Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 2100
Eingetragen
28.3.1974
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauArchitekturbüros für HochbauErrichtung von Fertigteilbauten
Gegenstand
Die Ausführung von Hochbauarbeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Krauß
seit 3.1.2023
Geschäftsführer
Carolin Krauß
seit 26.4.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RÖDL GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

RÖDL GmbH, Nürnberg

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 5,00 0,0
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 406,00 0,6
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.083,00 3.489,00 3,8
III. FINANZANLAGEN
davon Beteiligungen 1,00
14.796,00 14,5
18.290,00 18,9
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE 479.965,53 1.109,4
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 148.153,55
4.618.456,23 7.640,3
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 136.262,57 323,3
5.234.684,33 9.073,0
C. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 1.389.543,26 2.347,4
6.642.517,59 11.439,3

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
I. GEZEICHNETES KAPITAL 200.000,00 200,0
II. KAPITALRÜCKLAGEN 10.000,00 10,0
III. VERLUSTVORTRAG 2.557.384,54 2.454,9
IV. JAHRESÜBERSCHUSS (VJ. Jahresfehlbetrag) 957.841,28 102,5
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.389.543,26 2.347,4
0,00 0,0
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.880.717,12 1.823,1
C. VERBINDLICHKEITEN 4.760.300,47 9.613,2
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.500,00 3,0
6.642.517,59 11.439,3

Festgestellt am: 11.11.2024

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Rödl GmbH, Nürnberg

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 8.862.947,23 6.448,9
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.900.262,51 4.349,8
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (davon für Altersversorgung € 114.499,55, Vj. € 116.275,57) 1.997.929,64 1.746,9
6.898.192,15
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 71.307,64 40,7
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.041.865,12 799,9
5. Erträge aus Beteiligungen 160.045,99 1.066,5
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.794,54 2,6
(davon aus Aufzinsung € 200,00, Vj. € 1.200,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47.921,51 213,7
(davon aus Abzinsung € 17.894,00, Vj. € 27.377,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.906,79 456,7
9. Ergebnis nach Steuern 970.594,55 - 89,7
10. Sonstige Steuern 12.753,27 12,8
11. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 957.841,28 102,5

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die RÖDL GmbH hat ihren Sitz in Nürnberg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Nürnberg unter HRB 2100 eingetragen.

Zum Bilanzstichtag wird ein "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 1.390 (Vj. TEUR 2.347) ausgewiesen. Auf Grundlage des bestehenden Auftragsbestandes, der bestehenden Finanzplanung sowie der Finanzierung durch die Gesellschafterin geht die Geschäftsführung von der Fortführung des Unternehmens aus. Auf den Prognosebericht im Lagebericht wird verwiesen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Größenabgängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte sowie die Gliederung des Anhangs sind grundsätzlich beibehalten worden.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstands nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt soweit diese verlässlich geschätzt werden können.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 1 und 13 Jahren) angesetzt. Bei den Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Der Ansatz der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB).

Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen sind mit dem Aktivwert bilanziert.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:

Entwicklung des Anlagevermögens der RÖDL GmbH, Nürnberg

- ANLAGENGITTER -

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.656,36 0,00 0,00 36.656,36
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 12.819,93 0,00 0,00 12.819,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.250,65 70.380,64 70.380,64 38.250,65
51.070,58 70.380,64 70.380,64 51.070,58
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 5.500,00 0,00 0,00 5.500,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 14.494,00 301,00 0,00 14.795,00
19.994,00 301,00 0,00 20.295,00
107.720,94 70.681,64 70.380,64 108.021,94
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.651,36 0,00 0,00 36.651,36
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 12.163,93 250,00 0,00 12.413,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.490,65 71.057,64 70.380,64 35.167,65
46.654,58 71.307,64 70.380,64 47.581,58
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 5.499,00 0,00 0,00 5.499,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.499,00 0,00 0,00 5.499,00
88.804,94 71.307,64 70.380,64 89.731,94
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,00 5,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 406,00 656,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.083,00 3.760,00
3.489,00 4.416,00
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 1,00 1,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 14.795,00 14.494,00
14.796,00 14.495,00
18.290,00 18.916,00

2. Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu individuellen bzw. fortgeschriebenen Einstandspreisen sowie zu niedrigen Tagespreisen am Bilanzstichtag. Das Niederstwertprinzip findet Beachtung (§ 253 Abs. 4 HGB).

