Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 6931
Eingetragen
19.4.2011
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugteilen und sonstigen Wirtschaftsgütern (insbesondere mit Reifen, Felgen und Zubehör) sowie die Beratung in diesen Geschäftsfeldern und im Bereich der Logistik. Die Gesellschaft kann alle nicht erlaubnispflichtigen Geschäfte betreiben und Handlungen vornehmen, die geeignet sind, dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten und gleichartige oder ähnliche Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Kratofiel
seit 14.7.2020
Geschäftsführer
Holger Krieg
seit 28.11.2018
Geschäftsführer
Tobias Fink
seit 28.11.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
30.00%
25.00%
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TYROO GmbHEigenbeteiligung
10.00%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Stefan Kratofiel
Bad Kissingen
30.00%
Fink Vermögensverwaltungs GmbH
Germany
25.00%
Krieg Vermögensverwaltungs GmbH
Germany
25.00%
Voll Vermögensverwaltungs UG (haftungsbeschränkt)
Germany
10.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TYROO GmbH

Neuhof

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Rahmenbedingungen - gesamtwirtschaftlich

TYROO hat im Jahr 2023 den Kauf und Verkauf von Reifen im europäischen Raum und in den entwickelten Volkswirtschaften im Vergleich zum Vorjahr weiter ausgebaut. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Berichtsjahr von den geopolitischen Risiken und geldpolitischen Veränderungen geprägt und rückten in den Fokus der Geschäftsführung der TYROO GmbH.

WELT/EURORAUM

Gemäß den Zahlen des IWF von Januar 2024 wuchs die Weltwirtschaft 2023 um 3,1 % nach einer Wachstumsrate von 3,4 % in 2023, während die Wirtschaft des Euroraums im Jahr 2023 nach Zahlen der Statistikbehörde Eurostat ein BIP-Wachstum von 0,5 % verzeichnete.

DEUTSCHLAND

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % geringer als im Vorjahr, während das BIP im Vorjahr noch um 1,9 % anstieg. Nach diesen Veröffentlichungen war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2023 vor allem geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, zu denen Energiepreiserhöhungen zählten und dadurch verschärfte Material- und Lieferengpässe, steigende Preise für weitere Güter wie beispielsweise Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel. Dabei dämpften die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Inflationsrate stieg dabei im Jahr 2023 um 5,9 %.

2 Rahmenbedingungen - branchenbezogen

EUROPA

Auf Basis der Zahlen des Verbandes der europäischen Reifen- und Kautschukhersteller (European Tyre & Rubber Manufacturers' Association (ETRMA)) bis einschließlich Dezember 2023 wurden 8,6 % weniger Reifen im Vergleich zum Vorjahreswert verkauft.

In den einzelnen Produktsegmenten zeigen die von ETRMA vorgelegten Marktdaten 2023 folgende Entwicklungen:

Segment 2022 2023 +-
Consumer 226,42 208,49 -7,9%
Truck 13,66 11,37 -16,7%
Agro 0,97 0,68 -29,6%
Moto/Scooter 9,75 8,66 -11,2%
Gesamt 250,79 229,20 -8,6%
Abweichungen zu früheren Veröffentlichungen beruhen ggf. auf periodischen Datenkorrekturen
Quelle: ETRMA 1/2024

Gem. ETRMA bestätigen die Zahlen die seit Juni 2022 beobachteten Negativtrends, die hauptsächlich auf einen Nachfragerückgang aufgrund der inflationären Kostenanstiege für Rohstoffe Energie und Löhne sowie auf den Abbau der Lagerbestände in den Vertriebskanälen zuzuführen sind.

