Oberland Automobile GmbHLiquidiert
82362 Weilheim in Oberbayern, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Döhring seit 8.4.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.00% | |
| 5.58% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Oberland Automobile GmbHWeilheimJahresabschluss zum 31. Dezember 2007
BILANZ zum 31. Dezember 2007AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007
Anhang für das Geschäftsjahr 2007I. BilanzierungsgrundsätzeDie Gesellschaft ist als mittelgroße
Kapitalgesellschaft gemäß § 267 des
Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende
Jahresabschluss wurde gemäß der §§ 242
ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen
Vorschriften des GmbHG aufgestellt.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang
gemacht werden können, wurden grundsätzlich im
Anhang gemacht.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
II. BewertungsgrundsätzeDie Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen
der §§ 252 bis 256 HGB sowie den besonderen
Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften
(§§ 279 bis 283 HGB) vorgenommen. Bei der
Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens
ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).
Die erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit
den um planmäßige Abschreibungen verminderten
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei
immateriellen Vermögensgegenständen werden die
Abschreibungen linear und zeitanteilig ermittelt. Bei den
Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen nach der linearen
Methode und zeitanteilig. Vermögensgegenstände
mit Anschaffungskosten bis 410,00 EUR werden jeweils im
Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.
Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes
werden die Vorführfahrzeuge trotz überwiegend
kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im
Anlagevermögen ausgewiesen und über eine
Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben.
Vorführfahrzeuge, die während des
Geschäftsjahres ge- und wieder verkauft wurden, werden
aus Vereinfachungsgründen hier nicht erfasst.
Außerdem werden die
Veräußerungserlöse bei den Umsätzen,
die Restbuchwerte im Wareneinsatz ausgewiesen.
Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder
dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.
Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter
Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem
am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von
Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die
übrigen Forderungen werden wegen des Ausfallwagnisses,
des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der
Beitreibung der Außenstände um 1,0 v.H. ihres
Nettobetrages wertberichtigt.
Die Rückstellungen werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Betrages passiviert. Sie berücksichtigen
alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag
angesetzt.
III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31.12.20071. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens
gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist ausgehend von
den historischen Anschaffungskosten dargestellt.
Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten
bis EUR 410,00 ohne Umsatzsteuer werden im Jahr des Zugangs
als Abgang dargestellt.
Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr
2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn der Position "Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände" sind Forderungen gegen
Gesellschafter in Höhe von EUR 54.729,00 (Vorjahr: EUR
52.479,00) enthalten.
3. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten weisen im Geschäftsjahr und
im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr aus.
Die Verbindlichkeiten betragen gegenüber
Kreditinstituten TEUR 11.134,7 (Vorjahr: TEUR 2.637,0) und
die übrigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 9.605,8
(Vorjahr: TEUR 8.876,0).
IV. Sonstige Angaben1. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gemieteten
Räumen.
Die finanziellen Verpflichtungen aus den Miet- und
Leasingverträgen betragen TEUR 311,0 ohne Umsatzsteuer
Des Weiteren bestehen aus dem Verkauf von Fahrzeugen
branchenübliche Rücknahmeverpflichtungen.
2. Angaben zu GeschäftsführungsorganenAlleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft
war im Berichtsjahr Herr Frank Schütrumpf,
Geschäftsführer Gesamtbetrieb.
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge
wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
3. Kredite und Vorschüsse an OrganeAn die Organe der Gesellschaft wurden folgende Kredite
und Vorschüsse gewährt:
4. Anzahl der ArbeitnehmerIm Durchschnitt waren während des
Geschäftsjahres 2007 beschäftigt:
5. Vorschlag zur Verwendung des ErgebnissesAufgrund des Jahresfehlbetrags 2007 erübrigt sich
ein Vorschlag zur Gewinnverwendung.
Weilheim, den 19. Juni 2008
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20071 Darstellung des GeschäftsverlaufsAllgemeinUnsere Hauptgeschäftstätigkeit liegt im
exklusiven Verkauf von neuen PKW der Marke BMW, seit sowie
im markenungebundenen Handel mit Gebrauchtfahrzeugen.
Weiterhin gehört zu unserem Geschäftsbetrieb der
Handel mit Fahrzeugen der Marke Mitsubishi,
Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, die Wartung und
Instandhaltung von Kraftfahrzeugen sowie die Vermittlung
von Leasing-, Finanzierungs- und
Versicherungsgeschäften und die kurzfristige
Vermietung von Kraftfahrzeugen.