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Rechtsgrundlage sind die Regelungen in § 255 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB. Die verlustfreie Bewertung für die bilanzierten teilfertigen Bauten ist nach dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Bilanzierung gewährleistet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den in Ausführung befindlichen Bauaufträgen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen.

Kassenbestand, Bankguthaben

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Passiva

1. Bilanzgewinn

Der Verlustvortrag aus dem Vorjahr beläuft sich auf EUR -2.557.384,54 (Vj. EUR -2.454.918,98 Verlustvortrag).

2. Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie betreffen im wesentlichen Vorsorgen für Archivierungskosten, Personalaufwendungen, Instandhaltungen, ausstehende Rechnungen, Gewährleistungen, Jahresabschlusskosten sowie Nachzahlungszinsen auf Steuern.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte berücksichtigt.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten liegt unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten eine Darlehensverbindlichkeit mit Rangrücktritt in Höhe von T€ 2.022, kreditorische Debitoren i. H. v. T€ 230 sowie sonstige Verbindlichkeiten i. H. v. T€ 636.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Aus einem Universalkreditvertrag mit einem Kreditinstitut besteht eine gesamtschuldnerische Haftungen für Verbindlichkeiten der Krauß-Unternehmensgruppe.

Die Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB aus Avalverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.853. Ferner ist das Unternehmen als Gesellschafterin an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts beteiligt. Für Verbindlichkeiten dieser Arbeitsgemeinschaften besteht überwiegend eine gesamtschuldnerische Haftung.

Zum 31.12.2023 besteht neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten noch eine sonstige finanzielle Verpflichtung (§ 285 Nr. 3a HGB) aus einem Betriebsüberlassungs- und Pachtvertrag - unbestimmter Laufzeit - mit der Firma Krauß Verpachtungen GmbH & Co. KG. Die jährliche Pacht beträgt T€ 92.

Zum 31.12.2023 besteht neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten noch eine sonstige finanzielle Verpflichtung (§ 285 Nr. 3a HGB) aus einem Pachtvertrag - unbestimmter Laufzeit mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr zum Ablauf eines Kalenderjahres - mit der Firma Krauß Verpachtungen GmbH & Co. KG. Die jährliche Pacht beträgt T€ 645.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 99 (Vorjahr: 82) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 81 gewerbliche Arbeitnehmer und 18 Angestellte. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB).

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung berufen sind

 

Frau Carolin Krauß, Geschäftsführerin eines Bauunternehmens, Nürnberg

 

Herr Markus Krauß, Geschäftsführer eines Bauunternehmens, Nürnberg

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis des Berichtsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der Krauß Verpachtungen GmbH & Co. KG, Nürnberg.

Ein Konzernabschluss wird nicht erstellt, da vom Befreiungswahlrecht des § 293 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht wird.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Nürnberg, 24. Oktober 2024

RÖDL GmbH

Carolin Krauß

Markus Krauß

Der Jahresabschluss wurde am 11.11.2024 festgestellt.

Lagebericht der RÖDL GmbH für das Geschäftsjahr 2023

Inhalt

A. Grundlagen des Unternehmens

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

II. Geschäftsverlauf

III. Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

2. Finanzlage

3. Ertragslage

4. Geschäftsverlauf

C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

I. Chancenbericht

II. Risikobericht

III. Prognosebericht

D. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

E. Bestehende Zweigniederlassungen

A. Grundlagen des Unternehmens

In mehr als 90 Jahren Firmengeschichte haben wir unsere Kernkompetenzen im Hoch- und Ingenieurbau, in der Betoninstandsetzung, Riss- und Hohlraumverpressung konsequent erweitert.

Heute bieten wir unseren öffentlichen, gewerblichen und privaten Kunden im Großraum Nürnberg ein breites Leistungsspektrum, das auch umfassende Beratung und professionelles Projektmanagement umfasst.

