Hang zur Sonne GmbH
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Alfred Ritter GmbH & Co. KGWaldenbuchKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Alfred Ritter GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Alfred Ritter GmbH & Co. KG, Waldenbuch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Alfred Ritter GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 19. Mai 2021 Ernst
& Young GmbH
Marbler, Wirtschaftsprüfer Hummel, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Stand: 22.04.2021 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2020
Stand: 12.04.2021 Konzern-Kapitalflussrechnung für 2020
Stand: 13.04.2021 Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2020
Konzernanhang für 20201. Allgemeine Grundsätze Das Mutterunternehmen ist die Alfred Ritter GmbH & Co. KG mit Sitz in Waldenbuch. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen (HRA 242329). Der Konzernabschluss der Alfred Ritter GmbH & Co. KG wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt erfolgen Angaben in Tausend Euro. Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet. Der Konzernabschluss der Alfred Ritter GmbH & Co. KG wurde gemäß §§ 290 ff. HGB erstellt. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Alfred Ritter GmbH & Co. KG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Alfred Ritter GmbH & Co. KG erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden die Alfred Ritter GmbH & Co. KG, Waldenbuch (Muttergesellschaft), 3 inländische und 8 ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Erstmalig im Geschäftsjahr 2020 wurde die neu gegründete Gesellschaft Alfred Ritter GmbH in Breitenbrunn (Österreich) in den Konzernabschluss miteinbezogen. Die neue Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2020 eine Bilanzsumme von TEUR 5.026 und im Berichtsjahr keine Umsatzerlöse generiert. Die konsolidierten Gesellschaften sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Befreiungsvorschriften für inländische Gesellschaften Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG nimmt die Erleichterungsvorschrift des § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung ihres Jahresabschlusses in Anspruch. Konsolidierungsmethoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt, die denen des Mutterunternehmens entsprechen. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angepasst, soweit sie nicht den HGB-Grundsätzen entsprechen und die Bewertungsabweichungen wesentlich sind. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden innerhalb des Eigenkapitals/der Gewinnrücklagen erfasst. Passive Unterschiedsbeträge haben Eigenkapitalcharakter und wurden daher mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs nach dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Grundsätzlich wird ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Wird ein Unternehmen erstkonsolidiert, das zuvor aufgrund eines Einbeziehungswahlrechts nicht konsolidiert wurde, und entsteht aufgrund thesaurierter Gewinne zwischen Erwerbs- und Erstkonsolidierungszeitpunkt der Tochtergesellschaft ein passiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser "technische" passive Unterschiedsbetrag erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen des Konzerns eingestellt. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. In der Konzernbilanz werden die Vorräte aus konzerninternen Bezügen zu Konzernherstellungskosten angesetzt, das Niederstwertprinzip wird beachtet. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen sind aufgerechnet, aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen stammende Zwischenergebnisse sind eliminiert, ebenso Aufwendungen und Erträge zwischen einbezogenen Unternehmen. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen sind für Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, latente Steuern berücksichtigt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 bis 5 Jahre, lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die in 2008 und ab 2010 neu angeschafften beweglichen Wirtschaftsgüter werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und pauschalierend jeweils 20 % p. a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Ausländische Gesellschaften schreiben grundsätzlich linear ab. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Bei fertigen Erzeugnissen wurden Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und einen angemessenen Gewinn vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen werden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Bewertungseinheiten wurden gemäß § 254 HGB für schwebende Festpreisbeschaffungskontrakte zum physischen Bezug unterschiedlicher Rohstoffe mit Lieferzeitraum 2021 und 2022 gebildet. Zudem wurden Kakaokontrakte für den Zeitraum 2021 bis 2022 abgeschlossen. Beim abgesicherten Risiko handelt es sich um das Commodity-Preisänderungsrisiko. Bewertungseinheiten werden für die Kontrakte gebildet, für die ansonsten aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden gewesen wäre. Sofern die fixierten Preise der Beschaffungskontrakte, die in die Herstellungskosten mit einfließen, nicht zu einem negativen Planergebnis in 2021 und 2022 führen, sind die aus dem abgesicherten Festpreisrisiko und den Wiederbeschaffungskosten für den Absicherungszeitraum resultierenden Verlustüberhänge weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen (Einfrierungsmethode). Weiterhin werden Bewertungseinheiten im Hinblick auf das Fremdwährungsrisiko aus kontrahierten und geplanten Beschaffungsgeschäften, aus