Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 127421
Vorher
Heye Media GmbHHeye Media OMD GmbHHeye OMD GmbH
Eingetragen
13.9.1999
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Gegenstand
Betrieb einer Mediaagentur und aller Geschäfte, die der Betrieb einer Mediaagentur mit sich bringt.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Stephan Rau Kett
seit 26.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
63.27%
DDB Holding Europe S.A.S.FRA
24.83%
DDB Holding Europe S.A.S.FRA
10.07%
TBWA International Holding
1.83%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
90.200 €
75.17%
Germany
29.800 €
24.83%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heye OMD GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Bilanz zum 31. Dezember 2013

A k t i v a

31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen   0,00   1.656,00
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   1.481,09   0,00
    1.481,09   1.656,00
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
Unfertige Leistungen   8.189.018,21   8.692.061,94
II. Forderungen und sonstige        
Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Leistungen 3.532.551,99   2.997.911,18  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.502.452,21   9.259.196,53  
- davon aus Leistungen EUR 17.502.452,21 (i. Vj. EUR 5.766.838,18)        
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.561.025,24 22.596.029,44 899.659,38 13.156.767,09
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   879,89   0,00
    30.785.927,54   21.848.829,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten   22.517,57   14.874,59
    30.809.926,20   21.865.359,62
P a s s i v a        
  31.12.2013   31.12.2012
  EUR   EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   60.000,00   60.000,00
II. Kapitalrücklage   21.600,11   21.600,11
III. Bilanzgewinn   15.506,46   15.506,46
    97.106,57   97.106,57
B. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen   567.856,43   521.644,51
2. Sonstige Rückstellungen   8.152.838,05   2.454.679,05
    8.720.694,48   2.976.323,56
C. Verbindlichkeiten        
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   1.694.974,86   165.951,87
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   3.975.088,60   4.276.672,65
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   9.904.887,60   8.472.653,84
- davon aus Leistungen EUR 1.549.607,53 (i. Vj. EUR 1.445.845,19)        
4. Sonstige Verbindlichkeiten   6.417.174,09   5.876.651,13
- davon aus Steuern EUR 43.343,11 (i. Vj. EUR 33.537,06)        
    21.992.125,15   18.791.929,49
    30.809.926,20   21.865.359,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

2013 2012
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   206.974.467,51   220.015.828,20
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen   -503.043,73   7.032.086,02
3. Sonstige betriebliche Erträge   12.204,91   108.387,69
4. Materialaufwand        
Aufwendungen für bezogene Leistungen   -198.665.919,10   -215.683.965,23
5. Rohergebnis   7.817.709,59   11.472.336,68
6. Personalaufwand       52
a) Löhne und Gehälter -2.354.453,78   -2.192.358,42  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -348.020,98 -2.702.474,76 -395.465,66 -2.587.824,08
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -2.026,27   -3.053,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -2.473.743,64   -2.541.702,55
    2.639.464,92   6.339.757,05
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 767,39   41.263,16  
- davon von verbundenen Unternehmen EUR 767,39 (i. Vj. EUR 41.263,16)        
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -144.728,31   -49.104,79  
- davon an verbundene Unternehmen EUR 144.425,46 (i. Vj. EUR 49.081,43)        
11. Finanzergebnis   -143.960,92   -7.841,63
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   2.495.504,00   6.331.915,42
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -154.922,89   -411.787,43
14. Aufwendungen aus Ausgleichszahlungen für außenstehende Gesellschafter   -832.131,00   -2.211.817,79
15. Aufwendungen aus der Ergebnisabführung   -1.508.450,11   -3.708.310,20
16. Jahresüberschuss   0,00   0,00
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   15.506,46   15.506,46
18. Bilanzgewinn   15.506,46   15.506,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Heye OMD GmbH ist in EUR und nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Für die Heye OMD GmbH gelten die Vorschriften für eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Sämtliche Aufwendungen aus Skonti werden als Minderung der Umsatzerlöse gezeigt, während entsprechende Erträge als Minderung des Materialaufwands gezeigt werden.