DEUTSCHLAND

Für die Reifenhandelsbranche war es ein anspruchsvolles Jahr 2023. Während die Absatzzahlen im Sell-Out bis zum Ende des dritten Quartals in den Segmenten Consumer- und Nutzfahrzeug-Reifen deutlich hinter den Erwartungen und den Vorjahreszahlen lagen, konnte zumindest im Consumer-Bereich durch einen "Endspurt" im vierten Quartal doch noch ein positives Ergebnis erreicht werden. Ursächlich hierfür war der fast landesweit auftretende Wintereinbruch. Nach der ersten Einschätzung zum Verlauf des Reifenersatzgeschäftes 2023 liegt das Absatzvolumen des vergangenen Jahres im Consumer-Bereich laut Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) leicht über dem des Vorjahres. Im Nutzfahrzeug-Reifensegment war ein knapp zweistelliger Volumenrückgang 2023 im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Trotz aller Diskussionen zum Thema Nachhaltigkeit waren nicht nur Neureifen, sondern auch runderneuerte Nutzfahrzeugreifen betroffen.

3 Geschäftstätigkeit und -verlauf

Die Geschäftstätigkeit von TYROO erstreckt sich auf den Großhandel mit Reifen, Felgen und Kompletträdern an Groß- und Einzelhändler im Inland, innerhalb der EU und im EU-Ausland.

TYROO verkauft überwiegend Reifen der Premiumhersteller, aber auch preisgünstige Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment. Durch die Bevorratung für Sommer- bzw. Wintersaison in großen Stückzahlen ist TYROO auch in saisonal bedingten Spitzenzeiten lieferfähig und kann den Kunden, aufgrund der zentralen Lage in Deutschland, innerhalb weniger Tage, meistens innerhalb 24 bis 48 Stunden, bedienen. Die Produktpalette für Geschäftskunden umfasst alle marktüblichen Modelle von Reifen für PKW, Motorräder, LKW und Nutzfahrzeuge sowie Kompletträder und RDKS-Sensoren.

TYROO hat seine Handelsaktivitäten außerhalb von Deutschland weiter verstärkt und liefert Reifen in alle bedeutenden europäischen Märkte und nach Übersee.

Der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel in Deutschland und großen Teilen Europas hat wie in den Vorjahren den Geschäftsverlauf stark bestimmt. TYROO hat auch im Geschäftsjahr 2023 ein gut ausgewogenes Sortiment an Sommer- und Winterreifen angeboten.

TYROO konnte in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld in allen Bereichen die Umsätze des Vorjahres steigern. Dennoch führten steigende Kosten und der Margendruck im Geschäftsjahr 2023 zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses.

Per Stichtag 31.12.2023 waren 58 Mitarbeiter (Vorjahr: 55 Mitarbeiter) im Unternehmen beschäftigt.

4 Lage

4.1 Ertragslage

Die TYROO GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von EUR 115,0 Mio. im Vergleich zu EUR 106,3 Mio. im Vorjahreszeitraum. Mit Blick auf die herrschenden Unsicherheiten wurden die Planzahlen erneut übertroffen.

Der Materialaufwand ist von EUR 87,3 Mio. auf EUR 97,5 Mio. korrespondierend gestiegen. Dies führte zu einem leichten Anstieg der Materialeinsatzquote von 82,1 % auf 84,7 %.

Im Berichtszeitraum sank durch den überproportional gestiegenen Materialaufwand somit das betriebliche Rohergebnis um EUR 1,8 Mio. von EUR 19,7 Mio. auf EUR 17,9 Mio.

Der Personalaufwand ist im Berichtszeitraum von EUR 2,6 Mio. auf EUR 2,9 Mio. angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind trotz eines verbesserten Kostenmanagement im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 13,9 Mio. konstant geblieben. Der allgemeine Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde kompensiert durch zusätzliche Aufwendungen für die Reifenlagerung i.H.v. EUR 0,3 Mio. Im Geschäftsjahr kam es zu einem Lagerumzug von Merkers nach Eichenzell, der mit einer Kapazitätserhöhung und somit erhöhten Aufwendungen einherging. Daneben sind einmalige Aufwendungen i.H.v. EUR 0,2 Mio. durch die Umstellung des ERP-Systems unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr erfasst worden.

