Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 4931
Eingetragen
19.12.1994
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von beschichteten, laminierten, metallisierten beziehungsweise kaschierten Materialien sowie von ähnlichen Produkten und darauf bezogene Dienstleistungen jeder Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Bernd Krumrey
seit 1.12.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Dunmore International Corp.USA
100.00%
Dunmore Europe GmbHEigenbeteiligung
0.00%

Gesellschafter

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 7 angezeigt

Dunmore Corporation
United States
1.410.000 €
60.87%

Beteiligungen

NameAnteil
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dunmore Europe GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Seit dem 16. Februar 2018 wird die Dunmore Europe GmbH in den Konzern der Steel Partners Holding L.P. einbezogen. Der vorliegende Jahresabschluss betrachtet den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Innerhalb dieses Konzerns ist die Dunmore Europe GmbH ein auf die Oberflächenveredlung spezialisiertes Unternehmen, welches bahnförmige Materialien lackiert, metallisiert und laminiert. Durch diese Veredelungsschritte können Produkte für spezielle Nischenanwendungen produziert werden.

Die Produkte der Dunmore Europe GmbH werden für die Luft- und Raumfahrt, als Etiketten-, Isolations- und Verpackungsmaterialien, im Modebereich, im Pharmabereich, in der Appliance- und der Solarindustrie eingesetzt. Im Jahr 2023 haben wir unsere Geschäftsbereiche mit unserer Muttergesellschaft neu geordnet und in die Bereiche Aerospace, Insulation, Imaging/Graphics, Medical, Sun Protection, Solar und Others aufgeteilt.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung umfasst eine Entwicklungsabteilung von derzeit 5 Mitarbeitern (FTE). Die Aufgabe dieser Abteilung besteht in der Entwicklung neuer und kundenspezifischer Produkte, in der kontinuierlichen Verbesserung bestehender Produkte und in der Umsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie in der Projektierung von Maschinenmodifikationen und Neuinvestitionen des Maschinenparks. Dies sichert uns die Positionierung als technologisch innovativer Anbieter von Produktlösungen.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft braucht lange, um sich von der Energie-Krise zu erholen. Nach dem pandemiebedingten Einbruch des BIP im Jahr 2020 geraten die wirtschaftlichen Aktivitäten erneut ins Stocken.

Die Industrieproduktion erlahmt zunehmend. Der hohe Auftragsbestand wurde langsam abgebaut, neue Aufträge bleiben aus. Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf dem Weg in eine Rezession. (Quelle: BDI Quartalsbericht Deutschland QIV-2023)

Insgesamt ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft. Die Industrieproduktion sank im gesamten Jahr 2023 um 1,2 Prozent. Dies war nach minus 0,3 Prozent im Jahr zuvor der zweite Rückgang in Folge. (Quelle: BDI Quartalsbericht Deutschland QI-2024)

Die europäische Kunststoffindustrie blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. In vielen Abnahmebereichen brach die Nachfrage massiv ein, und die daraus resultierenden Umsatzeinbußen drückten auf die Erträge der Branchenakteure. Die Unternehmen reagierten mit empfindlichen Sparmaßnahmen, bei denen insbesondere Werke in Deutschland aufgrund der hohen Energie- und Produktionskosten in den Fokus gerieten. Billig-Importe und immer neue Vorschriften machen Erzeugern und Verarbeitern das Leben schwer.

Europas Polymer-Erzeugung steht unter Druck: von innen mit hohen Energiepreisen und schwacher Nachfrage und von außen mit einer Flut günstiger Importe. Noch nie war innerhalb eines Jahres so häufig die Rede von "dramatischen Standortnachteilen für Deutschland" (Dr. Ralf Düssel, Chef von Plastics Europe Deutschland). (Quelle: Jahresrückblick 2023 Kunststoff Information/kiweb)

Geschäftsverlauf

Sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als auch standortübergreifende Umstrukturierungen haben den Umsatz negativ beeinflusst. Der Beschluss, das Handelsgeschäft der von unserer Muttergesellschaft gefertigten Produkte für Aerospace und Aircraft, zukünftig direkt aus den USA abzuwickeln, hat in 2023 seine volle Wirkung entfaltet und schlägt mit einer Umsatzreduzierung gegenüber dem Vorjahr von 2,1 Mio EUR zu Buche.

