Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 173388
Vorher
Atrium Siebzehnte Europäische VV SEAllianz Shared Infrastructure Services SEAllianz Managed Operations & Services SE
Eingetragen
24.4.2008
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Erbringung von informationstechnologischen, operativen und unterstützenden Servicedienstleistungen aller Art im In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Alexandra Zimmer
seit 4.2.2026
Prokura
Linn Wotka
seit 4.2.2026
Prokura
Vera Bierling
seit 2.12.2025
Prokura
Nicola Bosisio
seit 22.10.2025
Vorstandsmitglied
Helge Aulmann
seit 1.8.2025
Prokura
Carmen Schlosser
seit 1.8.2025
Prokura
Maike Wehage
seit 1.8.2025
Prokura
Vasiliki Drakousis
seit 2.4.2025
Prokura
Klaus Egger
seit 24.3.2025
Prokura
Andreas Kessler
seit 24.3.2025
Prokura
Maria Janssen
seit 7.1.2025
Prokura
Josipa Kovco
seit 11.11.2024
Prokura
Jison John
seit 1.8.2024
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Prokura
Prokura
Anja Dr. Döring
seit 10.5.2024
Prokura
Matthias Wörle
seit 10.5.2024
Prokura
Sabrina Brenner
seit 26.3.2024
Prokura
Oliver Kottas
seit 26.3.2024
Prokura
Sabrina Seefelder
seit 22.5.2023
Prokura
Fabrizio Salvatore
seit 22.5.2023
Prokura
Marius Eugler
seit 22.5.2023
Prokura
Katharina Winter
seit 22.5.2023
Prokura
Agostino Ferrara
seit 27.2.2023
Vorsitzender des Vorstands
Matthias Dr. Falke
seit 31.10.2022
Prokura
Annika Donner
seit 24.1.2022
Prokura
Petra Günthner
seit 24.1.2022
Prokura
Kulwant Thandi
seit 24.1.2022
Prokura
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Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Allianz Technology SE

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

A INHALT

Bericht des Aufsichtsrats

Mandate der Aufsichtsratsmitglieder

Mandate des Vorstands

A _ Lagebericht

Struktur und Arbeitsweise

Geschäftsverlauf 2024

Ausblick

Chancen- und Risikobericht

B _ Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat nahm seine satzungsmäßigen und gesetzlich vorgeschriebenen Pflichten und Aufgaben wahr. Er überwachte die Unternehmensführung und beriet den Vorstand in Bezug auf die Geschäftsführung. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl mündlich als auch schriftlich über die Geschäftsentwicklung.

Im Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat zwei ordentliche Sitzungen im März und im Dezember sowie eine außerordentliche Sitzung im Dezember abgehalten. In den Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, über geplante und durchgeführte Maßnahmen zur Geschäftsentwicklung und über die Risikolage. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat Personalangelegenheiten des Vorstands, insbesondere die Zusammensetzung des Vorstands und Vertragsangelegenheiten einschließlich der Vergütung, erörtert. In seiner Sitzung im März 2024 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder vor, die im Folgenden aufgeführt sind. Zusätzlich zu den Sitzungen hat der Aufsichtsrat im Zeitraum zwischen Februar und Juli 2024 in mehreren schriftlichen Verfahren weitere Beschlüsse gefasst, insbesondere zu Personalangelegenheiten des Vorstands, die Änderungen in seiner Zusammensetzung und damit verbundene Vertragsangelegenheiten einschließlich der Vergütung betrafen. Der Personal-, Risiko- und Prüfungsausschuss hielt zwei ordentliche Sitzungen im März und im Dezember 2024 sowie eine außerordentliche Sitzung im April 2024 ab.

Darüber hinaus fasste er im Zeitraum zwischen Juni und August 2024 in mehreren schriftlichen Verfahren weitere Beschlüsse.

Die Amtszeit aller sechs Aufsichtsratsmitglieder der Allianz Technology SE endete mit Beendigung der am 19. März 2024 stattgefundenen Hauptversammlung. Am 19. März 2024 hat die Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats folgende Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt

Umberto Costanzini, Bologna, Leiter des Bereichs Group Technology, Allianz SE

Bettina Dietsche, München, Group Chief People & Culture Officer, Allianz SE

Barbara Karuth-Zelle, München, Vorstandsmitglied und Group COO, Allianz SE und neu gewählt

Anusha Thavarajah, Singapur, Regional CEO Allianz Asia Pacific, Allianz SE

Die Hauptversammlung wählte außerdem auf Vorschlag der Arbeitnehmer wieder:

Michael Holder, Ulm, IT-Manager, Allianz Technology SE, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und

Jürgen Lawrenz, Stuttgart, Systemprogrammierer, Allianz Technology SE, Vorsitzender des Betriebsrats

der Allianz Technology SE.

Die Amtszeit aller sechs Aufsichtsratsmitglieder begann mit Ablauf der Hauptversammlung am 19. März 2024.

Für Dr. Michael Holder sind Kai Langenekert, Stuttgart, Systemspezialist SITP, Allianz Technology SE, Mitglied des Gesamtbetriebsrats der Allianz Technology SE, und für Jürgen Lawrenz Angelika Hirth-Neukamm, Stuttgart, Managing IT - Professional/ Principal Consultant, Allianz Technology SE, Mitglied des Betriebsrats der Allianz Technology SE, als Ersatzmitglieder in den Aufsichtsrat gewählt worden, falls Dr. Michael Holder bzw. Jürgen Lawrenz vor Ablauf ihrer regulären Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheiden und die Hauptversammlung keinen Nachfolger gewählt hat.

In der Zusammensetzung des Vorstands gab es folgende Veränderungen:

Andrea Pettinelli ist mit Wirkung zum Ablauf des 14. April 2024 als Mitglied des Vorstandes zurückgetreten;

Alina-Mihaela Dumitriu ist mit Wirkung zum Ablauf des 30. Juni 2024 als Vorstandsmitglied zurückgetreten;

Aline Bonaccorso wurde mit Wirkung vom 1. Juli 2024 zum Mitglied des Vorstands bestellt

Jison John wurde mit Wirkung vom 24. Juli 2024 zum Mitglied des Vorstands bestellt,

Die Allianz Technology SE spielt weiterhin eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der IT-Strategie für die Allianz Gruppe und unterstützt alle digitalen Ambitionen. Das 2020 gestartete Programm "Gearshift" hat die meisten IT-Einheiten bis Ende 2023 erfolgreich unter dem Dach von Allianz Technology SE konsolidiert. Diese Initiative hat strategische Projekte wie die Business Master Platform (BMP) beschleunigt, Synergien geschaffen und erhebliche Vorteile für die Kunden der Allianz, die Gruppe und ihre operativen Einheiten (OEs) gebracht.

Die Allianz Technology SE hat maßgeblich dazu beigetragen, die digitale Transformation und Innovation zu unterstützen, IT- und operative Prozesse zu optimieren, die IT-Landschaft zu vereinfachen und die IT-Stabilität und - Sicherheit zu verbessern. Diese Bemühungen sind auf die strategischen Ziele der Allianz Gruppe abgestimmt und stellen sicher, dass Allianz Technology SE ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Gruppe bleibt. Das Geschäft der Allianz Technology SE ist in IT- und Non-IT-Geschäft unterteilt. Das IT-Geschäft umfasst Shared Service Dienstleistungen und beinhaltet strategische Transformationsprojekte zur Entwicklung und zum Betrieb neuer Plattformen und zugehöriger Services. Der Non-IT Geschäftsbereich umfasst im Wesentlichen Allianz Services.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden zusammen mit dem von PwC erstellten Prüfungsbericht allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Verfügung gestellt und während der Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2025 in Anwesenheit der unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Einzelnen besprochen. Die Überprüfung dieser vom Vorstand und den unabhängigen Wirtschaftsprüfern vorgelegten Dokumente hat keine Einwände ergeben und der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der von PwC durchgeführten unabhängigen Prüfung zu. Der Aufsichtsrat billigte darüber hinaus den von der Geschäftsleitung erstellten Jahresabschluss.

Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Allianz Technology SE geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2024 erteilt.

Der Aufsichtsrat möchte dem Vorstand und den Mitarbeiter: innen für ihren Beitrag im vergangenen Jahr seinen Dank und seine Anerkennung aussprechen.

 

München, 28. Februar 2025

Im Auftrag des Aufsichtsrats

Dr. Barbara Karuth-Zelle

MANDATE DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER

DR. BARBARA KARUTH-ZELLE

Mitglied des Vorstands, Chief Operating Officer,

Allianz SE, München

Vorsitzende des Aufsichtsrats

BETTINA DIETSCHE

Group Chief People & Culture Officer

Allianz SE, München

Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats (ab 20. März 2024)

UMBERTO COSTANZINI

Head of Group Technology

Allianz SE, München

JÜRGEN LAWRENZ

Angestellter, Vorsitzender des Allianz Technology SE-Betriebsrats,

Allianz Technology SE, München

Arbeitnehmervertreter

ANNE-SOPHIE GROUCHKA (BIS 19. MÄRZ 2024)

Chief Operating Officer von Allianz France, Paris

Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats

ANUSHA THAVARAJAH (AB 19. MÄRZ 2024)

Regional CEO Allianz Asia Pacific, Singapur, Allianz SE

DR. MICHAEL HOLDER

Angestellter, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats,

Allianz Technology SE, München

Arbeitnehmervertreter

MANDATE DES VORSTANDS

AGOSTINO FERRARA

Vorsitzender des Vorstands, Chief Executive Officer und verantwortlich für den Geschäftsbereich Allianz Technology

DR. TURAN SAHIN

Mitglied des Vorstands, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und verantwortlich für den Geschäftsbereich Allianz Services

ALINE BONACCORSO (AB 1. JULI 2024)

Mitglied des Vorstands, Chief Financial Officer und verantwortlich für die Geschäftsbereiche Allianz Technology und Allianz Services

JISON JOHN (AB 24. JULI 2024)

Mitglied des Vorstands, Chief Delivery Officer - Mauritius, Marokko und Portugal Allianz Services

ANDREA PETTINELLI (BIS 14. APRIL 2024)

Mitglied des Vorstands, Chief Financial Officer und verantwortlich für die Geschäftsbereiche Allianz Technology und Allianz Services

ALINA-MIHAELA DUMITRIU (BIS 30. JUNI 2024)

Mitglied des Vorstands und verantwortlich für Delivery Allianz Services Romania & Global HR Allianz Services

LAGEBERICHT

A

STRUKTUR UND ARBEITSWEISE

Die Organisationsstruktur der Allianz Technology SE ist darauf ausgerichtet Ziele zu erreichen, die sich eng an den übergeordneten Zielen der Allianz Gruppe orientieren. Zu diesen Zielen gehören erhebliche Kosteneinsparungen, die Stärkung der strategischen Differenzierung und die Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Allianz Gruppe, um das digitale Erlebnis für die Kunden zu verbessern. Als Rückgrat der Allianz nutzt die Allianz Technology SE ihre globale IT-Expertise, um die digitale Transformation voranzutreiben und eine nahtlose und kundenorientierte Bereitstellung von IT-Lösungen zu gewährleisten.

2.1 Geschäftsbereiche der Allianz Technology SE

Die Allianz Technology SE ist der globale IT-Dienstleister der Allianz Gruppe und spielt eine zentrale Rolle bei der digitalen Transformation innerhalb dieser. Mit Mitarbeitern in mehr als 20 Ländern widmet sich die Allianz Technology SE dem Betrieb, der Optimierung, der Transformation und der Innovation von Infrastruktur, Anwendungen und Services in Zusammenarbeit mit den Allianz Unternehmen, um das Kundenerlebnis zu verbessern.

Die Dienstleistungen orientieren sich an den strategischen Anforderungen der Allianz Gruppe und den geschäftlichen Bedürfnissen ihrer operativen Einheiten (OEs). Diese Dienstleistungen sind in IT- und Nicht-IT-Geschäftsbereiche unterteilt und spiegeln unseren ganzheitlichen Ansatz zur Digitalisierung wider. Im IT-Bereich werden umfangreiche Projekte wie die Data Center Consolidation (DCC), Allianz Global Network (AGN) und die neue Allianz Mobile Client Generation (AMC) gemanagt. Der Non-IT-Bereich umfasst die Allianz Services und Consulting.

Die Strategie umfasst mehrere Aspekte:

Digitale Transformation: Die Allianz Technology SE ist ein Vorreiter bei der Förderung der Digitalisierung und Automatisierung in der Versicherungsbranche. Dies beinhaltet die Entwicklung digitaler Lösungen für Kunden und Mitarbeiter sowie den Einsatz modernster Technologien wie (generative) künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Datenanalyse.

Agile Arbeitsmethoden: Wir setzen auf agile Methoden, um uns schnell an die sich ständig verändernden Marktanforderungen anzupassen. Dazu gehört die Förderung der Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, die Förderung kurzer Entwicklungszyklen und die Einholung regelmäßiger Rückmeldungen von Kunden und Nutzern.

Innovation und Partnerschaften: Das Engagement für Innovation ist offensichtlich, da nach neuen Technologien und Lösungen gesucht wird, um das Versicherungserlebnis unserer Kunden zu verbessern. Wir arbeiten mit externen Partnern, Start-ups und Technologieunternehmen zusammen, um unsere innovativen Fähigkeiten zu stärken.

IT-Sicherheit: Die Gewährleistung der Sicherheit von Daten und IT- Systemen ist von größter Bedeutung. Wir investieren in erheblichem Umfang in Maßnahmen und Technologien, um unsere Systeme und Kundendaten vor Cyber-Bedrohungen zu schützen.

Effizienzsteigerung: Ziel ist es, Prozesse und Abläufe zu straffen, Kosten zu senken und Ressourcen optimal zu nutzen. Dazu gehört die Abschaffung manueller Aufgaben und die Verbesserung von Prozessen.