schwebenden Forderungsgeschäften sowie für geplante Abnahmeverpflichtungen gebildet. Als Sicherungsinstrumente sind die im Rahmen des betrieblichen Risikomanagements eingesetzten Fremdwährungsderivate designiert. Es wird die Einfrierungsmethode angewendet. Eine Bewertungseinheit wird zudem hinsichtlich des Börsenpreisrisikos für Kakao aus schwebenden Kakaoeinkaufsgeschäften in Nicaragua gebildet. Wie bereits in den Vorjahren wurden 2020 aufgrund des für das Unternehmen sehr guten Kakaobörsenpreises physische Kontrakte (Kakaomasse Westafrika) einerseits und Rohwarenswaps andererseits mittelfristig, d. h. für den Zeitraum bis 2023 als Preisabsicherung Kakao eingesetzt (Strategie: Absicherung 19+). Es wird die Einfrierungsmethode angewendet. Darüber hinaus wurden in 2020 ebenfalls aufgrund des sehr guten Zuckerbörsenpreises Rohwarenswaps auf Rohzucker bis in das Jahr 2023 abgeschlossen, um potenzielle Preisänderungsrisiken in der Beschaffung physischer Kontrakte zu minimieren (Strategie: Absicherung 21+). Es wird ebenfalls die Einfrierungsmethode angewendet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Es wurde das Projected Unit Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) angewendet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,30 % (Vj. 2,71 % bzw. 2,79%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,6 % (Vj. 2,6 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,5 % (Vj. 1,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 6,03 % (Vj. 5,58 %) berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1,253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren verteilt. Aus der Umstellung war für die Bilanzposition Pensionen und ähnliche Verpflichtungen insgesamt eine Zuführung in Höhe von 2,1 Mio. EUR erforderlich, die bis spätestens 31. Dezember 2024 mit mindestens einem Fünfzehntel pro Kalenderjahr angesammelt wird. Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt zum Bilanzstichtag 0,6 Mio. EUR. Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Soweit die zugrunde liegenden Verpflichtungen einen Zinsanteil enthalten, wurden die Rückstellungen zum Barwert mit einem Zinsfuß von 2,30% bzw. 1,60% (Vj. 2,71 % bzw. 1,97 %) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Währungsumrechnung Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Davon-Vermerke der Währungsumrechnung im Anhang enthalten realisierte und unrealisierte Währungsdifferenzen. 3. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Blatt 22 dargestellt. Anteilsbesitzliste
1) Gesellschaft wird gem. § 311 Abs. 2 HGB
nicht nach der Equity Methode bilanziert
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 469 (Vj. TEUR 181). Im Berichtsjahr werden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 868 (Vj. TEUR 19.755) ausgewiesen. Latente Steuern Die latenten Steuern aus Einzelabschlüssen resultieren im Wesentlichen aus folgenden Sachverhalten: Passive latente Steuern auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
Aktive latente Steuern auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich im Rahmen von Zwischenergebniseliminierungen. Die passiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich im Rahmen der Schuldenkonsolidierung. Die Steuersätze bewegen sich in einer Bandbreite zwischen 12 % und 25 %. Entwicklung der latenten Steuern
Eigenkapital Die Kapitalanteile betragen TEUR 30.802 und entsprechen der bei der Alfred Ritter GmbH & Co. KG ausgewiesenen Bilanzposition. Die Rücklagen enthalten erwirtschaftete Ergebnisse der konsolidierten Tochtergesellschaften und verrechnete Unterschiedsbeträge aus Kapitalkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des zehnjährigen und des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 3.237. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, ausstehende Lieferantenrechnungen, Altersteilzeitverpflichtungen, Langzeitkonten, Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Jubiläumsgelder gebildet. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 2.750 durch Grundpfandrechte gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 54.691 (Vj. TEUR 104.928) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 11.184 (Vj. TEUR 10.603) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern. Im Vorjahr waren Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 23.626 enthalten. 4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unrealisierte Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 562 (Vj. TEUR 442) und realisierte Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 956 (Vj. TEUR 1.502) enthalten, sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 805 (Vj. TEUR 2.220), die im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen beinhalten. Materialaufwand Währungseffekte in Bezug auf Materialaufwendungen (Rohstoffeinkauf), die sich aus der Differenz aus den Devisentermingeschäften und dem Stichtagskurs zum Zeitpunkt des Warenbezugs bzw. Kontraktabschlusses ergeben, werden den entsprechenden Materialaufwendungen 2020 direkt zugewiesen und damit im Materialaufwand verbucht.
Des Weiteren wurden Ergebniseffekte aus Währungs- und derivativen Rohstoffabsicherungen (TRY; Kakaoabsicherung 19+; Zuckerabsicherung 21+), die 2020 ausgeführt wurden, jedoch für den physischen Warenbezug 2021 und 2022 dienen, in den sonstigen Vermögensgegenständen und sonstigen Verbindlichkeiten abgegrenzt. Die ergebniswirksame Erfassung im Materialaufwand erfolgt bei Beendigung der Sicherungsbeziehung, d.h. bei physischer Lieferung bzw. Bezahlung des abgesicherten Einkauf kontraktes.