Die Zinsaufwendungen sind auf Grund einer Ausweitung der Finanzierung und gestiegener Kapitalkosten von EUR 0,5 Mio. auf EUR 0,7 Mio. angestiegen.

Im Berichtsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 21 erzielt im Vergleich zu einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1,7 Mio. im Vorjahr.

Der operative EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) ist korrespondierend von EUR 3,0 Mio. auf EUR 0,8 Mio. gesunken. Der operative EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ist von EUR 3,1 Mio. auf EUR 1,1 Mio. gesunken. Somit lag die EBITDA-Marge mit 0,9 % unterhalb des Vorjahresniveaus von 2,9 %.

4.2 Finanz- und Vermögenslage

Finanzierungsmaßnahmen

Auf Grund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit wurde die Finanzierungsstruktur angepasst. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von EUR 7,5 Mio. auf EUR 7,0 Mio. gesenkt. Die Bankverbindlichkeiten sind primär durch Raumsicherungsübereignung des Warenlagers sowie Abtretung der Verkaufsforderungen besichert.

Kapitalstruktur

Der Anteil des Eigenkapitals beträgt 36,1 % im Vergleich zu 30,1 % im Vorjahr. Der Anstieg ist insbesondere auf die stichtagsbedingte Reduzierung des Vorratsbestands und den damit einhergehenden Rückgang der Bilanzsumme zurückzuführen. Die Umlaufintensität ist mit 96,9 % im Vergleich zu 97,5 % im Vorjahr relativ konstant geblieben. Währenddessen konnte die Verbindlichkeitenquote von 69,4 % auf 63,0 % reduziert werden.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit veränderte sich von EUR -5,7 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 8,0 Mio. im Jahr 2023.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich von EUR 5,4 Mio. auf EUR -6,7 Mio.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit blieb konstant bei EUR -0,3 Mio.

Im Saldo erhöhten sich die Finanzmittel von EUR 1,8 Mio. auf EUR 2,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.

5 Prognose-, Chancen- und Risikobericht/ Risikomanagementsystem

Marktprognose für das Geschäftsjahr 2024

TYROO war mit dem Reifengroßhandelsgeschäft im Berichtsjahr zufrieden, hat sich auf dem tendenziell stagnierenden Markt und den schwierigen Marktbedingungen behauptet und wird mit einem guten und motivierten Mitarbeiterteam den Reifenmarkt in den nächsten Jahren engagiert bearbeiten.

Für das Jahr 2024 erwartet der IWF in seinem World Economic Outlook Update vom Januar 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,1 %. Seine Prognose eines Wachstums auf dem Niveau des Jahres 2023 spiegelt die Erwartung einer weiterhin sinkenden Inflation in einer insgesamt robusten Weltwirtschaft wider. Der IWF sieht die Chancen und Risiken gegenüber dieser Annahme als weitgehend ausbalanciert an.

In Europa dürften 2024 gemäß IWF die sinkende Inflation und stabilere Energiepreise zu einer leichten Erholung der Haushaltsnachfrage und steigenden Reallöhnen gegenüber dem Vorjahr führen. Für den Euroraum schätzt der IWF den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 auf 0,9 %, darin enthalten ist ein BIP-Wachstum Deutschlands von 0,5 %.

Zudem steht weiterhin die komplette Automobilwirtschaft inklusive der Zulieferer 2024 unter Druck. Der anhaltende Krieg in der Ukraine hat massive Auswirkungen auf die Wirtschaft und die gesamte Automobilbranche. Auch die nach wie vor hohen Energiepreise und die angespannte Personalsituation werden die Betriebe wirtschaftlich vor große Herausforderungen stellen.

Aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung der geopolitischen Situation ist jede weitere Prognose zur Geschäftsentwicklung derzeit mit großer Unsicherheit behaftet. Das gilt auch für das Reifenersatzgeschäft.