2.1.1 Geschäftsbereich Allianz Technology - IT und NON-IT

Die Allianz Technology SE ist in die folgenden Funktionsbereiche aufgeteilt, worüber die damit verbundenen IT und NON-IT-Dienstleistungen erbracht werden:

APPLICATION 1

Der Bereich Applications 1 liefert globale Lösungen für die Allianz Gruppe, die ein breites Spektrum an wichtigen Plattformen und Dienstleistungen umfassen. Dazu gehören Kernversicherungslösungen wie die Business Master Platform (BMP) für das Privatkundengeschäft und das Schadenmanagement, zentrale Funktionsplattformen wie Finanzplattformen, Investmentplattformen, Risikomanagementplattformen, die versicherungsmathematische Plattform, Beschaffungsplattformen, Compliance-Plattformen, Zahlungstransaktionen und die Treasury-Plattform sowie People & Culture Plattform, die den gesamten Lebenszyklus der Mitarbeiter unterstützen. Darüber hinaus stellt der Bereich Daten- und Analyseplattformen bereit, darunter die Allianz Data Plattform (ADP) mit fortschrittlichen Funktionen für Analyse und Kl, die ALEx/MIS-Berichtslösung für die gesamte Portfoliokontrolle und das Management der Allianz für die kommerziellen Einheiten, die Group Anti-Fraud Solution (GAFS), die die Betrugsbekämpfung erheblich verbessert, und AllianzGPT (Premium), die die Produktivität in GenAI-Anwendungsfällen in allen Allianz Einheiten beschleunigt. Und schließlich fällt der Hub in Spanien unter den Bereich Applications 1, der weiterwächst und unsere Fähigkeiten in allen Dienstleistungen weiter verbessert.

APPLICATION 2

Der Bereich Applications 2, der mit Application 1 zusammenarbeitet, spielt eine zentrale Rolle bei der Implementierung, Bereitstellung und Wartung globaler IT-Lösungen für die Allianz Gruppe. Dieser unter stützt eine breite Palette wichtiger Plattformen und Dienste, darunter die Business Master Platform (BMP), die als Kernlösung für die Versicherung der Allianz dient. BMP im Rahmen von Applications 2 unterstützt Vertriebsplattformen und bedient die Bereiche Commercial Mid-Corp und Large-Corp. Darüber hinaus ist die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit für Allianz Kunden ein Hauptaugenmerk des Front-End- und Digital-Marketing-Teams. Applications 2 spielt auch eine wichtige Rolle bei der Automatisierung des telefonischen Kundenservices durch die Entwicklung fortschrittlicher Call-Center-Lösungen und bei der Bereitstellung hochmoderner Allianz Websites durch außergewöhnliches Web-Design. Der Bereich Applications 2 umfasst auch die Bereitstellung technischer Plattformen für das Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft der Gruppe, die künftige Versicherungslösung OPUS für Schwellenländer sowie IT-Lösungen für die Dokumentenspeicherung und -archivierung, die angesichts des großen Vertragsvolumens der Allianz von entscheidender Bedeutung sind. Darüber hinaus umfasst der Bereich die Organisation für Qualitätssicherung und Tests, um sicherzustellen, dass die höchsten Standards erfüllt werden. Die Teams von Applications 2 sind strategisch rund um den Globus verteilt, wobei der Hub der Allianz Technology Thailand unter ihrer Verantwortung steht.

IF & IS

Die IT-Funktion Infrastructure & Information Security der Allianz Technology SE ist für die Bereitstellung von weltweiter Service Delivery verantwortlich und treibt die Transformations- und Innovationsaktivitäten in diesen Bereichen innerhalb der Allianz Gruppe voran. Zu den Verantwortungsbereichen gehören Rechenzentrum-, Datenbank- und Cloud-Services, globale Netzwerkservices, Arbeitsplatzservices, Informationssicherheit sowie regionale und lokale Service Delivery.

CTO-AREAS

Die vier CTO-Areas haben eine geographisch definierte Zuständigkeit und dienen als Schnittstelle zu den Kunden der Allianz Technology SE. Sie verantworten die IT Delivery lokaler und globaler Lösungen für Kunden der ihnen zugewiesenen Allianz Technology Einheiten.

Die geographische Verteilung ist wie Folgt:

CTO1: Deutschland, Schweiz, Österreich und CEE (seit dem 1. Dezember dem Bereich CTO 2 zugehörig). Daneben werden auch Allianz Services, Allianz Reinsurance, Allianz Commercial, Allianz Direct, Allianz SE, IDS, ADEAUS, AIM SE und Allianz X als Kunden bedient.

CTO2: Großbritannien, Irland, Afrika, sowie die beiden Globalen Linien Allianz Trade (Kreditversicherungsgeschäft) und Allianz Partners (B2B2C Geschäft).

CTO3: Region APAC (inkl. Australien) und Nord-Amerika.

CTO4: Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Kolumbien, Brasilien sowie Benelux und die Türkei und Griechenland als funktionale Delegationen.

COO

Der Bereich COO ist die treibende Kraft in der Allianz Technology SE und orchestriert eine Reihe von strategischen Initiativen, die auf die Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit abzielen. Verschiedene Programme innerhalb des COO-Bereichs konzentrieren sich auf die Vereinfachung und Stabilisierung von Prozessen, die Steigerung der Produktivität und die Verbesserung der Kosteneffizienz. Ein Hauptaugenmerk liegt auf robustem Kostenmanagement und IT-Beschaffung. Darüber hinaus sorgt die COO-Funktion für umfassende Datenschutzmaßnahmen und den Aufbau digitaler Resilienz. Weiter ist der COO-Bereich für die IT-Sicherheit, das Krisenmanagement, die Datenanalyse, die Aufrechterhaltung der Unternehmensführung und die Förderung der agilen Transformation zuständig.

CFO

Der Geschäftsbereich CFO ist neben den traditionellen Finanzfunktionen Accounting, Tax & Treasury und Controlling auch für die Preisgestaltung, das Benchmarking, das Risikomanagement, sowie für die Funktionen Customer Contract Management & Legal und Compliance verantwortlich.

CPO

Die Funktion People & Culture unterstützt die Allianz Technology SE, indem sie die Entwicklung von Talenten, die Fortbildung, die Umschulung und die Entwicklung von Fähigkeiten fördert, um die Entwicklung neuer Plattformen und die Nutzung von Fähigkeiten auf der ganzen Welt zu unterstützen. Wir investieren in die Entwicklung unserer Mitarbeiter, um zukünftigen Anforderungen und Trends gerecht zu werden, während wir eine überzeugende Employee Value Proposition gestalten, um auf einem hoch kompetitiven IT-Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein.

Neben dem wesentlichen Geschäft durch die IT-Services erbringt die Allianz Technology SE durch die Allianz Services NON-IT Services.

ALLIANZ SERVICES

Die Allianz Services strebt danach, die führende Serviceplattform der Allianz in allen non-IT-Bereichen zu sein, indem sie Abläufe verbessert und optimiert, die Produktivität steigert und exzellente Kundenerfahrungen durch vertrauensvolle Partnerschaften und gezielte Mitarbeiterentwicklung schafft. Mit einer umfassenden Expertise im Versicherungsbetrieb und in der Transformation agiert Allianz Services als globale Plattform zur Unterstützung der Allianz Gruppe. Das Unternehmen legt einen besonderen Schwerpunkt auf Kernversicherungsprozesse, vertikale und zentrale Funktionen, Business Analytics, GenAI und Managementberatung und wird für seine hohe Servicequalität anerkannt, die sich in hohen NPS- und VoC-Werten widerspiegelt.

Mit einer weltweiten Präsenz in Indien, Rumänien, Mauritius, Portugal und Marokko sowie Beratungsstandorten in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, den USA, Malaysia und Singapur bietet die Allianz Services ein breites Spektrum an Dienstleistungen entlang der gesamten Versicherungswertschöpfungskette und über alle Funktionen hinweg. Neben der Bereitstellung von Geschäftsdienstleistungen verfügt die Allianz Services über umfangreiche Transformationsfähigkeiten und unterstützt strategische Programme der Allianz durch interne Beratung, Operations Engineering und Automatisierung.

Um den Mehrwert für die Allianz Gruppe weiter zu steigern, überarbeitet die Allianz Services ihren Ansatz in Zusammenarbeit mit der Allianz Technology im Rahmen der "Next Horizon"-Initiative und setzt auf ein integriertes End-to-End-Service-Modell. Dies umfasst die Einrichtung erstklassiger Kundenkontaktzentren, die Harmonisierung von Abläufen mit vorhandenen Ressourcen und die Standardisierung von Dienstleistungsangeboten. Die Allianz Services hat das Ziel, innerhalb der Gruppe eine führende Rolle in der Skalierung von Daten, Analytics und GenAl zu übernehmen.

2.2 Kunden der Allianz Technology SE

Die Kunden der Allianz Technology SE sind die Landesgesellschaften der Allianz Gruppe.

Im Jahr 2024 bezogen insgesamt 445 Allianz Unternehmen Dienstleistungen von der Allianz Technology SE, im Jahr 2023 waren es 425. Das Geschäft der Allianz Technology SE wuchs in allen Regionen, mit Ausnahme von Afrika, aufgrund der rücklaufenden Präsenz in der Region und der angestrebten Liquidierung der Allianz Africa Services SA. Dieses Wachstum ist auf das erhöhte Geschäftsvolumen infolge der Gearshift-Transfers zurückzuführen.

Der Anteil des Geschäfts mit Kunden in Deutschland ging leicht auf 46,6 % zurück, verglichen mit 48,6 % im Jahr 2023. Diese Verschiebung spiegelt die anhaltenden Globalisierungsbestrebungen der Allianz Technology SE nach dem Gearshift-Programm wider. Das Jahr 2024 war das erste Geschäftsjahr, in dem Gearshift in vollem Umfang umgesetzt wurde, was sich insbesondere in einem Anstieg des Umsatzes außerhalb der Region Deutschland um 13 % zeigt.

In der nachfolgenden Tabelle ist die Umsatzverteilung nach geografischen Regionen dargestellt.

Umsatzverteilung nach Regionen

Stand 31. Dezember 2024
Gesamt in Anteil Anzahl der Kunden (Allianz Gruppe)
Mio. € in %
Deutschland 1.469,4 46,6 119
Europa (ohne Deutschland) 1.302,0 41,4 237
Australien und Neuseeland 188,0 6,0 10
Nordamerika 88,2 2,8 27
Südamerika 18,1 0,6 10
Asien 73,7 2,3 75
Afrika 11,4 0,4 30
Summe 3.150,8 100 508
Stand 31. Dezember 2023
Gesamt in Anteil Anzahl der Kunden (Allianz Gruppe)
Mio. € in%
Deutschland 1.406,8 48,6 103
Europa (ohne Deutschland) 1146,6 39,6 200
Australien und Neuseeland 171,7 5,9 8
Nordamerika 72,1 2,5 23
Südamerika 15,2 0,5 8
Asien 66,3 2,3 60
Afrika 14,7 0,5 26
Summe 2.893,4 100 428

2.3 Organisationsstruktur

Mit dem in 2020 gestarteten "Gearshift"-Programm, wurden bereits bis Ende 2023 die meisten IT-Geschäftseinheiten unter der Allianz Technology SE konsolidiert. Im Jahr 2024 verlagerte sich der Fokus auf die Vorbereitung der bevorstehenden IT-Konsolidierung und Harmonisierung in der AZAP-Region, sowie auf die Skalierung des regionalen Delivery Centers in Kuala Lumpur. Im Jahr 2024 gründete die Allianz Technology SE eine neue Tochtergesellschaft in Lissabon, Portugal, die Allianz Services Portugal, Unipessoal LDA, um die Übernahme der Kontaktcenter-Operationen für die Allianz Portugal von einem Drittanbieter zu ermöglichen. Die neue Geschäftseinheit in Portugal wird die Right-Shoring-Strategie der Allianz Services stärken und die bestehende Geschäftsnachfrage der Allianz Portugal unterstützen.

Mit dieser neuen Ergänzung war die Allianz Technology SE zum 31. Dezember 2024 in insgesamt 26 Ländern über beide Geschäftssegmente hinweg tätig.

Übersicht der Allianz Technology SE München und ihrer Niederlassungen sowie deren Hauptgeschäftstätigkeiten zum 31. Dezember 2024:

Niederlassung Standort Hauptgeschäftstätigkeit
Allianz Technology SE München, Deutschland Zentrale, Globale Shared Services (IT and non-IT)
Allianz Technology SE Brüssel, Belgien Lokale IT-Services
Allianz Technology SE Pune, Indien Global Shared-IT-Services
Allianz Technology SE Trivandrum, Indien Global Shared-IT-Services
Allianz Technology SE Dublin, Irland Lokale IT-Services
Allianz Technology SE, Munchen, Sucursala Bucuresti Bukarest, Rumänien Aktuariats-, Finanz- und operationelle Prozessdienstleistungen
Allianz Technology SE Singapore Branch Singapur, Singapur Regionale Services (IT and non-IT), Allianz Consulting
Allianz Technology SE München Zweigniederlassung Wallisellen Wallisellen, Schweiz Lokale IT-Services, Globale IT-Beschaffung
Allianz Technology SE Guildford, Großbritannien Lokale IT-Services
Allianz Technology SE Sydney, Australien Lokale IT-Services
Allianz Technology SE organizacnä zlozka Bratislava, Slowakei Regionale Shared-IT-Services
Allianz Technology SE Magyarorszägi Fiöktelepe Budapest, Ungarn Globale & regionale Shared-IT-Services
Allianz Technology SE Sucursal en Espana Barcelona, Spanien Globale Shared Services, Allianz Consulting
Allianz Technology SE Rotterdam, Niederlande Lokale IT-Services
Allianz Technology SE Casablanca, Marokko Geschäftsprozess-Outsourcing (BPO), Kundenbeziehungsmanagement (CRM), Datenmanagement
Allianz Technology SE Sucursal Colombiana Bogotá, Kolumbien Lokale IT-Services

Darüber hinaus hält die Allianz Technology SE, München mehrere direkte und indirekte Beteiligungen. Weitere Angaben sind dem Anhang zu entnehmen.

2.4 Mitarbeiter:innen

DIVERSITÄT (BERICHT GEM. § 289f (IV) HGB)

Infolge des Gleichstellungsgesetzes in Deutschland, das sowohl für die Privatwirtschaft als auch für den öffentlichen Sektor gültig ist, hat die Allianz Technology SE folgende Ziele für den Anteil von Frauen in führenden Positionen in Deutschland etabliert. Der Termin für die Erreichung aller Ziele ist der 31. Dezember 2024:

Die angestrebte Quote für Frauen im Aufsichtsrat liegt bei 50% (50% erreicht am 31. Dezember 2024).

Die angestrebte Quote für Frauen im Vorstand liegt bei 25% (25% erreicht am 31. Dezember 2024).

Die angestrebte Quote für Frauen auf der 1. Führungsebene unterhalb des Vorstandes (Allianz Global Executives) liegt bei 25% (20% erreicht am 31. Dezember 2024).

