Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 3225
Eingetragen
20.2.2002
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von HandwerkzeugenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Prototypenund Serienmodelleinrichtungen, Kokillen, Pressformen, Druck- und Spritzgusswerkzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Blecker
seit 12.9.2025
Prokura
Markus Dittmann
seit 8.2.2019
Prokura
Harald Nispel
seit 7.9.2016
Geschäftsführer
Daniel Smolny
seit 3.9.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

20.00% identifiziert80.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
S***** B****
10.00%
K********* H***
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Harald Huppert Stiftung
80.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Harald Huppert Stiftung
Germany
2.000.000 €
80.00%
S***** B****
250.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lahnwerk GmbH

Biedenkopf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Lahnwerk GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen des Modell- und Formenbaus, sowie Dienstleistung im Bereich Engineering, Gießereiberatung und Zerspanung. Hauptkunde ist die Automobilindustrie mit Schwerpunkt LKW.

Die Tätigkeitsgebiete gliedern sich wie folgt auf:

Gießereiwerkzeuge für den Bereich Eisenguss. Diese bestehen aus Kernformwerkzeugen, Modellen, Werkzeugen für Kernpaketguss, Lehren, Vorrichtungen und Handlings Werkzeuge.

Gießereiwerkzeuge für den Bereich Leichtmetallguss. Diese bestehen aus Kokillen (ND, LPD, Kipguss), , Werkzeuge für Kernpaketguss und klassische Modelleinrichtungen.

Pressformwerkzeuge und Vorrichtungen für die Bremsbelag Industrie.

Dienstleistung im Bereich Zerspanung und Engineering.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Russische Angriffskrieg gegen die Ukraine in direktem Anschluss an das Abklingen der Covid-Pandemie stellt die Industrie weiter vor große Herausforderungen in Deutschland.

Die Tarif- und Energiepolitik machen es zusehends schwieriger, wirtschaftliche Geschäftsprozesse abzubilden.

Wirtschaftspolitische Vorgaben, Bürokratie und der zunehmenden Notwendigkeit von externen Beratern verschlechtern die Geschäftsprozesse.

Der sinkende Absatz in der Automobilindustrie ist nach wie vor ein Treiber für schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Der diktierte Umbau in der Automobilindustrie hin zur E-Mobilität lässt kaum Spielraum für Innovationen und Entwicklung im Bereich der alternativen Antriebstechnologien. Es werden deutlich weniger Komponenten bei den E-Antrieben im Powertrain benötigt, der Eisenguss geht hierbei gegen Null.

Die Verlagerung von Schlüsseltechnologien ins Ausland zwingt uns dazu, globaler tätig zu werden.

Im Bereich LKW ist die Entwicklung von alternativen Antrieben noch vorhanden. Hier ergibt sich noch Potenzial. Klassische Verbrennungsmotor Technologien neben den E-Antrieben werden weiter entwickelt im Hinblick auf CO 2 Neutralität. Wasserstoff und E-Fuels sind hier die am weitesten fortgeschrittenen Technologien.

Durch das Abwandern der Industrie ins Ausland sind wir gezwungen unsere Kunden vermehrt dort zu suchen. Die Türkei ist im Bereich der Gießereitechnologie für uns zu einem wichtigen Partner geworden.

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 15% zurück.

Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen:

Inlandsumsatz 76,5%
Auslandsumsatz 20%
Dienstleistung 3,5 %

Die mit dem Betriebsrat in 2019 vereinbarte Option, anstelle einer tariflichen Einmalzahlung mehr freie Arbeitstage nehmen zu können, wurde in 2023 weiter umgesetzt.

Es sind weitere Anschaffungen/Investitionen für den Bereich Mobile Office vorgenommen worden, um den Vorgaben der Gesetzgebung gerecht zu werden. Im Bereich Konstruktion, IT-Prozessentwicklung, Vertrieb, Leitungskreis und Teilen der Verwaltung ist das Arbeiten im Mobil-Office weiter möglich.