Unsere Ingenieure verfügen über eine breite Vielfalt an Kompetenzen und Fertigkeiten, mit denen sie auch komplexe Aufgaben souverän für unsere Kunden meistern. Wir sind u.a. zertifiziert für die Instandsetzung von Trinkwasserbauwerken nach DVBG und präqualifiziert für 17 Bauleistungen einsehbar unter der Registriernummer 010.053130. Von der Planung über die Durchführung der Baumaßnahmen bis hin zur Abnahme sind wir fachkundiger Ansprechpartner.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann eine Trendwende in der deutschen Baukonjunktur. Der Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine sowie der sprunghafte Anstieg der Bauzinsen ab April 2022 von 1 % auf 4 % führten zu erheblichen Belastungen für die Bauwirtschaft. Eine hohe Inflation und steigende Material- und Energiepreise, ausgelöst durch das Vorantreiben der Klimawende, verschärften die Situation. Unsichere politische Rahmenbedingungen und ständig wechselnde Förderrichtlinien erschwerten zusätzlich die Planung und Finanzierung von Bauprojekten.

Die Bauwirtschaft startete 2023 mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € (nominal +6 %, real -9 %). Wie prognostiziert, führte die ungünstige Mischung der Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch, der den Umsatz real um 5,3 % sinken ließ. Besonders betroffen war der Wirtschaftsbau, der einen realen Rückgang von 1 % verzeichnete, während der öffentliche Bau ebenfalls mit einem realen Minus von 1 % zur krisenhaften Entwicklung beitrug.

Trotz der Herausforderungen gelang es der Bauwirtschaft, die Beschäftigtenzahl 2023 stabil zu halten (927.700), auch wenn die Nachfrage deutlich zurückging. Die Einkaufspreise für Baumaterialien blieben auf hohem Niveau, was die Preise für Bauleistungen weiterhin hochhielt. Dennoch ließ die Preisdynamik nach: Für 2023 lag die Preisentwicklung bei etwa +7 % (nach +16 % in 2022), bei einem Umsatz von 162,5 Mrd. € (real -5,3 %; nominal +1,3 %).

Im Wirtschaftsbau zeigte sich ein gemischtes Bild: Während der Wirtschaftshochbau aufgrund hoher Zinsen und Energiepreise stagnierte, verzeichnete der Wirtschaftstiefbau starke Investitionsimpulse, insbesondere durch Projekte der Mobilitäts- und Energiewende. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau stieg 2023 nominal um 26 %. Insgesamt erreichte der Wirtschaftsbau 2023 einen Umsatz von 60 Mrd. € (nominal +5,5 %, real -1,3 %).

Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Der Umsatz im öffentlichen Hochbau lag 2023 bei 9,4 Mrd. € (nominal +13 %, real +6 %), während der öffentliche Tiefbau auf 35 Mrd. € stieg (nominal +4 %, real -3 %). Insgesamt erreichte der öffentliche Bau damit 2023 gut 44 Mrd. € (nominal +6 %, real -1 %).

II. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.414 gesteigert werden. Weiterhin waren TEUR 837 in Ausführung befindliche Bauaufträge vorhanden. Die Kosten für Material- und Personalaufwand erhöhten sich kumulativ zur Leistung. Der Jahresüberschuss belief sich auf TEUR 957, das entspricht etwa 10 % des Rohertrags. Damit konnten wir das im Lagebericht 2022 für 2023 prognostizierte Ergebnis (Jahresüberschuss nach Steuern) verdoppeln.

Die starke Umsatzsteigerung von 27% konnte durch die Umstrukturierungsmaßnahmen aus den letzten beiden Jahren realisiert werden. Die Früchte der Investitionen in ein modernes Bauunternehmen spiegeln sich in der Ertragslage der Gesellschaft wider.

III. Lage der Gesellschaft

Im Jahr 2023 wurden die ersten Erfolge der Verbesserung der Prozessabläufe und der Investitionen in Digitalisierung und neuer Geräte auf der Baustelle sichtbar. Die Stärkung des operativen Geschäfts war auch in 2023 im Fokus der Geschäftstätigkeit.

Am Ende des Jahres waren 101 Beschäftigte (einschl. Auszubildende) für unser Unternehmen tätig. Unsere Mitarbeiter wurden wie auch in den Vorjahren laufend geschult, um die hohe Qualität unserer Bauausführungen zu gewährleisten. Auch in Zukunft legen wir großen Wert darauf uns durch unsere qualitativ hochwertige Arbeit von der Konkurrenz abzuheben.

