Oerlikon Metco Europe GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joao Manuel Pires Ramos seit 11.3.2020 | Geschäftsführer |
Titus Dieter Ulrich Hientzsch seit 11.3.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Air Logistics GmbHRaunheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Der Jahresabschluss der Air Logistics GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Gesellschaft. Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen und Schutzklausel wurden teilweise in Anspruch genommen. Die folgende Aufstellung entspricht in ihrer Reihenfolge dem Postenaufbau des gesetzlich vorgeschriebenen Gliederungsschemas. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände wurden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für betragsmäßig kleinere Anschaffungs- und Herstellungskosten des Anlagevermögens wurde wie folgt vorgegangen: Geringwertige Anlagegüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betrafen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellten; die Auflösung des Postens erfolgte linear entsprechend dem Zeitablauf. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. III. Angaben zur Bilanz Anlagengegenstände Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahre 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 6.115.145,87 (Vorjahr: € 7.235.065,67) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.602.023,70 enthalten (Vorjahr: € 2.624.152,49). Eigenkapital Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte gemäß § 272 HGB. Die Bilanz wurde unter Verwendung des Jahresergebnisses auf Basis des Ergebnisabführungsvertrages aufgestellt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 32.526,59 (Vorjahr: € 1.231.366,61) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten mit 17.783,50 € (Vorjahr: 35.333,50 €) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen mit € 9.559,65 (Vorjahr: € 1.097.576,68). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 166.720,03 (Vorjahr: € 1.053.126,00) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 6.175.669,85 (Vorjahr: € 7.408.976,40) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (ausgewiesen in den verbundenen Unternehmen) betragen € 858.908,95 (Vorjahr: € 1.947.229,70) und weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Darin sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von €0,00 (Vorjahr: € 16.000,00) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 858.908,95 (Vorjahr: € 1.931.229,70) enthalten. Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten beträgt € 6.635.987,69, davon beläuft sich der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf € 6.635.987,69 (Vorjahr: € 8.926.551,33). Dieser Betrag teilt sich auf die Bilanzposten wie folgt auf: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: € 229.979,56 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: € 6.342.389,88 Sonstige Verbindlichkeiten: € 63.618,25 Die Verbindlichkeiten sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind bis auf geschäftsübliche Sicherungsgeschäfte wie Eigentumsvorbehalte u. a. ebenfalls unbesichert. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 15.895,32 sonstige finanzielle Verpflichtungen, und zwar aus den Mietverträgen der genutzten Büroflächen und Parkplätze von € 15.895,32 jährlich (Laufzeit unbestimmt mit durchschnittlich dreimonatiger Kündigungsfrist). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 139.648,46 (Vorjahr: € 1.002.703,52) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnungen mit € 84.595,93 (Vorjahr: € 924.501,06), Sachbezügen mit € 31.932,48 (Vorjahr: € 33.108,83) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen mit € 18.000,00 (Vorjahr: € 26.881,15). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 958.859,58 (Vorjahr: € 1.708.587,18) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsumrechnungen mit € 266.083,28 (Vorjahr: € 998.163,01), Aufwendungen für Management Fees (Fremdgeschäftsführer und Group Management) mit € 163.215,00 (Vorjahr: € 237.016,00), Buchführungskosten mit € 109.382,84 (Vorjahr: € 115.959,27), Ausbuchungen alter Forderungen mit € 78.029,27 (Vorjahr: € 14.257,09) sowie Raummieten mit € 65.442,72 (Vorjahr: € 63.257,49). V. Sonstige Angaben Verlustübernahme Aufgrund des mit der WFC Investment Deutschland GmbH & Co. KG, Raunheim, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages vom 15.01.2013 hat diese den im Berichtsjahr entstandenen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 404.279,02 (Vorjahr: Jahresüberschuss € 1.309.908,14) auszugleichen. Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer haben Einzelvertretungsbefugnis. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die Air Logistics GmbH wurde in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft World Freight Company S.A.S., Sitz in Roissy Charles de Gaulles Cedex, Frankreich, einbezogen. Die World Freight Company S.A.S. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Die Air Logistics GmbH wurde in den Konzernabschluss der Gesellschaft WFC TOP S.A.S., Sitz Luxembourg, Luxemburg, einbezogen. Die WFC TOP S.A.S. stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 16 Mitarbeiter (Vorjahr: 15 Mitarbeiter), von denen alle Angestellte sind. Nicht darin enthalten sind Geschäftsführer, Auszubildende und Praktikanten. Nachtragsbericht Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.