In den restlichen Segmenten wie Medizinische Produkte, Etiketten/Grafische Produkte und Beschattungssysteme spielte sowohl die Überbevorratung unserer Kunden in 2022 aufgrund der Lieferkettenproblematik als auch eine Nachfragezurückhaltung im 1. Halbjahr eine große Rolle.

Ein negativer Höhepunkt ist die Situation im Solar-Bereich. Lagen die Umsätze im 1. Halbjahr noch auf Plan und auf Vorjahresniveau, brachen diese im 2. Halbjahr um 61% ein. Ursache hierfür ist, dass sich unsere Kunden in einem boomenden Solarmarkt mit unfairen Geschäftspraktiken chinesischer Billig-Solar-Modul-Anbieter konfrontiert sehen, die ihre Produkte zu Dumpingpreisen auf den europäischen Markt werfen und ihnen somit signifikante Absatzeinbrüche bescheren. Demgemäß brachen unsere Absätze ebenfalls ein.

Aufgrund der oben beschriebenen Umstände ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Mio. EUR zurück.

Trotz dieser signifikanten Umsatzeinbußen ist es dem Unternehmen gelungen ein leicht positives EBITDA zu erwirtschaften. Die der Umstrukturierungsmaßnahmen, das Lean Management, Kostenoptimierungsmaßnahmen sowie Kurzarbeit haben hierzu wesentlich beigetragen.

Lage

a) Ertragslage

Bereinigt um die Effekte der Neuordnung des Aerospace-Geschäftes haben sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr um 21% verringert. Der gesamte Umsatz liegt mit 16,7 Mio. EUR damit deutlich unter der ursprünglichen Prognose von 20,5 Mio. EUR. Das EBITDA ist von 1,3 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR zurückgegangen. Die bereits in 2020 eingeleiteten Sanierungs- und Einsparmaßnahmen sowie weitere Kostensenkungsmaßnahmen, u.a. die Anmeldung von Kurzarbeit über das gesamte Geschäftsjahr hinweg, haben mit dazu beigetragen, dass der massive Umsatzrückgang zumindest teilweise kompensiert werden konnte.

Der Personalbestand hat sich im Laufe des Jahres von 68 Mitarbeitern auf 63 Mitarbeiter verringert. Der Personalaufwand hat sich durch die geringere Mitarbeiterzahl und den Einsparungen durch die Kurzarbeit um 585 TEUR verringert.

Die Abschreibungen sind gegenüber Vorjahr nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 555 TEUR.

Insgesamt führte dies zu einem EBITDA von 0,1 Mio. EUR, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR entspricht. Die ursprüngliche Prognose von 0,75 Mio. EUR konnte somit nicht erreicht werden.

b) Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich im Geschäftsjahr von 10.680 TEUR auf 9.318 TEUR. Trotz des negativen Jahresergebnisses verringerte sich die Eigenkapitalquote nur geringfügig um 1,6 Punkte auf 49,8 %.

Die kurzfristigen Rückstellungen liegen nahezu unverändert bei 1.096 TEUR (Vorjahr: 1.092 TEUR).

Die von unseren Hausbanken bereitgestellten Kreditlinien in Höhe von insgesamt 2,4 Mio. EUR mussten zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen werden. Stattdessen konnte ein Bankguthaben in Höhe von 1,1 Mio EUR ausgewiesen werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft bleiben nahezu unverändert bei 1,8 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich von 1.169 TEUR auf 1.260 TEUR leicht erhöht.

