HIRSCH Erlenbach Sales GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IsoBouw GmbHAbstattJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht 2018IsoBouw GmbH, AbstattI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die IsoBouw GmbH mit Sitz in Abstatt produziert in Abstatt, Bad Waldsee und Micheln EPS-Produkte (expandierbares Polystyrol) für den Wärme-, Schall- und Brandschutz. Die Einsatzmöglichkeiten reichen dabei von der Boden- und Kellerdämmung über die Wand bis zum Dach - für mehr Wohnkomfort und zur Schonung fossiler Ressourcen. Im Neubau genauso wie in der energetischen Sanierung. Seit Mai 2018 ist die Gesellschaft Teil der HIRSCH Servo Gruppe, mit Stammsitz in Österreich und 20 weiteren Produktionsstandorten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. 2. Forschung und Entwicklung Das Produktportfolio an Dämmstoffen wird laufend weiterentwickelt und an aktuelle Anforderungen angepasst. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Lage Die wirtschaftliche Lage in Deutschland war trotz der vielfältigen Unsicherheiten, wie der Diskussionen um einen ungeordneten Brexit, die weiterhin schwierige Finanzlage in Italien sowie der Zollkonflikt mit Amerika, stabil. Das Bruttosozialprodukt ist um 1,5 % gewachsen, wobei insbesondere der positive Konsum und Bruttoanlageninvestitionen zur insgesamt guten Entwicklung beigetragen haben. Für die Dämmstoffindustrie sind als die wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Faktoren die positive Investitionsbereitschaft der Bauherren, das aktuell weiterhin extrem niedrige Zinsniveau sowie die niedrige Arbeitslosenquote als Indikator des positiven Realeinkommens und einer guten Beschäftigungslage zu betrachten. Die Faktoren deuten allesamt auf die in 2018 vorhandene und vermutlich sich in den kommenden Jahren fortsetzende gute Bauwirtschaft hin. Die Hypothekenzinsen werden trotz gering aufkeimender Inflation moderat bleiben. Die Nominaleinkommen werden durch tarifliche Anpassungen auf einem hohen Niveau zu mehr Realeinkommen führen und die Arbeitslosigkeit wird vermutlich weiter sinken. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Der Gesamtwirtschaft folgend konnte die Bauwirtschaft in 2018 erneut im Umsatz nominal um 5-6 % und real unter Berücksichtigung einer deutlichen Preissteigerung um ca. 2 % zulegen. Der Wohnungsbau war im Umsatz mit 7 % nominal und real 3 % weiterhin maßgeblich. Dabei war der Mehrfamilienhausbau umsatzmäßig das tragende Element, während der Ein-/Zweifamilienhausbau sich stark rückläufig entwickelte. Auch der für den Dämmstoffbereich wichtige Wirtschaftsbau ist nominal um 5 % und real um 1 % im Umsatz im Jahr 2018 gestiegen. Die Baugenehmigungen 2018 als Indikator für 2019 zeigen neben den Umsätzen im Wohnungsbau mit einem Wachstum von 1,4 % einen weiterhin positiven Trend. Auch dabei bleibt der Mehrfamilienhausbau mit 4,5 % die tragende Säule. Ein- und insbesondere Zweifamilienhäuser bleiben mit -0,5 % bzw. -5,2 % weiterhin negativ. Branchenspezifische Statistiken für den Dämmstoffbereich liegen nicht vor, können jedoch aus dem Wohnungs- und Wirtschaftsbau abgeleitet werden. Dabei ist davon auszugehen, dass die Marktentwicklung der unterschiedlichen Dämmstofffraktionen EPS, Mineralwolle, XPS, PUR unterschiedlich verlaufen ist. Die EPS Industrie musste in 2018 noch mit den negativen Folgen einer in der Öffentlichkeit ausgetragenen und nicht immer sachlich geführten Diskussion, insbesondere um das Brandverhalten, leben. Dies hat in wesentlichen Anwendungsbereichen, wie in der Fassade, nochmals zu einem Rückgang geführt. Wir gehen davon aus, dass die EPS Industrie in 2018 den Tiefpunkt der Nachfrage gesehen hat. Die Versachlichung der Berichterstattung über den Dämmstoff EPS nimmt zu. Klarstellungen und Verbesserungen des Brand-/Umweltverhaltens durch stoffliche und anwendungstechnische Anpassungen zeigen Wirkung. 