Arbeitsgemeinschaft Golden Toast GmbH
Selbe AdresseVerwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Francesco Kessler seit 19.10.2023 | Geschäftsführer |
Leandro Rodriguez seit 19.10.2023 | Geschäftsführer |
Hervè Sahores seit 16.1.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Louis Dreyfus Company Suisse S.A. | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Louis Dreyfus Company Wittenberg GmbHLutherstadt WittenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.20233 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Louis Dreyfus Company Wittenberg GmbH, Lutherstadt Wittenberg, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Louis Dreyfus Company Wittenberg GmbH, Lutherstadt Wittenberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Louis Dreyfus Company Wittenberg GmbH, Lutherstadt Wittenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Louis Dreyfus Company Wittenberg GmbH, Lutherstadt Wittenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 24. Juli 2024 Deloitte
GmbH
gez. Thomas Sauer, Wirtschaftsprüfer gez. Victoria Elwerr, Wirtschaftsprüfer" 4 Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung Prüfungsgegenstand Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren
der Gesellschaft. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhalt 1 Grundlagen des Unternehmens 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Lage 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht der künftigen Entwicklung 3.1 Prognosebericht 3.2 Risikomanagement 3.3 Risiken 3.4 Chancenbericht 1 Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Louis Dreyfus Company Wittenberg GmbH (im Folgenden "LDCW" oder "Gesellschaft" genannt) verfügt über eine Rapssaatpresse mit Ölextraktion sowie über eine Neutralisations- und Umesterungsanlage zur Biodieselherstellung. An Produkten fallen Rapsöl, Rapsschrot, Lecithin, Biodiesel und Rohglyzerin an. Das Rohglyzerin wird in einer Glyzerindestillationsanlage zu Pharmaglyzerin veredelt. Die Gesellschaft trat im Berichtszeitraum ausschließlich als Lohnverarbeiterin von Rapssaat, Rapsöl und Glyzerin für die Louis Dreyfus Company Suisse S.A., Genf, Schweiz ("LDCS", "Mutterunternehmen") auf. Der Lohnverarbeitungsvertrag wurde am 14. Juni 2010 für sieben Jahre geschlossen. Am 12. November 2014 wurde der Lohnverarbeitungsvertrag überarbeitet und für weitere sieben Jahre verlängert. Da keine der Parteien den Lohnverarbeitungsvertrag gekündigt hat, hat sich dieser zum 1. Januar 2021 automatisch auf unbestimmte Zeit verlängert. LDCS ist ein weltweit tätiges Handels- und Produktionsunternehmen von Agrarerzeugnissen. In vielen Bereichen ist sie unter den führenden Akteuren zu finden. Der Rohstoff Rapssaat sowie alle fertigen und unfertigen Erzeugnisse, die aus der Verarbeitung von Rapssaat durch LDCW resultieren, befinden sich im Eigentum der LDCS und werden von ihr eingekauft bzw. vermarktet. Im Rahmen der Lohnverarbeitungsvereinbarung werden der LDCS bestimmte Produktions- und sonstige Kosten der LDCW zuzüglich eines Gewinnaufschlags monatlich weiterbelastet. LDCW ist - auch als Lohnverarbeiterin - einem nationalen und internationalen Wettbewerbsumfeld ausgesetzt, in dem komparative Kostenvor- und - Nachteile seitens der Muttergesellschaft genauestens beobachtet werden. Der LDCS-Konzern verfügt über vergleichbare Industrieaktivitäten an mehreren Standorten weltweit und führt ein ausführliches Benchmarking hinsichtlich Kosten und Effizienz durch. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Der kumulierte Verbrauch von Biodiesel 2023 übertrifft das Vorjahresergebnis mit 2,3 Mio. t um rund 2,5 %. Angesichts dessen fällt auch der Anteil zur Beimischung mit 7,7 % rund 0,4 Prozentpunkte größer aus als im Zeitraum Januar bis November 2022. Insgesamt wurden nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Jahr 2023 in Deutschland mit 2,6 Mio. t rund 3,1 % mehr Biodiesel (inkl. HVO) zur Beimischung im Dieselkraftsoff verwendet als im Vorjahr. Bei einem gleichzeitig um 4.2 % gegenüber Vorjahr rückläufigen Dieselverbrauch von 30,8 Mio. t, steigt der Beimischungsanteil für die Erfüllung der THG-Quotenverpflichtung in Höhe von 8 % (2024: 9,25 %) im Jahresdurchschnitt um 0,5 Prozentpunkte auf 7,8 %. (Quelle: UFOP - Marktinformation Ölsaaten und Biokraftstoffe März & April 2024) Abnehmer von Biodiesel sind Handelsfirmen und Mineralölkonzerne, die zur Erfüllung der Biokraftstoffquotenverpflichtungen zu ihrem fossilen Diesel Biodiesel beimischen. Ein weiterer Markt für die von LDCW für die LDCS hergestellten Produkte ist der Markt für Rapsschrot, das bei der Verarbeitung von Rapssaat zu Rapsöl anfällt. Rapsschrot wird vorwiegend in der Futtermittelindustrie verwendet. Ferner wird aus dem bei der Biodieselherstellung anfallenden Glyzerin Pharmaglyzerin hergestellt, das von LDCS überwiegend an Händler abgesetzt wird. Ein weiteres Produkt ist Lecithin, das aus einem Nebenstoff der Rapssaatverarbeitung seit Juni 2015 hergestellt wird. Es findet Anwendung als Futtermittel, aber auch in der Lebensmittelherstellung. 2.2 Geschäftsverlauf Wichtige Verträge, Vereinbarungen sowie Entwicklungen im Geschäftsjahr Zum 31. Dezember 2023 befanden sich 74,8 % der Anteile an der Gesellschaft im Besitz der Global Alternative Energy Germany GmbH, Lutherstadt Wittenberg, (Konzernunternehmen der Louis Dreyfus Company Suisse S.A., Genf, Schweiz) sowie 25,2 % im Besitz der Louis Dreyfus Company Suisse S.A. Als Lohnverarbeiterin tritt LDCW nicht als Einkäuferin von Rohstoffen bzw. als Verkäuferin der Fertigprodukte auf. Dies wird durch die Handelsorganisation der LDCS in Genf bewerkstelligt. Daher wird hier nicht weiter auf Marktgegebenheiten auf der Rohstoff- oder Absatzseite eingegangen. Produktion Die Verarbeitung von Rapssaat und die Produktion von Rapsschrot, Biodiesel, Pharmaglyzerin und Lecithin erfolgte im Berichtszeitraum in allen produktionssträngen auf einem höheren Niveau als im Vorjahr. Ausschlaggebend hierfür war die im Vergleich zum Vorjahr kürzere Jahresrevision welche zwischen dem 15. Juni und dem 14. Juli stattfand. Die verarbeitete Menge an Rapssaat im Berichtszeitraum betrug 515.342 t (2022: 404.132 t). Die Produktionsmenge an Biodiesel betrug 218.483 t (Vj.: 165.284 t). An Pharmaglyzerin wurden 16.933 t (Vj .: 13.838 t) und Lecithin 1.589 t (Vj.: 1.047 t) hergestellt. Absatz Sämtliche fertige und unfertige Erzeugnisse sind Eigentum der LDCS. Die Handelsorganisation der LDCS in Genf verkauft die Fertigprodukte an Abnehmer in Deutschland und Europa. Die operative Auftragsabwicklung der Verladungen an Kunden wird gemäß Lohnverarbeitungsvertrag durch LDCW für LDCS vorgenommen, in Abstimmung mit den entsprechenden Abteilungen in Genf. Beschaffung Wie dargestellt, befindet sich ebenfalls der Rohstoff Rapssaat im Eigentum der LDCS. Die LDCW beschafft in ihrer Funktion als Lohnverarbeiterin keine Rohstoffe auf eigene Rechnung. Ähnlich wie bei den Fertigprodukten wird die logistische und kaufmännische Abwicklung der Anlieferungen von Rapssaat durch LDCW vorgenommen. Hilfs- und Betriebsstoffe werden durch LDCW bezogen. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Chemikalien für die Herstellungsprozesse, wie Methanol, Natrium-Methylat, Natronlauge und Hexan. Energie in Form von Strom und Dampf wird ebenfalls durch LDCW eingekauft. Der Lohnverarbeitungsvertrag vom 12. November 2014 sieht vor, dass die Chemikalien Methanol und Natrium-Methylat, die rund 75 % der variablen Kosten der Biodieselherstellung ausmachen, zwar von LDCW bezogen werden, hierauf aber kein Gewinnaufschlag vorgenommen wird. Dies wird u.a. dadurch begründet, dass die Gesellschaft bei diesen Chemikalien keinerlei Preisrisiko eingeht, da die Einkaufskontrakte für Methanol und Natrium-Methylat durch die Einkaufsabteilung der LDCS verhandelt und abgeschlossen werden. Personal Am 31. Dezember 2023 betrug die Beschäftigtenzahl 111 , davon 11 Auszubildende (Vj.: 107, davon 12 Auszubildende). 