Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 9086
Vorher
Mammut Sportartikel GmbH
Eingetragen
20.6.1996
Branche
Herstellung von SportgerätenGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehörErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Sportartikeln aller Art, sowohl im Groß- wie im Einzelhandel, Durchführung und Organisation von Outdoor-/Bergsport-Reisen und -veranstaltungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Schwab
seit 11.6.2024
Prokura
Patrick Schmollinger
seit 5.10.2023
Geschäftsführer
Peter Rudolf
seit 6.6.2023
Prokura
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mammut Sports Group AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mammut Sports Group AG
Switzerland
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mammut Sports Group GmbH

Wolfertschwenden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf 12.167.674,51 13.009
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.536.033,84 2.177
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.824,98 700
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-,Hilfs- und Betriebstoffe 105.000,00 130
2. Waren 48.000,00 0
II. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.233.894,56 5.811
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr: € 0,00 (T€ 0)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.204.888,12 10.540
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr: € 0,00 (T€ 0)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 463.003,15 93
- davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr: € 1.500,00 (T€ 2)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.300.769,71 4.163
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.200,00 3
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 523.000,00 612
41.649.288,87 37.238

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Kapitalrücklage 1.725.347,81 1.726
III. Gewinnvortrag (Verlustvortrag) 865.602,84 -1.148
IV. Jahresüberschuss 1.633.684,79 2.013
4.724.635,44 3.091
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 650.000,00 170
2. Sonstige Rückstellungen 4.043.031,00 3.230
4.693.031,00 3.400
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.878.595,27 2.481
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.036.210,71 27.906
3. Sonstige Verbindlichkeiten 316.816,45 360
- davon aus Steuern: € 249.051,57 (T€ 220)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 5.222,44 (T€ 8)
32.231.622,43 30.747
41.649.288,87 37.238

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 79.273.378,83 72.026
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.911.176,01 1.583
- davon aus Währungsumrechung: € 0,00 (T€ 81)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -52.355.760,85 -41.566
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.390.178,94 -8.422
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.627.115,77 -1.640
- davon für Altersversorgung: € 8.728,19 (T€ 10)
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -1.498.992,25 -1.571
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.953.100,49 -17.835
- davon aus Währungsumrechung: € 1.787.660,07 (T€ 1.381)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 188.787,67 123
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 188.787,67 (T€ 123)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -345.509,42 -330
- davon an verbundene Unternehmen: € 0,00 (T€ 0)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 2.993,00 (T€ 2)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -569.000,00 -355
- davon latente Steuern: € 89.000,00 (T€ 185)
10. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 1.633.684,79 2.013

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Inhalt

1. Grundsätzliches zum Jahresabschluss

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3. Angaben zur Bilanz

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung in T€

5. Sonstige Angaben

6. Ergebnisverwendung

1. Grundsätzliches zum Jahresabschluss

Die Mammut Sports Group GmbH hat ihren Sitz in Wolfertschwenden und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Memmingen unter HRB 9086 eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 1 und 2 HGB aufgestellt.

Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zur Muttergesellschaft, dem Hauptlieferanten der Gesellschaft, wurden im Geschäftsjahr 2023 umgestellt. Vereinbart ist seit 2022 eine Ziel- EBIT-Marge, die den Warenbezugspreis bestimmt. Im Jahr 2022 wurden noch Dienstleistungsaufwendungen in Höhe von rd. 3 Mio. EUR über den sonstigen betrieblichen Aufwand abgerechnet, die ab 2023 entfallen sind und über die Ziel-EBIT- Marge den Materialaufwand entsprechend erhöhen. Zur Analyse der Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnungen sind der Materialaufwand des Vorjahres um 3 Mio. Euro zu erhöhen und die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechend zu vermindern. Dadurch ist der Sonstige betriebliche Aufwand des Jahres 2023 gegenüber dem Vorjahr in der Analyse in etwa auf gleichem Niveau. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst.

Die Abgrenzung des Kreises verbundener Unternehmen erfolgt aus Sicht des obersten Mutterunternehmens der Mountain Holding | Sarl, Luxembourg.

Die Bilanz ist vor Gewinnverwendung aufgestellt.

Die Klammerangaben beziehen sich auf das Vorjahr.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.

Die Umsatzerlösrealisation erfolgt mit Lieferung der Ware. Für vertraglich mögliche Retouren im neuen Jahr werden Rückstellungen gebildet.

Das Sachanlagevermögen ist ausgehend von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen.

Die ausgewiesenen Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken betreffen das im Geschäftsjahr 2021 angeschaffte Betriebsgrundstück in Wolfertschwenden.

Das Gebäude wird mit jährlich 3% abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von jeweils T€ 1 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und sofort als Abgang gezeigt.

Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten angesetzt. Waren zu Testzwecken wurden mit einem Abschlag versehen.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind, ausgehend von den Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung von Ausfallrisiken bewertet, denen durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen wird.

Das sonstige Aktivvermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt.

Aktive latente Steuern sind auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden zur Steuerbilanz gebildet. Zum Vorjahresultimo bestanden noch steuerliche Verlustvorträge, auf die ebenfalls latente Steuern aktiviert waren.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen für Jubiläumsleistungen wurden mit einem Rechnungszinsfuß von 1,74 % (1,44 %) abgezinst. Ein Fluktuationsabschlag ist berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die auf Fremdwährung lautenden Buchungsposten sind mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls angesetzt. Bei den entsprechenden Bilanzposten erfolgte die Stichtagswährungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs unter Beachtung von § 256 a HGB.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen - siehe Anlage zum Anhang.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Gesellschafter. Darin sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 1.724 (T€ 1.263) enthalten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 7.221 (T€ 0) aufgerechnet.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichem Mehrvermögen in Höhe von T€ 2.112 (T€ 1.943) im Anlagevermögen und bei den Sonstigen Rückstellungen. Unter Nutzung im Vorjahr bestehender körperschaftsteuerlicher Verlustvorträge, wurden diese aktiven latente Steuern zum Bilanzstichtag 31.12.2023 aufgelöst, so dass für Verlustvorträge nunmehr latente Steuern von T€ 0 (T€ 130) aktiviert sind.

Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 24,78 % (24,78 %) bzw. mit 15,83% (15,83 %) bei den körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen.

Der Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB aus der Aktivierung von latenten Steuern beträgt T€ 523 (T€ 612).

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Personalverpflichtungen für Urlaubsansprüche, Zeitguthaben, Jubiläen und Sonder-vergütungen sowie Retouren-Verpflichtungen, die Risikovorsorge für ein anhängiges Klageverfahren, Kundenboni, Drohverluste sowie ausstehende Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ein Darlehen in Schweizer Franken in Höhe von T€ 30.036 (T€ 27.906) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben ebenfalls eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Neben den üblichen Eigentumsvorbehalten bei Warenrechnungen bestehen keine Pfandrechte oder ähnliche Rechte.

Es bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB wie folgt:

Es besteht eine Verbindlichkeit aus einer auf CHF 30,25 Mio. ausgereichten Höchstbetragsbürgschaft gegenüber einem Kreditinstitut zugunsten des Gesellschafters. Sie ist mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag mit T€ 32.670 (T€ 30.720) bewertet Für die Bürgschaft wurden Regelungen zur Beschränkung der Haftung vereinbart, die die Kapitalerhaltungsvorschriften nach § 30 GmbHG sicherstellen sollen.

Es besteht zudem eine Verbindlichkeit aus einer unbeschränkten Bürgschaft zugunsten des Mieters eines Mammut-Stores gegenüber dessen Vermieter, für den eine Rückstellung gebildet wurde. Eine darüberhinausgehende Haftung ist betragsmäßig nicht angegeben.

Es bestehen im Zusammenhang mit der Ausreichung von Aval Bürgschaften durch ein Kreditinstitut eine Haftung der Gesellschaft für fremde Verbindlichkeiten aus diesen Gewährleistungsverträgen (i. W. Zoll) in Höhe von T€ 1.679 (T€ 1.015). Diese Verbindlichkeiten sind zudem gesichert durch Verpfändung eines Bankkontos der Gesellschaft und stellt damit gleichzeitig eine Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten dar. Diese Haftung besteht gegenüber dem Gesellschafter als verbundenes Unternehmen.

Die Verpflichtungen sind im Übrigen auf Grund der bisherigen Erfahrungen nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich wie folgt:

sonstigen finanziellen Verpflichtungen JAHR 2023 JAHR 2022
T€
Laufende Verpflichtungen aus Mietverträgen 5.628 3.023
- davon innerhalb 1 Jahr fällig 1.399 1.313
- davon innerhalb 1 bis 5 Jahre fällig 2.767 1.710
- davon größer 5 Jahre fällig 1.462 -
Verpflichtungen aus sonstigen Verträgen 61 40
- davon innerhalb 1 Jahr fällig 47 36
- davon innerhalb 1 bis 5 Jahre fällig 14 4
- davon größer 5 Jahre fällig - -
Bestellobligo 0 230
- aus Investitionsvorhaben 230
Summe 5.689 3.293

Für die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten besteht in Höhe von T€ 487 (T€ 848) ein Aval der Hausbank der Gesellschaft, für die das Bankkonto der Gesellschaft verpfändet ist. Die Verpfändung des Bankkontos besteht insgesamt in einem Volumen von T€ 2.400 (T€ 2.400), davon am Stichtag valutiert mit TEUR 2.380 (T€ 2.400).

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung in T€

Umsatzerlöse JAHR 2023 JAHR 2022
Inland 68.825 63.759
Ausland 10.448 8.267
Summe 79.273 72.026
Umsatzerlöse JAHR 2023 JAHR 2022
Warenverkäufe 71.973 65.992
Handling- & Dienstleistungen 7.246 5.972
sonstige Umsätze 54 62
Summe 79.273 72.026

Die Erfolgsrechnung enthält aperiodische Erträge von T€ 124 (T€ 121) - im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und aperiodische Aufwendungen in Höhe von T€ 16 (T€ 22).

Verluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.788 (T€ 1.380) sind durch den Gesellschafter ausgeglichen worden.

Die im Vorjahr vorgenommene Aufrechnung im Sonstigen betrieblichen Aufwand wurde korrigiert und die Erstattung als Sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Aus der Währungsumrechnung gemäß § 277 Abs. 5 S. 2 HGB sind danach Gewinne in Höhe von T€ 0 (T€ 81) in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Verluste in Höhe von T€ 1.788 (T€ 1.381) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten Kursbewertungen des kurzfristigen Fremdwährungsdarlehen nach § 256a HGB T€ 4.680 (T€ 2.892).

Die sonstigen Steuern in Höhe von T€ 26 (T€ 28) werden aus Gründen einer betriebswirtschaftlichen Darstellung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Das Ergebnis nach Steuern entspricht dem Jahresüberschuss und wurden aus Gründen der Klarheit in einem Posten ausgewiesen.