Die zur Finanzierung des Geschäftsvolumens erforderliche finanzielle Ausstattung war im gesamten Geschäftsjahr immer vorhanden; alle im Geschäftsjahr fälligen Zahlungsverpflichtungen konnten zu jeder Zeit bedient werden.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 1,9 Mio. EUR. Der Finanzmittelfonds hat sich im Zuge des deutlich reduzierten Working Capital im laufenden Jahr um 1,7 Mio. EUR erhöht.

c) Vermögenslage

Die Anlagenintensität ist von 46,2 % geringfügig auf 44,7 % gesunken. Die Investitionen im Geschäftsjahr (103 TEUR) betrafen vorrangig Ersatzinvestitionen und Investitionen in Digitalisierung und Prozessverbesserungen.

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Mio. EUR verringert. Haupttreiber war hier eine deutliche Reduzierung des Vorratsvermögens um 1,4 Mio. EUR. Die Kundenforderungen haben sich umsatzbedingt um 0,2 Mio. EUR reduziert. Durch die signifikante Reduzierung des Working Capital hat sich der Finanzmittelbestand um 1,7 Mio. EUR erhöht, so dass zum Ende des Jahres ein Bankguthaben in Höhe von 1,1 Mio. EUR vorhanden ist.

Prognosebericht

Für das Jahr 2024 haben wir zunächst mit einer merklichen Erholung in nahezu allen Segmenten gerechnet. Einzig im Solarbereich sind wir von weiter rückläufigen Umsätzen ausgegangen. In der Zwischenzeit hat sich jedoch abgezeichnet, dass die bereits deutliche Reduzierung der Solarumsätze nicht ausreichend war und die Erwartungen nochmals deutlich nach unten angepasst werden mussten. Nunmehr wird für das Jahr mit einem Umsatz in Höhe von 16,9 Mio. EUR und einem EBITDA von rd. 0,4 Mio. EUR geplant.

Label/ Grafics:

Nachdem der übermäßige Bevorratungseffekt aus 2022 in 2023 abgeklungen ist, stieg die Nachfrage nach Etiketten im vierten Quartal 2023 in Europa um 2,1 % im Vergleich zum gleichen Quartal 2022. Die Branche ist laut FINAT auf eine weitere Erholung im Jahr 2024 eingestellt (Quelle: FINAT-Marktstatistik: Anzeichen für die Erholung der europäischen Etikettennachfrage, 25. März 2024). Wir gehen davon aus, dass wir von dieser Erholung profitieren werden.

Medizinische Produkte & Beschattungssystem:

In diesen beiden Segmenten erwarten wir einerseits eine deutliche Marktbelebung, andererseits befinden sich das Unternehmen aktuell mit mehreren neuen Kunden für Beschattungssysteme in der Zulassungsphase. Im Bereich Medizinprodukte arbeiten wir aktuell an einem neuen Produkt.

Zwar erwarten wir erste Ergebnisse und Umsätze noch in 2024 jedoch werden signifikante Umsätze aufgrund der langen und umfangreichen Zulassungsverfahren erst in 2025 erwartet.

Areospace/ Aircraft Produkte:

In diesem anspruchsvollen und attraktiven Geschäftsfeld konnten wir in 2023 wichtige Fortschritte erzielen und wurden bei einigen Marktführern mit einem oder mehreren Produkten zugelassen. Es handelt sich hier um einen Spezialitäten- nicht um eine Volumenmarkt, den wir in 2024 weiter ausbauen wollen.

Was den Solarmarkt angeht, ist unsere Prognose eher negativ. Aufgrund der fehlenden Unterstützung und des Willens der EU die europäische Solarindustrie gegen die unfairen Geschäftspraktiken der chinesischen Modulanbieter zu schützen, ist davon auszugehen, dass die europäischen Hersteller ihre Produktionen entweder schließen oder in Drittländer verlagern. Wir haben die Umsätze in 2024 für diese Anwendung fast gänzlich herausgeplant. Da wir den Umsatzanteil für Solarprodukte in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut hatten und dieser ein wichtiger Bestandteil unseres Geschäftes war, wird es so kurzfristig nicht in Gänze zu kompensieren sein.

Durch die personelle sowie fachliche Verstärkung unsere Vertriebsmannschaft konnten wir die Entwicklungs- und Vertriebspipeline deutlich mit neuen Projekten füllen. Im Vordergrund stehen nachhaltige Produkte und neue Märkte, die Teils in Zusammenarbeit mit unserer Muttergesellschaft entwickelt werden. Auch hier rechnen wir aufgrund der Entwicklungs- und Zulassungszeit mit signifikanten Umsätzen erst ab 2025.

