Stammdaten

Register
Amtsgericht Ansbach HRB 5305
Eingetragen
13.10.2011
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenGroßhandel mit Flachglas
Gegenstand
Die Planung, die Herstellung, der Transport und der Vertrieb von Blechdämmpaneelen und Profilblechen mit Zubehör sowie damit im Zusammenhang stehende Dienst- und Werkleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Giulio Cattaneo
seit 9.3.2020
Prokura
Sergio Bettio
seit 13.10.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Lattonedil s.p.a.
Italy
667 €
66.67%

Beteiligungen

NameAnteil
5.56%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lattonedil DE GmbH

Dinkelsbühl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, die Herstellung, der Transport und der Vertrieb von PIR-Dämmelementen für den Einsatz an Dach und Fassade mit Verkauf von Zubehörartikeln. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Fachgroßhändler sowie fachspezifische Verlegefirmen.

Der Lattonedil Konzern hat sich mittlerweile als einer der bedeutenden europäischen Hersteller von Stahl-Sandwichelementen etabliert. An 13 europäischen Produktionsstandorten fertigt der Konzern mehr als 20 Millionen m 2 Dämmpaneele im Jahr.

Das traditionell geführte Familienunternehmen wurde im Jahr 1969 gegründet und beschäftigt im Konzern mittlerweile mehr als 800 Mitarbeiter an modernsten Fertigungslinien in Italien, Deutschland, Spanien, Frankreich und Bosnien & Herzegowina.

An unserem Standort in Dinkelsbühl, gegründet 2011, sind 30 Mitarbeiter tätig.

2. Forschung und Entwicklung

Der Konzern Lattonedil plant ständig neue Produktinnovationen im Dach- und Fassadenbereich.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marktsituation am deutschen Markt zeigte, dass es im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zu einer moderaten Zunahme des Produktionsvolumens in durchschnittlicher Abnahme von 1,27 Mio. Quadratmetern pro Jahr gegeben hat. Der gesamte Auftragseingang der Branche, anteilig des deutschen Marktes im Geschäftsjahr, betrug rund 15,6 Mio. Quadratmeter (Quelle: IFBS Market Data).

Für 2024 rechnen wir mit einem stabilen Auftragsvolumen, dies kann sich allerdings jedoch witterungsabhängig verschieben.

2. Geschäftsverlauf

Hinsichtlich des Produktions- und Auftragsvolumens blicken wir auf ein herausforderndes, jedoch immer noch planmäßiges Geschäftsjahr zurück.

Im Produktionsjahr 2023 haben wir eine Reduzierung in den Produktionsmengen von 0,4 % auf 0,63 Mio. Quadratmetern. Die Rohstoffpreise haben sich im Jahr 2023 insbesondere durch die gestiegenen Stahl-Preise erhöht.

Darstellung der Ertragslage

Mit einem Gesamtumsatz von rund EUR 14,9 Mio. (i. Vj. EUR 18,7 Mio.) und einer Gesamtleistung von rund EUR 15,4 Mio. (i. Vj. EUR 18,6 Mio.) erzielten wir ein EBITDA (Gewinn vor Abschreibung, Steuern und Zinsen) von rund EUR -0,1 Mio. (i. Vj. EUR 2,4 Mio.). Der erzielte Jahres-Cashflow (Ergebnis zuzüglich Abschreibungen) beträgt EUR -0,5 Mio. (i. Vj. EUR 2,0 Mio.).

Das geplante EBITDA von rund EUR 1,6 Mio. konnte erreicht werde; der geplante Gesamtumsatz von EUR 20,0 Mio. konnte wegen Produktionsrückgang nicht erreicht werden. Der geplante Jahres-Cashflow von EUR 1,0 Mio. konnte nicht erreicht werden. Gleichzeitig hat sich unser Produktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % reduziert.

Im Berichtsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von EUR 1,09 Mio. (i. Vj. Jahresüberschuss von EUR 1,4 Mio.) erzielt, was eine deutliche Reduzierung gegenüber dem Vorjahr (EUR 2,5 Mio.) bedeutet. Im Jahresergebnis 2023 sind keine periodenfremde Ergebnisbelastungen enthalten.

