SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh

Hermann-Ritter-Straße 112, 28197 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 13829 HB
Vorher
SOLI-TRANS SPEDITIONS GMBHSOLI-TRANS Speditions GmbH
Eingetragen
28.7.2005
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
Die Vermittlung und Durchführung von allen speditionellen Leistungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Moritz Horstmann
seit 31.7.2023
Prokura
Tim Stecher
seit 28.7.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Weyhe
50.500 €
50.50%
Weyhe
25.500 €
25.50%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Wir, die SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh, sind ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in der Freien und Hansestadt Bremen.

1991 - ursprünglich für den Versand von humanitären Sendungen und Hilfsgütern - von Hans-Joachim Stecher - als SOLI-TRANS Speditions GmbH gegründet, hat sich die SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh inzwischen zu einem weltweit operierenden Logistikunternehmen mit eigenen Vertretungen in China und Agenten in Europa und dem Rest der Welt entwickelt.

Seit vielen Jahren legen namhafte Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen ihre Transportbelange vertrauensvoll in unsere Hände.

Wir bieten unser komplettes Fachwissen zur Abwicklung internationaler Tür-zu-Tür-Transporte. Unsere umfassende Dienstleitungspalette und unser weltumspannendes Netzwerk ermöglichen uns die schnelle Realisierung sowohl einfacher als auch komplexer Transportaufgaben.

Auch komplexe Transporte von Gütern mit ungewöhnlichen Dimensionen - Überbreiten, Überlängen und von besonderer Schwere - erledigen wir professionell und kompetent.

Egal ob es um den Import oder Export Ihrer Güter geht, eine unserer Kernkompetenzen ist der Seetransport inklusive dessen Organisation und Abwicklung.

Dabei steht unseren Kunden die gesamte Palette der diversen Verlademöglichkeiten, unser umfassendes Dienstleitungspaket aus Transport, Zollabwicklung, Zollgutlagerung, Lagerung, Packen, Auspacken und vieles mehr, und das Fachwissen unseres kompetenten und motivierten Teams zur Verfügung.

Durch unsere langjährigen, guten Beziehungen zu professionellen Reedereien stellen wir sicher, dass die Qualität unserer Dienstleistung gewährleistet ist. Vom einfachen Stückguttransport bis zur maßgeschneiderten Transportlösung für überdimensionierte Industrieanlagen, Maschinen, Maschinenteile, Fahrzeuge, Kraftwerkequipment, Generatoren uvm. nehmen unsere Fachleute jede logistische Herausforderung an und finden die optimale Lösung.

Wir haben kompetente Mitarbeiter, die sich mit der Realisierung anspruchsvoller Logistikprojekte zu Lande, zu Wasser und in der Luft beschäftigen. Länderübergreifend, von der präzisen Projektplanung, Organisation und dessen Durchführung, der transportsicheren Verpackung und aller notwenigen Arbeits- und Überwachungsschritte ist unser Team präsent. Dabei werden Sie selbstverständlich stets über die aktuelle Entwicklung Ihres Auftrages informiert.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Als Spediteur, dessen Tätigkeitsfeld sich sowohl über Deutschland, als auch über das Ausland erstreckt, wird unsere wirtschaftliche Entwicklung durch gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen ebenso im In- und Ausland beeinflusst.

Das Geschäftsjahr 2023 stand noch immer unter dem Einfluss der Corona Pandemie. Das Seefrachtratenniveau lag weiterhin deutlich über den gewohnten Kosten. Trotzdem war die Situation mit weniger Herausforderungen verbunden als in den Jahren zuvor. Die Verknappung von LKW- und Bahnkapazitäten war nicht mehr so spürbar und auch Schiffsraum war mehr oder weniger ausreichend vorhanden.

b) Geschäftsverlauf

Der Warenverkehr auf dem Luft-, Land- und Seeweg verändert sich rasant. Wir helfen Unternehmen dabei, im heutigen disruptiven Umfeld Kurs zu halten.

Die wirtschaftliche Entwicklung war weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau als gewohnt. Allerdings mussten wir feststellen, dass sich Warenströme verändert haben. Infolge der gestiegenen Energiekosten und einer noch immer erhöhten Inflation, haben wir deutlich weniger Exporte aus Europe bewegen können. Dieses Defizit konnten wir aber durch anderes Geschäft kompensieren.

c) Ertragslage

Die SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh schaut insgesamt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 und das trotz eines Umsatzrückganges im Vergleich zum außergewöhnlichen Umsatzvolumen des Geschäftsjahres 2022 auf € 28,3 Mio. (Vorjahr: € 50,9 Mio.). Der Umsatzrückgang war großteils preisbedingt, da die Frachtraten wieder deutlich zurückgegangen waren. Der Rohertrag von € 4,9 Mio. (Vorjahr € 5,5 Mio.) ist zwar auch zurückgegangen, hat aber den Erwartungen entsprochen.