Die angestrebte Quote für Frauen auf der 2. Führungsebene unterhalb des Vorstandes (Allianz Senior Executives) liegt bei 30% (33% erreicht am 31. Dezember 2024).

Der Grund für das Nichterreichen des Ziels von 25 % auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands ist ein Mangel an weiblichen Talenten in dem Marktsektor Technologie, in dem die Allianz Technology SE sich befindet.

GESCHÄFTSVERLAUF 2024

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 hat die Allianz Technology SE die Erweiterung und Verbesserung ihres Portfolios als globaler Shared-Services-Anbieter der Allianz Gruppeweiter fortgesetzt.

Das Ergebnis vor Steuern der Allianz Technology SE verbesserte sich im Geschäftsjahr auf 53,8 Mio. € (2023: -138,8 Mio. €) vor allem aufgrund der Verrechnung aller Restrukturierungskosten in Höhe von 138 Mio. € und der Verrechnung von Verlusten aus der Vergangenheit auf Basis bestehender Service Level Agreements in Höhe von 158 Mio. €, die die Wertminderung von 51 Mio. € bei BMP aufgrund der strategischen Neuausrichtung von BMP mehr als kompensierten.

Das Ergebnis nach Steuern inklusive sonstiger Steuern weist für 2024 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme gemäß dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag von -52,0 Mio. € (2023: 158,4 Mio. €) auf.

3.1 Entwicklung der Ertragslage

Die Entwicklung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wird in den nachfolgenden Absätzen erläutert.

Die Erträge aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Umsätze, sonstige betriebliche Erträge und andere aktivierte Eigenleistungen) des Geschäftsjahres 2024 der Allianz Technology SE sind im Vergleich zum Vorjahr um 543,4 Mio. € auf 3.672,1 Mio. € gestiegen.

Die Allianz Technology SE generierte im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse aus Shared-Service-Dienstleistungen in Höhe von 3.150,8 Mio. € (2023: 2.893,4 Mio. €). Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 257,3 Mio. € oder 8,9%.

Die aktivierten Eigenleistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 17,8 Mio. € auf 109,2 Mio. €, was im Wesentlichen auf höhere Entwicklungsleistungen unter anderem für die Business Master Platform, Allianz Partners Global Enabler Journey and ITMP AGCS zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 412,2 Mio. € sind gegenüber dem Vorjahr (2023: 143,9 Mio. €) um 268,3 Mio. € gestiegen, was im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr 2024 erfolgte Verrechnung von angefallenen Restrukturierungskosten (101,1 Mio. €), sowie Einmaleffekten aus dem Ausgleich von Verlusten aus vorangegangenen Geschäftsjahren (158,2 Mio. €).

Die Aufwendungen für den IT-Betrieb sind um 209,2 Mio. € auf 1.655,6 Mio. € (2023: 1.446,4 Mio. €) gestiegen. Dies ist vorrangig auf die gestiegenen Aufwände um 131,6 Mio. € von 1.014,3 Mio. € auf 1.145,9 Mio. € für bezogene Leistungen zurückzuführen.

Der wesentliche Grund des Anstiegs der Personalaufwendungen um 44,7 Mio. € auf 953,1 Mio. € (2023: 908,4 Mio. €) ist im Wesentlichen auf tarifliche Gehaltssteigerungen sowie gestiegene Aufwendungen im Rahmen der Altersversorgung zurückzuführen.

Die Abschreibungen verringerten sich im Geschäftsjahr 2024 um 33,6 Mio. € von 501,3 Mio. € auf 467,7 Mio. €. Wesentlicher Treiber war hier die im Vergleich zum Vorjahr geringere außerplanmäßige Abschreibung auf die Business Master Platform (BMP) in Höhe von 51,7 Mio. € (2023:133,8 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2024 um 107,2 Mio. € auf 494,1 Mio. € gestiegen (2023: 386,9 Mio. €) Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Verrechnungen aus Beistellleistungen und Kostenverteilung durch andere Allianz Gesellschaften sowie Restrukturierungsaufwendungen zurückzuführen.

Die im Jahresvergleich zu verzeichnende Verringerung in Höhe von 3,9 Mio. € aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen auf 29,6 Mio. € resultiert vor allem aus geringeren Zinserträgen aus Planvermögen von Pensionsrückstellungen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um 10,8 Mio. € auf 76,7 Mio. € gestiegen (2023: 65,9 Mio. €). Ursächlich hierfür sind die gestiegenen Zinsaufwände aus den Darlehensverbindlichkeiten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 74,1 Mio. € (2023: 16,2 Mio. €) und enthalten vorrangig Körperschafts- und Gewerbesteueraufwendungen.

Das Ergebnis nach Ertragssteuern weist für 2024 einen Verlust von -20,2 Mio. € (2023: -154,9 Mio. €) aus.

Das Ergebnis vor der Verlustübernahme (inklusive Sonstiger Steuern) gemäß dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag beläuft sich auf -52,0 Mio. € (2023: -158,4 Mio. €).

3.2 Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Allianz Technology SE ist im Geschäftsjahr 2024 um 163,6 Mio. € oder 5% auf 3.181,8 Mio. € gestiegen (2023: 3.018,2 Mio. €).

Nachfolgend sind die wesentlichen Posten der Aktiva erläutert:

Die langfristigen Vermögensgegenstände sind um 79,9 Mio. € von 1.826,7 Mio. € im Vorjahr auf 1.906,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 gestiegen.

Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände innerhalb der langfristigen Vermögensgegenstände verringerten sich um 35,5 Mio.€ ausgehend von 89,9 Mio. € im Vorjahr auf 54,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2024. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen. Zudem gab es im Geschäftsjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf die Business Master Platform (BMP) in Höhe von 37,5 Mio. € sowie auf die IT Master Platform Asia (ITMP) in Höhe von 13,9 Mio.€.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen langfristigen Vermögensgegenstände umfassen sowohl fertiggestellte als auch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögensgegenstände.

Entgeltlich erworbene Lizenzen und Software sind um 163,1 Mio. € von 1.270,6 Mio. € auf 1.433,7 Mio. € gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Investitionen in die Gearshift Projektportfolien, die IT Master Platform und die Global Enabler Journey zurückzuführen.

Insgesamt wurden 484,8 Mio. € (2023: 471,2 Mio. €) an Entwicklungskosten für IT-Projekte der Allianz Gruppe unter langfristigen Vermögensgegenständen für das Geschäftsjahr 2024 aktiviert.

Im Geschäftsjahr 2024 verringerten sich die Buchwerte der Sachanlagen von 207,1 Mio. € um 32,7 Mio. € auf 174,4 Mio. €.

Die Finanzanlagen sind von 123,6 Mio. € im Vorjahr um 18,7 Mio. € auf 104,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der außerplanmäßigen Abschreibung auf die Beteiligung an der Allianz Technology SAS Frankreich in Höhe von 12,4 Mio. € sowie aus der erfolgsneutralen Ausbuchung der Allianz Technology AG Schweiz in Höhe von 8,4 Mio. €.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 1.013,7 Mio. € im Vorjahr um 135,9 Mio. € auf 1.149,6 Mio. € im Jahr 2024. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus höheren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund von erhöhtem Geschäftsvolumen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich um 22,5 Mio. € auf 125,5 Mio. €

In den folgenden Abschnitten sind die wesentlichen Positionen der Passiva erläutert:

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert und beläuft sich auf 338,2 Mio. €. Die Eigenkapitalquote1 hat sich zum Bilanzstichtag 2024 auf 10,6 % und ist somit um 0,6 % gesunken (2023 11,2%).

Die Rückstellungen betragen 604,8 Mio. € (2023: 470,2 Mio. €). Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Steuerrückstellungen um 44,0 Mio. € und der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 54,3 Mio. € sowie dem Anstieg der Rückstellungen für Vorruhestand in Höhe von 17,9 Mio. €.

Verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023 sind die Verbindlichkeiten der Allianz Technology SE um 37,6 Mio. € von 2.162,2 Mio. € auf 2.199,8 Mio. € gestiegen, was unter anderem auf die Aufnahme von Darlehen in Höhe von 266,6 Mio. € in 2024 von Unternehmen der Allianz Gruppe zur Vorfinanzierung von IT-Projekten zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus dem Cashpool sind dagegen um 168,9 Mio. € gesunken. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft in 2024 war jederzeit gegeben.

3.3 Investitionen

Die Investitionen lagen im Geschäftsjahr 2024 mit 564,0 Mio. € (2023: 646,3 Mio. €) um 82,3 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Die wesentlichen Investitionen in Höhe von 503,5 Mio. beliefen sich im Geschäftsjahr vor allem auf Investitionen in Software bzw. Immaterielle Vermögensgegenstände.

Die Gesamtinvestitionen in IT-Projekte unter dem Posten immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 484,8 Mio. € (2023: 471,2 Mio. €). Die aktivierungsfähigen Kosten des Allianz Global Network (AGN) Projekts mit einem Restbuchwert zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 66,8 Mio. € (2023: 89,1 Mio. €) sind in der Bilanzposition immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte im Wesentlichen durch Darlehen und Anleihen in Höhe von 1.453,3 Mio. € (2023: 1.280,1 Mio. €) innerhalb der Allianz Gruppe für die Vorfinanzierung von IT-Projekten. Darlehen und Überbrückungsfinanzierungen von der Allianz SE (München, Deutschland) wurden zudem für den laufenden Geschäftsbetrieb verwendet.

3.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Allianz Technology SE ist Teil der Allianz Gruppe. Daher orientieren sich die Key Performance Indikatoren (KPIs) der Allianz Technology SE an denen der Allianz Gruppe. In der Kategorie "Bevorzugter Partner" werden die folgenden KPIs berücksichtigt:

Allianz Engagement Survey (AES) mit folgenden 3 Dimensionen:

Dem Inclusive Meritocracy Index (IMIX), hier konnten 81 Prozent erzielt werden. Somit lag dieser mit 4 Prozentpunkten unter dem angestrebten Zielwert für das Geschäftsjahr.

Dem Employee Engagement Index (EEI) mit einem Wert für 2024 von 71 Prozent, was unter dem mit 83 Prozent angestrebten Zielwert des Geschäftsjahres lag, sowie

Dem Work Well Index (WWI) der bei 79 Prozent und somit 2 Prozentpunkte unter dem angestrebten Ziel lag.

Für die Messung der Kundenbindung wird ein Net Promoter Score (NPS) ermittelt, dieser betrug in 2024 76 Prozent. Der NPS lag damit 11 Prozentpunkte über dem avisierten Ziel.

AUSBLICK

Wie im Jahr 2024 will die Allianz Technology SE auch 2025 das Ergebnis vor Steuern sowohl im IT- als auch im Non-IT-Bereich gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Der Jahresüberschuss wird in Zukunft stärker in den Vordergrund rücken. Die für 2024 gesetzten Ziele für das Ergebnis vor Steuern wurden übertroffen, vor allem aufgrund der Verrechnung aller Restrukturierungskosten in Höhe von 138 Millionen Euro und der Aufholung von Verlusten aus der Vergangenheit in Höhe von 158 Millionen Euro, die die Wertminderung von 51 Millionen Euro bei BMP aufgrund der strategischen Neuausrichtung von BMP mehr als kompensierten. Darüber hinaus führte diese Neuausrichtung zu einer Verzögerung der geplanten Einnahmen, was zu weiteren Verlusten in Höhe von 39 Mio. € im Jahr 2024 führte.

Die Liquiditätslage hat sich aufgrund der geringeren Investitionen im Vergleich zu den Jahren der Gearshift-Übertragung deutlich verbessert. Angesichts der engen Margen benötigt die Allianz Technology SE jedoch weiterhin Finanzmittel, die durch Darlehen oder Namensschuldverschreibungen innerhalb der Allianz Gruppe aufgebracht werden müssen. Den kurzfristigen Liquiditätsbedarf kann die Allianz Technology SE weiterhin über den Allianz Cashpool abdecken. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag durch die Allianz SE, München fortgeführt wird.

Für das Jahr 2025 rechnet die Allianz Technology SE mit einem im Vergleich zum Vorjahr leichten Umsatzwachstum, das in erster Linie auf eine erhöhte Nachfrage durch verschiedene Allianz Operating Entities (OEs) zurückzuführen ist. Darüber hinaus wird erwartet, dass das im Jahr 2024 gestartete "Speed2Value"-Programm im Jahr 2025 Bruttoeinsparungen in Höhe von 306 Mio. € generieren wird, während gleichzeitig die IT-Leistungen der Allianz Technology verbessert und gestärkt werden.

Für nicht-finanzielle KPIs, wie IMIX und WWI des AES, bleiben die erwarteten Ziele für das nächste Jahr unverändert.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

5.1 Chancenbericht

Die Allianz Technology SE weist in den vergangenen Jahren ein deutliches geschäftliches Wachstum auf und Prognosen für die Zukunft deuten in die gleiche Richtung. Um den Kunden auch weiterhin Dienstleistungen anbieten zu können, soll verstärkt der globale Talentpool genutzt werden, der eine Folge der weltweiten Präsenz der Allianz Technology SE ist. So sind Skaleneffekte möglich, von denen auch der Kunde profitiert.

Allianz Technology ist auf dem besten Weg, ein umfassender End-to-End-IT-Anbieter für die Allianz Gruppe zu werden - ausgehend von einem einzelnen Lösungsanbieter. Dieser Wandel wird durch strategische Programme und IT-Entwicklungen untermauert, die sich an unserem Ziel orientieren, der beste Technologiepartner für Finanzdienstleistungen zu werden. Unsere Rolle als Rückgrat der Allianz ist von entscheidender Bedeutung, da umfassende IT-Services angeboten werden, die die Digitalisierung der Gruppe vorantreiben.

Die Umsetzung des Gearshift-Programms von 2020 bis 2023 hat eine solide Grundlage für schnellere und sicherere IT-Services geschaffen. Darauf aufbauend professionalisiert die Allianz Technology SE mit dem Transformationsprogramm Speed2Value, unterstützt durch Initiativen wie iTOP und Delivery Excellence, die IT-Services weiter und etablieren Allianz Technology als den Anbieter der Wahl für die Gruppe.

iTOP steht für "Integrated IT Operations". Es handelt sich um ein Konzept das darauf abzielt, IT-Operationen zu integrieren und zu optimieren. iTOP konzentriert sich darauf, verschiedene Aspekte der IT-Infrastruktur und -Services zu vereinheitlichen, um eine effizientere und reibungslosere Betriebsabwicklung zu ermöglichen. Die Delivery Excellence Initiative der Allianz Technology SE ist ein strategisches Programm, das darauf abzielt, die Lieferleistung und -qualität der IT-Services innerhalb des Unternehmens zu verbessern. Die Initiative konzentriert sich auf die Implementierung bewährter Methoden, Prozesse und Tools, um Servicebereitstellung an die Kunden zu gewährleisten.

