Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 25159
Vorher
IFOK GmbH - Institut für Organisationskommunikation
Eingetragen
23.2.2000
Branche
UnternehmensberatungPublic-Relations-BeratungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Beratung von Organisationen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur Lösung unternehmerischer und politischer Probleme durch Kommunikationsprozesse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Arne Dr. Spieker
seit 9.10.2025
Prokura
Jochen Franke
seit 9.10.2025
Prokura
Fabian Biegel
seit 7.6.2024
Prokura
Alexander Schwertner
seit 31.5.2022
Prokura
Dirk Prof. Dr. Rompf
seit 30.4.2021
Geschäftsführer
Martina Goddard
seit 24.7.2020
Prokura
Yvette Richter
seit 24.7.2020
Prokura
Prokura
Simon Oerding
seit 30.10.2017
Prokura
Sabine Klose
seit 18.2.2016
Prokura
Ralf Eggert
seit 8.3.2013
Prokura
Andreas Ingerfeld
seit 1.2.2008
Prokura
Henning Banthien
seit 12.4.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cadmus International Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IFOK GmbH

Bensheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Jahr 2023

der ifok GmbH

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die ifok GmbH (ifok) bietet Leistungen bezüglich Strategieberatung, Stakeholdermanagement, Partizipation, Moderation, PR und Kampagnen, Veranstaltungsmanagement, Change-Management und Projektmanagement in den Themenfeldern Klima/Energie, Kommunikation & Kampagnen, Infrastruktur, Mobilität, Open Government, Transformation of Economy und IT & Technology Consulting an.

ifok ist an den fünf Standorten Bensheim (Firmensitz), Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München tätig. Alle Büroräumlichkeiten sind angemietet und befinden sich nicht im Eigentum des Unternehmens. Die organisatorische Struktur ist nach Themenfeldern gegliedert; die Themenfelder verteilen sich auf mehrere Standorte.

Das Unternehmen ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der The Cadmus Group Germany GmbH und damit Teil der US-amerikanischen, internationalen Cadmus Group. Mit der Muttergesellschaft The Cadmus Group Germany GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag sowie eine steuerliche Organschaft. Am 14.09.2021 wurde CI Capital Haupteigner der amerikanischen Konzernmutter, woraufhin das bisher abweichende Geschäftsjahr wieder auf das Kalenderjahr umgestellt wurde. Das Jahr 2021 wurde somit als Rumpfgeschäftsjahr (01.05.2021 - 31.12.2021) dargestellt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Wesentlich für die geschäftliche Entwicklung von ifok ist der Umsatz, der um 21 % im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden konnte. Für die Umsatzgenerierung ist vor allem das Personal, das das Beratungsgeschäft durchführt, erforderlich. Dies wird auch daran deutlich, dass bei einer Umsatzsteigerung um EUR 5,6 Mio. der Materialaufwand lediglich um EUR 0,5 Mio. angestiegen ist. Das Ziel von ifok ist die Steigerung des Ergebnisses nach Steuern; im vergangenen Jahr konnte das Ergebnis nach Gewinn nach Steuern mit 31 % überproportional zum Ergebnis verbessert werden. Aufgrund der hohen Bedeutung wird der Umsatz, der Personalaufwand und das Ergebnis nach Steuern als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Hierauf ist die Unternehmenssteuerung ausgerichtet.

Der Personalaufbau - als wesentliche Voraussetzung für das weitere Unternehmenswachstum - wurde auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Gemessen an der Personalstärke zum Bilanzstichtag hatte ifok 298 Mitarbeiter unter Vertrag. Dies zeigt den Kapazitätsaufbau nach 229 Mitarbeiter zum Jahresende 2021 und 268 Beschäftigten zum 31.12.2022. Neben der Tätigkeit als Ausbildungsunternehmen besitzt ifok eine eigene Academy für allgemeine und eigens zugeschnittene Weiterbildungsmaßnahmen. Wenn sehr spezialisierte Kurse und Trainings benötigt werden, wird auf externe Weiterbildung zurückgegriffen.

Das im Jahr 2020 eingeführte "mobile Arbeiten" wurde auch im Jahr 2023 fortgesetzt und soll auch im Jahr 2024 nicht verändert werden. Es umfasst verschiedene digitale und virtuelle Formate bzw. das inzwischen standardisierte hybride Arbeitsmodell.

