Rhein in Flammen GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jochen Benekenstein-Schultheiss seit 7.8.2019 | Prokura |
Claus Hoffmann seit 29.1.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Koblenz | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 33.33% | |
| 33.33% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Koblenz-Touristik GmbHKoblenzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Wirtschaftsjahr 2023A. Grundlagen der Koblenz-Touristik GmbH 1. Geschäftstätigkeit Die Stadt Koblenz gründete am 13.11.2017 die Koblenz-Touristik GmbH mit Sitz in Koblenz, deren Geschäftsanteile zu 100% von der Stadt Koblenz als Alleingesellschafter gehalten werden. Ziel der Koblenz-Touristik GmbH ist die Stärkung des Wirtschaftsfaktors Tourismus im Gebiet der Stadt Koblenz. Sie verfolgt den Zweck, den Tourismus und damit die wirtschaftliche und regionale Entwicklung im Stadtgebiet zu fördern und das Standortmarketing der Stadt durchzuführen. Soweit Dienstleistungen im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse (DAWI) von der Koblenz-Touristik GmbH zu übernehmen sind, werden diese durch echte Betriebsmittelzuschüsse im Wege der Fehlbedarfsfinanzierung, unter Einbeziehung des Eigenbetriebs Rhein-Mosel-Halle, von der Stadt Koblenz ausgeglichen. Ziel der seinerzeitigen Umstrukturierung war es, die Belastung der Stadt Koblenz mit Kapitalertragssteuer soweit wie möglich zu reduzieren und zugleich die Aufdeckung der stillen Reserven bei den im BgA verbleibenden Wirtschaftsgütern (insbesondere die Beteiligung an der evm) und damit weitere hohe Steuernachzahlungen für den Kernhaushalt zu vermeiden. Aus diesem Grund wurde, um die steuerliche Tragfähigkeit überprüfen zu lassen, beim Finanzamt Koblenz eine verbindliche Auskunft beantragt. In der am 07.12.2017 erteilten verbindlichen Auskunft wurde vom Finanzamt Koblenz u.a. auch bestätigt, dass der BgA Rhein-Mosel-Halle auch nach Umstrukturierung (01.01.2018) fortbesteht und es nicht zu einer Aufdeckung der stillen Reserven bei den im BgA verbleibenden Wirtschaftsgütern kommt. Mit Urteil vom 10.12.2019 hat der BFH entschieden, dass der Begriff der "Verpachtung" in § 4 Abs. 4 KStG eine entgeltliche Überlassung von Einrichtungen, Anlagen oder Rechten voraussetzt. Und dass ferner Entgeltlichkeit in diesem Sinne nicht vorliegt, wenn bei wirtschaftlicher Betrachtung nicht der Pächter, sondern der Verpächter die wirtschaftliche Last des vereinbarten Pachtzinses zu tragen hat. Nach Auffassung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF-Schreiben vom 15.12.2021) gelten diese Regelungen einer wirtschaftlichen Betrachtung auch für Betriebsaufspaltungen. (Zur Erläuterung: Mit Durchführung einer Betriebsaufspaltung wird ein bestehendes Unternehmen in ein Besitzunternehmen und in ein Betriebsunternehmen aufgespalten. Eine Betriebsaufspaltung ist durch eine personelle und eine sachliche Verflechtung gekennzeichnet. Dem Besitzunternehmen werden alle wesentlichen Wirtschaftsgüter zugeordnet. Das Betriebsunternehmen führt die operativen Geschäfte des bisherigen Unternehmens weiter, indem es die notwendigen Wirtschaftsgüter vom Besitzunternehmen pachtet.) Die Stadt Koblenz hat (unter Einbeziehung des Eigenbetriebes Rhein-Mosel-Halle) die Koblenz-Touristik GmbH mit sogenannten DAWI-Leistungen betraut, die auch die Bewirtschaftung und den Betrieb der Rhein-Mosel-Halle (RMH) und des Kurfürstlichen Schlosses umfassen. Die hieraus resultierenden erheblichen Verluste werden durch den Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle ausgeglichen. Diese Zuschüsse übersteigen die Pachtzahlungen der GmbH an den Eigenbetrieb, so dass unter Anwendung des vorgenannten BFH-Urteils wirtschaftlich nicht die Koblenz-Touristik GmbH die Pacht trägt, sondern die Stadt Koblenz über den Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle. Es liegt danach keine entgeltliche Überlassung von RMH und Kurfürstlichem Schloss vor und die Stadt Koblenz begründet mit der Verpachtung keinen BgA. Das Finanzamt hat deshalb in Abstimmung mit dem Landesamt für Steuern die verbindliche Auskunft insoweit für die Zukunft aufgehoben. Gemäß dem BMF-Schreiben vom 15.12.2021 lag dann mit Auslaufen der Übergangsfrist zum 31.12.2022 keine Betriebsaufspaltung mehr vor. Die Verpachtung wäre dann nicht mehr im Rahmen eines steuerlichen BgA erfolgt. Dies wiederum hätte dazu geführt, dass die o.g. stillen Reserven aufgedeckt worden wären und Steuernachzahlungen im zweistelligen Millionenbereich auf die Stadt Koblenz zugekommen wären. Aus diesem Grund musste die