P3 consulting GmbH
Selbe AdresseUnternehmensberatung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Willi Terhardt seit 21.5.2019 | Prokura |
Gerald Beuscher seit 21.5.2019 | Geschäftsführer |
Jan Hinrichs seit 21.5.2019 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Bisenius seit 19.2.2019 | Geschäftsführer |
Markus Hackmann seit 19.2.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
P3 automotive GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft/Konzernzugehörigkeit 1.1. Geschäftsmodell Die P3 automotive GmbH ist eine Ingenieurgesellschaft, die Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Technologie, Methodik und Digitalisierung in erster Linie für die europäische Automobil- und Zulieferindustrie erbringt. Die Gesellschaft berät Kunden in diversen Stufen der Wertschöpfungskette und übernimmt im Ganzen oder in Teilen die Entwicklung von Produkten sowie deren technologische und qualitätsfokussierte Weiterentwicklung. Ergänzt werden die Beratungsleistungen der P3 automotive GmbH durch spezialisierte Ingenieursdienstleistungen und Softwareentwicklungen der Schwestergesellschaften im Konzernverbund der Terra Nova Capital GmbH, Stuttgart. Hauptbestandteil des Konzernabschlusses bildet der Teilkonzern der P3 group GmbH, Stuttgart. Der Konzern ist eine unabhängige und internationale Unternehmensberatung für zahlreiche Kunden und Branchen. Das Konzernkonstrukt ist nach Standorten und Expertisen organisiert; auf Basis der Expertisen wird versucht, branchen- und themenübergreifend Synergien im Verbundbereich zu nutzen bzw. gezielt zu generieren und zu vermarkten. Am 18. Dezember 2020 wurde mit der P3 group GmbH ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung vom 1. Januar 2020 abgeschlossen und beim Handelsregister eingetragen. 1.2. Zweigniederlassungen Die P3 automotive GmbH unterhält in diesem Zusammenhang Niederlassungen in der Nähe ihrer Großkunden, so kann direkt auf die aktuellen Bedürfnisse der Kunden/Branchen reagiert werden. Neben dem Hauptsitz in Stuttgart unterhält die Gesellschaft weitere Standorte in Wolfsburg, München und Düsseldorf. 2. Geschäft und Rahmenbedingungen 2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Auch im Jahr 2023 war die Situation im Hinblick auf die Energie- und Rohstoffpreise, Lieferketten und geopolitische Lage (im Besonderen der andauernde Krieg in der Ukraine sowie seit Oktober 2023 der Nahostkonflikt) weiterhin angespannt. Dennoch entwickelte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2023 besser als noch zum Jahresbeginn vermutet, auch wenn gegen Ende des Jahres die Weltkonjunktur etwas an Dynamik verloren hatte. Im Berichtsjahr lag das globale Bruttoinlandsprodukt, mit einem Zuwachs von 3,0 %, über der Erwartungshaltung für 2023 und nur leicht unter dem Vorjahreswert (2022: 3,2 %). Die Wirtschaft der Europäischen Währungsunion war besonders hart von den Auswirkungen des Ukrainekriegs und Nahostkonflikts betroffen und kämpfte zudem mit einer hohen Inflationsrate und einem damit einhergehenden Zinsanstieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) hielt an ihrem Kurs der geldpolitischen Straffung fest und hat den Leitzins im Laufe des Jahres auf 4,5 % gehoben. Die Eurozone konnte 2023 lediglich einen Anstieg des BIP von 0,5 % (2022: 3,4 %) verzeichnen. Deutschland wurde von den Verwerfungen besonders hart getroffen und verzeichnete im Berichtsjahr eine leichte Rezession, das Bruttoinlandsprodukts lag bei - 0,3 % (2022: 1,8 %). Die Auswirkungen der Energiepreiskrise, die restriktive Geldpolitik sowie der hohe Krankenstand belastende die deutsche Wirtschaft anhaltender als prognostiziert. Nur langsam stellte sich eine Erholung der wirtschaftlichen Lage ein, für 2024 hatte die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 einen prognostizierten BIP von 0,2 % kommuniziert. Die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage, im besonderen des Russisch-Ukrainischen-Krieges und des Nah-Ost-Konflikts sind nicht abschätzbar, da die Entwicklungen in diesem Zusammenhang weiterhin zu dynamisch sind. Die Auswirkungen auf die Welt, Deutschland und auf die Automobilbranche dürften weiterhin substantiell sein. 2.2. Geschäftsentwicklung Die für die P3 automotive GmbH maßgeblichen Branchen Automobil- und Maschinenbau haben im Wirtschaftsjahr 2023 die im Vorjahr getroffenen Prognosen weitestgehend erfüllen können und blicken auf einen positiven Geschäftsverlauf zurück. Zwar kann 2023 als weiteres Krisenjahr, geprägt von wachsenden Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen, bezeichnet werden. Aber die internationalen Automobilmärkte haben sich 2023 