Entwicklung von Gesamtwirtschaft und BrancheDie Entwicklung der deutschen Konjunktur verlief laut
Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung
(ZEW) auch im zurückliegenden Jahr sehr erfreulich.
Trotz einiger belastender Faktoren wie der
Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des Jahres sowie dem
rasanten Anstieg wichtiger Rohstoffpreise legte das
Bruttoinlandsprodukt ein starkes Expansionstempo vor und
wuchs laut Statistischem Bundesamt um 2,5 % (Vorjahr 2,9
%). Trotz einer blendenden Arbeitsmarktsituation - die
Arbeitslosenquote konnte laut Bundesagentur für Arbeit
auf einen Tiefstand von 9,0 % gesenkt werden - zogen die
Ausgaben des privaten Konsums nicht mit. Laut
Bundeswirtschaftsministerium sank der private Konsum - der
mit einem Anteil von 57 % am nominalen BIP die gewichtigste
Verwendungskomponente ist - im letzten Jahr um 0,3 %
gegenüber dem Vorjahr, während er 2006 mit 1,0 %
noch moderat gewachsen war.
Der deutsche Automarkt hat 2007 noch schlechter
abgeschnitten als befürchtet: Während der
Nutzfahrzeugmarkt laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erneut
zweistellige Zuwachsraten erzielte und auch der
Zweiradmarkt sich nach vielen mageren Jahren erholte,
erreichten die Pkw-Zulassungen ein historisches Tief. 3,15
Mio. Pkw wurden 2007 neu zugelassen. Dies entspricht einem
Rückgang von 9,2 % gegenüber dem Vorjahr. Der
Verband der Automobilindustrie (VDA) teilte mit, dass im
Dezember 2007 die Zulassungszahl sogar um 20 %
gegenüber dem Vorjahreswert gesunken war. Grund
dafür sei vor allem das hohe Absatzniveau im Dezember
2006 gewesen, denn viele Autokäufer hatten wegen der
Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 den
geplanten Neuwagenkauf vorgezogen. Mit dem nun
verzeichneten Einbruch um 20 % blieb der Dezember 2007
allerdings auch hinter dem Niveau der Jahre 2005 und 2004
zurück.
Im Vergleich dazu konnte BMW seine Marktposition
behaupten, MINI deutlich ausbauen. Zwar sank bei BMW die
Anzahl der Neuzulassungen von 272.805 auf 255.421 Einheiten
um 6,3 %, der Marktanteil konnte jedoch von 7,87 % in 2006
auf 8,11 % erhöht werden. BMW konnte sich damit in der
Platzierung auf Rang 3 verbessern und somit Mercedes und
Audi hinter sich lassen. Bei MINI erhöhte sich die
Anzahl der Neuzulassungen von 24.652 auf 29.468 Einheiten
um 19,5 %. Der Marktanteil stieg damit von 0,71 % auf 0,94
%.
Umsatz- und AuftragsentwicklungIm Geschäftsjahr 2007 erzielten wir einen Umsatz in
Höhe von TEUR 28.651 gegenüber TEUR 32.013 im
Vorjahr, womit wir einen Rückgang von 10,5 %
verzeichneten. Die wichtigsten Sparten haben sich beim
Umsatz wie folgt entwickelt:
Investitionen und FinanzierungsmaßnahmenDie Investitionen ins Anlagevermögen - ohne
Geschäfts- und Vorführfahrzeuge - betrugen im
Geschäftsjahr TEUR 25,9 und betreffen
ausschließlich das Sachanlagevermögen.
Die Sachanlagen - ohne Geschäfts- und
Vorführwagen - verringerten sich trotz dieser
Investitionen gegenüber dem Vorjahresstichtag von TEUR
121,9 um TEUR 7,0 auf TEUR 114,9.
Am Bilanzstichtag hatten wir Anlagegüter zum
Neuwert von TEUR 220 geleast und dafür im abgelaufenen
Geschäftsjahr planmäßige Leasingraten in
Höhe von TEUR 24,3 geleistet.
Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten haben
wir nicht getätigt.
PersonalDie Zahl der Mitarbeiter hat sich zum jeweiligen
Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen und
teilweise auch bei den kaufmännischen Mitarbeitern an
den Tarifverträgen des Landesverbandes Bayern
(Vergütungstarifvertrag für die gewerblichen
Angestellten und Arbeitnehmer für das
Kraftfahrzeuggewerbe in Bayern); darüber hinaus
bestehen abweichende einzelvertragliche Regelungen. Die
Vergütung für unsere gewerblichen Mitarbeiter
sowie die Verkaufsberater enthalten leistungsorientierte
Bausteine.