Somit hat sich die Umsatzrendite vor Zinsen (EBIT / Umsatzerlöse) von 9,1 % auf -3,8 % reduziert.

Darstellung der Finanzlage

Im Berichtsjahr hatte sich der Jahres-Cashflow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) um EUR 2,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahresniveau auf EUR -0,5 Mio. reduziert.

Die Gesellschaft wird durch die Gesellschafter und die finanzierenden Kreditinstitute finanziert. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind wir von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen, da eine Patronatsvereinbarung (samt Rangrücktritt) mit der Muttergesellschaft vorliegt. Die Gesellschaft wird wesentlich durch die Gesellschafter und Kreditinstitute finanziert und diese Finanzierung muss während des Prognosezeitraum aufrecht erhalten bleiben. Die Gesellschafterin Lattonedil S.p.A., Mailand (Italien), hat zu diesem Zweck bezüglich der bestehenden Finanzierung den Rangrücktritt erklärt und zudem die bestehende Patronatserklärung für weitere zwölf Monate, beginnend ab dem Zeitpunkt der Erteilung des Bestätigungsvermerks, verlängert. Diese genannte Finanzierungsformen unserer Gesellschaft deutet auf das Fortbestehen der Gesellschaft hin, was die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der bestehenden Unternehmenstätigkeit weiter unter Beweis stellt.

Darstellung der Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von EUR 17,2 Mio. auf EUR 18,9 Mio. gestiegen. Die Aktivseite ist im Wesentlichen geprägt durch das Anlagevermögen, das sich auf EUR 7,2 Mio. (i. Vj. EUR 7,9 Mio.) beläuft. Die Vorräte sind von EUR 7,7 Mio. auf EUR 6,4 Mio. gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt von EUR 0,6 Mio. auf EUR 1,6 Mio. gestiegen. Das Eigenkapital (bzw. der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag) beträgt EUR -1,5 Mio. (i. Vj. EUR -0,4 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen haben sich aufgrund der niedrigen Gewährleistungsrückstellungen reduziert von TEUR 360 auf TEUR 270. Im Wesentlichen war der Absatz im Jahr 2023 um 6,6 % niedriger als in 2022 (und dem Budget), während der Durchschnittspreis um 22,4 % zurückging; der Gesamteffekt führte zu einem Umsatzrückgang; der Absatzrückgang trat vor allem in der zweiten Jahreshälfte auf, in der die Nachfrage schrumpfte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von EUR 0,7 Mio. auf EUR 2,4 Mio. gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber Dritten von EUR 3,3 Mio. auf EUR 2,9 Mio. gesunken.

Zum 31.12.2023 besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von EUR -1,5 Mio. Angesichts der Patronatsvereinbarung mit der Muttergesellschaft sowie der Rangrücktrittsvereinbarungen geht die Geschäftsleitung gleichwohl von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Siehe hierzu auch die detaillierten Ausführungen unter dem Abschnitt "Darstellung der Finanzlage".

Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 0,6 Mio. auf EUR 1,6 Mio. gestiegen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl Umsatzrendite und den Jahres-Cashflow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Jahres-Cashflow aus der Summe des Jahresergebnisses und den Abschreibungen.

Die positive Entwicklung vom Vorjahr konnte nur begrenzt fortgeführt werden, einerseits wegen der Umsatzsenkung, andererseits wegen der Steigerung der durchschnittlichen Rohstoffpreise.

Unsere wirtschaftliche Lage kann unter den gegebenen Umständen unter Berücksichtigung der Gesellschafterfinanzierung insgesamt als verhältnismäßig stabil und Branchenkonform bezeichnet werden.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Es sollte auch beachtet werden, dass die aktuelle geopolitische Situation im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt in der Ukraine und der Unterbrechung der Lieferketten aus den betroffenen Ländern keine direkten Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens und der Gruppe haben, da keine Geschäftsbeziehungen mit Kunden oder Lieferanten aus der Ukraine, Russland oder China stattfanden.

IV. Prognosebericht

Um die stabile Entwicklung des Unternehmens beizubehalten, planen wir erweiterte Kundenakquise durch einen effektiven Außendienst, eine konsequente Entwicklung unseres Kundenportfolios sowie eine ständige Verbesserung der Qualität unserer Paneele.