Die Personalkosten bewegen sich ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres € 1,8 Mio. Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 26 Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit € 1,2 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Abschreibungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Den Abschreibungen in Höhe von T€ 38 standen Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen in Höhe von T€ 97 gegenüber.

Der Jahresüberschuss nach Steuern hat mit € 1,2 Mio. den Rekordwert des Vorjahres (Vorjahr: € 1,6 Mio.) zwar nicht erreicht, war aber dennoch deutlich höher als in den Jahren davor. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf in 2023 sehr zufrieden.

d) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag bei € 7,6 Mio. (Vorjahr: € 9,8 Mio.)

Das Anlagevermögen beträgt insgesamt T€ 444, davon T€ 313 Finanzanlagevermögen, und ist von untergeordneter Bedeutung. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt lediglich 6 %. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen bei € 4,2 Mio. (Vorjahr: 7,0 Mio.). Hier spiegelt sich der überwiegend preisbedingte Rückgang des Geschäftsvolumens wider.

Die liquiden Mittel lagen auf einem Niveau von € 2,5 Mio. (Vorjahr: 1,5 Mio.) Bankverbindlichkeiten bestanden nicht, für den Bedarfsfall stehen Kontokorrentlinien in ausreichenden Höhen zur Verfügung.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten, sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und dem Forderungsbestand gedeckt.

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 1,3 Mio. sind Rückstellungen für zum Bilanzstichtag noch ausstehende Rechnungen in Höhe von rd. 1,2 Mio. enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag € 1,4 Mio. (Vorjahr: € 4,2 Mio.).

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft bleibt mit T€ 100 unverändert. Die starke Eigenkapitalquote beträgt bei einem Eigenkapital in Höhe von insgesamt € 3,6 Mio. rd. 48 % (Vorjahr: ca. 33 %).

Durch die gute Eigenkapitalquote ist die Gesellschaft operativ, wie auch in Bezug auf ihre Finanzlage, gut und sicher für die Zukunft aufgestellt.

e) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Jeder dem es vergönnt ist in Frieden und ohne Entbehrungen leben zu dürfen, sollte im Rahmen seiner ganz persönlichen Möglichkeiten soziale Verantwortung übernehmen.

Aufgrund unseres Unternehmensursprungs, als Transporteur für humanitäre Sendungen und Hilfsgüter, liegt uns diese Verantwortung besonders am Herzen. Wir unterstützen daher immer wieder deutsche und internationale Projekte, haben uns aber als Bremer Unternehmen dazu entschlossen, auch Verantwortung in unserem direkten Umfeld zu übernehmen in dem wir Vereine und Organisationen durch kleine Aktionen und Events unterstützen.

Die Attraktivität eines Unternehmens, sowohl für die bestehende Belegschaft als auch für gute Bewerber, ist ein immer wichtigerer Wettbewerbsfaktor. Die SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR GmbH ist im Tabakquartier des Bremer Stadtteils Woltmershausen geschäftsansässig. In den Gebäuden der ehemaligen Tabakfarbik Brinkmann, genannt "DIE FABRIK", ist in denkmalgeschützter Architektur, umgeben von historischer Bausubstanz ein Ort entstanden, der Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen zusammenführt. Hier haben auch wir uns - in einem großzügigen Loft - unseren Raum für Kreativität, für Idee und Raum für motiviertes und kompetentes Arbeiten geschaffen. Unseren Mitarbeitern können wir ein attraktives Arbeitsumfeld anbieten.

Der Einsatz ressourcenschonender Rohstoffe sowie die bestmögliche Optimierung aller Prozesse, unterstreichen unser nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Mit Aufnahme der aktiven Geschäftstätigkeit unterliegt die SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh den spezifischen Risiken dieser Branche. Zur frühzeitigen Erkennung von strategischen Risiken werden alle verfügbaren internen und externen Informationsquellen ausgewertet.

Aktuell sehen wir kein größeres Risiko, da die Auftragslage und die Auftragseingänge weiterhin stabil sind.

Auf Grund der stabilen und guten Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsengpässe derzeit nicht erkennbar.

Zu den in unserem Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen im Wesentlichen die Forderungen sowie die bestehenden Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle traten bisher nur in unbedeutender Größe auf. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist es, die Gesellschaft gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern.

