEUR auf öffentliche Emittenten, 76.514 TEUR auf Kreditinstitute und 36.683 TEUR auf Nichtbanken (ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung).

Es bestehen entgegen den Vorjahren keine Anteile an Investmentfonds und Immobilienfonds (Aktivposten 6 Vorjahr: 4.235 TEUR).

Überschüssige Liquidität sowie durch Fälligkeiten oder Verkäufe frei gewordene Mittel im Wertpapierportfolio wurden je nach Bedarf neu angelegt oder zur Finanzierung der Kundenforderungen eingesetzt.

Bei den Anlagen wurde auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet.

Sämtliche Wertpapiere im Anlagevermögen (ausgenommen eine Credit Linked Note) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von insgesamt 5.872 TEUR (Vorjahr: 9.570 TEUR) vermieden.

Sämtliche Wertpapiere der Liquiditätsreserve und die Credit Linked Notes im Anlagevermögen sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung und der wirtschaftlichen Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr zufrieden. Zur ursprünglichen Planung und im Vergleich zu anderen ähnlich großen Kreditgenossenschaften bewerten wir die Entwicklung als günstig, weil sowohl die Kundeneinlagen, das Kreditgeschäft als auch die Bilanzsumme trotz der Rezessionsängste und der Inflationsauswirkungen jeweils ein moderates Wachstum ausweisen. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich fort, auch wenn die Erwartungen beim Kreditgeschäft (Plan: 4,97 Prozent; Ist: 3,6 Prozent) und im Einlagengeschäft (Plan: 4,2 Prozent; Ist: 3,8 Prozent) sowie zur Bilanzsumme (Plan: + 4,7 Prozent; Ist: 3,2 Prozent) aus der Eckwertplanung nicht vollständig erreicht wurden.

Gründe für die Nichterreichung des Planwertes im Kreditgeschäft sind neben gestiegenen Zinsen für Baufinanzierungen die nach wie vor hohen Bau- und Immobilienpreise, die nahezu nicht mehr vorhandene Nachfrage nach Finanzierungen für wohnwirtschaftliche Vermietungsobjekte sowie die Rezessionsängste der privaten als auch gewerblichen Kunden und Firmenkunden. Hinzu kommen erhöhte aufsichtsrechtliche Anforderungen zur Kreditvergabe als auch der konditionsgetriebene Wettbewerb um die wenigen Kreditnachfragenden. Im Einlagengeschäft war wiederum der verstärkte Wettbewerb um die Einlagen über Sonderkonditionen in der Guthabenverzinsung gerade für kurzfristige Geldanlagen deutlich spürbar.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr übererfüllt. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Die Spreewaldbank eG hat im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 (wie auch im Vorjahr) die Berechnungen der Pauschalwertberichtigung gemäß IDW RS BFA 7 durchgeführt. Im Ergebnis wurden Pauschalwertberichtigungen gegenüber dem Vorjahr um 96,2 TEUR reduziert.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Vor dem Hintergrund des herausfordernden Zinsanstiegs der letzten 2 Jahre und den Auswirkungen der erhöhten Inflation inklusive der erhöhten Energiekosten hat sich die Ertragslage der Spreewaldbank eG mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung von 5.455 TEUR (Vorjahr: 5.487 TEUR) überplanmäßig (Planwert: 4.268 TEUR) entwickelt.

Mit einem Betriebsergebnis von 5.455 TEUR vor Bewertung bzw. 0,95 Prozent der dBS von 572.374 TEUR haben wir unser strategisches Ziel von 0,9 Prozent erreicht.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit stieg von 3.130 TEUR auf 5.603 TEUR. Entlastend wirkte das gegenüber der Planung positive Bewertungsergebnis sowohl für das Kundenkreditgeschäft als auch für die Wertpapiere.

Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 62,6 Prozent (Vorjahr: 61,0 Prozent).