2. Geschäftsverlauf und Lage Mitte Mai 2018 fand ein Gesellschafterwechsel statt. Das Unternehmen wurde mit Wirkung zum 14. Mai 2018 zu 66 % an den Gesellschafter HIRSCH Porozell GmbH, Glanegg, Österreich und zu 34 % an die Genevad Holding AB, Solna, Schweden, verkauft. Mit dem Gesellschafterwechsel fand im Rahmen einer neuen Geschäftsführung auch ein Strategiewechsel mit umfangreichen Maßnahmen zur Restrukturierung statt. Diese Maßnahmen beinhalten insbesondere die Anpassung des Personals an die Beschäftigungslage sowie das Nutzen von Synergieeffekten mit den bereits vorhandenen EPS-Aktivitäten der Schwestergesellschaft HIRSCH Porozell GmbH, Deutschland. Insbesondere im Vertrieb, der Produktion, der Logistik und dem personellen Einkauf wurden diese Synergieeffekte umgehend nach der Übernahme umgesetzt. Entsprechend konnten die Personalkosten im weiteren Verlauf deutlich reduziert werden. Die Veränderung im Produktmix sowie umfangreiche Produktbereinigungen in Verbindung mit dem verstärkten Augenmerk auf hochwertigere Produkte wurden ebenfalls im Zuge der Umstrukturierung eingeleitet. Der Verkauf des Werkes Liesborn an die Karl Bachl Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG zum 30.09.2018 war ein weiterer wichtiger und notwendiger Schritt der Konsolidierung. Den zum Vorjahr über mehrere Monate hinweg steigenden Rohstoffkosten in 2018 wurde durch eine entsprechende Anpassung der Verkaufspreise Rechnung getragen. Die Verbesserung des Produktmix erfordert nicht nur eine Konzentration auf bestehende High-Value Produkte, sondern auch die weitere Entwicklung innovativer neuer Produkte in den Kernanwendungen Dach, Wand und Boden. Entsprechende Projekte wurden in 2018 für die IsoBouw GmbH und die Schwestergesellschaft HIRSCH Porozell GmbH definiert. Die nach der Übernahme eingeleitete Restrukturierung hat in den Folgemonaten des Geschäftsjahres 2018 zu einer Ertragswende geführt. Investitionen Die Investitionstätigkeit konzentrierte sich im Jahr 2018 weitgehend auf die mit behördlichen Auflagen verbundenen Maßnahmen des Brand- und Gewässerschutzes. Weitere Investitionen in die Effizienzsteigerung der Werke sind in den kommenden Jahren geplant. Das Investitionsvolumen belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 1.299 (Vorjahr: TEUR 1.151). Personal- und Sozialbereich Die Mitarbeiterzahl und die Personalkosten haben sich aufgrund des Verkaufs des Werkes Liesborn im vierten Quartal sowie aufgrund der Restrukturierung deutlich zum Vorjahr mit -15 % reduziert. Die volle Wirkung zum Vorjahr wird dabei im Geschäftsjahr 2019/2020 erzielt werden. Beurteilung der Entwicklung durch die Geschäftsführung Vor dem Hintergrund der schwierigen Ertragslage des Vorjahres und den 2018 erreichten Verbesserungen ist die Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 zunächst zufriedenstellend. Weitere Ertragsverbesserungen in den kommenden Jahren sind notwendig und geplant. Die nachfolgend zur Vermögens, Finanz- und Ertragslage dargestellten Kennzahlen sind mit den jeweiligen Vorjahresbeträgen nur eingeschränkt vergleichbar. Die Angaben für das Geschäftsjahr 2017 umfassen das Unternehmen IsoBouw GmbH mit 4 Werken (Abstatt, Bad Waldsee, Micheln, Liesborn) bis einschließlich September 2018, danach mit drei Werken (Verkauf des Standorts Liesborn). Darüber hinaus sind die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2018 wesentlich durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen beeinflusst. a. Ertragslage
Maßgeblich für die Verbesserung von EBITDA und Jahresergebnis sind die im Wirtschaftsjahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen. Das Betriebsergebnis liegt bei ermäßigten Umsatzerlösen deutlich über dem Niveau des Vorjahres. b. Vermögens- und Finanzlage
Langfristige Vermögenswerte Bei den langfristigen Vermögenswerten war im Geschäftsjahr 2018 eine Ermäßigung um TEUR 1.635 zu verzeichnen. Diese wurde durch den Verkauf des Werkes in Liesborn verursacht und spiegelt sich auch in den sonstigen Erlösen aus dem Buchgewinn aus Anlagenverkäufen. Kurzfristige Vermögenswerte Die kurzfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich um die Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.000 erhöht. Das Vorratsvermögen ermäßigte sich um TEUR 735 auf TEUR 4.883. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen bei TEUR 2.292. Eigenkapital Infolge des Gesellschafterwechsels wurden Verbindlichkeiten gegenüber der Synbra B.V. in Höhe von TEUR 22.900 im Wege der befreienden Schuldübernahme von der Synbra International B.V. übernommen und in die Kapitalrücklage eingebracht. Der Jahresfehlbetrag 2018 wird dem Verlustvortrag zugeschlagen. Das Eigenkapital beläuft sich auf 1,46 Mio. € und die Eigenkapitalquote beträgt 27,48%. Finanzmittel Eine stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs ist mittelfristig sichergestellt. Dies gilt für das operative Geschäft ebenso wie für Investitionen und Akquisitionen. Die Gesellschaft ist in den Cashpool des Hauptgesellschafters eingebunden. Die Liquidität hat sich 2018 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) stieg auf TEUR 813. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die Unternehmenssteuerung werden regelmäßig interne Berichte erstellt. Neben den Ergebnissen der Gesellschaft erfolgt die Steuerung der einzelnen Betriebstätten durch laufende Überwachung der folgenden Leistungsindikatoren:
Darüber hinaus werden zusätzlich die Kennzahlen Kundentreue, Ressourceneffizienz und Mitarbeiterfluktuation zur internen Steuerung heran gezogen. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als gut ein; unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. III. Prognosebericht Wir haben uns der zuversichtlichen Prognose der deutschen Bauwirtschaft für 2019 angeschlossen. Spürbare Impulse wurden im Wohnungsbau und im öffentlichen Bau erwartet, mit einem erwarteten Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe, was gleichermaßen für den Hochbau und Tiefbau erwartet wurde. Durch weiterhin günstige Hypothekenzinsen ist damit zu rechnen, dass sich der Wohnungsbau weiterhin auf hohem Niveau bewegt. Der Jahresbeginn 2019 hat sich auf Budgetniveau entwickelt, so dass wir von einem weiter verbesserten Geschäftsverlauf gegenüber dem Vorjahr ausgehen. Wir werden in 2019 das Geschäftsjahr der IsoBouw GmbH an das abweichende Wirtschaftsjahr der Konzernmutter HIRSCH Servo AG anpassen. Dieses beginnt am 01. April und endet am 31. März. Entsprechend werden wir ein Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.03.2019 ausweisen. Die Synergieeffekte nach der Übernahme der IsoBouw-Aktivität sowie die operative Zusammenlegung der Geschäftsführung, der Finanzfunktion sowie des Controllings, der IT-Aktivitäten sowie auch im Besonderen die Zusammenführung der Vertriebsaktivität mit einer klaren einheitlichen Strategie sollen sowohl eine sichere Kostendeckung der IsoBouw GmbH als auch die geplante positiven Ergebnisse der HIRSCH Porozell GmbH absichern. Bis zum Ende des WJ 2019/2020 ist die Verschmelzung der beiden Schwestergesellschaften IsoBouw GmbH und HIRSCH Porozell GmbH geplant. Die Investitionen konzentrieren sich weiterhin auf die notwendigen Ersatzinvestitionen sowie auf die Verbesserung der Produktivität und den Ausbau unserer Innovationen. Insbesondere im Bereich der Entwicklung, der im Verbund mit der Schwestergesellschaft HIRSCH Porozell GmbH betrieben wird, haben wir zukunftsweisende Entwicklungen bis zur Marktreife abgeschlossen, welche zu einer stärkeren Kundenbindung führen werden. Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2019 ergaben sich die vorläufigen Werte:
Für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis 31. März 2020 erwarten wir:
IV. Chancen- und Risikobericht Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Geschäftsführung der Unternehmung ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut: Neben der laufenden Überwachung der Forderungen und einem straffen Mahnwesen erfolgen regelmäßige Warenbestandskontrollen durch Inventur. So begegnen wir der Gefahr, dass sich im Tagesgeschäft Risiken kumulieren. Neben der laufenden Überwachung unserer Umsatzentwicklung - auch in Relation zu unseren Wettbewerbern - und der Entwicklung des Umsatzes einzelner Kunden berücksichtigen die regelmäßigen Abschlüsse anteilige Kostenabgrenzungen. Im Rahmen des Kontroll- und Überwachsungssystems werden monatlich anhand der Ergebnisrechnung Erfolgskontrollen sowie Vorschaurechnungen durchgeführt. Des Weiteren wird jährlich eine Drei-Jahres-Planung erstellt. Risiken Die Vielzahl von geopolitischen Risiken und die nicht vorhersehbare Entwicklung können die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Überkapazitäten, insbesondere in den Standard-Anwendungen haben sich in den letzten Jahren durch das Ausscheiden kleinerer Marktteilnehmer kontinuierlich verringert. Durch eine Fokussierung unseres Produktmix auf vermehrt hochwertige Produkte inkl. innovativer Produkte verringern wir die Risiken aus dem Standardbereich. Die Finanzplanung und -überwachung umfasst auch Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsschwankungen. Aufgrund der stabilen