2.3 Lage Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 58.239 (Vj.: TEUR 64.507, diese wurden fast ausschließlich aus der Lohnverarbeitung generiert. Der Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr ist durch eine geringere Kostenbasis im Vergleich zum Vorjahr zu erklären. Für Energie sowie Hilfs- und Betriebsstoffe wurden TEUR 32.489 (Vj.: TEUR 36.412) aufgewandt. Dieser im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Aufwand ist auf die Reduzierung von Energiekosten sowie der Preisreduzierung von Chemikalien welche durch die Gesellschaft bezogen werden zurückzuführen. Der Personalaufwand betrug TEUR 7.478 (Vj.: TEUR 6.454). Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr mehr Mitarbeiter beschäftigt als im Vorjahr. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen TEUR 2.530 (Vj.: TEUR 7.140). Der Rückgang ist auf die Abschreibung der ursprünglichen Anlage, welche im August 2007 erstmals aktiviert wurde, zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen in 2023 TEUR 11.692 (Vj.: TEUR 9.617). Die Erhöhung ist durch höhere Kosten infolge von Preissteigerungen auf dem Wirtschaftsmarkt in 2023 zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2023 konnte insgesamt ein Jahresüberschuss von TEUR 4.186 (Vj.: TEUR 2.292) ausgewiesen werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich zum Bilanzstichtag um TEUR 7.612 auf TEUR 45.130 (Vj.: TEUR 37.518). Der wesentliche Posten auf der Aktivseite der Bilanz ist das Sachanlagevermögen:
Die Erhöhung des Sachanlagevermögens ist auf Investitionen in die Zukunft der Anlagenteile zurückzuführen. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betrugen TEUR 2.530 (Vj.: TEUR 7.140). Der Rückgang ist auf die Abschreibung der ursprünglichen Anlage, welche im August 2007 erstmals aktiviert wurde zurückzuführen. Investitionen in Sachanlagen wurden in Höhe von TEUR 12.025 (Vj.: TEUR 4.317) vorgenommen. Dies betraf sowohl Ersatzinvestitionen als auch Investitionen zur Produktivitätssteigerung. Der Anteil der Sachanlagen an der Bilanzsumme betrug zum Abschlussstichtag 75 % (Vj.: 65 %). Die Sachanlagenproduktivität, die das Verhältnis der Umsatzerlöse zu den Sachanlagen darstellt, betrug im Berichtsjahr 173 % (Vj.: 266 %). Die Verringerung ist auf die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.268 gesunkenen Umsatzerlöse zurückzuführen. Wie bereits kurz dargestellt, befinden sich die Bestände des Rohstoffs Rapssaat und der Fertigprodukte nicht im Eigentum der Gesellschaft. Dieser Anteil des Umlaufvermögens entfällt somit. Die Bestände an Chemikalien und anderen Hilfs- und Betriebsstoffen betrugen TEUR 556 (Vj.: TEUR 802). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände veränderten sich zwischen den Bilanzstichtagen wie folgt:
Die Reduzierung ist vornehmlich bedingt durch den Rückgang von Forderungen gegen Gesellschafter zum Bilanzstichtag. Im Geschäftsjahr erhöhen sich die Verbindlichkeiten um TEUR 150 auf TEUR 4.467. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die wesentlichen Investitionen in 2023 waren der zweite Teilabschnitt der neuen Brandmeldeanlage, welcher gemäß Versicherungsanforderungen realisiert wurde, sowie die Investitionen während der Jahresrevision um die Produktivität zu steigern und zu sichern. Die Eigenkapitalquote betrug 70,2 % (Vj.: 73,3 %). Finanzlage und Liquidität Die Liquidität war infolge der regelmäßigen monatlichen Einnahmen durch die Lohnverarbeitung über das ganze Geschäftsjahr gesichert. Seit dem 1. Mai 2016 nimmt LDCW am LDCS Cash Pool teil. Am 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über TEUR 26 an liquiden Mitteln (Vj.: TEUR 57). 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Bei der LDCW werden die Umsatzerlöse und das EBITDA und EBIT als wichtige finanzielle Leistungsindikatoren angesehen. In der Vorperiode berichtete Prognosen sind mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung zu vergleichen.