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Wir haben für unsere Bank eine Geschäfts- und Risikostrategie definiert, die auf dem Leitbild der Bank fußt und zusammen mit dem Risikohandbuch einschließlich der Grundsätze der Risikosteuerung die Gesamtbankstrategie darstellt. Diese basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden, vorrangig aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind u.a. die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten Vertrieb, Kreditgeschäft und Eigengeschäft.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und anlassbezogen überprüft. Das von der Bank verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken, die Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils entsprechend unserer Risikopräferenz und den Grundsätzen der Risikosteuerung entsprechend.

Zur Steuerung und Bewertung der Risiken wird ein Controlling- und Managementsystem eingesetzt, das den von der Bankenaufsicht vorgegebenen Anforderungen entspricht. Die Bank nutzt hierfür IT-gestützte Systeme. Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen sind Verlustobergrenzen für unterschiedliche Risikoarten definiert.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständige Organisationseinheit Banksteuerung berichtet unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtssystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Unser Risikotragfähigkeitskonzept hatten wir zum 31.12.2022 entsprechend der Neuausrichtung der Bankenaufsicht zur "Aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessuale Einbindung in die Gesamtbanksteuerung ("ICAAP")" angepasst. Hiernach haben die zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit eingesetzten Verfahren sowohl das Ziel der Fortführung des Instituts als auch den Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht zu berücksichtigen. Zur Erfüllung dieser beiden Schutzziele berücksichtigt unser Risikotragfähigkeitskonzept sowohl eine normative als auch eine ökonomische Perspektive.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie ein geringeres Wachstum im Kundenkreditgeschäft oder geringere Provisionseinnahmen in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind.

Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven sowie Provisions- und Risikoprämienbarwerte (erwarteter Verlust) aus ökonomischer Sicht korrigiert.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR).

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 6 Monaten über die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR.

Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko und das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Während sich die Risikoquantifizierung in der normativen Perspektive für Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken aus den rechtlichen Anforderungen der CRR ergibt, sind in der ökonomischen Perspektive die Risiken konsistent zur Ableitung des Risikodeckungspotenzials zu messen. Letztgenanntes stellen wir in den nachfolgenden Abschnitten dar.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiken

Das Adressenausfallrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten aus dem teilweisen oder vollständigen Ausfall von Gegenparteien (Kreditnehmer, Emittenten, Kontrahenten) und aus der Migration der Bonität dieser Adressen. Es beinhaltet das Kreditrisiko Kundengeschäft, das Kreditrisiko Eigengeschäft (Migrations- und Spreadrisiko) und das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich des Länderrisikos).

Das Adressenausfallrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich wesentlich ein. Das Risiko kann wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage haben.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein. Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitige Maßnahmen einleiten.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken im Kundengeschäft werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen.

Die Bank hält seit dem Jahr 2023 keinen Fondsbestand mehr, allerdings behält sie sich im Rahmen der Geschäftsstrategie vor, erneut Fondsgeschäfte einzugehen. Dementsprechend besteht noch ein Risikolimit Kreditrisiko Fonds.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktpreisrisiko umfasst das Risiko aus nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oder Marktparametern (z. B. Zinsstrukturkurve, Aktienkurse und Immobilienpreise), in deren Folge Barwertverluste entstehen können.

Im Rahmen des Risikomanagements wird das Marktpreisrisiko unterschieden in Zins-, Fonds-, Edelmetall-, Fremdwährungs- und Rohstoffrisiken.

Das Zinsrisiko stufen wir anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich wesentlich ein. Aufgrund des umfangreichen zinstragenden Geschäftes kommt dem Zinsrisiko eine besondere Bedeutung zu. Das Risiko kann sich maßgeblich auf die Vermögens- und Ertragslage auswirken.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Aktien-, Fonds-, Rohstoff- und Währungsrisiken liegen aktuell nicht vor.