Eine Anpassung der Buchungssystematik beeinflusste die Bruttodarstellung der Umsatzerlöse sowie Materialaufwendungen. Bei zum Vorjahr unveränderter Systematik hätten sich Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 219.975 sowie Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 211.667 ergeben. Es erfolgte keine Anpassung der Vorjahreswerte.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Software Linear 3 - 4 Jahre
Software (Geringwertige Wirtschaftsgüter) Linear 5 Jahre

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden dabei entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (Geringwertige Wirtschaftsgüter) Linear 5 Jahre

Für geringwertige Wirtschaftsgüter wird ein Sammelposten gebildet, jedoch nur wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 150,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden

vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 werden vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um aktivierte Fremdleistungen von Lieferanten, die Leistungen für Kundenaufträge in Rechnung gestellt haben. Diese konnten erst nach dem Bilanzstichtag an die Auftraggeber weiterberechnet werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung beachtet.

Die Forderungen aus Leistungen sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind zum Nominalwert ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen werden für sämtliche ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert angesetzt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der "Omnicom Group Inc.", New York/USA, einbezogen werden.

(2) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(4) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 60 und wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Kapitalanteile der Gesellschafter setzen sich, gegenüber dem Vorjahr unverändert, zum 31. Dezember 2013 wie folgt zusammen:

  EUR
Heye GmbH, München 30.100
Omnicom Media Group Germany GmbH, Düsseldorf 29.900
  60.000

Der Bilanzgewinn umfasst in voller Höhe einen vororganschaftlichen Gewinnvortrag.

(5) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 8.153; i. Vj. TEUR 2.455) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 7.812; i. Vj. TEUR 2.257), Personalrückstellungen (TEUR 237; i. Vj. TEUR 100), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 53; i. Vj. TEUR 35), sowie Versicherungen (TEUR 32; i. Vj. TEUR 53).

(6) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten hatten zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Heye GmbH, München, aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.508 (i. Vj. TEUR 3.708) enthalten.

(7) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 108). Diese resultieren überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen (i. Vj. TEUR 3).

(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mit der deutschen Konzernmutter Doyle Dane Bernbach Group GmbH, Berlin, besteht über die Mehrheitsgesellschafterin Heye GmbH, München, bezüglich Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer eine Organschaft.

Die Gesellschaft ist steuerpflichtig soweit sie Ausgleichszahlungen an die Omnicom Media Group Germany GmbH, Düsseldorf, leistet.

(10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden mehrjährige Verpflichtungen der Gesellschaft, die sich wie folgt zusammensetzen:

Restlaufzeiten
bis zu ein Jahr zwei bis fünf Jahre über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR
Miete (Gebäude, Stellplätze) 134 532 465
Miete und Leasing (Büroausstattung, KFZ) 15 23 -
  149 555 465

(11) Haftungsverhältnisse

Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse der Gesellschaft.

(12) Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehören folgende Personen an:

Matthias Hahn, Kaufmann, München (Abberufung am 10.04.2014)

Florian Adamski, Kaufmann, Düsseldorf (Berufung am 10.04.2014)

Jan Dreyer, Kaufmann, München (Abberufung am 10.04.2014)

Christoph Graf, Kaufmann, Ottobrunn

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

(13) Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2013 wurden durchschnittlich 39 Angestellte (ohne Geschäftsführer, ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfen) beschäftigt (i. Vj. 44).

(14) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Mutterunternehmen der Gesellschaft am Bilanzstichtag ist die Heye GmbH, München.

Die Omnicom Group Inc., New York/USA, stellt unter Einbeziehung der Gesellschaft einen Konzernabschluss gemäß den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen und den einschlägigen Vorschriften der SEC für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss ist bei der "Omnicom Group Inc.", New York/USA, erhältlich und bei der SEC veröffentlicht. Bezüglich der Honorare der Abschlussprüfer verweisen wir auf diesen Konzernabschluss.

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, die in den US-Konzernabschluss der Omnicom Group Inc., New York/USA, einbezogen werden.

Die Gesellschaft nahm im Geschäftsjahr bestimmte Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Anspruch. Die entsprechenden Kostenumlagen in Höhe von TEUR 1.785 von verbundenen Unternehmen sind unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

(15) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Mit der Muttergesellschaft Heye GmbH, München, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2004 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Aufgrund dieses Vertrages wird für das Berichtsjahr ein Gewinn in Höhe von TEUR 1.508 an die Heye GmbH, München, abgeführt.