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Werbung, Transport- und Lagerkosten, Miet- und Leasingaufwendungen, Aufwendungen für Reparaturen sowie Reisekosten und Beratungsaufwendungen. Des Weiteren sind unrealisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.057 (Vj. TEUR 708), realisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.614 (Vj. TEUR 304) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 662 (Vj. TEUR 500) enthalten, bei denen es sich im Wesentlichen um Versicherungsbeiträge sowie Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen handelt. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 140 (Vj. TEUR 140) enthalten. Diese betreffen Aufwendungen aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge enthalten TEUR 364 (Vj. TEUR 308) Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den übrigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 687 (Vj. TEUR 767) enthalten. Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 264 (Vj. TEUR 310) auf verbundene Unternehmen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
Gewinnverwendungsbeschluss Die Gesellschafter des Mutterunternehmens beschließen, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 237 unter die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Kapitalanteile zu verteilen. 5. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks, Guthaben und jederzeit veräußerbare Wertpapiere. 6. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingvereinbarungen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von TEUR 10.716 (Vj. TEUR 11.447). Davon entfallen TEUR 6.753 auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises. Das Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen beträgt TEUR 1.494 (Vj. TEUR 7.786). Aus sonstigen Vereinbarungen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.516 (Vj. TEUR 2.844). Die Miet- und Leasingverträge enden grundsätzlich zwischen 2021 und 2025. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten nach § 254 HGB Derivative Finanzinstrumente werden einerseits zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos in britische Pfund (GBP), in US-Dollar (USD) und in Türkischer Lira (TRY) eingesetzt. Andererseits dienen Rohstoffderivate zur Absicherung des Kakaobohnenbörsenpreises für den Kakaobezug in Nicaragua und für die Beschaffung der Kakaomasse und Kakaobutter (Absicherung 19+) sowie für die Beschaffung von Zucker (Absicherung 21+). Das Fremdwährungsrisiko resultiert aus kontrahierten und geplanten Beschaffungsgeschäften für Rohstoffe in Fremdwährung. Alfred Ritter GmbH + Co. KG
OOO Ritter Schokolad
Die Optionsprämien in Höhe von TEUR 145 sind in den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bei den strukturierten Devisentermingeschäften handelt es sich um klassische Termingeschäfte mit einer zusätzlich gekauften Option, die eine Partizipationsmöglichkeit an einem bestimmten Kursverlauf bis zu einer bestimmten Grenze am Fälligkeitszeitpunkt ermöglicht. Der Sicherungscharakter entspricht dem eines Devisentermingeschäftes. Des Weiteren wurden Rohwarenswaps zur Absicherung des Börsenpreises Kakaobohne für den Kakaoeinkauf in Nicaragua in USD sowie Rohwarenswaps Kakaobohne in GBP und Rohzucker in USD für die Absicherung des zukünftigen Einkaufs von Kakaomasse und Kakaobutter sowie Zucker (Strategien: Absicherung 19+ und Absicherung 21+) abgeschlossen. Anders als in den Vorjahren wurden auf Seite unserer russischen Tochtergesellschaft im Jahr 2020 keinerlei Devisenabsicherungsgeschäfte für das Jahr 2021 abgeschlossen. Somit besteht zum 31. Dezember 2020 keine bilanzielle Pflichtangabe. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden durch geeignete Bewertungsmethoden anhand von Marktdaten ermittelt. Für Zwecke der in der obigen Tabelle angegebenen Marktwerte werden die Bestätigungen der Banken als Grundlage herangezogen. Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte, strukturierte Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen auf GBP, auf USD und auf TRY und Rohwarenswaps auf Kakaobohne und Rohzucker. Die gemäß der Risikosteuerungspolitik der Gesellschaft eingegangenen ökonomischen Sicherungsbeziehungen für Fremdwährungsrisiken werden auch handelsrechtlich durch die Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen. Zur Messung der Effektivität und zur Ermittlung des Betrags der bisherigen Unwirksamkeit wird die Critical-Term-Match-Methode angewendet. Die gegenläufigen Zahlungsströme aus den Grundgeschäften und den Sicherungsbeziehungen gleichen sich im Wesentlichen aus, sodass keine Rückstellung für Bewertungseinheiten passiviert wurde. Der Absicherungszeitraum beträgt zwischen einem Monat bis drei Jahren. Bei den abgesicherten geplanten Beschaffungsgeschäften handelt es sich um hoch wahrscheinlich erwartete Transaktionen zum physischen Bezug von Rohstoffen für die Produktion 2021 bis 2023. Die abgesicherten geplanten Abnahmeverpflichtungen werden in 2021 ebenfalls hoch wahrscheinlich erwartet. Des Weiteren werden Bewertungseinheiten für die Absicherung des Commodity-Preisänderungsrisikos gemäß der Risikosteuerungspolitik der Gesellschaft gebildet. Zum Bilanzstichtag wurden schwebende Festpreisbeschaffungskontrakte zum physischen Bezug unterschiedlicher Rohstoffe für den Lieferzeitraum 2021 als Sicherungsinstrumente in einer Portfolio-Bewertungseinheit je Rohstoff-Spezifikation designiert. Grundgeschäfte sind die jeweiligen Rohstoff-Komponenten der geplanten Absatzmenge für 2021. Aufgrund des relativ guten Kakaopreises wurden zudem mittelfristige Kontrakte für die Kakaobutter und Kakaomasse bis 2022 abgeschlossen. Bei den schwebenden Beschaffungskontrakten handelt es sich um bereits kontrahierte Einkäufe von Rohstoffen auf Termin für bestimmte Lieferzeiträume in 2021 und 2022 mit bereits fixierten Preisen bzw. Preiskomponenten. Da es nicht möglich ist, einzelne Beschaffungskontrakte zu einzelnen Absatzmengen zuzuordnen, sind Portfolio- Bewertungseinheiten gebildet worden. Die prospektive und retrospektive Effektivität der Sicherungsbeziehung wird durch den Vergleich der wesentlichen Konditionen von Grund- und Sicherungsgeschäft sichergestellt (Critical Term Match). Es ergeben sich keine Ineffektivitäten aus der Sicherungsbeziehung, sodass keine Rückstellung für Bewertungseinheiten zu bilden ist. Der Absicherungszeitraum beträgt bis zu 24 Monate.