Für die Edelmetallbestände führen wir eine VaR-Berechnung auf Basis offizieller Kurse außerhalb von VR-Control durch.

Ergänzend werden weitere barwertige Berichtsgrößen als zusätzliche Informationen bei geschäftspolitischen Entscheidungen berücksichtigt.

Die Bank hält seit dem Jahr 2023 keinen Fondsbestand mehr, allerdings behält sie sich im Rahmen der Geschäftsstrategie vor, erneut Fondsgeschäfte einzugehen. Dementsprechend besteht noch ein Risikolimit Marktrisiko Fonds.

Immobilienrisiken

Das Immobilienrisiko beschreibt, dass sich der Wert eines Immobilienportfolios aufgrund von Marktbewegungen vermindert bzw. geplante Erträge nicht realisiert werden.

Dabei werden von uns primär folgende Teilrisiken betrachtet: Wertschwankungsrisiko und Mietausfallrisiken.

Die Ermittlung erfolgt über die Verbarwertung von GuV-orientierten Risikowerten (vereinfachend über die Nutzung vorhandener Cashflows). Die Risiken werden im quartalsweisen Reporting berechnet und ausgewiesen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests für einen Zeitraum mindestens 60 Monaten führen wir anhand institutseigener, marktweiter und kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt.

Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert. Die Bank nutzt das Modul LIQUI aus ZINSMANAGEMENT, um den Freiraum zwischen dem Liquiditätsdeckungspotenzial und der benötigten Liquidität festzustellen.

Liquiditätsrisiken werden darüber hinaus von uns anhand von Fälligkeitslisten überwacht.

Das Liquiditätsrisiko wird anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) überwacht. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung einer Ziel LCR Quote von 130 Prozent definiert. Für die Net Stable Funding Ratio (kurz: NSFR) gilt es, 110 Prozent nicht zu unterschreiten. Aufsichtsrechtlich ist bei beiden Kennzahlen eine Einhaltung von mindestens 100 Prozent gefordert.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich niedriges Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite insbesondere für Großeinleger implementiert.

Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Die Bank stuft das operationelle Risiko als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als gering im betriebswirtschaftlichen Sinne ein, wobei die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotential mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gering sind.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten und durch versicherungstechnische Absicherungen.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit Hilfe des Tools "AWADO op.Risk-Tool" berechnet.

Weitere Risiken

Die derzeit für die Spreewaldbank eG unbedeutenden zusätzlichen Risikoarten (Beteiligungs-, Produktivitäts-, Vertriebs-, Sachwert-, Reputations-, Outsourcing-, das strategische Risiko und Risiken aus impliziten Optionen) werden jeweils regelmäßig über die jährliche Risikoinventur und anlassbezogen analysiert und beurteilt. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten.

Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Festzustellen ist, dass die Eigengeschäfte - wie in den Vorjahren - im Jahr 2023 einen Großteil der aggregierten Risiken ausmachen, insbesondere aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und dessen Auswirkungen auf die Marktpreisrisiken.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr durch ein nicht weiter gestiegenes Zinsniveau und durch ein geringeres Wachstum der Risikopositionen (Kundenkredit- und Eigengeschäft) etwas entspannt.

Den dargestellten Risiken stehen folgende Chancen gegenüber:

Entwickeln sich die zur Risikomessung verwendeten Parameter besser als angenommen, so können Ergebnisse positiv von den Planwerten abweichen. Positive Planabweichungen konnten wir in den letzten Jahren beispielsweise im Bereich des Zinsüberschusses beobachten. Künftig werden neue Kreditvolumina und Eigengeschäftsanlagen zu besseren Konditionen erwartet. Gleichzeitig könnten die Zinsaufwendungen steigen.

Die größten Risiken ergeben kurzfristig weiter stark steigende Zinsen, was wiederum mittel- und langfristig Chancen bietet.

