Hallertauer Volksbank eGLiquidiert
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Konzern- und Jahresabschlüsse
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Hallertauer Volksbank eGPfaffenhofen a.d. IlmJahresabschluss zum 31.12.2016A. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016I. Grundlagen der BankDie Hallertauer Volksbank eG ist eine regional verwurzelte Genossenschaft mit dem Auftrag zur Förderung der Mitglieder im Geschäftsgebiet, das im Wesentlichen die Region Hallertau umfasst. Die Organisationsstruktur der Bank ist ausgerichtet auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder und Kunden sowie die aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die Bank teilt sich in die Bereiche Vertrieb, Steuerung und Produktion auf. Um eine entsprechende ortsnahe Versorgung unserer Mitglieder und Kunden mit Finanzdienstleistungen zu gewährleisten, unterhalten wir 17 Filialstandorte sowie einen SB-Standort. Als Allfinanzanbieter werden die Kunden in den Filialen mit Aktiv- und Passivprodukten sowie mit Produkten aus den Vermittlungsgeschäften versorgt. Wir wollen uns durch hohes Engagement in allen Bereichen als die Bank der Zukunft in der Hallertau positionieren. Unsere Mitglieder und Kunden profitieren von hoher Qualität, Innovationskraft und modernsten Bank- dienstleistungen. Diese Kundenorientierung wurde uns auch von der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) bestätigt. Als erste Genossenschaftsbank in Bayern ist die Hallertauer Volksbank nach der internationalen Norm DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. II. WirtschaftsberichtII.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften Die deutsche Wirtschaft blieb im Jahr 2016 auf Wachstumskurs. Nach ersten amtlichen Angaben legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um kräftige 1,9 % zu, nachdem es in 2015 um 1,7 % expandiert war. Der Zuwachs hätte noch höher ausfallen können, wenn das weltwirtschaftliche Umfeld weniger ungünstig gewesen wäre. Im Jahresverlauf zeigte das Wachstum merkliche Schwankungen. Im ersten Quartal ist die gesamtwirtschaftliche Produktion kräftig expandiert, wozu der nochmals deutlich gesunkene Ölpreis beitrug, der Privathaushalte und Unternehmen von der Kostenseite her entlastete und zu höheren Ausgaben anregte. Wachstumsfördernd wirkte aber auch die milde Witterung, die zu einer vorgezogenen Frühjahrsbelebung führte. Im Sommerhalbjahr hat das Wirtschaftswachstum dann spürbar an Tempo verloren, bevor es im vierten Quartal wieder anzog. Über das gesamte Jahr betrachtet blieben die Konsumausgaben der zentrale Treiber der konjunkturellen Entwicklung. Vom Außenhandel und den Investitionen gingen hingegen nur begrenzt Impulse aus. Der staatliche Gesamthaushalt schloss das dritte Jahr in Folge mit einem Finanzierungsüberschuss ab. Hierfür waren einerseits die Steuereinnahmen und die Sozialbeiträge verantwortlich, die angesichts des anhaltenden Konjunkturaufschwungs gestiegen sind. Andererseits blieb das Ausgabenwachstum trotz der migrationsbedingten Mehrausgaben noch im Rahmen, wozu auch die erheblichen Einsparungen bei den Zinsausgaben infolge der rückläufigen Renditen deutscher Staatsanleihen beitrugen. Wie bereits in den Vorjahren wurde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2016 bedeutend durch die insgesamt günstige Arbeitsmarktlage unterstützt. Die Erwerbstätigenzahl nahm gegenüber 2015 um 429.000 auf rund 43,5 Mio. Menschen zu. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken. Im Jahresdurchschnitt wurden knapp 2,7 Mio. Arbeitslose registriert, was einer Arbeitslosenquote von 6,1 % entspricht. Damit lag die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit 1992. Die Verbraucherpreise sind 2016 um 0,5 % gestiegen und damit geringfügig stärker als im Vorjahr (0,3 %). Ihre Entwicklung wurde abermals stark durch die Energiepreise beeinflusst. Zum Jahresende lag die Inflationsrate mit 1,7 % so hoch wie seit Sommer 2013 nicht mehr. Über das gesamte Jahr betrachtet sind die Preise für Energieprodukte um 5,4 % gesunken. Für Nahrungsmittel (+0,8 %) und Dienstleistungen (+1,3 %) mussten die Verbraucher hingegen etwas mehr Geld aufwenden. Die EZB hat im vergangenen Jahr ihre extrem expansive Geldpolitik vor dem Hintergrund eines niedrigen Inflationsdrucks im Euroraum weiter ausgebaut. Dabei griffen die europäischen Notenbanker tief in den geldpolitischen Instrumentenkasten. Im März 2016 beschloss der Rat unter anderem eine erneute Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes, zu dem sich die Banken des Währungsraums im Austausch gegen Sicherheiten bei der EZB Geld leihen können, um 5 Basispunkte auf ein neues historisches Tief von 0,0 %. Den Zinssatz für die Einlagefazilität senkte die EZB ebenfalls um 10 Basispunkte auf ein neues Allzeittief von -0,40 %. Neben der Senkung der Leitzinsen für den Euroraum beschloss der geldpolitische Rat der EZB auch eine Ausweitung des EZB-Wertpapieraufkaufprogrammes, indem er das monatliche Aufkaufvolumen von Wertpapieren um 20 auf 80 Mrd. Euro anhob. In seiner Dezembersitzung verlängerte der EZB-Rat dann die Laufzeit des Kaufprogramms um vorerst neun Monate bis zum Jahresende 2017. Das monatliche Kaufvolumen wurde aber wieder auf 60 Mrd. Euro für die Zeit nach März 2017 gesenkt. Bis in den Oktober hinein wurden