 

München, den 15. September 2014

Florian Adamski, Geschäftsführer

Christoph Graf, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2013 Zugänge 31.12.2013 1.1.2013 Abschreibungen des Geschäftsjahres 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände                
Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 40.021,62 0,00 40.021,62 38.365,62 1.656,00 40.021,62 0,00 1.656,00
II. Sachanlagen                
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.472,42 1.851,36 57.323,78 55.472,42 370,27 55.842,69 1.481,09 0,00
  95.494,04 1.851,36 97.345,40 93.838,04 2.026,27 95.864,31 1.481,09 1.656,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

I. Grundlagen

Die Heye OMD GmbH betreut eigene Kunden sowie Kunden der DDB- und Heye-Agenturen und der Omnicom Media Group Germany GmbH in Deutschland.

Zu den Dienstleistungen der Gesellschaft gehören die Planung und Optimierung des Einsatzes des Media-Budgets, die Beratung der Kunden in allen mediarelevanten Fragen, sowie der Einkauf bei den Medien und die Abrechnung an den Kunden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands stieg 2013 inflationsbereinigt um 0,4 %. Damit ist die deutsche Wirtschaft 2013 schwächer gewachsen als in den Vorjahren. Die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung haben das Wirtschaftswachstum in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren belastet. Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren.

Das globale Bruttoinlandsprodukt stieg laut Internationalem Währungsfond in 2013 um 3,0 %. Das ist ein leichter Rückgang von 0,2% gegenüber 2012. Wesentliche Gründe dafür waren die Schuldenkrise in mehreren Ländern des Euroraums und eine schwächere Konjunktur in vielen Schwellenländern.

Der deutsche Bruttowerbemarkt ist laut einer Meldung des Medieninformationsdienstes Nielsen im Jahr 2013 um 2 % auf 26,67 Mrd. Euro gewachsen. Die Ausgaben in den Bereichen TV, Online, Radio und Out-of-Home stiegen, während sie für Print um 7,6% sanken. Damit ist die Entwicklung der Werbewirtschaft insgesamt als stabil zu bezeichnen.

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäftsführung der Heye OMD GmbH beurteilt das Geschäftsjahr 2013 überwiegend als erfolgreich. Die Umsatzerlöse der Bestandskunden als auch der Neukunden entwickelten sich positiv. Der Rückgang der Umsätze ist in erster Linie auf die Änderung der Buchungssystematik zurückzuführen, welche in nahezu gleichem Verhältnis die bezogenen Leistungen reduziert und somit nicht operative Gründe hat. Als wichtige Neukunden konnten im Geschäftsjahr 2013 die Messe München, Cisco Systems und Kabs Polster Welt gewonnen werden. Darüber hinaus konnten die Geschäftsbeziehungen mit wichtigen Bestandskunden erfolgreich fortgeführt werden. Die Heye OMD GmbH konnte durch die Konzernstruktur von Synergien in der Kundenbetreuung profitieren. Das Management der Heye OMD GmbH hat rechtzeitig die entsprechenden Maßnahmen ergriffen und konnte somit mit den richtigen Instrumenten auf die Veränderungen im Markt reagieren.

3. Lage

3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sanken von TEUR 220.016 im Vorjahr um TEUR 13.041 auf TEUR 206.974 im laufenden Geschäftsjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Änderung der Buchungsmethode zurückzuführen und beeinflusst in ähnlichem Volumen den Materialaufwand (TEUR 198.665; i.Vj. 215.684)

Das Rohergebnis verringerte sich deutlich von TEUR 11.472 auf TEUR 7.818. Bedingt dadurch sank der Rohertrag auf 3,6% der Umsatzerlöse und konnte das Vorjahresergebnis von 5,2 % nicht erreichen. Das Rohergebnis des Geschäftsjahres berücksichtigt eine Honorarminderung eines Kunden von ca. TEUR 1.641 verbunden mit einer Vertragsverlängerung bis zum 31. Dezember 2014. Zusätzlich sah sich die Gesellschaft mit weiteren Etatkürzungen bei Bestandskunden konfrontiert.