5. Sonstige Angaben

An Arbeitnehmern waren durchschnittlich beschäftigt - ohne Geschäftsführer und Auszubildende:

Arbeitnehmer JAHR 2023 JAHR 2022
Vollzeit 95 98
Teilzeit 100 101
Kurzfristig Beschäftigte, Aushilfen 42 52
Summe 237 251

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Michael Rammelsberger, (ab 1.6.2023; Handelsregistereintrag 6.6.2023)

Herr Patrick Schmollinger, (ab 1.9.2023; Handelsregistereintrag 5.10.2023)

Herr Hubertus Meyden, (bis 30.11.2023; Handelsregisteraustrag 6.12.2023)

Herr Björn Schirrmeister, (bis 31.5.2023; Handelsregisteraustrag 6.6.2023)

Herr Rammelsberger erhält seine Vergütung nur von der Muttergesellschaft in der Schweiz. Im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB ist die Angabe der Gesamtbezüge im Sinne § 285 Satz 1 Nr. 9 a) HGB unterblieben.

Konzernzugehörigkeit, Konzernabschluss

Die Gesellschaft steht zu 100 % im Eigentum der Mammut Sports Group AG, Seon / Schweiz (Mutterunternehmen).

Die Mammut Sports Group AG, Seon / Schweiz, Mutterunternehmen erstellt einen der Prüfung unterliegenden Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen unter Berücksichtigung der Swiss GAAP FER (Fachempfehlung zur Rechnungslegung). In diesen Abschluss ist die Gesellschaft einbezogen. Der Abschluss kann am Sitz des Mutterunternehmens Mammut Sports Group AG, Birren 5, 5703 Seon, Schweiz bezogen werden.

Die Mountain Holding I Sarl, Luxembourg erstellt als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen nach Luxemburgischen Recht. In diesen Abschluss ist die Gesellschaft einbezogen. Der Abschluss kann am Sitz des Mutterunternehmens Mountain Holding I, 53, Boulevard Royal, 2449 Luxembourg bezogen werden.

Berechnetes Gesamthonorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2023 wurden T€ 21 (T€ 21) als Aufwand verbucht (Abschlussprüfungsleistung).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden wie folgt getätigt:

Verbundene Unternehmen JAHR 2023 JAHR 2022
Zinsaufwendungen 343 328
Gesellschafter JAHR 2023 JAHR 2022
Käufe 52.291 40.362
Erbringung von Dienstleistungen 7.246 5.972
Sonstige betriebliche Erträge 1.788 1.380
Bezug von Dienstleistungen 0 2.984
Zinserträge 189 123

Der Bezug von Dienstleistungen vom Gesellschafter wurde im Geschäftsjahr 2023 zugunsten der Vergütung für Käufe durch den Gesellschafter umgestellt.

6. Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird zur Ergebnisverwendung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.499.287,63 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wolfertschwenden, 20.02.2024

Die Geschäftsführung

Michael Rammelsberger

Patrick Schmollinger

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhalt

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

2. Branchenentwicklung

3. Geschäftsverlauf

4. Ertragslage

5. Finanzlage

6. Vermögenslage

7. Chancen- und Risikobericht

8. Prognosebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Unser Unternehmen vertreibt in Deutschland und Benelux die Produkte aus dem Sortiment der Mammut Sports Group AG (Seon / Schweiz).

Die international tätige Mammut Sports Group AG, mit der Hauptmarke MAMMUT, ist unser unmittelbarer 100 % Gesellschafter und seit 30.06.2021 Portfolio-Unternehmen des Finanzinvestors Telemos, welcher unseren 100 % Gesellschafter, die Mountain Holding I sarl. Luxembourg mehrheitlich hält.

Zusätzlich betreiben wir die Lagerlogistik des an unserem deutschen Zentral-Standort in Wolfertschwenden befindlichen Distributionszentrums der Mammut Sports Group AG und versenden von dort die MAMMUT-Waren primär für den europäischen Raum an Händler und Endkunden. Die für den Vertrieb in Deutschland benötigten Waren, werden uns von der Mammut Sports Group AG jeweils bei Entnahme aus diesen Vorräten verrechnet.

Wirtschaftslage

Im Verlauf dieses Jahres haben die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus, auch weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde.

Vom globalen Warenhandel und der globalen Industrieproduktion kamen auch keine Impulse. Notenbanken dämpften vielerorts die Konjunktur zur Bekämpfung der Inflation, und im Zuge der Erholung von der Coronakrise waren weltweit vor allem Dienstleistungen im Aufwind. Daher setzten die deutschen Exporte ihre Talfahrt bis zuletzt fort.

Kräftige expansive Impulse kamen lediglich von den staatlichen Investitionen. Insgesamt kühlte sich damit die Konjunktur seit Jahresbeginn 2023 spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte erwartet wurde, blieb aus.

Ab dem kommenden Jahr 2024 dürfte sich die Konjunktur dann allmählich erholen und die Wirtschaft mit kräftigeren Raten wachsen. Damit wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3% zurückgehen und im kommenden Jahr um 0,9% zunehmen. 1

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Dezember 2023 voraussichtlich +3,7 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber November 2023 voraussichtlich um 0,1 %. Im Jahresdurchschnitt 2023 wird die Inflationsrate voraussichtlich bei +5,9 % liegen. 2

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind 2023 jahresdurchschnittlich deutlich gestiegen. So erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 191.000 auf 2.609.000 Menschen. Die Unterbeschäftigung, die z.B. Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, nahm gegenüber 2022 um 264.000 auf 3.449.000 zu. Dabei beruhen die Anstiege besonders auf der schwachen Wirtschaftsentwicklung, wodurch es für Arbeitslose schwieriger war, eine neue Stelle zu finden. 3

2. Branchenentwicklung

Der Einzelhandel in Deutschland hat nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,1 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,4 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Im Vergleich zu 2021, als der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023 voraussichtlich um 3,8 %. Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, unter anderem getragen durch den Internet- und Versandhandel, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 % erzielt, 2021 war der Umsatz nochmals um real 0,6 % gestiegen. Im Gegensatz hierzu war die reale Umsatzentwicklung 2022 und 2023 aufgrund der hohen Preissteigerungen rückläufig. Damit lagen die realen Umsätze im Jahr 2023 noch 1,6 % über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019.