Die Make-or-Buy-Entscheidung ist neu definiert worden. Hier ist die Verhältnismäßigkeit ein weiterer Aspekt. Lieferketten sind auch hier problematisch geworden. Zulieferer haben sich teils neu orientiert und stehen somit nur noch eingeschränkt zur Verfügung.

Für die Gesellschaft besteht eine Abhängigkeit von der Entwicklung in der Automobilindustrie.

Der Personalbestand wird an die wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Um auf den rückläufigen Auftragseingang/Auftragsvolumen zu reagieren, ist dies nötig. Wir sind dabei bestrebt, eine sozialverträgliche Lösung im Dialog umzusetzen.

Das Altersteilzeit-Modell findet Anwendung. Die Kosten sind hier für beide Parteien dennoch negativ zu bewerten. Die psychische Belastung hat weiter zugenommen; eine Zunahme der Altersteilzeit-Modelle steht deshalb mittlerweile im Vordergrund. Vakante Stellen werden intern besetzt.

3. Lage

Durch Rundungsdifferenzen kann die Summe der Einzelwerte nicht immer gleich dem Summenwert sein.

a) Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage:

2023 2022 Ergebnisveränderung
T€ T€ T€ %
Rohergebnis 10.338 10.306 32 0,3
Betriebsergebnis -664 -780 116 -14,9
Finanzergebnis -24 -17 -7 -41,2
Steueraufwand 40 37 -3 -8,1
Jahresfehlbetrag -727 -833 106 -12,7

b) Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
T€ T€
Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus Ifd. Geschäftstätigkeit 93 1.999
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -462 -327
Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit 243 -203
zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel -126 1.469
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 3.980 2.511
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 3.854 3.980

Investitionen:

Es wurden im Geschäftsjahr 2023 folgende wesentlichen Investitionen durchgeführt:

Neubeschaffung 5-Achs Bearbeitungszentrum;

neue Hardware IT

c) Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Anlagevermögen 5.305 38,86 5.640 38,11
Umlaufvermögen 8.294 60,76 9.101 61,50
Rechnungsabgrenzungsposten 50 0,37 58 0,39
Aktiva 13.650 100,00 14.799 100,00
31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Eigenkapital 10.262 75,18 10.990 74,26
Rückstellungen 1.484 10,87 1.579 10,67
Verbindlichkeiten 1.904 13,95 2.230 15,07
Passiva 13.650 100,00 14.799 100,00

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die Summe der Investitionen lag leicht niedriger als die Abschreibungen in 2023. Das Umlaufvermögen ist gesunken. Ursache hierfür ist hauptsächlich der niedrigere Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und unfertigen Leistungen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Softwarelizenzen sowie die Wartung von Anlagen und Software. Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresfehlbetrages niedriger. Bei den Rückstellungen wirkt sich eine Erhöhung des Zeitguthabens auf 350h negativ aus. Die Drohverluste sind um 53% gesunken.

Aufträge für Neukunden (Eintrittskarte), sowie schlechte Marktlage führten hier zu nicht wirtschaftlichen Auftragseingängen. Die Verbindlichkeiten sind in Summe gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind ebenfalls gesunken.

III. Prognosebericht

Für 2024 ist ein Umsatz über Vorjahresniveau und ein tendenziell besseres Ergebnis geplant. Die gestiegenen Energiekosten sind bei der Ergebnisentwicklung negativ berücksichtigt. Einen Abgleich ist nach Ablauf des ersten Halbjahres geplant. In der jährlichen Vorausplanung sind die zu erwartenden Umsätze pro Kunde durch unseren Vertrieb vorausgeplant.

Durch massive Änderungen im Management bei einem unserer Hauptkunden im Gießerei-Sektor kommt es zu anderen Marktbedingungen. Durch eine Erhöhung des Wettbewerbes ist die Kostenstruktur weiter negativ.

Veränderungen in der Branche durch Unternehmensverkäufe und Veränderung der Geschäftsmodelle zwingen uns sich dem Markt anzupassen.

