Harman Becker Automotive Systems GmbH

Becker-Göring-Straße 16, 76307 Karlsbad, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 361395
Eingetragen
24.7.1990
Branche
Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Herstellung, Verarbeitung und der Vertrieb von elektrischen, elektronischen und mikroelektronischen Erzeugnissen, einschließlich Software, insbesondere für die Automobilindustrie und für verwandte Industrien, der Erwerb und Verkauf sowie An- und Vermietung von Grundstücken und deren wirtschaftliche Nutzung jeglicher Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Manuel Felger
seit 17.7.2025
Prokura
Geschäftsführer
Ghada Elramly
seit 31.10.2024
Prokura
Ronan Le Roy
seit 16.8.2024
Prokura
Thomas Krebiehl
seit 24.4.2024
Prokura
Markus Helfrich
seit 23.1.2024
Prokura
Prokura
Matthias Joos
seit 28.7.2023
Geschäftsführer
Hildur Kirchdörfer
seit 28.7.2023
Geschäftsführer
Steffen May
seit 4.5.2023
Prokura
Mike Zeughardt
seit 4.5.2023
Prokura
Carolin Reichert
seit 10.3.2023
Prokura
Pascal Marie Peguret
seit 14.8.2019
Prokura
Reju George
seit 25.10.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1000000
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
IGR GmbHAufgelöst
2.15%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Harman Becker Automotive Systems GmbH

Karlsbad

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Harman International Industries, Incorporated (nachfolgend "Harman International") mit Sitz in Stamford, Connecticut / USA, ist als übergeordnete Mutter Teil des Samsung-Konzerns. Sie besteht aus den drei Divisionen Automotive, Lifestyle und DTS (Digital Transformation Services).

Die Harman Becker Automotive Systems GmbH (nachfolgend auch "HBAS", "Gesellschaft" oder "Unternehmen" genannt) unterstützt mit ihren verschiedenen Geschäftseinheiten hauptsächlich die Automotive Division. Diese besteht aus vier SBUs (Strategic Business Units): AES (Automotive Engineering Services), Car Audio, Connectivity und Intelligent Cockpit. Die Hauptverwaltung der HBAS befindet sich am Sitz der Gesellschaft in Karlsbad. Daneben bestehen weitere Standorte in Ulm, Böblingen, Garching, Köln und Göteborg/Schweden.

HBAS entwickelt und vertreibt weltweit hochwertige Audio- und Infotainmentsysteme sowie Komponenten für die Automobilindustrie (OEM-Markt), sowohl in der Serie als auch als Aftermarket-Lösungen. Infotainmentsysteme setzen sich zumeist aus einer Vielzahl einzelner Informations- und Entertainmentkomponenten zusammen wie z.B. GPS-Navigation, Verkehrsinformation, Fahrzeuginformation, Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung, Internetzugang, Einbindung externer Medien (MP3-Player, Smartphones, Tablets, etc.), TV-Tuner, Rear-Seat-Entertainment sowie High-End-Soundsystemen. Die Audiosysteme der Gesellschaft bestehen in der Regel aus Verstärkern, Lautsprechern, Sound-Management-Produkten sowie Audio-Software-Lösungen. Eine der Kernkompetenzen liegt in der Integration dieser zum Teil hochkomplexen Komponenten zu harmonischen Gesamtsystemen.

Zu den bekannten Marken der Harman International-Gruppe zählen JBL, JBL Professional, Infinity, Mark Levinson, harman/kardon, Revel sowie Lexicon. Darüber hinaus bestehen exklusive Lizenzvereinbarungen mit Bowers & Wilkins, Bang & Olufsen und B&O für Audioprodukte für den OEM-Markt.

Kunden der HBAS bzw. der mit ihr verbundenen Unternehmen sind weltweit bekannte Automobilhersteller wie z.B. die Volkswagen-Gruppe (VW/ Audi/ Porsche/ Seat/ Skoda/ Lamborghini/ Bentley), die BMW-Gruppe (BMW/ Mini/ Rolls-Royce), Stellantis, Mercedes-Benz, Ford, GM, Geely, Great Wall Motor, Honda, Hyundai/KIA, Jaguar Land Rover, McLaren, Aston Martin, Renault, Nissan, Ferrari, Subaru, Suzuki, Tata, Tesla, Toyota/Lexus, Volvo sowie die Motorrad-Hersteller Harley-Davidson und Yamaha.

Die große Anzahl namhafter Automobilhersteller als Kunden, sowie die Exklusivität und Qualität ihrer Produkte, machen die Harman-Unternehmensgruppe zu einem der weltweiten Marktführer für digitale Cockpit-, Telematik- und Marken-Audiosysteme im OEM-Markt. Die Hauptwettbewerber im digitalen Cockpit-Bereich sind Panasonic, LG Electronics, Continental, Denso/Denso Ten, Alpine ALPS, Hyundai Mobis, Mitsubishi, Bosch, Aptiv und Visteon. Dazu kommen mittlerweile aber auch eine Reihe nicht-traditioneller Wettbewerber wie z.B. Software-Giganten wie Google, Amazon sowie andere Tech-Player wie Xiaomi aus China.

Auf dem Gebiet Premium Audio für die Automobilindustrie sind u. a. Bose, Burmester, Meridian, Alpine, Vervent Audio, Hyundai Mobis, Panasonic, und Premium Sound Solutions (PSS) wichtige Mitstreiter am Markt. Im Bereich der HALOSonic-Technologien wie aktive Motor- oder Fahrgeräuschunterdrückung sind z.B. Bose, Müller-BBM, DSP Concepts, Fraunhofer sowie Panasonic relevante Wettbewerber.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 konzentrierte sich die Entwicklungsorganisation weiterhin auf die Bearbeitung von bereits nominierten Projekten und der Beantwortung von Kundenanfragen im Rahmen des RFQ (Request for Quotation) Prozesses. Weiterhin wurden alle notwendigen Aktivitäten zur Sicherstellung der Lieferverpflichtungen unterstützt, wie z.B. Re-Designs für die Integration alternativer Lieferanten.

Der Fokus des Geschäftsjahres 2023 lag auf der Einführung der neuen Engineering-Organisationsstruktur. Die erste Hälfte des Jahres 2023 wurde zur Implementierungsplanung und Kommunikation an die Belegschaft genutzt. In der zweiten Jahreshälfte wurde die neue Organisation ausgerollt. Die Struktur der Engineering-Organisation wurde entsprechend den Anforderungen der Automotive Strategie ausgelegt. Kernziel der neuen Entwicklungsorganisation ist die Einführung von dedizierten Entwicklungsabteilungen für Produkte und Projekte, um langfristig eine 50:50 Verteilung bei der Generierung von Umsatz in Produkten und RFQ basierten Projekten zu ermöglichen. Produktentwicklungen unterscheiden sich von den Projektentwicklungen maßgeblich in der kundenspezifischen Entwicklungszeit. Während Projekte hauptsächlich über spezifische Kundenvorgaben definiert sind und eine Entwicklungszeit von 24 bis 36 Monaten haben, ist das Ziel der Produktentwicklung, die kundenspezifische Integrationszeit auf 6 bis 12 Monate zu reduzieren. Weiterhin sind für Produkte kürzere Iterationszyklen vorgesehen, die den Kundenerwartungen an regelmäßige Qualitäts- und Feature-Updates entsprechen. Durch die Umorganisation wurde die Grundlage für die Reduktion der kundenspezifischen Entwicklungszeit gelegt. Weiterhin wurde die Effizienz der Entwicklungsorganisation gesteigert, indem das Management auf das notwendige Maß angepasst wurde. Zudem wurde die Anzahl an Organisationsebenen reduziert, um die Geschwindigkeit von Entscheidungsprozessen zu erhöhen. Diese Optimierungsmaßnahmen wurden mit gleichen Standards für alle Strategischen Business Units eingeführt mit dem Ziel, einer Automotive-weiten Erhöhung der Effizienz in der Ausführung bei gleichzeitiger Fokussierung auf disruptiver Produktentwicklung.

In der SBU Car Audio konnte ein Großteil des Lautsprecher- und Verstärkerportfolios (mit und ohne Signalverarbeitung) in die Plattformstrategie integriert werden - daraus resultierend wird nunmehr die Mehrheit der Kundenprojekte durch Plattformlösungen bedient. Hiermit wird der Fokus unterstrichen, Kunden qualitativ hochwertige Produkte mit verkürzten Entwicklungszeiten zur Verfügung zu stellen. Aufgrund des anhaltenden Trends der Fahrzeugelektrifizierung liegt ein zusätzlicher Fokus weiterhin auf der Entwicklung von Lösungen für Fußgängerschutzsysteme (Acoustic Vehicle Alerting System, AVAS). Mit der Einführung der 'Ready on Demand' Produktgruppe, welche softwarebasierte Funktionserweiterungen ermöglicht, wurde das erste 'Ready Product' im Bereich Car Audio auf den Markt gebracht und somit das softwarebasierte Produktportfolio weiter gestärkt. Das produktübergreifend agierende, globale Produktmanagement-Team garantiert dabei eine kohärente und nachhaltige Produktstrategie und forciert die Markteinführung weiterer 'Ready Products'.

Die SBU Connectivity fokussierte die Bestrebungen auf die Entwicklung der HARMAN Ready Connect 5G Telematics Control Unit (TCU). Die HARMAN Ready Connect 5G TCU stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Automobilkonnektivität dar und bietet Verbrauchern ein reichhaltiges Erlebnis im Innenraum, während gleichzeitig die Markteinführungszeit und der Entwicklungsaufwand für OEMs verkürzt werden. Im Bereich der klassischen kundenspezifischen TCUs konnte die Laufzeit und hiermit verbunden das Auftragsvolumen für ein europäisches Projekt verlängert werden. Die SBU Connectivity erweiterte zudem ihr Tätigkeitsfeld durch den Gewinn eines Neuprojektes mit einem Europäischen Nutzfahrzeughersteller.

Im Zuge der "Future of Engineering"-Initiative wurde die zunehmend enge Zusammenarbeit der beiden SBUs ADAS und Digital Cockpit durch den Zusammenschluss zu einer gemeinsamen SBU namens Intelligent Cockpit weiter vorangetrieben. Diese Zusammenführung unterstreicht den Central Computing und Software Defined Vehicle (SDV) Trend und die damit verbundene Integration aus digitalen Cockpit Lösungen und Fahrerassistenzsystemen. Dazu gehören Fahrer- und Innenraumüberwachung inklusive der diesbezüglichen Interventionsstrategien und Augmented-Reality. Die SBU Intelligent Cockpit verfolgt neben dem seit vielen Jahren bestehenden Projektgeschäft weiterhin den Ausbau der Strategie mit Produkten, die zur Marktreife gebracht und entsprechend als 'Ready Products' an OEMs verkauft werden. Diese Produkte werden jeweils leicht an Kundenbedürfnisse angepasst und können durch ihre Upgrade-Fähigkeit über mehrere Jahre durch den Kunden genutzt werden, ohne jedes Mal neue individuelle Kundenentwicklungen zu starten. Die SBU Intelligent Cockpit entwickelt hierfür sowohl Software- als auch Hardware-Produkte und bringt somit das von Samsung gewohnte Kundenerlebnis in eine Automotive-taugliche Welt. Im Rahmen dieser neuen Produktstrategie konnten bereits erste Kundenerfolge für den Space 4 'Ready Upgrade' Domain Controller erzielt werden. Weitere Produktentwicklungen außerhalb des Domain Controller gibt es im Rahmen von Head Up Displays sowie Displays und Softwareprodukten, die das Portfolio um die Hardware-Produkte ergänzen. Diese neuen Produkte werden in enger Zusammenarbeit mit Samsung entwickelt und zeigen somit, dass Synergien zwischen Harman und Samsung effizient und strategisch genutzt werden.