Koblenz-Touristik GmbH / der Eigenbetrieb Rhein-Mosel- Halle erneut umstrukturiert werden. Der Pachtvertrag zwischen der Koblenz-Touristik GmbH und dem Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle wurde zum 31.12.2022 beendet. Der Eigenbetrieb hat das Inventar des Kurfürstlichen Schlosses und der RMH von der Koblenz-Touristik GmbH sowie die Bewirtschaftung von Schloss und RMH auf eigene Rechnungen übernommen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Entwicklung des Tourismus in Deutschland allgemein Gemessen an den Übernachtungszahlen hat die Tourismusbranche in Deutschland im Jahr 2023 die Corona-Krise fast hinter sich gelassen. Die Zahl der Gästeübernachtungen lag nur noch knapp unter den Ergebnissen, die vor der Pandemie erreicht wurden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe 487,2 Millionen Gästeübernachtungen. Das waren 8,1% mehr als im 2022 und noch 1,7% weniger als 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie. In den Jahren 2020 und 2021 hatten die Übernachtungszahlen coronabedingt bei knapp über 200 Millionen und damit um mehr als ein Drittel niedriger als 2023 gelegen. Im Dezember 2023 verbuchen die Beherbergungsbetriebe 9,2% mehr Gästeübernachtungen als im Dezember 2022. Die Zahl der Übernachtungen aus dem Inland stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 6,2% auf 406,3 Millionen. Damit erreichte sie wieder das Vorkrisenniveau von 2019 (+0,1%). Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war mit 80,9 Millionen um 18,9% höher als 2022. Der Anteil ausländischer Gäste am gesamten Gästeaufkommen lag damit bei 16,6%, nachdem sie im Jahr 2022 bei 15,1% und im Rekordjahr 2019 bei 18,1% gelegen hatte. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den internationalen Tourismus in Deutschland haben somit im Jahr 2023 weiter abgenommen, das Vor-Corona- Niveau konnte jedoch nicht wieder erreicht werden. Der Blick auf die verschiedenen Betriebsarten zeigt, dass sich Betriebe der Hotellerie - also Hotels, Gasthöfe und Pensionen - im Vergleich zu den coronageprägten Jahren 2020 und 2021 deutlich erholten, jedoch noch etwas unter dem Vorkrisenniveau von 2019 blieben. Im Jahr 2023 verzeichneten sie 4,2% weniger Übernachtungen als 2019, aber 9,5% mehr als 2022. Anders war die Entwicklung bei den Ferienunterkünften und Campingplätzen: Während die Ferienunterkünfte das Niveau von 2019 leicht übertrafen (+0,9%), konnten die Campingplätze ihre Übernachtungen im Vergleich zu 2019 sogar deutlich steigern (+18,3%). (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 053 vom 09. Februar 2024). Entwicklung des Städtetourismus in Koblenz In Koblenz stiegen die Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 6,1%. Die Gesamtzahl der Übernachtungen in 2023 lag bei 891.227 (Vorjahr: 839.859). Die Zahl der Gästeankünfte stieg um 10,3% im Vergleich zum Vorjahr und betrug 433.785. Dabei zeigt insbesondere die Zahl der Gästeankünfte in Beherbergungsbetrieben, die über denen aller Vorjahre lag, die positive touristische Entwicklung von Koblenz. Koblenz trug 2023 auch wieder erheblich zur positiven Entwicklung der Region Romantischer Rhein bei. Zum ersten Mal liegt Koblenz bei der Zahl der Übernachtungen nahezu gleichauf mit Trier (Trier 892.196 Übernachtungen in 2023). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt weiterhin 2,1 Tage, was auf die gestiegene Kooperation mit dem Umland und dem Marketing-Fokus auf längeren Aufenthalt liegt. Die Zahl der ausländischen Übernachtungsgäste belief sich 2023 auf 17,73% der Gesamt- übernachtungen und liegt demnach knapp über dem deutschlandweiten Schnitt. Dabei bildeten die Gäste aus den Niederlanden mit Abstand die größte Gruppe (41.373 Übernachtungen), gefolgt von Großbritannien (14.629 ÜN), Belgien (11.532 ÜN) und der Schweiz (11.299 ÜN). Die Zahl der US-amerikanischen Gäste konnte im Jahr 2023 wieder gesteigert werden und bildete mit 9.588 Übernachtungen die fünftgrößte Gruppe. Wichtigste ausländische Quellmärkte von Koblenz bleiben damit die Niederlande, Großbritannien, Belgien, Schweiz und USA. Bemerkenswert sind aber auch die Anstiege (auf niedrigerem Niveau) bei den Übernachtungszahlen aus Österreich (+21,6%) und Frankreich (+16,8%). (Quelle: statistisches Landesamt, statistische Zahlen 2023). Im Berichtsjahr 2023 konnten individuelle Pauschalreisen, auch zu Anlässen wie "Rhein in Flammen" und dem Weihnachtsmarkt, wieder vermehrt angeboten und verkauft werden. Auch die Zimmervermittlung und die Tagesprogramme fanden wieder guten Anklang. Gruppenreisen gestalteten sich auf Grund