Burgess Yachting Financial Services GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Dankert seit 1.11.2024 | Geschäftsführer |
Harald Ick seit 1.11.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Hinz seit 26.6.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Corinna von Schönau-RiedwegTVG Textilverwertung GmbH+1 | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H.AhrensburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht1 GeschäftstätigkeitDie Tätigkeit der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. und ihrer Beteiligungen (SOEX Gruppe) umfasst das Sammeln, Sortieren, Recycling und Vermarkten von Alttextilien und gebrauchten Schuhen. Kerngeschäftsfeld ist die Sortierung von Alttextilien in den Sortierbetrieben in Wolfen als auch Hamriyah, V.A.E. Daneben werden Beteiligungen im In- und Ausland zur Sammlung, der Sortierung, dem Recycling und dem Vertrieb von Alttextilien gehalten. Die SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. steht im Mehrheitsbesitz der voSop AG, Schweiz (93,5 %). Die restlichen Anteile hält die CoRied AG, Schweiz (6,5 %). Da sich die Geschäftstätigkeit der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. (SOEX) und die der SOEX Gruppe nur unwesentlich unterscheiden, wird seit 2013 ein zusammengefasster Lagebericht erstellt. Falls nicht anders angezeigt, beziehen sich alle folgenden Aussagen sowohl auf die SOEX Gruppe als auch auf die SOEX. 2 Wirtschaftsbericht2.1. RahmenbedingungenDie SOEX Gruppe betreibt an den Standorten in Bitterfeld-Wolfen als auch Hamriyah, V.A.E. Sortier- und Aufbereitungsanlagen um die weltweite Nachfrage nach SOEX Altkleidern -textilien und Schuhen sowie Recyclingprodukten befriedigen zu können. Der wesentliche Beschaffungsmarkt von gebrauchten Textilien ist Deutschland, darüber hinaus erfolgen auch Alttextilsammlungen im europäischen Ausland. Über die I:Collect-Tochtergesellschaften hat die SOEX Gruppe auch Zugang zu einem globalen Beschaffungsmarkt, welcher über "in-store-Collections" in über 70 Ländern erfolgt. Die Absatzmärkte von SOEX Textilien befinden sich hauptsächlich in Afrika, Osteuropa, Südamerika und Asien. Die allgemeine wirtschaftliche Lage hat sowohl Einfluss auf die Sammel- als auch auf die Absatzmenge. Die Corona-Pandemie hat Verhaltensänderungen bei Konsumenten zur Folge. Zudem hat die wochenlange Einschränkung des stationären Handels Auswirkungen auf die Sammelmenge. Die Weltkonjunktur ist nach wie vor durch die Pandemie beeinträchtigt, es gelingt ihr aber, die Erholung mit etwas gedrosseltem Tempo fortzusetzen. Weltweit angeordnete Maßnahmen, wie Ausgangssperren und Versammlungsverbote führten weiterhin zu geringeren Erlösen bei Altkleidern und Recyclingprodukten. 2.2. LageUm den mittel- und langfristigen Erfolg zu messen, verwendet die SOEX Gruppe neben den Umsatzerlösen, das EBITDA und das Working Capital als zentrale Steuerungsgröße. Diese stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. 2.2.1. ErtragslageSOEX Gruppe Der Umsatz in 2021 ist im Vergleich zu 2020 um EUR 6,2 Mio. gesunken, was zum wesentlichen Teil durch die noch vorherrschende Corona Pandemie bedingt ist. Das EBITDA ist um EUR 1,9 Mio. von EUR 0,7 Mio. auf EUR 2,6 Mio. gestiegen. Die Gründe hierfür sind die Reduzierung i. W. der Materialaufwendungen durch Reduktion der bezogenen Leistungen, der Personalkosten durch rückläufige Mitarbeiterzahlen und Kurzarbeit sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen infolge von Kosteneinsparungen. Der Konzernjahresfehlbetrag hat sich zum Vorjahr um EUR 2,4 Mio. von EUR -4,5 auf EUR -2,1 Mio. verbessert. SOEX Der Umsatz in 2021 ist im Vergleich zu 2020 um EUR 1,6 Mio. gesunken, was auch in der SOEX TVG zum wesentlichen Teil durch die noch vorherrschende Corona Pandemie bedingt ist. Das EBITDA hat sich um EUR 1,1 Mio. auf EUR -2,0 Mio. verbessert. Die wesentlichen Gründe sind hierfür die geringeren Materialaufwendungen sowie die gestiegenen Erträge aus der Gewinnabführung. Die Personalaufwendungen haben sich durch die Verschmelzung der SOEX Collecting Germany GmbH auf die SOEX TVG durch Übernahme der Mitarbeiter erhöht. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 274 enthalten. Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,8 Mio. auf EUR -4,4 Mio. verbessert. Durch das negative Ergebnis fallen keine Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr an. 2.2.2. KapitalstrukturSOEX Gruppe Das Fremdkapital der SOEX Gruppe besteht am Stichtag im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 22,2 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind insgesamt durch den geringeren Geschäftsumfang und kürzere Zahlungsziele um EUR 0,2 Mio. gesunken. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um EUR 0,2 Mio. reduziert. Die gesamten Verbindlichkeiten belaufen sich auf EUR 28,6 Mio., wovon EUR 6,1 Mio. eine Laufzeit unter einem Jahr haben. Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zu 2020 um den Fehlbetrag i. H. v. EUR 2,1 Mio. reduziert. SOEX Das Fremdkapital der SOEX TVG besteht zum Stichtag im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 22,2 Mio. Des Weiteren sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 2,5 Mio. auf EUR 0,7 Mio. gesunken. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um EUR 0,1 Mio. reduziert. Die gesamten Verbindlichkeiten belaufen sich auf EUR 26,3 Mio., wovon EUR 4,0 Mio. eine Laufzeit von unter einem Jahr haben. Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zu 2020 um den Fehlbetrag i. H. v. EUR 4,4 Mio. reduziert. 2.2.2.1. FinanzlageIn der Konzern-Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Als Saldo ergibt sich im Berichtsjahr die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds. Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht den ausgewiesenen liquiden Mitteln auf der Aktivseite der Bilanz. Der in der Muttergesellschaft ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht dem Saldo aus den ausgewiesenen liquiden Mitteln auf der Aktivseite in der Bilanz. Obwohl keine staatlichen Corona-Hilfen in Anspruch genommen wurden, war die Liquidität im Geschäftsjahr 2021 jederzeit durch Eigenmittel und Gesellschafterdarlehen gesichert. SOEX Gruppe
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Wesentlichen aufgrund des reduzierten Forderungs- und Warenbestands in 2021 verbessert. Im Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2021 erfolgten Investitionen in Höhe von EUR 2,4 Mio. Diese entfielen i. H. v. EUR 0,8 Mio. auf das Sachanlagevermögen. Die Veränderung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Tilgung von Darlehen und Zinsen. Die liquiden Mittel der SOEX Gruppe zum 31. Dezember 2021 betragen EUR 9,8 Mio. (Vorjahr EUR 8,0 Mio.). SOEX Ab dem Geschäftsjahr 2021 wird für den Einzelabschluss keine gesonderte Kapitalflussrechnung aufgestellt. Der Finanzmittelfonds der SOEX zum 31. Dezember 2021 beträgt EUR 6,9 Mio. (Vorjahr EUR 5,5 Mio.). Obwohl keine staatlichen Corona-Hilfen in Anspruch genommen wurden, war die Liquidität im Geschäftsjahr 2021 jederzeit durch Eigenmittel und Gesellschafterdarlehen gesichert. 