Die Gesellschaft genießt einen guten Ruf als zuverlässige Baufirma in der Metropolregion Nürnberg. Das Stammkundengeschäft macht knapp 50% des Jahresumsatzes aus.

1. Vermögenslage

Aufgrund des sehr guten Geschäftsjahres hat sich die Vermögenslage der Gesellschaft gebessert. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag konnte um knapp 40% gesenkt werden.

Der restliche nicht gedeckte Fehlbetrag wird weiterhin durch ein unbefristetes Darlehen mit Rangrücktrittserklärung der Krauß Verpachtungen GmbH & Co. KG sichergestellt. Somit ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft langfristig gesichert.

Die Bilanzsumme ist deutlich gesunken. Dies resultiert aus der finalen Auszahlung von hinterlegten Geldern aufgrund der im Lagebericht 2022 näher geschilderten Umstände.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen ca. 12 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Unternehmen wird aus Eigenmitteln der Unternehmensgruppe finanziert.

2. Finanzlage

Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens führt die Geschäftsführung einen genauen Liquiditätsplan. In diesem sind die laufenden Ein- und Ausgaben aus dem Tagesgeschäft aufgeführt. Es ist ausreichend Liquidität vorhanden, um den Verbindlichkeiten rechtzeitig nachzukommen. Dies wird laufend überwacht und sichergestellt.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Cash-Flow aus Jahresüberschussbetrag, Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Rückstellungen beträgt TEUR 957.

3. Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf TEUR 972 (VJ. TEUR 366). Das Jahresergebnis stimmt uns sehr zufrieden und zeigt deutlich den Wandel und die erfreulichen Auswirkungen der Investitionen in Digitalisierung, Prozesse und Geräte.

4. Geschäftsverlauf

In das Jahr 2023 konnte die Gesellschaft mit vollen Auftragsbüchern starten. Die monatlich gesteckten Umsatzziele konnten jederzeit erreicht werden. Zu den Großprojekten in diesem Jahr zählten die Sanierung eines Parkhauses in Plauen, die Erweiterung eines Bürogebäudes in Zirndorf, der Neubau einer Lagerhalle für einen namhaften Sportgerätehersteller in Fürth und diverse Großaufträge unserer Stammkunden. Ende 2023 konnten einige mittelgroße Aufträge akquiriert werden, die Anfang 2024 für volle Auslastung gesorgt haben.

Im Vergleich zum vorangegangenen Jahr bewegten sich zwar die Materialpreise auf hohem Niveau, schwankten aber nicht mehr so stark, wobei es zu keinen Lieferschwierigkeiten mehr kam.

Mitte des Jahres 2023 konnte die Gesellschaft bereits eine Gesamtleistung von TEUR 6.176 aufweisen, was knapp TEUR 500 über dem Vorjahreswert liegt.

Anfang 2023 wurde das neu erstandene Schalungssystem geliefert. Das neue System ist leichter und schneller in der Handhabung. Dieses hat sich bei den ersten Einsätzen auf der Baustelle bereits bewährt. In 2023 startete die Einführung unseres neuen Kalkulationsprogrammes, welches im Jahr 2024 abgeschlossen sein wird. Da in den vorangegangenen Jahren sehr viel in neue Geräte und Digitalisierung investiert wurde, wird für die nächsten Jahre auch aufgrund der zu erwartenden Konjunkturkrise, das Investitionsvolumen zurückgeschraubt.

C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

I. Chancenbericht

Unsere Chancen sehen wir insbesondere in unserer hochqualifizierten, erfahrenen und motivierten Mannschaft sowie in der modernen betrieblichen Infrastruktur, über die unser Betrieb verfügt und die uns ein effizientes, kompetentes Handeln ermöglicht.

Für die Gesellschaft sehen wir insbesondere folgende Chancen:

Moderne Infrastruktur durch gezielte Investments der letzten Jahre

effizienteres Arbeiten durch moderne Technik

Nutzen von Synergieeffekten zwischen den Firmen der Baugruppe

Ausbau der Arbeitgebermarke RÖDL

Ausbau von ESG-Themen im Unternehmen

Fokus auf erneuerbare Ressourcen und unserem Hauptgeschäft der Betoninstandsetzung

II. Risikobericht

Untrennbar verbunden mit unternehmerischem Handeln sind Risiken. Die RÖDL GmbH ist als regionales Bauunternehmen einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Oberste Aufgabe des Managements und aller Mitarbeiter ist es, unternehmerische Chancen wahrzunehmen und damit verbundene Risiken zu minimieren.