D. Prognosebericht

Unwägbarkeiten ergeben sich wie auch im Jahr 2023 aus den steigenden geopolitischen Risiken (z.B. der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, Israel-Konflikt durch Angriff der Hamas, ungewisser Ausgang der Wahlen in den USA). Es besteht die allgemeine Annahme von Zinssenkungen für kurzfristige Geldanlagen auf Grund der sinkenden Inflation im Euroraum im Sommer 2024, wobei hier insbesondere auf den, wenn auch nur langsamen Wechsel von der bisher inversen Zinsstrukturkurve auf eine normale Zinsstrukturkurve ausgegangen wird.

Nach wie vor besteht in allen Branchen unserer Region Fachkräftemangel, auch wenn große Unternehmen wie die DAX-Konzerne bereits den Personalabbau eingeleitet haben.

Der in den letzten zwei Jahren steile Zinsanstieg und die Rezessionsängste bremsen weiterhin die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung und der privaten Haushalte in Immobilien. Wider Erwarten steigende Inflationsraten hätten mindestens Leitzinsen in aktueller Höhe oder weitere Leitzinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank zur Folge.

Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Der Zinsüberschuss soll unter der Prämisse eines konstanten Zinsniveaus und eines um 1,88 Prozent steigenden Geschäftsvolumens (geplantes Bilanzsummenwachstum) bei ansonsten unveränderter Geschäftsstruktur prozentual leicht ausgebaut werden.

Für das Jahr 2024 wird dabei ein prozentuales Wachstum im Kundenkreditgeschäft von 2,0 Prozent (Ist 2023: 3,6 Prozent) und bei den Kundeneinlagen von 2,5 Prozent (Ist 2023: 3,8 Prozent) angenommen.

Daneben sehen wir einen absolut leicht steigenden Provisionsüberschuss von 4.059 TEUR vor. Der in der Planung zugrunde gelegte Zuwachs soll insbesondere durch höhere Erträge aus der Vermittlung realisiert werden.

Beim Personalaufwand von 5.723 TEUR haben wir eine Steigerung der Gehälter aufgrund einer monatlichen Inflationsausgleichszahlung von 150,00 Euro/Mitarbeiter bei konstanten Mitarbeiterkapazitäten berücksichtigt.

Die Höhe der Sachaufwendungen soll im Jahr 2024 auf Basis detaillierter Budgets mit 3.530 TEUR um 22,3 Prozent steigen. Hervorzuheben sind dabei um 250 TEUR höhere Aufwendungen für die geplanten Sanierungsmaßnahmen des denkmalrechtlich geschützten Altbauteils der Hauptstelle in Lübben. Weitere wesentliche Steigerungen ergeben sich u.a. aus den Kosten der Datenverarbeitung, den Raum- und Wachschutzkosten sowie den Beiträgen für Verbände als auch die Prüfungskosten.

Für den bedeutsamsten Leistungsindikator "Betriebsergebnis vor Bewertung" prognostizieren wir eine leichte Steigerung auf 1,0 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Gleichzeitig unterstellen wir ein Bewertungsergebnis mit Belastungen von 798 TEUR, das auf Ergebnissen unserer Risikomodelle bzw. unterstellten Ausfallwahrscheinlichkeiten beruht.

Die Finanz- und Liquiditätslage unserer Bank wird auch zukünftig durch sorgfältige Planung und Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe geordnet sein und wird sich auf dem Vorjahresniveau bewegen, so dass die LCR-Quote auch weiterhin deutlich über unserem Mindestwert liegt.

Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 bis 2026 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei wurde angenommen, dass die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (inklusive des vorläufigen SREP-Bescheides) auch im Jahr 2024 und Folgeperioden gültig bleiben.

Die für 2024 geplante Gesamtkapitalquote wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 leicht steigen und 21,2 Prozent (2023: 19,8 Prozent) betragen. Die harte Kernkapitalquote wird sich auf 20,1 Prozent (2023: 18,7 Prozent) erhöhen.

