ARS Digital GmbH
Selbe AdresseEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hansjörg Reiner seit 4.7.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Auxilium GmbHEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022der Auxilium-GruppeI. Grundlagen des Konzerns1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Auxilium-Gruppe umfasst die Gesellschaften Luttermann GmbH, ThiesMedicenter GmbH, Reha aktiv 2000 GmbH, Sanitätshaus o.r.t. GmbH, MEDITECH Sachsen GmbH, Steinke Orthopädie-Center GmbH, Sanitätshaus Schütt und Jahn GmbH, Gehrmeyer Orthopädie- und Rehatechnik GmbH, Luttermann Wesel GmbH, Sanitäts Online SO GmbH, WKM Medizintechnik GmbH, WKM Medizintechnik und Sauerstoff-Therapie GmbH, SC Sanitätshaus Carstens GmbH und AUX OC GmbH, die unter Führung der Holding-Gesellschaft Auxilium GmbH stehen. Das operative Geschäft der Auxilium-Gruppe ist die Versorgung von Patienten mit medizinischen Hilfsmitteln. Bei den Versorgungen handelt es sich sowohl um den Verkauf oder die Vermietung per Fallpauschalen von Hilfsmitteln als auch um die Herstellung und Anpassung von patientenindividuellen Maßfertigungen. Die operativen Gesellschaften betreiben die folgenden Leistungsbereiche:
Die Auxilium GmbH ist die Management- und Finanz-Holding der Unternehmensgruppe, die den Unternehmen der Auxilium-Gruppe teilweise gemeinsame Dienste, vornehmlich in den Bereichen Einkauf, IT und Marketing zur Verfügung stellt. 2. Ziele und Strategien Das besondere Augenmerk liegt darauf, den Kunden durch Service, Information und Rat zur Seite zu stehen und damit verbunden einen ganzheitlichen Versorgungsansatz anzubieten. Hierfür setzt die Auxilium-Gruppe auch auf die Optimierung des Angebotsportfolios und auf eine engere Zusammenarbeit mit ihren bestehenden Lieferanten. Die Gruppe geht davon aus, dass die Leistungen bereits 2025 weit über den heutigen hohen Standard hinausreichen werden. Täglich arbeiten über 3.000 Mitarbeitende an 120 Standorten an diesem Anspruch. Durch die Bündelung langjähriger Erfahrungen und Innovationen sowie durch den regen Wissensaustausch innerhalb der Gruppe erreicht die Auxilium-Gruppe einen hohen Spezialisierungsgrad in allen Versorgungsbereichen. Das macht sie zum kompetenten Partner für Patienten, ärztlichem Personal, Versorgungseinrichtungen und Lieferanten. Das Ziel der Auxilium-Gruppe ist es, mittelfristig eine bundesweite Struktur auf dem deutschen Hilfsmittelmarkt aufzubauen und so den ganzheitlichen Versorgungsansatz unserer Kunden flächendeckend sicherzustellen. 3. Steuerungssystem Die Steuerung der Auxilium-Gruppe erfolgt über die Auxilium GmbH als Konzern-Obergesellschaft. Die operative Führung der Einzelgesellschaften obliegt der jeweiligen lokalen Geschäftsführung. Wesentliche Entscheidungen der Gruppe werden in enger Absprache mit dem Beirat der Auxilium-Gruppe getroffen. Zur Steuerung der Gruppe werden als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Umsatz, das Betriebsergebnis und das Jahresergebnis herangezogen. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums stiegen die Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen, die sie in erster Linie durch vorab festgelegte Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, im Jahr 2022 gegenüber 2021 um 10,7 Mrd. EUR auf 289,3 Mrd. EUR (+3,8%). Dem stehen um 4,6 Mrd. EUR auf 288,9 Mrd. EUR (+1,6%) gestiegene Gesamtausgaben gegenüber. Die Zahl der Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Leistungsausgaben stiegen um 4,3 %, die Verwaltungskosten stiegen dagegen um 7,2 %. Durch den ergänzenden Bundeszuschuss von 14,0 Mrd. EUR wurden die Finanzen der GKV zielgenau stabilisiert, was sich im moderaten Überschuss der GKV in 2022 niederschlägt. Mit den Maßnahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes sollen die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler vor hohen Beitragssatzsteigerungen zum Jahreswechsel 2023 geschützt werden. Bei den Krankenhausausgaben verbuchten die Krankenkassen 2022 einen Anstieg von rund 2,3 Mrd. Euro bzw. 2,8 Prozent. Eine wesentliche Rolle spielen die Pflegepersonalkosten, die bereits 2020 aus den DRG-Pauschalen ausgegliedert wurden. Hierfür verbuchten die Krankenkassen 2022 rund 10 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Der Gesundheitsfonds verbuchte 2022 einen Überschuss von 4,3 Mrd. EUR. Die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds lag zum Stichtag 16. Januar 2023 bei rund 12,0 Mrd. EUR. Der Überschuss des Gesundheitsfonds hängt maßgeblich damit zusammen, dass sich die Beitragseinnahmen in der GKV deutlich besser entwickelt haben, als in der Prognose des Schätzerkreises von Oktober 2021 erwartet wurde. Durch die vom Gesetzgeber im vergangenen Jahr beschlossene Reduzierung der Obergrenze für die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds werden ca. 4,7 Mrd. Euro in die Einnahmen des Gesundheitsfonds überführt und für höhere Zuweisungen der Krankenkassen im Jahr 2023 genutzt. Zur Bewältigung der Corona-Pandemie trug der Bund im Jahr 2022 einen Großteil der Ausgaben für pandemiebedingte Zahlungsverfahren, die aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds vorfinanziert werden. Hierunter fielen insbesondere Aufwendungen für Corona-Testungen und für Impfungen gegen COVID-19 im Rahmen der Coronavirus-Impf- und Testverordnung sowie Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser. Insgesamt wurden rund 21,4 Mrd. Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung gestellt und vom Bund refinanziert. Das Gesundheitswesen ist weiterhin stark durch die Gesetzgebung geprägt, woraus ein starker Preisdruck für die Marktteilnehmer resultiert. Der Markt für Medizinprodukte entwickelte sich positiv. Nach dem sich die Umsätze in wichtigen Sparten der Sanitätshaus-Branche in 2021 mit einem Umsatzanstieg von 3,9 Prozent nach den pandemiebedingten Rückgängen erholen konnten, setzte sich dieser positive Trend in diesem Bereich mit 6,5 Prozent im vergangenen Jahr fort. Dabei stieg die Zahl der Verordnungen um 4,1 Prozent nach einem Plus von 4,3 Prozent im Vorjahr. Der durchschnittliche Wert je Verordnung lag bei 177,33 Euro nach 172,17 und 172,81 Euro in den beiden Vorjahren. In der Branche Medizintechnik lag der Umsatz 2022 um 4,3 Prozent über 2021 als er um 7,9 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen war. Die Verordnungsanzahl sank um 6,37 Prozent nach einem Anstieg im Vorjahr von 6,1 Prozent. Der durchschnittliche Wert je Verordnung erreichte 388,74 Euro und war damit deutlich höher als 2021 mit 344,07 Euro und 2020 mit 338,27 Euro. Solide zeigt sich die Orthopädieschuhtechnik-Branche: Der Umsatz erhöhte sich um 2,3 Prozent, nachdem er 2021 um 0,7 Prozent zurückgegangen war. Die Zahl der Verordnungen stieg um 0,6 Prozent nach einem Minus von 3,9 Prozent im Jahr 2021 an. Gleichwohl ist der Mittelwert je Verordnung auf 192,02 Euro weiter gestiegen nach 179,31 und 173,52 Euro in den Jahren 2021 und 2020. Unserer Unternehmensgruppe ist es im Berichtsjahr gelungen, die Marktposition als einer der großen Komplettanbieter von medizinischen Hilfsmitteln in der Branche zu festigen. Der bundesweite Marktanteil bei Medizinprodukten lag für unsere Gruppe bei ca. 2,8 %. Die regionale Bedeutung konnte aufgrund von organischen und anorganischen Wachstumsmaßnahmen gefestigt und ausgebaut werden. Wir erwarten in der Branche sowohl auf der Kostenträger- als auch auf der Leistungserbringer- und Herstellerseite kurz- und mittelfristig eine weitere Konsolidierung des Marktes. Zum einen durch die Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen, zum anderen durch die Probleme bei den Lieferketten, und schließlich belastet die neue EU-Verordnung für Medizinprodukte (MDR) mit hohen Genehmigungsanforderungen und überforderten Zulassungsstellen noch zusätzlich. Hinzu kommen die verschleppte Digitalisierung, die maßlose Bürokratie und die drastischen Preissteigerungen bei gleichzeitig starren Verträgen. Nur partiell und durch zeitlich befristete Nachtragsvereinbarungen wurden Leistungserbringer bedingt von Preissteigerungen entlastet. Dieser Cocktail sorgt zusammengenommen für viel Unruhe auf dem Markt, welche der Erholung der Gesundheitswirtschaft seit der Corona-Delle im Jahr 2020 entgegenwirkt. Bislang ist die Geschäftsentwicklung der Auxilium-Gruppe nicht nachhaltig negativ beeinflusst worden. 2. Geschäftsverlauf Umsatz Die Umsatzerlöse der Auxilium-Gruppe in Höhe von 298,2 Mio. EUR lagen um 42,3 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (+16,5 %). Das starke Wachstum im Vergleich zum Vorjahr ist auf ein organisches und anorganisches Wachstum zurückzuführen. Das anorganische Wachstum wurde bestimmt durch die Akquisition der SC Sanitätshaus Carstens GmbH. Die SC Sanitätshaus Carstens GmbH, Stuttgart, erzielte seit Erstkonsolidierung einen Umsatz in Höhe von 20,1 Mio. EUR (Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.01.2022). SC Sanitätshaus Carstens GmbH ist im Ballungsgebiet Mittlerer Neckar ein gut vernetzter Komplettanbieter. Wesentliche Leistungsbereiche innerhalb der Umsatzerlöse der Auxilium-Gruppe sind Orthopädietechnik, Orthopädieschuhtechnik, Homecare, Rehatechnik, Rehasonderbau, Medical und Beatmung sowie Hilfsmittel für die respiratorische Therapie. Mit Ausnahme des in den Erlösen leicht rückläufigen Medical-Bereichs - das Vorjahr war pandemiebedingt wg. dem PSA-Geschäft außerordentlich gut - ist der Handelsbereich (Rehatechnik und Homecare) leicht gegenüber Vorjahr angestiegen. Der Handwerksbereich (Orthopädie-, Orthäpdieschuhtechnik und Rehasonderbau) ist deutlich über dem Marktdurchschnitt gewachsen. Der Gesamtumsatz der Auxilium-Gruppe ist leicht unter den Budgeterwartungen geblieben. Auftragslage und Auftragsentwicklung Der Auftragsbestand stellt eine gute Auslastung für die nächsten Monate sicher. Die Vollversorgung soll weiter ausgebaut werden. Die Auxilium-Gruppe weist für 2022 trotz rezessiver gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein erfolgreiches Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte aus. Ergebnis Das Geschäftsjahr 2022 konnte mit einem konsolidierten Jahresüberschuss von 9,3 Mio. EUR (Vorjahr 10,4 Mio. EUR) abgeschlossen werden und liegt damit leicht über dem Budget. Dieses Ergebnis wurde durch eine hohe Wiedereinsatzquote bei den Hilfsmittelversorgungen sowie eine hohe Kostendisziplin unterstützt. Ertragslage Die Ertragslage der Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2022 auf Basis eines organischen und anorganischen Wachstums positiv entwickelt. Bei einem Umsatzanstieg von 42,3 Mio. EUR (=16,5 %) und einem leicht unterproportionalen Anstieg der Betriebsaufwendungen 1 um 16,8 % konnte das operative Ergebnis der Gruppe (Gesamtleistung abzüglich der Betriebsaufwendungen) um 0,5 Mio. EUR auf 18,8 Mio. EUR leicht gesteigert werden. Absolut liegt der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) im Jahre 2022 ca. 31,0 Mio. EUR über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Roh-Marge liegt im Berichtsjahr bei 67,7 %, Optimierungen und Synergien im Bereich der Einkaufskonditionen und des Produkt- und Dienstleistungs-Portfolios haben sich positiv ausgewirkt. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist auf die Effekte aus der einmaligen konzerninternen Angleichung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) für Fallpauschalen bei der Luttermann Wesel GmbH im Vorjahr zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr leicht von 38,8 % auf 39,4 % gestiegen. Bei den übrigen Betriebsaufwendungen sind in den Abschreibungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Anstiege zu verzeichnen. Der Anstieg der Abschreibungen resultiert, neben den höheren Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte aufgrund von Unternehmensakquisitionen, insbesondere aus der Einbeziehung der Abschreibungen bei diesen erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die erfolgreiche Akquisitionsstrategie der Auxilium-Gruppe ist nachhaltig durch externe Finanzkredite und Gesellschafterdarlehen finanziert. Die Zinsaufwendungen hieraus sind um 0,3 Mio. EUR gestiegen, das Finanzergebnis beträgt im Berichtsjahr damit -2,6 Mio. EUR. Im Jahresergebnis sind darüber hinaus Abschreibungen von Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe 3,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR) enthalten. Vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen (Ukraine-Krise, hohe Inflation, Energiekrise u.a.) in 2022 ist der Monat Dezember und das Gesamtjahr 2022 unter Vorjahr abgeschlossen worden. Finanzlage Das operative Geschäft und notwendige Investitionen der Auxilium-Gruppe werden aus dem eigenen Cashflow finanziert, Unternehmensakquisitionen vorrangig aus langfristigen Finanzkrediten und Gesellschafterdarlehen. Der operative Cashflow betrug im Geschäftsjahr 2022 17,8 Mio. EUR, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit -14,6 Mio. EUR sowie der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 7,8 Mio. EUR. Der Bestand an liquiden Mitteln verringerte sich leicht im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr auf 2,1 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf 43,3 Mio. EUR gesunken. Die finanzwirtschaftliche Situation der Gruppe ist wie in den Vorjahren stabil. Die Einzelgesellschaften sind ihren Zahlungsverpflichtungen innerhalb der mit den Kreditinstituten und Lieferanten vereinbarten Darlehens- und Kontokorrentlinien sowie Zahlungszielen stets nachgekommen. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist entsprechend der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr um 6,5 % auf 191,1 Mio. EUR gestiegen. Insgesamt senkte sich das kurzfristige Vermögen zum 31.12.2022 um 15,0 Mio. EUR und beträgt 56,3 % der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen in Höhe von 82,2 Mio. EUR enthält neben den Sachanlagen in Höhe von 32,4 Mio. EUR auch Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 46,8 Mio. EUR. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von 9,3 Mio. EUR auf nunmehr 59,8 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 31,3 % (Vorjahr 27,8 %). Die Verbindlichkeiten sind mit dem Geschäftsvolumen um -0,1 Mio. EUR auf 95,3 Mio. EUR gesunken. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die periodengerechte Abgrenzung der Erlöse aus den Fallpauschalen und ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR angestiegen. 3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zum Zwecke einer vorausschauenden und nachhaltigen Unternehmenssteuerung verwendet die Auxilium-Gruppe neben den finanziellen Steuerungsgrößen auch nichtfinanzielle, sog. "weiche" Leistungsindikatoren. Hierzu zählen die hohen Versorgungs-, und Produktqualitätsansprüche sowie die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter. Hierfür werden Zielgrößen festgelegt und monatlich nachverfolgt. In regelmäßigen Abständen werden Maßnahmen definiert, mit deren Hilfe die nichtfinanziellen Indikatoren verbessert werden können. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Nur mit diesen sind wir imstande, den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, d.h. unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit die Kunden-/Patientenbedürfnisse und Wünsche zur höchstmöglichen Zufriedenheit zu erfüllen. Die Ausbildung und Qualifikation aller Mitarbeiter nimmt eine wichtige Stellung in unserer Firmenkultur ein. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 13485 garantiert ein umfassendes Aus- und Fortbildungswesen an allen Standorten, welches einem regelmäßigen Audit unterliegt. Umfassende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen fördern die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterschaft auf Dauer, die Sicherung einer anhaltend hohen Mitarbeitermotivation deren Leistungsbereitschaft. Unsere Mitarbeiter sind angehalten, energie- und ressourcensparend zu handeln. Dabei wird insbesondere auf den sorgsamen Umgang mit Energie, Wasser und Material geachtet. Bei der Entsorgung von Abfällen, die im Handelsbereich, im Werkstattbereich sowie in den für logistische Zwecke ausgelagerten Bereichen entstehen, werden die gesetzlichen Vorschriften bzw. Auflagen der Behörden beachtet und umgesetzt. III. Internes Kontrollsystem- und Risikomanagementsystem bezogen auf die Gruppe und den KonzernrechnungslegungsprozessDer Risikomanagement-Prozess unserer Gruppe ist ein elementarer Bestandteil des Management-Informations- und Überwachungs-Systems. Dieser umfasst sowohl die Erkennung sich bietender Geschäftschancen als auch die Identifikation, Analyse und Bewertung potentieller Risiken. Die Struktur und die Einschätzung der Risiken haben sich dabei im Gesundheitsmarkt gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die frühzeitige Erkennung von Risiken und die Veränderungen unseres Marktes und unserer Branche sind für uns von besonderer Bedeutung, um darauf aufbauend notwendige strategische Entscheidungen ableiten zu können. Es finden deshalb in verschiedenen, regelmäßig durchgeführten Managementmeetings sowie Abteilungsleitersitzungen Besprechungen über die rechtzeitige Erfassung und Bewertung von Risiken statt, um zeitnah hierauf reagieren zu können. Gleichzeitig werden Chancen analysiert und Umsetzungsmöglichkeiten geprüft. Es ist das Ziel, auf Veränderungen stets flexibel und situationsangemessen reagieren zu können. Die Steuerung und Überwachung der Auxilium-Gruppe erfolgt über ein ausgeprägtes Berichtswesen. Relevante Kennzahlen werden monatlich bzw. vierteljährlich zusammengestellt und den Budget- und Forecast-Werten gegenübergestellt. Abweichungen, die