Westland Walzentechnik GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Dr. Knappe seit 28.5.2025 | Prokura |
Ernst-Georg zur Nedden seit 2.6.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Westland Industrie Holding GmbHMelleKonzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2021KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021WESTLAND INDUSTRIE HOLDING GMBH, MELLEAllgemeines Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde von der Westland Industrie Holding GmbH mit Sitz in Melle im April 2022 erstellt. Ziele und Strategie Der Westland-Konzern ist weltweit tätig und dezentral organisiert, um spezifische Marktanforderungen zielgerichtet und kundenorientiert zu bearbeiten. Er strebt eine nachhaltige Positionierung in den Absatzbereichen "Beschichtete Walzen", "Elastomere Formartikel" und "Kautschuk-Mischungen" an. Leistungsindikatoren Die Leistungsfähigkeit und der Erfolg des Westland-Konzerns lassen sich sowohl in finanziellen als auch in nichtfinanziellen Kennzahlen ausdrücken. Als finanzielle Kennzahlen verwenden wir im Wesentlichen:
Als nichtfinanzielle Kennzahlen verwenden wir im Wesentlichen:
Struktur und Geschäftstätigkeit Die Westland Industrie Holding GmbH ist die Muttergesellschaft des Westland-Konzerns mit unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen in Deutschland, Europa, Russland, den USA und China. Eine detaillierte Aufstellung über alle Beteiligungen ist im Anhang aufgeführt. Als typische Zuliefer-Branche hängt die Geschäftsentwicklung der gummiverarbeitenden Industrie sehr stark von den jeweiligen Abnehmerindustrien ab. Für den Konzern sind dies der allgemeine Maschinenbau, die Druckindustrie, die Verpackungsindustrie, die Hausgeräteindustrie sowie die Elektroindustrie. Weiterhin werden als spezielle Nischen die Holzverarbeitende- und Möbelindustrie, die Stahlindustrie sowie die Lebensmittelindustrie mit technischen Gummiwaren, Walzenbeschichtungen sowie diversen Reparaturdienstleistungen bedient. Produktionsstätten in Deutschland werden in Melle, Bad Essen, Fürstenau und Coesfeld unterhalten. Am Standort in Melle werden Kautschukmischungen, Gummi-Metallverbindungen und Walzenbeschichtungen produziert, in Fürstenau Walzen mit Seriencharakter für Offsetdruckmaschinen hergestellt und in Bad Essen wird ein Logistik- und Montagezentrum für diverse Walzen betrieben. Der Standort in Coesfeld produziert Walzenbeschichtungen mit Gummi und Polyurethan sowie spezielle Formteile aus Polyurethanen. Wesentliche Verlagerungen von Produktionsteilen fanden im Jahr 2021 nicht statt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021 wurden die Konzernaktivitäten in China ausgedehnt. Das Tochterunternehmen LIGUM Tschechien gründete das Tochterunternehmen Ligum (Taicang) Industrial Technology Co., Ltd.. In diesem Zuge erfolgte eine räumliche Zusammenlegung der Produktion mit den Westland Tochterunternehmen an einem neuen vergrößerten Standort in Taicang. Es werden nunmehr folgende ausländische Standorte betrieben: Otrokovice / Tschechien mit der Fertigung von Elastomer-Formteilen, Taicang / China mit der Fertigung von Druckwalzen, Industriewalzen und Sleeves sowie Madrid / Spanien zur Fertigung von Druckwalzen für den spanischen, portugiesischen und südamerikanischen Markt. LIGUM als direktes Tochterunternehmen in Tschechien bedient direkt sowie durch seine Töchter und Beteiligungen alle osteuropäischen Märkte des Walzengeschäftes (Tschechien, Polen, Slowakei, Ukraine, Russland, Baltikum, Ungarn, Rumänien) sowie die Türkei. Es existieren Produktionsstätten in Jablonec / Tschechien, Poprad / Slowakei, Glogow / Polen, Lutsk / Ukraine, Borovsk / Russland und Istanbul / Türkei. In Kenosha / USA besteht außerdem ein Joint Venture für Herstellung und Vertrieb von Flexo-Druckformen für den nordamerikanischen Markt. In allen Werken und Betriebsstätten sowie Geschäftsstellen werden die jeweils gesetzlichen Vorschriften des Umweltschutzes erfüllt. Teile der Unternehmensgruppe wurden im Oktober 2021 entsprechend der DIN EN ISO 9001:2015 hinsichtlich Ihres Qualitätsmanagementsystems erfolgreich überprüft. Zertifizierungen bestehen für folgende Tochterfirmen:
Forschung und Entwicklung Die wesentlichen Aktivitäten zielen auf die Entwicklung neuer Elastomer-Werkstoffe und deren wirtschaftlicher Verarbeitung. Der Westland-Konzern hat wesentliche Teile dieser Aufgaben an die WEROS Technology GmbH, Melle, übertragen. Entwicklungskosten wurden im Jahr 2021 nicht aktiviert. Als Dienstleister für den Westland-Konzern erfüllt WEROS die Aufgabe, den hohen Stand an FuE-Leistungen in der Entwicklung von Elastomer-Werkstoffen sicherzustellen sowie Unterstützungsleistungen in der Anwendungstechnik zu erbringen. Zusätzlich werden Spezialbeschichtungen für besondere Oberflächenausführungen auf Gummiwalzen unter der Westland-Marke LotoTec® gefertigt. Der Schwerpunkt der FuE lag im Jahr 2021 marktbedingt in notwendigen Anpassungsentwicklungen auf breiter Front. Durch die Unterbrechung wichtiger Lieferketten mit der Verknappung verschiedener Rohstoffe mussten alternative Materialien kurzfristig evaluiert und qualifiziert werden, um lieferfähig zu bleiben. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen a. Entwicklung der Branche im Jahr 2021 Das Kalenderjahr 2021 stand zu Beginn weiterhin im Zeichen der Pandemie "Covid 19", verbunden mit einem konjunkturellen Aufholprozess. Der schnelle Wiederanlauf der Industrie stellte die Branche dabei vor erhebliche Herausforderungen, da es in der Folge immer wieder Rückschläge, bedingt durch Materialmangel und unterbrochene Lieferketten, gab. Insbesondere diverse Naturkatastrophen führten vermehrt zu Force Majeure-Meldungen wichtiger Vorprodukte. Zu den Problemen in der Verfügbarkeit kamen deutliche und kurzfristige Preissteigerungen hinzu. Für die deutsche Kautschukindustrie war es dementsprechend ein sehr anspruchsvolles Jahr. Der Umsatz lag bei 9,95 Mrd. Euro, was zwar einer Zunahme von 6,2% zum Vorjahr entsprach, aber noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau lag. Im Segment "Technische Elastomer-Erzeugnisse", die für den Konzern relevant sind, wurden 6,15 Mrd. Euro erlöst, was eine Zunahme von 8,1% zum Vorjahr bedeutete. Die nicht in die Automobilindustrie liefernden Unternehmen konnten dabei ein Wachstum von fast 14% erzielen. Die Kapazitätsauslastung (nur Bereich Technische Elastomer-Erzeugnisse) lag dabei im Durchschnitt bei 86,7 % der betriebsüblichen Vollauslastung und damit auf dem Niveau der letzten Jahre. Die Unternehmen haben einen weiteren Personalabbau zur Kapazitätsanpassung betrieben, sodass zum Jahresende nur noch ca. 67.600 Beschäftigte in der Branche arbeiteten, was einem Rückgang von weiteren 3,4% entsprach. Die Kurzarbeit konnte notwendige Anpassungen nur abfangen, nicht aufhalten. Die Kosten für Gas und Strom explodierten im Sommer 2021 geradezu, was eine erhebliche direkte Kostenbelastung bedeutete und in der Folge zu drastischen und anhaltenden Verteuerungen aller Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe führte. Allokationen wichtiger Materialien, verlängerte Lieferzeiten sowie gestiegene Logistikkosten kamen hinzu und bildeten ein sehr schwieriges Umfeld. b. Entwicklung des Konzerns Zur übersichtlichen Darstellung der Lage des Konzerns stellen wir für unsere finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren nachfolgende Kennzahlenübersicht voran:
*) Die Materialeinsatzquote berechnet sich wie folgt: Materialaufwand / Umsatzerlöse x 100 **) Die wirtschaftlichen Eigenmittel setzen sich zusammen aus dem Eigenkapital, den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, dem hälftigen Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen, den langfristigen Nachrangtranchen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie dem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Darstellung der Lage des Konzerns a. Umsatzentwicklung Die Umsatzentwicklung verlief in allen Bereichen sehr positiv. Im Jahr 2021 erhöhten sich die Umsatzerlöse von TEUR 76.761 um TEUR 7.373 (+ 9,61 %) auf TEUR 84.134. Ein Umsatzzuwachs wurde in allen Segmenten verzeichnet: "Kautschuk-Mischungen" 13%, "Formartikel" 8 %, "Walzen" und "Druckformen" 9 %. Der Exportumsatz erhöhte sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr und zwar von TEUR 38.258 um TEUR 4.894 (+ 12,8 %) auf TEUR 43.152. Die Exportquote erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 49,8 % auf 51,3 %. Das von unseren Kunden in Anspruch genommene Zahlungsziel hat sich auf 41 Tage erhöht. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 wurde somit eingehalten. Bei Kunden kam es vereinzelt zu Liquiditätsengpässen auf Grund der notwendigen Wachstumsfinanzierung, nachdem im Vorjahr zur Liquiditätssicherung Bestände abgebaut worden waren. Die kontinuierliche Arbeit im Debitorenmanagement überwacht weiterhin intensiv diese Entwicklung und steuert gegen, soweit notwendig. b. Auftragslage Die Auftragslage war durchgehend sehr gut und die Auftragsbestände stiegen kontinuierlich an, teilweise auch durch längerfristige Dispositionen der Kunden. Es mussten dadurch wieder Kapazitäten aufgebaut werden. Dieses gestaltete sich zeitlich schwieriger als der im Jahr zuvor durchgeführte Kapazitätsabbau. Die noch andauernde Pandemie bedeutete personelle Engpässe auf Grund von erhöhten Fehlzeiten. c. Beschaffung Der Materialaufwand erhöhte sich von TEUR 27.589 um TEUR 5.123 auf TEUR 32.712, ebenso wie die Materialeinsatzquote von 35,9 % auf 38,9 %. Diese Zahlen verdeutlichen die drastisch gestiegenen Preise aller Materialien. Der Anteil der Materialaufwendungen wird traditionell von den Gummirohstoffen, zugekauften Gummimischungen und dem Metall im Walzengeschäft (Stahlwalzen, Wellen, Kugellager und diversem Zubehör), Gussteilen für spezielle Formteile sowie von Glasfaserhülsen für die Flexo-Druckformen bestimmt. Die Überwachung und Optimierung der Preise stand in diesem Jahr hinter der Aufgabe zurück, die Verfügbarkeit der Rohstoffe und Vormaterialien zu sichern. Der Versorgungssicherheit wurde absolute Priorität eingeräumt. Das Vorratsvermögen hat sich von TEUR 13.853 um TEUR 2.995 auf TEUR 16.848 erhöht. Die Umschlagsdauer der Vorräte hat sich dabei im Jahr 2021 von 65 Tage auf 72 Tage erhöht. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 ist im Wesentlichen eingetreten. Durch ein aktives Bestandsmanagement wird die Lagerdauer und Umschlagshäufigkeit weiterhin ständig überprüft und gesteuert. Auch hier galt die Maxime, Versorgungsengpässe weitestgehend zu vermeiden. Finanzlage und Investitionen Die Erhöhung des Eigenkapitals von TEUR 41.225 um TEUR 5.500 auf TEUR 46.725 führte zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote von 65,8% auf 67,2%. Die Eigenmittelquote stieg dabei von 69,7 % auf 70,8 %. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Jahr 2021 TEUR 4.435 (Vorjahr TEUR 4.593). Diesen standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.249 (Vorjahr TEUR 3.303) gegenüber. Die Sachanlageinvestitionen betrafen insbesondere maschinelle Anlagen sowie Einrichtungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Finanzierung der Investitionen im Gesamtkonzern erfolgte größtenteils aus dem Cashflow. Das Verhältnis von Anlagevermögen zum Gesamtvermögen hat sich von 42,5 % im Vorjahr auf 40,44 % reduziert. Zur Eingrenzung von Wechselkursrisiken bzgl. der Tschechischen Krone wurden erneut Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Einen weiteren Einblick in die Entwicklung der Liquiditäts- und Finanzlage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung, die eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses ist. Der Konzern verfügt über ausreichende Liquidität und die zur Verfügung gestellten Kreditlinien (TEUR 7.500) wurden nicht ausgeschöpft. Personal- und Sozialbereich Es wurden im Konzern durchschnittlich 857 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 869), was eine Abnahme von ca. 1 % bedeutet. Daneben beschäftigt der Konzern 22 Auszubildende einschließlich der Studierenden im ausbildungsbegleitenden Studium (Vorjahr 24). Die Personalaufwendungen sind um TEUR 1.739 (5,95 %) gestiegen. Eine jährlich erstellte Demografie-Analyse über alle Mitarbeiter in Deutschland zeigt auf, welche Stellenbesetzungen in den kommenden fünf Jahren anstehen werden. Sie wird als Planungsinstrument fortgeschrieben und aktualisiert. Alle offenen Stellen konnten im Berichtszeitraum qualifiziert besetzt werden. Ertragslage Der Anstieg der Umsatzerlöse (+9,61%) führte dazu, dass sich das Rohergebnis von TEUR 49.536 um TEUR 5.293 auf TEUR 54.829 (+10,69 %) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um TEUR 63. Infolge dieser Entwicklung stieg das EBIT um TEUR 2.793. Gesamtaussage Die Gesamtentwicklung des Konzerns verlief deutlich erfolgreicher, als zu erwarten war. Das Ergebnis ist vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mehr als zufriedenstellend. Die im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 getroffenen Aussagen zur Prognose 2021 konnten bestätigt werden. Chancen- und Risikobericht Aus heutiger Sicht bestehen die größten Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die damit einhergehenden massiven Verknappungen und Preissteigerungen vieler Rohstoffe und insbesondere der Energie (Gas und Strom) sowie den beschlossenen wirtschaftlichen Sanktionen und eventuellen Embargos sind derzeit seriös nicht abschätzbar. Gerade die deutsche Industrie mit Ihrem hohen Exportanteil sowie der Abhängigkeit von Energie und Rohstoffen ist besonders betroffen und verletzbar. Es können unter den gegebenen Bedingungen folgende Annahmen getroffen werden: Kundenrisiken: Das maßgebliche Risiko im Vertrieb ergibt sich aus der Auftragslage und Solvenz der Kunden. Die wirtschaftliche Entwicklung der meisten Kunden ist grundsätzlich positiv einzuschätzen und es besteht ein großer Auftragsbestand. Bei einer zeitnahen Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzung besteht die Chance auf schnelle Erholung. Bonitätsrisiken: Diese stellen sich noch günstig dar. Das Unternehmen überwacht alle Debitoren weiterhin präzise, um Verlustrisiken zu minimieren. Eine Warenkreditversicherung wird nicht unterhalten. Lieferantenrisiken: Die Unterbrechung von Lieferketten ist inzwischen eine realistische Bedrohung, zunehmend bedingt durch eine mögliche Energie-Allokation der deutschen Industrie und weiteren Verwerfungen in den weltweiten Lieferketten. Mit Versorgungsunterbrechungen muss