AFT H. Altmann Fahrzeugtransporte GmbH
Selbe AdresseGüterbeförderung im Straßenverkehr
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Kilian Rudloff seit 5.7.2022 | Geschäftsführer |
Maximilian Helmut Dr. Altmann seit 2.1.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ARS Altmann AGWolnzachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die Haupttätigkeit der ARS Altmann Gruppe ist die Erbringung von logistischen Dienstleistungen für die Automobilbranche, insbesondere der Transport von Neufahrzeugen auf Straße und Schiene. Zentrale Märkte für die Erbringung der Transport- und Dienstleistungen sind Deutschland, Italien, Tschechien, Polen und Rumänien, wobei die Transporte insbesondere im Bahnbereich die europäischen Automobilwerke sowie die europäischen Seehäfen betreffen. Zielmärkte für die in Europa produzierten und von der ARS Altmann Gruppe transportierten Fahrzeuge sind im Wesentlichen Deutschland, sowie Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien innerhalb Europas. Die Nachfrage der Automobilindustrie in den USA, China, Brasilien, Indien und Japan beeinflusst die Geschäftsentwicklung der ARS Altmann Gruppe ebenfalls. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. GESCHÄFTSVERLAUF Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche 1,9 % beträgt die positive Veränderung des deutschen BIP gegenüber dem Vorjahr. Damit konnte die deutsche Wirtschaft den schwierigen Rahmenbedingungen besser trotzen, als das zwischenzeitlich angenommen wurde. Im ersten Halbjahr wirkten sich insbesondere Nachholeffekte nach der abklingenden Covid-19 Pandemie positiv aus, während die Entwicklung im zweiten Halbjahr durch Kaufkraftverluste, getrieben durch die hohe Inflation, die Zinsentwicklung sowie die Energiekostensteigerungen wieder etwas gedämpft wurde. Die Inflation betrug im Jahr 2022 durchschnittlich 7,9 %. 1 Das Jahr 2022 war geprägt von den Folgen der Covid-19 Pandemie und der daraus resultierenden Halbleiterkrise, welche sich ab Mitte 2021 über die gesamte Automobilindustrie ausdehnte und für weitreichende Störungen in den Lieferketten der OEM's sorgte. So war der Start in das Jahr 2022 zunächst von großer Ungewissheit über die Dauer und Ausdehnung des andauernden Halbleitermangels gekennzeichnet. Zusätzlich sorgte der Einmarsch der russischen Föderation in das Staatsgebiet der Ukraine am 24. Februar 2022 für zusätzliche Verwerfungen innerhalb der Automobilindustrie, da ein nicht unerheblicher Anteil der bis dato in Europa verbauten Kabelbäume aus ukrainischer Produktion stammte. Die Produktion der für die Just-in-Time Produktion der Automobilhersteller gefertigten Komponenten wurde auf andere Lieferanten und Werke z.B. in Tunesien umgestellt, sodass sich die zunächst befürchteten, schwerwiegenden Auswirkungen auf die Endmontage in den Herstellerwerken zeitlich in Grenzen hielten. 2
1 Bundesfinanzministerium: Konjunkturentwicklung
aus finanzpolitischer Sicht
Als Folge des Einmarschs Russlands in die Ukraine reagierten viele Automobilhersteller wie z.B. Mercedes-Benz, BMW und VW mit einem Import- und Verkaufsstopp nach und in Russland. 3 In Europa (EU27 EFTA, UK) sank die Anzahl an zugelassenen Fahrzeugen ggü. dem Vorjahr abermals um 4,1 % auf insgesamt 11,3 Mio. zugelassene Fahrzeuge. Verglichen mit 2019 liegen die Zulassungen in Europa nach wie vor 29 % unter dem Vorkrisenniveau. Deutschland verzeichnet bei den zugelassenen Fahrzeugen ein Plus von 1,1 % Prozent ggü. dem Jahr 2021. Während im ersten Halbjahr noch ein Rückgang von 11 % zu verzeichnen war, konnte ein starkes zweites Halbjahr das Gesamtjahresergebnis ins Plus führen. Die Anzahl der in Deutschland produzierten PKW stieg 2022 auf insgesamt 3,4 Mio. Fahrzeuge an, was einem Plus von 11 % ggü. dem Vorjahr entspricht. Trotz der deutlichen Steigerung in der Fahrzeugproduktion liegen sowohl die produzierten Fahrzeuge als die Neuzulassungen jeweils noch ca. 27 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019. 4 Innerhalb Europas konnten die großen internationalen Automobilmärkte ebenfalls das Vorjahresniveau nicht halten. In Frankreich ergab sich ein Rückgang der Zulassungen von ca. 8 % gegenüber dem Vorjahr. In Italien beläuft sich der Rückgang sogar auf annährend 10 %. Mit einem Rückgang von lediglich 2 % im Vergleich zum Jahr 2021 konnten in Großbritannien insgesamt 1,6 Mio. Fahrzeuge zugelassen werden. Zudem wurden in Großbritannien 2022 ca. 775.000 Fahrzeuge gebaut, was einem Rückgang ggü. dem Vorjahr von ca. 10% entspricht. 78 % der in Großbritannien produzierten Fahrzeuge wurden exportiert. Spanien konnte mit ca. 913.000 zugelassenen Fahrzeugen das Vorjahresniveau um 6,3 % anheben. In den USA gab es ebenfalls eine rückläufige Zahl an Fahrzeugzulassungen zu verzeichnen. Während im Vorjahr 14,9 Mio. Fahrzeuge zugelassen wurden, erhielten 2022 lediglich 13,7 Mio. Fahrzeuge eine neue Zulassung. Somit liegt der Wert 7,9 % unter dem Vorjahr. China konnte gegenüber dem Vorjahr Boden gut machen und liegt mit 23,2 Mio. Neufahrzeugen um 10 % über dem Vorjahreswert. Während im Frühjahr noch Lockdowns aufgrund der Covid-19 Pandemie das Geschäft einschränkten, folgte im zweiten Halbjahr, unter anderem durch Steuersubventionen auf Pkw gefördert, ein erheblicher Anstieg der Fahrzeugverkäufe. Der zweite große Gewinner in der Statistik der Neuzulassungen im Jahr 2022 ist Indien. Mit einem Marktwachstum ggü. dem Vorjahr von 23 % liegt das Absatzvolumen um 700.000 Fahrzeuge über dem Niveau von 2019. Insgesamt konnten 2022 3,8 Mio. Neuwagen zugelassen werden. In Japan ist der Absatz von Neuwagen im vergangenen Jahr zum vierten Mal in Folge zurückgegangen. Mit 3,4 Mio. verkauften Pkw im Jahr 2022 lag das Marktvolumen 6,2 % unter dem des Vorjahreswert.