Durch die Gewinnung von Neukunden sind Umsatzausfälle nicht zu erwarten.

Auf der Zuliefererseite zeigen sich massiv gestiegene Kosten. Im Bereich des Materialeinkaufs werden die gestiegenen Energiekosten und damit verbundene steigende Rohstoffkosten sowie eine weitere Verknappung der Rohstoffe als Folge der massiv gestörten Transportwege weitergegeben.

Die Entwicklungen im Russland-Ukraine-Konflikt führen zu weiteren Verunsicherungen der Märkte.

Die Einflussfaktoren des Tarifvertrages konnten wir im Dialog mit dem Betriebsrat wieder mit Zeit statt Geld abmildern. Hierzu ist wie in den vergangenen Jahren eine Betriebsvereinbarung geschlossen worden. Dennoch führt dieses Modell zu Produktivitätsverlust. Der Tarifabschluss führt zu einem massiven Kostenanstieg auf der Personalseite. Mittelständische Unternehmen wie die Fa. Lahnwerk werden zukünftig diese Lohnsteigerungen, welche mit den großen OEM ausgehandelt werden, nicht mehr umsetzen können.

Der Personalbestand wird weiter reduziert werden müssen um die gestiegenen Kosten abzufedern. Effizienzsteigerung und Automation sind die Folge.

Die Prognose zu den Umsatz- und Ergebniszahlen für 2024 ist aufgrund der volatilen Marktsituation und in Verbindung mit dem industriefeindlichen politischen Umfeld nicht möglich. Erstmals seit vielen Jahren ist die Investitionssumme der Deutschen Industrie im Ausland über dem der Investitionen aus dem Ausland in Deutschland.

Dies führt zu einem zunehmenden administrativen Aufwand im Bereich Vertrieb.

Für 2024 wird sich dieser Prozess unserer Einschätzung nach weiter fortsetzen.

Der Personalabbau wird in Verbindung mit dem sinkenden Umsatzniveau weiter fokussiert. Aktuell haben wir eine Personalstärke von 117 Mitarbeiter/-innen. Bis zum Jahresende werden wir auf 113 Mitarbeiter/-innen reduziert haben. Hiervon befinden sich 5 MA in der Altersteilzeit, 3 MA in der aktiven und 2 MA in der passiven Phase.

Das Unternehmen befindet sich weiter in einer starken Marktposition innerhalb der Branche.

Zahlreiche Entwicklungspartnerschaften mit unseren Kunden festigen dabei unsere Marktposition.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Der bereits begonnene Transformationsprozess in der Automobilbranche wird für die Fa. Lahnwerk in den nächsten Jahren zu keiner Vollauslastung führen. Die Suche nach alternativen Betätigungsfeldern stellt sich innerhalb der Branche als schwierig dar.

Massiv gestiegene Kosten im Bereich Energie, Einkauf und Personal verschlechtern die wirtschaftliche Situation zusehends.

Das Risiko von Forderungsausfällen besteht weiterhin, ist aber geringer einzustufen.

2. Chancenbericht

Es gilt neue Geschäftsfelder zu finden und diese mit dem Potential der Belegschaft erfolgreich umzusetzen.

Im Bereich Maschinen und Anlagenbau sind hier erste Erfolge zu verzeichnen.

Bei den Gießerei-Produkten konnten wir unser Portfolio mit Produkten für die Agrar- Industrie erweitern.

Die bestehende Kapitalausstattung bildet noch ein solides Finanzfundament, um die Lahnwerk GmbH wieder auf wirtschaftlichen Erfolgskurs zu bringen.

Die Nutzung von öffentlichen Fördermitteln wird in Anspruch genommen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Es liegen keine Finanzrisiken vor, sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der Anlagenseite.

Die Zahlungsabwicklung über Akkreditive wird weiterhin genutzt. Die Rechnungsstellung erfolgt ausschließlich in Euro.