Bundesanleihen an den Rentenmärkten stark nachgefragt. Die Renditen von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit fielen von Jahresbeginn bis zum Ende des dritten Quartals um rund 78 Basispunkte auf -0,15 %. Erst im letzten Jahresviertel sank das Interesse der Anleger an Bundesanleihen, wodurch deren Renditen zulegten. Zum Jahresende notierte die Rendite von Bundesanleihen mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren bei 0,21 %. Das waren 43 Basispunkte weniger als zum Vorjahresultimo. Der Euro hat im vergangenen Jahr ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Meist war er dabei ein Spielball der geldpolitischen Erwartungen dies- wie jenseits des Atlantiks. Der Dollarkurs konnte bis Mai deutlich zulegen. Ihr Jahreshoch zum Greenback von knapp 1,16 US-Dollar je Euro erklomm die europäische Gemeinschaftswährung am 3. Mai 2016. Grund für die gute Performance des Euro war die zurückhaltende Gangart der US-Notenbank, die mit einer weiteren Zinsanhebung angesichts der unsicheren konjunkturellen Lage zögerte. Dies änderte sich allerdings zum Sommer hin. Der Ausblick auf noch weiter auseinanderlaufende Geldpolitiken dies- wie jenseits des Atlantiks sowie das überraschende Votum der Bürger des Vereinigten Königreiches, aus der Europäischen Union austreten zu wollen, drückten den Euro-Dollar Kurs in den Sommermonaten unter die Marke von 1,10 US-Dollar. Der Euro-Dollar Kurs sank bis zum Jahresende auf 1,05 US-Dollar. Damit lag er mehr als 3 US-Cent unter seinem Vorjahresultimo. Für die Aktienmärkte begann das Jahr mit einem deutlichen Kursrutsch. In den ersten sechs Wochen des Jahres kam es zu einem massiven Aktienausverkauf, der zwischenzeitlich an die Herbstturbulenzen des Jahres 2008 erinnerte. Im weiteren Jahresverlauf konnte sich der Dax aber wieder im Zuge steigender Konjunkturerwartungen und einer lockereren Geldpolitik im Euroraum erholen. Einen vorübergehenden Rückschlag erfuhr der DAX allerdings im Sommer im Anschluss an das überraschende Brexit-Votum des Vereinigten Königreiches. Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Geldpolitik und den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl dämpfte bis November den Optimismus an den Aktienmärkten. Erst im Nachgang zur US-Wahl änderte sich das Klima an den Börsen. Besondere Beachtung fand an den Börsen die Ankündigung des designierten US-Präsidenten Donald Trumps, einerseits die Regulierung der Finanzindustrie zu lockern und andererseits ein Konjunkturprogramm für die US-Wirtschaft auflegen zu wollen. In dieser Gemengelage stieg der deutsche Leitindex allein im Dezember um satte 1.000 Punkte. Das Jahr beendete der DAX mit einem Stand von 11.481 Punkten. Das waren 6,9 % mehr als zum Vorjahresultimo. Die Bilanzsumme der bayerischen Kreditgenossenschaften erhöhte sich um 5,2 % bzw. 7,6 Mrd. Euro auf 153,5 Mrd. Euro. Im Kreditgeschäft hat sich der Wachstumstrend weiter fortgesetzt mit einem Anstieg von 5,1 % bzw. 4,5 Mrd. Euro auf 91,2 Mrd. Euro wurde das Wachstum des Vorjahres nochmals leicht übertroffen (der Kreditzuwachs 2015 lag bei 5,0 %). Die Kundengelder sind um 5,7 Mrd. Euro auf 120,0 Mrd. Euro angestiegen, das Wachstum der Kundengelder fiel mit 5,0 % besser aus als im Vorjahr (+ 4,7 %). Das bereinigte Ergebnis vor Ertragsteuern fällt durch das günstige Bewertungsergebnis mit voraussichtlich 0,95 % der DBS recht gut (und sogar höher als im Vorjahr) aus. Im Vergleich zum Vorjahr verbessert sich die Kostenstruktur um 0,08 %-Punkte auf 1,76 % der DBS deutlich, die Kostensteigerung von 0,3 % liegt weit unter dem Anstieg der Bezugsgrundlage der DBS von 4,9 %. II.2 Geschäftsverlauf der Hallertauer Volksbank eG Die Geschäftsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2016 erfolgreich und entsprach im Wesentlichen den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Im Einzelnen zeigt sich folgendes Bild: Im Einzelnen zeigt sich folgendes Bild:
Die Bank hat im Berichtszeitraum ein unter dem Vorjahr liegendes Wachstum zu verzeichnen. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf die Ausweitung des Kundengeschäfts zurückzuführen. Die außerbilanziellen Geschäfte setzen sich aus Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 22.231 TEUR (Bürgschaften und Gewährleistungsverträge), aus anderen Verpflichtungen in Höhe von 58.725 TEUR und derivativen Geschäften in Höhe von nominell 357.000 TEUR zusammen.
Das Kreditgeschäft war im Vorjahr durch eine erhebliche Ausweitung im kommunalen Bereich beeinflusst. Im Jahr 2016 wurde das prognostizierte Wachstum bei den Kundenforderungen nahezu erreicht. Das Kundenkreditgeschäft (ohne kommunaler Bereich) konnte um 6,1 % gesteigert werden und lag damit leicht über dem Vorjahreswert. Der Anteil der Kundenforderungen und Wertpapieranlagen hat sich zu Lasten der Bankguthaben erhöht.
In der Struktur der Passivseite sind im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Die Kundengelder erhöhten sich im Berichtsjahr um 2,3 % und damit deutlich geringer als vorhergesagt. Hauptursächlich hierfür war der Abbau von Kommunaleinlagen. Dies führen wir auf die Einführung von Negativzinsen für Kommunen und dem damit verbundenen Abzug der Einlagen zurück. Die anhaltende Niedrigzinsphase am Geld- und Kapitalmarkt führte zu verstärkter Nachfrage der Kunden bei Sichteinlagen und kurzfristigen Anlageformen.