der stark gestiegenen Preise etwas schwieriger im Verkauf. Die Zahl der durchgeführten Stadtführungen 2023 übertraf mit 4.102 Führungen das Jahr 2019 deutlich. Die Anzahl der geführten Gäste auf Vermittlung der Koblenz-Touristik GmbH blieb jedoch mit 91.288 noch um ca. 5.000 hinter der Zahl von 2019 zurück. Dies ist vor allem auf die kleineren Gruppengrößen zurückzuführen als auch eine Folge des gestiegenen Qualitätsbewusstseins. Der stärkste Monat bleibt der September. Die Festung Ehrenbreitstein und das Festungsplateau waren auch 2023 wieder ein wichtiges Standbein insbesondere für den Tagestourismus. Bei der im Jahr 2023 durch die Koblenz-Touristik GmbH durchgeführten Gästeumfrage gaben 72% der Befragten an, die Festung Ehrenbreitstein besucht zu haben, und 67% der befragten Gäste nutzten die Seilbahn. Mit 88% und 92% lagen das Deutsche Eck und die Altstadt in der Besucherrate sogar noch höher. Hier können die Zahlen nicht durch Eintrittsgelder und Fahrpreise validiert werden. Der kostenlose Zugang zum Deutschen Eck und zur Altstadt erklärt aber auch das größere Interesse. Der Weihnachtsmarkt trug 2023 wieder zu einer spürbaren Belebung der Innenstadt sowie der sonstigen touristischen Attraktionen bei und führte zu sehr guten Übernachtungszahlen im Dezember. Auch die Veranstaltung Christmas Garden im Kulturzentrum Ehrenbreitstein fand wieder regen Zuspruch und trug zur hohen Zahl an Tages- und Übernachtungsgästen von Ende November bis Ende Dezember bei. Die Zahl der Anlegevorgängen von Hotelschiffen ist im Vergleich zum Vorjahr um 98 auf 1.418 gestiegen (+7,4%). Das Niveau von 2019 rückt näher, bleibt aber vorerst weiter unerreicht. Im Bereich Event fanden viele Veranstaltungen in 2023 statt und der Publikumszuspruch war erfreulich groß. Zum zweiten Mal konnte das Koblenzer Weinfestival über mehrere Wochen und mit zahlreichen Begleit-Veranstaltungen stattfinden. So fand in diesem Rahmen an drei Tagen das Veranstaltungsformat "Blaue Stunde" mit insgesamt mehreren tausend Besucher*innen statt. Die Veranstaltung "Electronic Wine" wurde zum zweiten Mal als Bezahl-Veranstaltung an der Spitze des Deutschen Ecks an zwei Tagen durchgeführt. Die Tickets konnten vorab online erworben werden, und der Ticketverkauf lief sehr erfolgreich. Schon im Vorfeld waren die Tickets für den Samstagabend ausverkauft. An mehreren Terminen wurde das Format "Vinothek on Tour" in verschiedenen Stadtteilen von Koblenz umgesetzt. Auch "Wein on the Water" feierte wieder großen Erfolg. Zudem ist das traditionsreiche Augustafest Bestandteil des Koblenzer Weinfestivals. Hier präsentierten sich vor allem Koblenzer Vereine und setzen in Gedenken an Kaiserin Augusta als Förderin der Rheinanlagen diese in Szene. Das Koblenzer Großevent "Rhein in Flammen" mit dem Sommerfest zu Rhein in Flammen lockte knapp 140.000 Besucher entlang der Rheinstrecke und in den Rheinanlagen nach Koblenz. 2023 fand zum ersten Mal der städtische Flohmarkt an zwei Terminen unter der Verantwortung der Koblenz-Touristik GmbH statt. Hier sorgte die Umstellung auf den Online-Ticketverkauf für erfreuliche Entwicklungen bei der organisatorischen wie finanziellen Abwicklung der Veranstaltung. Innerhalb kürzester Zeit waren alle Standplätze ausverkauft. 2. Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 liegen die Umsatzerlöse bei T€ 5.989 und sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 239 gesunken. Nähere Erläuterungen hierzu erfolgen unter 6.1 Ertragslage. 3. Jahresergebnis Für das Wirtschaftsjahr 2023 ergibt sich ein Gewinn von T€ 555 (Vorjahr: 66T€). 4. Investitionsprojekte In 2023 wurden keine größeren Investitionen getätigt. Lediglich in Bertriebs- und Geschäftsausstattungen wurden T€ 4 investiert. Bezüglich der Landstromanlagen für die Fahrgastschiffe wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse gebildet. Für diese Baumaßnahme gewährt das Land Rheinland-Pfalz einen Zuschuss von T€ 1.165; insgesamt ist hier ein Betrag in Höhe von T€ 1.135 bis Ende 2023 geflossen. Der Sonderposten wird analog zu den Abschreibungen jährlich aufgelöst. Die Stadt Koblenz hat zur Absicherung eines etwaigen Rückzahlungsanspruches des Landes Rheinland-Pfalz eine Bürgschaft übernommen. 