In der SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh sind die wesentlichen Grundzüge eines internen Kontrollsystems eingeführt und etabliert. Für die wesentlichen Prozesse sind Soll-Konzepte entwickelt. Diese finden Niederschlag in Organisationsanweisungen und Technologie-Beschreibungen. Alle wesentlichen Vorgänge sind dem Vier-Augen-Prinzip unterworfen, so dass eine Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen sichergestellt ist. Dabei ist auf effiziente Funktionstrennung geachtet.

4. Ausblick

Bedingt durch die vielen Krisenherde und unsicheren Aussichten auf dem Weltmarkt (Ukrainekrieg, Gazakrieg, Politische Spannungen zwischen China und den USA. Immer noch hohe Energiekosten und Arbeitskräftemangel) ist eine fundierte Prognose für den wirtschaftlichen Verlauf kaum möglich.

Sollte sich die Konjunktur weiter abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und somit die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Wir werden den Entwicklungen und dem Wettbewerb am Markt weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die außergewöhnlich gute Beratungskompetenz unserer Mitarbeiter mitentscheidend für unseren Unternehmenserfolg.

Wir werden versuchen, den unsicheren Zeiten mit entsprechendem Einsatz, Kundennähe und umsichtigem Handeln entgegenzustehen.

Unter der Prämisse, dass sich die bestehenden weltweiten Krisen nicht weiter verschärfen, rechnen wir für das kommende Geschäftsjahr mit einer insgesamt guten Ertragslage, wobei die Ergebnisse der Geschäftsjahre 2022 und 2023 voraussichtlich nicht wieder erreicht werden.

 

Bremen, den 15. November 2024

SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh

gez. Tim Stecher, Geschäftsführer

gez. Helge Stecher-Martino, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 444.573,77 352.684,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.305,00 30.749,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 22.305,00 30.749,00
II. Sachanlagen 109.144,00 41.291,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 109.144,00 41.291,00
III. Finanzanlagen 313.124,77 280.644,77
1. Beteiligungen 198.761,59 198.761,59
2. sonstige Finanzanlagen 114.363,18 81.883,18
B. Umlaufvermögen 7.165.425,81 9.469.911,38
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.638.742,42 7.960.270,69
1. sonstige Vermögensgegenstände 4.638.742,42 7.960.270,69
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.526.683,39 1.509.640,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.500,00 1.500,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.611.499,58 9.824.096,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.625.765,62 3.202.973,19
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt -24.000,00 -24.000,00
2. eingefordertes Kapital 76.000,00 76.000,00
II. Gewinnvortrag 2.326.973,19 1.538.038,12
III. Jahresüberschuss 1.222.792,43 1.588.935,07
B. Rückstellungen 2.433.642,62 1.986.257,17
C. Verbindlichkeiten 1.552.091,34 4.634.865,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 220.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.552.091,34 4.414.865,79
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.611.499,58 9.824.096,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.869.281,51 5.512.558,46
2. Personalaufwand 1.787.006,78 1.794.100,42
a) Löhne und Gehälter 1.483.505,30 1.521.628,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 303.501,48 272.471,46
3. Abschreibungen 37.722,91 35.342,24
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 37.722,91 35.342,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.223.147,10 1.218.425,18
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.550,45 9.320,30
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 51.286,52 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75.598,13 62.166,82
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 582.423,13 809.008,55
9. Ergebnis nach Steuern 1.223.220,43 1.602.835,55
10. sonstige Steuern 428,00 13.900,48
Jahresüberschuss 1.222.792,43 1.588.935,07

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh
Firmensitz laut Registergericht: Bremen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bremen
Register-Nr.: HRB 13829

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der aufeinander folgenden Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen wird grundsätzlich beibehalten.

Die Bewertungsmethoden bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Bilanzkontinuität ist somit gewahrt.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird vom Grundsatz der Unternehmensfortführung (going-concern-Prinzip) ausgegangen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert (Nutzungsdauer 2 - 15 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen (Nutzungsdauer 3 -10 Jahre)

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Bis zum Jahr 2020 wurden diese in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben (Poolabschreibung).

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert (unter Berücksichtigung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB) angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von rd. 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Soweit erforderlich wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Liquide Mittel in Form von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurde gebildet für anteilige Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen.

