Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 54236
Eingetragen
1.3.2002
Branche
Vorsorge- und RehabilitationsklinikenHochschulklinikenArztpraxen für Allgemeinmedizin
Gegenstand
Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens. Dieser Zweck wird durch den Betrieb von Privatkliniken verwirklicht.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Yadigar Yildirim
seit 12.5.2025
Prokura
Michael Maria Osypka
seit 18.11.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Main-Taunus-Privatklinik GmbH

Hofheim am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

MAIN-TAUNUS PRIVATKLINIK GMBH, HOFHEIM AM TAUNUS

A K T I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 15.171.839,00 15.654.182,00
I. Sachanlagen 15.171.839,00 15.654.182,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.110.293,73 10.131.563,75
I. Vorräte 21.739,78 24.150,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.919.564,99 9.929.402,61
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 168.988,96 178.010,71
21.282.132,73 25.785.745,75

P A S S I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. EIGENKAPITAL 7.049.423,52 6.512.560,08
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.749.250,26 2.749.250,26
III. Gewinnvortrag 3.663.309,82 1.458.885,92
IV. Jahresüberschuss 536.863,44 2.204.423,90
B. RÜCKSTELLUNGEN 173.644,27 182.100,00
C. VERBINDLICHKEITEN 14.059.064,94 19.091.085,67
21.282.132,73 25.785.745,75

MAIN-TAUNUS PRIVATKLINIK GMBH, HOFHEIM AM TAUNUS
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Vorbemerkungen

Die Gesellschaft Main-Taunus-Privatklinik GmbH (im Folgenden „PRIV“), Hofheim am Taunus, wird im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 54236 geführt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), den ergänzenden Vorschriften des GmbH Gesetzes in der aktuell gültigen Fassung und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Bei der PRIV handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB.

Zur Sicherstellung der Liquidität der varisano Kliniken für die kommenden Jahre 2024 und 2025ff. wurde von den Gesellschaftern Main-Taunus-Kreis und Stadt Frankfurt die Betrauungsakte bereits vorzeitig vom 01.01.2025 bis 31.12.2034 erneuert sowie Finanzierungsvereinbarungen vom 19. Dezember 2023 und 17. Dezember 2024 in Ergänzung zum Konsortialvertrag vom 26. Februar 2016 geschlossen und in den Gesellschaftergremien beschlossen. In dieser verpflichtet sich der Main-Taunus-Kreis, Liquidität zur Deckung des Liquiditätsbedarfs des Teilkonzern KdMTK (Kliniken des Main-Taunus-Kreises GmbH samt Tochtergesellschaften und Enkelgesellschaft) für die Geschäftsjahre 2024ff. zur Verfügung zu stellen. Die Liquidität wird im Geschäftsjahr 2024 durch Haushaltsmittel oder ggf. Liquiditätsdarlehen begrenzt auf die Summe von EUR 16 Mio. und für die Jahre 2025ff. durch eine Kreditgewährung in Höhe von EUR 30,6 Mio. sichergestellt. Bei Abweichungen hinsichtlich der Planannahmen für 2024 und 2025ff. mit Auswirkungen auf den operativen Verlust ist gegebenenfalls eine weitere Finanzierungsvereinbarung seitens der Gesellschafter zu treffen, um eine Bestandsgefährdung der Muttergesellschaft KdMTK und ihrer verbundenen Unternehmen und somit auch der Main-Taunus-Privatklinik GmbH abzuwenden.

Auf Basis der getroffenen Finanzierungsvereinbarungen zwischen dem Main-Taunus-Kreis und der Stadt Frankfurt vom 19. Dezember 2023 und 17. Dezember 2024 zur Sicherstellung der Liquidität in den Teilkonzerngesellschaften für die Jahre 2024 und 2025ff. gehen die gesetzlichen Vertreter von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Lagebericht unter 3.2 Chancen und Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Zahlen im Anhang sind im Wesentlichen in Tausend Euro (T€) angegeben.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, erfolgt die Angabe grundsätzlich in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten bis zu 250,00 € (ohne Umsatzsteuer) betragen, wurden im Wirtschaftsjahr sofort als Aufwand erfasst. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € (geringwertige Anlagegüter) wurden im Anlagevermögen aktiviert und auf 5 Jahre abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern werden nach den amtlichen Abschreibungstabellen und ergänzend nach den branchenüblichen Tabellen ermittelt. Folgende Nutzungsdauern werden grundsätzlich zugrunde gelegt:

Gebäude: 33 bis 50 Jahre
Technische Anlagen: 5 bis 20 Jahre
Einrichtungen und Ausstattungen: 3 bis 12 Jahre

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Das Eigenkapital wurde gemäß § 272 HGB mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im als Anlage beigefügten Anlagennachweis dargestellt.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten mit 3.109 T€ (Vorjahr: 7.414 T€) Forderungen aus Cashpooling.