2.2.2.2. Die VermögenslageSOEX Gruppe Die Vermögenslage der SOEX Gruppe ist in 2021 mit einem Anteil von 44 % an der Bilanzsumme überwiegend durch langfristig gebundenes Anlagevermögen bestimmt, das im Wesentlichen Gebäude und Anlagen der Sortierbetriebe in Wolfen und Hamriyah, V.A.E. umfasst. In 2020 betrug der Anteil 42 %. Im Weiteren setzen sich die Vermögenswerte im Wesentlichen aus den kurzfristig gebundenen Vorräten und Forderungen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie den liquiden Mitteln zusammen. Das Working Capital hat sich in 2021 durch geringere Vorratsbestände und Forderungen, aber auch geringere kurzfristige Verbindlichkeiten um EUR 3,4 Mio. auf EUR 14,2 Mio. reduziert. SOEX Die Vermögenslage der SOEX ist in 2021 mit einem Anteil von 57 % an der Bilanzsumme überwiegend durch langfristig gebundenes Anlagevermögen bestimmt, das im Wesentlichen Finanzanlagen, sowie Gebäude und Anlagen des Sortierbetriebs in Wolfen umfasst. In 2020 betrug der Anteil 54 %. Die Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert i. W. durch zunehmende Zahlungseingänge von der Tochtergesellschaft SOEX Processing Middle East FZE. Die Entwicklung des Working Capitals der SOEX ist geprägt durch geringere Vorratsbestände und Forderungen, aber auch geringere kurzfristige Verbindlichkeiten. Insgesamt ist das Working Capital um EUR 3,0 Mio. auf EUR 14,8 Mio. reduziert. 3. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie im Prognose-, Chancen- und Risikobericht gemachten Aussagen beziehen sich sowohl auf die SOEX Gruppe als auch auf die SOEX. Da die SOEX mit Abstand den größten Anteil an der SOEX Gruppe ausmacht und von ihr die Hauptgeschäftstätigkeit ausgeht, gelten die folgenden Prognosen, Risiken und Chancen für die SOEX Gruppe als auch für die SOEX. 3.1. PrognoseberichtDer ursprünglich für 2021 prognostizierte leicht steigende Umsatz wurde nicht erreicht. Für 2022 erwartet die Geschäftsleitung aufgrund des Rückgangs der Corona-Folgen einen leicht steigenden Umsatz. Die Entwicklung der Corona-Lage lässt einen verhalten positiven Ausblick auf die Geschäftsentwicklung in 2022 zu. Der aktuelle Konflikt in der Ukraine hat Konsequenzen auf die geplanten Umsätze für die Region Osteuropa. Mögliche Auswirkungen des aktuellen Konfliktes in der Ukraine und den daraus resultierenden Sanktionen auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind derzeit nicht abschätzbar. Daher ist die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 mit hohen Unsicherheiten behaftet. Entsprechend der Prognose des Vorjahres wurde das EBITDA der Muttergesellschaft erreicht. Die SOEX Gruppe hingegen lag nur leicht unter der ursprünglichen Planung. In 2022 wird mit einem geringeren EBITDA der Muttergesellschaft gerechnet. Das EBITDA der SOEX Gruppe hingegen wird aufgrund der weiterführenden Restrukturierungsmaßnahmen auf ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr prognostiziert. Die Auswirkungen der Kriegshandlungen in der Ukraine sind derzeit nicht voll absehbar. Für 2022 wird eine weitere moderate Reduzierung des Working-Capital-Bestands erwartet. Bei positiver Geschäftsentwicklung, ohne Berücksichtigung des Ukrainekonflikts, wird sich eine gleichbleibend positive Liquiditätssituation ergeben. Die Prognose hat, sofern nicht anders dargestellt, sowohl Gültigkeit für die Muttergesellschaft als auch für die SOEX Gruppe. 3.2. Risikobericht3.2.1. RisikomanagementDie SOEX Gruppe ist durch die international ausgerichtete Geschäftstätigkeit in der Sammlung, Sortierung und Vermarktung von Alttextilien und Schuhen Risiken ausgesetzt, die durch ein bestehendes Risikomanagement soweit wie möglich reduziert werden sollen. Das Risikomanagement wird im Wesentlichen durch die Geschäftsleitung selbst vorgenommen, die durch Informationen aus dem Controlling und dem Finanz- und Rechnungswesen und den Lageberichten aus den Absatzmärkten von Seiten der Vertriebsabteilung unterstützt. Basis ist hierbei eine detaillierte Unternehmensplanung, die alle wesentlichen Gesellschaften der SOEX Gruppe umfasst und in der die Auswirkungen von Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, insbesondere durch Soll-Ist-Analysen, systematisch erfasst und gesteuert werden. 