3 Vgl. Automobil-produktion.de: So reagiert die
Autobranche auf den Krieg in der Ukraine
In Brasilien belief sich das Fahrzeugvolumen in etwa auf Niveau des Vorjahres. Insgesamt konnten dort 1,9 Mio. Fahrzeuge abgesetzt werden. Aufgrund des Krieges mit der Ukraine erfuhr der russische Automobilmarkt einen dramatischen Einbruch. Insgesamt sank das Marktvolumen ggü. dem Vorjahr um 59 % auf lediglich 687.400 Fahrzeuge. Durch die Import- und Verkaufsstopps europäischer Automobilhersteller ist für 2023 mit einem weiteren Einbruch zu rechnen. Wettbewerbssituation Im LKW-Bereich konnten die Umsätze entgegen der Marktentwicklung ggü. dem Vorjahr um 7,8 % gesteigert werden. Insbesondere in Italien konnte die Transportleistung deutlich gesteigert werden. Der Bereich Schiene konnte ggü. dem Vorjahr einen Zuwachs der transportierten Einheiten von ca. 22,5 % erzielen. Insgesamt konnte eine Umsatzsteigerung im Bereich Schiene in Höhe von ca. 31 Mio. EUR erzielt werden. Dies ist vornehmlich dem stärkeren Exportgeschäft sowie den großvolumigen Auslagerungen von Fahrzeugen mit fehlenden Halbleitern auf die Niederlassungen der ARS Altmann AG zuzuschreiben. Die Niederlassungen der ARS Altmann Gruppe konnten den Umsatz im Bereich Handling und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr um 33,1 % steigern, während der Umsatz für die Lagerung von Fahrzeugen in etwa auf Vorjahresniveau lag. Der Gesamtumsatz der ARS Altmann Gruppe ggü. dem Vorjahr konnte um ca. 45 Mio. EUR gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 2022 waren bei der ARS Altmann Gruppe durchschnittlich 967 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies einen Rückgang von 10,7 % dar, was insbesondere auf die Einstellung des operativen Fuhrparkbetriebs der ARS Altmann UK, D.F. Services und der AFT Altmann Polska zurückzuführen ist. Geschäft des ARS Altmann Konzerns Im Vorjahr war der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 sehr unsicher und ungewiss. Die nach wie vor vorherrschende Covid-19 Pandemie entwickelte sich nach und nach zu einem kontrollierbaren Ereignis, bei dem nur noch punktuelle Lockdowns und verschärfte Corona- Maßnahmen die weltweiten Produktions- und Lieferketten beeinflussten. Weiter und durchaus schwerwiegender für die Automobilindustrie spitzte sich die Lage bezüglich der Lieferketten und der nicht in ausreichender Anzahl vorhandenen Halbleitern zu. Mit dem Einmarsch der russischen Föderation in die Ukraine mussten zudem noch die in der Ukraine ansässigen Zulieferer für Kabelbäume die Produktion herunterfahren oder sogar einstellen. Es entwickelte sich kurzfristig ein Szenario mit ungewissem Ausgang für die eng getaktete Just-in-Time Produktion der Automobilhersteller. Mit enormen Anstrengungen und mit der Unterstützung der OEM's konnte die Produktion der Kabelbäume innerhalb kurzer Zeit und zum größten Teil auf andere Lieferanten verlagert und die Produktion weitestgehend aufrechterhalten werden. Bis zum Halbjahr stabilisierte sich die Situation zunehmend und so konnten ab August die Produktionsvolumen sukzessive angehoben werden. Durch die Covid-19 Pandemie und die Halbleiterkrise wurden insbesondere im LKW-Bereich die im Markt verfügbaren Kapazitäten 2020 und 2021 nach unten angepasst, da das zu transportierende Fahrzeugvolumen deutlich eingebrochen war und der Markt erhebliche Überkapazitäten aufzeigte. Mit dem Anstieg der Produktion und dem erhöhten Bedarf an Abfuhrkapazität aus den Herstellerwerken und in der Feinverteilung der Fahrzeuge zu den Händlern, ergab sich ab dem zweiten Halbjahr 2022 eine hohe Auslastung in den Bereichen LKW und Bahn. Zudem sorgten die aufgrund der hohen Inflation stark gestiegenen Kosten und lange Lieferzeiten für LKWs für ein nach wie vor verhaltenes Investitionsgeschehen im Markt. Im vierten Quartal entwickelte sich besonders im LKW-Bereich ein Angebotsmarkt aufgrund der begrenzt verfügbaren LKW-Kapazitäten und der hohen Nachfrage für Transporte seitens der OEM's. Zur Absicherung der verfügbaren LKW-Kapazitäten setzten die Automobilhersteller ab dem vierten Quartal zusätzlich auf den Einsatz von Charter LKWs, welche ausschließlich Transporte eines Herstellers bedienen und somit die verfügbare Transportkapazität im Markt zusätzlich einschränken. Zum Ende des ersten Quartals 2022 stellte die ARS Altmann AG den Betrieb in ihrer Niederlassung in Groß-Gerau ein und veräußerte entsprechende Grundstücke. Der Geschäftsbetreib der Niederlassung wurde vollständig in die benachbarte Niederlassung in Riedstadt umgezogen. Für die operative Umsetzung der Transporte im Bereich Straße nutzt der ARS Altmann Konzern insbesondere den eigenen Fuhrpark, der in den Tochtergesellschaften der AFT H. Altmann Fahrzeugtransporte GmbH und der Eco Stars GmbH in Deutschland sowie der STA Servici Trasporti und der Tra.De Trasporti in Italien angesiedelt ist. Die Bahntransporte mit Italienbezug werden vornehmlich über die Tochtergesellschaft der ART Altmann Rail Traction GmbH abgewickelt. Die Koordination, Überwachung und Beauftragung der Instandhaltung der Waggonflotte wird innerhalb des ARS Altmann Konzerns von der ARS Schienentechnik übernommen. 2. Leistungsindikatoren Die wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind:
Die Umsatzerlöse konnten im Wesentlichen aufgrund von höheren Transportraten für die Transportleistungen ggü. den Prognosen des Vorjahres deutlich gesteigert werden, welche sich aufgrund von zeitlich versetzten Steigerungen der Materialaufwendungen im Jahresabschluss bis ins operative Ergebnis und Ergebnis nach Steuern positiv auswirken. Das operative Ergebnis wurde ausgehend vom EBIT unter Herausrechnung der außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen ermittelt. Die Schadensquote im LKW-Bereich entfällt als wesentlicher Leistungsindikator ggü. den Vorjahren. Als wesentlicher Leistungsindikator für die Auslastung im Bereich Schiene werden, aufgrund des hohen Umsatzanteils in diesem Geschäftsbereich am Gesamtumsatz, erstmalig die pro Waggon transportierten Einheiten auf Jahresbasis herangezogen. Im Berichtsjahr wurden bei insgesamt 995.061 transportierten Fahrzeugen von jedem Waggon im Durchschnitt 379 Fahrzeuge transportiert. Dies entspricht einer Steigerung ggü. dem Vorjahr von 4 %. 3. Darstellung der Ertrags-, Finanz und Vermögenslage Ertragslage Die Umsätze als wesentlicher Leistungsindikator haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Die ARS Altmann Gruppe erzielt ihre wesentlichen Umsätze im Inland. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die ARS Altmann Gruppe 49 % ihrer Umsätze im Bereich Schiene. Insgesamt betrug der Umsatz im Schienenbereich TEuro 170.535 (Vj. TEuro 141.691). Insbesondere die Auslagerung von nicht fertig produzierten Fahrzeugen während der Halbleiterkrise sorgte für zusätzliche Umsätze, während die Regelverkehre aufgrund fehlender Produktionsvolumen abermals hinter den Planerwartungen zurückblieben. Im zweiten Halbjahr sorgte das weiter anziehende Geschäft und die Steigerung der Fahrzeugproduktion für eine Vollauslastung der verfügbaren Waggonkapazitäten. Der Bereich LKW erreichte im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von TEuro 112.932 (Vj. TEuro 104.728). Die gesteigerten Umsätze sind unter anderem auf den Anstieg der Kraftstoffkosten während des Jahres 2022 zurückzuführen. Im LKW-Bereich unterliegen die Verträge einer quartalsweisen Ratenanpassung auf Basis der Entwicklung der Kraftstoffkosten. Somit folgt einer vorausgehenden Kostensteigerung in den Kraftstoffkosten eine Umsatzsteigerung auf die zu transportierenden Fahrzeuge mit zeitlichem Versatz. Im Bereich Niederlassungen konnte der Umsatz im Wesentlichen im Bereich des Fahrzeugumschlags und durch die Erbringung von Dienstleistungen gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEuro 17.910 (Vj. TEuro 13.268) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 2.933 (Vj. TEuro 3.643), den Gewinn aus der Veräußerung des Grundstücks in Groß-Gerau in Höhe von TEuro 2.953 und der Veräußerung von LKW's der ARS Altmann UK in Höhe von TEuro 4.953. Die Gewinne aus der Veräußerung des Grundstücks stellen außergewöhnliche Erträge dar. Der Materialaufwand erhöht sich aufgrund des gesteigerten Umsatzvolumens auf TEuro 231.517 (Vj. TEuro 199.382). Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und bezogene Waren sind insbesondere durch die geringere Anzahl an verkauften LKW durch die VFL rückläufig ggü. dem Vorjahr und belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEuro 26.889 (Vj. TEuro 31.869). Dem gesteigerten Umsatz im Bereich Schiene folgend, erhöhen sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen insbesondere durch höhere Traktionskosten auf TEuro 204.628 (Vj. TEuro 199.382). Der Personalaufwand steigt trotz rückläufiger Anzahl an Mitarbeitern im Konzern aufgrund höherer Lohnkosten auf TEuro 49.820 (Vj. TEuro 48.955). Die Abschreibungen im Geschäftsjahr belaufen sich auf TEuro 14.080 (Vj. TEuro 16.949). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEuro 43.411 (Vj. TEuro 47.000) und beinhalten Mieten und Bewachungskosten der Niederlassungen sowie Versicherungsaufwendungen und Instandhaltungskosten. Die Reduktion ist insbesondere auf die geringen Versicherungs- und Instandhaltungsaufwendungen aufgrund der Veräußerung der Fuhrparks der AFT Altmann Polska und ARS Altmann UK zurückzuführen. Die Gewinnanteile typischer stiller Gesellschafter von TEuro 19 (Vj. TEuro 19) betreffen ergebnisabhängige Vergütungen für stille Einlagen aus dem Kreis des Vorstands sowie des Aufsichtsrats. Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEuro 7.362 (Vj. TEuro 214). Die aufgrund von Teilgewinnabführungsverträgen abgeführten Gewinne von TEuro 1.000 (Vj. TEuro 1.000) betreffen Vergütungen für die Einlagen der atypisch stillen Gesellschafter. Das Konzernergebnis vor Gewinnanteil nicht beherrschender Anteile beträgt TEuro 16.769 (Vj. TEuro -325). Das operative Ergebnis von TEuro 24.994 (Vj. TEuro 8.923) wurde ausgehend vom EBIT unter Herausrechnung der außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträge ermittelt. Das Konzernergebnis liegt aufgrund der guten Geschäftsentwicklung, insbesondere im zweiten Halbjahr 2022, deutlich über den Planzahlen und ursprünglichen Erwartungen an das Geschäftsjahr 2022. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEuro 18.713 (Vj. TEuro 36.440) ist insbesondere geprägt durch das Konzernjahresergebnis einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter von TEuro 17.769 (Vj. TEuro 675), den Abschreibungen von TEuro 14.080 (Vj. TEuro 16.589) und der Zunahme der Forderungen und Verbindlichkeiten als Folge des gestiegenen Geschäftsvolumens. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEuro -10.640 (Vj. TEuro -5.562) resultiert insbesondere aus Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist geprägt durch die Tilgung von Darlehen und beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEuro -11.247 (Vj. TEuro -21.446). Der Finanzmittelfonds verringerte sich um TEuro 3.776 auf TEuro -15. In den herausfordernden Jahren 2020 und 2021 wurde mit den Finanzierungspartnern zur Liquiditätssicherung ein langfristiges angesetztes Gesamtfinanzierungskonzept erarbeitet. Das hieraus resultierende KFW Darlehen ist zum Bilanzstichtag mit TEuro 25.000 (Vj. TEuro 25.000) voll valutiert. Die erste Tilgungsrate ist Ende des ersten Quartals 2023 fällig und wurde fristgerecht geleistet. Zudem bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern in Form von Darlehen sowie thesaurierten Darlehenszinsen in Höhe von TEuro 16.411 (Vj. TEuro 15.915). Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 TEuro 14.560 (Vj. 14.921). Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von TEuro 40.278, die dazu dienen, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sicherzustellen. Die Verzinsung von einem Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2024 und einem Nominalwert von TEuro 7.000 ist über einen Zinsswap gesichert. Das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 mit TEuro 5.000 (Vj. TEuro 5.000). Der Marktwert des Zinsswaps per 31. Dezember 2022 beträgt TEuro 213. Im Risikomanagement bezogen auf die Liquiditäts- und Finanzlage der Gesellschaft werden innerhalb des Finanzcontrollings regelmäßig Berichte und Prognosen zur Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Liquidität sowie deren zukünftige Auslastung insbesondere in Bezug auf die Valutierung der zugesicherten Betriebsmittellinien erstellt. Zudem wird ein mittel und langfristiges Liquiditätsmanagement betrieben, um etwaige Liquiditätsengpässe frühzeitig zu ermitteln und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Über das Forderungscontrolling wird der aktuelle Stand an offenen Posten ggü. Kunden regelmäßig ermittelt und, neben dem aus der Buchhaltung betriebenen Mahnwesen, durch die direkte Kundenansprache zur Begleichung der offenen Posten ergänzt. Vermögenslage Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEuro 1.320 beziehen sich insbesondere auf die Entwicklungskosten einer neuen Speditionssoftware sowie Steuerungssoftware der Logistikprozesse innerhalb der Niederlassungen. Die Investitionen in Sachanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEuro 18.084 (Vj. TEuro 7.096). Neben Ersatzinvestitionen bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden insbesondere Investitionen in den LKW-Fuhrpark vorgenommen. Zudem wurden innerhalb des Geschäftsjahres weitere E-LKW in Höhe von TEuro 1.720 angeschafft. Das Umlaufvermögen hat sich insbesondere aufgrund des gesteigerten Konzernumsatzes und den daraus resultierend höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEuro 135.004 (Vj. TEuro 99.424) erhöht. Die Veränderung des Konzerneigenkapitals beruht im Wesentlichen auf dem Konzernergebnis in Höhe von TEUR 16.769 sowie auf Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von TEuro 1.532. Im Geschäftsjahr 2022 wurde an die Aktionäre keine Dividende ausgeschüttet. Die atypisch stille Beteiligung