 

Biedenkopf, den 28. Juni 2024

gez. Harald Nispel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

- unter Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen -

Aktivseite

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 270.170,89 313.402,56
II. Sachanlagen 5.033.548,69 5.325.541,80
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.067.155,77 3.224.774,92
Technische Anlagen und Maschinen 1.531.770,18 1.421.344,85
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 433.925,74 486.815,03
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 697,00 192.607,00
III. Finanzanlagen 1.500,00 1.500,00
5.305.219,58 5.640.444,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.555.396,99 3.459.600,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 884.812,59 1.661.914,17
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.223,15 1.223,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.854.089,35 3.979.532,95
8.294.298,93 9.101.047,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 50.204,97 57.533,05
13.649.723,48 14.799.024,82

Passivseite

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
A. Eigenkapital 10.262.487,99 10.989.780,33
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Gewinnrücklagen 10.955.738,97 10.955.738,97
III. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.465.958,64 -1.632.975,63
IV. Jahresfehlbetrag -727.292,34 -832.983,01
B. Rückstellungen 1.484.034,00 1.579.102,00
C. Verbindlichkeiten 1.903.201,49 2.230.142,49
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 824.433,61 557.358,97
13.649.723,48 14.799.024,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

- unter Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen -

1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
1. Rohergebnis 10.337.776,16 10.305.960,22
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter ./. 7.218.979,04 ./. 7.001.240,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung: € 18.102,00 (Vorjahr € 932,00) - ./. 1.528.982,98 1. 1.495.447,90
./. 8.747.962,02 ./. 8.496.688,54
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ./. 796.747,44 ./. 890.845,83
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen ./. 1.456.923,44 ./. 1.698.043,15
5. Betriebsergebnis ./. 663.856,74 ./. 779.617,30
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 283,36 75,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 2.050,00 (Vorjahr: € 1.466,00) ./. 23.622,49 ./. 16.720,25
8. Ergebnis nach Steuern ./. 687.195,87 ./. 796.262,55
9. Sonstige Steuern ./. 40.096,47 ./. 36.720,46
10. Jahresfehlbetrag .J. 727.292,34 ./. 832.983,01

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Lahnwerk GmbH hat ihren Sitz in Biedenkopf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Marburg (HRB 3225).

2. Erläuterung der allgemeinen Grundsätze zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

2.1. Anwendung des Handelsgesetzbuches

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

2.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.2.1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, unter Berücksichtigung planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Zugänge in 2023 nach der linearen Methode und jeweils zeitanteilig abgeschrieben.

2.2.2. Umlaufvermögen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen. Wegen der geringen Mengen- und Wertschwankungen ist ein Festwert gebildet worden, der letztmalig in 2022 aufgenommen wurde.

Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Stundensätze wurden entsprechend den vorhandenen Gegebenheiten überprüft und der Wert der unfertigen Erzeugnisse mit einem Zu- bzw. Abschlagsfaktor aktualisiert. Aufgrund der geringen Auslastung ist ein Korrekturfaktor vergleichbar Vorjahr angewendet worden. Die Grundsätze einer verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Risiken durch angemessene Abwertung Rechnung getragen.

Bei der Rückstellung für Pensionen wird als versicherungsmathematische Bewertungsmethode die "projected unit credit method" angewandt. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz von 1,82% zum 31.12.2023. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2018 G".

Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Bilanzerläuterungen

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten sind zu historischen Werten angesetzt.

3.2. Vorräte

Als unfertige Erzeugnisse werden die verschiedenartigen Modelleinrichtungen und Formen erfasst, denen Kundenaufträge zugrunde liegen.

3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen (T€ 39) und Investitionszuschüsse (T€ 19) ausgewiesen.

3.4. Rückstellungen

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,82%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von (T€ 0). Dieser Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Die Pensionsrückstellung ist für die Witwe eines ehemaligen Geschäftsführers zu bilden.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Zeitguthaben (T€ 482) für drohende Verluste (T€ 315) und Verpflichtungen aus Altersteilzeit (T€ 300) enthalten.