Raunheim, den 26. September 2024 Joao Pires Ramos, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die Air Logistics GmbH wurde am 31. März 2000 gegründet und hat ihren Sitz in Raunheim. Die Gesellschaft ist spezialisiert auf Vermittlung von Luftfracht-Kapazitäten, Luftfracht- Chartern und Vertretung u. Vermarktung von Fluggesellschaften. Hauptgeschäftstätigkeit der Air Logistics ist dabei die Handelsvertretung von internationalen Fluggesellschaften in Deutschland für ihr Cargo-Geschäft (General Sales Agent / GSA). Darüber hinaus werden weitere ergänzende Dienstleistungen angeboten, wie z.B. die Abwicklung der Luftfracht an Flughäfen und die Vermittlung von ergänzenden LKW-Transportdienstleistungen. Durch ihre zuverlässige Abwicklung und effiziente Kostenstruktur konnte sich die Air Logistics seit ihrer Gründung zu einem erfolgreichen Partner für Cargo-Dienstleistungen etablieren. Die Air Logistics profitiert dabei von ihrer internationalen Ausrichtung und ihrer Einbindung in den Konzern der WFC-Gruppe, ein global agierender Konzern mit Hauptsitz in Frankreich und zahlreichen Tochtergesellschaften weltweit. Die Air Logistics vertritt als GSA in Deutschland u.a. Airlines aus dem europäischen und asiatischen Raum. Kunden der Air Logistics sind internationale Speditionen wie z.B. DHL, Dachser, UPS und weitere sowie Air-Cargo-Broker. Die Air Logistics hat ihre Geschäfte im abgelaufenen Geschäftsjahr an ihrem Hauptstandort in Raunheim betrieben. Des Weiteren werden Betriebsstätten an den Flughäfen München, Köln und Hamburg unterhalten. Mit der Gesellschafterin, der WFC Investment Deutschland GmbH & Co. KG, wurde am 15.01.2013 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der auch weiterhin gültig ist. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche sowie branchenspezifische Rahmenbedingungen Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft verzeichnete die Luftfrachtbranche in Deutschland im Jahr 2023 einen Rückgang der verladenen Luftfrachtmenge um 7% gegenüber dem Vorjahr.1 Dabei hat der Flughafen Frankfurt die meisten Güter verladen (rd. 1,9 Mio. Tonnen, Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 5%). Im Expressfrachtaufkommen konnten hingegen die deutschen Drehkreuze Leipzig/ Halle und Köln/ Bonn jeweils weiterhin das Vor-Corona-Niveau aus dem Jahr 2019 übersteigen. Insgesamt war das Jahr 2023 durch die weltweite Aufhebung von Corona-Beschränkungen geprägt, die zur Wiederherstellung von Lieferketten über den Seeweg führten und gleichzeitig zu einem Einbruch beim Transportbedarf für medizinische Hilfsgüter. Daneben wirkte sich auch die Eintrübung des Welthandels auf die Frachtmengen aus (Rückgang des Wachstums von 5,1% im Jahr 2022 auf 0,9% in 2023). Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 verzeichnete die Luftfrachtbranche einen Rückgang der globalen Nachfrage, da nach Aufhebung von weltweiten Corona-Einschränkungen die Lieferketten im Bereich der Seefracht wiederhergestellt wurden und gleichzeitig der Transportbedarf medizinischer Güter zurückging. Die Nachfrage nach Luftfracht im Jahr 2023 lag in Deutschland unter dem Niveau des Vor-Corona Jahres 2019 (rd. 89%) . 1 Dieser Rückgang wirkte sich auch auf das Geschäft der Air Logistics aus. Anders als in den vergangenen beiden Jahren musste ein Umsatzrückgang verzeichnet werden, nämlich um rd. 73% im Vergleich zum Vorjahr 2022, während in 2022 der Anstieg gegenüber 2021 etwas mehr als 20 % und in 2021 gegenüber 2020 sogar annähernd 300 % betragen hatte. Dieser Geschäftsverlauf ist unter anderem zurückzuführen auf die abnehmende Auslastung der Kapazität im Flugfrachtverkehr und die damit zusammenhängenden Preissenkungen, welche aufgrund der gegebenen Vertragsmodelle (Wiederverkauf von Frachtraum etc. statt Kommissionserlöse) zum großen Teil nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten. Insbesondere sank der Durchschnittsertrag pro Kilo im Vergleich zum sehr guten Vorjahr von 0,22 €/kg auf 0,12 €/kg. In den Vor-Corona- Jahren lag der Wert bei rd. 0,10 €/kg. Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2023 einen Verlust nach Steuern (vor sonstigen Steuern) in Höhe von Euro 404.134,02, während im Vorjahr noch ein deutlich positives Ergebnis in Höhe von Euro 1.311.065,43 erreicht werden konnte. Der Gross Profit (Rohertrag), berechnet aus Umsatz abzüglich Materialaufwendungen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich verringert, und zwar um 51 % von Euro 2.851.569 auf Euro 1.289.983. Insgesamt hat der Geschäftsverlauf die Erwartungen der Geschäftsführung aus dem ersten Quartal des Jahres 2023 nicht erfüllt. Lage der Gesellschaft Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf Euro 6.893.514. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (Euro 10.382.918) um Euro 3.489.404 reduziert. Auf der Aktivseite reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Passivseite ist im Wesentlichen aufgrund einer Reduzierung der Rückstellung und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen Euro 679.061 (rd. 10 % der Bilanzsumme). Sie haben sich im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt um Euro 1.914.667 reduziert. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen Euro 6.115.146 (rd. 88 % der Bilanzsumme). Sie haben sich im Vergleich zum Vorjahr um Euro 1.119.920 reduziert. Maßgeblich hierfür waren die um Euro 1.022.129 gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Intercompany-Bereich. Demgegenüber haben sich die Forderungen aus Cashpooling nur um Euro 97.791 vermindert. Diese bestehen am Bilanzstichtag in Höhe von Euro 4.513.122 (Vorjahr: Euro 4.610.913), da die Gesellschaft auch verbundenen Unternehmen liquide Mittel zur Verfügung stellt, die selbst nicht benötigt wurden. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um Euro 185.829 auf Euro 12.264 reduziert, hauptsächlich bedingt durch Ausgleich und Abstimmung sonstiger Forderungen aus dem Bereich debitorischer Kreditoren. Die sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere um Euro 1.088.017 gesunkene Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Euro 1.231.366 im Vorjahr auf Euro 32.527 im Berichtsjahr verringert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von Euro 377.486 um Euro 147.506 auf Euro 229.980 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von Euro 8.462.102 um Euro 2.119.712 auf Euro 6.342.390 (92 % der Bilanzsumme) vermindert. Dies ist auf einen umsatzbedingten geringeren Einkauf von Vorleistungen im Intercompany- Bereich zurückzuführen. Das Eigenkapital beträgt unverändert zum Vorjahr Euro 225.000. Wegen des Absinkens der Bilanzsumme beträgt die Quote am Bilanzstichtag 31.12.2023 rund 3,3 % (im Vorjahr rund 2 %). Finanzlage Der Finanzmittelbestand, bestehend aus Kasse und Bankguthaben, hat sich um ca. 76 % reduziert auf Euro 78.497. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte auf Euro 997.516 erhöht werden. Im Vorjahr betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Euro 984.342. Investitionen sind für den Geschäftsbetrieb der Air Logistics nur in geringem Umfang erforderlich. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit für das Geschäftsjahr betrug Euro 0, wie bereits im Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen beeinflusst durch die Auszahlung des Ergebnisses (vor Gewinnabführung) des Vorjahres aufgrund des geschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Euro -1.245.524 und für das Vorjahr Euro -1.366.874. Diese Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit entsprechen in etwa den jeweiligen Ergebnissen der Vorjahre, welche im darauffolgenden Wirtschaftsjahr an die Muttergesellschaft ausgezahlt oder von dieser ausgeglichen wurden. Die Air Logistics ist aufgrund ihrer ausreichend hohen Liquidität (eigene Bankbestände und Forderungen aus der Cashpoolvereinbarung) jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Ertragslage Der Umsatz mit Euro 9.223.771 hat sich gegenüber dem Vorjahr (Euro 33.634.193) mit Euro 24.410.422 um 72 % reduziert. Wie im Abschnitt Geschäftsverlauf erwähnt, steht der Umsatzeinbruch im Zusammenhang mit dem Rückgang der globalen Nachfrage und der Wiederherstellung der Lieferketten im Seefrachtverkehr nach Aufhebung von Coronabeschränkungen. In diesem Zusammenhang sanken auch die Aufwendungen für den Einkauf der Vorleistungen, sodass sich der Posten Materialaufwand mit Euro 7.933.788 gegenüber dem Vorjahr (Euro 30.782.624) um 74 % reduziert hat. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von Euro 139.648 sind gegenüber dem Vorjahr (Euro 1.002.704) um 86 % gesunken. Die Personalkosten erhöhten sich von Euro 795.469 im Vorjahr auf Euro 936.313 im Berichtsjahr (Anstieg um 18%). Hauptursache hierfür waren Abfindungszahlungen zur Reduzierung des Personalbestandes als Reaktion auf den Rückgang im Geschäftsvolumen während des Jahres 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Euro 958.860 sind gegenüber dem Vorjahr (Euro 1.708.587) um 44 % gesunken. Dies ist hauptsächlich auf einen Rückgang der Aufwendungen aus Währungsumrechnung (von Euro 998.163 auf Euro 266.083) zurückzuführen. Es wurde ein Jahresfehlbetrag nach Steuern und sonstigen Steuern, vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme, von Euro 404.279 erzielt, verglichen mit einem Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.309.908,14 im Vorjahr. Risikomanagement sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Gesellschaft sieht ihre Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 darin, Wachstumspotential im Markt aufzugreifen, in dem sie auf eine passende Entwicklung des Dienstleistungsportfolio setzt, wie auch auf eine gezielte Weiterentwicklung ihrer vorhandenen Dienstleistungen sowie der Erweiterung des Brokerage-Bereichs. Chancen liegen auch mittelfristig in der Implementierung bzw. Forcierung des Einsatzes von künstlicher Intelligenz (KI), durch die Prozesse automatisiert und dadurch kostengünstiger abgewickelt werden können. Die Wettbewerbsfähigkeit vor allem im wachsenden Markt der Internetgeschäfte soll dadurch gestärkt werden. Die Gesellschaft profitiert hierbei von der konzerneigenen IT-Abteilung, welche die Entwicklung der KI-Prozesse schneller und individueller vorantreiben kann, als dies bei einem Fremdbezug dieser Leistungen möglich wäre. Weitere Chancen ergeben sich aus den negativen Auswirkungen von globalen Krisen auf die Seefrachtwege, so führen z.B. aktuelle Angriffe durch die sogenannte Huthi-Miliz im Roten Meer dazu, dass Containerschiffe die zeitaufwendigere Route über das Kap der Guten Hoffnung in Kauf nehmen müssen. Die Risiken im Jahr 2024 sind im Wesentlichen in der nicht absehbaren konjunkturellen Entwicklung im gesamten europäischen Raum und global zu sehen, da sich eine Abschwächung des Konjunkturzyklus abzeichnet. Des Weiteren führt der seit 2022 wieder zunehmende Flugverkehr speziell bei den Passagierfluggesellschaften zu erheblich steigenden Kapazitäten und somit zu einem erhöhten Preisdruck und damit verbunden zu sinkenden Erträgen, was bereits in 2023 zu einem Rückgang der Margen geführt hat. Risiken im Jahr 2024 sind auch in der zunehmenden Entwicklung der Internetverkäufe zu sehen. Diese stellen auch eine Bedrohung der Preisstruktur im Markt dar. Generell ist eine weitere Verringerung des Marktpreises für die kommenden Jahre für die Standarddienstleistungen zu erkennen, daher setzt die Gesellschaft zukünftig ihren Fokus auf horizontale Produktdiversifikationen oder Eigenprodukte. Daneben sieht die Gesellschaft Risiken in steigenden Personalkosten wegen inflationsbedingter hoher Tarifabschlüsse sowie höheren Frachtkosten aufgrund globaler Krisen. So führen unter anderem der Russland-Ukraine-Krieg und der Iran-Israel-Konflikt zu längeren Flugrouten und der dadurch längeren Bindung von Frachtkapazitäten. Für das Jahr 2024 rechnet die Air Logistics auch nochmals mit einem erhöhten Reisekostenaufwand, da nach Aufhebung der fast dreijährigen Corona-Beschränkungen wieder die physische Präsenz im Kundenkontakt zur Stärkung der Geschäftsbeziehungen in den Mittelpunkt rückt. Im Wesentlichen rechnet das Unternehmen seine Leistungen in Euro ab, so dass hier auch zukünftig keine nennenswerten wechselkursbedingten Risiken erwartet werden. Jedoch liegen erhöhte Zahlungsströme zwischen verbundenen Unternehmen vor, die mit Kursrisiken behaftet sind. Der Ukraine Krieg wirkt sich bisher, über die oben beschriebene Verlängerung der Flugrouten hinaus, nicht negativ auf die Geschäftsentwicklung der Air Logistics aus. So unterhält die Gesellschaft keine Geschäftsbeziehungen mit Airlines oder anderen Geschäftspartnern aus der Ukraine und Russland. Es können aber finanzielle Risiken nicht ausgeschlossen werden. Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Voraussichtliche Entwicklung Insgesamt wird die zukünftige Geschäftsentwicklung eher positiv von der Geschäftsführung gesehen. Der Auftragsbestand der Air Logistics für das Jahr 2024 konnte durch Hinzugewinn von zwei neuen großen Fluggesellschaften stabilisiert werden. Es wird mit einem höheren Umsatz bei geringerer Marge gerechnet und einem leicht profitablen Ergebnis.
Raunheim, den 26. September 2024 Joao Pires Ramos, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Air Logistics GmbH, Raunheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Air Logistics GmbH, Raunheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Air Logistics GmbH, Raunheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 26. September 2024 Grant
Thornton AG
Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer Sabine Bracher, Wirtschaftsprüferin |
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