Insgesamt kommt uns zugute, dass das Unternehmen auf mehrere Nischen bzw. Standbeine ausgerichtet ist und wir keine Commodities, sondern kundenspezifische Produkte herzustellen. Dadurch können wir die Auswirkungen von Rückschlägen wie z.B. im Solarmarkt zumindest verringern.

Risikobericht

Die Identifikation und Bewertung von Risiken ist ein fester Bestandteil der Unternehmensorganisation. Sowohl im Rahmen von wöchentlichen Videokonferenzen als auch regelmäßigen direkten Treffen mit der Führungsebene unserer Muttergesellschaft werden laufend die Geschäftsentwicklung (Ertragslage, Liquidität) sowie ihre wesentlichen Einflussfaktoren diskutiert und beurteilt und ggf. Maßnahmen zur Gegensteuerung bei ungünstigen Entwicklungen beschlossen. Dabei werden auch globale Entwicklungen und Ereignisse diskutiert und die Strategien festgelegt.

Aktuell ist nicht erkennbar, dass die EU oder die Deutsche Regierung Maßnahmen ergreift, um die europäische bzw. die deutsche Solarindustrie vor den unfairen Geschäftspraktiken chinesischer Modulhersteller zu schützen. Selbst eine erfolgreiche Dumpingklage der Modulhersteller in Brüssel, würde wahrscheinlich zu spät kommen, da bereits Produktionskapazitäten in Europa abgebaut wurden oder in den kommenden Monaten noch abgebaut bzw. verlagert werden. Es bleibt abzuwarten, ob mit dem in Aussicht gestellten Solarpaket II national Maßnahmen umgesetzt werden können, welche Verbesserungen für die europäische Solarindustrie bringen. Aus diesem Grund haben wir Absätze in die Solar Industrie nur sehr konservativ berücksichtigen können.

Die Energiekosten haben sich in Deutschland gegenüber dem Vorjahr zwar etwas entspannt, gehören jedoch im internationalen Vergleich zu den höchsten der Welt. Unter den G 20 Staaten, liegt Deutschland mit 32,8 Eurocent pro Kilowattstunde auf dem zweiten Platz. Im weltweiten Durchschnitt kostet Strom aktuell 14,31 Cent (Quelle: Verivox Juni 2024). Für Energieintensive Unternehmen ist dies ein klarer Wettbewerbsnachteil.

Um dieses Risko für Dunmore Europe zu verringern, hat sich das Unternehmen Ende 2021 gemäß des ISO 50001 Energiemanagementsystems zertifizieren lassen. Die DIN EN ISO 50001 setzt gesamtheitlich an und schafft einen systemischen Rahmen sowohl für die Verbesserung des Energieeinsatzes und des Verbrauchs als auch für die Verankerung nachhaltigen energetischen Wirtschaftens in der Unternehmensorganisation. Somit haben Investitionen und Maßnahmen, die den Energieverbrauch nachhaltig reduzieren, hohe Priorität.

Die Dunmore Europe GmbH agiert branchenspezifisch in einem internationalen Marktumfeld. Unverändert ist der Fokus darauf ausgerichtet in möglichst vielen unterschiedlichen Branchen vertreten zu sein, um somit Schwankungen innerhalb einzelner Bereiche noch besser ausgleichen zu können.

Die von den maßgeblichen Kreditinstituten zur Deckung des geplanten Liquiditätsbedarfs bereitgestellten Kreditlinien werden unverändert fortgeführt. Die für das laufende Geschäft notwendige Liquidität ist unter Berücksichtigung der bestehenden Kontokorrentlinien gesichert.

Chancenbericht

Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert. Der ifo- Geschäftsklimaindex ist im April 2024 auf 89,4 Punkte gestiegen, nach 87,9 Punkten im März. Dies ist der dritte Anstieg in Folge (Quelle: IFO Geschäftsklimaindex vom 24. April 2024).

