Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 4149
Vorher
conTerra - Gesellschaft für Angewandte Informationstechnologie mbHcon terra - Gesellschaft für Angewandte Informationstechnologie mbH
Eingetragen
17.1.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Bereitstellung von innovativen Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie und der Geoinformatik, insbesondere durch: a) Beratung b) Entwicklung, Pflege und Vertrieb von Standardprodukten c) Konzeption und Erstellung kundenspezifischer Lösungen d) Managed Services e) datenbezogene Dienstleistungen f) Schulung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe König
seit 18.5.2009
Geschäftsführer
Karl Wilhelm Wiesmann
seit 18.5.2009
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

con terra GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

BILANZ ZUM 30. JUNI 2024

CON TERRA GMBH, MÜNSTER

AKTIVA

30.6.2024
30.6.2023
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.600.059,21 1.553.790,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 97.256,24 72.672,49
II. Sachanlagen 1.487.699,99 1.466.014,67
III. Finanzanlagen 15.102,98 15.102,98
B. UMLAUFVERMÖGEN 13.528.879,16 11.222.013,21
I. Vorräte 5.218.569,63 3.878.734,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.003.656,38 3.879.397,56
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.306.653,15 3.463.881,47
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.714.295,66 1.363.459,76
16.843.234,03 14.139.263,11

PASSIVA

30.6.2024
30.6.2023
A. EIGENKAPITAL 2.491.309,21 2.491.309,21
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
III. Bilanzgewinn 2.091.309,21 2.091.309,21
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.727.207,90 1.566.920,42
C. VERBINDLICHKEITEN 8.103.537,04 6.314.032,52
- davon aus Steuern: € 464.967,72 (Vorjahr: € 461.225,81)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 5.908,37 (Vorjahr: € 7.606,51)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.521.179,88 3.767.000,96
16.843.234,03 14.139.263,11

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

2023/24
2022/23
1. Rohergebnis 25.801.773,32 22.764.869,29
2. Personalaufwand -16.787.281,63 -15.198.264,54
a) Löhne und Gehälter -14.099.222,32 -12.708.912,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.688.059,31 -2.489.352,09
- davon für Altersversorgung: € 56.651,94 (Vorjahr: € 53.127,79)
3. Abschreibungen -225.681,71 -218.219,19
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.955.616,08 -4.670.610,68
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.630,92 48.214,49
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 24.414,00 (Vorjahr: € 43.126,86)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -98.387,59 -128.712,51
- davon an verbundene Unternehmen: € 78.914,04 (Vorjahr: € 109.637,75)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -308,27 -92,03
8. Ergebnis nach Steuern 2.760.128,96 2.597.184,83
9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -2.760.128,96 -2.597.184,83
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.091.309,21 2.091.309,21
12. Bilanzgewinn 2.091.309,21 2.091.309,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

con terra GmbH, Münster

A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Vorbemerkung

Die con terra GmbH mit Sitz in Münster ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Münster unter HRB 4149. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses finden hinsichtlich der Bilanzierung und der Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) Anwendung.

Die Gesellschaft ist nach § 264 Abs. 1 HGB i. V. m. den in § 267 Abs. 2 HGB genannten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften (§§ 288 und 276 HGB) hat die Gesellschaft teilweise Gebrauch gemacht.

Mit der con terra Beteiligungsgesellschaft mbH, Münster (Amtsgericht Münster, HRB 17384) als Organträgerin besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Der Vertrag gilt mit Wirkung ab dem Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 zum 1. Juli 2019 und wurde bis zum Ablauf des 30. Juni 2024 fest abgeschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister der con terra GmbH erfolgte am 3. Juli 2019.

Mit notarieller Urkunde vom 31. Juli 2020 wurde die Gründung einer spanischen Tochtergesellschaft beurkundet und mit Wirkung zum 22. September 2020 im spanischen Handelsregister (Registro Mercantil) eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Madrid und wird unter dem Namen con terra geoIT SLU geführt. Das Kapital der Tochtergesellschaft ist zu 100 % im Besitz der con terra GmbH.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig nach der linearen Methode über drei Jahre abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die Abschreibungen angesetzt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Mietereinbauten 20 Jahre
Büroeinrichtung 13 Jahre
Hardware - Server 7 Jahre
Hardware - Sonstige 3 Jahre
Übrige 3 bis 15 Jahre

Angeschaffte, abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die selbständig nutzbar sind, werden analog zu § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Der Abgang wird im Jahr des Zugangs unterstellt.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit den zum Bilanzstichtag angefallenen und aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