Beim einbezogenen Betrag der Bewertungseinheit zum Commodity-Preisänderungsrisiko handelt es sich um den Nominalbetrag der in der Bewertungseinheit designierten Festpreisbeschaffungskontrakte, der in die Herstellungskosten einfließt. Beim einbezogenen Betrag der Bewertungseinheiten zum Fremdwährungsrisiko handelt es sich um das designierte Fremdwährungsvolumen der Grundgeschäfte in GBP, in USD und in TRY. Bei der Rohwarensicherung handelt es sich um das designierte Kontraktvolumen des Kakaoeinkaufs aus Nicaragua sowie um das zukünftige Kontraktvolumen in Kakaomasse und Kakaobutter sowie um das zukünftige Kontraktvolumen des Zuckereinkaufs. Die Sicherungsbeziehungen wurden formal designiert und schriftlich bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses dokumentiert. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Zum 31. Dezember 2020 besteht eine unverzinsliche unbesicherte kurzfristige Darlehensforderung gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 35.000 (Vj. TEUR 67.835). Darüber hinaus besteht zum 31. Dezember 2020 eine unverzinsliche kurzfristige Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 52.854 (Vj. TEUR 104.056). Außerdem besteht zum 31. Dezember 2020 eine unverzinsliche kurzfristige Darlehensverbindlichkeit gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 26.229 (Vj. TEUR 0). Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Die Arbeitnehmeranzahl gliedert sich wie folgt auf:
Konzernverhältnisse Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der R 2 Holding KG, Karlsbad, erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses und der in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Konzernunternehmen wurde in 2020 ein Honorar für Abschlussprüfungsleistungen von TEUR 90, für Steuerberatungsleistungen von TEUR 212 und für sonstige Leistungen von TEUR 23 entrichtet. Angabe der Gesamtbezüge der Organe für die Tätigkeit im Berichtsjahr Die Geschäftsführer der Muttergesellschaft haben im laufenden Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 2.064 (Vj. TEUR 2.195) erhalten. Die Vergütung für die Beiratsmitglieder betrug im Geschäftsjahr TEUR 274 (Vj. TEUR 384). Die Bezüge der früheren Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr TEUR 782 (Vj. TEUR 157). Für diese Personengruppe sind Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 2.888 (Vj. TEUR 2.564) gebildet. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Aufgrund der globalen Corona-Pandemie könnte es jedoch zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2021 kommen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf unsere Ausführung im Lagebericht Kapitel "Ausblick" und "Risiko- und Chancenbericht".
Waldenbuch, 19. Mai 2021 Andreas Ronken Bernhard Kühl Malte Dammann Asmus Wolff Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2020
Stand: 22.04.2021 Konzernlagebericht für 2020A. Grundlagen des Konzerns Überblick über die Ritter Sport Gruppe Seit der Gründung im Jahr 1912 ist das Kerngeschäft des schwäbischen Unternehmens die Herstellung und der Vertrieb von hochwertiger Tafelschokolade. Das Traditionsunter-nehmen genießt einen erstklassigen Ruf und ist über zahlreiche Distributionspartner sowie Vertriebsgesellschaften rund um den Globus vertreten. Die Produkte werden insbesondere an den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel vertrieben. Daneben werden die Produkte in den eigenen Verkaufsstellen, dem SchokoLaden in Waldenbuch und die Bunte SchokoWelt in Berlin, direkt an den Endkunden verkauft. Die Sorten von Ritter Sport-Schokolade in quadratischer Verpackung bestehen aktuell aus 20 Standardsorten (Bunte Vielfalt), 7 Nusssorten (Nuss-Klasse), 4 Sorten der Kakao-Klasse und weiteren Sondersorten, wie z. B. laktose- und glutenfreie, vegane sowie saisonale Sorten. Neben der klassischen Tafelschokolade werden auch andere Produkte, wie z. B. der Ritter Sport Rum Riegel, die Schokotäfelchen und Schokowürfel, unter der Marke "Ritter Sport" angeboten. Ab 2021 werden auch Waffelröllchen mit Haselnusscreme unter dem Markennamen "Amicelli" hergestellt und vertrieben, deren Markenrechte im Jahr 2020 von der Mars GmbH übernommen wurden. Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG mit Sitz in Waldenbuch ist die operative Holding der Gruppe. Sie hält direkt oder indirekt die Anteile an den zur Gruppe gehörenden Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2020 wurde die neu gegründete operative Gesellschaft Alfred Ritter GmbH in Breitenbrunn, Österreich, erstmalig in den Konzernabschluss miteinbezogen. B. Wirtschaftsbericht Branchenentwicklung 2020 Der deutsche Tafelschokoladenmarkt ist 2020 sowohl im Absatz (+5,8 %) als auch im Umsatz (+8,2 %) gewachsen. Der Absatz des bedeutsamen 100g - Segmentes liegt um 3,1 % über dem Vorjahreswert, während der Umsatz sogar um 6,8 % höher als im Jahr 2019 ausfällt. Ritter Sport gewinnt im hart umkämpften und