Gasversorgung Garbsen GmbH

Kochslandweg 18, 30823 Garbsen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 110007
Vorher
Gasversorgung Garbsen Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
2.3.1954
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenGasverteilung durch RohrleitungenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Die Planung, die Errichtung und der Betrieb energiewirtschaftlicher Anlagen zur öffentlichen Versorgung mit Gas und Wärme.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Diana Scheufler
seit 31.1.2024
Prokura
Detlef Grunwald
seit 7.10.2020
Prokura
Daniel Wolter
seit 7.9.2020
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gasversorgung Garbsen Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Garbsen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen der Gasversorgung Garbsen GmbH

Gesellschafter der Gasversorgung Garbsen GmbH, Garbsen, (GVG) als Teil der Unternehmensgruppe Stadtwerke Garbsen ist mit einem Anteil von 100 Prozent die Stadtwerke Garbsen GmbH, Garbsen (SWG).

Mit Pachtvertrag vom 27. Mai 2019 hat die GVG alle netzdienlichen Aufgaben zum 1. Januar 2020 an die LeineNetz GmbH, Neustadt, (LNG) im Rahmen eines Pachtmodells übertragen. Dazu pachtet die LNG das Gasnetz der GVG. Während der Laufzeit der Pachtverträge zwischen der GVG und der LNG ruhen die Rechte und Pflichten aus dem Betriebsführungsvertrag mit der SWG. Die weiterhin erforderlichen Betriebsführungsaufgaben werden von der LNG erbracht. Für das verpachtete Anlagevermögen erhält die GVG einen jährlichen Pachtzins.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2020 hat die SWG ihr technisches und kaufmännisches Personal an LNG übertragen. Durch diese Übertragung entfallen die bislang vereinbarten Betriebsführungsaufgaben der SWG.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der GVG war im Berichtsjahr geprägt von der Umsetzung der umfangreichen gesetzlichen Vorgaben und die Umsetzung der Verpachtung des Netzes an die LNG.

Folgende Leistungsindikatoren dienen zur Steuerung des Unternehmens:

Pachtzins (abgeleitet aus der genehmigten Erlösobergrenze)

Finanzierung der erforderlichen Investitionen

Ergebnis nach Steuern

Die tatsächlich erzielten Erlöse aus der Pacht betrugen im Berichtsjahr erwartungsgemäß 1.650 TEUR (Vorjahr 1.597 TEUR).

Die Finanzierung der erforderlichen Investitionen von 872 TEUR (Vorjahr 688 TEUR) war durch die erwirtschafteten Abschreibungen von 406 TEUR (Vorjahr 399 TEUR) und Darlehen von 2.000 TEUR (Vorjahr 2.000 TEUR) gewährleistet.

Der Jahresüberschuss von 1.036 TEUR (Vorjahr 1.053 TEUR) übersteigt leicht die Prognose aus dem Vorjahr von rund 955 TEUR. Der geringe Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus höheren übrigen betrieblichen Aufwendungen.

Zusammenfassend ist der Verlauf des Geschäftsjahres und das Ergebnis als zufriedenstellend zu bezeichnen.

2. Darstellung und Analyse der Lage

2.1 Ertragslage

Die Ertragslage der GVG wurde im Geschäftsjahr 2022 überwiegend von den Pachterlösen, den Abschreibungen, den Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie den Dienstleistungen der LNG bestimmt.

Die nachfolgende, abweichend von der handelsrechtlichen Gliederung, aufgestellte Übersicht zeigt die wichtigsten Erlös- und Kostenpositionen:

2022
T€
2021
T€
Veränderung
T€
Pachterlöse 1.626 1.574 52
Erlöse aus Netzentgelten (ohne Konzessionsabgabe) 1 7 -6
Rohertrag 1.627 1.581 46
Betriebsführungsaufwand LNG 50 48 2
Übrige betriebliche Aufwendungen 141 155 -14
Übrige betriebliche Erträge 100 171 -71
Abschreibungen 406 399 7
Betriebsergebnis 1.130 1.150 - 20
Zinsergebnis -94 -97 3
Ergebnis nach Steuern 1.036 1.053 - 17

Der jährliche Pachtzins ergibt sich unter Heranziehung des von der Regulierungsbehörde genehmigten Ausgangsniveaus aus der Summe der kalkulatorischen Abschreibungen, der kalkulatorischen Eigenkapitalverzinsung, der kalkulatorischen Gewerbesteuer und der Aufwendungen aus Anlagenabgängen zuzüglich des Kapitalkostenaufschlags und abzüglich des Kapitalkostenabzugs sowie abzüglich der jährlichen Auflösung der Baukostenzuschüsse. Die Pachterlöse betrugen im Berichtsjahr 1.626 TEUR.