in Höhe von TEuro 10.000 besitzt aufgrund ihrer Nachrangigkeit eigenkapitalähnlichen Charakter. Die Summe der Verbindlichkeiten erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEuro 151.573 (Vj. TEuro 138.975), was im Wesentlichen auf den höheren Stand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumen zurückzuführen ist. Zusammenfassung: In einem erneut herausfordernden Jahr mit Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Situation in Europa konnte die ARS Altmann Gruppe nach zwei aufeinanderfolgenden Krisenjahren ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr abschließen. Insbesondere das starke zweite Halbjahr sowie die positiven Entwicklungen der ersten Monate im Jahr 2023 lassen auf ein sich nachhaltig stabilisierendes Geschäftsvolumen hoffen. Insbesondere im vierten Quartal zeigten sich erneut die Vorteile der 3S Strategie (Straße, Schiene, Stützpunkte), da durch die konzerneigenen Assets den Automobilherstellern bei knappen Kapazitäten im Markt über alle Bereiche jeweils passende Logistiklösungen offeriert werden konnten. Vor allem in der Zeit knapper Ressourcen zeigt sich erneut, dass die ARS Altmann Gruppe ganzheitliche und leistungsfähige Logistikkonzepte anbieten und umsetzen kann. Gepaart mit strategischen Investitionen, welche in enger Zusammenarbeit mit den OEM's in Bezug auf die anstehende Transformation der Automobilindustrie hin zur E-Mobilität entwickelt werden, stellen wir so die Weichen für die nachhaltige Entwicklung des ARS Altmann Konzerns in den nächsten Jahren. Ausblick:2023 Für 2023 erwartet das Bundesfinanzministerium für Deutschland eine positive Entwicklung des BIP von 0,2 %. Trotzdem bestehen nach wie vor hohe Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft. Der Russland-Ukraine Konflikt und dessen wirtschaftliche Folgen, die politischen Spannungen zwischen China und Taiwan, die anhaltend schwache Entwicklung der Weltwirtschaft, die weiterhin hohen Energie- und Verbraucherpreise bieten jeweils das Potential für erneute Rückschläge in der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2023. Für die Verbraucherpreise wird mit einer Erhöhung ggü. dem Vorjahr von durchschnittlich 6 % gerechnet. Trotz staatlicher Hilfsmaßnahmen wie z.B. durch die Strom- und Gaspreisbremse, wird sich für die Bevölkerung größtenteils ein Kaufkraftverlust in 2023 ergeben, der die wirtschaftliche konjunkturelle Entwicklung in Deutschland belasten wird. 5 Aus Sicht der Automobilhersteller wird erneut ein turbulentes Jahr erwartet. Der Branchenverband VDA rechnet für das Jahr 2023 in Deutschland mit ca. 2,7 Mio. Neuzulassungen, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 2 % entspräche. Das Minus im Vergleich zum Jahr 2019 liegt bei der erwarteten Zielgröße jedoch weiterhin bei ca. 25 %. Insbesondere der Halbleitermangel wird weiterhin als Problemfeld gesehen. Für die Inlandsproduktion in Deutschland erwartet der VDA ein Produktionsvolumen von 3,7 Mio. Fahrzeugen, was eine Erhöhung von 6 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Für den Weltmarkt wird ein Wachstum ggü. 2022 von 5 % auf 74 Millionen Neuzulassungen erwartet. 6 Für das Jahr 2023 erwartet die ARS Altmann Gruppe eine deutliche Umsatzsteigerung von ca. 14 %. Die Entwicklung ist insbesondere durch Preiserhöhungen im Bereich der Schienenverkehre getrieben und folgt konsequent den Kostensteigerungen im Traktionskostenbereich. Im Ergebnis nach Steuern erwarten wir ein deutlich geringeres Ergebnis in Höhe von Mio. Euro 1,5. Maßgeblich für den Rückgang des erwarteten Periodenergebnisses sind die Kostensteigerungen über alle Bereiche, welche im Wesentlichen in der aktuellen Inflationsrate begründet sind. Zudem schlagen sich in den Kosten des Jahres 2023 ca. Mio. Euro 10,0 Mehrkosten für die periodisch anstehenden Revisionen der Waggonflotte nieder. Das operative Ergebnis wird mit Mio. Euro 6,9 ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert erwartet. Im ersten Quartal 2023 konnten die Planungsprämissen aufgrund positiver Geschäftsentwicklung deutlich übertroffen werden. In Bezug auf die transportierten Fahrzeuge pro Waggon im Bereich Schiene erwarten wir bei einer leicht höheren Anzahl an eingesetzten Waggons eine Steigerung der transportierten Fahrzeuge pro Waggon von 1,8 %.
5 Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz: Schlaglichter der Wirtschaftspolitik - Februar
2023
In Bezug auf die Entwicklungen der E-Mobilität erwartet der Verband der Automobilindustrie einen leichten Rückgang um 3 % ggü. dem Vorjahr. Grundlage für den Rückgang dürften die geringeren Fördermaßnahmen der Bundesregierung im Jahr 2023 sein. Während bei den reinen Elektrofahrzeugen (BEV) ein Anstieg der Verkaufszahlen von 8 % erwartet wird, geht man bei den Plug-in-Hybrid (PHEV) Fahrzeugen durch die vollständig gestrichene Kaufpreisförderung von einem Rückgang ggü. dem Vorjahr von 30 % aus. Insgesamt wird erwartet, dass in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 765.000 Fahrzeuge mit Batterieantrieb (BEV und PHEV) zugelassen werden. 7 Für die Automobillogistik zeichnet sich seit dem vierten Quartal 2022 eine Wende ab. Die Nachfrage nach Transport- und Lagerkapazität nimmt spürbar zu. Ein wesentlicher Faktor, der hierbei zugrunde liegt ist, dass innerhalb Europas aufgrund der schwachen Automobilproduktion in den Jahren 2020 und 2021 Transportkapazitäten nach unten angepasst wurden, um Kosten zu senken und die Kapazität auf die notwendige Größe anzupassen. Aktuell führt dies dazu, dass die verfügbaren Transportkapazitäten im Markt bei steigenden Transportvolumen für die Bereiche LKW und Bahn nur bedingt ausreichen, um neben schwierigen Rahmenbedingungen durch überfüllte Häfen und Baustellen im Schienennetz die Logistiksysteme aufrecht zu erhalten. Durch das verhältnismäßig geringe Angebot an Transportkapazität und die hohe Nachfrage nach dem Transport und Lagerung von Fahrzeugen, steigen die Transport-, Dienstleistungs- und Lagerpreise ebenfalls an. Für die Automobillogistik ist dies zudem eine notwendige Entwicklung, um die gestiegenen Kosten aufgrund der Inflation sowie gestiegener Energie- und Kraftstoffkosten abzufangen. Im ersten Quartal 2023 setzt sich die positive Entwicklung des letzten Quartals 2022 fort. Die Zulassungszahlen in Deutschland liegen zum Ende des ersten Quartals um 7 % über dem Wert des Vorjahres. Die Fahrzeugproduktion in Deutschland liegt in den ersten beiden Monaten jeweils mehr als 20 % über dem Vorjahreswert. Im März stehen ca. 65 % mehr produzierte Fahrzeuge als im Vorjahresmonat, wobei dieser bereits durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine negativ beeinflusst war. 8 IV. Chancen und Risikobericht Zur präventiven Abwehr von Risiken setzt die ARS Altmann Gruppe auf unterschiedliche Maßnahmen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Risiken intern: Zur Überprüfung der Effizienz der Geschäftsprozesse, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme werden regelmäßig interne Audits durchgeführt.