TYROO blickt trotz des Ukraine-Krieges optimistisch in die Zukunft. Der bisherige Auftragseingang im laufenden Jahr 2024 zeigt nach oben.

Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2024

Allgemein

Auf der Risikoseite ist nicht auszuschließen, dass die hohe Volatilität der Märkte unter dem massiven Einfluss des Ukraine-Kriegs ihre Fortsetzung finden wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Konjunktur in Europa ungünstiger als prognostiziert entwickeln wird. Kein Experte kann dies vorhersehen. Ein Einbruch im Reifengeschäft erscheint nach den bisherigen Erkenntnissen allerdings unwahrscheinlich, insbesondere weil der Ersatzreifenmarkt in Krisenzeiten zunimmt.

Liquiditäts- und Kreditrisiko

Im operativen Geschäft und bei Finanzierungsaktivitäten ist TYROO dem Risiko ausgesetzt, dass die Gegenpartei ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllt. Insbesondere besteht das operative Ausfallrisiko in der Nichterfüllung bestehender Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Kunden. Diesem Risiko wird durch ein straffes und effektives Debitorenmanagement begegnet. Im Rahmen des Liquiditätsmanagement werden zudem mögliche Risiken aus Zahlungsstromschwankungen frühzeitig erkannt. Liquiditätsreserven in Form von Bankguthaben und vereinbarten Kreditlinien stellte neben einem aktiven Management des Working Capital die Basis für die Adressierung möglicher Risiken dar.

Personalrisken

Personalrisiken können bei der Rekrutierung und Bindung sowie Weiterentwicklung von Fachkräften bestehen. TYROO steht im Wettbewerb mit anderen mittelständischen Unternehmen. Darüber hinaus führt der demografische Wandel dazu, dass die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte abnimmt.

IT-Risiken

Die Digitalisierung gewinnt auch in der Reifenbranche immer mehr an strategischer Bedeutung. Damit einhergehend besteht eine gesteigerte Abhängigkeit von den digitalen Lösungen im Tagesgeschäft. Das damit verbundene Risiko von operativen Ausfällen im Falle von Cyberattacken oder sonstigen Ausfallszenarien kann Auswirkungen auf die operativen Ebenen haben. Um Datenverlust auszuschließen und im Störungsfall ohne große Unterbrechung durchgängig handlungsfähig zu sein, hat die Gesellschaft unter Zuhilfenahme eines externen Dienstleisters Sicherungssysteme installiert.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Infolge des Russland-Ukraine-Kriegs und weiterer geopolitischer Krisen können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die möglicherweise zu Rückgängen des weltweiten Wirtschaftswachstumes führen. Diese Risiken können Umsatz- und Ergebnisentwicklungen von TYROO negativ beeinflussen und zu erheblichen Beeinträchtigungen des Beschaffungsmarktes führen. Daneben ist die operative Entwicklung abhängig von der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben konjunkturellen Risiken können auch weitere Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die operative Entwicklung darstellen.

Chancen

TYROOs unternehmerischer Erfolg wird auch davon beeinflusst, Chancen frühzeitig zu erkennen und zielgerichtete Maßnahmen zur Wahrnehmung dieser Chancen zu entwickeln. Chancen sind dabei definiert als Ereignisse und mögliche Entwicklungen, die zu zusätzlichem Potential und zu einer positiven Abweichung von einem vorab definierten Zielwert führen und sich damit positiv auf die Finanz- und Ertragslage oder die Unternehmensreputation auswirken können. Chancen werden insbesondere gesehen in der Erschließung neuer Märkte, Erholung der wirtschaftlichen Lage in Europa sowie eine erhöhte Nachfrage nach Reifen durch weiteren Ausbau der E-Mobilität sowie erhöhte Nachfrage nach Car-Sharing Angeboten und dem damit verbundenen steigenden Bedarf an Reifen.