Die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäftes lag leicht über den Erwartungen. Die Erträge konnten gesteigert werden. Die Steigerung betrifft im Wesentlichen die Erträge aus dem Zahlungsverkehr. Investitionen Die Gesamtinvestitionen betrugen im Berichtsjahr 590 TEUR. Alle unsere Geschäftsstellen verfügen über moderne und kundenfreundliche Ausstattungen. Personal- und Sozialbereich Über die personelle Besetzung geben folgende Zahlen Aufschluss: 282 Beschäftigte im Bankgeschäft, davon 97 Teilzeitbeschäftigte sowie 28 Auszubildende. Durch das angewandte Arbeitszeitmodell Altersteilzeit, die Straffung der Organisation aufgrund der weiter verbesserten technischen Ausstattung und der Optimierung bei den internen Abläufen waren beim beschäftigten Personal Rückgänge zu verzeichnen. Im Rahmen der betrieblichen Sozialleistungen wurden Maßnahmen im Gesundheitsmanagement angeboten. Es bestehen außerdem Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung. Um den erhöhten Anforderungen gerecht zu werden, werden interne und externe Fortbildungsmöglichkeiten genutzt. Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Umweltschutzbedingungen wurden eingehalten. Durch Photovoltaikanlagen auf den bankeigenen Immobilien decken wir unseren Eigenbedarf teilweise ab. Unserem regionalen Auftrag entsprechend förderten wir sportliche, kulturelle und soziale gesellschaftspolitische Bereiche durch Spenden in Höhe von 159 TEUR. Für ehrenamtliches Engagement unserer Mitarbeiter in diesen Bereichen haben wir 71 Tage Sonderurlaub gewährt. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr war durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet. II.3. Darstellung der Lage der Hallertauer Volksbank eG II.3.1 Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
Im Berichtsjahr war ein Rückgang des Zinsüberschusses um 2.075 TEUR auf 23.324 TEUR zu verzeichnen. Allerdings war das Ergebnis im Berichtsjahr unter anderem durch die Realisierung stiller Lasten sowie im Vorjahr durch die Realisierung stiller Reserven beeinflusst. Nach Berücksichtigung dieser Sondereffekte ergibt sich noch ein Rückgang des Zinsüberschusses um 962 TEUR. Diese Veränderung begründet sich hauptsächlich durch niedrigere Anlagesätze auf der Aktivseite. Bei unserem Spezialfonds wurde teilweise auf die Ausschüttung von ordentlichen Erträgen, wie in den Vorjahren, zu Gunsten der Bildung stiller Reserven verzichtet. Die Erhöhung des Provisionsüberschusses um 622 TEUR ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Erträge aus dem Zahlungsverkehr zurückzuführen. Das Bewertungsergebnis wurde durch die Abschreibungen und Wertberichtigungen von Forderungen und Wertpapieren beeinflusst. Wesentliche Einzelposten sind darin nicht enthalten. Die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio - CIR) von 67,6 % blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Sondereinflüsse ergaben sich durch eine gesetzliche Änderung bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen. Hierbei erfolgte die Berechnung der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Im Vorjahr wurde der Marktzins der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich dadurch im Vorjahresvergleich deutlich erhöht. Vom Jahresüberschuss wurden 2.942 TEUR den Rücklagen zugeführt. Vom Bilanzgewinn in Höhe von 2.017 TEUR werden mit Feststellung des Jahresabschlusses 1.690 TEUR den Rücklagen zugewiesen. II.3.2 Finanz- und Liquiditätslage Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr 2016 aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der Liquiditätsverordnung sowie der CRR) zu erfüllen und bieten ausreichend Freiraum für die Ausweitung des Bankgeschäfts im Rahmen der strategischen Planung. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften (Hauptrefinanzierungsgeschäfte) abzuschließen, wurde nicht genutzt. Übernachtkredite (Spitzenrefinanzierungsfazilität) wurden nicht in Anspruch genommen. Die eingeräumten Kreditlinien der DZ Bank AG haben wir im Jahresverlauf nur dispositionsbedingt in Anspruch genommen. II.3.3 Vermögenslage Eigenkapital Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Die Bank verfügt über eine angemessene Eigenkapitalausstattung. Sie entspricht den Anforderungen und erlaubt darüber hinaus ein stetiges Geschäftswachstum in den nächsten Jahren. Durch Gewinnthesaurierung und moderaten Ausbau der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder konnte das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Zusätzlich besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 26.500 TEUR (Vorjahr 23.500 TEUR). Die Vermögenslage der Bank ist dem Geschäftsumfang angemessen. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auf die vorhandenen stillen Reserven bei den Wertpapieranlagen. Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 13,58 % und konnte leicht verbessert werden. Die aufsichtsrechtlich geforderte Eigenkapitalunterlegung der Risikoaktiva wurde eingehalten. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Anmerkung: Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,37 %. Wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen Kundenforderungen Der Anteil der Kundenforderungen (Aktiva 4) an der Bilanzsumme beträgt 69,1 %. Vom Bruttokundenkreditvolumen (Aktiva A4 sowie Position 1 unterm Bilanzstrich) entfallen auf Privatkunden 45,4 % und auf Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen 54,6 %. Zu den Firmenkunden ist anzumerken, dass sich das Kreditgeschäft auf diverse Branchen verteilt. Im Kundenkreditgeschäft bestehen keine besonderen strukturellen Risiken. Die Größenklassengliederung ist ausgewogen. Bei der Ausreichung der Kredite wurde dem Regionalprinzip Rechnung getragen. Akute Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Latente Risiken sind durch Vorsorgereserven abgedeckt. Die Kreditgrenzen nach dem KWG bzw. CRR sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Wertpapiere Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:
Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 23,5 % an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 38,2 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere bzw. von 61,8 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. In der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere halten wir in einem Spezialfonds bei der Union-Investment Institutional GmbH einen Bestand von 171.654 TEUR. Dieser Spezialfonds ist in verschiedene Anlageklassen investiert, um eine optimale Vermögensstreuung zu erreichen. In den festverzinslichen Anlagen sind EUR-Anleihen ausländischer Emittenten in Höhe von 74.636 TEUR enthalten. Sämtliche Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Darüber hinaus ergaben sich Kursreserven zum Bilanzstichtag. Kurswertrisiken werden im Rahmen einer risikoorientierten Anlagepolitik nur in begrenztem Umfang zugelassen. Sie werden permanent im Rahmen der bankinternen Grundsätze überwacht. Derivatgeschäfte Zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-Passiv-Steuerung) wurden Zinsderivate in einem Umfang von 357.000 TEUR eingesetzt. Diese Derivate werden in die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches einbezogen. II.4 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage Unsere Bank verfügt über eine angemessene Finanz- und Vermögenslage. Die Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität wurden jederzeit eingehalten. Die Ertragslage ist unter Berücksichtigung der nicht ausgeschütteten Erträge aus dem Spezialfonds gut. Begünstigt wurde die Entwicklung zudem durch die gesetzliche Änderung bei der Berechnung der Abzinsung der Pensionsrückstellungen. Insgesamt liegt damit das Jahresergebnis in 2016 über unseren Erwartungen. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. IV. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)IV.1 Risikomanagementsystem IV.1.1 Ziele und Strategien Das Risikomanagement ist für uns eine zentrale Aufgabe und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken frühzeitig zu erkennen, vollständig zu erfassen und in angemessener Weise auch über den Bilanzstichtag hinaus darzustellen. Insofern umfassen unsere Risikosteuerungs- und Controllingprozesse das komplette Risikomanagement im betriebswirtschaftlichen Sinne einschließlich der Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation aller wesentlichen Risiken. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient zugleich der Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen. Die Ausgestaltung des Risikomanagements ist bestimmt durch unsere festgelegten nachhaltigen Geschäfts- und Risikostrategien, die aufzeigen, mit welchen strategischen Zielen und Maßnahmen wir die langfristige Existenz unserer Bank nachhaltig sichern wollen. In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns als regional tätige Kreditgenossenschaft auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Fragen der Finanzierung und Vermögensanlage sicherstellt. Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken gehören zu den Kernfunktionen der Bank. Für Zwecke der Beurteilung sind die in den Strategien niedergelegten Ziele so formuliert, dass eine sinnvolle Überprüfung der Zielerreichung möglich ist. IV.1.2 Verfahren zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken Die Bank verfügt über ein angemessenes System zur Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -überwachung, welches in die Gesamtbankplanung und Gesamtbanksteuerung integriert und im Risikohandbuch dokumentiert ist. Identifikation Grundlage für ein erfolgreiches Risikomanagement ist die systematische Erfassung und Analyse aller für die Bank wesentlichen Risiken. Im Allgemeinen definieren wir als Risiko die negative Abweichung eines potenziellen Ergebnisses vom erwarteten Ergebnis aufgrund von Unsicherheit. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken, die unsere Vermögens- (inklusive Kapitalausstattung), Ertrags- oder Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können sowie die mit ihnen verbundenen Risikokonzentrationen auf Gesamtinstitutsebene. Bewertung Im Rahmen der Risikobeurteilung erfolgt die qualitative Einstufung der Risikoarten in die aufsichtsrechtlichen Kategorien 'wesentliches Risiko' bzw. 'unwesentliches Risiko'. Unabhängig von der aufsichtsrechtlichen Einstufung erfolgt eine weitere Einstufung der einzelnen Risikoarten in betriebswirtschaftliche Kategorien nach ihrer Bedeutung für die Bank ('keine Bedeutung', 'mittlere Bedeutung', 'hohe Bedeutung'). Diese Einstufung ist vor dem Hintergrund der möglichen Belastung der Ertrags- bzw. Vermögenslage durch eventuell eintretende Schadensfälle zu beurteilen und dient vor allem der Identifizierung von Risikokonzentrationen. Folgende Risiken gelten gemäß MaRisk als wesentlich: Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelles Risiko. Für die als wesentlich eingestuften Risikoarten werden entsprechende Risikostrategien entwickelt. Die Risikoquantifizierung erfolgt anhand des GuV-orientierten Konzepts. Zusätzlich werden barwertige Konzepte zur Feinsteuerung verwendet. Dieser betriebswirtschaftlichen Betrachtung wird eine hohe Bedeutung beigemessen. Die angewandten Methoden und Verfahren zur Risikomessung und -steuerung sowie die ihnen zugrunde liegenden Parameter bzw. Annahmen werden kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig den Anforderungen der Bank und den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst. Steuerung und Überwachung Die Ergebnisse der Risikoidentifizierung und -bewertung werden im Risikohandbuch dokumentiert. Die identifizierten Risiken werden, abhängig von der Bedeutung für die Bank, in geeigneter Weise laufend überwacht und gesteuert. Grundlage der Risikosteuerung sind unsere im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung festgelegten Geschäfts- und Risikostrategien, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Unser GuV-orientiertes Risikotragfähigkeitskonzept knüpft an Jahresabschlussgrößen an. Basierend auf der Risikodeckungsmasse aus dem Ergebnis und der Substanz nach Abzug eines Risikopuffers (insbesondere für das aufsichtsrechtlich gebundene Eigenkapital, für den benötigten Mindestgewinn, für bestimmte nicht messbare Risiken) wird zum Jahresbeginn für das gesamte Geschäftsjahr das Gesamtbanklimit bestimmt und auf die einzelnen Risikoarten unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung der Bank, der Erwartungen für die Zukunft und Risikokonzentrationen allokiert (= Jahreslimite/Einzelrisikolimite). Bei dieser Jahresbetrachtung gehen wir von unserem erwarteten Steuerungs- und Planszenario aus. Zusätzlich erfolgt eine barwertige Ermittlung der Risiken. Die Risiken werden in so genannten Risikoszenarien monatlich gemessen und dem Limitsystem gegenübergestellt. Dabei kommen je nach Risikoart unterschiedliche Messverfahren zur Anwendung (z.B. CVaR, Szenarioanalysen oder Expertenschätzungen). Es werden anerkannte EDV Instrumente und -verfahren eingesetzt, die den gesetzlichen sowie bankinternen Grundsätzen entsprechen. Auf dieser Basis wird dann die Limitauslastung ermittelt. Eine Limitauslastung zieht je nach Größenordnung unterschiedliche Maßnahmen nach sich. So werden beispielsweise bei einer zu hohen Limitauslastung die Ursachen analysiert und ggf. Maßnahmen zur Risikoreduzierung eingeleitet. Weiterhin kommt eine Risikoübertragung beispielsweise durch den Einsatz von Derivaten in Frage. Die Funktionsfähigkeit der zur Risikoabsicherung und -minderung getroffenen Maßnahmen wird laufend überwacht sowie im Rahmen der jährlichen Risikoinventur überprüft. Zur Steuerung von Risikokonzentrationen finden weitere Limitsysteme Anwendung. So sind Limite auf Ebene der Einzeladresse (Kreditnehmer bzw. Kreditnehmereinheit, Emittenten- bzw. Kontrahentenlimit) erforderlich. Daneben werden im Rahmen von Portfoliobetrachtungen (Kundenkreditportfolio, Portfolio der Eigenanlagen) Strukturlimite eingesetzt, um Risikokonzentrationen bzw. unerwünschte Portfoliogewichtungen zu vermeiden bzw. abzubauen. Die für die Risikosteuerung relevanten Daten werden zu einem internen Berichtswesen aufbereitet und verdichtet. Die Informationsweitergabe erfolgt entweder im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung oder in Form einer ad hoc-Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand erhält in monatlichen Abständen Berichte über die Auslastung der Risikobudgets sowie die aktuelle Entwicklung der Risikoarten. Der Aufsichtsrat wird vierteljährlich durch den Vorstand über die Auslastung der Risikobudgets informiert. Darüber hinaus können bei Bedarf jederzeit ergänzende Auswertungen zu sämtlichen Risikoarten erstellt werden. Der Risikobericht stellt die aktuelle Risikosituation im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes dar. Zusätzlich erfolgt eine verbale Erläuterung der Risikosituation. Bestandteil der internen Kontrollverfahren ist neben der Internen Revision das Interne Kontrollsystem, das wiederum Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation und geeignete Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse umfasst. Im Rahmen der Organisation erfolgt eine konsequente Trennung zwischen Handels- und Nichthandels- bzw. Markt- und Marktfolgebereichen sowohl innerhalb der Aufbau- als auch der Ablauforganisation, so dass die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems gewährleistet ist. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagementaktivitäten wird durch die Interne Revision geprüft. IV.1.3 Stresstests Im Rahmen unserer Risikoinventur haben wir Stresstests entwickelt, die Risikofaktoren, Risikokonzentrationen und Diversifikationseffekte berücksichtigen. Die Stresstests beinhalten Sensitivitätsanalysen und Szenarioanalysen. Diese umfassen sowohl historische, als auch hypothetische Szenarien. Neben den regelmäßig durchgeführten Stresstests werden bei Änderungen der Rahmenbedingungen auch anlassbezogene Stresstests durchgeführt. Darüber hinaus führen wir jährlich auch inverse Stresstests sowie den hypothetischen Stresstest 'schwerer konjunktureller Abschwung' durch. Die Stresstestergebnisse werden dem Gesamtbankrisikolimit gegenübergestellt und sind angemessen in unserem Berichtswesen integriert. Die Ergebnisse werden kritisch hinsichtlich eines möglichen Handlungsbedarfs reflektiert. IV.2 Risikokategorien Für unsere Bank sind die im Folgenden dargestellten Risikokategorien relevant. IV.2.1 Adressenausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Ausmaß übersteigen. Kreditrisiken Durch den satzungsmäßigen Auftrag sind die Kreditrisiken aus dem Kreditgeschäft regelmäßig die Hauptrisikoart und haben für uns auch betriebswirtschaftlich eine hohe Bedeutung. Das Risikomanagement der Kreditrisiken erfolgt durch den Vorstand auf Basis von Portfolioauswertungen aus der Abteilung Controlling. Daneben nimmt eine spezielle Abteilung die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten Krediten vor. Bei Krediten mit einem akuten Ausfallrisiko wird eine Einzelwertberichtigung der Forderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung der Sicherungswerte bzw. der begründeten Realisationswerte vorgenommen. Besteht darüber hinaus eine nicht ausgenutzte, unwiderrufliche Kreditzusage, so wird eine Rückstellung gebildet. Für latente Risiken werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäftes haben wir eine Limitierung von Risikokonzentrationen sowie Steuerungsvorgaben für das Neugeschäft vorgenommen. Risikokonzentrationen, die im Zusammenhang mit Adressenausfallrisiken zu erheblichen Verlusten führen können, begegnen wir durch ein System von Einzel- und Strukturlimiten. Die Portfoliostrukturen werden im Hinblick auf die Einhaltung unserer Limite im Zeitverlauf untersucht. Adressenausfallrisiken im Kundengeschäft werden periodisch gemessen und auf die entsprechenden Risikolimite angerechnet. Die Bank setzt zur Messung der Adressenausfallrisiken im Kundengeschäft an die einzelnen Segmente angepasste interne Rating- und Scoring-Verfahren ein. Des Weiteren hat die Bank das gesamte kundenbezogene Kreditgeschäft mit Ausfallwahrscheinlichkeiten unter 4 % (sog. Grünbereich), 4 % und größer (sog. Gelbbereich) und ausgefallene Kredite eingestuft. Den erwarteten Verlust messen wir für alle Kunden mit den Blankoanteilen und den Ausfallwahrscheinlichkeiten nach Ratingklassen des VR Rating bzw. BVR I-Rating. Den unerwarteten Verlust berechnen wir mit Hilfe des Kreditportfoliomodells aus VR-Control. In Stressszenarien wird von folgenden Annahmen ausgegangen: - Verdoppelung der Ausfallraten und Rückgang der Sicherheitenwerte um 20 % (Kombinationsszenario) - Rückgang der Sicherheitenwerte um 40 % Das aggregierte Ergebnis wird nach Volumina und Blankoanteilen ausgewertet und in die Gesamtbanksteuerung einbezogen. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen und Sicherheiten. Risikokonzentrationen sind nicht vorhanden. Im Geschäftsjahr 2016 ist unsere Risikostruktur im Kundenkreditgeschäft nach wie vor günstig. Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben. Kontrahenten- und Emittentenrisiken Die Bank hält Eigenanlagen der genossenschaftlichen Finanzgruppe sowie anderer Emittenten. Die bestehenden Bonitätsrisiken aus Eigenanlagen sind überschaubar und werden laufend überwacht. Für unsere Eigenanlagen haben wir unter Berücksichtigung unserer Substanz- und Ertragskraft ein System risikobegrenzender Limite eingeführt. Dabei wird auch eine Volumenslimitierung auf Geschäftspartnerebene durchgeführt. Sämtliche Limite werden durch ein vom Handel unabhängiges Risikomanagement überwacht und regelmäßig überprüft. Zudem begegnen wir Emittenten- und Kontrahentenausfallrisiken in unseren Eigenanlagen grundsätzlich durch eine Beschränkung auf Handelspartner guter Bonität und dadurch, dass wir keine Anlagen außerhalb des Investment Grade Ratings erwerben. Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, Einschätzungen der DZ BANK sowie auf eigene Analysen von Berichten bzw. Veröffentlichungen und Beobachtungen der Spreadentwicklung der Emittenten zurück. Für die Emittenten der Finanzgruppe werden Spreadrisiken, für die anderen Emittenten Migrations-, Spread- und Ausfallrisiken, gemessen. Für die Risikoberechnung verwenden wir historische Ausfallwahrscheinlichkeiten auf Jahresbasis mit einem Konfidenzniveau von 95 %. Bei den Schuldscheindarlehen werden die Risiken in Abhängigkeit von der handelsrechtlichen Bewertungsmethode berücksichtigt. Adressenausfallrisiken aus strategischen Beteiligungen, insbesondere an Verbundunternehmen, werden auf Basis der Jahresabschlüsse und anderer seitens der jeweiligen Unternehmen veröffentlichten Informationen sowie im Rahmen der Jahresabschlussbewertung überwacht. Als Stresstest wurde unter anderem der Ausfall des größten Emittenten im Depot A betrachtet und die Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit geprüft. Wir führen derzeit überwiegend Verbundbeteiligungen und im geringen Umfang auch Nichtverbundbeteiligungen. Das Beteiligungsrisiko wird als nicht bedeutend klassifiziert. Länderrisiken Länderrisiken bestehen bei den Anlagen in Wertpapieren im überschaubaren Rahmen und werden laufend überwacht. IV.2.2 Marktpreisrisiken Als Marktpreisrisiko bezeichnet man das Risiko eines möglichen finanziellen Verlustes aufgrund von nachteiligen Änderungen von Marktparametern (Zinsstrukturkurve, Aktienkurse, Devisenkurse). Im Rahmen des Risikomanagements betrachten wir vor allem folgende Marktpreisrisikokategorien: Zinsänderungsrisiken, Kursrisiken aus festverzinslichen Wertpapieren, Preisrisiken von Eigenkapitaltiteln (insbesondere Aktienkursrisiken, Kursrisiken aus Investmentfonds und Kursrisiken aus Derivaten). Im Geschäftsjahr 2016 bewegten sich die Marktpreisrisiken innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Zinsänderungsrisiko Zur Steuerung des strategischen Zinsbuches wird das Barwertkonzept eingesetzt. Für alle variablen Positionen