vordefinierte Grenzwerte über- oder unterschreiten, werden von uns im Detail analysiert. Ein strategischer Mittelfristplan stellt den Rahmen für unsere jährlichen Budgets dar. Die Unternehmensentwicklung wird regelmäßig zwischen Gruppenmanagement, lokalen Geschäftsführungen, Beirat und Gesellschaftern besprochen und Maßnahmen abgestimmt. Für alle Geschäftsbereiche und Gesellschaften gelten im Grundsatz einheitliche Richtlinien, die durch die Gruppen- und lokale Geschäftsführung festgelegt und deren Einhaltung im Rahmen des Berichtswesens durch die Geschäftsführung überwacht werden. Durch die Einbeziehung des Steuerungssystems in die alltägliche operative Arbeit sind alle wesentlichen Erfolgsfaktoren des Unternehmens stets transparent und beeinflussbar. Hierdurch werden mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt. Der Ansatz dient somit gleichzeitig als Risiko-Früherkennungssystem sowie als Managementinstrument zur Erreichung stetiger Effizienz- und Qualitätsverbesserungen. In der Auxilium-Gruppe ist darüber hinaus ein internes Kontrollsystem eingeführt und etabliert. Alle wesentlichen Vorgänge sind dem Vier-Augen-Prinzip unterworfen, und es wird auf effiziente Funktionstrennungen geachtet. Diese beiden Prinzipien werden sowohl in belegbasierten als auch in elektronischen Prozessen über Berechtigungskonzepte in den Softwaresystemen sowie entsprechend gestaltete Work-Flow-Prozesse stringent beachtet. Die Einhaltung dieser Vorgaben wird durch die Geschäftsleitung und das Controlling überwacht. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Chancen- und Risikobericht Unsere Unternehmensgruppe ist auf dem herausfordernden Gesundheitsmarkt tätig, der aufgrund des Kostendrucks fortlaufend Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen unterworfen ist. Gesundheitspolitische Entwicklungen können die Absatzmengen und damit den Unternehmenserfolg wesentlich beeinflussen. Der Preisdruck der Kostenträger auf die Marktteilnehmer wird weiterhin hoch sein. Für diese Herausforderungen sehen wir uns aufgrund unserer starken und weiterhin wachsenden Marktposition gut gerüstet. Hierfür ergreifen wir fortlaufend Maßnahmen zur Optimierung der Geschäftsprozesse und überwachen diese effizient. Hauptrisiko für die wirtschaftlichen Aussichten ist eine hohe globale Inflation, begleitet von einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Dies führt zu einer deutlichen Straffung der Geldpolitik in den entwickelten Volkswirtschaften und zu finanziellem Druck in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Zentralbanken auf der ganzen Welt erhöhen gleichzeitig die Zinssätze als Reaktion auf die Inflation. Dies könnte eine globale Rezession verursachen. Für Deutschland erwartet die Bundesbank einen Rückgang der Wirtschaft um 0,5 %. Beschaffungsseitige Risiken können durch eine stringente Einkaufspolitik minimiert werden. Hierzu gehören insbesondere die Sicherstellung einer hinreichend breiten Lieferanten-, Produkt- und Dienstleistungsstruktur sowie eine laufende Optimierung und Überwachung der Einkaufskonditionen. Die Gruppengeschäftsführung hat trotz der wellenförmig verlaufenden und dadurch anhaltenden Pandemielage durch den SARS-CoV-2-Virus gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe führen könnten. Seit Beginn der ersten Pandemiewelle im Frühjahr 2020 konnte sich die Wirtschaft weitestgehend erholen. Gerade zu Jahresbeginn jedoch wirkten sich Lieferengpässe, geringe Transportkapazitäten und die Sorge vor zunehmenden Neuinfektionen weiterhin negativ in bestimmten Branchen aus. So waren gerade am Jahresanfang fortlaufend Personalausfälle aufgrund von Isolations- und Quarantäne-Erfordernissen zu verkraften, die zu Beeinträchtigungen in den operativen Bereichen führen. Entsprechendes galt für zahlreiche Einrichtungen des Gesundheitswesens wie Krankenhäuser, Behandlungszentren, Ärzte sowie für Alters- und Pflegeheime, so dass die Behandlungs- und Betreuungskapazitäten beeinträchtigt waren. Dies wirkte sich indirekt ungünstig auf die Unternehmen der AUX-Gruppe aus. Trotz der mit der Pandemiebekämpfung verbundenen Einschränkungen konnte die AuxiliumGruppe aufgrund einer guten Diversifizierung ihres Produkt- und Dienstleistungsportfolios das Geschäft stabil und ertragreich fortentwickeln. Die Unternehmen der Auxilium-Gruppe wirken dem durch eine zielgenaue Beschaffungssteuerung, eine erhöhte Bevorratung mit beschaffungskritischen Produkten und durch eine hohe Wiedereinsatzquote bei den Hilfsmittelversorgungen entgegen. Ertragsstabilisierend wirken sich zudem eine hohe Kostendisziplin beim Personal und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Budget aus. Die Auxilium-Gruppe ist weiterhin mittelbar geopolitischen Risiken durch den Russland-Ukraine-Krieg ausgesetzt. Auch wenn Unternehmen der Auxilium-Gruppe mangels wirtschaftlicher Verflechtungen mit den kriegsführenden Ländern nicht direkt und unmittelbar von den Kriegsfolgen betroffen sind, wirken sich die indirekten Kriegsfolgen insbesondere infolge von Inflationstendenzen und gestörten Lieferketten auch auf unsere Unternehmen aus. Insbesondere ist die Auxilium-Gruppe von einem Anstieg der Energiekosten im stationären Bereich (Strom, Gas) und im Mobil-Bereich (Kfz) betroffen. Während im stationären Bereich (Strom, Gas) zum Teil längerfristige Verträge existieren, so dass sich die Kostendsteigerungen erst verzögert bzw. längerfristig auswirken, wirkt sich der Anstieg der Kraftstoffpreise unmittelbar negativ aus. Dem wird mit umfassenden Maßnahmen zur Begrenzung von Kostensteigerungseffekten begegnet. Maßnahmen zur Optimierung des Fuhrparkmanagements, Beeinflussung Tankverhalten (Zeiten, Preise), Optimierung Tourenplanung, besseres Terminmanagement, bessere Techniker-Vorbereitung, Vermeidung von Mehrfachanfahrten etc. Weiterhin führt eine erhöhte Vorratshaltung beschaffungskritischer Gütern