Bei all diesen Vorhaben und Projekten unterstützen die zentralen internen Hard- und Softwareentwicklungszentren des Harman Konzerns in Rumänien, China und Indien die wichtigsten Kundenprojekte und helfen dabei, den steigenden Kundenerwartungen, auch im Hinblick auf Kosteneffizienz, in diesem Bereich Rechnung zu tragen. Zudem wurden Programme zur Optimierung der Produktkosten über das Value Engineering konsequent fortgeführt.

Die gesamten Aufwendungen der Gesellschaft für Forschung und Entwicklung beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 306,4 Mio. EUR, davon entfielen 179,7 Mio. EUR auf bezogene Entwicklungsleistungen von verbundenen Unternehmen und 76,9 Mio. EUR auf bezogene Entwicklungsleistungen von externen Dritten sowie 49,8 Mio. EUR im Wesentlichen für Personalaufwendungen. Von den gesamten im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurde ein Betrag von 48,8 Mio. EUR auf Basis entsprechender Vereinbarungen zur Kostenübernahme mit Kunden im Umlaufvermögen aktiviert. Dem standen erhaltene Zahlungen aus entsprechenden Kostenübernahmevereinbarungen in Höhe von 153,1 Mio. EUR gegenüber, die in den Umsatzerlösen ausgewiesen sind.

2. Steuerungssysteme

Für die Gesellschaft werden die beiden folgenden wesentlichen Steuerungsgrößen herangezogen:

Umsatzerlöse

Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf Finanzanlagen)

Zum 31. Dezember 2023 stellen sich diese Kennzahlen für die Gesellschaft wie folgt dar:

in Millionen EUR 2023 2022
Umsatzerlöse 874,1 714,6
Betriebsergebnis 54,9 52,4

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden bisher nicht zur Steuerung des Geschäfts verwendet, da aufgrund der eingeschränkten Messbarkeit keine unmittelbar quantifizierbaren Aussagen zu Wirkungszusammenhängen und Wertsteigerungen getroffen werden.

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Situation und Situation der Automobilbranche

Laut dem Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2024 hat sich die Weltwirtschaft nach einem starken post-pandemischem Wachstum von 3,5 % im Jahre 2022 stabilisiert und zeigt 2023 ein leicht abgeschwächtes, aber weiterhin stabiles Wachstum von 3,1 %. Global betrachtet zeigen sich stark unterschiedliche Trends. Während sich im Euroraum das Wachstum mit lediglich 0,5 % (3,4 %) stark abgeschwächt hat und Deutschland als stärkste darin enthaltene Volkswirtschaft gar ein negatives Wachstum aufweist -0,3 % (1,8 %) konnten die Vereinigten Staaten mit 2,5 % (1,9 %) und China mit 5,2 % (3,0 %) das Wachstum stabilisieren und weiter ausbauen. Die in Klammern befindlichen Werte zeigen das Wachstum von 2021 auf 2022.

Nach Informationen von IHS Markit konnte sich global betrachtet die Automobilproduktion im Jahr 2023 weiter vom Krisenniveau der Jahre 2020 und 2021 erholen und übertraf mit einem Volumen von 90,1 Mio. Einheiten (+9,4 % im Vergleich zu 2022) erstmals das prä-pandemische Niveau von 2019. Die globale Produktionssteigerung im Jahr 2023 fiel damit deutlich stärker aus, als noch vor einem Jahr von IHS mit 3,6 % prognostiziert. Bezogen auf die Hauptmärkte ergab sich von 2022 auf 2023 ein Wachstum in Europa von 12,5 % (Prognose Jan 23: 5,3%), in Nordamerika von 9,5 % (Prognose Jan 23: 5,4 %) und China 9,5 % (Prognose Jan 23: 1,0 %). Somit wurden die Wachstumsprognosen aus dem Januar 2023 in allen Hauptmärkten deutlich übertroffen.

Geschäftsverlauf

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Kundenumsatz deutlich um 22 %. Maßgeblich dazu beigetragen hatten die deutlich höheren Entwicklungsvergütungen sowie Lizenzumsatzerlöse und die Beteiligungen der Kunden der HBAS an den erhöhten Material- sowie Frachtkosten im Verlauf des Jahres. Während die Vorjahre noch stark von der Corona-Pandemie geprägt waren, entspannte sich die Situation diesbezüglich im abgelaufenen Kalenderjahr zunehmend. Das abgelaufene Jahr stand dann auch mehr im Zeichen von aufkommenden Rezessionsängsten und daraus resultierender möglicher Kaufzurückhaltung auf Endkundenseite. Reduzierungen von Schichten bzw. Produktionsstopps einzelner Baureihen auf Kundenseite waren daher nicht mehr zu beobachten bzw. eher individuellen Ereignissen in den Lieferketten zuzuordnen. Die Tatsache der fortlaufenden militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine, aber auch die Dauer und Tragweite dessen, sowie zusätzlicher Spannungen im Mittleren Osten und die damit einhergehenden Unsicherheiten auf den Seewegen konnten zu Beginn des Jahres 2023 nicht abgesehen werden. Insgesamt bewegte sich die Automobilnachfrage wieder auf einem hohen Niveau. Beim Kunden Mercedes wirkte sich die geringere Nachfrage durch geringere Buy-In-Amortisationen "positiv" auf die Umsatzerlöse aus. Die Umsätze bei der VW Group waren den Erwartungen entsprechend; man blieb jedoch speziell im Bereich der Soundmodule hinter den Erwartungen zurück. Bei Toyota blieben die Umsätze sowohl im Bereich der Headunits als auch der Verstärker hinter den Projektionen zurück. Die für BMW gesetzten Ziele konnten insbesondere beim Online-Routing sowie bei den Freischaltcodes mehr als erreicht werden, jedoch blieben die Umsätze bei den Brand Fees leicht zurück.

Die in Summe nicht erreichten Kundenumsatzziele - insbesondere für Serienbelieferungen aus Systemkomponenten - konnten jedoch durch die eingangs erwähnter Beteiligungen der Kunden der HBAS an den gestiegenen Materialpreisen, wie z.B. Frachtkosten, sowie durch deutlich höhere Entwicklungsvergütungen mehr als kompensiert werden. Somit schloss das Jahr 2023 insgesamt mit einem Gewinn ab und konnte gegenüber dem Vorjahresgewinn vor Ergebnisabführung noch einmal leicht verbessert werden.

Ertragslage

Im Berichtsjahr erhöhte sich der Umsatz insgesamt um 159,5 Mio. EUR oder 22,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg war im Wesentlichen auf höhere Umsatzerlöse aus Entwicklungsdienstleistungen zurückzuführen. Darüber hinaus wirkte sich die Erhöhung der Umsatzerlöse durch Lizenzerlöse sowie aus konzerninternen Dienstleistungen positiv aus. Diese Effekte wurden mit geringeren Umsatzerlösen aus Systemkomponenten sowie aus Kompensationszahlungen für finanzielle Zusatzbelastungen im Zusammenhang mit Vormaterialverteuerungen aufgrund der anhaltenden "semiconductor-shortage" abgeschwächt.

Die Bestandsverminderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrug 108,2 Mio. EUR (i. Vj. 34,2 Mio. EUR Bestandserhöhung) und resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der aktivierten Entwicklungsleistungen für Kunden.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betrafen selbst erstellte Werkzeuge sowie Mess- und Prüfgeräte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 21,7 Mio. EUR oder 39,1 % auf 33,8 Mio. EUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (12,0 Mio. EUR) sowie aus Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen (-5,8 Mio. EUR) zurückzuführen. Zusätzlich verringerten sich die Erträge aus Währungsgewinnen (-3,6 Mio. EUR).

Im Berichtsjahr stieg der Materialaufwand (inkl. bezogener Leistungen) um 17,3 Mio. EUR bzw. 6,9 % auf 267,6 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verringerten sich um 7,9 Mio. EUR oder 8,4 %. Dies ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang von Systemkomponenten zurückzuführen. Gegenläufig erhöhten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 27,6 Mio. EUR oder 18,5 % aufgrund gestiegener Umsatzerlöse aus Entwicklungsleistungen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Betriebsleistung) verschlechterte sich leicht von 31,1 % der Betriebsleistung im Vorjahr auf 33,4 % im Berichtsjahr. Die Betriebsleistung setzt sich aus den Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderungen fertiger und unfertiger Erzeugnisse sowie aktivierter Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen zusammen.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich von 151,2 Mio. EUR auf 158,0 Mio. EUR (+4,5 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Bonusaufwendungen sowie auf gestiegene Mitarbeiterzahlen zurückzuführen. Die durchschnittliche Anzahl der bei der HBAS beschäftigten Mitarbeiter erhöhte sich von 1.251 Mitarbeitern im Vorjahr auf 1.258 im Berichtsjahr. Dies entspricht einer Zunahme von 7 Mitarbeitern oder 1,0 %.

Die Anlagenabschreibungen verringerten sich um 23,7 % von 22,2 Mio. EUR auf 16,9 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 7,9 % auf 301,9 Mio. EUR (i. Vj. 327,8 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich aus Vertriebsaufwendungen, Verwaltungsaufwendungen, Wartung und Instandhaltung, übrigen betrieblichen Aufwendungen sowie bezogenen Leistungen zusammen.

Die Vertriebsaufwendungen verringerten sich um 8,0 Mio. EUR oder 15,7 % von 50,8 Mio. EUR auf 42,8 Mio. EUR. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus um 11,8 Mio. EUR reduzierten Garantiekosten für Einzelfallrisiken und Anpassungen der Vorjahre. Die Zunahme der sonstigen Vertriebsaufwendungen um 2,4 Mio. EUR wirkten dem Rückgang leicht entgegen.

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich insgesamt um 3,2 Mio. EUR von 13,0 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR. Im Wesentlichen verringerten sich die Ausgaben für Standortdienste um 2,3 Mio. EUR sowie für IT-Dienste um 2,0 Mio. EUR. Im Gegenzug erhöhten sich die Ausgaben für Reisekosten um 1,0 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR.

Die Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung erhöhten sich von 6,0 Mio. EUR auf 8,7 Mio. EUR um 2,6 Mio. EUR bzw. 43,7 %. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus höheren Instandhaltungskosten für Gebäude.

Die sonstigenbezogenen Leistungen erhöhten sich von 216,4 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR auf 216,7 Mio. EUR aufgrund gestiegener konzernintern bezogener Leistungen um 11,3 Mio. EUR. Gegenläufig verringerten sich die Leistungen von externen Dritten für Entwicklung (-6,3 Mio. EUR), für sonstige Leistungen (-2,8 Mio. EUR) sowie für Beratung (-1,9 Mio. EUR).

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 17,6 Mio. EUR bzw. 42,2 % auf 24,0 Mio. EUR. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus gesunkenen Währungsverlusten (14,2 Mio. EUR).