Beim Eintritt unserer Stressszenarien würde sich die Gesamtkapitalquote verschlechtern.

Für die "Cost-Income-Ratio" (CIR) wird in 2024 eine weitere leichte Verschlechterung auf 63,3 Prozent nach 62,6 Prozent in 2023 erwartet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahrs nicht eingetreten.

 

Lübben (Spreewald), 9. April 2024

Spreewaldbank eG

Der Vorstand

Doreen Hackenberg-Mathow

Sven Thamm

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Spreewaldbank eG, Lübben (Spreewald)

Genossenschaftsregisternummer 0123 beim Amtsgericht Cottbus

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 5.543.703,02 5.591
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 5.055.331,84 4.435
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 5.055.331,84 (4.435)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 10.599.034,86 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 37.663.654,12 25.128
b) andere Forderungen 38.229.699,61 75.893.353,73 44.729
4. Forderungen an Kunden 342.767.932,07 331.008
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 183.281.982,41 (177.753)
Kommunalkredite 164.462,45 (174)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 10.009.898,22 10.785
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 9.494.748,15 (10.013)
bb) von anderen Emittenten 114.033.675,15 124.043.573,37 109.351
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 74.176.616,04 (65.329)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 124.043.573,37 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 4.235
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 1.482.521,32 1.483
darunter:
an Kreditinstituten 1.256.646,56 (1.257)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 13.050,00 1.495.571,32 13
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 0,00 (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 562.648,23 630
darunter: Treuhandkredite 562.648,23 (630)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.230,00 5
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 3.230,00 0
12. Sachanlagen 15.885.013,08 16.388
13. Sonstige Vermögensgegenstände 3.368.006,90 2.873
14. Rechnungsabgrenzungsposten 779.099,46 811
Summe der Aktiva 575.397.463,02 557.465

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 37.696.578,05 37.696.578,05 41.901
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 143.134.318,12 158.578
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 13.847.432,80 156.981.750,92 7.148
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 283.620.288,25 279.466
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 37.724.176,52 321.344.464,77 478.326.215,69 15.529
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 562.648,23 630
darunter: Treuhandkredite 562.648,23 (630)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 565.639,98 466
6. Rechnungsabgrenzungsposten 13.013,56 22
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 1.610.064,00 1.501
b) Steuerrückstellungen 512.983,41 219
c) andere Rückstellungen 1.541.951,14 3.664.998,55 1.628
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 27.450.000,00 23.800
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 4.341.679,65 4.329
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 11.670.000,00 11.420
cb) andere Ergebnisrücklagen 10.790.000,00 22.460.000,00 10.520
d) Bilanzgewinn 316.689,31 27.118.368,96 308
Summe der Passiva 575.397.463,02 557.465
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 447.065,14 442
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 447.065,14 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 18.999.906,29 18.999.906,29 31.803
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 10.207.301,22 7.776
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.938.875,64 12.146.176,86 1.555
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (7)
2. Zinsaufwendungen 2.197.758,77 9.948.418,09 910
darunter: erhaltene negative Zinsen 5.448,90 (185)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 47.089,62 161
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 46.019,90 45
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 93.109,52 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 4.263.222,25 4.011
6. Provisionsaufwendungen 472.279,04 3.790.943,21 535
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.365.960,70 3.045
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 4.262.117,14 4.156
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.209.743,29 5.471.860,43 936
darunter: für Altersversorgung 428.801,54 (160)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.922.881,05 8.394.741,48 2.785
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 783.003,89 750
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 440.664,89 678
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 10.649,67 2.411
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -10.649,67 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 302
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 33.431,04 33.431,04 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 5.602.802,63 3.130
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.365.938,40 1.243
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 15.430,97 1.381.369,37 36
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 3.650.000,00 1.300
25. Jahresüberschuss 571.433,26 551
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.256,05 7
576.689,31 558
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
576.689,31 558
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 120.000,00 110
b) in andere Ergebnisrücklagen 140.000,00 260.000,00 140
29. Bilanzgewinn 316.689,31 308