zu einer vorübergehend erhöhten Kapitalbindung. Die hierfür erforderlichen finanziellen Ressourcen und Reserven sind in hinreichendem Maße vorhanden und bereitgestellt. Diese Maßnahmen stellen eine dauerhafte Versorgung unserer Patienten mit den benötigten medizinischen Hilfsmitteln sicher. Diese Kriegshandlungen haben grundsätzlich erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Europa und insbesondere dessen Energieversorgung. Aufgrund der durch die Europäische Union, durch die USA und viele weitere Länder erlassenen Wirtschaftssanktionen gegen die russische Föderation ist mit weiteren Unsicherheiten und Verwerfungen auf den Welt- und Binnenmärkten zu rechnen. Die angeführten Risiken haben nach Einschätzung der Gruppengeschäftsführung geringe bis mittlere Eintrittswahrscheinlichkeiten, die möglichen finanziellen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis sind nach unserer Einschätzung aufgrund der ergriffenen Maßnahmen zur Überwachung und Steuerung der Risiken überschaubar. Chancen sehen wir für die Unternehmensgruppe insbesondere in ihrer starken Marktposition als Komplettanbieter und in der weiterhin fokussierten Wachstumsstrategie. 2. Prognosebericht Der weltweite Kampf gegen die Inflation, Russlands Krieg in der Ukraine und ein Wiederaufleben von COVID-19 in China haben die Weltkonjunktur im Jahr 2022 belastet, und es wird mit einer weiteren Beeinflussung im Jahr 2023 gerechnet. Die größten Unsicherheitsfaktoren bleiben somit weiterhin der Verlauf des Russland-Ukraine-Kriegs und der Energiekrise sowie die Auswirkungen der hohen Inflation. In Abhängigkeit der weiteren Entwicklungen kann es zu Änderungen der in diesem Bericht beschriebenen Prognose der Gruppe für das Geschäftsjahr 2023 kommen. Bislang ist aus der Entwicklung des Auftragsbestands in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres nicht erkennbar, dass die beschriebenen Beeinträchtigungen sich negativ auf die Geschäftsentwicklung der Unternehmen der Auxilium-Gruppe auswirken. Die allgemeine Unsicherheit aufgrund der nicht antizipierbaren Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen stellt daher besondere Umstände dar, die die Prognosefähigkeit des Unternehmens bezogen auf die SARS-CoV-2-Pandemie beeinträchtigt. Am 3. Februar 2023 wurde die Gefährdung der Gesundheit der deutschen Bevölkerung durch die durch die COVID-19-Pandemie durch das Robert-Koch-Institut von "hoch" auf "moderat" herabgestuft. Nichtsdestotrotz werden weiterhin zur Identifizierung und Bewältigung möglicher Folgen der COVID-19-Pandemie in der Auxilium-Gruppe gesonderte Risk Assessment Pläne zum Schutz der Mitarbeiter und der Geschäftsbeziehungen eingesetzt, die sich in den vergangenen Jahren bewährt haben, unverändert fortgesetzt und überwacht werden. Daher berücksichtigen die im Folgenden und die in diesem Bericht beschriebenen Prognosen des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2023 nur begrenzt Auswirkungen resultierend aus der COVID-19-Pandemie. Wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch den Ukraine-Krieg können sich insbesondere bei der Beschaffung medizinischer Hilfsmittel ergeben. Sollten die Lieferketten hier nachhaltiger gestört werden und es in wichtigen Versorgungsbereichen zu Lieferengpässen kommen, die durch die bislang getroffenen Maßnahmen der Sonder-Bevorratung und des erhöhten Wiedereinsatzes von medizinischen Hilfsmitteln nicht kompensiert werden könnten, kann es auch diesbezüglich zu Änderungen der in diesem Bericht beschriebenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 kommen. Entsprechendes gilt, wenn die durch den Krieg zusätzlich ausgelösten Preissteigerungseffekte nicht durch eine sachgerechte Anpassung von gegenüber den Kostenträgern abzurechnenden Leistungsentgelten ausgeglichen oder zumindest abgemildert werden könnten (Preisrigiditäten). Wir haben in den vergangenen Geschäftsjahren wie im Berichtsjahr fortlaufend stark in unser Personal investiert sowie unsere Vertriebskonzepte gefestigt und stetig weiterentwickelt. Die Auxilium-Gruppe hat den Anspruch, ihre Marktstellung, ihr Leistungsprofil und die Qualität Ihrer Leistungen stetig zu verbessern. Aus diesem Grund plant die Auxilium-Gruppe angesichts zu erwartender weiterer Reformbestrebungen im Gesundheitswesen, auch in den kommenden Jahren in diesem Marktsegment gezielt durch Akquisitionen und Ausweitung der Produktlinien zu wachsen und Synergieeffekte und Optimierungsmöglichkeiten zu nutzen. Unter Berücksichtigung der genannten Prämissen und weiterer geplanter Expansionsvorhaben wird für das Geschäftsjahr 2023 trotz des weiterhin geltenden hohen Preisdrucks eine Steigerung von Umsatz und Jahresergebnis erwartet. Die Gruppe rechnet dabei mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich und einem Ergebnis im einstelligen Prozentbereich leicht unter Vorjahr. Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen u.a. die Entwicklung der Personalfluktuation sowie die Gesundheitsquote. Beide weisen einen stabilen bis positiven Verlauf auf. Aufgrund der beschriebenen Krisensituationen sind wesentlich detailliertere Prognosen nicht möglich. Die Geschäftsführung wird die Unternehmensstrategie wie auch mögliche konkrete Maßnahmen als Reaktion auf die aktuellen Krisensituationen für die Auxilium GmbH und ihre Beteiligungsunternehmen fortlaufend prüfen. V. Risikoberichtserstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDie Auxilium-Gruppe verwendet Finanzinstrumente ausschließlich in Form eines Zinscaps zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Beim Zinscap wird die maximale Zinsbelastung des zinsvariablen Darlehens auf Basis des 3-Monats-Euribor zuzüglich der Finanzierungsmarge fixiert, statt variable gegen fixe Zinszahlungen, wie beim Zinsswap, zu tauschen. Das Unternehmen nutzt so die Möglichkeit, an niedrigen 3-Monats-Euribor Zinsen zu partizipieren.