Vom Jahresergebnis über 1.036 TEUR werden wirtschaftlich begründet 750 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der verbleibende Betrag von 286 TEUR wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt.

2.2 Finanzlage

Nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zusammengefasst und in Gegenüberstellung zu den Vorjahreszahlen zeigt die Bilanz das nachfolgende Bild:

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
T€ % T€ % T€
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen 6.845 93,2 6.379 96,7 466
Kurzfristig gebundenes Vermögen 501 6,8 217 3,3 284
7.346 100,0 6.596 100,0 750
Passiva
Eigenmittel 4.394 59,8 3.644 55,3 750
Empfangene Ertragszuschüsse 1 0,0 10 0,1 -9
Langfristige Verbindlichkeiten 2.000 27,3 2.000 30,3 0
Langfristig verfügbare Mittel 6.395 87,1 5.654 85,7 741
Kurzfristige Fremdmittel 951 12,9 942 14,3 9
7.346 100,0 6.596 100,0 750

Die Eigenkapitalrendite (Jahresergebnis im Verhältnis zum Eigenkapital zzgl. der Ertragszuschüsse) beträgt 23,6 Prozent (Vorjahr 28,8 Prozent).

Die Bilanzsumme erhöht sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag bei unterschiedlicher Entwicklung im Einzelnen um 11,4 Prozent auf 7.346 TEUR.

Auf der Passivseite erhöhen sich die kurzfristen Fremdmittel um 9 TEUR wegen höherer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Aus der Gegenüberstellung von langfristig gebundenem Vermögen und langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln ergab sich zum 31. Dezember 2022 eine Unterdeckung von 450 TEUR (Vorjahr: Unterdeckung von 725 TEUR). Der Grundsatz, nach dem das langfristig gebundene Vermögen durch entsprechend langfristig zur Verfügung stehende Mittel gedeckt sein soll, war somit zum Stichtag nicht vollständig gewahrt.

2.3 Investitionen

Die Gesellschaft investierte im Berichtsjahr vor Abzug von Zuschüssen 872 TEUR.

In den Netzen der GVG wurden überwiegend Erdgashausanschlüsse erstellt sowie Netzteile erneuert. Des Weiteren wurde in die Modernisierung von Besprechungsräumen des Kochslandweg 22, Garbsen, investiert.

Zur Finanzierung der Investitionen und der planmäßigen Darlehenstilgungen standen Finanzierungsmittel aus Abschreibungen, erhaltenen Investitionszuschüssen und Fremdmittel zur Verfügung.

2.4 Liquidität

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist geordnet, die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf 350 TEUR (Vorjahr 121 TEUR).

Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten bestehen zum 31. Dezember 2022 unverändert in Höhe von 2.000 TEUR fort. Neue Darlehen wurden nicht aufgenommen.

Die kurzfristige Geldanlage und -aufnahme im Rahmen des Verrechnungsverkehrs mit dem Gesellschafter SWG erfolgte zu marktüblichen Konditionen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Mit der Verpachtung des Netzes seit dem 1. Januar 2020 an die LNG hat diese Gesellschaft als Pächter auch das Risiko des Netzbetriebes auf Basis der genehmigten Erlösobergrenzen abzüglich der an die GVG zu entrichtenden Pacht übernommen. Es ist zu erwarten, dass die kalkulatorischen Zinsen für die vierte Regulierungsperiode im Rahmen der Anreizregulierung weiter sinken werden und dadurch das Pachtergebnis belastet wird.

Zusammenfassend ist deshalb festzustellen, dass aufgrund der erwarteten Pachterlöse für das Jahr 2023 von 1.440 TEUR ein Ergebnis nach Steuern von 725 TEUR erwartet wird.

Zur Finanzierung der geplanten Investitionen von 885 TEUR stehen Finanzierungsmittel aus Abschreibungen und Fremdmittel zur Verfügung.