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Spreewaldbank eG, Lübben (Spreewald)

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Spreewaldbank eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

In der Gliederung der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Sorten befanden sich zum Bilanzstichtag nicht im Bestand.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen haben, sind dem zugehörigen Aktivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung des erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien in einer vereinfachten Methodik, da eine Ausgeglichenheit zwischen Bonitätsprämien und Riskoerwartung zum Zeitpunkt der Kreditausreichung vorliegt und keine wesentliche Veränderung des Adressenausfallrisikos zum Stichtag besteht. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit und der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäfte sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher - und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die bilanzielle Erfassung erfolgt durch Rückstellungen.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet (ausgenommen eine dem Anlagevermögen zugeordnete Credit Linked Note). Aufgrund des gemilderten Niederstwertprinzips bestehen im Anlagevermögen vermiedene Abschreibungen in Höhe von EUR 5.872.198. Für die Bewertung wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs bestehen ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken und Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektive Bewertung zutreffend dargestellt werden.

Die Bewertung dieser einheitlich bilanzierten strukturierten Finanzinstrumente erfolgte nach den entsprechenden Regelungen der IDW Stellungnahme HFA 22.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren, bei Gebäuden und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Netto-Anschaffungskosten von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit Netto-Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die im Voraus gezahlten Mieten für die Nutzung von Dachflächen, auf denen die Bank Aufdach-Photovoltaikanlagen errichtet hat und betreibt, abgegrenzt und laufzeitbezogen aufgelöst.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die zum Ausgabe- betrag zuzüglich anteilig abgegrenzter Zinsen bis zum Bilanzstichtag passiviert werden - zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,48 % (Vorjahr 1,38 %) wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB und IDW RS HFA 30 n.F. (Rz.57) mit dem der Restlaufzeit des Personenbestandes entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre ermittelt.

Zur Rückdeckung von nicht versicherungsgebundenen Altersversorgungszusagen bestehen Rückdeckungsversicherungen. Nach Maßgabe des IDW RH FAB 1.021 werden für die kongruente Bewertung nach dem Primat der Passivseite die Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der korrespondierenden Pensionsrückstellung angesetzt. Die nach dem Passivprimat bewerteten, nicht versicherungsgebundenen rückgedeckten Altersversorgungszusagen werden anhand versicherungsmathematischer Berechnungsverfahren auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018G" berechnet. Die Ermittlung des Zinssatzes erfolgte gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) unter Verwendung eines 10-Jahres-Durchschnittssatzes. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,48 % abgezinst. Für die Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 2.974.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus Eventualverbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Der Ausweis der Eventualverbindlichkeiten und anderer Verpflichtungen erfolgt zum Nennwert, gekürzt um Bardeckungsbeträge und die bilanziell unter den Rückstellungen erfassten Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.134 0 (a) 0 (a) 94.134
0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 17.828.749 88.770 (a) 0 (a) 17.917.519
0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.390.017 189.573 (a) 0 (a) 6.443.575
0 (b) 136.015 (b)
Summe a 24.312.900 278.343 (a) 0 (a) 24.455.228
0 (b) 136.015 (b)
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag
Geschäftsjahr (a) Zugängen (a) Umbuchungen (a)
Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.562 1.342 (a) 0 (a) 0 (a) 90.904 3.230
0 (b) 0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 4.961.095 407.566 (a) 0 (a) 0 (a) 5.368.661 12.548.858
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.869.339 374.096 (a) 0 (a) 0 (a) 3.107.420 3.336.155
0 (b) 0 (b) 136.015 (b)
Summe a 7.919.996 783.004 (a) 0 (a) 0 (a) 8.566.985 15.888.243
0 (b) 0 (b) 136.015 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 99.224.355 586.758 99.811.113
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.495.571 0 1.495.571
Summe b 100.719.926 586.758 101.306.684
Summe a und b 125.032.826 117.194.927

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 52.885.687 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 5.123.755 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 14.782.758 fällig.