Im Jahr 2023 konnte die Integration der Agentur RAIKESCHWERTNER GmbH abgeschlossen werden. Die relevanten Organisationseinheiten wurden zusammengeführt und agieren als Einheit. Die erfolgreiche Integration zeigt sich unter anderem im deutlichen Umsatzwachstum um 21%.

Nach der Umstellung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr im Jahr 2021 war sowohl das Jahr 2022 als auch das Jahr 2023 ein volles Geschäftsjahr, so dass eine Vergleichbarkeit der Jahreswerte gegeben ist.

2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Das erfolgreiche Unternehmenswachstum spiegelt sich in der Steigerung der Umsätze um 21 % auf EUR 32,1 Mio. (Vorjahr: EUR 26,5 Mio.) wider. Der Materialaufwand hat sich unterproportional zur Umsatzsteigerung von EUR 10,0 Mio. auf EUR 10,5 Mio. (+ 5 %) erhöht; damit hat sich die Materialeinsatzquote (Materialaufwand/Umsatz) von 37,6 % im Jahr 2022 auf 32,6 % verbessert.

Die wesentliche Kostenposition ist im Beratungsgeschäft der Personalaufwand, der sich proportional zum Umsatz verändert hat. Der Personalaufwand stieg von EUR 14,4 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 17,5 Mio. (+22 %) an; die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Umsatz) blieb mit 55 % (Vorjahr: 55 %) konstant.

Die anderen Kosten haben sich aufgrund der Digitalisierungsstrategie überproportional zum Umsatz erhöht. Durch die verstärkten Investitionen haben sich die Abschreibungen um 47 % auf EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) verändert. Ein Teil der damit im Zusammenhang stehenden Ausgaben war nicht zu aktivieren und wurde unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst, die sich um 33 % auf EUR 3,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2,7 Mio.) erhöht haben.

Das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung verbesserte sich um 31 % auf EUR 2,4 Mio. nach EUR 1,8 Mio. im Vorjahr.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen stieg um EUR 0,3 Mio. auf EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.) an. Der Treiber waren die Investitionen im Rahmen der Digitalisierungsstrategie, die sich in den immateriellen Wirtschaftsgütern sowie bei den Anzahlungen abbildet. Diese Investitionen umfassen sowohl aktivierte Eigenleistungen als auch Fremdleistungen.

Aufgrund des gestiegenen Umsatzes hat sich das Umlaufvermögen von EUR 12,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 15,3 Mio. erhöht. Die wesentlichen Änderungen sind der Anstieg der unfertigen Leistungen um EUR 1,7 Mio. auf EUR 5,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.), die aus den noch nicht abgerechneten Projektleistungen resultieren, sowie die Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstituten, die um EUR 1,8 Mio. auf EUR 6,0 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.) gestiegen sind.

Insgesamt ist die Bilanzsumme von EUR 13,7 Mio. auf EUR 17,4 Mio. gewachsen.

Der Anstieg der Bilanzsumme wurde vor allem durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten finanziert. Sie stiegen von EUR 8,6 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 11,8 Mio. an. Getrieben durch das höhere Umsatzvolumen haben sich die Anzahlungen um EUR 1,2 Mio. auf EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen um EUR 0,9 Mio. auf EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) erhöht. Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 1,1 Mio. auf EUR 6,3 Mio. (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.) verändert; dies resultiert aus der Gewinnabführung sowie aus Verrechnungen von Leistungen.

Die Eigenkapitalrentabilität (Gewinn / Eigenkapital) liegt bei 89 % (Vorjahr: 67 %). Die Gesamtkapitalrentabilität (Gewinn + Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital) beträgt 14 % (Vorjahr: 13 %). Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Gesamtkapital) erreicht 16 % (Vorjahr: 20 %); wirtschaftlich müssen auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dem Eigenkapital zugerechnet werden.

Finanzlage

Hauptziel des Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten, Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und finanzielle Risiken zu reduzieren. Die Liquiditätssituation wird laufend analysiert, geplant und überwacht. Im Jahr 2024 liegt ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung der betriebswirtschaftlichen Systeme auf der Liquiditätssteuerung.