5. Mitarbeiter*innen Insgesamt waren zum Jahresende 54 Mitarbeiter*innen (ohne Auszubildende) bei der GmbH angestellt (Vorjahr: 53). Die Veränderung der Mitarbeiterzahl ist der Tatsache geschuldet, dass die Aufgaben der Abteilungsleitung Kongress und Event seit 2023 wieder auf zwei Stellen aufgeteilt wurden. Darüber hinaus wurden zwei Stellen, die bisher mit Mitarbeiter*innen besetzt waren, die durch die Stadt Koblenz gestellt wurden, in der GmbH nachbesetzt. Diese beiden Stellen sind eine Verlagerung bereits bestehender Stellen aus der Personalgestellung in die GmbH. Zeitgleich wurden zwei Aushilfen für den Gastronomie-Service in der Rhein-Mosel-Halle nicht nachbesetzt. Im Bereich Schiffsanleger wurde zur Kompensation der regelmäßig anfallenden Überstunden ein Mitarbeiter in Teilzeit eingestellt, dadurch wurde eine halbe Stelle neu geschaffen. Die Mitarbeiter*innen, die bis zum 31.12.2017 dem Eigenbetrieb Koblenz-Touristik zugeordnet waren, sind zum 01.01.2018 auf die Stadt Koblenz, Amt 10, übergegangen. Diese werden weiterhin per Personalgestellung an die Koblenz-Touristik GmbH weiterberechnet. 6. Lage der Gesellschaft 6.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse in 2023 liegen bei T€ 5.989 und sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 239 gesunken. Durch den Übergang des operativen Geschäftes im Bereich Kongress zum 01.01.2023 auf den Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle fehlen hier die Erlöse aus Veranstaltungen (Vorjahr: T€ 2.709 T€). Gleichzeitig konnten durch den neu abgeschlossenen Betriebsführungsvertrag mit dem Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle T€ 2.302 Erlöse generiert werden. Allerdings sind diese Erlöse ohne die Marge von 3% (T€ 68) im Aufwand wiederzufinden, da es sich um Weiterberechnungen von Personalaufwendungen sowie um Gemeinkosten handelt. Im Betriebsführungsvertrag ist geregelt, dass diese Kosten von der GmbH zu tragen sind und an den Eigenbetrieb inkl. Marge von 3% weiterberechnet werden. Ergebniswirksam ist also lediglich die Marge von 3%. Im Bereich Schiffsanleger sind die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (-T€ 16), ebenso im Bereich Vermietung und Verpachtung (-T€ 5). Im Bereich Touristik sind die Einnahmen um T€ 108 gestiegen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass mehr individuelle Pauschalreisen sowie Gästeführungen innerhalb der Stadt Koblenz verkauft wurden. Auch im Bereich Veranstaltung ist weiterhin ein positiver Trend erkennbar; hier konnten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um T€ 45 gesteigert werden. Die durchgeführten Veranstaltungen waren ertragsreicher als noch im Vergleich zum Vorjahr. Im sonstigen Bereich sind die Umsatzerlöse um T€ 36 gestiegen. Hierbei handelt es sich um externe Marketingleistungen sowie um Weiterberechnung von direkten Kosten, die dem Eigenbetrieb zuzurechnen sind. Hauptsächlich sind dies unterjährige Kosten für Diensthandys, Fortbildungskosten etc. für Mitarbeiter*innen, die von der GmbH übernommen werden und dort im Aufwand verbucht werden. Am Jahresende erfolgt die Weiterberechnung dieser direkten Kosten an den Eigenbetrieb und werden in der Koblenz-Touristik GmbH unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Wareneinkauf (Schiffsanleger, Becher und Gläser, Weinbestand Eventabteilung) liegt bei T€ 466 (Vorjahr: T€ 575). Ursächlich für die Reduzierung ist der Wegfall des Wareneinkaufs für die Gastronomie in der Rhein-Mosel-Halle durch den Übergang auf den Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle zum 01.01.2023. Im Bereich der Schiffsanleger ist der Wareneinkauf nur lediglich um T€ 8 gestiegen. Im Eventbereich konnten Einsparungen in Höhe von knapp T€ 60 vorgenommen werden. Die sonstigen bezogenen Leistungen liegen bei T€ 1.148 und sind um T€ 861 gesunken. Auch hierfür verantwortlich ist der Wegfall des operativen Geschäftes im Bereich Kongress durch den Übergang auf den Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle zum 01.01.2023. Weitere deutliche Einsparungen konnten noch im Eventbereich in Höhe von T€ 94 erfolgen. Der Personalaufwand beträgt T€ 2.289 und ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 338 gestiegen. Eine neue Stelle wurde geschaffen. Weiterhin verantwortlich für den gestiegenen Personalaufwand sind Tariferhöhungen und Wechsel in andere Tarifgruppen. Wenn Verträge mit Mitarbeiter*innen, die von der Stadt Koblenz gestellt sind, enden (z.B. durch Kündigung der Arbeitnehmer*innen oder Renteneintritt), werden diese Stellen nach Auslaufen direkt über die GmbH eingestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Abschreibungen in Höhe von T€ 531 (Vorjahr: T€ 952) vorgenommen. Die Reduzierung hängt zum einen mit den Korrekturen der Abschreibungen aus der Betriebsprüfung zusammen, die in 2022 rückwirkend periodenfremd für die Jahre 2018-2021 vorgenommen worden sind und zum anderen mit dem Übergang des