7 VDA: Förderende für Plug-In-Hybride
bremst E-Markt vom 06.02.2023
Konjunkturelle Entwicklungen werden regelmäßig mit den Budget- und Liquiditätsplanungen abgeglichen, um mögliche Eintrübungen der Gesamtwirtschaft frühzeitig zu erkennen und durch die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen gegenzusteuern. Risiken aus Zinsänderungen begegnen wir durch eine möglichst fristenkongruente Finanzierung unserer Investitionen, die die Auswirkungen von Zinssteigerungen begrenzen. Darüber hinaus setzen wir grundsätzlich Finanzderivate in Form von Zinsswaps allein zur Begrenzung von Zinssteigerungen in Bezug auf bestehende variabel verzinsliche Darlehen und damit im Rahmen von sogenannten Bewertungseinheiten ein. Finanzderivate werden nicht zu Spekulationszwecken abgeschlossen. Ein aktives Debitorenmanagement und Mahnwesen reduziert ein wesentliches Kreditausfallrisiko. Zudem handelt es sich bei den wesentlichen Debitoren um große Automobilhersteller, sodass ein grundsätzliches Ausfallrisiko von Forderungen als gering einzuschätzen ist. In steuer-, wettbewerbs-, umwelt- und sonstigen rechtlichen Fragestellungen lassen wir uns umfassend durch externe Fachleute beraten. Entscheidungen über die strategische Ausrichtung der Gesellschaft und Gestaltung der Geschäftsprozesse basiert auf ausführlicher interner Beratung und Konsultation unserer externen Berater. Risiken extern: Der geplante Ausbau und die Modernisierung des Schienennetzes und die Verlagerung von zusätzlichen Transporten von der Straße auf die Schiene birgt nicht nur Potentiale für den Bereich Schiene. Vor allem in der Modernisierungsphase des Schienennetzes ist aufgrund von notwendigen Baustellen für Gleissanierungen mit teilweise erheblichen und länger andauernden Behinderungen im Bahnverkehr zu rechnen. Laut Deutscher Bahn sollen in den nächsten Jahren 43 Strecken mit einer Gesamtlänge von 4.200 km runderneuert werden. Die durchschnittliche Streckensperrung ist hierbei mit ca. 5 Monaten geplant. Insbesondere für den Güterverkehr, der sich im Schienennetz hinter dem Personenverkehr einreiht, ist mit erheblich längeren Laufzeiten durch Umfahrungen zu rechnen. Teilweise sind auf Teilabschnitten Umfahrungen mangels geeigneter Strecken aber auch nicht möglich, sodass Schienentransporte im Zeitraum der Sanierungsarbeiten nicht möglich sind und die Fahrzeuge in diesem Zeitraum mit alternativen Transportmitteln zu ihrem Bestimmungsort verbracht werden müssen. 9 Die Teuerungsrate bei den Stromkosten macht sich vor allem bei den Traktionskosten für den Bahnbereich bemerkbar. Anders als im LKW-Bereich, in dem sogenannte "Diesel Floater" die Preissprünge der Kraftstoffkosten quartalsweise ausgleichen, gibt es im Bahnbereich bisher keine flächendeckenden Ausgleichsmechanismen in den Verträgen mit den OEM's. Aufgrund der hohen Unsicherheit in Bezug auf die Energiekostenentwicklung und den kurzfristigen, teilweise sprunghaften Änderungen der Preise ist die Implementierung von Energie Floatern im Bahnbereich ein zentrales Ziel für die anstehenden Ausschreibungen, um mögliche Kostenrisiken zu begrenzen. Trotz der europaweiten Geschäftstätigkeit bestehen keine nennenswerten Währungsrisiken, da die wesentlichen Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge in Euro abgewickelt werden. Chancen: Mit "Fit für 55" hat das Europäische Parlament am 14. Februar 2023 grünes Licht für die Mobilitätswende gegeben. Ab 2035 dürfen nur noch PKW und leichte Nutzfahrzeuge zugelassen werden, wenn diese emissionsfrei sind. Sogenannte E-Fuels, also synthetische Kraftstoffe, zählen nach einem ausgedehnten Streit zwischen dem EU-Parlament und der Bundesregierung ebenfalls als CO 2 neutral. Schon jetzt hat sich die aktuelle Bundesregierung die Mobilitätswende auf die Fahne geschrieben. So soll bis 2030 der Güterverkehr auf der Schiene von heute 19% auf mindestens 25 % steigen. Hierfür werden seitens der Bundesregierung die Mittel für die Modernisierung und den Ausbau des in die Jahre gekommenen Schienennetztes zur Verfügung gestellt. Für die Automobillogistik bedeutet dies vor allem zwei Dinge. Ein steigender Anteil an schwereren Elektrofahrzeugen in den nächsten Jahren und ein hoher Bedarf an Waggons, die für den Transport genau jener Fahrzeuge geeignet sind. Ein zielgerichtetes Modernisierungsprogramm für Bestandswaggons sowie eine bedarfsgerechte Investitionspolitik in Neubauwaggons ermöglicht es, an den am Markt entstehenden Chancen zu partizipieren. Aus den Bestandswaggons für den Autotransport in Europa eignet sich nach aktuellem Stand lediglich ein geringer Teil für die aktuell notwendigen Modernisierungsmaßnahmen, da hier teilweise umfangreiche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Waggons für den Transport schwerer Elektrofahrzeuge tauglich zu machen. Durch die zudem begrenzte Kapazität an Umbau und Neubauwerken ist es wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren die Nachfrage nach geeigneten Transportlösungen auf der Schiene das Angebot übersteigt. Die Corona Pandemie und die nachfolgende Halbleiterkrise haben gezeigt, wie anfällig die Lieferketten der Automobilindustrie für Störungen sind. Als Anbieter der kompletten Bandbreite an Transportlösungen im Schienen- und LKW Bereich, sowie der Lagerung und dem Umschlag von Fahrzeugen auf eigenen Terminals, kann die ARS Altmann Gruppe kurzfristig auf Änderungen der Logistiknetzwerke der OEM's reagieren. Somit bieten sich Möglichkeiten für Zusatzgeschäfte, sobald ins Stocken geratene Lieferketten der Automobilhersteller die Auslagerung von Fahrzeugen notwendig machen. Zusammenfassende Risikoeinschätzung Nach der Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation kommen wir zu dem Ergebnis, dass wir keine Risiken festgestellt haben, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. V. Qualitätsbericht Das integrierte Managementsystem wird stetig durch interne Audits überprüft. Sofern diese Abweichungen oder negative Veränderungen ggü. den Vorperioden aufzeigen, werden geeignete Maßnahmen entwickelt, um die erforderlichen Prozesse adäquat zu dokumentieren und entsprechende Umsetzung zu gewährleisten. Die Feststellungen im Zuge der Kundenaudits, welche als wesentliche Abweichung die Durchführung von Lagerpflegemaßnahmen aufzeigten, konnte in Bezug auf die zudem häufig angemerkte Absicherung der Lagerflächen durch die Maßnahmen zur Erwirkung der AEO- Zertifizierung insbesondere in den Niederlassungen Wolnzach und