Zusammenfassung

Unter Berücksichtigung der dargestellten Risiken und Chancen sowie der gegenwärtigen Geschäftsaussichten sind aus heutiger Sicht für TYROOs Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 keine Risiken absehbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnten. Im Falle des Eintretens einzelner oder mehrerer der vorgenannten Risiken sowie einer nachhaltig negativen Ertragslage sind nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft möglich. Risiken ergeben sich auch aus Faktoren, die nicht direkt beeinflusst werden können. Hierzu gehört etwa die allgemeine Konjunkturentwicklung, die jedoch laufend beobachtet wird.

Risikomanagementsystem

Das Kontroll- und Risikomanagementsystem von TYROO ist integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse. Es basiert auf Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung. Dabei werden wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren (Rohergebnis, EBITDA-Marge und Verbindlichkeitenquote) zur Steuerung des Unternehmens genutzt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben bilden die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess.

Wesentliche Risikofelder in der Geschäftstätigkeit bilden darüber hinaus Umsatzerwartungen, Margen und Marktanteile. Kapazitätsspitzen wurden bisher mit Leiharbeitern abgedeckt, die bei einem Auftragsschwund rechtzeitig freigesetzt würden.

Die Lagerflächen am Standort Neuhof-Dorfborn sind langfristig angemietet, während die zusätzlichen Lagerflächen bei einer Risikosituation gekündigt werden können.

Die Entwicklung von TYROO ist durch vorausschauendes und umsichtiges Handeln bestimmt. Risiken werden nur dann eingegangen, wenn daraus Erträge zu erwarten sind.

Die Risiken der künftigen Entwicklung, insbesondere der Ukraine-Krieg und die dadurch angetriebenen Preissteigerungen in Korrelation zum Kaufverhalten, sind erkannt.

Die Geschäftsleitung hinterfragt regelmäßig ihre Unternehmensstrategie und passt ihr Handeln an veränderte Marktsituationen an.

6 Sonstige Angaben und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Umwelt

Im Einkauf und Lieferantennetzwerk liegen die Schwerpunkte auf der Einhaltung von Umweltstandards, dem Schutz natürlicher Ressourcen sowie der Reduktion von CO 2 -Emissionen in der Lieferkette. Relevante Umweltauflagen werden überwacht und eingehalten. Die notwendigen personellen und organisatorischen Vorkehrungen sowie Maßnahmen sind dafür getroffen.

Personal

Ein wichtiger Erfolgsfaktor der TYROO sind qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter. Geringe Fluktuation kennzeichnet den Personalbestand. Durch kontinuierliche Weiterbildungen wird der Wissenstand der Mitarbeiter immer auf dem aktuellen Stand gehalten.

Ausblick

Insgesamt ist das Geschäftsmodell der TYROO robust. Notwendige Investitionen in Prozesse werden nach unserer Einschätzung dazu führen, dass wir in den nächsten Jahren stärker wachsen werden als die Märkte, in denen wir uns bewegen.

Die Geschäftsführung plant für das Jahr 2024 einen weiteren leichten Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr und einen leichten Anstieg des Rohergebnisses und folglich mit einer leicht verbesserten EBITDA-Marge. Die Verbindlichkeitenquote ist leicht rückläufig geplant.

 

Neuhof, 12. April 2024

gez. Stefan Kratofiel

gez. Holger Krieg

gez. Tobias Fink

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 791.415,00 739.895,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 81.518,00 208,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.518,00 208,00
II. Sachanlagen 709.897,00 739.687,00
1. technische Anlagen und Maschinen 303.886,00 318.032,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406.011,00 421.655,00
B. Umlaufvermögen 28.495.127,58 34.309.898,34
I. Vorräte 22.000.481,53 28.452.082,92
1. fertige Erzeugnisse und Waren 21.951.199,63 28.337.404,55
2. geleistete Anzahlungen 49.281,90 114.678,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.634.693,35 4.009.813,82
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.951.023,30 3.156.964,50
2. sonstige Vermögensgegenstände 683.670,05 852.849,32
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 15.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.859.952,70 1.848.001,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 126.598,29 124.360,49
Aktiva 29.413.140,87 35.174.153,83