3.2.1.1 Risiken3.2.1.1.1 Allgemeine operative RisikenAllgemeine operative Risiken der SOEX Gruppe bestehen vor allem in dem Management des Working-Capitals, die in allen Geschäftsbereichen einer steten Optimierung unterzogen werden. Zur Reduzierung des Risikos von Forderungsausfällen sind Vorauszahlungen und Sicherheitsleistungen von Seiten der Kunden als Voraussetzung eingeführt. Die SOEX Gruppe betreibt ein aktives Forderungsmanagement. Durch den aktuellen Konflikt in der Ukraine besteht das Risiko, dass die Absatzmengen rückläufig sein könnten. Durch Anpassung der Absatzstrukturen (neue Märkte, neue Produkte und Dienstleistungen) wird den Auswirkungen des Krieges in Osteuropa kurzfristig und mittelfristig entgegengewirkt. Grundsätzlich besteht für die SOEX Gruppe ein Risiko der Abhängigkeit der Ergebnisse aus der allgemeinen Entwicklung der Branche. Zur Minimierung des Risikos wird ein entsprechendes Monitoring betrieben. Aktuelle Prognosen deuten jedoch auf eine positive zukünftige Entwicklung der Branche hin. 3.2.1.1.2. DevisenkursrisikenDie SOEX Gruppe bezieht unsortierte Alttextilien aus dem Euro-Raum. Die Fakturierung sortierter Alttextilien erfolgt primär in Euro. Unmittelbare Wechselkursrisiken sind somit von untergeordneter Bedeutung. Mittelbare Devisenkursrisiken ergeben sich jedoch aufgrund des hohen Exportanteils der SOEX Gruppe aus Veränderungen des Devisenkurses des Euro in Bezug auf die Inlandswährungen von Kunden. Abwertungen der betreffenden Währungen im Vergleich zum Euro können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach den von der SOEX Gruppe vermarkteten Alttextilien haben, da sich die Waren aus der Sicht des Kunden verteuern. Solche Risiken sind nur schwer beeinflussbar und werden getragen. Eine Einschätzung der Chancen und Risiken aus Kursänderungen des Euro zur Inlandswährung von Kunden ist grundsätzlich schwer einschätzbar. Im Laufe von 2021 ergaben sich keine wesentlichen Schwankungen des Euro im Vergleich zu Inlandswährungen von Kunden, so dass sich hieraus keine Effekte ergeben haben. Devisenkursrisiken bestehen hingegen für erhaltene Darlehen in Schweizer Franken gegenüber Gesellschaftern. Dem Risiko wird durch ein Monitoring begegnet. 3.2.1.1.3. FinanzierungsrisikenDie Liquidität der SOEX Gruppe wird durch die operative Geschäftstätigkeit sichergestellt. 3.3. ChancenberichtDie auch in 2022 fortgeführte Neuausrichtung der SOEX Gruppe hat eine positive Wirkung auf die Ertragslage. Die Kostenreduktionen, die sowohl im Personal- als auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgesetzt wurden und werden, umfassen alle Bereiche der SOEX Gruppe. Daraus folgt eine nachhaltig positive Ergebniserwartung für die Zukunft. Die EU-Abfallrahmenrichtlinie, welche u.a. die zukünftige getrennte Erfassung von Alttextilien als auch die erweiterte Herstellerverantwortung beinhaltet, birgt in sich eine Chance für die gesamte Alttextilbranche und insbesondere für die SOEX Gruppe. Der bisherige Marktmechanismus in der Alttextilbranche könnte dadurch zum Wohle der Dienstleister, wie der SOEX, revolutioniert werden. Der erstellte Businessplan zeigt bereits kurz- aber auch mittelfristig einen positiven Einfluss auf das SOEX Gruppenergebnis.