Ursprünglich waren für das Geschäftsjahr 2023 höhere Umsatzerlöse (TEUR 85.472) und ein höheres EBITDA (TEUR 25.874) geplant worden. Dies lag an der im Planungszeitraum hohen Unsicherheit über die Entwicklung der Strom-, Dampf und sonstigen Kosten. Wären diese tatsächlich in dieser Höhe angefallen, wären aufgrund des Lohnveredlungsmodells deutlich höhere Umsatzerlöse und damit auch ein höheres EBITDA zustande gekommen. Die tatsächlichen Energiekosten lagen dann im Geschäftsjahr 2023 deutlich niedriger und somit auch die o.g. Kennzahlen 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht der künftigen Entwicklung 3.1 Prognosebericht Branchenspezifische Entwicklung Am grundsätzlichen politischen Vorhaben, durch die Erzeugung regenerativer Energien eine Verringerung der Abhängigkeit fossiler Ressourcen anzustreben und somit auch einen Beitrag zur Verringerung von Treibhausgasen zu bewirken, hat sich nichts verändert. Verbände der Branche treiben diesen Prozess weiterhin aktiv voran, um eine positive Entwicklung der Biodieselbranche zu erzielen. Aufgrund von Vorgaben sind seit dem 1. Januar 2015 bestimmte Treibhausgaseinsparungen durch Beimischungen zu erreichen. Für die kommenden Jahren sind weitere Erhöhungen zu erreichender Dekarbonisierungsquoten festgelegt worden (sukzessive ansteigend ab 2024: 9 %; ab 2025: 10,5 %; ab 2026: 12 %; bis 2030 25 %), sodass von einer Zunahme des Einsatzes regenerativer Energieträger ausgegangen werden kann. Es ist weiterhin schwierig langfristige Prognosen zu erstellen, in welchem Mix regenerative Energien zum Einsatz kommen. Entwicklung der Gesellschaft Die LDCW wird sich in 2024 und in den Folgejahren weiter als zuverlässige Lohnverarbeiterin der LDCS beweisen. Es wird eine hohe Produktionsauslastung angestrebt, um so nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften. Insgesamt erwartet die Gesellschaft auf Grundlage der mit der LDCS geschlossenen Verträge, jährlich Gewinne sowie einen positiven Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit zu erzielen, unabhängig von möglicherweise schwankenden Umsätzen in den kommenden Jahren. Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht somit von der Prämisse der Unternehmensfortführung aus. Der bis 31. Dezember 2023 gültige Lohnverarbeitungsvertrag wurde von keiner der Parteien gekündigt, weshalb sich dieser automatisch auf unbestimmte Zeit verlängert hat. Wir erwarten - unter der Voraussetzung, dass die nachfolgend genannten Risiken nicht eintreten - für 2024 eine positive Geschäfts- und Ergebnisentwicklung. Dementsprechend ist die Erreichung der nachfolgenden finanziellen Leistungsindikatoren für 2024 wie folgt geplant.