3.3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Archivierung (50 T€) und für Jahresabschlusskosten (28 T€) sowie für den Personalbereich (96 T€).

3.4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind folgender Tabelle zu entnehmen: 

Restlaufzeit
bis über davon
Gesamt 1 Jahr 1 Jahr > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 8.725 1.190 7.535 3.727
Vorjahr 9.396 952 8.444 4.636
Erhaltene Anzahlungen 152 152 0 0
Vorjahr 181 181 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 170 170 0 0
Vorjahr 327 327 0 0
Verbindlichkeiten ggü.Gesellschaftern 703 703 0 0
Vorjahr 2.475 2.475 0 0
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 4.208 134 4.074 830
Vorjahr 6.644 134 6.510 830
Sonstige Verbindlichkeiten 100 100 0 0
Vorjahr 68 68 0 0
Summe Verbindlichkeiten 14.059 2.449 11.609 4.557
Vorjahr 19.091 4.137 14.954 5.466

Es besteht eine Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die Bürgschaft des Main-Taunus-Kreises in Höhe von 8.725 T€. Bei den restlichen Verbindlichkeiten besteht keine Besicherung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 2.187 T€ ein Darlehen gegenüber der Gesellschafterin (Vorjahr: 2.321 T€).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden im Inland erzielt und resultieren zum einen aus allgemeinen Krankenhausleistungen und zum anderen aus verrechneten Erlösen für die Inanspruchnahme von Bettenkapazitäten innerhalb des Konzerns.

In den Umsatzerlösen sind keine periodenfremde Erträge enthalten.

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Zinserstattungen mit 43 T€ (Vorjahr: 47 T€) sowie mit 909 T€ (Vorjahr: 905 T€) Tilgungserstattungen aus der Verpflichtung des Main-Taunus-Kreises, die Darlehensverbindlichkeiten des Klinikkonzerns zu tragen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Sachverhalte in Höhe von 37 T€ (Vorjahr: 68 T€) enthalten.

4.3. Personalaufwand

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 28 (Vorjahr: 32) Mitarbeiter/innen (Köpfe):

Mitarbeiter/innen (Köpfe) nach Dienstarten 2023 2022
Pflegedienst 20 24
Medizinisch technischer Dienst 1 1
Funktionsdienst 1 1
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 5 5
Verwaltungsdienst 1 1
Summe Köpfe 28 32

4.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 2.223 T€ (VJ 1.507 T€) und enthalten u.a. neben Aufwendungen für Instandhaltungen und Wartungen (854 T€) auch Aufwendungen für Personalausleihungen (510 T€) und Mieten (194 T€). Periodenfremde Aufwendungen sind nicht enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Mietverträgen bzw. aus Dienstleistungs- und Wartungsverträgen mit einem Wert von 115 T€ (Vorjahr: 115 T€) bei einer Laufzeit von bis zu vier Jahren. Davon betreffen 110 T€ (Vorjahr: 110 T€) verbundene Unternehmen.

5.2. Honorar des Abschlussprüfers

Bezüglich der Angabe des Honorars für Abschlussprüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen nach § 285 Nr. 17 HGB verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss 2023 der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus.

5.3. Angaben zu Gesellschaftsorganen

a) Geschäftsführer

• Herr Martin Menger, Geschäftsführer bis zum 15. Feburar 2023

• Herr Stefan Schad, Geschäftsführer bis zum 30. September 2023

• Herr Dr. med. Patrick Frey, Geschäftsführer seit dem 29. September 2023

• Herr Michael Osypka, Geschäftsführer seit dem 28. Oktober 2024

Der Geschäftsführer hat im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Wir verweisen auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss 2023 der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus.

b) Aufsichtsrat

Die Aufgaben des Aufsichtsrats werden durch den Aufsichtsrat der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus übernommen. Bezüglich seiner Zusammensetzung verweisen wir auf die entsprechenden Angaben im Anhang zum Konzernabschluss 2023 der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus.

5.4. Konsolidierungskreis

Gesellschafterin ist die Kliniken des Main-Taunus-Kreises GmbH, Hofheim am Taunus.

Die Kliniken des Main-Taunus-Kreises GmbH, Hofheim am Taunus, erstellt einen Konzernabschluss, in den alle verbundenen Unternehmen einbezogen werden (kleinster Konzernkreis). Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist unter www.bundesanzeiger.de erhältlich. Die Gesellschaft wird weiterhin in den Konzernabschluss der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus GmbH (größter Konzernkreis), Frankfurt am Main, einbezogen.

5.5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Hofheim am Taunus, 14. März 2025

gez. Dr. Patrick Frey, Geschäftsführer

gez. Michael Osypka, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 11.06.2025 festgestellt.

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