hat die Bank Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Die Risiken werden nach der Veränderung des Barwertes des Zinsbuches mit dem Value-at-Risk Ansatz gemessen. Der Value-at-Risk für das strategische Zinsbuch basiert auf der historischen Simulation mit einem Beobachtungszeitraum seit dem 01.01.1988. Das Konfidenzniveau ist mit 99 % bei einer Haltedauer von einem Jahr festgelegt. Die barwertige Steuerung wird ergänzt um eine GuV-orientierte Messung des Zinsspannenrisikos. Zur Ermittlung von Zinsspannenrisiken werden individuelle Elastizitäten und gleitende Durchschnitte verwendet. Für die Berechnung der Zinsszenarien werden die Zinsshiftveränderungen je Laufzeit innerhalb eines Jahres ermittelt. Als Historie werden Swapsätze seit dem 01.01.1988 verwendet. Zur Simulation der zinsinduzierten Kursänderungsrisiken festverzinslicher Wertpapiere, auch bei der Fondsdurchschau, nutzt die Bank ebenfalls die zuvor beschriebenen Zinsszenarien. Zur Steuerung der globalen Zinsänderungsrisiken setzen wir Zinssicherungsinstrumente ein. Im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung haben wir dazu Zinsswaps abgeschlossen. Sonstige Marktpreisrisiken Die übrigen Marktpreisrisiken werden entsprechend den aufsichtsrechtlichen Regelungen bei der Gesamtbanksteuerung berücksichtigt. Bedeutende Risiken für die künftige Entwicklung sind hieraus nicht zu erwarten. Währungsrisiken sind nicht vorhanden. Die Bank betreibt kein Warengeschäft. Darüber hinaus werden die weiteren für uns wesentlichen Marktpreisrisiken mit den folgenden Verfahren gemessen: Fonds- und Aktienkursrisiken werden anhand historischer Zeitreihenanalysen auf Jahresbasis ermittelt. Es erfolgt eine Durchschau in den Fonds auf die einzelnen Risikoarten. Die Derivate werden im Rahmen der monatlichen Berichterstellung auf Basis der aktuellen Zinsstruktur bewertet. Derivate, welche die Bank zur Absicherung des globalen Zinsänderungsrisikos erworben hat und deren Absicherungszusammenhang nachgewiesen und dokumentiert ist, werden im Rahmen der Risikomessung nicht berücksichtigt und nicht auf die Limite angerechnet. IV.2.3 Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit nicht gegeben ist, weil die benötigten Finanzmittel nicht zur Verfügung stehen. Das Liquiditätsrisiko umfasst das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Abruf- und Terminrisiko) sowie das Liquiditätsanspannungsrisiko. Die Steuerung der Liquiditätsrisiken erfolgt u.a. anhand der Survival Period (Überlebensfähigkeit in Monaten) bzw. den Beobachtungskennziffern der Liquiditätsverordnung sowie den ergänzenden Anforderungen der CRR. Für den Fall eines Liquiditätsengpasses wurde ein Notfallplan festgelegt. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können. IV.2.4 Operationelle Risiken Als operationelle Risiken definieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder aufgrund externer Einflüsse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken und dolose Handlungen mit ein. Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale und Backup-Einrichtungen. Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt. Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formularen und Vertragsvordrucken. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Hilfe in Anspruch. Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risikoarten hinaus prüft die eigene Interne Revision regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wesentlichen Arbeitsabläufe. Im Geschäftsjahr 2016 sind, wie im Vorjahr, keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten. IV.3 Gesamtbild der Risikolage Unsere Risikodeckungsmasse zum 31.12.2016 betrug 150,5 Mio. EUR. Entsprechend unserer Risikobereitschaft wird nur ein bestimmter Teil der Risikodeckungsmasse zur Absorption der Risiken im Standard- und im Stressfall verwendet. Damit stellen wir sicher, dass wir unseren Geschäftsbetrieb auch dann weiterführen können, wenn die von uns eingegangenen Risiken schlagend werden. Das von uns im Rahmen unserer GuV-orientierten Risikosteuerung zur Risikodeckung im Standard-Risikofall zur Verfügung gestellte Risikobudgets belief sich zum 31.12.2016 auf 61,5 Mio. EUR (davon Adressenaufallrisiken 36,8 Mio. EUR, Marktpreisrisiken 24,0 Mio. EUR und sonstige Risiken 0,7 Mio. EUR). Demgegenüber standen aggregierte Gesamtbankrisiken in Höhe von 57,8 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anteil an dem zur Verfügung gestellten Risikodeckungsbudget in Höhe von 94,0 %. Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Bank nicht beeinträchtigen. Die Risikolage ist insgesamt als günstig einzustufen. V. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung der Hallertauer Volksbank eG für das Geschäftsjahr 2017 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wird nach den Einschätzungen der Konjunkturexperten verschiedener Wirtschaftsinstitute zwischen 1,0 % und 1,8 % liegen. Wegen der Beibehaltung des von der EZB beschlossenen Wertpapieraufkaufprogramms erwarten wir weiterhin niedrige Zinsen. Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften werden nach unseren Einschätzungen auch in den kommenden Jahren von dem verstärkten Wettbewerb und sich weiter entwickelnden Kundenansprüchen, dem weiter steigenden Margendruck und den wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, dem Preisdruck bei den Standardprodukten, dem steigenden Beratungs- und Anlagebedarf sowie den steigenden Anforderungen an die Produkt- und Beratungsqualität geprägt. Wir erwarten im nächsten Jahr einen unverändert anhaltenden harten Wettbewerb im Kundengeschäft. Dafür sind wir mit unserem Geschäftsmodell und unserer Kundenorientierung und dementsprechend gestalteter Produktpolitik gut vorbereitet. In Zeiten der Finanzkrise hat sich das Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften als zentraler Stabilitätsanker im deutschen Bankensystem erwiesen. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen im Geschäftsjahr 2017 steht daher eine Stärkung der Kundenbeziehungen durch umfassende und qualifizierte Beratung zu marktgerechten Konditionen. Im Kundenkreditgeschäft und Einlagengeschäft erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr ein gleichbleibendes Wachstum. Im Dienstleistungsgeschäft erwarten wir aufgrund unserer Beratungsqualität ein gleichbleibendes Ergebnis. Im Personal- und Sozialbereich erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen. Für die Ertragslage ist auch im kommenden Jahr die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Wir rechnen wegen der aktuellen flachen Zinsstrukturkurve mit einem leicht fallenden Zinsüberschuss. Die Verwaltungsaufwendungen werden nach unseren Planungen im Jahr 2017 gleichbleiben. Neben den prognostizierten tariflichen Gehaltssteigerungen investieren wir weiter in die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Nicht zuletzt dadurch steigen die Qualität, der Wirkungsgrad und die Produktivität der Dienstleistung unserer Bank. Bei den Sachaufwendungen werden wir unseren konsequenten Weg der Realisierung aufgezeigter Potenziale durch konsequentes Sachkostenmanagement fortsetzen. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der weiteren konjunkturellen Entwicklung auch erheblich durch die regionale Wirtschaftsentwicklung beeinflusst. Bei der Einzelrisikovorsorge für das Kreditgeschäft rechnen wir mit keiner wesentlichen Belastung unserer Ertragslage. Selbst ein steigendes Zinsniveau führt zu verkraftbaren Kursverlusten in unserem eigenen Wertpapierbestand. Auf Grund unserer Anlagestrategie gehen wir auch für 2017 davon aus, dass keine nennenswerten Abschreibungen auf unsere Wertpapierbestände erforderlich werden. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen führt, nach einer wesentlichen Entlastung im Vorjahr, zu einer erheblichen Belastung bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung für das Jahr 2017 rechnen wir mit einem deutlich spürbar verschlechterten Jahresergebnis. Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Mindestreservebestimmung, die Bestimmungen der Liquiditätsverordnung (Liquiditätskennziffer) sowie die ergänzenden Anforderungen der CRR werden wir auch im folgenden Jahr einhalten. Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unseres Eigenkapitals durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen und des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2017 eine leicht steigende Kern- und Gesamtkapitalquote. Insgesamt erwarten wir, dass sich die Geschäfte der Hallertauer Volksbank eG günstig entwickeln werden. Wir rechnen unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einer angemessenen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im kommenden Jahr bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte. Weitere Risiken in der geschäftlichen Entwicklung bestehen in einer unerwarteten Entwicklung der Zinsstrukturkurve, die zu einer Beeinträchtigung des geplanten Zinsergebnisses führen könnte. Sollte sich der Wettbewerb aufgrund betriebswirtschaftlich unvertretbarer, nicht marktgängiger Konditionen verschärfen, besteht das Risiko, dass unsere prognostizierten Wachstumsraten im Kredit- und Einlagengeschäft nicht zu halten sind. Wesentliche Chancen für die Ertragslage und den Geschäftsverlauf bestehen im Jahr 2017 bei einer deutlich besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, was zu einer positiveren Geschäftsentwicklung führen könnte. Weitere Chancen sehen wir im Hinblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf insbesondere, wenn entgegen unserer Annahmen die Nachfrage im Kreditgeschäft deutlich stärker als erwartet zunimmt oder in einer deutlich steileren Zinsstrukturkurve als von uns prognostiziert. Wegen der guten Vermögenslage und unseren regionalen Marktkenntnissen gehen wir davon aus, auch zukünftige Ertragschancen zu nutzen. Die konsequente Vertriebsausrichtung sowie die permanente Qualifizierung des Mitarbeiterstammes bilden weiterhin den geschäftspolitischen Schwerpunkt unseres Hauses. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass es uns - wie in den Vorjahren - gelingen wird, mit Qualität im Beratungs- und Dienstleistungssektor sowie einer dauerhaften Realisierung des von den 31.805 Mitgliedern der Bank nachhaltig befürworteten genossenschaftlichen Geschäftsmodells die gesteckten Ziele auch im Jahr 2017 zu erreichen. VI. ZweigniederlassungenEs bestehen keine Zweigniederlassungen.
Pfaffenhofen, 27.04.2017 Hallertauer Volksbank eG Der Vorstand gez. Thomas Lange gez. Andreas Streb B. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Der vorliegende Jahresabschluss 2016 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2016 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Pfaffenhofen, 27.04.2017 gez. Ernst Petz, Vorsitzender des Aufsichtsrats Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft Bestandteile Jahresabschluss 1. Jahresabschluss (Formblatt 1) 2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform) 3. Anhang 1. Jahresbilanz zum 31.12.2016Aktivseite
Passivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2016
3. AnhangA. Allgemeine AngabenDie Hallertauer Volksbank eG, Pfaffenhofen a.d.Ilm, ist beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Genossenschaftsregister-Nummer 101376 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Zusätzliche Angaben, wenn der Jahresabschluss wegen besonderer Umstände ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild nicht vermittelt: Aus dem Spezialfonds wurden 2016 - wie in den Vorjahren - ordentliche Erträge und realisierte Kursgewinne nur teil- weise ausgeschüttet und damit das ausgewiesene Ergebnis wesentlich beeinflusst. Ziel dieser sachverhaltsgestal- tenden Maßnahme war die Bildung stiller Reserven wegen der in den folgenden Jahren erwarteten rückläufigen Zins- spanne. Durch die vorzeitige Auflösung eines zur Zinsbuchsteuerung eingesetzten Swaps wurde ein Verlust in Höhe von 904 TEUR realisiert mit dem Ziel, durch den Neuabschluss eines Zinsswaps auf Basis aktueller Konditionen künftige Zinsaufwendungen zu reduzieren. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und UmrechnungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt: Forderungen Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag im passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ist. Der Unterschiedsbetrag wird zinsanteilig aufgelöst. Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und unversteuerten Pauschalwertberichtigungen in ausreichender Höhe abgedeckt. Die Ermittlung der unversteuerten Pauschalwertberichtigungen erfolgte in Anlehnung an den Erlass der Finanzverwaltung auf Grundlage der Ausfallmethode. Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges bestehen ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Strukturierte Finanzinstrumente Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand gemäß den Voraussetzungen des IDW RS HFA 22 bilanziert. Bei strukturierten Finanzinstrumenten, die aufgrund des eingebetteten derivativen Finanzinstruments zusätzliche (andersartige) Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen, konnte auf eine getrennte Bilanzierung verzichtet werden, da der Ausnahmetatbestand gemäß IDW RS HFA 22 Tz. 14 a) erfüllt ist. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten bilanziert. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten /Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Wirtschaftsgüter i. S. v. § 6 Abs. 2a EStG werden im Jahr der Anschaffung in einem Sammelposten erfasst. Der Sammelposten wird über fünf Jahre linear aufgelöst. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Der aktivierte Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 Abs. 5 KStG wird mit dem Barwert unter den "Sonstigen Vermögensgegenständen" bilanziert. Latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) haben wir verrechnet. Passive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in den Positionen Sachanlagen, denen aktive Steuerlatenzen in den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapiere, Sachanlagen und Rückstellungen gegenüberstehen. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Zins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus Anwartschaften auf Pensionen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Als Lohn- und Gehaltstrend für die Pensionsrückstellungen sowie für die Rückstellungen aus Altersteilzeit werden 2,5 % und als Rententrend 1,75 % angenommen. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2016 (4,00 %). Im Vergleich zu einer Abzinsung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 2.179.867 EUR. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis gezeigt. Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert, die Anschaffungskosten und der Erfüllungsbetrag der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrug 318.756 EUR. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs (einschließlich derivativer Steuerungsinstrumente der Aktiv/Passiv-Steuerung) werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2016 war keine Rückstellung zu bilden. Vermerke unter dem Bilanzstrich Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften. Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich. Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten ohne Inanspruchnahme auslaufen. Von den unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 58.725.432,60 EUR betreffen ausschließlich Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken. Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können. Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Die unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und Andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Derivative Finanzinstrumente Die zur Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos abgeschlossenen derivativen Geschäfte wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsbuchs einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten. Zinserträge/Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Aktivgeschäften werden im Zinsertrag erfasst (Reduktion des Zinsertrags). Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands). Währungsumrechnung Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden auf Euro wie folgt umgerechnet: Währungsguthaben und Währungsverbindlichkeiten sowie am Bilanzstichtag nicht abgewickelte Kassageschäfte haben wir gem. § 340h HGB i. V. m. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei den Währungsguthaben und Währungsverbindlichkeiten lagen die Anforderung an eine besondere Deckung vor. Als besonders gedeckt werden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit ausgleichen. Evtl. Umrechnungsergebnisse werden netto im sonstigen betrieblichen Ergebnis gezeigt. C. Entwicklung des Anlagevermögens(volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind 14.039.973 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
In den Forderungen an Kunden sind 33.463.533 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 28.074.654 EUR fällig. In den Forderungen und Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Wir halten Anteile an Sondervermögen (§ 1 Abs. 10 KAGB) von mehr als 10 %:
Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen:
Weitere Beteiligungen haben wir aufgrund der untergeordneten Bedeutung (§ 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB) nicht angegeben. In folgenden Posten sind enthalten:
Die in der Bilanz ausgewiesenen Treuhandgeschäfte betreffen ausschließlich Treuhandkredite.
Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 2.571.506 EUR enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 111.859.298 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 94.497 EUR (Vorjahr: 141.458 EUR ) enthalten. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss - nach den vorstehend dargestellten, im Jahresabschluss ausgewiesenen Einstellungen in Rücklagen - (Bilanzgewinn), wie folgt zu verwenden:
In den Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 6.282.587 EUR enthalten. Die ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 und § 253 Abs. 6 HGB werden gemeinsam betrachtet. Daraus ergibt sich, dass allen ausschüttungsgesperrten Beträgen ausreichend frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages, abzüglich eines Verlustvortrages gegenüberstehen. Volumen der nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivategeschäfte des Nichthandelsbestands (einschließlich der in Bewertungseinheiten einbezogen Derivate und einschließlich der in strukturierte Finanzinstrumente eingebetteten und getrennt bilanzierten Derivate) In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Derivategeschäfte (exklusive Stückzinsen), die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden (Nichthandelsbestand), zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB).
Die in vorstehender Tabelle enthaltenen zinsbezogenen Geschäfte werden zur Steuerung des Zinsbuches im Rahmen der Aktiv- /Passivsteuerung eingesetzt. Die Zinsswaps wurden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve zum Bilanzstichtag nach der Barwertmethode bewertet. Der beizulegende Wert aller Geschäfte ermittelt sich aus positiven Marktwerten in Höhe von 4.560 TEUR (Nennwert 123 Mio. EUR) und negativen Marktwerten in Höhe von 3.842 TEUR (Nennwert 234 Mio. EUR). Das Adressenausfallrisiko besteht lediglich gegenüber der Zentralbank und beläuft sich gemäß Solvabilitätsverordnung in der Anrechnung somit auf 0,0 %. Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
II. Gewinn- und Verlustrechnung In den Zinserträgen sind keine wesentlichen negativen Zinsen aus Einlagen bei der EZB bzw. für Guthaben auf Fremdwährungskonten bei der DZ BANK AG enthalten. Ebenso haben wir keine wesentlichen positiven Zinsen aus Kundeneinlagen in unserem Haus generiert. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:
E. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 46.509 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene auf 773.783 EUR. Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB wurde aufgrund § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2016 Pensionsrückstellungen in Höhe von 13.097.433 EUR. Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von 1.859.293 EUR. Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und im Bundesanzeiger auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Die Zahl der im Jahr 2016 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 24,25 Auszubildende beschäftigt.
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Genossenschaftsverband Bayern e.V. Türkenstraße 22 - 24 80333 München Mitglieder des Vorstandes: Thomas Lange, Geschäftsleiter Andreas Streb, Geschäftsleiter Mitglieder des Aufsichtsrates:
Pfaffenhofen a.d.Ilm, 27. April 2017 Hallertauer Volksbank eG Der Vorstand gez. Thomas Lange gez. Andreas Streb Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hallertauer Volksbank eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 27.04.2017 Genossenschaftsverband Bayern e. V. gez. Dr. Büchel, Wirtschaftsprüfer gez. Dr. Leißl, Wirtschaftsprüfer Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 23. Mai 2017 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. BaFin - Instituts - Nummer: 167 Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember2016("Länderspezifische Berichterstattung")Die Hallertauer Volksbank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Hallertauer Volksbank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Hallertauer Volksbank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2016 beträgt der Umsatz 35.637 TEUR. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 222. Der Gewinn vor Steuern beträgt 12.185 TEUR. Die Steuern auf Gewinn betragen 4.182 TEUR und betreffen laufende Steuern. Die Hallertauer Volksbank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. |
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