Im vorstehend beschriebenen Marktumfeld erwirtschaftete die HBAS im Geschäftsjahr 2023 ein Betriebsergebnis von 54,9 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis setzt sich aus den Umsatzerlösen zzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge und der anderen aktivierten Eigenleistungen sowie der Bestandsverminderung abzgl. der Materialaufwendungen, der Personalaufwendungen, der Abschreibungen sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern zusammen. Dies entspricht einer Verbesserung um 2,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (52,4 Mio. EUR).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr blieb das Betriebsergebnis unter den Erwartungen des Vorjahres. Die Umsatzerlöse vor Kostenbeteiligung der Kunden fielen aufgrund der deutlich höheren Entwicklungsvergütungen höher aus als ursprünglich prognostiziert.

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2023 weist einen Nettoertrag in Höhe von 9,2 Mio. EUR gegenüber einem Nettoaufwand von 0,9 Mio. EUR im Vorjahr aus. Die Zinserträge des Geschäftsjahres sind im Wesentlichen durch Cash-Pool-Zinsen bedingt.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 61,9 Mio. EUR ausgewiesen, was im Vergleich zum Vorjahr (50,3 Mio. EUR) einer Verbesserung um 11,6 Mio. EUR entspricht.

Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Die Reduzierung des Working Capital um 114,5 Mio. EUR ergab sich als Saldo aus der Verringerung des kurzfristigen Umlaufvermögens um 39,7 Mio. EUR und der Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 74,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr.

Der Rückgang des kurzfristigen Umlaufvermögens war im Wesentlichen bedingt durch die Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 114,9 Mio. EUR, der Vorräte um 107,8 Mio. EUR sowie der sonstigen Vermögensgegenstände um 14,7 Mio. EUR. Im Gegenzug erhöhten sich die Forderungen aus Cash-Pool um 204,3 Mio.

Die Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten resultierte aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (52,0 Mio. EUR) sowie höheren erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (31,0 Mio. EUR). Dieser Anstieg wurde durch zum Geschäftsjahresende niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-8,2 Mio. EUR) gedämpft.

in Millionen EUR 2023 2022
Kurzfristiges Umlaufvermögen 587,1 626,8
./. Kurzfristige Verbindlichkeiten 359,3 284,5
= Working Capital 227,8 342,3

Der Bestand des Finanzmittelfonds betrug zum Ende des Geschäftsjahres 318,6 Mio. EUR (i. Vj. 116,1 Mio. EUR). Dieser Bestand ergab sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mitteln sowie den Cash-Pool-Konten der Gesellschaft bei der Harman Holding GmbH & Co. KG, Karlsbad, und Harman International Industries, Incorporated, Stamford, CT, USA.

Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme im Geschäftsjahr 2023 auf. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit und solchen aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss/-fehlbetrag, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber zahlungsbezogen ermittelt.

Der Cash Flow für das Geschäftsjahr 2023 zeigte folgende Werte:

in Millionen EUR 2023 2022
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 263,8 100,1
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -10,7 -1,4
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -50,6 62,7

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigte einen Mittelzufluss in Höhe von 263,8 Mio. EUR. Im Vorjahreszeitraum belief sich der Wert auf einen Mittelzufluss von 100,1 Mio. EUR. Diese positive Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die verringerten Forderungen an verbundene Unternehmen ohne Berücksichtigung von Cash Pool Aktivitäten (114,9 Mio. EUR) sowie der Abnahme der Vorräte (107,8 Mio. EUR) zurückzuführen. Der Mittelzufluss ergab sich darüber hinaus aus einer Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (39,9 Mio. EUR) sowie der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (31,0 Mio. EUR) und der passiven Rechnungsabgrenzungsposten (5,7 Mio. EUR). Diese Effekte wurden durch gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (113,0 Mio. EUR) sowie verminderte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (8,2 Mio. EUR) gedämpft.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zeigte einen Nettomittelabfluss in Höhe von 10,7 Mio. EUR (i. Vj. 1,4 Mio. EUR). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen 13,5 Mio. EUR (i. Vj. 9,2 Mio. EUR). Im Wesentlichen betrafen diese Anschaffungsvorgänge geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (4,7 Mio. EUR), technische Anlagen und Maschinen (3,9 Mio. EUR) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und andere Anlagen (3,7 Mio. EUR). Im Bereich immaterielle Vermögensgegenstände wurden Investitionen in Höhe von 5,3 Mio. EUR (i. Vj. 3,8 Mio. EUR) getätigt. Das Gesamtvolumen der Investitionen belief sich auf 18,7 Mio. EUR gegenüber 13,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die wesentlichen Zahlungsmittelzuflüsse in Höhe von 8,0 Mio. EUR sind auf erhaltene Zinsen zurückzuführen.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -50,6 Mio. EUR resultierte hauptsächlich aus der Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2022 an die Gesellschafterin Harman Holding GmbH & Co. KG von 50,3 Mio. EUR.

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft wurde insgesamt von der Geschäftsführung als stabil angesehen. Dies ist insbesondere durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Harman Holding GmbH & Co. KG begründet. Durch diesen erfolgt ein Ausgleich auch in Verlustjahren.

Der Überschuss der Forderungen gegen verbundene Unternehmen über die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrug 183,4 Mio. EUR (i. Vj. 146,0 Mio. EUR). Dieser Betrag enthält Cash-Pool-Forderungen in Höhe von netto 318,6 Mio. EUR (i. Vj. 114,4 Mio. EUR).

Gesamtorganisation

Der Harman-Konzern ist seit dem Geschäftsjahr 2020 in den drei Divisionen Automotive, Lifestyle und Digital Transformation Solutions (DTS) organisiert. Im Jahr 2023 hat es im Bereich Automotive eine Reorganisation, speziell im Bereich Engineering und Sales, gegeben. Die diversen Funktionen und Abteilungen der HBAS haben ihren Tätigkeitsschwerpunkt weiterhin in der Automotive Division. Hierzu zählen die Entwicklung, Vertrieb, Qualitätsabteilung, Einkauf, Finanzwesen, Personalwesen, Marketing, Rechtsabteilung und IT.

Standorte

Die Standorte der Gesellschaft in Karlsbad, Ulm, Böblingen, Köln und Garching, an denen neben Verwaltungstätigkeiten vorwiegend Entwicklungstätigkeiten durchgeführt werden, bestehen unverändert fort. Darüber hinaus besteht eine Betriebsstätte in Göteborg, Schweden.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB

Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die Gesellschafterversammlung der HBAS in ihrer Sitzung vom 4. November 2021 folgende Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat beschlossen: ein Drittel bis 31.12.2025. Dieser Anteil wird bereits seit Februar 2021 erreicht und ist zum 01.03.2024 auf 66 % angestiegen.

Die Gesellschafterversammlung hat eine Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung von 25 % und einen Zielerreichungszeitraum bis zum 31.12.2027 festgelegt. Ende 2023 lag der Frauenanteil in der Geschäftsführung bei 25 %, stieg jedoch mit dem 01.01.2024 auf 33 %. Für die erste und zweite Führungsebene unter der Geschäftsführung hat die Geschäftsführung in ihrer Sitzung am 16. Juni 2021 festgelegt, dass eine Zielgröße in Höhe von 10 % bis zum 31.12.2023 erreicht werden soll. Das gesetzte Ziel für das Jahr 2023 wurde erreicht. Der Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene unter der Geschäftsführung beträgt 10,4 %.

4. Chancen- und Risikobericht

Der folgende Abschnitt stellt das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem und die Risikokontrolle der Gesellschaft sowie die Chancen und Risiken, entsprechend ihrer Art, dar. Abschließend erfolgt zusammenfassend eine allgemeine Risikobeurteilung.

Risikomanagement, internes Kontrollsystem (IKS) und Risikokontrolle

Die Basis eines erfolgreichen Risikomanagements stellen konzerneinheitliche Standards für den systematischen Umgang mit Risiken dar. Dabei orientiert sich das Unternehmen an den aktuellen Anforderungen des COSO-Frameworks zu den internen Kontrollen über das Finanz- und Rechnungswesen. Im Zuge der Beachtung dieser Regelungen wurden, wie auch bereits in früheren Geschäftsjahren, alle wesentlichen bestehenden Unternehmensprozesse und Kontrollfunktionen laufend überwacht. Ziel dieser Untersuchung war es sicherzustellen, dass alle prozessübergreifenden und prozessimmanenten Kontrollen den gestiegenen Anforderungen gerecht werden können, d.h. in ihrer Gestaltung und Durchführung dazu dienlich sind, bedeutende Risiken in den Geschäftsprozessen der Gesellschaft sowie wesentliche Fehler, insbesondere in der Finanzberichterstattung, zu identifizieren. Damit kann der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat der Harman Becker Automotive Systems GmbH sowie den Führungsgremien von Harman International eine adäquate Informationsbasis für ihre Entscheidungen zur Verfügung gestellt werden. Die Untersuchungen des Geschäftsjahres haben keine wesentlichen Risiken identifiziert, welche durch Kontrollen nicht angemessen abgedeckt werden.

Des Weiteren ist ein Risikomanagementsystem (HARMS - Harman Enterprise Risk Management System) vorhanden, welches zusätzliche Prozesse und Systeme zur Früherkennung, Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken bereitstellt und alle wesentlichen Funktionen und Unternehmensteile umfasst. Das Design und die Einhaltung der Risikomanagement-Prozesse und Kontrollsysteme werden jährlich von den internen Abteilungen System Audit sowie Internal Audit als auch von externen Revisoren auf Ordnungsmäßigkeit und Effizienz geprüft, die Ergebnisse werden an die relevanten Führungsebenen berichtet. Das interne Kontrollsystem (IKS) bildet einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems und umfasst Berichterstattungen an den Aufsichtsrat sowie die Geschäftsführung der HBAS. Das IKS ist in Umfang und Ausgestaltung an den unternehmensspezifischen Anforderungen ausgerichtet. Im Folgenden werden potenzielle Risiken und deren Begrenzungsmaßnahmen dargestellt.

Strategische Chancen und Risiken

HBAS überprüft systematisch und regelmäßig Konsequenzen aus einer möglichen Konzentration von Kunden und Wettbewerbern, Aspekte wie technologischen Wandel sowie die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und deren Lieferqualität. Die Leistungsfähigkeit neuer, aber auch bestehender Lieferanten, wird im Rahmen regelmäßiger Qualitätsprüfungen sichergestellt. Potenziellen Forderungsausfallrisiken begegnet die Gesellschaft durch aktives Forderungsmanagement. Darüber hinaus werden Lieferrisiken durch eine intensive Lieferantenbetreuung und Lieferantenentwicklung gemindert. Spezifischen Risiken aus der Produktion und Lieferung fehlerhafter Teile wird durch ein umfassendes Qualitätsmanagement begegnet.

Des Weiteren hat der Harman-Konzern, um die regionale und globale Aufstellung des Unternehmens weiter auszubalancieren, das Geschäft in Asien ausgebaut. Die daraus resultierenden Chancen werden durch die Integration der Harman-Gruppe in den Samsung-Konzern verstärkt.

HBAS agiert seit geraumer Zeit in einem sehr herausfordernden Marktumfeld und ist mit einer schwierigen Entwicklung der Automobilindustrie konfrontiert, geprägt von einem stetig steigenden Kostendruck. Die Industrie hat mit Absatzrückgängen zu kämpfen. Der Kostendruck der Kunden wird entlang der Wertschöpfungskette auch an HBAS als Zulieferer weitergegeben. Zusätzlich ergaben sich mit den Herausforderungen aus der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden reduzierten Bauteileverfügbarkeit, wie auch der Disruption in der kompletten Logistik-Kette, zusätzliche Kostenerhöhungen. Diese wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch recht erfolgreich mit den Kunden verhandelt bzw. es wird auch in der Zukunft versucht, diese an die Kunden weiterzugeben.