punktuell gerechnet werden. Die Materialversorgung ist zunächst für mehrere Monate gesichert, wodurch der Gesamtkonzern nicht existenziell bedroht wird. Das Unternehmen hat für die Standorte in Deutschland ein Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 eingeführt und erfolgreich zertifiziert. Der Einsparung von Energie wird nunmehr ein noch höherer Stellenwert eingeräumt. Finanzielle Risiken: Bezüglich der Liquidität bestehen keine erhöhten Risiken. Durch aktives Debitoren-Management und eine sehr gute Finanzlage ist eine gute Liquiditätsversorgung sichergestellt. Eine detaillierte Liquiditätsplanung sowie Plan-Ist-Vergleiche auf Basis verschiedener Szenarien existiert und wird streng und zeitnah überwacht. Die nachhaltige Liquiditätssicherung stellt weiterhin eine wichtige Aufgabe während dieser Krise dar. Das Wechselkursrisiko zur Tschechischen Krone wird größtenteils durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Die Schwäche der türkischen Lira belastet zwar das Geschäft in der Türkei, ist aber im Konzern nicht von kritischer Größe. Darüber hinaus besteht für die Unternehmen des Konzerns umfangreicher Versicherungsschutz. Personalrisiken durch Verlust wichtiger Mitarbeiter existieren derzeit nicht. Alle neu zu besetzenden Positionen konnten qualifiziert und zeitnah besetzt werden. Das Angebot an Ausbildungsberufen ist umfangreich, die Ausbildungsqualität sehr gut und die Weiterbildung auf gutem Niveau. IT-Risiken werden analysiert, benannt und überwacht. Derzeit sind sie als eher gering eingestuft, da umfangreiche Sicherungssysteme unterhalten und überwacht werden, sowohl Hardware als auch Software betreffend. Zusätzlich werden alle IT-User regelmäßig die Sicherheit betreffend geschult. Für seine Größe ist das Unternehmen auf dem aktuellen Stand der Technik und treibt Investitionen in diesem Bereich voran. Chancen: Vor dem Hintergrund des andauernden Krieges zwischen Russland und der Ukraine und den damit verbundenen Verwerfungen in der Verfügbarkeit von Material und Energie können an dieser Stelle keine sinnhaften Aussagen getroffen werden. Es werden intern diverse Maßnahmen für verschiedene Szenarien vorbereitet, um angemessen auf Änderungen in der Lage reagieren zu können. Für das interne Kontrollsystem und Risikomanagement sind klare organisatorische Funktionstrennungen vorhanden. Das "Vier-Augen-Prinzip" ist für Einkaufs- und Zahlungsprozesse bindend vorgeschrieben und umfangreiche IT-Sicherungskonzepte und Zugriffsrechte sind eingerichtet. Schließlich existieren entsprechende Kontroll- und Überwachungssysteme für alle operativen Prozesse. Hierzu dient auch das Tax Compliance Management System. In dem TCMS bekennt sich die Unternehmensleitung vorbehaltlos und uneingeschränkt zur Rechtstreue. Alle steuerlichen Regeln werden eingehalten und die ordnungsgemäße Erfüllung aller steuerlichen Pflichten im Unternehmensverbund sichergestellt. Die Unternehmensleitung verlangt von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine strikte Beachtung der geltenden steuerlichen Gesetze und Vorschriften. Verstöße werden nicht geduldet. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2022 sind aufgrund der Auftragslage die Aussichten zwar grundsätzlich gut. Das erste Quartal verlief planmäßig und Kostensteigerungen konnten größtenteils in den Markt weitergegeben werden. Unvorhersehbar sind die weiteren Auswirkungen des Krieges, auch mit allen Auswirkungen auf die stark steigende Inflation. Die Tochterunternehmen in Russland und der Ukraine sind derzeit nicht direkt von kriegerischen Handlungen betroffen, erfahren aber deutliche Einschränkungen in der Geschäftsentwicklung. Die Unternehmen in China sind aktuell von einem regionalen Lockdown betroffen. Lieferketten wurden bisher noch nicht unterbrochen, aber das Supply Chain Management steht vor täglichen Herausforderungen, die Versorgung sicherzustellen. Die verlängerten Frachtzeiten von und aus Übersee verzögern viele Lieferungen und Geschäfte. Alles weitere hängt im Wesentlichen von der stabilen Energieversorgung in Deutschland ab. Die eingeschlagene konsequente Nischenpolitik mit starker Produkt-Spezialisierung und marktführenden Positionen bildet nach wie vor eine solide Basis unseres Geschäftes, auch während dieser Krise. Die weitere Internationalisierung in den wichtigen Wachstumsmärkten der Welt macht den Konzern unabhängiger gegen regionale wirtschaftliche Entwicklungen. Es gelten für das Geschäftsjahr 2022 folgende Ziele:
Der Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf den aktuellen Erwartungen der Gesellschaft und auf bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft stehen, beeinflusst die Geschäftsentwicklung des Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der Gesellschaft wesentlich von den in die Zukunft gerichteten Aussagen abweichen.