3.2 Risikomanagement Die Gesellschaft unterliegt im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs neben den operativen Produktions- und technologischen Risiken indirekten Risiken, denen die Muttergesellschaft LDCS ausgesetzt ist:
Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese verschiedenen Arten von Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Als Lohnverarbeiterin ist die Gesellschaft den Risiken aus Schwankungen der Rohstoff- und Fertigproduktpreise nicht unmittelbar ausgesetzt. Das diesbezügliche Risikomanagement weitgehender Preissicherungsmaßnahmen wird durch die LDCS ausgeführt. LDCW ist hinsichtlich der Planung und des Reportings von Geschäftszahlen in den entsprechenden Controlling- und KPI-Systemen der LDCS eingebunden. Dazu gehören u.a.:
3.3 Risiken Kreditrisiken Das Risiko der Gesellschaft könnte in einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse der LDCS begründet sein. Sollten derartige Verschlechterungen eintreten, resultieren daraus die Gefahren des teilweisen oder sogar vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen oder Dienstleistungen und/oder bonitätsbedingte Wertminderungen bei Finanzinstrumenten. Dabei bestehen Ausfallrisiken im Hinblick auf alle in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 aktivierten Forderungen. Das maximale Ausfallrisiko wird bestimmt durch den Buchwert dieser Forderungen. Soweit Einzelrisiken ersichtlich sind, wird diesen Risiken durch bilanziell erfasste Wertminderungen Rechnung getragen. Aktuell wird von der Werthaltigkeit aller Forderungen ausgegangen. Daher wurden keine Wertminderungen erfasst. Marktrisiken (Risiken der Rohstoffbeschaffung und auf der Absatzseite) Als Lohnverarbeiterin ist die Gesellschaft den Risiken aus Schwankungen der Rohstoff- und Fertigproduktpreise nicht mehr unmittelbar ausgesetzt. Das diesbezügliche Risikomanagement wird durch die LDCS ausgeführt. LDCW ist hinsichtlich der Planung und des Reportings von Geschäftszahlen in den entsprechenden Systemen der LDCS eingebunden. Liquiditätsrisiken Die Lohnverarbeitungsvereinbarung zwischen LDCW und LDCS sieht vor, dass die Lohnverarbeitungsgebühren so gestaltet sind, dass variable und fixe Kosten der Gesellschaft zuzüglich eines Gewinnaufschlags gedeckt werden. Die Lohnverarbeitungsgebühren werden monatlich im Voraus geleistet. Vorausgesetzt, dass diese Praxis beibehalten wird, ist das Finanz- und Liquiditätsrisiko als sehr gering einzustufen. Ein Risiko besteht für die Gesellschaft insbesondere für den Fall, dass die LDCS ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder verspätet nachkommen könnte. Produktions- und technologische Risiken Für die erfolgreiche Entwicklung der LDCW ist es wichtig, dass die Verarbeitung von Rapssaat zu Rapsöl und die Produktion von Biokraftstoffen weiterhin auf Basis des aktuellen technologischen Know-hows erfolgt. Die Produktionsanlagen der Gesellschaft werden durch regelmäßige Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen auf neue technologische Standards angepasst und unterliegen einer regelmäßigen Wartung und Zertifizierung. Weiterhin sind die Anlagen gegen Umweltrisiken und Betriebsunterbrechungen versichert. Der Lieferant der Anlage ist ein renommierter und großer Anlagenbauer in Deutschland. Risiken in diesem Zusammenhang ergeben sich, sofern sich plötzlich völlig andere und effizientere Produktions- und Verfahrenstechniken ergeben würden. Derzeit wird dieses Risiko als sehr gering eingeschätzt. Sonstige Risiken Risiken aus der aktuellen politischen Lage und der damit zusammenhängenden Energiekrise können sich aus Unterbrechungen der Lieferkette für Chemikalien bzw. den Rohstoffen, möglichen Schließungsanordnungen durch Behörden ergeben. Bisher sind keinerlei wesentlichen Beeinträchtigungen eingetreten. Daher rechnet die Geschäftsführung weiterhin damit, dass keine wesentlichen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft erfolgen werden. Das Unternehmen fällt unter die Lebensmittel/Futtermittelversorgung und Störfallverordnung. Basierend auf den uns aktuell vorliegenden Informationen, kann kein Risiko aufgeführt werden, das den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte. 3.4 Chancenbericht Aufgrund des Konzepts der Lohnverarbeitung für die Muttergesellschaft LDCS kann die LDCW im gewissen Rahmen losgelöst von externer Konkurrenz agieren und ist nicht mehr unmittelbar den Marktrisiken ausgesetzt. Dadurch ergibt sich die Chance, künftig jährlich und nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften.