2. Umlaufvermögen

a) Vorräte

Unfertige und fertige Leistungen und Waren werden mit den Herstellungskosten bzw. mit den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, sowie angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Auf eine verlustfreie Bewertung wird geachtet.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Wert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen sind mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt; uneinbringliche Forderungen werden vollständig abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des um die einzelwertberichtigten Forderungen verminderten Forderungsbestandes gebildet.

c) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

3. Latente Steuern

Als ertragssteuerliche Organgesellschaft werden keine tatsächlichen und/oder latenten Ertragssteuern ausgewiesen.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie werden in Höhe des Betrages gebildet, der bei einer linearen Verteilung der Ausgaben auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfällt.

5. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft ist zum Nennbetrag ausgewiesen und entspricht der Satzung der Gesellschaft und dem Eintrag im Handelsregister.

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden entsprechende Abzinsungen auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Die Abzinsung erfolgt gemäß den von der Deutschen Bundesbank monatlich bekanntgegebenen Abzinsungssätzen.

Zur Berücksichtigung allgemeiner Gewährleistungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit Rückstellungen in Höhe von 2,5 % der gewährleistungsbehafteten Umsatzerlöse gebildet.

Versicherungsgebundene Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, werden mit dem entsprechenden Zeitwert angesetzt. Vermögensgegenstände, die Deckungsvermögen darstellen, werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen verrechnet.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie werden in Höhe des Betrages gebildet, der bei einer linearen Verteilung der Einnahmen auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfällt.

9. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht und Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in EUR umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von nicht mehr als 1 Jahr, wird in Anwendung von § 256a S. 1 HGB vom Anschaffungs- und Realisationsprinzips abstrahiert. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

B. Erläuterungen zum Jahresabschluss

I. Bilanz zum 30. Juni 2024

1. Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

2. Vorräte

Die Vorräte beziehen sich in Höhe von TEUR 5.219 auf unfertige Projektaufträge, die nach dem Bilanzstichtag abgeschlossen und abgerechnet werden.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und bestehen in Höhe von TEUR 1.050 (VJ: TEUR 1.050) gegenüber Gesellschaftern sowie in Höhe von TEUR 50 (VJ: TEUR 50) gegenüber Tochterunternehmen auf der Grundlage von Darlehensverträgen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind unter anderem antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 56 (VJ: TEUR 34) für im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer, geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 113 (VJ: TEUR 79) sowie Mietkautionen für die Geschäftsräume in Höhe von TEUR 83 (VJ: TEUR 89) enthalten. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben lediglich die Mietkautionen eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten stehen im Zusammenhang mit den zum Bilanzstichtag laufenden Wartungs- und Subskriptionsverträgen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.727 (VJ: TEUR 1.567) beinhalteni im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.449 (VJ: TEUR 1.299) sowie Rückstellungen für Gewährleistung in Höhe von TEUR 231 (VJ: TEUR 219).

Die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen (Zeitwertkonten) erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 89 (VJ: TEUR 64). Die Anschaffungskosten betragen TEUR 88 (VJ: TEUR 66). Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Rückdeckungsversicherungsansprüche (Planvermögen) mit den entsprechenden Vorsorgeverpflichtungen zu saldieren. Zu saldierende Aufwendungen und Erträge sind bis zum Bilanzstichtag nicht entstanden.

6. Verbindlichkeiten

Der Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthält einen Betrag von TEUR 11 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die erhaltenen Anzahlungen resultieren aus den vertraglich vereinbarten Zahlungsplänen bzw. Meilensteinen der laufenden Projektaufträge.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe vonTEUR 2.760 (VJ: TEUR 2.597) gegenüber Gesellschaftern auf der Grundlage eines Ergebnisabführungsvertrages.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich in voller Höhe um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 285 (VJ: TEUR 287), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 174 (VJ: TEUR 169) sowie Verbindlichkeiten gegenüber typisch stillen Gesellschaftern in Höhe von TEUR 176 (VJ: TEUR 162).

II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren sowie unter Beachtung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt und gegliedert.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (VJ: TEUR 1) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (VJ: TEUR 5) enthalten.

Erträge und Aufwendungen aus der Auf- bzw. Abzinsung von Rückstellungen sind nicht entstanden.

Der Jahresüberschuss wird auf Basis des Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft abgeführt.