Was die Kunststoffindustrie und die verarbeitenden Betriebe angeht, rechnet ein Viertel aller im Rahmen des "KI Dialogs" befragten Unternehmen mit einer Rückkehr auf das Normalniveau aus Vor-Krisen-Zeiten nicht vor dem zweiten Halbjahr 2024 (Quelle: kiweb: "46. Umfrage zur Konjunktur in der Kunststoffbranche", Januar 2024).

Was die von Dunmore belieferten Segmente angeht, ist das Bild uneinheitlich. Während der Solarmarkt, wie bereits berichtet, einbricht, befindet sich der Label- und Grafikmarkt wieder im Aufwind. Auch die Absätze und Prognosen für medizinische Produkte lassen eine Umsatzsteigerung erwarten. Eine breite technologische Aufstellung sowie ein hohes Produkt- und Prozess-Know-How, verringern nicht nur die Risiken, sondern bieten auch neue Chancen.

Um den Einbruch des Solarmarktes zu kompensieren, wurde der Vertrieb nochmals neu ausgerichtet und mit Fachleuten verstärkt. Die Neukundenakquise sowohl für bestehende Produkte als auch für neue Geschäftsfelder stehen im Fokus. Dabei wird dem zunehmenden Bedarf für nachhaltige Produkte Rechnung getragen.

Zudem wurde in den vergangenen Monaten die Zusammenarbeit mit unserer Muttergesellschaft im Bereich F&E intensiviert. Hier profitiert Dunmore Europe vom Know-how für Aerospace Produkte, ein Marktsegment, das aufgrund seiner besonders hohen technischen Ansprüche sehr attraktiv ist. Wichtige Zulassungen bei europäischen Kunden wurden bereits erwirkt und bilden die Grundlage für ein profitables Geschäft. Dieses Segment wird mit Priorität weiter ausgebaut, neue Projekte sind bereits konkret definiert und in ihrer Entwicklung weit fortgeschritten.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Insbesondere bei der Gewinnung von neuen Kunden in bestimmten Ländern und Branchen ergeben sich - wie auch bereits im Abschnitt IV. erläutert - Risikokonzentrationen.

Den möglichen Ausfallrisiken im Bereich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird unter Berücksichtigung von Konzernmaßnahmen so weit wie möglich durch Zusammenarbeit mit Kreditversicherungen begegnet. Außerdem gilt es durch eine differenziertere Überwachung und Gestaltung von Zahlungs- und Lieferkonditionen Zahlungsausfälle zu begrenzen. Falls trotz dieser Maßnahmen Wertberichtigungsbedarf entsteht, wird diesem bereits unterjährig Rechnung getragen.

 

Freiburg, 19. Juni 2024

Dunmore Europe GmbH

Torsten Werthmann

Christian Frank

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.168.809,09 4.937.791,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 958.156,00 1.161.670,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 24.656,00 41.470,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 933.500,00 1.120.200,00
II. Sachanlagen 3.210.653,09 3.776.121,31
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 428.034,59 533.239,59
2. technische Anlagen und Maschinen 1.653.880,00 1.604.294,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 991.667,00 1.228.563,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 137.071,50 410.024,72
B. Umlaufvermögen 5.095.551,36 5.678.071,11
I. Vorräte 2.776.641,82 4.216.255,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.218.861,43 1.459.884,22
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.100.048,11 1.931,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.362,22 64.453,96
Summe Aktiva 9.317.722,67 10.680.316,38

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.639.636,18 5.490.277,27
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Kapitalrücklage 9.027.090,70 9.027.090,70
III. Bilanzverlust 5.887.454,52 5.036.813,43
B. Rückstellungen 1.343.581,43 1.366.143,28
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 243.171,00 270.336,00
2. sonstige Rückstellungen 1.100.410,43 1.095.807,28
C. Verbindlichkeiten 3.334.505,06 3.823.895,83
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 643.749,88
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.260.407,27 1.169.285,12
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.821.231,26 1.833.366,16
a. Verbindlichkeiten gegenüber GmbH-Gesellschaftern 1.821.231,26 1.833.366,16
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 11.823,29
5. sonstige Verbindlichkeiten 252.866,53 165.671,38
Summe Passiva 9.317.722,67 10.680.316,38