Sonstige wichtige Vorgänge des GeschäftsjahresSeit Oktober 2006 haben wir neben unserem
Kerngeschäft, dem Handel mit Fahrzeugen der Marke BMW,
unser Angebotsportfolio um die Marke Mitsubishi erweitert.
Dieses Engagement startete operativ ab Januar 2007 in
eigens dafür eingerichteten Geschäftsräumen.
Der Absatz im ersten vollständigen Geschäftsjahr
betrug 48 Einheiten.
2 Darstellung der LageVermögenslageDas Vermögen sowie das Kapital unserer Gesellschaft
stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
FinanzlageUnsere Finanzlage ist angespannt, wofür die
Kennziffer der statischen Betrachtungsweise, wonach die
kurzfristig liquidierbaren Vermögensgegenstände
in Höhe von TEUR 12.194,8 geringer sind als die
kurzfristig fälligen Schulden in Höhe von TEUR
20.740,5, ein Indiz ist.
Im Geschäftsjahr 2007 erzielten wir ein Cash
Defizit, abgeleitet aus dem Jahresüberschuss
zuzüglich der verbuchten Abschreibungen in Höhe
von TEUR -843,0, im Vorjahr einen Cash Überschuss in
Höhe von TEUR 253,4.
Ertragslage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr minderte sich
einhergehend mit dem erheblichen Umsatzrückgang das
Betriebsergebnis um TEUR 541,8. Dieses beläuft sich
nunmehr auf TEUR 34,6 (Vorjahr TEUR 576,4). Durch die
finanzielle Situation verschlechterte sich auch das
Zinsergebnis um TEUR 421,1 und betrug TEUR -994,7 (Vorjahr
TEUR -573,6).
Der Jahresfehlbetrag verringert sich um TEUR 6.590,3 von
TEUR 7.535,8 auf TEUR 945,5. Dies resultiert aus den
Sondereinflüssen des Jahres 2006 mit der Ausbuchung
von Beständen an Forderungen und Vorräten.
3 Voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Risiken und ChancenDie Pkw-Neuzulassungen in Deutschland werden nach
Prognosen von Marktforschungsunternehmen im kommenden Jahr
auf 3,36 Mio. zulegen. Das würde im Vergleich zum
Vorjahr ein Plus von mehr als 7,0 % bedeuten.
Der Wachstumsschub ist allerdings hauptsächlich
eine Folge des sehr schwachen Ergebnisses im abgelaufenen
Jahres 2007. Gründe für den schwachen Markt in
2007 finden sich in den negativen Sondereffekten aus der
Mehrwertsteuer Erhöhung zum Jahresbeginn sowie der
allgemeinen Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Um
diese Sondereffekte bereinigt, beträgt der
prognostizierte Anstieg 2008 nur noch 80.000
Neuzulassungen.
Zwar ist das Durchschnittsalter des deutschen
Pkw-Bestands mittlerweile auf 8,1 Jahre gewachsen - zum
Vergleich: 2001 lag dieser Wert bei 6,9 Jahren - doch
entsteht dadurch kein echter Neuwagen Ersatzbedarf. Daher
sei das immer weiter wachsende Durchschnittsalter allein
kein Anlass zur Hoffnung für höhere
Neuzulassungen, zumal bereits 15 Prozent des Pkw-Bestands
15 Jahre oder älter sei. Allerdings werde sich die
auch in 2008 fortsetzende wirtschaftliche Erholung mit
steigenden Realeinkommen und geringerer Arbeitslosigkeit
positiv auf die Neuzulassungsentwicklung auswirken.
Für die Oberland Automobile GmbH Weilheim steht das
Jahr 2008 im Zeichen der operativen Gesundung und
konsequenten Umsetzung des Sanierungskonzeptes.
Die Bearbeitung des definierten Marktes und die
Eroberung neuer Kunden stehen für uns ebenso im
Mittelpunkt wie die Erhöhung der Kundenzufriedenheit
bei bestehenden Kundenbeziehungen.
Die Nachhaltigkeit in der Umsetzung und die Definition
innerbetrieblicher Prozessabläufe sind
Grundvoraussetzungen für den zukünftigen Erfolg.