Riedstadt verbessert werden. Insgesamt konnte im Berichtsjahr eine Verbesserung der Zielerreichung der Kundenaudits von 92,31 % erreicht werden, was jedoch noch unter der internen Zielvorgabe von 95 % liegt. Zudem erwirkt die ARS Altmann Gruppe aktuell die Zulassung als zugelassener Wirtschaftsbeteiligter im Rahmen der AEO-Zertifizierung (AEO - Authorised Economic Operator). Hierzu wurden Prozesse und Lagereinrichtungen durch den Zoll überprüft und abgenommen, was insgesamt zu einer Steigerung der Sicherheitsmaßnahmen in den Niederlassungen führt. Durch die Einführung des elektronischen Rechnungseingangs konnte die Transparenz innerhalb der Organisation verbessert werden. Für die Sicherstellung der wirksamen Aufrechterhaltung, fortlaufenden Verbesserung des Energiemanagementsystems wurde innerhalb der ARS Altmann Gruppe ein abteilungsübergreifendes Energieteam eingeführt, welches aktuelle Energieverbräuche in Bezug auf Strom, Gas, Heizöl und Kraftstoffe überwacht, Entwicklungen nachvollzieht und Potentiale zur Einsparung von Energie bewertet und implementiert. VI. Schlusserklärung §312 Abs. 3 AktG Der Vorstand der ARS Altmann AG hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2022 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben: "Der Vorstand erklärt, dass die ARS Altmann AG, Wolnzach, bei den in diesem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen."
Wolnzach, den 21. Juni 2023 Dr. Maximilian Altmann Wolfgang Ketterle Alberto Picco Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022der ARS Altmann AG, WolnzachAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022der ARS Altmann AG, Wolnzach
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. VORBEMERKUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS Die ARS Altmann AG mit Sitz in Wolnzach wird beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Registernummer HRB 179922 geführt. Der Konzernabschluss 2022 wurde von der ARS Altmann AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. ANTEILSBESITZ UND KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss wurden folgende Gesellschaften einbezogen:
Gegenüber dem Vorjahr gab es nachstehende Veränderungen im Konsolidierungskreis: Die ARS Altmann UK Ltd., die D.F. Services (Kent) Ltd. sowie die AFT Altmann Polska Sp. z o.o. wurden zum 31. Dezember 2022 entkonsolidiert. Zum 1. Januar 2022 wurden die ART Altmann Rail Traction GmbH als 100 % Tochtergesellschaft der ARS Altmann AG sowie die Tra.De Servici S.r.l. als 100 % Tochtergesellschaft der Tra.De Trasporti e Depositi S.r.l. in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die ATP Autoterminal Probfeld GmbH, die ECO Stars GmbH, die STA Servizi Trasporti Auto- veicoli S.r.l., die Tra.De Trasporti e Depositi S.r.l. sowie die Tra.De Servizi S.r.l. werden vollkonsolidiert, da die ARS Altmann AG auf diese Gesellschaften einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Das von der ARS Altmann AG gemeinsam mit Dritten geführte Unternehmen ARS Unikai GmbH, Hamburg, wurde gemäß § 310 HGB in den Konzernabschluss entsprechend dem Anteil am Kapital einbezogen, der dem Mutterunternehmen gehört. Neben den oben angeführten Konzernunternehmen besitzt die ARS Altmann Beteiligungen in Höhe von 100 % an den folgenden Gesellschaften:
Diese Gesellschaften wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines tatsächlichen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da ihre Jahresergebnisse, ihre Bilanzsummen und ihre Umsatzerlöse weniger als 2 % des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachen. Inanspruchnahme der Offenlegungsbefreiung: Die Tochterunternehmen
haben von den Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2021 Gebrauch gemacht und werden auch für den Abschluss zum 31. Dezember 2022 von der Befreiung Gebrauch machen. Bei der AFT H. Altmann Fahrzeugtransporte GmbH, Wolnzach, wurde zudem von der Befreiung von der Aufstellung eines Lageberichts im Geschäftsjahr 2022 Gebrauch gemacht. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Neben dem Mutterunternehmen ARS Altmann AG, Wolnzach, wurden zum 31. Dezember 2022 folgende direkte und indirekte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Kapitalkonsolidierung für Vorgänge seit dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wurde die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt und im Rahmen der Folgekonsolidierung unverändert berücksichtigt. Die aus der Erstkonsolidierung der ARS Altmann Rail Traction GmbH, Wolnzach, und der Tra.De Servizi S.r.l., Campi Bisenzio (FI)/Italien, resultierenden Unterschiedsbeiträge von TEuro 15 bzw. TEuro 275 wurden entsprechend den Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS 23) mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Nicht dem Konzern zuzurechnende Anteile am Eigenkapital sind unter dem Posten Nicht beherrschende Anteile innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. VERGLEICHBARKEIT DES ABSCHLUSSES Vergleichbarkeit der Konzernbilanz Die ART Altmann Rail Traction GmbH, Wolnzach, und die Tra.De Servizi S.r.l., Campi Bisenzio (FI)/Italien, wurden zum 01.01.2022 erstkonsolidiert und sind insbesondere mit folgenden wesentlichen Posten in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 enthalten:
Vergleichbarkeit der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung: Die ART Altmann Rail Traction GmbH, Wolnzach, und die Tra.De Servizi S.r.l., Campi Bisenzio (FI)/Italien, sind insbesondere mit folgenden wesentlichen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtszeitraums enthalten:
III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Planmäßige Abschreibungen erfolgen dabei regelmäßig nach der linearen Methode. Immaterielle Vermögensgegenstände werden planmäßig über eine Nutzungsdauer zwischen zwei bis fünf Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ausleihungen sind mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In der Position Vorräte sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fertige Erzeugnisse und Waren zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisikos bewertet. Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Für zeitlich begrenzte Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen, die im Wesentlichen durch Bewertungsunterschiede bei Grundstücken verursacht sind, wurde nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB der Posten Aktive latente Steuern gebildet. Zudem wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die auf Grundlage der Geschäftsjahresplanungen voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre verbraucht werden, gebildet. Der kombinierte Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt unverändert zum Vorjahr 28,31 %. Für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten sind Rückstellungen gebildet worden. Die zurückzustellenden Beträge wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen. Soweit die Laufzeit der Verpflichtung länger als 12 Monate besteht, wurden diese mit dem laufzeitadäquaten von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Vorauszahlungen werden anteilig im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Der Posten Passive latente Steuern resultiert aus Bewertungsdifferenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz beim Anlagevermögen. Der kombinierte Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt unverändert zum Vorjahr 28,31 %. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente (Zinsswaps) wird anhand der Mark-to Market-Methode ermittelt. Die Sicherungsgeschäfte werden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten (micro hedge) zusammengefasst, wobei die sich ausgleichenden Wertänderungen nicht bilanziert werden (sogenannte Einfrierungsmethode). Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das gesicherte Risiko vollständig ausgleichen. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag festgestellt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Die Umrechnung der in ausländischer Währung bilanzierenden Konzernunternehmen wurde entsprechend § 308a HGB vorgenommen. Die Bilanz (ohne Gezeichnetes Kapital und Rücklagen, deren Umrechnung zu historischen Kursen erfolgt) wurde zum Stichtagskurs des Euro-Referenzkurses der EZB umgerechnet, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das Ergebnis zum entsprechenden Jahresdurchschnittskurs. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Anlagevermögen Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage 1 zum Konzernanhang beigefügten Anlagespiegel. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Die Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten betragen TEuro 48.935 (Vj. TEuro 49.648). Technische Anlagen und Maschinen Die Technischen Anlagen und Maschinen belaufen sich auf TEuro 1.412 (Vj. TEuro 1.300). Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Im Berichtsjahr steigt der Wert ggü. dem Vorjahr auf TEuro 37.428 (Vj. TEuro 35.368) bedingt durch die Anschaffung neuer LKW's, insbesondere in den italienischen Fuhrparkgesellschaften der Tra.De und STA. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau reduzieren sich auf TEuro 2.279 (Vj. TEuro 2.837). Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen entsprechen dem Wert der nicht konsolidierten Tochterunternehmen ARS Altmann RO S.R.L., Leordeni/Rumänien, AFT H. Altmann Fahrzeugtransporte Austria GmbH, Innsbruck/Österreich, der MANTA LOGISTICS S.R.L. Piombino/Italien, sowie der beiden entkonsolidierten Gesellschaften ARS Altmann UK Ltd., Wo- kingham/England, und AFT Altmann Polska Sp. z o.o., Lajski/Polen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen repräsentieren Gesellschafterdarlehen an die ARS Altmann RO S.R.L., Leordeni/Rumänien, zur Finanzierung ihrer Geschäftsaktivitäten. Diese Gesellschaften werden im Geschäftsjahr aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert. Sonstige Ausleihungen Der Posten betrifft im Wesentlichen Darlehen an Minderheiten-Gesellschafter in Italien in Höhe von TEuro 169 (Vj. TEuro 75). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEuro 4.550 (Vj. TEuro 4.342) betreffen im Wesentlichen Kraftstoffe und Ersatzteile für die Waggontechnik. Fertige Erzeugnisse und Waren Die fertigen Erzeugnisse und Waren beinhalten fast ausschließlich LKW's im Handelsbestand im Wert von TEuro 932 (Vj. TEuro 3.656). Die Reduktion gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem Abverkauf gebrauchter Autotransporter sowie Wertberichtigungen aufgrund des niedrigeren beizuliegenden Wertes. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEuro 114.962 (Vj. TEuro 76.506). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEuro 107.016 (Vj. TEuro 67.866) bestehen im Wesentlichen gegen Automobilhersteller. Hiervon haben TEuro 2.376 (Vj. TEuro 3.943) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Erhöhung ggü. dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Konzernumsatz sowie Preissteigerungen im Wesentlichen bei der ARS Altmann AG ggü. Kunden. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die zum Jahresende entkonsolidierte AFT Altmann Poslka Sp. z.o.o. in Höhe von TEuro 61 sowie die nicht konsolidierte Gesellschaft der ARS Romania in Höhe von TEuro 3 (Vj. TEuro 241). Es handelt sich hierbei um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten in Höhe von TEuro 7.882 (Vj. TEuro 7.443) beinhaltet u.a. Erstattungen für Minderauslastung, Frachtenvorschüsse für Partnerunternehmen, Kautionen, ausländische Steuern sowie Umsatzsteuervorauszahlungen. Aktive latente Steuern Der Posten betrifft mit TEuro 1.972 (Vj. TEuro 1.490) im Wesentlichen die in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen gebildeten aktiven latenten Steuern für Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen sowie aktive latente Steuern auf Verlustvorträge. Der kombinierte Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt grundsätzlich unverändert zum Vorjahr 28,31 %. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der ARS Altmann AG in Höhe von TEuro 12.782 (Vj. TEuro 12.782) ist voll einbezahlt und in 500.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Der rechnerische Wert je Stückaktie beträgt 50 DM. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen setzen sich zusammen aus der gesetzlichen Rücklage in Höhe von TEuro 1.431 und den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEuro 838. Eigenkapital aus Währungsumrechnung Der Posten in Höhe von TEuro -1.515 (Vj. TEuro -2.589) bezieht sich im Wesentlichen auf die Gewährung von Euro-Darlehen an die OOO ATC Auto Terminal Chernyakhovsk, die jedoch nicht liquiditätswirksam werden. Kapital atypisch stille Gesellschafter Die von zwei Aktionären geleistete atypische stille Einlage ist unverändert zum Vorjahr mit TEuro 10.000 passiviert und erstmals zum 31. Dezember 2026 kündbar. Aufgrund der Nachrangabrede hat der Bilanzposten eigenkapitalähnlichen Charakter.