aktionsgetriebenen deutschen Tafelschokoladenmarkt Marktanteile (wertmäßig 2020: 17,3 %; 2019: 17,2 %; mengenmäßig 2020: 16,2 %; 2019: 16,0 %). Die Anteile im 100g - Segment liegen ebenfalls sowohl mengen- als auch wertmäßig über den Werten des Vorjahres (wertmäßig 2020: 21,8 %; 2019: 20,9 %; mengenmäßig 2020: 21,0 %; 2019: 19,7 %). International konnte Ritter Sport seine Marktanteile in Großbritannien (2020: 1,1 %; 2019: 1,0 %) und Russland (2020: 6,6 %; 2019: 6,4 %) steigern. In Italien (Marktanteil 2020: 5,7 %) und Österreich (Marktanteil 2020: 8,0 %) kann Ritter Sport seine Position im Markt halten. In Dänemark (2020: 15,3 %; 2019: 17,1 %) und der Niederlande (2020: 3,5%; 2019: 3,9 %) ist der Marktanteil hingegen rückläufig (Quelle: IRi, Nielsen). Geschäftsverlauf des Konzerns Der Umsatz der Ritter Sport Gruppe lag im Geschäftsjahr 2020 bei 471,3 Mio. EUR (Vj. 486,6 Mio. EUR). Regional betrachtet lässt sich feststellen, dass der Inlandsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 % und die Umsätze im europäischen Ausland um 1,3 % gestiegen sind, wohingegen die Umsätze im Drittland um 13,5 % gesunken sind. Für weitere Informationen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Ertragslage". Die Vorjahresabsatzleistung wurde um 0,9 % unterschritten. In Summe erwirtschaftete die Gruppe einen Jahresüberschuss von 0,2 Mio. EUR. Ertragslage Die Umsatzerlöse erreichten kumuliert 471,3 Mio. EUR (Vj. 486,6 Mio. EUR), was einer Verringerung von 3,1 % zum Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders positiv haben sich die Umsätze in Großbritannien und in Osteuropa, insbesondere Russland, sowie im Bereich Flüssigschokolade entwickelt. Negative Entwicklungen, in erster Linie begründet durch die weltweite Corona-Pandemie, ergaben sich vor allem in Asien, in den USA sowie in den Bereichen Travel Retail und B2B. Die Gesamtleistung des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr um 20,2 Mio. EUR gesunken, was vor allem durch den Umsatzrückgang und durch die Bestandsverminderung des produzierenden Unternehmens zu begründen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr von 6,0 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR nur geringfügig gestiegen. Der Materialaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr geringfügig um 0,1 Mio. EUR auf 282,3 Mio. EUR. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl während des Geschäftsjahres beträgt 1.177 (Vj. 1.132), jeweils ohne Auszubildende. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Mio. EUR auf 73,1 Mio. EUR gesunken. Trotz gestiegener Mitarbeiterzahl begründet sich die Reduzierung auf das Ausbleiben einer Erfolgsbeteiligung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 119,6 Mio. EUR um 13,1 Mio. EUR auf 106,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Reduzierung resultiert aus dem Rückgang unterschiedlichster Aufwandspositionen. Das Finanzergebnis von /. 0,8 Mio. EUR hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. EUR verbessert, welches im Wesentlichen auf eine Verringerung der Zinsaufwendungen zurückzuführen ist. Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen 2,0 Mio. EUR (Vj. 2,3 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2020 hat die Gruppe einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,2 Mio. EUR erzielt (Vj. 5,4 Mio. EUR) erzielt. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 53,1 Mio. EUR auf 61,7 Mio. EUR erhöht, was zum einen auf gestiegene Anzahlungen und Anlagen im Bau sowie auf Zugänge bei den Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen ist. Das Umlaufvermögen hat sich um 55,8 Mio. EUR auf 157,2 Mio. EUR verringert, was insbesondere auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundenen Unternehmen (51,4 Mio. EUR) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3,1 Mio. EUR) zurückzuführen ist. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 2,0 Mio. EUR. Die Verringerung resultiert überwiegend aus dem Rückgang der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung um 2,0 Mio. EUR. Die Pensionsrückstellungen hatten zum Bilanzstichtag einen Stand von 23,8 Mio. EUR, was einer Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr von 2,2 Mio. EUR entspricht. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 2,0 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf einen Anstieg der Rückstellungen für Kundenboni zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag 122,4 Mio. EUR betragen - das entspricht einer Verringerung von 48,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr, welche sich vorrangig durch die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie durch den Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen begründet. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 266,9 Mio. EUR auf 219,8 Mio. EUR. Investitionen Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 20,2 Mio. EUR. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau stiegen im Berichtsjahr von 8,3 Mio. EUR auf 12,0 Mio. EUR an. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Erweiterungen der Produktionsanlagen. Die Buchwerte der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung stiegen im gleichen Zeitraum von 27,5 Mio. EUR auf 30,5 Mio. EUR an. Finanzlage Die Liquiditätslage des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich zum Stichtag auf insgesamt 16,4 Mio. EUR (Vj. 16,3 Mio. EUR). Es besteht eine Bankverbindlichkeit in Höhe von 2,8 Mio. EUR, die für die Finanzierung des Blockheizkraftwerkes genutzt wurde. Es handelt sich um langfristige Darlehen mit einer Laufzeit bis 2024. Cashflow Aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 35,9 Mio. EUR (Vj. Mittelzufluss 24,8 Mio. EUR). Der Mittelabfluss beruht im Wesentlichen auf der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (-52,9 Mio. EUR) sowie den Ertragssteuerzahlungen (-1,9 Mio. EUR). Gegenläufig wirkten sich die Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (11,3 Mio. EUR), die Zunahme der Rückstellungen (4,3 Mio. EUR) sowie der Ertragssteueraufwand (2,0 Mio. EUR) aus. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelzufluss von 40,8 Mio. EUR (Vj. Mittelabfluss 10,6 Mio. EUR). Der Mittelzufluss resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (+ 60,6 Mio. EUR). Gegenläufig wirkten sich die Investitionen in das Anlagevermögen aus (- 20,2 Mio. EUR). Aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultierte im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von 4,4 Mio. EUR (Vj. Mittelabfluss 11,7 Mio. EUR). Maßgeblich hierfür waren insbesondere Einzahlungen von Gesellschaftern in Höhe von 2,4 Mio. EUR, welche durch Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe von 6,7 Mio. EUR kompensiert wurden. Der Finanzmittelfonds verringerte sich durch wechselkursbedingte Änderungen um 0,4 Mio. EUR. In Summe erhöhten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. EUR auf 16,4 Mio. EUR. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung besteht aus 38 Mitarbeitern. Im Fokus stehen die Rezeptur-, Geschmacks- und Verfahrensoptimierung und die Entwicklung von Neuprodukten. Gesamtaussage der Geschäftsführer zur wirtschaftlichen Lage Die Umsatzprognose des Vorjahres und des Jahresergebnisses wurde nicht erfüllt. Das Verfehlen der prognostizierten Umsätze lässt sich vor allem durch den Umsatzrückgang im Zusammenhang mit der weltweiten Corona-Pandemie begründen, wohingegen das Nichterreichen des geplanten Jahresüberschusses im Wesentlichen durch die erhöhten Rohstoffpreise zu erklären ist. Aufgrund unserer starken Marktposition sowie unserer stabilen Liquiditätssituation beurteilen wir die wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt als positiv. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie können wir den Einfluss auf unser Geschäft im Jahr 2021 nicht abschließend beurteilen, bleiben jedoch trotz aller Herausforderungen verhalten positiv. C. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Der Erfolg von Ritter Sport hängt nach unserer Einschätzung seit mehr als 100 Jahren maßgeblich von der Motivation und Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Lebensfreude und Leistungsbereitschaft sollen bei Ritter Sport eng miteinander verbunden sein. Entsprechend des Unternehmensleitbildes sollen Arbeitsbedingungen so gestaltet werden, dass diese zur persönlichen Zufriedenheit der Mitarbeiter beitragen. Die Fluktuationsrate liegt im mittleren einstelligen Bereich. Zur Unterstützung der Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es bei Ritter Sport eine Vielzahl von Maßnahmen und Angeboten, die unter dem Dach "Ritter-Life-Balance" gebündelt werden und auf das Thema Work-Life-Balance abzielen. Flexible Arbeitszeitmodelle sowie Schichtmodelle in der Produktion sollen helfen, Beruf und Familie zu vereinbaren. Damit die Mitarbeiter auf ihrem Weg bei Ritter Sport dauerhaft wachsen, reifen und sich entfalten können, werden zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung angeboten. Neben der Vergabe herausfordernder Aufgaben bieten wir unseren Mitarbeitern zahlreiche interne und externe Entwicklungs- und Förderprogramme, Seminare und Trainings an. Wichtigstes Ziel dabei ist, jedem Einzelnen die Chance zu bieten, nicht nur fachlich, sondern auch persönlich voranzukommen. Zu Beginn des Jahres 2018 wurde Ritter Sport zu einem der 100 besten Arbeitgeber bundesweit prämiert und mit dem "Great Place to Work Award 2018" ausgezeichnet. Im Jahr 2020 beschäftigte die Ritter Sport Gruppe weltweit mehr als 1.175 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich, Russland, Singapur, China und den Niederlanden. Umwelt & Energie Unser Ziel ist es, im Einklang mit der Natur zu wirtschaften. Wir versuchen dabei, die Ressourcen effektiv zu nutzen und unsere Arbeitskraft