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.623.025,29 10.601.885,33
I. ausgegebenes Kapital 90.000,00 90.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
2. eigene Anteile -10.000,00 -10.000,00
II. Kapitalrücklage 2.700.000,00 2.700.000,00
III. Gewinnrücklagen 0,00 0,00
1. satzungsmäßige Rücklagen 315.000,00 315.000,00
2. andere Gewinnrücklagen -315.000,00 -315.000,00
IV. Bilanzgewinn 7.833.025,29 7.811.885,33
davon Gewinnvortrag 7.811.885,33 6.384.645,80
B. Rückstellungen 278.422,12 167.417,32
1. Steuerrückstellungen 87.598,30 0,00
2. sonstige Rückstellungen 190.823,82 167.417,32
C. Verbindlichkeiten 18.511.693,46 24.404.851,18
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.000.000,00 7.500.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.000.000,00 5.500.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.000.000,00 2.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.907.369,55 7.179.793,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.907.369,55 7.179.793,83
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.604.323,91 9.725.057,35
davon aus Steuern 1.682.066,51 436.684,43
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.146,64 1.087,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.578.336,95 9.725.057,35
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 25.986,96
Passiva 29.413.140,87 35.174.153,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 115.030.875,99 106.268.714,42
2. sonstige betriebliche Erträge 369.776,62 673.990,70
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 42.859,96 94.836,48
3. Materialaufwand 97.468.558,20 87.260.287,77
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 97.468.558,20 87.260.287,77
4. Personalaufwand 2.856.908,64 2.623.711,09
a) Löhne und Gehälter 2.352.883,02 2.180.929,94
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 504.025,62 442.781,15
davon für Altersversorgung 4.302,72 4.425,20
5. Abschreibungen 232.854,44 164.773,98
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 232.854,44 164.773,98
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.950.483,98 13.892.926,04
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 39.440,15 194.995,28
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.652,23 2.925,38
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 738.717,14 462.487,10
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 87.598,71 751.160,22
10. Ergebnis nach Steuern 69.183,73 1.790.284,30
11. sonstige Steuern 48.043,77 48.044,77
12. Jahresüberschuss 21.139,96 1.742.239,53
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.811.885,33 6.384.645,80
14. Einstellungen in Gewinnrücklagen 315.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 315.000,00
15. Bilanzgewinn 7.833.025,29 7.811.885,33

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Sonstige Angaben

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der TYROO GmbH, Neuhof, wurde auf der Grundlage der aktuellen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Jahresabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Tyroo GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Neuhof
Registereintrag: 14.07.2020
Registergericht: Fulda
Register-Nummer: HRB 6931

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit einer Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Sachanlagen werden mit einer Nutzungsdauer zwischen drei und dreizehn Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter von bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Eine wesentliche Beeinträchtigung einer zutreffenden Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist damit nicht verbunden.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten. Sofern die Wiederbeschaffungswerte zum Abschlussstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt (strenges Niederstwertprinzip). Die Bewertung erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens (gewogener Durchschnitt). Zum Stichtag wird auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung eines Gängigkeitsabschlags abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungskonten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Aufwendungen angesetzt, welche auf Folgeperioden entfallen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Geschäftsjahr wurden unteren den Umsatzerlösen Posten ausgewiesen, die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen geführt wurden. Um die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresangaben herzustellen, wurden die Vorjahresangaben angepasst und es erfolgte i.H.v. 1.315.142,61 EUR eine Umgliederung aus dem Posten sonstige betriebliche Erträge in Umsatzerlöse.

Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Tyroo GmbH

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.475,00 95.900,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.475,00 95.900,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 406.849,00 29.000,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 721.884,30 177.476,44 18.307,02
Summe Sachanlagen 1.128.733,30 206.476,44 18.307,02
Summe Anlagevermögen 1.137.208,30 302.376,44 18.307,02
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.375,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 104.375,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 435.849,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 881.053,72
Summe Sachanlagen 1.316.902,72
Summe Anlagevermögen 1.421.277,72

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Tyroo GmbH

kumulierte Abschreibung Abgänge Umbuchungen kumulierte
Abschreibung Geschäftsjahr Abschreibung
01.01.2023
EUR
EUR EUR EUR 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.267,00 14.590,00 22.857,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.267,00 14.590,00 22.857,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 88.817,00 43.146,00 131.963,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.229,30 175.118,44 305,02 475.042,72
Summe Sachanlagen 389.046,30 218.264,44 305,02 607.005,72
Summe Anlagevermögen 397.313,30 232.854,44 305,02 629.862,72

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Tyroo GmbH

Zuschreibung Buchwert
Geschäftsjahr
EUR 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.518,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 81.518,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 303.886,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406.011,00
Summe Sachanlagen 709.897,00
Summe Anlagevermögen 791.415,00

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Rechnungsabgrenzungsposten

Zum Bilanzstichtag bestehen aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 126.598,29 (Vorjahr EUR 124.360,49) und beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Versicherungen, Energiekosten und Lizenzen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bewertet.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 50.000,00 (Vorjahr: EUR 50.000,00)

- Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 95.106,23 (Vorjahr: EUR 85.717,32)

- Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht in Höhe von EUR 5.000,00 (VJ: EUR 5.000,00)

- sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 40.717,59 (Vorjahr: EUR 26.700,00)

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 13.485.706,50 (Vorjahr: EUR 22.404.851,18).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt EUR 5.025.986,96 (Vorjahr: EUR 2.000.000,00).

Es gibt keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Sicherungsübereignung des Warenbestands gesichert sind, beträgt EUR 5.000.000,00.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Nach dem Vertragsstand zum Ende des Geschäftsjahres bestanden Zahlungsverpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen. Daraus ergeben sich für die am 31.12.2023 unkündbaren Restlaufzeiten Zahlungsverpflichtungen im Gesamtbetrag von EUR 2.033.711,35 (Vorjahr: EUR 1.577.960,33).

Die oben genannten Leasinggeschäfte dienen der Schonung der Betriebsmittellinien sowie der Verbesserung der Eigenkapitalquote.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die TYROO GmbH erzielt ihre Umsätze als Reifengroßhändler. Die Umsätze wurden mit Lieferungen in folgende Regionen erzielt:

• Deutschland: EUR 79,5 Mio. (Vorjahr: EUR 71,1 Mio.)
• Europa: EUR 32,0 Mio. (Vorjahr: EUR 31,1 Mio.)
• Drittland: EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.)
Summe: EUR 115,0 Mio. (Vorjahr: EUR 106,3 Mio.)

Sonstige Betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 126) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 58,5 Mitarbeiter in unserem Unternehmen tätig

Arbeitnehmergruppen Zahl
vollbeschäftigte Mitarbeiter 54,0
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 4,5

Die TYROO GmbH beschäftigt durchschnittlich 22 Verwaltungsmitarbeiter. Die übrigen Mitarbeiter sind im Lager beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Stefan Kratofiel, Kaufmann

Tobias Fink, Kaufmann

Holger Krieg, Kaufmann

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer unterbleiben in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
Abschlussprüfungsleistungen 19.500,00

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.833.025,29 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Es sind nach dem 31. Dezember 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten

 

Neuhof, 12. April 2024

Die Geschäftsführung

gez. Stefan Kratofiel

gez. Holger Krieg

gez. Tobias Fink

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.11.2024 festgestellt.

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 19.11.2024 dem Eregebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung zugestimmt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die TYROO GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TYROO GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TYROO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, 12. April 2024

HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herber, Wirtschaftsprüfer

Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer

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