2. Chancenbericht

Als reine Verpächtergesellschaft hängt das Ergebnis der GVG vom Investitionsvolumen und den daraus zu erzielenden kalkulatorischen Kapitalkosten ab. Ein höheres Investitionsvolumen führt zu höheren kalkulatorischen Kapitalkosten und somit zu einem verbesserten Ergebnis.

3. Risikobericht

Aufgrund der Kooperation der SWG sowie der Stadtnetze Neustadt a. Rbge. GmbH & Co. KG mit der LNG zum 1. Januar 2020, die zu einer umfassenden organisatorischen Umstrukturierung geführt hat, war auch das unternehmensübergreifende Risikomanagement vollständig zu überarbeiten. Als wesentliche Aufgabe dabei waren die unterschiedlichen Risikomanagementsysteme zu harmonisieren und in diesem Schritt auch gleich aufgrund gestiegener Anforderungen zu modernisieren.

Vor dem Hintergrund der erhöhten Inflationsraten und der andauernden geopolitischen Risiken wird das Jahr 2023 von wirtschaftlichen Unsicherheiten gekennzeichnet sein. Einer Ergebnisbelastung aufgrund höherer Volatilitäten auf den Kapital- und Energiemärkten, weiter steigender geopolitischer Risiken sowie einer daraus resultierenden Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Erholung wird sich die GVG nicht vollständig entziehen können. Unter der Prämisse, dass das Kriegsgeschehen des Ukraine-Krieges weiterhin lokal begrenzt bleibt, erwarten wir derzeit jedoch keine wesentlichen Abweichungen von dem geplanten Ergebnis in Höhe von rd. 725 TEUR. Die aktuellen Prognosen der Bundesregierung zur geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zum Pandemieverlauf stützen diese Einschätzung.

 

Garbsen, 31. März 2023

Daniel Wolter, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktivseite

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.438.836,45 1.349.237,82
2. Technische Anlagen und Maschinen , 5.293.855,52 4.887.329,50
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 109.245,82 125.646,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 2.725,38 16.194,61
6.844.663,17 6.378.408,60
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 511,29
511,29 511,29
6.845.174,46 6.378.919,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 85,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84.428,94 12.058,03
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.301,72 10.717,43
3. Sonstige Vermögensgegenstände 25.351,00 73.175,50
151.166,66 95.950,96
III. Guthaben bei Kreditinstituten 349.925,01 121.149,91
501.091,67 217.100,87
7.346.266,13 6.596.020,76

Passivseite

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
II. Kapitalrücklage 1.917.485,41 1.917.485,41
III. Andere Gewinnrücklagen 1.726.885,20 976.885,20
4.394.370,61 3.644.370,61
B. Empfangene Ertragszuschüsse 1.225,00 9.868,00
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 20.219,00 19.375,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 2.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 138.779,57 97.377,55
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 785.253,21 818.200,50
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.418,74 6.829,10
2.930.451,52 2.922.407,15
7.346.266,13 6.596.020,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.721.522,53 1.719.213,65
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.566,60 32.289,45
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.147,67 75.302,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 79.389,16 66.391,67
80.536,83 141.693,67
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 405.541,58 398.939,38
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 110.479,97 68.264,41
6. Erträge aus Beteiligungen 0,15 0,48
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,15 (Vorjahr: EUR 0,48)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 94.105,41 97.350,03
- davon an verbundene Unternehmen EUR 2.652,64 (Vorjahr: EUR 5.897,24)
-94.105,26 -97.349,55
8. Ergebnis nach Steuern 1.036.425,49 1.045.256,09
9. Sonstige Steuern 320,61 -7.558,43
286.104,88 552.814,52
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn
11. Jahresüberschuss 750.000,00 500.000,00
12. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 750.000,00 500.000,00
13. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Gasversorgung Garbsen GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Sie hat ihren Sitz in Garbsen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HR B-Nr. 110007 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft aufgestellt.