Die "Steuerrückstellungen" beinhalten voraussichtliche Verpflichtungen für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer. Die passiven latenten Steuern werden in einer gesonderten Bilanzposition "Passive latente Steuern" ausgewiesen. Unter der Position "Sonstige Rückstellungen" wurden u.a. Rückstellungen für Prüfungs- und Steuererklärungskosten, Urlaubsansprüche, Schadenersatzverpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Schwerbehindertenausgleichsabgabe, Berufsgenossenschaftsbeiträge und diverse weitere Rückstellungen u.a. aus dem Personalbereich gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf TEuro 83.717 (Vj. TEuro 86.884) gesunken. Die Reduktion ggü. dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Regeltilgungen der Investitionsdarlehen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit TEuro 34.805 (Vj. TEuro 27.292) vor allem wegen des gestiegenen Geschäftsvolumens gegenüber dem Vorjahr erhöht. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEuro 1.190 (Vj. TEuro 47) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der ARS Romania enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens sind in Höhe von TEuro 16.550 (Vj. TEuro 16.550) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Aufschluss über die Laufzeit sowie die Besicherung der Verbindlichkeiten gibt der als Anlage 2 zum Konzernanhang beigefügte Verbindlichkeitenspiegel. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr TEuro 3.396 (Vj. TEuro 220). Der kombinierte Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt grundsätzlich unverändert zum Vorjahr 28,31 %. Die passiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei Waggons sowie Bewertungsunterschieden welche aus Investitionen in das Anlagevermögen der STA Servizi Trasporti Autoveicoli S.r.l. und der Tra.De Trasporti e Depositi S.r.l. entstehen. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente Die Verzinsung von einem Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 und einem Nominalwert von TEuro 7.000 ist über einen Zinsswap gesichert. Das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 mit TEuro 5.000. Der Marktwert des Zinsswaps per 31. Dezember 2022 beträgt TEuro 213. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Konzerns betrugen im Berichtsjahr TEuro 348.881 (Vj. TEuro 303.545) und setzen sich wie folgt zusammen:
Von den Umsatzerlösen wurden 78,2 % (Vj. 77,5 %) im Inland und 21,8 % (Vj. 22,5 %) in der Europäischen Union und UK erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEuro 17.910 (Vj. TEuro 13.268) enthalten periodenfremde Erträge von TEuro 1.315 (Vj. TEuro 5.198), die vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren, Erträge aus Versicherungsleistungen in Höhe von TEuro 2.034 (Vj. TEuro 2.650) sowie Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von TEuro 4.953 (Vj. TEuro 86). Zudem ergibt sich ein Ertrag von TEuro 1.801 aus der Entkonsolidierung der ARS Altmann UK Ltd., der D.F. Services (Kent) Ltd. sowie der AFT Altmann Polska Sp. z o.o. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren verringern sich insbesondere aufgrund der Einstellung des operativen Fuhrparkbetriebs der AFT Polska und ARS UK auf TEuro 26.889 (Vj. TEuro 31.869). Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhen sich insbesondere wegen dem gesteigerten Schienenumsatz und den daraus resultieren Aufwendungen für Traktionen im Bereich Schiene auf TEuro 204.628 (Vj. TEuro 167.513). Personalaufwand Der Personalaufwand steigt aufgrund des Auslaufens der Kurzarbeit sowie gestiegener Lohnkosten ggü. dem Vorjahr auf TEuro 49.820 (Vj. TEuro 48.955). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Abschreibungen auf Sachanlagen verringerten sich auf TEuro 14.080 (Vj. TEuro 16.949) insbesondere wegen des niedrigeren Anlagevermögens an LKW's im Inland, der Reduktion des Fuhrparks sowie dem Verkauf der LKW's aus den Gesellschaften der ARS Altmann UK und AFT Polska. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEuro 43.411 (Vj. TEuro 47.000) beinhalten u.a. Aufwendungen für Miete und Leasing sowie Reparaturen und Instandhaltung sowie Bewachungs- und Versicherungskosten. Der Rückgang bezieht sich im Wesentlichen auf die geringen Instandhaltungs-, Schadensaufwendungen durch die Einstellung des operativen Fuhrparkbetriebs bei der ARS Altmann UK und AFT Polska. Gewinnanteil typisch stiller Gesellschafter Die Gewinnanteile typisch stiller Gesellschafter von TEuro 19 (Vj. TEuro 19) betreffen ergebnisabhängige Vergütungen für stille Einlagen aus dem Kreis des Vorstands sowie Aufsichtsrats. Aufgrund Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne Die aufgrund von Teilgewinnabführungsverträgen abgeführten Gewinne von TEuro 1.000 (Vj. TEuro 1.000) betreffen Vergütungen für die Einlagen der atypisch stillen Gesellschafter. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Aus der Veräußerung eines Grundstücks ergaben sich bei der ARS Altmann AG Erträge in Höhe von TEuro 2.953, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. VI. SONSTIGE ANGABEN Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Konzern durchschnittlich Arbeitnehmer wie folgt beschäftigt:
Organe der Konzernobergesellschaft Vorstand: Dr. Maximilian Altmann, München; insbesondere Vorstand Ressorts Unternehmensentwicklung/Strategie/Unternehmensleitung/Personal/IT/Qualität, Vorsitzender des Vorstands. Wolfgang Ketterle, Rohrbach; insbesondere Vorstand Ressorts Logistik Straße/Stützpunkte/Schienenverkehre. Alberto Picco, Savigliano - Italien; insbesondere Vorstand Ressort Vertrieb. Aufsichtsrat:
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEuro 19 (Vj. TEuro 21). Die im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstands betragen TEuro 1.172 (Vj. TEuro 1.390). Honorar des Konzernabschlussprüfers Folgende Honorare wurden für unseren Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2022 erfasst:
Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen Aus Patronatserklärungen bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse in Höhe von TEuro 15. Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Aus Bestellungen von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse an nahestehende Unternehmen in Höhe von TEuro 5.300 (Vj. TEuro 169). Im Wesentlichen bezieht sich der Anstieg ggü. dem Vorjahr auf den Abschluss von LKW-Finanzierungen bei der KLARS GmbH. Unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Vergangenheit, der Mithaftung weiterer Gesamtschuldner und der wirtschaftlichen Lage der Hauptschuldner am Abschlussstichtag 31. Dezember 2022 bestehen keine Anhaltspunkte für eine drohende Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB
Die ARS Altmann Gruppe hat sich für den Abschluss von außerbilanziellen Geschäften aus wirtschaftlichen, steuerlichen und bilanzpolitischen Gründen entschieden. Aus den Leasing- und Mietverträgen bestehen Risiken in Form der vertraglich vereinbarten periodischen Zahlungen bzw. aus der Verpflichtung zur Abnahme des geleasten Vermögensgegenstandes im Falle der Andienung. Die Leasing- und Mietverträge wurden geschlossen, um sich vorteilhaftere Finanzierungskonditionen im Vergleich zu anderen Fremdfinanzierungsformen zu sichern. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand der ARS Altmann AG schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn der ARS Altmann AG in Höhe von TEuro 30.996 (Vj. TEuro 15.565) keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten und den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1, 3 AktG Die ASTRA Vermögensverwaltungs-GmbH, Hilgertshausen-Tandern, hat im Juli 2017 gemäß § 20 Abs. 1, 3 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als 25 % Anteile der ARS Altmann AG besitzt. Die CARWAGGON AG, Chur, Schweiz, hat im Juli 2017 gemäß § 20 Abs. 1, 3 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als 25 % Anteile der ARS Altmann AG besitzt.
Wolnzach, den 21. Juni 2023 Dr. Maximilian Altmann Wolfgang Ketterle Alberto Picco KONZERNANLAGESPIEGEL 2022
KONZERNVERBINDLICHKEITENSPIEGEL zum 31.12.2022
Kapitalflussrechnung ARS Altmann AG Konzern 31.12.2022
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ARS Altmann AG, Wolnzach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ARS Altmann AG, Wolnzach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ARS Altmann AG, Wolnzach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 21. Juni 2023 Deloitte
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Dirk Bäßler, Wirtschaftsprüfer Wolfgang Braun, Wirtschaftsprüfer |
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