Zusätzlich setzen neue digitale Technologien und Mobilitätskonzepte die Automobilhersteller unter Druck, d.h. sie müssen signifikant in die Mobilität der Zukunft investieren. Fahrzeugvernetzung, Autonomes Fahren, Shared Mobility und Elektrifizierung sind die Themen. Diese Markttrends sind Grundlage der Harman Automotive Strategie, die fortlaufend überprüft und aktuell in der sog. Version v3.0 vorliegt bzw. implementiert wird. Hierin werden vorausschauende Maßnahmen beschrieben und implementierungsfähig aufbereitet, um den Herausforderungen aktiv zu begegnen und zum Vorteil der Gesellschaft zu nutzen. Fundamentale Maßnahmen sind hierbei z.B. die Einführung der 'Ready' Produktlinien, welche nicht mehr dem normalen RFQ-Prozess folgen, sondern fertig entwickelte Produkt-Portfolios pro SBU darstellen. Diese erlauben es unseren Kunden, schneller als heute und mit geringerem initialen Entwicklungsaufwand, attraktive und endkundenorientierte Alleinstellungsmerkmale in deren Fahrzeugen zu integrieren.

Weiterhin wird die Investition in moderne Projektarbeitsmethoden sowie notwendige Fähigkeiten, wie z.B. Künstliche Intelligenz, Elektronische/ Elektrische Architektur oder Fahrassistenz-Konvergenz, mit unseren Intelligent Cockpit Produkten formuliert und gefördert.

Operative Chancen und Risiken

Aufgrund des sich verschlechternden makroökonomischen Umfeldes, speziell aufgrund der schwankenden Nachfrage bzw. durch den stetigen Preisdruck der Automobilhersteller, ergaben sich 2023 weiterhin erhebliche Risiken bezüglich der Erreichung der Wachstums- und Profitabilitätsziele. Die damit verbundenen Kosten konnten entlang der Lieferkette weitergegeben bzw. durch Maßnahmen zur internen Effizienzsteigerung kompensiert werden. In einem hochkompetitiven Marktumfeld agieren zunehmend neue Wettbewerber. Einhergehend mit dem Trend zur Auftragsvergabe von Einzelkomponenten anstatt von Gesamtsystemen, sind reine Komponentenhersteller mittlerweile als direkte Wettbewerber zu sehen. Dieser Trend erhöht den Preisdruck in den Vergabephasen zusätzlich und unterstreicht die Bedeutung der Technologie- und Produktivitätsführerschaft als Mittel der Differenzierung gegenüber Wettbewerbern.

Im Jahr 2023 wurden die Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit fortgesetzt. Die Gesellschaft hat die in den Vorjahren begonnen Kostenoptimierungen im Rahmen eines Continuous Cost Improvement-Programms zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit fortgeführt, welches u. a. Optimierungen bei den Personalkosten, den Materialkosten, Value Engineering-Projekte, Forderungen gegenüber Kunden sowie die intensivierte Plattform- und Produktenentwicklung beinhaltete.

Der Trend zu immer höheren Kundenanforderungen und steigender Systemkomplexität hielt weiter unvermindert an. Einhergehend mit immer kürzeren Entwicklungszeiten und zunehmend auftretendem zeitlichem Verzug bei der Vergabe von Projekten durch die OEMs, was zu zusätzlich verkürzten Entwicklungszeiten führt, stiegen die Risiken zur Umsetzung der termingerechten Lieferung bzw. Fertigstellung weiter an. Durch Verbesserungen in den Bereichen Planung und Projektmanagement konnte diesen Risiken weitestgehend erfolgreich begegnet werden. Die immer kürzer werdenden Entwicklungszeiten im Bereich der Kundenprojekte stellen zusätzlich ein Qualitätsrisiko dar, da gleichzeitig der Trend zu funktional höher integrierten, komplexen Systemen für die wachsende Gesamtarchitektur der Fahrzeuge weiter anhält. Sollten die vereinbarten Entwicklungszeiten nicht eingehalten werden können, besteht das Risiko verspäteter Produktionsanläufe und somit möglicher Schadenersatzansprüche von Kunden. Hinzu kommen steigende Anforderungen bei Produkthaftung und Entwicklungsstandards wie z. B. ASPICE (Automotive Software Process Improvement and Capability Determination), Functional Safety und Cyber Security. Diesem Umstand begegnete HBAS mit zusätzlichen Qualitätssicherungsmaßnahmen in der gesamten Wertschöpfungskette sowie einem verstärkten Fokus auf präventiver Qualitätssicherung. Das Risiko von Qualitätsmängeln kann durch solche Maßnahmen zwar reduziert, aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Eine weitere Herausforderung stellt der zunehmende Einsatz von Touchscreens im Bereich User Interface dar. Zusätzlich werden zunehmend Softwareapplikationen als einzelnes Produkt ausgeschrieben (Software as a Product / Software as a Service). Daraus ergeben sich veränderte, hohe Anforderungen an frühe Systemstabilität im Entwicklungsprozess sowie verkürzte Terminpläne, um die Testfähigkeit der Systeme im Verbund mit anderen Lieferanten zu gewährleisten.

Es besteht weiterhin ein erhebliches Risiko von Kapazitäts- und Materialengpässen sowie Preissteigerungen in der Lieferkette, hervorgerufen durch multiple Einflussfaktoren - wie der globalen Bauteilverknappung, gestörten oder unterbrochenen Logistikrouten sowie Liquiditätsengpässen bei unseren Lieferanten.

Den Risiken der Halbleiterversorgungskrise konnte durch einen speziell entwickelten Allokationsprozess sowie dedizierte Task Forces begegnet werden, welche nach Bedarf die aktuelle Materialversorgungslage nach Lieferanten und Material täglich prüfen und Maßnahmen zur Materialversorgung erarbeiten. Dabei steht die Einkaufsabteilung in ständigem Kontakt mit den betroffenen Lieferanten, um eventuelle Lieferrisiken frühzeitig zu erkennen und nötige Maßnahmen zu ergreifen, die eine dauerhafte und zuverlässige Belieferung absichern. Gleichzeitig werden betroffene Kunden durch den Vertrieb auf dem Laufenden gehalten.

Im Rahmen unseres etablierten "Critical Parts Management", das sich mit kritischen Bauteilen beschäftigt und werksübergreifend nach geeigneten Lösungen sucht, konnten bisher Lösungen für alle auftretenden Bauteilverknappungen gefunden und so Engpässe weitestgehend vermieden werden. Aufgrund der steigenden Abrufe von Kundenseite und einer sich abzeichnenden weiteren Verschärfung der Materialknappheit im Bereich Halbleiter muss die Situation jedoch weiter genau beobachtet werden. Eine zukünftige Einschränkung bei der Erfüllung von Kundenaufträgen kann nicht ausgeschlossen werden, welches sich in entsprechend niedrigeren Umsatzerlösen niederschlagen kann. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass es daher weiter einer kontinuierlichen Überwachung der Versorgungslage bedarf, um auf die Risiken von Kapazitäts- und Materialengpässen entsprechend reagieren zu können.

Die Verknappung auf dem globalen Halbleitermarkt hatte in den Vorjahren zudem eine signifikante Preissteigerung der genannten Komponenten zur Folge. Diese Entwicklung wird durch die 2021 aufgestellten Abteilungen des 'Performance Office' und 'Best Cost Analytics' eng verfolgt. Maßnahmen, um diesen Preissteigerungen entgegenzuwirken, werden speziell im divisionsweiten 'PACE' Programm gesteuert. Dieses beinhaltet dabei u.a. die Verfolgung von Forderungen gegenüber den Automobilherstellern, sich an den Auswirkungen der unkontrollierten Kostensteigerungen zu beteiligen.

Dem Unternehmen bieten sich weitere Chancen durch die intelligente Vernetzung von Steuergeräten, der höheren Integration im Fahrzeug (Intelligent Cockpit), dem Bedarf nach neuen und umfassenden Kommunikationslösungen (5G-Technologie), dem verstärkten Einsatz von ADAS-Lösungen sowie der Bereitstellung von Premium Sound Lösungen "on demand". Durch organisatorische Anpassungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie den verstärkten Aufbau von kundenübergreifenden Plattformlösungen wurde die Basis für zukünftige Produktentwicklungen gelegt. Zusätzliche Kostenoptimierungen durch Skalierungseffekte erfolgten durch die Konzentration auf strategische Lieferanten. Dies wird die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter stärken.

Mit der intensivierten Integration der Harman-Gruppe in den Samsung-Konzern ergeben sich zunehmend konkrete, für die Zukunft weitreichende operative Chancen ausgehend von gemeinsamen Entwicklungsprojekten und einer verstärkten Zusammenarbeit speziell in den SBUs Intelligent Cockpit (jetzt inkl. ADAS) und Connectivity.

IT-Risiken

Die HBAS hat umfassende, unternehmensweit gültige Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor Datenverlust, -manipulationen und -diebstahl implementiert. Rechenzentren auf neuestem Sicherheitsstand und räumlich getrennte Spiegelrechenzentren sorgen für eine höchstmögliche Verfügbarkeit. Notfallpläne zur Datenwiederherstellung (Disaster Recovery) wurden erstellt und werden regelmäßig getestet. HBAS-Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und technische sowie organisatorische Maßnahmen werden auf Effektivität und Effizienz überprüft.

Auf Konzernebene wurden zudem ein IT Security Office eingerichtet, ein Vice President für IT Security benannt sowie administrative, präventive und detektive Kontrollen in Bezug auf Cyber-Sicherheit eingeführt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden bestehende Sicherheitslösungen teilweise durch neue Technologien ersetzt, um der allgegenwärtigen Geschwindigkeit zu begegnen und mit dem technischen Wandel innerhalb der Informationssicherheit mitzuhalten. Darüber hinaus, um den verstärkten Anforderungen durch weitreichendes Arbeiten aus dem Home-Office gerecht zu werden. Diese Technologien sind auf dem neuesten Stand der Technik, nutzen bewährte Strategien, aber auch vermehrt Ansätze der künstlichen Intelligenz, um Gefahren frühzeitig und allumfassend erkennen zu können.

Die Anwendung künstlicher Intelligenz zur Erstellung von Inhalten oder Source Code wurden als Chance, aber auch als potenzielles Risiko erkannt und werden vielseitig evaluiert. In Zusammenarbeit mit IP-Spezialisten der Rechtsabteilung wurde ein abgesicherter Rahmen geschaffen, in dem Harman-Mitarbeiter diese Werkzeuge bereits nutzen können.

Eine weitere Investition zur Erhöhung unserer E-Mail-Sicherheit hat sich nachweislich positiv ausgewirkt. Die Anzahl von Phishingmails, die unsere Mitarbeiter erreichen, die nach wie vor einer der Hauptangriffsvektoren darstellen, konnte drastisch reduziert werden.

Externe Audit- oder Kundenanforderungen in Bezug auf IT- und Informationssicherheit (zum Beispiel TISAX oder ISO27001) konnten stets erfolgreich erfüllt werden. Dennoch muss erwähnt werden, dass trotz detailliertem Risikomanagements und entsprechender Maßnahmen Cyberangriffe wie Phishing oder Ransomware nicht gänzlich ausgeschlossen werden können.