gut entwickelt. Die weltweiten Zulassungszahlen sind um 8,3 % gestiegen, in Europa konnte ein Plus von 14,1 % und in Deutschland immerhin ein Plus von 7,3 % verzeichnet werden. Auf Basis dieser soliden Entwicklung des Automobilsektors und der Fokussierung auf margenstarke Modelle, rund um die Elektromobilität und die für Wettbewerbsvorteile relevanten Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit, konnten bei den führenden Automobilherstellern durchweg gute Ergebnisse erreicht werden. Die Automobilbranche setzt wie in den Vorjahren auf die Transformation hin zu nachhaltiger emissionsfreier Mobilität unter den Hauptaspekten der Elektrifizierung und Digitalisierung. Daran partizipiert die P3 automotive GmbH, da diese zukunftsorientierten Aufgabenfelder mit zu unseren Kernthemen zählen. Dadurch ist es gelungen, die bereits bestehenden Kundenbeziehungen zu den marktführenden OEMs (Original Equipment Manufacturer) zu stabilisieren und in vielerlei Hinsicht auszubauen. Zu den vorhandenen Kernthemen des Projektmanagement, Elektromobilität (Powertrain & Ladeinfrastruktur), Digitale und Agile Transformation, Qualitätsmanagement, PPC (Product Process Compliance), Supply Chain, Autonomes fahren, Strategieberatung und Technical Due Diligence ist der Ausbau zukunftsorientierter Themenbereiche, wie z. B. Nachhaltigkeit, Umweltneutralität, Logistik und Medizintechnik weiter in den Fokus gerückt und soll erfolgreich beim Kunden etabliert und ausgebaut worden. Eine besondere Bedeutung wird den Segmenten Batterieentwicklung und Batterieproduktion, sowie emissionsfreie Mobilität beigemessen. Unsere Wachstumsstrategie ist dabei klar an die Erfordernisse der Kunden ausgerichtet. Ein weiterer Schwerpunkt, wie bereits in den Vorjahren, ist es gezielt Synergieeffekte zu nutzen und dadurch bei Bestandskunden Neubeauftragungen für bereits etablierte Kernthemen zu generieren. Beispiele hierfür waren und sind Themenfelder des Lieferantenmanagements, die außerhalb des Automobilsektors etabliert und zum Aufbau von Kompetenzen im Sektor Product & Process Compliances ausgebaut wurden. Auch die Akquise weiterer Neukunden wurde im Jahr 2023 stetig vorangetrieben. In Konsequenz wurde der für 2023 prognostizierten Umsatzes nahezu erreicht. Die in der Vergangenheit betriebenen Maßnahmen und etablierten Mechanismen zur Vertiefung und Erweiterung des Leistungsspektrums, die Intensivierungen der bereits bestehenden Beziehungen zur Kundenbasis sowie ein effizientes Risikomanagement haben dazu beigetragen, dass die P3 automotive GmbH auch weiterhin für die Zukunft gut positioniert ist. Die Geschäftsentwicklung der ersten drei Monate und die aktuelle Auftragslage bestärken diese positive Prognose; auch im Hinblick auf die noch andauernden bzw. aufkeimenden Krisen und die Unwägbarkeiten der aktuellen geopolitischen Entwicklung, gehen wir davon aus, an das im Jahr 2023 erreichte Wachstum anknüpfen zu können. Die im Geschäftsjahr erwirtschafteten Gewinne in Höhe von € 28,7 Mio. (2022: € 27,4 Mio.) wurden wie im Vorjahr durch den bestehenden Gewinnabführungsvertrag an die p3 group GmbH abgeführt. 2.2.1. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind unverändert zum Vorjahr die Umsatz- und EBIT-Entwicklung. Auf Grund beschriebener Geschäftsentwicklung war auch 2023 ein weiteres Rekordjahr, die Gesamtleistungen sind von € 128 Mio. auf € 138 Mio. gestiegen, und lag somit nur leicht hinter der Erwartungshaltung zurück. Die EBIT-Marge lag mit 21% auf dem zum Jahresbeginn ausgegebenen Zielkorridor. Ursache hierfür liegt wie schon in den Vorjahren an dem stetig steigenden Preisdruck sowohl auf der Kostenseite als auch bei den Margen. Auf Basis des oben genannten Umsatzanstieges und damit einhergehenden Streuung von Deckungsbeiträgen konnte der EBIT (vor Ergebnisabführung) absolut von € 27,4 Mio. auf € 28,6 Mio. steigen. Ein wichtiger Indikator im Hinblick auf die Kostenentwicklung bleibt wie schon im Vorjahr eine Optimierung beim Kostenmanagement. Hier muss gezielt den aktuellen Entwicklungen bei den Energie- und Rohstoffpreisen und der anhaltenden Inflation gegengewirkt werden. Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren nutzt die Gesellschaft zur Unternehmensteuerung auch nichtfinanzielle Indikatoren, wie Kundenbelange und Kundenzufriedenheit. Diese werden auf Projektebene analysiert und obliegen dem Projektleiter. Auf Basis von persönlichem Feedback, Folge- und Neubeauftragungen der Stammkunden lässt sich hier eine positive Entwicklung erkennen. Ab dem Berichtsjahr 2025 müssen große Unternehmen analog den EU-Richtlinien für Nachhaltigkeit einen Report nach CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) aufstellen. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft bereits jetzt eine Nachhaltigkeitsstrategie implementiert, die Auskünfte in den nichtfinanziellen Bereichen der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit gibt. Es werden keine weiteren spezifischen, nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verwendet. 2.2.2. Ertragslage Der Umsatz ist im Berichtsjahr um 8,1 % (2022: 31,3%) auf € 138,2 Mio. (2022: € 127,9 Mio.) wie erwartet angestiegen. Zwar gab es im Hinblick auf die andauernden Krisenherde gesamtwirtschaftlich noch nicht die erhoffte Trendwende, dennoch ist unsere Marktposition weiterhin stark und die Entwicklung verlief wie prognostiziert. Die bereits im Vorjahr begonnene Umstrukturierung wurde im Geschäftsjahr weiter vorangetrieben; in diesem Rahmen wurden viele Abläufe digitalisiert. Die Bindung zu unseren Kunden konnte gehalten werden und daraus Folgebeauftragungen generiert werden. Zukunftsorientierte Themenfelder wurden weiter ausgebaut und Neukunden außerhalb des Automobilsektors akquiriert. Die Umsätze wurden zu 92 % (2022: 88 %) im Inland erzielt. Die einzelnen Themengebiete haben stark voneinander abweichende Margen. Einige Themengebiete kämpfen auf Grund des zunehmenden Preisdrucks mit rückläufigen Margen, bei andere Themengebieten ist bedingt durch die hohe Nachfrage die Marge weiterhin gesund. Da viele zukunftsorientierte Aufgabenfelder zu unseren Kernthemen gehören, sind wir in den margenstarken Themenfeldern gut vertreten und die Rendite konnte trotz gestiegener Preise und Inflation mit 21 % auf einem weiterhin hohen Niveau gehalten werden. Die Erfahrungen der Vorjahre haben gezeigt, dass durch den hohen Anteil bezogener Leistungen kurzfristig auf Nachfrageanpassungen reagiert werden kann - eine Flexibilität, die auch zukünftig fortgesetzt werden soll. Die Herausforderung hier lag in einer kontinuierlichen und anforderungsgerechten Einbindung der externen Qualifikationen. Die Maßgabe schlanker Strukturen und effizienter Prozessabläufe wurde daher mittels einer fortgesetzt hohen Quote (Basis sind die Umsatzerlöse) extern bezogener Leistungen in Höhe von 31,6 % (2022: 34,5 %) im Jahr 2023 umgesetzt. Davon entfallen 18,1 % (2022: 17,1 %) auf verbundene Unternehmen. Im Rahmen einer konstanten Projektplanung konnte der Rohertrag mit 68,4 % (2022: 65,4 %) ebenfalls auf einem hohen Niveau gehalten werden. Um eine nachhaltige Sicherung des Qualitätsniveaus und des Umsatzzuwachses zu gewährleisten, wurde im Berichtsjahr die Neueinstellung qualifizierter Mitarbeiter stark vorangetrieben. Durch diese Einstellungspolitik soll der Abhängigkeit bzw. dem Risiko, welches aus der oben erwähnten Einbindung externer Qualifikationen entsteht, entgegengewirkt werden. Hier wurde gezielt Qualität mittelfristig an das Unternehmen gebunden, so dass die Personalaufwendungen auf € 53,4 Mio. (2022: € 45,3 Mio.) gestiegen sind. Die Personaleinsatzquote zum Umsatz stieg im Berichtsjahr auf 38,6 % (Vorjahr 35,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind (in Relation zu den Umsatzerlösen) im Jahr 2023 mit 9,1 % nahezu auf Vorjahresniveau (2022: 9,0 %) geblieben. Ursachen hierfür sind der Anstieg bei den Umsatzerlösen und eine konstant fortgeführte Kostenoptimierung, so dass der Anstieg bei den Aufwendungen sich parallel zu den Umsatzerlösen entwickelt hat. Einen besonderen Anstieg gab es hierbei bei den Aufwendungen aus den Bereichen Marketing im Verbund und bei den Aufwendungen aus Veranstaltungen. Der Anstieg resultiert aus den gelockerten Corona-Maßnahmen und den damit im Berichtsjahr gestiegenen Kosten für Messen, Recruiting- und Teamveranstaltungen. Auf Basis des Vorgenannten wurde im Jahr 2023 eine EBIT-Marge von 20,6 % (2022: 21,5 %) erreicht. Auf Grund des im Jahr 2020 in Kraft getretenen Gewinnabführungsvertrags liegen die Belastungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer in der P3 automotive GmbH wie im Vorjahr bei € 0,00. Die für Jahr 2023 prognostizierte Umsatz und Renditewerte konnten nahezu erreicht werden. Auch zukünftig wird die Beurteilung auf einer vorsichtigen kaufmännischen Schätzung beruhen, d.h. die für Folgejahre erwarteten Umsatzerlöse werden bei der Schätzung eher konservativ, die Kosten mit einem Kostensteigerungsfaktor bewertet. 