C. Sonstige Angaben

1. Finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag hatte die con terra GmbH folgende finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

2023/2024
TEUR
2022/2023
TEUR
Büromieten 2.751 554
Leasing 986 737
3.737 1.291

2. Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 238 (VJ: 220). Davon waren 224 (VJ: 205) Angestellte und 14 (VJ: 15) befristet beschäftigte studentische Hilfskräfte.

3. Gesellschaftsorgane

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Karl Wiesmann, Diplom-Mathematiker, Geschäftsführer

Uwe König, Diplom-Ingenieur, Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Angaben zu Unternehmen, an denen am Bilanzstichtag ein Anteilsbesitz von 20 % oder mehr besteht

Unternehmen Sitz Anteil Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis 2023
52° North Spatial Information Research GmbH (vormals 52° North Initiative for Geospital Open Source Software GmbH) Münster 24 % TEUR 372 TEUR 122
Unternehmen Sitz Anteil Eigenkapital 30.06.2024 Ergebnis 2023/24
con terra geoIT SLU Madrid 100 % TEUR 21 TEUR 12

5. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der con terra Beteiligungsgesellschaft mbH, Münster, einbezogen. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens hat damit befreiende Wirkung für die Gesellschaft. Das Mutterunternehmen ist aufgrund der größenabhängigen Befreiungen gemäß § 293 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichtes befreit.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der mit der con terra Beteiligungsgesellschaft mbH, Münster (Amtsgericht Münster, HRB 17384) am 18. Juni 2019 abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag ist durch ordentliche Kündigung vom 15. Dezember 2023 mit Ablauf des 30. Juni 2024 aufgehoben. Die Eintragung ins Handelsregister der con terra GmbH erfolgte am 3. Juli 2024.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden, lagen nicht vor.

 

Münster, 30. September 2024

gez. Karl Wiesmann, Geschäftsführer

gez. Uwe König, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.07.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
30.06.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 195.203,35 0,00 0,00 0,00 195.203,35
Geleistete Anzahlungen 72.672,49 24.583,75 0,00 0,00 97.256,24
267.875,84 24.583,75 0,00 0,00 292.459,59
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 673.647,14 51.512,57 0,00 0,00 725.159,71
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.091.373,20 192.454,66 -49.511,16 0,00 2.234.316,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.399,80 0,00 0,00 3.399,80
2.765.020,34 247.367,03 -49.511,16 0,00 2.962.876,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.862,98 0,00 0,00 0,00 8.862,98
Beteiligungen 6.240,00 0,00 0,00 0,00 6.240,00
15.102,98 0,00 0,00 0,00 15.102,98
3.047.999,16 271.950,78 -49.511,16 0,00 3.270.438,78
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.07.2023
Zugänge
Abgänge
30.06.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 195.203,35 0,00 0,00 195.203,35
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
195.203,35 0,00 0,00 195.203,35
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 605.721,68 44.518,82 0,00 650.240,50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 693.283,99 181.162,89 -49.511,16 824.935,72
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.299.005,67 225.681,71 -49.511,16 1.475.176,22
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.494.209,02 225.681,71 -49.511,16 1.670.379,57
NETTOBUCHWERTE
30.06.2024
30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 97.256,24 72.672,49
97.256,24 72.672,49
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 74.919,21 67.925,46
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.409.380,98 1.398.089,21
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.399,80 0,00
1.487.699,99 1.466.014,67
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.862,98 8.862,98
Beteiligungen 6.240,00 6.240,00
15.102,98 15.102,98
1.600.059,21 1.553.790,14

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

CON TERRA GMBH, MÜNSTER

1 Grundlagen der Gesellschaft

Die con terra GmbH (nachfolgend con terra oder Gesellschaft) mit Sitz in Münster wurde 1993 gegründet und beschäftigt rund 250 Mitarbeitende aus 16 Nationen. Neben dem Hauptsitz in Münster unterhält die Gesellschaft weitere Büros in Berlin, Köln und Leipzig. Als einer der führenden Systemintegratoren für Geoinformationstechnologie (GeoIT) unterstützt con terra ihre Kunden aus Privatwirtschaft und öffentlicher Verwaltung bei der Konzeption, Integration sowie dem Betrieb intelligenter GeoIT-Lösungen. Geoinformationen sind heute ein wichtiger Rohstoff in nahezu allen Märkten, um Geschäftsprozesse nachhaltig effizienter, wirtschaftlicher und transparenter zu gestalten. Fast jede Entscheidung hat einen geografischen Bezug, zu deren Verarbeitung oder Analyse Geoinformationssysteme (GIS) benötigt werden. Zu dem vollumfänglichen Produkt- und Dienstleistungsportfolio der con terra zählen unter anderem: Consulting, Softwareengineering und GeoIT-Service Management.