Investitionen sind aktuell nicht geplant.

Durch unseren stabilen Kundenstamm, sowie unsere Neuanstellungen von Außendienstmitarbeitern und Handelsvertretern und die daraus resultierende Gewinnung von Neukunden, liegt die geplante Produktionsmenge für das folgende Geschäftsjahr bei 0,6 Mio. Quadratmeter, mit einem Gesamtumsatz von rund EUR 14,2 Mio. und einem EBITDA von rund EUR 1,2 Mio. und einem Jahres-Cashflow von EUR 0,7 Mio. sowie eine Umsatzrendite von 3,6 %. Die Unternehmensziele basieren auf einen realistischen Budgetprozess, auf IFBS Branchendata und auf den aktuellen Marktanteilwachstums des Unternehmens in Deutschland.

Die Umsatzsteigerung wird darüber hinaus durch den konkreten Impuls über die größte Messe der Branche (Bau 2025 Messe in München) erwartet. Die letzte geplante Messe in 2023 hat erfolgreich stattgefunden und neue Geschäftskontakte bzw. Impulse getrieben. Wir erwarten daher einen überproportionalen Eingang an Aufträgen durch Neukunden über die neu generierten Kontakte, die auf der Messe geknüpft wurden.

Die Umsatzsteigerung von Lattonedil DE resultiert auch durch eine erhöhte Synergie mit Unternehmen des Konzerns über Cross-Selling Opportunities.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens für 2024 daher weiterhin als zufriedenstellend. Aus Sicht der Geschäftsführung ist ein stabiler Trend in der Entwicklung der Gesellschaft, wie im Vorjahr, zu erwarten.

V. Chancen und Risikobericht

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl im Wareneingang als auch vor Auslieferung unserer Produkte in unseren werkseigenen Labors, sowohl am Standort Dinkelsbühl, wie auch in den hochmodernen Labors in Carimate (Italien) sowie unseres Schaumlieferanten durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Die Erwartungen für die Folgejahre werden als moderat steigend eingeschätzt. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem unsicheren Wettbewerbsumfeld, eher unstabilen Rohstoffpreisen im Stahl- und Chemiesektor. Wir sehen uns für die Bewältigung der künftigen Risiken durch unsere verstärkte Konzerneinbindung aber gut gerüstet. Der Fortbestand der Gesellschaft setzt die Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die Kreditinstitute und die weitere finanzielle Unterstützung von Gesellschafterseite voraus.

Die weitere Gesamtauswirkung der durch gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen, Inflationsrisiken und kriegsbedingte Risiken kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich eingeschätzt werden. Bezüglich der Gewährleistungsverpflichtungen gegenüber Geschäftspartnern erwarten wir einen planmäßigen Trend im Einklang mit unserer Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 151).

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität unserer Kunden.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Dinkelsbühl, 16. 05. 2024

Sergio Bettio, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.249.850,09 7.861.782,09
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 80.154,00 114.788,00
II. Sachanlagen 7.169.696,09 7.746.994,09
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.991.134,09 4.148.493,09
2. technische Anlagen und Maschinen 2.566.610,00 2.868.698,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 611.952,00 729.803,00
B. Umlaufvermögen 10.152.448,26 8.998.476,20
I. Vorräte 6.405.457,55 7.654.189,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.753.345,21 1.039.817,62
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.070.626,50
2. sonstige Vermögensgegenstände 682.718,71 1.039.817,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.993.645,50 304.469,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.266,11 14.723,95
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.453.192,70 363.814,84
Aktiva 18.869.757,16 17.238.797,08