Rechtliche Risiken

Das seit Ende 2019 anhängige Schiedsverfahren gegen die Gesellschaft betreffend die variablen Kaufpreisansprüche aus dem Kauf der innovative systems GmbH Navigation Multimedia dauert an. Der Schiedskläger ist zwar in dem Rechtsstreit mit einem Insolvenzverwalter, der ebenfalls Anspruch auf die Inhaberschaft von 55 % der noch offenen Kaufpreisansprüche erhoben hat, schon im Jahr 2022 rechtskräftig durch Entscheidung des Bundesgerichtshofs unterlegen, betreibt jedoch das Schiedsverfahren weiter, was das Schiedsgericht bisher auch zugelassen hat. Zwei weitere Parteien machen Inhaberschaft an den restlichen 20 % bzw. 25 % der noch offenen Kaufpreisansprüche geltend. Der Insolvenzverwalter und die weiteren Parteien sind aufgrund Streitverkündung weiterhin Parteien des Schiedsverfahrens, mit der Wirkung, dass ein Schiedsspruch nur einheitlich und für alle Beteiligten gleichsam bindend über die ausstehenden Kaufpreisansprüche erfolgen kann. Aufgrund des Betreibens des Schiedsklägers hat das Schiedsgericht das Verfahren im Berichtsjahr wieder aufgenommen und fortgesetzt. Die Gesellschaft und die übrigen Parteien betreiben weiterhin den Ausschluss des Schiedsklägers aus dem Schiedsverfahren und die Bemühungen um eine gütliche Einigung und haben zu diesem Zweck eine Mediation unter Einbeziehung des Vorsitzenden des Schiedsgerichts aus dem Vorverfahren als Mediator sowie eine mögliche Vergleichsvereinbarung vereinbart. Sowohl das Schiedsverfahren als auch die vereinbarte Mediation liefen im Berichtsjahr parallel an und werden voraussichtlich noch das ganze Jahr 2024 andauern.

Darüber hinaus besteht nach wie vor das Risiko, dass gegen die Gesellschaft Ansprüche Dritter aus angeblichen Verletzungen geistiger Eigentumsrechte v.a. aufgrund sog. "standardessentielle Patente (SEP)" für Telekommunikationstechnologien geltend gemacht werden können. Die Gesellschaft verhandelt daher wie schon in den Vorjahren Sondervereinbarungen sowohl mit den Kunden als auch mit Lieferanten, die Bauteile mit den kritischen Technologien liefern, um das wirtschaftliche Risiko angemessen zu verteilen. Insgesamt ist zu verzeichnen, dass viele Kunden für pragmatische Lösungen offener sind als in der Vergangenheit und auch bereit sind, selbst ganz oder zumindest teilweise das Lizenzrisiko zu tragen bzw. sich um die Lizensierung von SEP zu kümmern. Da potenzielle Ansprüche von Kunden gegen die Gesellschaft aus den Vorjahren noch nicht verjährt sind, kann dennoch die Geltendmachung dieser Ansprüche nicht ausgeschlossen werden

Die Bereitschaft von Modul- oder Chipherstellern, Verantwortung für in den eigenen Liefergegenständen enthaltene SEP-Probleme zu übernehmen und die Lieferkette von Ansprüchen freizustellen, ist jedoch weiter eingeschränkt. Ansprüche aufgrund der Corona- oder der Halbleiterversorgungskrise und ihrer finanziellen Auswirkungen wurden noch immer nicht vollständig aufgearbeitet, Ansprüche gegen die Gesellschaft sind daher nicht ausgeschlossen. Weitere Krisen aufgrund des Konflikts zwischen Israel und der Hamas, wie die Blockade des Roten Meeres durch die Huthi-Rebellen und die dadurch verursachten Verzögerungen wegen längerer Transportwege, stehen gerade erst am Anfang und die Auswirkungen sind noch nicht vollständig absehbar.

Zudem ist zu beobachten, dass Kunden verstärkt Themen wie die Beachtung von Menschenrechten in der Lieferkette, Cyber Security im Produkt und in der Produktion, Auswirkungen der Tätigkeit der Gesellschaft auf die Umwelt, Energieverbrauch und CO 2 -Fußabdruck in die Vertragswerke mit der Gesellschaft aufnehmen. Diese zusätzlichen und von Kunde zu Kunde abweichenden Anforderungen stellen neue Herausforderungen an existierende Prozesse und die Fähigkeit der Gesellschaft dar, daraus resultierende Risiken zu identifizieren und zu kontrollieren.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Wertschwankungen und der im Jahresverlauf leicht stärkere Euro im Verhältnis zum US-Dollar führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu leicht gesunkenen Beschaffungskosten, da die Gesellschaft den überwiegenden Anteil der Rohstoffe von Lieferanten bezog, mit denen die Geschäfte in US-Dollar abgewickelt werden. Kompensierend war demgegenüber die Auswirkung auf Umsätze mit Kunden, welche vermehrt in US-Dollar abgewickelt werden (Natural Hedge).

Ziel der Treasury-Abteilung von Harman International ist es, solche finanzwirtschaftlichen Risiken von Währungs- und Zinsschwankungen durch entsprechende Maßnahmen der Wechselkurs- und Zinssicherung zu kompensieren bzw. abzumildern. Die Chancen und Risiken aus Fremdwährungsgeschäften resultieren für die Gesellschaft vornehmlich aus US-Dollar basierten Transaktionen, weniger bedeutend sind japanische Yen (JPY).

Zinsrisiken werden auf Ebene von Harman International abgesichert.

Durch die von Harman International gewählten Finanzierungsformen ist das Risiko des Ausfalls von Fremdkapitalgebern als gering einzustufen. Im Rahmen der Übernahme durch Samsung wurde der ursprüngliche Konsortialkreditvertrag durch ein Intercompany-Darlehen an Harman International abgelöst. Die Sicherungsgeschäfte sind mehrheitlich auf Banken mit einer Bonität von A- oder besser verteilt.

Globalwirtschaftliche und sonstige externe Chancen und Risiken

Externe wie politische Chancen und Risiken ergeben sich für die HBAS durch die weiter voranschreitende Globalisierung und rechtlichen Entwicklungen. Das Unternehmen analysiert fortlaufend die volkswirtschaftliche Entwicklung in diversen Ländern und Regionen. Dabei werden auch Risiken betrachtet, die sich durch Katastrophen oder die Einwirkung Dritter ergeben könnten.

Eine negative Änderung der gesamtwirtschaftlichen Lage - insbesondere dann, wenn diese sich nachteilig auf die konjunkturelle Entwicklung in der Automobilindustrie auswirken sollte - birgt das Risiko, dass sich diese negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft übertragen könnte. Insbesondere die in der jüngsten Vergangenheit immer noch zu beobachtenden protektionistischen Tendenzen, und die sich daraus ergebenden schwelenden Handelsstreite, sind als maßgebliches Risiko zu nennen. Sollten diese beigelegt werden können, wären positive Effekte auf die globale Nachfrage und Marktentwicklung zu erwarten.

Ein bedeutendes Risiko für die Automobilindustrie besteht aktuell in kurzfristigen Verschärfungen von Gesetzen und Regulierungen, z. B. Emissions-, Antriebstechnik, Fahrverbote sowie Sicherheits- und Verbraucherschutzbestimmungen. Kurzfristige Verschärfungen können das Kundenverhalten beeinflussen und somit zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage führen. Sich ändernde regulatorische Rahmenbedingungen stellen langfristig jedoch auch Chancen dar, da sie die Entstehung neuer Märkte im Bereich der alternativen Mobilitätsangebote, Elektromobilität oder dem autonomen Fahren fördern.

Die derzeitige gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird genauestens beobachtet und entsprechende Maßnahmen bei sich ändernden Gegebenheiten eingeleitet. Insbesondere verfolgt die Gesellschaft die aktuellen Diskussionen, z.B. zum Thema Diesel-Emissionen oder Dieselfahrverboten in Städten, um rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Darüber hinaus sind die Folgen von künftigen E-Auto-Quoten für unsere Kunden und die Nachfrage zu beobachten.

Ein weiteres bedeutendes Risiko für die globalwirtschaftliche Entwicklung leitet sich aus der anhaltenden, wenn auch nahezu abgeklungenen COVID-19-Pandemie und deren zahlreichen Auswirkungen auf Ökonomie und Gesellschaft ab. Diese hatte zum einen Auswirkungen auf die Absätze der OEMs selbst und somit auf Harmans Umsatz, zum anderen aber auch signifikante Auswirkungen auf die Lieferkette von Harman. Ähnliche Einflüsse sind zwar Stand jetzt zukünftig nicht mehr zu erwarten, aber auch nicht auszuschließen. Die rückläufige Nachfrage im Automobilbereich hatte im Halbleitermarkt zu einer Umorientierung der Halbleiterhersteller auf Consumer Produkte geführt, Knappheiten relevanter Bauteile für den Automobilbereich waren das Resultat daraus. Die Angebotsknappheit hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar kontinuierlich verbessert, wird aber wohl auch noch im Folgejahr zu Beeinträchtigungen führen. Hinzu kommen herausfordernde Umstände in der Logistik (neben Bauteillieferengpässen auch schwierige Transportwege durch Mangel an verfügbaren Seecontainern, aber auch durch schwelende wie auch neu ausgebrochene Konflikte weltweit sowie unsicher gewordene Transportwege bspw. durch das Rote Meer) sowie auch kundenseitige Nachfrageschwankungen durch eine reduzierte Produktion aufgrund der gleichen aufgeführten Probleme bei anderen Automobilzulieferern. Der Konflikt in der Ukraine mag im kommenden Geschäftsjahr gegebenenfalls nicht mehr so dominierend sein, dennoch gesellen sich weitere Risiken durch neue Hotspots wie Israel/Palästina, Südamerika bzw. China/Taiwan hinzu und könnten Spuren hinterlassen, speziell auf Seiten der Kunden von Harman und den daraus resultierenden weiteren Nachfrageschwankungen.

Durch die Zugehörigkeit der Harman-Gruppe zum Samsung-Konzern werden keine ernsten Liquiditätsprobleme erwartet.

Allgemeine Risikobeurteilung

Zusätzlich zu den genannten Risiken sind auf Basis der derzeit bekannten Informationen keine weiteren Risiken zu erkennen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft schwerwiegend belasten oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

5. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Situation und Situation der Automobilbranche

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose zum Wachstum der Weltwirtschaft 2024 im Vergleich zur Prognose im Oktober des vergangenen Jahres leicht auf 3,1 % angehoben. Für 2025 wird unverändert mit einem Wachstum von 3,2 % gerechnet. Die globale Erholung der Wirtschaft von Pandemie, der Invasion Russlands in der Ukraine sowie durch hohe Inflation gestiegenen Lebenshaltungskosten zeigt sich erstaunlich widerstandsfähig. Die Inflation sinkt schneller als erwartet von Spitzenwerten im Jahr 2022 mit geringeren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt als ursprünglich erwartet. Die nach wie vor zur Bekämpfung der Inflation hohen Zinsen lassen allerdings keine noch positivere Prognose für die Folgejahre zu, welche somit unter dem historischen jährlichen Durchschnitt der Jahre von 2000 bis 2019 von 3,8 % bleibt. In den USA wird sich das Wachstum voraussichtlich von 2,5 % im Jahr 2023 auf 2,1 % (2024) und 1,7 % (2025) abschwächen, was hauptsächlich auf die verzögerten Effekte einer restriktiveren Geldpolitik zurückzuführen ist. In Europa wird eine leichte Erholung von niedrigem Wachstum von 0,5 % im Jahr 2023 auf 0,9 % in 2024 und 1,7 % in 2025 prognostiziert. Die Erholung ist hauptsächlich auf stärkeren Konsum zurückzuführen infolge deutlich gesunkener Energiepreise nach dem Preisschock 2022 sowie der stark gesunkenen Inflationsraten. In China geht der IWF von einem Wachstum von 4,6 % im Jahr 2024 sowie 4,1 % in 2025 aus.