Das Allianz Customer Model (ACM) und die IT Master Platform (ITMP) sorgen für Einfachheit und Kundenorientierung und gewährleisten nahtlose Abläufe in allen Bereichen des Versicherungsgeschäfts. Durch die Unterstützung der Transformation der Allianz Gruppe durch die Modernisierung und Vereinfachung der IT-Landschaft und die Harmonisierung der Geschäftsprozesse positioniert sich die Allianz Technology SE als der zentrale IT-Dienstleister innerhalb der Gruppe.

Insgesamt ist die Allianz Technology SE strategisch gut positioniert, um diese Chancen zu nutzen, Innovationen voranzutreiben und außergewöhnliche Kundenerlebnisse zu bieten, während wir die digitale Evolution der Allianz Gruppe weiter unterstützen.

GESAMTAUSSAGE CHANCEN

Die Gesamtchancen der Allianz Technology SE im Jahr 2025 sind vielversprechend, da sie als globaler IT-Dienstleister für die Allianz Gruppe gut positioniert ist, um die rasante Entwicklung fortzusetzen. Das Unternehmen nutzt seine umfassende internationale Präsenz und seinen vielfältigen Talentpool, um die Digitalisierung voranzutreiben und umfassende IT-Lösungen anzubieten. Die globale Präsenz ermöglicht es der Allianz Technology SE, das gesamte Spektrum der Digitalisierung effizient zu bedienen - von großen IT-Infrastrukturprojekten bis hin zu Anwendungsplattformen, die die digitale Interaktion verbessern.

Durch die Entwicklung von einem Anbieter von Einzellösungen zu einem ganzheitlichen IT-Anbieter stärkt die Allianz Technology SE ihre Rolle als Rückgrat der Allianz. Die strategischen Initiativen des Unternehmens, wie die Programme Gearshift und Speed2Value, zielen darauf ab, Geschäft und Technologie in Einklang zu bringen, um schnellere und sicherere IT-Services zu gewährleisten und gleichzeitig einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Die Einbindung generativer KI in die Strategie der Allianz Technology SE bietet spannende Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Dienstleistungen und Abläufe. Allianz Technology erforscht aktiv das transformative Potenzial der generativen KI durch verschiedene Weiterbildungs- und Schulungsprogramme, um unsere Teams mit den notwendigen Fähigkeiten auszustatten und damit sie die Möglichkeiten der KI effektiv nutzen können. (Generative) Kl spielt eine entscheidende Rolle bei der Rationalisierung von Prozessen, der Verbesserung von Kundeninteraktionen und der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

All diese Bemühungen, kombiniert mit einem starken Fokus auf Kundenorientierung und Innovation positionieren die Allianz Technology SE als zentralen IT-Dienstleister innerhalb der Allianz Gruppe, der bereit ist, zukünftige Chancen zu nutzen und seinen Kunden einen außergewöhnlichen Mehrwert zu bieten.

5.2 Risikobericht

Als interner IT-Dienstleister für die Allianz Gruppe richtet die Allianz Technology SE das Risikomanagement an den operativen und finanziellen Risiken aus. Sie berichtet regelmäßig an die Allianz Gruppe über die aktuelle Risikoposition, da das Risikopotential in vielen Fällen ein geteiltes Risiko ist.

5.2.1 Risikoprofil

Auf Basis des Geschäftsmodells wird das Risikoprofil der Allianz Technology SE vorrangig von operativen Risiken dominiert, welche auf die IT-Infrastruktur- und Applikationsservices zurückzuführen sind. Als Risiken im Zusammenhang mit der Allianz Technology SE Unternehmensstrategie und ihrem Geschäftsmodell gelten operative Risiken, Marktrisiken, Reputationsrisiken, Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und Währungsrisiken. Zum Schutz der Allianz Technology SE und ihrer Kunden und um die strategischen Ziele zu unterstützen, konzentriert sich der Allianz Technology SE Risikomanagementansatz vorrangig auf operative und Reputationsrisiken, wobei die anderen Risiken nicht unberücksichtigt bleiben. Es folgt ein Überblick über die wesentlichen Risiken, welche die Allianz Technology SE beeinträchtigen können.

OPERATIVE RISIKEN

Die operativen Risiken umfassen alle Verlustrisiken aufgrund von Ineffizienzen oder Fehlern in Prozessen und Kontrollen, die technologische Gründe haben oder durch Mitarbeiter, organisatorische Strukturen oder externe Faktoren verursacht werden. Alle bei der Allianz Technology SE ausgeführten Aktivitäten bergen operative Risiken, die sich in der Regel nicht vollkommen vermeiden lassen und daher mit Hilfe effektiver interner Kontrollen gesteuert werden müssen. Deshalb wurde das Nicht-finanzielle Risikomanagement (NFRM) so gestaltet, dass ein unternehmensweiter, holistischer Ansatz gewährleistet ist, der sich über alle Unternehmensdienstleistungen, Funktionen und Gesellschaften erstreckt. Hierbei wird auch den Besonderheiten des Allianz Technology SE Geschäftsmodells Rechnung getragen. Das heißt, es werden die Servicelieferung für Kunden der Allianz Technology SE, interne Allianz Technology SE Services und Funktionen, sowie das Outsourcing von Services und Funktionen an externe Anbieter einschließlich möglicher Sub-Outsourcings betrachtet. Der Risikokatalog der Allianz Gruppe wird von der Allianz Technology SE in vollem Umfang angewendet. Dies soll eine einheitliche Berichterstattung der Maßnahmen zur Risikominderung und der Kontrollaktivitäten innerhalb des Nichtfinanziellen Risikomanagements (NFRM) sicherstellen. In den letzten Jahren hat die Risikomanagementfunktion einen umfassenden Rahmen für die Bewertung von Spitzenrisiken (Top Risk Assessment - TRA) geschaffen. Im Rahmen dessen wird eine jährliche Überprüfung der Liste der wichtigsten und neu auftretenden Risiken durchgeführt und in Zusammenarbeit mit Experten werden vierteljährliche Analysen und Überwachungen dieser Risiken vorgenommen.

Diese Risiken werden den Mitgliedern des Executive Management Team (EMT) zugewiesen. Der Fortschritt der risikomindernden Maßnahmen wird regelmäßig an den Vorstand, Aufsichtsrat und das Risikokomitee berichtet. Risiken mit einer hohen Risikoeinstufung sind:

Cyber-Risiko: Bedrohung der Integrität und Verfügbarkeit von Technologienetzwerken durch Hackerangriffe, Malware oder Social Engineering, die zu Dienstleistungs- und Geschäftsunterbrechungen, Daten-, Vermögens- und Reputationsverlusten sowie Prozesskosten führen.

Management von Dritten und Lieferanten: Die Unterbrechung der Lieferkette führt zu einem erheblichen Risiko der Unterbrechung kritischer Allianz Dienstleistungen, was zu zusätzlichen Betriebskosten oder Kosten für das Reputationsmanagement führt. Eine unzureichende Überwachung der Beziehungen zu Dritten kann auch zu Feststellungen und Bußgeldern wegen der Nichteinhaltung von Gesetzen, Vorschriften (DORA, VAIT) und Sanktionen, sowie zu einem Verbot bestimmter Software oder Hardware führen.

Einhaltung von Vorschriften bei Datenschutzverletzungen - Krisen und Sanktionen: Viele Länder haben strenge Datenschutzvorschriften erlassen oder sind dabei, sie zu erlassen, darunter auch die EU-Datenschutzgrundverordnung. Die Nichteinhaltung der allgemeinen Datenschutzgrundsätze (Rechtmäßigkeit, Zweckbindung, Datenminimierung, Speicherbegrenzung, Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit, Datenschutz durch Technik, Transparenz und Fairness, Rechenschaftspflicht) und der Gesetze kann zu hohen Geldstrafen und Rufschädigt

MARKTRISIKEN

Marktrisiken umfassen alle Risiken, die aus der Veränderung von Marktbedingungen entstehen. Diese werden zusammen mit den finanziellen Risiken betrachtet. Um Fremdwährungsrisiken entgegenzuwirken, die im Rahmen von Fremdwährungsdarlehen und Anleihen entstehen können, werden Finanzderivate eingesetzt. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich mit der Allianz SE abgeschlossen.

SONSTIGE RISIKEN

REPUTATIONSRISIKEN

Reputationsrisiken resultieren aus betrieblichen Vorkommnissen bei Dienstleistungen der Allianz Technology SE oder bei Allianz Technology SE Outsourcing-Partnern. Sie können jedoch auch auf geschäftliche Entscheidungen zurückzuführen sein.

GESCHÄFTSRISIKEN

Zu den Geschäftsrisiken gehören Risiken wie der unerwartete Rückgang der tatsächlichen Ergebnisse im Vergleich zu den Planungsannahmen, der zu einer Verringerung der Einnahmen ohne eine parallele Verringerung an Ausgaben führt. Solche Entwicklungen können weltweit in unterschiedlichen Situationen auftreten, etwa bei Projekten, generell im Rahmen von Verträgen oder im Einkauf oder bei alltäglichen Geschäftstätigkeiten.

STRATEGISCHE RISIKEN

Zu den strategischen Risiken gehören Risiken, die die Umsetzung der Unternehmensstrategie gefährden, wie etwa das Erreichen der Unternehmensziele. Zur Bewertung geschäftspolitischer Entscheidungen innerhalb der Allianz Technology SE untersuchen und überwachen zwei funktionale Komitees (Internal/Customer Project Portfolio Committee) die Auswirkungen von Projekten auf Umsatz, Kosten und die Ertragssituation.

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Liquiditätsrisiken werden definiert als das Risiko, das Anforderungen aus bestehenden oder künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt werden können. Dieses Risiko entsteht hauptsächlich dann, wenn es zu Diskrepanzen bei der zeitlichen Planung von Cashflows auf der Aktiv- und der Passivseite kommt. Der Liquiditätsbedarf der Allianz Technology SE wird durch den operativen Cashflow sichergestellt. Kurzfristigen Liquiditätsbedarf kann die Allianz Technology SE jederzeit über den Cashpool der Allianz Gruppe abdecken. Der Verlustausgleich der Allianz Technology SE erfolgt auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Allianz SE.

KREDITRISIKEN

Das Kreditrisiko wird als ein unerwarteter Verlust des Marktwerts des Portfolios aufgrund eines Rückgangs der Kreditqualität der Gegenparteien definiert bzw. durch die Unfähigkeit oder Weigerung von Kontrahenten, vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen (Ausfallrisiko). Dies schließt deren Nichterfüllung von Zahlungsverpflichtungen oder dem Versagen der gewählten Instrumente ein.

WÄHRUNGSRISIKEN

Das Währungsrisiko der Allianz Technology SE entsteht durch ihre Niederlassungen außerhalb der Euro-Region sowie den Einsatz von nicht auf Euro lautenden Darlehen zu Finanzierungszwecken. Das Währungsrisiko wird regelmäßig überwacht und in Übereinstimmung mit dem Allianz Standard für das Fremdwährungsmanagement gesteuert.

GESAMTAUSSAGE RISIKEN

Die Allianz Technology SE wird hauptsächlich von operativen Risiken beeinflusst, die auf ihre IT-Infrastruktur- und Applikationsservices zurückzuführen sind. Darüber hinaus gibt es auch Risiken im Zusammenhang mit der Unternehmensstrategie, dem Geschäftsmodell, dem Markt, der Reputation, der Liquidität, dem Kredit und den Währungen. Um die Allianz Technology SE und ihre Kunden zu schützen und die strategischen Ziele zu unterstützen, konzentriert sich der Risikomanagementansatz vor allem auf operative und Reputationsrisiken, ohne die anderen Risiken zu vernachlässigen.

5.2.2 Risiko-Governance

RISIKO ORGANISATION

Das Risikomanagement ist in einer "zweiten Verteidigungslinie" für die unabhängige Aufsicht aller risikobehafteten Angelegenheiten zuständig und wurde gemäß der Allianz Technology SE Governance & Control-Richtlinie etabliert. Es überwacht alle kurz- und langfristigen Risiken der Allianz Technology Gruppe und ist mit der Pflege des internen Kontrollsystems betraut.

Das Risikomanagement berichtet die aktuelle Risikoposition an das Risiko-Komitee sowie an die Vorstände der Allianz Technology SE. Berichte zur Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementrahmens für den Aufsichtsrat der Allianz Technology SE werden den Vorständen vorgelegt.

Der Risikoausschuss ist ein Vorstandsausschuss der Allianz Technology SE. Der Ausschuss genehmigt und koordiniert die an ihn überwiesenen Angelegenheiten, bereitet Entscheidungen zu Themen vor, die für die Allianz Technology Group & Associates im Zusammenhang mit den Geschäftssegmenten Allianz Technology & Allianz Services relevant sind, und schlägt diese vor. Er besteht aus drei Mitgliedern des Vorstands der Allianz Technology SE (Chief Executive Officer, Chief Finance Officer, Chief Executive Officer von Allianz Services). Als ständige Gäste nehmen der Chief of Operations von Allianz Technology und Services sowie die Leiter der Sicherungsfunktionen (Internal Audit Compliance, Legal), Allianz Services CDO, der CISO, Vertreter von Group Risk, der Leiter des Geschäftsbereichs H4 und der CFO von Allianz Services teil. Das Risikokomitee umfasst die Allianz Technology SE einschließlich ihrer Zweigniederlassungen und verbundenen Unternehmen und ist für die Festlegung der Risikomanagementaktivitäten verantwortlich. Es ist die zentrale Anlaufstelle für die Überprüfung und Kommunikation von Risiken, internen Kontrollen, Compliance und rechtlichen Angelegenheiten an die zuständige Geschäftsleitung.

In der gesamten Organisation der Allianz Technology SE wurden Entity Risk Officer eingerichtet. Ihre Hauptaufgaben sind die konsequente Anwendung von Risikomanagementverfahren, wie z.B. die Berichterstattung über operative Verluste, die Selbstbewertung von Risiken und Kontrollen und die Durchführung von Kontrollen.