Im vergangenen Jahr wurde ein Cash-Flow aus dem laufenden Geschäft (operativer Cash-Flow) von EUR 2,5 Mio. generiert und hat die Liquidität wesentlich erhöht, nachdem im Vorjahr noch ein Abfluss aus dem operativen Cash-Flow von EUR 0,8 Mio. angefallen ist. Einen bedeutenden Beitrag haben das Ergebnis mit EUR 2,5 Mio. sowie die Zunahme der Anzahlungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistung mit EUR 2,1 Mio. geleistet, wohingegen die Zunahme der Forderungen gegen Kunden sowie der Vorräte (unfertige Leistungen) zu einem höheren Liquiditätsbedarf um EUR 1,5 Mio. geführt haben. Auch stieg das Verrechnungskonto Gesellschafter um EUR 1,4 Mio. an. Mit der Ausnahme des Gesellschafterkontos haben sich die anderen Bilanzpositionen aufgrund des Umsatzanstiegs wesentlich verändert.

Auch im Jahr 2023 wurde unverändert investiert, so dass ein negativer Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit von EUR 0,7 Mio. nach EUR -1,4 Mio. im Vorjahr entstanden ist. Im Vorjahr sind aufgrund der Digitalisierungsstrategie noch höhere Investitionen angefallen. Eine Außenfinanzierung wurde nicht durchgeführt, so dass der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) beträgt. Insgesamt haben sich die Zahlungsmittelbestände (Finanzmittelfonds) von EUR 4,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 6,0 Mio. erhöht. Die Liquidität des Unternehmens gilt als gesichert.

III. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Die Unternehmenspolitik ist das Bestreben, den gesellschaftlichen Wandel gemäß der operativen Themenfelder voranzutreiben. Aus diesem Beratungsgeschäft müssen ausreichend Umsätze generiert für die Deckung der Kosten und zur Erzielung eines nachhaltigen Gewinns generiert werden. Die aus dieser Geschäftstätigkeit entstehenden Risiken sollen möglichst frühzeitig erkannt werden, um sie zu vermeiden und ansonsten risikominimierend zu steuern. Die Risikopolitik mit ihren Schwerpunkten wird von der Unternehmensleitung vorgegeben.

Risikobericht

ifok hat ein internes Kontrollsystem zur Steuerung der operationalen Risiken implementiert. In diesem System werden vor allem die Autorisierungen und Vertretungsvollmachten geregelt. Ein wesentliches Steuerungsinstrument ist das Vier-Augen-Prinzip.

Zur Steuerung der Risiken aus der Geschäftsentwicklung im Beratungsgeschäft wurde ein aussagekräftiges Reporting aufgebaut, das der Geschäftsführung regelmäßig zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus wird auch der Gesellschafter turnusmäßig über ein eigenes Reporting über die wirtschaftliche Entwicklung und vor allem die Risikolage informiert. Im Rahmen einer Zertifizierung gem. ISO-Zertifizierung 27001 wurde das Risiko-Management-System überprüft und die Angemessenheit bestätigt. Das Risikomanagementsystem wird laufend überprüft und verbessert, hierbei werden die aktuelles berücksichtigt.

Risiken aus dem Einsatz von Software sind überschaubar, da es sich bei der betriebsnotwendigen Software-Systemen fast ausschließlich um Standard-Softwareprodukte handelt. Bei den selbstentwickelten Softwaresystemen ist eine wesentlich geringere Abhängigkeit für den laufenden Geschäftsbetrieb gegeben.

ifok betreibt ein personalintensives Beratungsgeschäft, so dass markt- oder inflationsgetriebene höhere Personalkosten einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung von ifok haben können. Diesem Risiko wird durch eine laufende Aktualisierung der Personalkostensätze Rechnung getragen, so dass die neuen Angebote auf Basis der aktuellen Kostensätze kalkuliert werden. Hierdurch werden Personalkostensteigerungen möglichst an die Kunden weitergereicht.

Bei den Personalkosten ist eine zu geringe Auslastung der Mitarbeiter in Kundenprojekten, aus denen die Umsätze generiert werden, ein zentrales Risiko. Die Beratungsleistungen werden hauptsächlich von festangestellten Mitarbeitern erbracht und sind Fixkosten für das Unternehmen. Auch bei einer zu geringen Auslastung der Mitarbeiter und dem damit verbundenen geringen Umsatz verursachen die festangestellten Mitarbeiter unverändert Kosten, wodurch im ersten Schritt die angestrebten Gewinne nicht mehr erzielt werden und dann auch Verluste auftreten können.

ifok kauft im Projektgeschäft nur in einem geringen Umfang Waren- und Dienstleistungen ein. Aus diesem Grund wird ein Umsatzrückgang nur in einem stark begrenzten Umfang durch einen geringeren Einkauf abgefedert. Auf der anderen Seite sind die Preisänderungsrisiken im Einkauf überschaubar und haben einen geringen Einfluss auf die Gesamtrisikolage von ifok. Bei den Lieferanten arbeitet das Unternehmen mit einer Vielzahl vor allem von mittelständischen Anbietern und Dienstleistern zusammen, so dass keine größeren, risikobehafteten Abhängigkeiten bestehen.