In den vergangenen Jahren hat sich ein Teil des Weihnachtsgeschäfts durch Sonderaktionen wie "Black Friday" oder "Cyber Monday" in den November vorverlagert. Im November 2023 setzten die Einzelhandelsunternehmen nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt allerdings real 2,5 % und nominal 2,6 % weniger um als im Oktober 2023, in dem das größte reale Umsatzplus seit über einem Jahr erzielt worden war (revidiert +1,3% zum Vormonat und +0,2% zum Vorjahresmonat). Im Vorjahresvergleich sank der reale Umsatz im November 2023 gegenüber November 2022 um 2,4 %, nominal stieg er allerdings um 0,1 %. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt das gestiegene Preisniveau im Einzelhandel wider, wobei sich der Preisauftrieb in der zweiten Jahreshälfte 2023 deutlich verlangsamte. 4

1 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37363/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-imk/
2 Quelle: ttps://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html
3 Quelle: Newsletter Statistik und Arbeitsmarktberichterstattung der BA - 1/2024 3. Januar 2024
4 Quelle https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_004_45212.html# :~: text=Basierend%20auf%20dieser%20Sch %C3%A4tzmethodik%20ergibt, 2023%20im%20Vergleich%20zum%20Vorjahr.

Im Jahr 2023 gaben rund 39,1 Millionen Deutsche an, in ihrer Freizeit mindestens ab und zu Wandern zu gehen - weitere 13,1 Millionen sagten zudem zum Befragungszeitpunkt aus, mit gleicher Häufigkeit in ihrer freien Zeit zu campen oder Caravaning zu betreiben. Nahezu allen Interessierten oder leidenschaftlichen Bergbegeisterten gemein ist dabei die Naturverbundenheit, die beide Aktivitäten mit sich bringen. Doch gleich, ob Camping oder Wandern, alles entscheidend ist neben dem passenden Wetter und einer geeigneten körperlichen Verfassung vor allem eines:

Die richtige Ausrüstung

Der beliebteste Ausstatter für Outdoor-Bekleidung in Deutschland war im Jahr 2022 Jack Wolfskin, der mit über 70 Prozent mehr als zwei Drittel der Befragten für sich hatte gewinnen können. Mit bedeutendem Abstand folgten der deutschen Marke, die im Geschäftsjahr 2021 rund 275 Millionen Euro umsetzte, das US-amerikanische Unternehmen The North Face und der Schweizer Ausstatter MAMMUT auf den Plätzen zwei und drei. Alle drei Marken konnten im Jahr 2022 zudem mit ihrer Qualität überzeugen, wobei Jack Wolfskin auch hier die Nase vorn hatte. Insgesamt brachte der Handel mit Outdoor-Artikeln im Jahr 2022 in Deutschland einen Umsatz von rund 254 Millionen Euro ein - bis zum Jahr 2027 wird hier mit einer Umsatzsteigerung auf etwa 276 Millionen Euro gerechnet. Weltweit wird für den gesamten Outdoor-Markt bis zum Jahr 2027 mit einem Umsatz von rund 27 Milliarden Euro gerechnet. 5

5 Quelle: https://de.statista.com/themen/4591/outdoor-markt/#topicOverview

3. Geschäftsverlauf

Nach den schwierigen Umsatzjahren 2020 sowie 2021, die von Lockdown-Phasen geprägt waren, konnte die Mammut Sports Group GmbH die Warenerlöse bereits im Geschäftsjahr 2022 deutlich steigern. Im Geschäftsjahr 2023 konnte nun der bisher höchste Umsatz der Unternehmensgeschichte erzielt werden.

Werte in TEUR JAHR 2023 JAHR 2022 JAHR 2021 JAHR 2020
WARENUMSATZ 74.888 68.186 59.019 54.181

Das Großhandelsgeschäft mit unseren B2B 6 -Partnern konnte dabei um +19% gesteigert werden, wohingegen die Warenerlöse in den Verkaufskanälen, welche direkt an Endverbraucher verkaufen, auf einem stabilen Niveau abschlossen.

Durch die Schließung von eigenen stationären Geschäften (u. a. in Nürnberg, Hannover und Hamburg) konnte dieser Absatzkanal im aktuellen Geschäftsjahr kein weiteres Wachstum verzeichnen. Bereinigt um die geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte konnte jedoch, bei den verbliebenen Geschäften ein erfreuliches Wachstum in Höhe von +3 % vs. dem Vorjahr erzielt werden.

Mit +10 % Wachstum konnten wir in unseren Factory-Outlet Center sehr erfolgreich am Markt auftreten bzw. eine Vielzahl von Kunden von unseren Produkten überzeugen.

Dem Trend zu mehr Onlinehandel folgend, bietet MAMMUT den Kunden attraktive Onlineplattformen, was dazu führt, dass wir auch dieses Jahr ein sehr deutliches Wachstum in Höhe von +13 % berichten können.

Der Verkauf reduzierter Waren aus den vorangegangenen Saisonen im B2B-Verkaufskanal wurde primär im vierten Quartal sehr forciert, im Wesentlichen i. V. m. einem aktiven Net- Working-Capital Management.

Aufgrund der starken Performance im Großhandelsgeschäft sank im Berichtsjahr der Umsatz-Anteil im DtC 7 Direktvertrieb von 45 % auf 41 %.

Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung der eigenen stationären Einzelhandelsaktivitäten wurden im Berichtsjahr 6 Einzelhandelsstandorte geschlossen. Für die markenadäquate hochwertige Vermarktung der Altwarenbestände stehen nurmehr noch 5 Factory-Outlet-Standorte zur Verfügung.

Weiterhin betreibt die Gesellschaft, nach den im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Schließungen, noch 3 MAMMUT Stores an den Standorten Köln, München sowie in Wolfertschwenden. Die Retail-Organisation wird operativ weiterhin von der im Schweizer Mutterhaus angesiedelten Position Retail Manager EMEA geführt.

Im Geschäftsjahr 2023 ging die Mammut Sports Group, entlang ihrer Strategie, die nächsten Schritte und veränderte die Organisationsstruktur in der Form, dass sich das operative Management der Gesellschaft in Deutschland neuformierte und die Berichtslinien zentralisiert wurden.

6 B2B = Business to Business (Großhandel)

7 DtC = Direct to Cosumer (Direktvertrieb, Onlinevertrieb)

Personal- und Sozialbereich

Bezüglich des Humankapitals ist die weiterhin niedrige Fluktuation am Standort Wolfertschwenden anzuführen, während bei den eigenen Stores weiterhin ein im Einzelhandel üblicher Wechsel festzustellen ist. Das verbindende Element unseres Purpose

"We Inspire Love For Mountains"

eine Kultur von Wertschätzung, Transparenz und Kollaboration schaffen ein gutes Betriebsklima und sind Eckpfeiler einer erfreulichen Mitarbeiterbindung an unser Unternehmen.

4. Ertragslage

Entwicklung der Bruttoumsätze der Waren (vor Erlösminderungen, ohne Nebenerlöse) nach Produktgruppen:

Werte Anteil Anteil
in TEUR 2023 in % 2022 in % Δ in %
Bekleidung 50.594 67,6% 47.463 69,6% 3.131 6,6%
Hardware 9.815 13,1% 10.470 15,4% -655 -6,3%
Schuhe 14.188 18,9% 10.081 14,8% 4.107 40,7%
Sonstiges 291 0,4% 172 0,3% 119 69,1%
Summe 74.888 100,0% 68.186 100,0% 6.702 9,8%

Die Bruttoumsätze der Waren stiegen um +9,8% über das Vorjahresergebnis und lagen damit leicht oberhalb unseres ambitionierten Budgetziels.

Zur Umsatzsteigerung hat ein Sondergeschäft zum Jahresende, mit einem Umsatz von € 2,4 Mio., mit einem Großkunden beigetragen.

Die Erlösminderungen stiegen in Verbindung mit dem gestiegenen Geschäftsumfang deutlich an und lagen um +1,1 % Punkte über dem Vorjahreswert (im Verhältnis zum Warenumsatz).

Bei der operativen Marge (Warenumsatz - Erlösschmälerungen - Materialaufwand) wurde ein zum Vorjahr um -10,1 % Punkte geringeres Ergebnis ausgewiesen. Bereinigt um, die im Anhang erläuterte Umstellung von Dienstleistung in Materialbezug, stellt sich eine Verbesserung der operativen Marge um +6 % Punkte dar. Die operative Verbesserung der Marge wird getragen durch eine Aktivierung des DtC (i. W. Onlinehandels), sowie ein striktes Kostenmanagement.

Trotz einer Tarifanpassung konnten die Personalkosten in Summe auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Dies erklärt sich i. W. damit, dass die Gesellschaft im Jahresmittel eine geringere Anzahl an Vollzeitarbeitskräften beschäftigt hat. Durch gezielte Maßnahmen zu Effizienzsteigerung konnte somit mit einer geringeren Personaldecke ein höheres Umsatzvolumen realisiert werden.

Der sonstige betriebliche Aufwand setzt sich wie folgt zusammen.

Werte 2023 2022 Δ
in TEUR
Instandhaltung, Fremdleistungen 1.046 971 75
Mieten 2.236 2.481 -245
Beiträge, Versicherungen 124 159 -35
Vertriebskosten 2.839 3.128 -289
Werbekosten 5.366 4.917 449
Verwaltungskosten und andere Kosten 1.094 4.317 -3.223
Kursdifferenzen 1.788 1.380 408
Rest 460 482 -22
Summe 14.953 17.835 -2.882

Der Rückgang bei den Mietaufwendungen ist eine Folge der ausgeführten Schließungen von Ladengeschäften. Der Anstieg der Werbekosten ist in direkter Korrelation mit dem angestiegenen Geschäftsvolumen zu sehen. Im Vorjahr kam es noch zu einer Gemeinkostenallokation der Mutter in Höhe von 2.909 TEUR insbesondere für den Bereich der DtC-Organisation, so dass sich hieraus die Differenz im Posten Verwaltungskosten und andere Kosten erklärt.

Die Abschreibungen lagen mit TEUR 1.499 (VJ TEUR 1.571) i. V. m. einer geringeren Investitionstätigkeit leicht unter dem Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis (i. W. Cashpooling- sowie Konzerndarlehensverzinsung) lag aufgrund leicht gestiegener Werte für die Cashpoolingverzinsung an die Mutter, leicht über dem Vorjahr -157 T€ (Vorjahr -207 T€).

Das Ergebnis vor Steuern von TEUR + 2.202 (VJ TEUR +2.368) bestätigt, dass es der Gesellschaft gelungen ist, mit den getroffenen Maßnahmen die Ertragskraft der Gesellschaft wieder herzustellen und die COVID-bedingten Verluste der Geschäftsjahre 2020 und 2021 aufzuholen.