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis -709.629,74 482.063,40
a) Rohergebnis 7.371.374,36 9.699.510,05
b) Personalaufwand 4.908.192,49 5.493.276,16
Löhne und Gehälter 3.975.984,05 4.614.701,25
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 932.208,44 878.574,91
soziale Abgaben 926.045,13 865.240,02
davon Aufwendungen für Altersversorgung 6.163,31 13.334,89
c) Abschreibungen 872.454,13 869.010,79
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 2.300.357,48 2.855.159,70
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 126.432,41 126.432,41
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -115.595,23 -109.749,83
a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 115.595,23 109.749,83
davon an verbundene Unternehmen 47.334,03 47.334,03
Zinsen 110.637,23 104.466,83
Zinsen für Gesellschafterdarlehen 41.780,73 47.334,03
Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 4.958,00 5.283,00
3. Ergebnis nach Steuern -825.224,97 372.313,57
4. sonstige Steuern 25.416,12 25.048,12
Jahresfehlbetrag 850.641,09 -347.265,45

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Dunmore Europe GmbH hat ihren Sitz in Freiburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i.Br. unter der Nummer (HRB 4931) eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften werden beachtet. Mögliche Ausweiswahlrechte werden grundsätzlich in Übereinstimmung zum Vorjahr vorgenommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Kurs am Entstehungstag. Soweit erforderlich wurde grundsätzlich eine Abwertung auf den jeweils ungünstigeren Kurs am Abschlussstichtag vorgenommen. Bei einer Restlaufzeit, der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger, werden auch nicht realisierte Währungsgewinne berücksichtigt.

Der entgeltlich erworbene Firmenwert, der unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert wurde, wird in Anwendung des § 253 Abs. 3 S. 3 und 4 HGB linear über 10 Jahre abgeschrieben.

Die übrigen entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen werden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, bewertet. Die Abschreibungen werden linear nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 250,00 werden in voller Höhe als Betriebsausgabe abgezogen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst, über fünf Jahre linear abgeschrieben und am Ende des fünften Jahres als Abgang erfasst.

Die Vorräte sind ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung von Vermögensgegenständen verwendet wird, wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen bewertet. Auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung von 2% für das allgemeine Kreditrisiko, die Berücksichtigung von Skonti und Beitreibungskosten gebildet.

Der sich aus den zu versteuernden temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen ergebende Aktivüberhang wurde nach dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

Die ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Für die Berechnung wurde die Projected Unit Credit Method unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G verwendet. Der der Berechnung zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, beträgt 1,82% (Vorjahr: 1,78%). Dieser wird gem. § 253 Abs. 2 HGB seit dem Wirtschaftsjahr 2015/2016 auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre ermittelt. Darüber hinaus wurde ein Rententrend von 2,00% zugrunde gelegt (Vorjahr: 2,00%).

Der für Zwecke der Ermittlung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,74%.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag passiviert; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchung
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 472.012,67 1.250,00 0,00 0,00 473.262,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.867.000,00 0,00 0,00 0,00 1.867.000,00
2.339.012,67 1.250,00 0,00 0,00 2.340.262,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.831.353,77 4.100,00 0,00 0,00 2.835.453,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.031.005,76 11.842,50 338.134,44 0,00 10.380.982,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.101.953,33 21.098,19 0,00 0,00 7.123.051,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 410.024,72 65.181,22 -338.134,44 0,00 137.071,50
20.374.337,58 102.221,91 0,00 0,00 20.476.559,49
22.713.350,25 103.471,91 0,00 0,00 22.816.822,16
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 430.542,67 18.064,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 746.800,00 186.700,00 0,00
1.177.342,67 204.764,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.298.114,18 109.305,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.426.711,76 300.390,94 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.873.390,33 257.994,19 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
16.598.216,27 667.690,13 0,00
17.775.558,94 872.454,13 0,00
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.606,67 24.656,00 41.470,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 933.500,00 933.500,00 1.120.200,00
1.382.106,67 958.156,00 1.161.670,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.407.419,18 428.034,59 533.239,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.727.102,70 1.653.880,00 1.604.294,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.131.384,52 991.667,00 1.228.563,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 137.071,50 410.024,72
17.265.906,40 3.210.653,09 3.776.121,31
18.648.013,07 4.168.809,09 4.937.791,31

2. Forderungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Pensionsrückstellungen

Es besteht eine Pensionszusage und ähnliche Verpflichtung über eine Unterstützungskasse, für die in der Bilanz unter Inanspruchnahme des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet wurde. Eine Deckungslücke besteht nicht.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre und dem Ansatz der Pensionsrückstellung unter Zugrundelegung des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre beträgt TEUR 2.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen auf Personalkosten, Kundenboni sowie ausstehende Rechnungen.

5. Verbindlichkeiten

davon Restlaufzeiten
Gesamt
EUR
unter 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 643.749,88 643.749,88 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.260.407,27 1.260.407,27 0,00 0,00
Vorjahr 1.169.285,12 1.169.285,12 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 11.823,29 11.823,29 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.821.231,26 117.006,69 1.704.224,57 0,00
Vorjahr 1.833.366,16 102.026,90 1.731.339,26 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 252.866,53 252.866,53 0,00 0,00
Vorjahr 165.671,38 165.671,38 0,00 0,00
3.334.505,06 1.630.280,49 1.704.224,57 0,00
Vorjahr 3.823.895,83 2.092.556,57 1.731.339,26 0,00
davon gesichert
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00
Vorjahr 643.749,88
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00
Vorjahr 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00
Vorjahr 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00
Vorjahr 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00
Vorjahr 0,00
0,00
Vorjahr 643.749,88

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Vorjahr

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Vorjahr

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Vorjahr

4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Vorjahr

5. Sonstige Verbindlichkeiten Vorjahr Vorjahr

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, davon in Höhe von TEUR 1.821 gegenüber verbundenen Unternehmen, sind Darlehen in Höhe von TEUR 1.704 (Vorjahr: TEUR 1.731) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 102) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vorjahr waren durch Grundschulden, Sicherungsübereignung des Inventars und der Vorräte sowie Abtretungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert.

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge, die einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind in Höhe von TEUR 122. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Zuschüsse nach den Regelungen der Strom- und Gaspreisbremse in außergewöhnlicher Höhe von TEUR 471.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen, die einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind in Höhe von TEUR 20.

IV. Sonstige Pflichtangaben1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nachfolgende finanzielle Verpflichtungen:

unter 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 95 217 0
Erbbaurecht 191 902 2.650
286 1.119 2.650

2. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Herr Torsten Werthmann, Hohberg, Geschäftsführer

Herr Christian Frank, Kenzingen, Geschäftsführer

3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 64 Arbeitnehmer (Vorjahr: 69) beschäftigt, davon 32 Angestellte und 32 gewerbliche Arbeitnehmer. In der Angestelltenzahl sind 5 Teilzeitkräfte enthalten.

4. Unternehmensbeziehungen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der obersten Konzernmutter, der Steel Partners Holdings L.P., Delaware, USA, nach US-amerikanischen Vorschriften einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist auf der Homepage unter jr.steelpartners.com/annual-reports oder bei der Corporation Trust Company, 1209 Orange Street, Wilmington, DE 19801, USA erhältlich. Für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird in Übereinstimmung mit den US-amerikanischen Vorschriften von der Dunmore International Corporation ein nicht zur Veröffentlichung bestimmter Teilkonzernabschluss nur insoweit erstellt, wie es für den Einbezug in den Konzernabschluss der Steel Partners Holdings L.P., Delaware, USA erforderlich ist.

 

Freiburg, den 19. Juni 2024

Dunmore Europe GmbH

Torsten Werthmann

Christian Frank

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dunmore Europe GmbH, Freiburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dunmore Europe GmbH, Freiburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dunmore Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, den 19. Juni 2024

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