RISIKO REGELWERK

Die Risikostrategie, welche die allgemeine Risikobereitschaft hinsichtlich aller wesentlichen Risiken definiert, wird durch einen zusätzlichen Allianz Technology gruppenweiten Risikomanagementprozess unterstützt. Dieser wird in einer Reihe von Richtlinien (Allianz Technology Risikorichtlinie, Allianz Technology SE Nicht-finanzielle Risikomanagement (NFRM)Richtlinie, Allianz Technology SE Outsourcing Richtlinie und Allianz Technology SE Richtlinie zu Protection und Resilience) beschrieben, in welche die Anforderungen der Allianz Gruppe einfließen. Weitere detaillierte Prozessbeschreibungen sind den Allianz Technology SE Standards, den Handbüchern sowie den Leitlinien der Allianz Gruppe zu entnehmen.

INTEGRIERTES RISIKO- UND KONTROLLSYSTEM / NICHT-FINANZIELLES RISIKO MANAGEMENT

Das Integrierte Risiko- und Kontrollsystem (IRCS) der Allianz Technology ist ein Risikomanagementprozess, mit dem die operativen Einheiten sicherstellen müssen, dass wirksame Kontrollen oder andere Maßnahmen zur Risikominderung für alle wesentlichen operativen Risiken vorhanden sind. Dieser Prozess wurde in das neue Rahmenwerk Non- Financial Risk Management (NFRM) integriert, das eine standardisierte Taxonomie für nicht-finanzielle Risiken und einen konsistenten Ansatz über drei Verteidigungslinien hinweg, einschließlich zukunftsorientierter Geschäftsüberlegungen, vorsieht, um dem Management eine ganzheitlichere Sicht zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf präventiven Kontrollen und der Wirksamkeit mit klaren Verantwortlichkeiten, um die Risikopriorisierung und die Ressourcenzuweisung durch einen bis zu fünfjährigen, vollständig risikobasierten Kontrolltestplan zu verbessern. Die vollständige Einführung des NFRM- Rahmens bei AZ Technology SE und seinen Niederlassungen und Tochtergesellschaften im Rahmen des Governance-Systems wurde im Jahr 2024 abgeschlossen.

 

München, 20. Februar 2025

Allianz Technology SE

Der Vorstand

Agostino Ferrara

Dr. Turan Sahin

Aline Bonaccorso, ab 1. Juli 2024

Jison John, ab 24. Juli 2024

JAHRESABSCHLUSS

B

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2024

Aktiva 1

2024 2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 54.434.593 89.889.090
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.433.747.160 1.270.583.969
3. Geschäfts- oder Firmenwert 20.237.921 23.001.933
Summe: I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.508.419.674 1.383.474.992
II. Sachanlagen
2. Technische Anlagen und Maschinen 170.137.327 206.958.828
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.269.252 168.000
Summe: II. Sachanlagen 174.406.579 207.126.828
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 104.853.350 123.604.094
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 65.489.337 € (2023: 89.489.337 €) 89.489.337 89.489.337
3. Beteiligungen 14.737.965 14.737.965
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 14.798.531 8.295.213
Summe: III. Finanzanlagen 223.879.183 236.126.609
Summe: A. Anlagevermögen 1.906.705.435 1.826.728.429
B. Umlaufvermögen
I. Vorratsvermögen
1.Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe 1.590.596 1.669.451
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 € (2023: 0 €) -
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 € (2023: 0 €) 907.118.426 844.113.767
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 € (2023: 0 €)
4. Sonstige Vermögensgegenstände
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 € (2023: 0 €) 190.947.524 147.560.062
Summe: II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.098.065.951 991.673.830
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 49.968.904 20.330.622
Summe: B. Umlaufvermögen 1.149.625.450 1.013.673.903
C. Rechnungsabgrenzungsposten 125.492.342 147.954.500
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0 29.831.838
Summe Aktiva 3.181.823.227 3.018.188.670

1 Die Nummerierungen und Bezeichnungen wurden aus § 266 (2) HGB übernommen

Passiva 2

2024 2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 121000 121.000
II. Kapitalrücklage 338.096.878 338.096.878
Summe: A. Eigenkapital 338.217.878 338.217.878
B. Passiver Ausgleichsposten aus dem Erwerb von Anteilen an verbunden Unternehmen 36.600.000 36.600.000
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.396.781 27.465.326
2. Steuerrückstellungen 84.423.231 40.406.436
3. sonstige Rückstellungen 489.977.083 402.353.486
Summe: C. Rückstellungen 604.797.095 470.225.248
D. Verbindlichkeiten
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr € 61.192.740 (2023: 83.042.357 €)
davon mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren: 0 € (2023: 0 €) 85.401.434
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: 0 € (2023: 0 €) 61.192.740 85.401.434
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 239.027.692 € (2023: 846.110.038 €)
davon mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahre 989.570.892 € (2023: 957.700.608 €)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 211.532.213€ (2023: 212.347.564 €) 2.064.793.087 2.016.158.210
7. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, an denen eine Beteiligung besteht 0 622
8. Sonstige Verbindlichkeiten
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 73.836.495 € (2023: 60.692.512 €)
davon mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren: 0 € (2023:0 €)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: 0 € (2023: 0 €)
davon aus Steuern: 14.794.179 € (2023: 16.402.669 €)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1.712.482 € (2023: 907.773 €) 73.836.495 60.692.512
Summe: D. Verbindlichkeiten 2.199.822.321 2.162.252.778
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.385.933 10.892.927
Eigenkapital und Verbindlichkeiten gesamt 3.181.823.277 3.018.188.670

2 Die Nummerierungen und die Bezeichnungen wurden aus § 266 (3) HGB übernommen.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2024 2023
1. Umsatzerlöse 3.150.755.744 2.893.439.266
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 109.160.443 91.376.141
4. Sonstige betriebliche Erträge 412.188.256 143.892.067
davon aus Währungsumrechnung: 72.859.423 € (2023: 70.749.176 €)
davon periodenfremder Ertrag: 219.367.101 € (2023: 44.661.855 €)
Summe: 1. - 4. 3.672.104.443 3.128.707.473
5. Aufwendungen für den IT- Betrieb
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -170.989.358 -160.137.837
davon periodenfremder Aufwand: 0 € (2023: 0 €)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.145.939.508 -1.014.350.620
davon periodenfremder Aufwand: 0 € (2023: 0 €)
c) Dienstleistungen Serviceprovider -338.638.977 -271.889.478
davon periodenfremder Aufwand: 0 € (2023: 0 €)
Summe: 5. -1.655.567.843 -1.446.377.936
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -771.179.204 -750.116.873
davon periodenfremder Aufwand: 0 € (2023: 0 €)
b) Soziale Abgaben -86.250.664 -82.365.770
davon periodenfremder Aufwand: 0 € (2023: 0 €)
c) Altersversorgung -95.647.785 -75.918.892
davon periodenfremder Aufwand: 0 € (2023: 0 €)
Summe: 6. -953.077.653 -908.401.535
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -462.306.934 -501.276.109
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -5.414.476 0
Summe: 7 -467.721.410 -501.276.109
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -494.139.280 -386.912.782
davon aus Währungsumrechnung: 69.795.071 € (2023: 78.242.009 €)
davon periodenfremder Aufwand: 0 € (2023: 1.618.590 €)
Summe: 5. - 8. -3.570.506.186 -3.242.968.362
9. Erträge aus Beteiligungen 11.763.194 7.995.891
davon Erträge aus Gewinnabführung: 0 € (2023: 0 €);
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.607.278 33.441.111
davon aus verbundenen Unternehmen: 12.289.572 € (2023: 8.856.805 €)
davon aus Abzinsung von Rückstellung: 0 € (2023: 9.789 €)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -12.400.000 0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -76.726.565 -65.941.020
davon aus verbundenen Unternehmen: 64.177.272 € (2023: 55.470.116 €)
davon aus Aufzinsung von Rückstellung: 0 € (2023: 0 €)
Summe: 12. - 13. -89.257.699 -65.941.020
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -74.085.599 -16.160.806
15. Ergebnis nach Steuern -20.243.435 -154.925.713
16. Sonstige Steuern -31.792.068 -3.491.590
17. Erträge aus Verlustübernahme 52.035.504 158.417.303
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag - -
Bilanzgewinn/ Bilanzverlust - -

3 Die Nummerierungen und die Bezeichnungen wurden aus § 275 (2) HGB übernommen

ANHANG

Maßgebliche Rechtsvorschriften

Der Sitz der Allianz Technology SE ist in der Königinstraße 28, 80802 München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 173388 im Handelsregister B des Amtsgerichts München eingetragen.

Die Allianz Technology SE erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe der Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes zur Einführung der europäischen Gesellschaft (SE-Ausführungsgesetz). Sie erfüllt die Kriterien einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 (3) HGB.

Der Jahresabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; dies kann bei Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 (2) HGB) aufgestellt. Postenbezeichnungen der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 265 (5) und (6) HGB entsprechend der Geschäftstätigkeit der Allianz Technology SE angepasst. Dies ist für den Posten Aufwendungen für den IT-Betrieb zutreffend die dem Materialaufwand entsprechen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGEN

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen über die festgelegten Nutzungsdauern vermindert um etwaige außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Fremdkapitalkosten werden im Zusammenhang mit Herstellungskosten nicht aktiviert, sondern in der Periode, in der sie angefallen sind, als Aufwand erfasst. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen auf Monatsbasis anhand der im Folgenden aufgeführten Nutzungsdauern:

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer in Jahren
Mietereinbauten bis zu 10 (abhängig von der Mietdauer)
Kraftfahrzeuge 6
Büroeinrichtung 7-13
PC und Mobile Devices 2-3
Software 3
Selbsterstellte Software 5-10
Netzwerkkomponenten 3-10
Geschäfts- oder Firmenwerte 10
Server und Storage 3-5
Druckanlagen 5

In den immateriellen Vermögensgegenständen werden verschiedene IT-Projekte, welche die Allianz Technology SE für andere Landesgesellschaften der Allianz Gruppe ausführt, zu Herstellungskosten aktiviert.

Die Allianz Technology SE führt zudem für die Allianz Gruppe strategische Projekte durch, die eine längere Nutzungsdauer vorsehen. Dies betrifft hauptsächlich Allianz Gruppen Finanzsysteme wie beispielsweise SAP ERP (10 Jahre) und Solvency II Systeme (10 Jahre) sowie Infrastrukturprojekte wie Data Center Consolidation (8 Jahre) und Allianz Global Network (AGN, 10 Jahre) ebenso wie Core Insurance Plattformen (z.B. ABS).

Bei den Herstellungskosten wurde die Herstellungskostenuntergrenze angesetzt.

In den entgeltlich erworbenen sowie selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen sind sowohl fertiggestellte als auch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögensgegenstände enthalten.

In Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 248 (2) HGB werden im Geschäftsjahr selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert und linear über die festgelegten Nutzungsdauern abgeschrieben. Im Fall einer Indikation einer dauerhaften Wertminderung bzw. regelmäßig zum Jahresabschluss wird ein Test auf mögliche Wertminderungen vorgenommen. Bei Feststellung einer erwarteten dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Gemäß § 253 (5) Satz 1 HGB erfolgt im Zuge des Werthaltigkeitstests auch eine Überprüfung, ob Wertminderungen, die in vorangegangenen Perioden erfasst worden sind, auch weiterhin bestehen bzw. ob eine Wertaufholung geboten ist.

Darüber hinaus erfolgt während des Werthaltigkeitstests auch eine regelmäßige Überprüfung der Nutzungsdauer gemäß § 253 (3) Satz 2 HGB, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsdauer der erwarteten Nutzungsdauer des Geschäfts entspricht.

Für Zwecke des Werthaltigkeitstests ermittelt die Allianz Technology SE den Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsströme unter Anwendung des gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber und der aktuellen Fremdkapitalkonditionen der Allianz Technology SE. Dieser belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 8,0%. Da die Allianz Technology SE ihre Dienstleistungen hauptsächlich an die Versicherungsunternehmen innerhalb der Allianz Gruppe erbringt, wird bei der Ermittlung auf die Eigenkapitalrendite für die Allianz Gruppe abgestellt.