Eigenkapitalsituation und der Anbindung der Gesellschaft an das Cashpooling der HIRSCH-Gruppe sind derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Sämtliche Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Chancen Die HIRSCH Servo Gruppe vereint in den beiden Geschäftsfeldern EPS-Verarbeitung und Technologie rund 1.200 Mitarbeiter, durch deren Know-How die Gruppe bestens aufgestellt ist, um sich langfristig die Vorreiterrolle in der EPS- und EPP-Branche zu erarbeiten bzw. weiter auszubauen. Die IsoBouw GmbH wird durch die Zugehörigkeit zu dieser Unternehmensgruppe von vielfältigen Synergieeffekten profitieren können. So ergeben sich im operativen Bereich Chancen durch eine deutliche Verbesserung des Produktportfolios sowie in der Steigerung der Effizienz der Prozesse, der Produktion, der Logistik und des Vertriebs. Mit unseren Neuprodukten im WDVS-Bereich planen wir nicht nur hier den Absatz in 2019 weiter zu steigern, sondern ebenso die Absatzmenge in den weiteren Produktbereichen zu unterstützen. Im April 2019 wurde im Vorfeld der mit Beginn des Geschäftsjahres 2019/20 umgesetzten Zusammenarbeit mit geplanter zukünftiger Verschmelzung mit der deutschen HIRSCH Porozell GmbH ein Alleinvertriebsvertrag geschlossen, welcher der HIRSCH Porozell GmbH eine prozentual fixe Nettomarge bei freier Gestaltung der Preise und Bedingungen gegenüber Kunden einräumt. Einschätzung: Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung, mit Ausnahme der im Text erwähnten Veränderungen, nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung vor dem Hintergrund der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sowie der zu erwartenden Synergieeffekte gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. V. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft hat in Micheln und Bad Waldsee unselbständige Betriebsstätten begründet. Wie unter "II. Wirtschaftsbericht" beschrieben, wurde der Standort Liesborn in 2018 verkauft.
Abstatt, den 05.09.2019 Christian Grimm BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2018IsoBouw GmbH, AbstattAllgemeine Bemerkungen: Der Jahresabschluss 2018 ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 (3) HGB. Notwendige Bilanzvermerke, mit Ausnahme der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens, sind dem jeweiligen Bilanzposten beigefügt. Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage zu diesem Anhang. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: IsoBouw GmbH Firmensitz laut Registergericht: Abstatt Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Stuttgart Register-Nr.: 101036 Notwendige Bilanzvermerke und Vermerke in der Gewinn- und Verlustrechnung sind teilweise im Anhang gemacht. Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage zu diesem Anhang. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Bestimmungen; die allgemeinen Bewertungsgrundsätze des § 252 HGB sind gewahrt. Eine Abweichung zur Steuerbilanz ergibt sich aus der Anwendung des BilMoG für die Bewertung der Pensionsrückstellung und des Anlagevermögens. Aktivposten Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände, die zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt sind, werden planmäßig nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear und zeitanteilig abgeschrieben. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear und zeitanteilig vorgenommen. Die Zugänge für geringwertige Wirtschaftsgüter wurden entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften abgeschrieben. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Netto-Einstandspreisen bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu innerbetrieblichen, werksbezogenen Herstellungskosten unter Einbeziehung der anteiligen Gemeinkosten nach § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Fremdkapitalkosten wurden dabei nicht einbezogen. Abschläge für beschädigte Waren sind vorgenommen. Waren sind mit den Netto-Einstandspreisen angesetzt. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringlichkeit in Frage steht, werden Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten der Rechnungsabgrenzung betrifft Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passivposten Rückstellungen Die Rückstellung für Pensionen wurde nach § 253 HGB ermittelt. Als Bewertungsansatz wurde der gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB von der Bundesbank ermittelte 7jährige Durchschnittsrechnungszinsfuß von 2,36 % angewendet. Die Berechnung erfolgte mit der Projected Unit Credit Method auf der Grundlage der Richttafel 2018G Prof. Dr. Klaus Heubeck, unter Zugrundlegung einer Lohn- und Gehaltsdynamik von 2,00% p.a. sowie einer Rentendynamik von 1,00% p.a. Auf eine Einbeziehung der Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde verzichtet. Der saldierte Aufwand zur Pensionsrückstellung setzt sich wie folgt zusammen:
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zu Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 282.352,00, dieser Betrag ist für die Ausschüttung gesperrt. In 2018 sind Renten an ausgeschiedene Geschäftsführer in Höhe von € 59.752,00 ausbezahlt. Rückstellungen für ausgeschiedene Geschäftsführer sind in Höhe von € 945.515,00 in der Pensionsrückstellung enthalten. Die sonstigen Rückstellungen sind angemessen und nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihres Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden entsprechend der handelsrechtlichen Vorschriften gemäß § 253 (2) HGB abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus Kundenverpflichtungen (€ 2.110.827,83), Personalrückstellungen (€ 429.887,00), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (€ 215.750,00), Gewährleistungsrückstellungen (€ 50.000,00) sowie übrige Rückstellungen (€ 230.250,00). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Eine Besicherung der Verbindlichkeiten besteht nicht.
Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufstellung erfolgte in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Unterteilung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten stellt sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Dämmstoffe. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 286.976,01 enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen sind mit € 1.915.483,10 ausgewiesen, diese betreffen überwiegend den Verkauf der Betriebsstätte Liesborn. Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von € 76.115,00 (i. Vj. € 79.592,00). Ergebnisverwendung: Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Angaben: Restverpflichtung aus Leasingverträgen bestehen zum 31.12.2018 in Höhe von T€ 49. Die durchschnittliche Zahl der innerhalb des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne von § 267 (5) HGB betrug:
Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrug T€ 22. Andere Leistungen wurden im Geschäftsjahr 2018 nicht erbracht. Im Geschäftsjahr 2018 sind die folgenden Geschäfte mit nahestehende Unternehmen und Personen durch die Gesellschaft erfolgt (sämtlich mit verbundenen Unternehmen): - Rohstoffeinkäufe T€ 15.738 - Aufwendungen für Managementumlagen T€ 314 - Zinsaufwendungen T€ 528 Die Offenlegung des Vorjahresabschlusses in deutscher Sprache wurde beim elektronischen Bundesanzeiger am 30.08.2019 eingereicht. Mitglieder der Geschäftsführung waren: Herr Christoph Nielacny, Geschäftsführer, Bottrop, bis 14.05.2018 Herr Jozef Hendrikus Verstegen, Geschäftsführer, Berg en Dal (Niederlande) bis 14.05.2018 Herr Christian Grimm, Geschäftsführer, Herzebrock-Clarholz ab 14.05.2018 - jeweils Alleinvertretung mit Befreiung von § 181 BGB - Die Angaben von Geschäftsführerbezügen nach § 285 Nr. 9 HGB werden gemäß § 286 (4) HGB unterlassen. Konzernabschluss: Die HIRSCH Servo AG, Glanegg, Österreich, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten zu konsolidierenden Kreis auf. Die Herz Industries GmbH, Wien, Österreich, stellt den Konzernabschluss für den größten zu konsolidierenden Kreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Amtsblatt der Wiener Zeitung veröffentlicht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wären.
Abstatt, den 05.09.2019 IsoBouw GmbH Christian Grimm Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.09.2019 festgestellt. BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IsoBouw GmbH, Abstatt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IsoBouw GmbH, Abstatt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IsoBouw GmbH, Abstatt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Königstein, den 5. September 2019 SGK
Auditnet GmbH
Benjamin Schimmel, Wirtschaftsprüfer Florian Klenke, Wirtschaftsprüfer |
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