Projekte werden bei ifok grundsätzlich von mehreren Personen bearbeitet, so dass der Ausfall von einzelnen Personen grundsätzlich aufgefangen werden kann und die Abhängigkeiten von einzelnen Personen reduziert werden. Durch dieses Vorgehen wird das Risiko von einzelnen Mitarbeitern bei den Projekten gezielt verringert.

Mitarbeiter werden in der Regel parallel in mehreren Projekten eingesetzt, damit ihre Auslastung nicht nur von einem Projekt abhängt. Außerdem übernehmen die Mitarbeiter bei freien Kapazitäten Aufgaben in der Akquise (z. B. Erstellung von Ausschreibungsunterlagen) oder interne Aufgaben, so dass das Risiko einer zu geringen Auslastung der Mitarbeiter nicht nur von einem einzelnen Projekt abhängt.

Währungsrisiken sind bei ifok nur in einem sehr geringen Umfang gegeben. ifok ist fast ausschließlich im Euro-Raum tätig und vereinnahmt dementsprechend die Umsätze in Euro. Auch die wesentlichen Kosten, Lohn- und Gehaltskosten sowie der Einkauf von Waren und Dienstleistungen, werden in Euro berechnet. Hierdurch entstehen keine nennenswerten offenen Fremdwährungspositionen. Auch die Einbindung in die US-amerikanische Cadmus-Gruppe hat hierauf nur einen geringen Einfluss. Finanzinstrumente zur Währungsteuerung (z. B. Derivate) werden nicht abgeschlossen.

Die Kunden- und Projektstruktur zeigt eine Mischung aus öffentlicher Hand, Unternehmen im Besitz der öffentlichen Hand und privaten Industriekunden. Der Beratungsschwerpunkt liegt auf der öffentlichen Hand sowie auf Unternehmen mit öffentlichen Eigentümern. Aktuell ist eine auskömmliche Auftragsnachfrage gegeben, allerdings ist ein Rückgang der Nachfrage aufgrund der Einsparungen der öffentlichen Auftraggeber erkennbar. Vor allem haben bei den öffentlichen Kunden die Unsicherheit der bevorstehenden Wahlen, der Rückgang der zur Verfügung stehenden Budgets und die aktuellen geopolitischen Krisen einen Rückgang der Nachfrage sowie eine erhebliche Verringerung der Prozessgeschwindigkeit bis zur Beauftragung zur Folge. Das in Großprojekten innewohnende Risiko wird durch den Struktur-Mix und ein gezieltes Großprojektmanagement gesteuert. Insgesamt bestehen die üblichen Risiken auf der Kundenseite.

Eine ständige Herausforderung ist die Deckung des Bedarfs an hoch qualifiziertem Personal. Dieser Herausforderung wird durch eine qualifizierte Personalabteilung mit einer komfortablen Personalausstattung Rechnung getragen. Hinzu kommen intensive Kontakte zu Hochschulen. Die Mitarbeiterinnen werden durch ein Training-on-the-Job und durch interne Fort- sowie Weiterbildungsmaßnahmen geschult. Eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im Projektgeschäft.

Risiken aus Forschung und Entwicklung bestehen nicht, da ifok als Beratungsunternehmen keine Aktivitäten in diesen Bereichen hat.

Es besteht ein Rechtsstreit, dessen Risiko ifok und die beauftragten Anwälte als sehr gering einschätzen. In einem Projekt wurde ifok von einem Dienstleister verklagt, weil der Auftraggeber aus Sicht des Dienstleisters das Projekt zu Unrecht gekündigt hat. Da keine direkte Rechtsbeziehung zwischen dem Dienstleister und dem Auftraggeber des Projekts besteht, hat der Dienstleister ifok verklagt, um seine möglichen Ansprüche gegen den Auftraggeber des Projekts durchzusetzen. Darüber hinaus bestehen keine aktiven und/oder passiven Rechtsstreitigkeiten.

Bestandsgefährdende Risiken sind für ifok nach derzeitiger Einschätzung nicht erkennbar.