Die globale Automobilproduktion konnte im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 stark um 9,4 % gesteigert werden, wodurch die letztjährige Vorhersage von 3,6 % deutlich übertroffen wurde. Eine Rückkehr zum Niveau der im Jahr 2017 produzierten 95 Mio. Einheiten ist bis zum Jahr 2026 gemäß neuesten Prognosen nicht in Aussicht. Nach einem sehr starken Jahr 2023 und der Rückkehr zu prä-pandemischen Produktionszahlen rechnet die IHS Markit im Januar mit einem leichten Rückgang der Automobilproduktion um 0,5 % auf ca. 89,6 Mio. Fahrzeuge in Jahr 2024. Bezogen auf die Hauptmärkte bedeutet dies für Europa ein Negativwachstum von -2,0 %, für Nordamerika ein leichtes Wachstum von 1,0 % und für China ein Nullwachstum. Hauptgrund hierfür ist speziell in Europa, dass die Produktionsrückstände basierend auf Problemen in den Halbleiter-Lieferketten in 2023 weitestgehend aufgeholt wurden.

Unternehmensentwicklung

Das abgelaufene Geschäftsjahr war weiterhin geprägt durch den Bauteilemangel im Halbleiterberreich und den daraus resultierenden Preissteigerungen. Unabhängig davon wurden die angestoßenen Organisationsänderungen zur Sicherstellung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit konsequent weiter vorangetrieben.

Unsicherheit durch Rezessionsängste, wie auch die Anzahl zunehmender Krisenherde, haben die Automobilnachfrage weiterhin negativ beeinflusst, wenn auch die Abätze bei den Kunden im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen wieder angezogen haben. Trotz weiterhin bestehender Engpässe in den Lieferketten gab es einen deutlichen Umsatzanstieg sowie sich verbessernde Margen durch die Beteiligungen von Kunden an gestiegenen Preisen für Material- und Frachtkosten. Das Unternehmen hat Kostensenkungsprogramme weiter umgesetzt, um die zuvor beschriebenen negativen Einflüsse abzufedern. Parallel laufen Gespräche mit den Kunden bzgl. der Beauftragung für die Entwicklung weiterer Nachfolgergenerationen bzw. für die Volumenausweitung bestehender Kundenprojekte. Die Gesellschaft steht dazu mit vielen Kunden in engem Austausch, um die technologischen Möglichkeiten und Herausforderungen der übernächsten Generationen, inkl. der veränderten Anforderungen durch neue Mobilitätskonzepte, abzustimmen bzw. die technologischen Konzepte dazu entsprechend vorzustellen.

Für die HBAS wird für das kommende Geschäftsjahr von einem niedrigeren Umsatz im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 im unteren zweistelligen prozentualen Bereich ausgegangen, da die Kostenbeteiligungen der Kunden deutlich zurückgehen werden. Gegenläufig wird die Serienbelieferung eines japanischen Kunden als auch als auch eines europäischen Massenherstellers gegenüber dem abgelaufenen Jahr steigend erwartet. Darüber hinaus wird aufgrund gestiegener Absatzplanung bei verbundenen Unternehmen ein deutlich höherer Margentransfer erwartet. Die Margen stehen, wie für die Automobilzulieferindustrie typisch, weiter unter Druck, getrieben vor allem durch jährliche Preisreduzierungen, aber auch durch gestiegene Rohmaterialpreise. Darüber hinaus erwarten die Automobilhersteller Preisoptimierungen von Gerätegeneration zu Gerätegeneration, trotz technologischer Weiterentwicklung und erhöhter Funktionalität. Dies wirkt sich selbst bei stabilen Volumen negativ auf die Umsatzerlöse aus. Das Unternehmen begegnet diesen marktüblichen Herausforderungen mit weiter intensivierten Initiativen zur Steigerung der Kosteneffizienz. Zudem wird das Unternehmen auch im kommenden Geschäftsjahr die Preissteigerungen, sowohl im Halbleiterbereich als auch im Logistikbereich, an die Kunden weitergeben, so wie es bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren erfolgt ist. In Summe wird für 2024 ein positives Betriebsergebnis moderat über dem Niveau der Vorjahre erwartet.

Wie oben angeführt, arbeitet die Gesellschaft fortlaufend an der Optimierung ihrer Produkte im Hinblick auf Kostensenkungen, bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung. Ebenso werden Ansätze zu weiteren Effizienzsteigerungen verfolgt. Diese können ggf. zu zusätzlichen kurzfristigen Aufwendungen oder Investitionen führen, deren ergebnisverbessernde Effekte sich erst in zukünftigen Perioden realisieren werden.

Entwicklungsschwerpunkte werden in den kommenden Jahren weiterhin der Ausbau von neuen Produktlinien und hierbei die Erreichung der Marktreife sein. Um Kunden auch mit aktuellen Produktlösungen gewinnen zu können, sind gleichzeitig evolutionäre Weiterentwicklungen der gegenwärtigen Marktlösungen im Premiumbereich erforderlich. Hier liegt ein großes Augenmerk auf der Integration von bestehenden und zukünftigen Lösungen aus den Bereichen Intelligent Cockpit, Car Audio und Connectivity. Die neu vorgestellten 'Ready' Produktlinien, die bereits ihre Marktreife erreicht haben, d.h. im Bereich Fahrerüberwachungssyteme (DMS), Augmented Reality, Seat-based Audio und auch hochauflösende NeoQLED Displays, werden sukzessive weiterentwickelt und durch domänenübergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Teams mit neuen Lösungen aus dem Hard- und Softwarebereich erweitert. Der Fokus liegt hierbei darauf, durch integrierte Lösungen das bestmögliche Nutzererlebnis innerhalb der Fahrgastzelle zu gewährleisten und sich auch langfristig als Marktführer behaupten zu können.

Im Bereich der Connectivity Lösungen konzentrieren sich die zukünftigen Entwicklungen darauf, das Kernsegment um die Telematic Control Unit weiter zu stärken, u.a. mit Produkten wie 'Ready Connect'. Ein größeres Augenmerk wird in Zukunft auch auf die Evolution der E/E-Gesamtarchitektur des Autos gelegt werden, um Möglichkeiten für weitere Produktentwicklungen evaluieren zu können. Weiterhin zentrale Aufgabe in allen Entwicklungsbereichen ist es, den Anteil von kundenübergreifenden Plattformlösungen zu erhöhen, um die Wiederverwendbarkeit von Entwicklungsergebnissen weiter zu verbessern und somit die Produktkosten weiter zu senken. Zusätzliche Schwerpunkte werden auch in Zukunft die Bereiche Cloud-Lösungen, Cyber Security und innovative Audiolösungen für den OEM- und Endkundenmarkt sein.

An Investitionen sind im kommenden Geschäftsjahr ca. 17,5 Mio. EUR für technische Anlagen und Maschinen, immaterielle Vermögensgegenstände sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen geplant.

 

Karlsbad, den 14. Mai 2024

Harman Becker Automotive Systems GmbH

Die Geschäftsführung

Oliver Mundle, Geschäftsführer

Hildur Kirchdörfer, Geschäftsführerin

Matthias Joos, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich eworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.170.686,00 6.386.034,00
2. Geleistete Anzahlungen 729.650,99 7.900.336,99 992.666,30 7.378.700,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.775.667,26 19.858.908,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.221.543,00 16.234.038,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.617.476,00 8.822.974,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.919.289,74 47.533.976,00 1.360.219,55 46.276.139,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 63.753,27 63.753,27
55.498.066,26 53.718.593,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.408.617,78 12.459.033,67
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 82.860.267,55 191.145.457,50
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 25.949.281,87 121.218.167,20 25.401.331,05 229.005.822,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 215.002.497,26 101.988.271,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 349.478.989,09 260.106.308,93
3. Sonstige Vermögensgegenstände 113.898.199,14 678.379.685,49 104.639.324,97 466.733.905,59
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.712,19 1.778.464,33
799.610.564,88 697.518.192,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.094.822,81 3.868.709,31
861.203.453,95 755.105.494,83

Passiva

EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Kapitalrücklage 13.285.147,75 13.285.147,75
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 5.096.460,82 5.096.460,82
IV. Gewinnvortrag 85.704.710,81 85.704.710,81
104.597.611,26 104.597.611,26
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 79.011.744,00 77.614.346,00
2. Steuerrückstellungen 229.340,89 167.946,32
3. Sonstige Rückstellungen 292.123.266,67 267.988.039,66
371.364.351,56 345.770.331,98
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 163.107.209,16 132.133.085,68
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.654.284,46 31.857.216,02
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 166.091.183,04 114.132.326,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.389.386,60 7.321.388,36
360.242.063,26 285.444.016,87
D. Rechnungsabgrenzungsposten 24.999.427,87 19.293.534,72
861.203.453,95 755.105.494,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 874.068.298,33 714.585.617,46
2. Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -108.239.618,27 34.246.046,64
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 448.669,80 45.145,06
4. Sonstige betriebliche Erträge 33.782.404,98 55.444.437,65
5. Materialaufwand -267.584.867,69 -250.307.363,42
6. Personalaufwand -157.953.089,90 -151.180.471,26
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -16.946.096,69 -22.204.914,80
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -301.930.336,63 -327.821.558,36
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.056.133,64 1.649.566,91
- davon aus verbundene Unternehmen EUR 8.016.581,61 (i. Vj. EUR 70.234,95) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.883.531,34 -2.562.321,76
- davon an verbundene Unternehmen EUR 302.149,12 (i. Vj. EUR 969.974,08) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.179.870,22 -1.241.041,04
12. Ergebnis nach Steuern 62.638.096,01 50.653.143,08
13. Sonstige Steuern -712.631,38 -362.985,51
14. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -61.925.464,63 -50.290.157,57
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Harman Becker Automotive Systems GmbH, Karlsbad (auch kurz "Harman Becker", "HBAS" oder "Gesellschaft" genannt), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Harman Becker Automotive Systems GmbH mit Sitz in Karlsbad im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 361395 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten erfasst und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige nutzungsbedingte und außerplanmäßige Abschreibungen gekürzt. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen werden neben den Einzelkosten für Material und Lohn anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode; sie sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände bemessen. Gebäude werden unverändert zum Vorjahr längstens in 50 Jahren, Betriebsvorrichtungen längstens in 20 Jahren, Maschinen und andere Betriebs- und Geschäftsausstattung längstens in 10 Jahren sowie kurzlebige Organisationsmittel in drei Jahren abgeschrieben. Technischer Fortschritt und wirtschaftliche Veralterung sind gebührend berücksichtigt. Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 EUR und weniger als 1.000 EUR wird aus Vereinfachungsgründen ein Sammelposten gebildet, der mit 20 % p. a. linear abgeschrieben wird. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis einschließlich 250 EUR, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Soweit Anzahlungen auf Sachanlagen geleistet werden, sind diese zu Anschaffungskosten bilanziert.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zum Anschaffungswert oder - soweit notwendig - zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Liegen die Voraussetzungen der dauernden Wertminderung ganz oder teilweise nicht mehr vor, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Es werden nur Abwertungen für individuelle Bestandsrisiken, die sich aus verminderter Verwertbarkeit (Verschrottung) ergeben, vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, werden angemessene Abschläge vorgenommen. Der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen.