2.2.3. Finanzlage Das Finanzmanagement auf Unternehmensebene ist Aufgabe der Geschäftsführung. Kernthema des Finanzmanagements ist das Liquiditätsmanagement. Hier wird sichergestellt, dass das Unternehmen jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Zum Bilanzstichtag bestanden liquide Mittel von € 29,9 Mio. (2022: € 24,4 Mio.). Erforderliche Investitionen wurden aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert. Bei den Investitionen des Anlagevermögens von € 0,6 Mio. (2022: € 0,8 Mio.) handelt es sich in erster Linie um Anschaffungen von Arbeitsmitteln (IT-Hardware). Im Berichtsjahr waren neben den Neuanschaffungen (resultierend aus dem Arbeitnehmeranstieg) auch diverse Ersatzbeschaffungen notwendig. Die Erhöhung der liquiden Mittel resultiert aus den in der Ertragslage bereits geschilderten Mechanismen (Anstieg Umsatz und Gewinn). Der Gewinn des Geschäftsjahres ist im folgenden Geschäftsjahr vollständig an den Organträger abzuführen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Liquidität. Investitionen und Finanzierungen sollen aus dem Cashflow bewerkstelligt werden können. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag € 28,7 Mio. (2022: € 30,4 Mio.). Die Faktura konnte, bei einer konstanten Durchlaufgeschwindigkeit, im Berichtsjahr gesteigert werden. Der starke Anstieg der Debitorensalden zum Bilanzstichtag basiert üblicherweise auf einem Abrechnungsendspurt. Durch die daraus resultierenden zukünftigen Mittelzuflüsse ist eine Finanzierung der Gesellschaft und die Verpflichtungen aus der Gewinnabführung sichergestellt. Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr auf € 6,7 Mio. (2022: € 6,2 Mio.) gestiegen. Ursache hierfür ist ein Anstieg bei den Arbeitnehmern und den damit verbundenen Rückstellungen für Sonderzahlungen. Die Rückstellungen beinhalten zu besagten Sonderzahlungen in erster Linie noch sonstige Lohnkosten, nachlaufende Kosten an Subunternehmen und Rückstellungen für Gewährleistungen. 2.2.4. Vermögenslage Investitionen in das langfristige Vermögen konzentrierten sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt auf die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Zudem besteht dienstleistungsbedingt das Anlagevermögen im Wesentlichen aus IT-Hardware. Insgesamt wird langfristiges Vermögen in Höhe von € 0,9 Mio. (2022: € 0,9 Mio.) bei einem Gesamtvermögen in Höhe von € 61,5 Mio. (2022: € 58,7 Mio.) ausgewiesen. Vorräte hatten einen Anteil von 0,9 % (2022: 0,8 %) der Bilanzsumme. Langfristige, nicht abgerechnete Projekte über mehrere Geschäftsjahre bestehen in der Regel nicht. Das übrige Vermögen besteht im Wesentlichen aus kurzfristig fälligen Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von € 29,8 Mio. (2022: € 32,7 Mio.). Trotz der gestiegenen Umsatzerlöse im Geschäftsjahr sowie mit beschriebenem Abrechnungsendspurt erfolgte zum Bilanzstichtag ein niedrigerer Ausweis; der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an den Umsatzerlösen betrug 20,8 % (2022: 23,7 %). Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen € 0,7 Mio. (2022: € 1,7 Mio.). Daneben existiert ein Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von € 29,9 Mio. (2022: € 24,4 Mio.). Die Gewinne des laufenden Geschäftsjahres sind im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags bereits zum Bilanzstichtag der P3 group GmbH zuzuschreiben, die Verbindlichkeiten im Verbundbereich sind durch diesen Sachverhalt weiter von € 31,3 Mio. auf € 34,7 Mio. angestiegen. Es bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag in Höhe von € 8,0 Mio. (2022: € 8,3 Mio.), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 5,9 Mio. (2022: € 5,9 Mio.). Insgesamt bestanden zum Bilanzstichtag kurzfristig fällige Verbindlichkeiten in Höhe von € 41,7 Mio. (2022: € 39,4 Mio.), denen ein Bestand kurzfristiger Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 29,8 Mio. (2022: € 32,7 Mio.) gegenüberstand. Da im Jahr 2023 keine Ausschüttungen getätigt und entstandene Gewinne durch den bestehenden Gewinnabführungsvertrag an die P3 group GmbH abgeführt wurden, hat sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr nicht verändert (2023: € 13,2 Mio. 2022: € 13,2 Mio.). 2.2.5. Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die P3 automotive GmbH erfreulich entwickelt. Der erwartete Umsatzzuwachs ist eingetreten, die bereits im Vorjahr angestoßenen Kosten- und Planungsoptimierungen wurden im Berichtsjahr weiter etabliert. Die Nachhaltigkeit der Umstrukturierungen der Projektplanungsprozesse wurde weiter verbessert und führt zur einer höheren Planungssicherheit. Das Beratungsgeschäft wurde stark digitalisiert, wichtige Innovationen wurden auf den Weg gebracht und man ist bezüglich der zukünftigen Entwicklung optimistisch. Zwar kann man vor dem Hintergrund der weiter andauernden Lieferengpässe, gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen, der aktuellen Inflation und den nicht abschätzbaren Auswirkungen im Bezug auf die aktuelle geopolitische Lage nur bedingt von einer Planungssicherheit ausgehen, so dass ein Rückgang der Auftragslage nicht ausgeschlossen werden kann. Aber aufgrund der soliden Kapitalstruktur der Gesellschaft, der aktuellen Beauftragung und der zukunftsorientierten Themenbereiche des Portfolios wird mit eher geringen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens gerechnet. 