3.5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 824), erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (T€ 579), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 348) sowie sonstige Verbindlichkeiten (T€ 152).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben (T€ 137) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, (T€ 616) eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und (T€ 71) eine Restlaufzeit über 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten sind durch die Sicherungsübereignung der CNC- Fräsmaschinen besichert.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Lohn- und Kirchensteuer (T€ 96) enthalten.

4. Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Ziffer 3 HGB

Der Gesamtbetrag des zukünftigen jährlichen Miet- und Leasingaufwandes beträgt ca. (T€ 83)

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisherige Darstellung der Ergebnisrechnung anhand des Gesamtkostenverfahrens wurde beibehalten.

5.2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

An wesentlichen Posten sind hier enthalten:

T€
Instandhaltungen Gebäude und techn. Anlagen 301
Raumkosten (Strom, Wasser, Heizung) 243
EDV-Kosten 200
Reklamationen 118
Verschiedene Personalaufwendungen 86
Versicherungen 70

6. Sonstige Angaben

6.1. Beschäftigte Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des vergangenen Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer einschließlich Aushilfen und Teilzeitkräften belief sich auf 117 (Vorjahr: 119).

6.2. Geschäftsführer

Alleiniger Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023:

Herr Harald Nispel, Dautphetal.

Von den Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

7. Nachtragsbericht

Es liegen keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

 

Biedenkopf, den 28. Juni 2024

gez. Harald Nispel

Entwicklung des Anlagevermögens

Lahnwerk GmbH

historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.539.943,72 220,00 0,00 0,00 1.540.163,72
2. Geleistete Anzahlungen 166.338,21 5.510,00 0,00 0,00 171.848,21
1.706.281,93 5.730,00 0,00 0,00 1.712.011,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.977.287,83 0,00 0,00 0,00 5.977.287,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.979.348,14 582.466,55 -282.742,90 0,00 11.279.071,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.881.250,00 107.095,19 -2.013,20 0,00 1.986.331,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 192.607,00 0,00 0,00 -191.910,00 697,00
19.030.492,97 689.561,74 -284.756,10 -191.910,00 19.243.388,61
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.500,00 0,00 0,00 0,00 1.500,00
1.500,00 0,00 0,00 0,00 1.500,00
20.738.274,90 695.291,74 -284.756,10 -191.910,00 20.956.900,54
Abschreibung kumuliert 01.01.2023 Abschreibung 2023 Abschreibung Änderung iZm Abgängen und Zugängen 2023 Abschreibung kumuliert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.392.879,37 48.961,67 0,00 1.441.841,04 98.322,68 147.064,35
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 171.848,21 166.338,21
1.392.879,37 48.961,67 0,00 1.441.841,04 270.170,89 313.402,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.752.512,91 157.619,15 0,00 2.910.132,06 3.067.155,77 3.224.774,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.558.003,29 430.183,14 -240.884,82 9.747.301,61 1.531.770,18 1.421.344,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.394.434,97 159.983,48 -2.012,20 1.552.406,25 433.925,74 486.815,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 697,00 192.607,00
13.704.951,17 747.785,77 -242.897,02 14.209.839,92 5.033.548,69 5.325.541,80
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 1.500,00 1.500,00
0,00 0,00 0,00 0,00 1.500,00 1.500,00
15.097.830,54 796.747,44 -242.897,02 15.651.680,96 5.305.219,58 5.640.444,36

Der Jahresabschluss wird aufgrund der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lahnwerk GmbH, Biedenkopf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lahnwerk GmbH, Biedenkopf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lahnwerk GmbH, Biedenkopf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern , planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gießen, den 28. Juni 2024

Westprüfung GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Becker, Wirtschaftsprüfer

gez. Benecke, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandteile:

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 28. August 2024 festgestellt.

Beschluss über die Ergebnisverwendung:

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

gez. Harald Nispel

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