Ahrensburg, 30. Mai 2022 Die Geschäftsführung Walter J. Thomsen Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernanhang1. GrundlagenDer Konzernabschluss der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. (SOEX) wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck, Abteilung B, unter der Nummer 15283 HL eingetragen. Das Mutterunternehmen hat seinen Sitz in Ahrensburg, Deutschland. Die Einzelabschlüsse der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. und der einbezogenen Tochtergesellschaften wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Der Konzernabschluss ist aufgrund der positiven Fortführungsprognose unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema und die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Der Konzernlagebericht der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. wurde in Anwendung des § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB mit dem Lagebericht des SOEX-Einzelabschlusses zusammengefasst. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. Konzerngewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Über die gesetzlichen Anforderungen zum Konzernabschluss hinausgehende Angaben entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC), Berlin, werden nicht gemacht. 2. KonsolidierungskreisDer Kreis der im Konzernabschluss neben dem Mutterunternehmen, der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. mit dem Sitz in Ahrensburg, einbezogenen Unternehmen geht aus der beigefügten, zum Konzernanhang gehörenden Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB hervor. Durch Verschmelzung wurde die SOEX Collecting Germany GmbH per 01.01.2021 auf die SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. übertragen. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht beeinträchtigt. Die Next Textiles Association SAS wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis mit einbezogen, da die Gesellschaft seit mehreren Jahren kein operatives Geschäft mehr betreibt. Sie ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung. 3. KonsolidierungsstichtagDer Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2021. 4. KonsolidierungsgrundsätzeIm Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die vom Mutterunternehmen bis zum 31. Dezember 2009 erworbenen Anteile an verbundenen Unternehmen nach der Buchwertmethode konsolidiert, d. h. die Anschaffungskosten der Anteile werden mit dem zu Buchwerten angesetzten Konzernanteil am Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile verrechnet. Ab dem 1. Januar 2010 werden erworbene Anteile an verbundenen Unternehmen mit dem zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwert des anteiligen Eigenkapitals des Tochterunternehmens bewertet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 durch die Gesellschaften SOEX UK Ltd. sowie aus der verschmolzenen SOEX Collecting Germany GmbH. Die Nutzungsdauer dieser Geschäfts- und Firmenwerte beläuft sich auf zehn Jahre, da sich diese voraussichtlich über diesen Zeitraum amortisieren wird. Eine Verrechnung gemäß § 301 Abs. 3 HGB fand nicht statt, da im Rahmen der Kapitalkonsolidierung keine passiven Unterschiedsbeträge entstanden sind. Für alle konzernfremden Gesellschafter, die an den einbezogenen Unternehmen beteiligt sind, wird in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Bilanzgewinn) ein Ausgleichsposten für "Nicht beherrschende Anteile" gesondert ausgewiesen, und zwar innerhalb des Postens "Eigenkapital" (§ 307 HGB). Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind aufgerechnet worden. Eventualverbindlichkeiten wurden, soweit erforderlich, konsolidiert. Innenumsatzerlöse wurden mit den Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Aufwendungen aufgerechnet. Entstandene Zwischengewinne auf Vermögensgegenstände, die auf Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden eliminiert. Gleichfalls wurden die konzerninternen Zinsaufwendungen und Zinserträge kompensiert. Beteiligungserträge bzw. Aufwendungen aus Verlustübernahmen aus den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wurden gekürzt. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethodena) Aktiva Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern wurden in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen vorgenommen, da diese den handelsrechtlich zutreffenden Nutzungsdauern entsprechen. Die Geschäfts- und Firmenwerte der SOEX UK Ltd. und der verschmolzenen SOEX Collecting Germany GmbH werden aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen sich die Tochterunternehmen bewegen, sowie der voraussichtlichen Bestandsdauer der Firmenwerte über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben, da sich diese voraussichtlich über diesen Zeitraum ausgleichen. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern wurden in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen vorgenommen, da diese den handelsrechtlich zutreffenden Nutzungsdauern entsprechen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden mit Anschaffungskosten bis netto EUR 250 sofort abgeschrieben und als Abgang erfasst, mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 in einem Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben sowie anschließend als Abgang behandelt. Das Wahlrecht zur Fortführung der Bilanzierung gemäß Art. 67 Abs. 4 EGHGB wird genutzt. Die Abschreibungen auf Zugänge immaterieller Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen:
Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die Abschreibungen auf Zugänge immaterieller Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 sind im Anlagenspiegel (als Anlage zum Anhang beigefügt) dargestellt. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet, welche nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt werden. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Der Werteverzehr des Anlagevermögens sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert, erkennbare Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Es werden Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - sofern sie die gleiche Gesellschaft betreffen und die gleiche Laufzeit aufweisen - verrechnet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. b) Passiva Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen enthält steuerfreie Zulagen gemäß Investitionszulagengesetz sowie Investitionszuschüsse aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Die Auflösung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der zulagenbegünstigten Vermögensgegenstände. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck gebildet. Die Pensionsrückstellungen werden am 31. Dezember 2021 unter Zugrundelegung eines pauschalen, von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre abgezinst, welcher sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,9 % zum 31. Dezember 2021. Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rentensteigerungen sowie eine Fluktuation waren nicht zu berücksichtigen, da den Pensionsverpflichtungen fest vereinbarte Einmalbeträge beim Eintritt in das Rentenalter zugrunde liegen. Für eine Person besteht eine Anwartschaftsdynamik. Diese beträgt im Berichtsjahr 1,6 %. Der Unterschiedsbetrag des Erfüllungsbetrags aus der Anpassung des Diskontierungszinssatzes beläuft sich auf TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4). Erfolgswirksame Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Währungsumrechnung a) Transaktionen Geschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die Berichtswährung umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags bewertet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen der Berichtsperiode erfasst. Für alle Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr erfolgt die Währungsumrechnung grundsätzlich unter Beachtung des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1, Nr. 4, 2. Halbsatz HGB) und des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 HGB). b) Konzernunternehmen Bei der Umrechnung von Abschlüssen von Tochterunternehmen, deren Währung nicht dem Euro entspricht, kommt gemäß § 308a HGB die modifizierte Stichtagskursmethode zur Anwendung. Dabei werden Vermögens- und Schuldposten mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags, die Aufwands- und Ertragsposten mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die Posten des Eigenkapitals werden mit den historischen Kursen, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung galten, umgerechnet. Die bilanziellen Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zur Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs erfolgsneutral im Eigenkapital nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Anlage- und Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten sowie Rückstellungen und Verbindlichkeiten ermittelt. Dabei werden bei der SOEX als Organträgerin nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei den Organgesellschaften bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der SOEX. Die latenten Steuerabgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre errechnet. Steueransprüche aus Verlust- und Zinsvorträgen werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung innerhalb der nächsten fünf Jahre hinreichend gesichert erscheint. Die nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. 