3. Chancen und Risikenbericht sowie Risikomanagement 3.1. Risikomanagement Risikomanagement wird in der P3-Gruppe als zentrale Managementaufgabe aufgefasst. Durch die permanente Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken im Rahmen standardisierter Management-Systeme war eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gewährleistet. Mögliche Risiken wurden sowohl auf der operativ-technischen als auch auf der operativ-wirtschaftlichen Ebene evaluiert. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, wesentliche und auch bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und zu kontrollieren. Sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagementsystem haben zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der operativ-technischen wie auch der Rechnungslegungsprozesse bis hin zur Finanzberichterstattung sicherzustellen. Risiken aus den laufenden Projekten werden durch die Verantwortlichen regelmäßig mit der Geschäftsführung diskutiert und bewertet. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird u. a. durch ein standardisiertes Berichtswesen, eine etablierte Regelkommunikation, ein konsequentes Mahnwesen sowie eine verantwortungsvolle Investitions- und Finanzierungstätigkeit kontrolliert. Die Wachstumsstrategie ist klar an den Erfordernissen der Kunden und der digitalen Wirtschaft ausgerichtet, entsprechend wird durch Investitionen in benötigte Kompetenzen, Innovationen und Technologien ein weiteres Umsatzwachstum angestrebt. Neben dem Umsatzwachstum wird zukünftig auch der weiteren Steigerung der Profitabilität eine große Bedeutung beigemessen. 3.2. Chancen- und Risikenbericht Das Chancen- und Risikomanagement wird als zentrale Aufgabe der Geschäftsführung verstanden. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht, beide Systeme werden stets getrennt voneinander betrachtet. a. Risiken Dem Kundenportfolio der P3 automotive GmbH ist durchweg eine vergleichsweise gute Bonität zuzuschreiben. Dem Risiko der Umsatzkonzentration auf einige wenige Kunden mit Fokus auf die Automobil- und Maschinenbaubranche wird durch die laufende Akquisition von Neukunden, auch in zusätzlichen Branchen und in Kooperation mit weiteren Gesellschaften der P3-Gruppe, begegnet. Die P3 automotive GmbH partizipiert sehr stark an der Branchenentwicklung und steht somit in einer starken Abhängigkeit von deren Wirtschafts- und Auftragslage. Der konsequent hohe Anteil bezogener Leistungen ermöglicht eine zeitnahe Anpassung der zur Leistungserbringung erforderlichen Kapazitäten. Die Berücksichtigung der spezifischen Kundenanforderungen erfordert zudem den temporären Einsatz hochqualifizierter Mitarbeiter und Subunternehmer. Der Erhalt und die Pflege der Subunternehmerkontakte auf qualitativ hohem Niveau ist wesentlicher Teil des Risikomanagements auf der Beschaffungsseite. Neben den vorgenannten Risikopotenzialen sind weitere Risikofaktoren mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, derzeit nicht erkennbar. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges und des Nah-Ost-Konflikts sind aktuell nicht abschätzbar, da deren Entwicklung zu dynamisch ist. Die Auswirkungen auf die Welt, Deutschland und auf die Automobilbranche können weiterhin substantiell sein. b. Chancen Es bedarf einer stetigen Aktualisierung des technologischen Know-hows. Dies wird dadurch gewährleistet, dass Kontakte zu verschiedenen Universitäten gepflegt und hierdurch neue Ansätze im Bereich der Forschung und Entwicklung frühzeitig aufgenommen werden. Die P3 automotive GmbH vergibt pro Jahr ca. 35 Abschlussarbeiten an Studenten diverser Hochschulen. Damit ist sichergestellt, dass die Gesellschaft kontinuierlich an innovativen Themen mitarbeitet. Die aus diesem Umfeld generierten Spezialkenntnisse schaffen Chancen der weiteren Marktpositionierung, Kundenanerkennung und -beauftragung, sowohl national als auch international. Große Chancen sind auch durch die starke Positionierung und der vorhandenen Kompetenzen auf vielen zukunftsorientierten Themenfeldern gegeben. Hier wurden in den vergangenen Jahren gezielt Synergieeffekte genutzt und die Marktposition weiter gefestigt. Die Automobilbranche befindet sich derzeit Wandel, die Transformation