Anlagevermögens in den Eigenbetrieb-Rhein-Mosel Halle aus dem Bereich Kongress; die Abschreibung wird diesbezüglich ab dem 01.01.2023 im Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle verbucht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei T€ 3.410 (Vorjahr: T€ 4.555). Hierin sind T€ 1.201 Fremdleistungen enthalten (überlassenes Personal der Stadt Koblenz, Amt 10, an die GmbH, Vorjahr noch T€ 1.387). Die weiteren sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich hauptsächlich zusammen aus Mietzahlungen (T€ 360), Beratungskosten (T€ 151), Förderungen, Kooperationen, Beiträge und Gesellschafterbeiträge (T€ 532); Instandhaltungskosten (T€ 130); EDV Leistungen (T€ 520) sowie Marketingleistungen (235 T€). Die Reduzierung um insgesamt T€ 1.145 im Vergleich zum Vorjahr hängt ebenfalls überwiegend mit dem Übergang des operativen Geschäftes auf den Eigenbetrieb Rhein- Mosel-Halle zusammen (Wegfall von folgenden Sachverhalten: Pachtvertrag zwischen GmbH und EB; Energiekosten RMH und Schloss; Wartungskosten RMH und Schloss). Das Ergebnis vor Steuern liegt bei T€ 539 (Vorjahr: T€ 202). Die Steigerung des Ergebnisses ist überwiegend damit zu begründen, dass im Vorjahr periodenfremde Effekte in den Abschreibungen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2018-2021 verbucht worden sind. Operativ ist ein leichter Anstieg im Ergebnis im Bereich Touristik zu verzeichnen. Auch der neu abgeschlossene Betriebsführungsvertrag mit dem Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle führt zu der positiven Entwicklung im Ergebnis vor Steuern. Unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern und der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergibt sich ein Jahresergebnis von T€ 555. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erstattungen aus Vorjahren in Höhe von insgesamt T€ 102 aus den Steuerbescheiden für 2019 und 2020 enthalten. In den endgültigen Bescheiden wurde der verbleibende Verlustvortrag aus Vorjahren berücksichtigt. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2023 ergeben sich Steuerzahlungen in Höhe von T€ 71. In den sonstigen Steuern sind Grundsteuern und KFZ- Steuern in Höhe von insgesamt T€ 15 enthalten. 6.2 Vermögenslage Die Bilanz zum Stichtag 31.12.2023 weist eine Bilanzsumme von T€ 9.020 aus (Vorjahr: T€ 9.203). Das Anlagevermögen der GmbH liegt bei T€ 5.100 und ist damit gegenüber dem Vorjahr (T€ 5.626) um T€ 526 gesunken. Hiervon sind alleine durch die Umstrukturierung zum 31.12.2022 T€ 347 in den Eigenbetrieb Rhein-Mosel-Halle übertragen worden. Die Anlagenintensität beträgt 56,5% (Vorjahr: 61,1%). Die Abschreibungen liegen bei T€ 531 (Vorjahr: T€ 952). Auch hier hängen die Abweichungen zum Vorjahr mit der Umstrukturierung zum 31.12.2022 zusammen sowie mit den Ergebnissen aus der Betriebsprüfung, die im Vorjahr für die Jahre 2018-2021 rückwirkend verbucht worden sind. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 417, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern T€ 629 und die sonstigen Vermögensgegenstände T€ 82. Kassenbestand und Bankguthaben betragen T€ 2.749. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 80,8% (Vorjahr: 73,2%). Die Rückstellungen für Steuern liegen bei T€ 71 und betreffen die Körperschaftssteuer und die Gewerbesteuer für das aktuelle Geschäftsjahr. Die Steuerermittlung erfolgte durch DDP und wurde ermittelt anhand der vorliegenden Spartenrechnung. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen einschließlich Gesellschaftern liegen bei T€ 167, für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei T€ 114 sowie bei T€ 71 für die sonstigen Verbindlichkeiten. 6.3 Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich zum Teil aus eigenen Einnahmen und zum Teil durch die Ausgleichzahlung gem. § 3 Betrauungsakt. Soweit die Finanzierung der Aktivitäten über die Ausgleichzahlung sichergestellt ist, ist bei der Planung auf die Leistungsfähigkeit des Eigenbetriebes Rhein-Mosel-Halle abzustellen. Aus der derzeitigen Situation heraus, in der die Investitionen die Abschreibungen nicht übersteigen, ist von einer gesicherten Finanz- und Liquiditätslage auszugehen. Zusammenfassend stellt der gesetzliche Vertreter im Lagebericht fest, dass die Gesellschaft sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 489 verbessert hat. Diese Entwicklung hängt allerdings überwiegend mit den Sachverhalten aus der Betriebsprüfung zusammen, die im Jahr 2022 für die Jahre 2018-2021 verbucht worden sind und in 2022 einen hohen negativen Effekt auf das Ergebnis in 2022 hatten. Ohne diese Effekte wäre das Ergebnis bereits im Jahr 2022 deutlich positiver ausgefallen. Operativ ist nur eine geringfügige Steigerung zu erkennen im Vergleich zum Vorjahr. Diese Tendenz soll fortgeführt werden. 