Essen, 12. Juni 2023 Auxilium GmbH Ralf Alexander Ledda, Geschäftsführer Jean Günther Charton, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine AngabenDie Konsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse erfolgt auf Ebene der Auxilium GmbH, Essen, als Mutterunternehmen gemäß § 290 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRB 23776 registriert. Die Muttergesellschaft, die die Rolle einer Holding-Gesellschaft einnimmt, ist als kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB einzustufen. Als Konsolidierungsstichtag wird der Abschlussstichtag des Mutterunternehmens zugrunde gelegt; alle in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse lauten ebenfalls auf dieses Datum. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 7. Dezember 2022 veröffentlicht. Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtsjahr geändert. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Vorjahresangaben in Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2022 werden sowohl dort als - soweit erforderlich - auch in diesem Konzernanhang die Werte zum 31. Dezember 2022 bzw. für 2022 jeweils vor und nach Änderung des Konsolidierungskreises dargestellt. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben dem Jahresabschluss der Auxilium GmbH die Einzelabschlüsse von 14 inländischen Unternehmen einbezogen. Im Einzelnen handelt es sich dabei um:
Die Luttermann GmbH, die ThiesMedicenter GmbH, die Reha aktiv 2000 GmbH, die Sanitätshaus o.r.t. GmbH, die MEDITECH Sachsen GmbH, die Steinke Orthopädie-Center GmbH, die Sanitätshaus Schütt und Jahn GmbH, die Gehrmeyer Orthopädie- und Rehatechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die Luttermann Wesel GmbH, die Sanitäts Online SO GmbH, die WKM Medizintechnik GmbH, die WKM Medizintechnik und Sauerstoff-Therapie GmbH, die SC Sanitätshaus Carstens GmbH und die AUX OC GmbH sind durch Ergebnisabführungsverträge mit der Muttergesellschaft verbunden und werden vollkonsolidiert. Die MEDITECH Produktions GmbH und die Luttermann & Summen Orthopädieschuhtechnik GmbH sind im Berichtsjahr auf ihre vorherige Muttergesellschaft (die wiederum Tochtergesellschaft der Auxilium GmbH ist) verschmolzen worden. Auf die At-Equity-Konsolidierung der Jahresabschlüsse der assoziierten WKS GmbH & Co. KG, Neumünster (2021 1 : Eigenkapital T€ 237/ Jahresergebnis T€ 1/ Anteile am Kommanditkapital 33,33 %) und der WKS Verwaltungs GmbH, Neumünster (2021 2 : Eigenkapital T€ 13/ Jahresergebnis T€ -1,1/ Beteiligungsquote 25 %) ist unter Hinweis auf die Regelung des § 311 Abs. 2 HGB verzichtet worden, da die Gesellschaften aufgrund der geringen Unterschiede zwischen den Buchwerten der Beteiligungen und dem jeweiligen anteiligen Eigenkapital der Gesellschaften für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen machen von dem Wahlrecht des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und verzichten jeweils auf die Aufstellung von Anhängen und Lageberichten sowie auf die Prüfung und die Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung für Anteile an Tochterunternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Die Beteiligungsbuchwerte an den Tochterunternehmen werden mit dem neubewertetem Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Die Ermittlung der Unterschiedsbeträge wurde auf den jeweiligen Stichtag der Erstkonsolidierung vorgenommen. Im Rahmen der Neubewertung aus der Erstkonsolidierung der Luttermann GmbH und der ThiesMedicenter GmbH wurden stille Reserven betreffend Geschäftsgrundstücke und -gebäude in einer Gesamthöhe von 1,3 Mio. € aufgedeckt und aktiviert. Ferner wurden im Zuge der Erstkonsolidierung der Steinke Orthopädie-Center GmbH stille Reserven aus den in der Vergangenheit doppelt erfassten bzw. längst verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 163 sowie stille Lasten aus uneinbringlichen Forderungen in Höhe von T€ 98 aufgedeckt und insgesamt als Minderung des resultierenden Geschäfts- und Firmenwertes erfasst. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises sind gegeneinander aufgerechnet worden. Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so sind für eine sich ergebende Steuerbelastung passive latente Steuern und für eine sich ergebende Steuerentlastung aktive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt worden. Eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern findet nicht statt. Ebenso findet keine Saldierung von latenten Steuern gem. § 306 HGB mit latenten Steuern nach § 274 HGB statt. Die latenten Steuern wurden auf Basis eines pauschalisierten Steuersatzes in Höhe von 30 % ermittelt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung angesetzt. Diese betreffen zum einen entgeltlich erworbene Rechte, die planmäßig über eine Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahre abgeschrieben werden. Zum anderen sind innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten. Die in den Vorjahren entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen der Luttermann GmbH (31.12.2022: T€ 0/ letztmalige Abschreibung in 2018), der Reha aktiv 2000 GmbH (31.12.2022: T€ 249) und der Sanitätshaus o.r.t. GmbH (31.12.2022: T€ 34) werden jeweils unter Anwendung des Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB weiterhin über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Für den Firmenwert eines von MEDITECH Sachsen GmbH in 2016 übernommenen Unternehmens (31.12.2022: T€ 4) und den Firmenwert der Steinke Orthopädie-Center GmbH (31.12.2022: T€ 148), welcher aus einem Unternehmenserwerb aus dem Jahr 2016 stammt, wurde gem. § 253 Abs. 3 S. 3-4 HGB eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt, da diese nicht verlässlich geschätzt werden konnte. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über 20 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere die langfristigen stabilen Kundenbeziehungen mit den jeweiligen Krankenkassen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode entsprechend der individuellen Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegüter. Geräte, die mehrfach bei den Patienten eingesetzt werden können und entsprechend mit Fallpauschalen vergütet werden, dienen der dauerhaften Nutzung und werden daher im Sachanlagevermögen aktiviert und über die Nutzungsdauer von vier bis sieben Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die Beteiligungen und Ausleihungen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erforderlicher Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen auf die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den entsprechenden Nominalbeträgen bilanziert. Die in den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die geleisteten Anzahlungen werden mit den entsprechenden Nominalbeträgen bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Das Eigenkapital wird zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Der auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesene Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens berücksichtigt den Teil der Anschaffungskosten der mit Fördermitteln angeschafften Anlagengegenstände, der sich bis zum Bilanzstichtag nicht erfolgswirksam ausgewirkt hat. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt gemäß den zugrundeliegenden Nutzungsdauern. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck bewertet. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren (1,78 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren (1,44 %) beträgt zum Stichtag insgesamt T€ 18 und unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Ferner wurden der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Renten- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % in Bezug auf ca. 30% der Pensionsrückstellungen (vor Verrechnung von Aktivwerten) bzw. von 1,0 % in Bezug auf ca. 70% der Pensionsrückstellungen zugrunde gelegt. Zum Bilanzstichtag wurden mit Zeitwerten bewertete verpfändete Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von T€ 297 (Sonstige Vermögensgegenstände) mit den durch diese gedeckten Pensionsverpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages von T€ 201 saldiert, da diese ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen). Der aus dieser Saldierung entstehende Aktivüberhang in Höhe von T€ 96 wird auf der Aktivseite unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen beinhalten einerseits auf der Ebene der Auxilium GmbH (Organträger) die für das Geschäftsjahr 2022 erwarteten, noch nicht veranlagten Steuern der Organschaft. Andererseits sind hierin Steuerrückstellungen aus den konsolidierten Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften aus vororganschaftlicher Zeit enthalten. Diese werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen bilanziert. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Diese bilden sämtliche gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtungen ab, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Es werden grundsätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken, die im Rahmen der Finanzierung entstehen. Diese werden nicht in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB eingezogen. Für Derivate, die zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert aufweisen, werden Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen und Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand oder Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Dabei enthält der passive Abgrenzungsposten Teile der Umsatzerlöse, die aus mehrjahresbezogenen Fallpauschalen resultieren. Die hieraus abgegrenzten Erlöse werden in den beiden folgenden Jahren jeweils zur Hälfte in Anspruch genommen. Bestehen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so sind für eine sich ergebende Steuerbelastung passive latente Steuern und für eine sich ergebende Steuerentlastung aktive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt worden. Eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern findet nicht statt. Ebenso findet keine Saldierung von latenten Steuern gem. § 274 HGB mit latenten Steuern nach § 306 HGB statt. Die latenten Steuern wurden auf Basis eines pauschalisierten Steuersatzes in Höhe von 30 % ermittelt. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten im Konzernanlagevermögen sind als Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Die Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in 2022 entspricht (neben den Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 3.314) im Wesentlichen dem derivativen Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der SC Sanitätshaus Carstens GmbH, Stuttgart, (T€ 2.246). Bezüglich der Wertpapiere des Anlagevermögens bestehen Verfügungsbeschränkungen aufgrund einer Verpfändung. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gehören mit T€ 56 (31.12.2021: T€ 44) zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 22 (31.12.2021: T€ 27) zu den sonstigen Vermögensgegenständen. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben T€ 22 (31.12.2021: T€ 14) und von den sonstigen Vermögensgegenständen T€ 150 (31.12.2021: T€ 166) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bezüglich der Wertpapiere des Umlaufvermögens bestehen Verfügungsbeschränkungen aufgrund einer Verpfändung. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden unter anderem Disagiobeträge von T€ 0 (31.12.2021: T€ 0) ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern sind latente Steuern nach § 274 HGB und resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerrecht beim Anlagevermögen und dem Sonderposten für Investitionszuschüsse sowie bei den Urlaubs- und Pensionsrückstellungen. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten ( aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung) wurden folgende Werte ermittelt:
Der Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte in Höhe von T€ 297 (= fortgeführte Anschaffungskosten) entfällt vollständig auf Rückdeckungsversicherungen der Allianz Lebensversicherung AG. Der beizulegende Zeitwert für die jeweiligen Rückdeckungsversicherungen wird aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet. Dieser entspricht gleichzeitig den fortgeführten Anschaffungskosten und dem steuerlichen Aktivwert des Deckungsvermögens. Die verpfändeten Spareinlagen werden zum Nennwert bewertet und stellen zugleich die Anschaffungskosten und den Zeitwert des Deckungsvermögens dar. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung dargestellt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Angaben in Klammern stellen Vorjahreswerte dar):
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beläuft sich auf T€ 43.093 (31.12.2021: T€ 44.856) und betrifft überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben der jeweiligen Art und Form der Sicherheiten sind im Folgenden benannt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 3 (31.12.2021: T€ 3) gehören, wie auch zum Vorjahresstichtag, zu den sonstigen Verbindlichkeiten betreffend die ausstehenden Kapitaleinlagen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 35.012 (31.12.2021: T€ 34.561) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Gesellschafterdarlehen enthalten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Verbindlichkeiten aus Steuern T€ 2.549 (31.12.2021: T€ 2.357) sowie auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 65 (31.12.2021: T€ 66). Die passiven latenten Steuern sind latente Steuern nach § 306 HGB aufgrund der Aufdeckung von stillen Reserven bei Gebäuden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung sowie latente Steuern nach § 274 HGB resultierend aus Bewertungsunterschieden zwischen Handel- und Steuerrecht betreffend bestimmte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die latenten Steuersalden entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt (in T€):
