Beteiligungsgesellschaften
PRÄZI-FLACHSTAHL Aktiengesellschaft
Günther-Claas-Straße 1, 48351 Everswinkel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Bracker seit 4.1.2013 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KGBohmteKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang zum 31. Dezember 2021A. Entwicklung des Anlagevermögens
B. Erläuterungen zum Konzernabschluss I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Die Muttergesellschaft Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Bohmte und wird beim Amtsgericht Osnabrück unter der Nummer HRA 205609 geführt. Der Konzernabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung des Konzernabschlusses erfolgt gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. den §§ 266 und 275 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Durch die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Konzernabschlusses ist die Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG sowie die einbezogene Tochtergesellschaft PRÄZI Beteiligungs-GmbH, die einbezogene Enkelgeselleschaft PRÄZI-FLACHSTAHL Aktiengesellschaft und die einbezogene Urenkelgesellschaft PRÄZI-FÖRDERTECHNIK Gesellschaft mit beschränkter Haftung von der Pflicht zur Aufstellung bzw. Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse gemäß § 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB befreit. II. Besondere Vorfälle mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 wurde das Kommanditkapital um TEUR 7,5 herabgesetzt, Rücklagen in Höhe von TEUR 1.469,1 aufgelöst, stille Reserven in den Grundstücken und Gebäuden in Höhe von TEUR 926,4 aufgedeckt, ein Geschäfts- oder Firmenwert (Abschreibung über 10 Jahre) in Höhe von TEUR 3.664,7 aktiviert und Darlehensforderungen verrechnet. Im Anlagenspiegel werden die aufgedeckten stillen Reserven als Zugänge zu den Anschaffungskosten gezeigt. III. Angaben zur Konsolidierung 1. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens Günther Claas Vermögensverwaltungs- GmbH & Co. KG und ihrer in- und ausländischen Tochter-, Enkel- und Urenkelunternehmen mit unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligung. Insgesamt gehören vier inländische und sechs ausländische Unternehmen zum Kreis der vollkonsolidierten Konzernunternehmen, bei denen die Günther Claas Vermögensverwaltungs- GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen zum 31.12.2021 Der Konsolidierungskreis besteht neben dem Mutterunternehmen Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Bohmte, aus folgenden Gesellschaften:
Folgendes Beteiligungsunternehmen wird im Konzernabschluss als solches ausgewiesen:
Das Beteiligungsunternehmen ist kein assoziiertes Unternehmen gemäß § 311 Abs. 1 HGB, weil von keinem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik dieses Unternehmens ausgeübt wird. 2. Konsolidierungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Konzerngesellschaften wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Günther Claas Vermögensverwaltungs- GmbH & Co. KG, Bohmte, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bewertet. 3. Konsolidierungsmethoden Kapitalkonsolidierung Bei der Kapitalkonsolidierung wird für Erwerbsfälle vor dem 1.1.2010 die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 a.F. HGB weiter angewendet. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss zum 31.12.2002 vorhandenen anteiligen Eigenkapital verrechnet. Die sich hierbei ergebenden passiven Unterschiedsbeträge (TEUR 141) entsprechen realisierten Gewinnen und werden daher im Eigenkapital (Rücklagen) ausgewiesen. Aktive Unterschiedsbeträge aus Vorjahren (TEUR 2.030) werden mit den Rücklagen verrechnet. Aus Umstrukturierungen in Vorjahren resultieren ebenfalls passive Unterschiedsbeträge (TEUR 7.510), die aufgrund ihres Eigenkapitalcharakters mit Rücklagen verrechnet wurden. Für nach Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erworbene Tochtergesellschaften erfolgt die Kapitalkonsolidierung auf den Zeitpunkt des Erwerbs nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Aus der Verrechnung der Anschaffungskosten einer Beteiligung mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt in 2016 ergab sich ein Zugang zu der Position Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von jetzt TEUR 118. Die Abschreibung erfolgt gemäß § 253 Abs. 3 HGB über 10 Jahre. Schuldenkonsolidierung Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden gemäß § 303 HGB Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen miteinander aufgerechnet und eliminiert. Zwischenergebniseliminierung Zwischenergebnisse aus wesentlichen konzerninternen Lieferungen oder Leistungen sind gemäß § 304 Abs. 1 HGB im Konzernabschluss eliminiert worden. Aufwands- und Ertragseliminierung Im Wesentlichen waren Umsatzerlöse und Materialaufwendungen aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen zu konsolidieren. Daneben wurden sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge aus Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen sowie Zinserträge und Zinsaufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises verrechnet (konsolidiert) und und Gewinnausschüttungen innerhalb des Konsolidierungskreises eliminiert. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wurde in Euro, der Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen werden mit Ausnahme des Eigenkapitals mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Die aus der Anwendung unterschiedlicher Kurse resultierenden Unterschiedsbeträge werden erfolgsneutral als Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung wurde für alle einbezogenen Unternehmen einheitlich nach den Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften vorgenommen. Die auf den vorhergehenden Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr beibehalten. Das Anlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear zwischen 3 und 5 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt über 10 Jahre. Bei Gebäuden wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 8 und 50 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen liegt zwischen 6 und 10 Jahren, die für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren. Es wird die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge angewendet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen sofort in voller Höhe abgeschrieben. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Inland unter Berücksichtigung des Lifo-Verfahrens bewertet. Hiervon abweichend erfolgt die Bewertung bei den ausländischen Tochtergesellschaften zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Die Anpassung ist insoweit unterblieben, weil die Bewertungsunterschiede für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Lagerdauer, Rohmaterialabwertung und technische Verfahrenswechsel werden durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Aus der Lifo-Bewertung ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 128). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken sind durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung ist wie im Vorjahr mit 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet worden. Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet. Die Pensionsrückstellungen sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert worden. Sie wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Als restlaufzeitadäquate Zinssätze wurden 1,94 % und 2,03 % (Vorjahr: 2,30 % und 2,57 % ) angewandt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich zum 31.12.2021 auf TEUR 74. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre. Bei der Ermittlung wurden zudem jährliche Rentensteigerungen von 1,5 % bzw. 1,75 % unterstellt. Biometrische Rechnungsgrundlage für die versicherungsmathematischen Barwerte sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt worden. Aufgrund unterschiedlicher Ansätze in der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen der Handels- und Steuerbilanz entstehen latente Steuern. Aktive latente Steuern werden auf Ebene der Einzelabschlüsse nicht angesetzt. Latente Steuern werden im Konzern aufgrund der erfolgswirksamen Schuldenkonsolidierung und Zwischengewinneliminierung gemäß den Regelungen des DRS 18 abgegrenzt. In der Konzernbilanz werden die aus den Einzelabschlüssen übernommenen passiven latenten Steuern mit den auf Konzernebene ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern zusammengefasst und saldiert als passive latente Steuern in einem separaten Posten ausgewiesen. Bei den latenten Steuern wird insoweit der durchschnittliche Steuersatz der Konzernmutter von 17,5 % unterstellt. Auf der Ebene der Tochtergesellschaften berücksichtigte latente Steuern werden mit einem landesspezifischen Steuersatz (19 %) ermittelt. Derivative Finanzinstrumente werden als schwebende Geschäfte i. d. R. nicht bilanziert. Derivate, die mit bilanziellen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit bilden, werden, soweit sich die Ergebnisauswirkung von Grund- und Sicherungsgeschäft kompensieren, nicht erfolgswirksam verrechnet. Gewinne aus Sicherungsgeschäften, die keinem bestimmten Grundgeschäft zugeordnet werden können, werden erst bei Fälligkeit realisiert. Unrealisierte Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten, die keinem bestimmten Grundgeschäft zugeordnet werden können, werden ergebniswirksam zurückgestellt. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach den Bestimmungen der Deutschen Rechnungslegungsstandards 21 (DRS 21) aufgestellt. C. Angaben zu Posten der Konzernbilanz I. Anlagevermögen Bezüglich des Konzernanlagevermögens verweisen wir auf den unter A. aufgeführten Konzernanlagenspiegel. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 2.295 (Vorjahr: TEUR 1.139). Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 6.342) Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. III. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
Der in den Konzernbilanzgewinn einbezogene Gewinnvortrag beträgt TEUR 40.021 (Vorjahr: TEUR 36.390). IV. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Personalkosten, Kundenboni und andere Verpflichtungen gegenüber Kunden, Gewährleistungen, Beratungs- und Prüfungskosten sowie ausstehende Rechnungen. V. Verbindlichkeiten Die Struktur und Zugehörigkeit zu den Bilanzpositionen, die Restlaufzeiten und die Sicherheiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahresbeträge in Klammern):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen sonstige Verbindlichkeiten und haben keine fest vereinbarte Laufzeit. Sie stehen dem Konzern grundsätzlich dauerhaft zur Verfügung. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 564 (Vorjahr: TEUR 511) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 141 (Vorjahr: TEUR 269). VI. Passive latente Steuern Ausgewiesen werden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 377 (Vorjahr: TEUR 416). Sie resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen den Handelsbilanzen II und den Steuerbilanzwerten der einbezogenen Abschlüsse zum Bilanzstichtag sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen. Passive latente Steuern, die auf Konsolidierungsmaßnahmen entfallen, in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr aktive latente Steuern: TEUR 172) wurden mit passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 588) verrechnet. Die passiven latenten Steuern basieren auf unterschiedlichen Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens nach Handels- und Steuerrecht sowie aus der Eliminierung von Zwischengewinnen. VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2021 bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (Vorjahresbeträge in Klammern):
D. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
II. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 291), aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 204 (Vorjahr: TEUR 50). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 576) enthalten. III. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 164). Im Geschäftsjahr 2021 ergeben sich durch die Auflösung von Pensionsrückstellungen Erträge in Höhe TEUR 647 (Vorjahr TEUR 0), die im Personalaufwand ausgewiesen wurden. IV. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 430). VI. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 50) auf Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Zinsaufwendungen an Gesellschafter sind in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 163) enthalten. E. Sonstige Angaben I. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
II. Derivative Finanzinstrumente Devisenderivate werden in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen. Zur Absicherung von Wechselkursrisiken (Micro-Hedging) bestehen zum 31.12.2021 Devisentermingeschäfte im Nominalwert von TEUR 812 für Ankäufe in HUF und TEUR 393 für Ankäufe in CZK. Der durch die Banken im Rahmen einer Marktpreisbewertung ermittelte positive Marktwert beträgt TEUR 10. III. Angaben zu Bewertungseinheiten Den Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 2.378 stehen in voller Höhe schwebende Geschäfte bzw. erwartete Transaktionen gegenüber. Die Fremdwährung wird weitestgehend für den Bezug von Material und die Auszahlung von Löhnen und Gehältern benötigt. Das Risiko von Währungsschwankungen wird durch die Devisengeschäfte abgedeckt. Bewertungseinheiten werden in Form von Micro-Hedges gebildet. Der positive Marktwert beträgt zum Stichtag TEUR 10. Bei der Ermittlung des Ausgleichs der gegenläufigen Wertänderungen werden die Basisparameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte gegenübergestellt. Dabei besteht im Wesentlichen Übereinstimmung. Die Bewertungseinheiten stellen sich als insgesamt effektiv dar. Die Laufzeit der Kontrakte deckt sich grundsätzlich mit der Bedarfsplanung im Konzern (bis zu 4 Monate). Eine Rückstellung für drohende Verluste war nicht erforderlich, da entsprechende Grundgeschäfte vorliegen und somit Bewertungseinheiten gebildet wurden. IV. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin der Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Bohmte, ist die Zweite Günther Claas Verwaltungs GmbH, Bohmte. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.200,00. V. Geschäftsführung und Vertretung Alleinige Geschäftsführerin der Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Bohmte, ist die Zweite Günther Claas Verwaltungs GmbH, Bohmte, vertreten durch ihre Geschäftsführer Herrn Dr. Patrick Claas, Gütersloh, Herrn Tobias Claas, Herzebrock-Clarholz und Herrn Jörg Gerdener, Laer. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer der Komplementärin des Mutterunternehmens wird nach § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Zweite Günther Claas Verwaltungs GmbH, Bohmte, erhält für ihre Tätigkeit eine Haftungsvergütung in Höhe von TEUR 3 von der Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Bohmte. VI. Abschlussprüferhonorar Die Honorare an den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses betragen für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 75, für Steuerberatungsleistungen TEUR 50 und für sonstige Leistungen TEUR 4. VII. Nachtragsbericht Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs seit Februar 2022 auf den Absatzmarkt und den Beschaffungsmarkt, insbesondere bzgl. der Versorgungssicherheit und der Preise für Rohmaterial und Energie, sind für den Konzern aktuell noch schwer prognostizierbar. Aufgrund der guten finanziellen Situation der Gesellschaft gehen wir auch unter den gegebenen Umständen davon aus, allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können und sehen daher keine Existenzgefährdung für den Konzern. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Der Finanzmittelfonds entspricht dem Konzernbilanzposten Kassebestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Bohmte, den 22. Dezember 2022 Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG vertreten durch die Zweite Günther Claas Verwaltungs-GmbH diese vertreten durch ihre Geschäftsführer gez. Dr. Patrick Claas gez. Tobias Claas gez. Jörg Gerdener Konzernlagebericht zum 31. Dezember 20211. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell Der Konzern ist in den Geschäftsfeldern Flachstahl, Fördertechnik und Werkzeuge tätig. Der Bereich Flachstahl umfasst die Herstellung von Präzisionsflachstählen in Standard- und Sonderausführung, der Bereich Fördertechnik die Fertigung von endlos gewalzten Schnecken sowie Förderanlagen einschließlich entsprechender Maschinenbaukomponenten und der Bereich Werkzeuge die Produktion von gehärteten Verschleißplatten und kompletten Werkzeugen für die Kalksandstein- und Betonindustrie. Die Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG betreibt zusätzlich die Geschäftsbereiche Land- und Forstwirtschaft, den Betrieb einer Biogasanlage und die Vermietung von Wohnungen und Räumlichkeiten. Die Marktaktivitäten des Konzerns konzentrieren sich dabei im Wesentlichen auf Deutschland und den europäischen Raum. 1.2. Forschung und Entwicklung Nennenswerte Forschungs- und Entwicklungsarbeit leistet die Unternehmensgruppe nicht. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem Corona-Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 erholte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 weiter. Die Entwicklung innerhalb des Jahres war jedoch zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte gab es einen überraschend schnellen Erholungsprozess, wobei in zahlreichen Ländern die Wachstumsraten durch Basiseffekte überzeichnet wurden. In der zweiten Hälfte des Jahres gestaltete sich die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend zäher. Pandemiebedingte Rückschläge sowie angebotsseitige Engpässe führten zu Verzögerungen im Aufholprozess. Die Covid-Pandemie beeinflusste die wirtschaftliche Aktivität noch spürbar, jedoch verliefen die Infektionswellen uneinheitlicher und auch die ergriffenen Maßnahmepakete unterschieden sich. Einige Länder tolerierten hohe Infektionszahlen ohne Eindämmungsmaßnahmen, China hingegen verfolgte eine strikte Null-Covid-Politik. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2021 mit 10,3 Prozent zwar kräftig, gleichwohl aufgrund der vielfältigen Logistikprobleme nicht so stark wie im Erholungsjahr 2010 nach der Finanzkrise. Damals beschleunigte sich der weltweite Warenaustausch binnen Jahresfrist um 13,8 Prozent. Die globale industrielle Produktion erhöhte sich im Jahr 2021 um 7,9 Prozent. Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,7 Prozent höher als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung konnte dabei in fast allen Wirtschaftsbereichen gesteigert werden, erreichte jedoch trotz der Zuwächse nicht flächendeckend das Vorkrisenniveau. Im Verarbeitenden Gewerbe etwa lag die Wirtschaftsleistung 2021 noch rund 6 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die Konsumausgaben des Staates waren wiederum eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,1 Prozent. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 3,4 Prozent mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020. Der Außenhandel dagegen erholte sich 2021 weitgehend von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 9,3 Prozent zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Die preisbereinigte Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat ihr Vorjahresniveau im Jahr 2021 um 6,4 Prozent übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich größer ausfallen können, wenn Versorgungsengpässe den Maschinen- und Anlagenbau nicht so stark ausgebremst hätten. Denn der Auftragseingang entwickelte sich mit einem preisbereinigten Plus von 32 Prozent für das Gesamtjahr sehr vielversprechend. Die rasant anziehende Nachfrage stieß jedoch recht schnell auf hartnäckige Engpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen. Besonders ausgeprägt zeigten diese sich bei Elektronikkomponenten und Metallerzeugnissen. Im Dezember 2021 berichteten 86 Prozent der Unternehmen von merklichen oder gravierenden Engpässen bei Zulieferungen mit Elektronikkomponenten, 54 Prozent bei Metallerzeugnissen. Logistikengpässe erschwerten zusätzlich die Versorgungslage, etwa durch fehlende Europaletten und Container. Hinzu kamen vorübergehende Schließungen von Häfen wie etwa in China sowie Arbeitskräftemangel durch die Covid-19-Omikron-Variante. Die Produktionsstörungen bewirkten in Verbindung mit dem stabilen Auftragseingang einen zunehmenden Anstieg der Auftragsbestände. Zum Ende des Jahres betrug die Reichweite des Auftragsbestands im Durchschnitt etwa 11 Monate. Der Arbeitsmarkt zeigte sich während der Krise robust. Die Kurzarbeit wirkte stabilisierend und konnte viele Arbeitsplätze retten. Produktion und Umsatz der Branche erreichten ein Niveau von rund 216 und 221 Mrd. Euro. 2.2. Geschäftsverlauf Die finanziellen Leistungsindikatoren, die hier zur Analyse der Geschäftstätigkeit des Konzerns verwendet werden, sind die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis (Konzernjahresüberschuss vor Beteiligungserträgen, Zinsergebnis, Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens und Steuern) und der Konzernjahresüberschuss. Der Geschäftsverlauf der Unternehmensgruppe spiegelt im Wesentlichen die vorstehend beschriebene Marktentwicklung und die Erwartungen der Unternehmensplanung wider. Der allgemein positive Trend im deutschen Maschinenbau hat sich auch im Konzern der Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG eingestellt. Mit einer Steigerung von 21,8 %, entwickelte sich der Umsatz deutlich über Plan (im Konzernlagebericht des Vorjahres wurde von leicht steigenden Umsatzerlösen ausgegangen). 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Die wesentliche Ergebnisquelle für die Gesellschaft ist das operative Geschäft. Basierend auf einer deutlichen Umsatzsteigerung von EUR 15,4 Mio. auf EUR 85,9 Mio., einer Materialquote von 55,4 % (Vorjahr 46,3 %), einer verbesserten Personalquote von 24,2 % (Vorjahr 31,3 %) und geringeren Beratungskosten konnte eine deutliche Steigerung beim operativen Ergebnis erzielt werden. Das operative Ergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2021 EUR 5,6 Mio. und liegt um EUR 2,2 Mio. über dem Ergebnis des Vorjahres (EUR 3,4 Mio.). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellung und aus Anlagenabgängen enthalten, sowie Erträge aus Kursdifferenzen. Auf Grund durchgeführter Anpassungen im Personalbereich und Erträgen aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen von EUR 0,6 Mio., die mindernd im Personalaufwand berücksichtigt wurden, reduzierte sich der Personalaufwand auf EUR 21,6 Mio. Im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich der Personalaufwand von 31,3% auf 24,2% reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um EUR 1,7 Mio. auf EUR 9,3 Mio., wesentlicher Bestandteil waren hier reduzierte Beratungskosten. Bezogen auf die Gesamtleistung hat sich die Quote von 15,4% im Vorjahr auf 10,4% reduziert. Basierend auf den im Jahr 2019 begonnenen Ergebnisverbesserungsmaßnahmen sowie dem positiven Geschäftsverlauf, konnte bei einem deutlich erhöhten Steueraufwand (+ EUR 1,3 Mio.) ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 3,3 Mio. (Vorjahr EUR 2,9 Mio.) erzielt werden. 2.3.2. Finanzlage Die Finanzlage ist weiterhin sehr gut. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (Eigenkapital und Gesellschafterverbindlichkeiten) hat mit rund 83 Prozent (Vorjahr rund 87 Prozent) eine sehr hohe Ausprägung. Im Konzern wird für den Finanzierungs- und Investitionsbedarf die notwendige Liquidität vorgehalten. Der Kassenbestand und die Bankguthaben belaufen sich auf EUR 10,8 Mio. (Vorjahr EUR 16,4 Mio.) und machen 11,3% (Vorjahr: 18,4%) der Bilanzsumme aus. Bei den getätigten Investitionen handelt es sich hauptsächlich um Ersatzinvestitionen, teilweise aber auch um Erweiterungsinvestitionen. 2.3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um EUR 6,9 Mio. bzw. 7,7 % erhöht. Das Vermögen der Gesellschaft beträgt rund EUR 96 Mio. (Vorjahr: EUR 89 Mio.) und das Eigenkapital rund EUR 66 Mio. (Vorjahr: EUR 63 Mio.). Die Steigerung des Vermögens im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der volumen- und preisbedingten Erhöhung des Vorrats- und des Anlagevermögens. Das in Vorräten gebundene Kapital des Konzerns erhöht sich im Berichtsjahr um etwa EUR 7,0 Mio. auf EUR 26,4 Mio. Der Anstieg des Anlagevermögens betrifft insbesondere die Aufdeckung stiller Reserven in den Grundstücken und Gebäuden sowie die Aktivierung eines Geschäfts- und Firmenwert im Zusammenhang mit dem Ausscheiden eines Gesellschafters. Gegenläufig haben in diesem Zusammenhang die Forderungen gegen Gesellschafter verringert. Auf der Passivseite sind im Wesentlichen das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gestiegen. 2.4. Gesamtaussage In einem sich verbessernden, aber weiterhin herausfordernden und durch die Corona-Pandemie sowie die Versorgungsengpässe auf den Beschaffungsmarkt gekennzeichneten wirtschaftlichen Umfeld, hat sich insgesamt ein Umsatzanstieg von 21,8 % ergeben. Die Unternehmensgruppe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in den relevanten Branchen profitieren. Bei einem überproportionalen Anstieg der Materialaufwandsquote wurde aber absolut nur ein leicht gestiegenes Rohergebnis erzielt. Aufgrund von Maßnahmen und Anpassungen im Personalbereich und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte mit EUR 5,6 Mio. ein positives operatives Ergebnis erzielt werden (Vorjahr: EUR 3,4 Mio.). Der Konzern erzielte einen Jahresüberschuss nach Steuern i.H.v. EUR 3,3 Mio. Insgesamt wird der Geschäftsverlauf unter den genannten Bedingungen als positiv bewertet. Im Lagebericht des Vorjahres wurden leicht steigende Umsätze und ein positives operatives Ergebnis über dem des Geschäftsjahres 2020 prognostiziert. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1. Prognosebericht In der Planung für das Geschäftsjahr 2022 wird von steigenden Umsätzen ausgegangen. Der Kampf um Marktanteile im Produktbereich Flachstahl wird auch weiterhin sehr intensiv geführt werden. Alle Kosten werden kontinuierlich auf den Prüfstand gestellt. Insgesamt wird für das kommende Jahr ein stabilen Personalstand und ein operativ positives Ergebnis prognostiziert, das deutlich über dem des Geschäftsjahres 2021 liegen wird. Die Tochtergesellschaften planen für das Geschäftsjahr 2022 in Summe mit steigendem Umsatzniveau (nicht konsolidiert) verbunden mit einem steigenden Ergebnis. Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2022 bestätigen diese Prognose. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein vergleichbarer Umsatz, mit einem tendenziell eher geringeren Ergebnis als für 2022 erwartet. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die wirtschaftliche Entwicklung stets von einer gewissen Unsicherheit geprägt ist und somit jedwede Prognosen nur unter den getätigten Annahmen Gültigkeit haben können. In diesem Zusammenhang sind die weiterhin wirksamen und schwächer werdenden Auswirkungen des Corona-Virus zu beachten. Von deutlich stärkerer Wirkung ist jedoch der Ukraine-Krieg seit Februar 2022 mit seinen global geo-politischen wie ökonomisch-konjunkturellen Auswirkungen. Für die Unternehmensgruppe sind die daraus resultierenden Einflüsse auf dem Absatz- und Beschaffungsmarkt, insbesondere bzgl. der Versorgungssicherheit und der Preise für Rohmaterial und Energie, die größte Herausforderung für die nahe Zukunft. Basierend auf diesen Rahmenbedingungen sowie den vorgenommen strategischen und operativen Maßnahmen, wird ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen erwartet. Wir gehen davon aus, dass wir auch unter den gegebenen Umständen allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen können und sehen daher keine Existenzgefährdung für die Unternehmensgruppe. Aufgrund der diversifizierten Struktur des Konzerns und der hohen finanziellen Leistungsfähigkeit, sehen wir den Konzern für die anstehenden Herausforderungen als gut aufgestellt und sehen Chancen, dass eine wesentliche Rolle in den relevanten Märkten eingenommen werden kann. 3.2. Risiko- und Chancenbericht Die wesentlichen Risiken des Konzerns werden regelmäßig analysiert und bewertet. Soweit notwendig werden Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die wesentlichen Risiken liegen in der konjunkturellen Entwicklung, die seit 2020 durch das Corona-Virus geprägt sind. Ein umfassendes Bündel an Maßnahmen wurde im Rahmen eines Krisenmanagement-Programms umgesetzt im Hinblick auf die Gesundheit der Mitarbeiter (Stichwort Gesundheitsschutz und Hygieneregeln) sowie Absicherung von Liquidität und Ergebnis des Unternehmens (u. A. Working Capital Management, Erhöhung der Kreditlinien). Ein weiteres Risiko besteht in der Entwicklung des Ukraine-Krieges, der erheblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft haben kann. Die Umsatzanteile russischer Kunden sind im Verhältnis eher gering, sodass ein negativer Einfluss auf der Absatzseite als gering eingeschätzt wird. Auf der Beschaffungsseite können jedoch Versorgungsengpässe und Preissteigerungen, insbesondere bei Rohmaterial und Energie zu nennenswerten Problemen führen. Hinsichtlich der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen ist die Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG durch ihr diversifiziertes Sortiment und die breite Kundenstruktur marktseitig relativ stabil aufgestellt, jedoch gilt es die Leistungsfähigkeit des operativen Geschäfts wieder zu steigern. Die Chancen für die Gesellschaft liegen im Wesentlichen in der Gewinnung von Neukunden sowie in der Erschließung neuer Märkte. Die Fertigungsstrukturen innerhalb der Unternehmensgruppe sind regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Der Einfluss der Beschaffungspreise für Rohmaterialien wird durch entsprechende variable Gestaltungen bei der Preispolitik größtenteils berücksichtigt. Versorgungsrisiken bei Teilen und Materialien werden vorausschauend betrachtet und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Der Versicherungsschutz sowie die entsprechenden Deckungssummen werden regelmäßig überprüft und angepasst. Aufgrund der diversifizierten Struktur innerhalb der Unternehmensgruppe und der hohen finanziellen Leistungsfähigkeit sehen wir den Konzern für die anstehenden Herausforderungen als gut aufgestellt.
Bohmte, den 22. Dezember 2022 Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG vertreten durch die Zweite Günther Claas Verwaltungs-GmbH diese vertreten durch ihre Geschäftsführer gez. Dr. Patrick Claas gez. Tobias Claas gez. Jörg Gerdener Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Dem vorstehenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und dem vorstehenden Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 der Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Bohmte, und ihrer Tochtergesellschaften (des Konzerns) wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Bohmte Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Bohmte, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Günther Claas Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Bohmte, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Halle (Westfalen), den 31. Januar 2023 Tomik
+ Partner mbB
Dr. Roland Tomik, Wirtschaftsprüfer Carsten Hüttemann, Wirtschaftsprüfer" |
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