Flüssige Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Für zu erwartende Forderungsausfälle sind Einzelwertberichtigungen und für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung an den Forderungen vorgenommen worden.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Zur Absicherung eines Teils der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen bestehen Vermögensgegenstände, die nur zur Erfüllung dieser Schulden verwertet werden dürfen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Marktpreis entspricht. Dieser wird mit den jeweils zu Grunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als " Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung".

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck gebildet. Als Bewertungsmethode wird die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) verwendet. Es wird von dem Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren für alle Altersversorgungsverpflichtungen Gebrauch gemacht. Hierbei wurde zum Bilanzstichtag ein Rechnungszinsfuß von 1,83 % (i. Vj. 1,79 %), für die Dynamik der anrechenbaren Bezüge 3,00 % (i. Vj. 3,00 %), für die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung 2,80 % (i. Vj. 2,80 %) und für die Anpassung der laufenden Renten 2,00 % (i. Vj. 2,00 %) verwendet. Das Wahlrecht, Zinsänderungen gegenüber dem Vorjahr nicht im Personalaufwand, sondern im Finanzergebnis zu erfassen, wird in Anspruch genommen.

Aufgrund der Änderung des § 253 Abs. 6 HGB wurde die Durchschnittsbildung des Abzinsungssatzes seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 von sieben Jahren auf zehn Jahre verändert. Der Unterschiedsbetrag zu dem bisher verwendeten 7-Jahresdurschnittssatz nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Stichtag 31.12.2023 TEUR 1.102 (i. Vj. TEUR 4.975) und unterliegt einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat im Schreiben vom 23. Dezember 2016 bestätigt, dass eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre im Rahmen eines bestehenden Ergebnisabführungsbetrags nicht in Betracht kommt, sodass Gewinne, die auf der Anwendung des § 253 HGB beruhen, vollständig an den Organträger abgeführt werden können.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, wobei zukünftige Preis- und Kostensteigerungen bei der Bewertung gegebenenfalls berücksichtigt werden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellung für Jubiläen wird unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck gebildet. Als Bewertungsmethode wird die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) verwendet. Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläen erfolgt unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,75 % (i. Vj. 1,44%) sowie für die Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 3,00 % (i. Vj. 3,00 %) und für die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung von 3,00 % (i. Vj. 3,00 %).

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wird für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,75 % (i. Vj. 1,45 %). Sie enthält Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr kamen entsprechend § 256a HGB das Realisations- und das Imparitätsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) zur Anwendung.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Hierunter sind ausgewiesen:

Bilanzbetrag
EUR
Beteiligungshöhe
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
ISGPAS General Purpose Applications Systems GmbH, Hamburg 1 50 -96 -7 *)
Harman International Romania SRL, Bukarest, Rumänien 3.752 0,01 14.038 1.555 **)
Apostera UA LLC, Kyiv, Ukraine 60.000 100 455 272 ***)
Gesamt 63.753

*) Der letzte vorliegende Jahresabschluss datiert vom 30. Juni 2012.

**) Der letzte vorliegende Jahresabschluss datiert vom 31. Dezember 2022.

***) Der letzte vorliegende Jahresabschluss datiert vom 31. Dezember 2023.

Vorräte

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.409 12.459
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 82.860 191.146
Fertige Erzeugnisse und Waren 25.949 25.401
121.218 229.006

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 215.002 101.988
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 265.706 168.325
Forderungen gegen die Gesellschafterin 83.773 91.782
Sonstige Vermögensgegenstände 113.898 104.639
678.379 466.734

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten TEUR 121.452 (i. Vj. TEUR 3.642) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 30.867 (i. Vj. 145.757) und Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 234.839 (i. Vj. TEUR 22.568).

Im Geschäftsjahr umfassen die Forderungen gegen die Gesellschafterin Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 83.773 (i.Vj. TEUR 91.782). In der Bilanz sind diese als Teil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen die Gesellschafterin weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

Darüber hinaus haben sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 91.051 (i. Vj. TEUR 67.169) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Vorauszahlungen an Kunden.

Passiva

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 1.000.000,00 (EUR 511.291,88).

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich andere Gewinnrücklagen. Aus der im Geschäftsjahr 2010/2011 erfolgten erstmaligen Anwendung des BilMoG ergaben sich Erträge in Höhe von TEUR 5.096, die unmittelbar in die Gewinnrücklagen eingestellt wurden. Sie betreffen mit TEUR 1.549 Jubiläumsrückstellungen und mit TEUR 3.547 andere langfristige Rückstellungen.

Insgesamt bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge von TEUR 1.169. Diese betreffen das Deckungsvermögen mit TEUR 67 und die Zinsanpassung der Pensionsrückstellung mit TEUR 1.102. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach einer Ausschüttung verbleibenden frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags mindestens den angesetzten Beträgen entsprechen.

Rückstellungen

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 79.012 77.614
Steuerrückstellungen 229 168
Sonstige Rückstellungen 292.123 267.988
371.364 345.770

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Gewährleistungs- und Garantieverpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Lizenzentgelte, arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen, zu erteilende Gutschriften, noch zu leistende variable Kaufpreiszahlungen sowie Drohverluste enthalten.

Verrechnung von Vermögensgegenständen

Zur Absicherung eines Teils der Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen bestehen Vermögensgegenstände, die nur zur Erfüllung dieser Schulden verwertet werden dürfen. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurden Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 137 (i. Vj. TEUR 203) mit Pensionsverpflichtungen und Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.850 (i. Vj. TEUR 1.750) mit Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet:

Werte zum 31.12.2023 Rückstellungen für Pensionen (nicht abgesicherter Teil)
TEUR
Rückstellungen für Pensionen (abgesicherter Teil)
TEUR
Altersteilzeitverpflichtungen
TEUR
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen 79.012 137 4.348
Beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen 0 137 1.850
Rückstellung 79.012 0 2.498

Die mit den entsprechenden Aufwendungen verrechneten Erträge betragen insgesamt TEUR 66 (i. Vj. TEUR 42).

Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen TEUR 1.920, der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf TEUR 1.987. In Höhe der Differenz zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten der Vermögenswerte von TEUR 67 besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 S. 3 HGB.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
TEUR
von bis zu einem Jahr
TEUR
von mehr als einem Jahr
TEUR
davon mehr als fünf Jahre
TEUR
Gesamtbetrag
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 163.107 163.107 0 0 132.133
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.654 23.654 0 0 31.857
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 62.583 62.583 0 0 22.642
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 103.508 103.508 0 0 91.491
Sonstige Verbindlichkeiten 7.389 6.418 971 956 7.321
(davon aus Steuern) (2.151) (2.151) 0 0 (2.252)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (1) (1) 0 0 (24)
360.242 359.270 971 956 285.444

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Im Vorjahr hatten sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, mit Ausnahme von TEUR 937 sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 62.583 (i. Vj. TEUR 22.642).

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin beinhalten Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 61.925 (i. Vj. TEUR 50.290) sowie laufende Verbindlichkeiten aus Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 41.583 (i. Vj. TEUR 41.201).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die im Geschäftsjahr bereits an Kunden abgerechneten und gezahlten Leistungen wie Map-Updates und Backup-Services abgegrenzt, für welche die Leistungen erst in Folgejahren erbracht werden. Diese waren im Vorjahr unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wurde der Vorjahresbetrag in Höhe von TEUR 19.294 entsprechend umgegliedert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft entwickelt und stellt Systemkomponenten für die Automobilindustrie her.

Nach geographisch bestimmten Märkten ergibt sich folgende Zusammensetzung:

Umsatz mit Dritten 2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 483.805 330.579
Ausland 127.476 143.915
Summe Umsatz mit Dritten 611.281 474.494
Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen 262.881 240.349
Erlösschmälerungen -93 -257
874.068 714.586

Nach Geschäftseinheiten und Produktgruppen ergibt sich folgende Zusammensetzung:

2023
TEUR
2022
TEUR
Intelligent Cockpit und Connectivity 760.351 612.176
Entwicklungsdienstleistungen / MAP Services 296.414 169.078
Margentransfer 151.814 168.472
Headunit-Navigationssysteme / Aftermarket-Lösungen / Telematics 130.725 102.165
Diverse Zusatzkomponenten (Navigation, T/RSE, SDS, CSM) 104.389 100.099
Konzerninterne Dienstleistungen 61.884 39.078
Übrige 15.125 33.284
Car Audio 113.717 102.410
Margentransfer 35.184 16.305
Lautsprecher, Amplifier, Mikrofone und Sound Systeme 27.776 24.006
Top HiFi-Systeme 19.164 17.143
Entwicklungsdienstleistungen 7.386 11.070
High-End 6.979 3.365
Konzerninterne Dienstleistungen 5.825 11.661
Übrige 11.403 18.860
874.068 714.586

Sonstige betriebliche Erträge

2023
TEUR
2022
TEUR
Konzerninterne Verrechnungen 24.199 24.674
davon an Dienstleistungen der regionalen Konzernzentrale 10.758 11.723
davon an Einkaufs-Hub 9.579 8.148
Währungsgewinne 7.148 10.701
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.674 7.012
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 10 12.055
Übrige 751 1.002
33.782 55.444

An periodenfremden Erträgen sind im Berichtsjahr Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 10 (i. Vj. TEUR 12.055) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.674 (i. Vj. TEUR 7.012) angefallen. Es sind weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 99 (i. Vj. TEUR 156) angefallen. Diese enthalten im Geschäftsjahr im Wesentlichen Erträge aus dem Zahlungseingang für Entschädigungen aus Rechtsstreitigkeiten.

Materialaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 90.751 101.095
Aufwendungen für bezogene Leistungen 176.834 149.212
267.585 250.307

Personalaufwand/Mitarbeiter

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter 134.863 123.401
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 23.090 27.779
(davon für Altersversorgung) (1.968) (3.477)
157.953 151.180

Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 7 12
Angestellte 1.251 1.239
1.258 1.251

Der Personalaufwand enthält in Höhe von TEUR 59 (i. Vj. TEUR 194) Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 145 (i. Vj. TEUR 119) gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB auf das Anlagevermögen vorgenommen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
TEUR
2022
TEUR
Konzernintern bezogene Leistungen 168.278 157.011
davon zentrale Dienstleistungen der regionalen Zentrale 36.810 39.500
davon Aufwendungen für Einkaufs-Hub 22.241 24.479
Sonstige bezogene Fremdleistungen 48.395 59.419
Garantieaufwendungen 37.787 49.560
Währungsverluste 10.078 24.312
Wartung und Instandhaltung 8.652 6.020
Miete und Leasing 7.942 9.883
Reisekosten 3.228 2.202
Werbung und Verkaufsförderung 1.828 783
Übrige 15.742 18.632
301.930 327.822

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 1.148 (i. Vj. TEUR 1.699).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge des Berichtsjahres beinhalten Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.002 (i. Vj. TEUR 1.579).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand des Berichtsjahres beträgt TEUR 1.884 (i. Vj. TEUR 2.562). Dieser beinhaltet Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.515 (i. Vj. TEUR 1.498).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beträgt zum 31.12.2023 insgesamt TEUR 18.227 davon TEUR 36 gegenüber der Gesellschafterin. Die Verpflichtungen haben Laufzeiten bis zu neun Jahren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr belaufen sich auf TEUR 4.645.