Durch die Einbindung in die AML Group GmbH Autos machen
Leute werden Synergieeffekte im Bereich des
Bonifikationssystems der BMW AG sowie Einsparpotenziale im
zentralen Einkauf in der Planung erzielt. Neben diesen
Verbesserungen auf der Leistungsseite haben wir uns
deutliche Kosteneinsparungen vorgenommen.
Unsere finanzielle Lage ist weiterhin angespannt;
dennoch können wir unseren Zahlungsverpflichtungen
nachkommen. Es liegt eine bilanzielle Überschuldung
vor, die aber nicht zu einer insolvenzrechtlichen
Überschuldung führt. Hierzu verweisen wir auf die
Änderungen der Gesellschaftsstruktur und der
Geschäftsführung im nachfolgenden Abschnitt.
Aufgrund der Feststellung der enormen Schieflage der
Gesellschaft in 2008 erwarten wir in 2008 aufgrund der
notwendigen Aufarbeitung der Vergangenheit noch keine
wesentlichen positiven Impulse aus der Restrukturierung der
Geschäftsprozesse. Eine Steigerung der operativen
Umsätze und Erträge ist somit in 2008 im
Vergleich zum Jahr 2007 auch aufgrund der schwierigen
Marktverhältnisse für die Kfz-Branche nicht zu
erwarten.
Die langfristige Fortführung unseres Unternehmens
ist deshalb von der zügigen und effektiven
Verbesserung unserer Ertragslage und der Möglichkeit
abhängig, uns auch in einer krisenhaften Situation bei
unserer Muttergesellschaft finanzieren zu können.
Die Umstrukturierungsmaßnahmen werden zusammen mit
der bereits erfolgten bilanziellen Sanierung der
Gesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2009 zu einer
deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses
führen.
4 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresAnfang des Jahres 2008, mit dem Eintritt der AML Group
GmbH München in die Oberland Gruppe sowohl mit der
Gestellung von Geschäftsführer als auch als
Gesellschafter, ist die enorme Schieflage des Unternehmens
aufgrund nicht werthaltiger Bestände von Forderungen
und Vorräten bekannt geworden.
Zusammen mit Gläubigern, vornehmlich Hausbanken und
der BMW AG, wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet welchem
alle Beteiligten mit Verzichten auf bestehende
Ansprüche zustimmten. Die insolvenzrechtliche
Überschuldung der Gesellschaft konnte mit diesem
Schritt abgewendet werden.
Durch den Eintritt des neuen Gesellschafters werden
Restrukturierungen im Rahmen der Führung der
Geschäfte vorgenommen, die den operativen Bereich
ebenso wie den finanzwirtschaftlichen Bereich umfassen.
5 Risikomanagement und Risikokategorien der FinanzinstrumenteDurch die Einführung eines internen Kontrollsystems
für unser Forderungs- und Fahrzeugmanagement versuchen
wir Ausfallrisiken bei Kundenforderungen zukünftig
möglichst gering zu halten. Am Bilanzstichtag
bestehende Risiken insbesondere durch die nicht
werthaltigen Bestände von Forderungen und
Vorräten sind durch Wertberichtigungen im
Jahresabschluss berücksichtigt.
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um
die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu
dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht
wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
Oberland Automobile GmbH, Weilheim, für das
Geschäftsjahr vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember
2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung
von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten
Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss
unter Einbeziehung der Buchführung und über den
Lagebericht abzugeben.
Mit Ausnahme des im folgenden Absatz dargestellten
Prüfungshemmnisses haben wir unsere
Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und
Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch
den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den
Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit
hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung
der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über
die Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in
Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere
Prüfung mit der im nachfolgenden Absatz dargestellten
Ausnahme eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden
Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Das
Vorhandensein der ausgewiesenen Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände anteilig in Höhe von
EUR 319.168,80 ist nicht vollumfänglich nachgewiesen,
weil wir aufgrund der Mängel im
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem keine
zuverlässigen Saldenbestätigungen einholen
konnten und durch alternative Prüfungshandlungen keine
hinreichende Sicherheit über den Bestand der
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände
gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen
werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.
Mit dieser Einschränkung entspricht der
Jahresabschluss der Oberland Automobile GmbH, Weilheim,
nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir
auf die bilanzielle Überschuldung sowie die sehr
angespannte Liquiditätslage hin und verweisen auf die
Ausführungen dazu im Lagebericht.
München, 04. August 2008
Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater,
Rechtsanwälte
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