6. Erläuterungen zur BilanzImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens ist im als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen gemäß § 253 Abs. 3 HGB wurden nicht vorgenommen. Finanzanlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Finanzanlagevermögens sind im als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB ist als Anteilsbesitzliste in Anlage 2 zum Anhang beigefügt. Außerplanmäßige Abschreibungen des Finanzanlagevermögens gemäß § 253 Abs. 3 HGB waren im Geschäftsjahr 2021 (Vorjahr: TEUR 82) aufgrund voraussichtlicher dauerhafter Wertminderungen nicht vorzunehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 103 beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 1.542 i. W. Finanzverkehr). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr i. H. v. TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 122) ausgewiesen. Es handelt sich dabei um sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr aus Rückdeckungsversicherungen. Die Rückdeckungsversicherung erfüllt die Bedingungen für eine Saldierung mit bestehenden Pensionsverpflichtungen nicht. Sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 9.828 (Vorjahr: TEUR 8.009). Die Veränderung des Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr ist der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Diese wurde grundsätzlich nach DRS 21 aufgestellt. Entgegen DRS 21 wurde aber auf eine gesonderte Angabe der Ertragsteuerzahlungen verzichtet. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergaben sich bei einem Steuersatz von 29,67 % (Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) aus temporären Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz, im Wesentlichen im Sachanlage- und Finanzanlagevermögen, passive latente Steuern von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 44) und aktive latente Steuern von TEUR 616 (Vorjahr: TEUR 153). Der Konzern macht für den Aktivüberhang vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 200. Das Mutterunternehmen steht im Mehrheitsbesitz der "voSop AG", Sarnen (Schweiz). Sonderposten
Der Sonderposten setzt sich wie folgt zusammen: Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen Eingangsrechnungen für Wareneinkauf (TEUR 1.453), ausstehende Personalkosten (TEUR 955), Frachtkosten (TEUR 548), Sammlungskosten von Alttextilien (TEUR 489) sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 452). Verbindlichkeiten
Es sind zum Bilanzstichtag Bankkonten zur Besicherung von Darlehen und anderen Verbindlichkeiten verpfändet i. H. v. TEUR 689 (Vorjahr: TEUR 1.492). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Mehrheitsgesellschafterin i. H. v. TEUR 22.244 (Vorjahr: TEUR 22.197) resultieren aus dem Finanzverkehr. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten weist die Einnahme aus der Nutzungsüberlassung der Dachflächen in Wolfen zum Betrieb von Solaranlagen aus, welche über die Laufzeit des Vertrages ertragswirksam vereinnahmt wird. 7. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 64.187 betreffen im Wesentlichen Verkäufe von Alttextilien, die auf folgenden geographischen Märkten erzielt wurden:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.430 (Vorjahr: TEUR 6.331) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigungen zu Forderungen (TEUR 294), Erträge aus der Recyclingforschung (TEUR 410), Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (TEUR 303) und Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 262, Vorjahr: TEUR 209). Periodenfremde Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.618. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 16.245 (Vorjahr: TEUR 19.090) enthalten im Wesentlichen Frachten (TEUR 6.346), Wertberichtigungen zu Forderungen (TEUR 927), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEUR 1.331, Vorjahr: TEUR 232), Miet- und Nebenkosten (TEUR 1.077), Beratungskosten (TEUR 1.203), Kraftfahrzeugkosten (TEUR 1.031), Energiekosten (TEUR 994), Mieten und Leasing für Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 987) sowie Reparaturen und Instandsetzungen (TEUR 703). Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen (Vorjahr: TEUR 82) wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6) werden in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 366) resultieren i. W. aus Erträgen in Frankreich. 