Die umfangreichen Qualifikationen und Kompetenzen innerhalb der con terra werden ergänzt durch das Know-how unserer Partner. Von entscheidender Bedeutung sind die strategischen Partnerschaften mit Esri Inc. (USA) und Safe Software (CAN). Dabei bietet Esri Inc. als weltweit führender Anbieter für Geoinformationssysteme im B2B-Bereich mit der ArcGIS- Plattform vielfältige Möglichkeiten, um geografische Daten in gewinnbringende Informationen zu verwandeln und sie für die Erarbeitung von Lösungen oder zur Entscheidungsfindung zu nutzen. Als einer von weltweit 19 Platin-Partnern von Esri Inc. verfügt con terra über exzellentes Expertenwissen und ein hervorragendes Netzwerk in diesem Technologiebereich.

Die FME-Plattform von Safe Software dient als Datendrehscheibe in erster Linie der Datenmigration und Datenintegration sowie der Datenmodellierung. con terra ist weltweit einer der größten Platin-Partner von Safe Software und verfügt neben dem ausgeprägten Expertenwissen in dieser Schlüsseltechnologie über globale Vertriebsrechte sowie ein eigenes europäisches Partnernetzwerk. Mit den Lizenzrechten an der deutschen und spanischen Sprachversion sichert sich con terra eine hervorragende Marktstellung.

Basierend auf den Basistechnologien erweitert con terra ihr Portfolio zielgerichtet durch die eigenen Produkte der con terra Technologies, fachliche Komponenten in Form erprobter Lösungsmuster, Templates und wiederverwendbarer Lösungsbausteine. Insbesondere in agilen Projekten im Kontext von Open Government oder im Zuge der Digitalisierung bietet das con terra Portfolio eine ausgezeichnete Basis für kooperative Projekte und ein hohes Maß an Effektivität.

Aufbauend auf der ArcGIS-Plattform, der FME-Plattform und den unternehmenseigenen Produkten und Komponenten setzt con terra vor allem auf ihre IT- und Fachkompetenz, um bedarfsorientierte, zukunftssichere sowie qualitätsgesicherte Lösungen zu beraten und zu konzipieren.

Fachlich liegt der Schwerpunkt in den Märkten Versicherungen, Natur und Umwelt, Networks and Infrastructure, Handel, SDI and E-Government und Immobilien sowie auf den Themen Geodateninfrastrukturen und der Modellierung und Transformation von Geodaten. Unsere langjährige Erfahrung, exzellentes Branchen-Know-how und hohe Innovationskraft bilden neben der engen Kooperation mit führenden GIS-Anbietern und Softwareherstellern die Basis des Erfolges.

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigte sich trotz erheblicher Herausforderungen im Jahr 2023 robust und konnte um 3,9 % zulegen. Dabei wurde die konjunkturelle Entwicklung vor allem durch hohe Energiepreise, stark gestiegene Zinsen, Kaufkraftverluste infolge der erhöhten Inflation sowie geopolitische Krisen und Unsicherheiten belastet. In den meisten Ländern schwächelte dadurch in erster Linie die Industrie, während sich die Dienstleistungen vielerorts etwas besser behaupten konnten. Die europäische Wirtschaft hingegen trat auf der Stelle. Gebremst von der Energiepreiskrise und der restriktiven Geldpolitik trug der Euroraum mit 0,5 % nur wenig zum Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2023 bei. Auch die gesamtwirtschaftliche Lage in unserem Kernmarkt Deutschland wurde von den Folgen der globalen Krisen belastet, so dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger ausfiel als im Vorjahr. Dabei entwickelte sich die Bruttowertschöpfung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich.

Während die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe deutlich um 2,0 % zurückging, konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten erneut ausweiten. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete demnach der Bereich Information und Kommunikation mit 2,6 %.

Die veröffentlichten Zahlen des Branchenverbands Bitkom e. V. zeigten ebenfalls eine Umsatzsteigerung im Markt für Informationstechnik um insgesamt 2,6 % an. Dabei waren in den für uns relevanten Segmenten Software mit 12,1 % und IT-Services mit 5,0 % wieder deutliche Wachstumsraten zu verzeichnen.