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. ausgegebenes Kapital 944.445,00 944.445,00
1. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
2. eigene Anteile -55.555,00 -55.555,00
II. Gewinnrücklagen 30.590,42 30.590,42
III. Verlustvortrag 1.338.850,26 2.755.566,33
IV. Jahresfehlbetrag 1.089.377,86 -1.416.716,07
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.453.192,70 363.814,84
B. Rückstellungen 269.643,79 355.658,70
C. Verbindlichkeiten 18.600.113,37 16.883.138,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.379.877,50 723.612,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.389.562,13 11.890.716,08
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.830.673,74 4.268.809,55
Passiva 18.869.757,16 17.238.797,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.909.007,31 5.259.479,96
2. Personalaufwand 1.457.331,09 1.332.780,47
a) Löhne und Gehälter 1.198.992,43 1.098.083,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 258.338,66 234.697,35
davon für Altersversorgung 319,26
3. Abschreibungen 617.383,49 627.836,93
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 617.383,49 627.836,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.563.751,80 1.549.507,48
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.650,88 2.002,96
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 511.321,93 270.865,01
davon an verbundene Unternehmen 430.310,32 236.607,78
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -148.608,07 55.971,15
8. Ergebnis nach Steuern -1.081.522,05 1.424.521,88
9. sonstige Steuern 7.855,81 7.805,81
10. Jahresfehlbetrag 1.089.377,86 -1.416.716,07

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Lattonedil DE GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Dinkelsbühl
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ansbach
Register-Nr.: HRB 5305

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag i.H.v. EUR 1.453.192,70 aus. Mit Datum 20.10.2017 wurde zwischen der Gesellschaft und deren Gesellschafterin Lattonedil SpA eine Patronatsvereinbarung mit Rangrücktritt unterzeichnet. Hierin verpflichtet sich die Gesellschafterin, dafür zu sorgen, dass die Gesellschaft finanziell und kapitalmäßig so ausgestattet wird, dass diese jederzeit zur Erfüllung ihrer sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Verpflichtungen in der Lage ist. Des Weiteren wurde mit Datum 10.03.2020 neben einem umfassenden Rangrücktritt ein Vertrag über die Fortführung der finanziellen Unterstützung der Lattonedil DE GmbH geschlossen, der die Fortführung der obigen Patronatsvereinbarung für mindestens weitere 12 Monate garantiert. Unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen ist bei der Bilanzierung von der Fortführung des Unternehmens auszugehen.

Anlässlich der Erstellung des Jahresabschlusses 2023 wurde die weitere Gültigkeit der Patronatserklärung vom 20.10.2017 ausdrücklich bestätigt sowie die Absicht und finanzielle Möglichkeit, diese Patronatsvereinbarung einzuhalten, bekräftigt.

Wir richten uns bei der Bilanzierung und der Bewertung nach folgenden Grundsätzen:

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für Anlagenzugänge zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren wurden mit den Anschaffungskosten, ggf. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, aktiviert. Hierbei wird als Verbrauchsfolge grundsätzlich unterstellt, dass die zuerst angeschafften Bestände zuerst verbraucht werden (Fifo-Verfahren). Für Stahlblech werden die Anschaffungskosten als gewogener Durchschnittspreis ermittelt. Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und der allgemeinen Verwaltungskosten. Zudem wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, in die Herstellungskosten einbezogen. Der niedrigere beizulegende Wert der Erzeugnisbestände wird angesetzt, soweit er unter die Herstellungskosten gesunken ist.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die als Aufwendungen für die Zeit danach zu erfassen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf:

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 6.038.158,93 Euro

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 6.655.542,42 Euro

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 511.860,89 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 511.860,89 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.774.046,16 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.847.517,19 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.766.516,78 5.451,49 0,00
Summe Sachanlagen 13.388.080,13 5.451,49 0,00
Summe Anlagevermögen 13.899.941,02 5.451,49 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 511.860,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 511.860,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.774.046,16
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.847.517,19
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.771.968,27
Summe Sachanlagen 0,00 13.393.531,62
Summe Anlagevermögen 0,00 13.905.392,51
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 397.072,89 34.634,00 0,00 0,00 431.706,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 397.072,89 34.634,00 0,00 0,00 431.706,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.625.553,07 157.359,00 0,00 0,00 1.782.912,07
2. technische Anlagen und Maschinen 2.978.819,19 302.088,00 0,00 0,00 3.280.907,19
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.036.713,78 123.302,49 0,00 0,00 1.160.016,27
Summe Sachanlagen 5.641.086,04 582.749,49 0,00 0,00 6.223.835,53
Summe Anlagevermögen 6.038.158,93 617.383,49 0,00 0,00 6.655.542,42
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 80.154,00 114.788,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 80.154,00 114.788,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.991.134,09 4.148.493,09
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.566.610,00 2.868.698,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 611.952,00 729.803,00
Summe Sachanlagen 0,00 7.169.696,09 7.746.994,09
Summe Anlagevermögen 0,00 7.249.850,09 7.861.782,09