geht hin zu nachhaltiger emissionsfreier Mobilität unter den Hauptaspekten der Elektrifizierung und Digitalisierung, Kernkompetenzen der P3 automotive GmbH. Eine besondere Bedeutung wird weiterhin den Segmenten Batterieentwicklung und Batterieproduktion beigemessen. Allerdings besteht hier ein aggressiver Preiswettbewerb, die deutschen Hersteller stehen vor der Herausforderung international wettbewerbsfähig zu bleiben. Hier sind als wesentliche Hebel die Steigerung der Attraktivität der E-Fahrzeuge, deutliche Kostensenkungen und eine bessere Markpositionierung im Besonderen im Hinblick auf die Konkurrenz aus China zu nennen. Das abrupte Ende der E-Auto-Förderung hat die Ausgangslage zudem noch verschärft. Eine Möglichkeit bietet hier die Abhängigkeit von Rohstoffen durch ein konsequentes Recycling zu reduzieren und auf eine notwendige Technik für einen solchen Kreislauf von Ressourcen zu setzen. Auch in diesen Themenfeldern kann die P3 unsere Kunden unterstützen, unsere Wachstumsstrategie ist dabei weiterhin klar an die Erfordernisse der Kunden ausgerichtet. 4. Prognosebericht Grundlage hierfür bilden die derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die operative Planung der P3 automotive GmbH. Die Einschätzung zum künftigen Geschäftsverlauf orientiert sich an der unter dem Punkt "Chancen- und Risikenbericht" dargestellten Rahmenbedingungen. Als Grundlage für diese Planung werden auch die Einschätzungen der Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 und die Prognosen der Branchenführer herangezogen. Die Erwartungen an den Geschäftsverlauf werden rollierend entsprechend der aktuellen Geschäfts- und Rahmenbedingungen angepasst. Die Prognose basiert auf dem derzeitigen Kenntnisstand. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges und des Nah-Ost-Konflikts sind nicht abschätzbar; die Auswirkungen auf die Welt, Deutschland und auf die Automobilbranche können weiterhin substantiell sein. Die Preise bei Energie und Rohstoffen werden weiter auf einem hohen Niveau bleiben, Handelsströme und Lieferketten weiterhin beeinträchtigt werden. Das bremst den privaten Konsum, den Außenhandel und die Bereitschaft von Unternehmen, zu investieren. Aufgrund der Bedeutung des asiatischen Wirtschaftsraumes, ist in der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft ein weiterhin erhebliches Risiko und zugleich Chance für die Weltwirtschaft zu sehen. Der IfW prognostiziert der chinesischen Volkswirtschaft im Jahr 2024 ein Wachstum von 4,4 %, allerdings geringer als die im Jahr 2023 erreichten 5,2 %. Aktuell gehen von China wenig Impulse für globale Aktivität aus, man ist auf interne Themen z.B. der teilweise Überschuldung von Unternehmen und des Haushalts sowie Verwerfungen im Immobiliensektor fokussiert. Das bremst die Aktivität und verunsichert die privaten Haushalte. Die Wachstumsdynamiken der US-amerikanischen Wirtschaft werden weiterhin abhängig von den Maßnahmen der US-Regierung und deren Umsetzung sein. Im Jahr 2023 konnte ein Wachstum von 2,5 % erreicht werden, allerdings dürfte laut IfW die Wachstumsrate für 2024 mit 2,1 % niedriger als noch im Vorjahr ausfallen. Die Zinserhöhungen der Fed und damit verbundene erschwerte Finanzierungsbedingungen dürfte sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Haushalten dämpfende Wirkung haben. Die Europäischen Union ist weiterhin stark von den aktuellen Entwicklungen der Kriege in der Ukraine und Gaza betroffen. Geschwächt durch die vorangegangen Krisenjahre und nicht erst seit Kriegsbeginn mit den Themen Ressourcenabhängigkeit und Lieferketten konfrontiert, wird laut IfW aktuell mit einem Wachstum des BIP 2024 von lediglich 0,5 % gerechnet. Bereits 2023 war der prognostizierte Trend eingetreten, schon in 2023 konnte in der Eurozone lediglich ein Wachstum von 0,5 % erreicht werden. Deutschland ist von den aktuellen Entwicklungen besonders stark betroffen, es kann lediglich mit einer verhaltenen Entwicklung gerechnet werden. In 2023 lag das Bruttoinlandsprodukts bei - 0,3 %, nur langsam stellte sich eine Erholung der wirtschaftlichen Lage ein, für 2024 hatte die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 einen prognostizierten BIP von 0,2 % kommuniziert. Vor dem Hintergrund dieser ungünstigen Rahmenbedingungen, besteht weiterhin eine angespannte Wirtschaftssituation und stellt somit für die Auftragslage der P3 automotive GmbH weiterhin ein mittelfristiges Risiko dar. Basierend auf der guten Geschäftsentwicklung 2023, der aktuellen Auftragslage und der weiterhin hohen Kundenzufriedenheit, der starken Positionierung bei unseren Kernthemen, der Gewinnung von Neukunden, der Entwicklung und Erschließung neuer Themenfelder blickt die P3 automotive GmbH dennoch optimistisch in die Zukunft. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer kontinuierlichen Entwicklung und einem Umsatzzuwachs auf € 150 Mio., bei einer Rendite von 20%. Für das Wirtschaftsjahr 2025 wird mit einem Wachstum auf € 165 Mio. und einer Rendite auf Vorjahresniveau gerechnet. 5. Erklärung zur Unternehmensführung Die P3 automotive GmbH bekennt sich zu Toleranz, Offenheit und Fairness und fördert Vielfalt und Chancengleichheit in allen Belangen, wir sehen in der Diversität die Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen. Unabhängig von gesetzlichen Vorgaben hat es sich die P3 automotive GmbH zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in den kommenden 5 Jahren auf mindestens 20 % zu steigern. Grundlage für die Prognose der Frauenquote bilden die aktuelle Quote (16%) und die Erwartungshaltung an die kommenden Jahre. Als Basis für die Definition der Führungspositionen wurden die ersten drei Ebenen unserer Führungshierarchien herangezogen, auf Ebene 1 die Geschäftsführer und den Ebenen 2 und 3 dann unsere Partner und Führungskräfte. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der P3 automotive GmbH, Stuttgart, wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung sowie den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die P3 automotive GmbH hat ihren Hauptsitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart mit der Nummer HRB 768294. Die Darstellung der Bilanz erfolgte entsprechend den in § 266 Abs. 2 und 3 HGB geregelten Gliederungsvorschriften. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gliederungsschema nach Inkrafttreten des BilRUG das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Um eine klare Darstellung zu gewährleisten, wurde in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung weitestgehend auf Zusatzvermerke verzichtet und stattdessen der gesonderte Ausweis im Anhang gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine großeKapitalgesellschaft. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften beachtet. Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde die Fortführung der Unternehmenstätigkeit unterstellt. 2. Angaben zur Bilanz 2.1. Aktivseite Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Das abnutzbare Anlagevermögen wurde um planmäßige Abschreibungen entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer gemindert. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von bis zu € 800 wird das Wahlrecht des Sofortabzugs in Anspruch genommen und in voller Höhe abgeschrieben. Ihr gleichzeitiger Abgang aus dem Betriebsvermögen wurde unterstellt. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Einzelnen ist nachfolgend dargestellt:
Die Vorräte wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Sofern die Marktwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, kamen diese zum Ansatz. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Die Bewertung von Fremdwährungsforderungen erfolgte nach Maßgabe des Wechselkurses zum Entstehungsstichtag, soweit nicht eine Veränderung des Wechselkurses am Bilanzstichtag eine niedrigere oder höhere Bewertung erforderlich gemacht hat. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Ausfallrisiko durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung und das Ausfallrisiko in Einzelfällen mit Einzelwertberichtigungen auf die Nettoforderungen angemessen berücksichtigt. Die Höhe der pauschalen Wertberichtigung wurde risikoorientiert und vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen und wirtschaftlichen Lage vorgenommen. Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen jeweils weniger als ein Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 661.782,00 (2022: € 1.690.902,88) bestehen in Höhe von € 661.782,00 (2022: € 1.690.902,88) aus Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von € 57.257,60 (2022: € 0,00) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen € 31.317,08 (2022: € 49.468,95). Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Geschäftsjahr 2023 im Voraus geleistete Zahlungen auf Leistungen, die Folgejahre betreffen. Auf Grund des im Jahr 2020 mit der P3 group GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages werden zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden, die zu latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB führen können, auf Ebene des Organträgers berücksichtigt. Ein Ansatz in der Gesellschaft entfällt. Differenzen aus zeitlichen Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen, welche zu einer aktiven Latenz zu € 6.405,41 (2022: aktiven Latenz € 659,36) führen. Differenzen aus zeitlichen Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich aus der Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten, welche zu einer passiven Latenz zu € 2.131,24 (2022: passiven Latenz zu € 1.846,50) führen. 