Jede Nichtnutzung identifizierter Vermögensgegenstände führt zu einer vollständigen außerplanmäßigen Abschreibung des betreffenden Buchwerts des Vermögensgegenstands. Die im Geschäftsjahr vorgenommene Restrukturierungsmaßnahmen ausgelösten Wertminderungen sind in den betreffenden Abschreibungsbeträgen enthalten. Nach § 285 Nr. 31 HGB sind die Beträge im Anhang gesondert auszuweisen.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, die in dem Abschnitt "Erläuterungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" weiter ausgeführt werden.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungen
Stand 31.12.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2024
Gesamt 2024 2024 2024 Gesamt
Software 2.482.026.794 503.552.607 0 0 2.985.579.402
Selbsterstellte Software 435.235.284 0 0 0 435.235.284
Geschäfts- und Firmenwert 27.516.934 0 0 13.858 27.503.076
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.944.779.013 503.552.607 0 13.858 3.448.317.761
Großrechner 1.016.018 0 0 0 1.016.018
Speichermedien 13.590.895 154.937 0 916.809 12.829.023
Druck und Nachbearbeitung 5.567.375 0 0 0 5.567.375
Netzwerkkomponenten 285.311.619 7.872.542 0 1.633.236 291.550.926
Server 113.162.916 6.015.888 0 6.045.690 113.133.114
BGA 252.371.635 42.318.415 0 0 294.690.049
GWG 7.531.233 82.282 0 2153 7.611.362
Summe Sachanlagen 678.551.691 56.444.063 0 8.597.888 726.397.866
Anteile an verbundenen Unternehmen 159.973.352 2.065.008 0 8.415.752 153.622.608
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 89.489.337 0 0 0 89.489.337
Beteiligungen 54.404.255 0 0 0 54.404.255
Wertpapiere 8.295.213 6.503.318 0 0 14.798.531
Summe Finanzanlagen 312.162.656 8.568.326 0 8.415.752 312.314.730
Summe Allianz Technology SE 3.935.492.860 568.564.996 0 17.027.498 4.487.030.357
Abschreibungen
Stand 31.12.2023 Zugänge Zuschreibungen
Gesamt 2024 2024
Software 1.211.442,825 346.452.943 0
Selbsterstellte Software 345.345.195 35.454.497 0
Geschäfts- und Firmenwert 4.515.001 2.764.012 0
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.561.304.021 384.657.594 0
Großrechner 941.190 74.828 0
Speichermedien 9.668.168 1.483.403 0
Druck und Nachbearbeitung 1.578.522 1.113.480 0
Netzwerkkomponenten 185.594.287 29.529.070 0
Server 80.797.361 14.656.040 0
BGA 187.793.441 35.308.698 5.670.320
GWG 5.051.894 1.239.853 0
Summe Sachanlagen 471.424.863 83.405.372 5.670.320
Anteile an verbundenen Unternehmen 36.369.260 12.400.000 0
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - 0 0
Beteiligungen 39.666.290 0 0
Wertpapiere - 0 0
Summe Finanzanlagen 76.035.550 12.400.000 0
Summe Allianz Technology SE 2.108.764.434 480.462.965 5.670.320
Abschreibungen
Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2024
2024 2024 Gesamt
Software 0 6.063.526 1.551.832.243
Selbsterstellte Software 0 0 366.138.371
Geschäfts- und Firmenwert 0 0 7.279.013
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0 6.063.526 1.939.898.089
Großrechner 0 0 1.016.018
Speichermedien 0 887.777 10.236.793
Druck und Nachbearbeitung 0 0 2.692.002
Netzwerkkomponenten 25.583 1.632.998 213.515.942
Server 0 5.986.718 89.466.684
BGA - 31927 0 228.740.531
GWG 6.344 2153 6.295.938
Summe Sachanlagen 0 8.509.647 551.990.908
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 48.769.260
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0
Beteiligungen 0 0 39.666.290
Wertpapiere 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 88.435.550
Summe Allianz Technology SE 0 8.902.853 2.580.324.547
Bilanzwert
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2024
Gesamt Gesamt
Software 1.270.583.969 1433.747.160
Selbsterstellte Software 89.889.090 54.434.593
Geschäfts- und Firmenwert 23.001.933 20.237.921
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.383.474.992 1.508.419.674
Großrechner 74.828 0
Speichermedien 3.922.727 2.565.229
Druck und Nachbearbeitung 3.988.853 2.875.373
Netzwerkkomponenten 99.717.332 78.034.984
Server 32.365.555 23.666.430
BGA 64.578.194 65.949.518
GWG 2.479.339 1.315.424
Summe Sachanlagen 207.126.828 174.406.579
Anteile an verbundenen Unternehmen 123.604.094 104.853.350
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 89.489.337 89.489.337
Beteiligungen 14.737.965 14.737.965
Wertpapiere 8.295.213 14.798.531
Summe Finanzanlagen 236.126.609 223.879.183
Summe Allianz Technology SE 1.826.728.429 1906.705.435

FINANZANLAGEN

Das Finanzanlagevermögen wird nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bzw. den Einbringungswerten (Buchwerte des Rechtsvorgängers) oder bei Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung.

AUSLEIHUNGEN AN VERBUNDENE UNTERNEHMEN

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit dem Nominalbetrag bewertet. Notwendige Abschreibungen werden nach § 253 (3) Satz 5 HGB vorgenommen.

BETEILIGUNGEN

Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder bei Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung.

WERTPAPIERE DES ANLAGEVERMÖGENS

Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines "Contractual Trust Arrangements" (Methusalem Trust e.V.) abgesichert. Dieses Treuhandvermögen stellt im Wesentlichen saldierungspflichtiges Deckungsvermögen gemäß § 246 (2) HGB dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert bzw. der Marktwert gemäß § 253 (1) HGB zugrunde gelegt wird.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalbetrag bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennbetrag bewertet.

EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

PASSIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DEM ERWERB VON ANTEILEN AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Abbildung in Höhe des negativen Kaufpreises aus dem Erwerb von Anteilen verbundener Unternehmen.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Die Gesellschaft hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines "Contractual Trust Arrangements" (Methusalem Trust e.V.) abgesichert.

Dieses Treuhandvermögen stellt saldierungspflichtiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen wird auf Basis der "Projected Unit Credit-Methode" (dies bezeichnet ein Anwartschaftsbarwertverfahren bezogen auf den erdienten Teil) ermittelt bzw. als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen. Sofern es sich um wertpapiergebundene Zusagen handelt, wird der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände angesetzt. Die zugrundeliegenden Annahmen stellen sich wie folgt dar:

Zugrunde liegende Annahmen %

Stand 31. Dezember 2024 2023
Diskontierungszinssatz (Zehnjähriger Durchschnittszins) 1,90 1,83
Diskontierungszinssatz (Siebenjähriger Durchschnittszins) 1,97 1,76
Rententrend 2,00 2,00
Gehaltstrend inklusive durchschnittlicher Karrieretrend 3,25 3,25

Im Vorjahr wurde wegen der hohen Inflation ein erhöhter Rententrend für den Zeitraum 2022 bis 2024 von 5,5% pro Jahr verwendet. Der Inflationsstau ist in der Rentenanpassung zum 1. Januar 2025 nunmehr berücksichtigt.

Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen die garantierte Rentendynamik von 1,0% pro Jahr zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die aktuellen Heubeck-Richttafeln RT2018G verwendet, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden.

Als Pensionierungsalter wird die vertraglich oder gesetzlich frühestmöglich vorgesehene Altersgrenze angesetzt.

Zum 31. Dezember 2024 stellen sich die Verpflichtungen und die Vermögensgegenstände wie folgt dar:

Verpflichtungen und Vermögensgegenstände €

Stand 31. Dezember 2024 2023
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 436.514 412.943
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 444.742 413.951
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 474.369 413.931

Ein Teil der Pensionsverpflichtungen ist durch Rückdeckungsversicherungen bzw. saldierungspflichtiges Deckungsvermögen abgesichert. Da für die Vermögenswerte ein anderer Zinssatz zugrunde gelegt wird als bei der Berechnung des Erfüllungsbetrags der Pensionsverpflichtungen, ist es bei einem Teil der Pensionspläne zu einem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 0 Tsd. € (2023:29.832 Tsd. €) in der Vergangenheit gekommen.

Die restlichen Pensionsrückstellungen werden saldiert mit dem jeweils beizulegenden Zeitwert des Planvermögens unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Passiva B.1.)" ausgewiesen.

Weitere Erläuterungen zur Bilanzierung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen sind in den Angaben zu den Passiva B.1. und unter Haftungsverhältnisse ersichtlich.

Der mit dem siebenjährigen Durchschnittszins zum 31. Dezember 2024 ermittelte Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt 435.654 Tsd. € (2023: 413.446 Tsd. €). Da die Allianz Technology SE einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Allianz SE abgeschlossen hat, entsteht unter Berücksichtigung der Klarstellung des Bundesministeriums der Finanzen vom 23. Dezember 2016 kein abführungsgesperrter Betrag gemäß § 301 AktG.

STEUERRÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen werden gem. § 253 (1) Satz 2 HGB in Höhe des nach kaufmännischer Schätzung ermittelten Erfüllungsbetrags angesetzt. Es besteht sowohl eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft als auch eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Allianz SE, München.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß § 249 (1) Satz 2 HGB für Verpflichtungen, die zum Bilanzstichtag dem Grunde bzw. der Höhe nach ungewiss sind, gebildet. Die Höhe der Rückstellung entspricht dem nach kaufmännischer Schätzung ermittelten Erfüllungsbetrag. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden vorhersehbare Kosten- und Preisänderungen sowie die Risiken in Bezug auf Unsicherheit berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis der durchschnittlichen Laufzeit der Verpflichtungen sowie unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank (gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung) veröffentlichten Zinssatzes gemäß § 253 (2) HGB abgezinst. Die Erträge und Aufwendungen aus der Ab-/Aufzinsung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gezeigt.

Die Gesellschaft hat Verpflichtungen aus Jubiläumsgaben, einem Wertkontenmodell sowie Altersteilzeit- und Vorruhestandsverträgen, die unter sonstige Rückstellungen ausgewiesen werden. Die Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen, Wertkontenmodelle sowie Altersteilzeit- und Vorruhestandsverträge werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und der Gesamtbetrag der errechneten Verpflichtungen wird als Verbindlichkeit verbucht. Das im Methusalem Trust e.V. für das Altersteilzeit Sicherungsguthaben und das Wertkontenmodell reservierte Vermögen stellt saldierungspflichtiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt im Wesentlichen analog zu den Pensionszusagen und auf Basis der gleichen Rechnungsannahmen (mit Ausnahme des Diskontierungszinssatzes).

Die Werte der Verpflichtungen und Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

Verpflichtungen und Vermögenswerte

Stand 31. Dezember 2024 2023
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 28.857 27.749
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 29.972 28.351
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 45147 38.722

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Grundsätzlich werden alle Geschäftsvorfälle in der Originalwährung erfasst und zum jeweiligen Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) in Euro umgerechnet. Zum 31. Dezember 2024 wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 256a Satz 1 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde § 256a Satz 2 HGB angewendet. Die Gewinne und Verluste wurden entsprechend in dem Davon-Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND BEWERTUNGSEINHEITEN

Derivative Finanzinstrumente werden eingesetzt, um Fremdwährungsrisiken entgegenzuwirken, die im Rahmen von Fremdwährungsdarlehen und Anleihen entstehen können. Die entsprechenden Grundgeschäfte werden bei Vorliegen der handelsrechtlichen Voraussetzungen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken mit diesen derivativen Finanzinstrumenten (Sicherungsgeschäfte) im Rahmen von Mikro Hedges zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Soweit die Voraussetzungen für Bewertungseinheiten mit den jeweiligen Grundgeschäften nicht erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.

Die Derivate werden mit den sich in Bezug auf die künftigen Cash-Flows gegenläufig entwickelnden künftigen Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Zahlungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der erwarteten Zahlungen aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. Die Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich mit der Allianz SE abgeschlossen. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die in USD (59.208 Tsd. USD) und CHF (106.300 Tsd. CHF) denominiert sind, schließt die Allianz Technology SE gegenläufige Devisentermingeschäfte ab Die Höhe der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken entspricht dem beizulegenden Zeitwert der Devisentermingeschäfte. Die Laufzeit der Sicherungsgeschäfte orientiert sich an der Laufzeit der jeweiligen Fremdwährungsverbindlichkeit und haben somit eine Laufzeit bis 2025, 2027 und 2033.

Die Marktwerte der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte belaufen sich zum 31. Dezember 2024 auf 2.989 Tsd. € (2023: 2.001Tsd. €).

LATENTE STEUERN

Analog des Wahlrechts des § 274 (1) Satz 2 HGB wird der über den nach Saldierung hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht bilanziert.

Die wesentlichste Abweichung zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergibt sich aus der signifikanten Abschreibung von Software-Assets, die zu passiven latenten Steuern führt. Die Bewertung der inländischen Steuerlatenzen erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31%.

Als vollkonsolidiertes verbundenes Unternehmen des Allianz Konzerns fällt die Gesellschaft Allianz Technology SE in den Anwendungsbereich der OECD Pillar Two Model-Rules. Nach diesen Regeln muss pro Steuerhoheitsgebiet eine Ergänzungssteuer auf die Differenz zwischen dem Global Anti-Base Erosion (GloBE) effektivem Steuersatz und dem Mindeststeuersatz von 15 Prozent gezahlt werden. Die lokale Pillar Two Gesetzgebung (Mindeststeuergesetz) trat in Deutschland, dem Hoheitsgebiet, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat, am 1. Januar 2024 in Kraft. Da davon auszugehen ist, dass der effektive GloBE-Steuersatz aller Allianz-Gesellschaften in Deutschland über dem Mindestsatz von 15 Prozent liegen wird, wird für Unternehmen Allianz Technology SE keine zusätzliche Ergänzungssteuer erwartet. Alle Übergangserleichterungen, die durch die OECD Pillar Two Regelungen vorgesehen sind, werden so weit wie möglich genutzt, um den administrativen Aufwand für die Einhaltung der Vorschriften und die Berichterstattung gering zu halten.

ABFÜHRUNGSSPERRE

Der Gesamtbetrag im Sinne des § 268 (8) HGB, der grundsätzlich der Ausschüttungssperre bzw. nach § 268 (8) HGB i. V. m. § 301 AktG der Abführungssperre unterliegt, beträgt 63.795 € (2023: 94.032 Tsd. €).

Dieser Betrag gliedert sich in Beträge aus der Aktivierung selbstgeschaffener Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 63.795 Tsd. € (2023: 91.516 Tsd. €) und Beträge aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Wert in Höhe von 0 € (2023: 2.516 Tsd. €), die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen. Der abführungsgesperrte Betrag ist in vollem Umfang durch frei verfügbare Eigenkapitalanteile gedeckt.

Erläuterungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE (AKTIVA A.I.)

In dieser Position werden selbsterstelle immaterielle Vermögensgegenstände und entgeltlich erworbene Software ausgewiesen.

In den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen sind sowohl fertiggestellte als auch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögensgegenstände enthalten.

Die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände sind von 89.889 Tsd.€ im Vorjahr auf 54.435 Tsd.€ gesunken. Die Abschreibungen beliefen sich auf 35.454 Tsd. €.

Die Position Geschäfts- oder Firmenwert sank im Vergleich zum Vorjahr um 2.764 Tsd. € auf 20.238 Tsd. €.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände um 163.163 Tsd. € auf 1.433.747 Tsd. € was im Wesentlichen auf die Investitionen und aktivierten Entwicklungskosten für IT-Projekte der Allianz Gruppe sowie für einzelne Landesgesellschaften der Allianz Gruppe in Höhe von 484.790 Tsd. € zurückzuführen ist. Gegenläufige Effekte resultieren im Wesentlichen aus den Abschreibungen in Höhe von 378.792 Tsd. €. Die Erläuterungen zu den planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände erfolgen unter Abschnitt "Abschreibungen (GuV 7.)".

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für Vorstudien für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 9.745 Tsd. € (2023: 999 Tsd. €) an, die nicht aktiviert wurden.

SACHANLAGEN (AKTIVA A.II.)

Die im Geschäftsjahr 2024 vorgenommenen Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 83.515 Tsd. €. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der planmäßigen Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die technischen Anlagen und Maschinen umfassen im Wesentlichen Server, Netzwerkkomponenten, Speichermedien, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Großrechner, Druck und Nachbearbeitungsanlagen sowie geringwertige Wirtschaftsgüter.

FINANZANLAGEN (AKTIVA A.III.)

Anteile an verbundenen Unternehmen (Aktiva A.III.1.)