Im Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 124.043.573 106.242.928 17.800.646 100.019.265

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 99.349.163, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 93.476.965. Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.

Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 52.885.687 69.856.144
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0 0 31.814.324 24.729.801

Beteiligungen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) Atruvia AG, Frankfurt am Main 0,07 2022 448.074 2022 7.592
b) DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main 0,01 2022 10.638.000 2022 380.000

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 2.185.449 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 3.336.155 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Gold- und Edelmetallbestände 1.924.495
Rückdeckungsversicherungen 850.232
Provisionsansprüche an die Union Investment-Gruppe 348.188

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die im Voraus gezahlten Mieten für die Nutzung von Dachflächen, auf denen die Bank Aufdach-Photovoltaikanlagen errichtet hat und betreibt, abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt laufzeitbezogen über die Mietdauer von 25 Jahren.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 1.000.000 2.000.000 12.000.000 23.000.000
Forderungen an Kunden (A 4) 5.511.691 19.972.369 87.475.592 224.588.287

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 142.106 709.359 6.722.552 29.970.149
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0 0 13.847.433 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 16.790.041 12.207.536 8.621.289 26.800

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 37.696.578 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Atruvia AG 84.566
Finanzamt Königs Wusterhausen 90.392

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 12.638 (Vorjahr EUR 19.980) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Passive Steuerlatenzen bestehen nicht. Die aktiven Steuern betragen EUR 4.364.175 und ermitteln sich im Wesentlichen aus der Bewertung der Forderungen an Kunden, von Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren und den Rückstellungen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 27,56 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 37.696.578 41.900.845

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 4.277.335
b) der ausscheidenden Mitglieder 58.264
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 6.080
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 1.687

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 11.420.000 10.520.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 130.000 130.000
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 120.000 140.000
Stand 31.12.2023 11.670.000 10.790.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind breit gestreut.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Für akute Risiken der Inanspruchnahme einer unwiderruflichen Kreditzusage werden bei Bedarf Einzelrückstellungen gebildet.

Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 13.544.885

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Positive Zinsen aus Passivgeschäften sind in den Zinsaufwendungen (GuV 2) als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR -529 (Vorjahr EUR -1.430) vermindert.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Krediten, Factoring, Leasing, Bausparverträgen, Versicherungen, Wertpapieren, Fonds und Edelmetallen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sie sind gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben und machen 0,3 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Mieterträge 789.683
Stromverkaufserlöse PV-Anlagen 312.184
Auflösung von Rückstellungen 137.343

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 10.231 (Vorjahr EUR 0) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Unterhaltungsaufwendungen PV-Anlagen 72.272
Unterhaltungsaufwendungen vermietete Immobilien 177.239
Zuführung zu Rückstellungen 143.460

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 20.146 (Vorjahr EUR 28.962) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 220.331 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 74.392 enthalten.

Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art Betrag Aufwand
EUR
Betrag Ertrag
EUR
GuV 08: Auflösung von Rückstellungen 0 137.343

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 16.500.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und früherer Organmitglieder sowie deren Hinterbliebenen wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.610.064.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 236.467 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 937.736.

Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 2.974. Diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 1.314.530.

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherungs GmbH eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 2 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 41 29
Gewerbliche Mitarbeiter 1 1
44 30

Außerdem wurden durchschnittlich 9 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 8.519 26.558 0
Zugang 2023 586 982 0
Abgang 2023 197 797 0
Ende 2023 8.908 26.743 0

Durch Beschluss der Vertreterversammlung vom 22. Juni 2021 wurde die Haftsumme mit Wirkung ab 1. Januar 2022 gestrichen. Die Eintragung der Satzungsänderung ist am 16. August 2021 erfolgt, so dass ab diesem Datum der zweijährige Nachhaftungszeitraum gemäß § 120 Abs. 2 GenG beginnt.