Zudem reduzierten sich die unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR -503 (i.Vj. Bestandserhöhung i.H.v. TEUR 7.032).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich jedoch im Berichtsjahr ebenso (TEUR 198.666; i.Vj. TEUR 215.684), was im Wesentlichen wie bei der Umsatzveränderung auf die Änderung der Buchungsmethode zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen um TEUR 96 von TEUR 108 auf TEUR 12 zurück, was im Wesentlichen auf Einmaleffekte durch die Auflösung von Rückstellungen im Vorjahr bedingt ist.

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr von TEUR 2.588 auf TEUR 2.702 an. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen bedingt durch den Tantiemenaufwand in Höhe von TEUR 210. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter sank von 44 auf 39.

Die Gesellschaft bezog Serviceleistungen von der Doyle Dane Bernbach Group GmbH, Berlin, in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Reporting, EDV, Rechtsberatung und Fuhrparkverwaltung, Controlling und Rechtsberatung sowie von der Heye GmbH, München, im Bereich Managementunterstützung, Controlling und Hausverwaltung.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses von TEUR -144 (i.Vj. TEUR -8) verminderte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 6.332 um TEUR 3.836 auf TEUR 2.496 in 2013, was einer Umsatzrendite von 1,2% (i.Vj. 2,9%) entspricht.

3.2. Finanzlage

Die Geldbestände werden über die Omnicom Media Group Germany GmbH bei der Omnicom Financial Services Ltd. in Dublin, der europäischen Omnicom Cash-Pooling-Gesellschaft, angelegt. Sofern liquide Mittel benötigt werden, erfolgt dies somit indirekt über die Omnicom Media Group Germany GmbH. Hiermit ist eine Unabhängigkeit gegenüber Banken gegeben. Zum Stichtag ergeben sich Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegenüber der Omnicom Media Group Germany GmbH in Höhe von TEUR 6.015.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg um TEUR 8.945 auf TEUR 30.810. Zur Erklärung sind folgende Posten erwähnenswert:

Insgesamt erhöhten sich die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 13.157 auf TEUR 22.596, was im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und darin insbesondere in gestiegenen Forderungen gegen die Omnicom International Ltd. aus kundenbedingten Weiterverrechnungen resultiert.

Die unfertigen Leistungen verminderten sich abrechnungsbedingt um TEUR 503 auf TEUR 8.189.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.698 auf TEUR 8.153, was im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückstellungen für fehlende Lieferantenrechnungen aufgrund einer nachlaufenden Abrechnung durch die Vermarkter resultiert (TEUR 7.812, i.Vj. TEUR 2.257). Gleichzeitig erhöhte sich die Rückstellung für Personal (TEUR 237, i.Vj. TEUR 100).

Im Saldo der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen waren Anzahlungen mehrerer Kunden enthalten. Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich zum Stichtag um TEUR 1.529 auf TEUR 1.695.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind marginal um TEUR 302 auf TEUR 3.975 gesunken.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.432 auf TEUR 9.905 ergibt sich im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen unwesentlich um TEUR 541 auf TEUR 6.417.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Steuerungsgrößen zur Messung des Erfolgs in der Doyle Dane Bernbach Group sind die Umsatzerlöse, das Rohergebnis und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl im Vergleich zu Planwerten als auch zu Vorjahreswerten. Weitere Informationen zur Entwicklung der Umsatz- und Ertragszahlen im Jahresvergleich sind im Abschnitt II. 3.1.Ertragslage erläutert.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des internen Steuerungssystems ist das systematische Risikomanagement zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung von externen und internen Risiken, die im Abschnitt IV 3. Risiken näher erläutert werden.

III. Nachtragsbericht

Die Geschäftsführer Jan Dreyer und Matthias Hahn haben sich entschieden, die Gesellschaft zu verlassen und haben ihre Verträge mit Wirkung zum 30. Juni bzw. 31. Juli 2014 gekündigt bzw. um Kündigung des Vertrages gebeten. Die Gesellschafter der Heye OMD GmbH haben Jan Dreyer und Matthias Hahn daraufhin am 10. April 2014 als Geschäftsführer abberufen und sie ab 11. bzw. 14. April 2014 bis zum Vertragsende freigestellt. Ebenfalls am 10. April 2014 wurde Herr Florian Adamski zum Geschäftsführer berufen. Herr Christoph Graf ist unverändert Geschäftsführer der Gesellschaft.