Melle, 07. Mai 2022 Westland Industrie Holding GmbH gez. Ernst-Georg zur Nedden, Geschäftsführender Gesellschafter gez. Dagmar zur Nedden, Geschäftsführerin KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021WESTLAND INDUSTRIE HOLDING GMBH, MELLEAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG KONZERN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021WESTLAND INDUSTRIE HOLDING GMBH, MELLE1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Westland Industrie Holding GmbH mit Sitz in Melle wird beim Amtsgericht Osnabrück unter HRB 1445 geführt. Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss unter Anwendung der §§ 290 ff. HGB auf. Die Vorjahreszahlen werden vergleichend gegenübergestellt. Sämtliche Angaben zu Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die weiteren "Davon-Vermerke" sind aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt. Die Konzerngesellschaften beschäftigen sich sämtlich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Gummi- und Kunststofferzeugnissen aller Art. Aus diesem Grund ist eine Ergänzung der Gliederung nicht erforderlich. Der Konzernabschluss wurde unter teilweiser Verwendung des Konzernjahresergebnisses aufgestellt. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Westland Industrie Holding GmbH, Melle, nachfolgende Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
Die Westland Verwaltungs GmbH, Melle, ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Westland Gummiwerke GmbH & Co. KG, Melle. Die erstmalige Einbeziehung ist für die Gesellschaft Ligum (Taicang) Industrial Technology Co., Ltd., Taicang China, mit Gründung vom 26.03.2021 erfolgt. Die Gesellschaft befindet sich im Aufbau. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahreskonzernabschluss ist gegeben. Es besteht eine weitere mittelbare Beteiligung an der Firma LIGUM Lutsk, Ukraine, in Höhe von 58,56 %. Dieses Tochterunternehmen wurde gemäß § 296 Abs. 1 und 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die für die Aufstellung des Konzernabschlusses erforderlichen Angaben nicht ohne unverhältnismäßig hohe Kosten oder Verzögerungen zu erhalten sind. Des Weiteren bestehen aufgrund der politischen Lage in der Ukraine erhebliche und andauernde Beschränkungen bei der Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens in Bezug auf das Vermögen oder die Geschäftsführung dieses Unternehmens. Insgesamt ist die Bedeutung dieser Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens, Finanz und Ertragslage des Konzernabschlusses unerheblich. Entsprechend erfolgt die Bewertung gemäß § 296 Abs. 2 und § 311 Abs. 2 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die WEROS Technology GmbH wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Grund ist der fehlende beherrschende Einfluss, da das Mutterunternehmen gemäß § 290 Absatz 2 Nr. 4 HGB keine Risiken hinsichtlich dieser Gesellschaft übernimmt. 2. Anteile an assoziierten Unternehmen
Die Martin Westland Soluciones Graficas S.L. ist gem. § 311 HGB ein assoziiertes Unternehmen. Der Unterschiedsbetrag, der sich bei der Kapitalkonsolidierung ergab, wurde mittels der Equity-Methode auf den Stichtag 27. Juni 2005 unter Anwendung der Buchwertmethode berücksichtigt (§ 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB-alt). Er ist inzwischen voll abgeschrieben. Da der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung noch nicht vorlag, wurde der Jahresabschluss 2020 für die Bewertung zum 31.12.2021 herangezogen. Die Gesellschaft bilanziert und bewertet die Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Aufwendungen und Erträge nach dem spanischen Handelsrecht. 3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Der Konzern entstand mit Wirkung zum 1. Januar 2001. Die Konsolidierungsmethoden wurden im Geschäftsjahr unverändert angewandt. a) Stichtag des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss wird gemäß § 299 Abs. 1 HGB analog zum Jahresabschluss des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2021 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind sämtlich zum 31. Dezember 2021 aufgestellt. b) Kapitalkonsolidierung Bei der nach § 301 HGB vorzunehmenden Kapitalkonsolidierung ist für ab dem 1.1.2011 erstmals zu konsolidierende Tochterunternehmen die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs.1 HGB) durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens angewendet worden. Die Verrechnung wird auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über die erwartete Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Für die bereits vor 2011 konsolidierten Unternehmen wird im Rahmen der Kapitalkonsolidierung die "Buchwertmethode" gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB-alt angewendet. Hiernach werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem zum Zeitpunkt des Erwerbs vorhandenen Eigenkapitals der Tochterunternehmen bzw. mit dem zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorhandenen Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Soweit im Rahmen der Erstkonsolidierung ein aktiver Unterschiedsbetrag entstand, wurde dieser als Geschäfts- und Firmenwert behandelt. Nach DRS 4, Text 31, ist ein aus der Kapitalkonsolidierung entstehender Goodwill planmäßig abzuschreiben. Zu der durchgeführten Kapitalkonsolidierung bei Anwendung der Equity-Methode verweisen wir auf Abschnitt 2. "Anteile an assoziierten Unternehmen". Für nicht der Westland Industrie Holding GmbH, Melle, gehörende Anteile an den einbezogenen Unternehmen wurde ein Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital gebildet. Dieser Posten wird im Konzerneigenkapital gesondert ausgewiesen. Durch die Übernahme der Anteile an der Westland Trading Co., Ltd. von 60% auf 100% im Geschäftsjahr 2015 ergab sich rechnerisch ein niedrigerer Beteiligungsansatz im Verhältnis zum bestehenden Eigenkapital der Gesellschaft. Der Betrag in Höhe von TEUR 34 wird als passiver Unterschiedsbetrag gem. § 301 Abs. 3 HGB in der Bilanz geführt und bleibt so lange unverändert, bis die Beteiligung veräußert oder liquidiert wird. c) Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung entspricht den handelsrechtlichen Konsolidierungsvorschriften gemäß § 303 HGB. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen gleichen sich bis auf zeitliche Buchungsunterschiede aus. d) Zwischenergebniseliminierung Zwischengewinne aus dem laufenden operativen Geschäft sind im Geschäftsjahr 2021 nicht wesentlich und aus diesem Grunde gemäß § 304 Abs. 2 HGB nicht eliminiert. e) Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung entspricht den handelsrechtlichen Konsolidierungsvorschriften gemäß § 305 HGB. Die Erlöse in den Umsatzerlösen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Erträge zwischen den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gleichen sich mit den auf sie entfallenden Aufwendungen aus. f) Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergeben sich aktive latente Steuern, die aus Bewertungsunterschieden in der Handels- und Steuerbilanz bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der Rückstellung für Aufbewahrungskosten resultieren. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte unter Anwendung folgender Steuersätze: Körperschaftsteuer 15%, Solidaritätszuschlag 5,5%, Gewerbesteuer 13,48%. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz der aktiven latenten Steuern in der Bilanz unterbleibt. 4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zur Währungsumrechnung Allgemeine Angaben Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen (§§ 252 bis 256a HGB) vorgenommen. Damit wurden die Bewertungsgrundsätze der Muttergesellschaft unverändert beibehalten. Die einheitliche Bilanzierung und Bewertung wird durch Anpassungsbuchungen auf Konzernebene gewährleistet. So werden sowohl die Warenbestände, die Forderungen, das Anlagevermögen als auch die Rückstellungen nach denselben Methoden bewertet. a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesenen, aktivischen Unterschiedsbeträge werden in Abhängigkeit von der erwarteten Nutzungsdauer auf 5 Jahre linear abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2021 ergibt sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 569, der mit TEUR 463 auf den Jahresabschluss eines einbezogenen Unternehmens und mit TEUR 106 auf den aktiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung entfällt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden anhand technischer Gesichtspunkte sowie unter Heranziehung branchenüblicher AfA-Tabellen sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Das assoziierte Unternehmen wird ad Equity bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich zu den Anschaffungskosten, ermittelt auf der Grundlage des gleitenden gewogenen Durchschnittswertes. Die Bewertung der unfertigen sowie Fertigerzeugnisse erfolgt grundsätzlich zu Herstellungskosten, die auf der Grundlage einer Vollkostenrechnung ermittelt werden. Die Herstellkosten ergeben sich aus der Kostenträgerrechnung und beinhalten die Material und Fertigungseinzelkosten einschließlich der anteiligen Gemeinkosten. Verwaltungsgemeinkosten werden nicht einbezogen. Systemtechnisch bedingt werden in Teilbereichen der unfertigen und fertigen Erzeugnisse die Herstellkosten mittels der retrograden Methode ermittelt. Ausgehend von den Verkaufserlösen werden angemessene Abschläge für Erlösschmälerungen und Vertriebs- und Verwaltungskosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und gesunkenen Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennwerten angesetzt und um Wertabschläge für spezielle Kreditrisiken gekürzt; darüber hinaus ist zur Abdeckung des latenten Risikos einer Zahlungsverkürzung durch Skonti und Boni und des Zinsverlustes eine Pauschalwertberichtigung aktivisch abgesetzt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bzw. Anschaffungskosten aktiviert; Ausfallrisiken wurden berücksichtigt. Die flüssigen Mittel bestehen aus Kassen und Bankguthaben, die den Nominalwerten entsprechen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die erst Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital entspricht der Eintragung im Handelsregister. Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls dotiert. Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem zu erwartenden Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die erst Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Bilanzstichtag darstellen. b) Währungsumrechnung Im Konzernabschluss werden Bilanzposten ausländischer Tochterunternehmen zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit Jahresdurchschnittskursen bewertet. Die sich aus der Umrechnung des Jahresergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs und dem Bilanzergebnis zum Stichtagsmittelkurs ergebenden Differenzen wurden der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung zugeordnet. Das Eigenkapital der ausländischen Gesellschaften wird insgesamt zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Differenzen zur Umrechnung des gezeichneten Kapitals, der Rücklagen und der Ergebnisvorträge zu historischen Kursen werden im Eigenkapital unter der Position Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Verwendet wurden folgende Umrechnungskurse:
c) Bewertungseinheiten Am Bilanzstichtag bestehen Pensionszusagen der Gesellschaft gegenüber ehemaligen und aktiven Mitarbeitern. Zum Ausgleich des Risikos aus Zahlungsstromänderungen wurden für die Pensionszusagen Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Grund- und Sicherungsgeschäft bilden wirtschaftlich eine Bewertungseinheit nach 254 HGB in Form eines Micro-Hedges. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung beträgt am Bilanzstichtag TEUR 487 (Vorjahr TEUR 456) und deckt das gegenläufige Zahlungsstromrisiko bezogen auf die Verpflichtungen aus den Pensionszusagen zu 100 % ab. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Durchbuchungsmethode. Gemäß der Bewertungsvorschrift des § 253 Abs. 1 S. 3 HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsansprüche, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert bestimmt, zum beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere anzusetzen. Dementsprechend wurde die Pensionsverpflichtung (Erfüllungsbetrag TEUR 487) mit dem Zeitwert der Rückdeckungsansprüche angesetzt. Der Aktivwert ist dabei der Höhe nach identisch mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden Zeitwert. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten basiert auf Übereinstimmung der Bedingungen und Parameter des Grund- und Sicherungsgeschäftes. Ein Ausgleich des Risikos aus Zahlungsstromänderungen erfolgt über die gesamte Laufzeit der Verpflichtung. Sämtliche Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind an die betreffenden Arbeitnehmer verpfändet und mit bestehenden Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Dies ist im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von TEUR 487 (Vorjahr TEUR 456) erfolgt. Ebenso wurden die entsprechenden Erträge und Aufwendungen saldiert. Die aufgegliederte Rückstellung für Pensionen und der verrechnete Zeitwert der Rückdeckungsversicherung haben sich wie folgt entwickelt:
Ferner werden unter den Pensionsrückstellungen Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 84) bilanziert. Die Versorgungsverpflichtungen wurden aus einem Unterstützungsverein übernommen. 5. Angaben zu Posten der Konzernbilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen in 2021 TEUR 4.435 (Vorjahr TEUR 4.593). Ihnen standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.249 (Vorjahr TEUR 3.303) gegenüber. Die Sachanlageinvestitionen betrafen insbesondere maschinelle Anlagen sowie Einrichtungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Verhältnis Anlagevermögen zu Gesamtvermögen hat sich von 42,4 % im Vorjahr auf 40,4 % verringert. Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind folgende Anteile ausgewiesen, die wegen untergeordneter Bedeutung (vgl. Abschnitt 2 "Angaben zum Konsolidierungskreis") nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden sind:
b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß den oben aufgeführten Bewertungsregeln Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen durchgeführt. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden keine antizipativen Abgrenzungsposten ausgewiesen. Sämtliche aktivierten Vermögenspositionen beruhen auf Berechnungen und vertraglichen Vereinbarungen. Drohende Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen korrigiert. c) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Bei den Positionen der aktiven Rechnungsabgrenzung handelt es sich um Ausgaben für Versicherungen, Wartungskosten, Beiträge und Gebühren. d) Eigenkapital Die Konzerneigenkapitalentwicklung zum 31. Dezember 2021 ist in der Anlage 5 dargestellt. Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von TEUR 28.690. e) Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Unter den Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden Investitionszuschüsse der Niedersächsischen Landestreuhandstelle zur Einrichtung von Schwerbehindertenarbeitsplätzen bei der Konrad Wiese GmbH in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr TEUR 10) ausgewiesen. Diese Investitionszuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter mit TEUR 2 (Vorjahr TEUR 9) aufgelöst. f) Steuerrückstellung Steuerrückstellungen werden in Höhe TEUR 749 (Vorjahr TEUR 455) ausgewiesen. g) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:
h) Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten sind keine antizipativen Abgrenzungsposten enthalten. Erkennbare Risiken sind unter der Position Rückstellungen erfasst. Die Struktur und Zugehörigkeit zu den Bilanzpositionen ergeben sich aus folgendem Konzern-Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Grundschulden gesichert sind, betragen TEUR 4.366 (Vorjahr TEUR 4.366). Ferner sind Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.977 (Vorjahr TEUR 3.059) für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegen die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Es handelt sich hierbei um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus Steuern mit TEUR 592 (Vorjahr TEUR 555) und Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 328 (Vorjahr TEUR 310) ausgewiesen. 6. Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Aufgliederung nach geographischen Märkten:
Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich die folgende Gliederung:
b) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 888 (Vorjahr TEUR 975), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 20), Erträge aus Anlageverkäufen TEUR 13 (Vorjahr TEUR 54), Erträge aus abgeschriebenen Forderungen sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr TEUR 133) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 1.005 (Vorjahr TEUR 1.254), Frachtkosten TEUR 2.329 (Vorjahr TEUR 2.073), Kosten für Instandhaltungen TEUR 2.279 (Vorjahr TEUR 2.197), Leasingaufwendungen TEUR 610 (Vorjahr TEUR 574) sowie Aufwendungen aus der Erhöhung von Wertberichtigungen TEUR 54 (Vorjahr TEUR 30) enthalten. c) Personalaufwendungen Unter den Personalaufwendungen werden Eingliederungszuschüsse vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie (Integrationsamt) in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr TEUR 132) ausgewiesen. Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 234 (Vorjahr TEUR 246). 7. Sonstige Angaben a) Haftungsverhältnisse / Gewährleistungen für fremde Leistungen Bürgschaften von insgesamt TEUR 0 (Vorjahr TEUR 43) wurden von Kreditinstituten für die Geschäftspartner des Konzerns gewährt. Die Zahlungsverpflichtungen werden planmäßig erfüllt, daher wird davon ausgegangen, dass eine Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen auch zukünftig nicht eintritt. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 251 oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, beträgt TEUR 3.077 (Vorjahr TEUR 2.676). c) Derivate Finanzinstrumente Es werden Zinsswaps zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos eingesetzt. Zum 31.12.2021 bestanden Zinsswaps mit einem Nominalbetrag von EUR 600.000,00 sowie einem Marktwert von EUR -1.538,42 Das Nominalvolumen ist die Summe aller Derivatgeschäfte. Die dem Nominalbetrag entsprechenden Verbindlichkeiten des Grundgeschäfts sind als Verbindlichkeiten aus Kreditinstituten in Höhe von EUR 600.000,00 ausgewiesen. Der Marktwert ergibt sich aus den zum Bilanzstichtag festgestellten Marktzinssätzen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Der Marktwert gibt an, wie sich die Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis ausgewirkt hätte. Die Derivate und die Grundgeschäfte wurden jeweils zu Bewertungseinheiten in Form von Mikro-Hedges zusammengefasst (§ 285 Nr. 23 a,b HGB). Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird durch Parametervergleich ermittelt. Zum Bilanzstichtag waren keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. d) Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
Zusätzlich sind im Konzern 22 Auszubildende (Vorjahr 24) beschäftigt. e) Offenlegung Der Konzernabschluss der Westland Industrie Holding GmbH, Melle, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiung hinsichtlich der Publizität in Anspruch:
f) Honorare des Abschlussprüfers Insgesamt beträgt das Honorar für den Konzernabschlussprüfer TEUR 77 (Vorjahr TEUR 77), davon betreffen TEUR 77 (Vorjahr TEUR 77) Abschlussprüfungsleistungen. 8. Angaben zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag Mit den seit Ende Februar 2022 begonnenen Kampfhandlungen auf dem Territorium der Ukraine, ist ein Unsicherheitsfaktor eingetreten, dessen Auswirkungen sich voraussichtlich auch auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 erstrecken können. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses können die Auswirkungen hieraus nicht abschließend beurteilt werden. Die Geschäftsleitung erwartet allerdings steigende Energiekosten deren Ausmaß nicht prognostiziert werden kann. 9. Organe der Gesellschaft a) Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Geschäftsführung der Westland Industrie Holding GmbH, Melle, durch die Geschäftsführer:
b) Beirat Mitglieder des Beirats sind: Herr Dr. Johannes Book, Unternehmensberater, Hörstel (Vorsitzender) Herr Prof. Heiko Hellwege, Rechtsanwalt, Osnabrück Frau Dawn zur Nedden, Master of Finance, Melle Auf die Angaben der Bezüge der Organe (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB) wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Melle, den 07. Mai 2022 Westland Industrie Holding GmbH gez. Dagmar zur Nedden gez. Ernst-Georg zur Nedden Der Konzernabschluss 2021 wurde am 10.06.2022 von der Gesellschafterversammlung gebilligt. Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens Westland Industrie Holding GmbH, Melle, wurde gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10.06.2022 in Höhe von EUR 4.272.737,74 auf neue Rechnung vorgetragen. Entwicklung des Anlagevermögens
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Westland Industrie Holding GmbH, Melle Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Westland Industrie Holding GmbH, Melle, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Westland Industrie Holding GmbH, Melle, für das Geschäftsjahr vom1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 27. Mai 2022 FIDES
Rudel Schäfer
gez. Wagener, Wirtschaftsprüfer gez. Kalker, Wirtschaftsprüfer |
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