8. Sonstige AngabenGeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält der Konzern Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Daneben bestehen Geschäftsbeziehungen mit Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns, d.h. den Geschäftsführungen und dem Beirat, die als nahestehende Personen anzusehen sind. Der Konzern unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Unternehmensorganen in den Bereichen: - Kauf/Verkauf von Handelswaren - Bezug/Erbringung von Dienstleistungen - Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen - Finanzierungen - Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten Alle Geschäfte, die mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der SOEX Textil- Vermarktungsgesellschaft m.b.H. einbezogenen Unternehmen getätigt werden, erfolgten zu marktüblichen Bedingungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus künftigen Miet- und Leasingraten von TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 2.654). Rückkaufverpflichtungen im Zusammenhang mit veräußerten und anschließend zurückgemieteten Anlagen bestehen nicht. - Mitarbeiter - Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern ohne Geschäftsführer 1.152 (Vorjahr: 1.270) Beschäftigte, davon 123 Angestellte und 1.029 Arbeiter (Arbeitnehmer i. S. d. § 267 Abs. 5 HGB). - Abschlussprüferhonorar - Die Abschlussprüferhonorare für das Geschäftsjahr 2021 betragen TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 101) für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 60) für Steuerberatungsleistungen. - Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB - Folgende Gesellschaften machen für das Geschäftsjahr 2021 ganz oder teilweise von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch, da sie in den Konzernabschluss der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft einbezogen werden: • SOEX Processing Germany GmbH, Bitterfeld-Wolfen • I:Collect GmbH, Ahrensburg - Geschäftsführung- Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens setzt sich wie folgt zusammen: Walter J. Thomsen, Geschäftsführer, Kiel Auf die Angabe der Gehälter von Geschäftsführern wird mit Verweis auf § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. - Mutterunternehmen - Die Gesellschaft steht im Mehrheitsbesitz der voSop AG, Sarnen (Schweiz), die als Mutterunternehmen den Konzernabschluss des größten Konsolidierungskreises aufstellt. Der Konzernabschluss wird nicht offengelegt. Die SOEX-Textilvermarktungsgesellschaft m.b.H. stellt als Mutterunternehmen des kleinsten Konsolidierungskreises einen Konzernabschluss auf und veröffentlicht diesen im Bundesanzeiger. - Kontrollorgan - Der Beirat setzt sich in 2021 aus folgenden Mitgliedern zusammen: Marina von Schönau, Kauffrau, Meggen (Schweiz) Dr. Marc Bauen, Kaufmann, derzeit Aretas AG, Basel (Schweiz) Dirk Umbach, Kaufmann, derzeit kjup Capital Family Office GmbH & Co. KG, Hamburg Dipl.-Ing. Andreas M. Rohardt, Kaufmann, derzeit ARO greenergy GmbH, Hermannsburg Die Beiratsvergütung hat im Berichtsjahr TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 75) betragen. - Ergebnisverwendung - Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag 2021 der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen. - Vorgänge mit besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag - Die SOEX UK wurde zum 3. Mai 2022 veräußert. Der Abgang der Gesellschaft hat keine Auswirkungen auf die SOEX Gruppe. Derzeit kann noch keine genaue Quantifizierbarkeit der finanziellen Auswirkungen des nach dem Stichtag eingetretenen Ukraine Konflikts getroffen werden. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht auf die Abschnitte 3.1 und 3.2.
Ahrensburg, 30. Mai 2022 Die Geschäftsführung Walter J. Thomsen Konzern-Anlagespiegel
Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 313 Abs. 2 HGB
1) Ergebnisabführungsvertrag mit der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. Für das Tochterunternehmen wurde für das Geschäftsjahr 2021 von § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. 2) Mittelbare Beteiligung über I:Collect GmbH 3) Die Jahresabschlüsse 2016 bis 2021 der Gesellschaft lagen bis zum Konzernabschluss nicht vor. Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzern-Kapitalflussrechnung
BestätigungsvermerkAn die SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H., Ahrensburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H., Ahrensburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der SOEX Textil-Vermarktungsgesellschaft m.b.H. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 22. Juni 2022 BDO
AG
Sabath, Wirtschaftsprüfer Härle, Wirtschaftsprüfer Angaben zur FeststellungDer Konzernabschluss wurde am 29. Juni 2022 gebilligt |
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