IV. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognose

In 2014 sollen die Ausgaben für Werbung in Deutschland leicht um 0,9% steigen. Damit steht der Werbemarkt im Einklang mit den Wachstumsprognosen der Gesamtwirtschaft.

Die Auftragslage der Gesellschaft für das Jahr 2014 wird als gut bewertet.

Vor diesem Hintergrund, aufgrund der Erfahrung und der Zusammenarbeit mit den Bestandskunden der Gesellschaft und der Akquisition von Neukunden wird davon ausgegangen, dass sich die Gesellschaft auch zukünftig weiterhin positiv entwickelt. Für 2014 wird mit einem leicht steigenden Umsatz sowie einem gleichzeitig verbessertem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit geplant.

Entsprechend dem aktuellen Plan für das Geschäftsjahr 2014 rechnet die Gesellschaft mit einem Rohergebnis von TEUR 8.354 und einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 4.460 was einer Umsatzrendite von 2% entspricht. Das Ergebnis wird dabei vom Wegfall der Sondereffekte profitieren.

2. Chancen

Die Gesellschaft hat sich im Markt, in der Heye Gruppe sowie im gesamten DDB Network etabliert. Trotz bestehendem Konkurrenzdruck eröffnet das Wirtschaftsjahr 2014 unter Berücksichtigung der positiven Prognosen gute Chancen auf Umsatz- und Gewinnsteigerung.

3. Risiken

Trotz positiver Prognosen besteht weiterhin die Gefahr von Budgetkürzungen und dem Wegfall/Ausfall von Kunden. Auf die Gefahr von Forderungsausfällen hat die Gesellschaft mit der Versicherung der Kundenforderungen durch die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG reagiert.

Weiterhin ist eine gewisse Abhängigkeit von einigen großen Kunden als Risiko zu sehen, wobei die Geschäftsbeziehungen überwiegend schon viele Jahre bestehen und sehr stabil sind. Trotzdem ist das Risiko kurzfristiger Vertragslaufzeiten von maximal einem Jahr nicht unwesentlich. Branchenüblich ist das Unternehmen weiterhin nicht beeinflussbaren Vertragskonditionen bzw. -kündigungen bei internationalen Kundenetats aus dem Netzwerk ausgesetzt.

Auch der starke Wettbewerb um geeignete Mitarbeiter stellt ein Risiko für die Gesellschaft dar. Dieser Wettbewerb betrifft sowohl Spezialisten, Führungskräfte als auch Berufseinsteiger. Er erhöht die Fluktuation und erschwert eine Kontinuität in der Mitarbeiterschaft, welche das Unternehmen für die erfolgreiche Akquise sowie Realisierung von Projekten entscheidend prägt. Diesem Risiko hat sich das Unternehmen auch in Zukunft aktiv zu stellen.

V. Risikoberichterstattung und Internes Kontrollsystem

Ein kontinuierlicher Risikomanagementprozess ist Bestandteil des Controllings. Es wird eine jährliche Planung für das Geschäftsjahr erstellt, die monatlich an die tatsächliche Entwicklung angepasst wird. Im Rahmen dieser Planung werden Abweichungen zur tatsächlichen Entwicklung festgestellt und analysiert, sodass zeitnah Steuerungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden können.

Die Berichterstattung über festgestellte Abweichungen und eingeleitete Maßnahmen findet ebenfalls monatlich über die DDB-Organisation an das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt, die Omnicom Group Inc., New York statt.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft in den konzernweiten Risikomanagementprozess einbezogen und berichtet hierüber regelmäßig an das genannte Mutterunternehmen.

 

München, 5. September 2014

Heye OMD GmbH

Florian Adamski, Geschäftsführer

Christoph Graf, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Heye OMD GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 19. September 2014

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Leistner, Wirtschaftsprüfer

Vogl, Wirtschaftsprüferin

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 30. September 2014

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