Tsd. €

Anteile an verbundenen Unternehmen (Aktiva A.III.1.) Beteiligung in % Eigenkapital 31.12.2024 Ergebnis 2024
Direkte Beteiligungen
Allianz Technology SAS (Saint Ouen, Frankreich) 1 100,0 8.205 -13.169
Allianz Technology (Thailand) Co., Ltd. (Bangkok, Thailand) 1; 100,0 10.025 2.538
Allianz Technology (Slovakia) s.r.o (Bratislava, Slowakei) 1 100,0 551 -61
Allianz Technology s.r.o (Prag, Tschechische Republic) 1 60,0 497 -1.574
Syncier GmbH (München, Deutschland) 100,0 -29.136 649
Allianz Technology International B.V. (Amsterdam, Niederlande) 1 100,0 35.533 -21
Allianz Services Mauritius (Ebène, Mauritius) 100,0 3740 862
Allianz Services Private Limited (Trivandrum, Indien) 1;3;4 100,0 36.216 13.674
Allianz Africa Services SA (Abidjan, Cote d'Ivoire) 1 100,0 -2.438 -2.065
Allianz Technology Sdn. Bhd. (Kuala Lumour, Malaysia) 100,0 236 1.890
Allianz Technology Ltda. (Sao Bernardo do Campo, Brasilien) 100,0 913 -127
Allianz Services Portugal, Unipessoal LDA (Lissabon) 100,0 223 -777
Indirekte Beteiligungen
Allianz Technology of America Inc. (Wilmington, USA) 1 95,0 -13.853 3.028
Syncier Consulting GmbH (Wien, Österreich) 100,0
Metafinanz-Informationssysteme GmbH (München, Deutschland) 100,0 229 27
Anteile an verbundenen Unternehmen (Aktiva A.III.1.) Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis 2023 Hauptgeschäftstätigkeit
Direkte Beteiligungen
Allianz Technology SAS (Saint Ouen, Frankreich) 1 21261 -2.217 Lokale IT-Services, Allianz Consulting
Allianz Technology (Thailand) Co., Ltd. (Bangkok, Thailand) 1; 8486 1102 Globale Shared-IT-Services
Allianz Technology (Slovakia) s.r.o (Bratislava, Slowakei) 1 621 -691 Lokale IT-Services
Allianz Technology s.r.o (Prag, Tschechische Republic) 1 2112 -706 Lokale IT-Services
Syncier GmbH (München, Deutschland) -6.120 -24.616 IT-Beratungsservices
Allianz Technology International B.V. (Amsterdam, Niederlande) 1 35.551 -15 Holdinggesellschaft, Link zur Allianz Technology of America, Inc.
Allianz Services Mauritius (Ebène, Mauritius) 2.871 1274 Versicherungs- und Assistenzaktivitäten
Allianz Services Private Limited (Trivandrum, Indien) 1;3;4 31295 10.050 Versicherungs-, Finanz- und Businessservices
Allianz Africa Services SA (Abidjan, Cote d'Ivoire) 1 -280 -242 Tochtergesellschaft in Auflösung
Allianz Technology Sdn. Bhd. (Kuala Lumour, Malaysia) 1049 64 Regionale Shared-IT-Services
Allianz Technology Ltda. (Sao Bernardo do Campo, Brasilien) 1242 31 Regionale Shared-IT-Services
Allianz Services Portugal, Unipessoal LDA (Lissabon) 0 0 Kontaktcenter-Services
Indirekte Beteiligungen
Allianz Technology of America Inc. (Wilmington, USA) 1 -15.959 3.448 Lokale IT-Services
Syncier Consulting GmbH (Wien, Österreich) Beratungsdienstleistungen
Metafinanz-Informationssysteme GmbH (München, Deutschland) 201 30 Beratungsdienstleistungen und Personalverwaltung für IT Dienstleistungen

1 _Angaben laut Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS.
2 _Die Allianz Technology SE hält 99,9997847 % der Anteile, Jeweils 0,000105268 % halten die Allianz SE, München und die Allianz Europe B.V., Amsterdam
3 _Die Allianz Technology SE hält 99,968772 % und 0,031228 % über Allianz Technology International B.V., Amsterdam, gehalten
4 _Abweichendes Geschäftsjahr 1. April bis 31. März

AUSLEIHUNGEN AN VERBUNDENE UNTERNEHMEN (AKTIVA A.III.2.)

In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind Darlehen an die Allianz Technology S.p.A. (Triest, Italien) in Höhe von 89.000 Tsd. €

(2023: 89 000 Tsd. €) sowie an die Allianz Africa Services SA (Abidjan, Cote d'Ivoire) in Höhe von 488 Tsd. € (2023: 488 Tsd. €) ausgewiesen.

Beteiligungen (Aktiva A.III.3.)

Beteiligungen (Aktiva A.III.3)

Tsd. €

Beteiligungen (Aktiva A.III.3.) Beteiligung (in%) Eigenkapital 31.12.2024 Ergebnis 2024
Allianz Technology GmbH (Wien, Österreich)1 49,9 65.901 2.885
Allianz Technology S.L. (Barcelona, Spanien)1 49,0 63.146 -1352
1 Angaben laut Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS
Beteiligungen (Aktiva A.III.3.) Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis 2023 Hauptgeschäftstätigkeit
Allianz Technology GmbH (Wien, Österreich)1 63.656 2.484 Globale Shared-IT-Services
Allianz Technology S.L. (Barcelona, Spanien)1 64.498 2.667 Regionale Shared-IT-Services
1 Angaben laut Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS

WERTPAPIERE DES ANLAGEVERMÖGENS (AKTIVA A.III. 5.)

Der Bestand an Wertpapieren setzt sich aus Investmentanteilen zusammen, die im Rahmen des sogenannten "Contractual Trust Arrangement" (CTA) zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitwertguthaben von 14.799 Tsd. € (2023: 8.923 Tsd. €) dienen. Die Anteile am CTA entsprechen den bis zum Bilanzstichtag eingebrachten Vermögensgegenständen im Wert der gegen Insolvenz abzusichernden Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen ab dem 1. Juli 2004.

Eine Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden gemäß § 246 (2) Satz 2 HGB wurde vorgenommen.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE (AKTIVA B.II.)

Die Forderungen und sonstige Vermögensgenständen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Sofern zutreffend, ist in dieser Position auch die für das jeweilige Geschäftsjahr entsprechende Forderung aus dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Allianz SE, München ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 hingegen besteht eine Forderung in Höhe von 52.036 Tsd. € aus der Ergebnisabführung an die Allianz SE, München. Im Vorjahr belief sich die Forderung aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zuzüglich Steuern auf insgesamt 158.417 Tsd. €.

Weiterhin bestehen hierunter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Konzernkunden für Dienstleistungen in Höhe von 750.212 Tsd. € (2023: 558.224 Tsd. €).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten unter anderem Steuererstattungsansprüche aus der Organschaft mit der Allianz SE, München in Höhe von 55.710 Tsd. € (2023: 34.042 Tsd. €).

Des Weiteren sind Optionen auf Aktien der Allianz SE, München, die der Absicherung von Risiken der Allianz Gruppe im Rahmen der Allianz Equity Incentives (AEI) dienen, in Höhe von 22.574 Tsd. € (2023:20.796 Tsd. €) ausgewiesen.

Darüber hinaus werden Erstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt aus Körperschaftsteuer 55.710 Tsd. € (2023: 34.042 Tsd. €) ausgewiesen, welche im Wesentlichen in der Niederlassung in Indien bestehen.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN (AKTIVA C.)

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Vergleich zum Vorjahr von 147.955 Tsd. € um 22.462 Tsd. € auf 125.492 Tsd. € gesunken. Diese enthalten vorausbezahlte Beträge für Wartung der Hardware und Software sowie für Mieten.

GEZEICHNETES KAPITAL (PASSIVA A.I.)

Das gezeichnete Kapital betrug wie im Vorjahr zum 31. Dezember 2024 121 Tsd. € und ist in 121.000 Stückaktien je 1 € aufgeteilt.

KAPITALRÜCKLAGEN (PASSIVA A.I.)

In der Kapitalrücklage befinden sich frei verfügbare Eigenkapitalanteile gemäß § 272 (4) HGB.

PASSIVER AUSGLEICHSPOSTEN (PASSIVA A.II.)

Der negative Kaufpreis aus 2022 der aus dem Erwerb der Syncier GmbH in Höhe von 36.600 Tsd. € resultiert ist hier als "Passiver Ausgleichsposten aus dem Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen" bilanziert. Zum Stichtag bestand kein Grund zur Auflösung des passiven Ausgleichspostens.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN (PASSIVA B.1.)

Die Pensionsrückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Pensionszusagen durch Entgeltumwandlung (PZE) in Höhe von 2.523 Tsd. €, beitragsorientierte Pensionsverpflichtung in Höhe von 7.204 Tsd. € und in 2024 dezentralisierten Abschlagsausgleichsverpflichtungen in Höhe von 17.937 Tsd. €.

STEUERRÜCKSTELLUNGEN (PASSIVA B.2.)

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Körperschaftsteuer in Höhe von 56.622 Tsd. € (2023: 31.541 Tsd. €), Rückstellungen für Umsatzsteuer in Höhe von 25.598 Tsd. € (2023: 7.204 Tsd. €) für die Veranlagungszeiträume ab 2014, Rückstellung für Zinsen zur Umsatzsteuer in Höhe von 179 Tsd. € (2023: 37 Tsd. €) sowie Rückstellungen für Lohnsteuer in Höhe von 800 Tsd. € (2023: 400 Tsd. €).

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN (PASSIVA B.3.)

Als wesentliche Posten unter den sonstigen Rückstellungen wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von 265.044Tsd. € (2023: 210.723 Tsd. €), Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen und Gratifikationen in Höhe von 92.066 Tsd. € (2023:86.943 Tsd. €), Rückstellungen für Urlaub und Gleitzeitguthaben in Höhe von 28.903Tsd. € (2023: 29.494 Tsd. €), Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen in Höhe von 38.605 Tsd. € (2023: 20.690 Tsd. €), Rückstellungen für die Allianz Equity Incentives (AEI) in Höhe von 15.398 Tsd. € (2023: 12.841 Tsd. €) Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von 15.175 Tsd. € (2023: 10.371 Tsd. €), Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 12.000 Tsd € (2023: 9.635 Tsd. €), Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 8.239 Tsd. € (2023: 5.037 Tsd. €), sowie Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen in Höhe von 5.020 Tsd. € (2023: 6.174 Tsd. €). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 489.977 Tsd. € (2023: 402.353 Tsd. €) sind im Jahresvergleich um 87.624 Tsd. € gestiegen.

Die Veränderungen resultierten sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 54.321 Tsd. € sowie Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen in Höhe von 17.915 Tsd. €.

Sonstige Rückstellungen, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, wurden unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze auf den Bilanzstichtag diskontiert.

VERBINDLICHKEITEN (PASSIVA C.)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen noch nicht bezahlte Ansprüche Dritter aus empfangenen Waren und Dienstleistungen sowie aus vertraglichen Vereinbarungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag aus der Aufnahme von Darlehen und Anleihen, die zum Stichtag 1.453.317 Tsd. € (2023: 1.280.078 Tsd. €) betragen.

Folgende Verbindlichkeiten werden ebenfalls unter dieser Bilanzposition ausgewiesen: Verbindlichkeiten aus dem Cashpool gegenüber der Allianz SE, München in Höhe von 414.815 Tsd. € (2023: 583.741 Tsd. €).

UMSATZERLÖSE (GUV 1.)

Die Allianz Technology SE hat im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse aus Shared-Service-Dienstleistungen in Höhe von 3.150 756 Tsd. € (2023: 2.893.439 Tsd. €) erzielt.

Die Umsatzerlöse stiegen damit gegenüber dem Vorjahr um 257.316 Tsd. € oder 9%. Hauptgrund für den Anstieg ist die generell erhöhte Geschäftstätigkeit nach der Beendigung der Gearshift-Aktivitäten.

Die Umsätze nach den Niederlassungen der Allianz Technology SE stellen sich wie folgt dar:

Umsatzerlöse nach Niederlassungen

Tsd. €

Stand 31. Dezember 2024 2023
Niederlassung % %
Deutschland 2.331.313 73,99 2.224.888 76,89
Irland 30.236 0,96 21.508 0,74
Großbritannien 208.290 6,61 119.659 4,14
Schweiz 243.181 7,72 232.065 8,02
Ungarn 27.238 0,86 25.963 0,90
Slowakei 10.713 0,34 11.814 0,41
Singapur 16.555 0,53 16.310 0,56
Belgien 44.858 1,42 40.612 1,40
Indien 17.938 0,57 17.715 0,61
Australien 145.339 4,61 124.824 4,31
Rumänien 24.273 0,77 16.438 0,57
Niederlande 38.315 1,22 33.430 1,16
Spanien 3.329 0,11 3.040 0,11
Kolumbien 5.377 0,17 4.170 0,14
Marokko 3.799 0,12 1.003 0,03
Umsatzerlöse gesamt 3.150.756 100,0% 2.893.439 100,0%

ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN (GUV 3.)

In dieser Position sind die aktivierten Eigenleistungen für IT-Projekte in Höhe von 109.160 Tsd. € (2023: 91.376 Tsd. €) erfasst, die in der Bilanz unter den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen ausgewiesen sind. Die wesentlichen Projekte setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Wesentliche Projekte

Tsd. €

Main projects 2024 2023
Business Master Platform 14.243 21489
Allianz Partners Global Enabler Journey 6.471 7.010
ABS Pure Scale 2130 0
ITMP Australien 6.336 11119
ITMP AGCS 8117 4782
DORA 2.707 0
DSM - Digital Service Model 2.134 2183

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE (GUV 4.)

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erträgen im Rahmen der vorgenommen Verrechnung von Restrukturierungsaufwendungen 101.100 Tsd. € sowie Einmaleffekten aus der Nachverrechnungen von Aufwendungen aus vorangegangenen Geschäftsjahren von insgesamt 158.202 Tsd. € sowie Währungskursgewinnen in Höhe von 72.859 Tsd. € (2023: 70.749 Tsd. €) und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 61.153 Tsd. € (2023: 33.657 Tsd. €). Im Wesentlichen handelt es sich um Auflösungen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

AUFWENDUNGEN FÜR DEN IT-BETRIEB (GUV 5.)