Für das Jahr 2024 sehen die internationalen Organisationen trotz der anhaltenden geo-politischen Risiken Anhaltspunkte für vorsichtigen Optimismus. Die OECD erwartet durch den weiteren Rückgang der Inflation und die allmähliche Lockerung der geldpolitischen Restriktionen für das Jahr 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 %. Auch wenn für die Eurozone die Zeichen mit einem prognostizierten Wachstum von 0,7 % auf leichte Erholung hindeuten, bleibt Deutschland nach jüngsten Prognosen mit einem wirtschaftlichen Wachstum von 0,2 % Konjunktur-Schlusslicht. Trotz dieser eingetrübten Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bleibt die con terra für ihren Markt weiter optimistisch. Auch der Branchenverband Bitkom e. V. schätzt das Geschäftsklima der ITK-Branche weiterhin positiv ein. Getragen von der Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung wird im deutschen Markt für Informationstechnik ein Umsatzplus von insgesamt 4,3 % erwartet. Dabei wird für IT-Services ein Wachstum von 4,5 % und für Software ein Wachstum von 9,8 % prognostiziert.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der con terra GmbH wurde auch im Geschäftsjahr 2024 trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen nicht belastet. Die Nachfrage von Wirtschaft und öffentlicher Hand nach unseren digitalen Technologien und Lösungen blieb im Berichtsjahr auf einem unverändert hohen Niveau und es konnten strategisch wichtige Ausschreibungen gewonnen werden. Das Projektgeschäft ist zumeist langfristig angelegt und weniger stark von Konjunkturschwankungen beeinflusst, so dass die vorhandenen Kapazitäten im Bereich Professional Services kontinuierlich zu wirtschaftlichen Tagessätzen ausgelastet waren. Die Gesellschaft konnte somit ihre Prognose erreichen und das Betriebsergebnis im Berichtsjahr leicht um 5,8 % steigern.

3 Lage der Gesellschaft

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 19,1 % auf insgesamt TEUR 16.843. Trotz dieser Steigerung haben sich in der Vermögensstruktur keine signifikanten Veränderungen ergeben. Durch die rückläufigen Nettoinvestitionen in Höhe von TEUR 46 (VJ: TEUR 176) reduzierte sich der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme auf 9,5 % (VJ: 11,0 %). Aufgrund des vorhandenen Projektportfolios zum Stichtag erhöhten sich die Vorräte um TEUR 1.340. Damit lag der Anteil der Vorräte am Gesamtvermögen bei 31,0 % (VJ: 27,4 %). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich insgesamt um TEUR 1.124. Dabei stiegen vor allem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Anteil der liquiden Mittel an der Bilanzsumme lag mit 19,6 % (VJ: 24,5 %) unter dem Niveau des Vorjahres. Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Projektleistungen sind zum Teil risikobehaftet. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden. Auf der anderen Seite führt beim Wertansatz der unfertigen Projektleistungen die Beachtung des Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips zur Bildung stiller Reserven. Weitere Effekte aus Forderungsausfällen oder Wechselkursen haben für die Beurteilung der Vermögenslage keine nennenswerte Relevanz.

3.2 Finanzlage

Auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss auch im Berichtsjahr in voller Höhe an die Muttergesellschaft abgeführt und damit lag die Eigenkapitalquote zum Stichtag bei 14,8 % (VJ: 17,6 %). Die Steigerung der Vorräte gegenüber dem Vorjahr und die damit verbundenen finanziellen Nachteile durch das zusätzlich gebundene Kapital konnten durch eine korrespondierende Steigerung der erhaltenen Anzahlungen aus den zugrundeliegenden Zahlungsplänen kompensiert werden. Die Fälligkeitsstruktur war ausgewogen. Das durchschnittliche Kundenziel lag bei 38 Tagen (VJ: 37 Tage). Die angefallenen finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlungen erfüllt. Die freie Liquidität bewegte sich in einem Bereich zwischen TEUR 2.680 und TEUR 5.940, so dass die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben war. Weitere inflations- und wechselkursbedingte Sachverhalte, die einen nennenswerten Einfluss auf die Beurteilung der Finanzlage haben, lagen nicht vor.