2.2. Passivseite Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Steuer- und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 6.683 (2022: T€ 6.164) betreffen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr mit einem deutlich überwiegenden Anteil Rückstellungen für Personalkosten. Weitere Rückstellungen innerhalb der sonstigen Rückstellungen sind von untergeordneter Bedeutung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte nach Maßgabe des Wechselkurses zum Entstehungsstichtag, soweit nicht eine Veränderung des Wechselkurses am Bilanzstichtag eine niedrigere oder höhere Bewertung erforderlich gemacht hat. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen € 34.650.363,32 (2022: € 31.337.140,92), davon solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 5.886.135,03 (2022: € 5.903.694,22). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von € 29.387.731,65 (2022: € 26.102.301,06) enthalten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Höhe von € 41.652.593,95 (2022: € 39.389.049,58) betragen jeweils weniger als ein Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von € 4.194.726,35 (2022: € 3.851.871,80) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 94.658,72 (2022: € 140.554,88) Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Geschäftsjahr 2023 im Voraus erhaltene Zahlungen auf Leistungen, die Folgejahre betreffen. 3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: Für Deutschland ergibt sich ein Umsatzanteil in Höhe von 91,6% (2022: 88,2%); für Europa (ohne Deutschland) ergibt sich ein Umsatzanteil in Höhe von 2,6% (2022: 3,5%) und weltweit (ohne Europa) liegt der Umsatzanteil bei 5,8% (2022: 8,3%). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 10.715,81 (2022: € 117.779,19). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 53.080,92 (2022: € 78.594,33). In den Zinserträgen sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 0,00 (2022: € 161,19) enthalten. 4. Sonstige Angaben Muttergesellschaft der P3 automotive GmbH ist die Terra Nova Capital GmbH, Stuttgart. Die Muttergesellschaft stellt einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag berichtspflichtige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB wie folgt: Höhe der Verpflichtung
Der Firma stehen in diesem Zusammenhang Avalkredite für Mietbürgschaften zur Verfügung. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 588 (2022: 498). Davon waren im Jahresdurchschnitt leitende Angestellte 47 (2022: 32), Berater 451 (2022: 389) und sonstige Angestellte und Aushilfen 90 (2022: 77). Da die Prüferhonorare im übergeordneten Konzernabschluss der Terra Nova GmbH, Stuttgart, angegeben werden, macht die Gesellschaft vom Wahlrecht des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB Gebrauch und veröffentlicht diese Angaben nicht zusätzlich. Als Geschäftsführer waren während des Geschäftsjahres bestellt: - Dr. Andreas Bisenius, Ingenieur, Arzfeld - Markus Hackmann, Ingenieur, Melle - Gerald Beuscher, Ingenieur, Braunschweig - Jan Hinrichs, Ingenieur, Urbach Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Jahr 2023 € 1.447.291,46 (2022: € 1.407.646,55). 5. Angaben zur Verwendung des Bilanzergebnisses Die Gesellschaft hat mit der P3 group GmbH einen gültigen Ergebnisabführungsvertrag, dieser ist mit Wirkung vom 1. Januar 2020 wirksam. Die Geschäftsleitung hat den Jahresabschluss unter Berücksichtigung der Gewinnabführung aufgestellt. Der Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr vor Ergebnisführung beträgt € 28.764.228,29 (2022: € 27.433.446,70), nach Ergebnisabführung € 0,00. Der Gewinnvortrag wird zu € 13.079.838,74 (2022: € 13.079.838,74) ausgewiesen. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zum Unterzeichner: Der Jahresabschluss wurde am 12. Juli 2024 unterzeichnet von:
Dr. Andreas Bisenius Markus Hackmann Gerald Beuscher Jan Hinrichs Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die P3 automotive GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der P3 automotive GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der P3 automotive GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aachen, den 12. Juli 2024 FIDAIX
GmbH
Dipl.-Betriebsw. (FH) Roy-Arne Hecht, Wirtschaftsprüfer Dipl.Kffr. (FH) Iris Heinen, Wirtschaftsprüferin |
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