6.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren In den letzten Jahren sind die Übernachtungszahlen der Stadt Koblenz stetig gestiegen (Ausnahme bilden hier die Corona-Jahre 2020 und 2021). Die Koblenz-Touristik GmbH leistet im Zuge ihrer touristischen Aufgabe einen großen Beitrag für diese Entwicklung, auch wenn sich die Zahlen nicht eins zu eins im Ergebnis wiederfinden. Bei den eigenen Veranstaltungen und den eigenen touristischen Leistungen (Gästeführungen, Pauschalreisen) geht der Trend der Besucherzahlen weiterhin nach oben. Dies wird sich auch positiv im Ergebnis der Koblenz-Touristik GmbH widerspiegeln. C. Risikobericht Soweit es sich bei den Leistungen um DAWI handelt, sind die Risiken durch die Ausgleichsvereinbarung im § 3 Betrauungsakt abgedeckt, solange die Leistungsfähigkeit des Eigenbetriebes nicht überschritten wird. Für die Leistungen, die nicht DAWI sind, ist zumindest Kostendeckung anzustreben. Ziel muss es jedoch sein, gewinnorientiert zu arbeiten und damit den Ausgleichsbetrag für DAWI zu verringern. Der Bereich Schiffsanleger leistet einen großen Beitrag zur Eigenfinanzierung. Nach der Coronapandemie ist auch weiterhin eine positive Tendenz zu erkennen. Trotzdem bleibt weiterhin kritisch abzuwarten, inwieweit sich die Kreuzfahrt-Reedereien auch wegen des Klimawandels grundsätzlich neu aufstellen und an ihren Konzepten arbeiten müssen. Sicherlich werden auch Reedereien von Insolvenzen betroffen sein. Die explodierenden Einkaufspreise bei den Stromanbietern stellen ebenfalls ein hohes Risiko dar. Zum 01.01.2024 hat die Koblenz-Touristik GmbH zehn Anlagestellen am Konrad-Adenauer- Ufer übernommen. Im Gegensatz zu den Anlegestellen an der Mosel sind diese Anlegestellen mittel- bis langfristig an verschiedene Reedereien vermietet. Für diese Anlegestellen sind grundsätzlich die o.g. Risiken zu übernehmen. Ferner gibt es im Koblenzer Stadtgebiet Planungen für den Neu- und Ausbau weiterer Steiger, die sich teilweise auch für Hotelschiffe öffnen wollen. Dies bedeutet für den Moselhafen ein gewisses Risiko, da ggf. einzelne Reedereien künftig diese Steiger nutzen und zu einem Einnahmenrückgang bei der Koblenz-Touristik GmbH führen. Im Bereich der Gästeführungen, die einen weiteren Beitrag zur Finanzierung leisten, wurde und wird das Angebot laufend qualitativ erweitert. Risiken bestehen hier vor allem in kurzfristigen Stornierungen von größeren Gruppen, die zwar langfristig gebucht haben, aber aufgrund der hohen Inflation kurzfristig einzelne Führungen wieder stornieren. Der Forderung nach immer kürzeren Stornofristen könnte die Koblenz-Touristik GmbH nur unter erheblichen finanziellen Risiken nachkommen. Die Liegenschaften, die mit Einbringungsvertrag an die Gesellschaft gegangen sind, beinhalten aufgrund ihres Alters ein gewisses Risiko. Belastungen durch ungeplante Instandhaltungen, insbesondere beim Weindorf und dem Pegelhaus, sind möglichst zu minimieren. Das Weindorf ist aufgrund des Gebäudealters stark sanierungsbedürftig (Bauwerk und Technik) und soll ab 2026 geschlossen und saniert werden. Während der Komplettsanierung fallen die Pachteinnahmen weg. Ferner werden durch die Sanierung hohe Investitionskosten fällig, die das Gesamtergebnis der Koblenz-Touristik GmbH deutlich belasten. Diese Ausgaben werden sich in den Folgejahren nicht durch die erwarteten Pachteinnahmen amortisieren. Ebenso können sich Marktgegebenheiten wie Bau- und Beschaffungspreise sowie die Nachfrage von Pächtern nach großflächigen Gastronomiebetrieben anders entwickeln als erwartet. Eine Sanierung des Weindorfs durch die Koblenz-Touristik GmbH ist dadurch alleine aus finanzieller Sicht nicht möglich. Hinzu kommen die üblichen Baurisiken, sofern die Koblenz-Touristik GmbH als Bauherrin auftritt. Diesbezüglich wird das Weindorf in den Kernhaushalt der Stadt Koblenz übertragen. Auch Rhein in Flammen, die größte Veranstaltung in Koblenz, die weit bekannt ist und überregional Besucher*innen nach Koblenz lockt, wird sich neu aufstellen müssen, da die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH die Veranstaltung letztmalig in 2023 hauptverantwortlich durchgeführt hat. Durch die Gründung einer eigenen Betreibergesellschaft der teilnehmenden Kommunen besteht zwar die Möglichkeit, die Veranstaltung neu und innovativ zu entwickeln. Allerdings ist z.B. ungewiss, wie sich der