3.3 Ertragslage

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen EBIT in Höhe von TEUR 2.833 (VJ: 2.678). Die Gesamtleistung stieg auf TEUR 29.710 (VJ: 26.155). Dabei konnte im Produktbereich ein Umsatzplus von 8,8 % und im Bereich Professional Services unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung eine Steigerung der Gesamtleistung von 12,1 % erzielt werden. Korrespondierend zur Umsatzentwicklung stiegen die Materialaufwendungen im Berichtsjahr auf TEUR 4.310 (VJ: 3.696). Die Materialaufwandsquote lag mit 14,5 % (VJ: 14,1 %) auf Vorjahresniveau. Neben der allgemeinen Gehaltsanpassung war die Steigerung der Personalkosten in erster Linie auf die getätigten Neueinstellungen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand abzgl. Erträge aus Sachzuwendungen) lag bei 55,6 % (VJ: 57,6 %). Während sich die Abschreibungen in Höhe von TEUR 226 auf Vorjahresniveau bewegten, erhöhten sich die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammengefassten Posten deutlich um 27,5 %. Zusätzlich zu den inflationsbedingten Kostensteigerungen in diesem Bereich, führte insbesondere die Durchführung einer großen Messeveranstaltung im Berichtsjahr zu erhöhten Messe- und Reisekosten, die über vereinnahmte Teilnahmegebühren aber nahezu vollständig über den Posten Umsatzerlöse kompensiert werden konnten.

4 Geschäftsentwicklung

4.1 Allgemeines

Getragen von der voranschreitenden Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung erwartet die con terra einen weiteren Ausbau der Marktposition. Die Gesellschaft ist sowohl im Hinblick auf ihr Produkt- und Lösungsportfolio wie auch im Hinblick auf die Kompetenz und Prozessqualität im Servicegeschäft unter Berücksichtigung marktfähiger Preise für die Nachfrage und Anforderungen der Märkte gerüstet. Um dies sicherzustellen, setzt con terra auf hochqualifizierte Mitarbeiter und arbeitet kontinuierlich an der Optimierung der administrativen und wertschöpfenden Prozesse.

4.2 Investitionen

Die con terra pflegt seit fast 30 Jahren eine enge Bindung an universitäre und forschungsnahe Institutionen, um in ausgewählten Themen "First Mover" zu sein. Mit dieser Strategie will con terra auch weiterhin sicherstellen, dass die Kunden langfristig gebunden sind und die Märkte zukunftsorientiert entwickelt werden können. Um diese Aktivitäten zu bündeln, möglichst konsequent umzusetzen und das definierte Budget möglichst effektiv einzusetzen, unterhält die con terra eine Beteiligung an der 52° North GmbH. Es gibt mehrere Kooperationen mit Hochschulen, die qualitativ und quantitativ ausgebaut werden. Die con terra plant, wie in den vergangenen Jahren, schwerpunktmäßig in Produkte, Lösungen und Forschungsvorhaben zu investieren.

Die Gesellschaft wird darüber hinaus weiter, unter anderem in die Optimierung der Businesssysteme (ERP, CRM, BI, CE, DMS), investieren, um die digitale Transformation der con terra voranzutreiben.

4.3 Vertriebliche Entwicklung

Zur Sicherstellung des nachhaltigen Geschäftserfolges ist der Vertrieb ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Unser exzellentes Branchen-Know-how leistet dabei auch vertrieblich einen wesentlichen Beitrag, da die Vertikalisierung des Vertriebs zum notwendigen Kundenverständnis beiträgt und somit für Vertrauen und Kundennähe sorgt. Die Kunden wissen, dass con terra als "Trusted Advisor" ihre Herausforderungen versteht, analysiert und Lösungen erarbeitet, die eine langjährige Kundenbindung garantieren. Mit diesem Konzept stellt con terra den vertrieblichen Erfolg sicher, indem neue Kunden akquiriert und Bestandskunden kontinuierlich weiterentwickelt werden.

4.4 Auftragslage

Für die Auftragslage der con terra wird für das Geschäftsjahr 2025 ein erneutes Wachstum erwartet. Die Auftragslage im Softwarebereich ist durch bestehende Subskriptions- und Wartungsverträge naturgemäß sehr stabil. Im Projektbereich kann die con terra ebenfalls auf eine gute Auftragslage im kurz- und mittelfristigen Zeitraum verweisen, die die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten sichern. Darüber hinaus stehen vielversprechende Opportunities an, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten als sehr hoch einzuschätzen sind. Es liegt ein ausgewogener Mix aus öffentlichen Ausschreibungen und Anfragen aus der Privatwirtschaft vor.