5. Finanzlage

Die Finanzierung der Mammut Sports Group GmbH erfolgt durch die Gesellschafterin der Mammut Sports Group AG. Das Darlehen lautet auf Schweizer Franken.

Lokale Kredit- und Kapitalmärkte werden nicht in Anspruch genommen. Bislang werden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken, Zinsen etc. eingesetzt. Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen, war jederzeit gegeben.

6. Vermögenslage

Werte 2023 Anteil 2022 Anteil
in TEUR in % in %
Anlagevermögen 14.754 35,4% 15.887 42,7%
Vorräte 153 0.4% 130 0,3%
Forderungen, sonstige Vermögenswerte 21.902 52,6% 16.447 44,2%
Liquide Mittel 4.301 10,3% 4.162 11,2%
Aktive Rechnungsabgrenzung 16 0,0% 0 0,0%
Aktive latente Steuern 523 1,3% 612 1,6%
Aktiva 41.649 100% 37.238 100%
Eigenkapital 4.725 11,3% 3.091 8,3%
Rückstellungen 4.693 11,3% 3.400 9,1%
Verbindlichkeiten 32.231 77,4% 30.747 82,6%
Passiva 41.649 100% 37.238 100%

Die Bilanzsumme wurde im Jahr 2023 um TEUR 4.411 auf TEUR 41.649 ausgeweitet.

Das Anlagevermögen liegt mit TEUR 14.754 zum Vorjahr leicht niedriger und ist zur Gänze durch das Eigenkapital und die Konzernfinanzierung gedeckt.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen TEUR 367 (VJ TEUR 893) und betrafen i. W. Leistungen für die Photovoltaik-Anlage, welche im Verlauf des 1. Halbjahrs 2024 in Betrieb genommen wird. Darüber hinaus erfolgte die turnusmäßige Erneuerung des Fuhrparks (3 Fahrzeuge) sowie die regelmäßige Aktualisierung der Ausstattung unserer Ladengeschäfte sowie der IT-Einrichtung am Standort Wolfertschwenden.

Die Zunahme der Forderungen hängt einerseits mit stärkerer Umsatztätigkeit in den Monaten November und Dezember zusammen und andererseits mit der Ausleihung von Liquiditätsüberschüssen an die Muttergesellschaft.

Die Rückstellungen enthalten eine Steuerrückstellung (i. V. m. der Nutzung des Verlustvortrags) und liegen daher 38 % über dem Niveau des Vorjahres.

Die Eigenkapitalquote stieg durch die Zurechnung des Jahresüberschuss von 8,3% auf 11,3%.

7. Chancen- und Risikobericht

Lebenshaltungskosten dominieren die globalen Risiken in den kommenden beiden Jahren, während das nächste Jahrzehnt vom möglichen Versagen von Klimaschutzmaßnahmen bestimmt sein wird.

Das nächste Jahrzehnt wird von Umwelt- und Gesellschaftskrisen geprägt sein, die von zugrunde liegenden geopolitischen und wirtschaftlichen Trends angetrieben werden. Die "Krise der Lebenshaltungskosten" wird als das schwerwiegendste globale Risiko der nächsten zwei Jahre eingestuft, das kurzfristig seinen Gipfel erreichen wird.

Der "Verlust der biologischen Vielfalt und der Zusammenbruch von Ökosystemen" wird als eines der sich am schnellsten verschlechternden globalen Risiken des nächsten Jahrzehnts betrachtet, und alle sechs Umweltrisiken zählen zu den 10 größten Risiken der kommenden 10 Jahre. Neun Risiken sind sowohl kurz- als auch langfristig in den Top 10 vertreten, darunter die Risiken "Geowirtschaftliche Konfrontation" und "Erosion des sozialen Zusammenhalts und gesellschaftliche Polarisierung".

Außerdem beinhaltet die Rangliste zwei neue Risiken: "Weitverbreitete Cyberkriminalität und Cyberunsicherheit" und "Unfreiwillige Migration in großem Ausmaß", so der Global Risk Report 18. Ausgabe Marsh McLennan und Zürich Insurance Group.

Das Wachstum der Sportartikelindustrie ist stark von Konsumausgaben und Konsumentenvertrauen abhängig. Konjunkturell bedingte Rückgänge, Inflation, Turbulenzen an den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen und gesellschaftspolitische Faktoren, wie etwa militärische Auseinandersetzungen (z.B. Ausweitung des Kriegs in der Ukraine), Regierungswechsel, Bürgerunruhen, Pandemien, Verstaatlichungen, Enteignungen oder Nationalismus, besonders in Regionen, in denen adidas stark vertreten ist, könnten sich daher negativ auf die Geschäftsaktivitäten sowie die Umsatz- und Gewinnentwicklung des Unternehmens auswirken. Darüber hinaus können auch wesentliche Veränderungen im regulatorischen Umfeld, wie etwa Handelsbeschränkungen (z.B. zwischen den USA und China, oder der EU und China), wirtschaftliche und politische Sanktionen, Vorschriften für Produktsicherheit, Umwelt- und Klimaschutzbestimmungen mögliche Umsatzausfälle oder Kostenerhöhungen nach sich ziehen.

Makroökonomischen Risiken wie Inflation, die die Preisstruktur und die Margen vieler Unternehmen beeinträchtigt, oder die Volatilität der Wirtschafts- und Finanzmärkte mit immer noch latenter Rezessionsgefahr im europäischen Wirtschaftsraum stellen in unserer Risikobeurteilung mögliche Bedrohungen dar, die trotz aller positiven Einschätzungen zur Nachfrage bei Outdoorprodukten auch die Outdoorbranche und unser Unternehmen treffen können.