Die unter Aufwendungen für den IT-Betrieb ausgewiesenen Posten beinhalten Aufwendungen für bezogene Leistungen sowie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 1.145.940 Tsd. € (2023: 1.014.350 Tsd. €) enthalten vor allem Aufwendungen für Wartungs- und Instandhaltungsleistungen, Miete, IT-Honorare, konzerninterne und konzernexterne Leistungsverrechnung, Aufwendungen für Kommunikation und externe Lohnarbeiten. In den Aufwendungen für Dienstleistungen Service Provider in Höhe von 338.639 Tsd. € (2023: 271.889 Tsd. €) sind hauptsächlich Aufwendungen für externe Anbieter im Zusammenhang mit dem Allianz Global Network und Data Center Services enthalten.

PERSONALAUFWAND (GUV 6.)

Der Personalaufwand beinhaltet Löhne und Gehälter, soziale Abgaben, sowie Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung der Mitarbeiter der Allianz Technology SE im Geschäftsjahr. Die im Vergleich zum Vorjahr von 908 402 Tsd. € um 44 676 Tsd. € auf 953 078 Tsd. € gestiegenen Personalkosten sind im Wesentlichen auf tarifliche Gehaltssteigerungen sowie Aufwendungen für Altersversorgung mit 20 263 Tsd. € zurückzuführen.

ABSCHREIBUNGEN (GUV 7.)

Bei den Abschreibungen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen, die unter Zugrundelegung handelsrechtlich zulässiger Abschreibungen, basierend auf den im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden genannten Nutzungsdauern, monatsgenau erfolgen, sowie um etwaige außerplanmäßige Abschreibungen.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250,01 € bis 1 Tsd. € (< 1.000 €) pro Wirtschaftsjahr werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Dauer von fünf Jahren gewinnmindernd ratierlich abgeschrieben.

Insgesamt belaufen sich die Abschreibungen auf 467.721 Tsd. € (2023: 501.276 Tsd. €).

Die planmäßigen Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 410.638 Tsd. € (2023: 367.435 Tsd. €). Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrugen insgesamt 51.669 Tsd. € (2023: 133.841 Tsd. €) und betreffen Abschreibungen auf die Business Master Plattform (BMP) sowie Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 5.414 Tsd. €.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN (GUV 8.)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen unter anderem Aufwendungen für die Nutzung von Querschnittsfunktionen, die andere Allianz Konzerngesellschaften der Allianz Technology SE in Rechnung stellen, Aufwendungen für Reise- und Weiterbildungskosten, Aufwendungen für Beratungsleistungen sowie Aufwendungen aus Fremdwährungsbewertung beziehungsweise aus Währungskursdifferenzen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 107 226 Tsd. € von 386 913 Tsd. € auf 494 139 Tsd. € gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Aufwendungen für Restrukturierungskosten in Höhe von 60 459 Tsd. € sowie Rückstellungsbildungen für ausstehende Rechnungen von bezogenen Leistungen in Höhe von 31 104 Tsd. € zurückzuführen.

ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN (GUV 9.)

Die Erträge aus Beteiligungen bestehen aus dem Ertrag aus Dividendenerträgen in Höhe von 11.763 Tsd. € (2023: 7.996 Tsd. €) aus den Tochtergesellschaften in Indien und Thailand.

SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE (GUV 11.)

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen von 29 607 Tsd. € (2023: 33 441 Tsd. €) sind im Wesentlichen Zinsen aus Pensionszusagen.

Darüber hinaus sind in dieser Position sonstige Zinserträge enthalten. Diese umfassen hauptsächlich Zinserträge aus Festgeldern und Cashpooling.

ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN UND AUF WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENS (GUV 12.)

Im Geschäftjahr 2024 ergaben sich Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 12.400 Tsd. €, diese umfassen Abschreibungen auf die Anteile an der Allianz Technology SAS in Frankreich.

Die Gründe für die in vergangenen Geschäftsjahren aufgrund dauerhafter Wertminderung gemäß § 253 (3) Satz 4 HGB vorgenommenen Abschreibungen hatten auch zum Stichtag 2024 weitherhin Bestand, wodurch keine Zuschreibung gemäß § 253 (5) HGB erfolgte. Die zum Ende des Geschäftsjahres 2024 kumulierten Wertminderungen belaufen sich auf 88 435 Tsd. € (2023: 76 035 Tsd. €).

ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN (GUV 13.)

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 76 727 Tsd. € (2023: 65 941 Tsd. €) ist im Wesentlichen der Zinsaufwand an verbundene Unternehmen enthalten. Hier sind die anteiligen Zinsaufwendungen für die Darlehen in Höhe von 36 201 Tsd. € (2023: 26 327 Tsd. €) und Zinsen für Cashpool-Verbindlichkeiten in Höhe von 27 977 Tsd. € (2023: 29 143 Tsd. €) enthalten.

Darüber hinaus werden in dieser Position sonstige Zinsaufwendungen in Höhe von 12.549 Tsd. € (2023: 8.225 Tsd. €) gezeigt. Diese umfassen im Wesentlichen den Zinsaufwand aus Pensions- und Vorruhestandsverpflichtungen in Höhe von 12.504 Tsd. € (2023: 8.033 Tsd. €) sowie die Aufzinsung für Mitarbeiterjubiläumsrückstellungen in Höhe von 45Tsd. € (2023: 13 Tsd. €).

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG (GUV 14.)

Im Geschäftsjahr 2024 sind Ertragsteuern des laufenden Jahres in Höhe von 74.086 Tsd. € (2023: 16.161 Tsd. €) zu verzeichnen, die im Wesentlichen für die positiven Ergebnisse in den Niederlassungen der Allianz Technology SE zu entrichten sind.

SONSTIGE STEUERN (GUV 16.)

Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen Umsatzsteueraufwand.

Sonstige Angaben

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE AUS BETRIEBLICHER ALTERSVERSORGUNG UND ÄHNLICHEN VERPFLICHTUNGEN

A) PENSIONSZUSAGEN

Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der deutschen Allianz-Gesellschaften, die bis zum 31.12.2014 eingetreten sind, ist in der Regel die Mitgliedschaft in der Allianz Versorgungskasse VVaG (AVK), die als rechtlich selbständige und regulierte Pensionskasse der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegt. Die Leistungen der AVK werden nach dem Einmalbeitragssystem über Zuwendungen der Trägergesellschaften an die Kasse durch Gehaltsumwandlung und Arbeitgeberbeiträge finanziert. Zu den Trägergesellschaften gehört neben der Allianz SE, der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG unter anderem auch die Allianz Technology SE.

Die Allianz Technology SE ist verpflichtet, anteilige Verwaltungskosten der AVK zu tragen und entsprechend den Rechtsgrundlagen gegebenenfalls Zuschüsse zu leisten. Außerdem leisten die Trägergesellschaften für bis zum 31. Dezember 2014 eingetretene Mitarbeiter Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e.V. (APV).

Weil die Anpassungsverpflichtung nach §16 Abs. 2 BetrAVG im Alttarif des APV nicht rückgedeckt ist, ist zum 31. Dezember 2024 das Deckungsvermögen des APV geringer als die Versorgungsverpflichtungen. Der Fehlbetrag zum 31. Dezember 2024 beträgt 94.420 Tsd. € (2023: 100.501 Tsd. €). Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EG-HGB Gebrauch, hierfür keine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden, da die gesetzlich vorgeschriebene Anpassung der Renten an den Verbraucherpreisindex durch zusätzliche Beiträge an den APV finanziert wird.

Sowohl die AVK als auch der APV wurden für Neueintritte ab dem 1. Januar 2015 geschlossen. Für Neueintritte ab 1. Januar 2015 wurde die betriebliche Altersversorgung einheitlich neu geregelt. Die Allianz Technology SE leistet für diese einen monatlichen Beitrag in eine Direktversicherung bei der Allianz Lebensversicherungs-AG, welcher im Rahmen der Entgeltumwandlung vom Mitarbeiter finanziert wird. Außerdem wird monatlich ein Arbeitgeberbeitrag im Rahmen einer Direktzusage gewährt.

Die Allianz SE haftet durch Schuldbeitritt gesamtschuldnerisch für einen Teil der Pensionszusagen der Allianz Technology SE. Diese erstattet die Kosten; Allianz SE hat die Erfüllung übernommen. Daher werden diese Pensionsverpflichtungen bei der Allianz SE und nicht bei der Allianz Technology SE bilanziert.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 erstatten die Gesellschaften für ihre Angestellten lediglich noch die Dienstzeitaufwände. Für die Risiken aus Zins, Inflation und Biometrie erfolgt keine Erstattung mehr.

Die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft aus diesen Pensionszusagen sowie die diesen Haftungsverbindlichkeiten gegenüberstehenden Rückgriffsforderungen an die Allianz SE betragen:

Rückgriffsforderungen an die Allianz SE

Tsd. €

Stand 31. Dezember 2024 2023
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 174.696 182.086
Gesamtschuldnerische Haftung bzw. Rückgriffsforderung gegenüber der Allianz SE 174.696 182.086

B) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, vor allem aus mehrjährigen Projekt-, Wartungs- und Datenleistungsverträgen mit fremden Dritten, belaufen sich auf 1.189.039 Tsd. € (2023: 887.627 Tsd. €).

Im Wesentlichen bestehen diese aus Verpflichtungen aus den Microsoft / AWS Cloud Verträgen in Höhe von 620 692 Tsd. € (2023:235 454 Tsd. €), aus IBM Verträgen in Höhe von 149 531 Tsd. € (2023:247 417) sowie aus ServiceNow Verträgen in Höhe von voraussichtlich 169 487 Tsd. € bei Erfüllung der Verträge über die geplante Laufzeit enthalten.

Weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus mehrjährigen Mietverträgen in Höhe von 39.682 Tsd. € (2023: 41.366 Tsd. €).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB.

HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die PricewaterhouseCoopers GmbH WPG hat den Jahresabschluss der Allianz Technology SE sowie den Jahresabschluss eines Tochterunternehmens geprüft. Für die übergeordnete Konzernprüfung der Allianz SE erfolgte die Prüfung von Konzernpackages.

Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars ist unter Anwendung von § 285 Nr. 17 HGB unterblieben. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist im Konzernabschluss der Allianz SE ausgewiesen.

MITGLIEDER DES VORSTANDS UND MANDATE

Agostino Ferrara, Vorsitzender des Vorstands, Chief Executive Officer und verantwortlich für den Geschäftsbereich Allianz Technology

Dr. Turan Sahin, Mitglied des Vorstands, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und verantwortlich für den Geschäftsbereich Allianz Services

Aline Bonaccorso, Mitglied des Vorstands, Chief Financial Officer und verantwortlich für die Geschäftsbereiche Allianz Technology und Allianz Services (ab 1. Juli 2024)

Jison John, Mitglied des Vorstands, Chief Delivery Officer - Mauritius, Morocco and Portugal Allianz Services (ab 24. Juli 2024)

Andrea Pettinelli, Mitglied des Vorstands, Chief Financial Officer und verantwortlich für die Geschäftsbereiche Allianz Technology und Allianz Services (bis 14. April 2024)

Alina-Mihaela Dumitriu, Mitglied des Vorstands, verantwortlich für Delivery Allianz Services Romania & Global HR Allianz Services (bis 30. Juni 2024)

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Dr. Barbara Karuth-Zelle, Mitglied des Vorstands, Chief Operating Officer, Allianz SE, München, Vorsitzende des Aufsichtsrats

Bettina Dietsche, Mitglied des Vorstands, Group Chief People & Culture Officer, Allianz SE, München; ab 20. März 2024 stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats

Jürgen Lawrenz, Angestellter, Vorsitzender des Allianz Technology SE-Betriebsrats, Allianz Technology SE, München, Arbeitnehmervertreter

Umberto Costanzini, Head of Group Technology, Allianz SE, München

Anne-Sophie Grouchka, Chief Operating Officer, Allianz France, Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats (bis 19. März 2024)

Dr. Michael Holder, Angestellter, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, Allianz Technology SE, München, Arbeitnehmervertreter

Anusha Thavarajah, Regional CEO Allianz Asia Pacific, Singapur, Allianz SE (Ab 19. März 2024)

BEZÜGE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Die Gesamtbezüge der Vorstände betrugen im Berichtsjahr 3.937 Tsd. € (2023: 4.125 Tsd. €).

Dabei wurden aktienbasierte Vergütungen im Geschäftsjahr 2024 in Form gewährter Restricted Stock Units (RSU) an die Vorstände ausgegeben. Ihr beizulegender Zeitwert beträgt zum Zeitpunkt der Gewährung 1.462 Tsd. €.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen stellen sich wie folgt dar: Rückstellung bei der Allianz SE, München, in Höhe von 4.228 Tsd. € (2023: 4.491 Tsd. €) .

NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Pensionsverpflichtungen ehemaliger Vorstandmitglieder und Geschäftsführer

Tsd. €

Stand 31. Dezember 2024 2023
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 824 783
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 824 783
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 5.052 5.273
Pensionsrückstellungen 4.228 4.491

Zahlen in der Tabelle enthalten auch zentral bei der Allianz SE bilanzierte Anteile.

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 0 € (2023: 0 €)

ANZAHL DER MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT

(Ohne Vorstandsmitglieder, Auszubildende, Praktikanten und Arbeitnehmer im Erziehungsurlaub oder Grundwehr-/Zivildienst)

Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Stand 31. Dezember 2024 2023
Vollzeitmitarbeiter 10.944 11.402
Teilzeitmitarbeiter 523 563
Gesamt 11.467 11.965

KONZERNZUGEHÖRIGKEIT

Die Allianz Technology SE, München, gehört zum Allianz Konzern unter der Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Allianz SE nach § 315a HGB werden im März 2025 in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und dort veröffentlicht. Sie können im Unternehmensregister eingesehen oder bei der Allianz Technology SE angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Website der Allianz SE verfügbar gemacht. Die Allianz Technology SE wird in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Allianz SE mit befreiender Wirkung nach § 291 HGB für die Allianz Technology SE einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt.

Zwischen der Allianz SE und der Allianz Technology SE besteht seit dem Geschäftsjahr 2009 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die zur Allianz Gruppe gehörenden Gesellschaften und die mit ihnen verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsbericht der Allianz SE genannt.

 

München, 20. Februar 2025

Allianz Technology SE

Der Vorstand

Agostino Ferrara

Dr. Turan Sahin

Aline Bonaccorso, ab 1. Juli 2024

Jison John, ab 24. Juli 2024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

AN DIE ALLIANZ TECHNOLOGY SE, MÜNCHEN

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Allianz Technology SE, München,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Allianz Technology SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

München, 20. Februar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dennis Schnittger, Wirtschaftsprüfer

ppa. Matthias Zeitler, Wirtschaftsprüfer

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