Lutherstadt Wittenberg, den 24. Juli 2024 Leandro Rodriguez, Geschäftsführer Geschäftsführer Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsübersicht I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Erläuterungen zur Bilanz IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung V. Sonstige Angaben Anlagenspiegel I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Louis Dreyfus Company Wittenberg GmbH, Lutherstadt Wittenberg, Amtsgericht Stendal, Handelsregisternummer HRB 4868 (im Folgenden: "LDCW" oder "Gesellschaft") wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) und der einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung des Anhangs die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gliederung des Jahresabschlusses wurde unter Beachtung der allgemeinen Gliederungsgrundsätze des § 265 HGB und der Gliederungsvorschriften für die Bilanz gemäß § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB vorgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen verringert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten der Anlagen gingen die bis zur Fertigstellung der Anlage angefallenen Zinsen der Fremdkapitalbeschaffung ein. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern in Anlehnung an die steuerrechtlichen Regelungen vorgenommen. Die Gesellschaft nutzt das Wahlrecht für abnutzbare bewegliche Anlagegüter, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mehr als EUR 250,00, aber nicht mehr als EUR 800,00 betragen, eine Sofortabschreibung durchzuführen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 werden grundsätzlich im Jahr des Zugangs sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe abgezogen, ihr Abgang wird im Jahr des Zugangs unterstellt. Die Bestände an Vorräten werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in der Höhe ausgewiesen, insoweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Gesellschaft von aktuell 28,95 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive latente Steuern wurden in Höhe der voraussichtlichen zukünftigen Steuerentlastung, passive latente Steuern in Höhe der voraussichtlichen zukünftigen Steuerbelastung gebildet. Die in Vorjahren erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen werden unter dem Sonderposten für Investitionszulagen und Investitionszuschüsse ausgewiesen. Die ertragswirksame Auflösung erfolgte nach Inbetriebnahme des begünstigten Sachanlagevermögens über dessen Nutzungsdauer. Der Auflösungsbetrag im Geschäftsjahr ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit Barwerten angesetzt, welche durch fristadäquate Zinssätze, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind, ermittelt wurden. Für die Ermittlung der Barwerte betragen die Zinssätze für 2023 je nach Restlaufzeit 0,99 % bis 1,53 %. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Er umfasst sämtliche immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in ihren Untergliederungen. Die vertikale Gliederung entspricht § 266 Abs. 2 HGB. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert. Vorräte Unter den Vorräten werden Hilfs- und Betriebsstoffe, im Wesentlichen Chemikalien, in Höhe von TEUR 556 (Vj.: TEUR 802) ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestanden zum Stichtag in Höhe von TEUR 7.959 (Vj.: TEUR 9.160). Dies sind TEUR 171 (Vj.: TEUR 382) aus Weiterbelastungen gegen die Global Alternative Energy Germany GmbH, Lutherstadt Wittenberg, sowie TEUR 4.654 (Vj.: TEUR 4.619) gegen die Louis Dreyfus Company Suisse S.A., Genf, Schweiz, aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Anzahlungen TEUR 3.134 (Vj.: TEUR 255). Sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 1.974; Vj.: TEUR 2.808) bestehen zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen (TEUR 1.430; Vj.: TEUR 1.542), aus Erstattungsansprüchen aus Stromsteuer (TEUR 189; Vj.: TEUR 81), einer Sicherheitsleistung (verpfändetes Kontoguthaben) gegenüber dem Hauptzollamt für Energiesteuer (TEUR 356; Vj.: TEUR 356) sowie Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 26; Vj.: TEUR 57). Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 484; Vj.: TEUR 390) besteht aus Abgrenzungen nach § 250 HGB. Eigenkapital
Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen dienen der Berücksichtigung bekannter Risiken. Sie setzen sich aus Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 977; Vj.: TEUR 1.071), Rückstellungen für die Jahresabschlussprüfung (TEUR 5; Vj.: TEUR 44), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (TEUR 205; Vj.: TEUR 181) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 5.487; Vj.: TEUR 2.522) zusammen. Verbindlichkeiten Art und Umfang der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern Vorjahreswerte):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die im Wesentlichen einen Kontokorrentkredit aus dem Cash Pool betrafen, wurden aufgelöst (TEUR 0; Vj.: TEUR 0). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Im Zinsergebnis (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ist ein Aufwand aus der Abzinsung der langfristigen Rückstellungen (Rückbauverpflichtung) von TEUR 5 (Vj.: TEUR 5) enthalten. V. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft hat einen Erbbaurechtsvertrag bis zum 31. Oktober 2030 abgeschlossen, für welchen ein Erbbauzins in Höhe von TEUR 105 (Vj.: TEUR 101) pro Jahr anfällt. Durch den Abschluss des Erbbauvertrages sichert sich die Gesellschaft die langfristige Standortnutzung. Im Rahmen der Standortnutzung wurden im Wesentlichen folgende Verträge abgeschlossen:
Durch diese Verträge sichert sich die Gesellschaft die langfristige Versorgung mit notwendigen Dienstleistungen zur Standortnutzung zu planmäßig kalkulierbaren Kosten. Haftungsverhältnisse Die LDCW hat eine Sicherheit in Form einer Zollbürgschaft geleistet. Diese soll die gestundeten Steueransprüche des Hauptzollamtes aus dem Energiesteuergesetz für den Fall sichern, dass die Beförderung verbrauchssteuerpflichtiger Waren unter Steueraussetzung in oder über andere Mitgliedsstaaten/die Ausfuhr verbrauchssteuerpflichtiger Waren unter Steueraussetzung über andere Mitgliedsstaaten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht vollzogen wird. Aufgrund der derzeit ordnungsgemäßen Ausfuhr bzw. des Wiederverkaufs geht die Gesellschaft davon aus, dass mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht zu rechnen ist. Die Bürgschaft ist durch ein verpfändetes Kontoguthaben in Höhe von TEUR 356 (Vj.: TEUR 356) gesichert, welches unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wird. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2023 die folgenden Personen an:
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer erhalten keine Vorschüsse oder Kredite von der Gesellschaft. Die Geschäftsführer A.Philippsen und L.Rodriguez erhielten im Geschäftsjahr 2023 eine Vergütung von der LDCW. In Bezug auf die Höhe dieser Vergütung wird von dem Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Alle anderen, im Geschäftsjahr 2023 für die LDCW tätigen Geschäftsführer, erhielten Vergütungen von Konzerngesellschaften der Louis Dreyfus Company-Gruppe. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 98 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt.
Zusätzlich beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 11 (Vj.: 11) Auszubildende in 2023. Konzernverhältnisse Zum 31. Dezember 2023 werden 74,8 % des Stammkapitals der Gesellschaft von der Global Alternative Energy Germany GmbH, Lutherstadt Wittenberg (Konzernunternehmen der Louis Dreyfus Company Suisse S.A., Genf, Schweiz) und 25,2 % von der Louis Dreyfus Company Suisse S. A. gehalten. Über die Zugehörigkeit und den Einbezug der Global Alternative Energy Germany GmbH, Lutherstadt Wittenberg, in den Konzernabschluss der Louis Dreyfus Holding B.V. (ehemals Kurosawa B.V.), wird die LDCW in den Konzernabschluss der Louis Dreyfus Holding B.V. einbezogen. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen der Louis Dreyfus Holding B.V. und ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Louis Dreyfus Holding B.V. erstellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen und die Louis Dreyfus Company Suisse S.A., Genf, Schweiz, einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss der Louis Dreyfus Holding B.V. wird im niederländischen Handelsregister (geführt bei der niederländischen Handelskammer) veröffentlicht. Die Louis Dreyfus Company Suisse S.A. veröffentlicht ihren Konzernabschluss beim Handelsregisteramt des Kantons Genf (Office du registre du commerce du Canton de Genève).
Lutherstadt Wittenberg, den 24. Juli 2024 Geschäftsführer Leandro Rodriguez, Geschäftsführer Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens Im Geschäftsjahr 2023
Der Jahresabschluss wurde am 19. August 2024 festgestellt. |
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