Das Risiko einer Energiekrise im Hinblick auf temporäre Ausfallphasen ist weiterhin als mögliches Risikoszenario zu sehen. Zusätzlich stellt auch die Verteuerung des Energieverbrauchs eine zusätzliche Kostenbelastung dar, der unser Unternehmen durch die Investition in eine knapp 1 MWh leistungsstarke Photovoltaik-Anlage, deren Inbetriebnahme im Verlauf des 1. Halbjahr 2024 geplant ist, sehr nachhaltig begegnet.

Das Risiko gestörter Lieferketten, durch Streiks im innerdeutschen Verkehr (z. B. deutsche Bahn Streik, Spediteurs Streik) sowie Rebellen Angriffe auf Frachtschiffe, materialisierte sich bereits zu Beginn des Jahres 2024. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir durch ein vorausschauendes Vorratsmanagement, eine breitgefächerte Beschaffungsstruktur sowie langfristige Geschäftsbeziehungen mit unseren Lieferanten sowie Frachtdienstleistern stabil aufgestellt sind. Kurz- bis mittelfristig sehen wir keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung. Länger anhaltende Ausnahmesituationen werden wir nicht in Gänze kompensieren können.

Verstärkte Risiken sehen wir aufgrund der latenten Rezessionsgefahr und den damit verbundenen strukturellen Auswirkungen auf unsere Handelspartner. Wir sahen bereits im Geschäftsjahr 2023 deutliche Verwerfungen durch die Insolvenz der Signa-Gruppe, die Insolvenzmeldung eines unserer wesentlichen dt. Kunden, das Sporthaus Sportscheck sowie im Januar 2024 der Galeria-Kaufhof-Gruppe. Mit einem aktiven Kunden- und Forderungsmanagement sind wir jederzeit auf der Höhe und begleiten unsere Kunden auch durch wirtschaftlich schwierigere Phase, nichtsdestotrotz kann eine Rückwirkung i. V. m. einer Insolvenz nicht ausgeschlossen werden.

Den Debitorenrisiken begegnen wir durch unser Kreditmanagement mit standardisiertem Mahn- und Inkassowesen, laufender Beobachtung des Zahlungsverhaltens unserer Stamm- und Einholung von Bonitäts-Auskünften bei Neu-Kunden.

Derzeit sind wir mit einer Klage über Rückgewährungsansprüche im Rahmen einer Insolvenzanfechtung bedroht und haben hierzu eine nach unserer Einschätzung ausreichende Risikovorsorge getroffen. Nichtsdestotrotz bestehen aus dieser Rechtsstreitigkeit Risiken, die einen Einfluss auf unsere finanzielle Lage haben könnten.

Wir sehen die Outdoorbranche in einem agilen mit Wachstumspotential ausgestatteten Marktumfeld. Auf der anderen Seite stellen wir Konsolidierungsbewegungen fest z. B. Übernahme Bergfreund durch Decathlon oder die geplante Übernahme von Sportscheck. Dies sehen wir einerseits positiv im Hinblick auf eine Stärkung des Gesamtmarktes durch "starke Player", auf der anderen Seite kann diese Konzentration zu latenten Ungleichgewichten im Markt führen und damit unsere Stellung negativ beeinflussen. Wir begegnen diesen Bewegungen mit einem neu aufgestellten Key Account Management sowie einer neu ausgerichteten Ansprache unserer Einzelhändler. Wir verfolgen neben dem Ziel Premiumprodukte für unsere Kunden, auch das Unternehmensziel Premiumsupport für unsere Groß- und Einzelhändler.

Die Finanzierung unserer Gesellschaft basiert auf einem kurzfristigen Fremdwährungsdarlehen in Schweizer Franken, welches von dem verbundenen Unternehmen Mountain Holding II Sarl, Luxembourg und mittelbarem 100 % Gesellschafter ausgereicht ist.

Die Kursentwicklung des Schweizer Franken ist derzeit nicht abgesichert und kann positive sowie negative Währungseffekte verursachen. Es entstand ein Kursverlust von T€ 1.788 (T€ 1.380) der vom direkten 100 % Gesellschafter Mammut Sports Group AG übernommen wurde. Das Darlehen wurde vom Gläubiger am 27. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 mit einem Zinssatz von 1,20 % p.a. prolongiert.

Die Erträge aus der Cash-Poolfinanzierung für den Gesellschafter sind bei unverändertem Zinssatz von 1,25 % p. a. und höherem Volumen leicht gestiegen.

Die Zinsen im Falle einer Nichtverlängerung des Darlehens ab 1. Juli 2024 oder Erhöhung des Zinssatzes bei gleichzeitigem Festhalten am Zinssatz der Cash-Poolfinanzierung droht der Gesellschaft ein Zinsniveau von 2,5 bis 4,5 % 8 , was eine Verdopplung bzw. Verdreifachung der Zinsaufwendungen zur Folge hätte.

Nach Beurteilung der Geschäftsführung, wird der Eintritt dieses Szenarios als sehr gering eingeschätzt, da im Geschäftsjahr 2024 eine Neugestaltung der Konzernfinanzierung durchgeführt werden soll.

Im Rahmen der Finanzierung der Mammut Sports Group AG hat die Gesellschaft eine Mit-Haftungserklärung abgegeben, welche im Anhang nach § 251 HGB als Bürgschaft für Mammut Sports Group AG wegen verbundener Unternehmen für im Volumen von CHF 30,25 Mio. angegeben ist. Da die Bürgschaft das nach § 30 GmbHG zur Erhaltung des Stammkapitals notwendige Vermögen übersteigen würde, ist eine entsprechende Begrenzung des Haftungsvolumens mit der Zürcher Kantonalbank, Schweiz vereinbart.