Das Risiko einer Bestandsgefährdung durch Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit ist durch das Darlehen mit Rangrücktritterklärung gering.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innnovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Aus diesem Grund bestehen auch aktuell keine Rechtsstreitigen aufgrund von Mängeln.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Bauverträge werden im Vorfeld bei Bedarf juristisch geprüft und die Bonität der Auftraggeber überwacht. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme, wobei wir vorbeugend ein deutlich strengeres und effizienteres Mahnsystem eingeführt haben, um zeitnah juristisch gegen Forderungsausfälle vorgehen zu können. Zu einem Großteil unserer Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Das Gewährleistungsrisiko wird durch die Bildung von Rückstellungen in ausreichender Höhe kompensiert.

Dem Fachkräftemangel begegnen wir mit einer gut ausgebildeten Personalabteilung und einem erhöhten Budget für die Mitarbeiterakquise. Unser Social Media Auftritt ist darauf ausgelegt uns als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Wir konnten im letzten Jahr unseren Mitarbeiterstamm von 89 Mitarbeitende (2022) auf 106 Mitarbeitende inkl. Auszubildende aufstocken.

Durch die unsichere Marktsituation ist mit weniger attraktiven Aufträgen und Preissteigerungen zu rechnen. Wir haben uns bei der aktuellen Auftragsakquise auf kleinere Aufträge spezialisiert, die eine besonders hohe Expertise benötigen. Hierdurch können wir uns am Markt von unserer Konkurrenz abheben.

III. Prognosebericht

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach, andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch. Steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal. Hinzu kommt der neu ausgehandelte Tarifvertrag, der mit Lohnerhöhungen zwischen 4,5 und 13% abgeschlossen wurde. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %.

Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. EUR (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt.

Auch die RÖDL GmbH merkt die oben beschriebene Abkühlung der Baukonjunktur. Die Konkurrenz bei öffentlichen Ausschreibungen ist deutlich gestiegen und der Auftragsakquise steht vor neuen Herausforderungen. Da die RÖDL GmbH kaum bis gar keinen Wohnungsbau macht, sind wir vom Auftragseinbruch in dieser Sparte nur indirekt betroffen.

Zum Anfang des Jahres 2024 waren die Auftragsbücher der RÖDL GmbH bereits gut gefüllt, sodass viele Baustellen bereits im Januar wieder starten konnten. Dies war auch dem moderaten Winter zu verdanken. Die monatlichen Richtlinien zur Umsatzentwicklung wurden bisher jeden Monat eingehalten bzw. teilweise sogar übertroffen. Wir erwarten für das Jahr 2024 einen Jahresüberschuss zwischen TEUR 100 und 200 nach Steuern.

Die Gesellschaft ist personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Eine gute Auftragslage trotz Rückgang der Baukonjunktur veranlasst uns daher, von einer positiven Entwicklung im Jahr 2024 auszugehen.

D. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit dient eine Liquiditätsübersicht, die stetig geprüft wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Diese wird firmenübergreifend für alle Unternehmen der Baugruppe geführt, um die Liquidität nicht nur einer Gesellschaft, sondern derer aller Gesellschaften im Überblick zu haben.

E. Bestehende Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Nürnberg, 24. Oktober 2024

Carolin Krauß, Geschäftsführerin

Markus Krauß, Geschäftsführer

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen und nicht auf den offengelegten Jahresabschluss.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rödl GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rödl GmbH, Nürnberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rödl GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben der Geschäftsführung im Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Unternehmen" im Anhang und den dort genannten "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" von TEUR 1.390 (Vj. TEUR 2.347). Zusammen mit den im Lagebericht dargestellten Gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, dem in der Bauwirtschaft erfolgten Nachfrageeinbruch und der im Risikobericht beschriebenen unsicheren Marktsituation deutet dies auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Absatz 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind wegen dieser Unsicherheit nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fürth, den 24. Oktober 2024

Dünkel & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Karl-Heinz Schrenker, Wirtschaftsprüfer

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