Das Wahlrecht zur Aktivierung von aktiven latenten Steuern wurde nicht ausgeübt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rücklagen sind zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und ggf. Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden mit dem vermeintlichen Erfüllungswert angesetzt, sofern notwendig wurden sie entsprechend der RückAbzinsV abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Posten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechenet. Da strenge Niederstwertprinzip zum Bilanzstichtag wurde beachtet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 301.568,26 8.400,00 309.968,26
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 301.568,26 8.400,00 309.968,26
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.308,38 88.731,91 232.040,29
Summe Sachanlagen 143.308,38 88.731,91 232.040,29
Finanzanlagen
Beteiligungen 202.339,63 0,00 202.339,63
Wertpapiere des Anlagevermögens 81.883,18 32.480,00 114.363,18
Summe Finanzanlagen 284.222,81 32.480,00 316.702,81
Summe Anlagevermögen 729.099,45 129.611,91 858.711,36
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Zugänge
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 270.819,26 16.844,00 287.663,26
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 270.819,26 16.844,00 287.663,26
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.017,38 20.878,91 122.896,29
Summe Sachanlagen 102.017,38 20.878,91 122.896,29
Finanzanlagen
Beteiligungen 3.578,04 0,00 3.578,04
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 3.578,04 0,00 3.578,04
Summe Anlagevermögen 376.414,68 37.722,91 414.137,59
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.305,00 30.749,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.305,00 30.749,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 109.144,00 41.291,00
Summe Sachanlagen 109.144,00 41.291,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 198.761,59 198.761,59
Wertpapiere des Anlagevermögens 114.363,18 81.883,18
Summe Finanzanlagen 313.124,77 280.644,77
Summe Anlagevermögen 444.573,77 352.684,77

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Der in diesem Posten enthaltene Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf EUR 30.853,91 (Vorjahr: EUR 30.538,43).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,83 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck Richttafeln 2018 G
von Dr. Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 2.801,00. Dieser Unterschiedbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Veranlagungsjahre 2023 und 2022.

sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten mit nicht unerheblichem Umfang enthalten:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Speditionskosten 1.166 495
Urlaubsrückstellungen 99 112
Jahresabschluss / Steuererklärungen / Prüfungskosten 20 20
Aufbewahrungspflichten 8 8
1.293 635

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel nachfolgend zusammengefasst dargestellt:

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
TEUR
über ein Jahr
TEUR
davon mehr als fünf Jahre
TEUR
gesamt
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (80,0) (140,0) (0,0) (220,0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.424,9 0,0 0,0 1.424,9
(Vorjahr) (4.218,6) (0,0) (0,0) (4.218,6)
3. sonstige Verbindlichkeiten 127,2 0,0 0,00 127,2
(Vorjahr) (196,3) (0,0) (0,00) (196,3)
1.552,1 0,0 0,0 1.552,1
(Vorjahr) (4.494,9) (140,0) (0,0) (4.634,9)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit branchenüblichen Eigentumsvorbehalten belegt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 109) und im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 5). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8).

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse TEUR 28.305 (Vj.: TEUR 50.905) wurden überwiegend im internationelen Speditionsgeschäft (Seetransport) erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 229).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 439 (Vorjahr: TEUR 209).

Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 10) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen mit folgenden Laufzeiten und geschätzten Belastungen:

Art der finanziellen Verpflichtung bis ein Jahr
TEUR
über einem bis fünf Jahre
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
Mietverträge 79 107 0
Leasingverträge für Fuhrpark 69 75 0
148 185 0

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsbezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren 26 Mitarbeiter beschäftigt, davon durchschnittlich 2 geringfügig beschäftigte Mitarbeiter.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs und bis heute wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

- Tim Stecher, Kaufmann, Weyhe

- Helge Stecher-Martino, Weyhe (ab 21. Oktober 2024)

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die nach Schluss des Geschäftsjahres weiterhin anhaltenden Auswirkungen des seit Ende Februar 2022 andauernden Kriegs in der Ukraine sowie der Nahostkonflikt haben wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen fast aller Branchen aufgrund von Einschränkungen in Produktion, Handel und Dienstleistungen. Die Folgen der Krisen können auch bei uns die Auftragslage beeinflussen und zu Beschaffungs- und Lieferengpässen und/oder zu Zahlungsproblemen bei Kunden führen. Die finanziellen Auswirkungen aus den Krisen können für das laufende Geschäftsjahr nicht verlässlich geschätzt werden. Trotz dieser Unsicherheiten bestehen nach unserer Einschätzung jedoch keine bedeutsamen Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Wir verweisen hierzu auch auf die Ausführungen im Lagebericht.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.220.793,43 EUR und wird auf neue Rechnung vorgetragen. und mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 2.326.973,19 EUR verrechnet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bremen, den 15. November 2024

SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh

gez. Tim Stecher, Geschäftsführer

gez. Helge Stecher-Martino, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der Jahresabschluss ist für Zwecke der Offenlegung verkürzt worden. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh, Bremen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SOLI-TRANS SEEFRACHTKONTOR gmbh für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremerhaven, den 15. November 2024

CT Lloyd GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Ökonom Gerd Kleveman, Wirtschaftsprüfer

ppa. gez. Dipl.-Kaufmann Rolf Söhle, Wirtschaftsprüfer

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