Die Gesellschaft ist nach § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und führt ausschließlich die Tätigkeit Gasverteilung aus. Der aufgestellte Jahresabschluss entspricht insofern grundsätzlich dem Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit Gasverteilung.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten; die planmäßigen linearen Abschreibungen basieren auf den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern (Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken: 10-50 Jahre; Technische Anlagen und Maschinen: 1-35 Jahre; Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5-19 Jahre). Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Die erhaltenen Investitionszuschüsse werden direkt von den Anschaffungskosten der entsprechenden Sachanlagen abgesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Für geringwertige Anlagegüter werden die unterschiedlichen steuerlichen Vereinfachungsregeln angewendet.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Im Berichtsjahr sind Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber dem Gesellschafter aufgrund der erfüllten Saldierungsvoraussetzungen miteinander verrechnet worden.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die bis zum 31. Dezember 2002 erhaltenen Anschlusskostenbeiträge werden als empfangene Ertragszuschüsse (BKZ) passiviert und jährlich mit 5,0 % der Ursprungsbeträge ertragswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin Stadtwerke Garbsen GmbH aus dem Verrechnungsverkehr. Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 2 TEUR sind im Geschäftsjahr 2022 mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert worden.

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 750 TEUR.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Jahresabschlusskosten.

Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeiten
Gesamt
bis zu 1 Jahr
mehr als 1 Jahr
davon mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 0,00 2.000.000,00 2.000.000,00
Vorjahr 2.000.000,00 0,00 2.000.000,00 2.000.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 138.779,57 138.779,57 0,00 0,00
Vorjahr 97.377,55 97.377,55 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 785.253,21 785.253,21 0,00 0,00
Vorjahr 818.200,50 818.200,50 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 6.418,74 6.418,74 0,00 0,00
Vorjahr 6.829,10 6.829,10 0,00 0,00
Gesamt 2.930.451,52 930.451,52 2.000.000,00 2.000.000,00
Vorjahr 2.922.407,15 922.407,15 2.000.000,00 2.000.000,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten vornehmlich Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Fremdleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin Stadtwerke Garbsen GmbH. Sie betreffen in Höhe von 286 TEUR (Vorjahr: 553 TEUR) die Gewinnabführung sowie in Höhe von 75 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von 424 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aus dem Finanzverkehr.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Während der Laufzeit der Pachtverträge zwischen der Gasversorgung Garbsen GmbH und der LeineNetz GmbH ruhen die Rechte und Pflichten aus dem Betriebsführungsvertrag mit der Stadtwerke Garbsen GmbH und es werden dementsprechend keine Zahlungen fällig.

Die weiterhin erforderlichen Betriebsführungsaufgaben werden von der LeineNetz GmbH erbracht. Für das verpachtete Anlagevermögen erhält die Gasversorgung Garbsen GmbH einen jährlichen Pachtzins.

Von den Umsatzerlösen entfallen auf die Pacht- und Mieterträge 1.650 TEUR (Vorjahr: 1.597 TEUR), auf Netzentgelte 1 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR), auf die Auflösung von empfangenen Ertragszuschüssen 9 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR), auf die Mehr- und Mindermengenabrechnung -57 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR) sowie 119 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR) auf sonstige Umsatzerlöse. In den Umsatzerlösen wurden 56 TEUR periodenfremde Aufwendungen (Vorjahr: 80 TEUR periodenfremde Erträge) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 6 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR). Darin enthalten sind periodenfremde Erträge von 3 TEUR (Vorjahr 8 TEUR), die ausschließlich aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

Der Materialaufwand umfasst im Wesentlichen den Energiebezug im Rahmen der Mehr- und Mindermengenabrechnung in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 75 TEUR) und den Einsatz von Fremdleistungen in Höhe von 79 TEUR (Vorjahr: 66 TEUR). Es sind periodenfremde Aufwendungen von insgesamt 1 TEUR (Vorjahr: 75 TEUR) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Dienstleistungen der LeineNetz GmbH in Höhe von 50 TEUR (Vorjahr: 48 TEUR). Es sind periodenfremde Aufwendungen von insgesamt 2 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden von dem Organträger Stadtwerke Garbsen GmbH nicht an die Gesellschaft weiterbelastet.

IV. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Die Gasversorgung Garbsen GmbH hat keine eigenen Arbeitnehmer.

2. Geschäftsführer

Daniel Wolter, Wildeshausen Geschäftsführer der Gesellschaften der Stadtwerke Garbsen-Gruppe, Garbsen Alleingeschäftsführer

Die Gesellschaft hat keine Zahlungen an den Geschäftsführer geleistet.

3. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Garbsen GmbH überwacht die Gesellschaft. Die Angaben zum Aufsichtsrat sind im Einzelnen dem Anhang der Stadtwerke Garbsen GmbH zu entnehmen.

4. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Es besteht kein Bestellobligo.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des im Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Stadtwerke Garbsen GmbH verzichtet.