Die Leasingverträge wurden vor dem Hintergrund der Optimierung der Kapitalbindung und dem flexibleren Austausch der Leasinggegenstände gegenüber Anlagengegenständen geschlossen. Die Leasingverträge enthalten keine Verpflichtungen zur Übernahme der Leasinggegenstände nach Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Leasinggegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden.

Aus erteilten Investitionsaufträgen besteht ein Bestellobligo von TEUR 3.617 (i. Vj. TEUR 4.771).

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Honorare des Abschlussprüfers beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 2.144 (i. Vj. TEUR 1.766). Hierbei entfielen für die Prüfung des Jahresabschlusses TEUR 362 (i. Vj. TEUR 356), für Steuerberatungsleistungen TEUR 62 (i. Vj. TEUR 167) sowie für sonstige Beratungsleistungen TEUR 1.720 (i. Vj. TEUR 1.242).

Mindeststeuergesetz (MinStG)

Der Konzern der Samsung Electronics Co. Ltd., Korea fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Harman Becker Automotive Systems GmbH noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG.

Die oberste Muttergesellschaft des Konzerns ist nicht in Deutschland ansässig, sodass für die Harman Becker Automotive Systems GmbH bzw. deren Gesellschafterin Harman Holding GmbH & Co. KG zukünftig nur das Risiko einer Steuermehrbelastung aus einer nationalen Ergänzungssteuer besteht. Die Harman Holding GmbH & Co. KG trägt als Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne des § 3 MinStG künftig etwaige entstehende Steuermehrbelastungen für in Deutschland belegene Geschäftseinheiten.

Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Während des Geschäftsjahres 2023 waren unverändert für die Anteilseignerseite in den aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat nach Drittelbeteiligungsgesetz bestellt:

Andrea Franke, Unterreichenbach

Senior Director Tax der Harman International Industries, Inc., Stamford, CT, USA Marko Ferdinand, Remchingen Director Legal Automotive Europe der Harman International Industries, Inc., Stamford, CT, USA

Für die Arbeitnehmerseite waren in den Aufsichtsrat bestellt:

Rudolf Ruhland, Landshut (bis 22.02.2024)

Betriebsratsmitglied der HBAS

Semra Yaver, Böblingen (ab 01.03.2024)

Betriebsratsmitglied der HBAS

Marko Ferdinand übte unverändert während des Geschäftsjahres das Amt des Vorsitzenden und Rudolf Ruhland das des stellvertretenden Vorsitzenden aus. Der Aufsichtsrat hat 2021 beschlossen, künftig nur eine Sitzung pro Kalenderhalbjahr durchzuführen: diese fanden im Geschäftsjahr 2023 am 10. Mai und 23. November 2023 statt.

Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr keine Bezüge.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Oliver Mundle, Stuttgart

Vice President Finance & Controlling Europe

Hildur Kirchdörfer, Bruchsal (ab 12.06.2023)

Vice President HR Engineering & Customer Groups

Matthias Joos, Darmstadt (ab 12.06.2023)

Senior Vice President Customer Group Europe

Markus Helfrich, München (bis 31.12.2023)

Senior Vice President Human Resources, Automotive Division

Christian Sobottka, Stuttgart (bis 30.06.2023)

Executive Vice President and President, Automotive Division

Peter Radtke, Ettlingen (bis 31.05.2023)

Senior Vice President CG Europe

Sämtliche Geschäftsführer sind bei der Harman Holding GmbH & Co. KG angestellt und erhalten keine Bezüge von der HBAS.

Für ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen beliefen sich die Bezüge auf TEUR 178 (i. Vj. TEUR 183); für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis sind TEUR 819 (i. Vj. TEUR 866) zurückgestellt.

Konzernverhältnisse

Die Harman Becker Automotive Systems GmbH ist ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB im Konzern der Samsung Electronics Co. Ltd., Korea. Letztere stellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die relevanten Auszüge des Konzernabschlusses der Samsung Electronics Co. Ltd. werden im Bundesanzeiger unter der Harman Inc. & Co. KG, Karlsbad, veröffentlicht.

Die Gesellschaft hat gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet, da sämtliche einzubeziehenden Tochterunternehmen zusammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

Gesellschafterin der Harman Becker Automotive Systems GmbH ist die Harman Holding GmbH & Co. KG, Karlsbad. Seit dem 19. November 2002 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 61.925 wird im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Gesellschafterin Harman Holding GmbH & Co. KG, Karlsbad, abgeführt und daher als Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin ausgewiesen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor.

 

Karlsbad, den 14. Mai 2024

Harman Becker Automotive Systems GmbH

Die Geschäftsführung

Oliver Mundle, Geschäftsführer

Hildur Kirchdörfer, Geschäftsführerin

Matthias Joos, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Kalenderjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 125.261.979,57 4.542.452,25 1.903.618,53 1.119.004,01 129.019.817,30
2. Firmenwert 20.363.649,80 0,00 0,00 0,00 20.363.649,80
3. Geleistete Anzahlungen 992.666,30 729.650,99 0,00 -992.666,30 729.650,99
146.618.295,67 5.272.103,24 1.903.618,53 126.337,71 150.113.118,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.430.419,68 1.119.602,39 1.601.249,07 0,00 53.948.773,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 67.403.992,85 3.914.562,57 906.839,84 858.061,93 71.269.777,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.670.577,36 3.688.625,27 4.183.824,82 203.337,66 97.378.715,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.360.219,55 4.746.807,49 0,00 -1.187.737,30 4.919.289,74
220.865.209,44 13.469.597,72 6.691.913,73 -126.337,71 227.516.555,72
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 76.891,39 0,00 0,00 0,00 76.891,39
367.560.396,50 18.741.700,96 8.595.532,26 0,00 377.706.565,20
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 118.875.945,57 4.876.804,26 0,00 1.903.618,53 121.849.131,30
2. Firmenwert 20.363.649,80 0,00 0,00 0,00 20.363.649,80
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
139.239.595,37 4.876.804,26 0,00 1.903.618,53 142.212.781,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.571.511,42 2.207.949,00 5.105,61 1.601.249,07 35.173.105,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.169.954,85 5.784.957,50 0,00 906.677,84 56.048.234,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.847.603,36 4.076.385,93 0,00 4.162.749,82 88.761.239,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
174.589.069,63 12.069.292,43 5.105,61 6.670.676,73 179.982.579,72
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.138,12 0,00 0,00 0,00 13.138,12
313.841.803,12 16.946.096,69 5.105,61 8.574.295,26 322.208.498,94
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.170.686,00 6.386.034,00
2. Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 729.650,99 992.666,30
7.900.336,99 7.378.700,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.775.667,26 19.858.908,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.221.543,00 16.234.038,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.617.476,00 8.822.974,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.919.289,74 1.360.219,55
47.533.976,00 46.276.139,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 63.753,27 63.753,27
55.498.066,26 53.718.593,38

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Harman Becker Automotive Systems GmbH, Karlsbad

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Harman Becker Automotive Systems GmbH, Karlsbad, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Harman Becker Automotive Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 15. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Landau, Wirtschaftsprüfer

ppa. Kerstin Riewe, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 01. Januar - 31. Dezember 2023

der Harman Becker Automotive Systems GmbH ("Gesellschaft")

Auch im Geschäftsjahr 2023 (1. Januar bis 31. Dezember 2023) hat der Aufsichtsrat der Harman Becker Automotive Systems GmbH die Führung der Gesellschaft überwacht und seine Beratungsfunktion bei wesentlichen Entscheidungen der Geschäftsführung erfüllt.

Die Entwicklung von Umsatz, Ergebnis und Beschäftigung sowie die Finanzlage und die strukturelle Weiterentwicklung des Unternehmens waren Gegenstand regelmäßiger Berichterstattung durch die Geschäftsführung und der Beratungen des Aufsichtsrats. Über Entscheidungen von grundlegender Bedeutung wurde der Aufsichtsrat informiert. Die Geschäftsführung unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form über die Geschäftsentwicklung, die Risikolage und über relevante Aspekte der Unternehmensplanung. Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden erläutert.

Der Aufsichtsrat setzte sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

1.

Marko Ferdinand (Vorsitzender)

2.

Andrea Franke

3.

Rudolf Ruhland (stv. Vorsitzender)

Diese Zusammensetzung blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert; Herr Ruhland hat sein Amt allerdings mit Wirkung zum 22.02.2024 niedergelegt.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden zwei ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, und zwar am 10. Mai und 23. November 2023.

Aufgrund der zahlenmäßig geringen Besetzung des Aufsichtsrats hat dieser davon abgesehen, einen Prüfungsausschuss einzurichten. Stattdessen berichteten die Herren Matthias Knorr, Rainer Gebhardt und Nils Lamb direkt im Gremium über ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche (Internes Audit, Systemprüfung und IT-Audit).

Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen durch die Geschäftsführung über den Status der während des Geschäftsjahrs 2023 durchgeführten Organisations-, Transformations- und sonstigen wesentlichen Maßnahmen informiert.

Das Geschäftsjahr 2023 war vorwiegend geprägt durch den in den Vorjahren begonnenen Transformationsprozess der Automotive-Division von einer rein projektbezogenen hin zu einer Organisation, in der im Endzustand Projekte und selbstentwickelte Produkte jeweils gleichberechtigt ca. die Hälfte des Umsatzes der Division beisteuern sollen. Dies wurde unterstützt durch die Einführung der "SPACES"-Entwicklungsorganisation und der Umstellung der persönlichen Zielerreichung für Mitarbeiter mit Global Grade14+ bei der Harman Holding GmbH & Co. KG weg von individuellen Zielen hin zu den sog. "Transformational Goals", welche die Transformation unterstützen. Diese Ziele wurden fast vollständig erreicht und die ersten Beauftragungen von Automotive-Kunden für die neuen Projekte wurden erzielt.

In der Aufsichtsratssitzung vom 15. Mai 2024 wurden der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht geprüft. Alle Aufsichtsratsmitglieder erhielten rechtzeitig vor dieser Sitzung die Jahresabschlussunterlagen und den Prüfungsbericht sowie alle sonstigen Vorlagen. Diese Unterlagen wurden in dieser Sitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Vertreter des Abschlussprüfers und der Geschäftsleitung nahmen an dieser Sitzung teil, berichteten ausführlich über den Prüfungsverlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Diskussionen zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2023 wurde wieder ein signifikanter Gewinn erwirtschaftet. Dieser wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Harman Holding GmbH & Co. KG abgeführt; folglich gab es keinen Vorschlag für eine Gewinnverwendung. Informatorisch waren die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses eingeladen und nahmen die Ausführungen des Abschlussprüfers und der Geschäftsleitung zur Kenntnis.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind von der durch die Gesellschafterversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dem Ergebnis dieser Prüfung stimmen wir zu. Wir haben den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss gebilligt.

PricewaterhouseCoopers hat nach Prüfung des Jahresabschlusses 2023 die Abschlussprüfung turnusmäßig an die KMPG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als neuen Wirtschaftsprüfer ab dem Geschäftsjahr 2024 abgegeben.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 17.05.2024 festgestellt.

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