5 Risiken und Chancen

Marktseitige Risiken bestehen - wie in der Vergangenheit - darin, dass Aufträge mehrheitlich durch öffentliche Ausschreibungen gewonnen werden müssen, d. h. die con terra muss wettbewerbsfähige Preise erzielen. Es ist derzeit nicht zu erkennen, dass die Märkte ein signifikant geringeres Preisniveau durchsetzen wollen, so dass die con terra von einer üblichen Erfolgsquote im vertrieblichen Sektor ausgeht. In der Privatwirtschaft lassen sich derzeit keine grundsätzlichen, nachhaltigen Sparmaßnahmen erkennen. In der öffentlichen Verwaltung ist die Lage schwieriger zu beurteilen. Durch die vielfältigen, aktuellen Einflussfaktoren (z. B. steigende Zinsbelastungen, Inflation, Klima- und Energiewende, Auswirkungen geopolitischer Spannungen) besteht ein Zwang zu Einsparungen, der auch in den öffentlichen Haushalten umgesetzt werden muss. Inwieweit sich mögliche Budgetkürzungen auf das Geschäft der con terra auswirken werden, ist derzeit nicht abschließend vorhersehbar. Da viele langjährige Projekte mit der öffentlichen Verwaltung bereits erfolgreich initiiert wurden und auch die öffentlichen Ausschreibungen sich nach wie vor auf einem guten Niveau bewegen, schätzt die Geschäftsführung das Risikopotential durch signifikante Auftragsrückgänge mittelfristig als gering ein. Die weiteren Tendenzen werden laufend beobachtet, um auf die Entwicklungen rechtzeitig reagieren zu können.

In einem schwerpunktmäßig von Professional Services geprägten Unternehmen ist das Geschäft gegenüber einem reinen Produkt- und Lizenzgeschäft grundsätzlich risikoreicher. Die frühzeitige Identifikation, Vermeidung bzw. Minimierung von Projektrisiken sind daher zentrale Erfolgsfaktoren. Die con terra verfügt neben der langjährigen Erfahrung im Projektgeschäft über einen definierten Projektmanagementprozess und ein dezidiertes Projektcontrolling. Dies erlaubt dem Management eine stets aktuelle und detaillierte Sicht auf mögliche Projektrisiken sowie die maßgeblichen Projekteinflussfaktoren. Die enge Verzahnung von Unternehmensplanung und Controlling geben dem Management darüber hinaus eine Vielzahl von Steuerungsmöglichkeiten. Aufgrund der bewährten Prozesse und Instrumente wird das Risikopotential in diesem Bereich als gering eingestuft.

Für die con terra als modernes Technologieunternehmen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Basis des Erfolgs. Die langfristige Bindung und das Recruitment fachlich qualifizierter Ressourcen zur Sicherstellung des Wachstums ist daher ein zentraler Aspekt. Der Fachkräftemangel trifft con terra wie jedes Unternehmen in der IT-Branche. Mit dem umfangreichen Maßnahmenkatalog im Rahmen der Ausgestaltung und kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitgebermarke, den engen Kontakten zu universitären Einrichtungen sowie einem fokussierten Recruitment wird erwartet, dass auch zukünftig der Personalbedarf an Fachkräften kurzfristig befriedigt werden kann.

Aufgrund der starken Unternehmenskultur und Arbeitgebermarke ist die natürliche Mitarbeiterfluktuation nachhaltig gering und es sind keine signifikanten Personalabgänge zu erwarten. Personalrisiken, die einen nennenswerten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der con terra haben, sind derzeit nicht erkennbar.

Cyberangriffe, auch auf den deutschen Mittelstand, werden immer professioneller und häufiger. IT-Sicherheitsrisiken sind derzeit jedoch nicht zu erkennen. Die IT-Infrastruktur der con terra ist vollständig in der Microsoft Azure Cloud aufgebaut und wird kontinuierlich mit Hilfe modernster Technologien an die neuen Anforderungen angepasst. Das Security Konzept beruht auf den höchsten Standards der Microsoft Azure Dienste. Durch regelmäßige Security Checks einschließlich der Durchführung umfangreicher Penetrationstests werden vorhandene Sicherheitslücken identifiziert und umgehend geschlossen. Zur weiteren Professionalisierung und kontinuierlichen Verbesserung der Informationssicherheit erfolgt der Aufbau des Informationsmanagements. Die Zertifizierung ISO 27001 ist zum Ende des Kalenderjahres 2024 geplant.

Das Debitorenausfallrisiko wird aufgrund der langjährigen Erfahrungen und trotz der weiterhin angespannten Wirtschaftslage auch in Zukunft als gering eingeschätzt. Forderungsausfälle sind in der Vergangenheit nur selten und wenn auf geringem Niveau eingetreten.