6. Hinweis zum Einbezug der Gesellschaft in einen Konzernabschluss

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Garbsen GmbH, Kochslandweg 18 - 22, 30823 Garbsen, einbezogen, die als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss (kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis) erstellt; dieser wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. Der Konzernabschluss und -lagebericht des Mutterunternehmens ist unter dieser Adresse erhältlich.

7. Unbeschränkt haftender Gesellschafter

Die Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Stromversorgung Stadtwerke Garbsen GmbH & Co., Garbsen; an dieser Gesellschaft ist sie mit 0,01 % bzw. 511,29 EUR beteiligt. Die vorgenannte Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Gasversorgung Garbsen GmbH.

Das Festkapital der Stromversorgung Stadtwerke Garbsen GmbH & Co. beträgt 2.692 TEUR; der Jahresüberschuss für 2022 beträgt 811 TEUR.

Erkenntnisse, die zu einer persönlichen Haftung führen könnten, sind bis zum heutigen Tage nicht bekannt geworden.

8. Gewinnverwendung

Vom Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 werden wirtschaftlich begründet 750.000,00 EUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der restliche Jahresüberschuss in Höhe von 286.104,88 EUR wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Stadtwerke Garbsen GmbH abgeführt.

9. Angaben über bestimmte Geschäfte gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Die Gesellschaft hat Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen, im Geschäftsjahr 2022 und danach nicht getätigt.

10. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

11. Derivate Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr wurden unverändert Zinsswaps zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinslichen Darlehen eingesetzt. Den Zinssatzswapvereinbarungen (Laufzeit bis 31.12.2035) mit einem Volumen von 2.000 TEUR liegen als Grundgeschäfte variable verzinsliche Darlehen mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko zugrunde. Das mit der aus den Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag 2.000 TEUR. Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Aufgrund der Betragsidentität und der Kongruenz der Laufzeiten, Zinssätze bzw. Zins- und Tilgungstermine gleichen sich die gegenläufigen Wertschwankungen bzw. Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. Für die bilanzielle Abbildung und Buchung der Bewertungseinheit wurde die Einfriermethode angewandt. Die beizulegenden Werte des Zinsswaps betragen zum 31.12.2022 -125.298,92 EUR.

 

Garbsen, 31. März 2023

Gasversorgung Garbsen GmbH

Daniel Wolter

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
EURO
Zugänge 2022
EURO
Abgänge 2022
EURO
Umbu - chungen 2022
EURO
31.12.2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.460,18 0,00 0,00 0,00 58.460,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.863.707,75 107.515,97 0,00 10.191,20 2.981.414,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.009.613,67 762.143,99 32.450,04 5.414,22 35.744.721,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.719,24 0,00 0,00 0,00 165.719,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.194,61 2.136,19 0,00 -15.605,42 2.725,38
38.055.235,27 871.796,15 32.450,04 0,00 38.894.581,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 511,29 0,00 0,00 0,00 511,29
Summe 38.114.206,74 871.796,15 32.450,04 0,00 38.953.552,85
Wertberichtigungen
01.01.2022
EURO
Zugänge 2022
EURO
Abgänge 2022
EURO
31.12.2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.460,18 0,00 0,00 58.460,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.514.469,93 28.108,54 0,00 1.542.578,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.122.284,17 361.032,19 32.450,04 30.450.866,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.072,57 16.400,85 0,00 56.473,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
31.676.826,67 405.541,58 32.450,04 32.049.918,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 31.735.286,85 405.541,58 32.450,04 32.108.378,39
Buchwerte
31.12.2022
EURO
31.12.2021
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.438.836,45 1.349.237,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.293.855,52 4.887.329,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 109.245,82 125.646,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.725,38 16.194,61
6.844.663,17 6.378.408,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 511,29 511,29
Summe 6.845.174,46 6.378.919,89

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gasversorgung Garbsen GmbH, Garbsen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gasversorgung Garbsen GmbH, Garbsen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gasversorgung Garbsen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 des Jahresabschlusses, die gleichzeitig die Bilanz des Tätigkeitsabschlusses darstellt, und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 des Jahresabschlusses, die gleichzeitig die Gewinn- und Verlustrechnung des Tätigkeitsabschlusses darstellt, - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung.

 

Hannover, den 28. April 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Moritz Meyer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jörg Gropengießer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 13.07.2023 festgestellt.

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