Schiffskonvoi und das Feuerwerk im Hinblick auf Niedrigwasser und Klimawandel zukünftig entwickeln werden. Wetterbedingt, d.h. durch mögliche Überschwemmungen, können unabwendbare Aufwendungen für den Campingplatz entstehen. Bei Eintreten eines solchen Ereignisses ist mit deutlichen Belastungen des Ergebnisses durch Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen für die Anlagen des Campingplatzes zu rechnen. Bei extremen Hochwasserlagen (ca. 20- bis 25-jähriges Ereignis) bestehen zudem wirtschaftliche Risiken für die Immobilien Pegelhaus und Weindorf sowie die Kioske und Verkaufsstätten an Rhein und Mosel. Die Koblenz Touristik GmbH versucht durch die Umsetzung und stetige Weiterführung eines eigenen Hochwasserschutzkonzeptes inkl. Maßnahmenplan eventuelle Schäden weitmöglich zu vermeiden. Die Koblenz-Touristik GmbH vermietet ihre Liegenschaften insbesondere an Mieter aus den Bereichen Tourismus, Gastronomie und Einzelhandel. Für diese Mietergruppe besteht aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin ein gewisses Risiko für Insolvenzen, welche sich auch auf die Vermietungsaktivitäten auswirken. Grundsätzlich ist daher mit Vermarktungs- und Leerstandszeiten zu rechnen. Allerdings verzeichnet die Koblenz-Touristik GmbH gegenwärtig eine hohe Nachfrage nach Mietobjekten, so dass das Mietausfallrisiko insgesamt auf einem eher niedrigeren Niveau eingeordnet ist. Das Risiko der Insolvenzen wird jedoch durch das Aussterben der Innenstädte verstärkt. Auch in Koblenz haben viele Einzelhändler ihre Kunden im Zuge der Coronapandemie an den Online-Handel verloren, der Trend setzt sich weiter fort. Die Einzelhändler generieren weniger Einnahmen, es drohen Insolvenzen. Die Attraktivität der Stadt Koblenz sinkt durch leerstehende Flächen und wirkt sich negativ auf den Tourismus aus. Auch der Klimawandel wird für die Zukunft eine große Rolle spielen. Hitzewellen, Dürreperioden oder Hoch- bzw. Niedrigwasser haben Einfluss auf den Tourismus. In dem Zusammenhang gewinnt auch das Thema Nachhaltigkeit und nachhaltiger Tourismus immer mehr an Bedeutung. Hier werden die Tourismusbranchen in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen gestellt. D. Chancenbericht Nach dem Rückgang des Tourismus aufgrund der Coronakrise war bereits in 2021 und 2022 ein Aufschwung der Branche zu erkennen. Dieser setzt sich nun in 2023 fort. Die Nachfrage nach Individual- und Nahurlaub ist durch die Coronakrise weiterhin enorm gestiegen, und Koblenz und die Region haben diesbezüglich viel zu bieten. Die Lage am Oberen Mittelrheintal und an der Mosel machen Koblenz weiterhin zu einem attraktiven Urlaubsziel. Die Besucher*innen finden ein sehr vielfältiges kulturelles Angebot vor. Außerdem können die Themen Wein, Wandern und Radfahren, die für Urlauber*innen ebenfalls eine große Rolle spielen, von Koblenz und der Region perfekt umgesetzt werden. Dieser Trend wird sich weiterhin fortsetzen, und hier gilt es, auch zukünftig gezielte Angebote und Werbemaßnahmen in diese Richtung, auch mit regionalen Partnern, weiterzuentwickeln. Auch die Bundesgartenschau in 2029, die entlang des Oberen Mittelrheintales stattfinden soll, wird sich sicherlich positiv auf die Zahl der Besucher*innen der Stadt Koblenz auswirken. Die Stadt Koblenz hat für die BUGA 2029 eine eigene Koordinationsstelle eingerichtet, die in enger Abstimmung mit der Koblenz-Touristik GmbH sowie der Bundesgartenschaugesellschaft steht. Auch interne Branchenveranstaltungen wurden bereits in 2022 und 2023 gut aufgenommen, wie z.B. die Gästeführer-Saisonauftakt-Veranstaltung sowie das Tourismussymposium. Beide Veranstaltungen werden weiterhin in der Zukunft stattfinden. Ziel ist es, regionale Partner an sich zu binden, sich auszutauschen und den Tourismus in Koblenz weiterhin gemeinsam positiv zu entwickeln. Die Liegenschaften der Koblenz-Touristik GmbH verfügen alle über sehr gute Standortfaktoren (zentrale und touristisch reizvolle Lage, gute Infrastruktur, Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln usw.) und haben dadurch eine hohe Vermietbarkeit. Als Vermieter verfügt die Koblenz-Touristik GmbH zudem über weitreichende Netzwerke, welche Mieter, Marktteilnehmer, Dienstleister sowie Behörden - darunter insbesondere die Stadtverwaltung Koblenz - umfasst. Dieses Netzwerk ist Grundlage sowohl für den Vermietungsprozess als auch für die Durchführung von Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen. E. Prognosebericht Für das Jahr 2024 ist ein Gewinn in Höhe von T€ 321 geplant und durch die Gesellschafterversammlung genehmigt worden.