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 29.757
Höhe des Geschäftsanteils EUR 160

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 161.513
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 2.090
- Steuerberatungsleistungen EUR 11.849

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genoverband e.V.

Karl-Wiechert-Allee 76 a

30625 Hannover

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Hackenberg-Mathow, Doreen, Bankkauffrau, Vorstand Betrieb / Nichthandel

Thamm, Sven, Bankkaufmann, Vorstand Vertrieb / Handel

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Netzker, Albrecht, - Vorsitzender - , selbständiger Tischlermeister

Goebel, Thomas, - stellvertretender Vorsitzender - , Geschäftsführer der GA Göritzer Agrar-GmbH & Co. Landwirtschafts KG, Agrar Betriebs GmbH Göritz im Spreewald

Dr. Felsmann, Daniela, selbständige Zahnärztin

Schurich, Frank, selbständiger Rechtsanwalt

Schulze, Carsten, Geschäftsführer SES Schlosserei Eisenwarenhandel GmbH Schulze & Sohn, (bis 21.6.2023)

Karl, Markus, selbständiger Gastronom und Hotelier Selbitz, Frank, Beamter im Ruhestand

Hilgert, Kerstin, Geschäftsführerin Hilgert Hebezeuge GmbH

Färber, Mark, selbständiger Steuerberater Städter, Christian, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, (seit 21.6.2023)

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 571.433,26 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 5.256,05 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 260.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 316.689,31) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,00 % 42.792,64
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 130.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 140.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 3.896,67
316.689,31

 

Lübben (Spreewald), 22. März 2024

Spreewaldbank eG

Der Vorstand

Doreen Hackenberg-Mathow

Sven Thamm

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Spreewaldbank eG, Lübben (Spreewald)

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Spreewaldbank eG, Lübben (Spreewald) (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Werthaltigkeit von Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden belaufen sich saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen auf 342,8 Mio. EUR. Dies entspricht 59,6 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 19,0 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigungen von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Systeme und Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In Folge haben wir uns insbesondere von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse zur Risikofrüherkennung und Risikovorsorge durch Prüfung in ausgewählten Einzelfällen überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.

Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Joachim Nenast.

 

Berlin, 9. April 2024

Genoverband e.V.

Bettina Hubrich, Wirtschaftsprüferin

Joachim Nenast, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 19.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 571.433,26 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 5.256,05 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Spreewaldbank eG, Lübben (Spreewald)

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Aufsichtsrat tagte im Berichtsjahr sechsmal. Die Teilnahmequote der Aufsichtsratsmitglieder lag bei 98 Prozent. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in den Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse und Projekte. Bankaufsichtlich notwendige Berichte erhielt der Aufsichtsrat zur Kenntnis, u.a. der Internen Revision, die Complianceberichte und den Geldwäschebericht. Ad-hoc-Mitteilungen an den Aufsichtsrat und seine Mitglieder waren im Berichtsjahr nicht notwendig. Von seinem Informationsrecht machte der Aufsichtsrat Gebrauch. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert einen Kreditausschuss eingerichtet. Dieser tagte im Berichtsjahr bei Bedarf.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wird vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Markus Karl und Frank Schurich sowie Frau Kerstin Hilgert aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht den Vorständen und den Mitarbeitern seinen Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Lübben (Spreewald), 9. April 2024

Der Aufsichtsrat

Albrecht Netzker, Vorsitzender

Spreewaldbank eG, Lübben (Spreewald)

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Spreewaldbank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Spreewaldbank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. \Im Rahmen Ihrer Tätigkeit betreibt die Spreewaldbank eG auch den Verkauf der für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte benötigten Güter.

Die Spreewaldbank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands\, Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben\ und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 15.198.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 71,8.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 5.603.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 1.366 und betreffen laufende Steuern.

Die Spreewaldbank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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