optimal einzusetzen. Unser Ziel ist es, so wenig wie möglich zu verschwenden. Um Treibhausgasemissionen zu senken, betreibt Ritter Sport seit 2002 ein eigenes auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung beruhendes Blockheizkraftwerk (BHKW). Die Abwärme des BHKW wird zum Heizen genutzt. Darüber hinaus bezieht Ritter Sport seit über 15 Jahren CO 2 neutralen Strom. Im Jahr 2020 wurden dadurch 7.867 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart. Darüber hinaus wurde im vergangenen Jahr am Produktionsstandort Waldenbuch fast 40 % des benötigten Stroms selbst erzeugt. Nachhaltigkeit Wirtschaften mit Blick auf nachfolgende Generationen liegt Ritter Sport nicht nur als Abnehmer und Verarbeiter natürlicher Zutaten zu Schokolade am Herzen, sondern auch gerade als Familienunternehmen. Durch nachhaltiges Wirtschaften möchte das Unternehmen seinen Beitrag dazu leisten, dass auch die kommenden Generationen ein lebenswertes Umfeld haben und weiterhin die Möglichkeit besteht, natürliche Rohstoffe zu verarbeiten. Im Unternehmensleitbild ist daher das Ziel verankert, im Einklang mit Mensch und Natur zu wirtschaften. Neben kontinuierlichen Optimierungen beispielsweise im Fabrikablauf, der Energiereduzierung und der Abfallvermeidung am Standort - seit 2019 produziert das Unternehmen klimaneutral - möchte Ritter Sport einen wesentlichen Schwerpunkt auf nachhaltigen Rohstoffbezug legen. So wird bereits seit Ende 2017 ausschließlich zertifiziert nachhaltiger Kakao bezogen. Das ist nun durch den Aufdruck des Rainforest Alliance-Siegels auch auf den Verpackungen sichtbar. Anfang 2020 erfolgte die Umstellung des Palmfettbezuges von Mass Balance auf den bis zur Ölmühle rückverfolgbaren segregierten Standard (RSPO). Intensive Entwicklungsarbeit erfolgte auch im Bereich der Verpackung. Ein Prototyp einer papierbasierten 100g-Primärverpackung wurde Anfang 2020 von ersten Verbrauchern getestet. Ende des Jahres folgte der nächste Schritt als in Österreich eine in Papier verpackte Limited Edition an einen Handelskunden ausgeliefert wurde. Im Bereich der Sekundär-verpackungen sollen im Jahr 2021 Produkte in einer Papierumverpackung folgen, womit der Kunststoffeinsatz reduziert werden soll. 2013 hat Ritter Sport als erster Schokoladenhersteller das ZNU- Nachhaltigkeitszertifikat erhalten. Alle zwei Jahre wird ein Fortschritts- und Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Über die Homepage und verschiedene mediale Kanäle tritt das Unternehmen in den direkten Austausch mit seiner interessierten Öffentlichkeit und stellt sich auch kritischen Fragen. Auch außerhalb des Unternehmens wird das nachhaltige Engagement wahrgenommen. So wurde das Unternehmen 2018 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für sein nachhaltiges Kakaoengagement ausgezeichnet. D. Chancen- und Risikobericht Die Ritter Gruppe verfügt über ein System zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen Risiken. Die Risikopolitik sieht vor, unangemessene Risiken weitgehend zu vermeiden oder zu kontrollieren. Das Risikomanagementsystem ist so aufgebaut, dass potentielle Risiken frühzeitig erkannt werden können, um Gegenmaßnahmen einzuleiten. Schwebende Festpreisbeschaffungskontrakte zum physischen Bezug unterschiedlicher Rohstoffe mit Lieferzeitraum ab 2021, für die ansonsten aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden gewesen wäre, werden gemäß § 254 HGB als Bewertungseinheit bilanziert. Weiterhin werden Bewertungseinheiten im Hinblick auf das direkte und indirekte Fremdwährungsrisiko aus kontrahierten und geplanten Beschaffungsgeschäften gebildet. Rohwarenswaps, die einerseits zur Absicherung schwebender Kakaoeinkäufe in Nicaragua sowie andererseits zur Absicherung des zukünftigen Einkaufs von Kakaomasse und Kakaobutter sowie Zucker dienen, werden ebenfalls als Bewertungseinheit dargestellt. Zudem werden Bewertungseinheiten für schwebende RUB Forderungen im Rahmen der geplanten Warenverkäufe der russischen Tochter gebildet. Da jedoch zum 31. Dezember 2020 keinerlei derivative Absicherungsgeschäfte auf der Seite unserer russischen Tochtergesellschaft Bestand hatten, entfallen in Russland Bewertungseinheiten hinsichtlich derivativer Finanzinstrumente. Als Sicherungsinstrumente sind die im Rahmen des betrieblichen Risikomanagements eingesetzten Fremdwährungsderivate designiert. Es wird die Einfrierungsmethode angewendet. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Anhang. Die Richtlinien und Verantwortlichkeiten des internen Kontrollsystems sind so aufgebaut, dass eine korrekte und zeitnahe Bilanzierung aller Transaktionen gewährleistet werden soll sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens geliefert werden können. Etwaige Auswirkungen des zum Ende des Jahres 2019 erstmalig in China aufgetretenen Coronavirus auf die weitere Geschäftstätigkeit sowie die globale Konsumentenstimmung in 2021 lassen sich nicht konkret abschätzen, da die weitere nationale und internationale Entwicklung nach wie vor sehr ungewiss ist. Konkrete Anzeichen von Lieferengpässen zeichnen sich nicht ab. Zur Minimierung des Versorgungsrisikos und zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden sofort nach Ausbruch des Coronavirus zahlreiche Maßnahmen ergriffen, welche sich an den Empfehlungen des RKI und des Gesundheitsamtes orientieren und kontinuierlich überprüft werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um erweiterte Homeoffice Möglichkeiten, ausgedehnte bzw. separierte Pausenzeiten sowie Testangebote vor Ort. Insbesondere der durch die globale Corona-Pandemie gesunkene Bedarf an Genussmittel-Rohstoffen hat zu teilweise deutlich gesunkenen Rohstoffbörsenpreisen in 2020 und zu Beginn des Jahres 2021 geführt. Die in den vorherigen Jahren abgeschlossenen Rohwarenderivate (Kakaoabsicherung 19+) sind hiervon ebenfalls betroffen. Generell entstehen hierdurch jedoch keine expliziten Risiken für die Geschäftsentwicklung, da derivative Absicherungen stets in Gesamtbetrachtung mit dem physischen Grundgeschäft zu bewerten sind (Bewertungseinheit). Die weitere teilweise politische Isolation Russlands könnte unser dortiges Wachstum negativ beeinflussen. Weiterhin könnten wir in den Nicht-Euro-Ländern aufgrund der Währungsabwertungen, insbesondere im Zuge des fortgeführten Brexit-Prozesses sowie der Entwicklung des US-Dollars und im Allgemeinen dem weiteren Verlauf der globalen Corona-Pandemie, die Gefahr einer sinkenden Nachfrage bzw. in der Verteuerung unseres Rohstoffeinkaufes auf EUR-Basis sehen. Im Zuge von politischen Auseinandersetzungen zwischen den USA sowie der Europäischen Union mit Russland kam der Russische Rubel bereits zum Jahresende 2020 sowie im bisherigen Verlauf des Jahres 2021 stark unter Druck und wertete auch gegenüber dem Euro spürbar ab, was Auswirkungen auf die Produktnachfrage in Russland haben könnte. Als Gegen-maßnahme des RUB-Verfalls wurde entsprechend bereits in 2020 eine Preiserhöhung in Russland zum Erhalt der dort geplanten Margen umgesetzt. Unsere Rohstoffe sind Naturprodukte, deren Versorgungssituation durch die klimatischen und politischen Gegebenheiten in den jeweiligen Anbauländern beeinflusst werden können. Chancen werden insbesondere in der stetigen Entwicklung neuer und der Verbesserung bestehender Produkte gesehen. Insbesondere die große Vielfalt der angebotenen Sorten sowie die aus unserer Sicht hohe Qualität der Produkte betrachten wir als Wettbewerbsvorteil. Zusammenfassende Darstellung der Chancen und Risiken Insgesamt beurteilen wir unser Unternehmen aufgrund des implementierten Risikomanagementsystems als gut gewappnet, um bestehenden und möglichen zukünftigen Risiken angemessen begegnen zu können. Ebenso sehen wir gute Möglichkeiten, die sich auftuenden Potenziale und Chancen nutzen zu können. Unserer Einschätzung nach sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gruppe gefährden könnten. Die weitere Entwicklung und den Einfluss der Corona- Pandemie auf unsere geschäftliche Entwicklung können wir derzeit nicht abschließend einschätzen. E. Prognosebericht Entwicklung der Rahmenbedingungen Im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung der Corona-Pandemie kann es zu Änderungen des in diesem Bericht beschriebenen Ausblicks für das Geschäftsjahr 2021 kommen. Angesichts der dynamischen Weiterentwicklung der Pandemie, sowohl national als auch international, lässt sich das Ausmaß der Gesamtauswirkungen auf unser Geschäft im Jahr 2021 zu diesem Zeitpunkt nicht zuverlässig quantifizieren. Wir gehen davon aus, dass der Schokoladen- bzw. Tafelschokoladenmarkt aufgrund der Preiskämpfe im Lebensmitteleinzelhandel auch in 2021 weiterhin stark umkämpft sein wird. Auf Basis der aktuellen Branchenentwicklung sehen wir für das Jahr 2021 gute Chancen die Marktanteile sowohl in Deutschland als auch in den internationalen Märkten zu steigern. In den Auslandsmärkten besteht sogar die Möglichkeit, überproportional zu wachsen und unsere Marktanteile weiter auszubauen. Für das Jahr 2021 erwarten wir ein stabiles Preisniveau der Rohstoffkosten im Vergleich zum Vorjahr. Entwicklung der Gruppe Mit zahlreichen Neuprodukten sehen wir uns für 2021 gut aufgestellt und rechnen für das kommende Jahr mit einer stabilen Geschäftsentwicklung. Wir gehen davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zunehmen wird. Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2021 erwarten wir im Vergleich zu 2020 ebenfalls auf einem deutlich höheren Niveau. Wir gehen aufgrund unserer Sortenvielfalt, unserer nachhaltigen Ausrichtung und dem Qualitätsanspruch weiterhin von guten wirtschaftlichen Voraussetzungen aus, um uns weiterhin erfolgreich zu entwickeln.
Waldenbuch, 19. Mai 2021 Andreas Ronken Bernhard Kühl Malte Dammann Asmus Wolff |
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