Die Auxilium-Gruppe verwendet derivative Finanzinstrumente ausschließlich in Form von Zinscaps zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Hier wurde bei einem Konsortialdarlehen mit variabler Verzinsung im Jahr 2015 ein Zinsswap durch ein Zinscap ersetzt. Beim Zinscap wird die maximale Zinsbelastung des zinsvariablen Darlehens auf Basis des 3-Monats-Euribor zuzüglich der Finanzierungsmarge fixiert, statt variable gegen fixe Zinszahlungen, wie beim Zinsswap, zu tauschen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, an niedrigen 3-Monats-Euribor Zinsen zu partizipieren. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert der derivativen Finanzinstrumente.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Leasing- und Mietvereinbarungen von insgesamt T€ 34.320 (31.12.2021: T€ 30.737). Die ThiesMedicenter GmbH hat zugunsten des assoziierten Unternehmens WKS GmbH & Co. KG für Kontokorrente Bürgschaften gegenüber der Hypo-Vereinsbank in Höhe von T€ 27 (Vorjahr T€ 27), gegenüber der Sparkasse Mittelholstein in Höhe von T€ 203 (31.12.2021: T€ 203) und gegenüber der Volksbank Itzehoe in Höhe von T€ 43 (31.12.2021: T€ 43) sowie weitere Bürgschaften gegenüber Vermietern und Krankenkassen in Höhe von T€ 245 (31.12.2021: T€ 245) übernommen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht von einer Nichtinanspruchnahme aus, da sämtlichen Verpflichtungen vollumfänglich und fristgerecht nachgekommen wird. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse entfallen überwiegend auf Handelswaren mit rd. € Mio. 227 (2021: € Mio. 221) und auf den handwerklichen Bereich mit rd. € Mio. 71 (2021: € Mio. 67). Ferner wurden Umsatzerlöse aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von T€ 169 (2021: T€ 164) sowie aus sonstigen Dienstleistungen in Höhe von T€ 83 (2021: T€ 0) erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse werden fast überwiegend in Deutschland erzielt. Es entfallen lediglich knapp T€ 123 (2021: T€ 90) auf Auslandsumsätze. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen liegen nicht vor. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von T€ 432 (2021: T€ 430) enthalten. Periodenfremde Erträge sind in Höhe von T€ 919 im Geschäftsjahr 2022 zustande gekommen und betreffen im Wesentlichen Mehrerträge aus Kundenboni 2021 (T€ 686), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 196) sowie Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen aus Vorjahren (T€ 37). Periodenfremde Aufwendungen im Geschäftsjahr 2022 bestehen in Höhe von T€ 779 und betreffen im Wesentlichen mit T€ 700 Steuerrückstellungen für die Jahre 2016 bis 2019 sowie mit T€ 63 Forderungsverluste aus Insolvenzen. In den Zinserträgen sind solche aus der Abzinsung von Rückstellungen von T€ 5 (2021: T€ 0) enthalten. In den Zinsaufwendungen sind solche aus der Aufzinsung von Rückstellungen von T€ 18 (2021: T€ 25) enthalten. Zur Saldierung der Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellung mit den Erträgen des Deckungsvermögens siehe Erläuterung zum aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Zuführung zu den aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 171 (2021: T€ 514) und aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von T€ 19 (2021: T€ 18), denen Aufwendungen aus der Auflösung aktiver latenter Steuern in Höhe von T€ 196 (2021: T€ 50) und aus der Zuführung zu den passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 8 (2021: T€ 4) gegenüberstehen, enthalten. Das für die Abschlussprüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 203 (2021: T€ 170). Weitere Leistungen neben der Abschlussprüfung sind vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2022 nicht erbracht worden. Sonstige AngabenArbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2.909 (2021: 2.692) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 2.105 (2021: 1.920) Angestellte und 804 (2021: 772) gewerbliche Mitarbeiter. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds in Höhe von T€ -22.334 (2021: T€ -17.632) setzt sich zusammen aus flüssigen Mitteln in Höhe von T€ 2.070 (2021: T€ 2.543) sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentverbindlichkeiten) in Höhe von T€ 24.404 (2021: T€ 20.175). Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel Die Auxilium GmbH weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 einen Bilanzgewinn von T€ 54.587 aus. Die Geschäftsführung der Auxilium GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung und Beirat Die Geschäftsführung obliegt Herrn Kaufmann Jean Günther Charton, Essen, der zugleich Geschäftsführer der Luttermann GmbH, Essen, ist, und seit dem 1. Oktober 2022 Herrn Kaufmann Ralf Ledda (Vorsitzender Geschäftsführer/CEO), Albstadt, der hauptberuflich Geschäftsführer der Auxilium GmbH ist. Herr Markus Lorth, Bonn, ist zum 31. Dezember 2022 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet. Die Auxilium GmbH hat einen Beirat, auf den satzungsgemäß § 52 GmbHG und die darin genannten Bestimmungen des AktG keine Anwendung finden. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten dem Beirat folgende Personen an:
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Bezüge in Form von Aufwandsentschädigungen an Beiratsmitglieder in Höhe von insgesamt T€ 94 (brutto; Vorjahr T€ 71) erfasst. Offenlegung Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht 2022 werden nach § 325 HGB elektronisch beim Unternehmensregister eingereicht und bekannt gemacht. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 der Auxilium GmbH auf neue Rechnung vorzutragen und dem bestehenden Gewinnvortrag der vergangenen Geschäftsjahre zuzurechnen. Der Konzernabschluss der Auxilium GmbH wird in den Konzernabschluss der HAL Trust, c/o Conyers, Dill & Pearman, Clarendon House, 2 Church Street, Hamilton, Bermuda, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Dieser wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Auxilium GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis auf. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Auxilium-Gruppe nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 haben sich nicht ergeben.
Essen, den 12. Juni 2023 Auxilium GmbH Jean Günther Charton, Geschäftsführer Ralf Ledda, Geschäftsführer
1 Der Einzelabschluss 2022 der WKS GmbH &
Co. KG, Neumünster liegt voraussichtlich Mitte Juni
2023 vor.
Entwicklung des Konzernanlagevermögens in 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Auxilium GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Auxilium GmbH, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Auxilium GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 19. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Heike Böhle, Wirtschaftsprüferin ppa. Andreas Seifert, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 29.06.2023 gebilligt. |
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