Ein Währungsrisiko aus dem operativen Geschäft ist nicht zu erkennen. Die con terra wickelt nahezu alle Geschäfte in Euro ab.

Finanzierungsrisiken sind nach dem aktuellen Kenntnisstand nicht erkennbar. In Projektverträgen werden stets Zahlungspläne verhandelt, die auf regelmäßigen Zahlungen bei möglichst kurzen Zahlungszielen beruhen.

Die con terra achtet auf eine Diversifikation, sowohl in den Märkten wie auch bei den Kunden. D. h. die Kundenstruktur ist hinsichtlich der Aufteilung zwischen Privatwirtschaft und öffentlicher Hand gut durchmischt, so dass ein Klumpenrisiko durch eine zu starke Gewichtung auf bestimmte Branchen oder Kunden nicht erkennbar ist.

Die Marktchancen für die con terra sind sehr vielfältig. Die digitale Transformation ist im vollen Gange und wird positiv von nationalen und europäischen Förderprogrammen flankiert. GeoIT-Dienstleistungen sind in allen Branchen gefragt. Viele Unternehmen brauchen gerade jetzt IT-Beratung und Softwarelösungen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Auch die zunehmende Digitalisierung des öffentlichen Sektors wird sich weiter positiv auf die Geschäftsentwicklung der con terra auswirken. Gestützt wird dies durch die Politik, Verbände, neue Technologien und dem steigenden raumbezogenen Informationsbedarf in vielen Märkten. Der Bedarf an der Nutzung von Geoinformationen wird durch den Changeprozess der Digitalisierung in den Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung verstärkt.

Multinationale Unternehmen wie SAP sehen im Geoinformationsmarkt ein strategisches Handlungsfeld, in das investiert wird. Die Diskussionen um Copernicus, Big Data, Open Data, autonomes Fahren, INSPIRE etc., die Initiativen und Strategien rund um E-Government, die steigende Akzeptanz von cloudbasierten Angeboten sowie die zunehmende Nutzung raumbezogener Informationen in unternehmensweiten Geschäftsprozessen (Enterprise GIS) sind ebenso marktfördernd wie Technologietrends im Bereich Digitaler Zwillinge, Augmented Reality, Virtual Reality, Sensor Web, IoT und Künstliche Intelligenz. In der öffentlichen Verwaltung und in Unternehmen ist zunehmend wahrzunehmen, dass die Geoinformationstechnologie als unternehmenskritische Technologie eingestuft wird. Der Einsatz der Geoinformationstechnologie unterstützt die Unternehmen und Verwaltungen durch effizienteGeschäftsprozesse, Analysen von Potentialen, die Optimierung von Ressourcen, Unterstützung der Vertriebssteuerung u. v. m.

Auch auf dem spanischen Markt sieht con terra Chancen weiter zu wachsen. Gestützt wird dies einerseits durch die Entwicklung der spanischen Sprachversion zur FME-Software und andererseits durch die anhaltend gute Auftragslage in Spanien. Mit der spanischen Tochtergesellschaft con terra geoIT S.L.U. mit Sitz in Madrid, den weiteren Büros in Barcelona, Valencia und Vigo sowie dem gezielten Personalaufbau wurden die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um die Regionalpräsenz sowie die vertrieblichen Aktivitäten weiter auszubauen.

6 Prognosebericht

Das Geschäftsmodell der con terra hat sich in den letzten Jahren - auch in Krisenzeiten - als resilient erwiesen. Trotz der eingetrübten Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung plant die con terra auf Basis der verfügbaren Ressourcen, der derzeitigen Auftragslage und den vertrieblichen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2025 mit einer leichten Steigerung der betrieblichen Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr. Wir gehen davon aus, dass der hohe Reifegrad vieler Projekte und die nachlassen den inflationsbedingten Kostensteigerungen einen positiven Einfluss auf das Betriebsergebnis haben werden. Die con terra rechnet für das Geschäftsjahr 2025 daher mit einer leichten Steigerung des EBIT.

 

Münster, 30. September 2024

gez. Karl Wiesmann, Geschäftsführer

gez. Uwe König, Geschäftsführer

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die con terra GmbH, Münster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der con terra GmbH, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der con terra GmbH, Münster, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, den 8. November 2024

HLB SCHUMACHER GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Tebben, Wirtschaftsprüfer

gez. Niels Morgenstern, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.06.2024 wurde am 20.12.2024 festgestellt.

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