Chancenbericht

Die ifok GmbH hat sich konsequent auf die Themen Klima/Energie, Kommunikation & Kampagnen, Infrastruktur, Mobilität, Open Government, Transformation of Economy und Digitalisierung & Technology Consulting ausgerichtet. Diese Themen stehen sowohl politisch als auch bei den Bürgerinnen und Bürgern im Fokus und haben eine hohe Dynamik. Aus dieser Dynamik entstehen für ifok Wachstumschancen beim Vorantreiben dieser gesellschaftlichen Trends und der Mitgestaltung des gesellschaftlichen Wandels. Durch das Wachstum in den letzten Jahren hat das Unternehmen seine Markposition gestärkt. Diese verbesserte Marktpositionierung und das erwartete Marktwachstum sind eine gute Ausgangsbasis zur Umsatzsteigerung.

Ifok überprüft regelmäßig seine Aufstellung und passt sich den Entwicklungen in den einzelnen Teilmärkten an. Parallel wird in Digitalisierungs-Tools investiert, um das Angebot attraktiver zu gestalten und Effizienzvorteile zu realisieren.

Die Geschäftsführung schätzt die Unternehmensentwicklung dauerhaft positiv ein. ifok ist gut aufgestellt und positioniert. Dies ist eine gute Basis zur Nutzung der Marktchancen und zum weiteren Wachstum. Die Umsatzentwicklung der letzten Jahre belegt dies. Auch für das Jahr 2025 und die folgenden Jahre wird mit einem Umsatzwachstum gerechnet. Kurzfristig kann sich aber die Wachstumsdynamik aufgrund der Haushaltsprobleme der öffentlichen Hand sowie durch die Unsicherheit aufgrund der anstehenden Bundestagswahl abschwächen. In den nächsten Jahren wird unverändert von einer positiven Entwicklung der Nachfrage aufgrund des Veränderungsdruck bei den öffentlichen Institutionen und der Unternehmen im Staatsbesitz ausgegangen.

IV. Prognosebericht

Die Geschäftsführung von ifok erwartet die Fortsetzung des Wachstums im Jahr 2024 und prognostizierte zum Jahreswechsel eine zweistellige Wachstumsrate für das Gesamtunternehmen. Gegenüber dieser ursprünglichen Planung wird von einer Abschwächung dieser Wachstumserwartungen aufgrund der aktuellen Entwicklungen - vor allem Haushaltsprobleme der öffentlichen Hand sowie erhöhte Unsicherheit aufgrund der anstehenden Bundestagswahl - ausgegangen.

Für die einzelnen Themenfelder wird eine heterogene Entwicklung prognostiziert. Die Auftragslage zum Jahreswechsel stützt diese Einschätzung. Die gezielte Stärkung der Ressourcen durch Personalaufbau, Investitionen vor allem in die Digitalisierung mit den digitalen Tools sowie die Verbesserung der Projekt- und vor allem betriebswirtschaftlichen Steuerung treibt die Wachstumsstrategie von ifok voran. Flankiert wird diese Strategie durch die Weiterentwicklung des Personals durch eine gezielte Ausbildung in den einzelnen Projekten sowie aus Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Das Management geht davon aus, dass das Umsatzwachstum dauerhaft auch zu einem Gewinnanstieg führt. Allerdings wird aufgrund der umfangeichen Investitionen und den Personalaufbau sowie der aktuellen Marktentwicklungen im laufenden Jahr kurzfristig mit einem Gewinn auf Vorjahresniveau trotz des erwarteten Umsatzanstieg gerechnet.

V. Umweltbericht

Als Beratungsunternehmen, das sich u.a. mit den Themen Nachhaltigkeit, Klima, Energie und Mobilität beschäftigt, agiert ifok konsequent nachhaltig und umweltbewusst. Als Gesamtunternehmen führt ifok den Geschäftsbetrieb klimaneutral durch. Hierzu wird jährlich eine an internationalen Standards orientierte CO 2 -Bilanz (Corporate Carbon Footprint) erstellt, die in eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie eingebettet ist. Die unvermeidbaren CO 2 -Emissionen werden durch zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Zur Erreichung der Klimaneutralität fließen auch die weiteren Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten, wie eine Dienstreisepolicy (vorrangige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel), eine nachhaltige Beschaffung, zu der auch der Bezug von Strom aus 100% erneuerbaren Energien zählt und ein Fahrrad-Leasing für die Mitarbeiter/innen ein.