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Im Einzelnen handelt es sich hauptsächlich um noch nicht fällige Umsatzsteuer aus gewährten Boni sowie um Kautionen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

2023 2022
Steuerrückstellungen 0,00 € 0,00 €
Sonstige Rückstellung 0,00 € 0,00 €
Rückstellung für Personalkosten 92.401,55 € 49.658,70 €
Rückstellung für Gewährleistung 151.242,24 € 280.000,00 €
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 26.000,00 € 26.000,00 €

Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der besicherten Darlehen beträgt 2.379.877,50. EUR (Vorjahr: 723.612,75 EUR). Die Besicherung erfolgt durch Buchgrundschulden und Sicherungsübereignung von Sachanlagen.

Es besteht eine Bürgschaft zugunsten des Kunden Wolf System GmbH in Höhe von 150.000 EUR aufgrund spezifischer Reklamationen, die durch eine Bürgschaftsvereinbarung am 24.08.2022 vertraglich definiert wurden. Die Inanspruchnahme der Bürgschaft durch den Kunden sieht die Firma Lattonedil als sehr gering an, da in allen Reklamationsfällen mit dem Kunden proaktiv kooperiert wird.

Am 08.02.2024 wurde die Bürgschaft laut einer Vereinbarung auf 50.000,00 EUR reduziert.

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 9.262.309,51 EUR (Vorjahr: 8.288.981,97 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 9.337.803,86 EUR (Vorjahr: 8.594.156,41 EUR).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 12.860.070,05 EUR (Vorjahr: 12.476.031,64 EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr betragen 4.568.662,85 EUR (Vorjahr: 4.331.875,23 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit einer Laufzeit größer als ein Jahr beträgt 8.291.407,20 EUR (Vorjahr: 8.144.156,41 EUR).

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 28.173,36 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Bis 1 Jahr: 11.155,44 EUR
Zwischen 1 und 5 Jahre: 17.017,92 EUR

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren im Unternehmen durchschnittlich 1,5 leitende Angestellte (Vorjahr: 1,5), 10 Angestellte (Vorjahr: 8) und 16 Arbeiter (Vorjahr: 16) beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer Sergio Bettio ausgeübter Beruf: Unternehmer

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist konzernzugehörig zur Konzern-Muttergesellschaft Lattonedil S.p.A. mit Sitz in Mailand, Italien.

Die Lattonedil DE GmbH wurde in den Konzernabschluss der Lattonedil S.p.A. einbezogen.

Der offen gelegte Konzernabschluss kann am Verwaltungssitz der Gesellschaft in Carimate/Italien eingesehen werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.089.377,86 EUR wird mit dem Verlustvortrag verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Dinkelsbühl, 16. Mai 2024

Sergio Bettio, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lattonedil DE GmbH

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Lattonedil DE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lattonedil DE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt 4.2.3 Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Es wurden Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen erbracht, bei welchen der zu Grunde liegende Sachverhalt nicht vollständig aufgeklärt werden konnte. Wir können daher nicht ausschließen, dass das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 918 zu hoch ausgewiesen ist.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Allgemeine Angaben" im Anhang und auf die Angaben in Abschnitt II.2 "Geschäftsverlauf" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft wesentlich durch die Gesellschafterin und Kreditinstitute finanziert wird und diese Finanzierung während des Prognosezeitraums aufrecht erhalten bleiben muss. Die Gesellschafterin hat zu diesem Zweck bezüglich der bestehenden Finanzierung den Rangrücktritt erklärt und zudem die bestehende Patronatserklärung für weitere zwölf Monate, beginnend ab dem Zeitpunkt der Erteilung des Bestätigungsvermerks verlängert. Wie in den entsprechenden Abschnitten des Anhangs und des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 S. 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 24. Juli 2024

H.R.S. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Martin Costa, Wirtschaftsprüfer

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