Darüber hinaus bestehen derzeit keine Währungs- und Zinsrisiken; Liquiditätsrisiken werden im Rahmen eines aktiven Treasury-Managements mit der Mammut Sports Group AG unter Nutzung eines Cash-Pool gesteuert.

Wir können auf Basis unserer internen Monatsabschlüsse mit detaillierten Umsatz- und Kostenanalysen sowie Auswertungen bezüglich Auftragslage eventuelle wirtschaftliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Die Risiken von Sachschäden sowie Haftungsrisiken sind durch entsprechende Versicherungen sinnvoll abgesichert.

Unser internes Kontrollsystem überwacht laufend die bestehenden Risiken.

Als wesentlichste Chancen für die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens sehen wir die Marktstärke der Marke MAMMUT, unsere starken Kooperationsformen und guten persönlichen Beziehungen zu den Einkaufsverbänden und Konzernen und die hohe Markenbegehrlichkeit.

Unsere Kanalstrategie der Vertriebskanäle steuert die Belieferung der Händler mit festgelegten Kriterien, was auch unseren Partnern entsprechende Vorteile bringt.

Dazu kommt das aktive Flächenmanagement im Rahmen des "In Season Management" Projekts mit ausgewählten Kunden. Großes Potential sehen wir in dem weiteren Ausbau des Mammut-Webshop und der digitalen Direktvermarktungskommunikation in Verbindung mit der überarbeiteten Digitalisierungsstrategie und dem verfolgten Premium-Fokus.

Das Orderbuch für den Sommer 2024 wie auch die derzeit laufende Orderphase für die Saison Winter 2024/25 liegen derzeit noch unterhalb unserer ambitionierten Planungsannahmen. Wir gehen jedoch weiterhin davon aus, dass wir, basierend auf unserer Marketing- & Produktportfoliostrategie, die gesteckten Ziele 2024 erreichen werden. Die letzten drei Jahre gingen nicht spurlos an unseren Kunden vorbei, so dass wir ein geändertes Orderverhalten mit Verschiebung in Richtung Nachorder anstatt Vororder feststellen.

8 Vergleich Bundesbank Zinssätze "nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften"

8. Prognosebericht

Mit Einstieg des Finanzinvestors Telemos schärfte die Gruppe ihren Fokus auf das Kerngeschäft und stellte die Weichen in Richtung Wachstum.

In diesem Zusammenhang wurden "sale and lease back" Verhandlungen betreffend das Verteil- und Logistikzentrum in Wolfertschwenden aufgenommen. Basierend auf den aktuellen Verhandlungs- und Arbeitsfortschritten ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es im Geschäftsjahr 2024 zu einem Vertragsabschluss kommen wird.

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft bzw. der Gruppe, stellt eine geplante Erweiterung der Verteil- und Lagerkapazitäten einen integralen Bestand des "sale and lease back" Vertrages dar.

Das Management der Gruppe sowie der Gesellschaft ist bestrebt jeden Tag besser zu werden. Die Teams zeigen die richtige Einstellung, die Entscheidungsprozesse werden fortlaufend beschleunigt und die Fortschritte sind in nahezu allen Geschäftsbereichen spürbar, sowie belegbar.

Die Produktpipeline ist mit innovativen und ansprechenden Produkten gut gefüllt. Die Gruppe wird 2024 - 2025 eine Vielzahl an Neuheiten z. B. Mammut LOOPINSULATION Jacke, Mammut Haute Route Skitourenhelm und Mammut Alugator Ultra Lawinenschaufel erfolgreich im Markt platzieren.

Darüber hinaus werden Kooperationen weiterhin Akzente im Produktportfolio setzen und den Kunden überraschen (z. B. Mammut X Suunto Vertical Titanium Uhr, Mammut X Nespresso The Extraordinary Jacket). Im Zuge der fortlaufenden Sortimentsoptimierung werden darüber hinaus, Themenschwerpunkte wie Funktionsunterwäsche, Socken, Sportbrillen sowie eine Kollektion für Jugendliche/Kinder bewertet in der Zusammenarbeit mit einem Lizenznehmer.

Die Gruppe spürt ein starkes Interesse und Unterstützung vonseiten der Einzelhändler, so das hierauf gemeinsam aufgebaut werden kann. Darüber hinaus wird der Fokus im Direktvermarktungsgeschäft klar geschärft. MAMMUT ist eine Premiummarke mit Highend-Produkten von der Einstiegskollektion bis hin zum Flaggschiff Eiger Extreme, so dass unser Ziel klar auf einer Reduzierung der Rabattquote hin zu einem Fullprice-Ansatz liegt.

Die Gruppe und damit auch die Mammut Sports Group GmbH wird die Weichen für das innovative sowie attraktive Produktportfolio in Richtung eines wirtschaftlich ausbalancierten Wachstums stellen.

Die Gesellschaft erwartet für das kommende Jahr ein starkes Warenumsatzwachstum von bis zu 7 bis 12 % und dementsprechend ein deutliches besseres Ergebnis als im laufenden Jahr.

WE INSPIRE LOVE FOR MOUNTAINS

 

Wolfertschwenden, 20. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Michael Rammelsberger

Patrick Schmollinger

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mammut Sports Group GmbH, Wolfertschwenden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mammut Sports Group GmbH , Wolfertschwenden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mammut Sports Group GmbH, Wolfertschwenden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen ·Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 20. Februar 2024

gez. Andreas Sautter, Wirtschaftsprüfer

gez. Matthias Wolf, Wirtschaftsprüfer"

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