 

Bensheim, den 30.08.2024

gez. Henning Banthien

gez. Prof. Dr. Dirk Rompf

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.447.457,80 1.111.009,36
Geschäfts- oder Firmenwert 37.983,00 45.979,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 511.231,36 534.174,36
1.958.689,16 1.645.183,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.817.550,96 4.107.812,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.432.214,22 3.687.166,66
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 528.287,55 337.669,29
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.034.884,84 4.214.997,43
15.284.650,02 12.009.976,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 121.500,21 79.999,46
17.364.839,39 13.735.159,56

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 926.389,91 926.389,91
III. Gewinnvortrag 1.765.996,68 1.765.996,68
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
2.742.386,59 2.742.386,59
B. Rückstellungen 2.836.346,13 2.404.730,45
C. Verbindlichkeiten 11.786.106,67 8.588.042,52
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.250.743,49 5.196.284,40
davon aus Steuern 257.679,57 170.646,02
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00
17.364.839,39 13.735.159,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 23.689.693,06 19.134.956,44
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.500.332,39 -11.975.703,37
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.999.900,20 -2.441.736,02
- davon für Altersversorgung (209.571,93) -17.500.232,59 (179.272,85) -14.417.439,39
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -380.866,05 -259.099,91
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.419.017,91 -2.569.034,75
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 892,99 441,61
- davon aus verbundenen Unternehmen ( 0,00 ) (0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.636,02 0,00
- davon aus Aufzinsung (0,00) (0,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 58.470,59 -62.081,97
8. Ergebnis nach Steuern 2.446.304,07 1.827.742,03
9. Sonstige Steuern -50,00 -634,00
10. Aufwand aus Gewinnabführung -2.446.254,07 -1.827.108,03
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die ifok GmbH, Bensheim (Amtsgericht Darmstadt, HRB 25159), hat als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (2) HGB ihren Jahresabschluss unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB und der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufzustellen und gemäß der §§ 325 ff. HGB offenzulegen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und "Davon-Vermerke" in diesem Anhang gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet.

Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungs-kostenminderungen gekürzt.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu € 800 werden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften im Anschaffungsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode gerechnet.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden entsprechend ihres Fertigungsgrads mit den anteiligen Herstellungskosten gemäß § 255 Absatz 2 HGB bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwert-berichtigung wurde nicht gebildet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangs- bewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung bei Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt die Bewertung zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang). Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 800 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig.

3. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten von Verbindlichkeiten (§§ 285 Nr. 2, 268 Abs. 5 HGB)

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften in Höhe von T€ 6.066 (Vj.: Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 5.040) ausgewiesen.

Über die Verwendung des Jahresüberschusses gibt es einen Ergebnisabführungsvertrag gegenüber den Gesellschaftern.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 210 (Vj.: T€ 179) ausgewiesen.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von T€ 2 (Vj.: T€ 6) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Durchschnitt 281 Arbeitnehmer beschäftigt.

2. Angabe zu Konzernbeziehungen

Das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist The Cadmus Group LLC, Waltham/Massachusetts, USA.

Am 14.09.2021 wurde CI Capital neuer Haupteigner der The Cadmus Group LLC.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus folgenden Rechtsverhältnissen:

Gesamt bis 1 Jahr größer 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Miet- und Leasingverhältnisse 2251 926 1325

Die Geschäftsführer Herr Henning Banthien und Herr Prof. Dr. Dirk Rompf vertreten das Unternehmen gemeinsam. Herr von Zukowski wurde zum 31.10.2023 als Geschäftsführer abberufen.

 

Bensheim, 30.08.2024

IFOK GmbH

gez. Henning Banthien, Geschäftsführer

gez. Prof. Dr. Dirk Rompf, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.258.946,68 511.977,68 0,00 0,00 1.770.924,36
Geschäfts- oder Firmenwert 51.976,00 0,00 0,00 0,00 51.976,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.081.625,59 182.441,81 40.020,46 0,00 1.224.046,94
2.340.572,27 694.419,49 40.020,46 0,00 2.994.971,30
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 147.937,32 175.529,24 0,00 323.466,56
Geschäfts- oder Firmenwert 5.997,00 7.996,00 0,00 13.993,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 547.451,23 205.336,81 39.972,46 712.815,58
695.388,55 380.866,05 39.972,46 1.036.282,14
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.447.457,80 1.111.009,36
Geschäfts- oder Firmenwert 37.983,00 45.979,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 511.231,36 534.174,36
1.958.689,16 1.645.183,72

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IFOK GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IFOK GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IFOK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 19. September 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Jüsgen, Wirtschaftsprüfer

gez. Melzer, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde am 23. September 2024 festgestellt.

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