Koblenz, 30.06.2024 gez. Claus Hoffmann, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer von drei Jahren), bewertet. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (von zwei bis 34 Jahren) unter Verwendung der linearen Methode. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis unter EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Der Abgang wird nach fünf Jahren unterstellt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. 4. Angaben zur Bilanz Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage 1 zum Anhang). Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 250,00 werden direkt im Aufwand verbucht. a) Anlagevermögen Finanzanlagen Die Bewertung des Anteilsbesitzes erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Koblenz-Touristik GmbH hält folgende Anteile:
(*) = Grundlage für die Angaben ist der
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023.
b) Umlaufvermögen Vorräte (EUR 34.253,72) Die Bewertung der Vorräte erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Bewertungen betreffen den Bestand der Gläser und Becher, die bei den Veranstaltungen verkauft werden, sowie den Weinbestand der Eventabteilung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: (EUR 1.128.077,26) Die Forderungen werden grundsätzlich mit ihren Nennbeträgen angesetzt; angemessene Wertberichtigungen sind dargestellt. Lediglich auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 2,00 % gebildet sowie Einzelwertberichtigungen. Die Summe der dargestellten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist inklusive der gebildeten Wertberichtigungen zu verstehen. In den Forderungen gegen Gesellschafter und verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 627.445,60 enthalten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten: (EUR 2.748.994,64) Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten angesetzt. c) Eigenkapital Zusammensetzung und Entwicklung
d) Verbindlichkeiten
5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung (§ 285 Nr. 31 HGB) Entstehende Verluste der Koblenz-Touristik GmbH bei Dienstleistungen von Allgemeinem wirtschaftlichen Interesse (DAWI) werden durch echte Betriebsmittelzuschüsse im Wege der Fehlbedarfsfinanzierung, unter Einbeziehung des Eigenbetriebs Rhein-Mosel-Halle, von der Stadt Koblenz ausgeglichen. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in 2023 EUR 2.206.454,00 als Betriebsmittelzuschüsse erfasst. Die am 31. Dezember 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus folgenden Rechtsverhältnissen:
Insgesamt bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 2.799.386. Die Verträge mit unbefristeter Laufzeit wurden erst einmal nur bis zum Jahr 2029 angesetzt, nicht darüber hinaus. A. Leitungsorgane
b) Gesellschafterversammlung
c) Sitzungsgelder Es wurden Sitzungsgelder in Höhe von EUR 1.230,00 ausgezahlt. B. Belegschaft und Personalaufwand Die Mitarbeiter*innen der Koblenz-Touristik (Eigenbetrieb der Stadt Koblenz) sind zum 01.01.2018 auf die Stadt Koblenz übergegangen und werden per Personalgestellung an die Koblenz-Touristik GmbH weiterberechnet. Diese Aufwendungen sind aufgrund der handelsrechtlichen Vorschriften bei der Koblenz-Touristik GmbH nicht als Personalaufwendungen, sondern als sonstige betriebliche Aufwendungen zu erfassen. Die Mitarbeiter*innen, die ab 2018 neu eingestellt werden, haben ihren Anstellungsvertrag mit der Koblenz- Touristik GmbH und werden dort im Personalaufwand verbucht. Die folgende Aufstellung beinhaltet lediglich die GmbH-Mitarbeiter*innen. Wenn Verträge mit Mitarbeitern, die von der Stadt Koblenz gestellt sind, enden (z.B. durch Kündigung des Arbeitnehmers oder Renteneintritt), werden diese Stellen nach Auslaufen direkt über die GmbH eingestellt und sind hier ebenfalls mit aufgeführt. Belegschaft per Stichtag 31.12.:
Personalaufwand
Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. C. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresgewinn in Höhe von EUR 555.196,66 auf neue Rechnung vorzutragen.
Koblenz den 30.06.2023 gez. Claus Hoffmann, Geschäftsführer Anlagennachweis gem. § 284 Abs. 3 HGB i. V. m. § 25 Abs. 3 EigAnVO (Formblätter 2 und 3 der EigAnVO) zum 31. Dezember 2023
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Koblenz-Touristik GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Koblenz-Touristik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Koblenz-Touristik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, den 1. August 2024 Nexia
GmbH
gez. Jüsgen, Wirtschaftsprüfer gez. Melzer, Wirtschaftsprüferin Der Jahresgewinn in Höhe von 555.196,66 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss wurde am 1. Oktober 2024 festgestellt. |
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